Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Welta TLR: Reflekta II Verschluss, Weltaflex und wieder wird ein neuer Spiegel gesucht...

594 views
Skip to first unread message

Tom Kurpjuweit

unread,
Dec 18, 2002, 4:47:18 PM12/18/02
to
Hallo NG!

Ich habe mich nun mal mit meinen beiden Neuerwerbungen genauer
beschäftigt:

Die Reflekta II musste als erste dran glauben, denn ich brauchte
ein paar Ersatzteile für meine andere Reflekta II. Das hat nichts
mit Frevel zu tun, meine erste ist halt vom Zustand her besser als
die zweite. Die ist nämlich schon ziemlich verbastelt und bot nur
noch ein allgemein trauriges Bild:

- Doppelbelichtungssperre entriegelt nicht
- daher ging auch der Auslöser nicht mehr
- Filmtransport schwergängig
- Oxidation an den Messingschrauben
- Rückendeckelverriegelung schliesst nicht
- Deckel vom Lichtschachtsucher abgebrochen (Klebestelle gelöst)
- Belderung extrem geschrumpft, teilweise gelöst
- schlimme Lackschäden
- Ein neuer Spiegel wurde auch schon "eingebastelt"

Sah schlimm aus. Hoffnungslos. Ich habe sie lediglich von Ihrem
Leiden erlöst, ihre Teile einem neuen Zweck zugeführt. Sie ist
jetzt bestimmt sehr stolz ;-)

Achso: der Verkäufer (ePay) hat sie übrigens als Funktionstüchtig
und technisch einwandfrei verkauft. Verärgert war ich schon, habe
mich aber mit ihm aber einigen können.

Naja, eigentlich brauchte ich ja nur den Schieber für das
Bildnummernfensterchen. Bei der Gelegenheit habe ich aber das an
meiner ersten Reflekta vorhandene ROW-Pololyt gegen das bessere
Meyer-Trioplan des Schlachtobjektes getauscht, kompletto mit
Verschluss. Der alte Verschluss war ein sehr gut laufender Vebur
(1/250s). Der andere ist nun ein Cludor (1/200s + B, schnurrt wie
ein Kätzchen) der mir gänzlich unbekannt ist.

Wer kennt das Teil?
Ist der Cludor bekannt für Probleme?
Welchen soll ich übernehmen, Vebur oder Cludor?

Als zweites kam die Weltaflex dran. Optisch wie technisch OK,
Verschluss läuft (Vebur 1/250s + B), Optiken (auch Meyer-Trioplan)
einwandfrei. Jedoch musste ich nach dem Öffnen des Lichtschachtes
entsetzt feststellen, das der Spiegel so ziemlich am Ende ist. Für
meine Reflekta konnte ich damals mit Glück adäquaten Ersatz finden.
Der Spiegel ist ja auch rechteckig. Dieser in der Weltaflex ist
aber trapezförmig und ziemlich lang. Da ich bekanntlich nur
Qualitätsreparaturen durchführe *BG* muss ich mir nun was einfallen
lassen. Ich dachte da an eine Neubedampfung mit Aluminium oder
Chrom.

Kennt jemand Adressen von Anbietern und Preise? Google gibt da
leider nicht allzuviel her.

Ach, noch was: auf dem Pololyt meiner ersten Reflekta ist ein
Dreieck mit einer "1" drin aufgedruckt. Auf dem Trioplan der
anderen Reflekta fehlt das. Das Zeichen findet sich auch auf der
Rückseite der ersten Refelta in die Belderung eingeprägt. Die
Weltaflex hat auch ein Trioplan, aber hier mit diesem Zeichen.
AFAIK war das doch ein Zeichen für "erste Wahl" oder? Ist das
Sammeltechnisch ein Stilbruch, wenn man das Zeichen auf der
Rückseite hat, aber nicht auf der Optik? Vergütet sind alle Optiken
(rotes "V").

_____
CU|om

--
Drei Haare auf dem Kopf sind relativ wenig.
Drei Haare in der Suppe relativ viel.

Tom Kurpjuweit

unread,
Dec 18, 2002, 4:50:47 PM12/18/02
to
Tom Kurpjuweit <T.Kurp...@t-online.de> schmiss folgendes in die
Runde:


> Welchen soll ich übernehmen, Vebur oder Cludor?

Lässt der sich eigentlich so ohne weiteres umbauen? *grübel*

Markus Keinath

unread,
Dec 18, 2002, 5:37:17 PM12/18/02
to
Hi Tom,

zum Versilbern:
http://avf.astronomie.ch/steiner/versilbern.rtf
eine Word Datei mit netter Anleitung zum Selbermachen (ich hab´s nicht
probiert, nur mal eben Google: spiegel bedampfen).

Bei den Astronomem sollten sich auch dienstleister finden lassen, die
sowas machen.

Eventuell würde eine Firma/ Institut reichen, die eine
Bedampfungsanlage haben, für elekronenmikroskopische Aufnahmen von
nichtleitenden Materialien.
Weiß nicht ob das funktioniert, und ob die Schichtdicke reichen würde.

Markus

--
Keinaths Fotohomepage
Allerlei zu Selbstabau, Reparatur und Modifikation von Fotoequipment:
http://home.arcor.de/keinath

Thomas Kittel

unread,
Dec 19, 2002, 2:30:56 AM12/19/02
to
"Markus Keinath" <K110...@compuserve.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3e00f6d3...@news.compuserve.de...

> Hi Tom,
>
> zum Versilbern:
> http://avf.astronomie.ch/steiner/versilbern.rtf
> eine Word Datei mit netter Anleitung zum Selbermachen (ich hab´s nicht
> probiert, nur mal eben Google: spiegel bedampfen).
>
> Bei den Astronomem sollten sich auch dienstleister finden lassen, die
> sowas machen.
>
> Eventuell würde eine Firma/ Institut reichen, die eine
> Bedampfungsanlage haben, für elekronenmikroskopische Aufnahmen von
> nichtleitenden Materialien.
> Weiß nicht ob das funktioniert, und ob die Schichtdicke reichen würde.


Ob's reicht weiß ich nicht, aber wir machen Bedampfungen für die
Elektronenmikroskopie. Wenn Du anders nicht zurecht kommst, könnte ich zur
Not mal einen Test hier machen lassen. Bedampfungen machen ja nix kaputt,
zur Not entfernt man sie bei Nichttauglichkeit.

Gruß Thomas

--
Ducati 900SS, GRR#9, DUC-SS@irc#RRR

Winfried Buechsenschuetz

unread,
Dec 19, 2002, 2:40:32 AM12/19/02
to
Tom Kurpjuweit <T.Kurp...@t-online.de> wrote in message news:<Xns92E8E8269E...@ID-124607.user.dfncis.de>...

> Achso: der Verkäufer (ePay) hat sie übrigens als Funktionstüchtig
> und technisch einwandfrei verkauft. Verärgert war ich schon, habe
> mich aber mit ihm aber einigen können.

Ein Bekannter hat mal eine Plattenkamera ersteigert, deren Belederung
mit der Paketbandumwickelung abging (!) und die anschließend in
Einzelteile zerfiel. War natürlich 'funktionstüchtig'.

Die Fehler ließen sich alle beheben (die Doppelbelichtungssperre ist
bei der Reflekta eh etwas wackelig, meine wollte erst auch nicht),
aber in der Summe hätte es sich wohl kaum gelohnt.

> Wer kennt das Teil?
> Ist der Cludor bekannt für Probleme?
> Welchen soll ich übernehmen, Vebur oder Cludor?

Cludor ist mir bisher noch nicht untergekommen. Die Veburs an meiner
Beltica und an der Reflekta tuns (nach ausgiebiger Reinigung und im
Fall der Reflekta teilweiser Neujustierung) ganz gut, sind im
wesentlichen vereinfachte (ohne Selbstauslöser) Imitiationen des
Ring-Compurs. Es ist auch die Frage, ob die Einschraubgewinde für die
Linsengruppen und der Abstand der Flansche von der Lamellenebene (=
Hauptebene des Objektivs) übereinstimmen, inwieweit sich da die
DDR-Industrie standardisiert hatte, weiß ich nicht. Ich würde, wenn
schon, dann das Objektiv komplett mit Verschluß auswechseln. Soweit
ich gesehen habe, wird die Fokusjustierung bei der Reflekta über
Unterlegringe (aus Pappe/Papier) gemacht, dürfte daher etwas fummelig
werden. Ob sich die Einstellschnecke verstellen läßt, hab ich mangels
Bedarf nicht nachgesehen. Du wirst also mit einer Mattscheibe in der
Filmebene hantieren müssen und Dir aus der Brennweite und
Einstellabweichung auf der Skala die Ringdicke berechnen müssen.
Messingstreifen ab 0.025mm Dicke könnte ich notfalls zur Verfügung
stellen.

> Dieser in der Weltaflex ist
> aber trapezförmig und ziemlich lang. Da ich bekanntlich nur
> Qualitätsreparaturen durchführe *BG* muss ich mir nun was einfallen
> lassen. Ich dachte da an eine Neubedampfung mit Aluminium oder
> Chrom.

Länger als in der Reflekta wird er wohl kaum sein. An sich muß er auch
nur trapezförmig sein, da das Strahlenbündel am unteren Teil des
Spiegels (nahe zur Sucherlinse) noch wenig aufgefächert ist.
Trapezförmige Spiegel findet man auch an frühen KB-SLRs.

Wenn, dann wird mit Alu bedampft, das Reflektionsvermögen von Chrom
dürfte einiges geringer sein (auch Alu hat im sichtbaren Licht 'nur'
90..95 Proz., bei sehr guten Spiegeln noch etwas mehr). Es gibt ein
Laborverfahren zur Silberbeschichtung von Glasflächen, ist aber etwas
aufwendig, und die Schicht ist weder gegen Lufteinflüsse (Schwefel,
Silbersulfid ist schwarz) noch gegen Abrieb geschützt. Vielleicht
wirst Du ja im Anzeigenteil von Sternzeitschriften (Sterne und
Weltraum) oder beim nächsten Sternguckerverein fündig.

In den Polaroids mit Buckelgehäuse ist ein trapezförmiger Spiegel
drin, vielleicht paßt der ja sogar einigermaßen (falls dieses Wort in
Deinem Sprachgebrauch vorkommt). Wg. evtl. abweichender Dicke wirst Du
die Sucherlinse neu justieren müssen, ist aber kein Problem, wenn Du
vorher zwei Nuten (180 Grad versetzt) zum Werkzeugansatz in den
Anschlagring feilst. Vielleicht kann Dir auch ein Glaser einen
Laserspiegel zuschneiden, wenn er dabei die Oberfläche garantiert
nicht verkratzt. Tiffany-Bastler sollten sowas auch können.

> Ist das
> Sammeltechnisch ein Stilbruch, wenn man das Zeichen auf der
> Rückseite hat, aber nicht auf der Optik? Vergütet sind alle Optiken
> (rotes "V").

Ob solche Kombinationen gefertigt wurden, weiß ich nicht, ebenso
nicht, ob ein Trioplan ohne '1' besser ist als ein Pololyth mit '1'.
Ich halte das Trioplan jedenfalls für einen recht guten Dreilinser,
auch bei meiner Vorkriegs-6x9-Welta hat es einige andere hinter sich
gelassen und reicht nahe an den (neu justierten) Vierlinser einer
Moskva5 ran. Kannst Dir ja bei einem Graveur das Zeichen nachgravieren
lassen (auch auf dem Verschlußdeckel).

Winfried Büchsenschütz (bekennender Nicht-Purist)

Tom Kurpjuweit

unread,
Dec 19, 2002, 4:43:01 AM12/19/02
to
K110...@compuserve.de (Markus Keinath) schmiss folgendes in die
Runde:

> Hi Tom,


>
> zum Versilbern:
> http://avf.astronomie.ch/steiner/versilbern.rtf
> eine Word Datei mit netter Anleitung zum Selbermachen (ich hab´s
> nicht probiert, nur mal eben Google: spiegel bedampfen).

Habe auch schon daran gedacht, aber zwei Dinge sprechen dagegen:

- Silbernitrat
- Ätzkali

Eine Silberschicht läuft außerdem wieder an. Aluminium oder Chrom ist
da schon besser.

Tom Kurpjuweit

unread,
Dec 19, 2002, 4:46:40 AM12/19/02
to
Stefan Nuetzel <spam_...@n-nuetzel.de> schmiss folgendes in die
Runde:

> gib mal die Maße durch und ich kann dir sagen ob die einer
> Polaroid SX70 wie man sie bei Epay für einen Euro bekommt evtl.
> passen. Für dich als Kameraschlachter je kein ethisches Problem
> ;-)

Nee, der passt nicht. Außerdem müsste man sich sowas immer irgendwie
mit einem Glasschneider "zurechtbasteln". Wie das dann aussieht habe
ich in meine Schlacht-Reflekta gesehen.
Der Originalspiegel hat eine Trapezform und wird in eine art Schiene
hineingeschoben. Da kommt es mir schon auf exakte Maße an.

Tom Kurpjuweit

unread,
Dec 19, 2002, 5:30:20 AM12/19/02
to
w-buechs...@web.de (Winfried Buechsenschuetz) schmiss
folgendes in die Runde:

> Die Fehler ließen sich alle beheben (die Doppelbelichtungssperre


> ist bei der Reflekta eh etwas wackelig, meine wollte erst auch
> nicht), aber in der Summe hätte es sich wohl kaum gelohnt.

Ebend. Trotzdem hat es mich interessiert, woran es bei der Sperre
hapert und habe das Teil versucht zu zerlegen. Da war aber schon
mal jemand dran und hat die Schraube, die das Rad für den
Filmtransport festhält doofgedreht und dann mit Sekundenkleber
festgeklebt. Da kommt nun keiner mehr ohne rohe Gewalt dran.


> Cludor ist mir bisher noch nicht untergekommen. Die Veburs an
> meiner Beltica und an der Reflekta tuns (nach ausgiebiger
> Reinigung und im Fall der Reflekta teilweiser Neujustierung)
> ganz gut, sind im wesentlichen vereinfachte (ohne
> Selbstauslöser) Imitiationen des Ring-Compurs. Es ist auch die
> Frage, ob die Einschraubgewinde für die Linsengruppen und der
> Abstand der Flansche von der Lamellenebene (= Hauptebene des
> Objektivs) übereinstimmen, inwieweit sich da die DDR-Industrie
> standardisiert hatte, weiß ich nicht.

Habs mir heute nochmal angesehen, die Verschlusslamellen sitzten
beim Cludor scheinbar ein Stückchen tiefer.
Was soll's, ich behalt den Cludor, der läuft nämlich wirklich
prima. Hab heute mal nachgemessen, die schnellen Zeiten laufen
exakt, die langsamen fast genau: 1s = ~1,25s

> Ich würde, wenn schon,
> dann das Objektiv komplett mit Verschluß auswechseln.

Habe ich gemacht. Das der Cludor nur 1/200s (statt 1/250s der
Vebur) macht, stört mich eigentlich nicht. Ich nehme mir eh immer
Zeit beim Fotografieren ;-))

> Soweit ich
> gesehen habe, wird die Fokusjustierung bei der Reflekta über
> Unterlegringe (aus Pappe/Papier) gemacht, dürfte daher etwas
> fummelig werden. Ob sich die Einstellschnecke verstellen läßt,
> hab ich mangels Bedarf nicht nachgesehen. Du wirst also mit
> einer Mattscheibe in der Filmebene hantieren müssen und Dir aus
> der Brennweite und Einstellabweichung auf der Skala die
> Ringdicke berechnen müssen. Messingstreifen ab 0.025mm Dicke
> könnte ich notfalls zur Verfügung stellen.

Nicht nötig, die Einstellungen stimmten auf anhieb.
Ich habe mir dafür übrigens einen "Film" aus einer Rolle weissem
Trägerpapier für Klebeetiketten gemacht. Den benutze ich als
Mattscheibe zum einstellen.

>> [Weltaflex Spiegel]

>
> Länger als in der Reflekta wird er wohl kaum sein.

Naja, er ist 56mm lang, Trapezform, Unterkante 23mm, Oberkannte
49mm. Die Dicke beträgt jedoch nur 1mm. Somit ist er genau 6mm
länger als der in der Reflekta ;-)

> Wenn, dann wird mit Alu bedampft, das Reflektionsvermögen von
> Chrom dürfte einiges geringer sein (auch Alu hat im sichtbaren
> Licht 'nur' 90..95 Proz., bei sehr guten Spiegeln noch etwas
> mehr).

Ja, Alu soll's schon sein. Silber reflektiert wohl am besten...

> Es gibt ein Laborverfahren zur Silberbeschichtung von
> Glasflächen, ist aber etwas aufwendig, und die Schicht ist weder
> gegen Lufteinflüsse (Schwefel, Silbersulfid ist schwarz) noch
> gegen Abrieb geschützt.

...oxidiert aber leider recht schnell...

> Vielleicht wirst Du ja im Anzeigenteil
> von Sternzeitschriften (Sterne und Weltraum) oder beim nächsten
> Sternguckerverein fündig.

Ich habe bereits was gefunden ;-)
Um es den anderen nicht vorzuenthalten:

Die Hamburger Sternwarte hat einen Vakuum-Aluminiumbedampfer. Darin
können Spiegel bis 1230mm bedampft werden. Die machen sporadisch
auch Spiegel für Amateure darin. Meiner ist so klein, den legen die
mir für 10 Euro einfach so dazu :-))
Nachteil: man muss unter Umständen recht lange warten, bis der
Verdampfer voll genug ist, damit es sich auch lohnt. Um das
notwendige Hochvakuum zu erreichen, pumpen die alleine einen ganzen
Tag die Luft ab.

Hier mal der Link:

http://www.hs.uni-hamburg.de/DE/Oef/Stw/Alu-anlage/alu.html

> In den Polaroids mit Buckelgehäuse ist ein trapezförmiger
> Spiegel drin, vielleicht paßt der ja sogar einigermaßen (falls
> dieses Wort in Deinem Sprachgebrauch vorkommt).

Nee, wie das aussieht habe ich in der ersteigerten Reflekta
gesehen.

> Wg. evtl.
> abweichender Dicke wirst Du die Sucherlinse neu justieren
> müssen, ist aber kein Problem, wenn Du vorher zwei Nuten (180
> Grad versetzt) zum Werkzeugansatz in den Anschlagring feilst.

Kommt nicht in die Tüte ;-))

> Vielleicht kann Dir auch ein Glaser einen Laserspiegel
> zuschneiden, wenn er dabei die Oberfläche garantiert nicht
> verkratzt. Tiffany-Bastler sollten sowas auch können.

Daran hatte ich auch gedacht, doch dann ist wieder das Problem,
woher einen geeigneten Spiegel nehmen? Ich glaube die Frage hatten
wir hier schonmal...


> Ob solche Kombinationen gefertigt wurden, weiß ich nicht, ebenso
> nicht, ob ein Trioplan ohne '1' besser ist als ein Pololyth mit
> '1'.

Ich habe in der Hinterlinse des Trioplan-Sucherobjektivs ohne "1"
einen klitzekleinen Einschluss (Blase?) im Glas entdeckt. Habe das
erst für Schutz gehalten.

> Ich halte das Trioplan jedenfalls für einen recht guten
> Dreilinser, auch bei meiner Vorkriegs-6x9-Welta hat es einige
> andere hinter sich gelassen und reicht nahe an den (neu
> justierten) Vierlinser einer Moskva5 ran.

Ach, das Pololyt fand ich auch nicht so übel, wie immer gesagt
wird. Ich bin jetzt aber mal auf den direkten Vergleich gespannt.

> Kannst Dir ja bei einem Graveur das Zeichen nachgravieren lassen
> (auch auf dem Verschlußdeckel).

Nee. Soweit treibe ich's nun auch wieder nicht ;-)

Übrigens: Meine Weltaflex hat auf der Optik die "1" und auf dem
Gehäuserückteil ein "S" in einem solchen Dreieck. Was bedeitet das
nun wieder?

Winfried Buechsenschuetz

unread,
Dec 19, 2002, 4:01:23 PM12/19/02
to
Tom Kurpjuweit <T.Kurp...@t-online.de> wrote in message news:<Xns92E97560A9...@ID-124607.user.dfncis.de>...

> Ebend. Trotzdem hat es mich interessiert, woran es bei der Sperre
> hapert und habe das Teil versucht zu zerlegen. Da war aber schon
> mal jemand dran und hat die Schraube, die das Rad für den
> Filmtransport festhält doofgedreht und dann mit Sekundenkleber
> festgeklebt. Da kommt nun keiner mehr ohne rohe Gewalt dran.

Mich grausts auch immer, wenn ich sowas sehe.

> Nicht nötig, die Einstellungen stimmten auf anhieb.

Glück gehabt.

> Ich habe mir dafür übrigens einen "Film" aus einer Rolle weissem
> Trägerpapier für Klebeetiketten gemacht. Den benutze ich als
> Mattscheibe zum einstellen.

Ich machs entweder mit ner Mattscheibe mit Schnittbildindikator (gabs
mal bei Br*nn*r), mit einem Halter, der sie die Filmebene bringt.
Oder mit der umgekehrten Kollimator-Methode: Haar über die Filmebene
spannen (meine würden zur Zeit auch für 9x12 reichen), mit SLR mit
Schnittbild in die Linse peilen. Wenn SLR-Objektiv auf oo,
Testobjektiv verstellen, bis Haar im Schnittbild scharf ist.

> Ja, Alu soll's schon sein. Silber reflektiert wohl am besten...

> ...oxidiert aber leider recht schnell...

Sollte wohl sulfatiert heißen, das schwatte Zeuch ist Silbersulfat
(oder -it oder -id, Chemie war nie mein Lieblingsfach)

> Nee, wie das aussieht habe ich in der ersteigerten Reflekta
> gesehen.

Mit etwas Übung kann man Glas recht genau zuschneiden. Hab bei meiner
Reflekta zwar beim Abbröseln einer ungeraden Kante ein Eckchen
rausgebrochen, das ist jetzt aber an einer der unteren Ecken, wo eh
kein Strahlengang drüberkommt. Die seitlichen Kanten werden ja gnädig
von den Federklammern überdeckt.

> > Wg. evtl.
> > abweichender Dicke wirst Du die Sucherlinse neu justieren
> > müssen, ist aber kein Problem, wenn Du vorher zwei Nuten (180
> > Grad versetzt) zum Werkzeugansatz in den Anschlagring feilst.
>
> Kommt nicht in die Tüte ;-))

Frage mich allerdings, wie dieser Anschlagring mal angezogen wurde,
wg. Dünnwandigkeit wohl kaum mit der Rohrzange. Die Nuten sind da
schon hilfreich, und wozu hab ich mir schließlich einen Satz
Nadelfeilen angeschafft?

> Daran hatte ich auch gedacht, doch dann ist wieder das Problem,
> woher einen geeigneten Spiegel nehmen? Ich glaube die Frage hatten
> wir hier schonmal...

Ich sach nur: Kodak Sofortbild...

> Ich habe in der Hinterlinse des Trioplan-Sucherobjektivs ohne "1"
> einen klitzekleinen Einschluss (Blase?) im Glas entdeckt. Habe das
> erst für Schutz gehalten.

Ein Bläschen hab ich auch schon mal in einem Apotar gesehen, das war
aber kaum 2. Wahl.

> Übrigens: Meine Weltaflex hat auf der Optik die "1" und auf dem
> Gehäuserückteil ein "S" in einem solchen Dreieck. Was bedeitet das
> nun wieder?

Lt. Steiners Fotoliste

'1 im Q' Spitzenerzeugnis des Weltmarkts (mit dem Weltmarkt
hattens die Zonis irgendwie, obwohl die eigenen
Leute das ja kaum vergleichen durften)
'1 im Dreieck' Mit Weltmarkterzeugnissen vergleichbar (von wem? s.o.)
'S im Dreieck' Standardqualität
nur Dreieck Erzeugnis geprüft (damit wollte man sich wohl von
russischen Importkameras abheben)

Winfried Büchsenschütz

0 new messages