Innerhalb weniger Tage (14 T. etwa) ist in meinem Schrebergärtchen ein
Pflaumenbaum abgestorben.
Erst dachten wir, dass nur ein Ast davon betroffen ist - die Blätter
wurden welk und verfärbten sich gelb. Doch dann griff es auf den
gesamten Baum über. Jetzt ist er tot. Jedenfalls ist das Laub komplett
vertrocknet.
An einem Ast hat der Baum eine ca. 10 cm und <1 cm tiefe Verletzung der
Rinde durch ein Seil, an dem wir eine Hängematte befestigten. Kann das
zum Tod des Baumes geführt haben? Wir haben auch Wühlmäuse im Garten -
könnten die die Wurzel so stark beschädigt haben, dass der Baum von der
Nährstoff und Wasserversorgung abgescnitten war?
Die Sorte kenn ich übrigens nicht, ich glaube, es ist ein
Zufallssämling. Er hat noch hübsch Früchte getagen, bevor er abstarb.
Alter unbestimmt, etwa 15 J. schätze ich. (Wir haben das Grundstück erst
seit 1 Jahr. Ehemals Streuobstwiese, Natur - und Wasserschutzgebiet.
Schön da :-).)
Muss ich evtl. damit rechnen, dass der schleichende Pflaumenbaumtod um
sich greift und meine anderen Bäume auch umbringt?
Achja, die Birnenbäume sind dem Gitterrost anheim gefallen. Die Äpfel
sind dieses Jahr winzig und holzig mit lauter braunen Flecken auf der
Schale. Irgendwas ist da aus dem Lot, aber wir dürfen der Natur nicht
ins Handwerk pfuschen, sonst sind wir den Pachtvertrag los und haben
irgendeine Klage wegen Sünden gegen das Wasser- und Naturschutzgesetz am
Hals.
Danke für eure Hinweise im Voraus!
Steffi
>An einem Ast hat der Baum eine ca. 10 cm und <1 cm tiefe Verletzung der
>Rinde durch ein Seil, an dem wir eine Hängematte befestigten. Kann das
>zum Tod des Baumes geführt haben?
Eigentlich nicht.
> Wir haben auch Wühlmäuse im Garten -
>könnten die die Wurzel so stark beschädigt haben, dass der Baum von der
>Nährstoff und Wasserversorgung abgescnitten war?
Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen. Ich würde sogar sagen:
Ja.
>Muss ich evtl. damit rechnen, dass der schleichende Pflaumenbaumtod um
>sich greift und meine anderen Bäume auch umbringt?
Wenn es wirklich die Wühlmäuse sind, kann das passieren.
>Achja, die Birnenbäume sind dem Gitterrost anheim gefallen.
Da haben wir ja was gemeinsam. Obwohl, letztes Jahr war es schlimmer.
Das haben auch viele der hier Postenden bestätigt.
> Die Äpfel sind dieses Jahr winzig und holzig mit lauter braunen Flecken auf der
>Schale. Irgendwas ist da aus dem Lot, aber wir dürfen der Natur nicht
>ins Handwerk pfuschen, sonst sind wir den Pachtvertrag los und haben
>irgendeine Klage wegen Sünden gegen das Wasser- und Naturschutzgesetz am
>Hals.
Ich weiß zwar nicht wo du wohnst, aber bei uns sehen die Äpfel dieses
Jahr ähnlich aus. Schuld daran war ein heftiger Hagelschlag und die
nasse Witterung im Frühjahr und Frühsommer.
Gruß Thilo
--
Solingen, Bilder von Symphyse bei Buchen
http://home.wtal.de/Th_Herrmann/index.html
FAQ für de.rec.garten http://home.t-online.de/home/r.gutzki/
Hallo Stefanie,
>Innerhalb weniger Tage (14 T. etwa) ist in meinem Schrebergärtchen ein
>Pflaumenbaum abgestorben.
>Erst dachten wir, dass nur ein Ast davon betroffen ist - die Blätter
>wurden welk und verfärbten sich gelb. Doch dann griff es auf den
>gesamten Baum über. Jetzt ist er tot. Jedenfalls ist das Laub komplett
>vertrocknet.
vertrocknetes Laub macht noch keinen toten Baum.
Knicke mal ein paar dünnere Ästchen. Wenn sie trocken sind, brechen sie,
wenn sie noch leben, biegen sie sich zäh.
>An einem Ast hat der Baum eine ca. 10 cm und <1 cm tiefe Verletzung der
>Rinde durch ein Seil, an dem wir eine Hängematte befestigten.
Der Gärtner ist eigentlich für der Pflanzen Schutz zuständig u nicht
dafür, sie auch noch zu drangsalieren. Das Seil alle paar Wochen
gelockert u etwas verschoben, hätte keinen Schaden angerichtet.
>Kann das zum Tod des Baumes geführt haben?
Selbst wenn ein einzelner Ast stirbt, stirbt längst nicht der ganze
Baum.
>Wir haben auch Wühlmäuse im Garten -
>könnten die die Wurzel so stark beschädigt haben, dass der Baum von der
>Nährstoff und Wasserversorgung abgescnitten war?
Gehörst du zu der Fraktion: "Auch Wühlmäuse haben ein Recht auf Leben"?
Wenn nein, warum tust du dann nichts gegen sie.
Sollten sie die Wurzeln noch nicht angefressen haben, wird das noch
kommen.
Und ob sie es getan haben, lässt sich ja wohl durch Rütteln am Baum
feststellen oder durch Suchen im Wurzelbereich mit einem Suchstab (mit
Verdickung hinter der Spitze).
>Die Sorte kenn ich übrigens nicht, ich glaube, es ist ein
>Zufallssämling. Er hat noch hübsch Früchte getagen, bevor er abstarb.
Zufallssämlinge haben vielleicht hübsche Früchte, meist rundlich rosa,
aber mit fadem Geschmack. Zufallssämlinge haben meist auch Dornen.
Man hat sie aber auch schon früher nicht in Gärten gepflanzt.
>Alter unbestimmt, etwa 15 J. schätze ich.
Die Wühlmäuse möchte ich sehen, die einen 15-jährigen Pflaumenbaum
mitten im Sommer killen.
>(Wir haben das Grundstück erst
>seit 1 Jahr. Ehemals Streuobstwiese, Natur - und Wasserschutzgebiet.
>Schön da :-).)
>Muss ich evtl. damit rechnen, dass der schleichende Pflaumenbaumtod um
>sich greift und meine anderen Bäume auch umbringt?
Was hast du für Vorstellungen?
Wenn Wühlmäuse ausscheiden muss wohl eine Pilzkrankheit ursächlich für
den vorzeitigen Blattfall sein. Pilzkrankheiten sind aber meist auf eine
oder einige verwandte Pflanzen festgelegt. Also Zwetschgen wären zB auch
gefährdet.
Also schau lieber mal ein paar restliche Blätter mit 'ner Lupe an u
berichte, was du auf Blattober- u -unterseite so feststellst.
>Achja, die Birnenbäume sind dem Gitterrost anheim gefallen.
Ach weh, würde ich sagen. Sind die auch mausetot?
Da hat ja euer Vorgänger ganz umsonst Pflanzenschutz betrieben, wenn er
die Birnbäum bis voriges Jahr am Leben erhalten hat u sie nun sich
selbst überlassen wurden.
Dabei ist der Gitterrost schon mal ärger gewesen als heuer.
Also: wie tot sind jetzt die Birnbäume?
>Die Äpfel sind dieses Jahr winzig
Düngen, Schnitt u Ausdünnen der Früchte ist wohl auch verboten?
>und holzig mit lauter braunen Flecken auf der
>Schale. Irgendwas ist da aus dem Lot, aber wir dürfen der Natur nicht
>ins Handwerk pfuschen, sonst sind wir den Pachtvertrag los und haben
>irgendeine Klage wegen Sünden gegen das Wasser- und Naturschutzgesetz am
>Hals.
Willst du damit sagen, dass in diesem Gartengelände >>>jeglicher<<<
Pflanzenschutz verboten ist?
Ist das Selbstkasteiung einiger nicht richtig tickender Funktionäre oder
liest du das aus irgendwelchen Gesetzen zum Naturschutz oder zu
Wasserschutzzonen?
Welche Wasserschutzzone ist denn ausgewiesen?
Beste Grüße G e r h a r d
Thilo Herrmann schrieb am Wed, 05 Sep 2001 19:39:07 +0200:
>Ich weiß zwar nicht wo du wohnst, aber bei uns sehen die Äpfel dieses
>Jahr ähnlich aus. Schuld daran war ein heftiger Hagelschlag und die
>nasse Witterung im Frühjahr und Frühsommer.
Unser Apfelbaum, eine Cox Orangen Renette hat sich, nachdem er im
letzten Jahr nach 20 Jahren das erste Mal richtig getragen hatte (ich
hab ihm im Frühjahr die Axt angedroht), auch hier etwas schwer getan.
Aber die 30 Äpfel, die er trägt sind alle in Ordnung und reifen zz.
gut heran.
Am Spalier steht seit 2 Jahren ein James Grieve, der Baum hat gerade 4
Leitäste; ich hab ihm von ca. 60 Früchtansätzen 20 gelassen. Sie sind
(fast) alle zu herrlichen bis zu 10 cm dicken Früchten herangereift.
Wir sind hier halt von der Sonne verwöhnt.
Grüße aus dem südlichen Münsterland
Horst
--
FAQ de.rec.garten:
http://home.t-online.de/home/r.gutzki/
Hallo Gerhard!
> vertrocknetes Laub macht noch keinen toten Baum.
> Knicke mal ein paar dünnere Ästchen. Wenn sie trocken sind, brechen sie,
> wenn sie noch leben, biegen sie sich zäh.
Sowohl als auch. Am Ast, der zuerst die welken Blätter hatte brechen sie, an
den anderen (noch?) nicht.
> >An einem Ast hat der Baum eine ca. 10 cm und <1 cm tiefe Verletzung der
> >Rinde durch ein Seil, an dem wir eine Hängematte befestigten.
>
> Der Gärtner ist eigentlich für der Pflanzen Schutz zuständig u nicht
> dafür, sie auch noch zu drangsalieren. Das Seil alle paar Wochen
> gelockert u etwas verschoben, hätte keinen Schaden angerichtet.
ACK. Das ist leider innerhalb weniger Minuten passiert, als die Kinder ein
bisschen zu wild schaukelten.Da scheuerte das Seil und eine Kette die Rinde
auf.
> >Kann das zum Tod des Baumes geführt haben?
>
> Selbst wenn ein einzelner Ast stirbt, stirbt längst nicht der ganze
> Baum.
Schon klar, aber es hätte sich durch die Wunde ja irgendein meuchelnder
Krankheitserreger einschleichen können.
> Sollten sie [die Wühlmäuse] die Wurzeln noch nicht angefressen haben, wird
> das noch
> kommen.
> Und ob sie es getan haben, lässt sich ja wohl durch Rütteln am Baum
> feststellen oder durch Suchen im Wurzelbereich mit einem Suchstab (mit
> Verdickung hinter der Spitze).
Versteh ich nicht genau. Kommen die dan raus, wenn man am Baum rüttelt?
> Zufallssämlinge haben vielleicht hübsche Früchte, meist rundlich rosa,
> aber mit fadem Geschmack. Zufallssämlinge haben meist auch Dornen.
> Man hat sie aber auch schon früher nicht in Gärten gepflanzt.
"Mein" Obstbauer verkauft allerleckerste Pflaumen, die er als
Zufallssämling auszeichnet. Da hat er wohl was falsch verstanden?!
> >Alter unbestimmt, etwa 15 J. schätze ich.
>
> Die Wühlmäuse möchte ich sehen, die einen 15-jährigen Pflaumenbaum
> mitten im Sommer killen.
Also doch keine Wühlmäuse?
> Wenn Wühlmäuse ausscheiden muss wohl eine Pilzkrankheit ursächlich für
> den vorzeitigen Blattfall sein. Pilzkrankheiten sind aber meist auf eine
> oder einige verwandte Pflanzen festgelegt. Also Zwetschgen wären zB auch
> gefährdet.
>
> Also schau lieber mal ein paar restliche Blätter mit 'ner Lupe an u
> berichte, was du auf Blattober- u -unterseite so feststellst.
Die Blätter sind nicht abgefallen. Sie hängen als vertrocknete Reste an den
Zweigen. Aber ich werd draufgucken, wenn ich wieder rausfahre.
> >Achja, die Birnenbäume sind dem Gitterrost anheim gefallen.
>
> Ach weh, würde ich sagen. Sind die auch mausetot?
Naja, so gut wie :-(
> Da hat ja euer Vorgänger ganz umsonst Pflanzenschutz betrieben, wenn er
> die Birnbäum bis voriges Jahr am Leben erhalten hat u sie nun sich
> selbst überlassen wurden.
Unser Vorgänger hat sich bestimmt 10 Jahre nicht um das Grundstück gekümmert.
Wie gesagt, Streuobstwiese. Lohnt sich für Nebenerwerbs-Bauern heute wohl
nicht mehr. Und dann kam der Sohn auf die Idee, das Grundstück einzuzäunen
und in 4 große "Schrebergärten" zu teilen und die zu verpachten. Als wir
letztes Frühjahr das Grundstück übernommen hatten, war alles mit Brombeeren
und Efeu voll. Und was nicht damit vollgewuchert war, das stand mit
Brennnesseln voll. Ein gutes Viertel der Bäume (ca 10) war tot bis halbtot
und von Efeu überrankt. Was wir retten konnten, haben wir versucht zu retten.
Aber wir haben den "Garten" nicht, um da Obstanbau zu treiben, sondern weil
wir in der Innenstadt wohnen und uns am Wochenende auch mal im Grünen
entspannen wollen und damit die Kinder ein Fleckchen ungestörte Natur erleben
mit jeder Menge Platz zum Spielen. Wir sind aber meistens nur am Wochenende
draußen.
> >Die Äpfel sind dieses Jahr winzig
>
> Düngen, Schnitt u Ausdünnen der Früchte ist wohl auch verboten?
Düngen ja, hat man uns gesagt, außer Gründüngung. Ausgeschnitten haben wir.
> Willst du damit sagen, dass in diesem Gartengelände >>>jeglicher<<<
> Pflanzenschutz verboten ist?
Weiß ich nicht. Uns wurde untersagt zu düngen, irgendwelche
Pflanzenschutzmittel auszubringen, Bäume zu fällen (auch wenn tot - dann
höchstens vereinzelt), einen Brunnen zu bohren, eine mehr als 12m^3
umfassende Hütte aufzustellen. Diese darf kein festes Fundament haben. Wir
sollten uns nur um die Rückdrängung der Brombeeren und evtl. des Efeus
bemühen und die Wiese mind. 2 mal im Jahr schneiden. Das wurde vertraglich
festgehalten. Der Hof ist nebenan, die beziehen ihr gesamtes Wasser aus dem
Grundwasser. Ringsum wird wenig bis kein Ackerbau betrieben, man lebt von der
Unterstellung von Pferden in Boxen und im Sommer auf großen Weideflächen.
Also sollte Düngung mit Pferdemist erlaubt sein :-)
> Ist das Selbstkasteiung einiger nicht richtig tickender Funktionäre oder
> liest du das aus irgendwelchen Gesetzen zum Naturschutz oder zu
> Wasserschutzzonen?
Ich halte mich an Vereinbarungen.
Viele Grüße
Steffi
P.S. für die, die gefragt haben: Der Garten ist bei Wiesbaden.
Hi Stefanie,
das kann doch nicht sein. Wunder!?!
>...
> Also sollte Düngung mit Pferdemist erlaubt sein :-)
Also sind bestimmte Dünger nicht Erlaubt. Oder wie?
Wie ist das mit dem Pflanzenschutz?
Für die Birne (Birnengitterrost) muß da im Frühjahr etwas
gespritzt werden.
> ...
> Ich halte mich an Vereinbarungen.
Überprüfe doch bitte noch einmal diese Vereinbarungen.
Es kann doch nicht im Sinne des Eigentümer sein Kranke
Bäume einfach sterben zu lassen.
>...
>> Sollten sie [die Wühlmäuse] die Wurzeln noch nicht angefressen
>> haben, wird das noch kommen.
>> Und ob sie es getan haben, lässt sich ja wohl durch Rütteln am
>> Baum
>> feststellen oder durch Suchen im Wurzelbereich mit einem Suchstab
>> (mit Verdickung hinter der Spitze).
>
> Versteh ich nicht genau. Kommen die dan raus, wenn man am Baum rüttelt?
Nein. :>) Aber ohne Wurzeln kannst Du am Baum mehr rütteln als mit.
Da Ihr eine Hängematte am Baum hattet wird es bestimmt noch genügend
Wurzeln geben. Möglicherweise hat sich, durch die Wunde am Baum, doch
ein Pilz dort eingenistet:>( Schau Dir die Blätter genauer an!
tschüs ... ralf
--
FAQ - Garten: http://home.t-online.de/home/r.gutzki/
Teilspiegelung: http://www.planten.de/gartenfaq/
>> Uns wurde untersagt zu düngen, irgendwelche
>> Pflanzenschutzmittel auszubringen, ....
>
>das kann doch nicht sein. Wunder!?!
Wenn es die Wasserschutzzone I ist, ist das durchaus möglich.
Thilo Herrmann schrieb am Thu, 06 Sep 2001 13:12:25 +0200:
>Wenn es die Wasserschutzzone I ist, ist das durchaus möglich.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hat der Verpächter den
Gartenbereich zur Wasserschutzzone 1 selbst erklärt, dieweil sein
eigener Brunnen in direkter Nähe zu den verpachteten Flächen steht.
Schlau, nicht?
Hallo Stefanie,
>> vertrocknetes Laub macht noch keinen toten Baum.
>> Knicke mal ein paar dünnere Ästchen. Wenn sie trocken sind, brechen sie,
>> wenn sie noch leben, biegen sie sich zäh.
>
>Sowohl als auch. Am Ast, der zuerst die welken Blätter hatte brechen sie, an
>den anderen (noch?) nicht.
aha. Also lebt der größte Teil des Baumes noch.
>Schon klar, aber es hätte sich durch die Wunde ja irgendein meuchelnder
>Krankheitserreger einschleichen können.
Das kommt seltener vor als man denkt.
>> Sollten sie [die Wühlmäuse] die Wurzeln noch nicht angefressen haben, wird
>> das noch kommen.
>> Und ob sie es getan haben, lässt sich ja wohl durch Rütteln am Baum
>> feststellen oder durch Suchen im Wurzelbereich mit einem Suchstab (mit
>> Verdickung hinter der Spitze).
>
>Versteh ich nicht genau. Kommen die dan raus, wenn man am Baum rüttelt?
Also das Rütteln, das kannst du an einem 15-jährigen Baum samt den
Wühlmäusen vergessen. Den schaffen sie nicht.
>> Zufallssämlinge haben vielleicht hübsche Früchte, meist rundlich rosa,
>> aber mit fadem Geschmack. Zufallssämlinge haben meist auch Dornen.
>> Man hat sie aber auch schon früher nicht in Gärten gepflanzt.
>
> "Mein" Obstbauer verkauft allerleckerste Pflaumen, die er als
>Zufallssämling auszeichnet. Da hat er wohl was falsch verstanden?!
Er könnte auch Recht haben oder ein Schlitzohr sein. Zufallssämling hört
sich doch gut an...:-)
>
>> >Alter unbestimmt, etwa 15 J. schätze ich.
>>
>> Die Wühlmäuse möchte ich sehen, die einen 15-jährigen Pflaumenbaum
>> mitten im Sommer killen.
>
>Also doch keine Wühlmäuse?
Nö.
>> Wenn Wühlmäuse ausscheiden muss wohl eine Pilzkrankheit ursächlich für
>> den vorzeitigen Blattfall sein. Pilzkrankheiten sind aber meist auf eine
>> oder einige verwandte Pflanzen festgelegt. Also Zwetschgen wären zB auch
>> gefährdet.
>>
>> Also schau lieber mal ein paar restliche Blätter mit 'ner Lupe an u
>> berichte, was du auf Blattober- u -unterseite so feststellst.
>
>Die Blätter sind nicht abgefallen. Sie hängen als vertrocknete Reste an den
>Zweigen. Aber ich werd draufgucken, wenn ich wieder rausfahre.
Hängen geblieben? Ist ja ganz eigenartig. Riecht nach Monilia u ich
kann's doch kaum glauben.
>> >Achja, die Birnenbäume sind dem Gitterrost anheim gefallen.
>>
>> Ach weh, würde ich sagen. Sind die auch mausetot?
>
>Naja, so gut wie :-(
>
>> Da hat ja euer Vorgänger ganz umsonst Pflanzenschutz betrieben, wenn er
>> die Birnbäum bis voriges Jahr am Leben erhalten hat u sie nun sich
>> selbst überlassen wurden.
>
>Unser Vorgänger hat sich bestimmt 10 Jahre nicht um das Grundstück gekümmert.
>Wie gesagt, Streuobstwiese.
Jo, das Kümmern um die Streuobstwiesen hat sich gegenüber früher fast
aufgehört....:-(
>Lohnt sich für Nebenerwerbs-Bauern heute wohl
>nicht mehr. Und dann kam der Sohn auf die Idee, das Grundstück einzuzäunen
>und in 4 große "Schrebergärten" zu teilen und die zu verpachten. Als wir
>letztes Frühjahr das Grundstück übernommen hatten, war alles mit Brombeeren
>und Efeu voll. Und was nicht damit vollgewuchert war, das stand mit
>Brennnesseln voll. Ein gutes Viertel der Bäume (ca 10) war tot bis halbtot
>und von Efeu überrankt.
Ist sowas nicht eher eine Schande...
Oder meint da jemand, genau das sei mit Streuobstwiese gemeint?
>Was wir retten konnten, haben wir versucht zu retten.
>Aber wir haben den "Garten" nicht, um da Obstanbau zu treiben, sondern weil
>wir in der Innenstadt wohnen und uns am Wochenende auch mal im Grünen
>entspannen wollen und damit die Kinder ein Fleckchen ungestörte Natur erleben
>mit jeder Menge Platz zum Spielen. Wir sind aber meistens nur am Wochenende
>draußen.
Na dafür tut's das Grundstück allemal.
>> >Die Äpfel sind dieses Jahr winzig
>>
>> Düngen, Schnitt u Ausdünnen der Früchte ist wohl auch verboten?
>
>Düngen ja, hat man uns gesagt, außer Gründüngung. Ausgeschnitten haben wir.
Jo. Es gibt Streuobstwiesen, da ist Düngen aller Art verboten, sogar das
Mulchen.
Das ist dann Kulturland als Natur pur. Die Obstsorten, die Kultursorten
sind, werden sich das nicht allzulange mit ansehen.
Ich habe in einem Artikel gelesen, wo beklagt wurde, dass auf solchen
Flächen 80-jährige Birnbäume plötzlich dahinsichen.
Na, auf so eine "Bewirtschaftung" kann man sich was einbilden.
Die einen haben den Baum über Generationen gehalten u die anderen
schaffen ihn in wenigen Jahren....:-(
>> Willst du damit sagen, dass in diesem Gartengelände >>>jeglicher<<<
>> Pflanzenschutz verboten ist?
>
>Weiß ich nicht. Uns wurde untersagt zu düngen, irgendwelche
>Pflanzenschutzmittel auszubringen, Bäume zu fällen (auch wenn tot - dann
>höchstens vereinzelt), einen Brunnen zu bohren, eine mehr als 12m^3
>umfassende Hütte aufzustellen. Diese darf kein festes Fundament haben. Wir
>sollten uns nur um die Rückdrängung der Brombeeren und evtl. des Efeus
>bemühen und die Wiese mind. 2 mal im Jahr schneiden. Das wurde vertraglich
>festgehalten. Der Hof ist nebenan, die beziehen ihr gesamtes Wasser aus dem
>Grundwasser. Ringsum wird wenig bis kein Ackerbau betrieben, man lebt von der
>Unterstellung von Pferden in Boxen und im Sommer auf großen Weideflächen.
>Also sollte Düngung mit Pferdemist erlaubt sein :-)
Keine Düngung heißt auch: kein Pferdemist....
>> Ist das Selbstkasteiung einiger nicht richtig tickender Funktionäre oder
>> liest du das aus irgendwelchen Gesetzen zum Naturschutz oder zu
>> Wasserschutzzonen?
>
>Ich halte mich an Vereinbarungen.
Das tun wir hier hoffentlich alle.
Bin gespannt, was dabei auf längere Sicht herauskommt.
Ich hoffe du berichtest weiter.
"Gerhard Zahn" <gerhar...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> Hängen geblieben? Ist ja ganz eigenartig. Riecht nach Monilia u ich
> kann's doch kaum glauben.
Mich würde jetzt mal die Form der Früchte interessieren (sofern denn welche
drauf waren). In die Richtung von Gerhard gingen meine Gedanken mitlerweile
auch, wobei ich schon eher an die verschärfte Form (Scharka) glaube.
Gruß
Lothar
>
> Bin gespannt, was dabei auf längere Sicht herauskommt.
> Ich hoffe du berichtest weiter.
>
>
Das werde ich gerne tun :-)
Gruß
Steffi
Ähm, ob die Früchte hängengeblieben wären, kann ich nicht sagen, denn wir haben
vor dem Dahinsiechen was reif und und nicht faulig war abgeernet...Die Pflaumen
sind wohl eher Zwetschgen (aber ich weiß die genaue Unterschiedung nicht, bei
uns in Wiesbaden heißt eigentlich alles Zwetsche, was lila und rundlich bis
länglich am Baum hängt). Also auch diese Früchte waren länglichrundlich, etwa
so groß wie ein Ei eines Zwerghuhns (also, so groß als wenn ich ein O aus
Daumen und Zeigefinger bilde, aber ich weiß nicht, wie lang _deine_Finger
sind). Sie hatten, wenn ich recht erinner, so ne Mittelrippe, aber ich weiß es
echt nicht so genau.
Aber es stimmt wirklich, die Blätter hängen noch ganz welk an den Zweigen :-(
Als wär der Baum einfach vertrocknet.
Sollten wir ihn sicherheitshalber absägen und verfeuern? Falls es wirklich sone
fiese Krankheit ist?! Wäre schade, denn auch als toter Baum kann man prima die
Hängematte dran aufhängen.
Ich guck jetzt mal in google, was SCharka und Monilia überhaupt sind.
Danke erst mal!!
Gruß
Steffi
Hallo Stefanie,
> Aber es stimmt wirklich, die Blaetter haengen noch ganz welk an den
> Zweigen
> :-( Als waer der Baum einfach vertrocknet.
oder verhungert, weil von den Wurzeln nix oben ankommt!?
> Sollten wir ihn sicherheitshalber absaegen und verfeuern? Falls es
> wirklich
> sone fiese Krankheit ist?! Waere schade, denn auch als toter Baum
> kann man
> prima die Haengematte dran aufhaengen.
Solange nicht klar ist woran der Baum abgestorben ist, sollte er mit
Wurzeln weg. Es gibt extrem ansteckende Pilzinfektionen, da koennten
dir auch andere Obstbaeume eingehen.
Ausserdem siehst du bei so'ner Aktion vielleicht den Schaderreger. Ich
hatte eine ploetzlich vertrocknende aeltere Mirabelle, die total
abgefressene Wurzeln zeigte. Vermutlich waren's Wuehlmaeuse
-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd