in der Bucht ist gerade ein manuelles Minolta-Spiegeltele 800mm/f8 zu
haben. Leider fehlt der Neutralgraufilter. Alternativ kommt natürlich
eine Russentonne 1000/10 infrage. Die ist 700-800 Euro billiger.
Mein Wunsch ist, etwas für Astrofotografie zu haben und für ängstliche
Viecher (Vögel, andere Wildtiere).
Würdet ihr das Minolta nehmen? Oder warten? Oder lieber die Russentonne
nehmen?
Danke und Gruss,
Jörg
> Mein Wunsch ist, etwas für Astrofotografie zu haben und für ängstliche
> Viecher (Vögel, andere Wildtiere).
> Würdet ihr das Minolta nehmen? Oder warten? Oder lieber die
> Russentonne nehmen?
Ich mußte mir ja auch als Foto-Greenhorn 'ne Russentonne anschaffen.
1:10/1000mm, hat zu der Zeit gerade mal 280 Mark (!) gekostet. Ich
habe wirklich viel probiert, aber so gut wie kein wirklich gutes Foto
damit hinbekommen. Und das trotz schwerem Stativs und 400'er Film.
Verwacklung ist bei der Brennweite halt wirklich ein Problem, da langt
schon ein ganz leichter Wind. Kontrast und Schärfe waren auch nicht
der Hit. Ich würde mir das nochmal *gut* überlegen.
Ich weiß natürlich nicht, wie gut das Minolta abschneidet, eine
Russentonne würde ich mir aber nicht mehr kaufen.
Gruß, Jürgen
Ich habe selbst ein Beroflex 500mm, das ggf. noch mit dem Telekonverter
300-S kombiniert wird. Ich sehe die Probleme derzeit noch nicht bei der
Qualität des Objektivs, sondern eher bei der Stabilität des Stativs :)
Ist dann natürlich Blende 16.
Großer Vorteil dieser Kombination: Kosteten zusammen keine 100EUR. Wenn
es dich interessiert, kann ich mal ein-zwei Beispielbilder(ausschnitte)
online stellen.
MfG, Heiko
P.S: Für wirklich ansatzweise formatfüllende Bilder kleiner ängstlicher
Vögel reichten mir 1000mm am Wattenmeer allerdings nicht...
Ich glaub, da machen die beide keine Freude. Das Anvisieren &
Scharfstellen ist ab ca. 500mm echte Arbeit, vielleicht mal von der
'Wundertüte' abgesehen. Du wirst womöglich die Flattermänner anbinden
müssen.
>
> Ich mußte mir ja auch als Foto-Greenhorn 'ne Russentonne anschaffen.
> 1:10/1000mm, hat zu der Zeit gerade mal 280 Mark (!) gekostet. Ich
> habe wirklich viel probiert, aber so gut wie kein wirklich gutes Foto
> damit hinbekommen. Und das trotz schwerem Stativs und 400'er Film.
Ob das wirklich an der Tonne lag? In Astrokreisen hat sie einen ganz
ordentlichen Ruf. Dort gibt es auch professionelle 'Nachbesserer'
("Hauptspiegel entspannen", was immer das meinen mag).
>
> Verwacklung ist bei der Brennweite halt wirklich ein Problem, da langt
> schon ein ganz leichter Wind. Kontrast und Schärfe waren auch nicht
> der Hit. Ich würde mir das nochmal *gut* überlegen.
Für die Tonne spricht, dass man sie ähnlich wie die Wundertüte gebraucht
kaufen und ohne allzu großen Verlust wieder verkaufen kann.
mfg u.e.
(der mit der Tonne ab & an mal gern den Mond knipst -- und Mann! ist das
Biest schnell.)
>
Für Astro ne modifizierte Russentonne. IMHO dürfte das im Preis-/
Leistungsverhältnis die beste Lösung sein.
Für die Viecher nen ordentliches Tele (für welches System suchst Du
überhaupt?) und nen Tarnzelt bzw. entsprechende Fachliteratur. Die
Viecherfotografie lebt vom richtigen Ansitzen zur richtigen Zeit am
richtigen Ort. Brennweite ist da nicht alles. Wenn Deine Tarnung nicht
stimmt nützen Dir die 1000mm auch nichts. Vor allem weil Du bei f/10
nicht nur ein Stativ mit gegossenem Betonsockel brauchst, sondern auch
gleich die Viecher mit einbetonieren lassen kannst wegen der langen
Verschlußzeiten. Die stehen nämlich eher selten in der prallen Sonne,
sondern suchen meistens natürliche Deckungen bzw. sind zu eher
lichtschwachen Zeiten aktiv/unterwegs.
Die Spiegeltele haben schon viele Leute hier (und auch woanders) für die
Viecherfotografie getestet. Mehr als Testbilder, die belegen das es eher
nicht sinnvoll geht, sind dabei sehr selten entstanden. Wenns wirklich so
toll funktionieren würde, dann hätten wohl auch mehr Naturfotografen so
ein Teil und würden nicht tausende Euros in schwere Telelinsen
investieren.
--
Gruss Uwe
--------- cut here with a very sharp knife ---------
Uwe Naumann eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de
Web: http://www.vieledinge.de http://www.swllog.de
Wer so etwas behauptet, kann mit einem Spiegeltele nur
nicht umgehen. Dabei will ich gar nicht abstreiten, da�
das gar nicht so einfach ist ... aber was ist schon
einfach in der Tierfotografie?
Wer einmal absolut atemberaubende Wildtierfotos (hier:
Reiher) sehen will, die u. a. mit den Minolta RF Rokkoren
1:8/500 mm und 1:8/800 mm entstanden sind, der m�ge sich
einmal den "Minolta Mirror" des Jahres 1980 besorgen
(mein Exemplar habe ich von eBay) und sich die phanta-
stischen Spiegeltele-Bilder von Rokuo Kawakami ansehen.
Die 1980er Ausgabe des "Minolta Mirror" ist auch sonst
sehenswert. Unter anderem enth�lt sie einen sch�nen Bei-
trag von David Kilpatrick, dessen Name vielen Minolta-
und Sony-Freunden ein Begriff sein d�rfte.
-- Olaf
>> ein manuelles Minolta-Spiegeltele 800mm/f8
>
> für welches System suchst Du überhaupt?
Nachdem es das Objektiv AFAIK nur für Minolta MC gegeben hat, gibt es
da nicht viele Möglichkeiten ;)
usch
> Ob das wirklich an der Tonne lag? In Astrokreisen hat sie einen ganz
> ordentlichen Ruf. Dort gibt es auch professionelle 'Nachbesserer'
> ("Hauptspiegel entspannen", was immer das meinen mag).
Wenn der grosse Spiegel, der an IIRC 3 Punkten fixiert wird, durch
diese Fixierung unter Spannung steht, woelbt er sich suboptimal ...
-Wolfgang
Das Ding gabs auch für Leica (R), halt als Leica gelabelt, aber bei
Minolta gebaut.
> Uwe Naumann schrieb:
>> Die Spiegeltele haben schon viele
>> Leute hier (und auch woanders) für
>> die Viecherfotografie getestet.
>> Mehr als Testbilder, die belegen,
>> daß es eher nicht sinnvoll geht,
>> sind dabei sehr selten entstanden.
>
> Wer so etwas behauptet, kann mit einem Spiegeltele nur nicht umgehen.
> Dabei will ich gar nicht abstreiten, daß das gar nicht so einfach ist
> ... aber was ist schon einfach in der Tierfotografie?
Ich habe auch nicht geschrieben das es garnicht geht.
> Wer einmal absolut atemberaubende Wildtierfotos (hier: Reiher) sehen
> will, die u. a. mit den Minolta RF Rokkoren 1:8/500 mm und 1:8/800 mm
> entstanden sind, der möge sich einmal den "Minolta Mirror" des Jahres
> 1980 besorgen (mein Exemplar habe ich von eBay) und sich die phanta-
> stischen Spiegeltele-Bilder von Rokuo Kawakami ansehen.
Mag alles sein. Wenns aber wirklich die Top-Objektive wären, dann wäre
wohl die Markt-Entwicklung in den letzten 28 Jahren anders gelaufen.
An einem sonnigen Tag tagsüber mit so einer extremen Brennweite
horizontnahe größere Entfernungen überbrücken zu wollen ist eine
schlechte Idee, auch im Winter flimmert da die Luft zu stark, da
bleibt nur der Morgen.
--
HelmutFAugel
Man muss schon einen etwas eigenwilligen Geschmack haben
um Bilder die mit einem Spiegeltele aufgenommen wurden
gut zu finden ...
> Wer einmal absolut atemberaubende Wildtierfotos (hier:
> Reiher) sehen will, die u. a. mit den Minolta RF Rokkoren
> 1:8/500 mm und 1:8/800 mm entstanden sind, der möge sich
> einmal den "Minolta Mirror" des Jahres 1980 besorgen
> (mein Exemplar habe ich von eBay) und sich die phanta-
> stischen Spiegeltele-Bilder von Rokuo Kawakami ansehen.
Wenn ich atemberaubene Reiherbilder sehen will dann schau
ich mir zB. die an die es in den letzten Jahren in den BBC-
Wettbewerb geschafft haben.
Die Zeiten änders sich eben, Bilder die zB. 1990(erster
Bildband des BBC-Wettbewerbs) prämiert wurden werden seit
etlichen Jahren wegen technischer Mängel aussortiert.
> Die 1980er Ausgabe des "Minolta Mirror" ist auch sonst
> sehenswert. Unter anderem enthält sie einen schönen Bei-
> trag von David Kilpatrick, dessen Name vielen Minolta-
> und Sony-Freunden ein Begriff sein dürfte.
So um 1975 tauchte auch in National Geographic das eine oder andere
Tierbild auf das mit einem Spiegeltele aufgenommen wurde auf, aber
das ging schnell vorbei als die Nikon IF-ED Tele 3,5/400 und 5,6/600
mehr und mehr Verbreitung fanden.
--
Helmut Faugel
Vermutlich, ist lange her dass ich ein Minolta RF 8/800 gesehen
habe, kann man das Objektivbajonett relativ einfach gegen ein
anderes ersetzen, für Leica wurden soviel ich weiss auch ein paar
gebaut.
--
Helmut Faugel
> Hallo,
>
> in der Bucht ist gerade ein manuelles Minolta-Spiegeltele 800mm/f8 zu
> haben. Leider fehlt der Neutralgraufilter. Alternativ kommt natürlich
> eine Russentonne 1000/10 infrage. Die ist 700-800 Euro billiger.
> Mein Wunsch ist, etwas für Astrofotografie zu haben und für ängstliche
> Viecher (Vögel, andere Wildtiere).
Kennst Du die? ;-)
http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Russentonne/russentonne.htm
> Würdet ihr das Minolta nehmen? Oder warten? Oder lieber die Russentonne
> nehmen?
Will kein Spielverderber sein, würde aber zu "weder ... noch" tendieren: Du
bist IMO flexibler und qualitätsmäßig besser beraten mit einer 300er FB
und 'nem ordentlichen Zweifach-Konverter.
Ich selber habe ein 500er Spiegeltele (Yashica), das sich für manche
Aufgaben zwar als überraschend brauchbar erwiesen hat - aber 500 sind eben
nicht 1000mm, und viel mehr als die 100 Euro, die ich in der Bucht dafür
hingelegt habe, würde ich für so etwas nicht zahlen. Und egal, wie gut das
Minolta-Teil für diese Bauart von Objektiv sein mag - mir scheint es
geradezu aberwitzig teuer.
Beachte auch (zusätzlich zu den im Thread bereits geäußerten Bedenken), dass
Spiegelteles dazu neigen, ein typisches "Kringelmuster" im Bokeh zu
produzieren, das sich - je nach Hintergrund und Lichteinfall - mal mehr,
mal weniger störend ausnimmt. Meistens aber: störend...
Bei der Astrofotografie mag das vielleicht nicht so ins Gewicht fallen, aber
für "ängstliche Viecher" ist so ein Teil m.E. eher nicht das Gelbe vom Ei.
Grüße
Michael
> Kennst Du die? ;-)
>
> http://www.teleskop-service.de/AstroTS/Russentonne/russentonne.htm
Ähem, sorry! Ich meinte diesen Link:
http://www.strickling.net/russento.htm
Grüße
Michael
(Russentonne)
>An einem sonnigen Tag tagsüber mit so einer extremen Brennweite
>horizontnahe größere Entfernungen überbrücken zu wollen ist eine
>schlechte Idee, auch im Winter flimmert da die Luft zu stark, da
>bleibt nur der Morgen.
Gerade das kann aber auch einen Reiz haben.
Beispiel (nicht von mir) hier:
<http://nachtwunder.de/Atmosphaere/Luftspiegelung_Bodensee_Polizeiboot_05.03.06/Luftspiegelung_Bodensee_Polizeiboot_05.03.06.htm>
> An einem sonnigen Tag tagsüber mit so einer extremen Brennweite
> horizontnahe größere Entfernungen überbrücken zu wollen ist eine
> schlechte Idee, auch im Winter flimmert da die Luft zu stark, da
> bleibt nur der Morgen.
Das ist mir schon klar. Es waren ja auch keine großen Entfernungen
sondern Falken und Bussarde in freier Wildbahn. Und auch ein paar
Aufnahmen in Tiergärten. Das Stativ war wohl nicht stabil genug
und auch eine Spiegelvorauslösung hatte meine Kamera nicht.
Gruß, Jürgen
> Das Stativ war wohl nicht stabil genug
> und auch eine Spiegelvorauslösung hatte meine Kamera nicht.
Dafür kann aber das Objektiv nix :)
usch
Ja, ich hab auch schon das Geflirre über Fahrbahnen geknipst.
> Beispiel (nicht von mir) hier:
> <http://nachtwunder.de/Atmosphaere/Luftspiegelung_Bodensee_Polizeiboot_05.03.06/Luftspiegelung_Bodensee_Polizeiboot_05.03.06.htm>
Am Wochenende wollte ich das beim fotografieren definitiv nicht haben
und hab schon an mir, der Technik und anderem gezweifelt ...
--
Helmut Faugel
> Beachte auch (zusätzlich zu den im Thread bereits geäußerten Bedenken), dass
> Spiegelteles dazu neigen, ein typisches "Kringelmuster" im Bokeh zu
> produzieren, das sich - je nach Hintergrund und Lichteinfall - mal mehr,
> mal weniger störend ausnimmt. Meistens aber: störend...
> Bei der Astrofotografie mag das vielleicht nicht so ins Gewicht fallen,
Bei der Astrofotografie gipt es nur eine einzige Entfernung:
"UNENDLICH". Ob das der Mond ist oder ferne Galaxien. [1]
Und da Bokeh einen unscharfen Bereich zwingend voraussetzt ...
tritt dieses Problem bei der Astrofotografie --- so du keinen
Mist baust --- ueberhaupt gar nicht auf ...
> aber für "ängstliche Viecher" ist so ein Teil m.E. eher nicht das
> Gelbe vom Ei.
Sigma 300-800mm? :-)
-Wolfgang
[1]
Laut
http://www.erik-krause.de/schaerfe.htm
ist fuer Kleinbild bei einem 5m(!)-Objektiv und f/1.0(!) die
Hyperfokaldistanz etwa 1000km, und alles ab 500km ist dann
scharf.
Der Mond ist nur mehr als 300.000km weit weg ...
Wenn du unter 100m-Riesenteleskopen bei f/1 bleibst ... :->
Bloss führt eine feste Einstellung auf "UNENDLICH" auch in der
Astrofotografie nicht unbedingt zu scharfen Bildern.
--
Helmut Faugel
>>
>> Bei der Astrofotografie gipt es nur eine einzige Entfernung:
>> "UNENDLICH". Ob das der Mond ist oder ferne Galaxien. [1]
>
>Bloss führt eine feste Einstellung auf "UNENDLICH" auch in der
>Astrofotografie nicht unbedingt zu scharfen Bildern.
Wundert Dich das? Halt Du mal ein Objektiv mit der Brennweite
still.... 8-)
--
Fotografie und Foto - Kunst aus Braunschweig
photography - art - sketches: http://gerrit.brodmann.com
LARP macht Sexy - Mittelalter und Fantasy: http://derLARPfotograf.de
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info
> Bloss führt eine feste Einstellung auf "UNENDLICH" auch in der
> Astrofotografie nicht unbedingt zu scharfen Bildern.
'tuerlich. Aber die grossen Teleskope sind alle darauf fest
eingestellt ... und wenn die das nicht sind, brauchen die,
wie Hubble, eine Brille.
Das sollte dir zu denken geben.
:-)
-Wolfgang
Dann sollte es dir zu denken geben das selbst das Hubble Space
Telescope kein feste Einstellung auf unendlich hat:
http://www.stsci.edu/hst/wfpc2/analysis/wfpc2_history.html#Foc
--
Helmut Faugel
> Michael Jacobi <Jacobi.En...@t-online.de> wrote:
>
>> Beachte auch (zusätzlich zu den im Thread bereits geäußerten Bedenken),
>> dass Spiegelteles dazu neigen, ein typisches "Kringelmuster" im Bokeh zu
>> produzieren, das sich - je nach Hintergrund und Lichteinfall - mal mehr,
>> mal weniger störend ausnimmt. Meistens aber: störend...
>
>> Bei der Astrofotografie mag das vielleicht nicht so ins Gewicht fallen,
>
> Bei der Astrofotografie gipt es nur eine einzige Entfernung:
> "UNENDLICH". Ob das der Mond ist oder ferne Galaxien. [1]
>
> Und da Bokeh einen unscharfen Bereich zwingend voraussetzt ...
> tritt dieses Problem bei der Astrofotografie --- so du keinen
> Mist baust --- ueberhaupt gar nicht auf ...
Hasseauchwiederrecht - ich streue also Asche auf mein Haupt und ändere
zerknirscht meine Aussage in: "fällt *überhaupt* nicht ins Gewicht".
Womit das Problem der "scheuen Viecher" allerdings nach wie vor nicht gelöst
wäre... ;-)
Grüße
Michael
Hubble hat ja auch deutlich mehr Brennweite als nur läppische 5m ;)
Philipp
> Hubble hat ja auch deutlich mehr Brennweite als nur lÀppische 5m ;)
Schon mein 180er hat einen 'weichen' Anschlag bei unendlich
(Wärmeausdehung des Tubus wird extra im Handbuch erwähnt), das 500er
sowieso.
Toni
> Womit das Problem der "scheuen Viecher" allerdings nach wie vor nicht gelöst
> wäre... ;-)
Das ist einfach: Taxidermie.
-Wolfgang
>> 'tuerlich. Aber die grossen Teleskope sind alle darauf fest
>> eingestellt ... und wenn die das nicht sind, brauchen die,
>> wie Hubble, eine Brille.
>> Das sollte dir zu denken geben.
> Dann sollte es dir zu denken geben das selbst das Hubble Space
> Telescope kein feste Einstellung auf unendlich hat:
> http://www.stsci.edu/hst/wfpc2/analysis/wfpc2_history.html#Foc
Auf wieviel Kilometer schaetzt du die Naheinstellgrenze, wenn
wir da ein paar Micrometer Verschiebung haben?
"One micron of secondary mirror despace is equivalent to 0.0061
microns rms wavefront error at the HST focal plane."
-Wolfgang
Ein gewisser Herr Weisselberg hat folgendes behauptet, Zitat:
"die grossen Teleskope sind alle darauf fest eingestellt"
Und das ist eben nicht der Fall, aber dir das zu erklären halte
ich für Zeitverschwendung.
--
Helmut Faugel
> Ein gewisser Herr Weisselberg hat folgendes behauptet, Zitat:
> "die grossen Teleskope sind alle darauf fest eingestellt"
> Und das ist eben nicht der Fall, aber dir das zu erklären halte
> ich für Zeitverschwendung.
Helmut, nach derartiger Logik ist jede normale IF-Festbrennweite
ein Zoom, weil sich beim Fokussieren die Brennweite minimal
veraendert!
Aber gut, wenn du dich besser fuehlst: Hubble ist frei
fokussierbar, und kann vielleicht sogar auf 10.000km Nahgrenze
fokussiert werden. Das ist bei einem 50mm-Objektiv eine 8km
Naheinstellgrenze. Wobei das typische 50mm-Objektiv nicht wegenm
Wasserverlust aus der Strukur in den Jahrzehnten um Micrometer
schrumpft.
-Wolfgang
Was du immer noch nicht verstanden hast ist, dass man auch
auf unendlich erstmal scharfstellen können muss.
--
Helmut Faugel
Diese Scharfstellung ist aber nicht im fotografischen Sinn zu
verstehen, sondern es handelt sich um die Justierung eines
Präzisionsinstruments auf einen einzigen festen Wert, was offenbar
ungefähr alle 3 Jahre notwendig wird.
>>>> Bei der Astrofotografie gipt es nur eine einzige Entfernung:
>>>> "UNENDLICH". Ob das der Mond ist oder ferne Galaxien. [1]
>>> Bloss führt eine feste Einstellung auf "UNENDLICH" auch in der
>>> Astrofotografie nicht unbedingt zu scharfen Bildern.
>> Wundert Dich das? Halt Du mal ein Objektiv mit der Brennweite still....
>> 8-)
> Stillhalten geht gar nicht. Und außerdem gibt's ja IS.
Kann man den auf 'Nachführen' umschalten um die Erdbewegung zu
kompensieren?
Tobi
>> Diese Scharfstellung ist aber nicht im fotografischen Sinn zu
>> verstehen, sondern es handelt sich um die Justierung eines
>> Präzisionsinstruments auf einen einzigen festen Wert, was
>> offenbar ungefähr alle 3 Jahre notwendig wird.
> Dann muss es an den Standorten von Großteleskopen regelmäßig zu
> Verzerrungen in der Raumzeit kommen...
Nein, aber zu Schrumpfungen durch langsame Entwaesserung
der Konstruktion, z.B. bei Hubble. Auf der Erde hat z.B. die
Gravitation Einfluss. Wenn dich das interessiert, duerftest du ---
so du an der richtigen Stelle suchst --- Dutzende oder hunderte
von Papern dazu finden.
-Wolfgang
>> 'tuerlich. Aber die grossen Teleskope sind alle darauf fest
>> eingestellt ... und wenn die das nicht sind, brauchen die,
>> wie Hubble, eine Brille.
> Große Teleskope werden pro Nacht mindestens einmal fokussiert.
Adaptive Korrekturverfahren zur Verringerung des Einflusses
der Athmosphaere korrigieren einzelne Teilspiegel mehrere Male
pro Sekunde.
Was war nochmal die Naheinstellgrenze?
-Wolfgang
>>> Dann muss es an den Standorten von Großteleskopen regelmäßig zu
>>> Verzerrungen in der Raumzeit kommen...
>> Nein, aber zu Schrumpfungen durch langsame Entwaesserung
>> der Konstruktion, z.B. bei Hubble. Auf der Erde hat z.B. die
>> Gravitation Einfluss. Wenn dich das interessiert, duerftest du
>> --- so du an der richtigen Stelle suchst --- Dutzende oder
>> hunderte von Papern dazu finden.
> Es gibt da noch ein paar Effekte bzw. Einflüsse die deutlich
> kürzere Zeitkonstanten haben.
Verzerrungen der Raumzeit?
> Vielleicht denkst du darüber mal nach.
Temperatur ist bei Hubble --- ausser in ~180°-Lage zur Sonne ueber
mehrere Orbits --- kein ernsthaftes Problem. Vielleicht solltest
du dir die Informationen mal selber durchlesen ... sind alle
oeffendlich.
-Wolfgang
>Wolfgang Hauser wrote:
>
>> Diese Scharfstellung ist aber nicht im fotografischen Sinn zu
>> verstehen, sondern es handelt sich um die Justierung eines
>> Präzisionsinstruments auf einen einzigen festen Wert, was
>> offenbar ungefähr alle 3 Jahre notwendig wird.
>
>Dann muss es an den Standorten von Großteleskopen regelmäßig zu
>Verzerrungen in der Raumzeit kommen...
Ich hatte mich auf die von Helmut genannte URL zum HST bezogen:
http://www.stsci.edu/hst/wfpc2/analysis/wfpc2_history.html#Foc
Allerdings habe ich mir die Daten falsch gemerkt, Korrekturen erfolgen
demnach mehrmals im Jahr, was aber an meiner Interpretation nichts
ändert.
>> Ich hatte mich auf die von Helmut genannte URL zum HST bezogen:
>> http://www.stsci.edu/hst/wfpc2/analysis/wfpc2_history.html#Foc
>>
>> Allerdings habe ich mir die Daten falsch gemerkt, Korrekturen
>> erfolgen demnach mehrmals im Jahr, was aber an meiner
>> Interpretation nichts ändert.
> Oh Herr, lass Hirn... Das gilt übrigens auch für deinen
> Namensvetter.
Ja, Ja, Roland, du hast recht, das HST und alle anderen Teleskope
lassen sich natuerlich frei bis auf 24cm fokussiern.
Zufrieden?
-Wolfgang
>> Ja, Ja, Roland, du hast recht, das HST und alle anderen
>> Teleskope lassen sich natuerlich frei bis auf 24cm fokussiern.
> Mann, wenn du einen Plan hättest, würdest du nicht mit dem
> wavefront error argumentieren.
Ich habe dir doch Recht gegeben. Was willst du noch?
> Lies mal
> http://www.stsci.edu/hst/observatory/focus/mirrormoves.html iVm
> http://www.stsci.edu/hst/observatory/focus/ephemeris/02001_090.txt.
Das HST kann man leider nicht eben mal zum Canon Service
nachjustieren schicken, wenn die Struktur schrumpft (was sie
unzweifelhaft tut), da muss das halt vor Ort gemacht werden.
-Wolfgang