als Neuling in dieser NG einige Fragen auch auf die Gefahr hin, daß dies
schon 100mal besprochen wurde:
Wo kann man noch (und wie lange ...) die von den großen Batterieherstellern
nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen, Typ V 625 PX (Varta; = MR 9,
= PX 625) bekommen?
Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
Wie lange sind V 625 PX lagerfähig (Selbstentladung etc?)?
Welche Alternativen (bishin zum Kamera-Umbau) sind schon ausprobiert worden?
(Ich benutze eine Canon F1-alt und FTb QL).
Stefan
> Wo kann man noch (und wie lange ...) die von den großen Batterieherstellern
> nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen, Typ V 625 PX (Varta; = MR 9,
> = PX 625) bekommen?
>
> Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
> hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die baugleich ist?
Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich die Funktion beeinträchtigen.
> Wie lange sind V 625 PX lagerfähig (Selbstentladung etc?)?
Ich kenne zwar den speziellen batterietyp nicht, aber ich denke, es gilt
für alle Knopfzellen generell:
Knopfzellen halten oft über Jahre ihre Spannung. Sogar im Einsatz halten
sie oft 5 Jahre und länger.
> Welche Alternativen (bishin zum Kamera-Umbau) sind schon ausprobiert worden?
s.o., einfach 1,5V nehmen.
Bye
Andreas
> Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die baugleich ist?
> Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich die Funktion beeinträchtigen.
Sag das mal der Belichtungsmessung, die haelt sich naemlich nicht daran :-/
Viele Gruesse, Stefan
> Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die baugleich ist?
> Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich die Funktion beeinträchtigen.
Doch, das tun sie. Ältere Belichtungsmesser sind auf die
Quecksilberbatterien angewiesen, um eine Referenzspannung zu haben.
Die ist bei anderen Batterietypen nicht gegeben (wenn sie frisch sind
zuviel Spannung, kurzzeitig paßt's, wenn sie alt sind zu wenig
Spannung).
Daniel
--
Meine Seite: http://www.daniel-schnettler.de
drf-Welt: http://www.d-r-f.de
> als Neuling in dieser NG einige Fragen auch auf die Gefahr hin, daß dies
> schon 100mal besprochen wurde:
Wurde es, aber das 101. Mal ist auch nicht weiter schlimm. :-)
> Wo kann man noch (und wie lange ...) die von den großen Batterieherstellern
> nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen, Typ V 625 PX (Varta; = MR 9,
> = PX 625) bekommen?
In (fast) jedem Fotogeschäft gibt es sie noch. Viele Händler haben
sich für die nächsten Jahre damit eingedeckt, verlangen aber auch
dementsprechende Preise für die Lagerhaltung (10 DM und mehr pro
Batterie). Tip: Kauf gleich ein Dutzend und laß Dir einen guten Preis
dafür machen (ich habe letztlich 4 DM pro Stück gezahlt).
> Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
> hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
Siehe meine Antwort auf Andreas Posting: Der Belichrtungsmesser
braucht die Queckis als Referenz.
Bei Westfalia (ja, dem Ramschwerkzeughaendler) gabs die noch vor kurzem
fuer 0.99 DM (5 Stk. DM 4.95...)
Martin
>"JuS.Hesse" schrieb:
>
>> Wo kann man noch (und wie lange ...) die von den großen Batterieherstellern
>> nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen, Typ V 625 PX (Varta; = MR 9,
>> = PX 625) bekommen?
>>
>> Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
>> hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
>
>Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die baugleich ist?
>Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich die Funktion beeinträchtigen.
>
Gewisse Belichtungsmesser verwenden die Versorgungsspannung als
Referenz. Diese Spannung ist aber nicht bei allen Batterietypen
konstant, vor allem bei den Quecksilberzellen ist sie es. D. h. eine
halbvolle Zelle zeigt dann andere Werte als eine volle.
==> Man miss Mist.
Gruss
Stefan (der die Dinger zwecks längerer Haltbarkeit im Kühlschrank bzw.
Gefrierfach aufbewahrt)
Mich würd' mal interessieren, wie empfindlich die meisten alten Belis
denn auf Spannungsschwankungen reagieren. Falls die 0.15V mehr in der
Ersatzbatterie auch nur ~10% Meßungenauigkeit im Beli bewirken, dürfte
das bisschen mehr an Spannung in den allerallermeisten Fällen vollkommen
belanglos sein.
Gruß, Axel
So stellt sich das der kleine Maxi vor!
Erstens ist die Messschaltung ganz sicher ein belasteter Spannungs-
teiler wenn ich mich richtig an die Schaltung erinnere die zB. in
einer Minolta SRT drinsteckt und schon deshalb nichtlinear und zweitens
aendern LDRs ihren Wiederstand auch nichtlinear, und zwar ungefaehr
nach einer Funktion Rx = R0 - R * log(x).
Das fuehrt in Summe dazu das die Schaltung ziemlich empfindlich auf
Spannungsaenderungen reagiert.
--
Helmut Faugel
Dann also doch Queckis bunkern, oder Batterie-Adapter besorgen oder
Kamera rekalibrieren lassen.
Axel
- Ja. Der Typ hier mit http://www.westfalia.de ist noch aktuell. Einfach
nach "PX 625 suchen". Danke Martin !!
> oder Batterie-Adapter besorgen
- Ich kenne leider keine Adapterlösung, die längerfristig (=
unterschiedlicher Batteriezustand) funktioniert. Roland Reiss war doch
mal am tüfteln. Ich weiß aber nicht was daraus geworden ist. Vielleicht
liegt sein Entwurf ja schon beim Patentamt. ;-)
> oderKamera rekalibrieren lassen.
- Siehe oben. Das klappt eben nur für den augenblicklichen
Batteriezustand. Der ändert sich aber mit jedem Gebrauch.
Grüße, Ohm.
> > oder Batterie-Adapter besorgen
>
> - Ich kenne leider keine Adapterlösung, die längerfristig (=
> unterschiedlicher Batteriezustand) funktioniert.
Irgendwo hab ich mal was von Adaptern mit eingebautem Spannungsregler
gelesen. Erfahrung hab ich damit jedoch auch keine.
> > oderKamera rekalibrieren lassen.
>
> - Siehe oben. Das klappt eben nur für den augenblicklichen
> Batteriezustand. Der ändert sich aber mit jedem Gebrauch.
Die Silberoxidtypen haben doch auch eine kostante Spannung über ihre
Lebenszeit, oder haben sich da jetz ein paar Hirnwindungen bei mir
veknotet?
Axel
>Wo kann man noch (und wie lange ...) die von den großen Batterieherstellern
>nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen, Typ V 625 PX (Varta; = MR 9,
>= PX 625) bekommen?
Es gibt sie noch vereinzelt. Z.B. bei Foto Undi (un...@foto-undi.de).
>Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
>hergestellt
Weil das, so viel ich weiß, nicht viel nützen wurde. Denn Hg-Batterien
halten die Spannung sehr konstant, was andere Typen nicht tun.
>(1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
Wahrscheinlich gibt es keinen Markt dafür :(
>
>Wie lange sind V 625 PX lagerfähig (Selbstentladung etc?)?
Keine Ahnung. Aber ich habe mir ein paar auf Vorrat gekauft und hoffe
damit die nächsten zehn Jahre oder so über die Runden zu kommen (man muß
optimistisch sein).
>(Ich benutze eine Canon F1-alt und FTb QL).
Ich auch. Und zusätzlich einen Gossen Lunasix 3, der ebenfalls zwei
Stück davon braucht.
Auf Wiederlesen ...
--
- Nö, aber die falsche Spannung, nämlich 1,5 Volt. Leider.
Grüße, Ohm.
> Mich würd' mal interessieren, wie empfindlich die meisten alten Belis
> denn auf Spannungsschwankungen reagieren. Falls die 0.15V mehr in der
> Ersatzbatterie auch nur ~10% Meßungenauigkeit im Beli bewirken, dürfte
> das bisschen mehr an Spannung in den allerallermeisten Fällen vollkommen
> belanglos sein.
Nein. Die erste irrige Annahme hierbei ist die, dass der Messwert
proportional zur Spannung ist. Dem ist nicht so. Die Messabweichung
zwischen Quecki und Alkali liegt je nach Kameratypzwischen 1/2 und
satten 2 Blenden. Eine volle Blende Minus ist typisch. Der zweite Fehler
liegt in der Vernachlaessigung der Spannungsschwankung. Die 1,5 Volt der
Alkalibatterie sind erstens nur ein Nennwert und zweitens nur bei voller
Batterie gegeben. Demgegenueber liefern Queckis von nagelneu bis fast
leer praktisch exakt die gleiche Spannung. Genau deswegen waren sie ja
so beliebt (deswegen und aufgrund ihrer erheblich groesseren Kapazitaet)
und wurden als Spannungsreferenz eingesetzt. Wenn die Spannung einer
Alkalizelle im Laufe ihrer Benutzung zwischen 1,6 und 1,2 Volt schwankt,
liegt der Messfehler typisch irgendwo zwischen +1,5 und -1 Blende.
Und das war's dann mit Alkalibatterien.
Dieter
Vielen Dank für die Flut von Antworten!
Über das Foto-Net in der Schweiz
http://fotonet.ch/discus/messages/board-topics.html erhielt ich den Hinweis,
daß der Brenner-Versand
http://www.brenner-fotoversand.de
eine Ersatzbatterie auf Zink-Luft-Basis anbietet, Best.Nr. 220502.
Katalogtext:
"die völlig neue Zink/Luft-Batterie, passend für Gossen Lunasix, Leica M5,
Olympus OM-1, Minolta SRT etc. Im Gegensatz zur 625U Alkali- batterie mit
1,5Volt, mit der falsche Belichtungen von bis zu 2 Blenden erhält, besitzt
diese batterie die richtige Spannung von 1,35V. Die batterie läßt sich bis
zu 10 Jahre aufbewahren und wird erst vor Gebrauch aktiviert"
Wenn ich meine diversen Quecksilberlinge aufgebraucht habe, werde ich einen
Erfahrungsbericht liefern.
Stefan,
der der Zukunft jetzt etwas gelassener entgegensieht ... und sich selten
selber im Usenet antwortet- :-)), der aber ob der vielen Antworten mit der
Schweizer Variante nicht hinterm Berg halten wollte.
> Irgendwo hab ich mal was von Adaptern mit eingebautem Spannungsregler
> gelesen. Erfahrung hab ich damit jedoch auch keine.
Du meinst wahrscheinlich den C.R.I.S.-Adapter. Infos dazu gibt's unter
http://www.criscam.com/cris2i.htm . Ueber dessen Funktion kann man nur
spekulieren. Einige sagen, es sei nur eine Z-Diode fuer definierten
Spannungsabfall eingebaut, andere munkeln von einem Mikrochip mit
Stabililierungsschaltung.
> Die Silberoxidtypen haben doch auch eine kostante Spannung über ihre
> Lebenszeit
Die Entladekurve ist *relativ* flach, aber nicht so praezise wie bei
Queckis. Diese immerhin schon recht weitgehende Spannungsstabilitaet
macht sich anscheinend auch der C.R.I.S.-Adapter zu nutze, indem er
(Vermutung) die Spannung der eingesetzten SIlberoxidbatterie um 0,2 V
absenkt.
Abgesehen davon: eine PX 625 in Silberoxid gibt es nicht.
Dieter
Nur leider ist eben das der Pferdefuss: Sobald aktiviert, hat die
nur eine sehr geringe Lebensdauer, und die ist unabhaengig von
der Belastung (na oder jedenfalls weitgehend). Also soweit haben sich
das die Leute hier auch schon ueberlegt ...
Gruesse,
Robert
--
***************************************************************************
Robert Kosara * _
rob...@kosara.net * /_)_ / __ __ 7 //_ _ __ __ __
http://www.kosara.net/ * / \(_)/_)(- / / /\(_)_\(_// (_/
Typisch reisserische Werbeanpreisung. Wenn sie ihre Kunden respektieren
würden, sollten sie am Schluß noch folgenden Satz anfügen: "Nach
Aktivierung sind die Batterien spätestens innerhalb eines Monats leer,
egal ob sie belastet werden oder nicht." Zink/Luft-Batties sind schon
länger bekannt, haben aber eben das Problem mit der arg begrenzten
Lebensdauer. Auf Dauer ein _sehr_ unbefriedigender Ersatz, v.a. wenn man
bedenkt, daß der Beli in den mechanischen Kameras mit einer einzigen
Quecki typischerweise mehrere Jahre läuft.
Axel
Deshalb ja die Möglichkeit mit dem Rekalibrieren von Kameras. Man liest
das in diversen Foren und es klappt anscheinend gannz gut. Selber hab
ich so eine umgebaute Kamera aber auch noch nicht gesehen.
Gruß, Axel
> ...eine Ersatzbatterie auf Zink-Luft-Basis anbietet, Best.Nr. 220502.
> Katalogtext:
>
> "die völlig neue Zink/Luft-Batterie,
Wie man's nimmt: als Hoergeraetebatterie sind Zink-Luft-Zellen schon
seit Jahr und Tag ueblich.
> passend für Gossen Lunasix, Leica M5,
> Olympus OM-1, Minolta SRT etc. Im Gegensatz zur 625U Alkali- batterie mit
> 1,5Volt, mit der falsche Belichtungen von bis zu 2 Blenden erhält, besitzt
> diese batterie die richtige Spannung von 1,35V. Die batterie läßt sich bis
> zu 10 Jahre aufbewahren und wird erst vor Gebrauch aktiviert"
Was da nicht steht: einmal aktiviert, entlaedt sie sich auch bei Nicht-
gebrauch. Soll heissen: Nach Abziehen der Schutzfolie laeuft die Zeit.
Ausserdem sind die Dinger *teuer*. "Normale" Zink-Luft-Zellen sollen
zudem nicht 100% kompatibel sein, es gibt aber Spezialtypen. In USA
bietet die Fa. Wein etwa spezielle Typen an.
> Wenn ich meine diversen Quecksilberlinge aufgebraucht habe, werde ich einen
> Erfahrungsbericht liefern.
Mach mal.
BTW: Du schriebst doch von einer F-1 (alt) und FTb, oder? Da kann man
zur Not auch Alkalibatterien verwenden, solange man regelmaessig die
Kamera nachjustiert. Das geht da ganz einfach ueber den Batterietester:
Einfach solange an der ASA-Einstellung drehen, bis der Batteriecheck
wieder "okay" anzeigt (Nadel auf Pruefindex). Die Belichtung korrigierst
Du dann um die Differenz zwischen gefundener ASA-Zahl und 100 ASA. Wenn
Du also bei 50 ASA ein Okay bekommst, stellst Du generell die halbe
ASA-Zahl ein. Ein kurzer Check hier und da sollte reichen.
Dieter,
mit grosszuegigem Zugriff auf PX625 der letzten Varta-Fertigung. 8-)
> > - Nö, aber die falsche Spannung, nämlich 1,5 Volt. Leider.
>
> Deshalb ja die Möglichkeit mit dem Rekalibrieren von Kameras.
Auf welche Spannung? Die 1,6 Volt einer nagelneuen Batterie? Die 1,5 V
einer leicht gebrauchten? Die 1,2 Volt einer ziemlich ausgenutzten?
Das Problem ist nicht die Spannung (sonst koennte man einfach die
ASA-Zahl absenken), sondern deren Konstanz. *Das* ist der Punkt.
Dieter
Es geht um das umkalibrieren auf Silberoxid-, nicht auf Alkali-Typen!
Ich habe Berichte gelesen (leider keine erste-Hand-Erfahrungen), wonach
das gemacht wurde und es scheint zu klappen. Die Genauigkeit dürfte
zumindest bei einigen Kameras innerhalb der üblichen Meßungenauigkeiten
von Matrix- und Integralmessung liegen. Für den korrekten Betrieb eines
Spotmeters reicht es wahrscheinlich nicht, aber immerhin.
Axel
> Es geht um das umkalibrieren auf Silberoxid-, nicht auf Alkali-Typen!
Hm - es gibt die PX625 aber nicht als Silberoxid-Typ. Somit kann es sich
nur um die (wenigen) Kameras mit PX675-Nutzung handeln. Da kann man eine
S76 als Silberoxid-Alternative nehmen. Nur eben... die bei weitem weiter
verbreitete PX625 steht da nicht zur Diskussion.
Dieter
Eine sehr renommierte OM-Werkstatt in der Nähe von New York favorisiert
den Einbau des von Dieter beschriebenen Adapters für $ 33,-. Kannst Du
unter http://www.zuiko.com unter => Tech.Pages => OM-1 ganz oben
nachlesen. Da gibt es auch konkrete Hinweise wie groß die Abweichungen
bei anderen Spannungen sind. Weincells sind übrigens die
Zink-Luft-Batterien.
Im Olympus Newsletter berichten nicht alle neuen Nutzer mit voller
Begeisterung über diesen Adapter. Kannst Du im Archiv unter
http://zuiko.sls.bc.ca/~swright/archives/search.cgi selber checken.
Zumindest die OM-1 ist auf die Nichtverwendung der Quecksilberbatterie
sehr allergisch. Als es noch die sehr gute deutsche OM-Hauszeitschrift
gab, stand das ebenfalls laufend drin. Genauso wie die OM-2 mit den
gleich großen Alkalibatterien statt der Silberoxidausführung ins Trudeln
kommt, Stichwort Spannungskonstanz. Anscheinend waren viele Einsendungen
zum Service unnötig, da nur die falsche Batterie drin war, die Kunden
aber an einen Defekt der Kamera glaubten.
Ich glaube daß ich mir nach den vielen Hinweisen aus unterschiedlichen
Richtungen diesen Adapter für Eigenversuche nicht noch extra besorgen
muß. Der eingebaute Beli ist eh nicht besonders, der Verzicht auf ihn
wäre also eher ein Komfort- als tatsächlicher Verlust.
Wie das bei Deinen Knipsen weiß ich nicht. Im Gegensatz zu Dir weiß ich
aber wo ich meine Information her habe. Alle grundlegenden Argumente sind
gefallen. Glaube es oder glaube es nicht. Ich für meine Teil habe aber
keine Lust auf einen weiteren Thread in "Leica-Länge". Für mich ist EOT,
außer Roland würde sich erweichen lassen und über seinen aktuellen
Forschungsstand berichten.
Grüße, Ohm.
Wieso reagierst du so gereizt? Habe ich hier irgendetwas als Faktum
dargestellt, was ich nicht belegen kann? Ich habe lediglich ein paar
Sachen angemerkt, die ich zum Thema so im Kopf hatte - in der Hoffnung,
andere Mitlesende könnten meine Ausführungen bestätigen oder präzisieren
oder, falls nötig, richtigstellen.
Das Thema interessiert mich insofern, als das ich selber eine Rollei 35
mit eben dieser PX625 drinne habe. Irgendwann wird die halt schlapp
machen, wahrscheinlich erst in ein paar Jahren (letzter Batteriewechsel
ist ja erst ~6 Jahre her). Da ich davon ausgehe, daß dann die Kamera
immer noch prächtig funtzen wird, habe ich mir auch schon mal ein paar
Gedanken gemacht. Wenn sich nichts neues ergibt, werde ich mir
wahrscheinlich einen mechanischen Adapter für Silberoxidzellen besorgen.
Den gibt's sicher im Fotozubehörfachhandel (aka Baumarkt), auch wenn der
Fachverkäufer nix davon weiss und auf der Schachtel eine unsinnige
andere Bezeichnung draufsteht. Die Differenz des Belis werde ich dann
durch Einstellen einer abweichenden Filmempfindlichkeit ausgleichen. Für
die primitive Meßzelle der Kamera wird das wahrscheinlich mehr als
ausreichen.
Axel
Das vermute ich auch. Der Haken dabei ist, dass der Spannungsabfall
stromabhaengig bzw. bei den ueblichen Schaltungen mit CdS-Widerstand
helligkeitsabhaengig ist.
> Eine richtige Regelung bei nur 0,15V Spannungsdifferenz ist nicht
> gerade trivial. Der Chip muß erst einmal eine höhere
> (Wechsel)spannung erzeugen, um sie dann auf 1,35 V stabilisieren
> zu können.
Muss nicht sein. Man kann aus 1,6V (frische Silberoxid-Batterie) stabile
1,3V machen. Die 50mV Differenz zur Queckie machen den Kohl dann nicht mehr
fett. Ein Spannungswandler haette zu hohe Eigenverluste.
> Sauberer wäre eine Lösung mit einer Primärzelle höherer Spannung
> (z.B. Lithium 3V) und einer dann einfach zu realisierenden
> Längsregelung mit geringem Eigenverbrauch.
Koennte man so machen. Leider haben Li-Knopfzellen im Vergleich zu Queckies
eine erschreckend niedrige Kapazitaet.
--
Roland Reiss
Hallo,
von Gossen selbst gibt es - wie ich soeben erfahren habe - einen
Batterieadapter, nachzulesen bei Brenner-Versand
http://www.brenner-fotoversand.de
Ob und wie der funktioniert, weiß ich allerdings auch nicht.
Gruß,
Stefan
> Eine sehr renommierte OM-Werkstatt in der Nähe von New York favorisiert
> den Einbau des von Dieter beschriebenen Adapters für $ 33,-.
Der "MR-9 Adapter" ist ein Teil, das anstatt der normalen PX625 Batterie
verwendet und wie diese ins Batteriefach eingelegt wird. Mit "Einbau"
ist da nix. IIRC kostet der Adapter beim Hersteller uebrigens nur $20,
so dass ich den Preis von $33 nicht recht verstehe.
> Kannst Du unter http://www.zuiko.com unter => Tech.Pages => OM-1
> ganz oben nachlesen.
Interessante Site. Allerdings wundere ich mich etwas ueber den Hinweis,
dass Alkalibatterien mit ihrer hoeheren Spannung keine anderen Probleme
als Messfehler mit der OM-1 machen sollen. Olympus selber raet m.W.
dringend davon ab und es gibt Berichte von Leuten, die sich ihre OM-1
mit einer solchen Batterie geradezu gebraten haben.
> Zumindest die OM-1 ist auf die Nichtverwendung der Quecksilberbatterie
> sehr allergisch. Als es noch die sehr gute deutsche OM-Hauszeitschrift
> gab, stand das ebenfalls laufend drin.
Aha. Also doch.
> Genauso wie die OM-2 mit den
> gleich großen Alkalibatterien statt der Silberoxidausführung ins Trudeln
> kommt, Stichwort Spannungskonstanz.
Das duerfte aber nur den Nachfuehrbelichtungsmesser (manueller Modus)
betreffen, weil die interne autodynamische Messteuerung mit Si-Dioden
arbeitet, deren Schaltung nicht spannungsabhaengig ist.
Dieter
>HC> Ich vermute, da sitzt schlicht irgendeine Schottky-Diode drin.
>
> Das vermute ich auch. Der Haken dabei ist, dass der Spannungsabfall
> stromabhaengig bzw. bei den ueblichen Schaltungen mit CdS-Widerstand
> helligkeitsabhaengig ist.
Interessant.
In welcher Richtung: mehr Licht => zeigt der Beli mehr oder weniger an?
> Koennte man so machen. Leider haben Li-Knopfzellen im Vergleich zu Queckies
> eine erschreckend niedrige Kapazitaet.
Queckis sind Ausnahmebatterien. Eigenschaften wie Kapazitaet pro Volumen
oder eben die besagte Spannungskonstanz gibt es nirgendwo anders in ver-
gleichbarer Qualitaet. Umso trauriger, dass sie wegfallen.
Dieter
>"die völlig neue Zink/Luft-Batterie, passend für Gossen Lunasix, Leica M5,
>Olympus OM-1, Minolta SRT etc. Im Gegensatz zur 625U Alkali- batterie mit
>1,5Volt, mit der falsche Belichtungen von bis zu 2 Blenden erhält, besitzt
>diese batterie die richtige Spannung von 1,35V. Die batterie läßt sich bis
>zu 10 Jahre aufbewahren und wird erst vor Gebrauch aktiviert"
Vielleicht sollte man erwähnen, dass sie sich nach Aktivierung innerhalb kurzer
Zeit verbraucht, auch wenn die Kamera abgeschaltet ist. Die "aktivierung"
besteht nämlich nur darin, einen Aufkleber abzuziehen, unter dem Löcher zutage
kommen, durch die die Luft ins Innere der Batterie gelangen kann. Dann ist der
Prozess in Gang gekommen, Elektronen werden frei und können genutzt werden.
Doch auch ohne Verbraucher läuft der elektrochemische Prozess weiter, bis alle
Elektronen gewandert sind. Die Batterie ist dann leer.
Bei Nichtgebrauch der Kamera muss man deswegen die Löcher wieder luftdicht
verkleben. In der Praxis ziemlich unständlich.
Und die Brenner-Batterie müsste es auch preiswerter geben, IMHO ist es nämlich
nur eine Hörgeräte-Batterie, wie alle anderen auf Zink/Luft-Basis.
bis die tage... chris z
--
Irren ist menschlich. Für perfektes Chaos brauchen wir EDV.
Virtuelles Museum für historische Heimcomputer und Videospiele:
http://members.aol.com/chrzahn/index.html
Mehr Licht -> mehr Strom -> mehr Spannungsabfall an der Diode -> Beli zeigt
zuwenig an.
--
Roland Reiss
>> Genauso wie die OM-2 mit den
>> gleich großen Alkalibatterien statt der Silberoxidausführung ins Trudeln
>> kommt, Stichwort Spannungskonstanz.
>Das duerfte aber nur den Nachfuehrbelichtungsmesser (manueller Modus)
>betreffen, weil die interne autodynamische Messteuerung mit Si-Dioden
>arbeitet, deren Schaltung nicht spannungsabhaengig ist.
IMHO sind die billigen Alkali-Battrien auch im Auto-Modus nicht so doll. Ich
hatte bei meine gebraucht erworbenen OM2 bereits diese billigen Dinger
miterworben (kosten ja bloss 1 Euro pro 4 Zellen) und ärgerte mich darüber,
dass immer wieder mal der Spiegel oben hängenblieb, keine Auslösung erfolgte,
nach Kamera-Reset alles wieder OK war, und dass alles, obwohl dier
BatterieCheck schön rot leuchtete. Nachdem die Batterien dann endgültig alle
war, habe ich Silberoxid-Knopfzellen eingelegt, seitdem ist das Problem
beseitigt.
Ich erkläre mir das ganze so, dass die Leerlaufspannung der Batterien noch OK
war, aber *nach* einer Langzeitbelichtung oder mehreren aufeinanderfolgenden
Aufnahmen die Lastspannung unter den Grenzwert der autodynamischen Belichtung
gefallen ist. Nachdem sich dann die Batterie etwas "erholen" konnte, ist dann
wieder Ruhe gewesen.
Diese Erklärung beruht auf meinen Erfahrungen in der Jugend, als die
Taschenlampenbatterien leer und dann nach längerer Nichtbenutzung wieder etwas
voll waren. Hoffentlich stimmts.
In alle anderen OMs ausser der OM2 stecke ich aber die billigen Alkalis rein,
da gibt es eigentlich keine Probleme. Nur wenn ich genau weiss, dass ich
Langzeitaufnahmen machen werde (zb nachts 2 bis 4 Minuten), dann kommen
Silberoxide in die OM4 Ti hinein. Ich habe auch dort die Erfahrung gemacht,
dass bei Langzeitbelichtungen die Batterien immer während einer Aufnahme den
Geist aufgeben. Und das auch noch verdammt schnell. Alkalis halten während
einer Nachtsession mal gerade einen bis zwei Filme durch.
- Das ist mir nicht bekannt. Gerade ist mir noch als Notnagel die OM
Repair FAQ eingefallen (
http://brashear.phys.appstate.edu/lhawkins/photo/camrep.faq.html#top ).
Da steht:
C4) How can I modify my camera to use 1.55-volt silver oxide batteries
instead of 1.35-volt mercury batteries?
Several different options are possible:
-If the meter consumes the same amount of current whenever the
needle is centered, regardless of light level, all you have to
do is add some extra resistance in series with the battery.
Try 2000 ohms as a start.
-Add a Schottky diode in series with the battery. That will
subtract a constant 0.15 or 0.25 volts from the battery voltage
(depending on whether you use a low-barrier or medium-barrier
diode). Either way, you're much closer to 1.35V than you would
have been without it, and the voltage drop is relatively
constant
regardless of current.
-A circuit using a National Semiconductor voltage-reference chip
is given in the Jan./Feb. 1995 issue of Darkroom and Creative
Camera Techniques. This is a shunt regulator and consumes extra
current, so it has to be placed after the switch in the circuit.
-Pentax apparently sells a field kit to adapt the K-1000 meter
movement to the Spotmatic. This completely solves the mercury
battery problem with this camera.
-Perhaps the cleanest and best solution is the C.R.I.S adapter.
It not only drops the voltage of a silver oxide battery to 1.35V,
it also adapts it to fit mechanically in a battery well the size of
a PX625 mercury cell. $29.95 plus $1.50 shipping from C.R.I.S.
Camera Services 800-216-7579, 602-940-1103 (outside US). Also
try their website at:
http://www.criscam.com
I (RLH) have no experience either with this device or company,
but
if it works as advertised, it would seem to be the ideal
replacement
for PX625 cells.
Der Adapter von Pentax könnte vielleicht noch interessant sein.
Grüße, Ohm.
>DL> Das duerfte aber nur den Nachfuehrbelichtungsmesser (manueller Modus)
>DL> betreffen, weil die interne autodynamische Messteuerung mit Si-Dioden
>DL> arbeitet, deren Schaltung nicht spannungsabhaengig ist.
>
> - Das ist mir nicht bekannt. Gerade ist mir noch als Notnagel die OM
> Repair FAQ eingefallen [...]
>
> C4) How can I modify my camera to use 1.55-volt silver oxide batteries
> instead of 1.35-volt mercury batteries?
>
> [ diverse Anleitungen gesnippt ]
Alles schoen und gut, aber bei der Frage "wie kann ich meine Kamera von
1,35-V-Queckis auf was anderes umstellen" geht es herstellerunabhaengig
generell um Kameras, die Quecki-Batterien brauchen. Bei Olympus betrifft
nur die OM-1, nicht die OM-2 mit der von mir erwaehnten autodynamischen
Messsteuerung.
Die OM-2 arbeitet bekanntlich mit zwei Messystemen - eines fuer die
Anzeige und eines fuer die Belichtungssteuerung waehrend der Aufnahme.
Letzteres ist von der Quecki-Problematik schon mal nicht betroffen.
Ersteres uebrigens auch nicht, sonst wuerde Olympus keine Silberoxid-
Batterien fuer diese Kamera empfehlen. Die OM-1 und OM-2 verwenden ganz
verschiedene Batterien (erstere PX625 in Quecksilber, letztere SR44 in
Silberoxid).
Ach ja:
> -Perhaps the cleanest and best solution is the C.R.I.S adapter.
Das finde ich angesichts der Alternativen ebenfalls und ueberlege schon,
ob ich mir so'n Teil mal mitbringen lassen soll (ist hierzulande ja wohl
nicht erhaeltlich). Das heisst: wenn mein Quecki-Vorrat aufgebraucht
ist. Das dauert aber erstmal.... 8-)
> Der Adapter von Pentax könnte vielleicht noch interessant sein.
Mussu nochmal lesen:
>| Pentax apparently sells a field kit to adapt the K-1000 meter
>| movement to the Spotmatic. This completely solves the mercury
>| battery problem with this camera.
Sie verkaufen einen Umruestsatz, der die komplette Belichtungsmesser-
einheit (Zeigeranzeige, "meter movement") der neueren, quecksilber-
nicht-erfordernden K1000-Kamera in die alten, quecksilber-erfordernden
Spotmatic-Kameras des gleichen Herstellers packt. Aus naheliegenden
Gruenden ist das bei anderen Kameras keine Alternative. 8-)
Dieter
- Stimmt. In der von mir schon erwähnten OM-Hauszeitschrift ist das,
nachdem die Kunden das immer wieder entweder nicht geschnallt oder nicht
geglaubt haben, genau so begründet worden. Mal abgesehen davon machen die
Alkali-Zellen bei niederen Temperaturen schneller schlapp. Die Silberoxid
sind nach meiner Erfahrung gut bis -20 Grad. Kälter war es bei mir
während der Knipserei noch nicht.
> Diese Erklärung beruht auf meinen Erfahrungen in der Jugend, als die
> Taschenlampenbatterien leer und dann nach längerer Nichtbenutzung
> wieder etwas voll waren.
<frech>
Schon länger her, das mit der Jugend? :-)
/<frech>
> In alle anderen OMs ausser der OM2 stecke ich aber die billigen Alkalis
> rein, da gibt es eigentlich keine Probleme.
Nach den ganzen Warnungen aus den unterschiedlichsten Richtungen habe ich
bislang nur die Silberoxid genommen, um jeglichem Ärger aus dem Weg zu
gehen. Die von Dir beschriebenen Schwierigkeiten konnte ich bisher weder
bei OM-2 noch OM-4 beobachten. Wenn ich vorher weiß, daß
Langzeitaufnahmen anstehen können (z.B. die Mondfinsternis dieses
Frühjahr) lege ich halt vorher einen neuen Satz Batterien ein. Ich weiß
nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber es sind schon ein paar mA, die
nötig sind den Verschluß offenzuhalten.
Grüße, Ohm.
Mach mal. :-) Scheint aber nach ersten Berichten nicht mit allen Kameras
perfekt über die ganze Batterielebensdauer zu harmonieren. Offensichtlich
ist der Adapter von der Schaltung der verwendeten Bauteile abhängig.
> Queckis sind Ausnahmebatterien. Eigenschaften wie Kapazitaet
> pro Volumen oder eben die besagte Spannungskonstanz gibt es
> nirgendwo anders in vergleichbarer Qualitaet. Umso trauriger,
> dass sie wegfallen.
Zu der Schlußfolgerung dieser Aussage von Dir ein bißchen weiter oben,
muß ich doch noch was sagen. Als ich die Ankündigung des Verbots (sicher
nicht in allen Ländern, wissen tue ich es nur von den Amis, den
Österreichern und uns) das erste Mal gelesen habe, hat es mir auch
gestunken, da ich sofort an meine (Gott sei Dank für nur noch wenigen)
Geräte dachte, die genau diese Batterie benötigen.
Mittlerweile denke ich anders darüber. Deine Einschätzung der technischen
Eignung teile ich. Für mich steht jetzt aber die Verringerung des
Eintrags eines hochgiftigen Metalls in die Umwelt im Vordergrund. Klar
weiß ich wie in Brasilien und etlichen andern Staaten Gold gewonnen wird.
Irgendwer muß aber mit Taten anfangen. Eine Feuervergoldung sieht auch
mehrfach besser als eine galvanische aus, trotzdem ist das Verfahren
inzwischen zu recht verboten. Da eine 100%-ige Wiederverwertung des
Quecksilberanteils in den verbrauchten Batterien unwahrscheinlich ist,
scheint mir das trotz der Nachteile für uns der richtige Weg zu sein.
Als die Alkali-Mangan-Batterien endlich quecksilberfrei wurden, tat das
niemand weh, da auf der Anwenderseite alles beim Alten blieb. Jetzt
müssen wir halt kleines "Opfer" bringen. Bis sich der Vorrat der Queckis
(da sie ja schon produziert sind und nicht mehr nachgefertigt werden,
brauche ich auch kein besonders schlechtes Geweissen zu haben) erschöpft
ist, haben sich die Geräte hoffentlich amortisiert. Soweit die Vernunft,
wenn dann aber eine an sich noch funktionsfähige Olympus 35 RD (oder
andere) nur wegen mangelnder Energieversorgung zum Verstauben verurteilt
ist, tut das mir doch ein bißchen weh.
> Mussu nochmal lesen:
> >| Pentax apparently sells a field kit to adapt the K-1000 meter
> >| movement to the Spotmatic. This completely solves the mercury
> >| battery problem with this camera.
War ich wohl zu schnell.
Grüße, Ohm.
Hallo viele Gruesse,
die Knopfzellen mit 1,35 Volt, kann man bei der Firma "Westfalia" in jeder
beliebigen Menge kaufen.
Bestellnummer: 47 18 62.
Tschues,
Josef Nelles
http://home.t-online.de/home/josef.nelles/index.htm
><frech>
>Schon länger her, das mit der Jugend? :-)
>/<frech>
<Opa-Modus>
Als 33-Jähriger ist man für die heutige Jugend schon sehr alt. Merkte ich, wenn
die Top Ten laufen. Hat für mich mit Musik nix mehr zu tun. Und auf Big Brother
stehn...
</Opa-Modus>
>Nach den ganzen Warnungen aus den unterschiedlichsten Richtungen habe ich
>bislang nur die Silberoxid genommen, um jeglichem Ärger aus dem Weg zu
>gehen. Die von Dir beschriebenen Schwierigkeiten konnte ich bisher weder
>bei OM-2 noch OM-4 beobachten.
Alkalis halten bei normaler Arbeitsweise (sprich am Tach) in OM10, 2sp, 4, 4Ti
bei mir relativ lange. Ich habe es zwar nie genau aufgeschrieben, werden aber
über 20 Filme sein). Und bei einer Nacht an der Kokerei Zollverein in Essen
Habe ich 3 Satz Alkalis in die 4Ti gepackt, weil wieder einmal der Verschluss
nicht zugehen wollte.
> In der von mir schon erwähnten OM-Hauszeitschrift [...]
Gibt es die irgendwo im Netz als Scan oder gar PDF zu finden? Als es sie noch
gab, hat mich ausser der OM10 nichts interessiert, weils zu teuer war.
> Mittlerweile denke ich anders darüber. Deine Einschätzung der
> technischen Eignung teile ich. Für mich steht jetzt aber die
> Verringerung des Eintrags eines hochgiftigen Metalls in die Umwelt
> im Vordergrund.
Klar, aber waeren da 10 DM Pfand nicht die bessere Loesung gewesen?
> Da eine 100%-ige Wiederverwertung des Quecksilberanteils in den
> verbrauchten Batterien unwahrscheinlich ist,
*Wenn* sie zurueckgegeben werden, dann ist die Wiederverwendung sogar
rentabel. Deshalb werden die Knopfzellen auch haeufig getrennt von
anderen Batterien gesammelt.
> Bis sich der Vorrat der Queckis (da sie ja schon produziert sind und
> nicht mehr nachgefertigt werden, brauche ich auch kein besonders
> schlechtes Geweissen zu haben) erschöpft ist, haben sich die Geräte
> hoffentlich amortisiert.
Um amortisiert geht es doch gar nicht, sondern darum, dass man eine
eigentlich funktionsfaehige Kamera (als Otto-Normal-Verbraucher) nicht
mehr benutzen kann. Ergo kauft man sich eine neue.
Ob das jetzt so viel umweltfreundlicher ist als zwei oder drei
Quecksilberbatterien, sei mal dahingestellt. In einer Kamera befindet
sich naemlich auch eine ziemlich brisante Mischung der
verschiedenstens Chemikalien...
> Soweit die Vernunft, wenn dann aber eine an sich noch
> funktionsfähige Olympus 35 RD (oder andere) nur wegen mangelnder
> Energieversorgung zum Verstauben verurteilt ist, tut das mir doch
> ein bißchen weh.
Ebend :-) Aber zum Glueck gibt es ja noch Optionen.
TomV
--
Suche Minolta AF 24-50, biete 4.5-5.6/100-300xi.
Servus Christian,
Ich habe gewonnen, opatechnisch, wei ... Mist, jetzt kommt das
Datenschutz-Plug-in bei mir voll zur Geltung. ;-) An alle
Fotre-Agenten-Nutzer: Das liegt bestimmt an dem Scheiß-OE. ;-))
> Gibt es die irgendwo im Netz als Scan oder gar PDF zu finden? Als es
sie
> noch gab, hat mich ausser der OM10 nichts interessiert, weils zu teuer
war.
Ist mir nicht bekannt, kann ich mir auch nicht vorstellen. Olympus
Europa pflegt keine SLR-Tradition und andere haben nicht das Copyright
dafür. Auf eBay.de gab es neulich welche zu ersteigern. Graphisch war das
Heft sehr gut aufgemacht. Enthielt meist eine Art Reportage, technische
Artikel und "ganz" leichtes "product placement". Fotos gab es natürlich
auch, aber nur vom Feinsten.
Obwohl das Abo nicht ganz umsonst war, hat Olympus Europa das Projekt,
weil nicht selbsttragend, nach ein paar Jahren wieder eingestellt.
Leider. Im nachhinein betrachtet, war das zu einer Zeit (198?) als
Olympus Europa (Hamburg) sich schon bewußt auf den Sucherkameras zu
konzentrieren begann. Man könnte auch sagen, sie haben eingesehen, daß
sie im SLR-Bereich nicht auf die "pole position" kommen werden. Andere
Olympus-Niederlassung haben die SLRs noch viel länger gepflegt.
Als Ersatz gab darauf hin es die deutsche Übersetzung der internationalen
Hauszeitschrift, hieß oder heißt IMO "Pursuit". Das Ding konnte beim
Vergleich nicht mal hinken, deshalb habe ich es dann auch flott
abbestellt.
Grüße, Ohm.
>die Knopfzellen mit 1,35 Volt, kann man bei der Firma "Westfalia" in jeder
>beliebigen Menge kaufen.
Danke. Aber (noch) bin ich eingedeckt. Vier brauche ich insgesamt und
zusätzlich habe ich noch zehn in Reserve - das sollte ein paar Jährchen
anhalten :)
Auf Wiederlesen ...
--
>Olympus Europa pflegt keine SLR-Tradition
Tscha, ist schon merkwürdig, welch schönen Teile man noch neu erwerben kann,
wenn man weiss, wo. Alle schönen, lichtstarken Optiken, die Shifts, das
Fish-Eye... Preislich liegen die 2Hand-Angebote teilweise nur knapp unter den
Neupreisen. Allerdings dürfte hier der Yen-Kurs auch zugeschlagen haben.
Der normale Fotohändler kriegt von Olympus die offizielle Händlerpreisliste, da
ist an OM-SLR-Systemkomponenten nichts (mehr) zu finden (Hab da neulich mal
einen Blick reinwerfen dürfen).
Interessanterweise hat sogar Technik-Direkt die OM 3/4 Ti im aktuellen Prospekt
mit Bild präsentiert (Gedächtniszitat: Volle Kontrolle über Ihr Bild; Schärfe,
Zeit, Blende manuell einzustellen. Oder so ähnlich)
> Europa pflegt keine SLR-Tradition
Wenn sie nicht pflegen, so koennen sie dennoch liefern. Das OM-Sortiment
ist in weiten Teilen noch lieferbar. AFAIK wird die Sache inzwischen
anwendungstechnisch von den Leuten betreut, die sich sonst um den
Bereich Mikrofotografie gekuemmert haben. Frag mal in Hamburg nach.
Dieter
>> nicht mehr hergestellten 1,35 Volt-Knopfzellen,
>> Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit
>> 1,35 Volt hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße
>> gibt's doch auch!)?
Schulnote 6, setzen und Physikunterricht in Schule wiederholen ;-)
Also Chemie- und/oder Physikbuch rausholen, chemische
Spannungspotientiale
zwischen zwei Material auswählen, sodaß Du eine Kombination
findest, die 1,35 Volt entspricht. ...
Oder _einfach_ mal annehmen, das die Hersteller Dir und mir gerne
(für den x-fachen Preis) ein 1,35-Volt-Knopfzelle verkaufen würden,
wenn sie ökologisch, verordnungskonform, technisch-möglich
und wirtschaftlich produzierbar sein würde.
> Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die
> baugleich ist? Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich
> die Funktion beeinträchtigen.
Funktion ?
Funktionieren tuts ;-)
Anzeigeergebnis ergibt eine zu knappe Belichtung.
Hoffentlich linear über den Lichtwertbereich !
> Wie lange sind V 625 PX lagerfähig (Selbstentladung etc?)?
Selbstentladung laut Varta:
Quecksilberoxyd 2 % pro Jahr,
Alkali-Mangan 3%/Jahr.
Herstellermindesthaltbarkeit laut Aufdruck Verpackung, zzgl.
Haltbarbarkeit bis zum kompletten Verzehr beim Verbaucher,
ergibt ??? Jahre zu ??? Jahre.
_Vermute_ ich mal Quecky 6 - 8 Jahre
zu Alkali 4 - 5 Jahre
(mindestens Kellerkühle oder besser kälter, auf geringe Feuchte
achten).
> ...aber ich denke, es gilt für alle Knopfzellen generell:
Denken ist nicht wissen.
> Knopfzellen halten oft über Jahre ihre Spannung. Sogar im
> Einsatz halten sie oft 5 Jahre und länger.
Tja ... =:-)
es handelt sich IMHO um Meßgeräte nicht um Taschenlampen
Oft länger halten ... Sogar im Einsatz oft ...
Oft werden dann die Dias/Negative ...
>> Welche Alternativen (bishin zum Kamera-Umbau) sind schon
ausprobiert worden?
Kauf einer neuen Kamera und Belis ;-)
> s.o., einfach 1,5V nehmen.
NO auf keinem Fall =:-)
Spannung höher ==> Bei gleichem Licht größerer Ausschlag des Zeigers
oder
Spannung höher ==> Meßergebnis des Cds/o.ä. ...
Man mißt Mist ;-)
Die gemessene Belichtungszeit ist zu knapp.
Könnte es sein das die 0,15 Volt einen Fehler verursachen,
der mindestens quadratisch mit der Spannungsdifferenz zunimmt ?
--X
+-------+ Gruß
+ O + Carl-Werner Fürst
+-------+
/ \
> Mich würd' mal interessieren,
Mich auch ;-)
> wie empfindlich die meisten alten Belis denn auf
> Spannungsschwankungen reagieren. Falls die 0.15V mehr
> in der Ersatzbatterie auch nur ~10% Meßungenauigkeit
Berechnungsgrundlage Prozentrechnung =:-) wie im
Supermarkt ?
> im Beli bewirken, dürfte das bisschen mehr an Spannung
... geht nicht quadratisch oder mit noch höherer
Potenzierung in die Rechnung ein ?
> in den allerallermeisten Fällen vollkommen
> belanglos sein.
Jetzt vermute ich mal:
[ Stimmt jetzt nicht physikalisch ;-) ]
Ich erlaube mir mal meine (unrichtige) Rechnung zur
Verdeutlichung des Prinzips <gnade flehend>.
P=Leistung der Meßspule den Zeiger gegen die Federkraft zu drücken
U=Spannung der Knopfzelle
I=Stromverbrauch des Beli
R=Innenwiderstand des Beli
==>
P=U*I , wobei I=U/R ist, eingesetzt P=U*U / R.
Also U geht quadratisch in das Ergebnis ein.
(Fehlerhaft ist die Annahme der proportionalen Stromaufnahme ...)
UND
Blick auf meinen Handbeli auf die ASA-Skala ===> Strichweite linear.
Aber 100 ASA zu 200 ASA ist ja eine Verdoppelung und 100 ASA zu 400
ASA eine Vervierfachung, sowie 100 ASA zu 800 ASA eine Verachtfachung
ist der Lichtempfindlichkeit der Beschichtung.
==> also auch quadratisch/logarithm.
Ergebnis ist auf keinen Fall linear zu rechnen und dann sind Deine 10%
Meßungenauigkeit in der Realität ... % :-/
> Gruß, Axel
Wir haben noch nicht über Ablesefehler, Produkttoleranzen und
Abweichung des Meßwertees auf Grund Schaltungskonzepts von der
Ideallinie (=Arbeitsbereich des Lichtmessenden Bauteils) diskutiert.
Da kommen auch ein paar Prozentchen zusammen.
Richtig ist es, mit einer Spannung zu arbeiten, die im Bereich unter
der Nennspannung und ÜBER der mittleren Betriebsspannung der
Quecksilberknopfzelle liegt.
Gegenargumente ?
Andreas Scheer wrote:
>
> > Und überhaupt: Warum wird kein quecksilberfreier Ersatz mit 1,35 Volt
> > hergestellt (1,5 Volt in derselben Baugröße gibt's doch auch!)?
>
> Warum nimmst du nicht einfach die 1,5V-Zelle, die baugleich ist?
> Diese 0,15V mehr können doch nicht gleich die Funktion beeinträchtigen.
Doch, können sie! Sie liefern bei vielen Kameras die Referenzspannung für
den BeLi (die 1,35 V werden wohl ziemlich exakt gehalten). Und wenn die
nicht mehr stimmt, stimmt der BeLi nicht mehr.
Mögliche Alternativen (Nachjustieren des BeLi, Spannungswandler...) wurden
schon öfters hier besprochen.
Manfred
--
Suche: Nikon TC-14E
Pferdefotos: www.grebler.de/Pferdefotos