so ungefähr mit unserem Einzug ist offenbar ein Walnussbaum im Garten
eingezogen. Das war vor knapp vier Jahren. Aufgrund großflächiger
Gartenumgestaltungen bereits im Jahr vor dem Umzug bin ich ziemlich
sicher, dass der Baum nicht älter sein kann.
Ich bin erstaunt, wie schnell das Teil wächst, er trug letztes Jahr
bereits einige Nüsse. Er ist jetzt knapp 3 m hoch, Stammhöhe bis zum
untersten Ast ca. 45 cm, Stammdurchmesser (20 cm über dem Boden) 6 -
6,5 cm.
Ich würde den Baum gern behalten, aber nun grade nicht da, wo er
steht, denn da wird er mir irgendwann die Solaranlage verschatten und
dann dürfte ich ihn nicht mehr kappen.
Ich würde ihn gern versetzen. Im Vorgarten wäre reichlich Platz, da
stand vor fünf Jahren noch eine 30 m hohe Douglasie.
Ist es einen Versuch wert oder ist der Baum für eine Umsetzung schon
zu groß?
Und zweitens: Wie fange ich es an? Ich dachte an "mit möglichst großem
Ballen ausgraben und mit möglichst viel Erde vom alten Standort am
neuen Standort wieder eingraben".
Wie wurzelt die Walnuss denn eigentlich? Eher runter oder eher in die
Breite?
Danke für Eure Tips.
Gruß, John.
> Ich bin erstaunt, wie schnell das Teil wächst, er trug letztes Jahr
> bereits einige Nüsse. Er ist jetzt knapp 3 m hoch, Stammhöhe bis zum
> untersten Ast ca. 45 cm, Stammdurchmesser (20 cm über dem Boden) 6 -
> 6,5 cm.
Für einen "richtigen" Baum hättest du besser auf die Nüsse verzichtet und
den Sämling jedes aufgeastet, d.h. alle Äste bis auf die Tirebspitze und
die zwei obersten Stummeläste von unten redikal weggenommen.
> Ich würde den Baum gern behalten, aber nun grade nicht da, wo er
> steht, denn da wird er mir irgendwann die Solaranlage verschatten und
> dann dürfte ich ihn nicht mehr kappen.
>
> Ich würde ihn gern versetzen. Im Vorgarten wäre reichlich Platz, da
> stand vor fünf Jahren noch eine 30 m hohe Douglasie.
> Ist es einen Versuch wert oder ist der Baum für eine Umsetzung schon
> zu groß?
Wenn du es richtig machst, nein.
> Und zweitens: Wie fange ich es an? Ich dachte an "mit möglichst großem
> Ballen ausgraben und mit möglichst viel Erde vom alten Standort am
> neuen Standort wieder eingraben".
>
> Wie wurzelt die Walnuss denn eigentlich? Eher runter oder eher in die
> Breite?
Ein Walnuss-Sämling bildet eine Art "Rübe", d.h. eine kräftige, tiefe
Pfahlwurzel, die aber ziemlich weich ist. Wenn du die unversehrt
herauskriegst, kannst du ihn mit Erfolg umsetzen. Dabei musst du aber
wirklich oben so viel wie möglich wegschneiden (s.o.), sonst hat er keine
Chance, anzuwachsen.
--
Hannelore Goos
http://www.sonnenastro.de
http://www.neomarica.de
>Am Fri, 09 Jan 2009 18:26:37 +0100 schrieb John Reimers:
>
>Für einen "richtigen" Baum hättest du besser auf die Nüsse verzichtet und
>den Sämling jedes aufgeastet, d.h. alle Äste bis auf die Tirebspitze und
>die zwei obersten Stummeläste von unten redikal weggenommen.
Ach Gott, so weit hatte ich vorher gar nicht gedacht. Der Tatsache,
dass es sich um eine Walnuss handelt, wurde ich mir auch erst vor zwei
Jahren bewusst.
Nun werden aber sicher nicht alle Walnussbäume so beschnitten, wie Du
schreibst, denn in der freien Natur läuft ja keiner zum Baumschnitt
rum.
Es ist mit auch relativ wurscht, wie "richtig" der Baum wird, der darf
durchaus so, wie er will, aber eben nicht da. :-)
>Wenn du es richtig machst, nein.
Na, das gibt doch Anlass zur Hoffnung.
>Ein Walnuss-Sämling bildet eine Art "Rübe", d.h. eine kräftige, tiefe
>Pfahlwurzel, die aber ziemlich weich ist. Wenn du die unversehrt
>herauskriegst, kannst du ihn mit Erfolg umsetzen. Dabei musst du aber
>wirklich oben so viel wie möglich wegschneiden (s.o.), sonst hat er keine
>Chance, anzuwachsen.
Okay, dann werde ich das so machen. Folgefrage: Wann kürze ich ihn ein
und wann setze ich ihn um und wie viel Zeit sollte dazwischen
vergehen? Wie tief ist denn eine "tiefe Pfahlwurzel"? Sprich, wie tief
sollte ich kommen?
Gruß und Dank, John.
> Nun werden aber sicher nicht alle Walnussbäume so beschnitten, wie Du
> schreibst, denn in der freien Natur läuft ja keiner zum Baumschnitt
> rum.
In der freien Natur regelt das der Lichteinfall und der Verbiss.
> Es ist mit auch relativ wurscht, wie "richtig" der Baum wird, der darf
> durchaus so, wie er will, aber eben nicht da. :-)
Ich vermute ganz stark, dass du dir noch nie klargemacht hast, wieviel
Platz ein ausgewachsener Walnussbaum beansprucht. Mit einem verfügbaren
Platz unter 1000m² wirst du so großzügige Entscheidungen wahrscheinlich
bereuen.
>> Ein Walnuss-Sämling bildet eine Art "Rübe", d.h. eine kräftige, tiefe
>> Pfahlwurzel, die aber ziemlich weich ist. Wenn du die unversehrt
>> herauskriegst, kannst du ihn mit Erfolg umsetzen. Dabei musst du aber
>> wirklich oben so viel wie möglich wegschneiden (s.o.), sonst hat er keine
>> Chance, anzuwachsen.
>
> Okay, dann werde ich das so machen. Folgefrage: Wann kürze ich ihn ein
> und wann setze ich ihn um und wie viel Zeit sollte dazwischen
> vergehen? Wie tief ist denn eine "tiefe Pfahlwurzel"? Sprich, wie tief
> sollte ich kommen?
Bei mir hatten schon kleine Bäumchen 50 cm. Ich persönlich halte in dem
Kontext ein Umpflanzen für unmöglich. Aber wenn er da nicht bleiben
kann, also auf gar keinen Fall, dann versuch es lieber in diesem
Frühjahr als im nächsten Herbst. Es kann nur schwieriger und
anstrengender werden. Und falls es nicht gehen sollte, weißt du es ein
Jahr früher.
Ina
--
Nargis hat die Schule von Pound Kine zerstört - wir haben sie wieder
aufgebaut!
http://www.helft-birma.de/Baufortschritt.php
Hallo,
>so ungefähr mit unserem Einzug ist offenbar ein Walnussbaum im Garten
>eingezogen. Das war vor knapp vier Jahren. Aufgrund großflächiger
>Gartenumgestaltungen bereits im Jahr vor dem Umzug bin ich ziemlich
>sicher, dass der Baum nicht älter sein kann.
>
>Ich bin erstaunt, wie schnell das Teil wächst, er trug letztes Jahr
>bereits einige Nüsse. Er ist jetzt knapp 3 m hoch, Stammhöhe bis zum
>untersten Ast ca. 45 cm, Stammdurchmesser (20 cm über dem Boden) 6 -
>6,5 cm.
hm, ein Walnussbaum, der im vierten Jahr schon Nüsse trägt, kann nur
auf eine schwächer wachsende Unterlage aufveredelt sein, nämlich auf
Schwarznuss. Auch der geringe Stammdurchmesser spricht dafür.
Solche "Bäume" sind für eine Wuchshöhe von 4 - 6 m vorgesehen.
Ein "Walnussbaum", dem allerdings nur eine "Stammhöhe" von 45 cm
gegönnt ist, erscheint mir gelinde gesagt etwas "misslungen".
Die Umpflanzung würde ich wagen und im Spätsommer, so Ende August
würde ich ein paar der unteren Äste wegnehmen, erst auf lange Stummel
und die Stummel dann im Sommer drauf, damit die Schnittstellen weder
groß bluten noch in den Stamm hinein faulen.
Beste Grüße G e r h a r d
>Ich vermute ganz stark, dass du dir noch nie klargemacht hast, wieviel
>Platz ein ausgewachsener Walnussbaum beansprucht. Mit einem verfügbaren
>Platz unter 1000m² wirst du so großzügige Entscheidungen wahrscheinlich
>bereuen.
Oha, danke für den Tip. 1000 m² sind zwar da, aber da steht auch noch
ein Haus drauf. ;-) Also beschneiden, und zwar regelmäßig, okay.
>Bei mir hatten schon kleine Bäumchen 50 cm. Ich persönlich halte in dem
>Kontext ein Umpflanzen für unmöglich. Aber wenn er da nicht bleiben
>kann, also auf gar keinen Fall, dann versuch es lieber in diesem
>Frühjahr als im nächsten Herbst. Es kann nur schwieriger und
>anstrengender werden. Und falls es nicht gehen sollte, weißt du es ein
>Jahr früher.
Hört sich sinnvoll an. Aber sollte man schneiden und Umsetzen quasi
gleichzeitig? Ich dachte: Erst beschneiden, warten, dann umsetzen.
Viel Wartezeit bleibt ja nicht mehr. Also jetzt direkt beschneiden?
Bei Frost?
Gruß, John.
>hm, ein Walnussbaum, der im vierten Jahr schon Nüsse trägt, kann nur
>auf eine schwächer wachsende Unterlage aufveredelt sein, nämlich auf
>Schwarznuss. Auch der geringe Stammdurchmesser spricht dafür.
>Solche "Bäume" sind für eine Wuchshöhe von 4 - 6 m vorgesehen.
Der ist garantiert nirgendwo draufveredelt, sondern hat sich selbst
ausgesät. Und es waren etwa fünf Nüsse. Kleine.
>Ein "Walnussbaum", dem allerdings nur eine "Stammhöhe" von 45 cm
>gegönnt ist, erscheint mir gelinde gesagt etwas "misslungen".
Na, der Stamm ist schon was höher, die ersten Äste sind halt derzeit
bei 45 cm. Ist ja wie geschrieben erst vier Jahre alt, das Pflänzchen.
>Die Umpflanzung würde ich wagen und im Spätsommer, so Ende August
>würde ich ein paar der unteren Äste wegnehmen, erst auf lange Stummel
>und die Stummel dann im Sommer drauf, damit die Schnittstellen weder
>groß bluten noch in den Stamm hinein faulen.
Also ohne Beschnitt umsetzen. Im Frühjahr, denke ich mal.
Na schön. Versuch macht kluch. Da bleiben kann er jedenfalls
keinesfalls.
Gruß, John.
Hallo,
>>hm, ein Walnussbaum, der im vierten Jahr schon Nüsse trägt, kann nur
>>auf eine schwächer wachsende Unterlage aufveredelt sein, nämlich auf
>>Schwarznuss. Auch der geringe Stammdurchmesser spricht dafür.
>>Solche "Bäume" sind für eine Wuchshöhe von 4 - 6 m vorgesehen.
>
>Der ist garantiert nirgendwo draufveredelt, sondern hat sich selbst
>ausgesät. Und es waren etwa fünf Nüsse. Kleine.
also wenn du so sicher bist, dass das ein Sämling auf eigener Wurzel
ist und du schon zur Kenntnis nehmen konntest, dass er kleine Nüsse
trägt, dann fragt sich, ob du davon noch mehr haben willst.
Üblicherweise pflanzt man Walnussbäume in erster Linie wegen guter
Früchte in bestmöglicher Qualität. Einen Sämling mit allen ziemlich
sicheren Unsicherheiten würde ich nicht haben wollen und dem Ding den
Abschied singen.
Ansonsten kannst du dann doch noch erwarten, dass der Baum die übliche
Walnussbaumgröße erreicht und solltest schon mal 6 m Abstand zu
Grenzen und Gebäuden bei der Neupflanzung vorsehen.
Frage in die Runde:
wer hat schon einmal von einem Walnusssämling nach 4 Jahren erste
Früchte geerntet? Mir ist so etwas bisher nicht untergekommen.
Bestenfalls Veredelungen auf Schwarznuss sollen so früh in Ertrag
gehen.
Waren die Nüsse gut?
Das wäre für mich bei einem so jungen Baum das Hauptkriterium, ihn zu
behalten. Bei mir steht ein ca. 70 Jahre alter Baum, der als Baum ganz
toll ist, aber jedes Jahr tausende nicht essbarer Früchte abwirft (zu
viel Gerbsäure), diese dann auch noch mit matschigen Hüllen, die man
dann ins Haus trägt um damit den Teppich braun zu färben :-(
Deinen Baum würde ich sofort versuchen umzusetzen (wenn der Boden offen
ist). Das Einkürzen der Triebe bzw. Schneiden vom Walnuss ist allerdings
etwas problematisch, da er sehr zum Bluten neigt. Ich würde ihn
vermutlich ohne Schnitt versetzen und dann beobachten, wie er das
verträgt. Er ist ja noch jung :-)
Grüße
Frank
> Frage in die Runde:
> wer hat schon einmal von einem Walnusssämling nach 4 Jahren erste
> Früchte geerntet? Mir ist so etwas bisher nicht untergekommen.
> Bestenfalls Veredelungen auf Schwarznuss sollen so früh in Ertrag
> gehen.
Im Garten meiner Schwester - früher meiner Eltern - steht ein Walnussbaum,
den ich vor mehr als 55 Jahren "gesäht" habe. Er ist nach ca. 8 Jahren
dorthin umgepflanzt worden. Allerdings hat mein Vater ihn zuvor und danach
jeden Herbst bis auf die Spitze und 2-3 Stummelästchen von ca. 5 cm Länge
aufgeastet, bis der Stamm gut 2 m war. Erst dann durfte er wachsen und
Früchte tragen. Die ersten Früchte kamen, als er so etwa 15 Jahre alt war.
Wann er ohne diese Radikalbehandlung getragen hätte, weiß ich nicht.
> Na, der Stamm ist schon was höher, die ersten Äste sind halt derzeit
> bei 45 cm. Ist ja wie geschrieben erst vier Jahre alt, das Pflänzchen.
>
Also ist der "Stamm" 45 cm.
überlege Dir gut, ob Du genügend Platz für einen Walnussbaum im
Vorgartebn hast! Die gehen wirklich enorm in die Höhe und Breite.
Außerdem wächst darunter auch nicht mehr viel außer Gras. Und das
anfallende Laub verrottet so langsam, daß viele es lieber in der grünen
Tonne entsorgen als auf dem Kompost. Bedenke auch, daß ein großer Baum
viel Schatten macht und es eventuell in den Räumen recht dunkel wird.
(Immerhin treiben Walnüsse recht spät aus im Jahr, richtig schattig
wirds dann erst ab Frühsommer :-))
Wenn es denn unbedingt ein Walnussbaum sein soll, würde ich in eine
Baumschule gehen und mir dort eine reichtragende und gutschmeckende
Sorte auf schwachwachsender Unterlage besorgen. (Schont außerdem deinen
Rücken, wenn Du den anderen nicht ausgraben mußt...)
Gruß
Frank
Ich habe mal versucht, im Hausgarten einen "wilden" Walnussbaum
umzupflanzen (Sämling), der etwa 4 Jahre alt war. Im nährstoffreichen
Boden hatte er bereits eine erstaunliche Grösse, vielleicht 4 Meter Höhe.
Obwohl ich vorsichtig sehr tief gegraben habe, brachte ich seine mächtige
Pfahlwurzel nicht raus, ohne sie zu zerstören. Der Baum hatte bis auf
einen Halben Meter Tiefe keinen sichtbaren Wurzelballen, nur die
Pfahlwurzel, im Untergrund tief verankert....
Gruß, LG
Nein, so nun auch wieder nicht. Du musst einen Stamm erzeugen von dir
genehmer Höhe, so um die 1,80 m, schätze ich mal. Danach lass ihn
wachsen, nach oben dürftest du ja Platz haben :)
>> Bei mir hatten schon kleine Bäumchen 50 cm. Ich persönlich halte in dem
>> Kontext ein Umpflanzen für unmöglich. Aber wenn er da nicht bleiben
>> kann, also auf gar keinen Fall, dann versuch es lieber in diesem
>> Frühjahr als im nächsten Herbst. Es kann nur schwieriger und
>> anstrengender werden. Und falls es nicht gehen sollte, weißt du es ein
>> Jahr früher.
>
> Hört sich sinnvoll an. Aber sollte man schneiden und Umsetzen quasi
> gleichzeitig? Ich dachte: Erst beschneiden, warten, dann umsetzen.
Jein. Wenn du Zeit hättest, dann würde ich dir raten, erstmal die Wurzel
zu beschneiden, eine Saison abzuwarten, dann umzupflanzen und sofort
danach zu beschneiden. Die Zeit hast du aber nicht.
> Viel Wartezeit bleibt ja nicht mehr. Also jetzt direkt beschneiden?
Umpflanzen, sobald der Boden frostfrei ist bzw. anfangen, am Umpflanzen
zu arbeiten. Dir wird sehr schön warm dabei werden. Und nach dem
Umpflanzen schneidest du von der oberirdischen Krone mindestens so viel
ab, wie du vermutest von der Wurzelkrone abgenietet zu haben. Und so
weit möglich, arbeitest du dich dabei gleich in Richtung Stammbildung
mit Krone vorwärts.
> Bei Frost?
Das stört den Baum nicht. Die Blüten der Walnuss sind
spätfrostgefährdet, aber über die reden wir hier noch lange nicht und
das wird durch Umpflanzen auch nicht beeinträchtigt.
> Der ist garantiert nirgendwo draufveredelt, sondern hat sich selbst
> ausgesät. Und es waren etwa fünf Nüsse. Kleine.
Die dürften später auch nicht größer sein. Willst du den Baum wirklich
behalten?
> Frage in die Runde:
> wer hat schon einmal von einem Walnusssämling nach 4 Jahren erste
> Früchte geerntet? Mir ist so etwas bisher nicht untergekommen.
> Bestenfalls Veredelungen auf Schwarznuss sollen so früh in Ertrag
> gehen.
Hatte ich auch nicht. Aber ausschließen würde ich es auch nicht
pauschal. Der Witz an den Sämlingen ist ja gerade, dass sie nicht
besonders berechenbar sind. Und wenn dieser hier besonders kleine Nüsse
trägt, aber dafür sehr früh, könnte das eine ursprüngliche, aber
wegselektierte Eigenschaft sein, die hier wieder durchgebrochen ist. Könnte.
Hallo Gerhard!
> Frage in die Runde:
> wer hat schon einmal von einem Walnusssämling nach 4 Jahren erste
> Früchte geerntet? Mir ist so etwas bisher nicht untergekommen.
> Bestenfalls Veredelungen auf Schwarznuss sollen so früh in Ertrag
> gehen.
Ich würde schätzen, dass unsere Sämlinge ungefähr nach acht Jahren
angefangen haben. Unsere Nussbäume - und wir haben einige davon - sind
allesamt Sämlinge, und es ist frappierend, wie unterschiedlich die Nüsse
sind, nämlich von Riesengroß über Mittel bis normal. Die ganz Kleinen,
die wir früher einmal auch hatten, haben sich glücklicherweise nicht
selbst vermehrt.
Liebe Grüße
Waltraut
>John Reimers schrieb:
>
>> Der ist garantiert nirgendwo draufveredelt, sondern hat sich selbst
>> ausgesät. Und es waren etwa fünf Nüsse. Kleine.
>
>Die dürften später auch nicht größer sein. Willst du den Baum wirklich
>behalten?
Warum nicht? Ich will keine Walnussernte einfahren, sondern wieder
einen Baum im Vorgarten. Der hier ist da, aber am falschen Ort. Daher
die Idee.
Gruß, John.
>überlege Dir gut, ob Du genügend Platz für einen Walnussbaum im
>Vorgartebn hast! Die gehen wirklich enorm in die Höhe und Breite.
Vom Zaun bis zum Haus sind es 12 Meter, in der Breite bis zum Weg
15.
>Außerdem wächst darunter auch nicht mehr viel außer Gras. Und das
>anfallende Laub verrottet so langsam, daß viele es lieber in der grünen
>Tonne entsorgen als auf dem Kompost. Bedenke auch, daß ein großer Baum
>viel Schatten macht und es eventuell in den Räumen recht dunkel wird.
>(Immerhin treiben Walnüsse recht spät aus im Jahr, richtig schattig
>wirds dann erst ab Frühsommer :-))
Das sind gute Argumente.
>Wenn es denn unbedingt ein Walnussbaum sein soll, würde ich in eine
>Baumschule gehen und mir dort eine reichtragende und gutschmeckende
>Sorte auf schwachwachsender Unterlage besorgen. (Schont außerdem deinen
>Rücken, wenn Du den anderen nicht ausgraben mußt...)
Naja, um die Nüsse geht es mir nicht.
Vielleicht mache ich doch eher ein paar Obstbäume in den Vorgarten.
Gruß, John.
Ein Walnussbaum ist kein sehr angenehmer Gartengenosse. Der rechtfertigt
seine Existenz eigentlich nur durch die Ernte. Wenn du einen Baum nur
zur Deko haben willst, dann gibt es wesentlich geeignetere. Welche mit
schönen Blüten und/oder Früchten, schönem, kompostierbaren Herbstlaub,
eingebautem Vogelfutter usw. Und ein gekaufter Baum wird anwachsen, wenn
du nicht den "vernichtenden Daumen" hast. Alles Sachen, die ein zu groß
umgepflanzter Walnussbaum nicht bietet. Echt: überleg dir, ob du dir das
antun willst. Walnusssämlinge sind keine Kostbarkeit.
> Vielleicht mache ich doch eher ein paar Obstbäume in den Vorgarten.
Gute Idee!
Gruß Frank
John Reimers schrieb:
> Vom Zaun bis zum Haus sind es 12 Meter, in der Breite bis zum Weg
> 15.
>
das würde ja gerade reichen um alles zu beschatten ;-)
>
> Naja, um die Nüsse geht es mir nicht.
Dann spricht eigentlich nicht so viel für einen Walnussbaum, meiner
Meinung nach...
>
> Vielleicht mache ich doch eher ein paar Obstbäume in den Vorgarten.
Das würde ich Dir auch empfehlen!
Gruß
Frank
> Es gibt viele schöne Bäume für einen Vorgarten, Walnuss gehört nicht gerade
> dazu.
Also meinereiner findet, daß ein Nußbaum ein schöner Baum ist - einfach
zum Anschauen.
Wolfgang, in der Nachbarschaft einen mittelkleinen Nußbaum habend,
welcher ihm jährlich gerade 3 über die Grenze gefallene Nüsse gönnt.
Also ich find auch, ein riesiger Walnussbaum vor einem alten Bauerhof
hat was...
Und irgendwo müssen die Walnüsse ja auch herkommen :-)
--
Mit freundlichem Gruß,
Klaus Meinhard
Gruß, John.