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Kompost zerkleinern ohne Schredder?

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Hinrich L.

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Jun 13, 2013, 4:37:13 AM6/13/13
to
Hallo,

auf dem Grundstück von meinem Vater gibt es Komposthäufen.
Die sind angelegt worden bevor er das Grundstück gekauft hat.
Den ältesten Kompost wollte ich jetzt mal im Garten verteilen.
Dabei ist mir aufgefallen, dass in den Komposthäufen überall
auch lange alte Äste vom Sträucherschneiden drin sind, die
offenbar am Stück schlecht verrotten.

Also hab ich erstmal ein Schachtgitter von einem Lichtschacht
zu einem der Zimmer im Kellergeschoss genommen, auf die
Schubkarre gelegt und den Kompost damit beim Einschäufeln in
die Schubkarre durchgesiebt. (Danach das Gitter natürlich
wieder peinlich saubergemacht und dahin zurückgetan, wo
ich es her hatte.)

Die Komposthäufen sind also im Garten ausgebracht, aber die
grossen nicht verrotteten Äste und dergleichen sind noch da.

Ich hab mir überlegt, dass ich die gerne ordentlich zerkleinern
würde, damit sie besser verrotten und sie dann in zerkleinerter
Form weiter kompostieren würde.

Erste Frage: Funktioniert das oder ist das bezogen auf die
sich ergebende Kompostqualität eine dumme Idee?

Zweite Frage:
Es ist jetzt bloss so, dass kein Schredder vorhanden ist.
Man könnte ja einen leihen, aber den müsste man transportieren
und ich bin im Moment noch zu jung für einen Führerschein.
Und bevor ich jetzt anfange, in meinem Dunstkreis Leute
mit Führerschein wegen Schreddertransport zu nerven:
Hat jemand eine Idee, wie ich das Zeug - ausser einzeln
von Hand zusammenschnippeln - auch ohne Schredder
klein bekommen könnte? Wie haben die Leute das früher
gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
Schredder für den Hobbygärtner gab?

Mit freundlichem Gruß

Hinrich

Christina Schneider

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Jun 13, 2013, 5:00:14 AM6/13/13
to
Hallo,

das wird irgendwann auch unzerkleinert verrotten, dauert halt nur länger.
Überleg mal, ob Du nicht Lust hast, Dir ein Hochbeet anzulegen, da kannst
unten alles reinpacken, auch dicke Äste - das steht ja in der Regel etliche
Jahre und sackt dann so langsam in sich zusammen.

Ansonsten bleibt Dir wohl nur, das von Hand zu zerschnippeln.

Gruß Christina


--
Paradies oder Alptraum? Mein kleiner Garten Blog:
http://paradiesoderalptraum.blogspot.de/

Rolf Sonofthies

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Jun 13, 2013, 5:18:18 AM6/13/13
to
Am 13.06.13 10:37, schrieb Hinrich L.:

> Wie haben die Leute das früher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder für den Hobbygärtner gab?

"Handhäcksler" wie:

<http://forum.garten-pur.de/attachments/IMG_2413a.jpg>
<http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/hand-haecksler-sehr-alt/119497987-240-1094>

Peter Trott

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Jun 13, 2013, 6:27:07 AM6/13/13
to
Hinrich L. schrieb:
> Zweite Frage:
> Es ist jetzt bloss so, dass kein Schredder vorhanden ist.
> Man könnte ja einen leihen, aber den müsste man transportieren
> und ich bin im Moment noch zu jung für einen Führerschein.
> Und bevor ich jetzt anfange, in meinem Dunstkreis Leute
> mit Führerschein wegen Schreddertransport zu nerven:
> Hat jemand eine Idee, wie ich das Zeug - ausser einzeln
> von Hand zusammenschnippeln - auch ohne Schredder
> klein bekommen könnte? Wie haben die Leute das früher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder für den Hobbygärtner gab?
>
> Mit freundlichem Gruß
>
> Hinrich
>

Es kommt auf die Menge an ob das lohnt. In manchen Gemeinden bietet die
Gemeinde an mit einem fahrbaren Häcksler zu kommen und das an Ort und
Stelle zu zerkleinren oder auch Gartenbaubetriebe haben so ein Gerät,
mal in den Anzeigenblättern unter Garten o.ä. schauen.
--
Grüße aus Dithmarschen
Peter

Holger Issle

unread,
Jun 13, 2013, 7:20:27 AM6/13/13
to
Moin,

>Erste Frage: Funktioniert das oder ist das bezogen auf die
>sich ergebende Kompostqualität eine dumme Idee?

Das funktioniert gut. Ich würde es aber einfach unzerhackt auf einen
Haufen schmeißen und lange liegenlassen. Wie dick sind denn die Reste?
>klein bekommen könnte? Wie haben die Leute das früher
>gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
>Schredder für den Hobbygärtner gab?

Schere, Beil, ... Muskelkraft oder liegenlassen.
--

Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 81 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @ http://www.issle.de

Schorsch Mildenberger

unread,
Jun 13, 2013, 8:23:40 AM6/13/13
to
Am 13.06.2013 10:37, schrieb Hinrich L.:
> Hallo,
>
> Wie haben die Leute das früher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder für den Hobbygärtner gab?
>

Hackklotz in bequemer Höhe und so ein kleines Handbeil. Hippe sagt man
glaube ich dazu.
Lieg gut in der Hand, führt sich leichter als ein Beil. Dann den Ast in
die eine Hand und mit der anderen Stücke abhacken, wie es konveniert.

Prima zum Aggressionen abbauen.

Gruß
Schorsch

Kathinka Wenz

unread,
Jun 13, 2013, 8:36:04 AM6/13/13
to
On Thursday, June 13, 2013 10:37:13 AM UTC+2, Hinrich L. wrote:
>
> Erste Frage: Funktioniert das oder ist das bezogen auf die
> sich ergebende Kompostqualität eine dumme Idee?

Das funktioniert hervorragend.


> Zweite Frage:
> Es ist jetzt bloss so, dass kein Schredder vorhanden ist.
> Man könnte ja einen leihen, aber den müsste man transportieren
> und ich bin im Moment noch zu jung für einen Führerschein.
> Und bevor ich jetzt anfange, in meinem Dunstkreis Leute
> mit Führerschein wegen Schreddertransport zu nerven:
> Hat jemand eine Idee, wie ich das Zeug - ausser einzeln
> von Hand zusammenschnippeln - auch ohne Schredder
> klein bekommen könnte? Wie haben die Leute das früher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder für den Hobbygärtner gab?

Ich schätze, sie haben das Holz verbrannt.

Wie schon einige schrieben, du kannst es so lassen, wie es ist, irgendwann
verrottet es auch so. Wenn genug Platz da ist, würde ich das Holz zusammen
mit Laub an einer Stelle aufschichten, vielleicht üebrwintert ein Igel in
dem Haufen. :-)

Mein Garten ist recht klein, ein Teil des Holzes schneide ich mit der
Gartenschere klein und tue es mit den Kompost, das meiste wandert bei mir
einfach in die Bio-Tonne.

Gruß, Kathinka

Frank Hartwig

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Jun 13, 2013, 9:18:58 AM6/13/13
to
Am 13.06.2013 10:37, schrieb Hinrich L.:

> Dabei ist mir aufgefallen, dass in den Komposthäufen überall
> auch lange alte Äste vom Sträucherschneiden drin sind, die
> offenbar am Stück schlecht verrotten.
>
> Die Komposthäufen sind also im Garten ausgebracht, aber die
> grossen nicht verrotteten Äste und dergleichen sind noch da.
>
> Ich hab mir überlegt, dass ich die gerne ordentlich zerkleinern
> würde, damit sie besser verrotten und sie dann in zerkleinerter
> Form weiter kompostieren würde.
>
> Erste Frage: Funktioniert das oder ist das bezogen auf die
> sich ergebende Kompostqualität eine dumme Idee?

Ja, funktioniert.

Aber...

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft eines Gärtners. Daher verfahre ich
mit Ästen und Zweigen so, daß sie auf einem Komposthaufen zu liegen
kommen, der deutlich länger als nur 1/2 Jahr liegt.

Nach ca. 2 Jahren sind die Äste meist schon so mürbe, daß sie Problemlos
mit dem Spaten grob zerkleinert werden können und dann dem "normalen"
Kompost beigemengt werden. Werden sie wieder ausgesiebt, kommen sie eben
noch mal in den Kompost, usw.... Irgendwann sind sie dann "verschwunden".

Gruß Frank


Georg Wieser

unread,
Jun 13, 2013, 1:42:23 PM6/13/13
to
Am 13.06.2013 10:37, schrieb Hinrich L.:
Wie haben die Leute das früher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder für den Hobbygärtner gab?
>
> Mit freundlichem Gruß
>
> Hinrich
>


Was für den Kompost zu dick war passte im Winter für den Ofen.
Message has been deleted

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 14, 2013, 11:44:09 AM6/14/13
to
Am 14.06.2013 14:03, schrieb Ludger Averborg:

> "Die Natur" liebt es, wenn man irgendwo im Eckchen einen Haufen mit
> toten Ästen aufschichtet. Gut für Igel, gut für Bodernbrüter und was
> weiß ich wofür noch alles.
>

Danke, Ludger! Das war genau das Argument, das mir für SWMBO heute noch
fehlte:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/35122598/Tagewerk1.JPG
https://dl.dropboxusercontent.com/u/35122598/Tagewerk2.JPG

Das verpflichtet mich geradezu dazu, mein heutiges Tagewerk dort liegen
zu lassen! ;-)))

Gruß,
Kalle
Message has been deleted

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 14, 2013, 2:30:42 PM6/14/13
to
Am 14.06.2013 20:07, schrieb Kathinka Wenz:
> Karl-Heinz Rekittke <Rekit...@unitybox.de> wrote:
>
>> Am 14.06.2013 14:03, schrieb Ludger Averborg:
>>> "Die Natur" liebt es, wenn man irgendwo im Eckchen einen Haufen mit
>>> toten Ästen aufschichtet. Gut für Igel, gut für Bodernbrüter und was
>>> weiß ich wofür noch alles.
>>
>> Danke, Ludger! Das war genau das Argument, das mir für SWMBO heute noch
>> fehlte:
>
> Hey, ich habe das Gleiche schon einen Tag früher geschrieben.
>

Da hatte ich aber den Haufen noch nicht und brauchte noch keine
Argumente :-)) *)

Gruß,
Kalle

*) Meinetwegen teilt euch den Dank - der war fett genug für zwei.

Harry Hirsch

unread,
Jun 15, 2013, 4:10:47 AM6/15/13
to
Am 13.06.2013 10:37, schrieb Hinrich L.:

> Die Komposthäufen sind also im Garten ausgebracht, aber die
> grossen nicht verrotteten Äste und dergleichen sind noch da.
>
> Ich hab mir überlegt, dass ich die gerne ordentlich zerkleinern
> würde, damit sie besser verrotten und sie dann in zerkleinerter
> Form weiter kompostieren würde.

Hallo
einfacher als mit dem aufgelegtem Gitter (eine prima Notlösung) geht
es aber mit speziellen Sieben die man aufstellen kann. Material, welches
noch zu grob ist würde ich einfach wieder in den Kompost zurückgeben.
Die Idee, alles kleinzuschreddern ist IMO nur auf den ersten Blick gut.
Wenn grobe Teile fehlen, verdichtet sich der Kompost zu sehr und wird
dann schlecht oder gar nicht mehr belüftet. Aus der "gesunden" aeroben
Verrottung wird dann ein verfaulen, gären unter Luftabschluß (anaerob)
und das will man auf jeden Fall vermeiden, nicht nur wegen des Gestanks.
Klar, halbmeterlange Äste haben nichts im Kleingarten-Kompost verloren,
auch keine unzerkleinerten Wurzelballen von Balkonkästen oder
Pflanztrögen. Was ganz praktisch ist: Am Kompost einen Hauklotz
aufstellen. Mit einem Haumesser, einem kleinen Beil, einen Fleischerbeil
oder sowas, die gröberen Teile etwas zerhacken. Viel hilft es auch schon
wenn holziges Material gequetscht wird. Die Verrottung geht dann viel
schneller.
Wenn Du viel Kompost zu bearbeiten hat, zum "ernten" gibt es auch
drehbare Gittertrommeln, die sind echt Klasse (mit Kurbel oder sogar mit
Motor)

Siegfrid Breuer

unread,
Jun 15, 2013, 9:06:00 AM6/15/13
to
ke...@mailschick.en (Harry Hirsch) schrieb:

> Wenn Du viel Kompost zu bearbeiten hat, zum "ernten"
> gibt es auch drehbare Gittertrommeln, die sind echt Klasse (mit
> Kurbel oder sogar mit Motor)

Die beste Investition, die ich je in Gartenmotorgeraete machte,
war zweifellos so ein Ruettelsieb:

http://www.zkauf.de/atika-swingline-2000-schwingsieb-erdsieb-kompostsieb-e260857019768.html
http://www.bautimeblog.de/2006/10/24/atika-schwingsieb/

Nicht nur fuer Kompost. Das sind schnell mal ein paar Quadratmeter
einer verkrauteten Flaeche durchgeworfen und man hat ein prima
sauberes Beet. Das Ding wird komischerweise aber nicht mehr gebaut.

Sigi
--
Nicht darauf kommt es an, dass ich etwas anderes meine, als der andere,
sondern darauf, dass der andere das Richtige aus Eigenem finden wird,
wenn ich etwas dazu beitrage. [Rudolf Steiner]
--> deutsche Uebersetzung links vom @ : email wird regelmäßig gelesen <--

Jo Tin

unread,
Jun 15, 2013, 2:24:48 PM6/15/13
to
Hallo,

Siegfrid Breuer wrote:

> sauberes Beet. Das Ding wird komischerweise aber nicht mehr gebaut.

Was ähnliches gab es kürzlich bei Stabilo

http://www.stabilo-fachmarkt.de/elektrisches-ruettelsieb-s180-erdsieb-gartensieb-sieb-kompostsieb-sandsieb/a-832/


MfG Jo

Ina Koys

unread,
Jun 23, 2013, 1:02:06 PM6/23/13
to
Am 13.06.2013 10:37, schrieb Hinrich L.:

> auf dem Grundstᅵck von meinem Vater gibt es Komposthᅵufen.
> Die sind angelegt worden bevor er das Grundstᅵck gekauft hat.

Da das ja anscheinend schon mindestens ein Jahr her ist, scheinen die
schlecht zu verrotten.

> Den ᅵltesten Kompost wollte ich jetzt mal im Garten verteilen.
> Dabei ist mir aufgefallen, dass in den Komposthᅵufen ᅵberall
> auch lange alte ᅵste vom Strᅵucherschneiden drin sind, die
> offenbar am Stᅵck schlecht verrotten.

In der Tat. Zersᅵgen, verheizen, Sonnenwendfeuer machen, zum
Kompostplatz bringen, Reisighaufen fᅵr Wildtiere anlegen, ᅵkozaun
errichten. Nicht (privat) kompostieren.

> Ich hab mir ᅵberlegt, dass ich die gerne ordentlich zerkleinern
> wᅵrde, damit sie besser verrotten und sie dann in zerkleinerter
> Form weiter kompostieren wᅵrde.
>
> Erste Frage: Funktioniert das oder ist das bezogen auf die
> sich ergebende Kompostqualitᅵt eine dumme Idee?

Geht, aber nur mit einem guten Schredder. Und dauert dann trotzdem, wenn
kein fitter Kompost da ist. Und das scheint nicht der Fall zu sein,
sonst wᅵre die "Hᅵufen" ja nicht mehr da.

> Hat jemand eine Idee, wie ich das Zeug - ausser einzeln
> von Hand zusammenschnippeln - auch ohne Schredder
> klein bekommen kᅵnnte?

Manche Gemeinden holen das ab. Kosten erfragen.

> Wie haben die Leute das frᅵher
> gemacht, als es noch keine elektrischen/benzinbetriebenen
> Schredder fᅵr den Hobbygᅵrtner gab?

Getrocknet und verheizt.

Ina
--
Es wᅵchst!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
Jetzt mit Update:
http://www.touringaustralia.de/

Ina Koys

unread,
Jun 23, 2013, 1:04:40 PM6/23/13
to
Am 14.06.2013 17:44, schrieb Karl-Heinz Rekittke:

> https://dl.dropboxusercontent.com/u/35122598/Tagewerk1.JPG

Flieder? Macht Muckis...

Ina,
dann doch lieber Apfelzweige schnippelnd
--
Es wächst!

Karl-Heinz Rekittke

unread,
Jun 24, 2013, 6:37:59 AM6/24/13
to
Am 23.06.2013 19:04, schrieb Ina Koys:
> Am 14.06.2013 17:44, schrieb Karl-Heinz Rekittke:
>
>> https://dl.dropboxusercontent.com/u/35122598/Tagewerk1.JPG
>
> Flieder? Macht Muckis...
>

Der Flieder war gar nicht so schlimm und ist größtenteils schon
abgearbeitet. Mir graust aber vor dem Weißdorn, der auf der anderen
Seite der Trauerweide liegt - nicht nur deshalb weil die dicken Äste
extrem hart sind, sondern auch deshalb, weil sie viele Dornen aufweisen.

Gruß,
Kalle

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