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[S] Digitalkamera ohne Akku, möglichst manuell

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Martina Eckner

unread,
Jun 4, 2010, 8:17:11 AM6/4/10
to
Hallo zusammen,

natürlich weiß ich, daß ich eine Digitalkamera ohne Akkubetrieb nicht
ohne weiteres bekommen kann. (Das einzige, was ich in der Richtung
gefunden habe, ist so eine Erfindung von Sony:
http://www.focus.de/digital/foto/innovationen_aid_229239.html)

Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt. Denn genauso,
wie man früher irgendwann festgestellt hat, daß man nicht genug Filme
mitgenommen hat, sind heutzutage doch immer irgendwann die Akkus leer.
Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom Urlaub machen? Ich
kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
ziemlich schwierig, aber wieso?

Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt. In den
großen Elektronik-Geschäften ernte ich für so eine Frage nur
Unverständnis ("Wer will denn sowas?"). Es muß ja nicht gleich eine
teure Spiegelreflexkamera sein. Früher (als Kind in der DDR) hatte ich
so eine kleine Sucherkamera, an der man die Filmempfindlichkeit, Blende,
Belichtungszeit und Entfernung einstellen mußte, damit habe ich
eigentlich ganz ordentliche Fotos hinbekommen. Später habe ich mir eine
alte Spiegelreflexkamera (die Olympus OM-1) zugelegt, in der nur der
Belichtungsmesser eine winzige Batterie braucht, und wenn diese Batterie
mal leer ist, funktioniert die Kamera trotzdem noch. Ich fotografiere
nicht professionell, also würde mir eine einfache Kamera reichen. Nur
will ich eben nicht so vom Strom abhängen. Und außerdem will ich die
Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für
die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen. Warum kann es sowas nicht
auch als Digitalkamera geben?

Viele Grüße!
Martina

Ralph Aichinger

unread,
Jun 4, 2010, 8:28:23 AM6/4/10
to
Martina Eckner <martina...@gmx.de> wrote:
> Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt. Denn genauso,
> wie man früher irgendwann festgestellt hat, daß man nicht genug Filme
> mitgenommen hat, sind heutzutage doch immer irgendwann die Akkus leer.

Weil mittlerweile in allen bewohnten Gebieten es irgendwie möglich
ist, Strom zu kriegen, und sei es aus einer Autobatterie eines
Geländewagens.

> Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom Urlaub machen?

Wo soll das sein, wie soll das gehen? Eine Freundin von mir ist durch
irgendwelche Wüstengebiete in der Mongolei gefahren, und selbst da
war es möglich, mit der Batterie des russischen Geländewagens
die Kameras und anderen Geräte aufzuladen.

> Ich
> kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
> ziemlich schwierig, aber wieso?

Es ist vermutlich nicht schwieriger als diese Dynamoradios oder Taschenlampen.
Aber bei der Größe heutiger Kameras würden das wahrscheinlich zuwenige
Leute kaufen. Würdest du eine Kamera wollen, die doppelt so groß und
doppelt so schwer ist, weil sie einen Kurbeldynamo eingebaut hat?

> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.

Fast jede bessere Digitalkamera läßt sich voll manuell betreiben,
z.B. schon die Einsteiger-Spiegelreflex von Canon und Nikon. Eine
Leica M9 hat wohl das "manuellste" Feeling überhaupt (allerdings
um einen Preis):

http://en.leica-camera.com/photography/m_system/m9/

> In den
> großen Elektronik-Geschäften ernte ich für so eine Frage nur
> Unverständnis ("Wer will denn sowas?"). Es muß ja nicht gleich eine
> teure Spiegelreflexkamera sein. Früher (als Kind in der DDR) hatte ich
> so eine kleine Sucherkamera, an der man die Filmempfindlichkeit, Blende,
> Belichtungszeit und Entfernung einstellen mußte, damit habe ich
> eigentlich ganz ordentliche Fotos hinbekommen. Später habe ich mir eine
> alte Spiegelreflexkamera (die Olympus OM-1) zugelegt, in der nur der
> Belichtungsmesser eine winzige Batterie braucht, und wenn diese Batterie
> mal leer ist, funktioniert die Kamera trotzdem noch. Ich fotografiere
> nicht professionell, also würde mir eine einfache Kamera reichen. Nur
> will ich eben nicht so vom Strom abhängen. Und außerdem will ich die
> Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für
> die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen. Warum kann es sowas nicht
> auch als Digitalkamera geben?

Ich denke es ist tatsächlich so, daß das einfach zu wenige Leute wollen.

Vergleiche die Situation mit den Handys, auch da wäre es möglich Handys zu
bauen, die man durch Kurbeln o.ä. auflädt. Will bloß keiner drum wird
es nicht gemacht (oder gibts sowas?).

Für Expeditionen gibts
* Dynamoladegeräte für Fahrraddynamos
* Solarzellen
* Autoladegeräte
* Benzingeneratoren
* Windräder
* ausreichendes Mitnehmen von Reserveakkus (geladen)

und sicher noch einiges was ich vergessen habe.

Oder man verwendet einfach eine analoge Kamera:

http://blog.leica-camera.com/interview/martin-hartley-takes-his-mp-to-the-edge-of-the-earth/

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Benjamin Hell

unread,
Jun 4, 2010, 9:15:11 AM6/4/10
to
On 2010-06-04 14:28 , Ralph Aichinger wrote:
> Martina Eckner <martina...@gmx.de> wrote:
>> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
>> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
>> ziemlich schwierig, aber wieso?
>
> Es ist vermutlich nicht schwieriger als diese Dynamoradios oder Taschenlampen.

Vollmechanische Speicherung auf Lochkarten per Federkraft sollte
möglich sein, bei entsprechender Größe der Feder und Speicherkarte
auch für handelsübliche Mengen an Megapixeln. Für den Sensor müsste
man sich aber noch was überlegen.

>> Und außerdem will ich die
>> Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für
>> die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen.

Akkus kann man auch direkt nach der Verwendung laden, nicht nur
direkt davor.

Gruß,

Beni

Dieter Lefeling

unread,
Jun 4, 2010, 9:23:29 AM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt. Denn genauso,
> wie man früher irgendwann festgestellt hat, daß man nicht genug Filme
> mitgenommen hat, sind heutzutage doch immer irgendwann die Akkus leer.
> Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom Urlaub machen?

Sie lösen ihr Problem durch Vorher-Nachdenken:

- Sie nehmen Ihr Ladegerät mit und laden Ihre Akkus nach Anfrage beim
freundlichen Restaurant / Touri-Shop / im Zug / wo auch immer es
irgendwo in der Gegend mal für zwei Stunden Strom gibt.

Geht nicht? Kein Netzstrom vor Ort? Auch nicht alle paar Tage einmal?

- Sie nehmen ein Ladegerät mit Solarbetrieb oder Autoanschluss mit, in
dem sich die Akkus auch ohne Steckdose laden lassen.

Geht nicht? Vier Wochen Urlaub unter Tage oder ausschliesslich zu Fuss,
ohne irgendwelche Fahrzeuge in Sicht?

- sie nehmen ausreichend an vorgeladenen Akkus mit. Lithium-Akkus haben
praktisch keine Selbstentladung, selbst bei Mignons gibt es sowas seit
einigen Jahren. Heute laden, nächsten Monat benutzen - kein Thema.

"Soviel Akku kann doch keiner mitschleppen"? Nicht? Wieviele Filme hast
Du früher von einem mehrwöchigen Urlaub mitgebracht? Zwanzig? Dreißig?
Lass sagen, tausend Aufnahmen. Das sind in einer Digital-Spiegelreflex
etwa zwei, im ungünstigen Fall drei Akkufüllungen. Neben dem Akku in der
Kamera braucht man also nur einen in Reserve dabei zu haben. Vielleicht
noch einen zweiten zur Sicherheit.

> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
> ziemlich schwierig, aber wieso?

Weil Digitalkameras, anders als Taschenradios oder ähnliches, absolute
Stromfresser sind. Den Belichtungsmesser für "Film"-Kameras konnte man
noch per Solarzelle speisen (solche Kameras gab es wirklich), aber bei
einer kompletten Digitalkamera geht da nix mehr.

> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.

Wo ist das Problem? Jede Spiegelreflex und einige bessere Kompaktkameras
lassen sich vollständig manuell eingestellen.

Aus dem Folgenden ahne ich aber, dass Du keine manuellen Kameras meinst,
sondern solche mit mechanischer (!) Steuerung. Also ohne Strom.

> In den
> großen Elektronik-Geschäften ernte ich für so eine Frage nur
> Unverständnis ("Wer will denn sowas?").

Genau - denn wie gesagt ist das Problem eigentlich gar keins.

> Es muß ja nicht gleich eine
> teure Spiegelreflexkamera sein. Früher (als Kind in der DDR) hatte ich
> so eine kleine Sucherkamera, an der man die Filmempfindlichkeit, Blende,
> Belichtungszeit und Entfernung einstellen mußte, damit habe ich
> eigentlich ganz ordentliche Fotos hinbekommen. Später habe ich mir eine
> alte Spiegelreflexkamera (die Olympus OM-1) zugelegt, in der nur der
> Belichtungsmesser eine winzige Batterie braucht, und wenn diese Batterie
> mal leer ist, funktioniert die Kamera trotzdem noch.

Das winzige Detail, das solche Kameras mit Digitalen nicht vergleichbar
macht, ist der Umstand, dass Digitalkameras Computer sind und damit per
Definitionem mit Strom funktionieren. Das Herzstück der Digitalkamera,
der Aufnahmesensor, wandelt Licht in elektrische Ladung um, und damit
ist das Problem beschrieben. Beim klassischen Film ist das dagegen ein
chemischer Vorgang. Die Aufnahme an sich geht ohne Strom. Den braucht
man nur für die Bequemlichkeit. Selbst die Belichtungsmessung und sogar
Blitzlicht kann man ohne separate Stromquelle realisieren. Das geht auch
bei Digital. Nur braucht eben schon der "Aufnahmevorgang an sich" Strom.

> Ich fotografiere
> nicht professionell, also würde mir eine einfache Kamera reichen.

Das ist so wie "Ich will doch nur ein ganz einfaches Motorrad. Aber
ohne benzinschluckenden Motor." Gibt es - heisst dann aber Fahrrad. <8)

> Nur will ich eben nicht so vom Strom abhängen. Und außerdem will ich die
> Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für
> die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen. Warum kann es sowas nicht
> auch als Digitalkamera geben?

Weil Digitalfotografie per definitionem mit Strom funktioniert.
Digitalfotografie ist Stromfotografie.

Aber warum hast Du Akkuprobleme? Einen geladenen Satz Lithium-Akkus oder
LSD-Mignons (Eneloop etc.) kann man über Monate in der Schublade lagern,
ohne dass sich etwas Nennenswertes am Ladestand ändert. Nach den Bildern
von Weihnachten lädst Du halt den Akku wieder auf und legst ihn mit der
Kamera weg. Für die Bilder an Ostern ist der dann immer noch hinreichend
voll.

Mal abgesehen von einem ganz wilden anderen Gedanken:
Warum fotografierst Du nicht - zusätzlich - auf Film?
Gibt doch auch Motorradfahrer mit Fahrrad. 8-)
Im Ernst.

Dieter

Martina Eckner

unread,
Jun 4, 2010, 9:38:42 AM6/4/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> ["Strom bekommt man überall"]

Gibt es nicht noch irgendwo Hütten ohne Stromanschluß im Gebirge? Wir
waren früher ab und zu mal auf so einer Hütte im Thüringer Wald, die
gibt es bestimmt noch. Und da fährt normalerweise auch kein Geländewagen
rauf. Aber es reicht ja auch schon ein normaler Ausflugstag, an dem man
zu viele Fotos gemacht hat und plötzlich der Akku leer ist und man sich
ärgert.

>> Ich vermute mal, das ist physikalisch
>> ziemlich schwierig, aber wieso?
>
> Es ist vermutlich nicht schwieriger als diese Dynamoradios oder Taschenlampen.
> Aber bei der Größe heutiger Kameras würden das wahrscheinlich zuwenige
> Leute kaufen. Würdest du eine Kamera wollen, die doppelt so groß und
> doppelt so schwer ist, weil sie einen Kurbeldynamo eingebaut hat?

Ja klar! Meine Olympus ist bestimmt nicht leichter, die wiegt fast ein Kilo.

>> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.
>
> Fast jede bessere Digitalkamera läßt sich voll manuell betreiben,
> z.B. schon die Einsteiger-Spiegelreflex von Canon und Nikon. Eine
> Leica M9 hat wohl das "manuellste" Feeling überhaupt (allerdings
> um einen Preis):
>
> http://en.leica-camera.com/photography/m_system/m9/

Ui, das ist mal teuer! Aber ich will ja auch keine Kamera, die man auf
manuellen Betrieb umstellen kann, sondern eine ohne den ganzen
"automatischen Schnickschnack". Wie gesagt, ich will ja nur hobbymäßig
fotografieren.

> Ich denke es ist tatsächlich so, daß das einfach zu wenige Leute wollen.
>
> Vergleiche die Situation mit den Handys, auch da wäre es möglich Handys zu
> bauen, die man durch Kurbeln o.ä. auflädt. Will bloß keiner drum wird
> es nicht gemacht (oder gibts sowas?).

Beim Handy ärgere ich mich aber nur selten, wenn der Akku leer ist und
ich deshalb nicht erreichbar bin ;-)

> Für Expeditionen gibts
> * Dynamoladegeräte für Fahrraddynamos

Das scheint mir das einzig Sinnvolle zu sein. Ich finde sowas aber nur
für Handys. Vielleicht finde ich noch sowas für Akkus für Digitalkameras
... Das Speichermedium in einer analogen Kamera von Film auf Elektronik
umzustellen, ist sicherlich viel schwieriger ;-)

Viele Grüße!
Martina

Martina Eckner

unread,
Jun 4, 2010, 10:20:42 AM6/4/10
to
Dieter Lefeling schrieb:

> [Akkus allgemein und im Urlaub]

Ich habe das Gefühl, daß unsere Akkus ständig leer sind. Ich weiß zwar
jetzt nicht genau, wie viele Fotos sie durchhalten ... Man macht ja auch
viel mehr Fotos als früher.

>> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
>> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
>> ziemlich schwierig, aber wieso?
>
> Weil Digitalkameras, anders als Taschenradios oder ähnliches, absolute
> Stromfresser sind. Den Belichtungsmesser für "Film"-Kameras konnte man
> noch per Solarzelle speisen (solche Kameras gab es wirklich), aber bei
> einer kompletten Digitalkamera geht da nix mehr.

Woher kommt denn die Stromfresserei? Vom Speichern des Bildes an sich
oder von dem ganzen Herum-Zoomen?

>> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.
>
> Wo ist das Problem? Jede Spiegelreflex und einige bessere Kompaktkameras
> lassen sich vollständig manuell eingestellen.
>
> Aus dem Folgenden ahne ich aber, dass Du keine manuellen Kameras meinst,
> sondern solche mit mechanischer (!) Steuerung. Also ohne Strom.

Hm, was meinst du genau mit "mechanischer Steuerung"? Also am liebsten
hätte ich sowas wie meine voll mechanische Kamera, nur nicht mit einem
Film drin, sondern eben einem elektronischen/digitalen Speichermedium,
so daß problemlos ein paar Tausend Bilder draufpassen, und weil das
Speichern Strom braucht, muß irgendwo eine Kurbel dran sein. Mir ist
schon klar, daß das so einfach nicht geht :-)

> [Funktionsweise der Digitalkamera]


> Nur braucht eben schon der "Aufnahmevorgang an sich" Strom.

... und ich ahne schon, daß der "Aufnahmevorgang an sich" ziemlich viel
Strom verbraucht ... oder würde man mit einer Minute Kurbeln 10 Bilder
hinbekommen?

> Mal abgesehen von einem ganz wilden anderen Gedanken:
> Warum fotografierst Du nicht - zusätzlich - auf Film?
> Gibt doch auch Motorradfahrer mit Fahrrad. 8-)
> Im Ernst.

Ich überlege mir wirklich, in den Urlaub meine Olympus mitzunehmen ;-)
Vermutlich bin ich nicht der Typ für Digitalkameras. Ich schaue mir
Fotos eigentlich auch lieber Papier als auf dem Computer an. Aber auf
Filme passen nicht so viele Bilder, und nach dem Einscannen sehen sie
immer ziemlich bescheiden aus neben "Digicam-Fotos".

Viele Grüße!
Martina

Christoph Schmitz

unread,
Jun 4, 2010, 10:40:54 AM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Dieter Lefeling schrieb:
>
>> [Akkus allgemein und im Urlaub]
>
> Ich habe das Gefühl, daß unsere Akkus ständig leer sind.

Was fuer welche sind das denn, und wie alt?

> Ich weiß zwar
> jetzt nicht genau, wie viele Fotos sie durchhalten ...

Das sollte doch nicht schwer zu ermitteln sein. Morgens
vollgeladen reintun und dann schauen, nach wie vielen
Bildern sie leer sind.

>> Weil Digitalkameras, anders als Taschenradios oder ähnliches, absolute
>> Stromfresser sind. Den Belichtungsmesser für "Film"-Kameras konnte man
>> noch per Solarzelle speisen (solche Kameras gab es wirklich), aber bei
>> einer kompletten Digitalkamera geht da nix mehr.
>
> Woher kommt denn die Stromfresserei? Vom Speichern des Bildes an sich
> oder von dem ganzen Herum-Zoomen?

Wenn das Zoomen elektrisch geht (bei Kompaktkameras, bei
Spiegelreflex zoomt man ja mit seiner Muskelkraft), dann
braucht das natuerlich auch Strom. Und das Display braucht
eine Menge Strom. Vor allem, wenn man keinen optischen
Sucher hat, dann muessen Sensor und Display die ganze Zeit
arbeiten.

>> Aus dem Folgenden ahne ich aber, dass Du keine manuellen Kameras meinst,
>> sondern solche mit mechanischer (!) Steuerung. Also ohne Strom.
>
> Hm, was meinst du genau mit "mechanischer Steuerung"? Also am liebsten
> hätte ich sowas wie meine voll mechanische Kamera, nur nicht mit einem
> Film drin, sondern eben einem elektronischen/digitalen Speichermedium,
> so daß problemlos ein paar Tausend Bilder draufpassen, und weil das
> Speichern Strom braucht, muß irgendwo eine Kurbel dran sein.

Der Strom wird nicht erst beim Speichern, sondern schon
fuer die Aufnahme selber gebraucht. Man muesste also vor
der Aufnahme schon kurbeln.

> Mir ist
> schon klar, daß das so einfach nicht geht :-)

Och, man muesste Hasselblad nur ueberzeugen, ein Digiback
mit Kurbelbetrieb zu bauen...

Christoph

Massimo Rosen

unread,
Jun 4, 2010, 11:08:30 AM6/4/10
to
Hallo,

Martina Eckner wrote:
> Aber es reicht ja auch schon ein normaler Ausflugstag, an dem man
> zu viele Fotos gemacht hat und plötzlich der Akku leer ist und man sich
> ärgert.

Wenn Du es schaffst, auch nur einen meiner drei Akkus (die zusammen wohl
deutlich unter 100 Gramm wiegen), an nur einem "Ausflugstag" leer zu
bekommen, kannst Du nicht viel Ausflug gemacht haben, aber wenigstens ca
alle 10 Sekunden ein Foto.



>
> Das scheint mir das einzig Sinnvolle zu sein. Ich finde sowas aber nur
> für Handys. Vielleicht finde ich noch sowas für Akkus für Digitalkameras
> ... Das Speichermedium in einer analogen Kamera von Film auf Elektronik
> umzustellen, ist sicherlich viel schwieriger ;-)

Vor allem ohne Strom ist Elektronik schwer, ja.

CU,
Massimo

Massimo Rosen

unread,
Jun 4, 2010, 11:14:18 AM6/4/10
to
Hallo,

Martina Eckner wrote:
>
> Woher kommt denn die Stromfresserei? Vom Speichern des Bildes an sich
> oder von dem ganzen Herum-Zoomen?

Weder noch. Vom Display, bzw dessen Beleuchtung. Selbst bei einer DSLR
in Normaleinstellung (Anzeige des Bildes nach der Aufnahme für ein paar
Sekunden). Wenn ich das Display komplett abschalte und auf die Anzeige
verzichte schaffe ich ca 30-40% mehr Bilder pro Akku.

CU,
Massimo

Michael Unger

unread,
Jun 4, 2010, 11:52:46 AM6/4/10
to
On 2010-06-04 14:17, "Martina Eckner" wrote:

> [...]
>
> [...] sind heutzutage doch immer irgendwann die Akkus leer.

Das Stichwort "Zweitakku" ist ja schon genannt worden.

> Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom Urlaub machen? [...]

Solarpanels gibt es schon eine ganze Weile, inzwischen auch ziemlich
flexible Versionen, die man um den Rucksack binden kann, um "unterwegs"
Strom zu erzeugen.

> [...]
>
> [...] Und außerdem will ich die

> Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für

> die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen. [...]

Du benutzt anscheinend die falschen Akkus.

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.

Reindl Wolfgang

unread,
Jun 4, 2010, 1:00:31 PM6/4/10
to
Am 04.06.10 14:28, schrieb Ralph Aichinger:


> Für Expeditionen gibts
> * Dynamoladegeräte für Fahrraddynamos
> * Solarzellen

...

Handys wurden ja kürzlich per EU-Regelung auf einheitlich USB-Mini als
Ladestecker umgestellt. - Gute Lösung, funktioniert bei meinem Handy
aber leider nur aus einem Steckernetzteil und nicht aus einem Computer.

Meiner Digi-Knipse von Canon lag ein Ladegerät bei, das fast genauso
groß ist wie die Knipse selber, zuzügl. Kabel. Es beinhaltet die
Spannungswandlung von 110 ~ 230 V auf Ladespannung, die Laderegelung und
viiieeel leeren Platz für den Akku.
Die Kamera hat einen USB-Mini-Port, bietet die Möglichkeit, von einem
externen Netzgerät aus mit Strom versorgt zu werden, aber weder über das
Netzteil noch über den USB kann der Akku _in der Kamera_ aufgeladen werden.
Das Ladegerät läßt sich noch nichtmal an den Niederspannungs-Quellen wie
Nabendynamo, Autobatterie, Solarzelle ... betreiben.

Ähnlich der Zoom H2: USB-Mini ist vorhanden, die USB-Stromversorgung
reicht auch aus, um den H2 bei Anschluß an den Computer mit Strom zu
versorgen, aber die Akkus (2 x AA) im Gerät laden geht nicht. Also
wieder ein separates Netzteil... Wenigstens gibt es AA-Lader, die an
Niederspannungsquellen betrieben werden können; notfalls passen auch
x-beliebige AA Batterien (bei kürzerer Laufzeit halt).

Interessant wird's erst, wenn der ganze digitale Mobil-Kram bei
eingesetztem Akku per USB-Mini aufgeladen werden kann, sei es aus einem
Steckernetzteil oder aus einem Computer (während die Daten abgeglichen
werden).

Wolfgang

Ralph Aichinger

unread,
Jun 4, 2010, 1:09:49 PM6/4/10
to
Martina Eckner <martina...@gmx.de> wrote:
> Gibt es nicht noch irgendwo Hütten ohne Stromanschluß im Gebirge?

Ich glaube die haben alle zumindest kleine Solarzellen oder Windräder
oder sowas, fürs Telefonieren oder Radio oder so.

> rauf. Aber es reicht ja auch schon ein normaler Ausflugstag, an dem man
> zu viele Fotos gemacht hat und plötzlich der Akku leer ist und man sich
> ärgert.

Mein Akku in der Kamera reicht ca. eine Woche. Und nein, ich fotografiere
nicht wenig (derzeit wohl so zwei, dreihundert Bilder in der Woche).
Ich habe noch einen zweiten Reserveakku. Damit kann ich Problemlos
hunderte Bilder machen. Es ist gar nicht zu denken, das in einem Tag
leer zu machen, es sei denn, ich lass die Kamera sinnlos rattern.

> Ja klar! Meine Olympus ist bestimmt nicht leichter, die wiegt fast ein Kilo.

Ich hab eh auch einmal eine gehabt, schöne Kamera. Aber wenn du das zusätzlich
in eine Kamera einbaust, das ist einfach nicht wenig Gewicht, und nicht wenig
Kosten. Für etwas, was vielleicht ein halbes Prozent der Leute brauchen könnnen.

> Beim Handy ärgere ich mich aber nur selten, wenn der Akku leer ist und
> ich deshalb nicht erreichbar bin ;-)

Trotzdem ist es das selbe. Drum finde ich auch die LiIon-Akkus besser als
die die ausschauen wie Batterien (AA oder was auch immer), weil die
in der Praxis weniger Ärger machen, und weil man sich beim Handy ja auch
dran gewöhnt hat, daß man ca. einmal in der Woche (oder alle drei Tage)
das Handy anhängt.

> Das scheint mir das einzig Sinnvolle zu sein. Ich finde sowas aber nur
> für Handys. Vielleicht finde ich noch sowas für Akkus für Digitalkameras

Ich vermute mal, daß das alles so teuer ist, daß es außerhalb von Expeditionen
nicht wirklich sinnvoll ist. Um das Geld kannst du dir wahrscheinlich
5 Reserveakkus kaufen und ein Monat durchfotografieren.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Harald Klotz

unread,
Jun 4, 2010, 12:55:29 PM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Aber es reicht ja auch schon ein normaler
> Ausflugstag, an dem man zu viele Fotos gemacht hat und plötzlich der
> Akku leer ist und man
> sich ärgert.

Und wo ist der Unterschied zur analogen Technik.
Der letzte Film ist voll, weil man nicht genug Filme mitgenommen hat.
;-)

Aber das lässt sich auch planen.

>> Es ist vermutlich nicht schwieriger als diese Dynamoradios oder
>> Taschenlampen. Aber bei der Größe heutiger Kameras würden das
>> wahrscheinlich zuwenige Leute kaufen. Würdest du eine Kamera wollen,
>> die doppelt so groß und
>> doppelt so schwer ist, weil sie einen Kurbeldynamo eingebaut hat?
>
> Ja klar! Meine Olympus ist bestimmt nicht leichter, die wiegt fast
> ein Kilo.

Dann nimm sie mit, und vor allem genügend Filme, sonst nutzt die Kamera
nichts.
Allerdings dürfte eine Digikamera mit genügend Ersatzbatterien weniger
wiegen.

> Das scheint mir das einzig Sinnvolle zu sein. Ich finde sowas aber nur
> für Handys. Vielleicht finde ich noch sowas für Akkus für
> Digitalkameras ...

Gesehen habe ich so etwas für normale Akkus.
Wenn du eine Kamera mit Spezialakku hast wird es schwieriger.
Allerdings sind Kameras für konventionelle Akkus oder Batterien im
Handel und ich denke, es wird weniger unnötiges Gepack ein paar
Ersatzbatterien mitzuschleppen als irgendeinen ominösen Lader.
Diese Handkurbelgeraffel verschweigt nämlich, dass du bis zu einigen
Stunden kurbeln musst, um einen Akku voll zu laden. Die Solardinger
brauchen vermutlich einige Tage.
Batterien kannst du einige Jahre bevorraten, wenn es dir zu mühsam ist
Akkus bereit zu halten.

Harald

Harald Klotz

unread,
Jun 4, 2010, 1:11:54 PM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Ich habe das Gef�hl, da� unsere Akkus st�ndig leer sind.

Vieleicht sind sie kaputt oder nur einer davon.
Akkus sind Verschleissteile und halten manchmal nur ein Jahr.
Wenn es normale Mignons sind, kauf die ein ordentliches Ladeger�t,
welches die Strommenge anzeigt. Danach kannst du den Akku beurteilen.

> Woher kommt denn die Stromfresserei? Vom Speichern des Bildes an sich
> oder von dem ganzen Herum-Zoomen?

Vor allem der Sensor braucht viel Strom f�r die Aufnahme.
Und wenn du den Blitz st�ndig auf Automatik stehen hast, knabbert der
auch noch am Akku. Ein Blitz braucht kurzzeitig mehr Strom als die Akkus
liefern k�nnen, daher wird verlustreich ein Kondensator aufgeladen, bei
jedem Einschalten der Kamera, auch wenn du den Blitz nicht ben�tigst.
Ausserdem dauert es mit eingeschalteter Blitzautomatiok unn�tig lange
bis die Kamera bereit ist.

> Hm, was meinst du genau mit "mechanischer Steuerung"? Also am liebsten

> h�tte ich sowas wie meine voll mechanische Kamera, nur nicht mit einem


> Film drin, sondern eben einem elektronischen/digitalen Speichermedium,

> so da� problemlos ein paar Tausend Bilder draufpassen, und weil das
> Speichern Strom braucht, mu� irgendwo eine Kurbel dran sein. Mir ist
> schon klar, da� das so einfach nicht geht :-)

Das Sony Modell will 15 Sekunden Kurblen f�r 1 Bild. ;-)
Schau mal 15 Sekunden auf die Uhr.
Das willst du nicht wirklich.

> ... und ich ahne schon, da� der "Aufnahmevorgang an sich" ziemlich
> viel Strom verbraucht ... oder w�rde man mit einer Minute Kurbeln 10
> Bilder hinbekommen?

Das Sony Modell w�rde 150 Sekunden Kurbeln f�r 10 Bilder erfordern.
Und vermutlich hat es nur eine geringe Aufl�sung, entsprechend wenig
Zellen, die Strom fressen wollen.

> Ich �berlege mir wirklich, in den Urlaub meine Olympus mitzunehmen ;-)
> Vermutlich bin ich nicht der Typ f�r Digitalkameras. Ich schaue mir


> Fotos eigentlich auch lieber Papier als auf dem Computer an. Aber auf
> Filme passen nicht so viele Bilder, und nach dem Einscannen sehen sie
> immer ziemlich bescheiden aus neben "Digicam-Fotos".

Ein Satz Batterien wiegt wie viel?
Ein Satz Batterien macht wie viele Fotos.
Wie viel wiegt die entsprechende Anzahl Filme?

Und nun setzt kosten ein und beantworte das noch einmal unter der
Pr�misse.

Du wirst feststellen, dass Digitalfotografie gewichtsm�ssig wie auch in
den Kosten immer weit �berlegen ist, und Papierabz�ge vom Digitlafoto
bekommst du ebenfalls, ich habe zwar im Moment keine Preise, vermute
aber auch deutlich billiger als aufw�ndige Abz�ge vom chemischen Film.

Harald

Harald Klotz

unread,
Jun 4, 2010, 12:38:11 PM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Ich vermute mal,
> das ist physikalisch ziemlich schwierig, aber wieso?

Du brauchst Strom, dazu brauchst du einen Akku.
Dein Beispielteil kommt auch nicht ohne Akku aus.
So einen Dynamo in der Kamera bringt aber viel Gewicht, welches dann
*immer* mitgeschleppt werden muss.
Zur Not nimmst du genügend Batterien mit oder beschaffst dir ein
geeignetes Ladegerät für deine Akkus. Das kann per Handkurbel geschehen
oder Solar.
Das Teil brauchst du dann nur bei Bedarf mitschleppen.
Vermutlich ist es aber bequemer ganz einfach eine entsprechende Anzahl
Einwegbatterien mitzunehmen.

> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.

Du brauchst Strom, und nicht einmal wenig im Moment des Auslösens.

> In den großen Elektronik-Geschäften ernte ich für so eine Frage nur
> Unverständnis ("Wer will denn sowas?").

Bei mir auch.
Denn vor jedem Foto ein paar Kurbelumdrehungen ist reichlich unbequem,
und eine Stunde oder mehr kurbeln um einen Akku voll zu laden will wohl
auch keiner.

> Es muß ja nicht gleich eine
> teure Spiegelreflexkamera sein. Früher (als Kind in der DDR) hatte ich
> so eine kleine Sucherkamera, an der man die Filmempfindlichkeit,
> Blende, Belichtungszeit und Entfernung einstellen mußte, damit habe
> ich eigentlich ganz ordentliche Fotos hinbekommen.

Das geht heute auch noch. ;-)

> Und
> außerdem will ich die Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne
> vorher ein paar Stunden für die Aufladung der Akkus einplanen zu
> müssen. Warum kann es sowas nicht auch als Digitalkamera geben?

Weil die Dinger Strom brauchen.
Du kannst Akkus mit geringer Selbstentladung verwenden oder Batterien,
das erfüllt deine Wünsche die Kamera spnatan benutzen zu können.
Oder du bleibst bei der alten Technik.

Harald

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 4, 2010, 1:13:35 PM6/4/10
to
Martina Eckner schrieb:

> Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt. Denn
> genauso, wie man früher irgendwann festgestellt hat, daß man nicht
> genug Filme mitgenommen hat, sind heutzutage doch immer irgendwann
> die Akkus leer. Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom
> Urlaub machen?

Mehrere Akkus mitnehmen, möglichst eneloop. Meine Kompakten schaffen
mit zwei AA Akkus 200-300 Fotos, mit zwei 4er Akkupacks sollte
das auch für einen ein bis zweimonatigen Nachmittagsspaziergang
durch die Pampa reichen.

Achte lieber drauf, daß die Kamera einen optischen Sucher hat,
das spart nämlich Strom und läßt die Akkus entschieden länger
halten.

Eine dSLR schafft mit einer Akkuladung mehrere hundert bis 1000
oder an die 2000 Fotos. Auch die kann man zwischendurch mal
wechseln und hinterher dann einfach schnell wieder aufladen,
notfalls mal zwischendurch. Sogar Solarlader gibt es.

> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine
> Digitalkamera ohne Akkus keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal,
> das ist physikalisch ziemlich schwierig, aber wieso?

Hallo, es gibt reihenweise Kompaktkameras die mit AA Akkus oder
wahlweise AA Batterien zu betreiben sind. Du stellst nur Fragen,
praxisfremd an der Realität vorbei schmettern.


> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.

Klar, ich habe zwischen 2000 und 2009 gleich mehrere davon gekauft.

> In
> den großen Elektronik-Geschäften ernte ich für so eine Frage nur
> Unverständnis ("Wer will denn sowas?"). Es muß ja nicht gleich eine
> teure Spiegelreflexkamera sein. Früher (als Kind in der DDR) hatte ich
> so eine kleine Sucherkamera, an der man die Filmempfindlichkeit,
> Blende, Belichtungszeit und Entfernung einstellen mußte, damit habe
> ich eigentlich ganz ordentliche Fotos hinbekommen. Später habe ich
> mir eine alte Spiegelreflexkamera (die Olympus OM-1) zugelegt, in der
> nur der Belichtungsmesser eine winzige Batterie braucht, und wenn
> diese Batterie mal leer ist, funktioniert die Kamera trotzdem noch.
> Ich fotografiere nicht professionell, also würde mir eine einfache
> Kamera reichen. Nur will ich eben nicht so vom Strom abhängen.

Damals in deiner DDR kam man mit einer manuellen Kamera lange ohne
Strom aus, bzw. mit Belichtungsmesser lange mit wenig Strom. Du willst
nun aber eine digitale Kamera, die nun einmal elektronisch aufzeichnet
und dafür deutlich mehr Strom braucht. Da reicht aber inzwischen
durchaus Akkustrom für meherere Wochen

> Und
> außerdem will ich die Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne
> vorher ein paar Stunden für die Aufladung der Akkus einplanen zu
> müssen. Warum kann es sowas nicht auch als Digitalkamera geben?

Gibt es, schon seit Jahren. Rede keine Probleme her, wo sie nicht
da sind. Meine Canon Powershot kostete letztes Jahr bei Amazon 99
EUR, hat einen optischen Sucher, läuft mit zwei AA Akkus, notfalls
auch Batterien und wuppt mit Eneloop Akkus 200-300 Fotos.

Ein Nachfolgemodell findest Du hier:
http://www.amazon.de/Canon-PowerShot-Digitalkamera-Megapixel-Display/dp/B001T03J08/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1275671475&sr=1-1

Da liegen übrigens schon zwei Batterien für deinen Urlaub bei,
falls Du mit 8 Eneloop Akkus wider Erwarten nicht auskommen solltest.

Zwei Mal 4 Eneloops kriegst Du für 13 EUR, Ein Sanyo Ladegerät inkl.
4 AA Akkus für 25 EUR.

http://www.amazon.de/Sanyo-eneloop-Batterien-Mignon-Pack/dp/B000IDUOQO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1275670934&sr=8-1

http://www.amazon.de/Sanyo-eneloop-Ladeger%C3%A4t-MQN09-Akkus/dp/B003HJMGTO/ref=sr_1_17?ie=UTF8&s=ce-de&qid=1275671149&sr=8-17

Und eine Einsteiger dSLR wie die D40, die mit einer Akkuladung
viele hundert Fotos schafft, habe ich schon 2008 für 249
EUR gesehen, inkl. Objektiv, Akku und Ladegerät.

Wer sich natürlich Billigakkus aus dem Aldi kauft, die ein
paar Cent weniger kosten und sich dadür selbst entladen,
bevor sie zum Einsatz kommen, der macht dann natürlich
unterwegs dicke Backen.

Das Problem ist nicht da, steht wahrscheinlich eher in Form
des dich eher ver- als beratenden Verkäufers im Laden. Nimm
eneloop Akkus, eine Kompaktkamera mit optischem Sucher oder
eine kleine dSLR und alles wird gut.

Jürgen Gerkens

Erhard Schwenk

unread,
Jun 4, 2010, 1:34:48 PM6/4/10
to
Martina Eckner wrote:
> Hallo zusammen,

> Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt.

Weil der Entwicklungsaufwand hoch, der Markt aber eher klein wäre?

> Denn genauso,
> wie man früher irgendwann festgestellt hat, daß man nicht genug Filme
> mitgenommen hat, sind heutzutage doch immer irgendwann die Akkus leer.
> Und was machen Leute, die ein paar Wochen ohne Strom Urlaub machen?

Mehrere Akkusätze und/oder ein Solar-Ladegerät mitnehmen, eine
stromsparende Kamera benutzen, stromfressende Funktionen an der Kamera
abschalten.

DSLR-Gehäuse mit einfachen AF-Zooms schaffen, solang man die Finger von
Live-View, Blitz, Bildstabilisator und dergleichen Stromfressern läßt,
ohne Weiteres 500-800 Auslösungen mit einem Akku. Mit 10 Reserveakkus
sollte da selbst ein Extrem-Vielknipser durch den Urlaub kommen.

> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
> ziemlich schwierig, aber wieso?

Naja, eine Digitalkamera ohne Strom zu betreiben funktioniert nicht und
für Solarzellen gibts auf den kompakten Gehäusen wohl nicht genug
Fläche. DSLR-Gehäuse haben BTW oft eine Netzteil-Buchse, ich hab aber
bis jetzt nur seltenst gesehen, daß die jemand benutzt hat (außer wenn
die Kamera irgendwo fest in eine größere Apparatur eingebaut wird).

> Außerdem frage ich mich, ob es voll manuelle Digitalkameras gibt.

Wie soll das gehen? Die Kernfunktionen der Kamera benötigen einen CCD-
oder CMOS-Chip und einen Mikroprozessor, beides ist ohne Strom sinnlos.
Wie willst Du die "manuell" betreiben? Mit ner Kurbel dran?


--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/
APAYA running System - http://www.apaya.net/

Erhard Schwenk

unread,
Jun 4, 2010, 1:43:08 PM6/4/10
to
Benjamin Hell wrote:
> On 2010-06-04 14:28 , Ralph Aichinger wrote:
>> Martina Eckner <martina...@gmx.de> wrote:
>>> Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß eine Digitalkamera ohne Akkus
>>> keinen Absatz finden würde. Ich vermute mal, das ist physikalisch
>>> ziemlich schwierig, aber wieso?
>> Es ist vermutlich nicht schwieriger als diese Dynamoradios oder Taschenlampen.
>
> Vollmechanische Speicherung auf Lochkarten per Federkraft sollte
> möglich sein, bei entsprechender Größe der Feder und Speicherkarte
> auch für handelsübliche Mengen an Megapixeln.

Wie groß soll die Lochkarte denn werden?

Gehen wir mal von 6 MPix aus, dann brauchst Du für ein RAW (sowas wie
eine jpeg-Kompression ist rein mechanisch wohl kaum zu machen) bei 8 Bit
Farbtiefe (was mies wäre, eine Nikon-DSLR hat üblicherweise 14) 48 Mio
Löcher oder ca. 7000x7000 Stück in quadratischer Anordnung.

Bei 10cm Kantenlänge ergibt das 0,014mm maximalen Lochdurchmesser, wobei
dann aber kein Rand mehr bliebe. Das wird allerdings nicht
funktionieren, weil so kleine Federn viel zu anfällig sind.

Gehen wir mal von realistischen 0,1mm Lochgröße und 0,1mm Lochabstand
aus, wird Deine Lochkarte ca. 1,40x1,40m groß. Von Größe, gewicht,
Geschwindigkeit und Handhabung der Kamera reden wir lieber nicht, ich
glaub das wird mit Chemiefilm _deutlich_ handhabbarer.

> Für den Sensor müsste
> man sich aber noch was überlegen.

Ahja.

>>> Und außerdem will ich die
>>> Kamera mal spontan mitnehmen können, ohne vorher ein paar Stunden für
>>> die Aufladung der Akkus einplanen zu müssen.
>
> Akkus kann man auch direkt nach der Verwendung laden, nicht nur
> direkt davor.

Naja, bei einigen Akkutypen kriegt man allerdings Ärger mit der
Selbstentladung. Macht aber nix, irgendein Ladegerät und sei es mit
Solarzellen sollte sich so ziemlich immer realisieren lassen.

Erhard Schwenk

unread,
Jun 4, 2010, 1:51:04 PM6/4/10
to
Reindl Wolfgang wrote:
> Am 04.06.10 14:28, schrieb Ralph Aichinger:
>
>
>> Für Expeditionen gibts
>> * Dynamoladegeräte für Fahrraddynamos
>> * Solarzellen
> ...
>
> Handys wurden ja kürzlich per EU-Regelung auf einheitlich USB-Mini als
> Ladestecker umgestellt. - Gute Lösung, funktioniert bei meinem Handy
> aber leider nur aus einem Steckernetzteil und nicht aus einem Computer.

Sicher, daß nicht einfach nur "alte" Standard-USB-Buchsen am Computer
verschmäht werden? Es gibt ne Variante mit größerer Belastbarkeit, die
wird normalerweise durch ein kleines Blitzsymbol gekennzeichnet.

Erhard Schwenk

unread,
Jun 4, 2010, 1:54:42 PM6/4/10
to
Ralph Aichinger wrote:
> Martina Eckner <martina...@gmx.de> wrote:
>> Gibt es nicht noch irgendwo Hütten ohne Stromanschluß im Gebirge?
>
> Ich glaube die haben alle zumindest kleine Solarzellen oder Windräder
> oder sowas, fürs Telefonieren oder Radio oder so.
>
>> rauf. Aber es reicht ja auch schon ein normaler Ausflugstag, an dem man
>> zu viele Fotos gemacht hat und plötzlich der Akku leer ist und man sich
>> ärgert.
>
> Mein Akku in der Kamera reicht ca. eine Woche. Und nein, ich fotografiere
> nicht wenig (derzeit wohl so zwei, dreihundert Bilder in der Woche).
> Ich habe noch einen zweiten Reserveakku. Damit kann ich Problemlos
> hunderte Bilder machen. Es ist gar nicht zu denken, das in einem Tag
> leer zu machen, es sei denn, ich lass die Kamera sinnlos rattern.

ACK. Auf mehreren Konzertreisen habe ich innerhalb von 6-10 Tagen
1200-1600 Bilder geschossen, wobei die vorhandenen zwei Akkusätze je
nach Bedarf alle 1-2 Tage ans Ladegerät kamen oder auch nicht.

Es kam selten vor, daß mir dabei über den Tag der Erst-Akkusatz leer
wurde, mehr als einen Satz Ersatz-Akkus habe ich noch nie innerhalb von
1-2 Tagen gebraucht. Und wenn ich überlege, was ich für die Bildermenge
so an Chemie mit mir rumschleppen müßte, wär das sicher _nicht_ leichter
oder bequemer geworden.

Reindl Wolfgang

unread,
Jun 4, 2010, 3:34:15 PM6/4/10
to
Am 04.06.10 19:51, schrieb Erhard Schwenk:
> Reindl Wolfgang wrote:

>> Handys wurden ja kürzlich per EU-Regelung auf einheitlich USB-Mini als
>> Ladestecker umgestellt. - Gute Lösung, funktioniert bei meinem Handy
>> aber leider nur aus einem Steckernetzteil und nicht aus einem Computer.
>
> Sicher, daß nicht einfach nur "alte" Standard-USB-Buchsen am Computer
> verschmäht werden? Es gibt ne Variante mit größerer Belastbarkeit, die
> wird normalerweise durch ein kleines Blitzsymbol gekennzeichnet.

Doch, da bin ich mir einigermaßen sicher. Irgendwas in die Richtung
stand sogar in der Bedienungsanleitung.

Wolfgang

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 4, 2010, 6:54:57 PM6/4/10
to
Reindl Wolfgang schrieb:

> Handys wurden ja kürzlich per EU-Regelung auf einheitlich USB-Mini als
> Ladestecker umgestellt. - Gute Lösung, funktioniert bei meinem Handy
> aber leider nur aus einem Steckernetzteil und nicht aus einem
> Computer.

Wie "gut" das ist, habe ich kürzlich mit meinem HTC Smartphone
erlebt. Da hat der Stecker eines der Pins vom USB Port erwischt
und nach hinten durch das Gehäuse geschoben, auf der Platine
aufgewickelt. "Toll".

Nachdem ich das Beinchen entfernt habe, kann ich es nun zwar
wieder per USB Laden, aber das Datenbeinchen zum Abgleich mit
dem PC ist durch die Ladevorgänge via USB Buchse schon nach
etwa zwei Jahren Geschichte. Mein erstes Gerät dieser Art hatte
noch einen proprietären Stecker, aber der funktioniert dafür
seit sechs Jahren, hat bisher also schon drei Mal so lange
gehalten.

> Meiner Digi-Knipse von Canon lag ein Ladegerät bei, das fast genauso
> groß ist wie die Knipse selber, zuzügl. Kabel. Es beinhaltet die
> Spannungswandlung von 110 ~ 230 V auf Ladespannung, die Laderegelung
> und viiieeel leeren Platz für den Akku.
> Die Kamera hat einen USB-Mini-Port, bietet die Möglichkeit, von einem
> externen Netzgerät aus mit Strom versorgt zu werden, aber weder über
> das Netzteil noch über den USB kann der Akku _in der Kamera_
> aufgeladen werden.

Tja, da am USB Anschluß maximal 500 mA geliefert werden,
Kompaktkameras im Einschaltmoment ein Vielfaches an Strom
ziehen können, ist es auch nur vernünftig.

> Das Ladegerät läßt sich noch nichtmal an den
> Niederspannungs-Quellen wie Nabendynamo, Autobatterie, Solarzelle ...
> betreiben.
> Ähnlich der Zoom H2: USB-Mini ist vorhanden, die USB-Stromversorgung
> reicht auch aus, um den H2 bei Anschluß an den Computer mit Strom zu
> versorgen, aber die Akkus (2 x AA) im Gerät laden geht nicht.

Tja, warum wohl?

> Also wieder ein separates Netzteil...

Ach? Ich ja so einige Digiknipsen und bin damit über 10 Jahre lang
ohne Netzteil ausgekommen. Was sich allerdings bewährt haben sind
AA/AAA Reiselader

> Wenigstens gibt es AA-Lader, die an Niederspannungsquellen betrieben
> werden können;

Du meinst Kleinspannungsnetze. Niederspannungsnetze haben
nämlich bis zu etwa 1 kV und ich kenne *nur* AA Ladegeräte,
die man besser nicht an >240~V anschließen sollte.

> notfalls passen auch
> x-beliebige AA Batterien (bei kürzerer Laufzeit halt).
>
> Interessant wird's erst, wenn der ganze digitale Mobil-Kram bei
> eingesetztem Akku per USB-Mini aufgeladen werden kann, sei es aus
> einem Steckernetzteil oder aus einem Computer (während die Daten
> abgeglichen werden).

Das wäre übrigens auch deshalb Riesenbockmist, weil Kameras auch
schon mal unterwegs per Kabel an das Netbook geschlossen werden,
sei es um die Bilder zu überspielen oder die Kamera zu konfigurieren.
Lutscht das Gerät dann auch noch den Netbookakku leer, kommt man
nicht wirklich weit.

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 4, 2010, 7:15:27 PM6/4/10
to
ieter Lefeling schrieb:

> Das ist so wie "Ich will doch nur ein ganz einfaches Motorrad. Aber
> ohne benzinschluckenden Motor." Gibt es - heisst dann aber Fahrrad.

Hallo Dieter, wie Du weißt, gibt es heute für alles Ausnahmen.

Hier mal eine für dein Archiv: Inzwischen gibt es für Besitzer
dicker Brieftaschen durchaus schon die Möglichkeit, sich ein
Motorrad ohne Benzinmotor bauen zu lassen:

http://www.youtube.com/watch?v=skk6AErTNOY

Übrigens lustig, wenn Autofahrer das Tretmotorrad
auf der Autobahn erblicken, auf die es nämlich
darf, weil es immerhin 80 km/h schnell ist.

http://www.youtube.com/watch?v=g9UyyI_0uHw
http://www.erockit.net/

Gut, ist ein Exot, aber als Beispiel gegen deine
Schlußfolgerung deshalb so toll geeiget, was das
Ding, abgesehen vom Preis, einfach cool ist.

Für ein Drittel des Preises hätte ich mir das Teil
als Schönwetterfahrzeug oder für kleine Shoppingtouren
in die City glatt gegönnt.

Jürgen Gerkens

Jochen Kremer

unread,
Jun 5, 2010, 12:56:29 AM6/5/10
to
Am 05.06.2010 1:15 Uhr schrieb J�rgen Gerkens:
> Hier mal eine f�r dein Archiv: Inzwischen gibt es f�r Besitzer
> dicker Brieftaschen durchaus schon die M�glichkeit, sich ein

> Motorrad ohne Benzinmotor bauen zu lassen:

Ob der Motor nun Benzin oder Strom schluckt, macht ja nun nicht den
riesigen Unterschied.

> �brigens lustig, wenn Autofahrer das Tretmotorrad
> auf der Autobahn erblicken, auf die es n�mlich


> darf, weil es immerhin 80 km/h schnell ist.

Zu lahm! Wenn schon Motorfahrrad, dann sowas:
<http://www.youtube.com/watch?v=twe022u__vA> 8-)

Auch ein Exot ... :o)

Sch�ne Gr��e
Jochen

Peter Fronteddu

unread,
Jun 5, 2010, 12:57:25 AM6/5/10
to
Martina Eckner wrote:

> Ich habe das Gefᅵhl, daᅵ unsere Akkus stᅵndig leer sind. Ich weiᅵ zwar

> jetzt nicht genau, wie viele Fotos sie durchhalten ... Man macht ja auch

> viel mehr Fotos als frᅵher.

1. Ich weiss gar nicht mehr, wann meine Akkus das letzte mal leer waren.
Ich erinnere mich an genau einmal, war meine D80, nach 1400 und ein paar
gequetschten waren beide Akkus im Batteriegriff leer. Macht mit den
beiden Ersatzakkus 2800 Bilder. Das reicht mir ᅵblicherweise fᅵr ne Zeit ;)

2. Man *muss* nicht viel mehr Bilder machen. Ich mache tatsᅵchlich mehr,
allerdings nur wenig mehr. Auch wenn ich es nutze, dass ein
Sicherheitsschuss nichts mehr nix kostet - ich seh ja schon im Display,
ob ichs total vergurkt habe, oder nicht. Wo ich bei Blitz frᅵher
sicherheitshalber noch drei vier Bilder mit unterschiedlichen Blenden
geschossen habe, reichen mit heute in der Regel eines oder zwei.

3. Das war jetzt DSLR. Bei Kompakten reichen die Akkus bei weitem nicht
so lange. Da gibts solche und solche, meine aktuelle S90 ist eine solche
:) - frisst recht viel Strom. Aber auch die nimmt mit 5 Ersatzakkus
weniger Platz weg, als meine Minox oder XA mit zehn Filmen. Mal
abgesehen davon, dass die inflationsbereinigt samt den Ersatzakkus
billiger ist, als gute Kompaktknipsen aus den 70ern/80ern samt 10 Filmen ;)

> ... und ich ahne schon, daᅵ der "Aufnahmevorgang an sich" ziemlich viel
> Strom verbraucht ... oder wᅵrde man mit einer Minute Kurbeln 10 Bilder
> hinbekommen?

Das kommt auf die Kurbel und den Generator an. Da es sowas aber nicht
gibt, ists mᅵᅵig, darᅵber zu reden.

> Ich ᅵberlege mir wirklich, in den Urlaub meine Olympus mitzunehmen ;-)
> Vermutlich bin ich nicht der Typ fᅵr Digitalkameras.

Es gibt keinen Digitalkamerazwang ;)

Peter

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 5, 2010, 2:33:57 AM6/5/10
to
Martina Eckner schrieb:

>Hallo zusammen,
>
>natürlich weiß ich, daß ich eine Digitalkamera ohne Akkubetrieb nicht
>ohne weiteres bekommen kann. (Das einzige, was ich in der Richtung
>gefunden habe, ist so eine Erfindung von Sony:
>http://www.focus.de/digital/foto/innovationen_aid_229239.html)
>
>Ich frage mich aber, weshalb es so etwas noch nicht gibt.

Ich habe noch von keinem Consumer-Kurbelgerät gehört, das wirklich
überzeugt hätte. Problem ist zunächst: Das ist Mechanik. In
ordentlicher Ausführung - dauerhaft, robust genug für Grobmotoriker,
vernünftiger Wirkungsgrad - kann die weder ganz billig noch
superleicht und kompakt sein. Praktisch wird man für Outdoorzwecke
außerdem noch Wasserdichtigkeit und besondere Robustheit fordern, was
den Preis weiter hochtreibt.

Dann hängen hinter dem Kurbelgenerator immer Akkus. Die haben eine
begrenzte Lebensdauer, insbesondere in Verbindung mit billiger
Ladetechnik, sind aber bei Kurbelgeräten normalerweise fest eingebaut,
d.h. vom normalen Anwender nicht wechselbar. Das hat dann auch zur
Folge, daß ein schneller Tausch leer gegen voll nicht geht, sondern
bei leerem Akku ein paar Minuten Kurbeln angesagt wäre, bis man
weitermachen kann.

Hurlebaus

unread,
Jun 5, 2010, 4:25:53 AM6/5/10
to
On 4 Jun., 19:54, Erhard Schwenk <eschw...@fto.de> wrote:
> Ralph Aichinger wrote:

Ich möchte da doch mal fragen, wie und wie lange du brauchst, um diese
Menge an Bildern nur oberflächlich anzuschauen...und
auszuwählen...wieviel wählst Du aus....und wer schaut sie sich an?
irgendwie komm ich da nimmer mit!!!!

Hurlebaus

unread,
Jun 5, 2010, 4:30:34 AM6/5/10
to
On 4 Jun., 16:40, Christoph Schmitz <christoph.schmi...@post.rwth-

Dabei wäre schon mal die Frage berechtigt, warum man Chips nicht
vorrangig auf mögl. niedrigen Stromverbrauch hin entwickelt.....
ich bin kein Chip-Fachmann, aber mir geht eigentlich schon lange die
Wärmeentwicklung in meinem Notebook auf den Keks...was da an Energie
in Wärme umgesetzt wird... da würde ich mir schon eine Verbesserung
hinsichtlch verminderung ( nicht durch Kühlung!)
wünschen...Ingenieurskunst wäre hier schon sinnvoll eingesetzt!

Ralph Aichinger

unread,
Jun 5, 2010, 5:07:26 AM6/5/10
to
Hurlebaus <gerd....@freenet.de> wrote:
> Ich möchte da doch mal fragen, wie und wie lange du brauchst, um diese
> Menge an Bildern nur oberflächlich anzuschauen...und
> auszuwählen...wieviel wählst Du aus....und wer schaut sie sich an?
> irgendwie komm ich da nimmer mit!!!!

Da ich teilweise ähnlich viele Bilder mache:

Ist nicht so das große Problem. Gerade wenn man Gruppen von Menschen
fotografiert, dann ist es oft sehr praktisch 2, 3, oder 5 Bilder von
der gleichen Situation zu haben. Eins ist vielleicht leicht verwackelt,
bei einem schaut jemand blöd, bei einem anderen wird was wichtiges
verdeckt etc. Also ich schaffe es nicht immer, im Augenblick der
Aufnahme z.B. 5 Personen so im Blick zu haben, daß ich mitkriege
ob jeder die ideale Postition und Gestik hat -- alle gleichzeitig
wohlgemerkt.

Für mich ist klar, daß ich von vielleicht 5 fast-identischen Fotos
immer alle außer einem aussortiere, dem das ich für das beste halte.
Und dieses beste Foto wird dann eventuell auch noch aussortiert, das
behandle ich dann quasi wie ein Einzelbild.

Ja, ich mag das Bildersortieren auch nicht, aber umgekehrt ärgere ich
mich meistens mehr: Daß da die Chance auf ein wirklich gutes Bild
gewesen wäre, und ich wegen irgendeinem kleinen Fehler es vermasselt
habe.

Von den 25000 Bildern die ich in den letzten zwei Jahren gemacht habe,
habe ich ca. 800 auf Flickr hochgeladen, das ist weitgehend deckungsgleich
mit der Auswahl, die ich getroffen habe (zu private Bilder lade ich nicht
auf Flickr, aber das sind zahlenmäßig wenige).

Wenn ich mich nicht verrechnet habe sind das ca. 3 Prozent der von mir
gemachten Bilder. Ich vermute, daß andere Leute auch auf eine ähnliche
Quote kommen. Analog war das ganze etwas höher, da waren manchmal pro
Film drei oder vier brauchbare Bilder dabei.

Wobei ich sagen muß: Aussortieren ist anstrengend, drum sollte es
der Fotograf machen, nicht der Betrachter es machen müssen. Leute,
die einem *alles* vorsetzen, hab ich noch aus der Dia-Zeit als extrem
nervig in Erinnerung, vor allem weil man bei solchen Dia-Vorträgen
selten die Fernbedienung in die Hand kriegt zum schnell weiterschalten.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Erhard Schwenk

unread,
Jun 5, 2010, 6:52:36 AM6/5/10
to
Hurlebaus wrote:

> Ich m�chte da doch mal fragen, wie und wie lange du brauchst, um diese
> Menge an Bildern nur oberfl�chlich anzuschauen...und
> auszuw�hlen...wieviel w�hlst Du aus....und wer schaut sie sich an?


> irgendwie komm ich da nimmer mit!!!!

Zun�chst kommen die Bilder von der Speicherkarte aufs Notebook, wobei
idR pro Reisetag ein Ordner angelegt wird. Das geht wenns eilig sein mu�
per Shell-Skript weitgehend automatisch.

Ein erstes Durchsehen passiert normalerweise bereits unterwegs, z.B.
abends in der Unterkunft oder auf l�ngeren Busfahrten. Das sind dann
100-300 Bilder/Tag, durch die bin ich mit gqview f�r die erste �bersicht
in einigen Minuten durch, wobei der gr�bste Ausschu� (verwackelt, Motiv
nicht getroffen, unscharf, komplett fehlbelichtet und dergleichen)
unmittelbar per L�schtaste entsorgt wird. Ebenso wird bei Motivgleichen
Bildern oft schon in diesem Status das technisch beste ausgew�hlt.

Und dann kommts drauf an, was ich mit den Bildern machen will.

In der Regel gibts eine DVD mit Bildersammlung f�r die anderen
Teilnehmer. Da kommt mal grunds�tzlich alles drauf. Bilder, bei denen
der Aufwand lohnend erscheint, werden fpr diese per Bildbearbeitung grob
optimiert (Beschnitt, Wei�abgleich, Nachsch�rfen, Schatten/Lichter
korrigieren) und als Kopie abgespeichert. Die Originale behalte ich
eigentlich immer. Bei Bildern die halt dokumentarisch oder aus
pers�nlichen Gr�nden interessant aber technisch zu schwach sind oder
photographisch nichts weiter hergeben, gebe ich mir diesen Aufwand
erstmal nicht. Diese Aktion dauert meist 1-2 Wochenenden.

F�r alle weiteren Zielmedien wird dann wieder gesondert ausgesucht und
aufbereitet, und beim Zeitaufwand daf�r kommts halt sehr drauf an was
man braucht. Das Problem ist aber in der Regel nicht, ein brauchbares
Bild f�r einen Zweck zu finden, sondern das brauchbare Material auf die
ben�tigte Anzahl einzudampfen. Und wenn man sich durch die 1600 Bilder
ein paar Mal durchgebl�ttert hat, wei� man auch ungef�hr wo was zu
suchen ist. F�r eine Auswahl von 20-30 Bildern f�r ein Web-Tagebuch etwa
ist mit ca. 2 Stunden Suchzeit und nochmal 2 Stunden Aufbereitung zu
rechnen.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-W�rttemberg - http://www.akkordeonjugend.de/

Dieter Lefeling

unread,
Jun 5, 2010, 10:07:40 AM6/5/10
to
Martina Eckner schrieb:

> [ Vieles ]

Dazu wurde schon alles mögliche gesagt.

Nur noch zwei Anmerkungen:

> Hm, was meinst du genau mit "mechanischer Steuerung"?

Damit meine ich "mechanische Steuerung". <8) Sorry, aber der Begriff ist
eindeutig. "Steuerung" in Bezug auf Kameras bezieht sich auf die wesent-
lichen Abläufe beim Einstellen der Belichtungzeit (Verschluss) und
Blende (Blendensteuerung). Beides geschieht in mechanischen Kameras rein
mechanisch. Die Zeitenbildung übernimmt ein Hemmwerk (wie in einer Uhr),
die Blende wird über Hebel und mechanische Anschläge eingestellt.

Die Begriffe "mechanisch" und "elektronisch" gesteuerte Kamera unter-
scheiden sich just in diesem Punkt. Hier Hemmwerk, dort elektronischer
Taktgeber (meist Quarz); hier Hebel, dort Elektromagnet oder Stellmotor.

> Ich überlege mir wirklich, in den Urlaub meine Olympus mitzunehmen ;-)

Du erwähntest eine OM-1. Die braucht - für die Belichtungsmessung - eine
Batterie vom Typ PX625, und zwar die Quecksilber-Ausführung. Nur damit
arbeitet der Belichtungsmesser korrekt (wie in vielen anderen Kameras
der Siebziger). Diese Batterie gibt es aber hierzulande schon seit
Jahren nicht mehr zu kaufen (Umweltschutz). Was es noch gibt, ist ein
anderer Typ (Alkalibatterie), der genauso aussieht, aber nicht die
passenden 1,35 V, sondern 1,5 V Spannung liefert.

Das würde sich in einer mehr oder weniger ausgeprägten Unterbelichtung
auswirken, denn die Kamera ist auf konstante 1,35 V "geeicht", die der
"richtige" Batterietyp auch konstant liefert - egal ob die Batterie
ladenneu oder fast leer ist. Der heute lieferbare "falsche" Typ ergibt
dagegen zuerst Unterbelichtung, irgendwann dann mal korrekte und irgend-
wann schliesslich Überbelichtung, weil die Spannung mit der Zeit ganz
laaaangsam absinkt.

Das könnte man noch tolerieren, indem man die Belichtungsanzeige regel-
mäßig überprüft und ggf. abgleicht (ASA-Wert anfangs etwas niedriger
einstellen), aber in Bezug auf die OM-1 gibt es Berichte von Benutzern,
die sich mit der falschen Batterie ihre Kamera (d.h. das Messwerk)
gebraten haben.

Also: Vorsicht! Das Batterieproblem gibt es auch bei klassischen Kameras
mit Quecksilber-Erfordernis hierzulande seit rund 10 Jahren, in anderen
Staaten schon seit den Neunzigern.

Aber man kann nach wie vor Belichtungsmesser bekommen, die ganz ohne
Strom funktionieren. Quasi mit "Solarbetrieb". Der Klassier ist der hier
- allerdings auch schon in einer "modernen" Variante, weil das Urmodell
ebenfalls aus Umweltschutzgründen nicht mehr so gebaut werden darf:
<http://www.sekonic.com/products/Sekonic%20L-398A%20STUDIO%20DELUXE%20III.asp>

Zu teuer? Mein Weimarlux Nova (batterieloser Selen-Belichtungsmesser aus
DDR-Produktion) wurde Anfang der Neunziger nagelneu für einen Fünfer
angeboten. DM, nicht Euro. Damit, zusammen mit einer voll mechanisch
gesteuerten Kamera, ist man dann völlig autark. 8-)

Dieter

Hartmut Ott

unread,
Jun 4, 2010, 6:14:20 PM6/4/10
to
Hej,

Martina Eckner wrote:

> Ich habe das Gefühl, daß unsere Akkus ständig leer sind. Ich weiß zwar


> jetzt nicht genau, wie viele Fotos sie durchhalten ... Man macht ja

> auch viel mehr Fotos als früher.

Es gibt gute Akkus und schlechte Akkus.Ich hatte mal eine Aiptek, da waren
die nachgekauften Akkus, naja - sehr bescheiden. Der Orginalakku
mittelmäßig. Bei der 2006 gekauften Olympus mju 725sw, inzwischen von meiner
Frau benutzt wird, ist noch der erste orginale Akku drin, während der
Reserveakku ("der ist genauso gut wie das Orginal") nur knapp ein Jahr
hielt. Und die 2008 gekaufte Pentax Optio W60 hat auch noch ihren orginal
mitgelieferten Akku, der alle paar Wochen mal aufgeladen wird.

Wenn der Akku tatsächlich ständig leer sind kann das am miesen Akku oder an
einer defekten Kamera liegen - Ausnahmen wären dann eher sowas wie die Optio
W90 mit eingeschalteten AF Hilfslicht und heftigen Gebrauch des LED
Markolichtes, die man damit auch als Taschenlape benutzen kann.


mfg
Hartmut Ott. .

Sebastian Suchanek

unread,
Jun 5, 2010, 11:54:51 AM6/5/10
to
Thus spoke Dieter Lefeling:
> Martina Eckner schrieb:
>
>> [...]

>> Ich überlege mir wirklich, in den Urlaub meine Olympus
>> mitzunehmen ;-)
>
> Du erwähntest eine OM-1. Die braucht - für die
> Belichtungsmessung - eine Batterie vom Typ PX625, und zwar
> die Quecksilber-Ausführung. Nur damit arbeitet der
> Belichtungsmesser korrekt (wie in vielen anderen Kameras
> der Siebziger). Diese Batterie gibt es aber hierzulande
> schon seit Jahren nicht mehr zu kaufen (Umweltschutz). Was
> es noch gibt, ist ein anderer Typ (Alkalibatterie), der
> genauso aussieht, aber nicht die passenden 1,35 V, sondern
> 1,5 V Spannung liefert.
> [...]

Der Fairness halber hättest Du noch die "WeinCell" Zink-Luft-
Batterien erwähnen können. ;-)

@Martina: Das sind Knopfzellen, die meines Wissens nach in ihren
elektrischen Eigenschaften recht gut an die ursprünglichen
Quecksilberzellen herankommen. Entscheidender Nachteil: Sie
halten - unabhängig von der Benutzung(!) - nur ein paar Monate.
Für Gelegenheitsfotografierer also eher nicht geeignet, für
einen "konzentrierten" Urlaub hingegen schon.


Tschüs,

Sebastian

--
"Muss ich mir eigentlich im Vergleich zu einem Analog-Fotografen
eine 1.6-fach grössere Fototasche kaufen, weil die Objektive
länger werden?"
[P.J. Meisch in drf zum Thema "Verlängerungsfaktor"]

Dieter Lefeling

unread,
Jun 5, 2010, 12:16:00 PM6/5/10
to
Sebastian Suchanek schrieb:

> Der Fairness halber h�ttest Du noch die "WeinCell" Zink-Luft-
> Batterien erw�hnen k�nnen. ;-)

Oder den MR9-Adapter. Oder Umbauten der Kamera.
Oder den Kauf von Rest-Queckis via Flohmarkt... 8-)

> @Martina: Das sind Knopfzellen, die meines Wissens nach in ihren

> elektrischen Eigenschaften recht gut an die urspr�nglichen

> Quecksilberzellen herankommen. Entscheidender Nachteil: Sie

> halten - unabh�ngig von der Benutzung(!) - nur ein paar Monate.
> F�r Gelegenheitsfotografierer also eher nicht geeignet, f�r

> einen "konzentrierten" Urlaub hingegen schon.

Da lob ich mir meine alte F-1. Die benutzt die gleichen Zellen, hat aber
einen Batteriepr�fer, mit dem mal immer mal wieder die Kalibrierung auf
1,5-V-Alkalibatterien abstimmen kann. Wenn es denn mal sein muss. 8-)

Dieter

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 5, 2010, 11:02:47 AM6/5/10
to
Hurlebaus <gerd....@freenet.de> wrote:

> Dabei wäre schon mal die Frage berechtigt, warum man Chips nicht
> vorrangig auf mögl. niedrigen Stromverbrauch hin entwickelt.....

Macht man doch. Nur kann man nur begrenzt viel Leistung dann
erwarten, und Displays sind keine Chips.

> ich bin kein Chip-Fachmann, aber mir geht eigentlich schon lange die
> Wärmeentwicklung in meinem Notebook auf den Keks...was da an Energie
> in Wärme umgesetzt wird... da würde ich mir schon eine Verbesserung
> hinsichtlch verminderung ( nicht durch Kühlung!)
> wünschen...Ingenieurskunst wäre hier schon sinnvoll eingesetzt!

Dann organisiere dir eine XO von OLPC.

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 5, 2010, 11:05:46 AM6/5/10
to
Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:

> Und wenn du den Blitz ständig auf Automatik stehen hast, knabbert der

> auch noch am Akku. Ein Blitz braucht kurzzeitig mehr Strom als die Akkus

> liefern können, daher wird verlustreich ein Kondensator aufgeladen, bei
> jedem Einschalten der Kamera, auch wenn du den Blitz nicht benötigst.
> Ausserdem dauert es mit eingeschalteter Blitzautomatiok unnötig lange

> bis die Kamera bereit ist.

Welche komische Kamera hast du?
Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
benutzt werden soll.

-Wolfgang

Ralph Aichinger

unread,
Jun 5, 2010, 2:07:47 PM6/5/10
to
Wolfgang Weisselberg <ozcv...@sneakemail.com> wrote:
> Welche komische Kamera hast du?
> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
> benutzt werden soll.

Es gibt Kameras, die sind im Einschaltzustand per default
auf "Blitz ein" und merken sich diese Einstellung nicht
übers Ausschalten hinweg, d.h. sie laden *jedesmal* den
Blitzlichtakku, ob man den Blitz nun braucht oder nicht.
Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Johannes Leckebusch

unread,
Jun 5, 2010, 2:28:52 PM6/5/10
to
Am 05.06.2010 20:07, schrieb Ralph Aichinger:
> Wolfgang Weisselberg<ozcv...@sneakemail.com> wrote:
>> Welche komische Kamera hast du?
>> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
>> benutzt werden soll.
>
> Es gibt Kameras, die sind im Einschaltzustand per default
> auf "Blitz ein" und merken sich diese Einstellung nicht
> übers Ausschalten hinweg, d.h. sie laden *jedesmal* den
> Blitzlichtakku, ob man den Blitz nun braucht oder nicht.

Das ist dann doof, aber trotzdem bestimmt ein Elko oder sonstiger
Kondensator, kein Akku.

> Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.

Wegschmeissen ... <g,d&r>

--

Jödel.

Jedenfalls ist ein Foto die Zukunft des in der Vergangenheit liegenden
Momentes einer Betrachtung, nicht wahr?

Privat: http://www.johannes-leckebusch.de
Fotoseiten: http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/
Ein Plädoyer für das Vollformat:
http://www.johannes-leckebusch.de/CanonEOS5DMKII/

Erhard Schwenk

unread,
Jun 5, 2010, 5:09:06 PM6/5/10
to
Hurlebaus wrote:

>>> Mein Akku in der Kamera reicht ca. eine Woche. Und nein, ich fotografiere
>>> nicht wenig (derzeit wohl so zwei, dreihundert Bilder in der Woche).
>>> Ich habe noch einen zweiten Reserveakku. Damit kann ich Problemlos
>>> hunderte Bilder machen. Es ist gar nicht zu denken, das in einem Tag
>>> leer zu machen, es sei denn, ich lass die Kamera sinnlos rattern.
>> ACK. Auf mehreren Konzertreisen habe ich innerhalb von 6-10 Tagen

>> 1200-1600 Bilder geschossen, wobei die vorhandenen zwei Akkus�tze je
>> nach Bedarf alle 1-2 Tage ans Ladeger�t kamen oder auch nicht.

> Ich m�chte da doch mal fragen, wie und wie lange du brauchst, um diese
> Menge an Bildern nur oberfl�chlich anzuschauen...und

> auszuw�hlen...wieviel w�hlst Du aus....und wer schaut sie sich an?


> irgendwie komm ich da nimmer mit!!!!

Also nochmal direkt auf die Frage:

300 Bilder komplett durchschauen dauert bei mir mit gqview im
Schnelldurchlauf vielleicht 15 Minuten. Im ersten Durchlauf fliegt dabei
totaler Ausschu� raus, fr�her waren das eher 75%, aber mit der �bung
steigt die Qualit�t und inzwischen hab ich bei gutem Licht nur noch ca.
25% Ausschu� - bei schummrigem Licht k�nnen es auch mal 50% werden.

Im zweiten Durchlauf mit Nachbearbeitung schaffe ich im quasi
schlechtesten Fall (jedes Bild mu� angefa�t werden) sch�tzungsweise
150-300 Bilder pro Tag. Einige wenige Bilder halte ich f�r so gelungen,
da� richtig Zeit investiere, um die optimal zu bearbeiten. Das mu� dann
aber wirklich was ansehnliches sein wie z.B.

http://www.akkordeonjugend.de/temp/drf/demo.jpg

Da hab ich mal so ungef�hr 1 Stunde dran geschraubt, im Wesentlichen
Ausschnitt, Farben und kleine Make-Up-Korrekturen die man mit blo�em
Auge wahrscheinlich gar nicht sehen w�rde (diverse
Normalverbraucher-Schminke scheint unter Blitzlicht leider recht
transparent zu sein).

M�del und Papi waren BTW recht erfreut �ber das Bild, das im Grunde
"nur" ein IMHo ganz gelungener Party-Schnappschu� ist.
Verbesserungsvorschl�ge sind nat�rlich trotzdem willkommen, das Bild ist
sicher f�r meine Verh�ltnisse recht gelungen.


--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-W�rttemberg - http://www.akkordeonjugend.de/

Ralph Aichinger

unread,
Jun 5, 2010, 6:20:20 PM6/5/10
to
Erhard Schwenk <esch...@fto.de> wrote:

> http://www.akkordeonjugend.de/temp/drf/demo.jpg
>
> Da hab ich mal so ungefähr 1 Stunde dran geschraubt, im Wesentlichen
> Ausschnitt, Farben und kleine Make-Up-Korrekturen die man mit bloßem
> Auge wahrscheinlich gar nicht sehen würde (diverse

> Normalverbraucher-Schminke scheint unter Blitzlicht leider recht
> transparent zu sein).

Mich würde interessieren, was die anderen dazu meinen, aber mal
was mir zu dem Bild auf/einfällt:

Zuersteinmal gefällt mir das Bild. Die Dargestellte kommt fesch
rüber, und der Gesichtsausdruck ist auch irgendwie witzig.

Was mir persönlich nicht so gut gefällt:

Das Bild schaut geblitzt aus, und zwar mit einer relativ kleinen
Lichtquelle. Die Nase hat so dieses typische Blitz-Glänzen, und noch
mehr stört mich der ganz ganz kleine Reflex zwischen ihren
Schneidezähnen und im Mund. Dafür ist auf den Augen wieder
kein "Glitzern" (kein Spitzlicht). War der Blitz direkt auf der
Kamera? Und nein, ich kanns auch nicht besser.

Der Bildausschnitt stört mich auch ein bißchen: Optisch schaut es
für mich aus, wie wenn der Kopf etwas unterhalb der Mitte wäre,
das gefällt mir meistens nicht so gut, wie etwas oberhalb davon.

Der Teil oberhalb der Haare bringt mir persönlich nichts, ich
hätte mir stattdessen etwas mehr von den Zöpfen gewünscht.
Die Zöpfe führen einen nach unten, und da ist plötzlich das
Bild aus.

Bei der Links-Rechts-Ausrichtung wäre ich auch etwas weiter nach rechts
gegangen, auch wenn das klischeehaft klingt (Person im goldenen
Schnitt, Raum in Blickrichtung freihalten oder so), außerdem bin ich
mir nicht so sicher, ob ich den Rücken in der Form mag. Wenn man da
am linken Rand was abschneiden und rechts was dazutun würde, dann würde
das IMHO dem Bild guttun.

Insgesamt kommt mir das ganze Bild leicht rotstichig vor. Ich habe
aber kein kalibriertes Display.

> Verbesserungsvorschläge sind natürlich trotzdem willkommen, das Bild ist
> sicher für meine Verhältnisse recht gelungen.

Ich weiß nicht, ob das wirkliche Verbesserungen wären, mich würde auch
interessieren was die anderen dazu meinen.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Harald Klotz

unread,
Jun 5, 2010, 7:07:04 PM6/5/10
to
Johannes Leckebusch schrieb:

> Das ist dann doof, aber trotzdem bestimmt ein Elko oder sonstiger
> Kondensator, kein Akku.

Der Strom dafür kommt aus dem Akku und verkürzt damit die Akkustandzeit.
Ausserdem verzögert es die Bereitschaftszeit der Kamera.

>> Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.
>
> Wegschmeissen ...

Alle Blitzkameras wegschmeissen?

Harald


Harald Klotz

unread,
Jun 5, 2010, 7:00:08 PM6/5/10
to
Wolfgang Weisselberg schrieb:

> Welche komische Kamera hast du?
> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
> benutzt werden soll.

Du musst komische Kameras kennen.
Ich habe noch keine gesehen, die erst mit Druck auf den Auslöser nach
erfolg´ter Lichtmessung anfängt den Blitz zu laden.

Ich würde behaupten, *jede* Kamera läd bei eingeschaltetem Blitz
vorsorglich und hält ihn in Bereitschaft.

Harald

Harald Klotz

unread,
Jun 5, 2010, 7:04:37 PM6/5/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Wolfgang Weisselberg <ozcv...@sneakemail.com> wrote:
>> Welche komische Kamera hast du?
>> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
>> benutzt werden soll.
>
> Es gibt Kameras, die sind im Einschaltzustand per default
> auf "Blitz ein" und merken sich diese Einstellung nicht
> übers Ausschalten hinweg, d.h. sie laden *jedesmal* den
> Blitzlichtakku, ob man den Blitz nun braucht oder nicht.
> Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.

Ich kenne zumindest keine Kamera, welche den Blitz mit jedem Ausschalten
abschaltet, so dass er beim nächsten Einschalten erst akztiviert werden
müsste.
Die Kameras, die ich bisher gesehen habe merken sich den Schaltzustand.
Steht der Blitz beim Ausschalten auf ein, wird der Blitz beim nächsten
Einschalten automatisch geladen.
Die Defaulteinstellungen der Kameras haben in der Regel den Blitz auf
Automatik stehen, d.H. der Blitz wird bei jedem Einschalten geladen.

Harald

Jan Bruns

unread,
Jun 5, 2010, 8:23:31 PM6/5/10
to

Erhard Schwenk:

> http://www.akkordeonjugend.de/temp/drf/demo.jpg

> Da hab ich mal so ungefähr 1 Stunde dran geschraubt, im Wesentlichen
> Ausschnitt, Farben und kleine Make-Up-Korrekturen die man mit bloßem
> Auge wahrscheinlich gar nicht sehen würde (diverse


> Normalverbraucher-Schminke scheint unter Blitzlicht leider recht
> transparent zu sein).

Hm, also für mich als jemand, der die abgebildete Person nicht kennt,
ist eine Beachtung der Belichtungszeit durchaus hilfreich um zu verstehen,
was Du an dem Bild gut finden könntest...

Gruss

Jan Bruns

--
Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/

Jan Bruns

unread,
Jun 5, 2010, 9:15:04 PM6/5/10
to

Jürgen Gerkens:
> Wer sich natürlich Billigakkus aus dem Aldi kauft, die ein paar Cent
> weniger kosten und sich dadür selbst entladen, bevor sie zum Einsatz
> kommen, der macht dann natürlich unterwegs dicke Backen.

Das Problem kann man genauso auch mit sauteuren Akkus aus dem Baumarkt
haben. Dazu noch 'ne Kamera, die sich selbst bei guten Akkus/Batterien
nur ein paar mal einschalten lässt, idealerweise noch so, daß dann
bei ausgenuckelter Stromquelle beim Einschalten zwar jederzeit noch das
Objektiv rausfährt,dann jedoch die Kamera abstürzt, und der durchschnitts-
usser hat viel Freude an dem Gerät. Besonders, wenn er mit einigen Wochen
zuvor nicht beaufsichigten, dann aber eigentlich (laut Beipacklader)
vollgeladenen Akkus loszieht. Riesenspaß.

So geschehen noch vor wenigen Jahren einer Medion MD40696.

Joerg-Olaf Schaefers

unread,
Jun 5, 2010, 9:53:12 PM6/5/10
to
On 05.06.10 08:33, Wolfgang Hauser wrote:
...
> Ich habe noch von keinem Consumer-Kurbelger�t geh�rt, das wirklich
> �berzeugt h�tte. Problem ist zun�chst: Das ist Mechanik. In
> ordentlicher Ausf�hrung - dauerhaft, robust genug f�r Grobmotoriker,
> vern�nftiger Wirkungsgrad - kann die weder ganz billig noch
> superleicht und kompakt sein.

Ach, trallala! Hier, f�r sechsneunzig:
http://www.pearl.de/a-NC5026-5532.shtml ,)

SCNR
Olaf

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 5, 2010, 3:28:16 PM6/5/10
to
Wolfgang Weisselberg schrieb:

> Welche komische Kamera hast du?
> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
> benutzt werden soll.

Bei deinem Vorredner war ja auch von Fall einer aktivierten
Blitzautomatik die Rede.

Jürgen Gerkens

Erhard Schwenk

unread,
Jun 5, 2010, 11:54:34 PM6/5/10
to
Ralph Aichinger wrote:
> Erhard Schwenk <esch...@fto.de> wrote:
>
>> http://www.akkordeonjugend.de/temp/drf/demo.jpg

> Mich würde interessieren, was die anderen dazu meinen, aber mal


> was mir zu dem Bild auf/einfällt:
>
> Zuersteinmal gefällt mir das Bild. Die Dargestellte kommt fesch
> rüber, und der Gesichtsausdruck ist auch irgendwie witzig.

Ist ein Party-Schnappschuß, als sich die Dame mit Freundin gerade vor
nem Computerbidschirm vergnügte, also kein gestelltes Bild.

Grad mal die EXIF-Daten aus dem Original gefischt: 1/15s, f/4,8, 122mm
Brennweite (also war das Nikkor 70-300 VRII im Einsatz), Mittenbetonte
Belichtungsmessung.

> Was mir persönlich nicht so gut gefällt:

> Das Bild schaut geblitzt aus, und zwar mit einer relativ kleinen
> Lichtquelle. Die Nase hat so dieses typische Blitz-Glänzen, und noch
> mehr stört mich der ganz ganz kleine Reflex zwischen ihren
> Schneidezähnen und im Mund. Dafür ist auf den Augen wieder
> kein "Glitzern" (kein Spitzlicht). War der Blitz direkt auf der
> Kamera? Und nein, ich kanns auch nicht besser.

War ein Blitz auf der Kamera, IIRC mit aufgesetztem relativ kleinem
Diffusor. Den Reflex zwischen den Schneidezähnen muß ich übersehen
haben, den könnte ich wahrscheinlich relativ problemlos entfernen. Fiel
auf dem Ausdruck allerdings nicht weiter auf.

> Der Bildausschnitt stört mich auch ein bißchen: Optisch schaut es
> für mich aus, wie wenn der Kopf etwas unterhalb der Mitte wäre,
> das gefällt mir meistens nicht so gut, wie etwas oberhalb davon.

> Der Teil oberhalb der Haare bringt mir persönlich nichts, ich
> hätte mir stattdessen etwas mehr von den Zöpfen gewünscht.
> Die Zöpfe führen einen nach unten, und da ist plötzlich das
> Bild aus.

> Bei der Links-Rechts-Ausrichtung wäre ich auch etwas weiter nach rechts
> gegangen, auch wenn das klischeehaft klingt (Person im goldenen
> Schnitt, Raum in Blickrichtung freihalten oder so), außerdem bin ich
> mir nicht so sicher, ob ich den Rücken in der Form mag. Wenn man da
> am linken Rand was abschneiden und rechts was dazutun würde, dann würde
> das IMHO dem Bild guttun.

GRad nachgesehen, der Ausschnitt entspricht dem Original, mehr war nicht
drin. Ich weiß noch daß sie in nen Computermonitor schaute, der würde
rechts unten irgendwann im Bild sein, ich glaube nicht daß da viel Platz
war.

> Insgesamt kommt mir das ganze Bild leicht rotstichig vor. Ich habe
> aber kein kalibriertes Display.

Liegt eventuell daran, daß die Wände in dem Raum komplett dunkelrot sind
und daher auch das Licht entsprechend reflektiert wird. Ich wollte aber
auch die Farbstimmung nicht zu unterkühlt machen, sonst wirkt es
unnatürlich. Die Klamotte des Mädels müßte eigentlich ziemlich neutral
grau sein IIRC.


--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de/

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 6, 2010, 4:40:59 AM6/6/10
to
Jan Bruns schrieb:

>Das Problem kann man genauso auch mit sauteuren Akkus aus dem Baumarkt
>haben.

Sauteuer heißt nicht automatisch LSD-Akku. Beim Baumarkt noch sehr
viel weniger als im Fotogeschäft, erst recht, wenn das Jahre zurück
liegt.

>usser hat viel Freude an dem Gerät. Besonders, wenn er mit einigen Wochen
>zuvor nicht beaufsichigten, dann aber eigentlich (laut Beipacklader)
>vollgeladenen Akkus loszieht. Riesenspaß.
>
>So geschehen noch vor wenigen Jahren einer Medion MD40696.

Möglicherweise ein Schrottgerät (per Design oder defekt), das
ausgeschaltet noch viel Strom zieht. So ein Verhalten ist aber nicht
die Regel.

Kameras, die mit LiIon-Akkus laufen, zicken übrigens in der Praxis
nach meiner Erfahrung deutlich weniger.

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 6:16:22 AM6/6/10
to
Jan Bruns schrieb:

> Das Problem kann man genauso auch mit sauteuren Akkus aus dem Baumarkt
> haben. Dazu noch 'ne Kamera, die sich selbst bei guten Akkus/Batterien
> nur ein paar mal einschalten lässt, idealerweise noch so, daß dann
> bei ausgenuckelter Stromquelle beim Einschalten zwar jederzeit noch
> das Objektiv rausfährt,dann jedoch die Kamera abstürzt, und der
> durchschnitts- usser hat viel Freude an dem Gerät. Besonders, wenn er
> mit einigen Wochen zuvor nicht beaufsichigten, dann aber eigentlich
> (laut Beipacklader) vollgeladenen Akkus loszieht. Riesenspaß.
>
> So geschehen noch vor wenigen Jahren einer Medion MD40696.

Wer kauft schon "Kameras" bei Aldi?

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 6:33:01 AM6/6/10
to
Wolfgang Hauser schrieb:

> Sauteuer heißt nicht automatisch LSD-Akku.

Keine Macht den Drogen, oder bei Obi?

> Beim Baumarkt noch sehr viel weniger als im
> Fotogeschäft, erst recht, wenn das Jahre zurück
> liegt.

ACK

>> usser hat viel Freude an dem Gerät. Besonders, wenn er mit einigen
>> Wochen zuvor nicht beaufsichigten, dann aber eigentlich (laut
>> Beipacklader) vollgeladenen Akkus loszieht. Riesenspaß.
>>
>> So geschehen noch vor wenigen Jahren einer Medion MD40696.

Wer kauft auch schon Kameras im Aldi?

> Möglicherweise ein Schrottgerät (per Design oder defekt), das
> ausgeschaltet noch viel Strom zieht. So ein Verhalten ist aber nicht
> die Regel.

Medion halt. Die vertreiben auch schon mal Notebooks, die
serienmäßig ab Werk überhitzen, können den Defekt dann nicht
beheben, müssen ihren Schrott zurück nehmen und die Computer
Bild bewertet das als Testsieger, nachdem dort ganzseitige
Anzeigen schaltet wurden. Und so wird der Mist dann gekauft.

> Kameras, die mit LiIon-Akkus laufen, zicken übrigens in der
> Praxis nach meiner Erfahrung deutlich weniger.

Mag ich so pauschal nicht glauben, zumal ich selbst
ausschließlich mit AA Akkus betriebene Kompaktkameras
besite, von denen keine herum zickt. Die sind aber
allesamt Markenware haben nur Markenakkus erlebt, die
in einem Ladegerät von Sanyo, Ansmann oder dem IVT
aufgeladen worden sind.

Jürgen Gerkens

Sebastian Suchanek

unread,
Jun 6, 2010, 8:01:04 AM6/6/10
to
Thus spoke Jürgen Gerkens:

> Wolfgang Hauser schrieb:
>
>> Sauteuer heißt nicht automatisch LSD-Akku.
>
> Keine Macht den Drogen, oder bei Obi?
> [...]

In diesem Fall "LSD" == "Low Self Discharge".
Hätte Dir aber auch die Wikipedia verraten...

Ralph Aichinger

unread,
Jun 6, 2010, 8:08:57 AM6/6/10
to
Jürgen Gerkens <Ger...@nurfuerspam.de> wrote:

>> Kameras, die mit LiIon-Akkus laufen, zicken übrigens in der
>> Praxis nach meiner Erfahrung deutlich weniger.
>
> Mag ich so pauschal nicht glauben, zumal ich selbst
> ausschließlich mit AA Akkus betriebene Kompaktkameras
> besite, von denen keine herum zickt.

Also in meinem Bekanntenkreis haben die Leute mit AA-Kameras
nur Probleme, und die Leute mit LiIon nicht. Ich würde sagen
LiIon-Kameras sind Laienfreundlicher.

> Die sind aber
> allesamt Markenware haben nur Markenakkus erlebt, die
> in einem Ladegerät von Sanyo, Ansmann oder dem IVT
> aufgeladen worden sind.

Sowas kauft sich aber der Laie, der eine 99 Euro Digicam kauft
nicht, woher sollte er auch wissen, daß es da Unterschiede gibt,
was man da kauft etc. Vom Verkäufer meistens nicht, der verkauft
oft den Mist, der den höchsten Deckungsbeitrag hat, d.h. irgendwelche
billigen Eigenmarken mit einem möglichst beeindruckenden Aufdruck
(sind die schon bei 3000mAh angelangt?)

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Uwe Borchert

unread,
Jun 6, 2010, 11:03:37 AM6/6/10
to
Hallo,

Ralph Aichinger schrieb:

...[Mignon-befeuerte Digiknipsen]...

> Sowas kauft sich aber der Laie, der eine 99 Euro Digicam kauft
> nicht, woher sollte er auch wissen, daß es da Unterschiede gibt,
> was man da kauft etc.

drf bildet, ich habe beruflich mit Dokuknipsen zu tun und
eine technische Grundausbildung. In zwei Jahrzehnte mit
Batterie-befeuerter Messtechnik habe ich viel schlechte
Erfahrungen gemacht und gelernt.

Daher habe ich Digiknipsen mit Mignon-Befeuerung und Li-
Batterien. Das scheint gut zu gehen und die Kameras sind
seit einem Jahr mit der gleichen Füllung im Einsatz. Die
Alternative wären Li-Akkus, was sich aber für mich wohl
erst nach vielen Jahren rechnen würde, da ich ausser den
Knipsen keine mobile Spaß-Elektronik besitze. Bisher habe
ich seit 14 Monaten den ersten Batteriesatz drinnen und
noch keine Warnmeldung der Knipsen bekommen.

> ... Vom Verkäufer meistens nicht, der verkauft


> oft den Mist, der den höchsten Deckungsbeitrag hat, d.h. irgendwelche
> billigen Eigenmarken mit einem möglichst beeindruckenden Aufdruck
> (sind die schon bei 3000mAh angelangt?)

So gesehen bei Saturn ... Der Verkaufsdroide plapperte
was von Batterien, zeigt auf Alkaline und das die so
schnell leer wären. Die Li-Batterien im eigenen Regal
kannte er nicht mal. Aber er empfahl Akkus und zeigte
auf ein Ladegerät mit NiCd(!)-Mignons. Wenige Meter
nebenan war eins mit Eneloops und auch nur 50% teurer.
In zwei von zwei Fällen hat der Verkaufsdroide im Saturn
die denkbar schlechteste Alternative empfohlen. Ich war
damals über die geballte Inkompetenz des Verkaufs-Droiden
doch sehr überrascht.

MfG

Uwe Borchert

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Michael Unger

unread,
Jun 6, 2010, 11:46:15 AM6/6/10
to
On 2010-06-06 12:16, "Jürgen Gerkens" wrote:

> Wer kauft schon "Kameras" bei Aldi?

Anscheinend jede Menge Leute -- denn typischerweise sind solche Artikel
schon am späten Vormittag des ersten Verkaufstages bereits "völlig
unerwarteterweise" ausverkauft.

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.

Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 12:11:10 PM6/6/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Also in meinem Bekanntenkreis haben die Leute mit AA-Kameras
> nur Probleme, und die Leute mit LiIon nicht. Ich würde sagen
> LiIon-Kameras sind Laienfreundlicher.

Insbesondere was den Nachkauf von Akkus betrifft. ;-)
Wenn der Hersteller dir eine neue Kameras verkaufen will, stellt er dass
Liefern von Akkus ein und wenn die Kamera nicht verbreitet genug war
fehlen auch 2. Lieferanten für Akkus.
Alternativ werden die Akkus so teuer gemacht, dass du am Ender der Akkus
lieber eine neue Kamera kaufst.
Gute LiIon können durchaus ein paar Jährchen halten, aber ich u.A. von
Sony Akkus erlebt, die nach einem Jahr platt waren.
Für den Laien, der seine Kamera nicht wegen nicht mehr verfügbnarer
Akkus in den Müll geben will, sind aus meiner Sicht nur Kameras mit
Standard Akkus sinnvoll.

Harald

Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 12:14:43 PM6/6/10
to
Jürgen Gerkens schrieb:

Und der Vorvorredner war ich und ich hatte gesagt, dass man den Blitz
abschalten sollte.
Darauf kam die befremdliche Antwort, dass Kameras den Blitz nur laden
wenn er auch benötigt wird.

Ich kenne noch keine Kamera, die hellsehen kann udn nur läd wenn es für
das nächste Bild erforderlich ist.
Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen, die Kamera kennt
das nächste Motiv nicht und hält den Blitz geladen.
Einer Aussage zur Folge, soll es Kameras geben, die den Blitz bei jedem
Einschalten grundsätzlich laden, so eine Technik habe ich noch nie
gesehen und wäre auch nicht sinnvoll, geben kann es das natürlich bei
einem schlechten Hersteller.

Nur eben eine Kamera, die den Blitz nur läd wenn er benötigt wird, gibt
es meines Wissens nicht, denn die könnte dann ja erst mit dem Laden
anfangen, wenn du auf den Auslöser drückst.

Harald

Alfred Jäger

unread,
Jun 6, 2010, 12:24:05 PM6/6/10
to
Am 04.06.2010 19:34, schrieb Erhard Schwenk:

> DSLR-Gehäuse mit einfachen AF-Zooms schaffen, solang man die Finger von
> Live-View, Blitz, Bildstabilisator und dergleichen Stromfressern läßt,
> ohne Weiteres 500-800 Auslösungen mit einem Akku.

Hi,

man CIPA.
Die haben einen Standard, wie viele Bilder aus einer Akkuladung zu
schaffen sind. Aktuelle DSLRs liegen bei knapp 1000, 'Handschmeicher' um
300. Was aber nicht sagt, daß alle so sind - wenn die Kamera noch nicht
gekauft ist, kann auch so ausgewählt werden.
Meine Steinzeit-DLSR schafft damit 2500 Aufnahmen pro Akku, bei
JPEG-Fine macht das dann 9GB Daten. "Für alle Fälle", die schon
eingetreten sind, habe ich noch einen Revserveakku.

Just for Fun:
Nikon D3(x): 4400 Bilder pro Akkuladung
Nikon D40x: 520
Nikon D300s: 950
Lumix TZ-7: 300
Canon 5DMKII: 550 ca
Lumix FZ-50: 360
Canon G10: 400
Canon 450D: 500
Canon 550D: 440 (ohne LiveView)
Canon 50D: 640

Gruß, ALF

Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 12:20:15 PM6/6/10
to
Michael Unger schrieb:
> On 2010-06-06 14:08, "Ralph Aichinger" wrote:
>
>> [...]
>>
>> [...] der verkauft

>> oft den Mist, der den höchsten Deckungsbeitrag hat, d.h. irgendwelche
>> billigen Eigenmarken mit einem möglichst beeindruckenden Aufdruck
>> (sind die schon bei 3000mAh angelangt?)
>
> Ich habe -- um bei Aldi zu bleiben -- (bislang) nur 2700 mAh (für AA)
> gesehen;

Die kürzlich angebotenen hatten 2400mAh

> dafür aber 4000 mAh für die Größen C _und_ D, wo man sich
> dann doch etwas am Hinterkopf kratzt ...

Ich vermute, D wird zuwenig verlangt, da packt man einfach einen C-Kern
ins größere Gehäuse.

Harald

Ralph Aichinger

unread,
Jun 6, 2010, 12:33:20 PM6/6/10
to
Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
> Insbesondere was den Nachkauf von Akkus betrifft. ;-)

Das habe ich auch einmal geglaubt. Tatsächlich ist das bei nicht
völlig exotischen Kameras kein Problem. Bei welchen Kameras ist
das ein Problem?

> Wenn der Hersteller dir eine neue Kameras verkaufen will, stellt er dass
> Liefern von Akkus ein

Warum sollte er das? Akkus sind für die Hersteller eine gute Einnahmequelle,
und zwar eine, die vor allem der eigenen Firma zugute kommt. Wenn man
den Kunden dazu zwingt, eine neue Kamera zu kaufen, dann kann er genauso
gut zur Konkurrenz gehen. Drum achten Hersteller peinlichst darauf, möglichst
viel Zubehör (auch Akkus!) gleich zu halten, solange das technisch möglich
und sinnvoll ist.

> und wenn die Kamera nicht verbreitet genug war
> fehlen auch 2. Lieferanten für Akkus.

Welche Kamera soll das sein? Modellbezeichnung?

> Alternativ werden die Akkus so teuer gemacht, dass du am Ender der Akkus
> lieber eine neue Kamera kaufst.

LiIon sind immer etwas teurer. Aber *sooo* teuer sind sie im Vergleich zu
AAs auch wieder nicht, vor allem wenn man dran denkt, daß man für AAs auch
noch hochspezielle, teure Ladegeräte braucht, wenn man sie wirklich lange
nutzen will. "Power User" haben die sowieso, für einen Laien kostet sowas
gern mehr als die ganze Kamera. Und wenn ich alle 2 Jahre einen Akku um
50 Euro kaufe, geht da die Welt davon unter? Was machst du bei deinem
Handy? Hast du da auch eines mit AA-Akkus?

> Gute LiIon können durchaus ein paar Jährchen halten, aber ich u.A. von
> Sony Akkus erlebt, die nach einem Jahr platt waren.

Ja und? Ich hab schon bei allen möglichen Geräten erlebt, daß sie
kein Jahr durchhalten. Der Normalfall ist das sicher nicht.

> Für den Laien, der seine Kamera nicht wegen nicht mehr verfügbnarer
> Akkus in den Müll geben will, sind aus meiner Sicht nur Kameras mit
> Standard Akkus sinnvoll.

Wenn man eine Scheinargumentation sucht, um sich AAs schönzureden,
dann ist das bestimmt ein tauglicher Weg. In der Realität passiert
das außerhalb von Power-User-Phantasien wohl sehr sehr selten.

Das realistischere Szenario ist, daß die Kamera mit AAs weggeworfen
wird, weil das Laden zu nervig ist, die Akkus nach drei Monaten
kaputt sind, weil das Ladegerät nichts taugt (und der Laie denkt,
das muß so sein) oder das Handling zu umständlich ist.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 6, 2010, 1:46:55 PM6/6/10
to
Harald Klotz schrieb:

>Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen,

So pauschal stimmt das nicht. Ich habe hier mehrere Kameras, die den
Blitz erst bei Aktivierung laden.

Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 3:28:59 PM6/6/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
>> Insbesondere was den Nachkauf von Akkus betrifft. ;-)
>
> Das habe ich auch einmal geglaubt. Tatsächlich ist das bei nicht
> völlig exotischen Kameras kein Problem. Bei welchen Kameras ist
> das ein Problem?

Konkret kann ich dir keine nennen, ich habe jetzt auch keine Lust nach
Modellen zu sichen, die inzwischen 10 Jahre alt mit propitären Akkus
sind, bin aber sicher fündig zu werden.
Kameras von vor 10 Jahren entsprechen sicher nicht mehr heutigen
Ansprüchen, daher weint denen wohl keiner mehr einer Träne nach, aber
eine heute gekaufte Kamera dürfte auch 20 oder 30 Jahren die Ansprüche
von Privatanwendern noch erfüllen können, viel wird sich weder in der
Optik oder Bildqualität mehr tun können, was ein Privatanwender
benötigen könnte.

>> Wenn der Hersteller dir eine neue Kameras verkaufen will, stellt er
>> dass Liefern von Akkus ein
>
> Warum sollte er das?

Die Begründung steht in dem Satz auf den du die Frage gestellt hast.
Hinzu kommt natürlich meist eine sinkende Nachfrage mit zunehmdenem
Kameraalter.
Sicher wird es bei einem millionenfach verkauften Modell anders
aussehen, als bei einem welches es nur in kleiner Auflage gegeben hat.

> Akkus sind für die Hersteller eine gute
> Einnahmequelle, und zwar eine, die vor allem der eigenen Firma zugute
> kommt.

Aber nur, wenn der Umnsatz stimmt.

> Wenn man
> den Kunden dazu zwingt, eine neue Kamera zu kaufen, dann kann er
> genauso gut zur Konkurrenz gehen.

Da es nur wenige Hersteller gibt und es alle so machen, gleicht es sich
aus.

> Drum achten Hersteller peinlichst darauf,
> möglichst viel Zubehör (auch Akkus!) gleich zu halten, solange das
> technisch möglich und sinnvoll ist.

Du bist auf dem Punkt.
Akkus sind Verschleissteile, die können nicht ewig gelagert werden,
müssen also laufend nachproduziert werden.
Das lohnt für kleine Stückzahlen schnell nicht mehr, auch nicht bei den
exorbitanten Preisen der Hersteller.

> LiIon sind immer etwas teurer. Aber *sooo* teuer sind sie im
> Vergleich zu AAs auch wieder nicht, vor allem wenn man dran denkt,
> daß man für AAs auch noch hochspezielle, teure Ladegeräte braucht,

Ich brauche nur eines, für alle Geräte die mit 1,2 Volt Rundzellen
arbeiten.
So hochspeziell ist das heute auch nicht mehr.

> wenn man sie wirklich lange nutzen will. "Power User" haben die
> sowieso, für einen Laien kostet sowas gern mehr als die ganze Kamera.

Lebt aber meist auch länger als die Kamera.

> Und wenn ich alle 2 Jahre einen Akku um 50 Euro kaufe, geht da die
> Welt davon unter?

Um den Akkupreis zu akzeptieren muss es schon eine sehr hochwertige
Kamera sein.

> Was machst du bei deinem Handy?

Meine 3, haben jeweils noch den ersten Akku, Siemens S55, M55 und
Samsung SGH 670, beim SE k700i war der Akku bereits nach einem Jahr sehr
schlecht und nach gut 2 Jahren versagte der Stick, so dass es
unbrauchbar wurde.
Der Akku zugehörigen BT-Freisprecheinrichtung mit fest eingebauten Akku
hat auch nur rd. 3 Jahre gelebt und damit war das Teil komplett Schrott.

Hast du da auch eines mit AA-Akkus?

Jain, ich müsste es überreden statt mit 1,5 Volt Batterien mit Akkus zu
arbeiten.
Wenn Einzelzellen, statt des Akkupacks einlegt, erwartet es 4,5 Volt.
Ausserdem zu alt und vor allem zu groß.

> Wenn man eine Scheinargumentation sucht, um sich AAs schönzureden,
> dann ist das bestimmt ein tauglicher Weg. In der Realität passiert
> das außerhalb von Power-User-Phantasien wohl sehr sehr selten.

Es kommt auf die Verwendung an.
Der Privatuser, der seine Kamera gelegentlich nutzt, ist sicher besser
beraten, wenn die Verschleissteile aus standardisierter Technik zu
rekrutieren sind.

> Das realistischere Szenario ist, daß die Kamera mit AAs weggeworfen
> wird, weil das Laden zu nervig ist,

Und die Kamera mit propitären Akkus, weil der Ersatzakkupreis in der
Nähe einer aktuellen neuen Kamera liegt.

> die Akkus nach drei Monaten
> kaputt sind, weil das Ladegerät nichts taugt (und der Laie denkt,
> das muß so sein) oder das Handling zu umständlich ist.

Um Akkus in 3 Monaten zu schrotten, musst du sie schon arg misshandeln.

Ein Handy nutzt man täglich, da ist es kleines Gewicht und möglichst
hohe Akkustandzeit sinnoll.
Sinnvoll wäre da ebenfalls, wenn sich ein paar LiIon Standardtypen
etablieren würden, aber steht dem Abzockstreben der Hersteller entgegen.
Nokia schafft es sogar, in Bauform und elektrischen Daten völlig
identische Akkus, so zu konzipieren, dass nicht ziwschen Geräten
austauschbar sind.

Technisch wäre es kein Problem, auch LiIon so zu standardisieren, wie
die derzeitigen Batteriebauformen.

Harald


Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 3:33:18 PM6/6/10
to
Wolfgang Hauser schrieb:

Reden wir aneinander vorbei?
Was verstehst du unter Aktivierung?

Wenn du deine Kamera auf Blitzautomatik stellst, wird sie vorsorglich
den Blitz laden, um dann wenn ben�tigt blitzen zu k�nnen.

Es mag sein, dass einige Kameras sich den Automatikmodus nicht merken
und beim Einschalten niemals vorladen, das kenne ich zwar nicht, ist
aber vorstellbar.

Eine Kamera die erst den Blitz aufl�d, wenn sie bemerkt, dass er
ben�tigt wird, w�re ziemlich unsinnig und verwirrend in der Bedienung,
denn sie m�sste nach Bet�tigen des Ausl�ser erst einmal laden und w�rde
sehr verz�gert ausl�sen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es auch nur ein einziger Hersteller
so gel�st hat.

Ich vermute du meinst etwas anderes, nur was genau?

Kennst du das Prinzip der Blitzfunktion nicht?
Die Batterie oder der Akku leisten nicht genug f�r den Blitz, daher wird
ein Kondensator aufgeladen um den Blitz in Bereitschaft zu bringen. Der
Strom ist verbraucht, auch wenn du den Blitz nicht ben�tigst. Ausserdem
entl�d der Kondensator auch ohne Nutzung sich sehr schnell, muss st�ndig
nachgeladen werden.
Der Blitz ist aktiviert, wenn du die Blitzautomatik einstellst und
verbraucht seinen Strom.

Harald

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 4:21:53 PM6/6/10
to
Harald Klotz schrieb:

> Und der Vorvorredner war ich und ich hatte gesagt, dass man den Blitz
> abschalten sollte.

Das war nicht die Aussage, auf die ich mich bezog, sondern ...

> Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
>
>> Und wenn du den Blitz ständig auf Automatik stehen hast, knabbert der
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> auch noch am Akku. Ein Blitz braucht kurzzeitig mehr Strom als die^
^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> Akkus liefern können, daher wird verlustreich ein Kondensator
>> aufgeladen, bei jedem Einschalten der Kamera, auch wenn du den Blitz
>> nicht benötigst. Ausserdem dauert es mit eingeschalteter
>> Blitzautomatiok unnötig lange bis die Kamera bereit ist.

Wolfgang Weisselberg schrieb:

> Welche komische Kamera hast du?
> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
> benutzt werden soll.
>

> -Wolfgang

Da die Kamera bei Blitautoatik den Blitz natürlich in Standby
bereit halten muß, ist die von dir geschriebene Vermutung völlig
richtig und Wolfgangs Äußerung dazu Unsinn.

Bei Automatik soll der Blitz ja im entscheidenden Moment verfügbar
sein und ist es dementsprechend auch.

> Darauf kam die befremdliche Antwort, dass Kameras den Blitz nur laden
> wenn er auch benötigt wird.

Eben.

> Ich kenne noch keine Kamera, die hellsehen kann udn nur läd wenn es
> für das nächste Bild erforderlich ist.

Keine Frage, deshalb stimmte ich dir absolut zu, wunderte mich über
Wolfgangs fachunkundige Bemerkung.

> Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen, die Kamera
> kennt das nächste Motiv nicht und hält den Blitz geladen.
> Einer Aussage zur Folge, soll es Kameras geben, die den Blitz bei
> jedem Einschalten grundsätzlich laden, so eine Technik habe ich noch
> nie gesehen und wäre auch nicht sinnvoll, geben kann es das natürlich
> bei einem schlechten Hersteller.

Bei meinen ersten zwei Olympus Kamera, ziemliche Stromfresser, hatte ich
den Einschaltstrom mal gemessen. Der lag je nach Modell zwischen 2 und
2.5 A, natürlich nur kurzzeitig, aber dementsprechend schaffte man auch
locker 2 Akkusätze am Tag leer zu lutschen, bei Mäusekinobetrieb
selbstredend noch viel schneller.

> Nur eben eine Kamera, die den Blitz nur läd wenn er benötigt wird,
> gibt es meines Wissens nicht, denn die könnte dann ja erst mit dem
> Laden anfangen, wenn du auf den Auslöser drückst.

Eben, deshalb auch volle Zustimmung von mir und mein Bezug auf deine
Aussage zur Blitzautomatik, die ich völlig logisch und richtig fand.


Jürgen Gerkens

Ralf C. Kohlrausch

unread,
Jun 6, 2010, 5:47:11 PM6/6/10
to
Dieter Lefeling schrieb:
> Den Belichtungsmesser für "Film"-Kameras konnte man
> noch per Solarzelle speisen (solche Kameras gab es wirklich)


Selen-Belis waren mal absolut Standard.


(Duck und wech).

Gruß
Ralf C.

>


--
Jetzt neu: mit wissenschaftlich erwiesenem Sachverstand ;-)
http://noam.uni-muenster.de/gidi/arbeitspapier05.pdf
(S. 10 ff)
Ich sach nur: Theo, Tess und Quentin...

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 7:20:27 PM6/6/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Also in meinem Bekanntenkreis haben die Leute mit AA-Kameras
> nur Probleme, und die Leute mit LiIon nicht. Ich würde sagen
> LiIon-Kameras sind Laienfreundlicher.

Fachleute, die zu blöd sind sich für qualitativ brauchbare
Akkus zu entscheiden, erlebt man auch, keine Frage.

> Sowas kauft sich aber der Laie, der eine 99 Euro Digicam kauft
> nicht, woher sollte er auch wissen, daß es da Unterschiede gibt,
> was man da kauft etc.

Es gibt auch immer wieder Testberichte im TV, Fernsehzeitschriften,
sogar im Wochenblatt und für fachlich noch weniger versierte
Technikschluffis sicher auch in Flachzeitschriften von Axel S.

Und wie von Uwe schon geschrieben lesen auch genu Laien
in Foren herum oder haben Bekannte, die da einen Tipp geben können.

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 5:35:37 PM6/6/10
to
Michael Unger schrieb:

JG>> Wer kauft schon "Kameras" bei Aldi?

> Anscheinend jede Menge Leute ...

Weiss ich, meinte das auch ironisch. Aber wenn da Probleme auftreten,
dann sehe ich das auch geschmeidig nach dem Motto selbst Schuld.

Die Angebote bekommt man ja immer wieder durch die Zeitungsbeilage
mit, vergleiche ich dann mal, weil etwa ein Kollege danach fragt,
finde dann aus dem Stand mindestens vergleichbare Kameras von
Markenherstellern für ähnliches Geld.

> -- denn typischerweise sind solche Artikel schon am späten
> Vormittag des ersten Verkaufstages bereits "völlig
> unerwarteterweise" ausverkauft.

Oh, ich glaube das ist inzwischen vorbei. Die Geräte sieht man
nämlich oft sehr lange in der Glasvitrine im Aldi liegen, oft
Wochen.

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 6, 2010, 7:19:09 PM6/6/10
to
Ralph Aichinger schrieb:

> Warum sollte er das? Akkus sind für die Hersteller eine gute
> Einnahmequelle, und zwar eine, die vor allem der eigenen Firma zugute
> kommt.

Stimmt, nur gehen solche Akkus immer dann in die Grätsche, wenn man
sie viel benutzt, also im Urlaub. Und da kriege dann mal so schnell
einen Akku.

> Wenn man den Kunden dazu zwingt, eine neue Kamera zu kaufen, dann
> kann er genauso gut zur Konkurrenz gehen. Drum achten Hersteller
> peinlichst darauf, möglichst viel Zubehör (auch Akkus!) gleich zu
> halten, solange das technisch möglich und sinnvoll ist.

So weit die Theorie und nicht unlogisch. In der Praxis sind dann
aber Hersteller zu blöde, gewisses Zubehör auch tatsächlich zu
liefern. Hinter meinem Blitzadapterkabel mußte ich 1/2 Jahr
hinterher laufen, auch Olympus Europe vorher passen, dabei war
das gleiche Kabel schon für das Vorgängermodell meiner
Kamera vorgesehen, die ich auch erst kaufte, als sie eine Weile
nach Markteinführung 500 DM im Preis gefallen war. Und den
Gummiaufsatz als Blendschutz für das Klappdisplay der nächsten
Olympus habe ich nur durch Teilnahme an einer Sammelbestellung
aus Japan bekommen, es war hier nirgends im Handel und wenn es
angeboten wurde, mußte der Anbieter Wochen später doch passen.

> Welche Kamera soll das sein? Modellbezeichnung?

Ja, das mag ich auch nicht so glauben, aber dennoch stellt sich
das Problem am ehesten im Urlaub, gerade bei Deinen ach so
unbeholfenen Laien, die dann mit kaputtem Akku gekniffen sind.

Und der Fall ist, angesichts der Lebenssdauer von Lithiumakkus
und dem intensiverem Gebrauch der Kamera im Urlaub sogar sehr
bald allzu wahrscheinlich.

> LiIon sind immer etwas teurer. Aber *sooo* teuer sind sie im
> Vergleich zu AAs auch wieder nicht, vor allem wenn man dran denkt,
> daß man für AAs auch noch hochspezielle, teure Ladegeräte braucht,
> wenn man sie wirklich lange nutzen will.

Ralph, das ist Unsinn. Für zwei AA eneloop Akkus mit Sanyo Lader,
passend für meine Kompaktkameras, mußte ich sagenhafte 14,xx EUR
bezahlen. Und der lädt geregelt, die Akkus sind bei Teilentladung
also schnell einsatzbereit und werden nicht gegrillt.

> "Power User" haben die
> sowieso, für einen Laien kostet sowas gern mehr als die ganze Kamera.

Das ist angesichts real existierender Preise Blödsinn, Ralph.
Selbst den guten IVT Akkutrainer bekommt man für ca. 60 EUR und
der lädt mal eben das ganze MB-D10 Set meiner dSLR auf, also
8 Mignons parallel. Sogar Ladegeäte mit Kapazitätsmessung für
4 AA Zellen kriegt man für um die 30-40 EUR, also lass deine
Märchenstunde stecken. Dazu kommt, daß solche Akkus und Ladegeräte
in jedem Haushalt für eine Vielzahl von Geräten nützlich, daher
oft genug ohnehin vorhanden und sonst fast immer sinnvoll sind.

> Und wenn ich alle 2 Jahre einen Akku um 50 Euro kaufe, geht da die
> Welt davon unter? Was machst du bei deinem Handy? Hast du da auch
> eines mit AA-Akkus?

Für mein altes Motorola gab es tatsächlich einen AA Deckel,
kein Spruch, hatte ich mir aber nicht besorgt. Wenn ein
Handyakku im Eimer ist, schaue mal in die nächste Fußgängerzone,
wie viele Läden es dort Zubehör gibt, wo man spontan fündig wird.

Ich nutze beispielweise das Handy im Urlaub gar nicht, aber
bei der Kamera habe ich dann zur Sicherheit verschieden alte
Lithiumakkus, durch die zeitversetzt dazu gekauften Kameras
mit gleichem Akku. Dazu ein MB-D10, mit dem beide neueren
Kameras auch AA verarzten können.

> Ja und? Ich hab schon bei allen möglichen Geräten erlebt, daß sie
> kein Jahr durchhalten. Der Normalfall ist das sicher nicht.

Nein, aber im Urlaub echter Bockmist. Bei meinem Netbook macht
der Akku jetzt nach nur 1 1/2 Jahr auch schon langsam die Grätsche,
ist nach nur 1h leer. Manch Laie würde das im Urlaub erst feststellen,
ich durch den häufigen Gebrauch als Fototourassi mit Google Earth
krieg das wenigstens vor dem Urlaub mit, bzw. habe ohnehin einen
Zweitakku mit größerer Leistung als Notreserve.

> Wenn man eine Scheinargumentation sucht, um sich AAs schönzureden,
> dann ist das bestimmt ein tauglicher Weg. In der Realität passiert
> das außerhalb von Power-User-Phantasien wohl sehr sehr selten.

Na ja Ralph, gerade bei regelmäßigem Gebrauch wird man einen
schleichenden Akkutod dafür noch am ehesten vor einer Reise
feststellen können, während deine gelegenheitsknipsenden Laien
dann im Reiseland eine neue Kamera kaufen.

> Das realistischere Szenario ist, daß die Kamera mit AAs weggeworfen
> wird, weil das Laden zu nervig ist, die Akkus nach drei Monaten
> kaputt sind, weil das Ladegerät nichts taugt (und der Laie denkt,
> das muß so sein) oder das Handling zu umständlich ist.

Unsinn. Lithiumakkus sind in aller Regel deutlich eher Schrott als
AA Zellen. Abgesehen von einigen Varta Akkus, bei denen pro Satz
jeweils 1-2 Zellen kurz nach dem Kauf schon die Grätsche machten,
haben bei mir alle anderen Akkus Jahre gehalten, mindestens zwei
bis drei Mal länger als Lithium Akkus.

Selbst die AA Akkus, die meiner ersten Olympus Digi beilagen, übrigens
inkl. Reiselader, tun ihren Job noch heute, sind längst über 10 Jahre
alt. Die hatten übrigens mit ihren 1400 mAh noch keine so schlimme
Selbstentladung wie spätere Machwerke.

Für die Fotografie alltagstaugliche AA Akkus gibt es nun aber auch
schon seit einigen Jahren, die Erfahrungen früherer Tage, gerade
mit den selbstentlutschenden Akkus >2000 mAh, sind lange Schnee
von gestern, wenn man solche Müll nicht billig kauft.

Jürgen Gerkens

Harald Klotz

unread,
Jun 6, 2010, 7:37:29 PM6/6/10
to
Jürgen Gerkens schrieb:

> Keine Frage, deshalb stimmte ich dir absolut zu, wunderte mich über
> Wolfgangs fachunkundige Bemerkung.

Mir zu widersprechen scheint ihm wichtig zu sein, egal wie er daneben
liegt. ;-)
Es ist nicht das erste mal.

Harald

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 7, 2010, 1:48:39 AM6/7/10
to
Harald Klotz schrieb:

>Wolfgang Hauser schrieb:
>> Harald Klotz schrieb:
>>
>>> Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen,
>>
>> So pauschal stimmt das nicht. Ich habe hier mehrere Kameras, die den
>> Blitz erst bei Aktivierung laden.
>
>Reden wir aneinander vorbei?
>Was verstehst du unter Aktivierung?

Das Auftreten einer Lichtsituation, in der die Blitzautomatik blitzen
möchte.

>Kennst du das Prinzip der Blitzfunktion nicht?

Regulars Inkompetenz zu unterstellen, ist eine prima Strategie, sich
als Neuling in der Gruppe schnell zum Affen zu machen.

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 7, 2010, 1:56:53 AM6/7/10
to
Harald Klotz schrieb:

>Wolfgang Hauser schrieb:
>> Harald Klotz schrieb:
>>
>>> Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen,
>>
>> So pauschal stimmt das nicht. Ich habe hier mehrere Kameras, die den
>> Blitz erst bei Aktivierung laden.
>
>Reden wir aneinander vorbei?
>Was verstehst du unter Aktivierung?

Das Auftreten einer Lichtsituation, in der die Blitzautomatik blitzen
möchte.
Wie schon erwähnt, ich habe mehrere Kameras, die erst dann den Blitz
laden. Wegen Stromverbrauch wäre es anders auch nicht besonders
sinnvoll.

>Kennst du das Prinzip der Blitzfunktion nicht?

Du darfst davon ausgehen, daß ich ein wenig Ahnung von Technik habe.

Michael Unger

unread,
Jun 7, 2010, 11:55:10 AM6/7/10
to
On 2010-06-06 18:20, "Harald Klotz" wrote:

> Michael Unger schrieb:
>>
>>> [...]


>>
>> Ich habe -- um bei Aldi zu bleiben -- (bislang) nur 2700 mAh (für AA)
>> gesehen;
>
> Die kürzlich angebotenen hatten 2400mAh
>
>> dafür aber 4000 mAh für die Größen C _und_ D, wo man sich
>> dann doch etwas am Hinterkopf kratzt ...
>
> Ich vermute, D wird zuwenig verlangt, da packt man einfach einen C-Kern
> ins größere Gehäuse.

Das mag durchaus so sein. Trotzdem halte ich eine Mono-Zelle, die kaum
mehr Kapazität als eine Mignon-Zelle hat, eigentlich für einen
schlechten Witz. Bei der Baugröße "D" sollte man in NiMH knapp 10 Ah
erwarten dürfen [1].

Michael


[1]
<http://www.saftbatteries.com/Produit_VH_VHT___Super_high_power_series_329_52/Language/en-US/Default.aspx>

Harald Klotz

unread,
Jun 7, 2010, 10:50:54 AM6/7/10
to
Wolfgang Hauser schrieb:

>> Reden wir aneinander vorbei?
>> Was verstehst du unter Aktivierung?
>
> Das Auftreten einer Lichtsituation, in der die Blitzautomatik blitzen
> möchte.

Das halte ich eher für schlecht.
Du bewegst dich im hellen Sonnenschein, findest ein dunkles
abgeschattetes Objekt und musst erst einmal warten bis die Kamera den
Blitz läd.
Oder umgekehrt, du gehst durch einen Tunnel und die Kamera läd den Blitz
vorsorglich, ohne dass du fotografieren möchtest.

> Wie schon erwähnt, ich habe mehrere Kameras, die erst dann den Blitz
> laden. Wegen Stromverbrauch wäre es anders auch nicht besonders
> sinnvoll.

Ich habe es noch bei keiner gesehen, so wirklich klappen kann das auch
nicht, siehe oben.

>> Kennst du das Prinzip der Blitzfunktion nicht?
>
> Du darfst davon ausgehen, daß ich ein wenig Ahnung von Technik habe.

Ok, ich hatte den Verdacht, dass du mit aktivieren den eigentlichen
Blitz meinst.
Mich wundert so eine Technik dennoch, denn sie kann nicht hellsehen und
weiss nie ob das nächste beabsichtigte Bild im dunklen oder hellen
liegt. Je nach Situation läd sie unnötig oder ist nicht blitzbereit.
Auf der anderen Seite allerdings erlebe ich Leute, welche die
Blitzautomatik immer an haben, meist völlig unnötig den Blitz laden
lassen.
Welche Kameras machen das so, dass sie im Automatikmodus erst bei
Dunkelheit den Blitz laden?

Harald

Wolfgang Hauser

unread,
Jun 7, 2010, 2:50:56 PM6/7/10
to
Harald Klotz schrieb:

>Welche Kameras machen das so, dass sie im Automatikmodus erst bei
>Dunkelheit den Blitz laden?

Mindestens mehrere Canon EOS mit Einbaublitz und meine uralte
Casio-Digiknipse. Da gibt es im Fall des Falles halt ein paar Sekunden
"busy", was ich angesichts der Zielgruppe einer solchen Automatik für
völlig vernachlässigbar halte.

Harald Klotz

unread,
Jun 7, 2010, 2:40:42 PM6/7/10
to
Michael Unger schrieb:

> Das mag durchaus so sein. Trotzdem halte ich eine Mono-Zelle, die kaum
> mehr Kapazität als eine Mignon-Zelle hat, eigentlich für einen
> schlechten Witz. Bei der Baugröße "D" sollte man in NiMH knapp 10 Ah
> erwarten dürfen [1].

Das ist sicher eine Preisfrage.
Geringe Stückzahlen erhöhen den Preis massiv.
Da mir auch in Geräten, die D verlangen AA Kapazität genügt verwende ich
dort AA mit Adaptergehäuse.
Mir dafür relativ hochpreisige D zu kaufen kommt mir nicht in den Sinn,
nicht einmal billige, weil viel zu wenig gebraucht.
Ich schätze bei den meisten anderen sieht es ähnlich aus.

Harald

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 4:43:23 AM6/8/10
to

Hurlebaus schrieb:

> Dabei wäre schon mal die Frage berechtigt, warum man Chips nicht
> vorrangig auf mögl. niedrigen Stromverbrauch hin entwickelt.....
> ich bin kein Chip-Fachmann, aber mir geht eigentlich schon lange die
> Wärmeentwicklung in meinem Notebook auf den Keks...was da an Energie
> in Wärme umgesetzt wird... da würde ich mir schon eine Verbesserung
> hinsichtlch verminderung ( nicht durch Kühlung!)
> wünschen...Ingenieurskunst wäre hier schon sinnvoll eingesetzt!

Hallo,

das macht man ja wegen der Wärmeabgabe und der Batterielebensdauer, aber
je schneller die Elektronik arbeiten soll um so mehr Strom braucht sie.
Die Ingenieurskunst kann die Physik nicht aushebeln sondern nur
geschickt nutzen. Taschenrechner die sehr wenig Strom brauchen gibt es
schon seit Jahrzehnten. Wenn man ein Notebook mit einer einfarbigen LCD
Anzeige ohne Graustufen, ohne Hinterleuchtung, mit nur geringer
Auflösung und kleiner Fläche bauen würde, dann käme das auch mit sehr
wenig Strom aus, wenn es zusätzlich noch langsam arbeitet und über wenig
Speicher verfügt.

Bye

Message has been deleted

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 6:12:44 AM6/8/10
to

Frank Kemper schrieb:

> Du kannst den Konjunktiv gern herausnehmen. Mein erster PC war ein Sanyo
> MBC 16LT, das war ein IBM XT-Kompatibler mit 7 Mhz und zwei
> Diskettenlaufwerken, ohne Festplatte und ohne L�fter. Das Display hatte
> irgendwelche 200 x 320 Bildpunkte, SW-LCD-Passivmatrix mit vier
> Graustufen (oder waren es 16?). Das Ding lief damals mit einem
> NiCd-Akkupack, welches vom Bauvolumen her auch nicht gr��er war als die
> Akkus heutiger Notebooks. Und mit dem Akku lief es bis zu 7(!) Stunden.

Hallo,

den Konjunktiv habe ich benutzt f�r das was man heute fabrikneu im Laden
kaufen kann...

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 6:14:37 AM6/8/10
to

Ralph Aichinger schrieb:

> Es gibt Kameras, die sind im Einschaltzustand per default
> auf "Blitz ein" und merken sich diese Einstellung nicht
> übers Ausschalten hinweg, d.h. sie laden *jedesmal* den
> Blitzlichtakku, ob man den Blitz nun braucht oder nicht.
> Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.

Hallo,

wobei der "Blitzlichtakku" in Wirklichkeit ein
Blitzlichtelektrolytkondensator ist...

Bye

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 8, 2010, 6:32:14 AM6/8/10
to
Frank Kemper schrieb:

> Du kannst den Konjunktiv gern herausnehmen. Mein erster PC war ein
> Sanyo MBC 16LT, das war ein IBM XT-Kompatibler mit 7 Mhz und zwei
> Diskettenlaufwerken, ohne Festplatte und ohne L�fter. Das Display
> hatte irgendwelche 200 x 320 Bildpunkte, SW-LCD-Passivmatrix mit vier
> Graustufen (oder waren es 16?). Das Ding lief damals mit einem
> NiCd-Akkupack, welches vom Bauvolumen her auch nicht gr��er war als
> die Akkus heutiger Notebooks. Und mit dem Akku lief es bis zu 7(!)
> Stunden.

F�r den Wehrdienst hatte ich mir seinerzeit einen �hnlichen Laptop
gekauft: http://www.mrmartinweb.com/images/computer/ibm5140a.jpg

Der hatte sagenhafte 5 Mhz, auch CGA monochrom Grafik und lief
auch noch die ganze Zeit durch, w�hrend ich im langsamen Natoexpress
der DB zur Marine bummelte.

> Bei Handys ist es dasselbe Spiel: Eine Woche Standby-Zeit hat es alles
> schon gegeben, nur moderne Smartphones halten nicht l�nger als zwei
> Tage ohne Ladung durch.

Im Standbybeitrieb halten auch die so lange aus, nur sollte man dazu
Bluetooth und WLAN abstellen.

J�rgen Gerkens

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 7:20:47 AM6/8/10
to

Harald Klotz schrieb:

> Kennst du das Prinzip der Blitzfunktion nicht?

> Die Batterie oder der Akku leisten nicht genug für den Blitz, daher wird


> ein Kondensator aufgeladen um den Blitz in Bereitschaft zu bringen. Der

> Strom ist verbraucht, auch wenn du den Blitz nicht benötigst. Ausserdem
> entläd der Kondensator auch ohne Nutzung sich sehr schnell, muss ständig
> nachgeladen werden.

Hallo,

der Blitzkondensator ist allein schon deshalb notwendig weil der Blitz
einige 100 V benötigt und die Batterie oder Akku aber nur einige Volt
Spannung hat. So schnell entladen sich gute Blitzkondensatoren gar nicht.

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 7:23:30 AM6/8/10
to

Sebastian Suchanek schrieb:

> Der Fairness halber hᅵttest Du noch die "WeinCell" Zink-Luft-
> Batterien erwᅵhnen kᅵnnen. ;-)
>
> @Martina: Das sind Knopfzellen, die meines Wissens nach in ihren
> elektrischen Eigenschaften recht gut an die ursprᅵnglichen
> Quecksilberzellen herankommen. Entscheidender Nachteil: Sie
> halten - unabhᅵngig von der Benutzung(!) - nur ein paar Monate.
> Fᅵr Gelegenheitsfotografierer also eher nicht geeignet, fᅵr
> einen "konzentrierten" Urlaub hingegen schon.

Hallo,

was hilft das, fᅵr den Strombedarf einer Digitalkamera sind
Zink-Luft-Batterien eh nicht geeignet.

Bye

Sebastian Suchanek

unread,
Jun 8, 2010, 8:03:59 AM6/8/10
to
Am 08.06.2010 13:23, schrieb Uwe Hercksen:
> Sebastian Suchanek schrieb:
>
>> Der Fairness halber hᅵttest Du noch die "WeinCell" Zink-Luft-
>> Batterien erwᅵhnen kᅵnnen. ;-)
>>
>> @Martina: Das sind Knopfzellen, die meines Wissens nach in ihren
>> elektrischen Eigenschaften recht gut an die ursprᅵnglichen
>> Quecksilberzellen herankommen. Entscheidender Nachteil: Sie
>> halten - unabhᅵngig von der Benutzung(!) - nur ein paar Monate.
>> Fᅵr Gelegenheitsfotografierer also eher nicht geeignet, fᅵr
>> einen "konzentrierten" Urlaub hingegen schon.
>
> was hilft das, fᅵr den Strombedarf einer Digitalkamera sind
> Zink-Luft-Batterien eh nicht geeignet.

Das ist zweifellos richtig, allerdings ging es um die Stromversorgung
einer Olympus OM-1. Vgl. <btlk06l1572qm32j8...@4ax.com>
Und die braucht halt nunmal PX625er...


Tschᅵs,

Sebastian

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Harald Klotz

unread,
Jun 8, 2010, 10:32:31 AM6/8/10
to
Uwe Hercksen schrieb:

> wobei der "Blitzlichtakku" in Wirklichkeit ein
> Blitzlichtelektrolytkondensator ist...

Akku heisst Sammler und sagt zunächst einmal nicht aus was er sammelt
und oder auf welche Art.
Manche Akkus sind Batterien, viele Batterien sind keine. ;-)

Es ist immer ein kleines Problem, wenn ein Begriff überwiegend für eine
bestimmte Bauart oder Bauform verwendet wird, sich davon zu befreien,
dass der Begriff auch eine allgmeine Bedeutung hat.

Es ist also richtig, dass der Blitzakku in Form eines Kondensators
daherkommt, der aus eine Sekundärzelle, die auch als Akku bekannt ist,
geladen wird. ;-)

Harald

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 11:55:59 AM6/8/10
to

Harald Klotz schrieb:

> Akku heisst Sammler und sagt zunächst einmal nicht aus was er sammelt
> und oder auf welche Art.
> Manche Akkus sind Batterien, viele Batterien sind keine. ;-)
>
> Es ist immer ein kleines Problem, wenn ein Begriff überwiegend für eine
> bestimmte Bauart oder Bauform verwendet wird, sich davon zu befreien,
> dass der Begriff auch eine allgmeine Bedeutung hat.
>
> Es ist also richtig, dass der Blitzakku in Form eines Kondensators
> daherkommt, der aus eine Sekundärzelle, die auch als Akku bekannt ist,
> geladen wird. ;-)

Hallo,

unter elektrotechnischen Fachleuten nennt halt niemand einen Kondensator
Akku...

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 11:59:31 AM6/8/10
to

Joerg-Olaf Schaefers schrieb:

> Ach, trallala! Hier, für sechsneunzig:
> http://www.pearl.de/a-NC5026-5532.shtml ,)

Hallo,

soso und Du glaubst das Ding wäre dauerhaft und robust und hätte einen
vernünftigen Wirkungsgrad?

Bye

Uwe Hercksen

unread,
Jun 8, 2010, 12:13:08 PM6/8/10
to

Martina Eckner schrieb:

> natürlich weiß ich, daß ich eine Digitalkamera ohne Akkubetrieb nicht
> ohne weiteres bekommen kann. (Das einzige, was ich in der Richtung
> gefunden habe, ist so eine Erfindung von Sony:
> http://www.focus.de/digital/foto/innovationen_aid_229239.html)

Hallo,

und Du willst wirklich eine Digitalkamera ohne Display die man vor jedem
Bild 15 Sekunden lang "rollen" muß?

Bye

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 8, 2010, 11:28:45 AM6/8/10
to
Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
> Wolfgang Hauser schrieb:

>>> Reden wir aneinander vorbei?
>>> Was verstehst du unter Aktivierung?

>> Das Auftreten einer Lichtsituation, in der die Blitzautomatik blitzen
>> möchte.

> Das halte ich eher für schlecht.
> Du bewegst dich im hellen Sonnenschein, findest ein dunkles
> abgeschattetes Objekt und musst erst einmal warten bis die Kamera den
> Blitz läd.

Klar, das Kloetzchen wuerde lieber einen ganzen Klotz an
Ersatzbatterien tragen, damit der Blitz auch dann geladen ist,
wenn er gar nicht angeschaltet ist ...

> Oder umgekehrt, du gehst durch einen Tunnel und die Kamera läd den Blitz
> vorsorglich, ohne dass du fotografieren möchtest.

... und bei ihm soll die Belichtungsmessung auch immer an
sein und alle Automatiken sollen immer laufen.

Danke.

Ich ziehe Kameras vor, die auf den Ausloeser oder den eindeutigen
Wunsch des Photographen (Blitz wird eingeschaltet oder wird
aufgeklappt) warten.

>> Wie schon erwähnt, ich habe mehrere Kameras, die erst dann den Blitz
>> laden. Wegen Stromverbrauch wäre es anders auch nicht besonders
>> sinnvoll.

> Ich habe es noch bei keiner gesehen,

Ich habe dich auch noch nicht gesehen,

> so wirklich klappen kann das auch
> nicht, siehe oben.

und deine Argumente klappen mit sich selber schon nicht, s.o.,
bist du deshalb nicht existent?

> Welche Kameras machen das so, dass sie im Automatikmodus erst bei
> Dunkelheit den Blitz laden?

Erwaehnte ich die Canon 20D schon?
Natuerlich ist die Kamera nicht so dumm wie du gleich wieder
annimmst und laedt den Blitz auch nach, wenn er z.B. von der
Automatik geoeffnet wurde.

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 8, 2010, 11:40:32 AM6/8/10
to

Zu dumm, wenn ich dabei auch noch Recht behalte ...

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 8, 2010, 11:39:57 AM6/8/10
to
Jürgen Gerkens <Ger...@nurfuerspam.de> wrote:
> Harald Klotz schrieb:
>> Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:

>>> Und wenn du den Blitz ständig auf Automatik stehen hast, knabbert der
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>> auch noch am Akku. Ein Blitz braucht kurzzeitig mehr Strom als die^
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^
>>> Akkus liefern können, daher wird verlustreich ein Kondensator
>>> aufgeladen, bei jedem Einschalten der Kamera, auch wenn du den Blitz
>>> nicht benötigst. Ausserdem dauert es mit eingeschalteter
>>> Blitzautomatiok unnötig lange bis die Kamera bereit ist.

> Wolfgang Weisselberg schrieb:

>> Welche komische Kamera hast du?
>> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
>> benutzt werden soll.

> Da die Kamera bei Blitautoatik den Blitz natürlich in Standby
> bereit halten muß,

Erzaehlst du das meiner 20D? Die weiss nichts davon. Aber
auch gar nix.

> ist die von dir geschriebene Vermutung völlig
> richtig und Wolfgangs Äußerung dazu Unsinn.

Schluesse aus falschen Voraussetzungen machen keinen Sinn.
In deinem Fall sind sie sogar falsch.

> Bei Automatik soll der Blitz ja im entscheidenden Moment verfügbar
> sein und ist es dementsprechend auch.

Bor, ey, deine Logik ist bestechend, auch wenn die Realitaet
mitunter voellig anders aussieht. Politiker duerfen nicht
bestechlich sein, Diebstahl ist verboten, etc. daraus folgt,
dass wir keine Polizei oder Richter oder Gefaengnisse brauchen.
Nicht wahr?

>> Ich kenne noch keine Kamera, die hellsehen kann udn nur läd wenn es
>> für das nächste Bild erforderlich ist.

Ich schon. Nennt man Lichtmessung.

> Keine Frage, deshalb stimmte ich dir absolut zu, wunderte mich über
> Wolfgangs fachunkundige Bemerkung.

Ich wundere mich ueber dein Unwissen.

>> Wenn der Blitz auf Automatik steht, wird immer geladen, die Kamera
>> kennt das nächste Motiv nicht und hält den Blitz geladen.

Und darueber, dass du das nicht als fachunkundig und
nachweislich falsch beurteilst.

>> Nur eben eine Kamera, die den Blitz nur läd wenn er benötigt wird,
>> gibt es meines Wissens nicht, denn die könnte dann ja erst mit dem
>> Laden anfangen, wenn du auf den Auslöser drückst.

> Eben, deshalb auch volle Zustimmung von mir und mein Bezug auf deine
> Aussage zur Blitzautomatik, die ich völlig logisch und richtig fand.

Soviel zu euerer Fachkunde, die anscheinend nur auf Logik,
nicht aber auf Wissen der Realitaet beruht.

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 8, 2010, 11:17:28 AM6/8/10
to
Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
> Wolfgang Weisselberg schrieb:

>> Welche komische Kamera hast du?
>> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
>> benutzt werden soll.

> Du musst komische Kameras kennen.

Muss wohl so sein.

> Ich habe noch keine gesehen, die erst mit Druck auf den Auslöser nach
> erfolg´ter Lichtmessung anfängt den Blitz zu laden.

Du hast noch keine Canon 20D im Oma-Modus erlebt?
Ausloeser->Lichmessung->Blitz automatisch hochlapp(klack)->
Blitz lad' (busy).

> Ich würde behaupten, *jede* Kamera läd bei eingeschaltetem Blitz
> vorsorglich und hält ihn in Bereitschaft.

Ich wuerde behaupten, du hast nicht gelesen, was ich schrieb,
sondern was du lesen wolltest. Oder soll ein eingeschalteter
Blitz *nicht* genutzt werden?

-Wolfgang

Wolfgang Weisselberg

unread,
Jun 8, 2010, 11:11:52 AM6/8/10
to
Harald Klotz <kl...@freenet.de> wrote:
> Ralph Aichinger schrieb:

>> Wolfgang Weisselberg <ozcv...@sneakemail.com> wrote:
>>> Welche komische Kamera hast du?
>>> Ich kenne nur Kameras, die den Blitz laden, wenn er auch
>>> benutzt werden soll.
>>
>> Es gibt Kameras, die sind im Einschaltzustand per default
>> auf "Blitz ein" und merken sich diese Einstellung nicht
>> übers Ausschalten hinweg, d.h. sie laden *jedesmal* den
>> Blitzlichtakku, ob man den Blitz nun braucht oder nicht.
>> Und man kann ihnen das auch nicht abgewöhnen.

> Ich kenne zumindest keine Kamera, welche den Blitz mit jedem Ausschalten
> abschaltet, so dass er beim nächsten Einschalten erst akztiviert werden
> müsste.

Ich kenne genuegend Kameras, wo der Blitz abgeschaltet bleibt
(so man das so einstellt), wenn er abgeschaltet war.

> Die Kameras, die ich bisher gesehen habe merken sich den Schaltzustand.
> Steht der Blitz beim Ausschalten auf ein, wird der Blitz beim nächsten
> Einschalten automatisch geladen.

Dann soll der Blitz ja auch wieder benutzt werden, oder?

> Die Defaulteinstellungen der Kameras haben in der Regel den Blitz auf
> Automatik stehen, d.H. der Blitz wird bei jedem Einschalten geladen.

Automatik != Blitz wird geladen. Das kann man durchaus
intelligenter regeln.

-Wolfgang

Ralph Aichinger

unread,
Jun 8, 2010, 3:54:28 PM6/8/10
to
Uwe Hercksen <herc...@mew.uni-erlangen.de> wrote:
> wobei der "Blitzlichtakku" in Wirklichkeit ein
> Blitzlichtelektrolytkondensator ist...

Ja, klar, ich wollte Blitzlichtelko schreiben.

/ralph
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 8, 2010, 4:06:06 PM6/8/10
to
Wolfgang Weisselberg schrieb:

> Du hast noch keine Canon 20D im Oma-Modus erlebt?
> Ausloeser->Lichmessung->Blitz automatisch hochlapp(klack)->
> Blitz lad' (busy).

Stell sie mal mit ausgeklapptem Blitz auf Blitzautomatik
und vergleiche dann mal, wie schnell sie im Vergleich zur
Blitzfolgezeit mit Blitz auslöst.

Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
Jun 8, 2010, 4:12:10 PM6/8/10
to
Wolfgang Weisselberg schrieb:

> Soviel zu euerer Fachkunde, die anscheinend nur auf Logik,
> nicht aber auf Wissen der Realitaet beruht.

Unser Wissen besteht daraus, dass wir z.B. aus der Blitzfolgezeit
wissen, wie lange die Aufladung des Blitzes bräuchte. Das ist
ebenso Realität, wie der Umstand, daß entprechende Kameras bei
Blitautomatik nicht mal annähernd mit einer solchen
Auslöseverzögerung den Blitz abfeuern.

Daraus folgt, daß der Blitzkondensator zwangsläufig
vorbereitend aufgeladen sein muß, wie auch mein Vorredner
richtig erkannt hat und du besser beraten gewäsen wärst,
für dein angeblich logisches Denkvermögen die
Abwrackprämie zu kassieren, als hier damit herum
zu prahlen.

Der Omamodus deiner Canon ist eine andere Baustelle.
Da erschrickt Oma über den heraus klappenden Blitz
auch jedesmal so, daß sie ohnehin erst eine halbe
Stunde später den Auslöser drückt.

Kompaktkameras mit nicht deaktivierbarer Blitzautomatik
gibt es aber, wie Ralph richtig schrieb, so einige und
auch die nur optional eingeschalteter Blitzautomatik
lutschen ihre Akkus recht flott leer. So etwa einige
Olympus Modelle, die wie gesagt durchaus mal 2-2.5 A
im Einschaltmoment ziehen. Muß man da natürlich auch
richtig messen, d.h. mit einem Zeigerwackelgerät und
nicht mit einem Digi-Amperemeter mit automatischer
Meßbereichswahl, das erst fertig ist, wenn der
Strom sich schon niedriger eingepegelt hat.

Es ist dann auch kein Wunder, daß solche Kameras locker
2-3 Akkusätze mit 4 AA Zellen leer lutschen, während
andere tagelang mit 2 AA Akkus aus kommen, wenn man
das Mäusekino nicht besucht, sondern den Sucher.

Sonst wirkt sich nämlich dieser Faktor entsprechend aus,
daß das nicht so auffällt.

Jürgen Gerkens

Dieter Sass

unread,
Jun 8, 2010, 4:23:13 PM6/8/10
to
Martina Eckner schrieb:
> und nach dem Einscannen sehen sie
> immer ziemlich bescheiden aus neben "Digicam-Fotos".

kauf Dir einen anständigen (!) Filmscanner, z.B. von Canon , Nikon, zur
Not Reflecta (meiner tuts zufriedenstellend) und wenn Du dafür ein
bischen Geld ausgibst sollte das "bescheiden-Problem" Geschichte sein.
Papierbilder sollte man nur im Notfall einscannen, lieber den Film oder
Dias.
Die Filmscanner nennen einige Zeitgenossen auch gern "Diascanner",

mfG
Dieter

Harald Klotz

unread,
Jun 8, 2010, 12:35:54 PM6/8/10
to
Uwe Hercksen schrieb:

> unter elektrotechnischen Fachleuten nennt halt niemand einen
> Kondensator Akku...

Er dient im konkreten Fall als solcher.
Die Kritik war meines Erachtens unangebrachte Wortklauberei.
Ausserdem wird auch in der Elektrotechnik ein Sammler durchaus als Akku
bezeichnete, unabhängig von der speziellen Bauart.
In der Elektrotechnik nennt sich das, was du als Akku bezeichnest,
Sekundärzelle.
Akku ist eher eine laienhafte Bezeichnung für diese Zellen, wenn auch
eine gängige.

Harald

Harald Klotz

unread,
Jun 8, 2010, 6:14:55 PM6/8/10
to
Wolfgang Weisselberg schrieb:
´

>> Ich kenne zumindest keine Kamera, welche den Blitz mit jedem
>> Ausschalten abschaltet, so dass er beim nächsten Einschalten erst
>> akztiviert werden müsste.
>
> Ich kenne genuegend Kameras, wo der Blitz abgeschaltet bleibt
> (so man das so einstellt), wenn er abgeschaltet war.

Richtig, so kenne ich es, sie Kamera nimmt die letzte Einstellung.

>> Die Kameras, die ich bisher gesehen habe merken sich den
>> Schaltzustand. Steht der Blitz beim Ausschalten auf ein, wird der
>> Blitz beim nächsten Einschalten automatisch geladen.
>
> Dann soll der Blitz ja auch wieder benutzt werden, oder?

Warum sollte er?
Abends auf der Party die letzen Fotos gemacht, am nächten Tag bei
Tageslicht brauche ich den Blitz wo für?

>> Die Defaulteinstellungen der Kameras haben in der Regel den Blitz auf
>> Automatik stehen, d.H. der Blitz wird bei jedem Einschalten geladen.
>
> Automatik != Blitz wird geladen. Das kann man durchaus
> intelligenter regeln.

Intelligenter kaum, nur anders.

Je nach Situation kann es passen oder auch nicht.
Die Kamera kann nicht wissen, was ich vor habe.
Ich würde eine Lösung bevorzugen, wo der Blitz nach den Einschalten
extra aktiviert werden muss.

Harald

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