http://www.dpreview.com/reviews/canoneos40d/page20.asp
war ich ja von den Messergebnissen der c't-Redaktion im neuesten
Foto-Special enttäuscht: Dort will man keinerlei Erweiterung des
Dynamikbereiches in diesem Modus festgestellt haben, nur ein erhöhtes
Rauschen in den Schatten und vielleicht subjektiv etwas bessere
Durchzeichnung in den Lichtern.
Nachdem ich nun endlich (krankheitsbedingt verzögert) wenigstens mal
Vergleichsaufnahmen von einem Testmotiv unter gleichen Bedingungen mit der
400D und der 40D mit und ohne "Tonwertprioritätsmodus" gemacht habe und mir
die in CS3/ACR angeschaut habe, kann ich zwar vorläufig feststellen, dass
die 40D offenbar einen etwas größeren Tonwertbereich als die 400D abbildet,
im "Tonwertprioritätsmodus" aber - bei konstanter Belichtung auf eine
Graukarte in einem Motiv mit Glanzlichtern - in den Lichtern nicht mehr
Zeichnung oder Belichtungsspielraum bringt als ohne. Stattdessen saufen die
Schatten stärker ab. Die Vergleichsaufnahmen mit der 400D bzw. 40D ohne
"Tonwertpriorität" jeweils mit ISO 100 (mit TWPM geht ja minimal ISO 200),
bei sonst gleichen bzw. unveränderten Einstellungen in ACR (bis auf einen
Weißabgleich auf eine Graufläche, der aber gegenüber dem automatischen
Weißabgleich bei "Daylight" nichts wesentliches ändert).
PS.: In der Testkamera habe ich die Firmware 1.0.5 eingespielt.
--
Jödel.
von dem was ich so in Foren gelesen habe belichtet die Kamera zwar für
den eingestellen ISO-Wert, schaltet intern aber auf einen niedriegeren
ISO, also unterbelichtet um eine Blende. Das Ergebnis wird dann intern
mit einer Gammakurve(?) zurechtgebogen. Also die Kam macht nichts was
man nicht auch zu Fuß machen kann wenn man RAW fotografiert und hat nur
was davon wenn man direkt jpgs speichert (also etwas weniger Aufwand
beim Nachbearbeiten). In einem Forum hat der Chuck Wesfhall (Big Boss
von Canon USA) angedeutet das der Sensor der 40D, im Bereich
Dynamikumfang, keinen Deut besser ist als der der Vorgängermodelle.
Grüße
Hightlite-Prio klingt deutlich passender als Tonwert Prio. Spart wohl ein
wenig die manuelle Belichtungskorrektur. Bei solchen spezial Funktionen die
nicht automatisch gewählt werden fehlt es mir etwas an Mehrwert, ob ich
jetzt -1EV einstelle oder in nem Menu "Highliteprio"...
Gruss
Bernd
danke für Deine Antwort.
Torsten Kötting wrote:
> moin,
>
> von dem was ich so in Foren gelesen habe belichtet die Kamera zwar für
> den eingestellen ISO-Wert, schaltet intern aber auf einen niedriegeren
> ISO, also unterbelichtet um eine Blende.
Tss tss - das entspräche ziemlich genau meinen "provisorischen
Versuchsaufnahmen".
> Das Ergebnis wird dann intern
> mit einer Gammakurve(?) zurechtgebogen. Also die Kam macht nichts was
> man nicht auch zu Fuß machen kann wenn man RAW fotografiert und hat
> nur was davon wenn man direkt jpgs speichert (also etwas weniger
> Aufwand beim Nachbearbeiten). In einem Forum hat der Chuck Wesfhall
> (Big Boss von Canon USA) angedeutet das der Sensor der 40D, im Bereich
> Dynamikumfang, keinen Deut besser ist als der der Vorgängermodelle.
>
> http://www.prophotohome.com/forum/canon-1-series-digital-slr-eos-5d/75125-mr-westfall-question-about-highlight-prio.html
Interessant. Thanx.
--
Jödel.
Ähm - ich musste vorhin eine Weile nach dem Wort suchen, in der deutschen
Bedienungsanleitung findet sich eben der von mir genannte Begriff. Aber egal
wie es genannt wird ...
> Spart wohl
> ein wenig die manuelle Belichtungskorrektur. Bei solchen spezial
> Funktionen die nicht automatisch gewählt werden fehlt es mir etwas an
> Mehrwert, ob ich jetzt -1EV einstelle oder in nem Menu
> "Highliteprio"...
Tja, scheint so zu sein. Bleibt dann die Frage, was die erhöhte Auflösung
der RAW-Dateien in 14 statt 12 Bit effektiv bringt (da, denke ich, kann es
unter verschiedenen Bedingungen bzw. bei der Nachbearbeitung durchaus
deutliche Vorteile geben).
--
Jödel.
>von dem was ich so in Foren gelesen habe belichtet die Kamera zwar
>für den eingestellen ISO-Wert, schaltet intern aber auf einen
>niedriegeren ISO, also unterbelichtet um eine Blende.
Abgesehen von der internen Gammaverbiegung macht die also das, was ich
als Dia-Fotograf eigentlich immer schon gemacht habe und bei meiner
Brenzlax auch heute noch sehr häufig tue: Knapp belichten?
Rainer
--
Wer Spitzenleistung braucht, kauft SCSI. Wem SCSI zu teuer ist,
der braucht keine Spitzenleistung. (Richard Könning in d.c.h.l.f)
wenn das stimmt was ich so in den Foren lese, dann wird in diesem Mode zwar
für den eigenstellen ISO-Wert belichtet, der Sensor jedoch wird auf eine
niedrigere Empfindlichkeit eingestellt. Also wird quasi eine Blende
unterbelichtet. Die Kamera biegt dann die Gammakurve so hin das die
Highlights etwas gestreckt werden. Das alles ist nur von Nutzen wenn man
jpgs speichert. Wenn man RAW fotografiert kann man das alles auch von Hand
machen. Laut einem Forenbeitrag von Chuck Westfall (Canon USA Obermotz) hat
der Sensor der 40D keinen höheren Dynamikumfang als die Vorgängermodelle,
wobei allerdings die 14Bit Auflösung hier hilfreich sein soll ...
Grüße
Beim digitalen 'Entwickeln' in Photoshop RAW konnte ich nun stark
überbelichtete Stellen durch nachträgliche Belichtungskorrektur recht
easy korrigieren. Habe jetzt keine Vergleiche angestellt, aber mein
subjektiver Eindruck war dass oben rum noch mehr Spielraum ist als bei
normaler Einstellung. D.h. bei extremen Licht Situationen konnte ich
weiße Gesichter wieder Farbe einhauchen. Für Momentaufnahmen bei
extremen Licht kann das wohl ganz nützlich sein. Für Studiozwecke macht
das natürlich keinen Sinn, da kann man lieber unter ISO100 die
Belichtung korrigieren und hat noch etwas mehr Dynamik in den
Schattenbereichen.
Also - wenn die die beiden Aufnahmen genau so weit "runterziehe", dass die
Glanzlichter auf einem metallischen (matten) Gegenstand nicht mehr
übersteuern, dann komme ich bei der Aufnahme mit eingeschaltetem
"Prioritätsmodus" auf -1,0 EV, bei der ohne auf -0,80; bei der ersteren sind
dann die Mitten noch etwas dunkler als bei der ohne - also insgesamt eher
eine Kontraststeigerung. In den Lichtern selbst kann ich keine signifikaten
Unterschiede entdecken. Somit erschließt sich mir der tiefere Sinn dieses
Aufnahmemodus nicht so recht.
> Beim digitalen 'Entwickeln' in Photoshop RAW konnte ich nun stark
> überbelichtete Stellen durch nachträgliche Belichtungskorrektur recht
> easy korrigieren. Habe jetzt keine Vergleiche angestellt, aber mein
> subjektiver Eindruck war dass oben rum noch mehr Spielraum ist als bei
> normaler Einstellung. D.h. bei extremen Licht Situationen konnte ich
> weiße Gesichter wieder Farbe einhauchen. Für Momentaufnahmen bei
> extremen Licht kann das wohl ganz nützlich sein. Für Studiozwecke
> macht das natürlich keinen Sinn, da kann man lieber unter ISO100 die
> Belichtung korrigieren und hat noch etwas mehr Dynamik in den
> Schattenbereichen.
--
Jödel.
Also - wenn ich die beiden Aufnahmen genau so weit "runterziehe", dass die
Glanzlichter auf einem metallischen (matten) Gegenstand nicht mehr
übersteuern, dann komme ich bei der Aufnahme mit eingeschaltetem
"Prioritätsmodus" auf -1,0 EV, bei der ohne auf -0,80; bei der ersteren sind
dann die Mitten noch etwas dunkler als bei der ohne - also insgesamt eher
eine Kontraststeigerung. In den Lichtern selbst kann ich keine signifikaten
Unterschiede entdecken. Somit erschließt sich mir der tiefere Sinn dieses
Aufnahmemodus nicht so recht.
> Beim digitalen 'Entwickeln' in Photoshop RAW konnte ich nun stark
> überbelichtete Stellen durch nachträgliche Belichtungskorrektur recht
> easy korrigieren. Habe jetzt keine Vergleiche angestellt, aber mein
> subjektiver Eindruck war dass oben rum noch mehr Spielraum ist als bei
> normaler Einstellung. D.h. bei extremen Licht Situationen konnte ich
> weiße Gesichter wieder Farbe einhauchen. Für Momentaufnahmen bei
> extremen Licht kann das wohl ganz nützlich sein. Für Studiozwecke
> macht das natürlich keinen Sinn, da kann man lieber unter ISO100 die
> Belichtung korrigieren und hat noch etwas mehr Dynamik in den
> Schattenbereichen.
--
Jödel.
> amn...@t-online.de (Torsten Kötting) am 10.12.07:
>
> >von dem was ich so in Foren gelesen habe belichtet die Kamera zwar
> >für den eingestellen ISO-Wert, schaltet intern aber auf einen
> >niedriegeren ISO, also unterbelichtet um eine Blende.
>
> Abgesehen von der internen Gammaverbiegung macht die also das, was ich
> als Dia-Fotograf eigentlich immer schon gemacht habe und bei meiner
> Brenzlax auch heute noch sehr häufig tue: Knapp belichten?
Nein, nicht nur das. Bei Diafilm kannst Du knapp belichten, um die
Lichterwiedergabe zu verbessern. Das Bild wird aber insgesamt etwas
dunkler. Mit "Tonwertprioritaet", oder besser: Lichterprioritaet, werden
die Lichter zwar abgesenkt, der Rest aber eben (fast) nicht. Das Bild
bleibt also ansonsten "richtig" hell, nur mit besseren Lichtern.
Man kann den Effekt grob in etwa mit einer Filmentwicklung in Emofin
vergleichen. Dort flachen die Lichter ab, so dass die Zeichnung in
diesen Bereichen deutlich verbessert wird.
Dieter
--
Suche: Canon Standard-Prismensucher FN (nicht AE-FN) fuer new F-1.
Gebrauchsspuren kein Problem, solange Optik sauber und Mechanik 100% ok.
Sowas hätte ich ja erwartet, kann ich aber bei meinen Aufnahmen nicht
nachvollziehen - eher das Gegenteil. Es sei denn, die Kamera macht das nur,
wenn sie selbst ein JPEG herstellt ... dann brauche ich das ganze aber in
RAW nicht. Wie gesagt - mir momentan ziemlich schleierhaft; musste aber
Kamera heute wieder zurücksenden.
--
Jödel.
Mache ich ja bei der Digitalknipse genauso - knapp belichten und hernach im
RAW-Konverter ausgleichen.
> Man kann den Effekt grob in etwa mit einer Filmentwicklung in Emofin
> vergleichen. Dort flachen die Lichter ab, so dass die Zeichnung in
> diesen Bereichen deutlich verbessert wird.
Ich hätte nur gerne gewußt, ob die 40D (die jetzt leider schon weg ist) das
tatsächlich und nur macht, wenn sie selbst JPEGs "entwickeln" darf ... {;-))
--
Jödel.
Fand nun dies:
http://forums.dpreview.com/forums/read.asp?forum=1019&message=25080916
--
Jödel.
> Hat sich eigentlich schon mal jemand mit dem sogenannten
> "Tonwert-Prioritätsmodus" der EOS 40D beschäftigt?
So, nun habe ich einige Klarheit gewonnen: Ich hab mir Digital Photo
Professional 3.2.0.4 installiert - eine Version, die u. a. das RAW-Format
der 40D unterstützt. Dann damit meine Testaufnahmen im RAW-Format geladen,
geprüft, schließlich nach TIFF konvertiert und in Photoshop geladen. Fazit:
DPP 3.2... wertet die Highlight-Protection-Information (ein Flag) aus und
wendet eine entsprechende Gradationskurve an, so dass die Lichter in den
Werten leicht reduziert und unter die Clipping-Grenze (255, 255, 255)
gezogen werden.
Weder ACR 4.3 noch Lightroom 1.3.0.1 machen dies - sie pushen zwar die
Belichtung, so dass die Aufnahmen wie mit ISO 200 belichtet aussehen,
clippen dabei aber wieder die Lichter.
Demnach hat man den Effekt, dass der Belichtungsspielraum in den Lichtern
erweitert wird, nur, wenn man die Kamera JPEGs erzeugen läßt, oder wenn man
die hauseigene Software von Canon benutzt. Einen anderen Weg - auch
Konvertierung nach DNG unter CS3/ACR 4.3 - habe ich bisher nicht finden
können (es sollte aber bei solchen Aufnahmen, die mit der HP-Einstellung
aufgenommen und in Wahrheit eine Blendenstufe unterbelichtet sind, auch von
Hand gelingen, eine bessere Lichterdurchzeichnung herauszuholen gegenüber
solchen, die bei ISO 200 ohne diese Voreinstellung aufgenommen wurden).
Abgesehen davon dass man bei Aufnahmen der EOS 40D wohl dasselbe erreichen
kann, indem man bei ISO 100 eine Blendenstufe unterbelichtet und hernach von
Hand eine Push-Korrektur mit verflachender Gradationskurve in den Lichtern
anwendet. Darüber, ob das bei anderen Kameras, die noch 12-Bit-RAWs
erzeugen, ähnlich gut oder deutlich schlechter funktioniert, wird unter den
Auguren noch gestritten.
--
Jödel.