wir haben uns gestern zwei Alkalimangan-Knopfzellen, 1,5 V, Stück für
67 Cent besorgt. Jetzt "schnappt" die XG-9 wieder. Alternativ dazu
hätte es Silberoxid-Knopfzellen, 1,55 V, Stück für 3,35 gegeben.
Habe wir uns richtig entschieden?
LG
vom Zappa und dem kleinen Tiger (... der sacht Jeiz is jeil, wenna nur
nücht beem Püstazüenees eensetzt!)
Hallo,
als ich noch meine XG-9 (meine erste Spiegelreflex - schw�rm) fast
t�glich als Familien knipse im Einsatz hatte, aber auch mit deren
Nachfolgern XG-M, X-700, X-500 habe ich irgendwann nur noch diese
Alkalimangannzellen verwendet.
Es gab/gibt (?) da die "CR1/3N" (ich meine so hie� die), das war eine
Batterie die die doppelte Gro�e der von Dir beschriebenen Knopfzellen
hatte (gewisserma�en 2 Batterien in einem Geh�use). Mit denen hatte ich
die wenigsten Problemen - im Winter fiel die Kamera mitunter fr�hzeitig
aus, weil zwischen den beiden Batterien eine Art Oxydation stattgefunden
hatte - mit der beschriebenen Batterie trat das nie wieder auf :-)
Viel Freude mit dem "alten Teil"
Detlef
Das ist eine 3-V-Lithium-Zelle. Sie ist etwas
teurer, daf�r langlebiger als zwei 1,5-V-Alkali-
Mangan-Zellen, h�lt K�lte besser aus und hat
eine besonders niedrige Selbstentladungsrate.
Silberoxid-Zellen haben die h�chste Kapazit�t,
halten also am l�ngsten -- aber nur, wenn man
sie auch intensiv nutzt. Denn ihre Selbstentla-
dungsrate ist h�her als bei Lithium, daher ver-
tragen sie es nicht so gut, wenn man sie lange
ungenutzt herumliegen l��t ... genau wie Alkali-
Mangan-Zellen.
Also: Alkali-Mangan ist am billigsten, Silberoxid
h�lt bei hoher Belastung am l�ngsten durch, und
Lithium h�lt bei niedriger Belastung sowie bei
K�lte am l�ngsten durch.
Die elektronischen Minoltas des SR-Systems (also
alle, deren Namen mit X beginnt) k�nnen bedenken-
los mit allen drei Batterietypen betrieben werden
(aber nat�rlich nicht gemischt -- also niemals
eine Alkali-Mangan-Zelle mit einer Silberoxid-
Zelle kombinieren!).
-- Olaf
Zappa-und-der-kleine-Tiger wrote:
> Hi Leute,
>
> wir haben uns gestern zwei Alkalimangan-Knopfzellen, 1,5 V, St�ck f�r
> 67 Cent besorgt. Jetzt "schnappt" die XG-9 wieder. Alternativ dazu
> h�tte es Silberoxid-Knopfzellen, 1,55 V, St�ck f�r 3,35 gegeben.
>
> Habe wir uns richtig entschieden?
Naja, der Preisunterschied ist schon recht heftig.
Da k�nnte die Wahl durchaus richtig gewesen sein.
Meine erste Knipse (eine Mamiya KB) hatte die
Angewohnheit, mit Alkali-Mangan-Knopfzellen
schon nach 4-5 Filmen schlappzumachen.
Deshalb bin ich damals auf Silberoxid umgestiegen.
Die hielten ewig. Ich habe sie sicherheitshalber
einmal pro Jahr ausgewechselt.
Die schon oben erw�hnten 3V Lithium-Zellen
w�ren aber auch eine Alternative.
Viele Gr��e
Ronald
P.S.: ich habe �brigens die XG-9 doch noch in einer
Oehling-Preisliste von 1980 gefunden:
mit 1,4/50mm f�r 698 Deutschmarks,
plus ggf. 40 Emchen Aufpreis f�r schwarzes Geh�use.
Interessantes Detail: Minolta steht in der Liste noch
ganz vorne, noch vor Nikon (2ter) und Canon (abgeschlagen auf dem 3. Platz) :-))
> wir haben uns gestern zwei Alkalimangan-Knopfzellen, 1,5 V, St�ck f�r
> 67 Cent besorgt. Jetzt "schnappt" die XG-9 wieder. Alternativ dazu
> h�tte es Silberoxid-Knopfzellen, 1,55 V, St�ck f�r 3,35 gegeben.
>
> Habe wir uns richtig entschieden?
Technisch gesehen ist die Sache klar:
Alkali-Zellen haben eine deutlich geringere Kapazitaet als
Silberoxid-Zellen. Nicht viel mehr als die Haelfte.
Normalerweise ist der Preisunterschied zwischen beiden Varianten eher
gering, so dass das Gesagte ganz klar fuer Silberoxid spricht.
Wenn Du jetzt natuerlich Alkalis zum Flohmarkt-Preis mit Silberoxid auf
Qualitaets-Markenware-Fachhandelspreisniveau vergleichst...
Dieter
> Habe wir uns richtig entschieden?
Sicher, Minolta hat Silberoxyd empfohlen, weil die Kameras bis minus
20-25ᅵC einsatzfᅵhig sein sollten.
Die Belastbarkeit und Spannungskonstanz von Silberoxyd ist auch hᅵher,
dass dᅵrfte bei Dir aber kaum eine Rolle spielen, es sei denn, Du
wolltest jetzt am Nordkap einige tausend 36er-Filme belichten.
Frische Silberoxyd-Batterien sind fᅵr etwa 1000 Filme gut.
Die Spannungskonstanz ist eigentlich auch kein Thema, denn die Kamera
stabilisiert intern die Spannung und es sind zwischen zwei und drei Volt
alle Funktionen verfᅵgbar. Unter 2V wird der Auslᅵser gesperrt. Du
kannst dich auch stᅵndig ᅵber den Zustand der Batterien informieren.
Bringst du den Hauptschalter in die Stellung B.C. leuchtet bei
genᅵgender Batteriespannung die LED.
(Dass es auch preisgᅵnstigere Anbieter fᅵr Silberoxyd-Zellen gibt (42
Cent das Stᅵck), ist sicher bekannt.)
Viel Spaᅵ mit dem Gerᅵt,
Paul
> dass d�rfte bei Dir aber kaum eine Rolle spielen, es sei denn, Du
> wolltest jetzt am Nordkap einige tausend 36er-Filme belichten.
> Frische Silberoxyd-Batterien sind f�r etwa 1000 Filme gut.
Ob da nicht eine winzige kleine Null zuviel ist ?-)
1000 Aufnahmen - okay, das ist ein gaengiger Wert.
Aber nicht 1000 Filme.
Ja, die Kameras aus dieser Zeit sind sehr genuegsam, aber sie ziehen
sehr wohl Strom. 1000 Filme - das hat ein interessierter Hobbyfotograf
damals in 20 Jahren belichtet! Demnach haette man "nie" die Batterie
wechseln muessen. Realitaet war dagegen ein Wechsel alle ein oder zwei
Jahre. Diesen Wert gibt auch die Anleitung der Kamera an (etwa ein Jahr
bei normaler Benutzung). Koennte man auch vorrechnen.
> Die Spannungskonstanz ist eigentlich auch kein Thema, denn die Kamera
> stabilisiert intern die Spannung und es sind zwischen zwei und drei Volt
> alle Funktionen verf�gbar.
Dennoch raet die Anleitung ausdruecklich von Quecksilberbatterien
(1,35 V, PX675) ab, empfohlen werden Silberoxid-Typen.
Dieter
Ne, ich glaub schon das das richtig ist!
Ich hatte die XG-9 im M�rz 1981 gekauft (Preis damals 598,- DM mit
1,7/50mm und Lederbereitschaftstasche in Hamburg bei Foto Pickenpack in
der Spitaler Stra�e).
Batterien musste ich immer nur reinigen, weil die beiden Knopfzellen -
da wo sie aneinander lagen - oxydierten.
Der Spuk war dann mit den 3 V Batterien "CR1/3N" behoben - aber leer
waren die nie (jedenfalls hatte ich vorher eine X-500)!
Detlef
> [ Fullquote ]
> Ne, ich glaub schon das das richtig ist!
Was davon ist richtig?
> Ich hatte die XG-9 im M�rz 1981 gekauft (Preis damals 598,- DM mit
> 1,7/50mm und Lederbereitschaftstasche in Hamburg bei Foto Pickenpack in
> der Spitaler Stra�e).
> Batterien musste ich immer nur reinigen, weil die beiden Knopfzellen -
> da wo sie aneinander lagen - oxydierten.
> Der Spuk war dann mit den 3 V Batterien "CR1/3N" behoben - aber leer
> waren die nie (jedenfalls hatte ich vorher eine X-500)!
Denk mal kurz nach.
Wie haeufig hast Du mit der Kamera fotografiert?
50 Filme - kein Problem. Vielleicht sogar 100.
Aber wieviele Filme hast Du so im Jahr belichtet?
Mal zur Orientierung: Waehrend des Verschlussablaufs zieht eine Kamera
dieser Art typisch 30 mA. Waehrend der Belichtungsmessung 10 mA. Wenn Du
Dich beeilst und nur 5 s pro Bild fuer die Belichtungseinstellung
brauchst, reicht das mit Silberoxidzellen fuer etwa 12.000 Messungen.
Aber ohne auch nur eine einzige Belichtung. Und natuerlich ohne die
Kamera auch nur mal kurz zwischendurch ohne Film "auszuprobieren". <8)
Dieter
> Ob da nicht eine winzige kleine Null zuviel ist ?-)
> 1000 Aufnahmen - okay, das ist ein gaengiger Wert.
> Aber nicht 1000 Filme.
Mᅵglich, aber wenn, dann wirklich nur die allerkleinste Null.
Also, meine Zeit mit Minolta endete mit der XE-1, deshalb habe ich auch
keine Bedienungsanleitung der XG-9. Bei meiner Beschreibung habe ich
mich deshalb an Scheibel orientiert, der damals im deutschsprachigen
Raum der amtliche Sprecher von Minolta war.
Der schreibt nun wirklich von theoretisch ᅵber 1000 Filmen, schrᅵnkt
seine Aussage dann ein: "Wenn in der Praxis diese hohe
Batterieausnutzung meist nicht erreicht wird, liegt das daran, daᅵ die
Batterien verlagern oder schon beim Kauf nicht frisch waren."
Soweit Herr Scheibel, ob nun Zappa das ᅵberprᅵfen wird, wissen wir
leider nicht.
>> Die Spannungskonstanz ist eigentlich auch kein Thema, denn die Kamera
>> stabilisiert intern die Spannung und es sind zwischen zwei und drei Volt
>> alle Funktionen verfᅵgbar.
>
> Dennoch raet die Anleitung ausdruecklich von Quecksilberbatterien
> (1,35 V, PX675) ab, empfohlen werden Silberoxid-Typen.
Das ist bekannt, ich habe allerdings auf die Fragestellung Silberoxyd
oder Alkalimangan geantwortet.
Paul
Hallo Dieter,
ich hab' bald darauf angefangen mit 2 Geh�usen zu fotografieren, sonst
k�nnte ich Dir darauf eine ziemlich genaue Antwort geben. Aber pro Jahr
sind 200 - 300 DIA-Filme belichtet worden. Ich habe die XG-9 nach ca. 4
Jahren weiter gegeben und da nie eine Batterie wechseln M�SSEN. Ausser
dieser Anfangs bl�den Oxydationgeschichte zwischen den beiden Batterien
konnte man die - im wahrsten Sinn des Wortes - vergessen ;-)
Detlef
Kaputt gehen wird es nicht, die Kamera lᅵuft. Das ist also schon
mal richtig. Wirst halt nicht ganz so viele Filme durchziehen
kᅵnnen wie mit einer Silberoxid.
Fᅵr die Zukunft wᅵrde ich dir zu Silberoxidzellen raten,
allerdings nicht unbedingt zu denen zu 3,35.
Der Elektronikversender deines geringsten Misstrauens
(z.B. reichelt) hat Silberoxidzellen fᅵr z.B. 42ct (noname)
bis 1,40 (Varta). Hast ja nun genug Zeit sowas "irgendwann"
mal mit zu bestellen, die Alkalis halten ja n paar Tage.
Die CR1/3N... ist aktuell nicht an jeder Ecke zu bekommen,
und vergleichsweise teuer. Hat aber Vorteile wenn du die
Kamera nun wieder fᅵr Jahre wegsperrst und danach sofort
wieder benutzen willst.
Gruᅵ,
Christian
> [ Scheibel ] schreibt nun wirklich von theoretisch �ber 1000 Filmen,
Ach ja, der gute Josef... 8-)
> schr�nkt seine Aussage dann ein: "Wenn in der Praxis diese hohe
> Batterieausnutzung meist nicht erreicht wird, liegt das daran, da� die
> Batterien verlagern oder schon beim Kauf nicht frisch waren."
> Soweit Herr Scheibel, ob nun Zappa das �berpr�fen wird, wissen wir
> leider nicht.
Da muss der Tiger wohl mal ein paar Wochen lang permament die Kamera
ausloesen und eine Strichliste machen. Vielleicht spendiert Zappa ihm
noch fuer'n Zwanni einen Winder G dazu. 8-)
> >> Die Spannungskonstanz ist eigentlich auch kein Thema, denn die Kamera
> >> stabilisiert intern die Spannung und es sind zwischen zwei und drei Volt
> >> alle Funktionen verf�gbar.
> >
> > Dennoch raet die Anleitung ausdruecklich von Quecksilberbatterien
> > (1,35 V, PX675) ab, empfohlen werden Silberoxid-Typen.
>
> Das ist bekannt, ich habe allerdings auf die Fragestellung Silberoxyd
> oder Alkalimangan geantwortet.
Ja, das habe ich auch so gelesen. Deswegen wundert es mich ja, warum
dann 2x 1,35 V Queckis (= praktisch konstante 2,7 V ueber die gesamte
Lebensdauer) ausdruecklich nicht empfohlen werden, wenn die Kamera
selbst noch bei knapp ueber 2 V einwandfrei funktioniert.
Dieter
> Die elektronischen Minoltas des SR-Systems (also
> alle, deren Namen mit X beginnt) kᅵnnen bedenken-
> los mit allen drei Batterietypen betrieben werden
> (aber natᅵrlich nicht gemischt -- also niemals
> eine Alkali-Mangan-Zelle mit einer Silberoxid-
> Zelle kombinieren!).
in meiner XD7 hab' ich einmal die 3V Lithium probiert. Die war am
schnellsten leer ᅵberhaupts.
Eine Zeit lang hab' ich Silberoxyd-Zellen aus einem medizinischen Gerᅵt
in der XD7 aufgebraucht, nachdem das med. Gerᅵt schon "Batterie leer"
gemeldet hatte - und die haben problemlos noch mind. 1/2 Jahr durchgehalten.
Alkali hatte ich nie im Einsatz.
Wolfgang
> Deswegen wundert es mich ja, warum
> dann 2x 1,35 V Queckis (= praktisch konstante 2,7 V ueber die gesamte
> Lebensdauer) ausdruecklich nicht empfohlen werden, wenn die Kamera
> selbst noch bei knapp ueber 2 V einwandfrei funktioniert.
Tja, das ist die Frage. Vielleicht ist es ja der Innenwiderstand, der
bei den Queckis mᅵglicherweise ungᅵnstig ist. Google wollte aber so
schnell keine Antwort geben.
Paul
Das liegt daran, da� Pauls Behauptung, die Grenze l�ge
bei 2 V, falsch ist. Tats�chlich liegt die Grenze laut
offizieller Aussage von Minolta bei 2,7 V (Spannungs-
bereich f�r garantierte Funktion: 2,7 - 3,5 V, wenn ich
recht erinnere), so da� selbst frische Queckis nur so
*gerade* an dieser Grenze entlangschrammen.
-- Olaf
> Das liegt daran, daᅵ Pauls Behauptung, die Grenze lᅵge
> bei 2 V, falsch ist. Tatsᅵchlich liegt die Grenze laut
> offizieller Aussage von Minolta bei 2,7 V (Spannungs-
> bereich fᅵr garantierte Funktion: 2,7 - 3,5 V, wenn ich
> recht erinnere), so daᅵ selbst frische Queckis nur so
> *gerade* an dieser Grenze entlangschrammen.
Dann lege Deine Karten mal auf den Tisch und benenne, um welche
Verlautbarung von Minolta es sich handelt und wo sie einsehbar ist.
Scheibels Aussagen haben meinen frᅵheren kritischen Prᅵfungen stets
standgehalten, deshalb sehe ich keinen Grund, den jetzt von mir
mitgeteilten Daten zu misstrauen.
(Anmerkung: Ich habe mich von fast allen alten ColorFoto-Heften
getrennt. In einem verbliebenen Heft 11/79 Seite 23 lᅵsst sich Borell
ᅵber die XG-9 aus und meint, sie sei mit Quecksilberbatterien bestᅵckt,
keine groᅵe Hilfe. Vielleicht mag Dieter aber sein Archiv bemᅵhen. In
der Reihe Normtest wurden die Kameras umfassend untersucht und auch
Aussagen ᅵber die Batterien und den benutzbaren Spannungsbereich
gemacht. Das Heft mit der XG-9 liegt mir leider nicht vor, wenn sie denn
bei ColorFoto Beachtung gefunden hat.)
Paul
> In einem verbliebenen Heft 11/79 Seite 23 l�sst sich Borell
> �ber die XG-9 aus und meint, sie sei mit Quecksilberbatterien best�ckt,
Was nat�rlich Quatsch ist.
Hier hats das Originalhandbuch:
http://www.butkus.org/chinon/minolta/minolta_xg-9/minolta_xg-9.htm
Seite 11 sagt: 2 Silberoxidzellen 1,5V wie Eveready S-76. Also der
Standard f�r alle Minoltas seit den X-Modellen, SR44 und Konsorten,
nennt sich aktuell wohl AG13.
--
Bye,
Dietmar
FAQ zur Newsgroup de.rec.fotografie: http://faq.d-r-f.de
>> In einem verbliebenen Heft 11/79 Seite 23 lᅵsst sich Borell
>> ᅵber die XG-9 aus und meint, sie sei mit Quecksilberbatterien bestᅵckt,
>
> Was natᅵrlich Quatsch ist.
>
So sehe ich das auch und wollte das mit dem letzten Teil des des Satzes,
der hier leider fehlt, etwas moderater zum Ausdruck bringen.
Paul
> Olaf Ulrich schrieb:
>
> > Das liegt daran, da� Pauls Behauptung, die Grenze l�ge
> > bei 2 V, falsch ist. Tats�chlich liegt die Grenze laut
> > offizieller Aussage von Minolta bei 2,7 V (Spannungs-
> > bereich f�r garantierte Funktion: 2,7 - 3,5 V, wenn ich
> > recht erinnere), so da� selbst frische Queckis nur so
> > *gerade* an dieser Grenze entlangschrammen.
>
> Dann lege Deine Karten mal auf den Tisch und benenne, um welche
> Verlautbarung von Minolta es sich handelt und wo sie einsehbar ist.
Hm. Auch ich wundere mich, dass die Kamera schon bei 2,7 V schlapp
machen soll. Andererseits laesst die Formulierung "Spannungsbereich fuer
garantierte Funktion" natuerlich recht viel Interpretations-Spielraum:
darunter funktioinert sie ggf. auch, nur eben nicht garantiert. 8-)
Zur XG-9 liegt mir keine Messung vor, aber ein gutes Jahr spaeter hat
Color Foto in dem schon wieder neuen Nachfolgemodell XG-M, dessen Mess-
system anzunehmenderweise zumindest gewisse Aehnlichkeiten mit dem der
XG-9 haben duerfte, eine Minimalspannung von glatt 2 V gemessen. Ja, es
war damals ueblich, solche Werte zu messen und im "Normtest" auch anzu-
geben.
> Scheibels Aussagen haben meinen fr�heren kritischen Pr�fungen stets
> standgehalten, deshalb sehe ich keinen Grund, den jetzt von mir
> mitgeteilten Daten zu misstrauen.
Aehm.... ja. <8)
> (Anmerkung: Ich habe mich von fast allen alten ColorFoto-Heften
> getrennt. In einem verbliebenen Heft 11/79 Seite 23 l�sst sich Borell
> �ber die XG-9 aus und meint, sie sei mit Quecksilberbatterien best�ckt,
> keine gro�e Hilfe. Vielleicht mag Dieter aber sein Archiv bem�hen.
Da steht in der gleichen Color Foto an der gleichen Stelle das selbe.
Allerdings muss man das in einem Borell-Kommentar immer cum grano salis
lesen - Borell war kein Techniker, und ehrlich gesagt waere ich mir
nicht sicher, ob ich darauf vertrauen wuerde, dass er den Unterschied
zwischen Silberoxid- und Quecksilberbatterien im Detail kennen wuerde.
Das war auch nicht sein Anspruch. <8)
> In der Reihe Normtest wurden die Kameras umfassend untersucht und auch
> Aussagen �ber die Batterien und den benutzbaren Spannungsbereich
> gemacht.
So isses - siehe oben.
> Das Heft mit der XG-9 liegt mir leider nicht vor, wenn sie denn
> bei ColorFoto Beachtung gefunden hat.)
Hat sie anscheinend nicht. Jedenfalls habe ich im Jahresindex von 1979,
1980 und 1981 nichts gefunden. Dafuer wurden aber sowohl der Nachfolger
(siehe oben) als auch der Vorgaenger beruecksichtigt: im Text findet
sich zur XG-2 der Hinweis, eine "einwandfreie Funktion aller Systeme"
sei bis zu einer Minimalspannung von 2,2 V gewaehrleistet.
Man darf also davon ausgehen, dass auch die XG-9 mit solchen Spannungen
noch funktioniert. Auch wenn es nicht "garantiert" ist. 8-)
Dieter
SG13.
AG13 sind "A"lkalis, Alternativbezeichnung LR44.
Christian
> Das liegt daran, da� Pauls Behauptung, die Grenze l�ge
> bei 2 V, falsch ist. Tats�chlich liegt die Grenze laut
> offizieller Aussage von Minolta bei 2,7 V (Spannungs-
> bereich f�r garantierte Funktion: 2,7 - 3,5 V, wenn ich
> recht erinnere), so da� selbst frische Queckis nur so
> *gerade* an dieser Grenze entlangschrammen.
Wie es der Zufall so will, ging ich vorhin an einem Stapel B�cher
vorbei, aus dem eines in leuchtendem Hellblau herausstach. Es war das
Buch von Josef "Minolta" Scheibel �ber die XG- und XD-Modelle. Duerfte
der letzte technische Stand sein, es erschien 1982 und ber�cksichtigt
schon die XG-M, im Vorwort wird bereits die X-700 erw�hnt.
Wer den Autor des Buches noch von "damals" kennt, wei� ihn als eine Art
"Haus-Autor" von und f�r Minolta einzuordnnen. In seinen B�chern betont
er ebenso gern wie oft seine Einblicke in den innersten Minolta-Zirkel
und die Zusammenarbeit mit "Technikern und Wissenschaftlern vom Minolta
Technical Center in Osaka". Man geht daher sicher nicht allzu sehr in
die Irre mit der Annahme, dass im Scheibelschen Schrifttum wenig zu
finden sein wird, das seitens Minolta auch nur das Anheben einer
Augenbraue zur Folge gehabt h�tte. Ich werte daher das im folgenden
Dargestellte als gleicherma�en "offiziell" wie die bislang ungenannte
Minolta-Quelle, die von 2,7 V Spannungs-Minimum spricht.
Zitat aus dem o.g. Buch, hier in Bezug auf die XG-Serie:
"Sind die Batterien noch brauchbar (belastete Spannung zwischen 3,0 und
2,0 Volt) leuchtet bei der Batteriepr�fung die gro�e LED an der Kamera-
Vorderseite."
Hier findet sich also die gleiche Angabe, die auch Color Foto
messtechnisch festgestellt hat: runde 2 Volt als Limit.
In Bezug auf die XD-Serie sind die Angaben noch differenzierter:
Bis hinunter auf 2,3 Volt leuchten die Sucheranzeigen und alle Kamera-
funktionen arbeiten normal. Zwischen 2,3 und 2,1 Volt leuchten die
Sucheranzeigen schw�cher, die Kamera funktioniere aber weiterhin. Es
gebe sogar eine Reserve im Bereich 2,1...1,9 Volt, in der die Kamera
noch "ausreichend funktioniert", soll hei�en: ohne Sucheranzeige. Erst
darunter verweigere die Kamera die Ausl�sung.
Gleichwohl wird ganz zu Anfang des Kapitels gewarnt: "Auf *keinen* Fall
Quecksilberbatterien gleicher Gr��e einsetzen, die nur 1,3 Volt haben".
(Quelle: Scheibel, Josef: Minolta XD XG, S. 38f, M�nchen 1982)
Wir haben jetzt also zwei Messungen (CoFo-Tests XG-2 und XG-M) sowie
zwei quasi-offizielle Darstellungen, in denen �bereinstimmend eine
Grenze von 2 Volt oder knapp dar�ber angegeben wird.
Umso interessanter w�re die immer noch ungenannte offizielle Minolta-
Quelle, derzufolge nur einwandfreie Funktion bis 2,7 V garantiert werden
k�nne. W�re dann zu fragen, warum die Batteriepr�fer der Kameras noch
deutlich darunter "alles okay" signalisieren.
Also?
Dieter
Die wei� ich nicht mehr, es ist viele Jahre her, da� ich
das irgendwo las. Und offenbar erinnere ich mich falsch;
was der Scheibel sagt, das wird schon stimmen. Ich bestehe
also nicht weiter auf der Zahl 2,7 ...
-- Olaf
> was der Scheibel sagt, das wird schon stimmen. Ich bestehe
> also nicht weiter auf der Zahl 2,7 ...
Was wieder zu der Frage fuehrt, warum dann von Quecksilberbatterien so
vehement abgeraten wird. Die Spannung kann's dann ja wohl nicht sein.
Dieter
M�glicherweise wegen dem Quecksilber und nicht aus technischen Gr�nden
(m�glicherweise wirkt sich ein "funktioniert nicht" auf's Kaufverhalten
anders aus als ein "der Umwelt zuliebe").
Toni
Wie hoch ist denn der Innenwiderstand von Queckis verglichen mit
Alkali, Silber, Lithium? Zumindest die X700 scheint einigerma�en
anspruchsvoll zu sein was dies betrifft.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>
> Was wieder zu der Frage fuehrt, warum dann von Quecksilberbatterien so
> vehement abgeraten wird. Die Spannung kann's dann ja wohl nicht sein.
Ich habe nur sehr selten alte Kameras mit Quecksilberbatterien gesehen,
in denen nie eine Batterie ausgelaufen ist. Und was da ausl�uft, ist
nicht nur besonders �tzend und fri�t sich sogar durch massive
Batteriefachdeckel, sondern es ist auch noch giftig genug, da� man es
ungern in den eigenen vier W�nden und ohne Schutzkleidung wegputzen
m�chte...
Sevo
>Wie hoch ist denn der Innenwiderstand von Queckis verglichen mit
>Alkali, Silber, Lithium? Zumindest die X700 scheint einigerma�en
>anspruchsvoll zu sein was dies betrifft.
Keine Ahnung, ich wei� nur, da� die Quecksilberdinger eine ziemlich
konstante Spannung hergegeben haben, die dann mit dem Ableben der
Batterie stark einbrach. Eine Eigenschaft, die man gerne in
Belichtungsmessern nutzte. Wird sich m�glicherweise bei der Mutter aller
Halbwahrheiten was finden lassen, mich interessiert's zu wenig, da alle
meine Fotoger�te Silberoxid- und Lithiumbatterien m�gen.
Toni
--
Zukunft waren wir gestern - heute ist das schon l�ngst Vergangenheit