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scharfer oder nicht-scharfer Sand?`

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Bernhard Albert

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Jan 3, 1999, 3:00:00 AM1/3/99
to

Ich möchte Sand in meinen lehmigen, viel zu dichten Gartenboden
einbringen. Doch in einem Radiobericht wurde von genau dem Sand
abgeraten, der in meinem einzigen Gartenbuch, in dem nähere Angaben
zur Qualität des zu verwendenden Sandes gemacht wurden, besonders
empfohlen wurde.

Wir haben schon im letzten Jahr in einem Teil des Gartens, in dem der
Boden besonders dicht und lehmig ist, zusätzliche Beete angelegt. Mit
organischen Zuschlagstoffen konnten wir den Boden etwas verbessern,
aber noch mehr Mist, Stroh und Kompost täten ihm wegen des
Nährstoffgehalts dieser organischen Materialien nicht gut.

Der Nachbar hat noch große Mengen nicht zu feinen scharfen Sandes, den
er nicht mehr braucht. Unserem Boden könnte Sand an sich sicher nicht
schaden, damit würde er annähernd so, wie der Rest des Nutzgartens,
dort ist schon immer etwas Sand im Lehm.

Nun habe ich in meinem Buch gelesen, daß man in jedem Fall scharfen
Sand verwenden soll, der nicht zu fein ist. (Eben den hat der Nachbar)
Andere Sände könnten die Bodenverdichtung sogar befördern und die
Pflanzen hätten zudem weniger Halt.

Kurz bevor ich das mit Nachbars Sand umgesetzt habe, habe ich in einem
Radiobericht gehört (schlagt mich aber ich weiß nicht in welchem
Sender - es war ein Zufallsfund auf der Autobahn), man solle im Garten
nicht einmal als Untergrund für die Wege scharfen Sand, wie er auf
Baustellen Verwendung findet, einbringen, sondern gewaschenen
Flußsand, denn scharfer Sand würde den Boden verdichten und das
Wurzelwachstum extrem reduzieren.

Kann mir hier jemand sagen, welcher Sand
denn nun der richtige ist?

Welchen fügt man bei, wenn man selbst Erden
z.B. fürs Gewächshaus mischt?

Welcher kommt auf Kinderspielplätzen in die Kiste?

Und was ist der wirkliche Unterschied
von scharfem Sand und (?) nicht scharfem (?) Sand?

Und wie wirken die beiden sich in der Gartenerde aus?

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Albert

Frank Schmiglewsky

unread,
Jan 4, 1999, 3:00:00 AM1/4/99
to

Hallo Bernhard,

Nimm den 2a Sand (scharf). Kleiner werden die Sandkörner aufgrund
thermischer, mechanischer und chemischer Einwirkungen von alleine.

>Welchen fügt man bei, wenn man selbst Erden
>z.B. fürs Gewächshaus mischt?
>

Quarzsand

>Welcher kommt auf Kinderspielplätzen in die Kiste?
>

Kommt drauf an, welcher bestellt wird. Es gibt Werke die verkaufen 2b
Sand (nicht scharf) obwohl Sie 2a Sand (scharf) haben. aber Sie haben
Ihn nicht genügend oft. Die Feinanteile kleben an der Bekleidung.

>Und was ist der wirkliche Unterschied
>von scharfem Sand und (?) nicht scharfem (?) Sand?

Feinanteile <0,5mm <60%[Massen%]

>Und wie wirken die beiden sich in der Gartenerde aus?
>

Böden haben normalerweise einen großen Kornanteil <0,09 bzw. 0,063mm.
du veränderst mit jedem Sand die Kornzusammensetzung.
Gewaschen wird jeder Sand, fungizid behandelt keiner und jeder
Baggersee war mal ein Fluß oder Moräne.

> Mit freundlichen Grüßen
> Bernhard Albert

--
Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe in dem schönen Badnerland

Frank Schmiglewsky

10014...@Compuserve.com
Frank.Sch...@T-Online.de
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Frank_Schmiglewsky/
___ . .
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Gerd Krug

unread,
Jan 4, 1999, 3:00:00 AM1/4/99
to
Hallo Bernhard,

> Der Nachbar hat noch grosse Mengen nicht zu feinen scharfen Sandes, den
> er nicht mehr braucht. Unserem Boden koennte Sand an sich sicher nicht
> schaden, damit wuerde er annaehernd so, wie der Rest des Nutzgartens,


> dort ist schon immer etwas Sand im Lehm.

Imho gibt es lehmfreien (1) und lehmhaltigen (2) Sand.

Lehm hast du selbst genug im Garten; um Staunaesse usw. wegzukriegen
brauchst du Sand ohne Lehm. Eine Probe des Nachbarssandes im Wasser
verruehrt zeigt dir bei Eintruebung den Lehm. Der Sand setzt sich sehr
schnell ab, das Wasser bleibt aber trueb. Ich kenne "scharfen" Sand als
lehmfrei (ohne Garantie); hier heisst das dann Putzsand, Wesersand (der
Fluss Weser hat den Lehm schon rausgewaschen) usw.


-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd


Michael Jurman

unread,
Jan 7, 1999, 3:00:00 AM1/7/99
to Bernhard Albert
Scharfer Sand ist okay! Bei anderen Sanden kann es sein, dass auch der
Kalkgehalt zu hoch wird. Keine Sorge, es kann nichts passieren!
Zu organischen Zuschlagstoffen: Kompost oder Torf oder Holzfaser (wie z.B.
bei Fattinger Rindenhumus) bringen keine übermäßigen Mengen an Nährstoffen
ein, nur organisches Material. Das ist nicht zu verwechseln.

Bernhard Albert wrote:

> Ich möchte Sand in meinen lehmigen, viel zu dichten Gartenboden
> einbringen. Doch in einem Radiobericht wurde von genau dem Sand
> abgeraten, der in meinem einzigen Gartenbuch, in dem nähere Angaben
> zur Qualität des zu verwendenden Sandes gemacht wurden, besonders
> empfohlen wurde.
>
> Wir haben schon im letzten Jahr in einem Teil des Gartens, in dem der
> Boden besonders dicht und lehmig ist, zusätzliche Beete angelegt. Mit
> organischen Zuschlagstoffen konnten wir den Boden etwas verbessern,
> aber noch mehr Mist, Stroh und Kompost täten ihm wegen des
> Nährstoffgehalts dieser organischen Materialien nicht gut.
>

> Der Nachbar hat noch große Mengen nicht zu feinen scharfen Sandes, den
> er nicht mehr braucht. Unserem Boden könnte Sand an sich sicher nicht
> schaden, damit würde er annähernd so, wie der Rest des Nutzgartens,


> dort ist schon immer etwas Sand im Lehm.
>

> Nun habe ich in meinem Buch gelesen, daß man in jedem Fall scharfen
> Sand verwenden soll, der nicht zu fein ist. (Eben den hat der Nachbar)
> Andere Sände könnten die Bodenverdichtung sogar befördern und die
> Pflanzen hätten zudem weniger Halt.
>
> Kurz bevor ich das mit Nachbars Sand umgesetzt habe, habe ich in einem
> Radiobericht gehört (schlagt mich aber ich weiß nicht in welchem
> Sender - es war ein Zufallsfund auf der Autobahn), man solle im Garten
> nicht einmal als Untergrund für die Wege scharfen Sand, wie er auf
> Baustellen Verwendung findet, einbringen, sondern gewaschenen
> Flußsand, denn scharfer Sand würde den Boden verdichten und das
> Wurzelwachstum extrem reduzieren.
>
> Kann mir hier jemand sagen, welcher Sand
> denn nun der richtige ist?
>

> Welchen fügt man bei, wenn man selbst Erden
> z.B. fürs Gewächshaus mischt?
>

> Welcher kommt auf Kinderspielplätzen in die Kiste?
>

> Und was ist der wirkliche Unterschied
> von scharfem Sand und (?) nicht scharfem (?) Sand?
>

> Und wie wirken die beiden sich in der Gartenerde aus?
>

Franz-Josef Wirtz

unread,
Jan 9, 1999, 3:00:00 AM1/9/99
to
> Und was ist der wirkliche Unterschied von scharfem Sand und (?)
> nicht scharfem (?) Sand?

Um noch etwas mehr Verwirrung zu stiften: Sand wie er z.B. aus
Flussbetten oder anderen geologischen Ablagerungen kommt hat eine
vergleichsweise kugelige (nicht scharfkantig) Gestalt. Es gibt aber
auch aufbereiteten (thermisch?, mechanisch?) Sand, bei dem das Korn
gebrochen ist. Dadurch wird er "scharfkantig". Ich meine mich dunkel
zu erinnern, dass dieser Sand dann fuer Schleifzwecke ("Sandpapier",
und Sandstrahlgeraete?) verwendet wird.

Ich wuerde aber mal vermuten, dass dieser Sand dann teurer ist und
nicht an jeder Kiesgrube zu kaufen ist...

Frank Schmiglewsky

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Hallo Franz-Josef,

stimmt deeeeeen Sand gibt es garantiert nur sehr selten in Kiesgruben.

--
Mit freundlichem Gruß aus Karlsruhe in dem schönen Badnerland

Frank Schmiglewsky

10014...@Compuserve.com
Frank.Sch...@T-Online.de
http://ourworld.compuserve.com/homepages/Frank_Schmiglewsky/
___ . .
(o o) /(o o)\ (o o) :(o o): .
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On Sat, 09 Jan 1999 11:20:27 +0200, f...@ecotopia.oche.de (Franz-Josef
Wirtz) wrote:

>> Und was ist der wirkliche Unterschied von scharfem Sand und (?)
>> nicht scharfem (?) Sand?
>

Reinhardt Kern

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
f...@ecotopia.oche.de (Franz-Josef Wirtz) blubberte am Sat, 09 Jan
1999 11:20:27 +0200 :

>zu erinnern, dass dieser Sand dann fuer Schleifzwecke ("Sandpapier",
>und Sandstrahlgeraete?) verwendet wird.
>

>Ich wuerde aber mal vermuten, dass dieser Sand dann teurer ist und
>nicht an jeder Kiesgrube zu kaufen ist...

Hallo Franz-Josef,
dieser Sand ist definitiv teuerer. Es ist nämlich meistens
Silizium-Karbid. Das Zeug wird z.B. vom "Elektro-Schmelzwerk
Kempten" in Köln-Grefrath hergestellt.

Reinhardt

Franz-Josef Wirtz

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
> Es ist nämlich meistens Silizium-Karbid.

Damit ist's dann aber auch chemisch veraendert. Ich dachte, es gaebe
auch welchen, bei dem _nur_ das Korn zerbrochen ist...

J.u.C.Pr...@t-online.de

unread,
Jan 23, 1999, 3:00:00 AM1/23/99
to
Hallo,

mein Bruder klagte mir heute sein Leid, daß ihm in den letzten Monaten drei
junge Obstbäume eingegangen sind, weil die Wurzeln total abgefressen wurden.
Handelt es sich bei den Übeltätern um Wühlmäuse?

Gruß,

Cornelia


Reinhardt Kern

unread,
Jan 25, 1999, 3:00:00 AM1/25/99
to
J.u.C.Pr...@t-online.de wrote:

Hallo Cornelia,
entweder Wühlmäuse oder ein sehr starker Befall von
Maulwurfsgrillen (=Scherren). Ich tippe auf Wühlmäuse.
Gegen Wühlmäuse helfen Käfige aus Karnickeldraht um junge
Wurzelballen, Kräftige Gerüche, z.B. viel Knoblauch in der
Baumscheiben oder Kaiserkronen und natürlich Wühlmausfallen. -
Angeblich vertreiben Maulwürfe Wühlmäuse. Marder und Katzen
fangen Wühlmäuse. Du kannst die Mäuse auch mit Lockfutter
(Topinambur) von den Bäumen weglocken und sie an anderer Stelle
dann gezielt bekämpfen. Wühlmäuse mögen weichen Boden - aber nur
wegen der Mäuse sollte man nicht anfangen, den Boden zu
verdichten.

Ich wünsche deinem Bruder viel Erfolg bei der Mäusejagd.

Reinhardt

Bernhard Albert

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
Reinhar...@gmx.de (Reinhardt Kern ) meinte am 25.01.99 im Brett
/DE/REC/GARTEN zum Thema "Re: =?ISO-8859-1?Q?W=FChlm=E4use??????=":

> Wühlmäuse mögen weichen Boden - aber nur wegen der Mäuse sollte
> man nicht anfangen, den Boden zu verdichten.

Das bringt auch nicht - bei uns leben die Wühlmäuse fast
ausschließlich dort, wo ich mit dem Spaten verzweifle,
weil Steine und Ton - ja ich denke das ist kein Lehm mehr
- jedenfalls Steine und dieser superverdichtete Schmier,
eine innige Verbindung eingegangen sind.

Da hält es kein Regenwurm mehr aus - aber die Wühlmäuse feiern
Wühlparties. Wenn sie so weiter machen, kann ich nächstes Jahr dort
auf lockerem Untergrund Karotten anpflanzen. Die Zaunpfähle geraten
vor Wühlerei schon ins Kippeln

Was tun die da bloß?

Grüße
Bernhard

J.u.C.Pr...@t-online.de

unread,
Jan 26, 1999, 3:00:00 AM1/26/99
to
Hallo Reinhardt,

>Kräftige Gerüche, z.B. viel Knoblauch in der
>Baumscheiben


bist Du Dir sicher, daß Du damit Wühlmäuse und nicht Vampyre bekämpfst????
:-))))))))))))))))))))))))

Gruß.

Cornelia


Gabriele Jesdinsky

unread,
Jan 27, 1999, 3:00:00 AM1/27/99
to
>Handelt es sich bei den Übeltätern um Wühlmäuse?

Ja.
Dagegen hilft nur eins: Solange Fallen aufstellen, bis keine mehr gefangen
werden, vor allem im Frühjahr und im Herbst.
Die vermehren sich in manchen Jahren explosionsartig, können sogar alte
Obstbäume zum Absterben bringen. :-(((

Bei mir hat keine einzige Vertreibungsmethode gewirkt, und ich hab Massen
von den teuren Kaiserkronen und all dem Zeug gepflanzt :-(((
Auch Gift hat nicht gewirkt.

Bei Wühlmausgefahr Obstbäume, Rosen usw. im Frühjahr pflanzen, da man bei
gefrorenem Boden nicht eingreifen kann, und die Viecher halten keinen
Winterschlaf.
Bei mir kommen sie auch in durch Baumaschinen verdichteter Erde vor, ich hab
Gänge schon bis in 1 m Tiefe freigelegt :-(

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