Ein paar Fragen an die hier hoffentlich vertretenen Tichu-Experten:
1)
In der Regel steht wörtlich: "... verschenkt der edle Drache den
von ihm eroberten Stich [..] an einen ihm genehmen Spieler des
gegnerischen Teams". Bedeutet das, daß der Drache den Stich nur
verschenken muß wenn er selbst den Stich macht, sprich daß ein
Stich mit Drache, der durch eine Bombe geholt wird, nicht verschenkt
werden muß? Diese würde es nämlich außerordentlich attraktiv
machen, den Drachenstich zu "bomben".
2)
Ist es korrekt, daß die Stichrunde erst zu Ende ist, wenn *alle*
Spieler hintereinander gepaßt haben? Genauer: Darf ein Spieler
mehrmals hintereinander legen, auch wenn die anderen Spieler
dazwischen nicht ausspielen?
3)
Bomben dürfen außer der Reihe dazwischen geworfen werden. Ist
nach dem Einsatz einer Bombe der Spieler zur Rechten des Bomben-
werfers dran oder immer noch der "aktuelle" Spieler? Oder
ist die Frage sinnlos, weil Bomben eh nur durch Bomben geschlagen
werden können?
4)
Wenn der "Wunsch" des Mah Jongg im aktuellen Stich nicht erfüllt
wird, wird er dann auf den nächsten Stich übertragen?
5)
Und schließlich: wann und wozu setzt man den Wunsch des Mah Jongg
überhaupt ein? Als Anfänger ist mir nicht ganz klar, welche
taktischen Möglichkeiten man da hat. Setzt man den Mah Jongg
drüh oder spät ein? Was wünscht man sich und warum?
Fragen über Fragen und schon mal ganz herzlichen Dank, für alle,
die etwas helfen können, die Verwirrung aufzuklären.
P.S: Tichu ist wirklich ein tolles Spiel!
--
Gerald Ruescher - je...@uni-paderborn.de - University of Paderborn, Germany
<A HREF=http://math-www.uni-paderborn.de/~jerry/>Click Here</A>
nicht daß ich ein großer Experte wäre, aber ein paar Fragen kann ich
dann doch beantworten:
>1) In der Regel steht wörtlich: "... verschenkt der edle Drache den von
>ihm eroberten Stich [..] an einen ihm genehmen Spieler des gegnerischen
>Teams". Bedeutet das, daß der Drache den Stich nur verschenken muß wenn
>er selbst den Stich macht, sprich daß ein Stich mit Drache, der durch
>eine Bombe geholt wird, nicht verschenkt werden muß?
Ein erbombter Drachenstich kann behalten werden.
(Quelle: Herstellerhomepage auf
http://ourworld.compuserve.com/homepages/David_Landolf/fmtichu.htm)
>2) Ist es korrekt, daß die Stichrunde erst zu Ende ist, wenn *alle*
>Spieler hintereinander gepaßt haben? Genauer: Darf ein Spieler mehrmals
>hintereinander legen, auch wenn die anderen Spieler dazwischen nicht
>ausspielen?
Wir spielen es immer so, daß dreimal passen langt, d.h. der Spieler darf
nicht mehrmals hintereinander legen. Wenn man es sich genau überlegt,
macht daß mehrmals hintereinanderlegen auch keinen Sinn (außer vielleicht,
wenn ein Phönix im Stich liegt und man hofft, daß doch noch jemand anderes
der Stich haben möchte).
>3)
>Bomben dürfen außer der Reihe dazwischen geworfen werden. Ist
>nach dem Einsatz einer Bombe der Spieler zur Rechten des Bomben-
>werfers dran oder immer noch der "aktuelle" Spieler? Oder
>ist die Frage sinnlos, weil Bomben eh nur durch Bomben geschlagen
>werden können?
Die Frage ist sinnlos. Wenn erst mal eine Bombe im Spiel ist, können
höchstens noch andere Bomben fallen (da Bomben außer der Reihe gespielt
werden können, spielt die Reihenfolge hier keine Rolle) und danach ist
derjenige mit dem ausspielen dran, der den Stich bekommen hat (also der,
der die höchste Bombe gespielt hat).
>4) Wenn der "Wunsch" des Mah Jongg im aktuellen Stich nicht erfüllt wird,
>wird er dann auf den nächsten Stich übertragen?
Ja.
>5) Und schließlich: wann und wozu setzt man den Wunsch des Mah Jongg
>überhaupt ein? Als Anfänger ist mir nicht ganz klar, welche taktischen
>Möglichkeiten man da hat. Setzt man den Mah Jongg drüh oder spät ein?
Da man dem MJ nur spielen kann, wenn man selber das Ausspielrecht hat,
spiele ich ihn meist sofort aus, wenn er "solo" ist. Wenn er das Anfangs-
glied einer längeren Straße ist, kann man ihn sich aufheben, um mehr oder
weniger überraschend fertigzuwerden. (Die Betonung liegt hier auf _ich_.
ich will nicht ausschließen, daß es bessere Strategien gibt.)
>Was wünscht man sich und warum?
Übliche Wünsche sind:
5678: Damit zerreißt man unter Umständen dem Gegner eine lange Straße.
A: Damit ist eine große Karte des Gegners aus dem Spiel, ohne daß sie
ihm genützt hätte.
(Wenn man dem Gegner eine Lusche zugeschoben hat und sich jetzt sorgt,
daß er damit eine Bombe hat, kann man sich diese Karte wünschen).
Auch hier wieder: meine Strategie, vielleicht gibts was besseres.
--
Ulrich Elsner, Fak. fuer Mathematik, TU Chemnitz, D-09107 Chemnitz, Germany
Man darf solange legen, wie man will und moechte. Z.B. kann man hier
eine zerstoerte Strasse ausspielen, wenn alle darauffolgenden staendig
passen.
> 3)
> Bomben dürfen außer der Reihe dazwischen geworfen werden. Ist
> nach dem Einsatz einer Bombe der Spieler zur Rechten des Bomben-
> werfers dran oder immer noch der "aktuelle" Spieler? Oder
> ist die Frage sinnlos, weil Bomben eh nur durch Bomben geschlagen
> werden können?
Welchen Sinn hat es schon ausser der Reihe eine Bombe zu werfen? Wir
spielen sie, wenn wir an der Reihe sind, letztlich kann eine hoehere
Bombe immernoch fallen und zwei gleichwertige Farbbomben haben wir noch
nie gehabt.
> 5)
> Und schließlich: wann und wozu setzt man den Wunsch des Mah Jongg
> überhaupt ein? Als Anfänger ist mir nicht ganz klar, welche
> taktischen Möglichkeiten man da hat. Setzt man den Mah Jongg
> drüh oder spät ein? Was wünscht man sich und warum?
Zerstoeren moeglicher laesstiger Bomben, zerstoeren von Strassen und
evtl. locken von Beute (10,K).
> P.S: Tichu ist wirklich ein tolles Spiel!
Ganz meine Meinung.
--
/| __
/ | /\ \ Claus Brassat
| | | \/ 0711/685-4072
\ ~ ~/ Pfaffenwaldring 55
| ..\ 70550 Stuttgart
>\ * |<
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mailto:cl...@nemesis.chemie.uni-stuttgart.de
http://sysiphos.chemie.uni-stuttgart.de/BRED/CLAUS/claus.html
Hallo!
> > P.S: Tichu ist wirklich ein tolles Spiel!
^
(*)
> Ganz meine Meinung.
Wobei ich bei (*) gerne noch ein ``erstaunlich'' eingef"ugt
h"atte. Nach dem Regelstudium kann man schon zu einer ganz
anderen Auffassung gelangen.
CU
Clemens
-----------------------------------------------------------------------------
When there is useful information which [your] clm...@lili.uni-bielefeld.de
program can send to the terminal but not get Clemens Meier
at itself, your customers start to say very GO C++ 3$ UL L+>+++ E++>+++ P-
unkindly things about you. R.A.O'Keefe N++ R+>+++ G'''' b++ TWERPS+++
: > > P.S: Tichu ist wirklich ein tolles Spiel!
:
Leider muss ich es zugeben: ich bin unwissend.
Was ist bzw. worum geht es bei Tichu?
Also, denn, Ciao, denn!
Dierk
> Lieber Mitspieler und -Innen :-)
>
> Ein paar Fragen an die hier hoffentlich vertretenen Tichu-Experten:
>
> 1)
> In der Regel steht wörtlich: "... verschenkt der edle Drache den
> von ihm eroberten Stich [..] an einen ihm genehmen Spieler des
> gegnerischen Teams". Bedeutet das, daß der Drache den Stich nur
> verschenken muß wenn er selbst den Stich macht, sprich daß ein
> Stich mit Drache, der durch eine Bombe geholt wird, nicht verschenkt
> werden muß? Diese würde es nämlich außerordentlich attraktiv
> machen, den Drachenstich zu "bomben".
>
> 2)
> Ist es korrekt, daß die Stichrunde erst zu Ende ist, wenn *alle*
> Spieler hintereinander gepaßt haben? Genauer: Darf ein Spieler
> mehrmals hintereinander legen, auch wenn die anderen Spieler
> dazwischen nicht ausspielen?
>
> 3)
> Bomben dürfen außer der Reihe dazwischen geworfen werden. Ist
> nach dem Einsatz einer Bombe der Spieler zur Rechten des Bomben-
> werfers dran oder immer noch der "aktuelle" Spieler? Oder
> ist die Frage sinnlos, weil Bomben eh nur durch Bomben geschlagen
> werden können?
>
> 4)
> Wenn der "Wunsch" des Mah Jongg im aktuellen Stich nicht erfüllt
> wird, wird er dann auf den nächsten Stich übertragen?
>
> 5)
> Und schließlich: wann und wozu setzt man den Wunsch des Mah Jongg
> überhaupt ein? Als Anfänger ist mir nicht ganz klar, welche
> taktischen Möglichkeiten man da hat. Setzt man den Mah Jongg
> drüh oder spät ein? Was wünscht man sich und warum?
>
> Fragen über Fragen und schon mal ganz herzlichen Dank, für alle,
> die etwas helfen können, die Verwirrung aufzuklären.
>
> P.S: Tichu ist wirklich ein tolles Spiel!
>
> --
> Gerald Ruescher - je...@uni-paderborn.de - University of Paderborn,
> Germany
> <A HREF=http://math-www.uni-paderborn.de/~jerry/>Click
> Here</A>
Lieber Gerald,
die meisten Tichu-Regeln sind zwar in der Spielregel eindeutig
herauszulesen, es gibt aber einige Punkte, über die sich die
Tichu-Gemeinde streitet. So werden bestimmte Regeln in München ganz
anders ausgelegt als im Ruhrgebiet oder auch in Würzburg (,womit auch
die drei größten Tichu-Hochburgen genannt sind).
Zunächst mal die Antworten auf Deine Fragen:
1. Wer den Stich mit dem Drachen macht, muß den Stich an einen der
Gegner verschenken. Wird dieser Stich aber noch mit einer Bombe
gestochen, bleibt er beim „Bombenleger“. Diese Regelauslegung stammt
allerdings meines Wissens von Claudio Maniglio, dem Organisator der
Deutschen Tichu-Meisterschaften.
2. In der Spielregel steht (sinngemäß): „Ein Spieler darf sich selbst
überstechen, dies ist aber verpönt.“ Bei uns ist es allerdings ganz
üblich, sich selbst abzustechen.
3. Sobald eine Bombe außer der Reihe gespielt wurde, ist die
Spielreihenfolge aufgehoben. Da normalerweise allerhöchstens drei Bomben
in einem Stich gespielt werden, ist das eigentlich nie ein Problem.
4. Der Wunsch des Mah Jongg bleibt in einer Partie solange bestehen, bis
er erfüllt wird. Problematisch wird die Bestrafung eines Spielers, der
das Erfüllen des Wunsches übersieht. Hier gibt es bislang keine
einheitlichen Regeln.
5. Hat man den Mah Jongg, sollte man ihn gleich als erste Karte spielen,
da man ja die kleinen Karten möglichst schnell loswerden will. Später
spielen lohnt sich nur, wenn man z.B. den Hund hat und den Partner
dadurch beginnen lassen kann. Warten lohnt sich auch, wenn man so gute
Karten hat, daß die Gegenspieler kaum eine Chance haben, ans Anspiel zu
kommen. Die Bewältigung dieser Probleme machen den guten Tichu-Spieler
aus. Mit ein wenig Erfahrung ergibt sich das von selbst.
Es gibt Spieler, die wünschen sich nur das, was sie an den folgenden
Spieler weitergeschoben haben. Bei anderen ist dies verpönt. Diese
Spieler wünschen sich z.B. ein As, um den folgenden Spieler gleich
einmal zu schwächen. Hebt man den Mah Jongg ein wenig auf, so kann man,
vorausgesetzt man hat die Karten ein wenig mitgezählt, in den letzten
Stichen den Gegner durch einen gezielten Wunsch so ärgern, daß man die
Partie für sich entscheidet.
Als Tip bei Fragen kann ich Dich noch auf die Homepage der Würzburger
Tichu-Spieler verweisen: http//www.wuerzburg.de/tichu
Viele Grüße, Dirk Geilenkeuser
derzeit: glueck.cubenet.de
> herauszulesen, es gibt aber einige Punkte, über die sich die
> Tichu-Gemeinde streitet. So werden bestimmte Regeln in München ganz
> anders ausgelegt als im Ruhrgebiet oder auch in Würzburg (,womit auch
> die drei größten Tichu-Hochburgen genannt sind).
und da gibt es ja noch die Regelgurus aus der Schweiz, die weltweit
festlegen, was jetzt gilt...
> 1. Wer den Stich mit dem Drachen macht, muß den Stich an einen der
> Gegner verschenken. Wird dieser Stich aber noch mit einer Bombe
> gestochen, bleibt er beim „Bombenleger“. Diese Regelauslegung stammt
> allerdings meines Wissens von Claudio Maniglio, dem Organisator der
> Deutschen Tichu-Meisterschaften.
Stand schon immer so in der Regel (implizit), ab 3. Auflage auch
explizit.
> 2. In der Spielregel steht (sinngemäß): „Ein Spieler darf sich selbst
> überstechen, dies ist aber verpönt.“ Bei uns ist es allerdings ganz
> üblich, sich selbst abzustechen.
In der 3. Auflage steht: "Sobald 3 Spieler in Folge passen, nimmt...".
(Das ist ein neues ruling, war zwar immer so gemeint aber unklar
formuliert.)
Gruss Lukas