Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Asbestplatte für Hochbeet

303 views
Skip to first unread message

Herta Markendorff

unread,
Jun 6, 2002, 6:41:41 AM6/6/02
to
Hallo,

mein Mann möchte ein Hochbeet anlegen. Für die Abstützung an den Seiten
verwendet er eine alte Asbestplatte, die mit Plastikfolie abgedeckt wird
Ob das wohl Einfluß auf die Erde bzw. Gemüse hat?

Danke
Herta


Bettina Henkel

unread,
Jun 6, 2002, 6:55:00 AM6/6/02
to
Hallo
haben unsere Hochbeete schon seit Jahren mit Eternitplatten "eingerahmt".
Ernten alle möglichen Gemüsesorten und haben auch sonst die tollste
Mischkultur auf diesen Beeten, die alle paar Jahre umgeschichtet und
aufgearbeitet werden, wie es sich für Hochbeete gehört.
Sogar Erdflöhe und Schnecken fühlen sich darauf wohl... und das Wichtigste :
es geht uns gut; kein Ausschlag, keine Atemnot usw. ;-)
Mir persönlich erscheint es wichtiger, daß man nicht in unmittelbarer Nähe
zu Strassen oder Flugplätzen gärtnert.
Bettina


Frank Schaub

unread,
Jun 6, 2002, 8:19:47 AM6/6/02
to
Hallo Herta,


> mein Mann möchte ein Hochbeet anlegen. Für die Abstützung an den Seiten
> verwendet er eine alte Asbestplatte, die mit Plastikfolie abgedeckt wird
> Ob das wohl Einfluß auf die Erde bzw. Gemüse hat?
>

der Salat wird wohl in 10-15 Jahren Lungenkrebs entwickeln. ;-)

Gruß
Frank

thomas tom mayer

unread,
Jun 6, 2002, 10:09:13 AM6/6/02
to
"Herta Markendorff" <herta.ma...@ewetel.net> wrote in message news:<adnefq$mu7$1...@news1.ewetel.de>...

Hallo,
ich nehme an, es handelt sich nicht um eine *reine* Asbestplatte,
sondern irgendeinen Verbundwerkstoff (Eternit, Kunststoff oder
Holzfasergemisch), sonst waerd ihr vermutlich schon tot :-)
Asbest selbst gilt als hochgradig krebserregend. Jedoch wird es nur
gefährlich, wenn seine feinen Fasern bzw. Asbeststaub es durch
Einatmen oder Nahrungsaufnahme in den Körper, genauer in die Lunge
schaffen.
Das kann in Eurem Fall z.B. dann passieren, wenn das Hochbeet neu
angelegt wird oder wurde und die Platte dafür bearbeitet (=gesägt
und/oder geschliffen) wurde.
Diese dann zwangsläufig entstehneden Fasern bzw. Staubteilchen findet
ihr wohl kaum wieder und könnt ihre Ausbreitung auch kaum verhindern.
Das Eindecken mit Plastikfolie ist insoweit zwar schön und gut, hält
aber im Ernstfall nichtmal ein kleines Steinchen davon ab, ein Loch
hineinzuschneiden.

Ist die Platte selbst unverändert und war möglicherweise entsprechend
gegen Austritt des Asbestes versiegelt, ist zwar die Gefahr geringer,
aber durch Überalterung und Witterungseinflüsse ist trotzdem eine
latente Gefahr der Verbreitung von Asbestpartikeln gegeben. Ich würde
diese Platten *nicht* für die Einfassung eines Gemüsebeetes und auch
nicht im sichtbaren Kontaktbereich zu Menschen verwenden. Du lagerst
Dein Obst doch bestimmt auch nicht in einer alten Zementtüte oder ?:-)
Hoffe geholfen zu haben
Thomas

Lutz Bojasch

unread,
Jun 6, 2002, 11:16:59 AM6/6/02
to
Herta Markendorff schrieb:

Hallo
Asbestplatten haben ganz andere Wirkungen, das sollte sich inzwischen
bis in den hintersten Winkel der Republik rumgesprochen haben. Asbest
ist ein Gefahrstoff und darf nicht mehr verbeut werden. Auch der Handel
und das verschenken ist streng verboten. Das Teufelszeug gehört
möglichst staubdicht eingepackt und ordnungsgemäß entsorgt. Fragt dazu
bei der Gemeindeverwaltung oder beim zuständgen Abfallwirtschaftsamt an
(heißt überall anders). Für Privatleute gibt es kostenlose
Entsorgungsmöglichkeiten. Kostenlos weil man dadurch die Gefahr so
schnell wie möglich bannen will.
Gruß Lutz

Herbert Luidolt

unread,
Jun 6, 2002, 12:48:18 PM6/6/02
to

Lutz Bojasch schrieb:


>
> Asbestplatten haben ganz andere Wirkungen, das sollte sich inzwischen
> bis in den hintersten Winkel der Republik rumgesprochen haben. Asbest
> ist ein Gefahrstoff und darf nicht mehr verbeut werden. Auch der Handel
> und das verschenken ist streng verboten. Das Teufelszeug gehört
> möglichst staubdicht eingepackt und ordnungsgemäß entsorgt. Fragt dazu
> bei der Gemeindeverwaltung oder beim zuständgen Abfallwirtschaftsamt an
> (heißt überall anders). Für Privatleute gibt es kostenlose
> Entsorgungsmöglichkeiten. Kostenlos weil man dadurch die Gefahr so
> schnell wie möglich bannen will.

So pauschal kann man das nicht sagen. Hier in Münster nimmt das
Abfallwirtschaftsamt EUR 5,00 für das entsorgen von 2 Blumenkästen aus
Eternit.

Gruß, herbert

Herta Markendorff

unread,
Jun 6, 2002, 2:05:06 PM6/6/02
to
Danke
Es ist eine Eternitplatte und sollte gesägt werden. Jetzt wird sie
umweltgerecht entsorgt.
Herta


"Herbert Luidolt" <Hohe...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3CFF9252...@t-online.de...

Bernhard Albert

unread,
Jun 6, 2002, 2:10:58 PM6/6/02
to

"Herbert Luidolt" <Hohe...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3CFF9252...@t-online.de...

> So pauschal kann man das nicht sagen. Hier in Münster nimmt das


> Abfallwirtschaftsamt EUR 5,00 für das entsorgen von 2 Blumenkästen aus
> Eternit.

Das ist ja enorm preisgünstig: Ich sollte mal rund 500 DM für eine Platte
bezahlen und zusätzlich über den Entsorgungsfachhandel auch noch eine
entsprechende Umverpackung kaufen. Zum Glück hat die dann bei einer
Asbestsanierung, nach dem alles saniert war, noch mit in die Tüte gepasst.

Gruß
Bernhard


Michael Wolf

unread,
Jun 7, 2002, 3:31:45 AM6/7/02
to
"Herta Markendorff" <herta.ma...@ewetel.net> writes:

> Es ist eine Eternitplatte und sollte gesägt werden. Jetzt wird sie
> umweltgerecht entsorgt.

Recht so.
Nochmal für alle anderen, die es immer noch nicht kapiert haben;
jegliches bearbeiten von asbesthaltigen Materialien ist *verboten*!

MfG
Michael Wolf
--
http://www.la-wolf.de

Stephan Romahn

unread,
Jun 7, 2002, 4:29:14 AM6/7/02
to

Hallo,

>
> So pauschal kann man das nicht sagen. Hier in Münster nimmt das
> Abfallwirtschaftsamt EUR 5,00 für das entsorgen von 2 Blumenkästen aus
> Eternit.

Ist das denn Asbestzement?? Die Firma Eternit stellt Faserzement her. Früher
wurden dazu Asbestfasern genommen. Seit etlcihen Jahren schon ist das
verboten und es werden andere Fasern eingesetzt.
Die Gleichung Eternit=Asbest kann also nru für ziemlich alte Sachen passen.

Freundliche Grüße

Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
--
http://www.sr-gruenhaus.de
Ökologische Dachbegrünung

Lutz Bojasch

unread,
Jun 7, 2002, 9:19:26 AM6/7/02
to
Bernhard Albert schrieb:

> Das ist ja enorm preisgünstig: Ich sollte mal rund 500 DM für eine Platte
> bezahlen und zusätzlich über den Entsorgungsfachhandel auch noch eine
> entsprechende Umverpackung kaufen. Zum Glück hat die dann bei einer
> Asbestsanierung, nach dem alles saniert war, noch mit in die Tüte gepasst.

Hallo
selbst schuld. Wer Asbest oder andere Gefahrgüter entsorgen will und
das als Privatmann, der sollte sich zuerst mal ans Telefon hängen und
die Behörden abfragen. Dort gibts Hilfe. In Bayern z.B. bekommt man über
den jeweils zuständigen Abfallwirtschaftsverband sogar "Bigbags" umsonst
gestellt. Diesen ultrastabilen Glasfasergewebe-Säcke, die bis etwa 1
Kubikmeter fassen, ist noch eine Staubdichter Polyäthylen-Innenbeutel
und Klebeband sowie ein Aufkleber "ASBEST" beigelegt. Für die
Anlieferung muss man selbst sorgen und für private Kunden gibt es,
zumindest hier in der Region einen speziellen Tag im Monat. An anderen
Tagen kostet die Annahme etwas. Gewerbliche Entsorger können verlangen,
was sie bekommen ;)
Gruß Lutz

Lutz Bojasch

unread,
Jun 7, 2002, 9:24:05 AM6/7/02
to
Stephan Romahn schrieb:

>
> Ist das denn Asbestzement?? Die Firma Eternit stellt Faserzement her. Früher
> wurden dazu Asbestfasern genommen. Seit etlcihen Jahren schon ist das
> verboten und es werden andere Fasern eingesetzt.

Hallo
das ist richtig, seit etwa 1980 (82??) sind Asbestfasern in ETERNIT
nicht mehr erlaubt. Das Problem ist nur, dass das alte Zeug sehr
langlebig ist. Ich sehe das immer wieder wenn alte Schuppen abgebrochen
werden. Die Welleternit-Platten werden dann nach ohne nachzudenken mit
der Drahtbürste gereinigt und dann entweder eingelagert oder sogar
wiederverwendet. Ganz "Schlaue" versuchen dann oft die Platten zu
verschenken. Letztere hat man hier ganz schnell am Schlafittchen und
kassiert sie kräftig ab. (kostenpflichtige Entsorgung zuzüglich Strafe
für vorsätzliche Umweltgefährdung)

Gruß Lutz

Bernhard Albert

unread,
Jun 7, 2002, 2:19:37 PM6/7/02
to

"Lutz Bojasch" <lu...@cyborgs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D00B2DE...@cyborgs.de...

> selbst schuld. Wer Asbest oder andere Gefahrgüter entsorgen will und
> das als Privatmann, der sollte sich zuerst mal ans Telefon hängen und
> die Behörden abfragen.

Lächerlicher und blödsinniger Kommentar!

Habe hier in Frankfurt beim Umweltamt, bei der FES, beim zuständigen
Ministerium in Wiesbaden und bei den zuständigen Anlieferstellen und der
Deponie für Asbest angerufen. Überall die gleich Auskunft, man hat mich auf
die entsprechende Deponie verwiesen, bei der ich die Platte möglichst aber
geschützt, damit beim Transport kein Asbest austritt, problemlos abgeben
könne. Als ich dort anrief und anfragte, hat man mir den Abnahmepreis
mitgeteilt. Daraufhin habe ich nochmal bei Ämtern und Behörden angerufen und
gesagt, das ich mir diese Entsorgung nicht leisten könne und das der Preis
auch völlig überzogen sei, weil die zigfache Menge das Gleiche kostet. Es
gibt da halt ein Mindestmenge und einen Mindestpreis. Man hat mir überall
mitgeteilt, dass man mir da nicht helfen könne. Auch als ich daraufhin
sagte, ob man dann nicht damit rechne, dass ich und andere in dem Fall
illegal Asbest entsorgen, sagte man mir in unterschiedlicher Schärfe, dass
das illegal sei und ich mich nicht erwischen lassen dürfte. Einer hat mich
aber auch ganz freundlich um Namen, Telefonnummer und Anschrift gebeten, er
wolle sehen, was er da für mich tun könne, die habe ich in dem Fall
natürlich verweigert - Zuckerbrot und Peitsche funktioniert bei mir nicht.

Ich kann in solchen Fragen zum Querulanten werden. Leider diesmal eben zum
erfolglosen Querulanten.

Aber Du weißt ja doch wieder besser, was ich richtig oder falsch mache -
eigentlich typisch für den Stil der letzten Tage.

Gruß
Bernhard


Lutz Bojasch

unread,
Jun 7, 2002, 3:56:38 PM6/7/02
to
Bernhard Albert schrieb:

>
> "Lutz Bojasch" <lu...@cyborgs.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:3D00B2DE...@cyborgs.de...
>
> > selbst schuld. Wer Asbest oder andere Gefahrgüter entsorgen will und
> > das als Privatmann, der sollte sich zuerst mal ans Telefon hängen und
> > die Behörden abfragen.
>
> Lächerlicher und blödsinniger Kommentar!

Ja, dann lach mal ruhig. Ich weiß das ziemlich genau weil ich einige
Jahre in der Branche beschäftigt war.
Bye, Lutz

Bernhard Albert

unread,
Jun 8, 2002, 4:47:42 AM6/8/02
to

"Lutz Bojasch" <lu...@cyborgs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D010FF6...@cyborgs.de...

> > Lächerlicher und blödsinniger Kommentar!
>
> Ja, dann lach mal ruhig. Ich weiß das ziemlich genau weil ich einige
> Jahre in der Branche beschäftigt war.

Na dann hättest Du meine Odysee erleben sollen - was soll eigentlich dieser
Tanz.
Es gibt keinen Grund an meinen Aussagen zu zweifeln! Das war dramatisch
genug.
Mit Deinem Wissen hätte ich mich vermutlich nicht abschrecken lassen,
sondern es weiter versucht.

Es war wirklich ärgerlich genug mit der Platte und wenn Du in dem Bereich
gearbeitet hast, dann müsstest Du wissen, dass man dort, wie im Rest der
Welt auch auf Vollidioten treffen kann. Mag ja sein, dass ich genau an die
geraten bin. Wenn Du sagst, dass sogar die kostenlose Abgabe geeigneter
Verpackungen und die kostenlose Annahme von Privatleuten Usus sei, dann ist
es doch dramatisch genug, dass entsprechende Fachkräfte in den
entsprechenden Abteilungen, von Behörden, Ministerium und der Müllabfuhr das
nicht wissen und das Deponien, die normalerweise Großmengen von
Asbestsanieren annehmen, als einzige Ansprechpartner angegeben werden und
die dann horrende Summen für eine Platte wollen, die nach meiner Erinnerung
knapp einen Quadratmeter hatte.

Und nun sag nicht: Kann nicht sein! Ist mir doch passiert!

Die Platte war übrigens auf einem schönen alten Klapptisch mit
Metalluntergestell montiert,
der im Garten herumstand, als ich ihn seinerzeit übernommen habe.
Und von einer asbesthaltigen Platte, wollte ich nun wirklich nicht auch noch
essen.

Gruß
Bernhard Albert


Lutz Bojasch

unread,
Jun 8, 2002, 5:27:01 AM6/8/02
to
Bernhard Albert schrieb:

> Und nun sag nicht: Kann nicht sein! Ist mir doch passiert!

Hallo
ich habe nie gesagt, dass das nicht sein könne, der Hinweis auf
Entsorger die alles verlangen können,. war ja zu lesen. Ich kann
natürlich nur von der Region hier ausgehen und auch das schrieb ich.



> Die Platte war übrigens auf einem schönen alten Klapptisch mit
> Metalluntergestell montiert,
> der im Garten herumstand, als ich ihn seinerzeit übernommen habe.
> Und von einer asbesthaltigen Platte, wollte ich nun wirklich nicht auch noch
> essen.

Verständlich! Das nächste mal versuche mal sowas wie einen Abfallberater
zu erreichen. In Bayern ist sowas eine feste Einrichtung, in meiner
Region speziell ist der beim "Nordschwäbische Abfallwirtschaftsverband"
zu erreichen, wo und wie das in Hessen geregelt ist, kann ich nicht
sagen. Sicher wird es aber auch billige, wenn nicht gar kostenlose
Entsorgungsmöglichkeiten geben. Das wäre ja auch im Sinne des
Umweltschutzes. Für 500 "Steine" wird das keiner abgeben wollen und dann
landet das Zeug im Wald oder so.
Also, alles kloa,
Lutz

--
>>>>>>>>>> http://www.cyborgs.de <<<<<<<<<<<
elektron. Musik, Synthykurs, FAQ, Testberichte, USA-Reisetagebücher,
Naturheilkunde,Therapien,Heilkräuter,Naturschutz,Agility,Garten uva.
>>>>>>>>>> Neue Website, mehr Inhalte jetzt mit Forum <<<<<<<<<<<

Bernhard Albert

unread,
Jun 8, 2002, 8:28:08 AM6/8/02
to

"Hannes Birnbacher" <noema...@hannes-birnbacher.de> schrieb im Newsbeitrag
news:adspvl.3...@hannes-birnbacher.de...

> > Und von einer asbesthaltigen Platte, wollte ich nun wirklich
> > nicht auch noch essen.
>

> Ja, da wärst Du sicher gleich tot umgefallen. Du hättest sie ja
> sicher zu den Mikrofasern zerrieben und das Zeugs 20 Jahre lang 8
> Std. lang massiv eingeatmet.

Weisst Du ob mir das schadet oder nicht, das ist eine Frage - die andere
Frage aber ist, ob ich von einer grauen, staubigen alten Platte, die an
allen vier Kanten schon stark vor sich inbröselt und von der ich schon
Abrieb an den Fingern hatt, wenn Du nur in die Nähe kam, essen möchte. Ich
esse für gewöhnlich an einem Tisch mit einer Platte, die man abwischen kann
und die dann auch sauber ist, bei der ich ein Salatblatt, das mir daneben
fällt, aufnehmen und auf den Teller legen kann, ohne es erst wieder
abwaschen zu müssen, weil es knirscht. Auch möchte ich das Besuch sich keine
alte Jacke überziehen muss, um sich die Kleidung nicht einzusauen, wenn er
mit uns beisammen sitzt. Wenn ich also feststellen, dass so eine Platte
nicht zu dem Zweck taugt, zu dem sie offensichtlich ein Vorpächter bestimmt
hat, dann muss ich sie entsorgen. Und da halte ich mich im Kleinen, wie im
Großen an die Vorschriften - weil ich sicher bin, dass man alles Schäden
vermeiden sollte, die man vermeiden kann.

Du kannst gerne Sägespäne, Sand und etwas Altöl zusammenrühren und auf
Deinen Gartenmöbeln verteilen oder mit dem Schwingschleifer ordentlich alte
Eternitplatten aus einem alten Stehpissoire schleifen und im Schleifstaub
den leckeren selbstgezogenen Salat wenden. Ich mache so etwas aber nicht.

Gruß
Bernhard


Herbert Luidolt

unread,
Jun 10, 2002, 6:37:41 AM6/10/02
to

Stephan Romahn schrieb:

> Hallo,
>
> >
> > So pauschal kann man das nicht sagen. Hier in Münster nimmt das
> > Abfallwirtschaftsamt EUR 5,00 für das entsorgen von 2 Blumenkästen aus
> > Eternit.
>
> Ist das denn Asbestzement?? Die Firma Eternit stellt Faserzement her. Früher
> wurden dazu Asbestfasern genommen. Seit etlcihen Jahren schon ist das
> verboten und es werden andere Fasern eingesetzt.
> Die Gleichung Eternit=Asbest kann also nru für ziemlich alte Sachen passen.

Ja so ist es. Die Blumenkästen stammen von ca. 1968. Ob die nun generell
entsorgt werden sollen oder nicht ist lt. Umweltamt eine Eigenentscheidung (was
würdet Ihre machen)?
Die Entsorgung kostet per Tonne EUR 205,00 hier in Münster und ist noch als
günstig zu betrachten.
Gruß, herbert

Walther Hilke

unread,
Jun 10, 2002, 9:54:37 AM6/10/02
to
Vielleicht sollte man es mal in die Abteilung FAQ aufnehmen:


Auch Asbest-Blumenkästen darf man völlig legal über die eigene Mülltonne
entsorgen - wenn es sich um private Haushaltsmengen handelt.


Mir ist keine regionale Abfallsatzung bekannt, die die Entsorgung von
HAUSHALTSMENGEN verbieten würde. Entgegengesetzt, Haushaltsmengen werden dort
ausdrücklich von der Entsorgung als 'Sonderabfall' ausgenommen!


Allerdings ist es keine Pflicht, wer glaubt, etwas für die Umwelt zu tun, wenn
seine Platten gegen zusätzliche Gebühr auf einer Bauschuttdeponie begraben
werden, soll das tun.
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de

G Wolmershaeuser

unread,
Jun 10, 2002, 11:40:07 AM6/10/02
to
Herbert Luidolt schrieb:

>
> Ja so ist es. Die Blumenkästen stammen von ca. 1968. Ob die nun generell
> entsorgt werden sollen oder nicht ist lt. Umweltamt eine Eigenentscheidung (was
> würdet Ihre machen)?
> Die Entsorgung kostet per Tonne EUR 205,00 hier in Münster und ist noch als
> günstig zu betrachten.

Wenn man sich nur um andere Carcinogene mit weitaus größerem
Gefährdungspotenzial (e.g. Bestandteile des Zigarettenrauchs) ähnliche
Sorgen machen würde!
Beste Grüße
G.W.
--
G. Wolmershaeuser
wolm...@chemie.uni-kl.de

0 new messages