unser Grabeland ist nicht nur nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen,
sondern besitzt auch keinen Entwässerungsanlagen.
Wie handhabt ihr eure Fäkalienentsorgung. Habt ihr alle Chemieklos ? Wie
funktionieren die überhaupt ?
Oder habt uneinsehbare Ecken im Garten, die zum urinieren freigegeben sind ?
Oder wie oder was ?
Auch will ich mal zwischendurch die Scheiben der Hütte säubern, oder auch
Geschirr vom Grillen reinigen. Wohin mit dem Brauchwasser ?
Ich hab den Garten jetzt erst bekommen, und Nachbarn waren bei meinen
Stippvisiten noch nicht zu sehen. Von daher würde ich mich über eure
Antworten wiedereinmal freuen.
Grüsse von Barbara
Hallo
In die Chemietoiletten kippt man zu Anfang eine gewisse Menge Wasser
und eine Chemiekalie. Diese hat die Aufgabe den Inhalt zu entkeimen so
daß daraus keine Brutanstalt für Krankheitserreger wird. Wegen der
agressiven Chemie darf sowas nie einfach irgendw ausgeleert werden
sondern muß immer in die Kanalisation eingeleitet werden, die zu einer
Kläranlage führt. ALSO NICHT IN REGENEINLÄUFE!
> Oder habt uneinsehbare Ecken im Garten, die zum urinieren freigegeben sind
Das steht auf dem Dir überlassenen Grundstück frei, denke ich. Ärger
wird es in Anlagen aber geben falls Du dabei gesehen wirst oder falls es
einem Nachbarn im Sinn des Wortes "stinkt"
Eine sicher gute Alternative sind sogenannte Komost-Toiletten. Dort
deckt man das "Geschäft" mit etwas Erde ab und überläßt den Rest der
Natur. Ich weiß jetzt aus dem Kopf keine Bezugsadresse oder
Bauanleitung, eine Suchmaschine hilft aber bestimmt.
> Auch will ich mal zwischendurch die Scheiben der Hütte säubern, oder auch
> Geschirr vom Grillen reinigen. Wohin mit dem Brauchwasser ?
Irgendwo am Rand oder an der Hütte ein tieferes Loch ausheben 1m, mit
Kies auffüllen. Wenn Du mit Spülmittel sparsam umgehst, kannst Du das
Wasser dann dort reingießen, es versickert dann. Geringe Spülmittelreste
werden abgebaut (man kann ja zusätzlich noch auf ein "Öko-Mittel"
setzen) und richtet dann keinen Schaden an.
Gruß Lutz
--
>>>>>>>>>> http://www.cyborgs.de <<<<<<<<<<<
elektron. Musik, Synthykurs, FAQ, Testberichte, USA-Reisetagebücher,
Naturheilkunde,Therapien,Heilkräuter,Naturschutz,Agility,Garten uva.
>>>>>>>>>> Neue Website, mehr Inhalte jetzt mit Forum <<<<<<<<<<<
> Eine sicher gute Alternative sind sogenannte Komost-Toiletten. Dort
> deckt man das "Geschäft" mit etwas Erde ab und überläßt den Rest der
> Natur. Ich weiß jetzt aus dem Kopf keine Bezugsadresse oder
> Bauanleitung, eine Suchmaschine hilft aber bestimmt.
Die Dinger heissen Kompost-Toilette und man deckt mit feinem Rindenmulch ab
und kompostiert dann in einem Kompostierer nach, das ganze kommt zwischen
die Sträucher und nicht auf die Gemüsebeete.
> > Auch will ich mal zwischendurch die Scheiben der Hütte säubern, oder
auch
> > Geschirr vom Grillen reinigen. Wohin mit dem Brauchwasser ?
>
> Irgendwo am Rand oder an der Hütte ein tieferes Loch ausheben 1m, mit
> Kies auffüllen. Wenn Du mit Spülmittel sparsam umgehst, kannst Du das
> Wasser dann dort reingießen, es versickert dann. Geringe Spülmittelreste
> werden abgebaut (man kann ja zusätzlich noch auf ein "Öko-Mittel"
> setzen) und richtet dann keinen Schaden an.
Je nach Dachflächen und Regelmäßigkeit des Anfallens von Grauwasser würde
ich das nicht empfehlen, sondern eine Minikläranlage bauen, das ist zwar im
Prinzip genauso wenig zulässig, aber bei einer entsprechenden Bepflanzung
kann man da schon sehr viel erreichen, bevor die Reste über einen Überlauf
dann irgendwann versickern.
Häufig gibt es in Kleingartenanlagen aber auch ganz genaue Vorschriften, je
nach Zugänglichkeit, kann man Grauwasser und Fäkalien natürlich auch in
einem Sammelbehälter sammeln und regelmäßig abpumpen lassen - auch so etwas
gibt es in manchen Kleingartenanlagen in gemeinschaftlich organisierter
Form.
Gruß
Bernhard
>Wie handhabt ihr eure Fäkalienentsorgung.
Bei Schwiegermutter im Schrebergarten: Die Männer erleichtern sich
gelegentlich direkt am Komposthaufen. Ansonsten gibt es ein einfaches
Kompost-Klo, eine Holzkiste mit einem Plumpskloausschnitt im Deckel
mit einem Eimer drin. Rindenmulch einstreuen, nach jedem Geschäft eine
Lage drauf. Für große Geschäfte wird das Klo eigentlich nur vom Kind
genutzt, die Großen gehen zuhause oder es kann auch die ans Kanalnetz
angeschlossene Toilette im Gemeinschaftshaus genutzt werden.
>Auch will ich mal zwischendurch die Scheiben der Hütte säubern, oder auch
>Geschirr vom Grillen reinigen. Wohin mit dem Brauchwasser ?
Ein bischen Spüli schadet nicht. Das Geschirr kann mit
Papierservietten oder Küchentüchern von groben Essensresten befreit
werden. Zum Grillreinigen braucht man auch nur normales Spüli und so
einen Edelstahlspiralreiniger. Fenster kann man reinem Wasser
abwaschen und dann mit Sidolin polieren. Manches, was man ggf. mit
härterer Chemie attackieren will, ist transportabel und kann zuhause
bearbeitet werden.
Du wirst sicher genug Fantasie fürs Leben draußen aufbringen. :-)
Liebe Grüße
Astrid
wenn man die Chemie-Toilette ...nicht... mit Chemikalie, sondern mit
Wasser und Essigessenz bestückt, kann man den ganzen Kram auch
"normal", d.h. z.B. zuhause durch die Toilette entsorgen. Und auf
Campingplätzern resp. Gemeinschaftsanlagen mit Toiletten dürfte das auch
möglich sein.
Nachfragen!
Gruss
Peter
> wenn man die Chemie-Toilette ...nicht... mit Chemikalie, sondern mit
> Wasser und Essigessenz bestückt, kann man den ganzen Kram auch
> "normal", d.h. z.B. zuhause durch die Toilette entsorgen. Und auf
> Campingplätzern resp. Gemeinschaftsanlagen mit Toiletten dürfte das auch
> möglich sein.
Hallo
Du darfst Chemieklos in jedem normalen WC entsorgen die an Kläranlagen
angeschlossen sind. Der Tip mit Essig (Essenz plus Wasser) ist jedoch
bedenklich: Essigwasser hat keine keimtötende Wirkung und die ist bei
"Portapottis" sehr sehr wichtig!
Fäkalien, fest und flüssig: Sie (und nur! diese) dürfen in in der Regel in
deinem Garten 'ordnungsgemäß beseitigt' werden, d.h. fachgerecht kompostiert.
Also keine Sickergrube! Der Inhalt einer wasserdichten(!) Sammelgrube ist wie
Abwasser einzustufen.
Abwasser: gleich welcher Art darf nicht auf dem Grundstück beseitigt oder
versickert werden. Es ist einer Abwasserbehandlungsanlage zuzuführen. Das gilt
auch für Fäkalien aus dem Chemieklo. Außerdem benötigt man eine behördliche
Genehmigung für die Abwassersammlung in einer zugelassen Sammelgrube (kein
Selbstbau!) oder gar eine eigene Abwasserbehandlungsanlage. Die Genehmigung würde
ggf. auch die Versickerung regeln.
Vor eigenmächtigen Lösungen kann ich nur warnen, ein Straftatbestand ist schnell
erreicht und die Strafen und die Kosten für eine Bodensanierung durch eine
Fachfirma sind drastisch!
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
> Fäkalien, fest und flüssig: Sie (und nur! diese) dürfen in in der Regel in
> deinem Garten 'ordnungsgemäß beseitigt' werden, d.h. fachgerecht
kompostiert.
[...]
> Vor eigenmächtigen Lösungen kann ich nur warnen, ein Straftatbestand ist
schnell
> erreicht und die Strafen und die Kosten für eine Bodensanierung durch eine
> Fachfirma sind drastisch!
Nun wüßte ich aber gerne noch, wie man Kompostierung durch eine Fremdfirma,
die fachgerecht im Kundengarten, Fäkalien kompostiert regelt. Mir ist kein
solches Unternehmen bekannt und was fachgerechtes Kompostieren von Fäkalien
sein könnte, muss man mir erst noch erklären und vor allem erklären, wie
hier die Verwaltungs- und Messvorschriften aussehen. Ansonsten wäre das ja
ziemlich "eigenmächtig".
Im übrigen dürfen auch auch andere Dinge, außer Fäkalien, im eigenen Garten
'ordnungsgemäß' beseitigt werden. Wischt man eine Pfanne mit einem
Papiertuch oder Zeitung aus, dann darf selbstverständlich auch diese
'ordnungsgemäß' auf den Kompost, wie alles was man für gewöhnlich im Garten
vom Teller wischen kann.
Das Spülwasser darf offiziell tatsächlich nicht im Garten beseitigt werden.
Aber ich frage mich schon, welchen Schaden, die beim Vorspülen ohne Zusätze
entstehende Brühe zwischen Beeten oder auf dem Kompost anrichten soll oder
die 25 realen Spülgänge mit Zusatz im Jahr, wenn man ein entsprechendes
Mittel nimmt. Vermutlich nehmen die fachgerechten Entsorger auch das
Grauwasser vom Hände waschen wieder mit, nachdem sie die Hände mit etwas
purem Regenwasser aus der Regentonne von Gartenerde befreit haben..
Gruß
Bernhard
>Kompostierung durch eine Fremdfirma,
Das wäre vorauseileder Gehorsam, Kompostieren darfst du selbst.
>wie die Verwaltungs- und Messvorschriften aussehen.
Sobald Boden oder Wasser oder Grundwasser usw. außerhalb deines Komposthaufens
beeinträchtigt werden, ist die Kompostierung bzw. Abfallbehandlung nicht
ordnungsgemäß.
>Im übrigen dürfen auch auch andere Dinge ... im eigenen Garten
>'ordnungsgemäß' beseitigt werden.
In der Regel nur das, was in deinem Garten gewachsen ist, sonst nichts!
'Ornungsgemäß' wäre nur ein 'Bereitstellen zur Beseitigung'.
>Wischt man eine Pfanne mit einem Papiertuch ... aus,
>dann darf ... dieses auf den Kompost,
Nein, bei deinem Fettpapier handelt es sich um andienungspflichtigen Abfall.
Denn da du hinsichtlich des Papiertuchs einen Entledigungswillen hast, bist du
zwar noch der Besitzer aber nicht mehr der Eigentümer.
>wie man alles was man im Garten vom Teller wischen kann.
Streng genommen KANNST (im Sinne von darfst) du zu Entsorgungszwecken nur das
vom Teller '_in den Garten_' wischen, was im Garten gewachsen ist.
Ich mache auch noch mal auf regionale Unterschiede bei der Abfallbeseitigung
aufmerksam. Zur Beseitigung gehört z.B. ggf. auch die Verbrennung. Die ist z.B.
im Bundesland Hamburg ganzjährig NICHT verboten und sogar unter bestimmten
Bedingungen ordnungsgemäß - anderswo aber sehr wohl verboten und das auch noch
immer!
> Sobald Boden oder Wasser oder Grundwasser usw. außerhalb deines
Komposthaufens
> beeinträchtigt werden, ist die Kompostierung bzw. Abfallbehandlung nicht
> ordnungsgemäß.
Dann ist es generell nicht ordnungsgemäß, denn selbstverständlich stellt
jede Düngegabe eine Form der Beeinträchtigung für irgendwen oder irgendwas
dar.
> In der Regel nur das, was in deinem Garten gewachsen ist, sonst nichts!
> 'Ornungsgemäß' wäre nur ein 'Bereitstellen zur Beseitigung'.
>
> >Wischt man eine Pfanne mit einem Papiertuch ... aus,
> >dann darf ... dieses auf den Kompost,
>
> Nein, bei deinem Fettpapier handelt es sich um andienungspflichtigen
Abfall.
> Denn da du hinsichtlich des Papiertuchs einen Entledigungswillen hast,
bist du
> zwar noch der Besitzer aber nicht mehr der Eigentümer.
Nun könnten aber sowohl das Sonnenblumenöl, wie auch das Wischmaterial in
meinem Garten gewachsen sein.
> Streng genommen KANNST (im Sinne von darfst) du zu Entsorgungszwecken nur
das
> vom Teller '_in den Garten_' wischen, was im Garten gewachsen ist.
Dann möchte ich nicht wissen wieviele Gemeinden sich in Deutschland mit
anderslautenden Entsorgungsvorschriften strafbar machen z.B. wenn sie
beschreiben, wie man den Kompost beschicken soll und dafür auch noch
Abfallgebühren erlassen und beim beschicken allerlei Zuschlagstoffe
zulassen, die dafür sorgen, dass der Kompost nicht zu naß wird oder sich
besser entwickelt, die definitiv nicht aus dem eigenen Garten stammen, das
reicht von Papier bis zu Kalk und die auch nichts dagegen haben, das
zugekauftes Gemüse kompostiert wird.
Gruß
Bernhard
>stellt jede Düngegabe eine ... Beeinträchtigung ...dar.
'Kompostieren' und 'Düngergabe' ist nicht das Gleiche. Die 'Düngergabe' ist aber
auch geregelt.
>könnten ... Sonnenblumenöl und Wischmaterial in
>meinem Garten gewachsen sein.
Quatsch, weder Öl noch Papier wächst in deinem Garten.
>Dann möchte ich nicht wissen ....
Ich wollte es dir auch gar nicht verraten.
Niemand verlangt von dir (mir), dass du (ich) die gesetzliche Abfallregelungen
bis ins Detail gut findest (finde). Vielleicht hift uns mal ein
Volkshochschulkurs 'Der Abfall(Kompost)begriff, das unbekannte (Ver)Wesen'? Denn
weitere Ausführungen dazu, auch unter Einbeziehung der PISA-Studie, wären hier zu
sehr OT.
Gibt's eine Abfall-Newsgroup?
> >könnten ... Sonnenblumenöl und Wischmaterial in
> >meinem Garten gewachsen sein.
> Quatsch, weder Öl noch Papier wächst in deinem Garten.
Selbstverständlich wachsen in meinem Garten Sonnenblumen, Kürbisse, Nüsse.
Aus Kürbiskernen aus dem eigenen Garten habe ich auch schon Kürbiskernöl
gewonnen, das ist bei kleinen Mengen zwar eine Quälerei, aber durchaus
machbar. Geeignete Basismaterialien für die Papierherstellung sind dort auch
mannigfaltig vorhanden. In einem Kurs habe ich mir mal beibringen lassen,
wie man Papier aus Hanf herstellt, von der Aufbereitung der Pflanzenfasern
bis zum Papierschöpfen etc. Dieses hochwertige Papier würde ich zwar nicht
gerade für das Auswischen von Pfannen einsetzen, doch sowohl ölhaltige
Sämereien und Nüsse, aus denen sich selbstverständlich Öl gewinnen kann, als
auch Pflanzen, die zur Herstellung von Papier geeignet sind, wachsen sehr
wohl bei mir im Garten und nimmt sagt, das alles, was ich da kompostieren
möchte, unverarbeitet sein muss, so wie es vom Baum fällt. Und mein Garten,
der hat ein paar hundert Quadratmeter und ließe sich auch leicht so
vergrößern, dass ich zumindest die haushaltüblichen Mengen an Pflanzenölen
selbst herstellen könnte und auswischen tu ich die Pfanne dann eben mit
Stroh, Heu oder Laub.
Glaubst Du denn Pflanzenöle sei aus Erdöl und Papier aus Meertang???
> >Dann möchte ich nicht wissen ....
> Ich wollte es dir auch gar nicht verraten.
>
> Niemand verlangt von dir (mir), dass du (ich) die gesetzliche
Abfallregelungen
> bis ins Detail gut findest (finde).
Sie beinhalten aber offensichtlich durchaus die Möglichkeit in begrenzten
Mengen Abfälle aus dem Haushalt im Garten zu kompostieren. Sollte dem nicht
so sein, könnte es sicher ein lohnendes Hobby für Dich werden Kommunen
abzumahnen, weil sie systematisch gegen gesetzliche Regelungen verstoßen.
Gruß
Bernhard
Walther Hilke <walthe...@ub.hamburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3c7657eb$1...@netnews.web.de...
Sie lasen: ein typisches TOFU-Posting eines Anfängers einer VHS-Klasse
deren Dozent völlig ahnungslos ist
Lutz
> Wenn es nicht bald regnet, muß man wieder gießen!
Darf man aber nicht, weil das Wasser nicht im Garten gewachsen ist.
Gruß
Bernhard
Köstlich!
Sollte man darum zum Auspressen in Trockenzeiten nicht immer ein paar Sukkulenten
auf einem kleinen Sonderbeet vorrätig haben?