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Johannisbeeren vertrocknen

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Susanne Göttel-Spaniol

unread,
Jul 2, 1999, 3:00:00 AM7/2/99
to
Guten Tag, liebe NewsgrouplerInnen!

In unserer Reihenhaussiedlung tritt folgendes Problem vermehrt auf:
Sowohl an den Blutjohannisbeeren als auch an roten Johannisbeeren
vertrocknen zunächst Blätter, dann ganze Äste, im schlimmsten Fall war
binnen drei Tagen die ganze Pflanze, eine Blutjohannisbeere, hinüber.
Blattflecken kann man keine erkennen, ansonsten erscheinen mit die
Blätter etwas zu hell bei den betroffenen Pflanzen. Weiß jemand Rat ?

Vielen Dank im voraus, Susanne


Gerhard Zahn

unread,
Jul 4, 1999, 3:00:00 AM7/4/99
to
Am Fri, 2 Jul 1999 12:54:15 +0200, schrieb "Susanne Göttel-Spaniol"
<sgoe...@online.de> :


>In unserer Reihenhaussiedlung tritt folgendes Problem vermehrt auf:
>Sowohl an den Blutjohannisbeeren als auch an roten Johannisbeeren
>vertrocknen zunächst Blätter, dann ganze Äste, im schlimmsten Fall war
>binnen drei Tagen die ganze Pflanze, eine Blutjohannisbeere, hinüber.
>Blattflecken kann man keine erkennen, ansonsten erscheinen mit die
>Blätter etwas zu hell bei den betroffenen Pflanzen. Weiß jemand Rat ?

Hallo Susanne,
an dem üppigen Echo magst Du die Ratlosigkeit aller ermessen...:-(

Ich kenne keine Krankheit an Johannisbeeren, die diese spurlos
absterben läßt.

Wenn schon das Holz auch hinüber ging, dann waren da üblicherweise
wenigsten Rotpusteln, die öfter als Sekundärerkrankung, dann aber auch
wieder als eigentliche Schadpilze genannt werden.

Leider gibt's dagegen meines Wissens nichts, was heilt.

Hm. Für heuer ist eh' alles gelaufen.
Ihr könnt Euch bestenfalls mit einer vorbeugenden Austriebsspritzung
und eventuell mehreren Nachblütespritzungen gegen Schadpilze befassen.
Außer allgemein Vorbeugen dürfte da kaum etwas helfen.

Beste Grüße G e r h a r d

R. Schriefers

unread,
Jul 5, 1999, 3:00:00 AM7/5/99
to
Einen Rat zur Abhilfe habe ich leider auch nicht. Ähnliches ist mit mit
Johannisbeeren (rot) auch schon passiert.

Ursache: falsches Gießen
Ich habe einen Strauch, welcher sehr trocken aussah (Neue Pflanze) in der
Mittagssonne kräftig, zwar von unten,ohne die Blätter zu benetzen, gegossen.
Dies hat der Strauch mir Übel genommen und ist wie beschrieben innerhalb
weniger Tage vertrocknet.
Ein Gärtner sagte mir das er diese Reaktion kennt.

Gruß
Ralf

Susanne Göttel-Spaniol schrieb in Nachricht <7li5p3$478$1...@news.online.de>...
>Guten Tag, liebe NewsgrouplerInnen!


>
>In unserer Reihenhaussiedlung tritt folgendes Problem vermehrt auf:
>Sowohl an den Blutjohannisbeeren als auch an roten Johannisbeeren
>vertrocknen zunächst Blätter, dann ganze Äste, im schlimmsten Fall war
>binnen drei Tagen die ganze Pflanze, eine Blutjohannisbeere, hinüber.
>Blattflecken kann man keine erkennen, ansonsten erscheinen mit die
>Blätter etwas zu hell bei den betroffenen Pflanzen. Weiß jemand Rat ?
>

Gerhard Zahn

unread,
Jul 5, 1999, 3:00:00 AM7/5/99
to
Am Fri, 2 Jul 1999 12:54:15 +0200, schrieb "Susanne Göttel-Spaniol"
<sgoe...@online.de> :

Hallo Susanne,


>In unserer Reihenhaussiedlung tritt folgendes Problem vermehrt auf:
>Sowohl an den Blutjohannisbeeren als auch an roten Johannisbeeren
>vertrocknen zunächst Blätter, dann ganze Äste, im schlimmsten Fall war
>binnen drei Tagen die ganze Pflanze, eine Blutjohannisbeere, hinüber.

jetzt habe ich doch den Artikel in Obst & Garten wieder gefunden, der
sich mit dem Problem befaßt:
"Absterbeerscheinungen durch pilzliche Erreger:
Bei Roten und Schwarzen Johannisbeeren und bei Stachelbeeren kommt es
immer wieder zu stärkeren Schäden durch absterbende Triebe bzw.
Sträucher.....

Oft handelt es sich um Befall durch die Rotpustelkrankheit (Nectria
cinnabarina), ein vielfach unterschätzter Holzpilz, der besonders in
den Herbt- und Wintermonaten Sporen bildet und infiziert. Nach
Hagelschlag können verstärkt Infektionen durch diesen Pilz auftreten.

Daneben schädigen häufig auch Botrytis cinerea und Phythophtora spp.

Um die Infektionsgefahr zu verringern und Infektionsquellen
auszuschalten, solange sie noch gut erkennbar sind, sollten
abgestorbene und bereits infizierte Triebe bis ins gesunde Holz
zurückgeschnitten und größere Schnittstellen mit einem
Wundverschlußmittel verorgt werden.

Eine wichtige Rolle bei der vorbeugenden Bekämpfung spielt der
Schnitttermin. Je später der Schnitt, desto größer die
Wahrscheinlichkeit von Infektionen. Deshalb gefährdete Anlagen
unmittelbar nach Vegetationsschluß schneiden. Dabei Zapfenschnitt
möglist vermeiden, befallenes Material aus der Anlage entfernen und
vernichten. Das Verjüngen der gerüstbildenen Haupttriebe nach 3 - 5
Jahren wird empfohlen."

Noch Fragen?

Bernhard Albert

unread,
Jul 6, 1999, 3:00:00 AM7/6/99
to

gerhar...@bnbt.de (Gerhard Zahn ) meinte am 05.07.99 im Brett /DE/
REC/GARTEN zum Thema "Re: Johannisbeeren vertrocknen":

> Eine wichtige Rolle bei der vorbeugenden Bekämpfung spielt der
> Schnitttermin. Je später der Schnitt, desto größer die
> Wahrscheinlichkeit von Infektionen. Deshalb gefährdete Anlagen
> unmittelbar nach Vegetationsschluß schneiden.

Ich bin irritiert. Gerade vom Rotpustelpilz sagte man mir in einem
Kurs, er sei auch noch in den Wintermonaten aktiv und offene Wunden,
des nach Abschluß der Vegetationsperiode fast ungeschützen Gehölzes
sollen Hauptangriffsflächen sein. So könne er gerade in der Zeit
angreifen in dem die Widerstandskräfte des Gehölzes extrem reduziert
seien. Deshalb solle man im zeitigen Frühjahr schneiden, aber solange
es noch kräftig kalt ist (bis um den Gefrierpunkt herum). Vorbeugend
könne man auf die Schnittflächen noch ein Fungizid streichen, hier
genüge z.B. ein Kupferpräparat.

Ein späterer Schnitt also bereits zu Beginn der Vegetationsperiode sei
natürlich dann auch schon wieder ungünstig, weil daß das Gehölz so
belaste, daß es wiederum geringere Abwehr gegen den Pilz mobilisiert.

Alternativ zum Frühjahrsschnitt wurde ein behutsamer Schnitt nach der
Ernte vorgeschlagen.

> Das Verjüngen der gerüstbildenen Haupttriebe nach
> 3 - 5 Jahren wird empfohlen."

Was sich bei Zucht auf Stämmchen oder am Spalier, also mit älteren und
längeren Ruten kaum realisieren läßt

Grüße
Bernhard

Wolfgang Broeker

unread,
Jul 6, 1999, 3:00:00 AM7/6/99
to
Bernhard Albert schrub:

> Gerade vom Rotpustelpilz sagte man mir in einem Kurs, er sei
> auch noch in den Wintermonaten aktiv und offene Wunden, des
> nach Abschluß der Vegetationsperiode fast ungeschützen Gehöl-
> zes sollen Hauptangriffsflächen sein.

Nach meinen eigenen Erfahrungen ist der Rotpustelpilz ein
Schwächeparasit, der auf gesunden Sträuchern keine Chance
hat. Er hat bei uns eine Aprikose dahingerafft, die von
Beginn an kränkelte und vermutlich hier den falschen Stand-
ort hatte. Ansonsten haben wir ihn an einer alten Parkbank
aus Holz und an jeglichem Holz, das irgendwo herumliegt.
Er ist also durchaus vorhanden, läßt unsere kräftigen
Johannisbeerensträucher jedoch völlig unangetastet.

Im übrigen bezweifele ich, daß eine Pilzinfektion einen
holzigen Strauch in wenigen Tagen komplett zur Welke und
zum Absterben bringen kann. Solche Effekte gibt es bei-
spielsweise bei Wühlmäusen, aber das hätte der Frage-
steller vermutlich bemerkt, oder?

Gruß - Wolfgang

--
*** Don't Call Us, We'll Call You ***
*** Tue, 06 Jul 1999 16:42 +0200 ***

Bernhard Albert

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to

wolf...@broeker.com (Wolfgang Broeker ) meinte am 06.07.99 im Brett
/DE/REC/GARTEN zum Thema "Re: Johannisbeeren vertrocknen":

> Im übrigen bezweifele ich, daß eine Pilzinfektion einen
> holzigen Strauch in wenigen Tagen komplett zur Welke und
> zum Absterben bringen kann.

Stimmt - ich bin auch nur auf die Antwort mit dem Rotpustelpilz
eingegangen, die Ursache kann das kaum sein.

> Solche Effekte gibt es beispielsweise bei Wühlmäusen, aber
> das hätte der Fragesteller vermutlich bemerkt, oder?

Ob nur beispielsweise, weiß ich nicht mal - ich hätte bei der
Geschwindigkeit des Absterbens ohne vorhergehende deutliche
Warnsignale auch ausschließlich auf verschwundene Wurzeln oder
schlagartig abgestorbene Wurzeln gesetzt.

Da gibt es wohl kaum mehr als Wühlmäuse und Gift.

Grüße
Bernhard

Gerhard Zahn

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Am Tue, 06 Jul 1999 01:00:00 +0000, schrieb
B.Al...@LINK-F.rhein-main.de (Bernhard Albert) :

Hallo Bernhard,


>> Eine wichtige Rolle bei der vorbeugenden Bekämpfung spielt der
>> Schnitttermin. Je später der Schnitt, desto größer die
>> Wahrscheinlichkeit von Infektionen. Deshalb gefährdete Anlagen
>> unmittelbar nach Vegetationsschluß schneiden.
>
>Ich bin irritiert.

das tut manchmal ganz gut...:-)


>Gerade vom Rotpustelpilz sagte man mir in einem
>Kurs, er sei auch noch in den Wintermonaten aktiv und offene Wunden,

>des nach Abschluß der Vegetationsperiode fast ungeschützen Gehölzes
>sollen Hauptangriffsflächen sein. So könne er gerade in der Zeit
>angreifen in dem die Widerstandskräfte des Gehölzes extrem reduziert
>seien.

Hm. Vor Jahren noch galt der Rotpustelpilz als total ungefährlich,
weil er sich gefälligst nur mit bereits totem Holz zu beschäftigen
hatte....
Irgendwie habe ich aber dazu einige Notizen in Erinnerung, die
heutzutage die Rotpusteln nicht mehr als Sekundärbefall einstufen,
sondern lauthals vor dem Zeugs warnen.
Nix gewisses scheint man nicht zu wissen....
Wenn mir dazu noch etwas in die Finger kommt, schrei ich nochmal.
Aber an Rotpustelbefall glaubst Du bei dem gemeinsamen Abgang von
Johannisbeeren ja ohnehin nicht....:-)


>> Das Verjüngen der gerüstbildenden Haupttriebe nach


>> 3 - 5 Jahren wird empfohlen."
>
>Was sich bei Zucht auf Stämmchen oder am Spalier, also mit älteren und
>längeren Ruten kaum realisieren läßt

Leider ist das so.
Oder hat mit der "Verjüngung" von Beerenstämmchen jemand positive
Erfahrungen?

Gerhard Zahn

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Am Tue, 06 Jul 1999 18:32:10 +0200, schrieb Wolfgang Broeker
<wolf...@broeker.com> :

Hallo Wolfgang,


>Nach meinen eigenen Erfahrungen ist der Rotpustelpilz ein
>Schwächeparasit, der auf gesunden Sträuchern keine Chance
>hat. Er hat bei uns eine Aprikose dahingerafft, die von
>Beginn an kränkelte und vermutlich hier den falschen Stand-
>ort hatte.

hm und wenn sie doch von Anfang an Rotpusteln hatte?

Nach allen Literaturstellen früherer Jahre wurden Rotpusteln nicht
einmal als Schwächeparasit eingestuft. Es hieß immer, er befalle nur
bereits abgestorbenes Holz.
In letzter Zeit wird immer häufiger davor gewarnt....

>Ansonsten haben wir ihn an einer alten Parkbank
>aus Holz und an jeglichem Holz, das irgendwo herumliegt.
>Er ist also durchaus vorhanden, läßt unsere kräftigen
>Johannisbeerensträucher jedoch völlig unangetastet.

Hoffentlich bleibt das so.
Also ich lasse kein Holz mit Rotpusteln im Garten liegen.
Das muß weg. Sicher ist sicher.

>Im übrigen bezweifele ich, daß eine Pilzinfektion einen
>holzigen Strauch in wenigen Tagen komplett zur Welke und
>zum Absterben bringen kann.

Da habe ich eine andere Erfahrung machen müssen:
Meine Viktoriapflaume war gerade schön aufgebaut und hatte angefangen
zu tragen. Die Krone hatte in etwa drei erkennbare Etagen von
Leittrieben.
Dann ging's los. Der Baum trieb im Frühjahr von unten bis oben
makellos aus und als die ersten Blätter in etwa voll ausgebildet
waren, ließen die der obersten Etage von einem Tag zum anderen die
Flügel hängen und wurden dürr.
Mir viel als Sofortmaßnahme nichts besseres ein, als den Mitteltrieb
und die befallenen Seitenäste wegzunehmen. Der übrige Baum blieb fit
und fruchtete auch.
Im nächsten Jahr nach dem Austrieb wiederum von einem Tag zum anderen
dieselbe Erscheinung mit der Mitteletage....:-(
Da gab's nur noch Pflaumen vom Erdgeschoß und es blieb ein Hochstamm
mit drei Leitästen und einer sehr hohlen Hohlkrone....:-(

Ich weiß nicht, ob die Wundverschließerei oder einige
Fungizidspritzungen etwas bewirkt haben. Aber seither ist Ruhe und ich
habe wieder eine Krone aufgebaut, die zwar etwas eigenwillig aussieht,
den Baum aber nicht davon abhält, heuer vor Fruchtbehang wie eine
Trauerweide dazustehen.

Ich kann mir in diesem Fall nur vorstellen, daß ein Pilz die
Leitungsbahnen irgendwann zugemacht hat. Ob sich an dem Holz
Rotpusteln ausgebildet hätten, weiß ich nicht, denn ich habe alles
abgestorbene Astwerk schleunigst aus dem Garten entsorgt.

Ähnlich schnell geht übrigens das Absterben ganzer Astpartien und dann
des ganzen Baumes an Ulmen, wenn der Splintkäfer seinen Hauspilz
eingeschleppt hat.

>Solche Effekte gibt es bei-
>spielsweise bei Wühlmäusen, aber

nicht gleich im ganzen Dorf....:-)

sandrab...@gmail.com

unread,
Jun 21, 2019, 2:48:14 PM6/21/19
to
Vielleicht habt ihr Wühlmäuse

Dorothee Hermann

unread,
Jun 21, 2019, 9:05:27 PM6/21/19
to
Am 21.06.19 20:48 schrieb Sandra Boegner27 at gmail com:
> Am 02.07.1999 schrieb Susanne Göttel-Spaniol:
^^^^^^^^^^^^^
>> ... vertrocknete Johannisbeerensträucher ...

https://groups.google.com/forum/#!search/Johannisbeeren$20vertrocknen/de.rec.garten/ID39z8-ZOXk/A9HXF_WNBgAJ


> Vielleicht habt ihr Wühlmäuse


*seufz*
Schon *vor fast zwanzig Jahren* wurde etwas Ähnliches angedacht - nicht
gelesen?


Dorothee

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 22, 2019, 5:05:55 AM6/22/19
to
Wenigstens konnte man mal wieder was von Gerhard Zahn lesen! ;-)
Das war es doch schon wert, oder?

btw: Was machen eigentlich deine bayrischen Nachbarn? Fast die gesamte
Münchner Gang (Andy, Susanne, Peter ...) hüllt sich in Schweigen! Gibt's
München noch? Hier fehlt was!

--
Gruß,
Kalle

- Vögel und andere Viecher -
Feldsperlinge im Designer-Nistkasten III:
https://youtu.be/GWwuWv98l54

Dorothee Hermann

unread,
Jun 22, 2019, 6:37:17 AM6/22/19
to
Am 22.06.19 um 11:05 schrieb Karl-Heinz Rekittke:

> Wenigstens konnte man mal wieder was von Gerhard Zahn lesen!
> ;-)
> Das war es doch schon wert, oder?

Sicher. Es gibt so einige Namen, deren Beiträge ich sehr gern lese - ob
nun wegen ihres Fachwissen und der Art, etwas näher zu bringen - oder
wegen ihres kleinen, spitzfindigen Humors. Intelligenz gepaart mit
Höflichkeit und einer guten Portion Einfühlungsvermögen lässt sich nicht
erlernen - die hat man!

> btw: Was machen eigentlich deine bayrischen Nachbarn? Fast die
> gesamte Münchner Gang (Andy, Susanne, Peter ...) hüllt sich in
> Schweigen!
Andy schrieb ich an und er hat wohl Schwierigkeiten mit seinem PC, ich
hoffe, er wird damit fertig.
Viele werden urlaubsmäßig, gartentechnisch, mit sich selbst, usw.,
beschäftigt sein.
Vielleicht liest dann doch der eine oder andere sporadisch hier mit,
bekommt wieder Lust sich zu beteiligen (auch mit genialen Fotos) ;-)?!
Wär schon schön!

> Gibt's München noch? Hier fehlt was!

Ich bin sehr, sehr selten in München (Hermes Parfum kaufen, aber
interessiert ja in der d.r.g nicht) ;-), ansonsten läuft das normale
(Garten)leben so gut und schön vor sich hin.
Ich wusele immer noch in meinen beiden kleinsten kleinsten Stückchen
Garten am Haus herum, die "erretteten" Pflanzen (zum Wegwerfen
ausgesondert in Geschäften, etc.) haben entweder einen schönen
Lebensabend (!) bei mir, oder werden tatsächlich größer, blühen und wenn
zu groß, werden wieder Stecken eingesetzt.
Im Herbst, bzw., zeitigen Frühjahr hatte ich versäumt, den Liguster zu
beschneiden. Nun lebe ich z.Zt. mit einer nasenbetäubenden Duftwolke -
vor allem, wenn es in der Nacht etwas geregnet hat - und dann die Luft
so dampfig ist. Bah!
Und ich habe (hier war alles sehr steril, akurat und furchtbar
abgezirkelt), an einer kleinen Seite des
Moosgänseblümchenwegerich-Rasens wunderschöne Minze, wilde Mohnblumen,
Brennesselartiges und dadurch viele Vögel, Insekten und Falter, und
"der" Igel (?) ist auch wieder da. Freut mich ganz doll!
Schnecken hab ich hier auch, aber nur die mit dem
Minihäuschen, nicht die nackten.
Petersilie: Ich erwähnte mal, dass aus dem Samentütchen auch
"kerbelsartiges" hervorgegangen ist. Wurde und wird alles verarbeitet
(auch eingefroren), und die Persilie hat sich durchgesetzt. Ein paar
Zweige blühen jetzt, ob das gut oder schlecht ist, weiß ich noch nicht.


"Spinner" und andere Tiere:
Zwar wurde hier für die Gegend schon letztes Jahr gewarnt, aber jetzt
wurden die Eichenprozessionsspinner in größerer Zahl gesichtet
https://www.sdw.de/waldwissen/verhalten-im-wald/eichenprozessionsspinner/index.html

http://www.donau-ries.de/Dox.aspx?docid=51d45673-537a-4853-bea8-e205f6086bef&orgid=887321d5-6cac-4d2e-960f-29be69e5e083

Vor so etwas habe ich schon meine Ängste, denn ich achte beim Laufen
oder mit Hund nicht so darauf und mich gruselt bei dem Gedanken, damit
in Berührung zu kommen.

Aber "im nördlicheren Teil" Deutschlands es schlimm sein?
https://www.wn.de/Muensterland/3835935-Raupen-Plage-Eichenprozessionsspinner-wird-zum-Mega-Problem


Hast Du da schlechte Erfahrungen gemacht?
(Ich hab deshalb den Betreff mal geändert)

BtW: Wie geht es Deiner Katze? Lange keine Fotos mehr gesehen. ;-)


Dorothee

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 22, 2019, 8:15:07 PM6/22/19
to
Am 22.06.2019 um 12:37 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 22.06.19 um 11:05 schrieb Karl-Heinz Rekittke:
>
>> Wenigstens konnte man mal wieder was von Gerhard Zahn lesen! ;-)
>> Das war es doch schon wert, oder?
>
> Sicher. Es gibt so einige Namen, deren Beiträge ich sehr gern lese -
> ob nun wegen ihres Fachwissen und der Art, etwas näher zu bringen -
> oder wegen ihres kleinen, spitzfindigen Humors. Intelligenz gepaart
> mit Höflichkeit und einer guten Portion Einfühlungsvermögen lässt
> sich nicht erlernen - die hat man!

Die hat man zu haben! ;-)

>> btw: Was machen eigentlich deine bayrischen Nachbarn? Fast die
>> gesamte Münchner Gang (Andy, Susanne, Peter ...) hüllt sich in
>> Schweigen!

> Andy schrieb ich an und er hat wohl Schwierigkeiten mit seinem PC,
> ich hoffe, er wird damit fertig.

Ich hatte ihm gestern auch noch geschrieben und er hat sofort
geantwortet. Ja, mit einem neuen PC ist erst einmal alles ganz anders
... obwohl doch eigentlich alles *noch* einfacher werden sollte.
Ähnliche Erfahrungen habe ich gerade mit dem Smartphone gemacht (Galaxy
J5 auf S9+). Jetzt, nach drei Wochen, ist wirklich vieles einfacher -
aber ich habe auch oft geflucht. Andy kommt auf jeden Fall zurück, es
bleibt ihm nur zu wünschen, dass er den Absprung von seinem KNode
irgendwie schafft.

> Viele werden urlaubsmäßig, gartentechnisch, mit sich selbst, usw.,
> beschäftigt sein.

Bei Peter kann man wenigstens in seiner HP nachschauen, um dann
festzustellen, dass es ihm gut geht.

> Vielleicht liest dann doch der eine oder andere sporadisch hier mit,
> bekommt wieder Lust sich zu beteiligen (auch mit genialen Fotos)
> ;-)?!

Gerne auch solche von Enten, gell?

> Wär schon schön!

... wenn auch Susanne nicht nur lesen würde.

>> Gibt's München noch? Hier fehlt was!
>
> Ich bin sehr, sehr selten in München (Hermes Parfum kaufen, aber
> interessiert ja in der d.r.g nicht) ;-), ansonsten läuft das normale
> (Garten)leben so gut und schön vor sich hin. Ich wusele immer noch in
> meinen beiden kleinsten kleinsten Stückchen Garten am Haus herum, die
> "erretteten" Pflanzen (zum Wegwerfen ausgesondert in Geschäften,
> etc.) haben entweder einen schönen Lebensabend (!) bei mir, oder
> werden tatsächlich größer, blühen und wenn zu groß, werden wieder
> Stecken eingesetzt.

Ich finde sowieso, dass genau diese Platzhüter unter den Pflanzen, viel
dankbarer in der Pflege sind, als die für den Verkaufstag X aufgemotzten.

> Im Herbst, bzw., zeitigen Frühjahr hatte ich versäumt, den Liguster
> zu beschneiden. Nun lebe ich z.Zt. mit einer nasenbetäubenden
> Duftwolke - vor allem, wenn es in der Nacht etwas geregnet hat - und
> dann die Luft so dampfig ist. Bah!

Für Gerüche fehlt mir - als Exraucher - die nötige Sensibilität. Hier
hat auch eine Ligusterhecke in der Nachbarschaft, wunderschön geblüht.
Ein, wie auch immer gearteter Geruch, ist mir dabei nicht aufgefallen.

> Und ich habe (hier war alles sehr steril, akurat und furchtbar
> abgezirkelt), an einer kleinen Seite des
> Moosgänseblümchenwegerich-Rasens wunderschöne Minze, wilde
> Mohnblumen, Brennesselartiges und dadurch viele Vögel, Insekten und
> Falter, und "der" Igel (?) ist auch wieder da. Freut mich ganz
> doll!

Ich nenne es immer nur "mein Grün", aber
"Moosgänseblümchenwegerich-Rasen" das hat schon was und würde auch bei
mir gut passen.

> Schnecken hab ich hier auch, aber nur die mit dem Minihäuschen, nicht
> die nackten.

Von den Nackedeis habe ich insgesamt zwei in diesem Jahr gesehen, die
als Spanische Wegschnecken durchgehen könnten, aber unzählige, die auf
den Namen Tigerschnegel hören. Meine Weinbergschnecken vermehren sich
munter weiter ... das sollen sie auch!

> Petersilie: Ich erwähnte mal, dass aus dem Samentütchen auch
> "kerbelsartiges" hervorgegangen ist. Wurde und wird alles
> verarbeitet (auch eingefroren), und die Persilie hat sich
> durchgesetzt. Ein paar Zweige blühen jetzt, ob das gut oder schlecht
> ist, weiß ich noch nicht.

Man könnte ja an denen vorbei pflücken!

> "Spinner" und andere Tiere: Zwar wurde hier für die Gegend schon
> letztes Jahr gewarnt, aber jetzt wurden die Eichenprozessionsspinner
> in größerer Zahl gesichtet
> https://www.sdw.de/waldwissen/verhalten-im-wald/eichenprozessionsspinner/index.html
>
>
> http://www.donau-ries.de/Dox.aspx?docid=51d45673-537a-4853-bea8-e205f6086bef&orgid=887321d5-6cac-4d2e-960f-29be69e5e083
>
> Vor so etwas habe ich schon meine Ängste, denn ich achte beim
> Laufen oder mit Hund nicht so darauf und mich gruselt bei dem
> Gedanken, damit in Berührung zu kommen.
>
> Aber "im nördlicheren Teil" Deutschlands es schlimm sein?
> https://www.wn.de/Muensterland/3835935-Raupen-Plage-Eichenprozessionsspinner-wird-zum-Mega-Problem

Hast Du da schlechte Erfahrungen gemacht?

Nein, ich nicht! Aber das stellt die Stadtväter hier schon vor große
Probleme. Selbst hatte ich damit noch keinen Kontakt, weil es hier keine
Eichen gibt (bis auf wenige Keimlinge, die von Eichhörnchen und
Eichelhähern gepflanzt wurden). Mir reicht es, wenn ich Bilder davon in
der Zeitung sehe - ich muss sie nicht aufsuchen.

> BtW: Wie geht es Deiner Katze? Lange keine Fotos mehr gesehen. ;-)

Ichabegakeinekatze! Meine Nachbarn hatten eine Katze, die "Kira" hieß
und meistens "Mäuschen" gerufen wurde. Kira war niemals ein Problem für
die Biodiversität. Sie ist aber leider vor zwei Jahren (im hohen Alter)
verblichen.

Seither treibt hier Kater "Mio" sein Unwesen und seit er in diesem Jahr
erfolgreich jagen kann, kommen nur noch fremde Vögel zum Kirschen klauen
und von Mio nicht erreichbare Elstern, die im Wipfel einer Thuja ein
Nest gebaut haben.

Die Ästlinge von Amseln und Meisen sind alle spätestens nach drei Tagen
verstummt. Ob Mio die jungen Türkentauben erwischt hat, die in der
Trauerweide herangewachsen sind, oder ob die sich verpieseln konnten,
weiß ich nicht. Die Rotkehlchen, die mich bei der Gartenarbeit stets
begleitet hatten, sind jedenfalls verschwunden und Heckenbraunellen
gibt's hier auch nicht mehr. Drei Ringeltauben und zwei adulte Amseln
hat Mio mir auf einen Weg im Garten gelegt.

Mein Nachbar, dem das sichtlich zu schaffen macht, behilft sich mit:
"Ist halt Natur - kannste nix machen!". Ich *denke* dann immer nur: "In
der Natur wird nicht sinnlos abgemurkst und liegengelassen".

Ein Glöckchen kann man Mio nicht anlegen, weil er dann verrückt spielt
und pausenlos gegen die Wand läuft.

--
Gruß,
Kalle

- Vögel und andere Viecher -
Kira † , Nachbars Katze:
https://youtu.be/gkZD_zTLCs4

pacifico

unread,
Jun 23, 2019, 8:49:44 AM6/23/19
to
Am 21.06.2019 um 20:48 schrieb sandrab...@gmail.com:
> Vielleicht habt ihr Wühlmäuse

Vor einigen Jahren gingen meine Johannisbeeren am Waldrand ein. Dort
herrscht wirklich eine Wühlmausplage. Letztes Jahr jedoch gingen auch
welche im Hausgarten ein und da sind allennfalls hin und wieder mal
vereinzelt Wühlmäuse zu beobachten, dass sie die Sträucher vernichtet
haben, halte ich für ausgeschlossen. Allerdings hab ich in einem Teil
der vertrockneten Stengel Raupen gefunden, weiß aber nicht, welches Vieh
daraus mal schlüpfen sollte.

Gruß
pacifico


--
Konten können gehackt, Identitäten und Nachrichten gefälscht werden.
Doch Hass ist nicht Liebe und Lüge nicht Wahrheit.
An Liebe und Streben nach Wahrheit mögt ihr mich erkennen.

Dorothee Hermann

unread,
Jun 23, 2019, 10:53:31 AM6/23/19
to
Am 23.06.19 um 14:49 schrieb pacifico:

[Wühlmäuse?]

> Vor einigen Jahren gingen meine Johannisbeeren am Waldrand ein.
> Dort herrscht wirklich eine Wühlmausplage. Letztes Jahr jedoch
> gingen auch welche im Hausgarten ein und da sind allenfalls hin und
> wieder mal vereinzelt Wühlmäuse zu beobachten, dass sie die
> Sträucher vernichtet haben, halte ich für ausgeschlossen.

> Allerdings hab ich in einem Teil der vertrockneten Stengel Raupen
> gefunden, weiß aber nicht, welches Vieh daraus mal schlüpfen sollte.

Hier gibt es schon Kundige, die Dir anhand von Fotos, (vielleicht mit
Vergleichsobjekt, Geldstück o.a. daneben wegen der Größe) doch ihren
Verdacht sagen können, was für ein Tierchen das ist und wird?!
Und/Oder auch, was man tun könnte.


Dorothee

pacifico

unread,
Jun 23, 2019, 12:51:21 PM6/23/19
to
Am 23.06.2019 um 16:53 schrieb Dorothee Hermann:

>
> Hier gibt es schon Kundige, die Dir anhand von Fotos, (vielleicht mit
> Vergleichsobjekt, Geldstück o.a. daneben wegen der Größe) doch ihren
> Verdacht sagen können, was für ein Tierchen das ist und wird?!
> Und/Oder auch, was man tun könnte.

Ob ich die Biester damals fotographiert habe, weiß ich nicht mehr,
vielleicht sollte ich mal nachschauen. Aber tun kann man da eh nichts mehr.
Dennoch Danke für deine Antwort!
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