Hallo,
> gibt es ein (umfangreiches) Wörterbuch, das auch die Aussprache
> (Betonung) von lateinischen Pflanzennamen angibt? Auch bei Anwendung
Wenn Du etwas Geld investieren willst: ZANDER (Ulmer Verlag).
Das dürfte auch der angesprochene DUDEN der Pflanzennamen sein. :-)
michael
da hat der Kollege Wolfaber nciht gesagt, daß das Buch ZANDER ,
Handwörterbuch der pflanzennamen (oder so ähnlich ,Ulmer Verlag) heißt.
Nicht jeder ist so gärtnerisch hoch gebildet wie wir ;-))) und weiß, was DER
ZANDER ist.
> Das dürfte auch der angesprochene DUDEN der Pflanzennamen sein. :-)
So isses!!
Bezüglich der Frage zur Aussprache: "Botanisch" ist keine Fremdsprache und
klingt gesprochen so wie gelesen ;-))
Gruß
Stephan
--
Dipl.- Ing. Stephan Romahn
Garten- und Landschaftsarchitekt
----> www.sr-gruenhaus.de
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----> Dachbegrünung für Selbermacher und Infos zur Bauwerksbegrünung <----
----> Know how, Baumaterial und Pflanzen
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>Bezüglich der Frage zur Aussprache: "Botanisch" ist keine Fremdsprache und
>klingt gesprochen so wie gelesen ;-))
>Gruß
>Stephan
Hallo Stephan,
ebend;-)
Sie fußt zwar auf Latein, hat sich aber selbständig weiterentwickelt gemäß
den jeweiligen Entdeckungen und Forschern.
Wenn man die Namen schön langsam den Silben nach liest, kann man nicht viel
falsch aussprechen. So kriege ich tatsächlich meinen
Mammutbaum(Meta-sequoi-a glyptro-stro-bo-ides) über die Lippen;-)
Viele Grüße
Dieter
eben doch, denn die Betonung der einzelnen Silben kann man nicht immer erahnen.
Und so widmet der Zander denn auch drei seiner knapp 1000 Seiten den Aussprache
und Betonungsregeln. Wobei die Betonung der Vokale denen im lateinischen
entspricht. In den älteren Ausgaben wurde die Betonung der Silben bei jedem Namen
vermerkt, wobei die betonte Silbe in der Regel kurz gesprochen wird. Die neueste
Ausgabe verzichtet auf die Betonungsangaben bei den Pflanzennamen. Weiß jemand
warum?
Wenn auch die unterschiedliche Betonung der Silben vielen unnötig erscheint, im
lateinischen gibt es da eben kleine aber feine Unterschiede (so ist z.B. ápis die
Biene und àpis der Stier). Und auch im Deutschen wird da ja fein unterschieden so
zum Beispiel 'Gründung' mit langen oder mit kurzen ü oder úntergraben und
untergráben.
Alle Vokale werden zudem getrennt gesprochen. Also Acaena nicht Acäna sondern
Aca-ena oder leianthus eben le-i-anthus.
Für die Konsonanten gibt es eine ganze Reihe von Regeln:
1. C vor ae,e,i,oe oder y wie Z, sonst wie k
2. Sch in rein griechischen Wörtern wie sk, in lateinischen wie sch.
3. Ti bleibt immer ti, wird also nie wie zi gesprochen, also Gentiana nie
Genziana
4. gu, qu und su vor Vokalen immer wie gw, quw oder sw
5. V immer als w
6. Alle Doppelkonsonanten immer als zwei Laute, also Scilla immer wie Szil-la.
Man kann es jedoch auch übertreiben. Es mag den ein oder andern 'Experten'
geben, der auf eine korrekte Aussprache besteht (was ich mit Verlaub für ziemlich
überheblich halte). Da muß dann Acer campestre eben Ázer kampéstre ausgesprochen
werden und wenn nicht, so wird bestenfalls umgehend und oberlehrerhaft verbessert.
Unsereins ist doch schon froh, wenn Koniferen nicht zu Konfitüren mutieren.
Mit besten Grüßen, Martin von akelei.de
--
http://www.akelei.de Pflanzen online
--
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NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
hallo,
sind die bei dir so streng??? :-)
frei nach duden ist richtig, was die mehrheit falsch macht. da gibt es dann
bestimmt viele regionale besonderheiten etc. vielleicht lassen sich sogar
deutlich unterarten abtrennen - da könnten sich sprachforscher/innen
bestimmt lange austoben...
>Dennoch, gibt es also so etwas wie den DUDEN der Pflanzennamen?
da 'der zander' schon erwähnt wurde, zitiere ich aus meiner seite
http://www.planten.de/bestimmungsliteratur.html
Zander,Robert, Erhardt,Walter, Götz,Erich, Bödeker,Nils: Handwörterbuch der
Pflanzennamen. Dictionary of Plant Names. Dictionnaire des Noms de Plantes.
Preis: DM 78,00. EUR 39,88. Gebundene Ausgabe - 990 Seiten (2000) Ulmer,
Stgt.; ISBN: 3800150808. Wenn es um die (korrekten) Namen von Pflanzen geht,
taucht fast immer der Name 'Zander' auf und er hat diesbezüglich einen
legendären Ruf. Für Menschen, die entsprechend spezifisch arbeiten,
unverzichtbar. mehr zu diesem buch:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3800150808/okologischergart
namensgebung ist eher ein prozess - für dessen diskussion neben botanischem
wissen auch eine menge literatur benötigt wird. beispielhaft für einen
namensgebungs-diskurs könntest du den diskussionsstrang 'Aconitum
septentrionale' im gartenlandschaftsforum
http://www.planten.de/forum
lesen.
gruss
--
andreas regner
http://www.planten.de
Hallo G.W.,
> gibt es ein (umfangreiches) Woerterbuch, das auch die Aussprache
> (Betonung) von lateinischen Pflanzennamen angibt?
Anscheinend "NEIN". . .
> Dennoch, gibt es also so etwas wie den DUDEN der Pflanzennamen?
. . wie der Duden der Pflanzennamen, der ZANDER in seiner 13. Aufl.
von 1984 (Ulmer-Verlag) auf S.10-11 unter "Betonungsregeln" bedauert
-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd
> G Wolmershaeuser <wolm...@chemie.uni-kl.de> writes:
>
> Hallo,
>
> > gibt es ein (umfangreiches) Wörterbuch, das auch die Aussprache
> > (Betonung) von lateinischen Pflanzennamen angibt? Auch bei Anwendung
>
> Wenn Du etwas Geld investieren willst: ZANDER (Ulmer Verlag).
> Das dürfte auch der angesprochene DUDEN der Pflanzennamen sein. :-)
... und wenn Du etwas weniger Geld investieren willst, schau mal nach
Jenssen / Schulze
Botan. Wörterbuch für Gärtner und Floristen
Verl. M.& H. Schaper, Alfeld-Hannover
Das hat vor 10 Jahren um die 20.- gekostet, und weils in Berufsschulen
benutzt wird, dürfte es auch noch im Druck sein.
Die Bot. Namen sind mit Akzenten versehen (betonte Silbe akzentuiert)
was im neuen Zander wohl fehlt, dazu die Dt. Übersetzung und die
Familie, wieder Botanisch.
Im Anhang ein 30seitiges lat-/gr. Wörterbuch, damit Du lernst, daß
acutiflórus "spitzblütig" und zebrínus "mit Zebrastreifen" heisst.
Falls Du Pflanzen bestimmen willst (vorsicht: Wissenschaft!) schau Dir
mal Floren an wie Oberdorfers Pflanzensoziologische Exkursionsflora oder
Fitschen, Gehölzflora oder Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland,
Bd. 3 (Atlasband mit Ueichnungen) - wie gesagt, ist wissenschaftlich,
aber IMHO hast Du davon mehr als vom Zander, zum selben Preis (ich hab
den Zander höchst selten gebraucht, obwohl er ein Standardwerk ist) und
die Akzente sind auch drin.
Aber ich glaube, mit dem billigen Bot. WB bist Du bestens bedient.
Florian
> >Bezüglich der Frage zur Aussprache: "Botanisch" ist keine Fremdsprache
und
> >klingt gesprochen so wie gelesen ;-))
> ebend;-)
> Sie fußt zwar auf Latein, hat sich aber selbständig weiterentwickelt gemäß
> den jeweiligen Entdeckungen und Forschern.
> Wenn man die Namen schön langsam den Silben nach liest, kann man nicht
viel
> falsch aussprechen. So kriege ich tatsächlich meinen
> Mammutbaum(Meta-sequoi-a glyptro-stro-bo-ides) über die Lippen;-)
Da kann aber nur beeindrucken, wenn Du das fleißend auswendig in weniger als
2 Sekunden über die Lippen bringst ;-)))
da habe ich ja während meiner Gärtnerlehre und meines Studiums ganz schön
was verpaßt ;-)))))
Vielleicht bin ich und meine ganze berufliche Umwelt auch außergewöhnlich
talentiert. So kompliziert habe ich das in meinen 20 Jahren als Berufsgrüner
noch nie gesehen...... und jeder hat mein "Botanisch" bis jetzt verstanden
:-)))
> eben doch, denn die Betonung der einzelnen Silben kann man nicht immer
erahnen.
> Und so widmet der Zander denn auch drei seiner knapp 1000 Seiten den
Aussprache
> und Betonungsregeln.
Hab ich noch nicht gewußt.
>Wobei die Betonung der Vokale denen im lateinischen
> entspricht. In den älteren Ausgaben wurde die Betonung der Silben bei
jedem Namen
> vermerkt, wobei die betonte Silbe in der Regel kurz gesprochen wird. Die
neueste
> Ausgabe verzichtet auf die Betonungsangaben bei den Pflanzennamen. Weiß
jemand
> warum?
Weil es halt absolut total überflüssig ist :-))
Und ich wäre froh, wenn diese ollen Nadel- und Friedhofsdinger nicht fast
sämtliche deutsche Gärten verhunzen würden. Friedhof und Weihnachtsbaum geht
ja noch, aber ansonsten stehe ich in der Regel auf "Laubschleudern". Aber
das wäre ein anderes endloses Thema ...
Gruß
--
Hallo,
> >
>
> Falls Du Pflanzen bestimmen willst (vorsicht: Wissenschaft!) schau Dir
> mal Floren an wie Oberdorfers Pflanzensoziologische Exkursionsflora oder
> Fitschen, Gehölzflora oder Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland,
> Bd. 3 (Atlasband mit Ueichnungen) - wie gesagt, ist wissenschaftlich,
> aber IMHO hast Du davon mehr als vom Zander, zum selben Preis (ich hab
> den Zander höchst selten gebraucht, obwohl er ein Standardwerk ist) und
> die Akzente sind auch drin.
Während dem Studium sind wir öfters mit dem SCHMEILL/FITSCHEN (Ich glaub das
Heißt Floar von Deutschland oder so ähnlich?) durch die Botanik gepirscht.
Anders als in der Fitschen Gehölzflora ist da auch das ganze krautige
Gewächs drin verzeichnet.
Der Oberdorfer war auch ein Standarwerk. Beide aber eher zur
Pflanzenbestimmung als zum Nachschlagen von Namen und Synonymen.
Gruß
Hallo Stephan,
du brauchst nur jeden Tag durch deinen Garten zu gehen und jede einzelne
Pflanze mit ihrem "richtigen" Namen freundlich zu begrüßen;-)
Übrigens: Die Metasequoia... verliert nun ihre Nadeln. Dann steht da ein
kahler, rotholziger - immer noch - schöner Baum. Den prägt man sich
besonders gut ein;-)
Viele Grüße
Dieter
Hallo Konrad,
du siehst es richtig, ich hatte mich nur nicht präzise genug ausgedrückt;-)
Aber auch diese verrotten recht gut, ich lasse sie darunter einfach liegen.
Und dem darunter wachsenden Bodendecker(Vinca major) scheint es gut zu
bekommen, der Boden könnte vielleicht allmählich etwas sauer werden. Aber
was kann die Vinca alle aushalten, besonders die V. major - oder irre ich
mich da;-)
Direkt mal in meine schlauen Bücher gucken;-)
Viele Grüße
Dieter
Leider, ich dachte auch der "Zander" hätte die Betonung angegeben und
hatte ihn in der Buchhandlung schon auf den Ladentisch gelegt, als mir
der Mangel in der neuesten Auflage aufgefallen ist. (Verkauft jemand
seinen alten?)
..............
> Man kann es jedoch auch übertreiben. Es mag den ein oder andern 'Experten'
> geben, der auf eine korrekte Aussprache besteht (was ich mit Verlaub für ziemlich
> überheblich halte).
Ich erlebe eher das Gegenteil. Wenn ich z.B. in einer Baumschule nach
ClEmatis frage kommt prompt die Gegenfrage :meinen Sie ClemAtis?
Hallo Dieter,
das sagt noch nichts über die Betonung der einzelnen Silben aus.
Allerdings läßt dieses Beispiel nicht viel Interpretationsspielraum.
Ganz nebenbei ist das ein Paradebeispiel für die Ungenauigkeiten der
deutschen Trivialnamen für Pflanzen.
Metasequoia glyptostroboides kenne ich als "Urweltmammutbaum"
Sequoia sempervirens ist der (Küsten-)"Mammutbaum"
und Sequoiadendron giganteum oder Wellingtonia gigantea die
Wellingtonie oder evtl. auch der (Riesen)"Mammutbaum"
Ich hoffe genügend Verwirrung gestiftet zu haben.
Hallo Florian,
ich habe nachgesehen, das gibt es heutzutage für DM 24,--
Wie umfangreich ist denn das Werk? Finde ich dort z.B. auch
Rhododendron cinnabarinum oder calophytum oder Iris pseudacorus oder
...?
> Falls Du Pflanzen bestimmen willst (vorsicht: Wissenschaft!) schau Dir
> mal Floren an wie Oberdorfers Pflanzensoziologische Exkursionsflora oder
> Fitschen, Gehölzflora oder Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland,
> Bd. 3 (Atlasband mit Ueichnungen) ...........
Klingt für mich so, als ob dort nur die heimischen Gewächse aufgeführt
sind?
[Botan. Wörterbuch für Gärtner und Floristen]
>
> Hallo Florian,
> ich habe nachgesehen, das gibt es heutzutage für DM 24,--
> Wie umfangreich ist denn das Werk? Finde ich dort z.B. auch
> Rhododendron cinnabarinum oder calophytum oder Iris pseudacorus oder
> ...?
Wörtlich nicht. Aber: im Anhang "Artbezeichnungen mit Übersetzung"
folgendes:
cinnabárinus: zinnoberrot
calophytus (-um) fehlt leider, ich würds wohl auf dem y betonen,
peudácorus Kalmusartig, falscher Kalmus
Umfangreich ist es nicht, 150 S., aber wie Du siehst steht doch ne Menge
drin. Ich hatte allerdings Deine Forderung "(umfangreiches) Wörterbuch
überlesen, wollte nur eine Zander-Alternative aufzeigen, Du müßtest es
aber in einer ordentlichen Buchhandlung "zur Ansicht" bestellen können.
>
> > Falls Du Pflanzen bestimmen willst (vorsicht: Wissenschaft!) schau Dir
> > mal Floren an wie Oberdorfers Pflanzensoziologische Exkursionsflora oder
> > Fitschen, Gehölzflora oder Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland,
> > Bd. 3 (Atlasband mit Ueichnungen) ...........
>
> Klingt für mich so, als ob dort nur die heimischen Gewächse aufgeführt
> sind?
Nicht unbedingt. Häufigere Gartengewächse (?) und bes. bei den
Gehölzfloren wirklich fast alles was bei uns wächst kannst Du drin
finden.
Ich hab in einem Park hier um die Ecke (München - Obergiesing) einen
ulmenähnlichen Baum gefunden, den ich mittels Fitschens Gehölzflora
dann als Zelkova serrata identifiziert hab, hatte ich noch nie gehört,
hat keine der großen Baumschulen im Sortiment...
zu den Rhodos: Spezialgebiet -> Spezialliteratur, Fitschen zählt 60
Arten auf, (also: nicht nur die drei heimischen) aber "Deine" sind nicht
dabei... Also: Berg/Heft, Rhododendren und Immergrüne Laubgehölze, Ulmer
Verlag, mit 128.- bist Du dabei. Oder: Kataloge sammeln (war für uns
Lehrlinge und später Studenten eh die billigere Möglichkeit)
Aber wie gesagt, vielleicht bist Du mit dem Zander besser bedient, v.
wg. umfangreich. Vielleicht findest Du eine ältere Ausgabe antiquarisch
und mit den mittlerweile wohl abhanden gekommenen (hab ich das richtig
verstanden?) Betonungsakzenten...
Grüsse
Florian
Hallo Anni,
die beiden sind so ähnlich wie z.B. Fichte und Lärche;-)
Allein der d e u t s c h e Name sorgt für Verwechslung.
Die Metasequoia kommt aus China, verliert im Herbst die Nadeln, und diese
stehen ähnlich wie bei einer Tanne geordnet.
Die Sequoiadendron(Sumpfzypresse) kommt aus den USA, behält die Nadeln, und
diese sind ähnlich wie beim Wacholder schuppenartig.
Bliebe höchstens der etwas ähnliche Wuchs, aber die Metasequoia wird
wesentlich höher - wahrscheinlich bei uns bis 40 m, was ich nicht mehr
erleben werde;-)
Die Metasequoia ist wesentlich anspruchsloser, wächst viel schneller und vor
allem ist sie frosthärter. Deswegen habe ich auch diese gepflanzt,
abgesehen, dass ich ihre ganz weichen Nadeln mag, die ich leider im Winter
nicht genießen kann;-)
Viele Grüße
Dieter
> die beiden sind so ähnlich wie z.B. Fichte und Lärche;-)
> Allein der d e u t s c h e Name sorgt für Verwechslung.
> Die Metasequoia kommt aus China, verliert im Herbst die Nadeln, und diese
> stehen ähnlich wie bei einer Tanne geordnet.
> Die Sequoiadendron(Sumpfzypresse) kommt aus den USA, behält die Nadeln,
und
> diese sind ähnlich wie beim Wacholder schuppenartig.
meine Sumpfzypresse wirft auch ihre Nadeln ab und zwar genau in der Art wie
beschrieben, auch die Neuaustriebe fallen teils ab. Leider habe ich den
botanischen Namen meines Baumes nicht behalten, aber in einem Buch wird die
Sumpfzypresse als "Taxodium distichum" bezeichnet. Meine Schwester hat
übrigens den gleichen Baum wie du ihn hast und wir wundern uns immer wieviel
Ähnlichkeit unsere beiden Bäume doch miteinander haben. Meine Sumpfzypresse
wächst auch keineswegs im Sumpf sondern eher an einem trockenen Plätzchen
und ist auch nicht frostempfindlich, denn sie steht schon im 11. Jahr und
ist schon sehr hoch gewachsen. Die Wuchsform würde ich allerdings als etwas
schlanker bezeichnen. Die abgefallenen Zweiglein sind leuchtend hellbraun
bis gelbbraun.
> Bliebe höchstens der etwas ähnliche Wuchs, aber die Metasequoia wird
> wesentlich höher - wahrscheinlich bei uns bis 40 m, was ich nicht mehr
> erleben werde;-)
> Die Metasequoia ist wesentlich anspruchsloser, wächst viel schneller und
vor
> allem ist sie frosthärter. Deswegen habe ich auch diese gepflanzt,
> abgesehen, dass ich ihre ganz weichen Nadeln mag, die ich leider im Winter
> nicht genießen kann;-)
Es wäre schön, wenn jemand dieses Wirrwarr aufklären könnte.
Herzliche Grüße, Anni Ostermann.
>Alle Vokale werden zudem getrennt gesprochen. Also Acaena nicht Acäna
>sondern Aca-ena
AFAIK spricht man das acäna aus, ebenso wie spiräa (spiraea) uva.
gruß gabriele
--
http://www.garten-infos.de (private homepage 30.11.00)
>Wenn ich z.B. in einer Baumschule nach
>ClEmatis frage kommt prompt die Gegenfrage :meinen Sie ClemAtis?
theorie und praxis. ;-)
deshalb bringt es auch nichts, "den" zander o.ä. zu kaufen.
OT:
wenn ich im zweifelsfall keinen gärtner fragen kann, schlage ich
einfach einen ton an, bei dem keiner wagt, einen zu verbessern. :o)
=>ich habe das von meinem genialen gatten gelernt, der beispielsweise
bei verhandlungen mit amerikanischen kunden sogar statt der ihm
unbekannten englischen fachausdrücke einfach das deutsche wort mit
amerikanischem akzent ausspricht! :-)
frechheit siegt. ;-)
BTW: bereits zu meiner zeit wurde in der schule gelehrt, dass alle c
wie k auszusprechen sind, also ist "szilla" usw. schon seit mehr als
einem vierteljahrhundert überholt...
Gabriele Jesdinsky <po...@jesdinsky.com> wrote:
>On 10 Nov 2000 21:57:35 +0200, "Martin Endrich" <in...@akelei.de>
>wrote:
>
>>Alle Vokale werden zudem getrennt gesprochen. Also Acaena nicht Acäna
>>sondern Aca-ena
>
>AFAIK spricht man das acäna aus, ebenso wie spiräa (spiraea) uva.
>
Dass man das so ausspricht, muss ja noch lange nicht heißen, dass es auch
richtig ist. Und die Ausspracheregeln sind da eindeutig und auch nicht auf dem
'Mist' des Zander gewachsen.
Wo 'ae' steht wird botanisch korrekt 'a-e' gesprochen, wo 'ei' steht
konsequenterweise 'e-i'. Das mag jetzt fürchterlich kleinlich klingen, aber wenn
schon, denn schon.
Die Sache mit dem 'c' ist doch auch ganz eindeutig: Vor ae, i, oe und y wie z,
sonst wie k. Also Szilla!
Im übrigen hat der Zander in seiner neuesten Auflage eh schon kapituliert.
Zitat: "Im täglichen gärtnerischen Gebrauch ist gegen die Annäherung an unsere
Umgangssprache kaum etwas einzuwenden (...) die Konzession gemacht worden, die
Umlaute ae, oe, ue usw. als einen einzigen Vokal zu werten. Wie bereits im
Vorwort gesagt wurde, ist dies einer der Gründe, auf die Betonungszeichen in
diesem Buch zu verzichten, denn bewirkt haben sie bislang nicht viel."
Die Ausgangsfrage lautete sinngemäß, ob es Ausspracheregeln für botanische Namen
gibt. Es gibt sie und ich habe sie in meinem Beitrag vorgestellt.
Mit freundlichen Grüßen, Martin
Hallo Konrad,
ich habe verschiedene Lateinlehrer gehabt. Aber darin waren sich alle einig:
acricolae mit "ä" gesprochen. Deswegen kriegen meine Pflanzen auch alle ein
"ä" verpasst;-)
Wäre interessant, was die Botaniker im Studium vermittelt bekommen,
fragt Dieter
>Wäre interessant, was die Botaniker im Studium vermittelt bekommen,
genau dasselbe wie die Gärtner: ä statt a-e
- jedenfalls in der FU Berlin; in Bayern oder so könnte das natürlich
durchaus auch anders gehandhabt werden. ;->
Gruß Gabriele
--
http://www.garten-infos.de (private homepage 03.12.00)
alle bayern können fließend hochdeutsch. du musst nur, wenn dich ein
bayer anspricht, z.b. auf niederländisch antworten. klappt immer.
(holger spielmann in de.alt.folklore.usenet)
>>Wo 'ae' steht wird botanisch korrekt 'a-e' gesprochen,
>Ist jetzt "botanische Aussprache" was anderes als lateinische
>Aussprache?
Eben nicht.
Da hatte dann wohl Herr Zander gerade im Unterricht gefehlt, als die
Diphthonge durchgenommen wurden. ;-))
Frag ja nur - sieht irgendwie so aus . . .
Johann
>Also, ihr habt Probleme!
>Habt ihr Probleme?
<grins>
Wir *haben* keine Probleme, wir *lösen* sie. :-)
Wissenschaft ist das Versessensein auf das Finden von Unterschieden.
(Hermann Hesse)
Auch wenn sich der überwiegende Teil der Menschheit mit
Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung und Big Brother Gucken zufriedengibt.