Im Wintergarten stehen bei uns keine zu "überwinternde Pflanzen",
sondern nur Zimmerpflanzen. Außerdem möchte ich in den nächsten Tagen
in einem "Erdbeertopf" verschiedene Kräuter anpflanzen.
Mein Frage wäre nun: ab welcher Innentemperatur ist es notwendig, zu
heizen - welche Raumtemperatur brauchen Zimmerpflanzen?
Danke für Eure Tips!
Cu,
Christine
"nur" Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen wie z.B.: St. Paulia, Gloxinien, Calathea können bereits bei 10°C
Kälteschäden bekommen. Andere wie z.B.: Primeli, Cyclamen, Azaleen Kakteen
lieben sogar einem frostfreien Wintergarten (1-5°C).
Dein Kräutertopf, den du planst, z.B.: mit Schnittlauch, Peterli, Minze, Melisse
erträgt sogar Frost und sollte nicht zu warm über den Winter gehalten werden.
nicht über 15°C. im Winter, besser für Gewürz Heiztemperatur 5-10°C.
Wenn Du Dein Wintergarten auch lüften kannst, so gibt es 2 Temperaturen, die Du
beachten solltest: Heiztemperatur und Lüftungstemperatur.
Meine Empfehlung: wenn Du nicht im Wintergarten wohnst, so heiz Dein
Wintergarten bei 10°C. Lüften ab 20°C. Und nimm die wärmebedürftigsten Pflanzen
in den Wohnraum.
ein ernster Gärtner :-)
Ernst
>sondern nur Zimmerpflanzen. Außerdem möchte ich in den nächsten Tagen
>in einem "Erdbeertopf" verschiedene Kräuter anpflanzen.
>
>Mein Frage wäre nun: ab welcher Innentemperatur ist es notwendig, zu
>heizen - welche Raumtemperatur brauchen Zimmerpflanzen?
>
>Danke für Eure Tips!
>
>Cu,
>Christine
>
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>Mein Frage wäre nun: ab welcher Innentemperatur ist es notwendig, zu
>heizen - welche Raumtemperatur brauchen Zimmerpflanzen?
Im Winter irgendwas zwischen +5 und +25 °C, je nachdem, wie Du
Zimmerpflanzen definierst. ;->
Also, die 5 °C gelten für Kakteen, die 25 °C für Orchideen aus warmem
Klima (z.B. die meisten Phalaenopsis). Wobei letztere auch niedrigere
Temperaturen vertragen. Wenn Du mit Zimerpflanzen das typische
Wohnraumbegleitgrün verschiedener Herkunft meinst, denke ich mal,
vernünftige Zimmertemperatur (sic!), also so an die 18 °C. Im
allgemeinen gilt: je dunkler, um so kühler, um das Ausbilden schwacher
Triebe zu vermeiden.
Roland
Danach hattest du zwar nicht gefragt, aber: Einen Wintergarten zu
beheizen ist so ziemlich der allerschlimmste Schildbürgerstreich den
man sich in Bezug auf Energieeffizienz leisten kannst. So lange Leute
auf solche Ideen verfallen, muß Energie zu billig sein.
Hm - könntest Du mir Deine Aussage (allerschlimmster
Schildbürgerstreich) näher erklären?
In meinem Posting schrieb ich nicht, daß ich den Wintergarten Tag und
Nacht beheizen möchte. Mir ist schon klar, daß an einem sonnigen
Wintertag alleine die Kraft der Sonne ausreichen sollte, eine
angenehme Temperatur zu erreichen. (Anmerkung: wenn der Winter so
wird, wie der heurige Sommer, na dann Prost *g*).
Wofür würdest Du denn überhaupt einen Wintergarten verwenden?
Nur dafür, daß Du Pflanzen überwintern lassen kannst? Oder - so wie
ich es mir eigentlich vorstelle: daß ich mich im Winter mit einem
guten Buch (ja, das soll es in Zeiten des PCs auch noch geben) in den
Wintergarten verziehe oder mit Freunden meinen Kaffee dort trinke.
Und bei 10 Grad stelle ich mir das nun mal sehr ungemütlich vor :-(
Und - wenn es eben jetzt, im Oktober in der Früh nur noch 10 Grad im
Wintergarten hat - wie schaut es dann mit der Innentemperatur aus,
wenn es draußen wirklich kalt ist und friert??
Das war eigentlich meine Frage - ich wollte ja nur das beste für meine
Zimmerpflanzen ;-))
Cu,
Christine
Axel Berger schrieb in Nachricht <199810151...@k2.maus.de>...
Was hast Du denn für Pflanzen im Wintergarten plaziert?
Viele Grüße
Theo
Alle beheizten Räume sind so gut wie möglich zu isolieren. Die
Isolation einer Wand läßt sich ganz erheblich dadurch verbessern, einen
unbeheizten Glasbau davorzusetzen. Dieser Glasbau selber ist aber
direkt nach dem offenen Balkon so ziemlich der denkbar schlechtest
isolierte Gebäudeteil. Ihn zu beheizen ist demnach vollkommen
widersinnig.
Reinhardt
Also, in meinem Wintergarten stehen folgende Pflanzen:
Efeu, Dieffenbachie, Drachenlilie, Passionsblume, Usambaraveilchen;
Einblatt (Spathiphyllum) - hatte im letzten Jahr, als ich sie
geschenkt bekam, viele weiße Blüten, heuer hatte ich leider nur noch
grüne Blätter :-(
und last - but not least - eine Pflanze, von der ich glaube, daß sie "
Wachsblume" heißt.
Ich nehme an, daß alle dieser Pflanzen nicht besonders anspruchsvoll
sind, oder?
......sonst hätten sie bei mir nicht (zum Teil) schon jahrelang
überlebt - allerdings habe ich den Wintergarten erst seit heuer.......
Cu,
Christine
Reinhardt Kern schrieb in Nachricht
<36252046....@news.evolution.org>...
>Hallo Christine,
[....]- Schreib doch mal, welche Pflanzen du hast.
>Reinhardt
Hans-Theo Steinhaus <0603273...@t-online.de> schrieb in Nachricht
<707vt6$noh$1...@news02.btx.dtag.de>...
>Hallo Christine,
[....]
Dieser Empfehlung schließe ich mich an.
Für die meisten Pflanzen ist es wesentlich besser, die Ruheperiode nicht bei
Zimmertemperatur, sondern kühler zu verbringen. Etliche blühen dann sogar
den Winter durch.
Ich würde daher 10 bis 15 Grad empfehlen, für die aufgrund der großen
Scheiben (gehe natürlich von Isolierglas aus) normalerweise auch nicht so
stark geheizt werden muß.
Die Sonnenenergie kann man auch etwas speichern durch große Wasserbecken.
Schließt sich an den Wintergarten das Wohnzimmer an, spart man ja auch
wieder Energie, weil man dort bei Sonne dann kaum heizen muß.
Zum Kaffeetrinken mit Freunden kann man dann mal etwas mehr heizen.
Übrigens ist auch für den Menschen eine möglichst niedrige Temperatur besser
(höhere Luftfeuchtigkeit, besseres Raumklima => weniger Erkältung u dgl.).
Auf 20 Grad heize ich nur, wo ich stundenlang sitze (Büro), sonst ziehe ich
mir lieber etwas Wärmeres an und bevorzuge max. ca 18 Grad bis ca 15 Grad in
Wohnräumen. (Kann man sich so dran gewöhnen, daß man die trockene
Zentralheizungsluft bei anderen dann kaum noch ertragen kann).
Zum Lesen im Raum zwischen den Pflanzen stelle ich mir für die Zeit einen
Infrarotstrahler an (lange hat man ja leider selten zum Lesen Zeit). Der
strahlt nur mich an, so daß mir warm ist, aber atmen kann ich angenehme
kühlere Luft.
Gruß,
Gabriele Jesdinsky
im Winter kühl: Efeu, Passionsblume, Wachsblume
warm (=nicht unter 18 Grad):
Dieffenbachie( Vorsicht, enthält ätzenden Saft / ->Hände waschen),
Drachenlilie, Usambaraveilchen, Einblatt (Spathiphyllum) . Diese also besser
im Wohnzimmer unterbringen.
Für einen Wintergarten ist bis auf Passions- und Wachsblume eigentlich keine
der Pflanzen so richtig geeignet, da sie Halbschatten bevorzugen (hell, aber
keine direkte Sonne). Insbesondere das Einblatt. Ich habe zwei davon an
einem ziemlich schattigen Platz zu stehen, die geradezu wuchern und
ganzjährig immer wieder etliche Blütenkolben hervorbringen.
Ideale Wintergartenpflanze, um die man sich fast gar nicht kümmern muß, ist
zB die Palmlilie (Yucca).
Oder Geranien von draußen (blühen durch bis zum Frühjahr)
Gruß,
Gabriele Jesdinsky
Du scheinst ein wandelndes Pflanzenlexikon zu sein ;-))))))
Daß einige meiner Pflanzen keine direkte Sonne vertragen, habe ich im
heurigen Sommer mit Bedauern feststellen müssen.
Ich habe z.b. die Drachenlilie auf die Terasse gestellt - nach einigen
Tagen in der Sonne hatte sie etliche Blätter verloren, und die
übriggebliebenen hatten zum Teil ihre schöne grüne Farbe verloren (und
dabei wollte ich der Pflanze eigentlich nur etwas Gutes tun *g*).
Es haben sich aber alle Pflanzen wieder erholt. Vielleicht bringt ja
auch das Einblatt (Spathipyllum) im nächsten Jahr auf seinem neuen
Standplatz (nicht mehr in der prallen Sonne) Blüten hervor.
Wenn ich allerdings jetzt alle Pflanzen, die es auch im Winter wärmer
mögen, ins Wohnzimmer stelle, hat mein Wintergarten dann aber nicht
mehr das Recht, sich "Garten" zu nennen. Da werde ich wohl wieder mal
einen Blumenmarkt unsicher machen müssen!
Danke Dir für Deine Tips - und auch allen anderen, die geantwortet
haben!
Cu,
Christine
Gabriele Jesdinsky schrieb in Nachricht
<70dndu$f3c$3...@news00.btx.dtag.de>...
>Hi Alex!
>
>Hm - könntest Du mir Deine Aussage (allerschlimmster
>Schildbürgerstreich) näher erklären?
>
>In meinem Posting schrieb ich nicht, daß ich den Wintergarten Tag und
>Nacht beheizen möchte. Mir ist schon klar, daß an einem sonnigen
>Wintertag alleine die Kraft der Sonne ausreichen sollte, eine
>angenehme Temperatur zu erreichen. (Anmerkung: wenn der Winter so
>wird, wie der heurige Sommer, na dann Prost *g*).
>
>Wofür würdest Du denn überhaupt einen Wintergarten verwenden?
>Nur dafür, daß Du Pflanzen überwintern lassen kannst? Oder - so wie
>ich es mir eigentlich vorstelle: daß ich mich im Winter mit einem
>guten Buch (ja, das soll es in Zeiten des PCs auch noch geben) in den
>Wintergarten verziehe oder mit Freunden meinen Kaffee dort trinke.
>Und bei 10 Grad stelle ich mir das nun mal sehr ungemütlich vor :-(
>
>Und - wenn es eben jetzt, im Oktober in der Früh nur noch 10 Grad im
>Wintergarten hat - wie schaut es dann mit der Innentemperatur aus,
>wenn es draußen wirklich kalt ist und friert??
>
>Das war eigentlich meine Frage - ich wollte ja nur das beste für meine
>Zimmerpflanzen ;-))
Hallo Christine,
meine Mutter hat sich zum 50. Geburtstag einen Wintergarten
gewünscht. Den hat sie auch bekommen. Er hat keine
Wärmeschutzverglasung und sobald im Winter die Sonne weg ist, ist
es im Wintergarten genauso kalt wie draussen. Das dauert kaum 15
Minuten, bis er abgekühlt ist. Aber auch im Januar gibt es einige
sonnige Tage. Es braucht nur 15 Minuten Sonnenschein, und schon
ist es über 20°C warm. Zum Hinlegen haben wir dann aber dicke
Schaffelle, weil der Boden natürlich länger zum Erwärmen braucht.
Der Wintergarten bezahlt sich übrigens von selber, weil meine
Eltern jetzt jedes Jahr ca 1800 Liter Heizöl einsparen - ganz
abgesehen vom Wohnwert.
Pflanzen werden dort nicht überwintert. Also ist es kein
klassischer "Wintergarten". Die historischen Wintergärten wurden
durchaus mit einer Heizung (und ohne Wärmedämmglas) temperiert,
um die empfindlichen Zitruspflanzen und andere Exoten über den
Winter zu bekommen. Sie waren nicht dazu gedacht, darin zu
wohnen. Gegen Ende des Rokkoko hat man in den Wintergärten Feste
gefeiert. Für Normalsterbliche waren Wintergärten vollkommen
undenkbar. Damals hatte man meistens nicht mal Glasscheiben in
den Fenstern, sondern nur Ölpapier.
Reinhardt
...
>
>Für einen Wintergarten ist bis auf Passions- und Wachsblume eigentlich keine
>der Pflanzen so richtig geeignet, da sie Halbschatten bevorzugen (hell, aber
...
Hallo Christine,
Hallo Gabriele,
die Wachsblume blüht erst, wenn sie es ordentlich kalt hat. Eine
Pause über 4 Wochen bei 8° C und sie fängt an zu blühen. Dann
kann sie auch ins Zimmer. Sie riecht sehr süss.
Ansonsten muss ich mich Gabriele anschliessen. Die meisten von
Christines Pflanzen mögen lieber Halbschatten/Schatten und
vertragen die Kälte im Wintergarten nicht so gut.
Reinhardt
Hallo Reinhardt,
Ausnahmen bestätigen die Regel:
Bei meiner Mutter steht sie am Südfenster des Wohnzimmers (direkt über der
Heizung) und blüht dort seit über 20 Jahren ganz normal.
Aber in einem meiner Bücher steht auch, daß sie es im Winter kühler mag
(dort steht 14-18Grad). Deshalb ->für Wintergarten gut geeignet!
Gruß,
Gabriele Jesdinsky
Hallo Gabriele,
hat deine Mutter Wärmedämmfenster oder noch die
Doppelflügelfenster? Oder schaltet deine Mutter nachts die
Heizung ab? In direkter Fensternähe fällt immer kalte Luft über
das Fensterbrett auf die Heizung darunter. Vielleicht bekommt die
Wachsblume so den notwendigen Kältereiz.
Reinhardt
>In direkter Fensternähe fällt immer kalte Luft
Ja, das könnte es sein.
Aber die Blume blühte auch schon früher immer ordentlich, als sie an einem
noch wärmen Platz stand(Fenster durch davorliegende Loggia besonders
geschützt).
Vielleicht ist es auch eine besonders robuste Sorte, außerdem habe ich meine
Mutter in Verdacht, heimlich mit den Pflanzen zu sprechen ;-)
Gruß,
Gabriele Jesdinsky