Gruß, Monika
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Monika Schleidt
Mon...@schleidt.org
(bitte, die Ziffer in der Adresse weglassen)
Hallo,
>Was ist meinem Weichselbaum passiert, der hat von einem Tag zum nächsten
> völlig vertrocknete Astenden, aber absolut alle. Die äußeren 10 bis 20
>cm sind total vertrocknet. Weiter innen sind grüne Blätte und Unmengen
>von Weichseln. Ich hab die trockenen Stellen untersucht, es sieht nicht
>aus, als ob da irgend ein Getier zuwege wäre, einfach nur braun. Ich
>hatte vor Jahren einen Marillenbaum, der das auch hatte, den mußten wir
>dann abschneiden.
>Ist das eine Krankheit?
leider ist das eine Krankheit, nämlich die Zweigmonilia oder
Spitzendürre, auch Blütenmonilia genannt.
"Blüten- und Zweigmonilia
Die als Blütenfäule, Zweigmonilia oder Spitzendürre bezeichnete
Monilia-Krankheit wird hervorgerufen durch den Pilz Monilinia laxa.
Die Infektion erfolgt kurz vor, während oder kurz nach der Blüte über
die Blütenorgane. Die Knospen sind ab dem Stadium „Weiße Knospe"
gefährdet. Regenwetter bzw. starke Taubildung begünstigt die
Infektion. Durch kalte, regnerische Witterung wird die Blüte verzögert
und so die Dauer der Anfälligkeit verlängert. Infizierte Blüten welken
und verbräunen innerhalb weniger Tage. Die erkrankten Blüten werden
nicht abgestoßen, sondern bleiben an den Zweigen hängen. Über sie kann
der Pilz dann auch in die Zweige eindringen und diese ebenfalls zum
Absterben bringen. Bei empfindlichen Sorten wird das Wachstum des
Pilzes erst an stärkeren Ästen gestoppt."
Jetzt hilft nur noch Rückschnitt ins gesunde Holz.
Falls du nächstes Jahr dagegen spritzen willst, musst du das mit
geeignetem Mittel in die Blüte machen.
Beste Grüße G e r h a r d
aha, danke Gerhard,
also R�ckschnitt in's gesunde Holz, ich glaub, das schaff ich nicht, der
Baum ist relativ gro�, da rauf komm ich nie im Leben. Auch spritzen
k�nnte ich da nicht, noja, ---- gut waren diese Weichseln ja eh nie,
wahnsinnig sauer, und nicht sehr geschmackvoll.
Gru�, Monika
Unsere Mandelbäumchen hats umgelegt davon, weil wir die Sache nicht
ernstgenommen haben. Der Sauerkirschbaum hat es überlebt.
Ina
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Birmesen aus der Grenzregion bringen Hilfe ins Land. Helfen Sie helfen!
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Hallo,
>> leider ist das eine Krankheit, nämlich die Zweigmonilia oder
>> Spitzendürre, auch Blütenmonilia genannt.
>
>Unsere Mandelbäumchen hats umgelegt davon, weil wir die Sache nicht
>ernstgenommen haben. Der Sauerkirschbaum hat es überlebt.
überlebt schon, aber nur bis zum nächsten Mal. :-(
Hier gab es vor 30 Jahren in verschiedenen Kleingartenanlagen jede
Menge Sauerkirschbäume.
Da man pflanzenschutz auch klein schreiben kann, sind sie zu fast
100 % Vergangenheit.
>>> leider ist das eine Krankheit, nämlich die Zweigmonilia oder
>>> Spitzendürre, auch Blütenmonilia genannt.
>> Unsere Mandelbäumchen hats umgelegt davon, weil wir die Sache nicht
>> ernstgenommen haben. Der Sauerkirschbaum hat es überlebt.
>
> überlebt schon, aber nur bis zum nächsten Mal. :-(
>
> Hier gab es vor 30 Jahren in verschiedenen Kleingartenanlagen jede
> Menge Sauerkirschbäume.
> Da man pflanzenschutz auch klein schreiben kann, sind sie zu fast
> 100 % Vergangenheit.
Ehrlich gesagt findet Pflanzenschutz in chenischer Form bei uns
überhaupt nicht statt. Und die Welle von Spitzendürre ist jetzt auch
schon ein paar Jahre her. Der Sauerkirschbaum hat echt schon deutlich
schlechter ausgesehen.
Geht der Baum ein, wenn ich nichts tue?
Ist die Monilie ansteckend? Kann sie auf den direkt daneben stehenden
Apfelbaum übergreifen? Oder auf den noch sehr jungen Weingartenpfirsich?
Viele Fragen.
Gruß, Monika
> Ist die Monilie ansteckend? Kann sie auf den direkt daneben stehenden
> Apfelbaum übergreifen? Oder auf den noch sehr jungen Weingartenpfirsich?
ja, Mionilia ist eine Pilzerkrankung und verbreitet sich durch Pilzsporen.
gh
Hallo,
>Ich hab mit meinem Weichselbaum, wegen zu vieler anderer Aktivitäten,
>gar nichts gemacht.
schade.
>Die braunen Enden an jedem Ast sind noch da, es
>ändert sich aber nichts. Am Rest hängen noch ganz viele Weichseln, die
>absolut gesund aussehen. Was passiert, wenn ich nichts tue? Ich kann
>unmöglich alle betroffenen Äste abschneiden, dazu sind es zu viele und
>in zu großer Höhe.
Wenn du nichts tust, was jetzt eh schon fast zu spät ist, wird sich
der Befallsdruck im nächsten Jahr erhöhen. Sollte zur Blütezeit auch
noch feuchtnasses Wetter sein, könnte der Baum schneller klein werden,
als dir lieb ist.
Aber die Kirschen schmecken doch eh nicht, oder?
>Ich könnte natürlich die größeren Äste abschneiden,
>dann wären die kleinen auch weg, aber da sind überall noch so viele
>Weichseln drauf, die eigentlich reifen könnten.
Jetzt kannst du mit allem Schneiden und Schnipseln bis nach der Ernte
warten.
>Geht der Baum ein, wenn ich nichts tue?
Er geht ein, nicht sofort, aber jedes Jahr etwas mehr.
>Ist die Monilie ansteckend? Kann sie auf den direkt daneben stehenden
>Apfelbaum übergreifen?
Das kannst du vergessen.
Auf Apfel gibt es die Fruchtmonilia (Monilinia fructigena), das ist
aber ein anderer Pilz.
>Oder auf den noch sehr jungen Weingartenpfirsich?
Soweit ich weiß gibt es auch am Pfirsich die Zweigmonilia (Monilinia
laxa), damit haben wir hier bisher aber keine Probleme gehabt. Ist
vielleicht ebenfalls sehr von der Witterung während der Blüte
abhängig.
Und: wenn deine Weichsel schon monilia-geschwächt ist, solltest du ihr
mit Düngung zu besserem Austrieb verhelfen. Das geht jetzt noch.
Danke, Gerhard, für die ausführliche Antwort.
Ich glaube, wir werden den Baum einfach wegnehmen, er steht blöd, macht
keine guten Kirschen, das einzig Schöne ist wenn er blüht, aber wie lang
tut er das schon. Dann hätte der Apfelbaum mehr Platz, der kleine
Pfirsich könnte sich entfalten...... also was solls.