Ich suche eine Anfängeranleitung (nach dem Motto nimm diesen Film und jenen
Entwickler, dann klappts bestimmt) zum Einsteigen ins Selbstentwickeln.
Eine Entwicklerdose (von Hama glaube ich) nebst einiger mehrere Jahre alter
Ampullen Neofin Rot (ist das noch verwendbar, oder sollte ich sowieso ieber
etwas anderes verwenden?) habe ich von einem Bekannten bekommen. Und nun?
/Stephan
Zur Technik des Filmentwickelns siehe
http://www.fotolehrgang.de
unter Labor => Filmentwicklung.
Was die "rundum-sorglos"-Kombination von Film und Entwickler
angeht: die gibt es nicht. Für den Anfang und zum Üben würde ich
einen Einmal-Flüssigentwickler wie Rodinal empfehlen (Konzentrat,
wird zum Gebrauch 1+25 bis 1+50 oder noch höher verdünnt). Dazu
einen gutmütigen "klassischen" Film wie Ilford FP4+. Aber
wahrscheinlich wirst Du soviele verschiedene Empfehlungen bekommen
wie Leute auf Dein Posting antworten.
Neofin rot ist eher ein Spezialentwickler, kenne ich selbst nicht,
weiß auch nicht, wie es um die Haltbarkeit bestellt ist.
Was die Entwicklungszeiten angeht, so hältst Du Dich zu Beginn am
besten an die Herstellerempfehlung. Wenn es keine gibt, so finden
sich die Zeiten im "massive development chart" unter
http://www.digitaltruth.com
oder im Entwicklungszeitenrechner auf
http://www.phototec.de
Viel Spaß,
Thom@s
--
"Your first 10,000 photographs are your worst."
(Henri Cartier-Bresson)
Bitte "Reply-To" im Header beachten!
Tippe mal <http://www.schwarzweiss-magazin.de> in Deinen Browser ein und
lies die mehr als umfangreiche Einfuehrung in allerlei Labortechnisches.
Ausserdem gibt es da auch noch zwei sehr gute Foren zum Thema "Labor" und
"Photogeraet".
Martin
Nimm Ilford ID-11 - das ist einer der gutmütigsten Entwickler,die es
gibt. Für den Film schaue einmal auf die Innenseite der Kartonverpackung
- dort stehen einige Filme mit Entwicklungszeiten, die auf jeden Fall
funktionieren.
Sonst schau einmal auf http://www.digitaltruth.com auf das "Massive
Developement Chart". Das ist eine große Ansammlung von
Film/Entwicklerkombinationen.
Wenn die Dose wirklich von HAMA ist, dann ist u.U. Vorsicht geboten. Ich
hatte einen Unitank von Hama und die Spiralen haben dort, wo man den
Film einfädelt auf der Führungszunge eine kleine Nut (auf einer Seite;
kein Produktionsfehler, sondern bei drei Spiralen gleich). Die hat mir
durch Druckbelichtung mehrere höherempfindliche Filme halbwegs ruiniert :-(.
Schau Dir die Spiralen ganau an. Dort, wo der Film geführt wird, darf es
keine Erhöhungen geben.
Ansonsten:
1) Film im Dunklen einspulen[1] und in den Tank geben -> Tank gut
schließen -> Licht andrehen
2) Entwickler reinkippen und Stoppuhr/Küchenwecker starten oder auf die
Uhr schauen (unpraktisch)
3) Nach Anleitung des Entwicklers regelmäßig kippen -> Tank zwei Mal
fest aufsetzen [2]
4) Nach Ende der Entwicklungszeit [3] Entwickler auskippen
5) Stoppbad (bzw. einfaches Wasser) zum Zwischenwässern[4]
6) Fixierer reinkippen
7) nach Anleitung Fixierer regelmäßig kippen -> Tank zwei Mal fest aufsetzen
8) Nach Ende der Fixierzeit [5] Fixierer ausgießen
9) Schlusswässern (gründlich -> 10Min mit Fließwasser >15°C oder fünf
Mal zwei Minuten mit Kippen zwischendurch)
10) Film herausnehmen, abstreifen, aufhängen, trocknen lassen (ca zwei
Stunden)
optional, aber günstig:
9a) zum Schluß einmal in destilliertem Wasser baden, Netzmittel verwenden
[1] vorher mit einem Billigfilm bei Licht üben
[2] Bei Ilford ist das am Beginn jeder vollen Minute zehn Sekunden lang.
Die Erschütterung beim Aufstoßen lößt kleine Luftbläßchen vom Film
[3] Die richtige Entwicklungszeit sollte irgendwo beim Entwickler
stehen, bei Ilford im Inneren des Verpackungskartons.
[4] Ich habe noch nie ein Stoppbad benutzt und keine Probleme damit. Das
Wasser sollte nicht zu weit von der Temperatur des Entwicklers
abweichen, aber alles zwischen 15 und 25°C dürfte kein Problem sein.
[5] Fixierzeit: Nimm bevor Du mit dem Entwickeln beginnst den Schnippel,
den Du vom Filmanfang abgeschnitten hast und gieße in einem Becher so
viel Fixierer drauf, daß er gut bedeckt ist. Schwenke den Becher leicht
und schau Dir dabei den Schnippel an. Stoppe die Zeit, die es braucht,
bis er ganz klar ist. Diese Zeit ("Klärzeit") mal Vier ist Deine Fixierzeit.
Ich mache diesen Test vor _jedem_ Film, auch um zu sehen, ob der Fix
noch taugt -> ist die Klärzeit mehr als doppelt so lang wie bei frischem
Fix gieße ich ihn weg.
HTH
Gruß
Matthias
--
Ruckenbauer Matthias
matthias.r...@aon.at
/Stephan
Matthias Ruckenbauer wrote:
> Ansonsten:
> 1) Film im Dunklen einspulen[1] und in den Tank geben -> Tank gut
> schließen -> Licht andrehen
Ack
> 2) Entwickler reinkippen und Stoppuhr/Küchenwecker starten oder auf die
> Uhr schauen (unpraktisch)
Ack (Tipp: Countdownzähler im Handy? Geht auch) Apropos Handy: Nix
für die Dunkelkammer. Die Displaybeleuchtung kann einen Film
unbrauchbar machen.
> 3) Nach Anleitung des Entwicklers regelmäßig kippen -> Tank zwei Mal
> fest aufsetzen [2]
Ack
> 4) Nach Ende der Entwicklungszeit [3] Entwickler auskippen
Bitte nicht in den Ausguss, am besten einen Kanister (z.b. von dest.
Wasser ) zum Sammeln nutzen und dann gemäß den örtlichen Regeln für
Sondermüll (Sammelstelle/mobil) entsorgen
> 5) Stoppbad (bzw. einfaches Wasser) zum Zwischenwässern[4]
Wasser reicht, Ack
> 6) Fixierer reinkippen
> 7) nach Anleitung Fixierer regelmäßig kippen -> Tank zwei Mal fest
> aufsetzen
> 8) Nach Ende der Fixierzeit [5] Fixierer ausgießen
siehe Punkt 4. Hier noch wichtiger, da das gelöste Silber im Fix den
Mikroorganismen in der Kläranlage das Leben sehr schwer macht!
> 9) Schlusswässern (gründlich -> 10Min mit Fließwasser >15°C oder fünf
> Mal zwei Minuten mit Kippen zwischendurch)
Ack, oder Ilford Methode -> Wasser 5x kippen -> Wasserwechsel 10x
kippen -> Wasserwechsel 20 kippen (in etwa, Experten mögen
korrigieren oder Google anwerfen )
> 10) Film herausnehmen, abstreifen, aufhängen, trocknen lassen (ca zwei
> Stunden)
Abstreifen ist kann aber kein muß, idealerweise Film nur zwischen
zwei sauberen Fingern durchziehen zum Abstreifen. Filmabstreifer
geben spätestens nach dem 5 Film Kratzer (leidvoller Erfahrungswert)
> optional, aber günstig:
> 9a) zum Schluß einmal in destilliertem Wasser baden, Netzmittel verwenden
Ack, meinerseits empfohlen, macht das Abstreifen etwas einfacher und
effektiver (keine Tröpfchenbildung mit verquollenem Gelatineträger)
Tip zum Filmeinspulen: Wie Matthias geschrieben hat, erst mal mit
einem Billigfilm im Hellen üben. Die in manchen Anleitungen
empfohlene Rundschnippelei am Filmanfang kannst Du dir fast sicher
sparen, wenn der Testfilm sauber in die Spirale läuft. Wenn er hakt
oder blockiert, macht der richtige Schnitt das Leben hingegen viel
leichter. Hier hilft nur Testen.
Grüßle, Helmut
--
PEOPLE'S WHOLE LIVES _DO_ PASS IN FRONT OF
THEIR EYES BEFORE THEY DIE: THE PROCESS IS
CALLED 'LIVING'.
(Terry Pratchett, The Last Continent)
es gibt Beleuchtungs-Umrüst-Sets, mit denen man ein Handy zumindest
papierkompatibel kriegen dürfte. ;)
> > 9) Schlusswässern (gründlich -> 10Min mit Fließwasser >15°C oder fünf
> > Mal zwei Minuten mit Kippen zwischendurch)
>
> Ack, oder Ilford Methode -> Wasser 5x kippen -> Wasserwechsel 10x
> kippen -> Wasserwechsel 20 kippen (in etwa, Experten mögen
> korrigieren oder Google anwerfen )
zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
--
Timm Thiemann - http://www.timmthiemann.de
Aber bitte Vorsicht:
Ich habe Großbuchstaben an der Tastatur und mache auch Gebrauch davon.
<b2ni3c.3...@striewisch-745.user.cis.dfn.de>
> es gibt Beleuchtungs-Umrüst-Sets, mit denen man ein Handy zumindest
> papierkompatibel kriegen dürfte. ;)
Da ist Handy vom Papier fernhalten glaub ich einfacher und billiger.
Statt basteln belichten ist dann weit effektiver. Ausserdem mag ich
in der DuKa net gestört werden ;).
Auf den Countdownzähler war ich übrigens zufällig gestoßen, als ich
'ne Uhr mit Sekundenzeiger suchte.
Das Siemens hat den Zähler (Ich gebe zu, als ich den zuerst gefunden
habe, habe ich gedacht "was für ein Blödsinn" aber man lernt ja
dazu). Praktisch ist, daß der Zähler 4 sek vor dem Ende Piepsignale
gibt, so kann man nebenher aufräumen, putzen oder andere Filme
schneiden und in Hüllen sortieren kann. Weiterhin ist praktisch, daß
er sich die eingestellte Zeit (bei mir meist 50sek) merkt und diese
auch mehrfach abgespult werden kann. Eine Strichliste sorgt dann für
die richtigen Minuten, weil andere Tätigkeiten doch ablenken.
>>>9) Schlusswässern (gründlich -> 10Min mit Fließwasser >15°C oder fünf
>>>Mal zwei Minuten mit Kippen zwischendurch)
>>
>>Ack, oder Ilford Methode -> Wasser 5x kippen -> Wasserwechsel 10x
>>kippen -> Wasserwechsel 20 kippen (in etwa, Experten mögen
>>korrigieren oder Google anwerfen )
>
>
> zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
Ich gebe zu ich zähle auch nicht sooo genau. Wasser einfüllen, ein
paar mal kippen dann Wasserwechsel, nach jedem Wasserwechsel etwas
länger kippen und nach dem fünften Wasserwechsel baue ich die Dose
auseinander und spüle die Spirale unter fliessendem Wasser kurze
Zeit ab, dann verläßt der Film die Spirale mit einem Sprung ins
Netzmittelbad, das er dann durch zwei Finger gezogen Richtung
Filmklammer verläßt.
> es gibt Beleuchtungs-Umrüst-Sets, mit denen man ein Handy zumindest
> papierkompatibel kriegen dürfte. ;)
Da ist Handy vom Papier fernhalten glaub ich einfacher und billiger.
Statt basteln belichten ist dann weit effektiver. Ausserdem mag ich
in der DuKa net gestört werden ;).
Auf den Countdownzähler war ich übrigens zufällig gestoßen, als ich
'ne Uhr mit Sekundenzeiger suchte.
Das Siemens hat den Zähler (Ich gebe zu, als ich den zuerst gefunden
habe, habe ich gedacht "was für ein Blödsinn" aber man lernt ja
dazu). Praktisch ist, daß der Zähler 4 sek vor dem Ende Piepsignale
gibt, so kann man nebenher aufräumen, putzen oder andere Filme
schneiden und in Hüllen sortieren kann. Weiterhin ist praktisch, daß
er sich die eingestellte Zeit (bei mir meist 50sek) merkt und diese
auch mehrfach abgespult werden kann. Eine Strichliste sorgt dann für
die richtigen Minuten, weil andere Tätigkeiten doch ablenken.
>>>9) Schlusswässern (gründlich -> 10Min mit Fließwasser >15°C oder fünf
>>>Mal zwei Minuten mit Kippen zwischendurch)
>>
>>Ack, oder Ilford Methode -> Wasser 5x kippen -> Wasserwechsel 10x
>>kippen -> Wasserwechsel 20 kippen (in etwa, Experten mögen
>>korrigieren oder Google anwerfen )
>
>
> zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
Ich gebe zu ich zähle auch nicht sooo genau. Wasser einfüllen, ein
paar mal kippen dann Wasserwechsel, nach jedem Wasserwechsel etwas
länger kippen und nach dem fünften Wasserwechsel baue ich die Dose
auseinander und spüle die Spirale unter fliessendem Wasser kurze
Zeit ab, dann verläßt der Film die Spirale mit einem Sprung ins
Netzmittelbad, das er dann durch zwei Finger gezogen Richtung
Filmklammer verläßt.
Grüßle, Helmut
> es gibt Beleuchtungs-Umrüst-Sets, mit denen man ein Handy zumindest
> papierkompatibel kriegen dürfte. ;)
Das ist vermutlich unnötig. Ich habe mal mein Siemens s35 auf ein Papier
gelgegt und mit der Displaybeleuchutng etwa eine Minute belichtet, weil
ich dachte, daß das witzig aussehen könnte - habe dabei ein reinweißes
Papier rausbekommen, was den Witzfaktor natürlich erheblich geschmälert hat.
> zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
>
Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die Dose und
drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
>> zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
>
> Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die
> Dose und drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
Dann mußt Du das Wasser wohl nicht selbst bezahlen. Schon mal
nachgerechnet, wieviel Liter in 10 Minuten durchlaufen...? Damit
kann ich mehrmals duschen ;-)
Gruß,
Matthias Ruckenbauer wrote:
> Das ist vermutlich unnötig. Ich habe mal mein Siemens s35 auf ein Papier
> gelgegt und mit der Displaybeleuchutng etwa eine Minute belichtet, weil
> ich dachte, daß das witzig aussehen könnte - habe dabei ein reinweißes
> Papier rausbekommen, was den Witzfaktor natürlich erheblich geschmälert
> hat.
Also bei mir lief der Versuch etwas anders ab. Ein Kumpel hatte seinen
Palm dabei, also irgendein JPG auf dem Palm dargestellt, das ganze in di
eBildbühne von Vergrößerer und einen Abzug davon gemacht. Da hat man
zwar deutlichst den Helligkeitabfall am Rand vom Display mitbekommen,
aber nach so 20 Sekunden belichtung das ganze in die Suppe und gut wars.
Man hat halt jeden Pixel gesehen, aber was solls. :-)
Bye
Crazy a.k.a. Andreas Wolff
--
die Intelligenz auf unsererm Planeten ist eine Konstante, nur die
Bevölkerung nimmt zu :-)) --- Leon Berger in d.r.s.t
was für ne Farbe hat das Teil denn standardmäßig?
> > zählen ist mir zu lästig. Ich kippe 4-5x 45 Sekunden ständig.
>
> Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die Dose und
> drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
setzt fließendes Wasser und nen Abfluss in der Duka voraus. So nen Luxus
kann ich mir nicht erlauben. ;)
> Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die Dose und
> drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
Und wo bleibt da die "Wissenschaft"? So kann's doch jeder ;-)
Was die Handygeschichte angeht: Mein Siemens leuchtet orange/rot,
das alte Nokia grün, beides Farben die mehr oder weniger stark in
die "blinden" Bereiche von s/w Papier fallen dürften. Insoweit ist
das als Effekt klar.
Interessant wird's wenn Du in der DuKa einen Film auf die Spirale
wickelst und gleichzeitig ruft jemand an oder der Wecker geht los.
Das könnte sicher interessante Effekte ergeben.
vor allem das Rot. Tjo... mein Nokia hat weiße LEDs drin... da hab ich
Angst.
> Interessant wird's wenn Du in der DuKa einen Film auf die Spirale
> wickelst und gleichzeitig ruft jemand an oder der Wecker geht los.
wenn das Handy in der Jeanstasche steckt und das Display zum
Oberschenkel zeigt, geht das.
> Das könnte sicher interessante Effekte ergeben.
ich hab mal vergessen, einen Steckdosendimmer aus der Steckdose zu
ziehen. Der hat ne funzelige Glimmlampe als Betriebsanzeiger hinter
einer roten Plastikscheibe. Den Film hab ich in drei Etappen aus der
Patrone gezogen... und diese drei Etappen sieht man auch ziemlich
deutlich. :-( zum Glück hat's nur die zwei Negative vernichtet, wo
gerade so ein Übergang war, der halt nicht zu vertuschen ist. Beim Rest
fiel der gleichmäßig erhöhte "Grundschleier" hinterher zum Glück nicht
weiter auf.
> ich hab mal vergessen, einen Steckdosendimmer aus der Steckdose zu
> ziehen. Der hat ne funzelige Glimmlampe als Betriebsanzeiger hinter
> einer roten Plastikscheibe. Den Film hab ich in drei Etappen aus der
> Patrone gezogen... und diese drei Etappen sieht man auch ziemlich
> deutlich. :-( zum Glück hat's nur die zwei Negative vernichtet, wo
> gerade so ein Übergang war, der halt nicht zu vertuschen ist. Beim Rest
> fiel der gleichmäßig erhöhte "Grundschleier" hinterher zum Glück nicht
> weiter auf.
Glück gehabt, ich hab einen Film versaut weil ich vergaß einen
Bewegungsmelder abzuschalten. Habe gewartet bis das Licht aus war
(Bewegungsmelder mit Zeitautomatik), dann hat sich Murphy auf die
Lauer gelegt, und als ich die Spirale fertig aufgewickelt in die
Dose stellen wollte kam ich in den Bereich des Bewegungsmelders und
Murphy hat sich bei Licht vorgestellt. Meine bisher schnellste DuKa
Aktion. Seither weiß ich das sich DuKa- Arbeit nicht mit
Geschwindigkeit oder dem Satz "bei Licht betrachtet" verträgt ;-)
mir liegt jetzt ein fieser Spruch auf der Zunge, aber den verkneif ich
mir besser. Immerhin ist es mir letztens geglückt, erst den
Filmdosenöffner nicht zu finden (Seitenschneider tat's dann auch), dann
den Filmanfang völlig buckelig und latürnich quer durch zwei
Perforationslöcher zu schneiden und dann beim Einfädeln in die Spirale
den Film auch noch auf den dreckigen Kellerboden fallen zu lassen. Ein
Wunder, dass dem Film bei der Tortur nix passiert ist... X-)
>> Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die
>> Dose und drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
>
>
> Dann mußt Du das Wasser wohl nicht selbst bezahlen. Schon mal
> nachgerechnet, wieviel Liter in 10 Minuten durchlaufen...? Damit kann
> ich mehrmals duschen ;-)
>
Natürlich drehe ich nicht voll auf, ich will ja keinen Springbrunnen
basteln sondern einen Film Wässern ;-)
Und es dürfte Dir schwerfallen Dich mit etwa fünfzig Litern Wasser
mehrmals zu duschen.
Gruß
Matthias
> Interessant wird's wenn Du in der DuKa einen Film auf die Spirale
> wickelst und gleichzeitig ruft jemand an oder der Wecker geht los.
> Das könnte sicher interessante Effekte ergeben.
>
Ja, auch das ist mir passiert. Es war eine gewisse akrobatische Leistung
den Film fertig aufzuspulen und gleichzeitig mit dem Ellenbogen das
Display vom Handy, das am Gürtel hing, abzudecken. Nochdazu, da der
Anrufer einfach nicht aufgegeben hat.
Dem Film ist aber nichts passiert! :-)
Gruß
Matthias
>> ...Ich habe mal mein Siemens s35 auf ein Papier gelgegt und mit der
>> Displaybeleuchutng etwa eine Minute belichtet
>
> was für ne Farbe hat das Teil denn standardmäßig?
Gelb-Grün, sehr ähnlich meiner Dunkelkammerlampe, aber das hatte ich
damals im Eifer des Gefechtes nicht beachtet.
>> Kippen ist mir zu lästig. Ich stecke einen Schlauch oben in die
>> Dose und drehe das Wasser für 10 Minuten auf.
>
>
> setzt fließendes Wasser und nen Abfluss in der Duka voraus. So nen
> Luxus kann ich mir nicht erlauben. ;)
Da habe ich mehr Glück
Gruß
Matthias
>Natürlich drehe ich nicht voll auf, ich will ja keinen Springbrunnen
>basteln sondern einen Film Wässern ;-)
>Und es dürfte Dir schwerfallen Dich mit etwa fünfzig Litern Wasser
>mehrmals zu duschen.
Geht durchaus, letzter Campingurlaub, mit zwei 1,5 Literflaschen
Wasser vom Friedhof organisiert Duschen incl Haarewaschen.
50 Liter reichen also locker für 10-15x Duschen
<G>errit
--
suche Weitwinkel fuer 4x5"
photography - art - sketches:
http://gerrit.brodmann.com
>Ich suche eine Anfängeranleitung (nach dem Motto nimm diesen Film und jenen
>Entwickler, dann klappts bestimmt) zum Einsteigen ins Selbstentwickeln.
Das ist im wesentlichen ja behandelt worden.
>Eine Entwicklerdose (von Hama glaube ich)
Auf Dichtigkeit pruefen und die Spiralen genau unter die Lupe nehmen -
ich hatte bei meinen Jobos nach 5 Jahren Gebrauch das Problem, das die
Fuehrungen gerissen waren und so den Film beim einspulen blockierten.
Jobo hat die Dinger problemlos umgetauscht.
nebst einiger mehrere Jahre alter
>Ampullen Neofin Rot (ist das noch verwendbar, oder sollte ich sowieso ieber
>etwas anderes verwenden?)
Willi Beutler - der Mann hinter dem Neofin - schrieb Anfang der 60er,
der Entwickler sei in Ordnung solange das Konzentrat klar und
ungetruebt sei. IIRC hat "totes Neofin" auch einen Braunstich.
Sind es Glasflaschen, -Ampullen oder Plastikroehrchen? Glas ist ideal,
die Plastikdinger duerften den Neofin nicht vor Verrotten bewahrt
haben.
Egal. Hebs dir fuer "was Besonderes" auf - den Kram gibt es nur mit
Glueck als Restposten.
Viele Anfaenger haben Schwierigkeiten mit Pulveransaetzen - beim
Loesen der Stoffe kann man ein paar Bolzen einbauen und sich die Sache
unnoetig erschweren. Konzentrier dich erstmal auf den
Entwicklungsprozess und nimm Fluessigansaetze und Einmalentwickler
(kipp die Loesung anschliessend in den Sammelkanister. Du schreibst
leider nicht, was fuer ein Format und welche Filme du einsetzt, daher
mehr oder minder pauschal mein Standardentwickler: Rodinal, 1+50
verduennt (statt Rodinal auch Calbe R09, quasi der gleiche Stoff).
Guenstig, einfach zu handhaben, mehr oder minder ewig haltbar
(praktisch, wenn du nicht gleich auf den Geschmack kommst, in ein oder
zwei Jahren es aber nochmal probieren moechtest ;-). Zudem kannst du
hier die verbrauchte Loesung ohne schlechtes Gewissen im Lokus
vergiessen.
Rodinal kommt aber mit Ilford Deltas und Kodak TMax-Filmen nicht ganz
so gut, da ist anderen Entwicklern der Vorzug zu geben.
>/Stephan
>
Gruss, Roman