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Oleander knochentrocken

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Alexandra Straub

unread,
Mar 30, 2003, 2:28:28 PM3/30/03
to
Hi NG,

nach dem Überwintern (warm eingepackt im Gartenhäuschen ohne irgendeine
Lichtquelle) habe ich meine Oleander wieder in die Natur entlassen.
Jetzt macht es mich aber irgendwie nervös, das sämtliche Blätter
staubtrocken und steinhart sind. Soll heissen: Man kann die Blätter
ohne Probleme zerbröseln, als wären sie getrocknet worden. Es ist aber
nicht so, das die Blätter vom Stamm fallen. Die sitzen bombenfest.
Gegossen wurden sie im Monat einmal (über ca. 5 Monate).

Ist das normal oder bin ich berechtigterweise nervös? Was soll/kann ich
tun, das sie sich bald wieder regenerieren?

Vielen Dank im Vorraus und mfg, Alexa


Frederick Page

unread,
Mar 30, 2003, 5:55:49 PM3/30/03
to
followup to "Alexandra Straub" <Alexand...@gmx.at>:

>nach dem Überwintern (warm eingepackt im Gartenhäuschen ohne
>irgendeine Lichtquelle) habe ich meine Oleander wieder in die Natur
>entlassen.

Hm, der Umstellungsschock von dunkel/trocken auf hell/feucht ist nicht
zu unterschätzen. Besser Du hättest die Pflanzen erstmal einige Tage
in Vlies gewickelt und etwas schattig gestellt.

>(...) sämtliche Blätter staubtrocken und steinhart sind.

War das schon beim Ausräumen aus dem Gartenhaus so, oder ist das erst
nach einigen Tagen im Freien aufgetreten? Falls Letzteres:
Umstellungsschock.

>Soll heissen: Man kann die Blätter ohne Probleme zerbröseln, als
>wären sie getrocknet worden. Es ist aber nicht so, das die Blätter
>vom Stamm fallen. Die sitzen bombenfest.

Genau dasselbe wie bei meinem Nachbarn. Der hat zwei große Töpfe mit
Oleander einfach draußen stehen lassen, zwar dicht an der Hauswand,
aber ohne jeglichen Schutz. Keine Noppenfolie um den Topf, kein Vlies
o.ä um die Pflanze. Und genauso wie von Dir beschrieben sehen dessen
beide Oleander auch aus: komplett trockene, eingerollte braune
Blätter, können zwischen den Fingern zu Staub verrieben werden, hängen
aber fest an der Pflanze.

Wir hatten hier ca. 2 Wochen mit Dauerfrost ohne Schnee, nachts um die
-10 Grad, tagsüber dann ca. -5 Grad.

>Gegossen wurden sie im Monat einmal (über ca. 5 Monate).

Ich vermute, sie haben Frost mitbekommen, oder ist dein Gartenhaus
irgendwie mit Frostwächter ö.ä. versehen?

>Ist das normal oder bin ich berechtigterweise nervös?

Nein, ist nicht normal, Du bist zu Recht nervös. Mein Oleander sieht
wirklich kerngesund aus, der stand (fast) den ganzen Winter draußen.
Ich hab es so gemacht: wenn's tagsüber frostfrei war, stand er draußen
auf Styropor, für die Nacht wurde er in Vlies gehüllt, das hab ich
dann morgens vor der Arbeit wieder entfernt.

Wenn auch für den Tag Frost erwartet wurde, bzw. Nachttemperaturen von
-4 oder kälter angesagt waren, hab ich ihn in den dunklen, kühlen,
aber frostfreien Keller gestellt. Er hat da einmal ca. 2 Wochen
hintereinander gestanden, aber seit Ende Februar ist er draußen. Hat
glänzend-dunkelgrünes Laub. Ja, es war eine blöde Plackerei bzw.
Schlepperei, aber das Gewächshaus soll diesen Sommer kommen, da hab
ich es dann erheblich einfacher ;-)

>Was soll/kann ich tun, das sie sich bald wieder regenerieren?

Ich würde warten, ob er (evtl. von unten) wieder austreibt. Vor sagen
wir Ende Mai würde ich nicht aufgeben. Hier war der Winter strenger
als normal, evtl. auch bei Euch? Erst wenn die Pflanze deutliche
Lebenszeichen zeigt kann man entscheiden, was tot ist und
abgeschnitten werden sollte. Also abwarten und hoffen ...

FFPX Frederick

--
Uebrigens musste ich mit dem IE 2 erstmal den Netscape holen, weil
ich mit IE 2 nicht auf die MS-Webseite zugreifen konnte. Dann den
IE 4 installieren, weil ohne den kein IE 5.5 installierbar ist
[Stefan Scholl in de.soc.netzkultur.umgangsformen]

Anke Schilla

unread,
Mar 31, 2003, 2:05:53 AM3/31/03
to

"Alexandra Straub" <Alexand...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:b67gqd$2an9v$1...@ID-98481.news.dfncis.de...

> Hi NG,
>
> nach dem Überwintern (warm eingepackt im Gartenhäuschen ohne irgendeine
> Lichtquelle) habe ich meine Oleander wieder in die Natur entlassen.
> Jetzt macht es mich aber irgendwie nervös, das sämtliche Blätter
> staubtrocken und steinhart sind. Soll heissen: Man kann die Blätter
> ohne Probleme zerbröseln, als wären sie getrocknet worden. Es ist aber
> nicht so, das die Blätter vom Stamm fallen. Die sitzen bombenfest.
> Gegossen wurden sie im Monat einmal (über ca. 5 Monate).
>

Hallo Alexa,

unser Oleander sah nach dem Überweintern immer aus wie mumifiziert. Sprich
grüne (!) trockene Blätter. Nach einem langsamen Eingewöhnen an die Natur
hat er sich dann immmer prächtig gemacht und schön geblüht.

Viele Grüße
Anke


Alexandra Straub

unread,
Mar 31, 2003, 12:08:32 PM3/31/03
to
"Frederick Page" schrieb...

> Hm, der Umstellungsschock von dunkel/trocken auf hell/feucht ist
nicht
> zu unterschätzen. Besser Du hättest die Pflanzen erstmal einige Tage
> in Vlies gewickelt und etwas schattig gestellt.

Die Pflanzen waren bereits so, bevor ich sie aus dem Haus genommen habe
und wurde erstmal in den finstersten Winkel (ganzen Tag Schatten) der
Terrasse gestellt. Sie wurden immer wieder für kurze Zeit in die
Nachmittagssonne gestellt und stehen seit 2 Tagen die ganze Zeit frei.

> War das schon beim Ausräumen aus dem Gartenhaus so, oder ist das erst
> nach einigen Tagen im Freien aufgetreten? Falls Letzteres:
> Umstellungsschock.

s. o.

> Genau dasselbe wie bei meinem Nachbarn. Der hat zwei große Töpfe mit
> Oleander einfach draußen stehen lassen, zwar dicht an der Hauswand,
> aber ohne jeglichen Schutz. Keine Noppenfolie um den Topf, kein Vlies
> o.ä um die Pflanze.

Sie sind erhöht auf Hockern mit 'Luftblasenfolie' (kA wie genau das
jetzt heisst ;o)) und Decken umwickelt gestellt gewesen. Die Wässerung
ist äusserst sporadisch passiert (viertel bis halber Liter pro Kübel).

> Und genauso wie von Dir beschrieben sehen dessen
> beide Oleander auch aus: komplett trockene, eingerollte braune
> Blätter, können zwischen den Fingern zu Staub verrieben werden,
hängen
> aber fest an der Pflanze.

Prinzipiell genau wie bei mir, nur das die Blätter nicht eingerollt
sind.

> Ich vermute, sie haben Frost mitbekommen, oder ist dein Gartenhaus
> irgendwie mit Frostwächter ö.ä. versehen?

Die Erde hat für mich nicht eingefroren gewirkt.
Es ist ein Blechhaus, welches auf einer Südterrasse in der direkten
Sonne steht und sich dementsprechend aufheizt.

> Nein, ist nicht normal, Du bist zu Recht nervös.

:o(

[Plackerei und Schlepperei gesnippt]

Geht bei mir insofern nicht, weil meine Terrasse komplett eingeschneit
war, und ich zu faul war alles wegzuschippern. ;o)

> Ich würde warten, ob er (evtl. von unten) wieder austreibt. Vor sagen
> wir Ende Mai würde ich nicht aufgeben. Hier war der Winter strenger
> als normal, evtl. auch bei Euch? Erst wenn die Pflanze deutliche
> Lebenszeichen zeigt kann man entscheiden, was tot ist und
> abgeschnitten werden sollte. Also abwarten und hoffen ...

Thx, werde mal abwarten was sich weiter tut. Vielleicht habe ich aber
wenigstens die Blattläuse damit vernichtet. :o)

Mfg, Alexa


Frederick Page

unread,
Mar 31, 2003, 5:26:25 PM3/31/03
to
followup to "Alexandra Straub" <Alexand...@gmx.at>:

>Die Pflanzen waren bereits so, bevor ich sie aus dem Haus genommen habe

Auweia, da fürchte ich, daß sie Frost mitbekommen haben. Da Du fast
nicht gegossen hast, kann ich mir schwer vorstellen, daß die Wurzeln
verfault sind. Bei zuviel Wasser zeigt die Pflanze nämlich auch
Trockenheits Erscheinungen, weil die verrottenden Wurzeln kein Wasser
aufnehmen können.

>und wurde erstmal in den finstersten Winkel (ganzen Tag Schatten) der
>Terrasse gestellt. Sie wurden immer wieder für kurze Zeit in die
>Nachmittagssonne gestellt und stehen seit 2 Tagen die ganze Zeit frei.

Das hast Du IMHO absolut klasse so gemacht. Viele stellen die Dinger
einfach an den endgültigen Standort und wundern sich dann, daß die
Pflanzen erstmal mickern und Wachstumsstörungen zeigen.

>>Ich vermute, sie haben Frost mitbekommen, oder ist dein Gartenhaus
>>irgendwie mit Frostwächter ö.ä. versehen?

>Die Erde hat für mich nicht eingefroren gewirkt.

Hm, würde man das denn nachher beim Ausräumen merken, wenn die Pflanze
z.B. Anfang Januar Frost bekommen hätte?

>Es ist ein Blechhaus, welches auf einer Südterrasse in der direkten
>Sonne steht und sich dementsprechend aufheizt.

Hm, nicht ganz optimal, tagsüber dann richtig warm, nachts kalt. Naja,
geht sicherlich nicht anders.

>Geht bei mir insofern nicht, weil meine Terrasse komplett eingeschneit
>war, und ich zu faul war alles wegzuschippern. ;o)

Hier sind die Winter sonst sehr mild und man kann in einigen Jahren
Engelstrompeten und/oder Oleander draußen lassen, sofern eingewickelt.

>Thx, werde mal abwarten was sich weiter tut. Vielleicht habe ich aber
>wenigstens die Blattläuse damit vernichtet. :o)

Glaub ich nicht (kein Scherz). Das Viehzeugs ist leider zäher, als
einem lieb ist.

FFPX Frederick

--
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