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Wie aggressiv sind Birkenwurzeln?

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Christa Mager

unread,
Jan 27, 2001, 2:22:45 PM1/27/01
to
Hallo Leute,
gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich das
Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an dasselbe
gepflanzt werden? Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine Schäden
entstehen?
Vielen Dank für eure Antwort.
Gruß
Christa


Ralf Grimm

unread,
Jan 28, 2001, 4:46:21 AM1/28/01
to
Birkenwurzeln sind meines Wissens harmlos.

Gruß
Ralf

Christa Mager <ma...@christamager.de> schrieb in im Newsbeitrag:
94v79h$f6f6k$1...@ID-56471.news.dfncis.de...

Christa Mager

unread,
Jan 28, 2001, 5:08:40 AM1/28/01
to

"Ralf Grimm" <rlf....@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:950poo$eeavi$1...@ID-56471.news.dfncis.de...

> Birkenwurzeln sind meines Wissens harmlos.
>
> Gruß
> Ralf
>

Diese Antwort kann ich nur mit Vorsicht genießen:
1. hat Ralf Grimm vom Gärtnern keine Ahnung.
2. möchte er unbedingt eine Birke in seinem Garten haben
3. handelt es sich bei dem werten Herrn um meinen eigenen Ehemann.
Also Leute, helft mir bitte und beantwortet meine Frage sachkundig. Wenn es
sich herausstellen sollte, dass Birken wirklich harmlos sind, so soll er
denn in Gottes Namen seine Birke haben.
Gruß, Christa

Lutz Bojasch

unread,
Jan 28, 2001, 5:15:40 AM1/28/01
to
Christa Mager schrieb:

> Diese Antwort kann ich nur mit Vorsicht genießen:
> 1. hat Ralf Grimm vom Gärtnern keine Ahnung.
> 2. möchte er unbedingt eine Birke in seinem Garten haben
> 3. handelt es sich bei dem werten Herrn um meinen eigenen Ehemann.
> Also Leute, helft mir bitte und beantwortet meine Frage sachkundig. Wenn es
> sich herausstellen sollte, dass Birken wirklich harmlos sind, so soll er
> denn in Gottes Namen seine Birke haben.
> Gruß, Christa

Hallo
vielleicht bewerbt Ihr Zwei Beiden euch mal bei "Vera am Mittag" !?
;-) Gruß Lutz

Helena Rupp

unread,
Jan 28, 2001, 5:39:44 AM1/28/01
to
Christa Mager <ma...@christamager.de> wrote:

> Diese Antwort kann ich nur mit Vorsicht genießen:
> 1. hat Ralf Grimm vom Gärtnern keine Ahnung.
> 2. möchte er unbedingt eine Birke in seinem Garten haben
> 3. handelt es sich bei dem werten Herrn um meinen eigenen Ehemann.
> Also Leute, helft mir bitte und beantwortet meine Frage sachkundig. Wenn es
> sich herausstellen sollte, dass Birken wirklich harmlos sind, so soll er
> denn in Gottes Namen seine Birke haben.

*LOL*

Soviel zum Thema «Kommunikation unter Ehepartnern oder wieweit
beeinflusst das Internet die zwischenmenschlichen Beziehungen»


Helena (-> das wäre eine neue Signatur wert, wäre sie nicht so lange :-)


--
Was ist der Unterschied zwischen Mensch und Kuh?
Der Mensch beisst nur einmal ins Gras...

Dieter Göbel

unread,
Jan 28, 2001, 6:00:06 AM1/28/01
to

Christa Mager schrieb in Nachricht
<94v79h$f6f6k$1...@ID-56471.news.dfncis.de>...

>Hallo Leute,
>gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich das
>Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an dasselbe
>gepflanzt werden? Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine
Schäden
>entstehen?

Hallo Christa,
bei mir kann sie zwar kein Mauerwerk zerstören, aber sie könnte meiner
Zypressenhecke ins Gehege kommen. Sie ist zur Zeit noch klein(ca. 2 m Höhe),
aber sie steht etwa 2 m vor dieser Hecke. Da die Birke ein Flachwurzler ist,
könnten sich Wurzeln unter die Zypressen ausdehen und dann ihnen Wasser
nehmen?
Geht das gut oder soll ich sie lieber im Frühjahr herausnehmen?
Viele Grüße
Dieter

Ralf Gutzki

unread,
Jan 28, 2001, 6:21:30 AM1/28/01
to

Christa Mager schrieb:

>
> "Ralf Grimm" <rlf....@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
>..
> > Birkenwurzeln sind meines Wissens harmlos.
> ...

> Diese Antwort kann ich nur mit Vorsicht genießen:

Hi Christa,

die Wurzeln könnten bei Wasserleitungen schaden anrichten.
Wenn genügent Platz im Garten ist kann nix passiere.

> 1. hat Ralf Grimm vom Gärtnern keine Ahnung.

Aha.

> 2. möchte er unbedingt eine Birke in seinem Garten haben

Soll er doch, ist ja auch Gesund. Birkenwasser, Tee, usw...

> 3. handelt es sich bei dem werten Herrn um meinen eigenen Ehemann.

Oh, dann darf er nicht :>)

> Also Leute, helft mir bitte und beantwortet meine Frage sachkundig. Wenn es
> sich herausstellen sollte, dass Birken wirklich harmlos sind, so soll er
> denn in Gottes Namen seine Birke haben.

Birke (Betula pendula) (B. verrucosa); Moorbirke (Betula pubescens)
Bis 30 m hoher Laubbaum.
Blüten: hängende Kätzchen (mänl.), kleine aufrechte Zapflen (weibl.).
Blütezeit: April-Mai

Unsere Nachbarn haben eine Birke (mänl.) an der Grundstücksgränze.
Störend ist der Blütenflug von April-Mai, die schon mal auf
den Kuchen landen. Aber "Gefährlicht" ist sie NICHT ;>)

tschüs ... ralf <-- noch so einer :>)


Anni Ostermann

unread,
Jan 28, 2001, 8:16:39 AM1/28/01
to

"Christa Mager" <ma...@christamager.de> schrieb im Newsbeitrag
news:94v79h$f6f6k$1...@ID-56471.news.dfncis.de...
Hallo Christa,

> gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich das
> Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an dasselbe
> gepflanzt werden? Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine
Schäden
> entstehen?
wir haben soeben die Erfahrung gemacht, dass es nicht ratsam ist hohe Bäume
zu nahe ans Haus zu pflanzen. Es lagen ewig Laub und Nadeln auf dem Dach und
die Abflußrohre in der Erde waren verstopft mit der Folge, das das Wasser
austrat und unser Keller feucht wurde. Jetzt wurde die ganze Kellerwand
freigelegt und neu eingestrichen usw., großer Unkostenfaktor, wie man
sieht. Das war Anlass, jetzt 3, schon recht hohe Bäume zu fällen, die sehr
nahe am Haus standen.
Birken haben wir auch im Garten. Dort benehmen sie sich anderen Pflanzen
gegenüber recht anständig. Also in der Beziehung habe ich nicht zu klagen.
Aber ihr seid euch sicher im Klaren darüber, dass die Birke einer der
größten Schmutzmacher ist, also sehr viel zu fegen und Staub putzen wenn sie
in der Nähe des Hauses oder der Pflasterung steht. Außer dem Laub im Herbst
kommen da noch Blütenstaub, Blüten, Samen und die braunen Trotteln.
Herzliche Grüße, Anni Ostermann.

Dieter Trimborn

unread,
Jan 28, 2001, 9:18:30 AM1/28/01
to

>"Christa Mager" <ma...@christamager.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:94v79h$f6f6k$1...@ID-56471.news.dfncis.de...
>Hallo Christa,
>> gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich
das
>> Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an dasselbe
>> gepflanzt werden? Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine
>Schäden
>> entstehen?


Hallo Christa,

ich habe selbst 2 große alte Birken im Garten. zwischen den beiden ist ein
schmaler, gepflasterter Weg. Bisher konnte ich keine Schäden an diesem Weg
feststellen. Trotzdem würde ich dir und deinem Mann von Birken abraten. Wie
Anni schon geschrieben hat, Birken machen das ganze Jahr über Dreck. Selbst
jetzt im Winter. Bei meinen beiden großen Exemplaren muß ich jede Woch
Reisig auflesen, das der Wind herunterbläst. Außerdem sind Birken als
Flachwurzler ware Säufer. Ich kenne kaum eine Pflanze, die es lange im
Wurzelbereich von Birken aushält. Im fortgeschrittenen Alter kann auch die
Standfestigkeit von Flachwurzlern zu einem Problem werden, allerdings eher
für die nachfolgende Generation. Es gibt so viele schöne andere Bäume,
überlegt euch das mit der Birke gut.

Herzliche Grüße, Dieter


Wolfgang Broeker

unread,
Jan 28, 2001, 9:22:54 AM1/28/01
to
Christa Mager schrub[tm]:

> gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich
> das Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an das-
> selbe gepflanzt werden?

In meinem Garten stehen mehrere ausgewachsene Exemplare, deren
Wurzeln bislang (ich wohne hier im Gegensatz zu den Birken erst
10 Jahre) noch nirgendwo mechanisch in Erscheinung getreten sind.


> Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine Schäden
> entstehen?

Bei mir stehen zwei der Bäume ca. einen halben Meter von einer
gepflasterten Fläche entfernt.

Ein Problem für andere Pflanzen stellt allerdings die starke
Wasserkonkurrenz durch die Birken dar. Im nahen Rasen man im
Hochsommer täglich den "Fortschritt" der Austrocknung an ei-
nem ständig größer werdenden braunen Kreis sehen.

Gruß - Wolfgang

--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Sun, 28 Jan 2001 15:13 +0100 ***

Wolfgang Broeker

unread,
Jan 28, 2001, 10:51:18 AM1/28/01
to
Dieter Trimborn schrub[tm]:

> Wie Anni schon geschrieben hat, Birken machen das ganze Jahr über
> Dreck. Selbst jetzt im Winter. Bei meinen beiden großen Exemplaren
> muß ich jede Woche Reisig auflesen, das der Wind herunterbläst.

Ob man das wirklich als Dreck empfindet, scheint mir eine ziem-
lich subjektive Sache zu sein. Wenn es einem hauptsächlich auf
Schmutzvermeidung ankommt, sollte man sich he besser für eine
öde Konifere oder gleich für einen Flaggenmast entscheiden :-)

Im Ernst: Ich halte Birken für ausgesprochen hübsche Bäume, die
einigermaßen licht bleiben und durch die ständige Bewegung ihrer
Blätter auch bei sehr schwacher Luftbewegung ihren eigenen Reiz
haben.


> Außerdem sind Birken als Flachwurzler wahre Säufer.

Das ist in der Tat zutreffend.


Gruß - Wolfgang

--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***

*** Sun, 28 Jan 2001 16:41 +0100 ***

Ralf Grimm

unread,
Jan 28, 2001, 2:38:39 PM1/28/01
to
Hi Wolfgang,

wie ich sehe, liegen wir auf derselben Wellenlänge ;-)

Gruß

Ralf

Wolfgang Broeker <wolf...@broeker.com> schrieb in im Newsbeitrag:
VA.00000c8...@doppio.broeker.com...

Dieter Göbel

unread,
Jan 28, 2001, 2:56:52 PM1/28/01
to

Wolfgang Broeker schrieb in Nachricht ...

>Im Ernst: Ich halte Birken für ausgesprochen hübsche Bäume, die
>einigermaßen licht bleiben und durch die ständige Bewegung ihrer
>Blätter auch bei sehr schwacher Luftbewegung ihren eigenen Reiz
>haben.

Hallo Wolfgang,
auch ich schätze sie sehr. Sie bieten so viel Abwechslung. In unserer
Stadtwohnung vor Jahren waren sie das einzige Stück Natur, das wir aus
unserem Fenster sahen. Deswegen steht auch eine in unserem großen Garten.
Ich wusste gar nicht, dass Bäume Dreck machen;-)
Viele Grüße
Dieter


Christian Pasching

unread,
Jan 28, 2001, 3:15:47 PM1/28/01
to
Liebe Christa,

wir haben keine Birke im Garten, weil mir alle Leute, die Birken haben,
dringend wegen des Schmutzes abgeraten haben. In trockenen Sommern verlieren
sie ab August ständig Blätter und sehen dadurch wenig schön aus (der Rest
der Blätter wird dann gelb). Auch die Blüten machen Schmutz. Unsere
Naturfreaks lassen vermutlich ihre Frauen die Terrassen säubern, deshalb
stört sie der Schmutz nicht.

Im Frühling, in zartgrüne Schleier gehüllt, sieht eine Birke
zugegebenermaßen zauberhaft aus. Aber im Garten möchte ich sie nicht haben.

Außerdem verlangen die doch eher sauren Boden, oder?

Liebe Grüße Ulli


Hilmar Pietzuch

unread,
Jan 28, 2001, 2:22:42 PM1/28/01
to
>Hallo Christa,
nachdem alle möglichen Leute allen möglichen Unsinn über die Verschmutzung durch
Birken geschrieben haben zurück zu den Wurzeln derselbigen und der Frage. Wurzeln
von Birken können natürlich Schäden am Mauerweg und Gehwegbelägen verursachen.
Das gilt im übrigen für alle Baumwurzeln. Aber sie können Schäden verursachen,
müssen es nicht. Es kommt darauf an, in wie weit der Wurzelraum der Birken durch
Wege und Mauern eingeengt ist. Bei einer größeren Versiegelung des Wurzelraumes
kann auch weniger Niederschlagswasser in den Boden eindringen. Die Baumwurzeln
suchen dann gezielt vorhandene Wasservorkommen im Boden. Das Kondenswasser an
Mauern und unter Wegbelägen wird dann verstärkt von den Wurzeln aufgenommen. Die
Baumwurzeln wachsen dann auch unter Mauern hindurch oder in Risse und Ritzen
hinein. Durch das Dickenwachstum der Wurzeln führt dies dann zu Schäden an Wegen
und Mauern. Des weiteren kommt es auf die Bodenstruktur an. Im Sandboden, in
welchem das Niederschlagswasser sehr schnell versickert sind die Baumwurzeln
bedeutend länger als in wasserspeicherndem Lehmboden. Die genaue Ausdehnung von
Baumwurzeln lässt sich nicht genau vorhersagen. Auch die Ausbreitung der
Baumwurzeln, besonders im städtischen Bereich, ist ebenfalls ohne Suchgrabungen
nicht genau vorhersehbar. Baumwurzeln an Strassen und Wegen können unter die
Strassen- und Wegbelägen wachsen, besonders wenn die Bäume nur eine sehr kleine
Baumscheibe besitzen. Steht den Bäumen aber ausreichend offener Wurzelraum zur
Verfügung, wachsen die Wurzeln nur entlang von Strassen und Wegen.
Man kann also nicht mit Bestimmtheit sagen, ob die Wurzeln von Birken nun Schäden
verursachen oder nicht. Wie schon geschrieben, sie können es, müssen es aber
nicht.
Gruß
Hilmar

--
_____________________________________________________________
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Thomas Mager

unread,
Jan 28, 2001, 4:57:14 PM1/28/01
to
> > gleich noch eine Frage zu Birken: Beschädigen Birkenwurzeln eigentlich
das
> > Mauerwerk bzw heben sie das Wegpflaster an, wenn sie dicht an dasselbe
> > gepflanzt werden? Wie groß muss der Mindestabstand sein, damit keine
> > Schäden
> > entstehen?
>
> Birkenwurzeln sind meines Wissens harmlos.

Sehe ich genauso!

*g,d&rvvf*

Tipp an euch beide: seht euch mal die unten aufgelisteten Internetadressen
an.

SCNR ;-)

Gruß,
Thomas
--
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Dieter Göbel

unread,
Jan 28, 2001, 3:27:04 PM1/28/01
to

Christian Pasching schrieb in Nachricht ...
>Liebe Christa,

>
>Außerdem verlangen die doch eher sauren Boden, oder?
>
Hallo Ulli,
Birken sind sehr anspruchslos. Sie tolerieren a l l e Bodenarten von sauer
bis neutral und sind sehr anpassungsfähig. Nicht umsonst werden sie als
Pioniergehölz eingesetzt.
Kalk streue natürlich nicht da drunter;-)
Da unsere Birke mitten auf dem Rasen steht, bekommt sie ohnehin genug
Wasser, da wir den Rasen sprengen.
Jedem Tierchen sein "Bäumchen";-)
Viele Grüße
Dieter

Anni Ostermann

unread,
Jan 29, 2001, 8:20:27 AM1/29/01
to

"Wolfgang Broeker" <wolf...@broeker.com> schrieb im Newsbeitrag
news:VA.00000c8...@doppio.broeker.com...
Hallo Wolfgang,

> > Wie Anni schon geschrieben hat, Birken machen das ganze Jahr über
> > Dreck. Selbst jetzt im Winter. Bei meinen beiden großen Exemplaren
> > muß ich jede Woche Reisig auflesen, das der Wind herunterbläst.
>
> Ob man das wirklich als Dreck empfindet, scheint mir eine ziem-
> lich subjektive Sache zu sein. Wenn es einem hauptsächlich auf
> Schmutzvermeidung ankommt, sollte man sich he besser für eine
> öde Konifere oder gleich für einen Flaggenmast entscheiden :-)
>
> Im Ernst: Ich halte Birken für ausgesprochen hübsche Bäume, die
> einigermaßen licht bleiben und durch die ständige Bewegung ihrer
> Blätter auch bei sehr schwacher Luftbewegung ihren eigenen Reiz
> haben.
auch ich halte Birken für hübsche Bäume, aber sie müssen ja nicht unbedingt
neben der Terasse oder neben der Pflasterfläche am Hauseingang stehen. Da
gibts noch ne Menge anderer hübscher Bäume oder Sträucher. Jeder der solche
Flächen sauberhalten muss wird mir hier zustimmen, es sei denn, er weiß vor
Langeweile nicht was er tun soll.
Herzliche Grüße, Anni Ostermann.


Christian Pasching

unread,
Jan 29, 2001, 12:04:22 PM1/29/01
to
Hallo Anni,

die Stimme der Vernunft. Meine Bekannten haben eine wunderschöne Birke neben
einer hell gefliesten Terrasse und die Hausfrau haßt die Birke. Mitten im
Garten ist sicher nichts gegen Birken einzuwenden, es sei denn, man hat sehr
trockenen Boden, dann ist sie alles andere als dekorativ.

Liebe Grüße Ulli


Ulrike Jahnke-Soltau

unread,
Jan 31, 2001, 1:02:44 PM1/31/01
to
Hallo Dieter,

> Reisig auflesen, das der Wind herunterbläst. Außerdem sind Birken als
> Flachwurzler ware Säufer.

stimmt

> Ich kenne kaum eine Pflanze, die es lange im
> Wurzelbereich von Birken aushält.

bei diesen feuchten Sommern hält sich hier etliches, z.B. Taxus und
Knabenkraut, sogar ein paar Uralt-Rhododendren.

so long,
uja

Hilmar Pietzuch

unread,
Jan 31, 2001, 2:52:55 PM1/31/01
to
>
>Hallo Leute,
die meisten sehen als Birke wahrscheinlich nur die Betula pendula, Sandbirke, an.
Diese Birke hat eine sehr große Standortamplitude, wächst aber garantiert nicht
im Moor. Im Seleker-Moor wird wohl die Moorbirke (Betula pubescens)stehen.
Die Birken ist keine Flachwurzler. Birken bilden eine typische Herzwurzel aus,
welche im Sandboden bis zu 6 m Tiefe reichen kann. In der oberen Bodenzone hat
die Birke natürlich einen sehr hohen Feinwurzelanteil, welcher den größten Teil
des Niederschlagwassers aufnimmt. Dadurch kommt es bei dieser Baumsorte natürlich
auch zu massiven Trockenschäden an benachbarten Gehölzen oder auf Rasenflächen.
Die Birken, welche ich aber als Begleitgehölz in dem Rhododendronbeet
vorgeschlagen habe, ist u.a. die Betula pendula 'Purpurea, welche ausdrücklich in
den Baumschulkatalogen für eine Pflanzung auf Rasenflächen empfohlen wird. Alle
weiteren KLaubbäume besitzen nur eine kleine bis mittlere Wuchsgröße. Dadurch
reduziert sich die Assimilationsfläche bereits habitusbedingt. Wird aber nicht
viel Wasser verdunstet, nehmen die Wurzeln auch nicht viel Wasser auf.Wo sollen
die Wurzeln schließlich mit dem vielen Wasser hin?
Meist werden Laubbäume vorgeschlagen(Quercus palustris, Quercus robur,
Liriodendron tulipifera, u.a.), welche ausgewachsen sehr stattliche Bäume
darstellen. Zur Auflockerung eines Rhododendronbeetes sind sie aber meines
Erachtens durch die enorme Größe ungeeignt, es sei denn, dass Beet ist mindestens
einen halben Hecktar groß.(Q.palustris, Höhe bis 25 m, Kronendurchmesser 20 m,
Liriodendron tulipifera, Höhe bis 30 m, Kronendurchmesser 20 m,wieviel Bäume
davon lockern ein Rhododendronbeet auf?).
Die Assimilationsfläche solcher stattlichen Bäume überschreitet die
Assimilationsfläche kleinerer Laubbäume um ein Vielfaches. Da können die
kleineren ruhig sogenannte Säufer sein. Gleiches gilt für die Wurzelausdehnung.
Liriodendron tulipifera ist außerdem äußerst windbruchgefährdet. Ich kenne nur
einen Tulpenbaum, welcher keinen Starkastabbruch besitzt (Schlosspark in Ivenack).
Bei allen anderen sind bis zu 50%! der Starkäste durch Wind abgebrochen und das
ist m. E. für das Wachstum des Rhododendrons, welcher dann darunter steht, nicht
vorteilhaft.

Dieter Göbel

unread,
Feb 2, 2001, 4:53:39 AM2/2/01
to

Konrad Wilhelm schrieb in Nachricht ...

>On 31 Jan 2001 21:52:55 +0200, "Hilmar Pietzuch" <hilmarp...@web.de>
wrote:


>
>>Diese Birke hat eine sehr große Standortamplitude, wächst aber garantiert
nicht
>>im Moor. Im Seleker-Moor wird wohl die Moorbirke (Betula pubescens)stehen.
>

>Größtes Problem: durch Anflug von Birkensamen (hier wirklich B. pendula)
>entstehen unzählige Birken, deren Wasserverbrauch größer ist als die
>Niederschlagsmenge. Folglich müssen diese Birken regelmäßig entfernt
werden,
>wenn man wieder wachsendes Hochmoor bekommen will.

Hallo Konrad,
in ehemaligen Hoormoor-Gebieten im Emsland stehen Birken haufenweise. Um
daraus wieder echte Moorgebiete machen, müsste man regelrecht roden;-)
Viele Grüße
Dieter


Susanne Wagner-Tank

unread,
Feb 5, 2001, 11:22:21 AM2/5/01
to
Am Sun, 28 Jan 2001 16:51:18 +0100, Wolfgang Broeker
<wolf...@broeker.com> schrieb:

>Im Ernst: Ich halte Birken für ausgesprochen hübsche Bäume, die
>einigermaßen licht bleiben und durch die ständige Bewegung ihrer
>Blätter auch bei sehr schwacher Luftbewegung ihren eigenen Reiz
>haben.

Natürlich sind es sehr hübsche Bäume - was ihre negativen Seiten
nicht mindert.

Wir haben selbst eine 20m- Birke 3m vom Haus weg und 3 von dieser
Größe noch in einer Gartenecke, der Nachbar links hat auch 4
große Birken und der Nachbar rechts hat 3 große Birken an unserer
Grenze. Was den "ganzjahresdreck" anbetrifft, kann ich nur
unterstützen, was Anni und Dieter gesagt haben !!

Z.Z. legen wir eine Drainage und konnten dabei sehen, wie dünnere
Birkenwurzeln bis tief in den Bruchsteinsockel hineingewachsen
sind. Die Bruchsteine waren allerdings zu groß, als daß die
Wurzeln irgendwie Schaden anrichten hätten können.

Gegen _eine_ Birke - die nicht direkt am Haus steht - dürfte
wenig einzuwenden sein.
Schöner sehen Birken allerdings in Dreiergruppen aus.

gruß susanne

Dieter Göbel

unread,
Feb 5, 2001, 12:07:03 PM2/5/01
to

"Susanne Wagner-Tank" <Susanne.W...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:95mjs0$rt3$01$3...@news.t-online.com...

> Gegen _eine_ Birke - die nicht direkt am Haus steht - dürfte
> wenig einzuwenden sein.
> Schöner sehen Birken allerdings in Dreiergruppen aus.
>

Hallo susanne,
nun ja, es kommt auf den Platz an;-)
Einzelstehend kann sie sich aber auch gut machen.
Viele Grüße
Dieter

Wolfgang Broeker

unread,
Feb 5, 2001, 12:41:44 PM2/5/01
to
Susanne Wagner-Tank schrub[tm]:

> Gegen _eine_ Birke - die nicht direkt am Haus steht - dürfte
> wenig einzuwenden sein.
> Schöner sehen Birken allerdings in Dreiergruppen aus.

Hier in meiner Gegend hat ziemlich jeder seine 3-4 Birken
im Garten. Ich frage mich nur immer, welche Bäume denn
statt der so schrecklich viel Dreck verursachenden Birken
überhaupt noch in Frage kommen?

- Obst (ver-)blüht und lässt unreife Früchte fallen.
- Kastanien verbeulen im Herbst das Auto.
- Eichenlaub verrottet nicht, außerdem werfen Eichen ihre
Eicheln ab und ziehen damit Wildschweine an.
- Ahornblätter verstopfen die Dachrinnen noch viel schlimmer
als Birkenlaub.
- Linden führen zu einer regelrechten Pannade auf dem Auto-
lack zu bestimmten Jahreszeiten.
- Buchen werfen mit ihren Eckern um sich.

Bleiben also die beliebten Koniferen. qed.


Gruß - Wolfgang (auf dessen Terrasse der Wind immer etwas Laub
liegenlässt, den das aber nicht stört)

--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***

*** Mon, 05 Feb 2001 18:00 +0100 ***

Dieter Göbel

unread,
Feb 5, 2001, 3:55:51 PM2/5/01
to

"Wolfgang Broeker" <wolf...@broeker.com> schrieb im Newsbeitrag
news:VA.00000cc...@doppio.broeker.com...

>
> - Kastanien verbeulen im Herbst das Auto.
> - Eichenlaub verrottet nicht, außerdem werfen Eichen ihre

Hallo Wolfgang,
auch Kastanienlaub verrottet sehr schlecht, dafür kriegst du aber die
Kastanien auf dein Dach und in die Dachrinnen;-)
Wir haben sie aber trotzdem und denken auch nicht daran, sie rauszuzupfen;-)
Viele Grüße
Dieter

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