>diesem Objektiv gefunden. Ist das solch eine Rarität? Wer kennt sich mit
Vermutlich. Die hat mein Großvater im Keller selbst gebaut. War meines
Wissens ein Einmannbetrieb. Und das hat er auch nicht allzu lange
gemacht. Zur Qualität kann ich nichts sagen.
Ich weiß, dass ich als ganz kleines Kind durch diese Werkstatt im
Keller gelaufen bin und ganz vorsichtig sein sollte.
Wenn ich die Familiengeschichten, die spärlich in diesem Punkt
tröpfelten, richtig erinnere, muss die Objektivbauerrei vor dem
zweiten Weltkrieg gewesen sein.
Grüße
Stephan
--
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Kritik, Verrisse, Vorschläge zur Verbesserung erwünscht.
>
> >diesem Objektiv gefunden. Ist das solch eine Rarität? Wer kennt sich mit
>
> Vermutlich. Die hat mein Großvater im Keller selbst gebaut. [...]
ROTFL, herrlich. Dafür liebe ich d.r.f :-))
Gruß,
Thorsten
> Wer kennt sich mit
> diesem Objektiv aus?
Es handelt sich wohl um ein sog. Satzobjektiv, wie sie bis in die
Nach-1.Weltkriegs-Zeit noch verwendet wurden. Sie bestanden aus 2 bis
3 auch einzeln verwendbaren Linsensätzen, die unterschiedlich
kombiniert werden konnten und dann eine ganze Reihe von Brennweiten
ergaben. Nach Deinen Angaben scheint mir Dein Satz allerdings nicht
vollständig zu sein.
Der Name 'Telestigmar' scheint darauf hinzudeuten, daß es sich um ein
Objektiv für Fernaufnahmen handelt, d.h. es ist wohl trotz der relativ
langen Brennweiten wohl eher für 9x12 oder so gedacht. Außerdem
scheint es wohl zumindest teilweise anastigmatisch (doppelte
Verneinung, d.h. stigmatisch) korrigiert zu sein. Stigma heißt nix
anderes als Punkt und bedeutet, daß Punkte am Bildfeldrand auch
(annähernd) als solche) abgebildet werden.
> Hat es außer dem Seltenheitswert auch noch einen
> anderen?
Vorausgesetzt, daß es vollständig ist, wäre es evtl. für
Großformat-Fotografie brauchbar.
Winfried Büchsenschütz
> moin moin,
> in meinem Besitz befindet sich folgendes Objektiv:
> "Dr. Weth Berlin Telestigmar Nr. 2164"
> Des Weiteren steht auf dem Objektiv:
> N+Z > F=315
> N+P > F=225
> Z > F=250
> P > F=175
> Am Objektiv besfestigt sind allerdings vier Schraubringe, teils mit,
> teils ohne Linse, die wie folgt beschriftet sind:
> N (mit Linse); R (ohne Linse); P (mit Linse); und ein Ring ohne
> Beschriftung (ohne Linse) mit Gewinde M42 zur Befestigung des
Objektives
> an der Kamera. Im Internet habe ich nur eine Anfrage auf Italienisch
zu
> diesem Objektiv gefunden.
Thiele, Hartmut "Die Deutsche Photoindustrie Wer war Wer" liefert:
Weth, Dr. Max Weth
Berlin Witttenau, Rathauspromenade 4
"...fertigte um 1956 bis 1963 die Fernbildoptik Telestigmar, ein
Satzobjektiv. Durch Austausch
der Hinterlinse konnte vier verschiedene Brennweiten und Lichtstärken
zusammengestellt werden.
Zur photokina 1960 wurden weitere Teleobjektive, bei denen durch
Umschalten verschiedene
Brennweiten erzielt wurden, sowie Photozubehr ausgestellt."
und im
"150 Jahre Photooptik in Deutschland 1849-1999" vom selben Autor
steht:
Telestigmar 24x36 3,5/175 4-2 1958 Satzobjektiv
24x36 5/250 2-1 1958 Satzobjektiv
40x40 4,5/225 6-3 1958 Satzobjektiv
60x60 6,3/315 4-2 1958 Satzobjektiv
Viele Grüße
Thomas