Marianne Manz schrieb:
Hallo
..zuerst einmal ein Axt um damit alle Dreckswachholder im Umkreis von 1
km zu entsorgen! ;-)
Lutz
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Eva Schumann
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versuche es mit asiatischen Birnensorten ( Nashi ). Bei mir steht die
Sorte Kumoi. Die bekommt weder Birnengitterrost noch Schorf.
Geschmacklich ist das natürlich eine gans andere Schiene.
Karla
Hallo Marianne,
>Da meine Birnen alle Gitterrost haben, denke ich daran, eine
>gitterrostunempfindliche Sorte zu pflanzen.
hm, resistente Sorten gibt's bei den europäischen Birnen schon mal
gar nicht u die asiatischen, die können mir vom Geschmack her
gestohlen bleiben....
>Was nimmt man denn da?
die Erste:
Also ich hab' da mal aus seriösen Kreisen eine Liste bekommen, die
angeblich gering bis mittel anfällige Sorten aufzählt. Vielleicht
hilft dies bei der Auswahl bei Neupflanzungen weiter.
Bunte Juli sehr gering anfällig
Clapps Liebling gering anfällig
Condo
Trevoux
Doppelte Philipps gering - mittel anfällig
Gellerts
Gräfin von Paris
Gute Luise
>Was nimmt man denn da?
die Zweite:
Man nimmt sich ein Beispiel an einigen meiner Nachbarn, die
weiterhin ihre Birnen gesund erhalten u ernten wollen, die halt nun
mal über Jahre hergezogen wurden.
Die spritzen von Anfang Mai bis Anfang Juli im Abstand von 10 - 14
Tagen viermal mit Polyram WG u siehe da, die Birnen sind
gitterrostfrei...
Einer hat demonstrativ mit der kleinen Handspritze angefangen u erst
mal nur die Astpartien gespritzt, die in Reichweite waren. Sah schon
überzeugend aus: Oben ein rotbraun gesprenkelter Baum u die untere
Partie sattgrün...
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man doch gespritzte
Birnen auch kaufen kann. Richtig. Aber die sind im Normalfall 20 bis
25 mal gegen dies u jenes gespritzt, zuletzt gegen Lagerschäden....
Und wenn ich schon kranke Bäume habe, dann betreibe ich halt
Pflanzenschutz, solange die Bäume tragen u nicht durch
unempfindlichere Sorten ersetzt sind.
Übrigens: Von denen, die mit der vorbeugenden Spritzung angefangen
haben, hat bisher keiner wieder damit aufgehört....
Beste Grüße G e r h a r d
> Da meine Birnen alle Gitterrost haben, denke ich daran, eine
> gitterrostunempfindliche Sorte zu pflanzen. Was nimmt man denn da?
bei mir selbst hat sich Conference und Madame Verte als gering
anfaellig bewaehrt.
Komplett resistent duerfte keine einzige Sorte der Europaeersorten
sein. Wie es mit der neuen Kreuzung zwischen Birne und Nashi steht,
naemlich mit der "Benita" kann ich nicht sagen. Gezuechtet wurde sie
1985 in der Schweiz. Vertreiben tut sie in Deutschland Fa.Schlueter,
Bokholt (T:04123-90380) und Fa.Herr, Meckenheim (T:02225-92080). Beide
haben einen sehr guten Ruf; bei Schlueter habe ich schon bezogen und
bin sehr zufrieden.
Ich ueberlege stark, diese Sorte zu pflanzen. Evtl. werde ich schon
kommenden Samstag eine "Benita" aus meiner Baumschule (Kraemer,
Detmold) mitbringen, aber nur, falls ich dort Genaueres zu dieser
Sorte hoere.
Ein bayerisches Kleingaertnerblaettchen hat neulich eine Einteilung
der Birnensorten nach BiGiRo-Empfindlichkeit publiziert
(Schuster, Th: Sortenunterschiede bei Birnengitterrost in: Der
praktische Gartenratgeber 1999/6 S.168). Kriterien der Einteilung und/
oder Grundlage der Beurteilung, sowie evtl. Quelle der Weisheiten
dort sind nicht angegeben.
Nicht guten Gewissens poste ich doch die dort aufgefuehrten Gruppen:
Sehr gering bis gering anfaellig: Bunte Juli; Clapps; Trevoux; Condo
Gering bis mittelstark: Doppelte Phillips; Gellerts; Graefin v. Paris;
Gute Luise
Stark bis sehr stark anfaellig: Alexander Lukas; Vereinsdechant; Gute
Graue; Mollebusch; Williams Christ
Falls du Spindel- oder Buschbaum pflanzen willst (evtl. auf
Quittenunterlage), dann ist das m.E. aber nicht so ganz wichtig auf
BiGiRo zu achten, der ist da wegen der Kleinheit gut bekaempfbar, und
bei Grossbaeumen ist's sowieso nicht so schlimm, wie es aussieht.
Schorf ist viel aergerlicher. Darum moeglichst Williams Christ
vermeiden, Conference ist ein schorfunanfaelliger Massentraeger. Evtl.
wirst du alle paar Jahre bei sehr hohem Befallsdruck gegen BiGiRo
spritzen muessen, das sind dann aber rel. harmlose Mittel; bei
geschickter Auswahl sind's auch zugleich und gleichzeitig die
Antischorfmittel.
Theoretisch hilft's auch gegen BiGiRo, in der gesamten Nachbarschaft
die anfaelligen Winterwirte des BiGiRo zu roden, das ist aber wohl
eher eine Illusion von "Gartentraumtaenzern" ,-)
Es sind von den verschiedenen Wacholdersorten aber immerhin befallsfrei
(nach einer Studie 86 - 90 der Eidg. Forschungsanstalt Waedenswil)
die Sorten J. communis, J. conferta, J. horizontalis, J. procumbens,
J. squamata.
-> Gruesse aus meinem kleinen Gartenhaeuschen, Gerd
Hallo Gerd, Gerhard und Ihr Anderen!
Vielen Dank für Eure Mühe. Leider kann ich nicht mal eben mit dem Beil
über die Zäune klettern und Wacholderpflanzen killen. Ich habe noch
nicht mal Ahnung, wo der Schlingel steht...:-(
Noch mal zum Spritzen: Gerhard nannte ein Mittel. Gerd, Du meintest, es
gäbe verschiedene, harmlose. Was verbirgt sich denn hinter diesen
seltsamen Namen?
Gruß, Marianne
Marianne Manz schrieb:
>
> Hallo!
> Da meine Birnen alle Gitterrost haben, denke ich daran, eine
> gitterrostunempfindliche Sorte zu pflanzen. Was nimmt man denn da?
> Gruß, Marianne
Hallo Marianne
Durch die Wahl der Birnensorte kannst Du den Befall mit Birnengitterrost
nur wenig beeinflußen. Die Eidgenössische Forschungsanstalt Wädenswil
konnte kaum Unterschiede bei der Anfälligkeit der von ihr untersuchten
Birnensorten feststellen. Dafür sehr große bei den vielen
Wacholder-Arten und -Sorten. Die Palette reicht hier von stark anfällig
bis nicht anfällig. Das Fatale beim Wacholder ist die Tatsache: einmal
infiziert gleich immer infiziert. Im Gegensatz dazu wird die Birne jedes
Jahr aufs neue infiziert, vom Wacholder der 500 m und mehr entfernt
stehen kann. Ältere Bäume "vertragen" den schwachen Befall einigermaßen.
Ist mehr als ein Drittel des Laubes krank und hält der Befall mehrere
Jahre an, siecht der Baum vor sich hin und wirft viele seiner Früchte
ab. In schweren Fällen stirbt der geschwächte Baum.
Zugelassene Mittel zur Bekämpfung des Birnengitterrost:
Triforin, Handelspräparat Pilzfrei Saprol Neu.
Bitertanol + Dichlofluanid (in Mischung), Handelspräparat Baycor-Spritz-
pulver + Euparen bzw. Euparen WG.
Gruss Bernhard
Bernhard Füger schrieb am Sat, 26 Feb 2000 17:50:38 +0100:
>snip
>Zugelassene Mittel zur Bekämpfung des Birnengitterrost:
>
>Triforin, Handelspräparat Pilzfrei Saprol Neu.
>Bitertanol + Dichlofluanid (in Mischung), Handelspräparat Baycor-Spritz-
>pulver + Euparen bzw. Euparen WG.
Wann muß man dagegen spritzen? Bei Euparen WG ist nur von Schorf die
Rede.
Die in unserer Nähe liegende Wachholderheide kann ich nicht roden (wie
es Gartenfreunde in anderen postings vorgeschlagen haben), die steht
unter Naturschutz.
Grüße aus dem wachholderreichen Münsterland
Horst
> Noch mal zum Spritzen: Gerhard nannte ein Mittel. Gerd, Du meintest,
es
> gaebe verschiedene, harmlose. Was verbirgt sich denn hinter diesen
> seltsamen Namen?
Harmlos ist relativ; ich wollte durch das Vermeiden von
Praeparatenamen unsere(n) gruenen Glaubensbruder ruhig halten.
Nun denn:
Ich selbst nahm frueher Saprol Neu (das ist aber fuer Fische giftig),
99 habe ich nicht gegen BiGiRo gespritzt. Und fuer 2000 warte ich auf
die diesjaehrige O&G-Empfehlung, die Anfang Maerz rauskommt.
Wahrscheinlich aber werde ich dem BiGiRo auch diesjahr seine Chance
lassen, die Birnbaeumchen sind inzwischen aus dem Groebsten raus.
Sollte es in der infektioesen Periode (April-Mai) zu feucht sein,
nehme ich wahrscheinlich Baycor (Bitertanol), ist zugleich gegen
Schorf brauchbar und in der IP zugelassen.
> Zugelassene Mittel zur Bekaempfung des Birnengitterrost:
>
> Triforin, Handelspraeparat Pilzfrei Saprol Neu.
Da fischgiftig, ist die Zulassung fuer Saprol Neu diesjahr nicht
erneuert worden.
> Bitertanol + Dichlofluanid (in Mischung), Handelspraeparat
Baycor-Spritz-
> pulver + Euparen bzw. Euparen WG.
Dichlofluanid (Euparen) hilft zwar gegen Schorf und Kelchfaeule,
bringt bei BiGiRo aber nichts.
Sehr gut geeignet ist Mancozeb (Dithane Ultra WG)
Hallo Horst,
>Die in unserer Nähe liegende Wachholderheide kann ich nicht roden (wie
>es Gartenfreunde in anderen postings vorgeschlagen haben), die steht
>unter Naturschutz.
ich nehme Wetten an, dass die dortigen Wacholder gar nicht von
Gitterrost befallen sind.
Befrag dich mal bei lokalen Spezialistens. Wäre ganz interessant!
Gerd Krug schrieb:
Hallo Gerd
Die Verwendung von Saprol bzw. die Kombination der Wirkstoffe Bitertanol
(Baycor) + Dichlofluanid (Euparen bzw. Euparen WG) zum Einsatz gegen den
Birnengitterrost ist eine Empfehlung der Landesanstalt für
Pflanzenschutz in Baden-Würtemberg.
Gruss Bernhard
Horst Hollensteiner schrieb:
> Wann muß man dagegen spritzen? Bei Euparen WG ist nur von Schorf die
> Rede.
> Die in unserer Nähe liegende Wachholderheide kann ich nicht roden (wie
> es Gartenfreunde in anderen postings vorgeschlagen haben), die steht
> unter Naturschutz.
>
> Grüße aus dem wachholderreichen Münsterland
> Horst
Hallo Horst
Auszug aus Info Landesanstalt für Pflanzenschutz Baden-Würtemberg:
Erlaubte Wirkstoffe gegen Birnengitterrost Triforin bzw. Bitertanol +
Dichlofluanid (in Mischung).
Kurz vor der Blüte beginnend: 3 Behandlungen im Abstand von 10-12 Tagen.
Gebrauchsanweisung auf den Packungen beachten.
Gruss Bernhard
Hallo Gerd,
>> Zugelassene Mittel zur Bekaempfung des Birnengitterrost:
>>
>> Triforin, Handelspraeparat Pilzfrei Saprol Neu.
>
>Da fischgiftig, ist die Zulassung fuer Saprol Neu diesjahr nicht
>erneuert worden.
ich dachte, die Zulassung ist zeitlich begrenzt u läuft halt heuer
aus.
Fraglich ist, ob überhaupt eine neue Zulassung beantragt wurde oder
ob sie wg. irgendwelcher strengerer EU-Vorschriften für den Obstbau
nicht mehr erreichbar ist. Für sonstige Kulturen dürfte Saprol
weiterhin zugelassen sein.
>> Bitertanol + Dichlofluanid (in Mischung), Handelspraeparat
>Baycor-Spritz-
>> pulver + Euparen bzw. Euparen WG.
>
>Sehr gut geeignet ist Mancozeb (Dithane Ultra WG)
Jo u dann wäre dann noch Polyram WG.
Mir fällt dabei nur auf, dass im Obstbau, wo also die Profis mit
ziemlichen Hochdruck die Spritzmittel ausbringen die
vorgeschriebenen Abstände zu Oberflächengewässern sehr
unterschiedlich waren/sind:
Baycor-Spritzpulver 30 m
Dithane Ultra 50 m
Euparen 20 m
und bei
Saprol Neu waren es nur 10 m
und genau dafür ist jetzt die Zulassung (im Obstbau) beendet....
Da wird es wohl die anderen auch nur noch geben, solange die
derzeitige Zulassung noch läuft...
Oder sind die zwar nicht so giftig für Fische u Fischnährtiere, aber
aus anderen Gründen von Oberflächengewässern ferner zu halten?
> Die Verwendung von Saprol bzw. die Kombination der Wirkstoffe
Bitertanol
> (Baycor) + Dichlofluanid (Euparen bzw. Euparen WG) zum Einsatz gegen
den
> Birnengitterrost ist eine Empfehlung der Landesanstalt fuer
> Pflanzenschutz in Baden-Wuertemberg.
In den Empfehlungen B.-W. fuer 2000 nicht mehr; schau dort
auch mal in die erste Textseite unter "Als Konsequenz des neuen
Pflanzenschutzgesetzes hat sich . ." .
BTW: Versuch doch mal, Saprol Neu zu kaufen ,-)
> >> Triforin, Handelspraeparat Pilzfrei Saprol Neu.
> Fraglich ist, ob ueberhaupt eine neue Zulassung beantragt wurde oder
> ob sie wg. irgendwelcher strengerer EU-Vorschriften fuer den Obstbau
> nicht mehr erreichbar ist. Fuer sonstige Kulturen duerfte Saprol
> weiterhin zugelassen sein.
Der Text vom Pflanzenschutzdienst B-W war so seltsam, das ich heute zu
Raiffeisen gefahren bin.
Klar war, in Gartencentern ist Saprol Neu aus den Regalen
verschwunden. Man sagte mir bei Marktkauf, Celaflor habe alle
Bestaende zurueckgenommen. An gleicher Stelle steht jetzt in gleicher
Aufmachung stattdessen Saprol F, allerdings mit dem Wirkstoff
Fenarimol 12 % und teils geaenderter Indikation.
In der "Giftbude" bei Raiffeisen stehen Grosspackungen Saprol Neu, nun
nicht mehr von Celaflor sondern jetzt von Cyanamid Agrar. 17,7 %
Triforine ist noch immer drin; das "Formulierungsdatum" ist mit dem
21.09.99 angegeben. Die Indikation ist nun eingeschraenkt bei
bestimmten Rosensorten, positiv erwaehnt sind namentlich ueber 200
Rosensorten, teils aber mit Warnungen. Aber fuer mich sehr wichtig:
Bei Monilia und Pflaumenrost ist der Einsatz okay; bei Apfelschorf
wird Kombi mit Delan SC empfohlen. Naja, Apfelschorf hatte ich bisher
bei keinem Baum. Hingewiesen ist im Fettdruck "Kein Einsatz bei
Birnen".
Das mit den Birnen erinnert mich an meinen Verdacht vor zwei Jahren
gegen Saprol. Klaus W. hatte damals aber trotz seiner
"kurpfaelzischen" Moeglichkeiten in einer Grossrecherche in internat.
Datenbanken nichts dazu gefunden.
Kannst du mal in den BBA-Datenbanken zum Pflanzenschutz nachgucken;
die sind - glaube ich - auch ueber eine Linkliste im Dianet
erreichbar, falls du sie nicht findest. Ich habe im Augenblick wegen
Plattenpoblemen auf meinem Netzcompi nur DOS, und damit geht WWW
leider nicht.
> Mir faellt dabei nur auf, dass im Obstbau, wo also die Profis mit
> ziemlichen Hochdruck die Spritzmittel ausbringen die
> vorgeschriebenen Abstaende zu Oberflaechengewaessern sehr
> unterschiedlich waren/sind:
>
> Baycor-Spritzpulver 30 m
> Dithane Ultra 50 m
> Euparen 20 m
> und bei
> Saprol Neu waren es nur 10 m
> und genau dafuer ist jetzt die Zulassung (im Obstbau) beendet....
Der Pflanzenschutzdienst B-W schreibt was von "aquatoxisch", aber
sonst nichts weiter dazu. Nur bedauern sie, dass IP jetzt ernsthafte
Schwierigkeiten hat. BTW: Das neue Saprol F hat auch 10 m Spitzabstand
von Gewaessern. .
> Oder sind die zwar nicht so giftig fuer Fische u Fischnaehrtiere,
aber
> aus anderen Gruenden von Oberflaechengewaessern ferner zu halten?
Das liest sich fast so. Nur finde ich den "echten" Grund nicht. Und
das beunruhigt mich etwas! "Giftig fuer Fische" steht nun woertlich
da, aber auch "Wasserschutzgebietsauflage: Keine"
Hallo Gerd,
>Der Text vom Pflanzenschutzdienst B-W war so seltsam, das ich heute zu
>Raiffeisen gefahren bin.
>
>Klar war, in Gartencentern ist Saprol Neu aus den Regalen
>verschwunden. Man sagte mir bei Marktkauf, Celaflor habe alle
>Bestaende zurueckgenommen.
hm, dann haben die versäumt, in 1999 eine Sonderaktion zu starten.
Da durfte es noch verkauft werden u die Anwendung ist auch noch für
eine Übergangsfrist von üblicherweise zwei Jahren erlaubt.
Übrigens ist die Rücknahme nach dem Pflanzenschutzmittelgesetz
ausdrücklich vorgesehen. Nicht verboten ist danach der Export....
>An gleicher Stelle steht jetzt in gleicher
>Aufmachung stattdessen Saprol F, allerdings mit dem Wirkstoff
>Fenarimol 12 % und teils geaenderter Indikation.
Und wofür soll dieses verwendet werden dürfen? Gemüse u Beerenobst
vielleicht? Für den Obstbau dürfte es out sein.
>In der "Giftbude" bei Raiffeisen stehen Grosspackungen Saprol Neu, nun
>nicht mehr von Celaflor sondern jetzt von Cyanamid Agrar. 17,7 %
>Triforine ist noch immer drin; das "Formulierungsdatum" ist mit dem
>21.09.99 angegeben. Die Indikation ist nun eingeschraenkt bei
>bestimmten Rosensorten, positiv erwaehnt sind namentlich ueber 200
>Rosensorten, teils aber mit Warnungen. Aber fuer mich sehr wichtig:
>Bei Monilia und Pflaumenrost ist der Einsatz okay;
Ja schon. Aber dürfen die das Zeugs mit dem Hinweis auf Obst noch
verkaufen?
In der O&G-Beilage vom Januar 2000 steht auch unter Steinobst bei
Saprol Neu "Zulassung beendet"...
>bei Apfelschorf
>wird Kombi mit Delan SC empfohlen. Naja, Apfelschorf hatte ich bisher
>bei keinem Baum.
Da sei mal froh. Mir hat er '99 die Jonagold mächtig verschandelt
bis unbrauchbar gemacht...:-(
>Hingewiesen ist im Fettdruck "Kein Einsatz bei Birnen".
Genau das stand früher auch schon drauf, der Zusatz entfiel mit der
Einführung der Bezeichnung Saprol "Neu".
>Das mit den Birnen erinnert mich an meinen Verdacht vor zwei Jahren
>gegen Saprol. Klaus W. hatte damals aber trotz seiner
>"kurpfaelzischen" Moeglichkeiten in einer Grossrecherche in internat.
>Datenbanken nichts dazu gefunden.
>
>Kannst du mal in den BBA-Datenbanken zum Pflanzenschutz nachgucken;
>die sind - glaube ich - auch ueber eine Linkliste im Dianet
>erreichbar, falls du sie nicht findest.
Mit dieser DB wollte ich mich schon immer mal befassen. Sobald ich
Zeit habe, stöbere ich da drin mal rum.
>> Oder sind die zwar nicht so giftig fuer Fische u Fischnaehrtiere,
>aber
>> aus anderen Gruenden von Oberflaechengewaessern ferner zu halten?
>
>Das liest sich fast so. Nur finde ich den "echten" Grund nicht. Und
>das beunruhigt mich etwas! "Giftig fuer Fische" steht nun woertlich
>da, aber auch "Wasserschutzgebietsauflage: Keine"
Wenn es für Fische giftig ist, dann ist's mit Sicherheit auch für
Fischnährtiere giftig.
Und eine Menge Pflanzenschutzmittel werden keine neuen Zulassungen
mehr erhalten, weil sie Fischnährtiere schädigen.
Teils dürfen sie nur noch mit verlustreduzierenden Geräten
ausgebracht werden. Das heißt wohl von oben spritzen u unten wieder
auffangen, was sie für die Praxis zum Teil unbrauchbar macht.
Im Ausland nimmt man das wahrscheinlich nicht so genau, siehe die
köstlichen Paprika aus Spanien....:-(