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Comfrey/Beinwell Bezugsquellen ??

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Norbert Blass

unread,
Jan 7, 2003, 3:01:10 PM1/7/03
to

Hallo,

kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln oder -blätter bekommen kann ?
Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?
Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, wenn möglich nicht getrocknet.
Für künftigen Bedarf möchte ich ein paar Pflanzen in meinem Garten ziehen.

--
Norbert Blass
ba0...@bnv-bamberg.de

Monika Schleidt

unread,
Jan 7, 2003, 2:52:20 PM1/7/03
to

Norbert Blass wrote:

> Hallo,
>
> kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln oder -blätter bekommen kann ?
> Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?
> Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, wenn möglich nicht getrocknet.
> Für künftigen Bedarf möchte ich ein paar Pflanzen in meinem Garten ziehen.
>

> Hallo Norbert,

ich weiss nicht, wie das in Bamberg ist, aber bei uns wächst das Zeug in großen
Mengen auf der Wiese. Jetzt ist eine schlechte Zeit, aber ab Frühjahr kannst du
es haufenweise ausgraben hier. Müsste aber auch in Garten Centern geben,
zumindest in den besser ausgestatteten.

Liebe Grüße, Monika


--
Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
www.schleidt.org/mskeramik


Ulrike Pasching

unread,
Jan 7, 2003, 4:47:19 PM1/7/03
to
"Norbert Blass" schrieb:

>
> kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln
> oder -blätter bekommen kann ?

Hallo Norbert,

Samen gibts in Gartencentern, z.B. von Sperli.

Ich würde das nicht mehr anbauen, es ist ein gräßliches Unkraut und nie
mehr wegzukriegen. Die großen Blätter ersticken alles rundherum, und
besonders attraktiv finde ich den auch nicht.

Gruß Ulli

Ralf Gutzki

unread,
Jan 8, 2003, 5:39:20 AM1/8/03
to
Norbert Blass schrieb:
> ...

> kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln oder -blätter
>bekommen kann ?

Hi Norbert,

hier in Hamburg im Kräuterladen oder in der Apotheke als
Beinwellsalbe. In AT soll es diese Salbe nicht mehr geben, da
Symphytum officinale geringe Mengen an Krebserzeugenden Soffen
hat. Sie soll deswegen nicht auf offene Wunden aufgetragen werden.

> Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?

Stecklinge wohl nicht aber Saatgut. Comfrey ist übrigens eine
Zuchtform mit roten bzw. lila Blüten.
Sie wuchert nicht so sehr wie Symphytum officinale die
gelb-weiße Blüten hat.

> Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, ....

Als alternative für eine Wundsalbe kann ich Ringelblumensalbe,
Calendula Officinalis, anbieten.
Oder welche med.Zwecke benötigst Du?

tschüs....ralf

--
FAQ - Garten: http://home.t-online.de/home/r.gutzki/
Teilspiegelung: http://www.planten.de/gartenfaq/

Bernhard Füger

unread,
Jan 8, 2003, 6:35:17 AM1/8/03
to
Hallo Norbert,

Norbert Blass schrieb:

> Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?

im Prinzip von mir, allerdings nur Wurzelstecklinge.

> Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, wenn möglich nicht getrocknet.

Beinwell ist nicht mehr unumstritten (vorsichtig ausgedrückt) bei der
-inneren- Anwendung bzw. das Auftragen auf offene Wunden.

> Für künftigen Bedarf möchte ich ein paar Pflanzen in meinem Garten ziehen.

Achte auf die Sorte. Es gibt Beinwell der sich durch Aussamen vermehrt
und Beinwell der sich nur durch Wurzelstecklinge (Bocking 14) vermehrt.

Gruss Bernhard
--
Saatgut und Produkte für natürliches Gärtnern

Ralf Gutzki

unread,
Jan 8, 2003, 9:30:26 AM1/8/03
to
Bernhard Füger schrieb:
>...>

> Achte auf die Sorte. Es gibt Beinwell der sich durch Aussamen
> vermehrt
> und Beinwell der sich nur durch Wurzelstecklinge (Bocking 14)
> vermehrt.

Hi Bernhard,

Symphytum peregrinum, Comfrey, soll eine Hybride aus
S. asperum und S. officinale sein die sich nicht sehr Stark
selber aussamt.
Soweit ich das weiß sollen die Inhaltsstoffe gleich sein:
0,6 bis 0,8 Prozent Allantoin (Purinderivat), Gerbstoffe, Schleim,
Cholin, Alkaloide (Symphytocynoglossin, Consolidin, Consolicin).

Wie ist das mit Bocking 14?
Oder was ist Bocking 14?

tschüs...ralf

Bernhard Füger

unread,
Jan 8, 2003, 12:54:55 PM1/8/03
to
Hallo Ralf,

Ralf Gutzki schrieb:

> Symphytum peregrinum, Comfrey, soll eine Hybride aus
> S. asperum und S. officinale sein die sich nicht sehr Stark
> selber aussamt.
> Soweit ich das weiß sollen die Inhaltsstoffe gleich sein:
> 0,6 bis 0,8 Prozent Allantoin (Purinderivat), Gerbstoffe, Schleim,
> Cholin, Alkaloide (Symphytocynoglossin, Consolidin, Consolicin).
>
> Wie ist das mit Bocking 14?
> Oder was ist Bocking 14?

Bocking 14 -oft auch als "Russischer Comfrey bezeichnet- ist eine
natürliche Hybride aus S. officinale und S. asperum aus Russland. Sie
läuft unter der Bezeichnung S. xuplandicum, den in Uppland, Schweden,
wurde sie zum ersten Mal identifiziert. In Großbritannien ist diese
Hybride die erste Wahl und von dort habe ich mir vor Jahren einige
Wurzelstücke kommen lassen. Inzwischen habe ich die Pflanzen mehrfach
vermehrt. Dieser Beinwell ist extrem standorttreu, sehr langlebig und
hat ideale Inhaltsstoffe in Bezug meines Verwendungszweckes als
Düngepflanze. Ich habe die Pflanzen schon mehrfach blühen lassen und
brachte es einfach nicht fertig diese Blüten dann abzuschneiden.
Trotzdem habe ich noch keine einzige Pflanze außerhalb des zugewiesenen
Platzes, andere Sorten können tatsächlich zu einer Plage im Garten
werden. Daher rate ich auch von Beinwell gezogen aus Samen dringend ab.
Übrigens, Hummeln und Bienen sind geradezu "verrückt" nach den
wunderschönen Blüten.

Bezüglich der inneren Anwendung (oder offene Wunden) haben wir ja schon
mal vor längerer Zeit unser Wissen ausgetauscht. Nach wie vor rate ich
von der Zubereitung als Gemüse oder Tee ab. Leider gibt es immer noch
genügend "Abschreiber" aus dem Buch "Beinwell" der Abtei Fulda, in
diesem Buch wird die innere Anwendung empfohlen.

Bernhard Albert

unread,
Jan 8, 2003, 1:06:17 PM1/8/03
to

"Ralf Gutzki" <ralf_...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3E1C3602...@hotmail.com...

> Symphytum peregrinum, Comfrey, soll eine Hybride aus
> S. asperum und S. officinale sein die sich nicht sehr Stark
> selber aussamt.

Jetzt bin ich irritiert - mir ist Comfrey als nicht über Samen vermehrbarer
russischer Naturhybrid des Beinwell mit größeren Blättern bekannt.

Lateinischer Name:
symphytum x uplandicum mit größeren Blättern.

Gehandelt wird der, warum auch immer, auch als "Comfrey Bocking 14"

Hin- und wieder wird behauptet, der habe einen höheren Gehalt an
medizinisch-wirksamen Bestandteilen.

Dann gibt es aber auch noch den deutschen Comfrey "symphytum asperum",
der im Gegensatz zum "symphythum officinale" dem Beinwell auch gerne
vom Vieh gefressen wird und der ebenso wie auch die Kreuzung aus beiden
"symphytum asperum x officinale" sogar als Futtermittel angebaut wird.

Gruß
Bernhard

Gudrun Ewald

unread,
Jan 8, 2003, 2:21:16 PM1/8/03
to

"Norbert Blass" <ba0...@bnv-bamberg.de> schrieb

> kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln oder -blätter bekommen kann ?
> Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?
> Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, wenn möglich nicht getrocknet.
> Für künftigen Bedarf möchte ich ein paar Pflanzen in meinem Garten ziehen.


Hallo Norbert,
ich habe mir mal eins auf einer Wiese ausgegraben (ist bei einem geblieben ;-)
Verrätst du mir, was bzw. wie du es herstellst? Vielleicht sogar die Tinctur, die
ich gerade teuer in der Apotheke erstanden habe?
Gruß
Gudrun


Lilly

unread,
Jan 8, 2003, 3:35:04 PM1/8/03
to
Hi Norbert!

ich habe mir letzten Sommer - als wieder mal diverse Knochenwehwehchen im
Freundeskreis waren einerseits Wurzeln gegraben und einige Reststückchen bei
mir im Garten eingegraben - nächstes Frühjahr werde ich mich wohl von Monika
auf ein paar Plätzchen begleiten lassen, und mein Lager an Beinwurzmehl
aufstocken.
Auch die Blätter - kleingeschnitten, kurz überbrüht und davon einen
Umschlag gemacht helfen bei Knochen-, Gelenks-, Sehnen bzw.
Bänderbeschwerden.
von wegen gefährlich: ich denke mal: es kommt wie immer auf die Dosierung
an. Ich würde niemanden raten über längere Zeit täglich Beinwell-Umschläge
zu machen. Ich würde aber auch niemanden empfehlen ein kilo Salz zu essen -
das bekommt wohl auch nciht gut, obwohl man es in jedem supermarkt frei
zugänglich hat.
Herstellung Beinwurzmehl: Beinwellwurzeln (mit Gummihandschuhen ;-)) gut
abbürsten.... mit einem kartoffelschäler schälen, in kleine stückchen
schneiden und diese im rohr bzw. auf dem dörrgerät trocknen - danach in der
getreidemühle oder dergl. mahlen.
bei bedarf wird das mehl mit wasser zu einer paste angerührt.
Norbert: verwendest Du Beinwell auch so?

Anmerkung für alle: Ich bin kein Arzt! diese Info ist meine private
Laienmeinung!!
lg lilly


"Norbert Blass" <ba0...@bnv-bamberg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:6mbfva...@127.0.0.1...

Peter Langmesser

unread,
Jan 8, 2003, 7:36:28 PM1/8/03
to
Gudrun Ewald <gune...@gmx.de> wrote:

> ich habe mir mal eins auf einer Wiese ausgegraben (ist bei
> einem geblieben ;-) Verrätst du mir, was bzw. wie du es
> herstellst? Vielleicht sogar die Tinctur, die
> ich gerade teuer in der Apotheke erstanden habe?

Hey, Ihr Comfrey-Interessenten:

Frühjahr oder Herbst Wurzel ausgraben, schälen, im Mixer mit 38
prozentigem Alkohel zerkleinern, sechs Wochen in fest verschlossenem
Glasgefäss ziehen lassen (Küchenfenster, gelegentlich schütteln).

Abseihen, in kl. Fläschchen aufbewahren und für allerlei Wehwehchen
nutzen. (Äusserlich!)

Zwei Beispiele: Nagelbettentzündung grosser Zeh. Doktor. Salben,
Tinkturen, schliesslich Nagel runtergerissen. Nach eineinhalb Jahren
ging das Theater wieder los. An (inzwischen anderweitig erprobtes)
Comfrey gedacht, Nagelbettentzündung damit bepinselt. Seit mindstens
fünf Jahren hat sich nix mehr gerührt.

Fall zwei. Meine Frau hatte, aus hier unwichtigen Gründen, nach einem
Sturz eine hühnereigrosse Geschwulst am Schienbein. Ein frisches Blatt
Comfrey mit Nudelholz etwas "gewalzt", auf die Stelle praktiziert,
umwickelt _ Stunden später sah die Stelle so aus, als wäre da NIE etwas
gewesen.

Mückenstiche, kleine Verletzungen usw. - bei uns immer: erstmal Comfrey.
Habe immer ein paar Pflanzen der blaublühhenden Sorte im Garten
rumstehen... (Von einem leider ins Jenseits ausgewanderten guten Freund
geschenckt erhalten.)

Probiert´s mal.

Empfiehlt

Peter

--

Die Preußen haben den Westfalen erst die Nahrungsaufnahme
beigebracht. Stand auch an vielen Zügen:
"Berlin Lehrte Dortmund Essen"
Michael Kauffmann in debe

NB

unread,
Jan 9, 2003, 4:03:56 AM1/9/03
to

"Ralf Gutzki" <ralf_...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3E1BFFD8...@hotmail.com...

> Norbert Blass schrieb:
> > ...
> > kann mir jemand sagen woher ich Beinwellwurzeln oder -blätter
> >bekommen kann ?
>
> Hi Norbert,
>
> hier in Hamburg im Kräuterladen oder in der Apotheke als
> Beinwellsalbe. In AT soll es diese Salbe nicht mehr geben, da
> Symphytum officinale geringe Mengen an Krebserzeugenden Soffen
> hat. Sie soll deswegen nicht auf offene Wunden aufgetragen werden.
>
> > Oder woher ich Saatgut bzw. Stecklinge bekomme ?
>
> Stecklinge wohl nicht aber Saatgut. Comfrey ist übrigens eine
> Zuchtform mit roten bzw. lila Blüten.
> Sie wuchert nicht so sehr wie Symphytum officinale die
> gelb-weiße Blüten hat.
>
> > Ich benötige das Zeug für med. Zwecke, ....
>
> Als alternative für eine Wundsalbe kann ich Ringelblumensalbe,
> Calendula Officinalis, anbieten.
> Oder welche med.Zwecke benötigst Du?
Ich hab´ extrem spröde Haut (Hände), die nicht nur bei dieser Witterung tief
an den Fingerkuppen einreißt.
Bisher konnte mir nicht mal der Hautarzt helfen.
Da ich von der Wundheilenden Wirkung von Beinwell erfahren habe,
möchte ich es mal damit versuchen.

NB

unread,
Jan 9, 2003, 4:13:49 AM1/9/03
to

"Lilly" <li...@vienna.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3e1c8b78$0$17580$91ce...@newsreader02.highway.telekom.at...

> Hi Norbert!
>
> ich habe mir letzten Sommer - als wieder mal diverse Knochenwehwehchen im
> Freundeskreis waren einerseits Wurzeln gegraben und einige Reststückchen
bei
> mir im Garten eingegraben - nächstes Frühjahr werde ich mich wohl von
Monika
> auf ein paar Plätzchen begleiten lassen, und mein Lager an Beinwurzmehl
> aufstocken.
> Auch die Blätter - kleingeschnitten, kurz überbrüht und davon einen
> Umschlag gemacht helfen bei Knochen-, Gelenks-, Sehnen bzw.
> Bänderbeschwerden.
> von wegen gefährlich: ich denke mal: es kommt wie immer auf die Dosierung
> an. Ich würde niemanden raten über längere Zeit täglich Beinwell-Umschläge
> zu machen. Ich würde aber auch niemanden empfehlen ein kilo Salz zu
essen -
> das bekommt wohl auch nciht gut, obwohl man es in jedem supermarkt frei
> zugänglich hat.
> Herstellung Beinwurzmehl: Beinwellwurzeln (mit Gummihandschuhen ;-)) gut
> abbürsten.... mit einem kartoffelschäler schälen, in kleine stückchen
> schneiden und diese im rohr bzw. auf dem dörrgerät trocknen - danach in
der
> getreidemühle oder dergl. mahlen.
> bei bedarf wird das mehl mit wasser zu einer paste angerührt.
> Norbert: verwendest Du Beinwell auch so?

Wie oben bereits beschrieben möchte ich ein Mittel für meine extrem rissigen
Finger herstellen. Bisher konnte keine Salbe/Creme helfen bzw. heilen.
Aufmerksam wurde ich Aufgrund des Büchleins aus der Abtei Fulda
"Comfrey".


Ralf Gutzki

unread,
Jan 9, 2003, 4:14:49 AM1/9/03
to
Lilly schrieb:
> ...>

> Anmerkung für alle: Ich bin kein Arzt! diese Info ist meine private
> Laienmeinung!!

Hi Lilly,

für eine Laienmeinung aber nicht schlecht :>)

> von wegen gefährlich: ich denke mal: es kommt wie immer auf die
> Dosierung an.

Die geringen Mengen an Krebserzeugenden Alkaloiden werden
einen Menschen nicht sofort Tod Umfallen lassen. Aber
langfristig könnte es Krebs auslösen, grade wenn es in den
Blutkreislauf glangen kann. Deswegen ist in AT Beinwellsable auch
nicht mehr in der Apotheke erhältlich. In DE steht auf dem
Waschzettel, "Nicht auf offene Wunden auftragen!".

Bei Knochen-, Gelenks-, Sehnen bzw. Bänderbeschwerden,
Schwellungen und alte Narben besteht keine Gefahr, da es hier
NICHT in die Blutbahn gelangen kann.

Ich bin übrigens auch kein Arzt :>) Also noch eine Laienmeinung.

Ralf Gutzki

unread,
Jan 9, 2003, 3:38:12 AM1/9/03
to
Bernhard Albert schrieb:

>
> "Ralf Gutzki" <ralf_...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
> news:3E1C3602...@hotmail.com...
>
> > Symphytum peregrinum, Comfrey, soll eine Hybride aus
> > S. asperum und S. officinale sein die sich nicht sehr Stark
> > selber aussamt.
>
> Jetzt bin ich irritiert - mir ist Comfrey als nicht über Samen
> vermehrbarer
> russischer Naturhybrid des Beinwell mit größeren Blättern bekannt.

Hi Bernhard,

vor etwa 4 Jahren habe ich mir eine Samentüte Beinwell gekauft.
Und wenn ich mich nicht irre stand dort Comfrey drauf.
Vielleicht finde ich die Tüte noch in der Laube?
Blüten rot-liala, schwarze Samen, Keimen unregelmäßig,
Habschatten, feuchter Boden.
Bei uns samt er sich nicht selber aus. Kann aber auch an den
Nachbarpflanzen liegen? Melissa und Levisticum (Liebstöckel).

>
> Lateinischer Name:
> symphytum x uplandicum mit größeren Blättern.

hmm.., soweit ich das Erkennen kann sind die Blätter normal.



> Gehandelt wird der, warum auch immer, auch als "Comfrey Bocking 14"

Ich kann mich schwach daran Erinnern, dass Du diese Sorte hier
vor 3-4 Jahren schon mal genannt hattest.
Da sie nur aus Wurzelstecklingen Keimt muss es eine andere
Sorte sein als meine.

>
> Hin- und wieder wird behauptet, der habe einen höheren Gehalt an
> medizinisch-wirksamen Bestandteilen.

hmmm, also mehr Allantion? Das soll die Wundheilung beschleunigen.



> Dann gibt es aber auch noch den deutschen Comfrey
> "symphytum asperum",
> der im Gegensatz zum "symphythum officinale" dem Beinwell auch
> gerne
> vom Vieh gefressen wird und der ebenso wie auch die Kreuzung aus
> beiden
> "symphytum asperum x officinale" sogar als Futtermittel angebaut
> wird.

Jo, da habe ich auch schon den Zusatz "in geringen Mengen als
Viehfutter" gelesen.

Ralf Gutzki

unread,
Jan 9, 2003, 3:59:25 AM1/9/03
to
Peter Langmesser schrieb:
>...>
>REZ: Beinwelltinktur und Beispiele...
>...>

> Mückenstiche, kleine Verletzungen usw. - bei uns immer: erstmal
>Comfrey.
> Habe immer ein paar Pflanzen der blaublühhenden Sorte im Garten
> rumstehen...

Hi Peter,

wir benutzen dafür immer Calndula (Ringelbume) oder den
Breit-Spitz-Wegerich. Da im Symphytum (Beinwell) geringe
Mengen von Krebserzeugenden Alkaloiden Vorhanden sind,
trage ich diesen seit Jahren nicht mehr auf offene Wunden auf.

Für Schwellung und alte Narben ist Deine Tinktur m.E.
sehr gut Brauchbar.

Hier noch schnell ein anderes REZ:
Ernte für med.:
Ausgraben der Wurzel vor dem Austreiben, April oder nach der Blüte,
im Sep.-Okt.
Wurzel längsspalten. Trocknen bei 40°C oder an der Sonne.
BREI: 20 g getrocknette Wurzel mit 1/2 l Wasser kochen.
Kleine Stücke weichkochen und mit Hammer zu Brei klopfen.

Ralf Gutzki

unread,
Jan 9, 2003, 4:40:42 AM1/9/03
to
NB schrieb:
> ...>

> > Oder welche med.Zwecke benötigst Du?
>
> Ich hab´ extrem spröde Haut (Hände), die nicht nur bei dieser
>Witterung tief
> an den Fingerkuppen einreißt.
> Bisher konnte mir nicht mal der Hautarzt helfen.
> Da ich von der Wundheilenden Wirkung von Beinwell erfahren habe,
> möchte ich es mal damit versuchen.

Hi Norbert,

wenn die Hautverletzung sehr Stark ist könnte hier etwas in die
Blutbahn gelagen und bei Dir Krebs auslösen.
Grade wenn Du täglich über längere Zeit diese Pflanze benutzen
musst/willst.

Hast Du es schon mit Calendula, Ringelblumensalbe Versucht?
Die gibt es auch mit Vitamin E Zusatz im Supermarkt.
Oder selber machen.

RINGELBLUMENSALBE
Eine Handvoll frisch gepflückter Ringelblumenblüten auf 200 g Vaseline
oder Schweinefett.
Vaseline in einem Topf schmelzen, Ringelblumen dazugeben, beides
zusammen aufkochen lassen, gut durchrühren. Durch ein
Tuch sieben, Rückstand auspressen. Erkalten lassen.
Ringelblumensalbe wird bei Hautleiden, Geschwüren und schlecht
heilenden Wunden empfohlen.

Umschlag: 2 Eßlöffel Blüten und Kraut mit ½ l kochendem Wasser
übergießen. 20-30 Minuten ziehen lassen. Mit abgekühlter
Flüssigkeit lockere Umschläge machen. Mehrmals täglich auf die Wunde.

Eine Tinktur habe ich auch noch aber der Alkohol würde
Deine Haut noch mehr austrocken lassen :>(

tschüs...ralf und Gute Besserung!

Bernhard Albert

unread,
Jan 9, 2003, 5:10:02 AM1/9/03
to
> > Gehandelt wird der, warum auch immer, auch als "Comfrey Bocking 14"
>
> Ich kann mich schwach daran Erinnern, dass Du diese Sorte hier
> vor 3-4 Jahren schon mal genannt hattest.

Das war ich nicht.

> Da sie nur aus Wurzelstecklingen Keimt muss es eine andere
> Sorte sein als meine.

Meiner vagen Erinnerung nach gibt es auch die Kreuzung als Samen, sie soll
nur selbst nicht mehr vermehrungsfähig sein.

Gruß
Bernhard


Ralf Gutzki

unread,
Jan 9, 2003, 5:46:12 AM1/9/03
to
Bernhard Albert schrieb:

>
> > > Gehandelt wird der, warum auch immer, auch als
>>> "Comfrey Bocking 14"
> >
> > Ich kann mich schwach daran Erinnern, dass Du diese Sorte hier
> > vor 3-4 Jahren schon mal genannt hattest.
>
> Das war ich nicht.

Hi Bernhard,

oh ja, es war Bernhard Füger am 2000-12-16,
Betrifft:Re: Beinwell/comfrey

>
> > Da sie nur aus Wurzelstecklingen Keimt muss es eine andere
> > Sorte sein als meine.
>
> Meiner vagen Erinnerung nach gibt es auch die Kreuzung als Samen,
> sie soll
> nur selbst nicht mehr vermehrungsfähig sein.

Das könnte sein. Ich muss die Samentüte moch mal suchen.
Momentan ist die Laube aber Zugefrohren :>) -10°C in HH :>o

Bernhard Albert

unread,
Jan 9, 2003, 6:22:18 AM1/9/03
to

"Ralf Gutzki" <ralf_...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:3E1D52F4...@hotmail.com...

> Das könnte sein. Ich muss die Samentüte moch mal suchen.
> Momentan ist die Laube aber Zugefrohren :>) -10°C in HH :>o

Bei uns genauso - ärgerlich ist aber mehr, dass wir unsere Topinambur nicht
rechtzeitig und noch schlimmer die h. strumosus nicht ausreichend geschützt
haben, sonst kommt da ein dicke Lage Laub oder Stroh drauf, so dass wir sie
jetzt nicht mehr aus der Erde bekommen. Und dann noch dieses blöde Vlies auf
Feldsalat und Winterportulak, das hängt so fest am Boden (nicht an den
Pflanzen), dass man die allenfalls frei schneiden könnte. Da muss mir für
die kommenden Jahre noch eine bessere Idee kommen.

Da bleibt nichts als der Rückgriff auf die Kühltruhe obgleich die zwei Tage
Sonne bestimmt schon etwas gegen die Nitratmengen gewirkt haben.

Gruß
Bernhard


Gudrun Ewald

unread,
Jan 9, 2003, 6:42:03 AM1/9/03
to

"Peter Langmesser" <Hale...@compuserve.de> schrieb

>
> Frühjahr oder Herbst Wurzel ausgraben, schälen, im Mixer mit 38
> prozentigem Alkohel zerkleinern, sechs Wochen in fest verschlossenem
> Glasgefäss ziehen lassen (Küchenfenster, gelegentlich schütteln).
>
> Abseihen, in kl. Fläschchen aufbewahren und für allerlei Wehwehchen
> nutzen. (Äusserlich!)
>

Vielen Dank!
Ich nutze die Tinctur (gemischt mit 1/3 Arnica) gegen Arthrose beim Hund.
Gruß
Gudrun


Antje Schulte

unread,
Jan 9, 2003, 6:54:36 AM1/9/03
to
On Thu, 9 Jan 2003 10:03:56 +0100, "NB" <ba0...@bnv-bamberg.de> wrote:

>Ich hab´ extrem spröde Haut (Hände), die nicht nur bei dieser Witterung tief
>an den Fingerkuppen einreißt.
>Bisher konnte mir nicht mal der Hautarzt helfen.
>Da ich von der Wundheilenden Wirkung von Beinwell erfahren habe,
>möchte ich es mal damit versuchen.

Hast Du es schon mit Melkfett versucht? Nicht nur damit einreiben,
sondern wenigstens in der ersten Zeit eine Schicht auftragen und dann
einen Baumwollhandschuh drüberziehen, damit es einwirken kann. Fühlt
sich fies an, hilft aber.

Gruß,

Antje

--
Das Ende ist nah! Wissenswertes ueber den Erdrotationshamster
und das Grosse Rummsen: http://www.antje-schulte.org

Lilly

unread,
Jan 9, 2003, 11:26:49 AM1/9/03
to
Hi Norbert!

Da ist folgendes sicherlich besser:

Kauf dir von Elisabeth Arden die "Eight Hour Cream". Dann hast du mehrere
Möglichkeiten:
NImme eine übliche gute Handcreme .. einen Klacks auf die Hände .. einen
Klacks Eight Hour dazu.. mischen .. Hände einreiben .. oder die "Intensive
Behandlung": des abends vor dem Schlafengehen(oder vor 3 stunden
glotze-hocken, etc...) die Hände reichlich mit der Eight Hour eincremen,
Baumwollhandschuhe drüberziehen und faul sein!
Ich würde ja gerne wetten, dass das hilft ;-))

ansonsten würde ich an Heilkräutern: Johanniskraut oder Ringelblume wählen,
bin mir aber sicher, dass obige Variante die beste ist!
ev. Pfoten auf Hautpilz untersuchen lassen... könnte sich auch um so ein
böses "vieh" handeln.
lg Lilly
P.S. ich krieg keine provision von arden ;-) .. aber sie ist die beste
heilsalbe die ich kenne.. auch das beste labello, das ich kenn ;-)


"NB" <ba0...@bnv-bamberg.de> schrieb im Newsbeitrag
news:avjdtu$qp5$1...@news.fth.sbs.de...

Waltraut Hummel

unread,
Jan 9, 2003, 12:58:49 PM1/9/03
to
Hallo NB! :-)

NB schrieb:


> Ich hab´ extrem spröde Haut (Hände), die nicht nur bei dieser Witterung tief
> an den Fingerkuppen einreißt.
> Bisher konnte mir nicht mal der Hautarzt helfen.
> Da ich von der Wundheilenden Wirkung von Beinwell erfahren habe,
> möchte ich es mal damit versuchen.

Hast Du schon einmal Melkfett probiert? Bekommt man in guten
Drogerien oder Parfumerien.

Liebe Grüße

Waltraut

>
>
>

Norbert Blass

unread,
Jan 9, 2003, 2:46:05 PM1/9/03
to
In article <3e1d62b2...@news.cis.dfn.de>,

ams...@gmx.de (Antje Schulte) writes:
> On Thu, 9 Jan 2003 10:03:56 +0100, "NB" <ba0...@bnv-bamberg.de> wrote:
>
>>Ich hab´ extrem spröde Haut (Hände), die nicht nur bei dieser Witterung tief
>>an den Fingerkuppen einreißt.
>>Bisher konnte mir nicht mal der Hautarzt helfen.
>>Da ich von der Wundheilenden Wirkung von Beinwell erfahren habe,
>>möchte ich es mal damit versuchen.
>
> Hast Du es schon mit Melkfett versucht? Nicht nur damit einreiben,
> sondern wenigstens in der ersten Zeit eine Schicht auftragen und dann
> einen Baumwollhandschuh drüberziehen, damit es einwirken kann. Fühlt
> sich fies an, hilft aber.

.. schon versucht, auch mit diesen Handschuhen.
Jedoch wurde mir von Melkfett in der Apotheke abgeraten.

--
Norbert Blass
ba0...@bnv-bamberg.de

Norbert Blass

unread,
Jan 9, 2003, 2:56:18 PM1/9/03
to
In article <3E1C0CF5...@t-online.de>,

Servus Bernhard,

vielleicht kannst Du mich direkt anmailen und mich darüber informieren,
wie wir bzgl. Bocking 14 Stecklingen zusammenkommen können.
--
Norbert Blass
ba0...@bnv-bamberg.de

Antje Schulte

unread,
Jan 9, 2003, 2:37:11 PM1/9/03
to
On Thu, 9 Jan 2003 20:46:05 +0100, nor...@bnv-bamberg.de (Norbert
Blass) wrote:

>.. schon versucht, auch mit diesen Handschuhen.
>Jedoch wurde mir von Melkfett in der Apotheke abgeraten.

Das glaube ich. Ist nämlich viel billiger als der Apotheken-Mist mit
tollen Wirkstoffen und Liposomen, die ohnehin nicht in die Haut
eindringen. :->

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