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DIA-Duplikator

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Olaf Kaluza

unread,
Mar 7, 2016, 5:30:16 AM3/7/16
to

Moin Fachleute.

Ich hab hier einen ollen Dia Duplikator den ich mal fuer einen 5er aus
der Grabbelkiste eines Photoflohmarkts gefischt habe.

Der heisst HAMA 35T 1:1. Er besteht im Prinzip aus einem Rohr mit
einem T2-PK Adapter und laesst sich so direkt an der Kamera
anbringen. In der Mitte des Rohres sieht man 1-2Linsen. Vorne kann man
das Dia reinstecken.

Das geht im Prinzip auch. Allerdings sind die Bilder alle leicht
unscharf. Ich finde auch nix wie ich daran etwas scharf stellen kann.

Wie kann oder soll das funktionieren?

Olaf

Jochen Petry

unread,
Mar 7, 2016, 6:43:52 AM3/7/16
to
Dein konkretes Dings kenne ich leider nicht, aber ich würde nach einer
Möglichkeit suchen den Abstand zwischen Negativ bzw Dia und der
Linsengruppe zu variieren.
Die Änderung des Auszugs bewirkt hauptsächlich eine Änderung des
Maßstabs, das ist zum Fokussieren nicht dienlich.

Bis dähmnäxt
jochen

Olaf Kaluza

unread,
Mar 7, 2016, 12:00:15 PM3/7/16
to
Jochen Petry <joc...@knipsbildchenknipser.de> wrote:

>Dein konkretes Dings kenne ich leider nicht, aber ich würde nach einer
>Möglichkeit suchen den Abstand zwischen Negativ bzw Dia und der
>Linsengruppe zu variieren.

Ich hab da gerade schon ein bisschen rumprobiert und konnte so
verschiedene Stufen von unscharf erreichen. Ich glaube das Dingen ist
einfach Muell. Selbst wenn man es irgendwie hinbekommt ein Dia scharf
zu stellen, sobald man das naechste einwirft das etwas anders gebogen
ist oder einen anderen Rahmen hat faengt man wieder von vorne an.


Olaf

Dieter Lefeling

unread,
Mar 7, 2016, 2:53:26 PM3/7/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Ich hab da gerade schon ein bisschen rumprobiert und konnte so
> verschiedene Stufen von unscharf erreichen.

Immerhin. 8-)

> Ich glaube das Dingen ist
> einfach Muell. Selbst wenn man es irgendwie hinbekommt ein Dia scharf
> zu stellen, sobald man das naechste einwirft das etwas anders gebogen
> ist oder einen anderen Rahmen hat faengt man wieder von vorne an.

Diese Simpel-Duplikatoren haben natürlich keine High-End-Optik, aber
"halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen. Die Optik hat eine fest
eingestellte, relativ kleine Blende, meist so in der Gegend von etwa 11
oder 16. Da hat man bei *halbwegs* Schärfeanspruch (z = 0,02 mm) so etwa
einen halben Millimeter Toleranz durch die Schärfentiefe.

Wenn man jetzt bedenkt, dass es Diarahmen mit über 3 mm Dicke gibt wie
auch solche mit nur 1,5 mm...

Vielleicht kannst Du ja mal die Brennweite der Optik bestimmen und die
effektive Blende dazu berechnen? Würde mich mal interessieren. ;-)

Dieter

Helmut Faugel

unread,
Mar 7, 2016, 5:34:03 PM3/7/16
to
Am 07.03.2016 um 20:53 schrieb Dieter Lefeling:
> Olaf Kaluza schrieb:
>
>> Ich hab da gerade schon ein bisschen rumprobiert und konnte so
>> verschiedene Stufen von unscharf erreichen.
>
> Immerhin. 8-)

Dann ist das schon ein Luxusmodell ;-)

>> Ich glaube das Dingen ist
>> einfach Muell. Selbst wenn man es irgendwie hinbekommt ein Dia scharf
>> zu stellen, sobald man das naechste einwirft das etwas anders gebogen
>> ist oder einen anderen Rahmen hat faengt man wieder von vorne an.
>
> Diese Simpel-Duplikatoren haben natürlich keine High-End-Optik, aber
> "halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen.

Hmm, naja ... ich sag mal so: Ich hab hier ein Objektiv eines namhaften
Balgenherstellers und die passende Duplizieroptik, ein 4,5/60, taugte
wohl auch damals nur bedingt, Bildfeldwölbung, Astigmatismus ...

> Wenn man jetzt bedenkt, dass es Diarahmen mit über 3 mm Dicke gibt wie
> auch solche mit nur 1,5 mm...

Das Problem lässt sich einfach lösen, Minolta konnte deshalb bei
Diascannern problemlos auf AF verzichten.


--
Helmut Faugel

Ka Prucha

unread,
Mar 8, 2016, 1:50:42 AM3/8/16
to
Am 07.03.2016 um 23:34 schrieb Helmut Faugel:
> Am 07.03.2016 um 20:53 schrieb Dieter Lefeling:
>> Olaf Kaluza schrieb:

>> Wenn man jetzt bedenkt, dass es Diarahmen mit über 3 mm Dicke gibt wie
>> auch solche mit nur 1,5 mm...
>
> Das Problem lässt sich einfach lösen, Minolta konnte deshalb bei
> Diascannern problemlos auf AF verzichten.

Eine prismaförmige Führung der Rahmen setze ich zwar voraus, aber gegen
verschieden gewölbte (glaslose) Dias hilft das wenig. Bei Leitz gab
es deshalb auch Projektionsoptiken welche für gewölbte Dias optimiert
waren (CF-Versionen).

Zumindest gibt es bei den kühlen Diascannern das Problem der durch
Wärmedehnung "springenden" Dias nicht.

mfg Ka Prucha

Olaf Kaluza

unread,
Mar 8, 2016, 3:45:15 AM3/8/16
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:

>"halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen. Die Optik hat eine fest
>eingestellte, relativ kleine Blende, meist so in der Gegend von etwa 11
>oder 16. Da hat man bei *halbwegs* Schärfeanspruch (z = 0,02 mm) so etwa
>einen halben Millimeter Toleranz durch die Schärfentiefe.

Das war auch so im groben meine Vermutung. Allerdings wundert man sich
das man dann keine Schaerfe erreichen kann. Das Prinzip erlaubt
einen gewissen Arbeitsbereich, man kann nichts einstellen, aber es ist
halt unscharf.
Kann es sein das es unterschiedliche T2 Adapter gibt und da einfach
der falsche dran ist?

Ich bin allerdings nicht der einzige der jammert. Wenn man bewusst
danach sucht findet man auch andere Leute mit demselben
Problem im Internet. Allerdings keine Loesung.

Zum Vergleich, wenn ich an meine Kamera das 35er Macro (Blende8) dran
mache, den Blitz ausklappe, das Dia in ein paar cm Abstand davor halte
und dann ein Photo gegen ein Stueck weisse Pappe mache. Dann bekomme
ich ein scharfes Bild! Das hat dann natuerlich andere Schwaechen weil
man niemals komplett gerade und eben haelt, aber schaerfe ist moeglich.


>Vielleicht kannst Du ja mal die Brennweite der Optik bestimmen und die
>effektive Blende dazu berechnen? Würde mich mal interessieren. ;-)

Ach noe, ich stand der rechnerischen Optik schon immer negativ
gegenueber und will es nicht nochmal zerlegen. Ich denke aber das eine
aequivalente Blende von 16 oder sogar 32 schon gut geraten ist. Es ist
ziemlich dunkel wenn man da durch kuckt.

Olaf

u.engel

unread,
Mar 8, 2016, 4:28:47 AM3/8/16
to
Am 08.03.2016 um 09:40 schrieb Olaf Kaluza:
> Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:
>
> >"halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen. Die Optik hat eine fest
> >eingestellte, relativ kleine Blende, meist so in der Gegend von etwa 11
> >oder 16. Da hat man bei *halbwegs* Schärfeanspruch (z = 0,02 mm) so etwa
> >einen halben Millimeter Toleranz durch die Schärfentiefe.
>
> Das war auch so im groben meine Vermutung. Allerdings wundert man sich
> das man dann keine Schaerfe erreichen kann. Das Prinzip erlaubt
> einen gewissen Arbeitsbereich, man kann nichts einstellen, aber es ist
> halt unscharf.
> Kann es sein das es unterschiedliche T2 Adapter gibt und da einfach
> der falsche dran ist?
>
Du hast den T2 sicher schon mal abgedreht & 'freihändig' fokusiert?
Bringt auch nix?

mfg u.e.

Olaf Kaluza

unread,
Mar 8, 2016, 6:00:17 AM3/8/16
to
u.engel <uen...@uengel.de> wrote:


>Du hast den T2 sicher schon mal abgedreht & 'freihändig' fokusiert?
>Bringt auch nix?

Freihaendig bekommt man das nie hin. Du darfst nicht vergessen das man
ein photo machen muss. Beurteilung im Sucher ist sehr problematisch
weil das Bild sehr dunkel ist.

Ich habe aber schomal den Adapter verschieden weit abgedreht und
jeweils ein Bild gemacht. Damit bekommt man dann halt immer eine
irgendwie andere unschaerfe hin.

Olaf

Jochen Kremer

unread,
Mar 8, 2016, 10:56:25 AM3/8/16
to
Am 07.03.2016 um 23:34 schrieb Helmut Faugel:
Tatsächlich? - Ich könnte schwören, dass mein Dimage Scan Dual IV
Einstellungen für den Focus hat.

Schöne Grüße
Jochen,
extrem verschnupft …

Helmut Faugel

unread,
Mar 8, 2016, 4:24:07 PM3/8/16
to
Am 08.03.2016 um 16:56 schrieb Jochen Kremer:
> Am 07.03.2016 um 23:34 schrieb Helmut Faugel:
>> Am 07.03.2016 um 20:53 schrieb Dieter Lefeling:
>>> Wenn man jetzt bedenkt, dass es Diarahmen mit über 3 mm Dicke gibt wie
>>> auch solche mit nur 1,5 mm...
>>
>> Das Problem lässt sich einfach lösen, Minolta konnte deshalb bei
>> Diascannern problemlos auf AF verzichten.
>
> Tatsächlich?

Zumindest der Minolta Dimage Scan Elite. Und es scheint auch
so zu sein, dass dessen Optik mehr Schärfentiefe hatte als
die Nachfolger. Mit einer Scannzeile AF zu machen, ist fast
so schön wie sich in den Fuß zu schließen.


--
Helmut Faugel

Dieter Lefeling

unread,
Mar 10, 2016, 8:46:12 AM3/10/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:
>
> >"halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen. Die Optik hat eine fest
> >eingestellte, relativ kleine Blende, meist so in der Gegend von etwa 11
> >oder 16. Da hat man bei *halbwegs* Schärfeanspruch (z = 0,02 mm) so etwa
> >einen halben Millimeter Toleranz durch die Schärfentiefe.
>
> Das war auch so im groben meine Vermutung.

Dass es eine Toleranz gibt? Sicher, aber die ist eben so gering, dass
schon unterschiedliche Rahmendicken einen Strich durch die Rechnung
machen.

> Allerdings wundert man sich
> das man dann keine Schaerfe erreichen kann. Das Prinzip erlaubt
> einen gewissen Arbeitsbereich, man kann nichts einstellen, aber es ist
> halt unscharf.
> Kann es sein das es unterschiedliche T2 Adapter gibt und da einfach
> der falsche dran ist?

Es gibt natürlich die übliche Verwechslung zwischen T-Gewinde und M42.
Aber wenn es M42 wäre, läge die Schärfe *völlig* neben der Spur. Das ist
mehr als ein Zentimeter Auflagemaß-Differenz.

Durch Herausdrehen des Duplikators aus dem T-Gewinde könnte man den
Auszug geringfügig vergrößern. Für den Fall, dass der Abstand generell
etwas zu gering ist. Das ändert natürlich den Maßstab geringfügig.

> Ich bin allerdings nicht der einzige der jammert. Wenn man bewusst
> danach sucht findet man auch andere Leute mit demselben
> Problem im Internet. Allerdings keine Loesung.

Diese Simpel-Duplikatoren sind natürlich optisch nichts Tolles. Aber ich
hätte hier irgendwo noch einen großen Vergleichstest aus der Popular
Photography, wo man unterschiedliche Dupliziert-Setups miteinander
verglich. Ein ähnlicher Soligor-Duplikator hat da gar nicht mal schlecht
abgeschnitten (auf Duplizierfilm - Digital gab es damals noch nicht).
Das beste Ergebnis lieferte erwartungsgemäß ein Apo-Rodagon D, das ist
speziell für 1:1 gerechnet. <8)

Diese alten Duplikatoren sind heute natürlich nur mit Vollformatkameras
sinnvoll nutzbar, den für APS-C oder DX braucht man ja Maßstab 1:1,5
bzw. 1:1,6 für die volle Aufnahme eines Kleinbilddias. Es gab damals
auch Zoom-Duplikatoren - mit denen konnte man m.W. aber nur den Msßstab
vergrößern (Ausschnitt), nicht verkleinern (hätte ja auch wenig Sinn
gehabt, es sei denn Für Duplikate von Mittelformat). Das gleiche Problem
betrifft Vorsätze für Makroobjektive, etwa Nikons ES-1. Kleiner als 1:1
bekommt man damit auch nicht. Jedenfalls nicht in der vorgesehenen
Verwendung.

> Zum Vergleich, wenn ich an meine Kamera das 35er Macro (Blende8) dran
> mache, den Blitz ausklappe, das Dia in ein paar cm Abstand davor halte
> und dann ein Photo gegen ein Stueck weisse Pappe mache. Dann bekomme
> ich ein scharfes Bild! Das hat dann natuerlich andere Schwaechen weil
> man niemals komplett gerade und eben haelt, aber schaerfe ist moeglich.

Dann bau Dir doch einfach eine entsprechende Halterung.

Ich selbst habe meine einzigen Duplikate (auf Film) mit dem umgebauten
Vergrößerungsgerät gemacht: Lampenhaus mit Mischkkopf abnehmen und mit
Lichtaustrittsfläche nach oben auf das Grundbrett gelegt (dafür gab es
sogar eine speziellen Halterung), Bildbühne obendrauf und Kamera dann
wie für eine Repro an die Säule montiert. So konnte man gleichzeitig
bequem die Filterung am Mischkopf einstellen. Aber das ist hier
natürlich nicht erforderlich und wahrscheinlich auch keine Lösung.

> >Vielleicht kannst Du ja mal die Brennweite der Optik bestimmen und die
> >effektive Blende dazu berechnen? Würde mich mal interessieren. ;-)
>
> Ach noe, ich stand der rechnerischen Optik schon immer negativ
> gegenueber und will es nicht nochmal zerlegen. Ich denke aber das eine
> aequivalente Blende von 16 oder sogar 32 schon gut geraten ist. Es ist
> ziemlich dunkel wenn man da durch kuckt.

Och komm. Miss doch mal eben den Abstand der Linsen bis zur Sensorebene.
Die Brennweite müsste bei 1:1 etwa die Hälfte davon sein. Oder auch ein
Viertel des Abstands zwischen Dia und Sensor. Die Blende kannst Du dann
ebenfalls abschätzen (Brennweite durch Durchmesser).

Dieter

Olaf Kaluza

unread,
Mar 10, 2016, 11:00:14 AM3/10/16
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:


>Diese alten Duplikatoren sind heute natürlich nur mit Vollformatkameras
>sinnvoll nutzbar, den für APS-C oder DX braucht man ja Maßstab 1:1,5

DAs ist ja bald kein Problem mehr. :-)

>Dann bau Dir doch einfach eine entsprechende Halterung.

Mach ich vielleich noch. Jedenfalls kam mir der Gedanke auch schon.


>Och komm. Miss doch mal eben den Abstand der Linsen bis zur Sensorebene.
>Die Brennweite müsste bei 1:1 etwa die Hälfte davon sein. Oder auch ein
>Viertel des Abstands zwischen Dia und Sensor. Die Blende kannst Du dann
>ebenfalls abschätzen (Brennweite durch Durchmesser).

Verdammt...die natuerliche Ordnung der Dinge sieht keinen festen
Ablageplatz fuer meinen Messschieber vor. :-) [such such...]

Abstand von der hinteren Linse zur Auflageflaeche an der Kamera:
43.6mm. Da fehlt natuerlich noch das Auflagenmass der Kamera selber.

Abstand der vorderen Linse zur zur Auflaegeflaeche des Dias: 99mm.

In dem Dingen sind zwei Linsen drin. Die haben einen ungefaehren
Abstand von 15mm und einen Durchmesser von 10mm

Kamera---T2-----L1--L2----------Dia
45.5mm 43.6mm 15mm 99mm

So sieht das Dingen aus:

http://www.ebay.de/itm/Hama-Dia-Duplikator-35T-Slide-duplicator-35mm-/161113849237


Olaf

Dieter Lefeling

unread,
Mar 10, 2016, 2:42:08 PM3/10/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> In dem Dingen sind zwei Linsen drin. Die haben einen ungefaehren
> Abstand von 15mm und einen Durchmesser von 10mm
>
> Kamera---T2-----L1--L2----------Dia
> 45.5mm 43.6mm 15mm 99mm

Also mal abschätzen: gut 50 mm Brennweite, effektive Blende ~11.
Jetzt wo ich es sehe...

Sag mal, diese Rändelschraube oben auf dem Teil, direkt vor dem
Diahalter. Kann man die lösen und ggf. den Halter so justieren?

Dieter

Johannes Leckebusch

unread,
Mar 10, 2016, 4:03:38 PM3/10/16
to
Wenn ich das hier so überfliege, gewinne ich den Eindruck, dass meine
Selbstbaulösung einfacher ist, zumal die auch Festvorlagen bis A2 oder
so reproduzieren kann und ihr Crop oder Follvormat scheißegal sind ...

http://www.johannes-leckebusch.de/CanonEOS300D/Schaerfentiefe/ReproaufbauTotale100_1095.jpg

http://www.johannes-leckebusch.de/CanonEOS300D/Schaerfentiefe/Reproaufbau103_1090.jpg

http://www.johannes-leckebusch.de/CanonEOS300D/Schaerfentiefe/

{;-)))))))))))))

--
Johannes Leckebusch - AR3

Spaziergänger, Schreiber, Fotokünstler

http://www.johannes-leckebusch.de/
http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
http://www.foto.ungruen.de/index2.html

Olaf Kaluza

unread,
Mar 11, 2016, 12:30:11 AM3/11/16
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:


>Sag mal, diese Rändelschraube oben auf dem Teil, direkt vor dem
>Diahalter. Kann man die lösen und ggf. den Halter so justieren?

Nein. Das sind keine Schrauben. Von Hand laesst sich da nichts
drehen. Sieht eher wie ein Abstandshalter aus oder als ob man da noch
irgendwas dranpappen koennte. Ich habe aber keine Ahnung wofuer die
sind.

Olaf


Olaf Kaluza

unread,
Mar 11, 2016, 12:30:11 AM3/11/16
to
Johannes Leckebusch <jlno...@johannes-leckebusch.de> wrote:



>Wenn ich das hier so überfliege, gewinne ich den Eindruck, dass meine
>Selbstbaulösung einfacher ist, zumal die auch Festvorlagen bis A2 oder

Sieht aber nicht einfacher aus. :-)

Das ist ja das was ich derzeit mache wenn ich einen Filmstreifen
einfach von Hand vor meinem Makroobjektiv halte bloss in stabil.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Mar 11, 2016, 6:15:07 AM3/11/16
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:


>Dann bau Dir doch einfach eine entsprechende Halterung.


Ja wieso eigentlich nicht. :-)

http://www.criseis.ruhr.de/bilder/dia_v1.jpg

Ist natuerlich noch nicht ganz richtig. Der Abstand ist noch viel zu
kurz. Ich wollte aber erstmal die Masse und die Halterung
ausprobieren.
Macht aber erstmal einen vielversprechenden Eindruck.

Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 4:45:01 AM3/13/16
to

Ich hab mir jetzt mal einen Adapter fuer Filmstreifen und einen fuer Dias gedruckt.
Soweit kein Problem. Damit kann ich jetzt die Sachen scharf abfotografieren.

BTW: Falls jemand die STLs haben will, bescheid sagen. Erfordert aber
ein 35mm Macroobjektiv damit es formatfuellend passt.

Was ich aber nicht bedacht hab, es sieht so aus als wenn meine DSLR
mit dem Kontrastumfang eines Velvia50 ueberfordert ist.

Ausserdem denke ich manchmal Dia war doch irgendwie besser. :-)
Ich weiss garnicht so genau warum. Irgendwie sind die Farben da
besser/anders. Ich muss gleich mal einen Kodachrome probieren...

Olaf


Wolfgang Kynast

unread,
Mar 13, 2016, 6:20:49 AM3/13/16
to
On Sun, 13 Mar 2016 09:42:56 +0100, "Olaf Kaluza" posted:

...
>Ausserdem denke ich manchmal Dia war doch irgendwie besser. :-)
>Ich weiss garnicht so genau warum. Irgendwie sind die Farben da
>besser/anders. Ich muss gleich mal einen Kodachrome probieren...

Tja ;-)

Ich hab damals[tm] eine Diaschau mit Kodachrome 25 6x6 gesehen -
einfach geil. Von dem:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lennart_Bernadotte

Was da fehlt ist dass er auch ein erstklassiger Naturfotograf war.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 7:15:02 AM3/13/16
to
Wolfgang Kynast <w...@gmx.de> wrote:

>Tja ;-)

Wobei ich mit meiner DSLR ja durchaus zufrieden bin. Aber DIA war doch
irgendwie noch anders. Vermutlich bekommt man es aber auch noch besser
hin wenn man an jedem einzelnen Bild 10-20min rumdoktert. Aber wer
will das schon.

>https://de.wikipedia.org/wiki/Lennart_Bernadotte

Ach deshalb war die Bildqualitaet von KonTiki so schlecht. :-)

Wisst ihr was an KonTiki am coolsten ist? Sobald der wackere
Naturforscher eine neue seltene Tierart entdeckt, kommt sie in den
Kochtopf. Das unterscheidet sich auf erfrischende Art von der Salat
mampfenden Biologieveganerin die man wohl heute in solchen Filmen
finden wuerde.

Olaf

Rainer Latka

unread,
Mar 13, 2016, 7:32:17 AM3/13/16
to
On 13.03.16 09:42, Olaf Kaluza wrote:
> Ich hab mir jetzt mal einen Adapter fuer Filmstreifen und einen fuer Dias gedruckt.
> Soweit kein Problem. Damit kann ich jetzt die Sachen scharf abfotografieren.
>
> BTW: Falls jemand die STLs haben will, bescheid sagen. Erfordert aber
> ein 35mm Macroobjektiv damit es formatfuellend passt.
>
> Was ich aber nicht bedacht hab, es sieht so aus als wenn meine DSLR
> mit dem Kontrastumfang eines Velvia50 ueberfordert ist.

Auch wenn Du in raw aufnimmst? Oder kann das Deine DSLR nicht?

Grüsse,
Rainer

Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 10:30:02 AM3/13/16
to
Rainer Latka <rainer...@yahoo.com> wrote:


>Auch wenn Du in raw aufnimmst? Oder kann das Deine DSLR nicht?

Habe ich vorhin mal probiert aber das kann gimp nicht lesen.

Olaf


Bernd Mayer

unread,
Mar 13, 2016, 10:57:51 AM3/13/16
to
Hallo

hier gibt es eien Liste von Kameras deren RAW-Format von dcraw
unterstützt wird (ganz nach unten scrollen):

https://www.cybercom.net/~dcoffin/dcraw/

Gimp benötigt externe Hifsprogramme zur RAW-Bearbeitung, etwa gimp-ufraw.

Dcraw kann man auch direkt im Batchmodus verwenden.


Bernd Mayer





Rainer Latka

unread,
Mar 13, 2016, 11:07:17 AM3/13/16
to
Ach, auf irgendeinem Umweg läßt sich das doch trotzdem erreichen?

Grüsse,
Rainer


Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 12:45:04 PM3/13/16
to
Rainer Latka <rainer...@yahoo.com> wrote:

>Ach, auf irgendeinem Umweg lنكt sich das doch trotzdem erreichen?

Ich sehe keinen besonderen Sinn darin mich anzustrengen weil man in
dem Lichverteilungsdiagram der Kamera sehen kann das sich an beiden
Grenzen grosse Peaks befinden. Ich gehe daher davon aus der Sensor
einfach ueberfordert ist.
Loesen lies sich das Problem allerdings indem ich mal HDR in der
Kamera eingeschaltet habe. Allerdings werden die Bilder dadurch nicht
unbedingt besser. Sagen wir mal lieber anders.

Olaf



Dieter Lefeling

unread,
Mar 13, 2016, 2:39:14 PM3/13/16
to
Wolfgang Kynast schrieb:

> Ich hab damals[tm] eine Diaschau mit Kodachrome 25 6x6 gesehen -
> einfach geil.

Meines Wissens hat es Kodachrome 25 nie in Mittelformat gegeben.
Es gab aber kurzzeitig in den Achtzigern mal Kodachrome 64 als 120er.

Dieter

Dieter Lefeling

unread,
Mar 13, 2016, 2:41:20 PM3/13/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Ich sehe keinen besonderen Sinn darin mich anzustrengen weil man in
> dem Lichverteilungsdiagram der Kamera sehen kann das sich an beiden
> Grenzen grosse Peaks befinden. Ich gehe daher davon aus der Sensor
> einfach ueberfordert ist.

In JPEG, ja. Aber "der Sensor" ist eher nicht überfordert.

Velvia hat von schwarz bis weiß einen Dichteumfang von etwa 3.0 oder
nicht viel mehr. Das sind zehn Blendenstufen. In JPEG geht das nicht
wirklich, aber in Raw sollte das kein Thema sein - da sind 12 und mehr
Blendenstufen üblich.

Also: Raw ist die Lösung.

Dieter

Wolfgang Kynast

unread,
Mar 13, 2016, 2:49:54 PM3/13/16
to
On Sun, 13 Mar 2016 19:39:11 +0100, "Dieter Lefeling" posted:
Ups - dann war es der wohl. Ich glaube mich jedenfalls zu erinnern,
dass er Kodachrome genannt hat.

--
Schöne Grüße,
Wolfgang

Rainer Knaepper

unread,
Mar 13, 2016, 3:48:02 PM3/13/16
to
ol...@criseis.ruhr.de (Olaf Kaluza) am 13.03.16 um 17:39:
> Rainer Latka <rainer...@yahoo.com> wrote:

>> Ach, auf irgendeinem Umweg läßt sich das doch trotzdem erreichen?

> Ich sehe keinen besonderen Sinn darin mich anzustrengen weil man in
> dem Lichverteilungsdiagram der Kamera sehen kann das sich an beiden
> Grenzen grosse Peaks befinden.

Wie beleuchtest du das denn? Und: Wenn du direkt JPG knipst, welchen
Bildstil hast du eingestellt? Versuch mal "gedeckt" statt "natürlich"
oder "leuchtend", was immer auch deine Standardeinstellung sein mag

Weiterhin kannst du mit Spitzlichtkorrektur und Schattenausgleich
spielen. Letztlich mal doch in Raw knipsen, aber DNG statt PEF nehmen,
das sollte doch wohl auch mit freien Rawkonvertern zu öffnen gehen und
mithin unter Linux zu verarbeiten sein.

Die K-5 II schafft unter optimalen Bedingungen 14 Bit, das entspricht
imho mehr als 4D Dichteumfang, dafür braucht man sonst schon einen
/sehr/ guten Diascanner. Für Dias, die "Farben" von glasklar bis
pottschwarz haben, mag das nicht reichen, aber das Abfotografieren
durchschnittlicher Bilder sollte an sich nicht am Kontrastumfang
scheitern.

Rainer

--
Das Leben ist zu kurz, um sich zu überlegen, ob man das Geld nicht
lieber in der Kneipe ausgegeben hätte oder ein Automodell höher auch
schick gewesen wäre. Ach wo, mit den Rechnern macht es Spaß und man
lernt was. (Uwe Weih in ger.ct)

Patrick Rudin

unread,
Mar 13, 2016, 4:03:38 PM3/13/16
to
Bernd Mayer wrote:
> Dcraw kann man auch direkt im Batchmodus verwenden.

Seine Distri mit 2.6-Kernel ist ein wenig älter. Am simpelsten wäre es
wohl, den dcraw-Quellcode von der Homepage zu ziehen und selbst zu
kompilieren. Das 16 bit-ppm sollte dann problemlos in Gimp zu bearbeiten
sein.


Gruss

Patrick

Rainer Knaepper

unread,
Mar 13, 2016, 4:26:27 PM3/13/16
to
didis....@web.de (Dieter Lefeling) am 13.03.16 um 19:41:
> Olaf Kaluza schrieb:

>> Ich sehe keinen besonderen Sinn darin mich anzustrengen weil man
>> in dem Lichverteilungsdiagram der Kamera sehen kann das sich an
>> beiden Grenzen grosse Peaks befinden. Ich gehe daher davon aus der
>> Sensor einfach ueberfordert ist.

> In JPEG, ja. Aber "der Sensor" ist eher nicht überfordert.

> Velvia hat von schwarz bis weiß einen Dichteumfang von etwa 3.0
> oder nicht viel mehr. Das sind zehn Blendenstufen. In JPEG geht das
> nicht wirklich,

Aber sicher geht das auch in JPG. Man verliert halt Abstufungen, im
Extremfall bekommt man Banding oder fleckige Bereiche, wo feine
Helligkeitsverläufe nicht mehr differenziert werden.

Aber ich kenne keine Kamera, bei der man den Kontrast, mithin die
"Übersetzung" der Rawdaten auf die 8-Bit-Jpgs nicht einstellen könnte.
Ob der Einstellbereich bei /allen/ Kameras auch für alle Fälle reicht,
weiß ich latürnich nicht, bei Kompaktknipsen kann man wohl den
Kontrast oft nur von einer eh schon "bunten" Grundeinstellung weiter
erhöhen, aber nicht vermindern.

Bei meiner K-5 reicht der Einstellbereich jedenfalls, um aus einer
sonnigen Straßenszene ein ziemlich matschiges Etwas zu fabrizieren.
Mit Raw ist man natürlich bei Bedarf deutlich flexibler, das ist
unbestritten.

Rainer

--
Viele die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben,
verdienen das Leben. Kannst Du es ihnen geben? (JRRT)

Dieter Lefeling

unread,
Mar 13, 2016, 4:29:38 PM3/13/16
to
Rainer Knaepper schrieb:

> didis....@web.de (Dieter Lefeling) am 13.03.16 um 19:41:
> ...
> > Velvia hat von schwarz bis weiß einen Dichteumfang von etwa 3.0
> > oder nicht viel mehr. Das sind zehn Blendenstufen. In JPEG geht das
> > nicht wirklich,
>
> Aber sicher geht das auch in JPG. Man verliert halt Abstufungen, im
> Extremfall bekommt man Banding oder fleckige Bereiche, wo feine
> Helligkeitsverläufe nicht mehr differenziert werden.

Dann nenne doch mal eine Kamera, die in JPEG 10 Blendenstufen
Objektivkontrast sauber aufzeichnet.

> Aber ich kenne keine Kamera, bei der man den Kontrast, mithin die
> "Übersetzung" der Rawdaten auf die 8-Bit-Jpgs nicht einstellen könnte.
> Ob der Einstellbereich bei /allen/ Kameras auch für alle Fälle reicht,
> weiß ich latürnich nicht,

Aha. <8)

> Bei meiner K-5 reicht der Einstellbereich jedenfalls, um aus einer
> sonnigen Straßenszene ein ziemlich matschiges Etwas zu fabrizieren.

Heißt in Zahlen?

IMHO is "sowas" ein klarer Fall für Raw.

Dieter

Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 4:45:04 PM3/13/16
to
Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:

>Dann nenne doch mal eine Kamera, die in JPEG 10 Blendenstufen
>Objektivkontrast sauber aufzeichnet.

Ich wuerde eigentlich erwarten das ich in Jpeg denselben
Kontrastbereich darstellen kann. Was ich nicht erwarten wuerde das man
in Jpeg dieselbe Aufloesung innerhalb des Bereiches hat.

Olaf

Dieter Lefeling

unread,
Mar 13, 2016, 4:49:06 PM3/13/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Dieter Lefeling <didis....@web.de> wrote:
>
> >Dann nenne doch mal eine Kamera, die in JPEG 10 Blendenstufen
> >Objektivkontrast sauber aufzeichnet.
>
> Ich wuerde eigentlich erwarten das ich in Jpeg denselben
> Kontrastbereich darstellen kann.

Ich würde auch so einiges "erwarten". <8)

Aber jetzt mal Butter bei die Fische:
Welche Kamera bietet > 10 Blendenstufen Objektkontrast in JPEG?
Und wie sieht das Ergebnis dann aus, wenn man daraus ein gescheites Bild
machen will, so mit mageren 8 Bit Ausgangsmaterial...

Dieter

Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 5:00:04 PM3/13/16
to
Rainer Knaepper <rai...@smial.prima.de> wrote:


>Wie beleuchtest du das denn? Und: Wenn du direkt JPG knipst, welchen

Mit AF-360FGZ gehen weisse Wand.

>Bildstil hast du eingestellt? Versuch mal "gedeckt" statt "natürlich"
>oder "leuchtend", was immer auch deine Standardeinstellung sein mag

Gut, da koennte man eventuell auch noch etwas experementieren.

>Weiterhin kannst du mit Spitzlichtkorrektur und Schattenausgleich
>spielen. Letztlich mal doch in Raw knipsen, aber DNG statt PEF nehmen,
>das sollte doch wohl auch mit freien Rawkonvertern zu öffnen gehen und
>mithin unter Linux zu verarbeiten sein.

Ich hab DNG ausprobiert. Wird von Gimp nicht erkannt. Hat mich auch
ueberrascht. Ich dachte eigentlich das es gegenueber PEF etwas
genormtes ist. Aber gut, ich besitze seit kurzem einen Laptop auf dem
aus peinlichen Gruenden derzeit noch Win8.1 installiert ist. Ich
koennte es also vermutlich irgendwie testen. :-)

>Die K-5 II schafft unter optimalen Bedingungen 14 Bit, das entspricht
>imho mehr als 4D Dichteumfang, dafür braucht man sonst schon einen
>/sehr/ guten Diascanner. Für Dias, die "Farben" von glasklar bis
>pottschwarz haben, mag das nicht reichen, aber das Abfotografieren
>durchschnittlicher Bilder sollte an sich nicht am Kontrastumfang
>scheitern.

Ich hab in den letzten Tagen einiges an Schwarzweissfilmen
abfotografiert und das war kein Problem. Ausserdem ein paar alte
Farbfilme und das ging auch. Problem waren bisher nur Dias. Vor allem
von Konzerten, aber auch normales. Da faellt halt schon auf das helle
Bereiche einfach nur noch weiss und dunkle Bereich schwarz sind. Wobei
ich da mit der Lupe gegen Licht durchaus noch Zeichnung drin sehen
kann. Wobei das Histogramm auf der Kamera nach dem Photo auch wie eine
Badewanne aussieht.

Ich ueberlege gerade ob vielleicht auch mein Monitor ein Teil des
Problems sein koennte. (Syncmaster 275T mit 1000:1 Kontrastverhaeltnis)



Olaf



Olaf Kaluza

unread,
Mar 13, 2016, 5:15:04 PM3/13/16
to
Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>Seine Distri mit 2.6-Kernel ist ein wenig älter. Am simpelsten wäre es
>wohl, den dcraw-Quellcode von der Homepage zu ziehen und selbst zu
>kompilieren. Das 16 bit-ppm sollte dann problemlos in Gimp zu bearbeiten
>sein.

Stimmt. Der Autor von dem Programm hat einen bemerkenswerten Humor. :-)
Ich habs gerade mal kurz uebersetzt und werde morgen damit rumspielen.

Olaf

Rainer Knaepper

unread,
Mar 13, 2016, 6:16:58 PM3/13/16
to
didis....@web.de (Dieter Lefeling) am 13.03.16 um 21:49:
Das bestreitet hier doch gar keiner. Olaf hat doch ganz klar
beschrieben, daß er gerade *nicht* aus Raw-Dateien einzeln und mit
hohem Aufwand optimale Reproduktionen erstellen möchte, sondern nur
dargestellt, daß seine ersten Ergebnisse direkt als JPG mit dem
Kontrast seiner Dias nicht zurecht kamen.

Dafür habe ich Lösungsvorschläge geliefert, die sich ausschließlich
auf eine Optimierung der In-Kamera-Jpgs beziehen.

Mir schien nicht in seiner Intention zu liegen, noch großartig und
aufwendig an den Ergebnissen herumzuschrauben, dazu müßte er
tatsächlich auf Raw umsteigen. Unbestritten, wie schon zuvor
geschrieben.

Rainer

--
Wer glaubt, ein Roulettetisch hätte ein Gedächtnis oder die CPUs
hätten sich abgesprochen, ist offensichtlich ein paar Synapsen zu kurz
gekommen. (Benjamin Stenzel in de.comp.hardware.cpu+mainboard.amd
zum Thema Ausfallwahrscheinlichkeit bzw. Lebensdauer von Komponenten)

Rainer Knaepper

unread,
Mar 13, 2016, 6:16:58 PM3/13/16
to
ol...@criseis.ruhr.de (Olaf Kaluza) am 13.03.16:

> Rainer Knaepper <rai...@smial.prima.de> wrote:

>> Wie beleuchtest du das denn? Und: Wenn du direkt JPG knipst,
>> welchen

> Mit AF-360FGZ gehen weisse Wand.

sollte gehen.

>> Weiterhin kannst du mit Spitzlichtkorrektur und Schattenausgleich
>> spielen. Letztlich mal doch in Raw knipsen, aber DNG statt PEF
>> nehmen, das sollte doch wohl auch mit freien Rawkonvertern zu
>> öffnen gehen und mithin unter Linux zu verarbeiten sein.

> Ich hab DNG ausprobiert. Wird von Gimp nicht erkannt. Hat mich auch
> ueberrascht. Ich dachte eigentlich das es gegenueber PEF etwas
> genormtes ist. Aber gut, ich besitze seit kurzem einen Laptop auf
> dem aus peinlichen Gruenden derzeit noch Win8.1 installiert ist.
> Ich koennte es also vermutlich irgendwie testen. :-)

Schon mal hier nachgesehen?

http://ufraw.sourceforge.net/Install.html

Angeblich kann das auch direkt PEF.

Ich hatte die stand-alone-version vor sehr langer Zeit unter Windows
genutzt, weil das Pentax-Tool auf dem damaligen Rechner grottig lahm
lief. Mit der *istDs waren die Ergebnisse sehr gut, aber bei der k-x
war ich nicht zufrieden. Hatte dann auch einen flotteren PC, mit dem
das Pentax-Silkypix-Derivat ordentlich fluppte ;-)

> Wobei das Histogramm auf der Kamera nach
> dem Photo auch wie eine Badewanne aussieht.

Das dürfte nicht lügen.

> Ich ueberlege gerade ob vielleicht auch mein Monitor ein Teil des
> Problems sein koennte. (Syncmaster 275T mit 1000:1
> Kontrastverhaeltnis)

Dafür gibt es Testbilder, Jödel, äh, Johannes hatte hier letztens ein
recht taugliches verlinkt, finde das aber gerade nicht wieder. Sonst
versuch mal dieses:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/59/Kontrast.png

Bei den hellen Balken sollten alle Kreise erkennbar sein. Bei mir
saufen bei den dunklen Balken die untersten ab.

Rainer

--
usb ist einfacher, flexibler,
zukunfts- und betriebssicherer als scsi.
(wi...@oceanfree.net in de.comp.hardware.scanner)

Rainer Knaepper

unread,
Mar 13, 2016, 6:16:58 PM3/13/16
to
didis....@web.de (Dieter Lefeling) am 13.03.16:

> Rainer Knaepper schrieb:

>> Bei meiner K-5 reicht der Einstellbereich jedenfalls, um aus einer
>> sonnigen Straßenszene ein ziemlich matschiges Etwas zu
>> fabrizieren.

> Heißt in Zahlen?

Welche Zahlen? Da sind Schieberegler für den Kontrast mit einigen
Abstufungen, ich glaube plusminus 5 Stufen für "irgendwas" nach beiden
Seiten. Weiters gibt es Schieber für helle und dunkle Bildbereiche, an
denen man zusätzlich schubsen kann.

> IMHO is "sowas" ein klarer Fall für Raw.

Und? Was schrub ich noch, was du nicht zitiertest? Richtig:

"Mit Raw ist man natürlich bei Bedarf deutlich flexibler, das ist
unbestritten."

Rainer

--
Das ist bestenfalls Kunst und somit nicht darauf angewiesen, zu
gefallen. (Peter Ofenbaeck in de.rec.fotografie)

Olaf Kaluza

unread,
Mar 14, 2016, 3:15:05 AM3/14/16
to
Rainer Knaepper <rai...@smial.prima.de> wrote:


>Ich hatte die stand-alone-version vor sehr langer Zeit unter Windows
>genutzt, weil das Pentax-Tool auf dem damaligen Rechner grottig lahm

Das hier:

dcraw -4 -c IMGP1609.DNG | pnmtopng >IMGP1609.png

braucht bei mir auf dem Rechner schon ein paar Sekunden. Ist aber kein
Problem. Ich schreibe mir gleich ein kleines Script das dies nebenbei
erledigt.


>https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/59/Kontrast.png

Interessant.

>Bei den hellen Balken sollten alle Kreise erkennbar sein. Bei mir
>saufen bei den dunklen Balken die untersten ab.

Hm..bei dem blauen Kreis auf schwarzen Hintergrund sind bei mir die
letzten beiden nicht erkennbar. Bei rot auf schwarzen Hintergund ist
einer nicht zu erkennen. Sonst ist alles sichtbar.

Olaf


Olaf Kaluza

unread,
Mar 14, 2016, 3:15:05 AM3/14/16
to
Rainer Knaepper <rai...@smial.prima.de> wrote:


>"Mit Raw ist man natürlich bei Bedarf deutlich flexibler, das ist
>unbestritten."

Ich hab gerade mal etwas experimentiert. Dabei ist mir aufgefallen das
der Kontrastbereich meiner Dias so ziemlich genau dem zu entsprechen
scheinen was die 5IIs abbilden kann. Allerdings ist Genauigkeit der
Belichtungsmessung nicht ganz so hoch. Je nachdem ob ein Dia eher
einer dunkle oder helle Szene zeigt liegt die Messung der Kamera
schonmal etwas daneben. Oder sagen wir mal lieber die 5IIs bewertet
das Bild einfach anders als die superA oder XRX mit der ich damals das
DIA gemacht habe.
Das sieht man im LCD der Kamera daran das sie entweder zu helle oder
zu dunkle Bereiche markiert. Man muss dann je nach Bild zwischen 0 und
+1.7 korrigieren. Macht man das so stimmt die Belichtung.

Die Verwendung von Raw bringt aber auch noch eine Menge fuer den
Gesamteindruck. Etwa 70-80% der Bilder sind dann sofort
brauchbar. Bei Bildern die frueher auch schon etwas dunkler oder gar
zu dunkel waren besteht die Gefahr das sie auf dem Monitor
absaufen. Dort hat man mit Raw dann Bearbeitungsspielraum. So komm ich
dann zu Bildern die dem DIA in der Bildwirkung entsprechen.

Das einzige was noch etwas nervt sind STaubkoerner auf dem DIA. Das
ist genauso wie bei mit DAT aufgenommene Schallplatten. Fehler in der
analogen Welt rechnet unser Hirn raus weil sie varieren. Sobald ein
Fehler aber digitalisiert ist, ist er ein nerviger Teil der Aufnahme
weil unveraendert.


Oh..und falls man sich wundert wieso manche Aufnahmen schief sind
obwohl man doch das DIA garantiert gerade im Sucher sieht. Entweder
die Kamera gerade halten oder die Horizontgeradebiegungsfunktion
ausschalten. :-)


Insgesamt hab ich die Sache jetzt im Griff. Man braucht
bei durchschnittlichen Anspruechen fuer ein Magazin etwa 1h bis es
digitalisiert ist. Will man noch das letzte aus einem Bild rausholen
sind es vermutlich 30-60min pro Bild.

Olaf

Dieter Lefeling

unread,
Mar 14, 2016, 3:30:40 AM3/14/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Das einzige was noch etwas nervt sind STaubkoerner auf dem DIA.
> ...
> obwohl man doch das DIA garantiert gerade im Sucher sieht.

Bitte, bitte, schreibe "Dia" nicht in Großbuchstaben. Das ist kein
Akronym wie das genannte DAT, das für Digital Audio Tape steht.
Es ist einfach eine Abkürzung für "Diapositiv".

Dieter

Patrick Rudin

unread,
Mar 14, 2016, 3:56:43 AM3/14/16
to
Olaf Kaluza wrote:
> dcraw -4 -c IMGP1609.DNG | pnmtopng >IMGP1609.png
>
> braucht bei mir auf dem Rechner schon ein paar Sekunden.

Vorsicht, das ist linear. Eigentlich ist die Idee dabei, das Gamma
_hinterher_ beispielsweise mit Gimp reinzupimpen. Wird sonst zu dunkel.

Und Farbkorrekturen (Vorgaben für Tageslicht in draw -v, dann mit
beispielsweise dcraw -r 1.3 2 1.5 2 beliebig ändern) würde ich falls
nötig ebenfalls schon hier machen.

Weil Du von Unterbelichtungswarnung/Histogramm der Kamera was
erwähntest: Die beurteilt das vermutlich aufgrund ihres eigenen
(eingebetteten) jpgs, vergleiche unbedingt mal das 16
bit-linear-ppm-Histogramm in Gimp damit.


Gruss

Patrick

Olaf Kaluza

unread,
Mar 14, 2016, 4:00:04 AM3/14/16
to

Hier noch ein kleines Script:

--schnipp--schnap----
#! /bin/sh -

for i in $(find -maxdepth 1 -type f -name "*.DNG" )
do

k=$(echo $i | awk -F. '{print "." $2 ".png" }')

echo "Konvertiere Bild: $i nach $k"

dcraw -4 -c $i | pnmtopng >$k

rm $i

done
----------------------

Wandelt alle DNGs im aktuellen Verzeichnis in PNGs um und loescht die
DNGs.


Olaf

Olaf Kaluza

unread,
Mar 14, 2016, 6:45:06 AM3/14/16
to
Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>Vorsicht, das ist linear. Eigentlich ist die Idee dabei, das Gamma
>_hinterher_ beispielsweise mit Gimp reinzupimpen. Wird sonst zu dunkel.

Hm..du hast recht. Die sind erst zu dunkel. Ich druecke dann einfach
auf automatischer Weissabgleich in Gimp und danach sieht es dann gut
aus.

Olaf

Bernd Mayer

unread,
Mar 14, 2016, 12:03:50 PM3/14/16
to
Hallo,

mit der Option -T werden die Bilder ins TIF-Format konvertiert und
wichtige Metadaten aus der Kamera bleiben erhalten. Mit tiffset kann man
die Metadaten auch bearbeiten, etwa die dpi Einstellungen:
https://www.cybercom.net/~dcoffin/dcraw/dcraw.1.html


Bernd Mayer

Dieter Lefeling

unread,
Mar 14, 2016, 3:18:57 PM3/14/16
to
Olaf Kaluza schrieb:

> Hm..du hast recht. Die sind erst zu dunkel. Ich druecke dann einfach
> auf automatischer Weissabgleich in Gimp und danach sieht es dann gut
> aus.

?!? - dreht Gimp etwa beim Weißabgleich an der *Belichtung* ?

Dieter

Johannes Leckebusch

unread,
Mar 14, 2016, 3:37:47 PM3/14/16
to
Am 13.03.2016 um 17:39 schrieb Olaf Kaluza:
> Rainer Latka <rainer...@yahoo.com> wrote:
>
> >Ach, auf irgendeinem Umweg läßt sich das doch trotzdem erreichen?
>
> Ich sehe keinen besonderen Sinn darin mich anzustrengen weil man in
> dem Lichverteilungsdiagram der Kamera sehen kann das sich an beiden
> Grenzen grosse Peaks befinden. Ich gehe daher davon aus der Sensor
> einfach ueberfordert ist.

Nein. Die Kamera erzeugt das Histogramm aus dem JPEG, das sie je nach
"Motivprogramm" (so sie solche hat) erzeugt, indem sie unterschiedliche
Manipulationen der Raw-Daten vornimmt und unterschiedliche Bereiche der
Sensordaten in den Mülleimer schmeisst.

> Loesen lies sich das Problem allerdings indem ich mal HDR in der
> Kamera eingeschaltet habe. Allerdings werden die Bilder dadurch nicht
> unbedingt besser. Sagen wir mal lieber anders.

Raw lernen.

--
Johannes Leckebusch - AR3

Spaziergänger, Schreiber, Fotokünstler

http://www.johannes-leckebusch.de/
http://www.johannes-leckebusch.de/Fotogalerien/index.html
http://www.foto.ungruen.de/index2.html

Patrick Rudin

unread,
Mar 15, 2016, 8:15:07 AM3/15/16
to
Olaf Kaluza wrote:
> dcraw -4 -c $i | pnmtopng >$k

Ich hab auch ein Skript um mal huschhusch ein simples runtergerechnetes
jpg aus allen Raw-Dateien zu generieren, aus Geschwindigkeitsgründen ist
dann allerdings auf einer alten Mühle eher -h zu empfehlen.

> rm $i

Kann man natürlich machen. Aber ehrlich gesagt: Wenn Du Dir die Mühe
machst, das Zeugs sorgfältig und staubbefreit abzufotografieren, würde
ich die Raw-Dateien archivieren. Später gibt es vielleicht bequemere
Tools für die Nachbearbeitung.

Punkto Staub:
http://www.heise.de/foto/artikel/Infrarot-Retusche-abfotografierter-Dias-2848915.html

Klingt interessant, aber ich kann halt nur den Anfang lesen, und es
scheint trotz Verlinkung auf der Frontseite kein Thema des aktuellen
Heftes sondern vom Herbst 2015 zu sein. Gibt es da tatsächlich
Möglichkeiten, den fehlenden Infrarotkanal irgendwie zu ersetzen?


Grüsse

Patrick

Olaf Kaluza

unread,
Mar 15, 2016, 10:30:03 AM3/15/16
to
Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>Kann man natürlich machen. Aber ehrlich gesagt: Wenn Du Dir die Mühe
>machst, das Zeugs sorgfältig und staubbefreit abzufotografieren, würde
>ich die Raw-Dateien archivieren. Später gibt es vielleicht bequemere
>Tools für die Nachbearbeitung.

Naja, es haengt vom Bildinhalt ab. In dem Fall ist das Okay und hab
nicht vor mein NAS unnoetig zu befuellen mit Dingen die man sich eh
nur alle 10Jahre mal anschaut.

>Klingt interessant, aber ich kann halt nur den Anfang lesen, und es
>scheint trotz Verlinkung auf der Frontseite kein Thema des aktuellen
>Heftes sondern vom Herbst 2015 zu sein. Gibt es da tatsächlich
>Möglichkeiten, den fehlenden Infrarotkanal irgendwie zu ersetzen?

Ich kann es auch nicht lesen. Aber wenn ich raten dann darf muesste
man doch eine Funktion ueber die Farbkanaele bilden koennen, darueber
eine FFT machen und so den IR-kanal aus der Extrapolation raten. Das
ist vermutlich etwas wackelig, aber sicher einen Versuch wert. :-)

Oder aber man arbeitet mit zwei Lichtquellen, einmal normal weiss und
einmal nur IR. Grundsaetzlich weisen die Sensoren in der Kamera ja
auch mit Filter eine gewisse Empfindlichkeit auf.

Allerdings muss man sich natuerlich Fragen ab wieviel Bildern sich das
lohnt und ab wieviel Bildern man sich einfach einen richtigen Scanner
kauft.

Olaf

Helmut Faugel

unread,
Mar 15, 2016, 5:29:53 PM3/15/16
to
Am 15.03.2016 um 15:21 schrieb Olaf Kaluza:
> Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:
> >Kann man natürlich machen. Aber ehrlich gesagt: Wenn Du Dir die Mühe
> >machst, das Zeugs sorgfältig und staubbefreit abzufotografieren, würde
> >ich die Raw-Dateien archivieren. Später gibt es vielleicht bequemere
> >Tools für die Nachbearbeitung.
>
> Naja, es haengt vom Bildinhalt ab. In dem Fall ist das Okay und hab
> nicht vor mein NAS unnoetig zu befuellen mit Dingen die man sich eh
> nur alle 10Jahre mal anschaut.

Ich stelle fest, dass mir alte Bilder immer wichtiger werden.

> >Klingt interessant, aber ich kann halt nur den Anfang lesen, und es
> >scheint trotz Verlinkung auf der Frontseite kein Thema des aktuellen
> >Heftes sondern vom Herbst 2015 zu sein. Gibt es da tatsächlich
> >Möglichkeiten, den fehlenden Infrarotkanal irgendwie zu ersetzen?
>
> Ich kann es auch nicht lesen. Aber wenn ich raten dann darf muesste
> man doch eine Funktion ueber die Farbkanaele bilden koennen, darueber
> eine FFT machen und so den IR-kanal aus der Extrapolation raten. Das
> ist vermutlich etwas wackelig, aber sicher einen Versuch wert. :-)

Was soll eine FFT bringen?

> Oder aber man arbeitet mit zwei Lichtquellen, einmal normal weiss und
> einmal nur IR. Grundsaetzlich weisen die Sensoren in der Kamera ja
> auch mit Filter eine gewisse Empfindlichkeit auf.

Wenn da nicht das Objektiv einen Strich durch die Rechnung machen
würde. Der Farblängsfehler, auch wirklich solider Vergrößerungsobjektive
oder gar Spezialobjektive wie dem Rodenstock Apo-Rodagon D 4/75, ist
abenteuerlich groß. Letzeres zeigt bei 1:1 und einer Wellenlänge von
678 nm bereits +0,4 mm Abweichung und da ist es noch ein ziemliches
Stück bis 850 nm, wo das IR-Bild zur Staubreduzierung gewonnen wird.

In dem Artikel in der c't Digitale Fotografie wird auch gezeigt wie
unscharf das IR-Bild des Apo-Rodagon D ausfällt. Es scheint so, als
ob die Objektive in Filmscanner superachromatisch sind, denn im IR
kann man auch nicht auf den Film scharfstellen.


--
Helmut Faugel

Olaf Kaluza

unread,
Mar 16, 2016, 5:30:02 AM3/16/16
to
Helmut Faugel <helmut...@mnet-online.de> wrote:


>Was soll eine FFT bringen?

Ich wollte das Wort halt mal verwenden. Aber okay, ich sehe es ein. :)


>Wenn da nicht das Objektiv einen Strich durch die Rechnung machen
>würde. Der Farblängsfehler, auch wirklich solider Vergrößerungsobjektive

Naja. Ich gehe mal davon aus die Leute die soetwas machen das mit
einen normalen Standardobjektiv tun werden. Und wenn es da einen
konstanten Fehler gibt dann koennte ihn die Software auch gleich
rausrechnen.

Ich frueher viel (und sollte es mal wieder, seufz) mit dem Konica
IR750 fotografiert. Mir ist da jetzt nie so der grosse Fehler
aufgefallen.

>ob die Objektive in Filmscanner superachromatisch sind, denn im IR
>kann man auch nicht auf den Film scharfstellen.

Aber man muesste doch im sichtbaren Bereich scharf stellen und dann um
einen konstanten Wert verstellen koennen. Im Prinzip genauso wie wenn
man mit IR-Film fotografiert. Bloss das man noch den Vorteil hat das
man immer einen festen Aufbau nutzt und man den Wert nur einmal
ermitteln muss.

Olaf


Dieter Lefeling

unread,
Mar 16, 2016, 9:04:42 AM3/16/16
to
Helmut Faugel schrieb:

> In dem Artikel in der c't Digitale Fotografie wird auch gezeigt wie
> unscharf das IR-Bild des Apo-Rodagon D ausfällt. Es scheint so, als
> ob die Objektive in Filmscanner superachromatisch sind, denn im IR
> kann man auch nicht auf den Film scharfstellen.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass anstatt einer aufwendigen
superachromatischen Korrektur sowohl die IR-Wellenlänge als auch
Objektivfehler bei diesem Wert genau bekannt sind und das Objektiv beim
IR-Scan einfach entsprechend defokussiert wird. #-)

Oder lässt sich eine Farbkorrektur bis ins nahe Infrarot bei diesen
kleinen Objektivchen billig realisieren?

Dieter

Helmut Faugel

unread,
Mar 16, 2016, 10:53:26 AM3/16/16
to
Am 16.03.2016 um 14:04 schrieb Dieter Lefeling:
> Helmut Faugel schrieb:
>
>> In dem Artikel in der c't Digitale Fotografie wird auch gezeigt wie
>> unscharf das IR-Bild des Apo-Rodagon D ausfällt. Es scheint so, als
>> ob die Objektive in Filmscanner superachromatisch sind, denn im IR
>> kann man auch nicht auf den Film scharfstellen.
>
> Ich halte es für wahrscheinlicher, dass anstatt einer aufwendigen
> superachromatischen Korrektur sowohl die IR-Wellenlänge als auch
> Objektivfehler bei diesem Wert genau bekannt sind und das Objektiv beim
> IR-Scan einfach entsprechend defokussiert wird. #-)

Das geht aber nicht, wenn wie beim Minolta Dimage Scan Elite F-2900,
man gar keine AF-Einheit hat.

> Oder lässt sich eine Farbkorrektur bis ins nahe Infrarot bei diesen
> kleinen Objektivchen billig realisieren?

Es geht schon irgendwie:
http://www.marcocavina.com/articoli_fotografici/articolo%20Scanner%20Nikkor%20ED.pdf


--
Helmut Faugel

Patrick Rudin

unread,
Mar 16, 2016, 7:04:52 PM3/16/16
to
Helmut Faugel wrote:
> Wenn da nicht das Objektiv einen Strich durch die Rechnung machen
> würde.

Trotz starkem Verdacht, dass der Artikel nichts taugt, hab ich mal fünf
Euro für einen 30 Tage-Zugang gespendet. Nun ja.

Zum Objektiv meint er, nachfokussieren für das IR-Bild würde eh den
Abbildungsmasstab verändern, deshalb besser nicht. Mit zwei Stufen
abblenden könne man leben, auch wenn das IR-Bild natürlich leicht
unscharf wäre.

Dann nimmt er ein LED-Panel aus Fernost (gedacht für Überwachungszwecke)
für 15 Euro, den könne man an herkömmliche 12 Volt-Netzteiler externer
Festplatten anschliessen. Alternativ 30-40 Euro für einen IR-Strahler
mit integriertem 220 Volt-Netzteil.

Als Streuscheibe nimmt er eine 1,5cm dicke Matte aus feinporigem
Schaumstoff. Für das Tageslicht-Bild nimmt er eine Kaiser
slimlite-Platte als Leuchtmittel.

Dann 850nm-Filter aufgeschraubt (Rodenstock Rodagen D4/75mm), Versuch
mit Pentax K-3: Untauglich, weil der IR-Sperrfilter zuviel blockt. Auch
bei ISO 800, offener Blende und 15s Belichtung unbrauchbares Bild des
Schmutzes.

Dann nimmt er eine Sigma SD1 Merrill, bei der kann man den
IR-Sperrfilter entfernen. Ohne Live-View und Lupe nicht so toll zum
Scharfstellen, geht aber halbwegs, sagt er. Blende 11, 1/4s und ISO 200
ergeben ordentliche IR-Bilder.

Kleines praktisches Problem: Für die Tageslichtaufnahme muss das
IR-Sperrfilter aufgeschraubt sein, für die IR-Aufnahme das 850nm-Filter
-- der Wechsel muss natürlich wackelfrei vor sich gehen.

Der Rest ist dann Photoshopping mit dem verstaubten IR-Bild...

Hm...wie ich mal rausgefunden habe, leuchtet meine Fernseh-Fernbedienung
recht stark in meiner Samsung, vielleicht ist das hier verbaute
Sperrfilter nicht so rigoros. Wäre mal einen Versuch wert. Moderne
Studioblitze bringen vermutlich keinen vernünftigen IR-Anteil, oder?
Aber was ist mit herkömmlichem Tageslicht am Fenster?


Grüsse

Patrick

Helmut Faugel

unread,
Mar 16, 2016, 7:35:24 PM3/16/16
to
Am 17.03.2016 um 00:04 schrieb Patrick Rudin:
> [..]
> Hm...wie ich mal rausgefunden habe, leuchtet meine Fernseh-Fernbedienung
> recht stark in meiner Samsung, vielleicht ist das hier verbaute
> Sperrfilter nicht so rigoros. Wäre mal einen Versuch wert. Moderne
> Studioblitze bringen vermutlich keinen vernünftigen IR-Anteil, oder?

Vermutlich doch: http://www.pbase.com/pganzel/image/92724599
Aber normales Glühobst sollte auch ausreichend IR erzeugen.

Hmm, ich muss mich doch mit unserem neuen Spektrometer beschäftigen ...

> Aber was ist mit herkömmlichem Tageslicht am Fenster?

Kommt auf die Fensterscheibe an, das neumodische Zeugs taugt nicht,
selbst fotografisches-IR wird da oft reflektiert. Ansonsten absorbieren
die üblichen Silikatgläser ab 2,5 um ganz erheblich ;-)


--
Helmut Faugel

Ka Prucha

unread,
Mar 17, 2016, 2:04:20 AM3/17/16
to
Am 16.03.2016 um 14:04 schrieb Dieter Lefeling:
> Helmut Faugel schrieb:
>
>> In dem Artikel in der c't Digitale Fotografie wird auch gezeigt wie
>> unscharf das IR-Bild des Apo-Rodagon D ausfällt. Es scheint so, als
>> ob die Objektive in Filmscanner superachromatisch sind, denn im IR
>> kann man auch nicht auf den Film scharfstellen.
>
> Ich halte es für wahrscheinlicher, dass anstatt einer aufwendigen
> superachromatischen Korrektur sowohl die IR-Wellenlänge als auch
> Objektivfehler bei diesem Wert genau bekannt sind und das Objektiv beim
> IR-Scan einfach entsprechend defokussiert wird. #-)

Ist zumindest beim NikonScan 5000ED nicht der Fall.
VueScan erledigt z.B. RGBI in einem mechanischem Durchlauf aber auch
die Original Nikon Software fokussiert nicht nicht für IR neu.

Bei einem Scanner kann übrigens auch durch Verstellung der "Filmebene"
scharf gestellt werden.
>
> Oder lässt sich eine Farbkorrektur bis ins nahe Infrarot bei diesen
> kleinen Objektivchen billig realisieren?

Bei einem möglichen Fixfokusobjektiv sollte es zumindest einfacher
sein.

mfg Ka Prucha


Olaf Kaluza

unread,
Mar 17, 2016, 3:44:54 AM3/17/16
to
Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>Kleines praktisches Problem: Für die Tageslichtaufnahme muss das
>IR-Sperrfilter aufgeschraubt sein, für die IR-Aufnahme das 850nm-Filter
>-- der Wechsel muss natürlich wackelfrei vor sich gehen.

Also spaetestens ab hier klingt das IMHO wie Bullshit. Man will doch
nicht bei jedem Bild rumschrauben. Dann putze ist doch entweder oder
entferne Kratzer von Hand.

>Hm...wie ich mal rausgefunden habe, leuchtet meine Fernseh-Fernbedienung
>recht stark in meiner Samsung, vielleicht ist das hier verbaute
>Sperrfilter nicht so rigoros.

Das muss nicht viel heissen. Die IR-Led in den Fernbedienungen
leuchten sehr hell. Du wuerdest da vermutlich nicht reinkucken wollen
wenn du IR sehen koenntest.

>Wäre mal einen Versuch wert. Moderne
>Studioblitze bringen vermutlich keinen vernünftigen IR-Anteil, oder?

Blitzhersteller werden sich bemuehen das zu vermindern weil es bei
normalen Photos nicht gewuenscht ist.

>Aber was ist mit herkömmlichem Tageslicht am Fenster?

Mach das Fenster auf. Dann koennte schon was zusammenkommen.

Olaf

Patrick Rudin

unread,
Mar 17, 2016, 8:14:01 AM3/17/16
to
Olaf Kaluza wrote:
> Also spaetestens ab hier klingt das IMHO wie Bullshit. Man will doch
> nicht bei jedem Bild rumschrauben.

Naja, bei einer stabilen Reprokonstruktion ist das Filterschrauben keine
so grosse Hexerei. Bei einer normalen (also nicht modifizierten Kamera)
ist es ja auch nur ein Filter, der dann für die Stauberkennung drauf muss.

> Dann putze ist doch entweder oder
> entferne Kratzer von Hand.

Das ist bekanntlich nicht so simpel. Das Zeug ist drauf, und man sieht
es auf den ersten Blick. Darum macht ja auch jeder halbwegs taugliche
Scanner die Staub- und Kratzentfernung genau so.

Hm, der Artikel empfiehlt einen 850nm-Filter. Klappt das auch mit einem
720nm-Filter, hat da jemand Erfahrungen?


Gruss

Patrick

Patrick Rudin

unread,
Mar 17, 2016, 8:19:16 AM3/17/16
to
Helmut Faugel wrote:
> Vermutlich doch: http://www.pbase.com/pganzel/image/92724599

Hui, leider keine Angabe zur Blitzröhre. Man findet da per Google auch
nichts, weil alle Suchergebnisse durch "Infrarot-Studioblitzauslöser"
überlagert werden...:-/

> Aber normales Glühobst sollte auch ausreichend IR erzeugen.

Blitz brächte halt kürzere Zeiten....


Gruss

Patrick

Patrick Rudin

unread,
Mar 19, 2016, 12:10:54 PM3/19/16
to
Helmut Faugel wrote:
> Aber normales Glühobst sollte auch ausreichend IR erzeugen.

Muss dann wohl mal den Halogenstrahler aus dem Keller holen.

Heute mal kurz doppellagigen Diafilm vor das Objektiv geklemmt und 30
Sekunden lang das gegenüberliegende Haus abgelichtet.

Hier die Histogramme:
http://www.mirada.ch/125.png

http://www.mirada.ch/126.png

125 ist bei geschlossenem Fenster, 126 bei offenem Fenster. Bringt
offenbar nur minimal was....


Gruss

Patrick

Wolfgang Exler

unread,
Mar 20, 2016, 10:08:54 AM3/20/16
to
Patrick Rudin wrote:

>Klingt interessant, aber ich kann halt nur den Anfang lesen,

wenn deine E-Mail Adresse hier Replyfähig ist solltest Du jetzt E-Mail haben

Wolfgang
--
http://faq.d-r-f.de die FAQ der Newsgroup de.rec.fotografie
Augenblicke XVIII 2.-5.Juni 2016 JuBi Frauenberg, Bad Hersfeld (FB3)

Patrick Rudin

unread,
Mar 21, 2016, 7:20:28 AM3/21/16
to
Wolfgang Exler wrote:
> Patrick Rudin wrote:
>
>> Klingt interessant, aber ich kann halt nur den Anfang lesen,
>
> wenn deine E-Mail Adresse hier Replyfähig ist solltest Du jetzt E-Mail haben

Ja, danke :)

Wie geschrieben hab ich das Ding eh inzwischen über einen 5 Euro-Zugang
mal gelesen, auch die anderen Artikel der "Akademie". Nun ja, nicht
tragisch, wenn die 30 Tage vorbei sind.

Interessant zum Diakopieren wäre eigentlich eine Leuchtplatte, die man
zwischen Tageslicht und IR umschalten kann. In günstig scheint es sowas
derzeit aber noch nicht zu geben...


Gruss

Patrick
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