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Es gibt wieder Pocketfilm

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Sven Bötcher

unread,
Sep 23, 2012, 1:01:50 PM9/23/12
to
Hallo,

SW und Farbe sind schon erhältlich und Diafilm ist angekündigt:
http://microsites.lomography.de/110-cameras/film

Bye
Sven

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 23, 2012, 4:41:52 PM9/23/12
to
Oma, wo ist deine alte Ritschratsch?

Aber mal ganz offen gesagt: Die mju oder meine Konica Big Mini paßten
auch bequem in die Hemdtasche, trotz Kleinbildfilm, AF Motorkameras
und auch das schon vor 20 Jahren.

Wie projiziert man eigentlich Pocketfilme? Mit Taschenlampe und Lupe
unter der Bettdecke?


--
Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

u. engel

unread,
Sep 23, 2012, 5:03:00 PM9/23/12
to
Nee, da gabs diese niedlichen kleinen Projektoren (von Agfa? seligen
Andenkens), sogar mit Rundmagazinen. Frag halt nicht nach der
Bildqualität. Die war den Kunden vermutlich eh egal.
mfg u.e.
>

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 23, 2012, 5:34:48 PM9/23/12
to
Am 23.09.2012 23:03, schrieb u. engel:

> Nee, da gabs diese niedlichen kleinen Projektoren (von Agfa? seligen
> Andenkens), sogar mit Rundmagazinen.

Nun zusammen mit den Rahmen im Museum für Völkerkunde. :-)

> Frag halt nicht nach der
> Bildqualität. Die war den Kunden vermutlich eh egal.

Danke!

Dieter Lefeling

unread,
Sep 23, 2012, 6:11:58 PM9/23/12
to
u. engel schrieb:

> Nee, da gabs diese niedlichen kleinen Projektoren (von Agfa? seligen
> Andenkens), sogar mit Rundmagazinen. Frag halt nicht nach der
> Bildqualit�t. Die war den Kunden vermutlich eh egal.

Mooooment. Erstmal gab es auch gute Kameras und Optiken f�r Pocket, etwa
die Pentax Auto 110 und ihre Objektive. Und dann war auch richtiger (tm)
Film wie Kodachrome 64 f�r das Format erh�ltlich.

Gerahmte Pocket-Dias hatten zwar Au�enformat 3x3 cm, aber man musste
nicht unbedingt auf spezielle Pocket-Projektoren ausweichen. Daf�r gab
es Adapterr�hmchen, um die 3x3 auf �bliche 5x5 zu bringen und so im
KB-Projektor zu verwenden.

Allerdings wurde das Bild auf der Leinwand davon auch nicht gr��er. 8-)

Dieter

Sven Bötcher

unread,
Sep 23, 2012, 7:45:27 PM9/23/12
to
Am 23.09.2012 22:41, schrieb Jürgen Gerkens:
> Am 23.09.2012 19:01, schrieb Sven Bötcher:
>
>> Hallo,
>>
>> SW und Farbe sind schon erhältlich und Diafilm ist angekündigt:
>> http://microsites.lomography.de/110-cameras/film
>
> Oma, wo ist deine alte Ritschratsch?
>
> Aber mal ganz offen gesagt: Die mju oder meine Konica Big Mini paßten
> auch bequem in die Hemdtasche, trotz Kleinbildfilm, AF Motorkameras
> und auch das schon vor 20 Jahren.

Dito Minox 35, Rollei 35. Letztgenannte schon vor 46 Jahren.


> Wie projiziert man eigentlich Pocketfilme? Mit Taschenlampe und Lupe
> unter der Bettdecke?

Gar nicht. Hat das damals tatsächlich jemand gemacht? Normalerweise
wurden da Abzüge in 9 x 13 von gemacht und das war es. Es gab da
übrigens sehr wohl einige "richtige" Kameras unter den Pockets. Die Agfa
Optima 6000 hatte ein 4linsiges Glasobjektiv (welches manuell fokussiert
wurde) und eine CdS-Belichtungsautomatik. Dazu Selbstauslöser und
Drahtauslöseranschluss. Der Nachfolger Agfamatic 6008 hatte sogar
zusätzlich Makro. Von Minolta gab es sogar eine Spiegelreflex mit
Zoomobjektiv.

Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende. Irgendwie sollen aber
sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
überhaupt irgendwas auch nur annähernd richtig belichtet wurde aber
egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
reißen oder der Bilder wurden einfach nix.

Das viel größere, aktuelle Problem: Wer entwickelt und vergrößert noch
Pocketfilme? ORWO hat es mir letztens über Rossmann zum normalen
KB-Preis gemacht aber ich bin nicht sicher, ob das wirklich offiziell
war und immer so gehandhabt wird oder ob man grad Laune hatte und kulant
war. Ja, man könnte das sicherlich nachfragen aber ich habe in wenig
Angst vor der Antwort. CEWE macht es zwar ganz offiziell aber berechnet
auch ganz offizielle 5 Euro für die Entwicklung und 99 Cent pro Abzug.

Bye
Sven

Christoph Schmitz

unread,
Sep 24, 2012, 3:20:37 AM9/24/12
to
Am 24.09.12 01:45, schrieb Sven Bötcher:
>
> Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
> einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende. Irgendwie sollen aber
> sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
> überhaupt irgendwas auch nur annähernd richtig belichtet wurde aber
> egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
> reißen oder der Bilder wurden einfach nix.

Ich tippe auf ersteres, bei aktuellen (ja, es gibt die noch neu
zu kaufen, Kodak hatte sogar welche auf dem Photokina-Stand)
Einmalkameras ist es ja auch so. Farbnegativfilme haben einen
ziemlich grossen Belichtungsspielraum, da bekommt man auch bei
Abweichungen von ein paar Blendenstufen noch Bilder heraus (man
beachte, dass ich "Bilder" schreibe, nicht "gute Bilder").

Christoph

Reindl_Wolfgang

unread,
Sep 24, 2012, 3:39:26 AM9/24/12
to
Am 24.09.12 01:45, schrieb Sven Bötcher:
> Am 23.09.2012 22:41, schrieb Jürgen Gerkens:
>> Am 23.09.2012 19:01, schrieb Sven Bötcher:

>> Oma, wo ist deine alte Ritschratsch?
>>
>> Aber mal ganz offen gesagt: Die mju oder meine Konica Big Mini paßten
>> auch bequem in die Hemdtasche, trotz Kleinbildfilm, AF Motorkameras
>> und auch das schon vor 20 Jahren.

Nicht zu vergessen die ersten Modelle der Kodak Retina:
hemdtaschentauglich, Schneider Xenar (also Tessar-Konstruktion).

Wolfgang

Sven Bötcher

unread,
Sep 24, 2012, 5:02:43 AM9/24/12
to
Ich frage mich dabei immer, wieso die Fotografien zu Dick & Doof-Zeiten
überhaupt was geworden sind, mit diesen Kamerakästen, bei denen der
Fotograf eine Glas-Fotoplatte einlegte und unter einem schwarzen Tuch
verschwand. Hatten die Plattenkameras überhaupt eine Blende und einen
Verschluss? In den Filmen sieht es immer so aus, als würde der Fotograf
den Verschluss durch Abnehmen und Aufsetzen der Objektivabdeckung emulieren.

Bye
Sven

Ralph Aichinger

unread,
Sep 24, 2012, 5:11:06 AM9/24/12
to
Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> wrote:
> Ich frage mich dabei immer, wieso die Fotografien zu Dick & Doof-Zeiten
> überhaupt was geworden sind, mit diesen Kamerakästen, bei denen der
> Fotograf eine Glas-Fotoplatte einlegte und unter einem schwarzen Tuch
> verschwand. Hatten die Plattenkameras überhaupt eine Blende und einen
> Verschluss? In den Filmen sieht es immer so aus, als würde der Fotograf
> den Verschluss durch Abnehmen und Aufsetzen der Objektivabdeckung emulieren.

Das hat es in allen Varianten gegeben. Von Verschluß und Blende
wie bei einer aktuellen Großbildkamera bis hin zu Einfachstlinsen
wie bei einer Boxkamera. Bei einer Belichtungszeit von mehreren
Sekunden macht es überhaupt keinen Unterschied, ob man mit
dem Objektivdeckel die Verschlußzeit steuert, falls man
beim Abnehmen keine Erschütterungen produziert.

Es ist durchaus mal lohnend mit so einer Boxkamera (kriegt man
für 10 Euro oder so) rumzuspielen, da merkt man dann, wie
wenig man wirklich braucht um ein Foto hinzukriegen, und
wie viel man dabei "falsch" machen darf.

Bei den meisten hat man zwei Blenden (8 und 11 oder so),
und eine fixe Belichtungszeit (1/20 oder ähnlich) und B.

Mit aktuellen Filmen kann man damit erstaunlich viel machen,
jedenfalls viel mehr als man vermuten wüde, wenn man
Diskussionen zum Rauschen bei Digitalkameras verfolgt.

http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/357164910/

Das war glaube ich mit B, vielleicht eine Sekunde und
der Bitte stilzuhalten. Bildausschnitt wegen Tisch als Stativ.

/ralph

Ralf C. Kohlrausch

unread,
Sep 24, 2012, 5:27:57 AM9/24/12
to
Am 24.09.2012 01:45, schrieb Sven Bötcher:

Normalerweise
> wurden da Abzüge in 9 x 13 von gemacht und das war es.

9x11,5 IIRC.

Und danke für den Tipp.

Es gab da
> übrigens sehr wohl einige "richtige" Kameras unter den Pockets. Die Agfa
> Optima 6000 hatte ein 4linsiges Glasobjektiv (welches manuell fokussiert
> wurde) und eine CdS-Belichtungsautomatik. Dazu Selbstauslöser und
> Drahtauslöseranschluss. Der Nachfolger Agfamatic 6008 hatte sogar
> zusätzlich Makro. Von Minolta gab es sogar eine Spiegelreflex mit
> Zoomobjektiv.

Und von Pentax eine mit Wechselobjektiven. Hier liegt noch eine
Unterwasserkamera von Minolta im Regal. Tessar-Typ-Objektiv, manuelle
Fokussierung, Belichtungsautomatik. Blende 2,8.
>
> Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
> einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende. Irgendwie sollen aber
> sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
> überhaupt irgendwas auch nur annähernd richtig belichtet wurde aber
> egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
> reißen oder der Bilder wurden einfach nix.

Dass Bilder nix werden wurde seinerzeit von weiten Bevölkerungsschichten
als gottgegeben hingenommen. Unschärfe, Bildfeldwölbung, Farbfehler,
Farbsäume, rote Augen, Schlagschatten, nach hinten dunkel werdende
Blitzbilder, hoffnungslos ohne Blitz unterbelichtete Innenaufnahmen,
Transportfehler, Kratzer im Bild, Fingerabdrücke im Bild, Finger vor dem
Objektiv, der Klassiker Deckel vor dem Objektiv, gelegentlich falsch
entwickelte Filme (E6 in C41 hat auch seinen Reiz). Otto
Normalfotografen waren nicht verwöhnt und leidensfähig. Deshalb kommen
die heute auch mit Handyfotos so gut klar. Die sind seit Generationen in
Training.

Und mit dem technischen Fortschritt kamen dann die Disc-Kameras.

Gruß
Ralf C.

>

Christoph Schmitz

unread,
Sep 24, 2012, 5:32:51 AM9/24/12
to
Am 24.09.12 11:11, schrieb Ralph Aichinger:
> Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> wrote:
>> Ich frage mich dabei immer, wieso die Fotografien zu Dick & Doof-Zeiten
>> überhaupt was geworden sind, mit diesen Kamerakästen, bei denen der
>> Fotograf eine Glas-Fotoplatte einlegte und unter einem schwarzen Tuch
>> verschwand. Hatten die Plattenkameras überhaupt eine Blende und einen
>> Verschluss? In den Filmen sieht es immer so aus, als würde der Fotograf
>> den Verschluss durch Abnehmen und Aufsetzen der Objektivabdeckung emulieren.
>
> Das hat es in allen Varianten gegeben. Von Verschluß und Blende
> wie bei einer aktuellen Großbildkamera bis hin zu Einfachstlinsen
> wie bei einer Boxkamera.

Meine aelteste Kamera (laut Schaetzung des Verkaeufers aus dem
Jahr 1928 stammend) hat schon einen Compur-Verschluss, der bis
zu 1/250 geht. Und eine Irisblende, nur Blitzsynchronisation
fehlt noch (die wurde wohl erst in den 30ern entwickelt). Es
gab aber (vor allem in noch frueheren Zeiten) auch "Blenden"
in Form eines Blechstreifens mit verschieden grossen Loechern.

> Bei einer Belichtungszeit von mehreren
> Sekunden macht es überhaupt keinen Unterschied, ob man mit
> dem Objektivdeckel die Verschlußzeit steuert, falls man
> beim Abnehmen keine Erschütterungen produziert.

Und solche Belichtungszeiten waren bei den damals ueblichen
Film(un)empfindlichkeiten und bei den grossformattypischen
Blendenzahlen ja durchaus nicht selten.
Und bei Blitzaufnahmen musste man ohnehin den Verschluss vor
dem Zuenden manuell oeffnen und danach wieder schliessen.

> [Boxkamera]
>
> Mit aktuellen Filmen kann man damit erstaunlich viel machen,
> jedenfalls viel mehr als man vermuten wüde, wenn man
> Diskussionen zum Rauschen bei Digitalkameras verfolgt.
>
> http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/357164910/
>
> Das war glaube ich mit B, vielleicht eine Sekunde und
> der Bitte stilzuhalten.

Ja, Personenaufnahmen mit einer Sekunde Belichtungszeit sind
auch meiner Erfahrung nach durchaus machbar, zumindest bei
stillhaltekompatiblen Taetigkeiten (Turmspringen geht nicht).

Christoph


ulrich engel

unread,
Sep 24, 2012, 7:12:49 AM9/24/12
to
Am 24.09.2012 00:11, schrieb Dieter Lefeling:
> u. engel schrieb:
>
>> Nee, da gabs diese niedlichen kleinen Projektoren (von Agfa? seligen
>> Andenkens), sogar mit Rundmagazinen. Frag halt nicht nach der
>> Bildqualit�t. Die war den Kunden vermutlich eh egal.
>
> Mooooment. Erstmal gab es auch gute Kameras und Optiken f�r Pocket, etwa
> die Pentax Auto 110 und ihre Objektive.

Ja, ich hab son Teil. Faszinierendes Spielzeuch.

Und dann war auch richtiger (tm)
> Film wie Kodachrome 64 f�r das Format erh�ltlich.
>

Das mags gewesen sein. Ich hatte (habe) nur CN, dessen Abz�ge schon auf
Postkarte sichtbar matschig waren.

> Gerahmte Pocket-Dias hatten zwar Au�enformat 3x3 cm, aber man musste
> nicht unbedingt auf spezielle Pocket-Projektoren ausweichen. Daf�r gab
> es Adapterr�hmchen, um die 3x3 auf �bliche 5x5 zu bringen und so im
> KB-Projektor zu verwenden.
>
Die speziellen Projetk�rchen waren aber echt schnuckelig.

mfg u.e.

Sven Bötcher

unread,
Sep 24, 2012, 7:25:22 AM9/24/12
to
Am 24.09.2012 11:27, schrieb Ralf C. Kohlrausch:
> Am 24.09.2012 01:45, schrieb Sven Bᅵtcher:
>
> Normalerweise
>> wurden da Abzᅵge in 9 x 13 von gemacht und das war es.
>
> 9x11,5 IIRC.

Ich messe grad mal nach. ORWO/Rossmann hat meine wieder gefundenen
Pocketfilme in 10,1 x 13 abgezogen.



> Und danke fᅵr den Tipp.
>
> Es gab da
>> ᅵbrigens sehr wohl einige "richtige" Kameras unter den Pockets. Die Agfa
>> Optima 6000 hatte ein 4linsiges Glasobjektiv (welches manuell fokussiert
>> wurde) und eine CdS-Belichtungsautomatik. Dazu Selbstauslᅵser und
>> Drahtauslᅵseranschluss. Der Nachfolger Agfamatic 6008 hatte sogar
>> zusᅵtzlich Makro. Von Minolta gab es sogar eine Spiegelreflex mit
>> Zoomobjektiv.
>
> Und von Pentax eine mit Wechselobjektiven. Hier liegt noch eine
> Unterwasserkamera von Minolta im Regal. Tessar-Typ-Objektiv, manuelle
> Fokussierung, Belichtungsautomatik. Blende 2,8.

Pentax Auto 110, jawoll! Sieht im Gegensatz zur Minolta wie eine
richtige SLR aus, nur kleiner.



>> Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
>> einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende. Irgendwie sollen aber
>> sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
>> ᅵberhaupt irgendwas auch nur annᅵhernd richtig belichtet wurde aber
>> egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
>> reiᅵen oder der Bilder wurden einfach nix.
>
> Dass Bilder nix werden wurde seinerzeit von weiten Bevᅵlkerungsschichten
> als gottgegeben hingenommen. Unschᅵrfe, Bildfeldwᅵlbung, Farbfehler,
> Farbsᅵume, rote Augen, Schlagschatten, nach hinten dunkel werdende
> Blitzbilder, hoffnungslos ohne Blitz unterbelichtete Innenaufnahmen,
> Transportfehler, Kratzer im Bild, Fingerabdrᅵcke im Bild, Finger vor dem
> Objektiv, der Klassiker Deckel vor dem Objektiv, gelegentlich falsch
> entwickelte Filme (E6 in C41 hat auch seinen Reiz). Otto
> Normalfotografen waren nicht verwᅵhnt und leidensfᅵhig. Deshalb kommen
> die heute auch mit Handyfotos so gut klar. Die sind seit Generationen in
> Training.

All das wird heute unter dem Label der Lomografie als "experimentelle
Fotografie" verkauft. Fragt sich nur, ob man mit dem lomografischen
Pocketfilm auch richtige Fotos machen kann.


> Und mit dem technischen Fortschritt kamen dann die Disc-Kameras.

Die habe ich nie besessen. Kodak hat mir mal eine angeboten im Tausch
gegen meine Sofortbildkamera EK160EF weil sie irgendwelche
Patentstreitigkeiten gegen Polaroid verlogen hatten und ihre
Sofortbild-Sparte einstampfen mussten. Habe den Tausch aber irgendwie
versᅵumt und bin daher nie in den Genuss des Disc-Films gekommen. Naja,
Schwamm drᅵber. Filmmaterial bekomme ich heute weder fᅵr das eine noch
fᅵr das andere System. Ich hatte bis jetzt 120 Pocket, 126 Instamatic,
35 mm Kleinbild, APS und Kodak Instant HS-144-10. Das war der
Sofortbild-Film, bei dem man nach der Entwicklung Positiv und den Rest
voneinander trennen konnte. War viel besser und haltbarer als das
Polaroid-System weil man die fertigen Positive nur noch mit einer Schere
zerstᅵren konnte aber nicht durch einfaches Zerknicken.

Eigentlich mᅵsste ich jetzt nochmal 120er Rollfilm und das neue Fuji
Sofortbildsystem ausprobieren. Digital ist ja auch nett aber have been
there, have done that. Da gibt es einfach nichts mehr zu entdecken und
auszuprobieren.

Bye
Sven

R.Klenk

unread,
Sep 24, 2012, 9:35:26 AM9/24/12
to
On 24 Sep 2012 09:11:06 GMT, Ralph Aichinger
wrote:
> Es ist durchaus mal lohnend mit so einer Boxkamera (kriegt man
> fᅵr 10 Euro oder so) rumzuspielen, da merkt man dann, wie
> wenig man wirklich braucht um ein Foto hinzukriegen, und
> wie viel man dabei "falsch" machen darf.

...und stillhalten ist auch nicht nᅵtig, folgendes Bild entstand bei
einem WRC-Lauf im Hunsrᅵck....:

http://www.farbgalerie.de/album/action/2008WRC-Hunsrueck/0004.jpg?width
=1024

naja, die anderen Knipser haben zum Teil etwas seltsam geguckt...

Gruss,
Robert

Sven Bötcher

unread,
Sep 24, 2012, 9:53:07 AM9/24/12
to
Am 24.09.2012 15:35, schrieb R.Klenk:
> On 24 Sep 2012 09:11:06 GMT, Ralph Aichinger wrote:
>> Es ist durchaus mal lohnend mit so einer Boxkamera (kriegt man
>> für 10 Euro oder so) rumzuspielen, da merkt man dann, wie
>> wenig man wirklich braucht um ein Foto hinzukriegen, und wie viel man
>> dabei "falsch" machen darf.
>
> ...und stillhalten ist auch nicht nötig, folgendes Bild entstand bei
> einem WRC-Lauf im Hunsrück....:
>
> http://www.farbgalerie.de/album/action/2008WRC-Hunsrueck/0004.jpg?width
> =1024
>
> naja, die anderen Knipser haben zum Teil etwas seltsam geguckt...

Ich will auch so eine Boxkamera. Womit fängt man an, wenn man noch nie
so einen Apparat hatte?

Bye
Sven

Gerrit Brodmann

unread,
Sep 24, 2012, 9:47:58 AM9/24/12
to
J�rgen Gerkens <Ger...@nurfuerspam.de> wrote:

>Am 23.09.2012 19:01, schrieb Sven B�tcher:
>
>> Hallo,
>>
>> SW und Farbe sind schon erh�ltlich und Diafilm ist angek�ndigt:
>> http://microsites.lomography.de/110-cameras/film
>
>Oma, wo ist deine alte Ritschratsch?
>
>Aber mal ganz offen gesagt: Die mju oder meine Konica Big Mini pa�ten
>auch bequem in die Hemdtasche, trotz Kleinbildfilm, AF Motorkameras
>und auch das schon vor 20 Jahren.
>
>Wie projiziert man eigentlich Pocketfilme? Mit Taschenlampe und Lupe
>unter der Bettdecke?


Mit nem Diaprojektor.

So einer liegt hier sogar. Leider fehlen mir die Rahmen....

Ralph Aichinger

unread,
Sep 24, 2012, 10:24:02 AM9/24/12
to
Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> wrote:
> Ich will auch so eine Boxkamera. Womit fängt man an, wenn man noch nie
> so einen Apparat hatte?

Mit dem Filmeinlegen ;)

Ernsthaft: Die Dinger sind einfach zu bedienen, billig und
breit verfügbar, weil sie quasi die "Consumerkameras" der
30er-50er-Jahre waren. Sie wurden wirklich millionenfach
erzeugt, daher kriegt man sie einfachst, notfalls auf ebay.

Eine übliche Agfa-Box kriegst du je nach Verhandlungsgeschick
und Suchbereitschaft für 0-30 Euro. Oder eine Agfa Click
bzw. Clack. Alles dasselbe ;)

Als Film kauft man dafür einen 120er-Rollfilm (Schwarzweiß
oder Farbe, ganz egal), eventuell solltest du dir beim
ersten mal das Filmeinlegen zeigen lassen, ansonsten findet
man sicher haufenweise Youtube-Videos, die das demonstrieren.

Es geht eher einfacher als bei Kleinbildfilm (weil weniger
leicht was rausrutscht), wenn es auch länger dauert.

Und beim Fotografieren hat man je nach Kamera so 0-2 Bedienelemente
(Belichtungzszeit auf Moment oder "B", Schieber für die Blende
auf "großes Loch", "kleines Loch", "Gelbfilter"). Und den Auslöser ;)

Man kann fast nichts falsch machen. Und das ist ja das
schöne dran: Es kommt fast immer ein erkennbares Bild raus.

Wobei ich nicht weiß, was derzeit passiert, wenn man einen
Rollfilm 120 in einem durchschnittlichen Drogeriemarkt
abgibt. Eventuell kostet es geringfügig mehr.

/ralph

Ralph Aichinger

unread,
Sep 24, 2012, 10:28:55 AM9/24/12
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:

Sorry für die Antwort auf mich selbst:
> Als Film kauft man dafür einen 120er-Rollfilm (Schwarzweiß
> oder Farbe, ganz egal), eventuell solltest du dir beim
> ersten mal das Filmeinlegen zeigen lassen, ansonsten findet
> man sicher haufenweise Youtube-Videos, die das demonstrieren.

http://www.youtube.com/watch?v=V1XeC15XZdU
http://www.youtube.com/watch?v=Y4uNKcDxiUU

/ralph

Christoph Schmitz

unread,
Sep 24, 2012, 10:41:52 AM9/24/12
to
Am 24.09.12 16:24, schrieb Ralph Aichinger:
>
> Wobei ich nicht weiß, was derzeit passiert, wenn man einen
> Rollfilm 120 in einem durchschnittlichen Drogeriemarkt
> abgibt. Eventuell kostet es geringfügig mehr.

Ich koennte mir vorstellen, dass man bei einem Farbfilm (oder
einem in C-41 zu entwickelnden SW-Film wie beispielsweise dem
Ilford XP-2) groessere Chancen hat, ihn entwickelt zu kriegen.
Oder machen die Grosslabore noch was anderes als C-41?

Christoph


ulrich engel

unread,
Sep 24, 2012, 11:11:35 AM9/24/12
to
Am 24.09.2012 16:24, schrieb Ralph Aichinger:
> Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> wrote:
>> Ich will auch so eine Boxkamera. Womit fängt man an, wenn man noch nie
>> so einen Apparat hatte?
>
> Mit dem Filmeinlegen ;)
>
>
> Wobei ich nicht weiß, was derzeit passiert, wenn man einen
> Rollfilm 120 in einem durchschnittlichen Drogeriemarkt
> abgibt. Eventuell kostet es geringfügig mehr.
>

Es dauert länger. Aber sonst kein Problem.

mfg u.e.
> /ralph
>

Ralf C. Kohlrausch

unread,
Sep 24, 2012, 12:15:36 PM9/24/12
to
Am 24.09.2012 13:25, schrieb Sven Bötcher:
>

Ich hatte bis jetzt 120 Pocket,

110 Pocket. 120 waren die Mittelformatler mit Filmen im Nierengurtformat ;-)

126 Instamatic,
> 35 mm Kleinbild, APS und Kodak Instant HS-144-10.

Gruß
Ralf C.

Christoph Schmitz

unread,
Sep 24, 2012, 12:22:39 PM9/24/12
to
Am 24.09.12 17:11, schrieb ulrich engel:
> Am 24.09.2012 16:24, schrieb Ralph Aichinger:
>>
>> Wobei ich nicht weiß, was derzeit passiert, wenn man einen
>> Rollfilm 120 in einem durchschnittlichen Drogeriemarkt
>> abgibt. Eventuell kostet es geringfügig mehr.
>
> Es dauert länger.

Weil dieses Format nicht mehr an allen Standorten entwickelt
wird, wie ich jetzt in Erfahrung gebracht habe.

> Aber sonst kein Problem.

War das C-41 oder SW? Oder E-6?

Christoph


u. engel

unread,
Sep 24, 2012, 12:35:32 PM9/24/12
to
CN
>
> Christoph
>
>

R.Klenk

unread,
Sep 24, 2012, 12:39:50 PM9/24/12
to
On Mon, 24 Sep 2012 15:47:58 +0200, Gerrit Brodmann
<gerrit....@gmx.de> wrote:

> Mit nem Diaprojektor.
> So einer liegt hier sogar. Leider fehlen mir die Rahmen....

hm, ich weiss woher der ist, und ich bin mir sicher dass da auch
Rahmen dabei waren....

R

Christoph Schmitz

unread,
Sep 24, 2012, 12:45:11 PM9/24/12
to
Am 24.09.12 18:35, schrieb u. engel:
Kodak BW 400 CN? Der wird in C-41 entwickelt.

Christoph


R.Klenk

unread,
Sep 24, 2012, 1:16:33 PM9/24/12
to
On Mon, 24 Sep 2012 15:53:07 +0200, Sven
Bötcher<svenwan...@yahoo.de> wrote:


> Ich will auch so eine Boxkamera. Womit fängt man an, wenn man noch
nie
> so einen Apparat hatte?

auf dem nächsten Flohmarkt eine Kamera besorgen,
sollte aber nicht mehr als 20 eur kosten, in gutem Zustand...
Stichworte Agfabox, die besseren sind Synchro-Boxen, dann kann man
auch die Studioblitzanlage dran hängen...
(Gerüchteweise werden auf drf-Treffen manchmal welche
verschenkt..Boxkameras, nicht Studioblitze.)
manchmal auch beim Gebrauchtfotohaendler, aber dann gern für 49 eur
weil "ist ja alt und historisch".

die guten haben auch zwei Stativgewinde und zwei Sucher, je eins für
Hoch und Querformat...

dann Filme besorgen, gern Schwarzweissfilme die in C-41-Chemie
verarbeitet werden, dann hat man mehr Belichtungsspielraum wenn mal
*nicht* die helle Sonne scheint. Boxkameras waren aktuell als die
ublichen Filme so um die 50 ASA hatten. Dazu die Blendenzahl von f11
oder f16 was eine Box ungefähr hat, und die Belichtungszeit von ca
1/25 - Du kannst Dir ausrechnen dass die Bilder damals nur in der
Sonne was wurden....

leere Film Spule besorgen. evtl beim Fotohändler, ist aber eher
unwahrscheinlich. entweder ist eine bei der Kamera dabei, oder fragst
hier, oder im schlimmsten Fall einen Film opfern und abspulen....

Film einlegen nach YouTube-Anleitung.... die schwarze Seite des
Papiers in Richtung Linse..!

du kannst das kleine Guckloch für die Bild Nummer auf der Rückseite
mit einem Stück Klebeband verdunkeln, wenn Du sehr vorsichtig sein
willst. ich habs nicht gemacht, ging trotzdem.

Film bis zur "1" vor drehen, und es kann los gehen.

Im Gegensatz zu Ralf finde ich man kann schon Fehler .machen:

1. Film falchs einlegen,
2. Kamera beim Auslösen bewegen- dann gibts Lomografien...
3. versuchen mit dem Auge ganz nah an den Sucher zu gehen- das wird
nix.....
4. nach dem Auslösen DEN FILM VERGESSEN WEITER ZU DREHEN. das gibt
verlustbehaftete Komprimierungen, spart dafür aber das teure
Filmmaterial.....
ein paar wenige Kameras haben eine Doppelbelichtungssperre, aber die
sind selten und auch keine "echte" Box. (imho so ein Bakelittrumm aus
der DDR, aber frag mich nicht nach dem Namen...)
5. nachdem der Film voll ist den beim rausnehmen fallen lassen und
zugucken wie er sich abspult.... ;-)

nach 12 Aufnahmen ist der Spass vorbei....

Film entwickeln lassen. Kontaktkopien gehen gut, dank 6x9-Format,
vergrößern.... naja. ist halt ein einlinsiges "Objektiv"....

viel Spass!

Gruss, Robert

Ralph Aichinger

unread,
Sep 24, 2012, 1:29:47 PM9/24/12
to
R.Klenk <nos...@schwarzweissgalerie.de> wrote:
> die guten haben auch zwei Stativgewinde und zwei Sucher, je eins für
> Hoch und Querformat...

Stativgewinde weiß ich nicht, aber Sucher 2x haben fast
alle, vor allem auch die verbreiteten Agfa-Boxen.

> *nicht* die helle Sonne scheint. Boxkameras waren aktuell als die
> ublichen Filme so um die 50 ASA hatten. Dazu die Blendenzahl von f11
> oder f16 was eine Box ungefähr hat, und die Belichtungszeit von ca
> 1/25 - Du kannst Dir ausrechnen dass die Bilder damals nur in der
> Sonne was wurden....

Man kann aber auch bewußt z.B. 400er-Film reintun, und drinnen
Fotos machen.

> 3. versuchen mit dem Auge ganz nah an den Sucher zu gehen- das wird
> nix.....

Na gut, das ist weniger gefährlich, das merkt man eh sofort.

> 4. nach dem Auslösen DEN FILM VERGESSEN WEITER ZU DREHEN. das gibt
> verlustbehaftete Komprimierungen, spart dafür aber das teure
> Filmmaterial.....

Das stimmt natürlich. Auch das umgekehrte kann passieren: Man
macht ein Foto, dreht weiter, packt die Kamera weg, und wenn
man das nächste Foto macht dreht man nochmal weiter, weil
man vergessen hat, daß das schon erledigt ist.

Eine einheitliche Vorgehensweise ist sinnvoll.

> nach 12 Aufnahmen ist der Spass vorbei....

Bei den gängigen 6x9-Boxen nach 8!

> Film entwickeln lassen. Kontaktkopien gehen gut, dank 6x9-Format,

Kontaktkopien sind super. Oder heute einfach auf den
Flachbettscanner, falls man einen dementsprechenden hat.

/ralph

Peter Becker

unread,
Sep 24, 2012, 1:50:36 PM9/24/12
to
Am 24.09.2012 16:24, schrieb Ralph Aichinger:
> Oder eine Agfa Click
> bzw. Clack. Alles dasselbe;)

Mitnichten, die Agfas haben eine gebogen Filmlage.
Hierdurch werden die gröbsten Fehler der Meniskuslinse korrigiert.
Die Clack macht echt Spaß.

--
Gruß
Peter Becker
http://www.unblind.de/

Wenn es mir zu bunt wird, lege ich einen Schwarzweiß-Film ein...

Ralph Aichinger

unread,
Sep 24, 2012, 2:11:26 PM9/24/12
to
Peter Becker <in...@unblind.de> wrote:
> Mitnichten, die Agfas haben eine gebogen Filmlage.
> Hierdurch werden die gröbsten Fehler der Meniskuslinse korrigiert.
> Die Clack macht echt Spaß.

Naja, so eine Kamera kauft man ja nicht wegen der Auflösung.

/ralph

Roman J. Rohleder

unread,
Sep 24, 2012, 2:16:13 PM9/24/12
to
Sven B�tcher <svenwan...@yahoo.de> schrieb:
>Am 24.09.2012 15:35, schrieb R.Klenk:

>> ...und stillhalten ist auch nicht n�tig, folgendes Bild entstand bei
>> einem WRC-Lauf im Hunsr�ck....:
>> http://www.farbgalerie.de/album/action/2008WRC-Hunsrueck/0004.jpg?width
>> =1024

>> naja, die anderen Knipser haben zum Teil etwas seltsam geguckt...
>Ich will auch so eine Boxkamera. Womit f�ngt man an, wenn man noch nie
>so einen Apparat hatte?

Mit einer Clack. Obiges haben wir damals IIRC mit ner Clack
verbrochen.

Die Kisten sind fast unverwuestlich - wenn aussen keine groben
Bastelspuren zu erkennen, funktioniert sie in der Regel zuverlaessig.

Gruss, Roman
--
The decisive moment?
That's when Cartier-Bresson pointed to a frame on his
contact sheet and said,'Print that one.'
(Alan Zenreich)

Sven Bötcher

unread,
Sep 24, 2012, 2:43:59 PM9/24/12
to
Am 24.09.2012 18:15, schrieb Ralf C. Kohlrausch:
> Am 24.09.2012 13:25, schrieb Sven Bötcher:
>>
>
> Ich hatte bis jetzt 120 Pocket,
>
> 110 Pocket. 120 waren die Mittelformatler mit Filmen im Nierengurtformat
> ;-)

Äh, ja. 120er Rollfilm will ich aber auch noch probieren in diesem Leben.

Bye
Sven

Dieter Lefeling

unread,
Sep 24, 2012, 5:11:10 PM9/24/12
to
Sven Bötcher schrieb:

> Gar nicht. Hat das damals tatsächlich jemand gemacht? Normalerweise
> wurden da Abzüge in 9 x 13 von gemacht

9x11 bitteschön. Oder 10x13. 8-)

> und das war es.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit 14 von einem Bild auf
Pocketfilm gerne einen 20x28-Abzug gehabt hätte. Das Labor bot diese
Größe aber von Pocket nicht an. Man hatte wohl seine Gründe. 8-)
Das maximale Format von Pocket war 13x18. Also zehnfach linear.

> Es gab da
> übrigens sehr wohl einige "richtige" Kameras unter den Pockets. Die Agfa
> Optima 6000

Optima?!

> hatte ein 4linsiges Glasobjektiv (welches manuell fokussiert
> wurde) und eine CdS-Belichtungsautomatik. Dazu Selbstauslöser und
> Drahtauslöseranschluss. Der Nachfolger Agfamatic 6008 hatte sogar
> zusätzlich Makro.

Und dann denke man nur an Kameras wie die Canon 110 ED. Oder an Rollei
und Minox. Selbst Leica hatte ein Projekt in der Schublade (aber nicht
realisiert).

> Von Minolta gab es sogar eine Spiegelreflex mit Zoomobjektiv.

Sogar deren zwei. Die erste war diese flache, die man wie ein Butterbrot
hielt, und die zweite (Mark II) sah einer "normalen" Kamera ähnlich.

> Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
> einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende.

Ey, meine Agfa Pocket Instamatic 2000 hatte sogar zwei Einstellungen!
Eine für Sonne und eine für Wolken. Und Blitzwürfelanschluss. 8-)

> Irgendwie sollen aber
> sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
> überhaupt irgendwas auch nur annähernd richtig belichtet wurde aber
> egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
> reißen oder der Bilder wurden einfach nix.

So isses. Auf Farbnegativfilm war das Ergebnis okay oder unterbelichtet.

Ich hatte damals eine Pocket und eine Instamatic (126), beide von Agfa.
Die Pocket lieferte die sichtbar schärferen Ergebnisse. Beide Kameras
hatten keine Belichtungsmessung, und die Instamatic sogar nur eine
einzige feste Einstellung (1/80 bei 11 oder so). Die wurde dann
anlässlich einer Klassenfahrt mit Diafilm versorgt (Agfa CT18). Einige
Bilder (Sonne und Schnee in den Bergen) waren überbelichtet, viele aber
doch erstaunlich brauchbar. Jedenfalls in der Belichtung. Dass die
bunten Farbsäume an so ziemlich allen Kanten nicht zum Motiv gehörten,
war mir schon damals irgendwie klar. 8-)

Dieter

Sven Bötcher

unread,
Sep 24, 2012, 7:51:27 PM9/24/12
to
Am 24.09.2012 23:11, schrieb Dieter Lefeling:
> Sven Bötcher schrieb:
>
>> Gar nicht. Hat das damals tatsächlich jemand gemacht? Normalerweise
>> wurden da Abzüge in 9 x 13 von gemacht
>
> 9x11 bitteschön. Oder 10x13. 8-)
>
>> und das war es.

Ja, ist ja schon gut. ORWO hat übrigens in 10 x 13 abgezogen.


> Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich mit 14 von einem Bild auf
> Pocketfilm gerne einen 20x28-Abzug gehabt hätte. Das Labor bot diese
> Größe aber von Pocket nicht an. Man hatte wohl seine Gründe. 8-)
> Das maximale Format von Pocket war 13x18. Also zehnfach linear.
>
>> Es gab da
>> übrigens sehr wohl einige "richtige" Kameras unter den Pockets. Die Agfa
>> Optima 6000
>
> Optima?!

Ja, der Vorgänger der Agfamatic 6008 schimpfte sich Optima 6000:
http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Optima_6000_pocket_Sensor.htm


>> hatte ein 4linsiges Glasobjektiv (welches manuell fokussiert
>> wurde) und eine CdS-Belichtungsautomatik. Dazu Selbstauslöser und
>> Drahtauslöseranschluss. Der Nachfolger Agfamatic 6008 hatte sogar
>> zusätzlich Makro.
>
> Und dann denke man nur an Kameras wie die Canon 110 ED. Oder an Rollei
> und Minox. Selbst Leica hatte ein Projekt in der Schublade (aber nicht
> realisiert).

Eine Rollei A110 und eine Voigtländer Vitoret 110 EL stehen auch schon
auf meiner Sammellliste.


>> Von Minolta gab es sogar eine Spiegelreflex mit Zoomobjektiv.
>
> Sogar deren zwei. Die erste war diese flache, die man wie ein Butterbrot
> hielt, und die zweite (Mark II) sah einer "normalen" Kamera ähnlich.

Stimmt. Ich meinte das Butterbrot; finde ich einfach zu köstlich.


>> Es gab da also durchaus mehr als Ritsch-Ratsch-Klick mit Fixfokus und
>> einer einer einzigen Belichtungszeit und Blende.
>
> Ey, meine Agfa Pocket Instamatic 2000 hatte sogar zwei Einstellungen!
> Eine für Sonne und eine für Wolken. Und Blitzwürfelanschluss. 8-)

Kann meine Kodak Instamatic 192 locker toppen: die hatte zusätzlich son
Blitzwürfel-Verlängerungs-Aufstecktürmchen für keine roten Augen, quasi
Hightech ohne Ende. :-)


>> Irgendwie sollen aber
>> sogar jene Kameras Fotos gemacht haben. Mir ist zwar nicht klar, wie da
>> überhaupt irgendwas auch nur annähernd richtig belichtet wurde aber
>> egal. Wahrscheinlich musste es der Belichtungsspielraum des Films raus
>> reißen oder der Bilder wurden einfach nix.
>
> So isses. Auf Farbnegativfilm war das Ergebnis okay oder unterbelichtet.

Also hat man bei diesen Kameras tatsächlich und bewusst auf die
Gutmütigkeit des Films gebaut?


> Ich hatte damals eine Pocket und eine Instamatic (126), beide von Agfa.
> Die Pocket lieferte die sichtbar schärferen Ergebnisse. Beide Kameras
> hatten keine Belichtungsmessung, und die Instamatic sogar nur eine
> einzige feste Einstellung (1/80 bei 11 oder so). Die wurde dann
> anlässlich einer Klassenfahrt mit Diafilm versorgt (Agfa CT18). Einige
> Bilder (Sonne und Schnee in den Bergen) waren überbelichtet, viele aber
> doch erstaunlich brauchbar. Jedenfalls in der Belichtung. Dass die
> bunten Farbsäume an so ziemlich allen Kanten nicht zum Motiv gehörten,
> war mir schon damals irgendwie klar. 8-)

Kennst Du Dich mit Instamatic aus? Meine allererste Kamera war eine
Porst 126 Luxus. Die hatte auch diesen Schieber für Wolken oder
Sonnenschein. Was der Fake oder echt? Ich habe nie einen Unterschied
bemerkt. Ein einziges Mal habe ich die auch mit Dia-Film geladen, da kam
ich mir vor wie ein Fotograf. ;-) Die quadratischen Papierabzüge sahen
gar nicht so schlecht aus. Von daher wundere ich mich ja, dass solche
Kameras überhaupt anschaubare Bilder produzieren, während bei
"richtigen" Kameras Aufwand ohne Ende betrieben wird. Und die YPS-Kamera
aus Heft 33 hatte ich im Instamatic-Format. Hätte ich doch damals nur
geahnt, was die heute wert ist. Aber ich schweife ab ...

Bye
Sven

>
> Dieter
>

R.Klenk

unread,
Sep 25, 2012, 2:49:15 AM9/25/12
to
On 24 Sep 2012 17:29:47 GMT, Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:

> Bei den gängigen 6x9-Boxen nach 8!

sorry, natürlich schon nach 8.
ich hatte irgendwie meine alte Kiev88 bzw
deren Magazin mit der zu oeffnenden Klappe
zum Filmnummer gucken im Kopf... da warens
12 Aufnahmen.
...und qualitativ marginal besser als die aus der Clack.. :-)

Gruß Robert

Gerrit Brodmann

unread,
Sep 25, 2012, 9:01:16 AM9/25/12
to
... nicht genug Rahmen...

Besser? :-)

R.Klenk

unread,
Sep 25, 2012, 9:49:52 AM9/25/12
to
On Tue, 25 Sep 2012 15:01:16 +0200, Gerrit Brodmann
<gerrit....@gmx.de> wrote:

> ... nicht genug Rahmen...
> Besser? :-)

bisschen. es sei denn Du willst mir jetzt erzᅵhlen
Du wᅵrst in die Massen-Pocket-Diaproduktion
eingestiegen....

was machen die Cyanos?

R

ulrich engel

unread,
Sep 25, 2012, 10:19:20 AM9/25/12
to
Am 24.09.2012 19:16, schrieb R.Klenk:
> On Mon, 24 Sep 2012 15:53:07 +0200, Sven
> Bötcher<svenwan...@yahoo.de> wrote:
>
> 4. nach dem Auslösen DEN FILM VERGESSEN WEITER ZU DREHEN. das gibt
> verlustbehaftete Komprimierungen, spart dafür aber das teure
> Filmmaterial..... ein paar wenige Kameras haben eine
> Doppelbelichtungssperre, aber die sind selten und auch keine "echte"
> Box. (imho so ein Bakelittrumm aus der DDR, aber frag mich nicht nach
> dem Namen...)

Perfekta, ein Designjuwel vom VEB Rheinmetall, Sömmerda. Hat, glaub ich,
auch eine gewölbte Filmbühne; und einen "Sportsucher" ;).

mfg u.e.

Gerrit Brodmann

unread,
Sep 25, 2012, 12:13:26 PM9/25/12
to
R.Klenk <nos...@schwarzweissgalerie.de> wrote:

>On Tue, 25 Sep 2012 15:01:16 +0200, Gerrit Brodmann
><gerrit....@gmx.de> wrote:
>
>> ... nicht genug Rahmen...
>> Besser? :-)
>
>bisschen. es sei denn Du willst mir jetzt erzählen
>Du wärst in die Massen-Pocket-Diaproduktion
>eingestiegen....
>
>was machen die Cyanos?

Sind voll blau :-)


http://www.facebook.com/media/set/?set=a.442978865733022.100365.177889785575266&type=1
kennste, nehm ich an...

Bastel grade an einer anderen Sache mit, aber demnächst wird wohl auch
mal wieder Neues passieren.

Peter Becker

unread,
Sep 25, 2012, 1:53:40 PM9/25/12
to
Am 25.09.2012 18:13, schrieb Gerrit Brodmann:
> Sind voll blau:-)
> http://www.facebook.com/media/set/?set=a.442978865733022.100365.177889785575266&type=1

Oh! Sch�n! Bei zwei, drei davon finde ich die Motive echt passend.

--
Gru�
Peter Becker
http://www.unblind.de/

Wenn es mir zu bunt wird, lege ich einen Schwarzwei�-Film ein...

Dieter Lefeling

unread,
Sep 25, 2012, 2:42:11 PM9/25/12
to
Sven Bötcher schrieb:

> Ja, ist ja schon gut. ORWO hat übrigens in 10 x 13 abgezogen.

Logo. "Zehnerformat" ist oft das einzige, was von Exotenfilmen überhaupt
noch gemacht wird.

> Ja, der Vorgänger der Agfamatic 6008 schimpfte sich Optima 6000:
> http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Optima_6000_pocket_Sensor.htm

Ah, jetzt wo ich's sehe.... 8-)

Meine war die hier:
<http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Agfamatic_2000_pocket_Sensor.htm>

> Stimmt. Ich meinte das Butterbrot; finde ich einfach zu köstlich.

Es war eine Zeit vieler Experimente. 8-)

> > Ey, meine Agfa Pocket Instamatic 2000 hatte sogar zwei Einstellungen!
> > Eine für Sonne und eine für Wolken. Und Blitzwürfelanschluss. 8-)
>
> Kann meine Kodak Instamatic 192 locker toppen: die hatte zusätzlich son
> Blitzwürfel-Verlängerungs-Aufstecktürmchen für keine roten Augen, quasi
> Hightech ohne Ende. :-)

Ach was, das gab's auch bei Agfa. Die Agfamatic 2000 wurde in schönster
Siebziger-Jahre orange-schwarzer Plastikkassette mit transparentem
Deckel geliefert. Darin enthalten waren eine Tasche mit Klettverschluss,
eine schicke Metallkette zum Tragen (einschraubbar ins Stativgewinde),
ein Satz Blitzwürfel, und noch ein anderes Teil, auf das ich mir damals
keinen Reim machen konnte: eben dieser Blitz-Extender.

> Also hat man bei diesen Kameras tatsächlich und bewusst auf die
> Gutmütigkeit des Films gebaut?

Nuja, da war nix anderes, auf das man hätte vertrauen können. <8)

> Kennst Du Dich mit Instamatic aus?

Ich habe drei Jahre damit fotografiert. 8-)

> Meine allererste Kamera war eine
> Porst 126 Luxus. Die hatte auch diesen Schieber für Wolken oder
> Sonnenschein. Was der Fake oder echt? Ich habe nie einen Unterschied
> bemerkt.

Ich kenne keinen Fall, wo die Einstellung nur zur Show drangewesen wäre.
Man konnte so mit dem Wolkensymbol gleichzeitig die 1/50 s für Blitz
einstellen und hatte sonst für "Sonne und draußen" die 1/100. Oder es
gab zwei Blenden. Technik simpel zu realisieren. Bei Farbnegativfilm
dann eine Blende Belichtungsunterschied auszumachen, wenn das Negativ
auch nur halbwegs korrket belichtet wurde, ist utopisch. Kodak hat in
den Achtzigern mit einer Bildserie geworben, die von -2 bis +3 Blenden
belichtet wurde - und bei der dann die Abzüge annähernd gleich aussahen.

> Ein einziges Mal habe ich die auch mit Dia-Film geladen, da kam
> ich mir vor wie ein Fotograf. ;-)

Habe ich einmal auf Klassenfahrt probiert. Wie gesagt mit CT18.

> Die quadratischen Papierabzüge sahen
> gar nicht so schlecht aus.

Man konnte die prima auf der Spitze stehend ins Album kleben. Oder an
die Wand auf der groß gemusterten Siebziger-Jahre-Jugendzimmer-Tapete
mit viel Orange, Gelb und Braun. 8-)))

> Von daher wundere ich mich ja, dass solche
> Kameras überhaupt anschaubare Bilder produzieren, während bei
> "richtigen" Kameras Aufwand ohne Ende betrieben wird.

Man braucht zum Fotografieren weniger als man denkt.

> Und die YPS-Kamera aus Heft 33 hatte ich im Instamatic-Format.
> Hätte ich doch damals nur geahnt, was die heute wert ist. Aber ich schweife ab ...

Ich müsste irgendwo noch die Yps-Gelddruckmaschine haben.... 8-)))
Wenn sie denn nicht den Gang alles Irdischen gegangen ist.

Dieter

Sven Bötcher

unread,
Sep 25, 2012, 3:15:12 PM9/25/12
to
Am 25.09.2012 20:42, schrieb Dieter Lefeling:


>> Ja, der Vorgänger der Agfamatic 6008 schimpfte sich Optima 6000:
>> http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Optima_6000_pocket_Sensor.htm
>
> Ah, jetzt wo ich's sehe.... 8-)

Die und/oder die 6008 müssen unbedingt noch in meine Sammlung. Irgendwer
muss diese Technik doch bewahren.


>> Kann meine Kodak Instamatic 192 locker toppen: die hatte zusätzlich son
>> Blitzwürfel-Verlängerungs-Aufstecktürmchen für keine roten Augen, quasi
>> Hightech ohne Ende. :-)
>
> Ach was, das gab's auch bei Agfa. Die Agfamatic 2000 wurde in schönster
> Siebziger-Jahre orange-schwarzer Plastikkassette mit transparentem
> Deckel geliefert. Darin enthalten waren eine Tasche mit Klettverschluss,
> eine schicke Metallkette zum Tragen (einschraubbar ins Stativgewinde),
> ein Satz Blitzwürfel, und noch ein anderes Teil, auf das ich mir damals
> keinen Reim machen konnte: eben dieser Blitz-Extender.

Ganz ehrlich: auf die edle AGFA-Kette war ich neidisch. Kodak hatte nur
so eine billige Textilstrippe.


>> Also hat man bei diesen Kameras tatsächlich und bewusst auf die
>> Gutmütigkeit des Films gebaut?
>
> Nuja, da war nix anderes, auf das man hätte vertrauen können. <8)

:-)


>> Kennst Du Dich mit Instamatic aus?
>
> Ich habe drei Jahre damit fotografiert. 8-)

Sogar länger aber mit Unterbrechung durch die Kodak Pocketkamera. Was,
nur 24,90 war es meinen Eltern wert, mir einen Fotoapparat zu
verschaffen? Kein Wunder, dass aus mir nie ein richtiger Fotograf wurde.
http://www.kamera-geschichte.de/files/porst_126_luxus_d.htm




>> Meine allererste Kamera war eine
>> Porst 126 Luxus. Die hatte auch diesen Schieber für Wolken oder
>> Sonnenschein. Was der Fake oder echt? Ich habe nie einen Unterschied
>> bemerkt.
>
> Ich kenne keinen Fall, wo die Einstellung nur zur Show drangewesen wäre.
> Man konnte so mit dem Wolkensymbol gleichzeitig die 1/50 s für Blitz
> einstellen und hatte sonst für "Sonne und draußen" die 1/100. Oder es
> gab zwei Blenden. Technik simpel zu realisieren. Bei Farbnegativfilm
> dann eine Blende Belichtungsunterschied auszumachen, wenn das Negativ
> auch nur halbwegs korrket belichtet wurde, ist utopisch. Kodak hat in
> den Achtzigern mit einer Bildserie geworben, die von -2 bis +3 Blenden
> belichtet wurde - und bei der dann die Abzüge annähernd gleich aussahen.

Okay.


>> Die quadratischen Papierabzüge sahen
>> gar nicht so schlecht aus.
>
> Man konnte die prima auf der Spitze stehend ins Album kleben. Oder an
> die Wand auf der groß gemusterten Siebziger-Jahre-Jugendzimmer-Tapete
> mit viel Orange, Gelb und Braun. 8-)))

Ja, waren ungeheuer dem Zeitgeist entsprechend. Ich habe die damals
wirklich lieber gemocht als die Pocketkamera.


>> Von daher wundere ich mich ja, dass solche
>> Kameras überhaupt anschaubare Bilder produzieren, während bei
>> "richtigen" Kameras Aufwand ohne Ende betrieben wird.
>
> Man braucht zum Fotografieren weniger als man denkt.

Ja, theoretisch tut es auch eine Lochkamera. Manchmal denke ich, dass
die Lomographen recht haben und einfach drauf halten ohne sich um die
ganze Technik Gedanken zu machen.


>> Und die YPS-Kamera aus Heft 33 hatte ich im Instamatic-Format.
>> Hätte ich doch damals nur geahnt, was die heute wert ist. Aber ich schweife ab ...
>
> Ich müsste irgendwo noch die Yps-Gelddruckmaschine haben.... 8-)))
> Wenn sie denn nicht den Gang alles Irdischen gegangen ist.

Die war eine Sensation und auf den ersten Blick sah man wirklich nicht,
dass einfach ein Schein ein- und der andere ausgerollt wurde. Haben sie
damals sogar im Fernsehen Passanten auf der Straße vorgeführt und einer
hat gleich die Polizei gerufen. Du weißt, dass demnächst wieder ein
YPS-Heft erscheint, extra für die jetzt Erwachsenen, die es damals als
Kinder gelesen haben?
http://www.ehapa-shop.de/product/3742?WT.mc_id=prem

Bye
Sven

Dieter Lefeling

unread,
Sep 25, 2012, 6:21:10 PM9/25/12
to
Sven Bötcher schrieb:

> Ganz ehrlich: auf die edle AGFA-Kette war ich neidisch. Kodak hatte nur
> so eine billige Textilstrippe.

Jaja! Aber ein Freund von mir hatte das Pocket-Topmodell von Kodak. Bei
Nachtaufnahmen von der Modellbahn wusste er zu berichten, dass man dabei
die Kamera gaaanz lange und gaaanz ruhig (in der Hand 8-) halten musste.
Habe ich damals mit meiner Zwei-Zeiten-Pocket nicht verstanden - die
Kamera machte doch einfach nur kurz "klick". 8-)

> Sogar länger aber mit Unterbrechung durch die Kodak Pocketkamera. Was,
> nur 24,90 war es meinen Eltern wert, mir einen Fotoapparat zu
> verschaffen? Kein Wunder, dass aus mir nie ein richtiger Fotograf wurde.
> http://www.kamera-geschichte.de/files/porst_126_luxus_d.htm

Ich glaube nicht, dass meine Instamatic viel besser war:
<http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Autostar_X126.htm>

Und dann die Farben auf den Schachteln - rot, orange, purpur, in allen
Schattierungen. Genau wie auf der Porst-Packung.

> > Ich müsste irgendwo noch die Yps-Gelddruckmaschine haben.... 8-)))
> > Wenn sie denn nicht den Gang alles Irdischen gegangen ist.
>
> Die war eine Sensation und auf den ersten Blick sah man wirklich nicht,
> dass einfach ein Schein ein- und der andere ausgerollt wurde.

Es wurde ein leeres Papier (!) eingerollt. Das war ja der Witz. 8-)
Heraus kam dann ein echter Zehnmarkschein (wirklich echt!).

> Haben sie
> damals sogar im Fernsehen Passanten auf der Straße vorgeführt und einer
> hat gleich die Polizei gerufen. Du weißt, dass demnächst wieder ein
> YPS-Heft erscheint, extra für die jetzt Erwachsenen, die es damals als
> Kinder gelesen haben?

Wusste ich nicht. Ob die Gimmicks wieder so gut sind wie damals?

Dieter

Sven Bötcher

unread,
Sep 25, 2012, 7:21:13 PM9/25/12
to
Am 26.09.2012 00:21, schrieb Dieter Lefeling:
> Sven Bötcher schrieb:
>
>> Ganz ehrlich: auf die edle AGFA-Kette war ich neidisch. Kodak hatte nur
>> so eine billige Textilstrippe.
>
> Jaja! Aber ein Freund von mir hatte das Pocket-Topmodell von Kodak. Bei
> Nachtaufnahmen von der Modellbahn wusste er zu berichten, dass man dabei
> die Kamera gaaanz lange und gaaanz ruhig (in der Hand 8-) halten musste.
> Habe ich damals mit meiner Zwei-Zeiten-Pocket nicht verstanden - die
> Kamera machte doch einfach nur kurz "klick". 8-)

Ich bestelle mir noch mal so einen Dreierpack bei den Lomographen. Das
will ich mir einfach noch mal geben. Die X-Blitzwürfel gibt es immer
noch relativ billig bei ebay. Und vielleicht rutschen die drei Filme ja
nochmal bei Rossmann zu den Standardpreisen durch. Die Abzüge in 10 x 13
waren ja sogar extrem günstig für den einen Cent. Hatte auf der Filmtüte
9 x 11 angekreuzt und das haben sie auch nur berechnet.


>> Sogar länger aber mit Unterbrechung durch die Kodak Pocketkamera. Was,
>> nur 24,90 war es meinen Eltern wert, mir einen Fotoapparat zu
>> verschaffen? Kein Wunder, dass aus mir nie ein richtiger Fotograf wurde.
>> http://www.kamera-geschichte.de/files/porst_126_luxus_d.htm
>
> Ich glaube nicht, dass meine Instamatic viel besser war:
> <http://lippisches-kameramuseum.de/Agfa/Agfa_Autostar_X126.htm>

Nö, beide mit Meniskuslinse. Das ist, abgesehen vom Filmformat, schon
verdammt nah dran an der Boxkamera. Die N-Würfel meiner Porst 126 wurden
übrigens elektrisch gezündet im Gegensatz zu den X-Würfeln. Also
brauchte ich auch noch zwei AAA-Zellen, was die Kosten in die Höhe
trieb. Farbfotos mit Blitz waren also schon ein kleiner Luxus. Meistens
haben es aber die Eltern bezahlt.


> Und dann die Farben auf den Schachteln - rot, orange, purpur, in allen
> Schattierungen. Genau wie auf der Porst-Packung.

Wunderhübsch. Hier gibt es eine Seite mit 126er Kameras und die sehen
fast alle so primitiv und klapprig aus:
http://candidcamera.free.fr/110%20CAMERAS/126_cameras.htm
aber selbst im 126er Filmformat gab es wohl richtige
Spiegelreflexkameras. War das System damals nicht ähnlich verpönt wie
später APS?


>>> Ich müsste irgendwo noch die Yps-Gelddruckmaschine haben.... 8-)))
>>> Wenn sie denn nicht den Gang alles Irdischen gegangen ist.
>>
>> Die war eine Sensation und auf den ersten Blick sah man wirklich nicht,
>> dass einfach ein Schein ein- und der andere ausgerollt wurde.
>
> Es wurde ein leeres Papier (!) eingerollt. Das war ja der Witz. 8-)
> Heraus kam dann ein echter Zehnmarkschein (wirklich echt!).

Dummerweise musste man den echten Zehnmarkschein vorher auch selbst
einrollen um ihn nachher wieder auszurollen, das war der einzige Fehler
an der Sache. ;-)


>> Haben sie
>> damals sogar im Fernsehen Passanten auf der Straße vorgeführt und einer
>> hat gleich die Polizei gerufen. Du weißt, dass demnächst wieder ein
>> YPS-Heft erscheint, extra für die jetzt Erwachsenen, die es damals als
>> Kinder gelesen haben?
>
> Wusste ich nicht. Ob die Gimmicks wieder so gut sind wie damals?

Keine Ahnung aber ich werde es hoffentlich bald erfahren weil ich
vorbestellt habe. Manche Gimmicks waren aber echt blöd wie die Mars
Springbohnen, die einfach gar nix taten oder die Detektiv-Sonnenbrille
mit eingebauten Rückspiegeln. Klasse hingegen fand ich das Mikroskop,
die Kamera und die Maschine für eckige Eier. Die sinnvollen YPS-Gimmicks
waren dann immer für meine Eltern ein Grund, mir so was später in
richtig zu kaufen, zumindest beim Mikroskop und bei der Kamera.

Bye
Sven

Frank Kemper

unread,
Sep 26, 2012, 2:06:34 AM9/26/12
to
In article <26b468po789s8tgpi...@4ax.com>,
didis....@web.de says...
>
> Sven Bötcher schrieb:
>
> > Ganz ehrlich: auf die edle AGFA-Kette war ich neidisch. Kodak hatte nur
> > so eine billige Textilstrippe.
>
> Jaja! Aber ein Freund von mir hatte das Pocket-Topmodell von Kodak. Bei
> Nachtaufnahmen von der Modellbahn wusste er zu berichten, dass man dabei
> die Kamera gaaanz lange und gaaanz ruhig (in der Hand 8-) halten musste.
> Habe ich damals mit meiner Zwei-Zeiten-Pocket nicht verstanden - die
> Kamera machte doch einfach nur kurz "klick". 8-)

Mein erster eigener Fotoapparat war eine Agfamatic 4008 Pocket, die
hatte mir meine Tante Hildegard zur Konfirmation geschenkt. Gemessen
daran, dass viele Pocketkameras damals absoluter Schrott waren, war die
ein ziemliches Sahneschnittchen. Sie hatte eine elektronische
Belichtungsautomatik, bei der (ähnlich wie bei Olympus) die
Verschlusszeit während der Belichtung nachgeregelt wurde. Die erwähnte
Agfa-Kette war über eine Schraube an der Kamera befestigt. Schraubte man
sie ab, hatte man ein Stativgewinde. und neben dem auffälligen,
orangenen "Sensor-Auslöser" (damals ein Erkennungsmerkmal aller Agfa-
Knipsen) saß der dazugehörige Drahtauslöseranschuss(!). Ich kann mich
erinnern, dass die aufzusetzenden Blitzlicht-Module (X-Würfel waren das
nicht) in meinen Augen extrem teuer waren. Meine Eltern haben mir dann
irgendwann einmal das dazu passende Elektronenblitzgerät geschenkt.
Höhepunkt des Systemausbaus war damals die Original-Nahlinse, eine Art
Metallgehäuse, das man an die Kamerafront steckte und das auch die
Sucherparallaxe passend veränderte.

Ich erinnere mich noch an die (etwas grobschlächtige)
Bereitschaftstasche aus Jeansstoff, die mir meine Mutter genäht hatte,
weil die Kamera mit Blitz in die Original-Bereitschaftstasche nicht
hineinpasste. Und ich erinnere mich an die Bildqualität, die insgesamt
so schlecht war, dass es keinen Spaß machte. Manisch zu fotorafieren
habe ich erst angefangen, als ich mit 18 eine alte gebrauchte russische
SLR bekam (Revueflex E). Those were the days - alle pleite heute.

Frank

Sven Bötcher

unread,
Sep 26, 2012, 4:59:37 AM9/26/12
to
Am 26.09.2012 08:06, schrieb Frank Kemper:

> Mein erster eigener Fotoapparat war eine Agfamatic 4008 Pocket, die
> hatte mir meine Tante Hildegard zur Konfirmation geschenkt. Gemessen
> daran, dass viele Pocketkameras damals absoluter Schrott waren, war die
> ein ziemliches Sahneschnittchen. Sie hatte eine elektronische
> Belichtungsautomatik, bei der (ähnlich wie bei Olympus) die
> Verschlusszeit während der Belichtung nachgeregelt wurde. Die erwähnte
> Agfa-Kette war über eine Schraube an der Kamera befestigt. Schraubte man
> sie ab, hatte man ein Stativgewinde. und neben dem auffälligen,
> orangenen "Sensor-Auslöser" (damals ein Erkennungsmerkmal aller Agfa-
> Knipsen) saß der dazugehörige Drahtauslöseranschuss(!). Ich kann mich
> erinnern, dass die aufzusetzenden Blitzlicht-Module (X-Würfel waren das
> nicht)

Topflash. Heute im Gegensatz zu X-Flashcubes/Maticubes leider so gut wie
nicht mehr zu bekommen.

Bye
Sven

Dieter Lefeling

unread,
Sep 26, 2012, 2:59:07 PM9/26/12
to
Frank Kemper schrieb:

> Mein erster eigener Fotoapparat war eine Agfamatic 4008 Pocket, die
> hatte mir meine Tante Hildegard zur Konfirmation geschenkt.

Ah! 8-)

> Gemessen daran, dass viele Pocketkameras damals absoluter Schrott waren,
> war die ein ziemliches Sahneschnittchen.

Die Siebziger waren das Jahrzehnt, in dem die Pockettechnik ihren
Aufstieg nahm und schlie�lich zum Ende der Dekade in den bekannten
Topmodellen kulminierte. Was dagegen ab Mitte der Achtziger noch neu zu
haben war, gen�gt in den meisten F�llen Deiner Bewertung.

> Sie hatte eine elektronische
> Belichtungsautomatik, bei der (�hnlich wie bei Olympus) die
> Verschlusszeit w�hrend der Belichtung nachgeregelt wurde.

Waaaas? Erz�hl mal mehr davon. Das interessiert mich jetzt.

> Die erw�hnte
> Agfa-Kette war �ber eine Schraube an der Kamera befestigt. Schraubte man
> sie ab, hatte man ein Stativgewinde. und neben dem auff�lligen,
> orangenen "Sensor-Ausl�ser" (damals ein Erkennungsmerkmal aller Agfa-
> Knipsen)

Keineswegs aller. Meine Agfa Autostar X-126 etwa hatte den nicht. War
einfach zu teuer f�r eine Kamera der (gesch�tzt) 29-Marks-Preisklasse.
Ich meine, mein Exemplar wurde seinerzeit in der �rtlichen Foto-Drogerie
erworben. Da bekam man Filme und Fotoarbeiten von ernsten Herren in
wei�en Kitteln. 8-)

> Ich kann mich erinnern, dass die aufzusetzenden Blitzlicht-Module
> (X-W�rfel waren das nicht)

Mit Umstellung der Serie x000 auf x008 (das d�rfte ab 1975 gewesen sein)
wurde statt X-W�rfeln das neue Topflash-System verwendet. Ich fand aber
Blitzw�rfel viel k3WL3r. Daf�r konnte man bei Topflash durch geeignete
Handhabung durchaus mehrere Blitzbirnchen auf einmal z�nden und damit
die Leitzahl und Reichweite ganz erheblich vergr��ern. 8-)

> in meinen Augen extrem teuer waren. Meine Eltern haben mir dann
> irgendwann einmal das dazu passende Elektronenblitzger�t geschenkt.

Das Pocket Lux. 8-)

> H�hepunkt des Systemausbaus war damals die Original-Nahlinse,

Die Natarix.

> eine Art Metallgeh�use, das man an die Kamerafront steckte und das auch die
> Sucherparallaxe passend ver�nderte.

Sowas h�tte ich f�r meine damaligen Modellbahn-Fotos gebrauchen k�nnen.
Ich habe seinerzeit einfach die Knipse direkt auf die Gleise gelegt,
Blitzw�rfel drauf, und dann ausgel�st. Die Ergebnisse waren von stark
impressionistischem Ausdruck. <8)

> Ich erinnere mich noch an die (etwas grobschl�chtige)
> Bereitschaftstasche aus Jeansstoff, die mir meine Mutter gen�ht hatte,
> weil die Kamera mit Blitz in die Original-Bereitschaftstasche nicht
> hineinpasste. Und ich erinnere mich an die Bildqualit�t, die insgesamt
> so schlecht war, dass es keinen Spa� machte.

Ich kann von der Agfamatic 2000 sagen, dass die Bilder deutlich sch�rfer
waren als von der gleichzeitig verwendeten Instamatic. Kein Wunder bei
einem Dreilinser gegen�ber einer Einzellinse. F�r das �bliche 9x11 oder
10x13 war das locker kompatibel.

Ich h�tte hier noch irgendwo einen Bericht von Alexander Borell selig,
der nach Einf�hrung der Agfa Pockets eines der Modelle getestet, �h:
"ausprobiert" hatte und von der Bildqualit�t angenehm �berrascht war.
Pocket hatte durchaus Potenzial. Allerdings auch die gleiche Schw�che
wie Instamatic: keine Andruckplatte, das machte die Kassette selbst.

> Manisch zu fotorafieren
> habe ich erst angefangen, als ich mit 18 eine alte gebrauchte russische
> SLR bekam (Revueflex E).

Ich hatte w�hrend der Pocket/Instamatic-Phase eine Weile auf eine
"echte" Zenit EM reflektiert. Die gab es bei Neckermann f�r 200 Mark
oder nicht viel mehr inklusive Standardobjektiv. Ich habe dann aber doch
noch etwas l�nger gespart und bin dann mit der AE-1 angefangen. 8-)

> Those were the days - alle pleite heute.

Zenit auch?

Dieter

Johannes Leckebusch

unread,
Sep 26, 2012, 3:11:58 PM9/26/12
to
Am 26.09.2012 20:59, schrieb Dieter Lefeling:
> Frank Kemper schrieb:

(der schreibt ja viel, wenn der Tag ...)

> Keineswegs aller. Meine Agfa Autostar X-126 etwa hatte den nicht. War
> einfach zu teuer f�r eine Kamera der (gesch�tzt) 29-Marks-Preisklasse.
> Ich meine, mein Exemplar wurde seinerzeit in der �rtlichen Foto-Drogerie
> erworben. Da bekam man Filme und Fotoarbeiten von ernsten Herren in
> wei�en Kitteln. 8-)

Ach. Wie sieht denn Deine Arbeitskleidung aus? Also selbst in den
vergangensten Zeiten bei Foto <name recall error> ... irgendwo da am
Siegestor in old Munich kann ich mich nicht an wei�e Kittel erinnern,
wohl aber an ernst blickende Herren im Tiefparterre. Foto ...
Dingsbumbs, herrgottsakra <mann wird alt, frau auch>.

>> H�hepunkt des Systemausbaus war damals die Original-Nahlinse,
>
> Die Natarix.

Pffft. Ich habe Zeiss in den Augen! <b�h>

> Sowas h�tte ich f�r meine damaligen Modellbahn-Fotos gebrauchen k�nnen.
> Ich habe seinerzeit einfach die Knipse direkt auf die Gleise gelegt,
> Blitzw�rfel drauf, und dann ausgel�st. Die Ergebnisse waren von stark
> impressionistischem Ausdruck. <8)

Oh oh ...

http://www.foto.ungruen.de/Schildstreiche/Camphausen_jpg.htm

> Ich h�tte hier noch irgendwo einen Bericht von Alexander Borell selig,
> der nach Einf�hrung der Agfa Pockets eines der Modelle getestet, �h:
> "ausprobiert" hatte und von der Bildqualit�t angenehm �berrascht war.
> Pocket hatte durchaus Potenzial. Allerdings auch die gleiche Schw�che
> wie Instamatic: keine Andruckplatte, das machte die Kassette selbst.

Den haben wir mal sp�tabends/fr�hnachts angerufen, war aber locker
drauf, der Typ ... an Details des gymnasialen Streichgespr�chs erinnere
ich mich leider nicht mehr ...

> Ich hatte w�hrend der Pocket/Instamatic-Phase eine Weile auf eine
> "echte" Zenit EM reflektiert. Die gab es bei Neckermann f�r 200 Mark
> oder nicht viel mehr inklusive Standardobjektiv. Ich habe dann aber doch
> noch etwas l�nger gespart und bin dann mit der AE-1 angefangen. 8-)

Ich �berlege gerade, ob es leichtfertig w�re, zu schw�ren: Nach dem Tag,
an dem ich ein Foto von Dir zu Gesicht bekomme, besteige ich den
Wendelstein (wenigstens teilweise, h�stel, ehe mir die F��e abfallen).

>> Those were the days - alle pleite heute.

--
Mit freundlichen Gr��en: Johannes Leckebusch

http://johannes-leckebusch.de/

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 26, 2012, 3:31:07 PM9/26/12
to
Am 26.09.2012 20:59, schrieb Dieter Lefeling:

>> Sie hatte eine elektronische
>> Belichtungsautomatik, bei der (ᅵhnlich wie bei Olympus) die
>> Verschlusszeit wᅵhrend der Belichtung nachgeregelt wurde.
>
> Waaaas? Erzᅵhl mal mehr davon. Das interessiert mich jetzt.

Das wird er mit der Blitzbelichtung verwechselt haben.

Den Zeitpunkt des Schlieᅵens nachzuregeln wᅵre auf Fᅵlle beschrᅵnkt,
wo lᅵnger als die Synchronzeit belichtet wird. Sonst wᅵrde links und
rechts zwangslᅵufig unterschiedlich belichtet, da die Geschwindigkeit
des Schlieᅵens bei Zeiten < X nicht mehr sinnvoll verᅵndert werden kann.

--
Schᅵne Grᅵᅵe
Jᅵrgen Gerkens

Frank Kemper

unread,
Sep 27, 2012, 3:00:20 AM9/27/12
to
In article <dhi668he41ik41fis...@4ax.com>,
didis....@web.de says...
> > Sie hatte eine elektronische
> > Belichtungsautomatik, bei der (ähnlich wie bei Olympus) die
> > Verschlusszeit während der Belichtung nachgeregelt wurde.
>
> Waaaas? Erzähl mal mehr davon. Das interessiert mich jetzt.
>
Erinnerst du dich an die Olympus OM2? Damals wurde nicht nur das
Blitzlicht TTL-off-the-film gemessen, sondern auch das Dauerlicht, was
bedeutete, dass die Kamera, während sie die Belichtung durchführte,
nachkorrigieren konnte, wie lange die Belichtung dauern würde. Andere
Automatikkameras maßen das Licht vor der Belichtung, stellten eine
bestimmte Belichtungszeit ein, und die wurde dann mit dem Druck auf den
Auslöser exekutiert. Diese Eigenschaft wurde damals in der Olympus-
Werbung groß herausgestellt. Vielleicht erinnert sich noch jemand an das
merkwürdige Pixelmuster, mit dem der Verschlussvorhang bedruckt war, um
die Messung zu erleichtern.

Die Agfa 4008 konnte das genau so wie die Olympus. Drückte man in einem
dunklen Zimmer auf den Auslöser, ging der Verschluss auf (bei genügend
schwachem Licht minutenlang). Machte man dann das Licht im Zimmer an,
ging der Verschluss sofort wieder zu. Die Belichtungszeit wurde also
während der Belichtung bestimmt, nicht vorher. Natürlich hat die Agfa
das nicht TTL-OTF gemacht, sondern mit einer separaten Messzelle, aber
immerhin;-) (Pocket! Mitte der 70er!!)

Frank

Frank Kemper

unread,
Sep 27, 2012, 3:02:10 AM9/27/12
to
In article <k3vl5u$rvf$1...@online.de>, Ger...@nurfuerspam.de says...
>
> Am 26.09.2012 20:59, schrieb Dieter Lefeling:
>
> >> Sie hatte eine elektronische
> >> Belichtungsautomatik, bei der (ähnlich wie bei Olympus) die
> >> Verschlusszeit während der Belichtung nachgeregelt wurde.
> >
> > Waaaas? Erzähl mal mehr davon. Das interessiert mich jetzt.
>
> Das wird er mit der Blitzbelichtung verwechselt haben.
>
> Den Zeitpunkt des Schließens nachzuregeln wäre auf Fälle beschränkt,
> wo länger als die Synchronzeit belichtet wird. Sonst würde links und
> rechts zwangsläufig unterschiedlich belichtet, da die Geschwindigkeit
> des Schließens bei Zeiten < X nicht mehr sinnvoll verändert werden kann.

Hat er nicht. Übrigens hatte die genannte Agfapocket keinen
Schlitzverschluss.

Frank

ulrich engel

unread,
Sep 27, 2012, 3:08:19 AM9/27/12
to
Am 26.09.2012 20:59, schrieb Dieter Lefeling:
> Frank Kemper schrieb:
>
>
>> Those were the days - alle pleite heute.
>
> Zenit auch?
>

Noch nicht ganz. Pano und indutrielle/miltärische Optik laufen wohl noch.
Was wirklich schlimm ist: sie haben die Archivseite vom Netz genommen.

mfg u.e.
> Dieter
>

Ralph Aichinger

unread,
Sep 27, 2012, 4:42:24 AM9/27/12
to
Frank Kemper <sampl...@gmail.com> wrote:
> schwachem Licht minutenlang). Machte man dann das Licht im Zimmer an,
> ging der Verschluss sofort wieder zu. Die Belichtungszeit wurde also
> während der Belichtung bestimmt, nicht vorher. Natürlich hat die Agfa

Lichtschalter als Fernauslöser! Das ist cool.

/ralph

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 27, 2012, 5:02:37 AM9/27/12
to
Am 27.09.2012 09:02, schrieb Frank Kemper:


> Hat er nicht. Übrigens hatte die genannte Agfapocket keinen
> Schlitzverschluss.

Die Olympus schon, was bedeutet, dass es nur bei längeren
Verschlußzeiten ginge. Ich vermute aber, dass du einem Bericht auf den
Leim gegangen sein wird, der unterschlagen hat, dass sich diese Methode
nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung bezog.


--
Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Dieter Lefeling

unread,
Sep 27, 2012, 7:21:03 AM9/27/12
to
Jürgen Gerkens schrieb:

> Die Olympus schon, was bedeutet, dass es nur bei längeren
> Verschlußzeiten ginge. Ich vermute aber, dass du einem Bericht auf den
> Leim gegangen sein wird, der unterschlagen hat, dass sich diese Methode
> nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung bezog.

Ich weiß nicht, ob ich Dich richtig verstehe, aber falls Du meinst, dass
die Einstellung "während der Belichtung" nur den Blitz betreffe: das ist
definitiv falsch. Die OM-2 regelte (!) die Belichtung noch während der
Aufnahme - das war ja der Witz an der Sache. Du konntest eine Nacht-
aufnahme machen, die 20, 30 Sekunden erforderte, und wenn mittendrin ein
Blitz die Landschaft erhellte, machte das Teil den Verschluss wieder zu.

Und damit das ganze nicht nur bei längeren Zeiten als 1/60 s funktio-
nierte, gab es das ominöse "Phantombild" als Raster auf der dem Objektiv
zugewandten Seite des Verschlusses.

Dieter

Dieter Lefeling

unread,
Sep 27, 2012, 7:22:24 AM9/27/12
to
Frank Kemper schrieb:

> Erinnerst du dich an die Olympus OM2?

Du kannst Fragen stellen... 8-)

> Damals wurde nicht nur das
> Blitzlicht TTL-off-the-film gemessen, sondern auch das Dauerlicht, was
> bedeutete, dass die Kamera, während sie die Belichtung durchführte,
> nachkorrigieren konnte, wie lange die Belichtung dauern würde. Andere
> Automatikkameras maßen das Licht vor der Belichtung, stellten eine
> bestimmte Belichtungszeit ein, und die wurde dann mit dem Druck auf den
> Auslöser exekutiert. Diese Eigenschaft wurde damals in der Olympus-
> Werbung groß herausgestellt. Vielleicht erinnert sich noch jemand an das
> merkwürdige Pixelmuster, mit dem der Verschlussvorhang bedruckt war, um
> die Messung zu erleichtern.

Logo.

> Die Agfa 4008 konnte das genau so wie die Olympus. Drückte man in einem
> dunklen Zimmer auf den Auslöser, ging der Verschluss auf (bei genügend
> schwachem Licht minutenlang). Machte man dann das Licht im Zimmer an,
> ging der Verschluss sofort wieder zu. Die Belichtungszeit wurde also
> während der Belichtung bestimmt, nicht vorher. Natürlich hat die Agfa
> das nicht TTL-OTF gemacht, sondern mit einer separaten Messzelle, aber
> immerhin;-) (Pocket! Mitte der 70er!!)

Aha. Interessant. Aber die OM-2 war ebenfalls Mitte der Siebziger. 8-)

Dieter

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 27, 2012, 10:21:23 AM9/27/12
to
Wenn (!) eine Zeit noch angepaßt wird, nachdem (!) der erste
Verschlußvorhang auf ist, der zweite auch schon unterwegs, müßte
zwangsläufog bei jeder Zeit >x die Ablaufgeschwindigkeit während des
Verschlußlaufes angepaßt werden.

Das muss doch zwangsläufig zur Folge haben, dass die Belichtungszeiten
links und rechts auf dem Bild verschieden sind, die Belichtung
voneinander abweicht. Prinzipbedingt geht das gar nicht anders.

Dieter Lefeling

unread,
Sep 27, 2012, 3:02:52 PM9/27/12
to
Jürgen Gerkens schrieb:

> Wenn (!) eine Zeit noch angepaßt wird, nachdem (!) der erste
> Verschlußvorhang auf ist, der zweite auch schon unterwegs, müßte
> zwangsläufog bei jeder Zeit >x die Ablaufgeschwindigkeit während des
> Verschlußlaufes angepaßt werden.

Ja, Du hast natürlich recht damit, dass das nicht für Zeiten unterhalb
der X-Zeit geht - das wäre nicht möglich und ist Quatsch.

Was aber weiterhin falsch bleibt, ist Deine Auffassung...

| Ich vermute aber, dass du einem Bericht auf den
| Leim gegangen sein wird, der unterschlagen hat, dass sich diese Methode
| nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung bezog.

...die Sache beziehe sich nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung.
Das ist objektiv genauso Quatsch. Die "autodynamische Steuerung"
funktionierte wie gesagt auch für Dauerlicht. Jedenfalls bei Zeiten
länger als 1/60 s.

Dieter

Jürgen Gerkens

unread,
Sep 27, 2012, 4:00:56 PM9/27/12
to
Am 27.09.2012 21:02, schrieb Dieter Lefeling:

> Was aber weiterhin falsch bleibt, ist Deine Auffassung...
>
> | Ich vermute aber, dass du einem Bericht auf den
> | Leim gegangen sein wird, der unterschlagen hat, dass sich diese Methode
> | nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung bezog.

Diese Vermutung basierte auf der Erkentiss, das das besagte bei gewissen
Zeiten nicht geht und Werbeleute manchmal viel erzählen.

....die Sache beziehe sich nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung.
> Das ist objektiv genauso Quatsch. Die "autodynamische Steuerung"
> funktionierte wie gesagt auch für Dauerlicht. Jedenfalls bei Zeiten
> länger als 1/60 s.

Solche Szenarien konnte man ja recht gut mit Zeitautomatik und
Belichtungskorrektur (zur Erhaltung der Lichtstimmung) in den Griff
kriegen. Durch die angezeigten Zeiten bekam man dann auch ein Händchen,
das manuell einzustellen.

Hat mir zum Beispiel nachts in Las Vegas damals Anfang der 90er mal sehr
geholfen, einige der Fotos wurden ausgestellt. Ich hab' da die
Befürchtung, dass eine solche Technik diese Erfahrungewerte verhindert
hätte.

Heute - digital - alles besser. Man kann Testaufnahmen machen, hat ein
Histogramm (jedenfalls wer das richtig lesen kann) und auch bei
Belichtungsreihen werden die Parameter gespeichert.

Meine Nikon konnte die (Multifunktionsrückwand) zwar auch, aber da
fehlten dann die Parameter, sofern man sie nicht ins Bild
eingeblendet hatte, das Bild damit aber kaputt machte.

Dieter Lefeling

unread,
Sep 27, 2012, 4:29:57 PM9/27/12
to
J�rgen Gerkens schrieb:

> Diese Vermutung basierte auf der Erkentiss, das das besagte bei gewissen
> Zeiten nicht geht und Werbeleute manchmal viel erz�hlen.

Die Vermutung ist falsch.

> ....die Sache beziehe sich nur auf die TTL-Blitzbelichtungsmessung.
> > Das ist objektiv genauso Quatsch. Die "autodynamische Steuerung"
> > funktionierte wie gesagt auch f�r Dauerlicht. Jedenfalls bei Zeiten
> > l�nger als 1/60 s.
>
> Solche Szenarien konnte man ja recht gut mit Zeitautomatik und
> Belichtungskorrektur (zur Erhaltung der Lichtstimmung) in den Griff
> kriegen.

Bist Du sicher, dass Du den Sinn der autodynamischen Steuerung
vollst�ndig verinnerlicht hast?

Dieter

Luigi Rotta

unread,
Sep 27, 2012, 5:16:13 PM9/27/12
to
Am Thu, 27 Sep 2012 09:00:20 +0200 schrieb Frank Kemper
<sampl...@gmail.com>:

>Vielleicht erinnert sich noch jemand an das
>merkwürdige Pixelmuster, mit dem der Verschlussvorhang bedruckt war, um
>die Messung zu erleichtern.

Auch dass man, soweit man dieses Gadget ausnützte, Korrekturen
entsprechend des benutzten Filmtypes einberechnen musste.


--

Gruss

Luigi

"Gefährlich ist ein dummer Freund, besser schon ein weiser Feind".
Jean de La Fontaine

Sven Bötcher

unread,
Oct 3, 2012, 4:20:57 PM10/3/12
to
Am 26.09.2012 20:59, schrieb Dieter Lefeling:

>> in meinen Augen extrem teuer waren. Meine Eltern haben mir dann
>> irgendwann einmal das dazu passende Elektronenblitzger�t geschenkt.
>
> Das Pocket Lux. 8-)

Mein pocket LUX 560 funktioniert prinzipiell noch nur die Kontrolleuchte
f�r "Ich bin geladen und bereit" hat den Dienst eingestellt. Kann man so
was prinzipiell austauschen? Zerst�rungsfrei zerlegt und wieder
zusammengesetzt habe ich das Blitzger�t schon einmal nur wei� ich nicht,
was f�r ein L�mpchen das richtige w�re.

Bye
Sven


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