Olaf Kaluza schrieb:
> Dieter Lefeling <
didis....@web.de> wrote:
>
> >"halbwegs scharf" sollten sie schon hinbekommen. Die Optik hat eine fest
> >eingestellte, relativ kleine Blende, meist so in der Gegend von etwa 11
> >oder 16. Da hat man bei *halbwegs* Schärfeanspruch (z = 0,02 mm) so etwa
> >einen halben Millimeter Toleranz durch die Schärfentiefe.
>
> Das war auch so im groben meine Vermutung.
Dass es eine Toleranz gibt? Sicher, aber die ist eben so gering, dass
schon unterschiedliche Rahmendicken einen Strich durch die Rechnung
machen.
> Allerdings wundert man sich
> das man dann keine Schaerfe erreichen kann. Das Prinzip erlaubt
> einen gewissen Arbeitsbereich, man kann nichts einstellen, aber es ist
> halt unscharf.
> Kann es sein das es unterschiedliche T2 Adapter gibt und da einfach
> der falsche dran ist?
Es gibt natürlich die übliche Verwechslung zwischen T-Gewinde und M42.
Aber wenn es M42 wäre, läge die Schärfe *völlig* neben der Spur. Das ist
mehr als ein Zentimeter Auflagemaß-Differenz.
Durch Herausdrehen des Duplikators aus dem T-Gewinde könnte man den
Auszug geringfügig vergrößern. Für den Fall, dass der Abstand generell
etwas zu gering ist. Das ändert natürlich den Maßstab geringfügig.
> Ich bin allerdings nicht der einzige der jammert. Wenn man bewusst
> danach sucht findet man auch andere Leute mit demselben
> Problem im Internet. Allerdings keine Loesung.
Diese Simpel-Duplikatoren sind natürlich optisch nichts Tolles. Aber ich
hätte hier irgendwo noch einen großen Vergleichstest aus der Popular
Photography, wo man unterschiedliche Dupliziert-Setups miteinander
verglich. Ein ähnlicher Soligor-Duplikator hat da gar nicht mal schlecht
abgeschnitten (auf Duplizierfilm - Digital gab es damals noch nicht).
Das beste Ergebnis lieferte erwartungsgemäß ein Apo-Rodagon D, das ist
speziell für 1:1 gerechnet. <8)
Diese alten Duplikatoren sind heute natürlich nur mit Vollformatkameras
sinnvoll nutzbar, den für APS-C oder DX braucht man ja Maßstab 1:1,5
bzw. 1:1,6 für die volle Aufnahme eines Kleinbilddias. Es gab damals
auch Zoom-Duplikatoren - mit denen konnte man m.W. aber nur den Msßstab
vergrößern (Ausschnitt), nicht verkleinern (hätte ja auch wenig Sinn
gehabt, es sei denn Für Duplikate von Mittelformat). Das gleiche Problem
betrifft Vorsätze für Makroobjektive, etwa Nikons ES-1. Kleiner als 1:1
bekommt man damit auch nicht. Jedenfalls nicht in der vorgesehenen
Verwendung.
> Zum Vergleich, wenn ich an meine Kamera das 35er Macro (Blende8) dran
> mache, den Blitz ausklappe, das Dia in ein paar cm Abstand davor halte
> und dann ein Photo gegen ein Stueck weisse Pappe mache. Dann bekomme
> ich ein scharfes Bild! Das hat dann natuerlich andere Schwaechen weil
> man niemals komplett gerade und eben haelt, aber schaerfe ist moeglich.
Dann bau Dir doch einfach eine entsprechende Halterung.
Ich selbst habe meine einzigen Duplikate (auf Film) mit dem umgebauten
Vergrößerungsgerät gemacht: Lampenhaus mit Mischkkopf abnehmen und mit
Lichtaustrittsfläche nach oben auf das Grundbrett gelegt (dafür gab es
sogar eine speziellen Halterung), Bildbühne obendrauf und Kamera dann
wie für eine Repro an die Säule montiert. So konnte man gleichzeitig
bequem die Filterung am Mischkopf einstellen. Aber das ist hier
natürlich nicht erforderlich und wahrscheinlich auch keine Lösung.
> >Vielleicht kannst Du ja mal die Brennweite der Optik bestimmen und die
> >effektive Blende dazu berechnen? Würde mich mal interessieren. ;-)
>
> Ach noe, ich stand der rechnerischen Optik schon immer negativ
> gegenueber und will es nicht nochmal zerlegen. Ich denke aber das eine
> aequivalente Blende von 16 oder sogar 32 schon gut geraten ist. Es ist
> ziemlich dunkel wenn man da durch kuckt.
Och komm. Miss doch mal eben den Abstand der Linsen bis zur Sensorebene.
Die Brennweite müsste bei 1:1 etwa die Hälfte davon sein. Oder auch ein
Viertel des Abstands zwischen Dia und Sensor. Die Blende kannst Du dann
ebenfalls abschätzen (Brennweite durch Durchmesser).
Dieter