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HP5+ womit entwickeln?

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ka...@gmx.net

unread,
Sep 13, 1999, 3:00:00 AM9/13/99
to
Hi,

mit welcher Chemie sollte ich den am besten entwickeln?
Belichtet auf 0.5 Blenden genau (hoffentlich) mit 400 ASA.
Mittelformat.
Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu
entnehmen.

z.B. ist für beste Schärfe Ilfosol S und ID-11 (1+3) empfohlen, für
feinstes Korn Ilfotec HC oder Perceptol).
Im Falle von Ilfosol S weiß ich dann aber nicht, wie gut das Korn
wird. Wäre dann ID-11 besser?

Ich werde höchstens Abzüge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen und
mir kommt es auf Schärfe an. Korn sollte natürlich nicht
Tennisballgroß dann sein, sondern auch gut.

Die Motive sind sehr kontrastarm (Kurz vor Sonnenuntergang eines
Sommertages im Schatten).

Das gleiche Problem habe ich noch bei einem FP4+ und überlege lange,
ob ich ihn mit Perceptol oder Ilfosol S entwickel. Die Motive sind
allerdings recht kontrastreich. Ein erster Test mit Listenwerten ergab
etwas kontrastärmere Negative mit Perceptol.

thx

Kai

Gerrit Brodmann

unread,
Sep 14, 1999, 3:00:00 AM9/14/99
to
On Mon, 13 Sep 1999 19:02:35 GMT, ka...@gmx.net wrote:

>Hi,
>
>mit welcher Chemie sollte ich den am besten entwickeln?
>Belichtet auf 0.5 Blenden genau (hoffentlich) mit 400 ASA.
>Mittelformat.
>Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
>wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu

Ich nehme IDR Microphen fuer den HP5. Ob es unbedingt das Beste ist,
kann ich nicht sagen, aber als Universalentwickler mit guter
Pusheigenschaft bin ich damit zufrieden...

my 2 cents
Gerrit
--
Wer alles ernst nimmt, hat nix mehr zu lachen...
---
Konzertfotos: http://www.tu-chemnitz.de/~jea/foto/gerrit.htm
Der wirkliche Grund fuer Studiengebuehren:
http://home.braunschweig.netsurf.de/~gerrit.brodmann/studie.htm

Bernd Wahl

unread,
Sep 14, 1999, 3:00:00 AM9/14/99
to
Hi!

>Die Motive sind sehr kontrastarm (Kurz vor Sonnenuntergang eines
>Sommertages im Schatten).
Würde an Deiner Stelle zu Microphen greiffen.

>Das gleiche Problem habe ich noch bei einem FP4+ und überlege lange,
>ob ich ihn mit Perceptol oder Ilfosol S entwickel. Die Motive sind
>allerdings recht kontrastreich. Ein erster Test mit Listenwerten ergab
>etwas kontrastärmere Negative mit Perceptol.

Auf jeden Fall kein Tetenal Ultrafin für diesen Film.
Ich belichte den FP4+ immer auf ISO 200 und entwickle ihn dann
entsprechend mit Microphen. das Korn wird dabei nicht zu groß.


Gruß
Bernd

jan zitzmann

unread,
Sep 15, 1999, 3:00:00 AM9/15/99
to

On Mon, 13 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> Hi,
>
> mit welcher Chemie sollte ich den am besten entwickeln?
> Belichtet auf 0.5 Blenden genau (hoffentlich) mit 400 ASA.
> Mittelformat.


> Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
> wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu

> entnehmen.
Natürlich - in drei Abstufungen - such einfach die Richtige Liste (HP5+
Datenblatt auf der Ilfordseite oder beim Fotoladen um die Ecke)

> Ich werde höchstens Abzüge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen und
> mir kommt es auf Schärfe an. Korn sollte natürlich nicht
> Tennisballgroß dann sein, sondern auch gut.

haha - Das Korn wird aber tennisballgroß, wenn Du den HP5+ auf 50x60
vergrößerst! (außer Du hast einen Zauberentwickler in der Hinterhand, der
Tennisbälle spaltet und sie dabei nicht unscharf werden läßt!)

> Das gleiche Problem habe ich noch bei einem FP4+ und überlege lange,
> ob ich ihn mit Perceptol oder Ilfosol S entwickel. Die Motive sind
> allerdings recht kontrastreich. Ein erster Test mit Listenwerten ergab
> etwas kontrastärmere Negative mit Perceptol.

Das glaub' ich jetzt aber nicht. Hast Du den FP4 auf die
Nennempfindlichkeit von 120 belichtet? Tja, Pech - mit dem Perceptol hat
er nur noch eine Nennempfindlichkeit von 80! D.h. Du pushstden Film
nochmal mit einem Entwickler der dazu nicht geeignet ist (=Perceptol) =>
Oh boy - das gibt Kontrast!
Ist der FP4 in Perceptol tatsächlich weniger Kontrastreich, so hast Du
wahrscheinlich seine Maximaldichte noch nicht erreicht - Schade!

Bevor Du Dir so einen Kopf über Entwickler machst, nimm einfach Standard
ID-11 oder D-76 (gleiches Zeug von Kodak) und mach Deine Abzüge auf
Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
auf den Kontrast des Films aufpassen muß.

Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben
willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
macht, dann nimm doch das Zonensystem!


> thx
Keine Ursache

Jan

jan zitzmann

unread,
Sep 15, 1999, 3:00:00 AM9/15/99
to

On Tue, 14 Sep 1999, Bernd Wahl wrote:

> Hi!
> >Die Motive sind sehr kontrastarm (Kurz vor Sonnenuntergang eines
> >Sommertages im Schatten).
> Würde an Deiner Stelle zu Microphen greiffen.

Hör' bloß nicht auf den! Hast Du den HP5 auf 400 belichtet, hast Du Pech,
denn mit Microphen hat der HP5 eine Nennempfindlichkeit von 600, d.h. mit
einer Entwicklung in Microphen pullst Du den Film und er wird noch
kontrastärmer!

Jan

ka...@gmx.net

unread,
Sep 15, 1999, 3:00:00 AM9/15/99
to
On Wed, 15 Sep 1999 18:02:01 +0200, jan zitzmann <zitz...@gmx.de>
wrote:

>
>
>On Mon, 13 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:
>
>> Hi,
>>
>> mit welcher Chemie sollte ich den am besten entwickeln?
>> Belichtet auf 0.5 Blenden genau (hoffentlich) mit 400 ASA.
>> Mittelformat.
>
>> Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
>> wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu
>> entnehmen.
>Natürlich - in drei Abstufungen - such einfach die Richtige Liste (HP5+
>Datenblatt auf der Ilfordseite oder beim Fotoladen um die Ecke)

Witzbold. Die Liste meinte ich ja. Sage mir dann daraus mal, wie
scharf Perceptol im Gegensatz zu Ilfosol S Beim HP5+ ist!

Wenn Perceptol 100% Schärfe und 50% Feinkörnigkeit ergäbe, dann wäre
mir Perceptol mit vielleicht 90% Schärfe und 100% Feinkörnigkeit
lieber. Aber ich kann leider nur daraus einen Faktor meiner
Präferenzen ergründen. :-(((

>> Ich werde höchstens Abzüge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen und
>> mir kommt es auf Schärfe an. Korn sollte natürlich nicht
>> Tennisballgroß dann sein, sondern auch gut.
>
>haha - Das Korn wird aber tennisballgroß, wenn Du den HP5+ auf 50x60
>vergrößerst! (außer Du hast einen Zauberentwickler in der Hinterhand, der
>Tennisbälle spaltet und sie dabei nicht unscharf werden läßt!)

Huch. Bei Mittelformat (wie ich schrieb) sollte sich das doch im
Rahmen halten.

>> Das gleiche Problem habe ich noch bei einem FP4+ und überlege lange,
>> ob ich ihn mit Perceptol oder Ilfosol S entwickel. Die Motive sind
>> allerdings recht kontrastreich. Ein erster Test mit Listenwerten ergab
>> etwas kontrastärmere Negative mit Perceptol.
>
>Das glaub' ich jetzt aber nicht. Hast Du den FP4 auf die
>Nennempfindlichkeit von 120 belichtet? Tja, Pech - mit dem Perceptol hat
>er nur noch eine Nennempfindlichkeit von 80! D.h. Du pushstden Film

Aha. Ich hörte etwas von 100 ASA Nennempfindlichkeit. Woher bekommst
Du die Werte? Wohl nur durch einmessen der Filme mit einer bestimmten
Kamera?


>nochmal mit einem Entwickler der dazu nicht geeignet ist (=Perceptol) =>
>Oh boy - das gibt Kontrast!

Eben nicht. Die Kontraste waren beim Perceptol schwächer als beim
Ilfosol S.

>Ist der FP4 in Perceptol tatsächlich weniger Kontrastreich, so hast Du
>wahrscheinlich seine Maximaldichte noch nicht erreicht - Schade!

Wegen Unterbelichtung (125 statt 80 ASA)?
Gelten die 80 bei Rollfilm oder bei KB?


>
>Bevor Du Dir so einen Kopf über Entwickler machst, nimm einfach Standard
>ID-11 oder D-76 (gleiches Zeug von Kodak) und mach Deine Abzüge auf

Wenn das Zeug gleich ist, warum sind in den Listen andere
Entwicklungszeiten aufgeführt?
Außerdem will ich keine durchschnittlichen Ergebnisse und warum sollte
ich auf Vorzüge wie feineres Korn oder bessere Schärfe verzichten?

>Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
>auf den Kontrast des Films aufpassen muß.

Mache ich ja, aber die Negative müssen ja in einem gewissen Rahmen
bleiben, denn so hänge ich manchmal schon bei Gradation 0 und 00. Je
nachdem.
Ein Dichtemessgerät wäre vorhanden, aber wie gut/hoch sollten die
Werte sein?

>Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben
>willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
>macht, dann nimm doch das Zonensystem!

Da will ich mich auch langsam hintasten, habe aber irgendwie den
Horror vor dem Aufwand und weil ich bei der Aufnahme Grauwerte noch
recht schlecht abschätzen kann.
>
>
>> thx
>Keine Ursache
Trotzdem Danke. Hört sich ja schon sehr danach an, daß einer sich mit
diesen Entwicklern und so auskennt. Die Tips zu den
Tetenal-Entwicklern bringen halt nicht so viel :-((

Kai


Christian Praetorius

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to
On Wed, 15 Sep 1999 18:02:01 +0200, jan zitzmann <zitz...@gmx.de>
wrote:

Jan, könntest du bitte mal quoted-printable abschalten ?
Du kommst hier sonst so an:

> Ich werde h=F6chstens Abz=FCge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen un=
d
> mir kommt es auf Sch=E4rfe an. Korn sollte nat=FCrlich nicht
> Tennisballgro=DF dann sein, sondern auch gut.

Das ist dann deutlich besser zu lesen.

Danke

Christian

--
Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet,
wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf
der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreifliches ersetzt.
Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. [Douglas Adams]

Dieter Lefeling

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to
Christian Praetorius schrieb:

> Jan, könntest du bitte mal quoted-printable abschalten ?
> Du kommst hier sonst so an:
>
> > Ich werde h=F6chstens Abz=FCge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen un=
> d
> > mir kommt es auf Sch=E4rfe an. Korn sollte nat=FCrlich nicht
> > Tennisballgro=DF dann sein, sondern auch gut.

Aber wieso denn das? Du verwendest doch....
> X-Newsreader: Forte Agent 1.6/32.525
...also die Vollversion. Die kann definitiv QP.
Ich benutze hier das gleiche Programm ohne Probleme.

Sieh Dir doch Jans Nachricht nochmal an und druecke dann STRG-R.

> Das ist dann deutlich besser zu lesen.

Danach moeglicherweise. 8-)

Dieter


Christian Praetorius

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to
On Thu, 16 Sep 1999 01:14:30 +0200, Dieter Lefeling
<lefe...@icsmedia.de> wrote:

>Aber wieso denn das? Du verwendest doch....
>> X-Newsreader: Forte Agent 1.6/32.525
>...also die Vollversion. Die kann definitiv QP.
>Ich benutze hier das gleiche Programm ohne Probleme.

Das hat mich ja auch gewundert...
Und die ganzen anderen die das nicht können...

>Sieh Dir doch Jans Nachricht nochmal an und druecke dann STRG-R.
>> Das ist dann deutlich besser zu lesen.

Funzt gut...danke

Matthias Ehrle

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to

jan zitzmann schrieb in Nachricht ...


On Mon, 13 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> Hi,
>
> mit welcher Chemie sollte ich den am besten entwickeln?
> Belichtet auf 0.5 Blenden genau (hoffentlich) mit 400 ASA.
> Mittelformat.


> Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
> wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu
> entnehmen.
Natürlich - in drei Abstufungen - such einfach die Richtige Liste (HP5+
Datenblatt auf der Ilfordseite oder beim Fotoladen um die Ecke)

> Ich werde höchstens Abzüge bis 50x60 (meist aber nur 20x30) machen und


> mir kommt es auf Schärfe an. Korn sollte natürlich nicht
> Tennisballgroß dann sein, sondern auch gut.

haha - Das Korn wird aber tennisballgroß, wenn Du den HP5+ auf 50x60
vergrößerst! (außer Du hast einen Zauberentwickler in der Hinterhand, der
Tennisbälle spaltet und sie dabei nicht unscharf werden läßt!)

> Das gleiche Problem habe ich noch bei einem FP4+ und überlege lange,


> ob ich ihn mit Perceptol oder Ilfosol S entwickel. Die Motive sind
> allerdings recht kontrastreich. Ein erster Test mit Listenwerten ergab
> etwas kontrastärmere Negative mit Perceptol.

Das glaub' ich jetzt aber nicht. Hast Du den FP4 auf die
Nennempfindlichkeit von 120 belichtet? Tja, Pech - mit dem Perceptol hat
er nur noch eine Nennempfindlichkeit von 80! D.h. Du pushstden Film

nochmal mit einem Entwickler der dazu nicht geeignet ist (=Perceptol) =>
Oh boy - das gibt Kontrast!

Ist der FP4 in Perceptol tatsächlich weniger Kontrastreich, so hast Du
wahrscheinlich seine Maximaldichte noch nicht erreicht - Schade!

Bevor Du Dir so einen Kopf über Entwickler machst, nimm einfach Standard


ID-11 oder D-76 (gleiches Zeug von Kodak) und mach Deine Abzüge auf

Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
auf den Kontrast des Films aufpassen muß.

Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben


willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
macht, dann nimm doch das Zonensystem!


> thx
Keine Ursache

Jan


Matthias Ehrle

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to


> thx
Keine Ursache

Jan

Probier doch mal Emmofin ,bewältigt auch sehr hohe Kontraste, nutzt die
Emphindlichkeit sehr gut aus und arbeitet sehr feinkörnig. Das sollte für
eine 10fache Vergrößerung gut genug sein.
Ansonsten Id11, DK76, oder auch Negafin und Xtol sind bei normalen
Aufnahmekontrasten voll ausreichend.
Bei Emmofin kannst du fast immer auf normales Papier vergrößern. Du kannst
das Wandelpapier dann Kreativ nutzen und bist nicht mehr darauf angewiesen
um überhaupt ein vorzeigbares Ergebniss zu bekommen.
Gruß
Matthias


jan zitzmann

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to

On Wed, 15 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> >> Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
> >> wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu
> >> entnehmen.

> >Natürlich - in drei Abstufungen - such einfach die Richtige Liste (HP5+
> >Datenblatt auf der Ilfordseite oder beim Fotoladen um die Ecke)

> Witzbold. Die Liste meinte ich ja. Sage mir dann daraus mal, wie


> scharf Perceptol im Gegensatz zu Ilfosol S Beim HP5+ ist!

NEIN! Die Liste die Du willst ist nicht im hp5 datenblatt, sondern im
Chemie Datenblatt auf Seite 3!
http://160.79.190.117/html/us_english/pdf/film_chem.pdf



> Wenn Perceptol 100% Schärfe und 50% Feinkörnigkeit ergäbe, dann wäre
> mir Perceptol mit vielleicht 90% Schärfe und 100% Feinkörnigkeit
> lieber.

und wie skalierst Du das?
Mompls - ich dachte Schärfe wird in Linienpaaren/mm und Korn in mittlerer
Korngröße gemessen?

> >Bevor Du Dir so einen Kopf über Entwickler machst, nimm einfach Standard
> >ID-11 oder D-76 (gleiches Zeug von Kodak) und mach Deine Abzüge auf

> Wenn das Zeug gleich ist, warum sind in den Listen andere
> Entwicklungszeiten aufgeführt?

Weil's jemand anderes ausgetestet hat! Schau Dir die Rezepte an und Du
wirst sehen - ID!!==D-78

> Außerdem will ich keine durchschnittlichen Ergebnisse und warum sollte
> ich auf Vorzüge wie feineres Korn oder bessere Schärfe verzichten?

Das tust Du doch nicht! ID-11 ist schärfer als Perceptol und gibt
feineres Korn als Microphen!
Du kriegst aber nie hohe SChärfe und kleines Korn - das liegt an der
Wirkungsweise von Feinkornentwicklern: Die entwickeln das Silberkorn
außen, der Fixer lößt dann das Silbersaly und das Korn zerbröselt
-> kleine Körner, die weiter verstreut sind (jetzt mal einfach
ausgedrückt).
Also schließe einen Kompromiß zwischen feinem Korn und Schärfe und
verwende ID-11 => keine Probleme!

> >Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
> >auf den Kontrast des Films aufpassen muß.

> Mache ich ja, aber die Negative müssen ja in einem gewissen Rahmen
> bleiben, denn so hänge ich manchmal schon bei Gradation 0 und 00. Je
> nachdem.

Das kommt seltenst vor, verwendest Du einen Standardentwickler wie ID-11,
denn die sind für einfaches Handling konzipiert. Wenn Du experimentieren
willst, lernst Du mehr, aber es haut Dich auch mal auf die Schnauze (wie
mich auch!). Besser vorher die Datenblätter zur Chemie lesen!

> Ein Dichtemessgerät wäre vorhanden, aber wie gut/hoch sollten die
> Werte sein?

Und warum machst Du dann nicht in Zonensystem?

> >Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben
> >willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
> >macht, dann nimm doch das Zonensystem!

> Da will ich mich auch langsam hintasten, habe aber irgendwie den
> Horror vor dem Aufwand und weil ich bei der Aufnahme Grauwerte noch
> recht schlecht abschätzen kann.

Du hast doch ein Densitometer - da mußt Du doch nichts abschätzen! Hätte
ich eins, so hätte ich meine Filme schon längst eingemessen, denn einmal
eingemessen kannst Du alle Abzüge auf Gradation 3 bei 10s und Blend 8
machen (oder was sonst Dein Standard war).


Rainer Fraedrich

unread,
Sep 16, 1999, 3:00:00 AM9/16/99
to
In article <7rqlgk$73n$3...@news.online.de>,

"Matthias Ehrle" <ehrl...@online.de> writes:
>
> jan zitzmann schrieb in Nachricht ...
>
>
> On Mon, 13 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> Probier doch mal Emmofin ,bewältigt auch sehr hohe Kontraste, nutzt die
> Emphindlichkeit sehr gut aus und arbeitet sehr feinkörnig.

Das mit dem "sehr feinkoernig" in Bezug auf Emofin habe ich selbst
nie nachvollziehen koennen. Sehr gute Empfindlichkeits-Ausnutzung: ja,
sehr gute Kontrastbegrenzung in den Lichtern: ja, aber besonders
feinkoernig kommt mir der HP5+ in Emofin (verglichen mit ID-11) nicht
vor.

Nebenbei: Es ist interessant, dass in den neueren Tetenal-Produkt-Infos
zu Emofin nichts mehr von "Feinkorn-Entwickler" zu lesen ist.
In einem aelteren Emofin-Heftchen stand noch was noch einem
empfindlichkeitssteigernden, ausgleichenden Feinkornentwickler.
Jetzt wird er als empfindlichkeitssteigernder Ausgleichsentwickler
beschrieben (ohne Erwaehnung von Feinkoernigkeit).

Bye, RaiFra.

--
Rainer Fraedrich mailto:rai...@fh-friedberg.de
http://raifra.fh-friedberg.de ICQ: 29418957 (raifra)


ka...@gmx.net

unread,
Sep 17, 1999, 3:00:00 AM9/17/99
to
On Thu, 16 Sep 1999 14:42:22 +0200, in de.rec.fotografie you wrote:

>
>
>On Wed, 15 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:
>
>> >> Nun gibt es zwar diese schöne Liste von Ilford, welcher Entwickler
>> >> wozu ist, aber wie stark die Unterschiede sind, ist daraus nicht zu
>> >> entnehmen.
>
>> >Natürlich - in drei Abstufungen - such einfach die Richtige Liste (HP5+
>> >Datenblatt auf der Ilfordseite oder beim Fotoladen um die Ecke)

>NEIN! Die Liste die Du willst ist nicht im hp5 datenblatt, sondern im

Hmmm. Ok, sowas gibt es auch auf der Broschüre über Filmentwicklung
allgemein (von Ilford). Allerdings war mir das noch etwas zu ungenau.
Außerdem erhoffte ich mir durch diesen Aufruf auch die Information
über bereits erprobte und bewährte Kombinationen.

Leider ist die Broschüre von 1995 und erweckt wenig Vertrauen, wenn
beim FP4+ für KB und Rollfilm die gleichen Zeiten angeben sind, denn
in allen anderen Broschüren sind für Rollfilm längere Zeiten angegeben
(ca. 30-50% länger). Argl.
Aber das scheint bei Ilford häufiger zu passieren, denn für Ilfosol S
und FP4+ bei Rollfilm gibt es einmal die Angabe von 6 min. (Verpackung
Ilfosol S) und einmal 6:30 min. (Datenblatt FP4+). Wem soll man
trauen, wenn nicht Ilford selbst?

>> Wenn Perceptol 100% Schärfe und 50% Feinkörnigkeit ergäbe, dann wäre
>> mir Perceptol mit vielleicht 90% Schärfe und 100% Feinkörnigkeit
>> lieber.
>
>und wie skalierst Du das?
>Mompls - ich dachte Schärfe wird in Linienpaaren/mm und Korn in mittlerer
>Korngröße gemessen?

Es war nur ein Beispiel gemessen in der Erreichbarkeit des Faktors.
100% Schärfe waren als maximal mögliche Schärfe gemeint.

>> >Bevor Du Dir so einen Kopf über Entwickler machst, nimm einfach Standard
>> >ID-11 oder D-76 (gleiches Zeug von Kodak) und mach Deine Abzüge auf
>> Wenn das Zeug gleich ist, warum sind in den Listen andere
>> Entwicklungszeiten aufgeführt?
>
>Weil's jemand anderes ausgetestet hat! Schau Dir die Rezepte an und Du
>wirst sehen - ID!!==D-78

ID11==D78 wurde mir auch immer gesagt, aber in jeder Liste (auch der
von Ilford) werden halt andere Zeiten angegeben. Es zeigt sich also,
daß die Entwickler eigentlich alle sehr tolerant sind.


>
>> Außerdem will ich keine durchschnittlichen Ergebnisse und warum sollte
>> ich auf Vorzüge wie feineres Korn oder bessere Schärfe verzichten?
>
>Das tust Du doch nicht! ID-11 ist schärfer als Perceptol und gibt
>feineres Korn als Microphen!
>Du kriegst aber nie hohe SChärfe und kleines Korn - das liegt an der
>Wirkungsweise von Feinkornentwicklern: Die entwickeln das Silberkorn
>außen, der Fixer lößt dann das Silbersaly und das Korn zerbröselt
>-> kleine Körner, die weiter verstreut sind (jetzt mal einfach
>ausgedrückt).
>Also schließe einen Kompromiß zwischen feinem Korn und Schärfe und
>verwende ID-11 => keine Probleme!

Hmmm. Beim FP4+ sind sowohl für rundum beste Bildqualität, beste
Feinkörnigkeit und beste Schärfe der Ilfosol angegeben. Das machte die
Entscheidung einfacher.


>
>> >Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
>> >auf den Kontrast des Films aufpassen muß.
>> Mache ich ja, aber die Negative müssen ja in einem gewissen Rahmen
>> bleiben, denn so hänge ich manchmal schon bei Gradation 0 und 00. Je
>> nachdem.
>
>Das kommt seltenst vor, verwendest Du einen Standardentwickler wie ID-11,
>denn die sind für einfaches Handling konzipiert. Wenn Du experimentieren
>willst, lernst Du mehr, aber es haut Dich auch mal auf die Schnauze (wie
>mich auch!). Besser vorher die Datenblätter zur Chemie lesen!
>
>> Ein Dichtemessgerät wäre vorhanden, aber wie gut/hoch sollten die
>> Werte sein?
>
>Und warum machst Du dann nicht in Zonensystem?

Wie? Wo gibt es gute Bücher in Berlin für Fotografie, so daß man vor
dem Kauf reinschauen kann, ob es verständlich ist.
Im Netz finde ich nichts ausführliches dazu.


>
>> >Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben
>> >willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
>> >macht, dann nimm doch das Zonensystem!
>> Da will ich mich auch langsam hintasten, habe aber irgendwie den
>> Horror vor dem Aufwand und weil ich bei der Aufnahme Grauwerte noch
>> recht schlecht abschätzen kann.
>
>Du hast doch ein Densitometer - da mußt Du doch nichts abschätzen! Hätte

Ich muß doch abschätzen, was für ein Grauwert bestimmte Bildteile
später haben sollen, damit ich dementsprechend meine Entwicklung dann
anpasse. Hmmmm.

>ich eins, so hätte ich meine Filme schon längst eingemessen, denn einmal
>eingemessen kannst Du alle Abzüge auf Gradation 3 bei 10s und Blend 8
>machen (oder was sonst Dein Standard war).

Hmmm. Hört sich gut an.

Gruß

Kai

ka...@gmx.net

unread,
Sep 17, 1999, 3:00:00 AM9/17/99
to
On Thu, 16 Sep 1999 14:42:22 +0200, jan zitzmann <zitz...@gmx.de>
wrote:

>NEIN! Die Liste die Du willst ist nicht im hp5 datenblatt, sondern im
>Chemie Datenblatt auf Seite 3!
>http://160.79.190.117/html/us_english/pdf/film_chem.pdf

Eine Frage noch. Im Grunde würde mir die Liste reichen, aber die
Entwickler verhalten sich doch mit den verschiedenen Filmen anders!
Sonst würden bei den einzelnen Filmblättern nicht noch spezielle
Empfehlungen für Schärfe, Korn, etc.

Insofern bräuchte ich obige Liste für jeden Filmtyp, dann wäre ich
zufrieden. :-))

Gruß

Kai

Stefan Kahlert

unread,
Sep 18, 1999, 3:00:00 AM9/18/99
to
ka...@gmx.net wrote:

>Insofern bräuchte ich obige Liste für jeden Filmtyp, dann wäre ich
>zufrieden. :-))

Du willst eben doch das Ilford Fact Sheet PanF, FP4, HP5 lesen :-). Da
werden die Kombinationen mit allen Ilford Entwicklern angegeben und
auch die Zeiten für ein paar Entwickler von Agfa und Kodak.

Das gleiche Pamphlet gibt es auch für die Deltas.


bis dann

Stefan


ka...@gmx.net

unread,
Sep 18, 1999, 3:00:00 AM9/18/99
to
On Sat, 18 Sep 1999 12:47:25 GMT, S.Ka...@gmx.de (Stefan Kahlert)
wrote:

Arglllllll. Damit fing doch mein Problem an!
Lies doch die anderen Postings, dann weißt Du, was ich meine.
Aus den empfohlenen Tabellen für die Filmsorten, kann ich in erster
Linie nur ableiten, _welcher_ Entwickler für einen bestimmten Faktor
(Schärfe, Korn, etc.) am besten ist.

Nun habe ich vielleich zwei Präferenzen und ich möchte genau wissen,
wie gut der Entwickler für beste Schärfe beim Korn ist oder wie gut
der bester Korn-Entwickler bei Schärfe ist.
Und da kriege ich nur eine allgemeine Liste für die Entwickler, die
aber anscheinend bei verschiedenen Filmtypen doch sich immer etwas
anders verhalten.

Hoffentlich versteht mich jemand oder erwarte ich einfach nur zu viel?

Kai

Alexander Selzer

unread,
Sep 18, 1999, 3:00:00 AM9/18/99
to
ka...@gmx.net wrote:
> Aber das scheint bei Ilford häufiger zu passieren, denn für Ilfosol S
> und FP4+ bei Rollfilm gibt es einmal die Angabe von 6 min. (Verpackung
> Ilfosol S) und einmal 6:30 min. (Datenblatt FP4+). Wem soll man
> trauen, wenn nicht Ilford selbst?

Das zeigt auch wieder mal, daß die angegebenen Zeiten _Anhaltswerte_
sind. Bei der Filmentwicklung gibt es schließlich bedeutend mehr
Einflüsse als nur Zeit und Temperatur: Bewegung (wie schwungvoll wird
gekippt?), wird ein Unterbrecherbad verwendet? Wenn nicht, ist die
Zwischenwässerung in der Entwicklungszeit enthalten oder nicht? Welche
Dose, welches Volumen, wieviel Entwickler?

Ob es nun 6 Minuten oder 6:30 oder vielleicht 7 Minuten heißt, ist
letztendlich egal. Wichtig ist, daß man selbst alle Parameter immer
beibehält und so konstante und abschätzbare Ergebnisse erhält.

Ich war zu Anfang auch etwas verunsichert, weil Calbe bei ihren
Entwicklern Von-bis-Zeiten angibt, also z.B. für FP4 in R09 (1+40;
entspr. Rodinal) werden 12 bis 14 Minuten angegeben. Aber das ist
durchaus sinnvoll so.

Gruß,
Alex
--
Alexander Selzer
http://photokine.home.pages.de/

jan zitzmann

unread,
Sep 20, 1999, 3:00:00 AM9/20/99
to

On Fri, 17 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> >> >Kontrastwandelpapier, das wurde nämlich erfunden, damit man nicht so sehr
> >> >auf den Kontrast des Films aufpassen muß.
> >> Mache ich ja, aber die Negative müssen ja in einem gewissen Rahmen
> >> bleiben, denn so hänge ich manchmal schon bei Gradation 0 und 00. Je
> >> nachdem.
> >Das kommt seltenst vor, verwendest Du einen Standardentwickler wie ID-11,
> >denn die sind für einfaches Handling konzipiert. Wenn Du experimentieren
> >willst, lernst Du mehr, aber es haut Dich auch mal auf die Schnauze (wie
> >mich auch!). Besser vorher die Datenblätter zur Chemie lesen!
> >
> >> Ein Dichtemessgerät wäre vorhanden, aber wie gut/hoch sollten die
> >> Werte sein?
> >Und warum machst Du dann nicht in Zonensystem?
> Wie? Wo gibt es gute Bücher in Berlin für Fotografie, so daß man vor
> dem Kauf reinschauen kann, ob es verständlich ist.
> Im Netz finde ich nichts ausführliches dazu.

Englische Resourcen hören auf "Zonesystem" - und es gibt ausführliche
Kurse im Web!! Und Bücher über das Zonensystem kann dir auch der gute
Fotoladen um die Ecke empfehlen!

> >> >Wenn Dich das nicht befriedigt und Du die perfekten Negative haben
> >> >willst, die man einfach in den Vergrößerer legt und o.B.d.H Abzüge
> >> >macht, dann nimm doch das Zonensystem!
> >> Da will ich mich auch langsam hintasten, habe aber irgendwie den
> >> Horror vor dem Aufwand und weil ich bei der Aufnahme Grauwerte noch
> >> recht schlecht abschätzen kann.
> >Du hast doch ein Densitometer - da mußt Du doch nichts abschätzen! Hätte
> Ich muß doch abschätzen, was für ein Grauwert bestimmte Bildteile
> später haben sollen, damit ich dementsprechend meine Entwicklung dann
> anpasse. Hmmmm.

NEIN! Im Zonensystem legst Du duch Belichtung _und_ Entwicklung fest, in
welchen Bildteilen (Lichter+Schatten) Du noch Zeichnung haben willst.
D.h. Du belichtest (je nachdem, wie Du Deinen Prozeß ausgemessen hast)
auf die Dunkelste/hellst Stelle Deines Objekts!

> >ich eins, so hätte ich meine Filme schon längst eingemessen, denn einmal
> >eingemessen kannst Du alle Abzüge auf Gradation 3 bei 10s und Blend 8
> >machen (oder was sonst Dein Standard war).
> Hmmm. Hört sich gut an.


Jan

jan zitzmann

unread,
Sep 20, 1999, 3:00:00 AM9/20/99
to

On Fri, 17 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> On Thu, 16 Sep 1999 14:42:22 +0200, jan zitzmann <zitz...@gmx.de>
> wrote:
>
> >NEIN! Die Liste die Du willst ist nicht im hp5 datenblatt, sondern im
> >Chemie Datenblatt auf Seite 3!
> >http://160.79.190.117/html/us_english/pdf/film_chem.pdf
> Eine Frage noch. Im Grunde würde mir die Liste reichen, aber die
> Entwickler verhalten sich doch mit den verschiedenen Filmen anders!
> Sonst würden bei den einzelnen Filmblättern nicht noch spezielle
> Empfehlungen für Schärfe, Korn, etc.

Filme haben alle Siblersalzkörner und die werden mit verschiedenen
Entwicklern verschieden entwickelt (Oberflächen- oder Durchentwickelt im
wesentlichen!). Ergo: Gibt Entwickler A bei Film I groberes
Korn und bessere Schärfe als Entwickler B, so gibt Entwickler A auch bei
Film II groberes Korn und bessere Schärfe als Entwickler B
Schärfe und Korn hängen i.A. auch weniger von der Entwicklungszeit als
vom Entwicklertyp!

> Insofern bräuchte ich obige Liste für jeden Filmtyp, dann wäre ich
> zufrieden. :-))

Somit brauchst Du die Liste nicht um Info über Korn und Schärfe zu
bekommen, sondern um Info über Gamma vs. Entwicklungszeit für
verschiedene Entwickler-Film Kombis - und die sind i.A. schon verfügbar
- zumindest bei Agfa ;-)

Jan

jan zitzmann

unread,
Sep 20, 1999, 3:00:00 AM9/20/99
to

On Sat, 18 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> >Du willst eben doch das Ilford Fact Sheet PanF, FP4, HP5 lesen :-). Da
> >werden die Kombinationen mit allen Ilford Entwicklern angegeben und
> >auch die Zeiten für ein paar Entwickler von Agfa und Kodak.

> Arglllllll. Damit fing doch mein Problem an!
> Lies doch die anderen Postings, dann weißt Du, was ich meine.
> Aus den empfohlenen Tabellen für die Filmsorten, kann ich in erster
> Linie nur ableiten, _welcher_ Entwickler für einen bestimmten Faktor
> (Schärfe, Korn, etc.) am besten ist.

HIHI!

> Nun habe ich vielleich zwei Präferenzen und ich möchte genau wissen,
> wie gut der Entwickler für beste Schärfe beim Korn ist oder wie gut
> der bester Korn-Entwickler bei Schärfe ist.

Und ich unterstreich noch (ein letztes) einmal: Schärfe und
Feinkörnigkeit sind in Bezug auf die Entwicklerwahl konkurrierende Ziele!
Das ist so und unabänderlich
Also für die, die's immer noch nicht kapiert haben:
viel scharf => Korn groß
Korn Klein => wenig scharf
(ist also umgekeht wie beim Pfeffer - Witzla g'riss'n)

Also schließ den Kompromiß und nehm ID11=D76 (den man sogar in der
Algerischen Savanne kriegt und als Pulver super haltbar ist) oder Ilfosol
S (der einfacher anzusetzen ist, den man aber nicht einmal in den USA
bekommt!)

Jan

Stefan Kahlert

unread,
Sep 20, 1999, 3:00:00 AM9/20/99
to
ka...@gmx.net wrote:

>Hoffentlich versteht mich jemand oder erwarte ich einfach nur zu viel?

Letzteres. Aber das gibt sich ;-). Probier einen Film mal mit zwei bis
drei Entwicklern (Empfehlung: Rodinal, ID11, Perceptol) und vergleiche
die Ergebnisse. Dann bekommst Du ein Gefühl für die Sache und
verstehst auch, warum solche Angaben ziemliche Haarspalterei wären.


Bis dann

Stefan


jan zitzmann

unread,
Sep 21, 1999, 3:00:00 AM9/21/99
to

Genau - aber vergleich die fertigen, nach Deinen Vorstellungen
gefilterten und belichteten Abzüge (im Format 30x40 von KB oder 70x90 von
MF). Nur so kannst Du Korn und Schärfe beurteilen - und nicht die
Negativdichte/-kontrast!

Jan

ka...@gmx.net

unread,
Sep 21, 1999, 3:00:00 AM9/21/99
to
Leider habe ich nicht mehr das letzte Posting, so daß ich mich hier
etwas freier auf deine Msg beziehen muß:

Du sagtest, daß die Entwickler bei allen Filmen die gleichen
Eigenschaften haben (mehr Schärfe, weniger Korn, etc.), aber warum
sind dann in den Filmlisten von Ilford für die Filme unterschiedliche
Entwickler empfohlen? Ok, es gibt welche, die sollen für alle Filme
gehen, aber dann gibt es noch welche, die speziell bei dem einen Film
optimal sein sollen. Das widerspricht doch deiner Logik!

Gruß

Kai

jan zitzmann

unread,
Sep 22, 1999, 3:00:00 AM9/22/99
to

On Tue, 21 Sep 1999 ka...@gmx.net wrote:

> Du sagtest, daß die Entwickler bei allen Filmen die gleichen
> Eigenschaften haben (mehr Schärfe, weniger Korn, etc.), aber warum
> sind dann in den Filmlisten von Ilford für die Filme unterschiedliche
> Entwickler empfohlen? Ok, es gibt welche, die sollen für alle Filme
> gehen, aber dann gibt es noch welche, die speziell bei dem einen Film
> optimal sein sollen. Das widerspricht doch deiner Logik!

Nein! Ein Feinkornentwickler bleibt ein Feinkornentwickler, egal welchen Film
man entwickelt (-> feines Korn, geringere Schärfe). Ein
empfindlichkeitssteigernder Durchentwickler bleibt ein solcher, egal welchen
Film man entwickelt (-> grobes Korn, höhere schärfe). Diese beiden Typen sind
wohl die extreme. Dazwischen gibt es eine ganze Palette von
Kompromißentwicklern (u.a. ID11=D76) - und neben Metol und Hydrochinon
natürlich auch noch anderer Entwicklersubstanzen (z.B. stellt Kodak einen
Vitamin C Entwickler her), die ggf anders funktionieren.

Des weiteren gibt es noch verschiedene Filmtypen (wie Du sicher weißt):
konventionellen und T-Kristall (Core-shell) stellen die Hauptgruppen dar
und diese verhalten sich auf grund der verschiedenen Silberkristaltypen
unterschiedlich. Viele Hersteller empfehlen gerade deshalb insb. für
moderne t-kristall Filme speziell dafür designte Entwickler - und ich
denke das es auch Sinn mach die zu verwenden (grain of salt: Kodak sagt
T-Max Filme mit T-Max Entwickler zu baden, d.h. doppelter Gewinn für die
gleiche Firma - hört sich nach Marketingstrategie an)

Also ganz so einfach ist das nicht. ABER die Chemie, die sich
während des Entwickelns in der Emulsion abspielt bleibt i.A. die
gleiche und wenn man darüber etwas bescheid weiß, ist man dem richtigen
Entwickler schon ein Stück näher!

Jan


Gerrit Brodmann

unread,
Sep 22, 1999, 3:00:00 AM9/22/99
to
Ich bin gerade dabei den HP5 auf Microdol X Pro einzutesten. Die 1.
Entwicklung darin war eher ein "Versehen" (hatte gerade keinen anderen
Entwickler), sah aber vielversprechend aus, obwohl "etwas"
Kontrastarm. (je 1x6 Min. und 1x 8 Min in Konzentrat bei 20°)
Jetzt habe ich mal einen Film 12 Minuten entwickelt. Sieht schon
bessser aus.

Werde demnaechst mal Abzuege machen...

Dieter Lefeling

unread,
Sep 22, 1999, 3:00:00 AM9/22/99
to
Gerrit Brodmann schrieb:

> Ich bin gerade dabei den HP5 auf Microdol X Pro einzutesten.

Bringt nix. HP5 ist schon von sich aus kein Wunder an Schaerfe und
Feinkoernigkeit. Mit Feinstkornentwicklern a la Microdol-X wird das
allenfalls etwas besser, geht aber wie ueblich auf andere Eigenschaften.

Falls Du die genannten Eigenschaften verbessern willst, nimm lieber
einen Film, der "von sich aus" mehr bietet, etwa Neopan 400. Oder den
Delta 400, meinetwegen auch TMax 400. Diese Filme, normal in Standard-
entwicklern entwickelt, sollten ein vergleichbares oder gar besseres
Ergebnis mit weniger Gehampel und besserer Empfindlichkeitsausnutzung
liefern.

> Die 1. Entwicklung
> darin war eher ein "Versehen" (hatte gerade keinen anderen
> Entwickler), sah aber vielversprechend aus, obwohl "etwas"
> Kontrastarm. (je 1x6 Min. und 1x 8 Min in Konzentrat bei 20°)
> Jetzt habe ich mal einen Film 12 Minuten entwickelt. Sieht schon
> bessser aus.

Vorsicht bei Microdol-X-Negativen: Es kann sein, dass die Negative etwas
"braeunlicher" wirken als mit anderen Entwicklern. Das sieht dann zwar
"duenn" aus, hat aber eine merklich hoehere *Kopier*dichte (also das,
was fuer das Fotopapier wirksam ist - ist schliesslich gelb-blind).

Dieter


Sebastian Schmidt

unread,
Sep 22, 1999, 3:00:00 AM9/22/99
to
ka...@gmx.net wrote:

> Du sagtest, daß die Entwickler bei allen Filmen die gleichen
> Eigenschaften haben (mehr Schärfe, weniger Korn, etc.), aber warum
> sind dann in den Filmlisten von Ilford für die Filme unterschiedliche
> Entwickler empfohlen? Ok, es gibt welche, die sollen für alle Filme
> gehen, aber dann gibt es noch welche, die speziell bei dem einen Film
> optimal sein sollen. Das widerspricht doch deiner Logik!

Noe, warum? Schliesslich nimmt man ja bestimmte Filme, um bestimmte
Eigenschaften zu erreichen. Einen 50-ASA-Feinkorn-Film wird sicher
kaum einer auf 200 ASA pushen wollen, hier steht eher Feinkoernigkeit
als Empfindlichkeit im Vordergrund. Bei einem 3200´er dagegen strebt
man moeglicherweise eine gute Empfindlichkeitsausnutzung an, waehrend
man ein grobes Korn in Kauf nimmt.


Sebastian.

ka...@gmx.net

unread,
Sep 22, 1999, 3:00:00 AM9/22/99
to
On Wed, 22 Sep 1999 18:04:08 +0200, Sebastian Schmidt <ses...@gmx.de>
wrote:

Aber laut Listen von Ilford ist für höchste Schärfe bei PAN F, FP4+,
HP5+ generell der ID-11 (1+3) am besten.
Nun aber der Haken: Speziell beim PAN F soll Ilfotec HC (1+31) auch am
optimalsten sein, beim FP4+ allerdings der Ilfosol S! DAS widerspricht
deiner Logik, daß alle Entwickler bei allen Filmen sich prinzipiell
gleich verhalten. Klar, dass die Ergebnisse bei verschiedenen Filmen
verschieden sind.
So geht nun die Liste weiter und wir sind wieder am Anfang von meinem
1. Posting.

Gruß

Kai

Gerrit Brodmann

unread,
Sep 23, 1999, 3:00:00 AM9/23/99
to
On Wed, 22 Sep 1999 20:14:03 +0200, Dieter Lefeling
<lefe...@icsmedia.de> wrote:

>Gerrit Brodmann schrieb:
>
>> Ich bin gerade dabei den HP5 auf Microdol X Pro einzutesten.
>
>Bringt nix. HP5 ist schon von sich aus kein Wunder an Schaerfe und
>Feinkoernigkeit. Mit Feinstkornentwicklern a la Microdol-X wird das
>allenfalls etwas besser, geht aber wie ueblich auf andere Eigenschaften.

Den HP5 habe ich gerade als 16mm Material da und es bringt IMO eine
ganze Menge im Vergleich zu Microphen. Ich war schon am ueberlegen, ob
das 16mm Material evtl eine andere Emulsion ist, so gravierend sind
die Unterschiede. Muss demnaechst mal einen KB-Film damit
ausprobieren.
Wenn meine Schneidemaschine fertig ist, werden auch andere Filme
gecuttet und in der Pentax verbraten. Bis dahin liefert der Kinefilm
gute Ergebnisse...

>Falls Du die genannten Eigenschaften verbessern willst, nimm lieber
>einen Film, der "von sich aus" mehr bietet, etwa Neopan 400. Oder den
>Delta 400, meinetwegen auch TMax 400. Diese Filme, normal in Standard-
>entwicklern entwickelt, sollten ein vergleichbares oder gar besseres
>Ergebnis mit weniger Gehampel und besserer Empfindlichkeitsausnutzung
>liefern.

s.o.

>> Die 1. Entwicklung
>> darin war eher ein "Versehen" (hatte gerade keinen anderen
>> Entwickler), sah aber vielversprechend aus, obwohl "etwas"
>> Kontrastarm. (je 1x6 Min. und 1x 8 Min in Konzentrat bei 20°)
>> Jetzt habe ich mal einen Film 12 Minuten entwickelt. Sieht schon
>> bessser aus.
>Vorsicht bei Microdol-X-Negativen: Es kann sein, dass die Negative etwas
>"braeunlicher" wirken als mit anderen Entwicklern. Das sieht dann zwar
>"duenn" aus, hat aber eine merklich hoehere *Kopier*dichte (also das,
>was fuer das Fotopapier wirksam ist - ist schliesslich gelb-blind).

Braunlich? Sieht bei dem Licht eher leicht lila aus, kann aber auch am
Leuchtobst liegen 8-)
Nee, das "Weiche" habe ich auch im Kopieren gemerkt. Gradation bei
MG-Papier musste auf Max gestellt werden, damit genug Schwaerze
reinkam, ohnd die Lichter zu vergrauen...

War also wirklich etwas weich der Film...

Dieter Lefeling

unread,
Sep 23, 1999, 3:00:00 AM9/23/99
to
Gerrit Brodmann schrieb:

> >Bringt nix. HP5 ist schon von sich aus kein Wunder an Schaerfe und
> >Feinkoernigkeit. Mit Feinstkornentwicklern a la Microdol-X wird das
> >allenfalls etwas besser, geht aber wie ueblich auf andere Eigenschaften.

> Den HP5 habe ich gerade als 16mm Material da und es bringt IMO eine
> ganze Menge im Vergleich zu Microphen.

Ja klar - in Vergleich zu einem Entwickler wie Microphen, der fuer alles
andere, nur nicht maximale Bildqualitaet ausgelegt ist. Dafuer sind
Typen wie Perceptol und Microdol schliesslich da. Mit "Bringt nix"
meinte ich den Vergleich zu von vornherein besseren Filmen in anderen
Entwicklern, die auch nicht auf Eigenschaften wie die so wichtige
Tonwertwiedergabe gehen. Konkret: ich wuerde eher einen TMax 100 etwas
pushen oder in Microphen/Atomal oder wasauchimmer auf 200 bringen als
HP5+ in Perceptol baden. Oder noch besser, gleich einen besseren Film
wie TMax 400, Delta 400 oder Neopan 400 verwenden. Auch wenn Du mit den
Ergebnissen HP5+ in Microdol gut zufrieden bist: Gegen einen besseren
Film im Standardentwickler kannst Du kaum anentwickeln. Probier's doch.

> Ich war schon am ueberlegen,

^^^^^^^^^^^^^
Ah, der heimliche Westfale spricht... 8-)
"am Ueberlegen dranne zugange bei" ?

> War also wirklich etwas weich der Film...

Na denn: gib ihm. 8-)

Dieter


Stefan Kahlert

unread,
Sep 23, 1999, 3:00:00 AM9/23/99
to
ka...@gmx.net wrote:

>Aber laut Listen von Ilford ist für höchste Schärfe bei PAN F, FP4+,
>HP5+ generell der ID-11 (1+3) am besten.
>Nun aber der Haken: Speziell beim PAN F soll Ilfotec HC (1+31) auch am
>optimalsten sein, beim FP4+ allerdings der Ilfosol S! DAS widerspricht
>deiner Logik, daß alle Entwickler bei allen Filmen sich prinzipiell

Ne, ne. Das widerspricht nicht Sebastians Logik, sondern entspricht
den Ansprüchen der Praxis:
Ilfotec HC ist kein Wunder an Feinkörnigkeit, was sich bei einem
feinkörnigen Film wie Pan F aber nicht verheerend auf das Bildergebnis
auswirkt, andere Eigenschaften des Ilfotec können hier bedenkenlos
ausgespielt werden (Extrem feinkörnige Filme wie Delta 100 verkraften
auch einen Müsliaufguss aehh... Entwicklung in Rodinal).
Bei FP4 ist das Korn aber schon "ab Werk" nicht so fein, weshalb ein
Flüssigentwickler empfohlen wird, der das Korn weniger betont, in
diesem Fall eben Ilfosol.

Der Charakter der Entwickler bleibt konstant, mit anderen
Ausgangsbedingungen (Film, gewünschter Effekt), ist der aber einmal
wünschenswert und einmal wieder nicht.

Ich sage es gerne nochmal: Wenn Du selbst ein wenig experiemntierst,
erledigen sich all diese Fragen ziemlich schnell von selbst und Du
wirst wissen, wie diese Aussage zustande kommen. Daran führt kein Weg
vorbei :-).


bis dann

Stefan


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