#1:Gewünscht ist ein Eingangsbild der Gäste. Ich habe einen 23-Hama
Hintergrund (für 94DM).
- reicht da ein Baustrahler drauf, um den Schatten von meinem Blitz
(indirekt) zu vermeiden?
- soll ich lieber Schwarz nehmen?
- Was ist von einer "Mini" Softbox zu halten oder diesen Joghurtbechern ;-)?
- Welcher Farbfilm? Kodak 100?
- Objektiv-Brennweite?
#2:Dokumentieren der Show:
- Blitz in M- oder A-Modus, damit mit dem TTL die Leute nicht totgeblitzt
werden?
- Kodak Royal 1000 als Film?
#3:Stimmung!
- Film?
- Brennweite? (Lieber von weiter wech und den Leuten nicht so auf die Pelle
rücken [Rotauge sei wachsam] oder was?)
Hiiiiilfe.
Thorsten
>Hallo,
>ich bin gebucht worden! OhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGott Was
>mache ich jetzt nur:
>Meine Freundin hat in die Zeitung eine Anzeige geschaltet (ohne mir was zu
>sagen), jetzt hat sich tatsächlich jemand gemeldet! Umpf. Und jetzt gehts
>los:
>Wie fotografiert man einen Geburtstagsball?
>
> [einiges geloescht]
wenn die Fragen ernst gemeint sind, ist Beten gar keine so schlechte
Idee.
gruss
erik
--
(GEGEN eine Teilung der d.r.f.)
[noch mehr Fragen snipped]
>#3:Stimmung!
>- Film?
>- Brennweite? (Lieber von weiter wech und den Leuten nicht so auf die Pelle
>rücken [Rotauge sei wachsam] oder was?)
Fangen wir vorne an. Der Zusammenhang zwischen Blende und
Verschlußzeit ist dir klar?
Sonst lehn jetzt besser ab, so lange noch Zeit ist.
Gruss, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
Einige übertragbare Tips findest Du unter folgender URL (aus den FAQ
Seiten des drf!) , die sich mit dem Fotografieren auf Hochzeitsfeiern
befaßt:
http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/hochzeit2.htm
Ich denke, dort wird nichts beschönigt. Hals und Beinbruch, oder was
man auch immer sagen sollte.
Grüße
Olaf
>Wie fotografiert man einen Geburtstagsball?
Kommt auf den Geburtstag an, Kindergeburtstag, 30. , 50. 90..
>#1:Gewünscht ist ein Eingangsbild der Gäste. Ich habe einen 23-Hama
>Hintergrund (für 94DM).
>- reicht da ein Baustrahler drauf, um den Schatten von meinem Blitz
>(indirekt) zu vermeiden?
>- soll ich lieber Schwarz nehmen?
>- Was ist von einer "Mini" Softbox zu halten oder diesen
Joghurtbechern ;-)?
Zu viel Gehampel, wenn die Voraussetzungen fuer indirektes Blitzen
gegeben sind, weisse Decke, passende Raumhoehe, tu Dir die Ruhe an,
Schlagschatten wird es dann nicht geben.
>- Welcher Farbfilm? Kodak 100?
Kommt auf die Raumbeleuchtung, sprich das Restlicht an. Fuer die
Eingangsbilder wuerde ich den APX 160 von Agfa nehmen, toller Film,
wenn das Labor keine scheisse baut! So pauschal kann man das aber
nicht sagen, Du musst eben nachmessen, es kann auch sein, dass ein
400er Film angesagt ist. Achte bei den Eingangsbildern auch darauf,
dass Du nicht permanent zwischen Hoch- und Querformat wechselst, kommt
nicht gut.
>- Objektiv-Brennweite?
Tja, Lichtstaerke ist bei sowas angesagt, ne 1/2,8 Blende ist kein
Luxus, ich nehme bei sowas mein 2,8/28-70 Standardzoom, 1,8/50
(man weiss ja nie) und 2,8/90 mit, damit komm ich dann ganz gut ueber
die Runden
>#2:Dokumentieren der Show:
Unauffaellig aber gezielt aggieren, nah ran.
>- Blitz in M- oder A-Modus, damit mit dem TTL die Leute nicht
totgeblitzt
>werden?
Blitz auf M, ruhig laengere Zeiten waehlen, 1/30 ist kein Problem,
sogar 1/15 geht. Je laenger Deine Zeiten sind, umso mehr
Umgebungslicht kannst Du mitnehmen, der Hintergrung kommt besser und
saeuft Dir nicht so stark ab.
>- Kodak Royal 1000 als Film?
Kann man nehmen den Film, nicht verwechseln mit dem Kodak ZOOM (zu
koernig), der taugt nichts. Gaengig ist auch der Superia 800 von Fuji,
den verwende ich meist fuer sowas, ist nicht schlecht.
>#3:Stimmung!
>- Film?
>- Brennweite? (Lieber von weiter wech und den Leuten nicht so auf die
Pelle
>rücken
In den Raum blitzen moeglichst vermeiden, nicht versuchen alle
Personen gleichzeitig auf das Bild zu bekommen, das ergibt vorne
meist kaesige und hinten zu dunkle Gesichter, wenn es eben geht,
indirekt blitzen.
[Rotauge sei wachsam] oder was?)
Aehm, mach mich nicht schwach, Du wirst doch wohl ein externes
Blitzgeraet besitzen. Rote Augen gibt es, wenn der Blitz zu nah an der
Aufnahmeachse liegt, wie z.B bei Sucherknipsen. Wenn Du einen externen
Aufsteckblitz benutzt, sollte es keine Probleme mit roten Augen geben.
>Hiiiiilfe.
Keine Panik, wird schon werden:-)
Gruss:
Frank
PS: Du koenntest auch doppelseitiges Klebeband nehmen und 50
Knuffis an die Decke, aeh...................;-)))
Und ich bin der Weihnachtsmann. Natuerlich gibt es auch mit einem
Aufsteckblitz Probleme mit roten Augen.
Tom II
--
[x} Gegen die Zerschlagung von drf!
Rote Augen gibts auch mit externen Aufsteck-Blitzgeräten.
Ich habe zwei externe Blitze, aber soll ich die auf Stative/Bühne stellen?
Hm.... scheint mir etwas aufdringlich
Thorsten
Wieso?
So ein Satz steht doch auch in der Hochzeitsfotografie-FAQ, und fuer den
Hinweis an diese hast du dich in einem anderen Posting bedankt; hat dir
also geholfen.
Radbert hat das sicher nicht boese gemeint. Das sollte ein gutgemeinter
Vorschlag sein, sich eine Blamage und viel Aerger zu ersparen, falls du
wirklich noch ein echter Anfaenger bist.
Bin ich jetzt auch geplonkt? :->
(da waerst du IMHO der erste)
--
Andreas Kranister
mailto:andreas....@unforgettable.com
Du meinst den Portraitfilm? Der heißt XPS 160!
--
Grüße
Laurent Wirmer
< L.Wi...@ndh.net >
< Homepage: http://www.ndh.net/home/wirmer/index.htm >
FAQ d.r.f.: http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
Die d.r.f-Bildkritik: http://spot.fho-emden.de/gast/foto/bk/indexbk.htm
Wenn Einstein albert, biegt sich der Raum vor Lachen!
>
>Und ich bin der Weihnachtsmann.
Aha, ich dachte der heisst Klaus, wohnt im Himmel und macht mit Frau
Holle rum.............
Natuerlich gibt es auch mit einem
>Aufsteckblitz Probleme mit roten Augen.
Ja klar, wenn man Teleobjektive einsetzt und ueber laengere
Entfernungen blitzt, kann das passieren.
In dem Posting schrieb ich aber was von *nah ran*, das bezog sich
natuerlich auf das ganze Szenario. Ich denke mal, ein Aktionsradius
von 3-5m sollte noch unproblematisch sein, aber stimmt schon, sollte
man ergaenzend dazu schreiben.
Natuerlich kann ich mich nur auf meine Kamera beziehen (EOS und
380EX), fuer andere Geraetekombinationen mag anderes gelten.
Ich finde z.B. die Metzkloetze ziemlich flach, hat das schon mal
jemand nachgemessen?
Gruss:
Frank
>[Weibsfolk....... ~:)]
^^^^
Oh, Ferzeihung ~:)
>Wieso?
Weil es nervt, bei Fragen herablassende Antworten zu bekommen. Mir ist der
Zusammenhang zwischen Blende und Zeit klar, sonst wäre 1. meine Freundin
nicht auf diese bescheuerte Idee gekommen, nur weil sie meine Photos gut
findet, 2. hätte ich nicht woanders schon detailliertere Fragen gestellt,
die Radbert auch gelesen haben muß, da er drauf geantwortet hat, 3. hätte
ich nicht gleich genauere Fragen stellen können, wenn ich blutiger Anfänger
wäre, 5. (nanu, wo ist denn 4. hingekommen?) fehlte ein Smiley oder
ähnliches, falls das ein Scherz sein sollte.
>So ein Satz steht doch auch in der Hochzeitsfotografie-FAQ, und fuer den
>Hinweis an diese hast du dich in einem anderen Posting bedankt; hat dir
>also geholfen.
In der Tat war das nicht böse gemeint.
>Radbert hat das sicher nicht boese gemeint. Das sollte ein gutgemeinter
>Vorschlag sein, sich eine Blamage und viel Aerger zu ersparen, falls du
>wirklich noch ein echter Anfaenger bist.
Hm. Was ist denn ein echter Anfänger? Sicherlich bin ich noch Anfänger, da
meine Bilder weit davon entfernt sind, perfekt zu sein. Je mehr man sich mit
dem Thema beschäftigt, desto schlechter wird man....
>Bin ich jetzt auch geplonkt? :->
Niemals, Deine Anfrage war ja sehr höflich :-)))
Thorsten
> Natuerlich gibt es auch mit einem
>>Aufsteckblitz Probleme mit roten Augen.
>
>Ja klar, wenn man Teleobjektive einsetzt und ueber laengere
>Entfernungen blitzt, kann das passieren.
>
>In dem Posting schrieb ich aber was von *nah ran*, das bezog sich
>natuerlich auf das ganze Szenario. Ich denke mal, ein Aktionsradius
>von 3-5m sollte noch unproblematisch sein, aber stimmt schon, sollte
>man ergaenzend dazu schreiben.
>
>Natuerlich kann ich mich nur auf meine Kamera beziehen (EOS und
>380EX), fuer andere Geraetekombinationen mag anderes gelten.
>Ich finde z.B. die Metzkloetze ziemlich flach, hat das schon mal
>jemand nachgemessen?
>
>
Auf einer Hochzeit hat ein Bekannter von mir mit exakt dieser
Kombination EOS 50E und 380EX sowie einem Sigma Zoom 28-105 Bilder bei
ziemlich dunklem Umgebungslicht gemacht. So sind Feiern eben. Alle
Bilder im Bereich bis max. 5m. Und er hat mehr als nur Probleme mit
roten Augen gehabt. Rund die Hälfte der Aufnahmen waren davon
befallen.
Aufnahmen mit einem 45CT4 ohne Tieferstellung waren frei von roten
Augen (bis auf 1-2 Bilder quer durch den Saal). Aber vielleicht lag's
ja auch am Sigma-Objektiv.
>1. meine Freundin
>nicht auf diese bescheuerte Idee gekommen, nur weil sie meine Photos gut
>findet,
Frauen sind zu allem fähig.
>2. hätte ich nicht woanders schon detailliertere Fragen gestellt,
>die Radbert auch gelesen haben muß, da er drauf geantwortet hat,
Deswegen merk ich mir Namen trotzdem nicht in jedem Fall.
>5. (nanu, wo ist denn 4. hingekommen?) fehlte ein Smiley oder
>ähnliches, falls das ein Scherz sein sollte.
Ich sag dazu nur eins: Mir ist relativ klar, was ich in der Sache -
technisch - so machen würde, trotzdem würde es mir nicht im Traum
einfallen, mir zuzutrauen, so nen Job befriedigend ausführen zu
können, und deswegen würd ich persönlich _ganz sicher_ die Finger
davon lassen. Es ist zwar keine Hochzeit, möglichst noch von nem
Bekannten, aber ...
>*Plonk*
>
welch harte Reaktion auf einen ernstgemeinten Beitrag vom Radberg und
auch sein Tip zum Schluss waere einer differenzierteren Bewertung
wuerdig gewesen. Und da ich mich jetzt so fuerchte, selber *geplonkt*
zu werden, und Gott auch wegsieht, hier ein paar Tips um das
schlimmste zu verhueten (ist nicht arrogant gemeint, keiner ist mit
der Kamera in der Hand auf die Welt gekommen).
Also:
> Wie fotografiert man einen Geburtstagsball?
Inhalt:
prinzipiell wie eine Hochzeit, nur dass keine Zeremonie ist. Dafuer
gibts wahrscheinlich ein anderes Programm, wie auch immer geartet. Die
fehlende Zeremonie hat den Vorteil, dass die Leben-oder-Tod-Bilder
wegfallen. Wenn Du einen Programmpunkt auf dem Geburtstag
versaubeutelst, ist das nicht so schlimm. Wenn Du die Bilder in der
Kirche nicht hinkriegst, ist Schicht. Trotzdem informiere Dich vorher
ueber das Programm, meistens gibt's einen oder zwei die alles
durchgeplant haben - die fragen.
Ausruestung:
Was Du besitzt reicht aus, um zu guten verkaufsfaehigen Bildern zu
kommen, vielleicht fehlt ein 35er. Die Hassel laesst Du auf jeden Fall
zu Hause, auch wenn es _vielleicht_ Sinn machen koennte, das
Gruppenbild auf MF zu machen. Zwei Ausruestungen, von denen eine sehr
langsam ist sind bei solchen Aktionen nur noch schwer handhabbar.
(Nebenbei, was ist denn aus der Reparatur Deines Sonnars geworden?)
50E ist o.k, vielleicht noch ein Zweitgehaeuse, hast Du die 1N noch?
1,8/50, 1,8/85 beides gut, mitnehmen.
2,8/24 mitnehmen, aber es wird fuer die meisten Sachen zu kurz sein,
was Du brauchst ist ein 35er, eventuell auch ein 28er. Das 24er fuehrt
zu starken perspektivischen Verzerrungen, die auf Feiern gar nicht gut
kommen. Ausserdem gibt es Probleme mit der Ausleuchtung, sowohl in der
Breite (packt der MZ3i vielleicht) als auch in der Tiefe
(physikalisch) bedingt.
_Alle_ Aufnahmen werden geblitzt, mehr oder weniger stark. Am besten
unter Einbeziehung des Umgebungslichtes. Sei Dir also je nach Motiv
vorher klar, ob Du im Modus M oder im Modus Av arbeiten musst. Vor ein
paar Tagen gab's da ja bei Dir noch Fragen zu. Wenn Dir die Handhabung
und genaue Funktionsweise des Blitzes erst nach den Aufnahmen klar
wird, war es definitiv zu spaet.
Deine Baustrahler passen gut zur Hassel -> zuhause lassen.
Wenn's geht, indirekt ueber die Decke blitzen, wenn nicht hast Du Pech
gehabt und musst direkt blitzen.
Bei einem dunklen Raum wirst Du dann mit dem MZ3i mit Sicherheit
Probleme mit roten Augen kriegen. Dann aufs 85er verzichten. Gibts da
nicht zu deinem Blitz den Pappdeckel, der im 45°-Winkel aufgesteckt
wird. Der wuerde helfen. Joghurt-Becher find ich auch sehr gut - fuer
den kleinen Hunger zwischendurch. An der Lichtqualitaet aendern sie
aber nichts. Vielleicht kannst Du Dir ja auch irgendwo einen Stabblitz
ausleihen, sind ja nicht alles Idioten die damit rumlaufen - aber auf
keinen Fall Equipment mitnehmen, dass Du nicht inundauswendig kennst.
Film:
Farbnegativ, am besten Superia 400, fuer's Gruppenfoto vielleicht doch
ein 100ASA Film. Manche haengen sowas ja an die Wand. Allerdings
bezweifle ich _nachdruecklich_, ob es wirklich zu einem sorgfaeltig
gestellten Gruppenfoto kommt.
Vorgehensweise:
Laesst sich schwer pauschal zusammenfassen,
auf jeden Fall bevor das grosse Fressen losgeht, die Tische ablaufen
und versuchen von allen Seiten alle an Tischen Sitzende zu
fotografieren. 35-50mm 2-3er Gruppen. Wenn eine Tischrede erfolgt,
mitnehmen, da ist das 85er angesagt. Dann Essenfassen am Buffett
fotografieren, Bilder vom Essen selber kommen nicht so gut, wer will
schon mit der Gabel im Mund fotografiert werden. Dann die
Programmpunkte mitnehmen, dafuer ist meist das 50er ganz gut. Und zum
Schluß wenn getanzt wird, je nach Alter des Publikums, mit langen
Zeiten auf den 2. Vorhang blitzen. Hier auch gern mit dem 24er von
unten, soll ja dynamisch aussehen und sich von den Aufnahmen von Kreti
und Pleti (die Englaender sprechen immer abfaellig von 'Uncle Joe')
unterscheiden. Schliesslich kriegst Du ja auch Geld dafuer.
Das alles kannst Du auch mit einem Zoom machen, aber die
Brennweitenauswahl bleibt die gleiche.
Das waers, neben Deinen Faehigkleiten tolle Bilder zu machen, von
denen Deine Feundin ja schwaermt, brauchst Du vorallem eine erprobte
Ausruestung, am besten redundant, Verbrauchsmaterial (Filme, Akkus)
bis zum Abwinken, ein Gespuehr wo die naechste Aktion passieren
koennte und die Faehigkeit sich bei den Aufnahmen selber moeglichst
unsichtbar machen zu koennen und trotzdem hier und da dirigistisch
einzugreifen.
Redundanz heisst: Alles doppelt und dreifach. Aber am besten aber im
Kofferraum Deines Autos. Zum Arbeiten selber moeglichst wenig
mitnehmen. Kamera - 35er - 85er - Blitz - Filme. Viel mehr kann nur
behindern.
Ach ja, Deine Freundin nimmst Du auch mit, sie hat Dir die Suppe ja
schliesslich eingebrockt, und sie wird Dir waehrend der Aufnahmen
assistieren, Objektive halten. Material anreichen, Essen und Getraenke
holen und einen Blick auf Deine Sachen werfen.
>#1:Gewünscht ist ein Eingangsbild der Gäste. Ich habe einen 23-Hama
>Hintergrund (für 94DM).
>- reicht da ein Baustrahler drauf, um den Schatten von meinem Blitz
>(indirekt) zu vermeiden?
Lass das Gehampel.
Der Hintergrund ist mit Sicherheit zu klein, zu langweilig und zu
langsam im Aufbau. Und die Baustrahler sind auch fehl am Platz. Ueber
den Gelbstich bei den Bigband-Aufnahmen hatten wir ja bereits
gesprochen wo ist der Lerneffekt. Such Dir lieber irgendeinen
passenden Hintergrundvor Ort, Treppe ist immer sehr gut, und blitze,
moeglichst indirekt.
Du wirst fuer ein Gruppenbild maximal 10 Minuten und 5 Aufnahmen
haben. Nach der 5. guckt jeder woanders hin dann machst Du kein gutes
Bild mehr. Nimm Dir auf jeden Fall eine kleine Leiter oder einen Tritt
mit - notfalls auf einen Stuhl steigen.
>#2:Dokumentieren der Show:
>- Blitz in M- oder A-Modus, damit mit dem TTL die Leute nicht totgeblitzt
>werden?
>- Kodak Royal 1000 als Film?
>
>#3:Stimmung!
>- Film?
>- Brennweite? (Lieber von weiter wech und den Leuten nicht so auf die Pelle
>rücken [Rotauge sei wachsam] oder was?)
>
siehe oben.
>Hiiiiilfe.
>Thorsten
>
Nochwas zu Deiner Freundin. Meine findet meine Bilder auch immer ganz
toll, wenn sie aber auf die Idee kaeme, mich hinter meinem Ruecken zu
verschachern waere ein ernstes Gespraech faellig. Immerhin hast Du
Kunden, die von Dir professionelle Arbeit verlangen (und bezahlen).
Ich glaube kaum, dass die damit rechnen, dass jemand kommt, der gerade
mal knapp ein Jahr fotografiert, viel experimentiert und jetzt seine
Erfahrungen in der Gesellschaftsfotografie machen moechte.
Wie waers denn mit ein paar Geburtstagsfeiern im Familien-/
Bekanntenkreis bevor man sich an eine solche Sache ranwagt. So gesehen
ist der Tip von Radberg, die Sache vielleicht doch vorher noch
abzulehen gar nicht so schlecht. Bilder wirst Du sicherlich machen,
aber gute Bilder nur, wenn waehrend der Feier keine grosses Nachdenken
ueber die Technik einsetzt.
So viel Glueck
Mach vorher ein Stossgebet - schaden kann's nicht, und berichte wie es
Dir ergangen ist.
Am Wed, 3 Feb 1999 18:56:56 +0100 schrieb "Thorsten Claus"
<cl...@pu.informatik.tu-darmstadt.de>:
>ich bin gebucht worden! OhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGottOhGott Was
>mache ich jetzt nur:
Beten?
>Wie fotografiert man einen Geburtstagsball?
Hm. Bilder machen bis der Arzt kommt. Und die Vorgaben erfüllen.
>#1:Gewünscht ist ein Eingangsbild der Gäste. Ich habe einen 23-Hama
>Hintergrund (für 94DM).
>- reicht da ein Baustrahler drauf, um den Schatten von meinem Blitz
>(indirekt) zu vermeiden?
Naja. Baustrahler -> Kunstlicht, Blitz -> Tageslicht. Ist aber nicht
soo schlimm, wenn nur der Hintergrund beleuchtet wird, und es auf die
Farbe nicht so ankommt. Ob's reicht? Hm. Du darfst nicht zu nah 'ran,
wenn Du einen gleichmäßige Ausleuchtung willst. Und dann wird's knapp.
>- soll ich lieber Schwarz nehmen?
Naja. Schau Dir doch erst mal die Lokation an, vielleicht findest Du
ja ein Plätzchen, mit dem Du auch ohne Hintergrundaufbau klar kommst.
>- Was ist von einer "Mini" Softbox zu halten oder diesen Joghurtbechern ;-)?
Nix. Da mußte schon verdammt nah ran, damit das hilft. Besser ein
Reflektor oder -Schirm, in den Du dann blitzt.
>- Welcher Farbfilm? Kodak 100?
Nee. Negativ ist schon ok, Kodak Royal gold 400 vielleicht. Oder Fuji
Superia 400 + 800. Je empfindlicher der Film, desto weniger Blitz
brauchste. Bei Mischlicht kommt auch der Superia Reala 100 gut, der
ist aber leider nicht gerade schnell.
>- Objektiv-Brennweite?
Für Einzelpersonen bis 3-er Grüppchen 85..135mm. 85 tut's vermutlich,
braucht weniger Platz. Bei Gruppen in Räumen diktiert der Platz meist
ein WW.
>#2:Dokumentieren der Show:
>- Blitz in M- oder A-Modus, damit mit dem TTL die Leute nicht totgeblitzt
>werden?
800er Film und möglichst gar nicht Blitzen. Wenn dann Aufhellblitz mit
Korrektur -2/3 oder so um den Dreh.
>- Kodak Royal 1000 als Film?
Habe ich noch nicht probiert. Der Fuji Superia 800 tut's prima, da
kann man nacher auch noch mal ein kleines Poster von ziehen.
>#3:Stimmung!
>- Film?
Ziehmlich egal, hauptsache einigermassen schnell!
>- Brennweite? (Lieber von weiter wech und den Leuten nicht so auf die Pelle
>rücken [Rotauge sei wachsam] oder was?)
_Immer_ ran an die Leute. Nicht gerde mit dem Objektiv in's Glas, aber
auch nicht mit dem 200er quer durch den Raum... ein 28..70 oder so ist
sicher ganz praktisch.
>Hiiiiilfe.
Keine Panik. Schau Dir die Lokation an, bespreche mit den Auftraggeber
genau, was er sich für Aufnahmen wünscht. Und was er damit später
machen will - entsprechend sollteste Dir auch noch ein paar Bilder
vorher überlegen, die in das Schema passen, und er deshalb später
möglicherweise anfragt bzw. die er dann auch noch kauft, weil gute
Idee... Überlege, wieviel Film und Batterien Du etwa brauchst.
Verdopple dann die Stückzahlen. Wenn Du das nicht blickst, sag lieber
ab, das spart Ärger.
cu-Arndt
>
>Du meinst den Portraitfilm? Der heißt XPS 160!
Ups, latuernich und nur den, der ist besser als Clerasil, ich gebe dem
meistens noch eine halbe Blende mehr Licht. Wie gesagt, wenn man ein
gescheites (Mini)lab bemueht, ist das der Portraitfilm ueberhaupt
IMHO, ist ja klar
--
Gruss:
Frank
>Auf einer Hochzeit hat ein Bekannter von mir mit exakt dieser
>Kombination EOS 50E und 380EX sowie einem Sigma Zoom 28-105 Bilder
bei
>ziemlich dunklem Umgebungslicht gemacht. So sind Feiern eben. Alle
>Bilder im Bereich bis max. 5m. Und er hat mehr als nur Probleme mit
>roten Augen gehabt. Rund die Hälfte der Aufnahmen waren davon
>befallen.
Hm, seltsam, ich mache solche Sachen eigentlich ziemlich haeufig fuer
Verwandte und Bekannte (nicht komerziell oder so) und hatte
noch nie Probleme mit roten Augen. Es kommt natuerlich darauf an
welche Filmempfindlichkeiten und Blenden man waehlt. Als maximale
Brennweite verwende ich 90mm, meistens Blende 1/2,8-4 bei 1/30
sec . ,dabei messe ich selektiv die Gesichter an . Ich bin zufrieden
mit den Ergebnissen, zumal ich die Filme neuerdings nicht mehr ins
Grosslabor gebe (ein Dank nochmal an Dieter, das Minilab bei Horten
unten arbeitet sehr ordentlich).
>Aufnahmen mit einem 45CT4 ohne Tieferstellung waren frei von roten
>Augen (bis auf 1-2 Bilder quer durch den Saal).
Ich muss zugeben , dass das 380EX nicht mein Traumgeraet ist, habs
auch noch keinem hier empfohlen, aber man kann damit leben. Ich
ueberlege ernsthaft, ob ich es gegen das 550EX eintausche, mal sehen.
Aber vielleicht lag's
>ja auch am Sigma-Objektiv.
Wohl kaum, die Aufnahmeachse ist die Gleiche. Welches ist es denn? Das
mit der 1/5,6 oder 1/4 am langen Ende. Ich meine, wenn
er mit einem 100ASA Film bei Blende 5,6 und wenig Umgebungslicht
arbeitet, haut der Blitz natuerlich voll rein.
--
Gruss:
Frank
> Ups, latuernich und nur den, der ist besser als Clerasil, ich gebe dem
> meistens noch eine halbe Blende mehr Licht.
Ja, bei Belichtung auf 100 kommt er optimal.
> Wie gesagt, wenn man ein gescheites (Mini)lab bemueht,
> ist das der Portraitfilm ueberhaupt
Ich entnehme dem, dass Hortens Minilab gut damit klarkommt ?-)
Dieter
> > > Plonk
> > Wieso?
>
> Weil es nervt, bei Fragen herablassende Antworten zu bekommen. Mir ist der
> Zusammenhang zwischen Blende und Zeit klar, sonst wäre 1. meine Freundin
> nicht auf diese bescheuerte Idee gekommen, nur weil sie meine Photos gut
> findet, [ ... ]
Naja, Du weisst ja, man hat ja schon Pferde vor der Apotheke k***en
sehen ...
Oder konkret: Eine (fruehere) Bekannte sagte mir mal :
"Jetzt, wo ich diese tolle automatische Kamera habe,
moechte ich mich als Postkartenfotografin selbstaendig machen."
Und wenn Radbert aehnliche Sprueche gehoert hat, ist es durch-
aus verstaendlich, dass er auf Grundlagenkenntnisse hinweist.
Ciao,
Mattias
--
Mattias Brunschen
e-mail work : mailto:mattias....@sfb.de
e-mail priv.: mailto:mat...@brunschen.com
Ganz genau. Wenn man sich von jemandem fuer eine Arbeit bezahlen laesst,
dann erwartet dieser jemand i.a., dass der Ausfuehrende weiss, was er
tut. Und zwar ganz besonders im Detail. Die von Thorsten gestellten
Fragen lassen aber vermuten, dass er das erste Mal in so einer
Situation ist. Gut, das ist jeder irgendwann. Aber ohne geeignete
Tests zu machen, wuerde ich von sowas die Finger lassen. Lies: Ich
traue mir nicht zu, beim ersten Mal gleich alles richtig zu machen.
Ich halte es auch nicht fuer arrogant, einen anscheinenden Anfaenger
auf eine moeglicherweise bevorstehende Katastrophe hinzuweisen. Ich
halte es eher fuer arrogant, jemandem eine Dienstleistung verkaufen
zu wollen, ohne dass man in der Lage ist, die Leistung 100%ig zu
bringen. (Und das alles bei einer unwiederholbaren Gelegenheit...)
Falls das alles fuer Dich nicht zutrifft, Thorsten, Entschuldigung.
Aber lies Dein Ursprungs-Posting nochmal und frag Dich dann, wie das
fuer jemanden klingen muss, der weder Dich noch Deine Faehigkeiten
kennen kann...
Chut goahn,
Thomas
Na hoffentlich!
[...]
>Ich sag dazu nur eins: Mir ist relativ klar, was ich in der Sache -
>technisch - so machen würde, trotzdem würde es mir nicht im Traum
>einfallen, mir zuzutrauen, so nen Job befriedigend ausführen zu
>können, und deswegen würd ich persönlich _ganz sicher_ die Finger
>davon lassen. Es ist zwar keine Hochzeit, möglichst noch von nem
>Bekannten, aber ...
Ok, Dir sei verziehen ;-)
Thorsten
Erik Golz schrieb in Nachricht <36ba0a37...@news.rwth-aachen.de>...
>On Thu, 4 Feb 1999 13:36:49 +0100, "Thorsten Claus"
><cl...@pu.informatik.tu-darmstadt.de> wrote:
[...]
>Ausruestung:
>Was Du besitzt reicht aus, um zu guten verkaufsfaehigen Bildern zu
>kommen, vielleicht fehlt ein 35er. Die Hassel laesst Du auf jeden Fall
>zu Hause,
hatte ich auch nicht vor, mitzunehmen :-)
>(Nebenbei, was ist denn aus der Reparatur Deines Sonnars geworden?)
Das ist heute erst weggeschickt worden: Kein Geld+Zeit (Erst ist ja die
Wohnung dran :-)))
>50E ist o.k, vielleicht noch ein Zweitgehaeuse, hast Du die 1N noch?
Oh Gott, hab ich mir die mal gekauft? Wo isse? :-)))
>1,8/50, 1,8/85 beides gut, mitnehmen.
>2,8/24 mitnehmen, aber es wird fuer die meisten Sachen zu kurz sein,
>was Du brauchst ist ein 35er, eventuell auch ein 28er. Das 24er fuehrt
>zu starken perspektivischen Verzerrungen, die auf Feiern gar nicht gut
>kommen.
Guter Tip.
>Wenn Dir die Handhabung
>und genaue Funktionsweise des Blitzes erst nach den Aufnahmen klar
>wird, war es definitiv zu spaet.
Gestern Abend ist ja einiges geklärt worden...
>Deine Baustrahler passen gut zur Hassel -> zuhause lassen.
Wollte ich auch nur, um eventuell die Schatten beim Eingangsbild etwas zu
mildern
[...]
> Bilder vom Essen selber kommen nicht so gut, wer will
>schon mit der Gabel im Mund fotografiert werden.
:-))) Schau mal, Opas Gebiß fällt gerade raus ....
>Ach ja, Deine Freundin nimmst Du auch mit, sie hat Dir die Suppe ja
>schliesslich eingebrockt, und sie wird Dir waehrend der Aufnahmen
>assistieren, Objektive halten. Material anreichen, Essen und Getraenke
>holen und einen Blick auf Deine Sachen werfen.
Die ist schon angekettet worden :-)
>>#1:Gewünscht ist ein Eingangsbild der Gäste. Ich habe einen 23-Hama
>>Hintergrund (für 94DM).
>>- reicht da ein Baustrahler drauf, um den Schatten von meinem Blitz
>>(indirekt) zu vermeiden?
>
>Lass das Gehampel.
>Der Hintergrund ist mit Sicherheit zu klein, zu langweilig und zu
>langsam im Aufbau. Und die Baustrahler sind auch fehl am Platz. Ueber
>den Gelbstich bei den Bigband-Aufnahmen hatten wir ja bereits
>gesprochen wo ist der Lerneffekt.
Siehe oben: nur als Schattenkiller im Hintergrund.
>Such Dir lieber irgendeinen
>passenden Hintergrundvor Ort, Treppe ist immer sehr gut, und blitze,
>moeglichst indirekt.
geht schelcht: Decke braun, Wände gelb :-(
>Nimm Dir auf jeden Fall eine kleine Leiter oder einen Tritt
>mit - notfalls auf einen Stuhl steigen.
Gute Idee, steht schon bereit
>So viel Glueck
Kann ich gebrauchen :-)
Thorsten
Ja, wenn man darauf hinweist, ich habe der Schnitte gesagt, sie soll
Yellow und Magenta etwas nach plus korrigieren, damit es keinen
Rotstich gibt und auf einen natuerlichen Hautton sollte sie achten,
hat gefunzt. Die printen dort auf Agfa Prestige, nicht uebel das
Papier.
Die Negative werden auch vernuenftig verpackt und Kratzer sind auch
nicht drauf, allerdings habe ich dort noch nicht viel machen lassen ,
richtig sicher kann man sich eh nie sein, lass das Personal mal einen
schlechten Tag haben......, aber der Vorteil ist eben, dass man die
Leute, die das Material verwursten, direkt kontaktieren kann und im
schlimmsten Fall eben auch Nachbesserungen verlangen kann.
Momentan hapert es bei mir mit der E6 Entwicklung, das Labor bei dem
ich die Filme abgebe, arbeitet mit CeWe zusammen, die Qualitaet ist
leider nicht bestaendig, die letzten 5 Filme waren Ok, gestern habe
ich einen abgeholt, voellig zerkratzt, Ringfoto und Schlecker habe ich
auch schon ausprobiert, reden wir lieber nicht von ~:). Jetzt habe ich
mir mal einen 10er Pack Sensia von Prost gekauft, die sollen ja ganz
gut sein, hattest Du hier mal gepostet, mal sehen.
Knuffis hatten die uebrigens auch noch da, ich habe mir direkt einen
mitgenommen, allerdings den mit dem roten Ausloeseknopf hinten,
Vantage Remote-Flasch steht da drauf, der Verkaeufer reagierte sehr
gelassen und zielstrebig, muessen wohl gut gehen die Dinger :-).
--
Gruss:
Frank
Dann will ich noch eins anfuehren: Ich wuerd mir auf alle Faelle,
wenn ich keins besaesse, als Standardobjektiv fuer die Party ein
gutes 70-200/2,8 oder so besorgen.
Gruss, Radbert
>Hallo,
>
>Erik Golz schrieb in Nachricht <36ba0a37...@news.rwth-aachen.de>...
>>On Thu, 4 Feb 1999 13:36:49 +0100, "Thorsten Claus"
>><cl...@pu.informatik.tu-darmstadt.de> wrote:
>
>>50E ist o.k, vielleicht noch ein Zweitgehaeuse, hast Du die 1N noch?
>
>
>Oh Gott, hab ich mir die mal gekauft? Wo isse? :-)))
>
siehe unten, ich zitiere mal:
"Path:
news.rwth-aachen.de!fu-berlin.de!news.tu-darmstadt.de!not-for-mail
From: "Thorsten Claus" <cl...@pu.informatik.tu-darmstadt.de>
Newsgroups: de.rec.fotografie
Subject: Billiges Labor (was: Re: S/W Labor)
Date: Mon, 7 Dec 1998 22:46:01 +0100
Organization: Technische Universitaet Darmstadt
Lines: 21
Message-ID: <74hif0$l1r$1...@sun27.hrz.tu-darmstadt.de>
References: <366c0...@news.swol.de>
Ich habe in den 9 Monaten, die ich jetzt fotografiere, immer wieder
mein Geldbeutel konsultiert, den Rat von sogenannten Fachverkäufern
angenommen und immer drauf geachtet, daß alles schön billig war. Und
das Resultat: 3 Bodys (500E, 50E, 1N), ein Haufen Objektive (das
bekannte Tamron bis billiges Sigma-Zoom), billiger Belichtungskopf,
etc ...:
Alles nacheinander wieder verkauft, bis ich am Ende doch die etwas
teurere, aber eindeutig bessere Ausrüstung hatte. Die dummen Sprüche
der Verkäufer hätte ich mir schenken können. Lieber gleich was
Richtiges kaufen! Das macht sich dann vor allem beim Wiederverkauf
echt bezahlt. Der Preisverfall bei Billigartikeln ist so enorm, da
gibt man dann im Endeffekt fünf mal soviel aus.
Thorsten Claus
http://www.pu.informatik.tu-darmstadt.de/~claus
mailto:Thorste...@gmx.de
PGP555 / PGP262 : email with subject 'get pgp keys'
"
> und auf einen natuerlichen Hautton sollte sie achten,
Das hat sie dann wohl als erste Direktive verstanden.
Schlaues Mädchen.
--
Michael Quack
<photo...@aol.com>
Website:
<http://members.aol.com/photoquack/foyer.htm>
> ich habe der Schnitte gesagt, sie soll
> Yellow und Magenta etwas nach plus korrigieren, damit es keinen
> Rotstich gibt
Vorsicht mit solchen Angaben - die Minilabs, die ich kenne, belichten
additiv. -8) Sag denen einfach, wie der Abzug hinterher aussehen soll
(z.B. "etwas waermer" oder was auch immer).
> Jetzt habe ich
> mir mal einen 10er Pack Sensia von Prost gekauft, die sollen ja ganz
> gut sein, hattest Du hier mal gepostet, mal sehen.
Bisher keine Probleme. Nur noch uebertroffen von Kodachrome-Entwicklung
und "Didilab". Aber das arbeitet im Moment nicht. -8)
Dieter
>Dann Essenfassen am Buffett
>fotografieren, Bilder vom Essen selber kommen nicht so gut, wer will
>schon mit der Gabel im Mund fotografiert werden
Was auch gut kommt: Fotos von den Platten (natürlich *vor* der
Schlacht). Man glaubt es kaum: Die Leute sind wild darauf,
hinterher zu sehen, was sie alles nicht essen konnten, weil sie
entweder voll waren oder aber die Platten schon leer waren.
Es gibt dabei auch noch nette Nebeneffekte für Dich: schnell
gemachte Bilder für gutes Geld. (Aber bitte nicht übertreiben,
sondern vor der Abgabe der Bilder einige aussortieren.)
Außerdem kannst Du die Bilder möglicherweise auch dem
Partyservice anbieten. Meistens haben die nur stümperhaft
"geknipste" Bilder.
--
cul8er
Ralf
(gegen eine Aufteilung der drf!)
Ralf Nöhmer, Aurich, Ostfriesland. Das einzige Land, wo Ossis wohnen!
---------------------------------------------------------------------
Homepage : http://spot.fho-emden.de/gast/foto/index.htm
FAQ d.r.f. : http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
Bildkritik : http://spot.fho-emden.de/gast/foto/bk/indexbk.htm
Digital FAQ: http://www.homepages.de/hbr...@dialup.nacamar.de/faq.htm
>das Resultat: 3 Bodys (500E, 50E, 1N), ein Haufen Objektive (das
Ups, das sollte am Ende 5N heißen :-)
Thorsten
Das wars, ich habe die Nacht überstanden :-)
Insgesamt habe ich so 16 Filme (SW und buntig) "verknipst", also sollte
zumindest 1 Bild was geworden sein :-)))))
Morgen werde ich die Filme entwickeln lassen und dann zu einem Labor für
Abzüge geben, vielleicht lasse ich mir auch nur erstmal Kontaktabzüge machen
:-)
Zu den Tips:
#1: Eingangsbereich
Der Hama 23er Hintergrund zusammen mit einem Baustrahler hat sich _doch_
bewährt. Ich habe den Baustrahler benutzt, um nur den Hintergrund
anzuleuchten. Auf die Glasscheibe hatte ich eine Kette gelegt, gab ein
hübsches Muster :-). Geblitzt habe ich dann von links schräg oben mit
Photosensor und Kamerablitz von vorne auf -2 Blenden gedimmt. DAs hat sich
ein einem Testdiafilm am Abend davor ganz gut gemacht. Objektiv war aus
Platzmangel ein 50er. Filme waren Kodak Royal Gold 200 & 400.
#2: Dokumentieren der Show
Show gabs keine :-) Nur ein paar Reden. Da ich kein Zoom mehr für Canon EOS
auftreiben konnte, habe ich also nur meine Festbrennweiten (24, 50, 85, 105)
gehabt. Da ich mich aber ohne größer aufzufallen frei bewegen konnte, war
das wahrscheinlich sogar die bessere Wahl. Ein Gast hatte ein Sigma 28-200
dabei, daß ich mal spaßeshalber draufgesteckt hatte ("Is voll super, ey!"),
aber ...
Ich habe meistens das 85/1.8 benutzt, Blitz über (selbstgebauten) Reflektor
und (selbstgebauter) Mini-Lichtbox mit +1 1/3 Blenden Korrektur (Auch das
ein Ergebnis des Testfilms). Filme waren Fuji Super G+ 800, Kodak Gold Royal
400 & 1000, Ilford Delta 400 (2 davon auf 1600 gepusht), Ilford HP5+
#3: Schnappschüsse
Meist mit dem 105e/2.8, da war ich so weit weg, daß die Leute nichts gemerkt
haben :-). Ein paar habe ich auch mit Witwinkel von unten gemacht (Danke für
den Tip!)
#4: Das Buffet
Natürlich habe ich auch Aufnahmen des Buffets gemacht, das war wirklich
super (Mjam!),auch wenns keinen grünen Glibber gab und ich die Schnitzel
vergeblich gesucht habe :-))) Als dann die Leute beim Essen waren, wollte
ich eigentlich mal Pause machen. Aber der Gastgeber kam auf mich zu und hat
mich gefragt, ob ich denn nicht auch Fotos von den Leuten beim Essen machen
könnte! Ups. Na gut, ich bin ja flexibel :-)
#5: Gruppenbild
Wurde nicht gewünscht
#6: Omas und Opas
Natürlich mit lächelnden Enkeln im Arm, händchenhaltend, und mit
Taschentuch. Diese Bilder habe ich meistens während der Reden gemacht: Wenns
gerade losgeht ein paar vom Redner, danach auf die Gäste. Gerade als die
Schwanks aus dem Leben des Horst K. erzählt wurden, war es eine gute Idee,
die Gesichter der Zuhörer aufzunehmen!
#7: Nebeneffekte
Gefragt haben mich nach Bildern: zwei Pianisten, drei Gitarrieros, eine
Sängerin und die Leute vom Partyservice. Auch hier danke für den guten Tip!
#8: Danach
Gegen Ende wurden die Leute betrunkener (ach was!). ein paar Bilder habe ich
davon gemacht, dann wurde es so peinlich, daß ich lieber keine Portraits
mehr gemacht habe. Dann natürlich noch das Chaos fotofiert, daß übrigblieb.
Ich bin bis zum Schluß geblieben, hab noch mitgeholfen Gläser zu spülen,
nicht zuletzt wegen der bildhübschen und intelligenten Tocher *grins*. Wir
treffen uns am Dienstag *grins-quadrat*.
Berichte über die Filme/Fotos gibts dann in einer Woche. Scans nur, wenn
Marco mal seinen Scanner für mich anwirft :-)
Thorsten
>Am Thu, 04 Feb 1999 21:05:13 GMT schrieb Erik Golz:
>
>>Dann Essenfassen am Buffett
>
>Was auch gut kommt: Fotos von den Platten (natürlich *vor* der
>Schlacht). Man glaubt es kaum: Die Leute sind wild darauf,
>hinterher zu sehen, was sie alles nicht essen konnten, weil sie
>entweder voll waren oder aber die Platten schon leer waren.
Essen ist aber auch zuweilen ein schickes Motiv. Bei einer Rockerparty
letzthin in der Schwiz gab's Raclette; eigentlich war es mehr eine
spontane Eingebun, das zu fotofieren, aber im Nachhinein sind das die
Fotos, die mir mit am Besten gefallen (vgl.
www.rrr.de/~radbert/deutsch/sw2_98/raclette.htm). Wenn die Leute nun
noch Kohle für das feine Buffett ausgegeben haben ...
>Es gibt dabei auch noch nette Nebeneffekte für Dich: schnell
>gemachte Bilder für gutes Geld.
Ganz ab von der guten Ausgangsposition für die Schnitzelschlacht.
> nicht zuletzt wegen der bildhübschen und intelligenten Tocher *grins*. Wir
> treffen uns am Dienstag *grins-quadrat*.
Da hat sich Deine Freundin ja was eingebrockt mit der Annonce, was?
;-)))))
--
Vor dem Transport dieser Mail bitte die Sicherungsschrauben lösen
und die Signature sowie den Header vorsichtig zurückfalten und
arretieren !
Am Sun, 7 Feb 1999 13:32:02 +0100 schrieb "Thorsten Claus"
<cl...@pu.informatik.tu-darmstadt.de>:
>nicht zuletzt wegen der bildhübschen und intelligenten Tocher *grins*. Wir
>treffen uns am Dienstag *grins-quadrat*.
War es nicht so, das Deine *Freundin* eine Anzeige in die Zeitung
gesetzt hat? :-)
cu-Arndt
>Meine Freundin hat in die Zeitung eine Anzeige geschaltet (ohne mir was zu
>sagen), jetzt hat sich tatsächlich jemand gemeldet! Umpf. Und jetzt gehts
>los:
Am Sun, 7 Feb 1999 13:32:02 +0100 schrieb Thorsten Claus:
>Berichte über die Filme/Fotos gibts dann in einer Woche. Scans nur, wenn
>Marco mal seinen Scanner für mich anwirft :-)
Ich will Dir Deinen Spaß und Deinen Erfolg ja nicht verderben,
aber ich habe das folgendermaßen verstanden (Korrigiere mich
bitte, wenn es nicht richtig ist.):
- Du fotografierst rein hobbymässig und hast auch nicht
Fotograf oder Designer gelernt
- Du hast auch kein Gewerbe angemeldet
- Du trittst aufgrund der Anzeige unternehmerisch am Markt auf
- Dein erster Auftraggeber läuft nicht unter der Rubrik
"Nachbarschaftshilfe", sondern hat sich auf die Anzeige
gemeldet
- Du hast Leute arrangiert, aufgestellt (Eingangsfotos)
- Du bekommst Kohle für Deine Arbeit (und vielleicht auch noch
gleich die Schwiegereltern dazu. Kommt mir irgendwie jetzt
fürchterlich bekannt vor... ;-)) )
Laut Auskunft der Handwerkskammer (ist schon länger her) ist das
Fotografieren bei solchen Festlichkeiten nicht direkt geregelt.
Soll heissen: jeder kann da Bilder machen, auch, wenn das nicht
unter die "Nachbarschaftshilfe" fällt.
Nur zwei Dinge sind dem Amateur in diesem Falle nicht gestattet:
1. er darf für seine Arbeit nicht öffentlich werben
(Mund-zu-Mund-Propaganda ist hier üblich)
2. er darf keine Aufnahmen machen, bei denen der Fotograf seine
"Opfer" arrangiert.
Frage mich bitte nicht, warum man keine Leute zum Foto aufstellen
darf. Manchmal sind die Vorschriften einfach nur bescheuert. Ein
EU-Bürger aus z.B. den Niederlanden darf in Deutschland ein
Fotostudio eröffnen, auch wenn er keinen Meistertitel hat. Einem
Deutschen ist das *nur* mit Meistertitel erlaubt.
Das Problem sehe ich für Dich in Deiner Anzeige. Die kann jeder
lesen. Und wenn Du Pech hast, wird sich demnächst das Finanzamt
oder die Handwerkskammer bei Dir melden. Aber nicht, daß Dir das
Herz jetzt in die Hose rutscht: Wo kein Ankläger, da auch kein
Kläger.
Ich hoffe für Dich, daß Du viel Spaß hattest, ein wenig Kohle
verdient hast und daß keine Zecke anwesend war, die Dich bei der
Handwerkskammer anschwärzt.
Aber das Thema erledigt sich ja von selbst, wenn Du der netten
Tochter näher kommst. Dann: Nachbarschaftshilfe ;-)))
>Ralf Noehmer wrote:
>> - Du hast Leute arrangiert, aufgestellt (Eingangsfotos)
>Kann jeder freiberufliche Fotojournalist auch.
Ja der darf das und kann sich dabei sogar auf die Verfassung
berufen ;-)
>> - Du bekommst Kohle für Deine Arbeit (und vielleicht auch noch
>> gleich die Schwiegereltern dazu. Kommt mir irgendwie jetzt
>> fürchterlich bekannt vor... ;-)) )
>Sieh an....
Tja...äääh... ;-)))
>> Laut Auskunft der Handwerkskammer (ist schon länger her) ist das
>> Fotografieren bei solchen Festlichkeiten nicht direkt geregelt.
>> Soll heissen: jeder kann da Bilder machen, auch, wenn das nicht
>> unter die "Nachbarschaftshilfe" fällt.
>Genau. Und Abmahnungen der Handwerkskammer oder handwerksrechtliche
>Verfahren haben mittlerweile Seltenheitswert. Dauert wohl nicht
>mehr lange, dann ist ganz vorbei.
Das hoffe ich auch. Ich selber habe nämlich erstens keine Lust,
für den Preis eines Kleinwagens meine Meisterprüfung zu machen
und zweitens auch keine Zeit dazu. Aber man denkt ja auch an ein
Leben nach dem Journalismus nach, so als Absicherung...
>> Nur zwei Dinge sind dem Amateur in diesem Falle nicht gestattet:
>> 1. er darf für seine Arbeit nicht öffentlich werben
>> (Mund-zu-Mund-Propaganda ist hier üblich)
>Eben das ist der Knackpunkt noch. Der verschwindet aber
>möglicherweise schneller als man denkt. Von einer Quelle
>aus dem Wirtschaftsministerium habe ich die Info, dass
>man da damit rechnet, dass das spätestens 2001 Geschichte ist.
Na, dann wollen wir mal hoffen.
>> 2. er darf keine Aufnahmen machen, bei denen der Fotograf seine
>> "Opfer" arrangiert.
>> Frage mich bitte nicht, warum man keine Leute zum
>> Foto aufstellen darf. Manchmal sind die Vorschriften
>> einfach nur bescheuert.
>Das ist wie mit dem Gruppenteilen, man sucht nach
>künstlichen Abgrenzungsmöglichkeiten um die alten Pfründe
>zu retten.
Und dabei gibt es so viele Fotografen, die richtig Kohle
verdienen mit richtig guten Fotos aber ohne "richtige"
Berufsausbildung zum Fotografen.
>> Ein EU-Bürger aus z.B. den Niederlanden darf in Deutschland ein
>> Fotostudio eröffnen, auch wenn er keinen Meistertitel hat. Einem
>> Deutschen ist das *nur* mit Meistertitel erlaubt.
>Naja, man kann ja auch eine Werbeagentur aufmachen,
>oder man arbeitet freiberuflich. Beides hat sicher
>auch Nachteile, aber bis zum Wegfall der Handwerksordnung
>für Fotografen kann man das noch eine Weile so tun.
Nur: darf ich dann auch (als Freiberufler oder Werbeagentur) Ein
Studio betreiben und im Prinzip die gleichen Arbeiten machen, wie
ein Fotografenmeister das in seinem Fotostudio macht? Ich glaube,
dann gibt das doch ein wenig Ärger mit der HWK.
BTW: Wo kann man denn mal über solche Dinge informieren? Ausser
der HWK, die sind ja sicher gegen eine Aufhebung.
>> Aber das Thema erledigt sich ja von selbst, wenn Du der netten
>> Tochter näher kommst. Dann: Nachbarschaftshilfe ;-)))
>Liest seine Freundin eigentlich auch die Newsgroup ?
>Die, die die Anzeige aufgesetzt hat.... ?
Wenn Thorsten in den nächsten Wochen hier nicht mehr postet, dann
sicher ja ;-))
Dann gibt es noch eine weitere Regelung, die auf Geringfügigkeit
herausläuft, wenn der Umfang den nicht überschreitet, den
ein alleinarbeitender Meister schaffen würde. Da weiss ich
allerdings derzeit keine Fundstelle im Handwerksrecht.
> BTW: Wo kann man denn mal über solche Dinge informieren? Ausser
> der HWK, die sind ja sicher gegen eine Aufhebung.
Hier wurde mal ein Buch zum Freiberuflertum empfohlen,
dass ich nach dem Waschzettel für sehr brauchbar halte.
See Deja, oder vielleicht finde ich den Hinweis noch...
Theoretisch kann Dir aber auch die IHK weiterhelfen. Die
petzen aber gerne bei der Handwerkskammer, weil die
Panik haben, sonst ständig it der Handwerkskammer Ärger
zu kriegen. Also informiere Dich mal "für einen Freund"...
>Finanzamt ist ja nicht schlimm. Steuern wird er eh zahlen
>(Wer nicht ? ).
Aber kaum einen Überschuß erzielen, sondern eher Verlust. Zur
Vorsicht sollte ein Amateur, welcher ab und an auch was bezahlt
bekommt, alle Rechnungen von Filmmaterial, Gerät, Reisespesen etc.
aufbewahren. Am Jahresende kann man dann schnell mal durchrechnen, ob
Gewinn gemacht wurde.
Helmut Wollmersdorfer
«
--
[x] de.rec.fotografie darf nicht geteilt werden.
Die 10.854 Postings vom Jänner 1999 sind zuwenig,
um endlich Nummer 1 zu werden.
Und wieder ein Thread, den es in einer geteilten Gruppe so nicht
gegeben haette.
Tom II
--
[X] Gegen die Zerschlagung von drf!
§ 3,2 Handwerksordnung:
"Eine Tätigkeit im Sinne des Absatzes 1 ist unerheblich, wenn Sie
während eines Jahres den durchschnittlichen Umsatz und die
durchschnittliche Arbeitszeit eines ohne Hilfskräfte Vollzeit
arbeitenden Betriebes des betreffenden Handwerkszweiges nicht
übersteigt."
> > BTW: Wo kann man denn mal über solche Dinge informieren? Ausser
> > der HWK, die sind ja sicher gegen eine Aufhebung.
> Hier wurde mal ein Buch zum Freiberuflertum empfohlen,
> dass ich nach dem Waschzettel für sehr brauchbar halte.
> See Deja, oder vielleicht finde ich den Hinweis noch...
Erste Anlaufstelle dafür dürften die entsprechenden Gesetze sein, und
die gibt es beim BMB+F (Forschungsministerium) gratis als Buch:
"Ausbildung & Beruf"
Schönen Gruß aus der Wirtschaftspädagogik
Matthias
> - Du hast auch kein Gewerbe angemeldet
Steuererklärung reicht.
> - Du trittst aufgrund der Anzeige unternehmerisch am Markt auf
Kann ja freiberuflich sein. Text der Anzeige ist da ausschlaggebend.
> - Dein erster Auftraggeber läuft nicht unter der Rubrik
> "Nachbarschaftshilfe", sondern hat sich auf die Anzeige
> gemeldet
> - Du hast Leute arrangiert, aufgestellt (Eingangsfotos)
Kann jeder freiberufliche Fotojournalist auch.
> - Du bekommst Kohle für Deine Arbeit (und vielleicht auch noch
> gleich die Schwiegereltern dazu. Kommt mir irgendwie jetzt
> fürchterlich bekannt vor... ;-)) )
Sieh an....
> Laut Auskunft der Handwerkskammer (ist schon länger her) ist das
> Fotografieren bei solchen Festlichkeiten nicht direkt geregelt.
> Soll heissen: jeder kann da Bilder machen, auch, wenn das nicht
> unter die "Nachbarschaftshilfe" fällt.
Genau. Und Abmahnungen der Handwerkskammer oder handwerksrechtliche
Verfahren haben mittlerweile Seltenheitswert. Dauert wohl nicht
mehr lange, dann ist ganz vorbei.
Der letzte Protagonist des Handwerksrechts war hier in Düsseldorf
der ehemalige Inhaber von PPS (früher CCD), Hannjörg Lorsbach.
Der war Obermeister in der HWK. Ist aber letztes Jahr gestorben,
und seitdem feilt sich die Handwerkskammer lieber die Fingernägel,
als eine Verfassungsklage zu riskieren. Stichwort Gleichberechtigung
im europäischen Kontext.
> Nur zwei Dinge sind dem Amateur in diesem Falle nicht gestattet:
> 1. er darf für seine Arbeit nicht öffentlich werben
> (Mund-zu-Mund-Propaganda ist hier üblich)
Eben das ist der Knackpunkt noch. Der verschwindet aber
möglicherweise schneller als man denkt. Von einer Quelle
aus dem Wirtschaftsministerium habe ich die Info, dass
man da damit rechnet, dass das spätestens 2001 Geschichte ist.
> 2. er darf keine Aufnahmen machen, bei denen der Fotograf seine
> "Opfer" arrangiert.
> Frage mich bitte nicht, warum man keine Leute zum
> Foto aufstellen darf. Manchmal sind die Vorschriften
> einfach nur bescheuert.
Das ist wie mit dem Gruppenteilen, man sucht nach
künstlichen Abgrenzungsmöglichkeiten um die alten Pfründe
zu retten.
> Ein EU-Bürger aus z.B. den Niederlanden darf in Deutschland ein
> Fotostudio eröffnen, auch wenn er keinen Meistertitel hat. Einem
> Deutschen ist das *nur* mit Meistertitel erlaubt.
Naja, man kann ja auch eine Werbeagentur aufmachen,
oder man arbeitet freiberuflich. Beides hat sicher
auch Nachteile, aber bis zum Wegfall der Handwerksordnung
für Fotografen kann man das noch eine Weile so tun.
> Das Problem sehe ich für Dich in Deiner Anzeige.
> Die kann jeder lesen. Und wenn Du Pech hast, wird
> sich demnächst das Finanzamt oder die Handwerkskammer
> bei Dir melden.
Finanzamt ist ja nicht schlimm. Steuern wird er eh zahlen
(Wer nicht ? ). Und der Handwerkskammer kann man
auch begegnen.
> Aber nicht, daß Dir das Herz jetzt in die Hose rutscht:
> Wo kein Ankläger, da auch kein Kläger.
Eben. Und bei Arbeitem in geringfügigem Umfang kann ihm
die Handwerkskammer eh nix.
> Ich hoffe für Dich, daß Du viel Spaß hattest, ein wenig Kohle
> verdient hast und daß keine Zecke anwesend war, die Dich bei der
> Handwerkskammer anschwärzt.
Der schlimmste Lump im ganzen Land, .....
> Aber das Thema erledigt sich ja von selbst, wenn Du der netten
> Tochter näher kommst. Dann: Nachbarschaftshilfe ;-)))
Liest seine Freundin eigentlich auch die Newsgroup ?
Die, die die Anzeige aufgesetzt hat.... ?
--
Und leider nicht zu knapp :-(
>Aber kaum einen Überschuß erzielen, sondern eher Verlust. Zur
>Vorsicht sollte ein Amateur, welcher ab und an auch was bezahlt
>bekommt, alle Rechnungen von Filmmaterial, Gerät, Reisespesen etc.
>aufbewahren. Am Jahresende kann man dann schnell mal durchrechnen, ob
>Gewinn gemacht wurde.
Vielen Dank für die vielen Tips, ich hatte an solche Sachen gar nicht
gedacht.... :-(
Thorsten
>Zur
>Vorsicht sollte ein Amateur, welcher ab und an auch was bezahlt
>bekommt, alle Rechnungen von Filmmaterial, Gerät, Reisespesen etc.
>aufbewahren. Am Jahresende kann man dann schnell mal durchrechnen, ob
>Gewinn gemacht wurde.
Wieso zur Vorsicht? In jedem Fall! Erträge - Kosten = zu versteuerndes
Einkommen
helge aus Harburg
#1: Näher ran und 50er benutzen, möglichst immer blitzen, bei Personen sieht
es gut aus, wenn der Hintergrund absäuft (find ich).
#2: Fuji GP800 plus ist geil!
#3: Kodak Royal Gold 1000 & 400 ist murks! Körnig und buntig, mir scheint,
daß man ihn immer eine halbe bis eine Blende überbelichten sollte...
#4: Macros vom Essen sind super geworden.
#5: Die Weitwinkel von unten sind fetzig, danke für den Tip!
#6: Hoffentlich sind die SW was geworden!!! (bibber)
#7: Und wie immer bei mir: Die 5 schönsten Fotos sind die "zufälligen", lag
wohl am Objekt :-)
Bald mehr,
Thorsten
> #7: Und wie immer bei mir: Die 5 schönsten Fotos sind die "zufälligen", lag
> wohl am Objekt :-)
Hmm, war das zufaelligerweise die Tochter ? ;-))
Gruss
Christian
--
"Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende
beides verlieren" (Benjamin Franklin)
>So,
>eben habe ich die ersten 216 Bilder abgeholt. Hm. Also da war ja sooo viel
>Schrott dabei...... obwohl, mindestens 10% sind verkaufsfähig ;-(
kann man jetzt aus der Ferne nicht beurteilen. Lass die Bilder einen
Tag liegen und schau sie Dir nochmal an. Sei nicht so selbstkritisch,
geb aber auf keinen Fall Scheiss ab. Am besten machst Du die Auswahl
mit jemandem zusammen, der nicht fotografiert und daher mehr aufs
Motiv achtet. Du hast ja jetzt zwei Frauen, denen Deine Bilder wichtig
sind, zieh die ruhig zu Rate.
Ausschuss solltest Du am besten Deinem Haendler zurueck geben, das
schont die Kalkulation.
>Folgendes hätte ist bei _meinen_ Bildern aufgefallen:
>
>#1: Näher ran und 50er benutzen, möglichst immer blitzen, bei Personen sieht
>es gut aus, wenn der Hintergrund absäuft (find ich).
seh ich nicht so, das Umfeld sollte schon gezeigt werden. Toll sind
Bilder bei Daemmerung, die ein korrektes Motiv haben und den
Hintergrund bei -1 bis -1,5 noch erkennen lassen.
>#2: Fuji GP800 plus ist geil!
stimmt, Superia 400 ist auch hervorragend.
>#3: Kodak Royal Gold 1000 & 400 ist murks! Körnig und buntig, mir scheint,
>daß man ihn immer eine halbe bis eine Blende überbelichten sollte...
Einhellige Meinung hier, wenn ... dann Superia.
>#4: Macros vom Essen sind super geworden.
Ja, aber die Bilder von den Personen sind wichtig.
>#5: Die Weitwinkel von unten sind fetzig, danke für den Tip!
war von mir.
>#6: Hoffentlich sind die SW was geworden!!! (bibber)
Das versteh ich nicht. War s/w ausdruecklich vom Kunden gewuenscht?
Die meisten Kunden wollen Farbe und s/w macht wesentlich mehr Arbeit
wenns gut sein soll. Ich mach bei solchen Gelegenheiten daher nie s/w.
>#7: Und wie immer bei mir: Die 5 schönsten Fotos sind die "zufälligen", lag
>wohl am Objekt :-)
mag stimmen, die Kunst liegt aber darin nicht 5 tolle Fotos zu machen,
sondern 250 gute, die den Abend möglichst umfassend wiedergeben.
>
>Bald mehr,
Bin sehr gespannt. Noch eine Masterfrage: wie rechnest Du eigentlich
ab, welche Lieferbedingungen, wer behält die Negative und wieviel Cash
kriegst Du?
gruss
erik
--
[x] dagegen
[...]
>Am besten machst Du die Auswahl
>mit jemandem zusammen, der nicht fotografiert und daher mehr aufs
>Motiv achtet.
Ist für Freitag geplant.
>Ausschuss solltest Du am besten Deinem Haendler zurueck geben, das
>schont die Kalkulation.
Hab ich auch schon z.T. gemacht :-)
[...]
>Das versteh ich nicht. War s/w ausdruecklich vom Kunden gewuenscht?
>Die meisten Kunden wollen Farbe und s/w macht wesentlich mehr Arbeit
>wenns gut sein soll. Ich mach bei solchen Gelegenheiten daher nie s/w.
Um ehrlich zu sein: Ich hab einfach ein paar Filme SW gemacht, nur so für
mich, irgendwas muß ich ja auch davon haben :-)
>
>>#7: Und wie immer bei mir: Die 5 schönsten Fotos sind die "zufälligen",
lag
>>wohl am Objekt :-)
>
>mag stimmen, die Kunst liegt aber darin nicht 5 tolle Fotos zu machen,
>sondern 250 gute, die den Abend möglichst umfassend wiedergeben.
Uah, wer soll die alle anschauen :-)))))
>Bin sehr gespannt. Noch eine Masterfrage: wie rechnest Du eigentlich
>ab, welche Lieferbedingungen, wer behält die Negative und wieviel Cash
>kriegst Du?
Negative bleiben bei mir, Filme/Entwicklungen/Abzüge + Tochter - ups, das
ist mir jetzt so rausgerutscht :-)))
Also Filme/Entwicklungen/Abzüge bekomme ich sicher bezahlt, und dann gibts
noch "was extra". Und falls Dir das zu schwammig ist: Ich bin halt nur
Amateur, da bin ich schon froh, wenn ich ein paar Fotos machen darf und noch
ein bischen üben kann... :-)
Thorsten
Ist Dir klar, daß Du den Profis (die davon leben *müssen*) damit die
Preise kaputt machst?
--
Grüße
Laurent Wirmer
< L.Wi...@ndh.net >
< Homepage: http://www.ndh.net/home/wirmer/index.htm >
FAQ d.r.f.: http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
Die d.r.f-Bildkritik: http://spot.fho-emden.de/gast/foto/bk/indexbk.htm
Wenn Einstein albert, biegt sich der Raum vor Lachen!
>> Also Filme/Entwicklungen/Abzüge bekomme ich sicher bezahlt, und dann gibts
>> noch "was extra". Und falls Dir das zu schwammig ist: Ich bin halt nur
>> Amateur, da bin ich schon froh, wenn ich ein paar Fotos machen darf und noch
>> ein bischen üben kann... :-)
>
>Ist Dir klar, daß Du den Profis (die davon leben *müssen*) damit die
>Preise kaputt machst?
>
nach dem was ich hier in diesem Thread gelesen habe glaube ich das
nicht. Natuerlich muesste man die Bilder mal gesehen haben, aber
wahrscheinlich macht der naechste Profi bei diesem Kunden ein gutes
Geschaeft.
Haette Thorsten hier professionell abgerechnet, Stundensaetze oder
ordentliche Tagespauschale, waere ich _vom Glauben abgefallen_. Aber
so passt das, denke ich, zusammen. Besser waere es natuerlich gewesen,
haette er die Finger ganz von dieser Sache gelassen
Bin gespannt wie die Story weitergeht.
Schoenen Urlaub Laurent !
>>Am besten machst Du die Auswahl
>>mit jemandem zusammen, der nicht fotografiert und daher mehr aufs
>>Motiv achtet.
>
>Ist für Freitag geplant.
>
berichte uns!
>Um ehrlich zu sein: Ich hab einfach ein paar Filme SW gemacht, nur so für
>mich, irgendwas muß ich ja auch davon haben :-)
>
Einer schrieb hier mal, der Wurm muesse dem Fisch schmecken, nicht dem
Angler. Koennte sein, dass dieser Wum keinem so richtig schmecken
wird. Gute s/w-Fotos sind eine Bereicherung jeder Serie, machen aber
mordsmaesig viel Arbeit. Auf jeden Fall muss s/w vorher mit dem Kunden
abgesprochen sein, sonst koennte es nachher lange Gesichter geben.
Immerhin hat Dein Kunde Dich ja den ganzen Abend fotografieren sehen
und erwartet einen entsprechenden Output.
UInd mal im ernst, was hast Du von einigen Filmen in s/w von einer Dir
fremden Geburtstagsfeier. Oder hast Du Dich waehrend der Feier mal
fuer 'ne Stunde abgeseilt und bist mit der Tochter des Hauses und dem
Baustrahler in den Keller gegangen?
>>
>>>#7: Und wie immer bei mir: Die 5 schönsten Fotos sind die "zufälligen",
>lag
>>>wohl am Objekt :-)
>>
>>mag stimmen, die Kunst liegt aber darin nicht 5 tolle Fotos zu machen,
>>sondern 250 gute, die den Abend möglichst umfassend wiedergeben.
>
>
>Uah, wer soll die alle anschauen :-)))))
Einfache Rechnung, 250 Bilder mit je 3 Personen drauf, statistisch
gesehen. 100 Gaeste, kommen schnell zusammen, dann ist jeder
statistisch gesehen 7 mal irgendwo drauf. Zuviel?
Jetzt rechne mal die 'events' ab, Reden, Programm, usw. Dann zieh die
kuenstlerischen Bilder ab, Portraits der Gastgeberin usw., Deine
Makros vom Essen und halt mal im Hinterkopf, dass einige Leute
haeufiger auf den Fotos sind und andere seltener. Da geht die
statistische 7 ganz schoen runter. Immer noch zuviel?
Es koennen weniger als 250 Bilder sein, aber unter 150 wird die Luft
ziemlich duenn. Ich hatte letztes Jahr die Hochzeit eines Freundes
fotografiert. 2 Bilder 30x30, Brautpaar mit Eltern und Gruppenfoto
(MF), ca. 20 Bilder 20x20 vom Brautpaar im Garten (MF) und 250 Bilder
von Zeremonie und Feier in 10x15 (KB). Da hat sich keiner beschwert,
es waeren zuviele Bilder.
>Also Filme/Entwicklungen/Abzüge bekomme ich sicher bezahlt, und dann gibts
>noch "was extra".
Damit machst Du Dir hier viele Freunde ;-))
>Und falls Dir das zu schwammig ist: Ich bin halt nur
>Amateur, da bin ich schon froh, wenn ich ein paar Fotos machen darf und noch
>ein bischen üben kann... :-)
ist schon klar, wenn das mit dem Auftraggeber vorher abgesprochen war.
Du hattest aber Deine Leistung in der Zeitung angeboten, aus Sicht des
Kunden egal wer nun die Announce geschaltet hat Du oder Deine damalige
Freundin. Das passt alles nicht zusammen.
Fortsetzung folgt ??
Ebend! Die Preise kaputtmachen wuerde jemand, der Bilder in
professioneller Qualitaet (oder besser, wenn ich mal an die
Schaufenster der meisten Fotografen hier denke :)) machen und diese zu
erheblich niedrigeren Preisen anbieten wuerde. Wer aber als Amateur
die Technik dafuer hinreichend beherrscht, der wird wohl eine
Familienfeier nicht mehr als besondere Herausforderung ansehen und
seine Abende sinnvoller verbringen.
Denke ich mir jedenfalls mal so.
Viele Gruesse,
Olaf (mit der Kamera vor dem Spinat sitzend und auf den Blubb wartend)
>>Ist Dir klar, daß Du den Profis (die davon leben *müssen*) damit die
>>Preise kaputt machst?
>Eine Runde Mitleid!
I**ot!
Wie wuerdest Du es finden, wenn in Deinem (zukunftigem?) Beruf jede
Menge Leute Deine Arbeit machen und sie zu Dumpingpreisen anbieten,
weil es ja nur ihr "Hobby" ist und sie nicht
kostendeckend/gewinnbringend arbeiten muessen?
Kopfschuettelnd
Gerrit
---
CETERUM CENSEO DE.REC.FOTOGRAFIEM NON DELENDAM ESSE
>Wie wuerdest Du es finden, wenn in Deinem (zukunftigem?) Beruf jede
>Menge Leute Deine Arbeit machen und sie zu Dumpingpreisen anbieten,
>weil es ja nur ihr "Hobby" ist und sie nicht
>kostendeckend/gewinnbringend arbeiten muessen?
Ist das nicht normal ?
Schau mal in den Computerbereich. Da gibt es Leute die sich auf Posten für
Datenbankspezialisten bewerben und schon mal Excel gestartet haben.
Oder im Bereich Gastronomie. Kochen? -- kann doch jeder -- oder!
Sollte doch gelacht sein einen Fotoapperat zu bedienen. Grünes Symbol, Blitz
raus und dann ne Menge Filme verkinppst. Na siehste geht doch - Tante
Erna ist auch auf dem Bild.
Stinksauer,
Gruß Patrick
Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis zu
zahlen oder nicht.
Wenn ein Hobbyknipser einem gestandenen Werbefotografen Aufträge
wegschnappt, weil ersterer mit seiner KB-Hobbyausrüstung und nach
Feierabend bessere Qualität abliefert als letzterer mit Studio und
Vollzeitbschäftigung, dann ist das ein Problem des 'Profis', soll er
halt effizienter arbeiten.
--
Oliver Jennrich JILA, University of Colorado @ Boulder
Gravity. It's not just a good idea, it's the law!
>Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
>verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis zu
>zahlen oder nicht.
>Wenn ein Hobbyknipser einem gestandenen Werbefotografen Aufträge
>wegschnappt, weil ersterer mit seiner KB-Hobbyausrüstung und nach
>Feierabend bessere Qualität abliefert als letzterer mit Studio und
>Vollzeitbschäftigung, dann ist das ein Problem des 'Profis', soll er
>halt effizienter arbeiten.
Nur muß der Berufsfotograf ganz anders kalkulieren als der Hobbyknipser.
Letzterer weiß seinen Lebensunterhalt schon durch den vorher beendeten
8-Stunden-Tag gesichert, während der erstgenannte mit dem Job gerade dieses
sicherstellen will. Da muß dann noch Geld für Versicherungen, Altersvorsorge,
Betriebsausgaben, Steuern (FAQ über Steuern kommt noch mal, großes Ehrenwort)
usw. zusätzlich verdient werden.
Auch hat das m.E. nichts mit Zunftrecht zu tun. Bei der Diskussion hierum
geht`s um die Frage, ob es noch zeitgemäß ist, daß es Beschränkungen
hinsichtlich der "Niederlassungsfreiheit" für bestimmte Handwerksberufe geht.
Cu
Martin Bruns
(FotoR...@AOL.COM)
>
>Irgendwie kann ich die Aufregung über Hobbyisten, die den Profis die
>Preise verderben nur bedingt nachvollziehen. Mir scheint, daß nur
>dann gegen altes Zunftrecht argumentiert wird, wenn man davon selbst
>benachteiligt wird.
>Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
>verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis zu
>zahlen oder nicht.
>Wenn ein Hobbyknipser einem gestandenen Werbefotografen Aufträge
>wegschnappt, weil ersterer mit seiner KB-Hobbyausrüstung und nach
>Feierabend bessere Qualität abliefert als letzterer mit Studio und
>Vollzeitbschäftigung, dann ist das ein Problem des 'Profis', soll er
>halt effizienter arbeiten.
Klasse! Wenn er mal bessere Ergebnisse liefern wuerde. Das Problem
ist, dass viele "Kunden" nur aus die Mark schauen, nicht auf die
Leistung. Besonders schlimmm ist es in der Printpresse. Stadtmagazinen
ist es z.B. sch***egal, wie die Fotos auf der Partyseite oder von der
Berichterstattung aussehen. Hauptsache die Fotos kosten nicht viel und
der Werbekunde erkennt seinen Laden und sich selbst bei der Eroeffnung
wieder. Da es genug Trottel gibt, die Fotos abliefern, sei es weil sie
ihren Namen im Impressum lesen wollen oder weil sie fuer ihre spaetere
Laufbahn Referenzen brauchen, braucht man halt nix zahlen. Hier in BS
sind z Zt. 10,- DM fuer ein Foto im Stadtmagazin ueblich. Besonders
schoen ist es, dass diese Preispolitik inzwischen auch auf die
Tageszeitung abfaerbt. Dort wurde der Preis gerade von 50,- auf
30-40,-DM _gesenkt_.
Was das effiziente Arbeiten betrifft, wird ein "Amateur" mit einem
Einkommen in einem anderen Bereich immer billiger arbeiten koennen als
ein Profi. Was interessiert ihn die Miete und das Essen? Die bekommt
er durch seinen anderen Job gesichert. Wenn er durch sein "Hobby"
etwas mehr bekommt als er ausgibt oder er sich Neuanschaffungen
dadurch (Teil-)finanzieren kann, recht es ihm. Dass es damit den Markt
kaputt macht interessiert ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
Deshalb rege ich mich immer wieder darueber auf, wenn jmd seine
Leistung nahezu verschenkt. Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten
z.B.) dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie nicht unter
Preis. Wenn Du bei einem verschenktem Foto eine Gegenleistung (die Du
aber nicht erwarten solltest) bekommst, und sei es bares, ist es immer
noch kein Geschaeft, sondern es sind immer noch gegenseitige
Hoeflichkeiten, die man nicht beliebig wieder fordern oder erwarten
kann. Wenn man sich nicht leisten kann die Fotos zu verschenken, dann
sollte man es ganz lassen fuer andere zu fotografieren oder halt den
entsprechenden Preis dafuer verlangen.
Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren muss "Boa! So
teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege fuer 19 Pfennig!"
Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis" auf den Stundenlohn
runterrechne, liege ich oftmals weit unter 10,-, von denen auch noch
div. Nebenkosten abgehen muessen.
Etwas sauer,
> > Handwerkskammer anschwärzt.
> Der schlimmste Lump im ganzen Land, .....
Jajaja!
Ich weiss, es war leicht aus dem Zusammenhang gequotet, aber stimmt
immer noch ..
servus,
Patrick, Meister (des Handwerks)
Man Man Man, so viel Aufregung hier im Thread, nur wegen den paar Fotos, als
wenn ich mit _den_ Amateurbildern irgendwem seinen Arbeitsplatz wegnehmen
würde. Es stinkt mir gewaltig. Wenn nur Profis sowas machen dürften, dann
hätte er keine Bilder machen lassen, weil zu teuer.... und so hab ich _und_
er was davon, also was will man mehr.
Und ich glaube ich kann auch mehr als nur "Grünes Symbol, Blitz raus und
dann ne Menge Filme verknippst". Nebenbei wiederspricht sich das doch:
Einerseits argumentieren hier Leute, daß es auf den Fotografen und das
fotografische Sehen ankommt und die Kamera letztendlich auch eine Agfa Klack
sein kann, andererseits ist jede simple Automatik verpönt.....
Mir reichts erstmal, ich mach jetzt mal ne Woche Pause mit drf.
Wer für mich ein paar Photos vom Fest einscannen will, soll sich per email
melden, kommen dann per Post (Adresse bitte nicht vergessen :-))
Auf Wiedersehen,
Thorsten
>> Ist Dir klar, daß Du den Profis (die davon leben *müssen*) damit die
>> Preise kaputt machst?
>Tut er nicht. Er liefert eine dem Preis entsprechende Leistung.
>Ich habe kein Problem mit Weekend-Warriors. Und kein Profi *muss*
>davon leben.
Ich will dazu mal aus meiner persönlichen Sicht Stellung nehmen:
Anfangs habe ich neben der Pressearbeit auch noch diverse
Hochzeiten, Famileinfeiern etc. mitgenommen und es war eigentlich
auch ein recht lukratives Geschäft. Inzwischen mache ich solche
Aufnahmen nur noch in begründeten Ausnahmefällen, da mir meine
Freizeit mittlerweile zu kostbar geworden ist.
Es kamen andere, meistens Leute, die - wie Thorsten - irgendwie
ins kalte Wasser gesprungen sind. Kaum einer von denen hat sich
lange gehalten. Einigen war das ganze zu viel Arbeit (es kommt ja
auch noch eine Nachbearbeitung hinzu). Andere meinten, sie würden
nicht genug Geld bekommen und wieder andere haben aufgegeben,
weil man ihnen direkt ins Gesicht gesagt hat, daß die Fotos
"scheußlich" wären.
Es interessiert den Kunden eben nicht, daß man ein blutiger
Anfänger auf dem Gebiet ist. Der Kunde sagt sich: "Der bekommt
Geld dafür, also muß er es auch können!" Und Recht hat er!
Insbesondere, wenn man, wie in unserem Fall, in der Zeitung für
sich wirbt.
Die Tätigkeit eines Gesellschaftsfotografen auf der Silbernen
Hochzeit eines Kunden zu üben und erlernen zu wollen, kann
einfach nur im Chaos enden. Niemand wird damit zufrieden sein.
Der Fotograf nicht, weil er kritisiert wurde oder zu wenig Geld
bekommen hat. Und der Kunde nicht, weil eine Silberne Hochzeit
für ihn ein einmaliges Ereignis ist, daß sich niemals wiederholen
lässt.
Ich bekomme immer noch Anfragen, nicht vielleicht doch mal die
eine oder andere Feier zu Fotografieren, aber ich lehne ebenso
oft ab. Das einzige, was ich mache, ist, den Kunden
Fotografen/Fotografinnen zu empfehlen, von denen ich weiß, daß
sie diese Aufgaben auch bewältigen können, da sie die
entsprechende Ausbildung oder Erfahrung haben.
BTW: Es gibt natürlich auch ehemalige Hobbyfotografen, die sich
zu wahren Könnern entwickelt haben. Aber der Weg ist wirklich
ziemlich steinig und braucht viel Zeit.
>Viele Gruesse,
>Olaf (mit der Kamera vor dem Spinat sitzend und auf den Blubb wartend)
Hast Du Dich bei Verona angesteckt?!? ;-)
SCNR
Er macht nicht meine Arbeit. Sein Posting hat sehr deutlich
gemacht, dass er eine seinen Leistungen entsprechende
Vergütung bekommt. Und selbst wenn nicht :
Konkurrenz belebt das Geschäft, ein guter Fotograf hat
immer zu beissen. Wenn man Amateure vorzieht, dann liegt
das nicht immer am Preis. Aber es macht wenig Sinn, einen
Profi für teuer Geld zu buchen, wenn die Ergebnisse nicht
besser als die der Amateure sind......
Spätestens, wenn der Amateur täglich gefordert wird,
geht er auf dem Zahnfleisch oder fängt an zu rechnen.
Dann gibt er entweder auf, oder er wird auch Profi.
Und dann ist wieder Chancengleichheit.
Mach Dir nicht ins Hemd.
> Hier in BS sind z Zt. 10,- DM fuer ein Foto im Stadtmagazin
> ueblich.
Das ist nicht mal kostendeckend. Unter 80 DM habe ich
für Stadtzeitungen den Koffer nie angepackt.
> Besonders schoen ist es, dass diese Preispolitik inzwischen
> auch auf die Tageszeitung abfaerbt. Dort wurde der Preis
> gerade von 50,- auf 30-40,-DM _gesenkt_.
Das ist unter anderem auch Verhandlungssache. Hier in
einigen lokalen Readktionen weiss ich genau, dass vier
verschiedene Fotografen fünf verschiedene Honorare
bekommen. Ist unter anderem auch Verhandlungssache.
> Was das effiziente Arbeiten betrifft, wird ein "Amateur"
> mit einem Einkommen in einem anderen Bereich immer
> billiger arbeiten koennen als ein Profi.
Nein. Aber er kann und wird zulegen. Das geht nur
in einem geringen Umfang, sonst frisst das sein
reguläres Einkommen auf. Vor solchen Gelegenheitstätern
habe ich keine Angst.
> Was interessiert ihn die Miete und das Essen?
Es interessiert ihn wie jeden anderen auch.
> Die bekommt er durch seinen anderen Job gesichert.
Aber nur so lange, wie die Fototätigkeit einen
kleinen Umfang behält. Sonst wird es Arbeit.
Und muss versteuert werden. Mit den üblichen
Konsequenzen.
> Wenn er durch sein "Hobby" etwas mehr bekommt als
> er ausgibt oder er sich Neuanschaffungen
> dadurch (Teil-)finanzieren kann, recht es ihm.
Das sind recht wenige Leute.
> Dass es damit den Markt kaputt macht interessiert
> ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
Niemand macht damit den Markt kaputt. Das *ist* der
Markt. Und einige schlagen sich da ganz wacker,
andere nicht.
> Deshalb rege ich mich immer wieder darueber auf,
> wenn jmd seine Leistung nahezu verschenkt.
Ich nicht. Wir haben Vertragsfreiheit in Deutschland.
das ist auch gut so und sollte so bleiben.
> Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten z.B.)
> dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie
> nicht unter Preis.
Warum denn nicht ? Du hast doch eben gesagt, dass
manche Leute mit sagen wir mal 50 DM Überschuss
(oder einer Tochter) zufrieden sind. Lass ihnen
doch ihren Spass !
> Wenn Du bei einem verschenktem Foto eine Gegenleistung
> (die Du aber nicht erwarten solltest)
Warum zur Hölle nicht ? Jeder kann seinen eigenen Preis
selbst festlegen.
> bekommst, und sei es bares, ist es immer noch kein
> Geschaeft, sondern es sind immer noch gegenseitige
> Hoeflichkeiten, die man nicht beliebig wieder fordern
> oder erwarten kann.
Das lässt sich aber ändern. Wenn man fest ausmacht, dass
Materialpreis plus 50 DM zu entrichten sind, dann ist
das wahrscheinlich auch beim nächsten Mal so.
> Wenn man sich nicht leisten kann die Fotos zu verschenken,
> dann sollte man es ganz lassen fuer andere zu fotografieren
> oder halt den entsprechenden Preis dafuer verlangen.
Wie gesagt, *jeder* macht seinen Preis selbst. Also kann
auch ein Honorar von 50 DM der entsprechende Preis sein.
> Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren
> muss "Boa! So teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege
> fuer 19 Pfennig!" Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis"
> auf den Stundenlohn runterrechne, liege ich oftmals
> weit unter 10,-, von denen auch noch div. Nebenkosten
> abgehen muessen.
Dann liegt es an Dir, Deinem Kunden Deine Kalkulation
offenzulegen oder Dich durch die Qualität Deiner Bilder
von den Billigabzügen abzuheben.
Entweder Du argumentierst schlecht, oder Deine Arbeiten
erlauben kein höheres Honorar. Vermute ich mal......
> Es kamen andere, meistens Leute, die - wie Thorsten - irgendwie
> ins kalte Wasser gesprungen sind. Kaum einer von denen hat sich
> lange gehalten. Einigen war das ganze zu viel Arbeit (es kommt ja
> auch noch eine Nachbearbeitung hinzu). Andere meinten, sie würden
> nicht genug Geld bekommen und wieder andere haben aufgegeben,
> weil man ihnen direkt ins Gesicht gesagt hat, daß die Fotos
> "scheußlich" wären.
Manchen wird das nicht gesagt, aber eisiges Schweigen
in der Telefonleitung und ausbleibende Nachbestellungen
sprechen sicher auch für sich.
> Die Tätigkeit eines Gesellschaftsfotografen auf der Silbernen
> Hochzeit eines Kunden zu üben und erlernen zu wollen, kann
> einfach nur im Chaos enden.
Muss es nicht zwingend, tut es aber oft, richtig.
> Niemand wird damit zufrieden sein.
> Der Fotograf nicht, weil er kritisiert wurde oder zu wenig Geld
> bekommen hat. Und der Kunde nicht, weil eine Silberne Hochzeit
> für ihn ein einmaliges Ereignis ist, daß sich niemals wiederholen
> lässt.
Und dann stellt sich das als Vorteil für uns heraus. Wer
schlechte Arbeiten von Weekend-Warriors gesehen hat, zahlt
meist deutlich lieber die Preise eines fitten Profis mit
kohärentem Portfolio.
>Man Man Man, so viel Aufregung hier im Thread, nur wegen den paar Fotos,
als
>wenn ich mit _den_ Amateurbildern irgendwem seinen Arbeitsplatz wegnehmen
>würde. Es stinkt mir gewaltig. Wenn nur Profis sowas machen dürften, dann
>hätte er keine Bilder machen lassen, weil zu teuer.... und so hab ich _und_
>er was davon, also was will man mehr.
Es sagt hier keiner was dagegen wenn mal ein paar Fotos gemacht werden. Wenn
das ganze aber kommerziel wird ( und das wird es wenn Geld verlangt wird )
sollte man auch darauf hinweisen das dies eine einmalige Sache ist.
Auch wenn Du es nicht glaubst ( und sicher auch nicht möchtest ), Du nimmst
Profis den Job weg und damit deren Einkommen.
Trotzdem nichts für ungut,
Gruß Patrick
Sagte die Großmutter : Nur ein paar Blumen gepfügt ( aus dem botanischen
Garten )
--- aber was ist wenn das jeder
machen würde ?
Ja, ja -- ich weiß man
selber ist NIE jeder
>Niemand wird damit zufrieden sein.
>[...] Und der Kunde nicht, weil eine Silberne Hochzeit
>für ihn ein einmaliges Ereignis ist, daß sich niemals wiederholen lässt.
Soooo pauschal kannst Du das wohl nicht sagen. Vielleicht nicht mit dem
derzeitigen Ehepartner ;-)
Cu
Martin Bruns
(FotoR...@AOL.COM)
> > Dass es damit den Markt kaputt macht interessiert
> > ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
> Niemand macht damit den Markt kaputt. Das *ist* der
> Markt. Und einige schlagen sich da ganz wacker,
> andere nicht.
Ich frage mich nach Gerrits Ausbruch, wie dieser Markt eigentlich
in den USA funktioniert.
In den dortigen Newsgroups gibt es immer wieder Amateure,
die anscheinend ohne einen blassen Schimmer Auftraege annehmen
und dann in der NG um Hilfe wimmern. Dazu kommt noch, dass
AFAIK jeder, der eine Kamera halten kann, dort auch ein
Fotostudio eroeffnen darf. Trotzdem lebt so mancher Profi nicht
von der Sozialhilfe ... Wie, wenn nicht durch Qualitaet?
Aber ich lasse mich gerne ueber die amerikanischen Verhaeltnisse
belehren, deshalb habe ich das Thema auch angeschnitten -- wer
kennt die Situation drueben genau? Und vor allem, was spricht
dagegen, es bei uns nicht genauso zu machen?
Chut goahn,
Thomas
Dann saehen Aepfel und Birnen gleich aus.
Chut goahn,
Thomas
>On 11 Feb 1999 13:26:55 -0700, Oliver Jennrich
><oliver....@colorado.edu> wrote:
>
>>Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
>>verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis zu
>>zahlen oder nicht.
>
>Deshalb rege ich mich immer wieder darueber auf, wenn jmd seine
>Leistung nahezu verschenkt. Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten
>z.B.) dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie nicht unter
>Preis. Wenn Du bei einem verschenktem Foto eine Gegenleistung (die Du
>aber nicht erwarten solltest) bekommst, und sei es bares, ist es immer
>noch kein Geschaeft, sondern es sind immer noch gegenseitige
>Hoeflichkeiten, die man nicht beliebig wieder fordern oder erwarten
>kann. Wenn man sich nicht leisten kann die Fotos zu verschenken, dann
>sollte man es ganz lassen fuer andere zu fotografieren oder halt den
>entsprechenden Preis dafuer verlangen.
Es wird hier immer davon gesprochen, da"s Amateure sich _unter Wert_
oder _zu billig_ verkaufen oder gar verschenken. Mich w"urde mal
interessieren, was konkret nicht unter Wert ist. Ich habe ehrlich gar
keine richtige Ahnung, wieviel man z.B. f"ur eine Hochzeit verlangen
kann oder sollte. F"ur mich ist es allerdings schon
selbstverst"andlich, da"s die Auftraggeber nat"urlich neben den
Materialkosten noch etwas drauflegen m"ussen. Schlie"slich _opfert_
man ja seine Zeit. Aber wieviel nehmt Ihr f"ur eine Hochzeit
- Feier
- Feier und Kirche
- Feier, Kirche und Brautpaarbilder?
Ich denke, es gibt gen"ugend hier, die soetwas mehr oder minder
regelm"a"sig photographieren.
Stephan
Warum hätte er denn den Baustrahler mitnehmen sollen?
Schöne Grüsse,
Hendrik
___________
Foto-AG:
http://www.oih.rwth-aachen.de/AGs/FOTOAG/index.html
Homepage:
http://www.oih.rwth-aachen.de/~hendrik
Michael-Quack-Fanseite:
http://www.oih.rwth-aachen.de/~hendrik/michael-quack.html
> Wenn er durch sein "Hobby"
> etwas mehr bekommt als er ausgibt oder er sich Neuanschaffungen
> dadurch (Teil-)finanzieren kann, recht es ihm. Dass es damit den Markt
> kaputt macht interessiert ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
Schon mal was von freier Marktwirtschaft gehoert? ;->
Ein Profi kommt fuer solche Auftraege meist doch gar nicht in
Frage, weil es dem Privatmann einfach zu teuer ist. Deshalb
kriegen dann die low-price-Amateure ihre Chance. Und wenn sich
niemand findet, dann wird eben selber geknippst.
Warum sollte er fuer eine Leistung (gutes Foto in
hervorragender Qualitaet) relativ viel bezahlen, wenn er die
Leistung gar nicht will, wenn ihm die 9x13 Prints vom
Supermarkt zum Einkleben ins 10DM-Album, das alle paar Jahre
mal durchgeblaettert wird reichen?
Ich denke, das dies einfach kein Markt fuer Profis ist; und
wenn sie den Markt haben wollen, dann muessen sie sich
hineinzwaengen; mit wenig Zeitaufwand und Billigstprint den
Lehrling fotografieren lassen z.B.
> Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten
> z.B.) dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie nicht unter
> Preis.
Das ist fuer mich nicht nachvollziehbar.
Verschenken ja, aber billig verkaufen nein? Wem ist damit
geholfen?
> Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren muss "Boa! So
> teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege fuer 19 Pfennig!"
Dann duerfte diesem jemand die Qualitaet dieser Abzuege
genuegen. Ihm ist es eben nichts wert; genausowengig es mit
wert waere, Alufelgen und sonstigen Schnickschnack um viel
Geld fuer mein Auto zu kaufen. Das muss mich nicht ankotzen,
es ist nur eine Frage von Prioritaeten.
> Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis" auf den Stundenlohn
> runterrechne, liege ich oftmals weit unter 10,-, von denen auch noch
> div. Nebenkosten abgehen muessen.
Das interessiert den Kunden nicht.
Das alles ist aus der Sicht eines Amateurs geschrieben. Wenn
ein einfacher Amateur einem Profi das Leben schwer machen
kann, dann ist entweder der Fotograf eine Niete oder er bewegt
sich auf einem Marktsegment, das an teurer Qualitaet nicht
interessiert ist.
Gruesse,
--
Andreas Kranister
mailto:andreas....@unforgettable.com
Neulinge aufgepasst! Bevor ihr postet lest doch bitte mal die
FAQ der d.r.f.: http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
>Fotostudio eroeffnen darf. Trotzdem lebt so mancher Profi nicht
>von der Sozialhilfe ... Wie, wenn nicht durch Qualitaet?
Qualitaet duerfte bei den Preisen in Amiland Grundvoraussetzung sein.
Und gute Werbung wohl ebenso. Beginnt bei uns auch langsam. Frueher
haben Fotostudios relativ wenig Werbung gemacht, und dazu noch recht
unspektakulaer. Inzwischen stoesst man immer haeufiger auf recht
aufwendige Anzeigen, die meist mit irgendwelchen "Spezialitaeten" des
Fotografen werben.
>dagegen, es bei uns nicht genauso zu machen?
Die Gilde der Handwerks-Fotografen. Solche Berufsverbaende bilden eine
extrem starke, einflussreiche Lobby. Da wird gemauert, wo immer es
geht. Politiker werden sich meist hueten, dagegen vorzugehen, da sie
keinen Vorteil davon haetten.
Nicht einmal der "freie" Arbeitsmarkt, den wir eigentlich durch die EU
haben sollten, hat die Macht der Handwerksverbaende nennenswert
aufgelockert; lediglich EU-Auslaender koennen jetzt in gewissem Umfang
ohne "Diplom" einen Handwerksbetrieb in Deutschland eroeffnen. Als
Deutscher musst Du nach wie vor ein Meister sein, also auf dem Papier
eine Qualifikation nachweisen. Ohne die Anforderungen bei der
Meisterpruefung schlecht machen zu wollen (Wer sich mal Musteraufgaben
angesehen hat, weiss, dass eine solche Pruefung sehr schwer ist!):
Gerade im Fotografen-Handwerk scheint ein Fetzen Papier keinerlei
Rueckschluesse auf die Qualitaet der verkauften Fotografien
zuzulassen. Da es hier auch nicht um Sicherheitskritische Taetigkeiten
geht, halte ich das Handwerksmonopol in der Fotobranche fuer
ueberfluessig und kundenfeindlich.
Tom II
>
>Chut goahn,
>Thomas
--
[x] -
>Und dann stellt sich das als Vorteil für uns heraus. Wer
>schlechte Arbeiten von Weekend-Warriors gesehen hat, zahlt
>meist deutlich lieber die Preise eines fitten Profis mit
>kohärentem Portfolio.
Und das Gute (für uns): schon *eine* schlechte Arbeit macht das
Geschäft eines Weekend-Warriors (endlich mal eine gute
Bezeichnung!) längerfristig kaputt.
Allerdings gilt das in noch größerem Maße für die Profis ;-)
>Soooo pauschal kannst Du das wohl nicht sagen. Vielleicht nicht mit dem
>derzeitigen Ehepartner ;-)
Ich war davon ausgegangen, daß man sich, wenn man sich nach der
Silbernen Hochzeit doch trennt, wahrscheinlich nicht noch einmal
so lange fest binden will. Aber das ist eher eine Rechenspiel...
;-))
>Und das Gute (für uns): schon *eine* schlechte Arbeit macht das
>Geschäft eines Weekend-Warriors (endlich mal eine gute
>Bezeichnung!) längerfristig kaputt.
>
>Allerdings gilt das in noch größerem Maße für die Profis ;-)
Ich habe schon auf Hochzeiten fotografiert. Ich fuehlte mich dadurch
nicht als Konkurrenz zum Profi-Studio. Grund: Es war jeweils
vereinbart, dass ich auf dem Fest und in der Kirche fotografiere. Die
Portraitfotos erledigte der Profi. Ich glaube, das ist ein sehr guter
Kompromiss. Alle beteiligten Brautpaare haetten keinen Fotografen fuer
die ganze Feier engagiert. Sie haetten es sich einfach nicht leisten
koennen oder wollen. Ausserdem denke ich, dass meine Bilder von der
Feier auf Profi-Niveau waren - mehr als "Schnappschuesse" macht auch
ein Profifotograf nicht, wenn er im Gasthaus um die Tische wuselt und
Tante Frieda neben Onkel Heinz ablichtet. Dafuer ist sein Zeitbudget
wesentlich knapper - spaetestens nach dem Essen ist er wieder weg, der
Rest der Feier bleibt undokumentiert.
Die eigentliche Portraitarbeit haette ich mir nicht zugetraut; weder
habe ich die Ausruestung dazu, noch die Moeglichkeiten der
professionellen Praesentation (Alben, spezielles Fotopapier,
Leporellos etc.). Ausserdem ist dafuer ein hohes Mass an
"Handwerkskunst" und Erfahrung noetig - ich wuerde jedem Amateur
raten, davon die Finger zu lassen.
Der Vorteil fuer alle Beteiligten ist klar: Der Profi macht das, was
er am besten kann, und verdient sehr gut daran; unter'm Strich duerfte
er bei Studio-Portraits eine wesentlich hoehere Gewinnspanne haben,
als bei einer "Reportage". Das Brautpaar bekommt alle uebrigen Bilder
aus EINER Quelle und braucht nicht 20 Verwandte abklappern, um
irgendwann alle Abzuege eingesammelt zu haben. In der Kirche ist
relativ Ruhe, weil der "offizielle" Fotograf als einziger
Fotografiererlaubnis hat (steht idealerweise schon in der Einladung).
Der Hobbyknipser hat den Vorteil, dass selbst bei einem Totalausfall
seiner Bilder zumindest die Portraits vom Profi noch da sind - der
Erfolgsdruck sinkt ganz gewaltig.
Tom II
--
[x] -
hier kann ich Dir nur zustimmen. Das ist halt die frei Marktwirtschaft.
Aber tösten wir uns: In anderen Ländern gibts ja keine Zunftgesetzte und
trotzdem gute Fotografen, die von ihrer Arbeit leben.
Außerdem setzt auch ganz schnell die menschlicher Geldgeilheit ein: Wenn
der Hobbyknipser nach dem dritten Auftag gemerkt hat, das seine Arbeiten
besser sind als die des Meisters an der Ecke, erhöht er auch automatisch
die Preise. Und ist er viel schlechter, gibts keine Aufträge mehr.
Am Ende ist es immer das Gleiche: Qualität setzt sich durch!
Mit einem netten Gruß aus Braunschweig,
vom Zappa und dem kleinen Tiger!
> Irgendwie kann ich die Aufregung über Hobbyisten, die den Profis die
> Preise verderben nur bedingt nachvollziehen. Mir scheint, daß nur
> dann gegen altes Zunftrecht argumentiert wird, wenn man davon selbst
> benachteiligt wird.
>
> Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
> verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis zu
> zahlen oder nicht.
Du darfst wieder landen!
Nehmen wir mal mich als konkretes Beispiel: Ich habe jetzt 17 Jahre
Rock´n´Roll auf dem Buckel und mich in den letzten Jahren dumm und
dusselig gearbeitet, bin ein Profi mit guten Referenzen.
So, da mach ich mal ein Jahr Pause und überlege wie es weitergeht und
stelle fest: Wechsel nur ein bischen den Kurs = halbe Arbeit, doppeltes
Geld und wieder Spaß am Leben!
Fazit: Halte Dich von diesen Mistblättern fern, vermarkte Dich besser
und wenn Du dann am Ende Deines Studiums Fotografien in der Qualität von
dem d.f.r - Schlachtschiffes Soenne machst, braucht Du Dir darum
überhaupt keine Gedanken machen.
Denn: a) Kommt Kunst von können und nicht von Wollen, sonst würde es
Wunst heißen und b) kann kein Amateur, auch mit einigen Filmen im Monat,
einfach solche Aufnahmen machen. Dazu gehört eine ganze Menge
Berufserfahrung und Fachwissen. Sollte so ein Amateur doch mal
dazwischen sein, wechselt er irgendwann ins Profilager, will davon Leben
und passt automatisch seine Preise an...
Also, nimms locker!
Netter Gruß aus Braunschweig,
vom Zappa und dem kleinen Tiger! (... ärgert sich nicht mehr über
billige Kopien, denn er ist einzigartig!)
>> Oder hast Du Dich waehrend der Feier mal
>> fuer 'ne Stunde abgeseilt und bist mit der Tochter des Hauses und dem
>> Baustrahler in den Keller gegangen?
>
>Warum hätte er denn den Baustrahler mitnehmen sollen?
>
was denn sonst.... Knuffis ?
erik
--
[x] dagegen
Hoffentlich nicht!
Olaf (der ueberlegt, ob er vor dem Urlaub noch schnell 88 Filme kaufen soll)
> Oliver Jennrich <oliver....@colorado.edu> schreibt:
>> Wenn ich eine Leistung erbringe, habe ich die Freiheit dafür zu
>> verlangen, was ich möchte. Der Kunde hat die Freiheit, diesen Preis
>> zu zahlen oder nicht. Wenn ein Hobbyknipser einem gestandenen
>> Werbefotografen Aufträge wegschnappt, weil ersterer mit seiner
>> KB-Hobbyausrüstung und nach Feierabend bessere Qualität abliefert
>> als letzterer mit Studio und Vollzeitbschäftigung, dann ist das ein
>> Problem des 'Profis', soll er halt effizienter arbeiten.
> Nur muß der Berufsfotograf ganz anders kalkulieren als der
> Hobbyknipser. Letzterer weiß seinen Lebensunterhalt schon durch den
> vorher beendeten 8-Stunden-Tag gesichert, während der erstgenannte
> mit dem Job gerade dieses sicherstellen will. Da muß dann noch Geld
> für Versicherungen, Altersvorsorge, Betriebsausgaben, Steuern (FAQ
> über Steuern kommt noch mal, großes Ehrenwort) usw. zusätzlich
> verdient werden.
Mir scheint wir haben hier eine klassische Marktsituation: Zwei
Anbieter (Amateur und Profi), zwei deutlich verschiedene Preise und
Qualitätsunterschiede die der Kunde nicht wahrnimmt oder wahrnehmen
will.
Wenn es für den Kunden reicht, warum soll er nicht den Amateur
beschäftigen?
Die Argumentation mit den Fixkosten zieht für mich überhaupt nicht:
Niemand zwingt den Profi Aufträge anzunehmen für die er
überqualifiziert ist. Wenn seine Kalkulation einen Preis von 10 DM pro
Foto im Stadtmagazin (wie von Gerrit berichtet) nicht hergibt, dann
muß er es eben lassen oder den Kunden davon überzeugen, daß die
Qualität der eigenen Produkte besser ist, und er deswegen mehr Geld
bekommen soll.
Sorry, das klingt vielleicht hart, die Alternative wäre aber eine
Lizenzvergabe mit Gebührenordnung.
> Auch hat das m.E. nichts mit Zunftrecht zu tun. Bei der Diskussion
> hierum geht`s um die Frage, ob es noch zeitgemäß ist, daß es
> Beschränkungen hinsichtlich der "Niederlassungsfreiheit" für
> bestimmte Handwerksberufe geht.
Vordergründig ja. In Wirklichkeit dreht es sich jedoch schlicht darum,
wie man Territorien sichert und Konkurrenz verhindert, sprich: Wie
maximiere ich den Gewinn.
>>Wenn ein Hobbyknipser einem gestandenen Werbefotografen Aufträge
>>wegschnappt, weil ersterer mit seiner KB-Hobbyausrüstung und nach
>>Feierabend bessere Qualität abliefert als letzterer mit Studio und
>>Vollzeitbschäftigung, dann ist das ein Problem des 'Profis', soll er
>>halt effizienter arbeiten.
>Klasse! Wenn er mal bessere Ergebnisse liefern wuerde. Das Problem
>ist, dass viele "Kunden" nur aus die Mark schauen, nicht auf die
>Leistung.
Na und? Wieso ist das ein Problem? Warum sollte jemand, der einfach
nicht mehr Geld ausgeben will, nicht die Freiheit haben, jemanden zu
beauftragen, der nicht mehr Geld nimmt?
Entweder das Ergebnis des Hobbyknipsers ist wirklich genau so gut wie
das des Profis, dann ist der Profi selber Schuld.
Oder das Ergebnis des Hobbyknipsers ist schlechter, aber gut genug für
den Auftraggeber und alle sins happy.
Oder das Ergebnis des Hobbyknipsers ist nachher doch nicht gut genug
für den sparsamen Auftraggeber - dann hat dieser es eben auf die harte
Tour gelernt. Er hat jedenfalls die Freiheit dazu.
>Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren muss "Boa! So
>teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege fuer 19 Pfennig!"
Was das hiermit zu tun hat, ist mir auch nicht völlig klar.
>Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis" auf den Stundenlohn
>runterrechne, liege ich oftmals weit unter 10,-, von denen auch noch
>div. Nebenkosten abgehen muessen.
Zwingt dich jemand, es für so wenig Geld zu tun?
Wär es nicht nötig, deinen Kunden gegenüber die Vorteile besser zu
vermarkten, die sie durch den höheren Preis bei dir kaufen?
Gruss, Radbert
--
http://www.rrr.de/~radbert
>Ein Profi kommt fuer solche Auftraege meist doch gar nicht in
>Frage, weil es dem Privatmann einfach zu teuer ist. Deshalb
>kriegen dann die low-price-Amateure ihre Chance. Und wenn sich
>niemand findet, dann wird eben selber geknippst.
Als ich noch auf der Suche nach einer gebrauchten EOS war, hatte ich
ein Angebot von jemandem, der die Tausender für die Hocjzeitsfotos
lieber in eine 50E mit 28-80 und Blitz gesteckt hat ...
>Gerrit Brodmann wrote:
...
>> wieder. Da es genug Trottel gibt, die Fotos abliefern, sei es weil sie
>> ihren Namen im Impressum lesen wollen oder weil sie fuer ihre spaetere
>> Laufbahn Referenzen brauchen, braucht man halt nix zahlen.
>Ich glaube, Du bist auch einer dieser Trottel. Und Du
>hast doch selbst gesagt, dass Du das u.a. wegen der freien
>Eintritte bei Konzerten machst.
Klar, ich suche mir die Konzerte inzwischen aus, die ich besuche. Ich
nehme ueber das Magazin nur noch Sachen mit, zu denen ich sowieso
wollte. Fotos kommen meist keine rein, weil eine Cafeeeroeffnung
(Werbekunde!) halt wichtiger ist als ein geiles Konzert mit 3000,-
Leuten.
> Ansonsten zwingt Dich
>niemand, den Job zu diesem Hungerlohn zu machen.
>Wie Du weisst, habe ich das auch eine Weile gemacht. Die
>durch hohen Bekanntheitsgrad und Mundpropaganda nachkommenden
>Aufträge haben das mehr als wettgemacht, das geht
>aber nur, wenn man sehr gute Arbeit abliefert und
>allen potentiellen Kunden immer nacharbeitet.
Sicher ist das die einzige Moeglichkeit aus dieser Arbeit ueberhaupt
Kapital zu schlagen...
>> Hier in BS sind z Zt. 10,- DM fuer ein Foto im Stadtmagazin
>> ueblich.
>Das ist nicht mal kostendeckend. Unter 80 DM habe ich
>für Stadtzeitungen den Koffer nie angepackt.
Viel Glueck! Dass geht evtl noch bei Euch im Ruhrpott, hier in der
Gegend ist damit essig. Es gibt hier 3 Stadtmagazine und alle zahlen
nicht mehr als nen Zehner und evtl ab und zu nen Film.
>> Besonders schoen ist es, dass diese Preispolitik inzwischen
>> auch auf die Tageszeitung abfaerbt. Dort wurde der Preis
>> gerade von 50,- auf 30-40,-DM _gesenkt_.
>Das ist unter anderem auch Verhandlungssache. Hier in
>einigen lokalen Readktionen weiss ich genau, dass vier
>verschiedene Fotografen fünf verschiedene Honorare
>bekommen. Ist unter anderem auch Verhandlungssache.
Sicher ist es Verhandlungssache. Die "Festen" bekommen weiterhin 50,-,
die Gelegentlichen halt nur noch 30-40,- je nach Verhandlungsgeschick.
>> Was das effiziente Arbeiten betrifft, wird ein "Amateur"
>> mit einem Einkommen in einem anderen Bereich immer
>> billiger arbeiten koennen als ein Profi.
>Nein. Aber er kann und wird zulegen. Das geht nur
>in einem geringen Umfang, sonst frisst das sein
>reguläres Einkommen auf. Vor solchen Gelegenheitstätern
>habe ich keine Angst.
Die Brauchst Du im Werbebereich auch sicher nicht unbedingt haben. Das
ist noch einer der wenigen Bereiche, in denen gutes Handwerk (und sei
es nur das der 70er und 80er 8-))b) noch zaehlt. Ausserdem ist es
meist relativ kostenintensiv, besonders wenn man als Amateur nicht
weiss, wie man was an Material wo guenstig bekommt.
>> Was interessiert ihn die Miete und das Essen?
>Es interessiert ihn wie jeden anderen auch.
Sicher aber nicht imm Zusammenhang mit der Fotografie
>> Die bekommt er durch seinen anderen Job gesichert.
>Aber nur so lange, wie die Fototätigkeit einen
>kleinen Umfang behält. Sonst wird es Arbeit.
>Und muss versteuert werden. Mit den üblichen
>Konsequenzen.
Wenn er es ueberhaupt anmeldet. Da laeuft vieles ohne Rechnung und die
Magazine machen das auf 610,- Basis
>> Wenn er durch sein "Hobby" etwas mehr bekommt als
>> er ausgibt oder er sich Neuanschaffungen
>> dadurch (Teil-)finanzieren kann, recht es ihm.
>Das sind recht wenige Leute.
Da kenne ich einige
>> Dass es damit den Markt kaputt macht interessiert
>> ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
>Niemand macht damit den Markt kaputt. Das *ist* der
>Markt. Und einige schlagen sich da ganz wacker,
>andere nicht.
Versuchen wir wieder sarkastisch zu werden? 8-)
Mir geht der Markt inzwischen auch ziemlich am AR*** vorbei. Es regt
mich nur immer wieder auf, wenn sich die Leute ueber die Preise von
Fotoarbeiten beschweren. Meine Guete! Eine Autofachwerkstatt hat einen
Stundenlohn von 150,- DM plus Material. Da wird es aber bezahlt, ist
ja das liebste Kind der Deutschen... 8-(
>> Deshalb rege ich mich immer wieder darueber auf,
>> wenn jmd seine Leistung nahezu verschenkt.
>Ich nicht. Wir haben Vertragsfreiheit in Deutschland.
>das ist auch gut so und sollte so bleiben.
>
>> Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten z.B.)
>> dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie
>> nicht unter Preis.
>Warum denn nicht ? Du hast doch eben gesagt, dass
>manche Leute mit sagen wir mal 50 DM Überschuss
>(oder einer Tochter) zufrieden sind. Lass ihnen
>doch ihren Spass !
Hmm, lass mich mal eine fiktionale Geschichte spinnen...
Stell Dir vor ein Rentner (damit der Zeit und Geldfaktor keine Rolle
spielt), ein ehemaliger Fotograf hat soviel Langeweile, dass er die
Arbeiten, die Du machst fuer 50,- Ueberschuss anbietet. Wuerde Dir
sicher auch nicht gefallen, oder?
>> Wenn Du bei einem verschenktem Foto eine Gegenleistung
>> (die Du aber nicht erwarten solltest)
>Warum zur Hölle nicht ? Jeder kann seinen eigenen Preis
>selbst festlegen.
Liess den Satz nochmal. Es geht um Geschenke.
>> bekommst, und sei es bares, ist es immer noch kein
>> Geschaeft, sondern es sind immer noch gegenseitige
>> Hoeflichkeiten, die man nicht beliebig wieder fordern
>> oder erwarten kann.
>Das lässt sich aber ändern. Wenn man fest ausmacht, dass
>Materialpreis plus 50 DM zu entrichten sind, dann ist
>das wahrscheinlich auch beim nächsten Mal so.
[ ] Du hast verstanden
>> Wenn man sich nicht leisten kann die Fotos zu verschenken,
>> dann sollte man es ganz lassen fuer andere zu fotografieren
>> oder halt den entsprechenden Preis dafuer verlangen.
>Wie gesagt, *jeder* macht seinen Preis selbst. Also kann
>auch ein Honorar von 50 DM der entsprechende Preis sein.
Fuer ein einzelnes Foto sicher, aber nicht fuer einen Abend Arbeit und
div Filme...
>> Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren
>> muss "Boa! So teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege
>> fuer 19 Pfennig!" Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis"
>> auf den Stundenlohn runterrechne, liege ich oftmals
>> weit unter 10,-, von denen auch noch div. Nebenkosten
>> abgehen muessen.
>Dann liegt es an Dir, Deinem Kunden Deine Kalkulation
>offenzulegen oder Dich durch die Qualität Deiner Bilder
>von den Billigabzügen abzuheben.
Wie gesagt, wenn Qualitaet ueberhaupt gefragt ist. Oftmal gibt es
"wichtigere" Argumente als Qualitaet.
>Entweder Du argumentierst schlecht, oder Deine Arbeiten
>erlauben kein höheres Honorar. Vermute ich mal......
Ich habe nie behauptet, dass ich eine Vertreterseele haette. Was die
Qualitaet angeht, hat sich noch keiner beschweren koennen.
---
CETERUM CENSEO DE.REC.FOTOGRAFIEM NON DELENDAM ESSE
>Gerrit Brodmann schrieb:
>
>> Wenn er durch sein "Hobby"
>> etwas mehr bekommt als er ausgibt oder er sich Neuanschaffungen
>> dadurch (Teil-)finanzieren kann, recht es ihm. Dass es damit den Markt
>> kaputt macht interessiert ihn nicht oder ist ihm nicht klar.
>
>Schon mal was von freier Marktwirtschaft gehoert? ;->
Hat was mit dem marodem System des Kaptialismus* zu tun, oder? 8-))
(* Ein System in einem geschlossenem Raum, welches staendigen Wachstum
propagiert, kann auf Dauer nicht klappen)
>Ein Profi kommt fuer solche Auftraege meist doch gar nicht in
>Frage, weil es dem Privatmann einfach zu teuer ist. Deshalb
>kriegen dann die low-price-Amateure ihre Chance. Und wenn sich
>niemand findet, dann wird eben selber geknippst.
>Warum sollte er fuer eine Leistung (gutes Foto in
>hervorragender Qualitaet) relativ viel bezahlen, wenn er die
>Leistung gar nicht will, wenn ihm die 9x13 Prints vom
>Supermarkt zum Einkleben ins 10DM-Album, das alle paar Jahre
>mal durchgeblaettert wird reichen?
>Ich denke, das dies einfach kein Markt fuer Profis ist; und
>wenn sie den Markt haben wollen, dann muessen sie sich
>hineinzwaengen; mit wenig Zeitaufwand und Billigstprint den
>Lehrling fotografieren lassen z.B.
Sicher gibt es immer wieder Jobs, fuer die ein "Profi" nicht in Frage
kommt.
Das Problem ist IMO allerdings, dass in vielen Bereichen der
Wirtschaft auf "Billigkraefte" ausgelagert wird. Sei es die Zeitung,
die ploetzlich nur noch Freie beschaeftigt, sei es die Werbeagentur,
die Subunternehmer beschaeftigt um die Sozialabgaben zu sparen oder
sei es ein Grossunternehmen wie VW, welches Subunternehmerfirmen
gruendet, um die Tarifvertraege zu umgehen.
>> Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten
>> z.B.) dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie nicht unter
>> Preis.
>Das ist fuer mich nicht nachvollziehbar.
>Verschenken ja, aber billig verkaufen nein? Wem ist damit
>geholfen?
Ein Geschenk ist fuer mich eine Geste der Hoeflichkeit, welche
gleichzeitig den Beschenkten in gewisser Weise verpflichtet. Er "steht
moralisch in der Schuld" des Schenkers. Wenn es aber von vornherein
klar ist, dass eine Bezahlung ausgemacht ist, kauft er sich gleich am
Anfang aus dieser moralischen Schuld frei und sei der Betrag den er
dafuer gibt noch so gering.
>> Mich kot***t es echt an, wenn ich immer wieder hoeren muss "Boa! So
>> teuer! Bei Bri***mann gibt es Fotoabzuege fuer 19 Pfennig!"
>Dann duerfte diesem jemand die Qualitaet dieser Abzuege
>genuegen. Ihm ist es eben nichts wert; genausowengig es mit
>wert waere, Alufelgen und sonstigen Schnickschnack um viel
>Geld fuer mein Auto zu kaufen. Das muss mich nicht ankotzen,
>es ist nur eine Frage von Prioritaeten.
Das nicht. Aber es wuerde Dich stoeren, wenn neben Deinem
Autofelgenladen ein Laden fuer Felgen mit Produktionsfehlern aufmachen
wuerde
>> Wenn ich den "ach so teuren Fotopreis" auf den Stundenlohn
>> runterrechne, liege ich oftmals weit unter 10,-, von denen auch noch
>> div. Nebenkosten abgehen muessen.
>Das interessiert den Kunden nicht.
Kenau das ist aber das Problem.
>Das alles ist aus der Sicht eines Amateurs geschrieben. Wenn
>ein einfacher Amateur einem Profi das Leben schwer machen
>kann, dann ist entweder der Fotograf eine Niete oder er bewegt
>sich auf einem Marktsegment, das an teurer Qualitaet nicht
>interessiert ist.
Oder einem total ueberlaufenem Marktsegment (durch wen auch immer)
8-))
oder 8-( ?
Gerrit
> On Fri, 12 Feb 1999 10:20:46 +0100, Thomas Kresken
> <un...@rz.uni-karlsruhe.de> wrote:
>> Fotostudio eroeffnen darf. Trotzdem lebt so mancher Profi nicht von
>> der Sozialhilfe ... Wie, wenn nicht durch Qualitaet?
> Qualitaet duerfte bei den Preisen in Amiland Grundvoraussetzung
> sein. Und gute Werbung wohl ebenso.
Naja. Die Werbung besteht in meinem Dorf hier aus Einträgen in den
gelben Seiten. Seitenweise. Manchmal wird auch in der Zeitung
geworben, das dann aber eher für Entwicklung/Prints/Vergrößerungen.
Un die Qualität? Ich habe da aus aktuellem Anlaß eigentlich nur
Erfahrung mit 'technischen' Dienstleistungen wie digitaler Repro und
dem üblichen Entwicklen/Vergrößern.
Es geht halt manchmal zu, wie beim Gebrauchtwagenkauf. Wenn man nach
kurzem Gespräch mit dem Mitarbeitern das Gefühl hat, die Jungs&Mädels
haben vor kurzem vom Schuhverkäufer umgeschult, dann geht man halt
wieder und sucht sich einen anderen Laden.
Wenn ich Protraits oder Produktfotografie brauchen würde, dann liesse
ich mir eben vorher Arbeitsproben zeigen. Das habe ich in D genauso
gemacht.
>FAQ d.r.f. : http://spot.fho-emden.de/gast/foto/faq/drf.htm
FAQ, da werden Sie geholfen *lol*
Grüße Olaf
> > Wenn ihr was machen wollt (auf Hochzeiten z.B.)
> > dann _verschenkt_ die Fotos, aber verkauft sie
> > nicht unter Preis.
> Warum denn nicht ? Du hast doch eben gesagt, dass
> manche Leute mit sagen wir mal 50 DM Überschuss
> (oder einer Tochter) zufrieden sind. Lass ihnen
> doch ihren Spass !
Oft ist es auch einfach so, daß die Leute keinen teuren Profi bezahlen
wollen (oder können). Die Alternativen sind dann selber knipsen (aber
wer bloß ... ?) oder einen günstigen Hobbyisten nehmen - viola (oder so).
Gruß Marko
--
Marko Beens, Braunschweig, Germany
Nee, ich nicht
>
> Man Man Man, so viel Aufregung hier im Thread, nur wegen den paar Fotos, als
[noch mehr gelöscht]
Jetzt bleib doch mal locker ! Ich finds eigentlich ganz gut, wenn sich
aus solchen Postings auch mal kontroversere Diskussionen entwicklen.
Dafür sind Diskussionsforen doch auch da, oder seh ich da was falsch ?!?
Ich glaub nicht, daß Dich hier ernsthaft jemand angreifen wollte. Es
wurden lediglich verschiedenen Aspekte und Perspektiven aufgezeigt,
deren Darstellung vieleicht auch mit verschiedenen Meinungen
einhergehen. So sind die Menschen nun mal...:-). Möglicherweise wird man
auf Dinge hingewiesen, die man selbst übersehen hat (nobody's perfect),
und macht's beim nächsten Mal anders, besser wie auch
immer(->Lerneffekt!)
> Und ich glaube ich kann auch mehr als nur "Grünes Symbol, Blitz raus und
> dann ne Menge Filme verknippst". Nebenbei wiederspricht sich das doch:
Hat doch auch keiner *wirklich* unterstellt das dem nicht so ist, oder
?!?
> Mir reichts erstmal, ich mach jetzt mal ne Woche Pause mit drf.
Schmollen is doof :-)
> Auf Wiedersehen,
> Thorsten
Hoffentlich.
Ciao, Uli
--
Ulrich Klapp <ulrich...@uni.essen.de>
> Du kannst in jedem Gewerbe bis zu 40 % eines anderen Gewerbes
> integrieren, auch wenn das andere theoretisch eine Eintragung
> in die Handwerksrolle verlangt. Und dann macht man als
> Werbeagentur ja superteuere Einladungskarten für die Hochzeit,
> die mit sehr presiwerten Fotos illustriert werden....
Hi Michael,
weißt Du ob sich diese 40% auf die aufgewendete Arbeitszeit oder auf den
Rechnungsbetrag bezieht? Und ist das in irgendeinem Gesetzestext
festgeschrieben? Oder Grundsatzurteile? Wenn ja, wo?
Also, wenn ich ehrlich bin, habe ich mich da noch nie nachgebohrt,
vielleicht weils auch noch nie richtig -das- Thema war.
Aber wenn das wirklich Hand uns Fuß hat, wird das wohl des kleinen
Tigers und mein Leben in absehbarer Zeit erheblich verändern. Das könnte
nämlich genau die Lücke sein, nach der ich und der kleine Tiger sooooo
lange gesucht haben.
Hier sitzen jetzt zwei, die gespannt wie ein Flitzbogen auf eine Antwort
warten.
Mit einem netten Gruß aus Braunschweig,
'ne ganze Runde! Oh nein, nicht schon wieder so'n langer Thread!!
h. aus H.
Ich erzähle da mal was aus meiner Branche: In vielen Orten gibt es
Buchhandlungen. Große, kleine, mittlere. Seit einigen Jahren nun machen sich
verstärkt zwei Ketten in Deutschland breit, die ein sehr klares Konzept
haben und teilweise Branchenfremden Ursprungs sind: z. B. Weltbildplus. Das
Konzept: Viel Ramsch (billige Bücher: Restauflagen, Produktionen von
MA-Verlagen u. ä.) wenig Titel, dafür Großzügige Präsentation, kein
Bestellservice, keine Buchhändler als Personal (Amateure!).
Und siehe da: Auf einmal werden mehr Bücher gekauft. Keiner der "alten"
Buchhändler verliert was und die Branche wächst weiter überdurchschnittlich.
Also: Kein Profifotograf verliert auch nur einen Auftrag, weil einige
Amateure hier und da ihre Dienste anbieten. Denn:
1. hat ein Amateur nicht so ausgebaute Vertriebswege wie ein Amateur
2. nimmt der, der einen Profi haben will, einen Profi. Und keinen Amateur.
Zusätzliche Angebote führen i. d. R. zu einem breiteren Markt, kaum zu
Marktverschiebungen.
Beispiel: Da gibt es einen kleinen Ort in Niedersachsen mit einer
Buchhandlung. Jetzt kommt eine zweite Buchhandlung dazu und der
alteingesessene nimmt es uns als Verlag übel, daß wir den neuen auch
beliefern. Ein Jahr später hat sich der Umsatz für uns in diesem Ort
verdreifacht. Nicht verdoppelt! Ja, genau: Mehr Angebot führt oft auch zu
mehr Nachfrage. Was mehr gesehen wird, wird auch mehr gekauft.
Viele Grüße aus Harburg
helge
Als Heizung?
helge aus Harburg
Problem bei der ganzen Angelegenheit inst doch, dass in anderen,
populäreren Branchen vom Kartellamt gegen _Dumping-Preise_ vorgegangen
wird. Es wäre ja sonst einer größeren Firma, mit ebenfalls größerem
finanziellen Background, möglich, mit Preisen unter dem EK die Konkurenz
auszustechen und in den Konkurs zu treiben. Ist der finanzielle
Background sehr groß, kann eine Firma diese Taktik mehrere Jahre
durchziehen und sich so der Konkurenz entledigen.
Oder: Hat ein Privatmann, mit anderem Hauptberuf, so viel Geld und Zeit,
dass er eine Ware günstig in großen Mengen verkaufen kann, dann kann er,
weil er damit nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten muß, den Markt
aufrollen.
Hiergegen geht das Kartellamt vor, und auch die Konzerne untereinander
schicken sich bei Dumpingangeboten die Unterlassungsklagen zu.
Das ganze dient nur dem Zweck einer funtionierenden Wirtschaft und dazu
gehören auch Fotografen. Es kommt vielleicht nicht auf den einen Amateur
an, der sich mal nebenbei ein bißchen Geld verdienen will, sondern auf
die Menge. Es gibt halt ziemlich viele Leute, die fotografieren können,
oder zumindest denken, sie könnten es. Wenn jeder Amateur einmal im
Monat einen Dumping-Auftrag entgegennimmt, haben Profis bald keine
Überlebenschance mehr. Sicher macht das nicht jeder Amateur, aber wo
will man die Grenze setzen.
Ließ zu dem Thema doch mal Marx, AFAIK müßte da einiges drinstehen, was
weiterhilft.
> Gruss, Radbert
> --
> http://www.rrr.de/~radbert
Gruß,
Adrian
--
GEGEN die Zersplitterung der d.r.f. !
Homepage: http://ranfft.home.pages.de
"Ost-Treffen" : http://drf-treffen.home.pages.de
>>Dann liegt es an Dir, Deinem Kunden Deine Kalkulation
>>offenzulegen oder Dich durch die Qualität Deiner Bilder
>>von den Billigabzügen abzuheben.
>Wie gesagt, wenn Qualitaet ueberhaupt gefragt ist. Oftmal gibt es
>"wichtigere" Argumente als Qualitaet.
Da kannste die Anführungszeichen bei wichtigere ruhig weg lassen. Für
viele Leute ist der Preis das erste, zweite und dritte Argument. Um
beim Beispiel der Silberhochzeit zu bleiben: Es soll dokumentiert
werden, wer da war, wer welche Albernheiten aufgeführt hat, vielleicht
noch ein paar witzige Schnappschüsse und gut. Da erwarten die Meisten
keine große Kunst, solange zu erkennen ist, wer was macht. Das sollte
eigentlich jeder engagierte Amateur hinkriegen. IMO ist der Grund, das
überhaupt jemand anders beauftragt wird der, daß man die
Familienmitglieder nicht vom Feiern abhalten will. Wer genug Schotter
hat wird da einen Profi engagieren, und wer eher bescheidenere Mittel
zur Verfügung hat wird froh sein, das es Leute gibt, die das für
Materialkosten und Speis und Trank (übertrieben formuliert)
übernehmen.
Dies ist in diesem Marktsegment nun mal die Nachfrageseite. Da hilft
kein Klagen und Jammern der Anbieter, die müssen sich darauf
einstellen.
Owe
Recall that to every complex problem, there is a solution which is
supremely simple, wonderfully easy to express, intensely seductive,
and dead wrong.
>
>Beispiel: Da gibt es einen kleinen Ort in Niedersachsen mit einer
>Buchhandlung. Jetzt kommt eine zweite Buchhandlung dazu und der
>alteingesessene nimmt es uns als Verlag übel, daß wir den neuen auch
>beliefern. Ein Jahr später hat sich der Umsatz für uns in diesem Ort
>verdreifacht. Nicht verdoppelt! Ja, genau: Mehr Angebot führt oft auch zu
>mehr Nachfrage. Was mehr gesehen wird, wird auch mehr gekauft.
>
>Viele Grüße aus Harburg
>
>helge
Danke Helge...du hast mir gerade den Glauben an die mirkoökonomische
Theorie wiedergegeben...Demnach dürfte sich auch der Preis nach unten
gesenkt haben...wäre da nicht die Buchpreisbindung.
>1. hat ein Amateur nicht so ausgebaute Vertriebswege wie ein Amateur
Paradoxon ?
Sorry, SCNR
--
Markus Fischer
MQ> Konkurrenz belebt das Geschäft, ein guter Fotograf hat
MQ> immer zu beissen.
Ach, deshalb bist Du also so schmal.
--
Helge Ogan wrote:
.
>
> Ich erzähle da mal was aus meiner Branche: In vielen Orten gibt es
> Buchhandlungen. Große, kleine, mittlere. Seit einigen Jahren nun machen sich
> verstärkt zwei Ketten in Deutschland breit, die ein sehr klares Konzept
> haben und teilweise Branchenfremden Ursprungs sind: z. B. Weltbildplus. Das
> Konzept: Viel Ramsch (billige Bücher: Restauflagen, Produktionen von
> MA-Verlagen u. ä.) wenig Titel, dafür Großzügige Präsentation, kein
> Bestellservice, keine Buchhändler als Personal (Amateure!).
> Und siehe da: Auf einmal werden mehr Bücher gekauft. Keiner der "alten"
> Buchhändler verliert was und die Branche wächst weiter überdurchschnittlich.
>
Das Beispiel ist halt leider evident falsch. In Nuernberg - immerhin
einer Stadt mit 500 000 Einwohnern - hat der Einzug von Hugendubel,
Campe und Gondrom vier alteingesessenen (Innenstadt-)Buchhandlungen den
Garaus gemacht - trotz Buchpreisbindung.
Es ist also alles nicht so einfach
Ulrich Schmitzer
http://www.phil.uni-erlangen.de/~p2latein/home.html