Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Jobo ATL 2200: Wasseranschluss?

116 views
Skip to first unread message

Stephan Heise

unread,
Sep 19, 2002, 6:19:45 AM9/19/02
to
Hallo,

wer kann mir sagen, ob man fuers Jobo Autolab 2200 zwingend einen
Wasseranschluss braucht?
Auf http://www.jobo.com/jobolab/produkte/atl2200.html ist zwar ein
Anschluss erwähnt, aber da steht natuerlich nicht, ob es auch ohne geht.

Irgendwelche weiteren Gedanken zum Geraet sind auch willkommen, da ich
gerade die Gelegenheit haette, guenstig eines zu bekommen, das Geraet aber
nur von o.g. Seite kenne. Gibt es andere Probleme/Voraussetzungen zum
Betrieb (soll seinen Dienst in einem Keller ohne Wasseranschluss tun, der
bis dahin aber hoffentlich wenigstens einen Stromanschluss hat)?

Nur interessehalber: was hat das Dingen denn zuletzt neu gekostet?

Vielen Dank,

Stephan

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 6:32:33 AM9/19/02
to
"Stephan Heise" <heise...@gmx.de> schrieb:

> wer kann mir sagen, ob man fuers Jobo Autolab 2200 zwingend einen
> Wasseranschluss braucht?

Man braucht eigentlich sogar zwei: Warm- und Kaltwasser. Wobei man für
ersteres auch den entsprechenden Boiler anschliessen kann. Die
Anschlussmöglichkeit einer Pumpe (um das Wasser aus einem Behälter zu holen)
gibt es m.W. nur bei den 1000er Modellen. Die kann man auch mobil einsetzen.
Man braucht übrigens sinnvollerweise auch einen Abwasseranschluß.

> Nur interessehalber: was hat das Dingen denn zuletzt neu gekostet?

Das "Dingen" ist eigentlich noch aktuell. Schätze so EUR 6000,-


Christian Zahn

unread,
Sep 19, 2002, 6:40:30 AM9/19/02
to
Stephan Heise <heise...@gmx.de> wrote:

> Nur interessehalber: was hat das Dingen denn zuletzt neu gekostet?

http://www.fotolaborgeraete.de/
dort steht was von aktuellem Preis um 6-7 Kilofragezeichen.

bis die tage... chris z.
--
Museum für alte Computer und Olympus-Kameras sowie Fotogalerie:
http://www.chrzahn.de
Dort auch Tipps, wie man Farb- und SW-Dias selbst entwickeln kann.

Stephan Heise

unread,
Sep 19, 2002, 6:50:03 AM9/19/02
to
Thilo Schmid schrieb in <news:amc93m$rdl$1...@rex.ip-plus.net>:

> Man braucht eigentlich sogar zwei: Warm- und Kaltwasser. Wobei man für
> ersteres auch den entsprechenden Boiler anschliessen kann. Die
> Anschlussmöglichkeit einer Pumpe (um das Wasser aus einem Behälter zu
> holen) gibt es m.W. nur bei den 1000er Modellen. Die kann man auch
> mobil einsetzen. Man braucht übrigens sinnvollerweise auch einen
> Abwasseranschluß.

Mift, das macht die Sache nicht gerade leichter. Vielleicht koennte man ja
selber was basteln von wegen mittels Pumpe ala "Hauswasserwerk" Druck
aufbauen, in nen Boiler und dann zum ATL. Ist aber sehr umstaendlich...
Hat damit jemand Erfahrung?



>> Nur interessehalber: was hat das Dingen denn zuletzt neu gekostet?
>
> Das "Dingen" ist eigentlich noch aktuell. Schätze so EUR 6000,-

Dann ist ein Preis von ca. 250 Euro m.E. sehr fair (oder schlichtweg falsch
ausgezeichnet). Umso aergerlicher.

Vielen Dank erstmal.

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 7:01:46 AM9/19/02
to
"Stephan Heise" <heise...@gmx.de> schrieb:

> Mift, das macht die Sache nicht gerade leichter. Vielleicht koennte man ja
> selber was basteln von wegen mittels Pumpe ala "Hauswasserwerk" Druck
> aufbauen, in nen Boiler und dann zum ATL. Ist aber sehr umstaendlich...

Der Boiler ist ein spezieller und dürfte, wenn nicht bei der Maschine dabei,
nicht so billig zu beschaffen sein. Ein herkömmlicher Boiler hat einen viel zu
ungenauen Thermostat.

> >> Nur interessehalber: was hat das Dingen denn zuletzt neu gekostet?
> >
> > Das "Dingen" ist eigentlich noch aktuell. Schätze so EUR 6000,-
>
> Dann ist ein Preis von ca. 250 Euro m.E. sehr fair (oder schlichtweg falsch
> ausgezeichnet). Umso aergerlicher.

Oder sie ist defekt bzw. stark abgenutzt.


Stephan Heise

unread,
Sep 19, 2002, 7:06:28 AM9/19/02
to
Thilo Schmid schrieb in <news:amcaqe$ror$1...@rex.ip-plus.net>:


>> Dann ist ein Preis von ca. 250 Euro m.E. sehr fair (oder schlichtweg
>> falsch ausgezeichnet). Umso aergerlicher.
>
> Oder sie ist defekt bzw. stark abgenutzt.

Hat sie denn Verschleissteile, die eine Reparatur unwirtschaftlich oder das
Geraet unbrauchbar machen können? Ich kenne mich, wie gesagt mit dem Geraet
ueberhaupt nicht aus. Streng betrachtet ist es natürlich auch Overkill fuer
meinen Bedarf. Aber bei dem Preis, dachte ich mir: Warum nicht, eine CPP2
oder so ist auch nicht billiger.

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 7:36:11 AM9/19/02
to
"Stephan Heise" <heise...@gmx.de> schrieb:

> >> Dann ist ein Preis von ca. 250 Euro m.E. sehr fair (oder schlichtweg
> >> falsch ausgezeichnet). Umso aergerlicher.
> >
> > Oder sie ist defekt bzw. stark abgenutzt.
>
> Hat sie denn Verschleissteile, die eine Reparatur unwirtschaftlich oder das
> Geraet unbrauchbar machen können?

Jedes mechanische Gerät hat Verschleissteile. Ich schlage vor, Du hinterfragst
das Angebot und setzt Dich dann ggf. mit Jobo direkt in Verbindung.


Christian Zahn

unread,
Sep 19, 2002, 7:36:19 AM9/19/02
to
Stephan Heise <heise...@gmx.de> wrote:

> Hat sie denn Verschleissteile, die eine Reparatur unwirtschaftlich oder das
> Geraet unbrauchbar machen können?

Bei diesen vollautomatischen Prozessoren sind die Ventile und Pumpen,
die die Chemie zu- und abführen, die Verschleißteile. Die Heizung, die
Elektronik, das Gehäuse dürften dagegen weniger oft zu wechseln sein.

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 7:47:25 AM9/19/02
to
"Christian Zahn" <Chr...@ChrZahn.de> schrieb:

> Bei diesen vollautomatischen Prozessoren sind die Ventile und Pumpen,
> die die Chemie zu- und abführen, die Verschleißteile.

Da läuft glücklicherweise keine Chemie durch eine Pumpe. Das System
funktioniert mit Luftdruck.


Christian Zahn

unread,
Sep 19, 2002, 8:57:49 AM9/19/02
to
Thilo Schmid <tsc...@2pix.de> wrote:

> > Bei diesen vollautomatischen Prozessoren sind die Ventile und Pumpen,
> > die die Chemie zu- und abführen, die Verschleißteile.
> Da läuft glücklicherweise keine Chemie durch eine Pumpe. Das System
> funktioniert mit Luftdruck.

Das ist erfreulich, dann fällt das Problem schon mal weg. Wenn dann das
Ganze auch noch ohne teure Magnetventile auskäme, wäre es noch besser.

Patrick Lux

unread,
Sep 19, 2002, 9:49:15 AM9/19/02
to

"> Der Boiler ist ein spezieller und dürfte, wenn nicht bei der Maschine
dabei,
> nicht so billig zu beschaffen sein. Ein herkömmlicher Boiler hat einen
viel zu
> ungenauen Thermostat.
Die Temperatur eines normalen Warmwasseranschluss läßt sich aber doch
normalerweise auch nicht auf eine bestimmte Temperatur einstellen. An
unserem Durchlauferhitzer kann ich die Temperatur zwar einstellen, wie genau
weiß ich nicht. In Mietshäusern läuft das ganze aber über die Heizung,
Fernwärme oder ein anderes System. Da kann man dann garnichts verändern.
Sollte die ATL denn nicht durch Messung selbstständig durch Mischung mit
kaltem Wasser die benötigte Temperatur einstellen?
Gruß
Patrick


Martin Jangowski

unread,
Sep 19, 2002, 10:01:43 AM9/19/02
to
Christian Zahn <Chr...@chrzahn.de> wrote:
> Thilo Schmid <tsc...@2pix.de> wrote:

>> > Bei diesen vollautomatischen Prozessoren sind die Ventile und Pumpen,
>> > die die Chemie zu- und abführen, die Verschleißteile.
>> Da läuft glücklicherweise keine Chemie durch eine Pumpe. Das System
>> funktioniert mit Luftdruck.

> Das ist erfreulich, dann fällt das Problem schon mal weg. Wenn dann das
> Ganze auch noch ohne teure Magnetventile auskäme, wäre es noch besser.

Ich hab zwar bis jetzt die ATL 2200 nur von der Ferne gesehen, das ganze
sieht aber so aus wie eine aufgepeppte ATL-2. Die Verbesserungen sind
wohl vor allem bessere Automatisierung und zwei statt einem Fuehler.

Die ATL sind Profigeraete und fuer einen Durchsatz von rund 100-150 Filmen
am Tag gedacht, und zwar jahrelang. Das machen die Teile auch ohne gross
rumzumucken, vor allem wenn man keine automatische Nachfuellung der
Flaschen hat (ATL-3 und Nachfolger) sondern selber auffuellt.

Bei den ATL-x kann man praktisch alles selber machen, Teile gibt's
problemlos bei Jobo, die 2xxx hatte ich noch nicht in den Fingern,
ist aber wohl fast identisch. Magnetventile gibt es nur AFAIK zwei
Stueck, eins fuer Spuelwasser und eines fuer die Kuehlspirale im
Mantelbad. Das sind hundsordinaere 3/4"-Ventile, bei Conrad 6 Euro.

Um auf den originalen Poster zurueckzukommen: Wasser- und Abwasseranschluss
sollte schon sein...

Martin "nach der Reparatur des Luftverteilers trau ich mich an alles ran"

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 10:01:49 AM9/19/02
to
"Christian Zahn" <Chr...@ChrZahn.de> schrieb:

> Das ist erfreulich, dann fällt das Problem schon mal weg. Wenn dann das
> Ganze auch noch ohne teure Magnetventile auskäme, wäre es noch besser.

Du meinst die Einlaßventile für das Wasser? Das sind ganz normale
"Waschmaschinenventile". Zumindest beim Vorgänger, der ATL2. Ich denke nicht,
daß das geändert wurde. Gibt's bei Conrad für ca. EUR 7,- zu kaufen. Die
teueren Teile sind eher der Antriebsmotor, die Steuerung, die Liftmechanik,
die Trommelkupplung und die Sensoren. Selbst die Heizung oder die Umwälzpumpe
für das Mantelbad sollte man ggf. günstig ersetzten können. Es gibt für diese
Maschinen auch Wartungs-- und Reparaturhandbücher:
http://www.jobo.com/joboint/service/service_index.html


Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 10:13:32 AM9/19/02
to
"Patrick Lux" <patri...@gmx.de> schrieb:

> Die Temperatur eines normalen Warmwasseranschluss läßt sich aber doch
> normalerweise auch nicht auf eine bestimmte Temperatur einstellen.

Doch. Es gibt Mischbatterien mit Thermostat. Z.B. von Grohe. Das abgekühlte
Warmwasser in der Zuleitung spielt eigentlich keine Rolle, denn bei der
Wässerung (nur dafür wird das benötigt) kommt es darauf an, daß der Film nicht
wärmer oder kälter wird. Und da die Maschine mehrmals Spült, hat der Film am
Ende die richtige Temperatur, sofern der Thermostat ausreichend genau ist. Bei
einem herkömmlichen Boilerthermostat liegen hingegen zwischen An- und
Abschalttemperatur mehrere °C, damit sich das Ding nicht dauernd an- und
abschalten muß.

> unserem Durchlauferhitzer kann ich die Temperatur zwar einstellen, wie genau
> weiß ich nicht. In Mietshäusern läuft das ganze aber über die Heizung,
> Fernwärme oder ein anderes System. Da kann man dann garnichts verändern.
> Sollte die ATL denn nicht durch Messung selbstständig durch Mischung mit
> kaltem Wasser die benötigte Temperatur einstellen?

Nein. Der Warmwasseranschluß wird nur zur Wässerung benutzt und der
Kaltwasseranschluß für das Mantelbad. Letzteres wird elektrisch beheizt und
mit Kaltwasser ggf. gekühlt. Da mit dem Warmwasseranschluß der Film gewässert
wird, kann man den auch nicht so einfach nur an das heiße Wasser anschließen.
Man kann ihn allerdings ebenfalls an das Kaltwasser anschließen, wenn man nur
S/W macht. Im Winter könnte das Wasser dann jedoch zu kalt werden.


Christian Zahn

unread,
Sep 19, 2002, 10:25:53 AM9/19/02
to
Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de> wrote:

> Bei den ATL-x kann man praktisch alles selber machen,

Das ist erfreulich, dann war wohl das TT Filmlab das Teil, dessen
Magnetventile und Membranpumpen von der Chemie durchflossen wurden. Oder
noch ein anderes eines weiteren Anbieters. Ich hatte mich mal vor ein,
zwei Jahren für solche Automaten interessiert, und in einem Forum
entsprechende Warnungen gelesen.

Andreas Bartels

unread,
Sep 19, 2002, 12:40:54 PM9/19/02
to
Stephan Heise <heise...@gmx.de> writes:

> Dann ist ein Preis von ca. 250 Euro m.E. sehr fair (oder
> schlichtweg falsch ausgezeichnet). Umso aergerlicher.

250? in der Tat? Merkwürdig.
Nur so ein Tip:
Wenn die Elektronik spinnt, wirds (sehr) teuer.
Das merkt man aber leider erst nach einiger Betriebszeit, sprich wenn
das Mantelbad schon ne Stunde oder so auf 38° warm ist, um gleich E6
abzufahren z.B.
Das Mantelbad heizt die Elektronik von unten mit schöner, warmer
Feuchte, mhhh, lecker ;-)

Passieren kann dann alles mögliche, von "ausser Displayflackern nix
gewesen" bis "startet nicht mehr durch", weil "denkt es sei leer" oder
sogar freundlicher Schwelbrand (das war aber ein älteres ATL3, gebe ich
zu).

HTH, Andreas.

--
Fotografen sind wie Enten, sie können nicht richtig laufen, nicht richtig
schwimmen, nicht richtig fliegen, aber von allem ein bischen.
http://www.bartelsfoto.com
http://www.diadienst.com

Martin Jangowski

unread,
Sep 19, 2002, 2:38:32 PM9/19/02
to
Thilo Schmid <tsc...@2pix.de> wrote:
>> Sollte die ATL denn nicht durch Messung selbstständig durch Mischung mit
>> kaltem Wasser die benötigte Temperatur einstellen?

> Nein. Der Warmwasseranschluß wird nur zur Wässerung benutzt und der
> Kaltwasseranschluß für das Mantelbad. Letzteres wird elektrisch beheizt und
> mit Kaltwasser ggf. gekühlt. Da mit dem Warmwasseranschluß der Film gewässert
> wird, kann man den auch nicht so einfach nur an das heiße Wasser anschließen.
> Man kann ihn allerdings ebenfalls an das Kaltwasser anschließen, wenn man nur
> S/W macht. Im Winter könnte das Wasser dann jedoch zu kalt werden.

Die ATL mit Boiler ist da anders. Die hat nur einen Kaltwasser-Anschluss und einen
10l-Boiler im Unterschrank. Der speist das Waschwasser und den Spuelschlauch
(das Teil hat naemlich einen Schlauch zum abspuelen mit Ventil) ueber einen
Themostaten mit Heiss- und Kaltwasseranschluss. Der ist links unten vorne am Schrank,
links der Drehgriff zum Temperatureinstellen und rechts der Thermometer.

Leider ist bei meinem der Thermostat total verkalkt, und ich krieg das Teil nicht raus...

Martin

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 2:48:06 PM9/19/02
to
"Martin Jangowski" <m.jan...@phoenix-ag.de> schrieb:

> Leider ist bei meinem der Thermostat total verkalkt, und ich krieg das Teil
nicht raus...

Schütte doch mal Entkalker oder konzentriertes Stoppbad rein.


Patrick Lux

unread,
Sep 19, 2002, 2:58:38 PM9/19/02
to

"> Doch. Es gibt Mischbatterien mit Thermostat. Z.B. von Grohe.
Stimmt, sind aber schweineteuer.

>Das abgekühlte
> Warmwasser in der Zuleitung spielt eigentlich keine Rolle, denn bei der
> Wässerung (nur dafür wird das benötigt) kommt es darauf an, daß der Film
nicht
> wärmer oder kälter wird. Und da die Maschine mehrmals Spült, hat der Film
am
> Ende die richtige Temperatur, sofern der Thermostat ausreichend genau ist.
Bei
> einem herkömmlichen Boilerthermostat liegen hingegen zwischen An- und
> Abschalttemperatur mehrere °C, damit sich das Ding nicht dauernd an- und
> abschalten muß.

> wird, kann man den auch nicht so einfach nur an das heiße Wasser
anschließen.


Also wenn ich das richtig verstehe sagt Jobo: Schließen sie die ATL an einen
Warmwasseranschluss mit genau Temperatur X an.
Studios können sich vielleicht einen solchen Anschluss herstellen, aber was
mach diejenigen, die sich so ein Ding fürs Hobby zugelegt haben? Eine
Grohe-Amatur kaufen?
Gruß
Patrick - etwas verwirrt


Christian Zahn

unread,
Sep 19, 2002, 3:33:47 PM9/19/02
to
Patrick Lux <patri...@gmx.de> wrote:

> aber was mach diejenigen, die sich so ein Ding fürs Hobby zugelegt haben?

Die sind halt nicht vorgesehen. Bei dem Einstandspreis von 6 KiloTeuro
verständlich...

Wie wäre es mit einem großen Wasserbehälter, der per Tauchpumpe an den
Anschluß der ATL geführt wird und mittels Aquariumsheizung oder
Waschmaschinenheizstab mit vorgeschalteter Regelung a la Conrad erwärmt
wird? Wenn Du kein Wasser in Keller hast, wohl die einzige Lösung.

Alexander Selzer

unread,
Sep 19, 2002, 5:15:54 PM9/19/02
to
Am Don, 19 Sep 2002 um 14:01 GMT,
schrieb Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de>:

>
> Ich hab zwar bis jetzt die ATL 2200 nur von der Ferne gesehen, das ganze
> sieht aber so aus wie eine aufgepeppte ATL-2. Die Verbesserungen sind
> wohl vor allem bessere Automatisierung und zwei statt einem Fuehler.

Wo ATL-2 nicht gleich ATL-2 ist. Ich hab eine der ersten (Baujahr 1987
oder so). Wenn ich mir da so ansehe, was im Laufe der Zeit an den
ATL-2er so alles geändert wurde, dann ist das mit dem VW Käfer zu
vergleichen: Das Gehäuse blieb über die Jahre fast gleich.

> Magnetventile gibt es nur AFAIK zwei
> Stueck, eins fuer Spuelwasser und eines fuer die Kuehlspirale im
> Mantelbad.

Das Spülwasser (Warmwasser) durchläuft eine Spirale im Mantelbad, um
genau auf Prozeßtemperatur gehalten zu werden (zumindest für einen
Spülgang). Das Kühlwasser fließt direkt in die Wanne.

> Um auf den originalen Poster zurueckzukommen: Wasser- und Abwasseranschluss
> sollte schon sein...

Zumindest der Warmwasseranschluß, d.h. temperiertes Wasser
(Prozeßtemperatur).

> Martin "nach der Reparatur des Luftverteilers trau ich mich an alles ran"

Schaut interessant aus (zumindest die Explosionszeichnung).

Gruß,
Alex
--
Alexander Selzer
http://selzer.home.pages.de/

Alexander Selzer

unread,
Sep 19, 2002, 5:19:22 PM9/19/02
to
Am Don, 19 Sep 2002 um 14:25 GMT,
schrieb Christian Zahn <Chr...@ChrZahn.de>:

>
> Das ist erfreulich, dann war wohl das TT Filmlab das Teil, dessen
> Magnetventile und Membranpumpen von der Chemie durchflossen wurden.

Und das ATL-3 für die Nachfüllung. Ab September 1989 wurden statt der
Membranpumpen dann Schlauchpumpen eingebaut.

Thilo Schmid

unread,
Sep 19, 2002, 6:36:57 PM9/19/02
to
"Patrick Lux" <patri...@gmx.de> schrieb:

> Also wenn ich das richtig verstehe sagt Jobo: Schließen sie die ATL an einen
> Warmwasseranschluss mit genau Temperatur X an.

Eigentlich nicht. Die empfehlen eher den Boiler.

> Studios können sich vielleicht einen solchen Anschluss herstellen, aber was
> mach diejenigen, die sich so ein Ding fürs Hobby zugelegt haben? Eine
> Grohe-Amatur kaufen?

Die Dinger sind ursprünglich ja nicht für den Hobby-Bereich gebaut. Das hat
sich eigentlich erst in den letzten 2 Jahren ergeben, daß die ATL dafür
erschwinglich wurden. Für den semiprofessionellen Bereich gibt es neuerdings
noch das System 500/800. Für die ATL 1000/1500 gibt es eine Zusatzpumpe, mit
der man aus einem Behälter pumpen kann, den man z.B. mit einer Tauchheizung
erwärmen kann. Gedacht ist das als mobile Lösung. Eine ATL 2/2x00 ist hingegen
schon alleine wegen der Größe zur stationären Installation gedacht.


Martin Jangowski

unread,
Sep 20, 2002, 3:28:08 AM9/20/02
to

Erstmal drankommen. Das Teil ist zwar von vorne zugaenglich (man
kann den Temperaturknopf abschrauben und auch die drunterliegende
Mutter oeffnen), danach ist aber Feierabend. Die (vermutlich
festsitzende) Dehnstoffbuechse mit dem Schieber sitzt dahinter,
und da kommt man nur von hinten dran, ausser es gibt einen Trick,
den mir keiner verraet. Die Verschraubungen hinten sitzen
tief drin ueber/hinter dem Boiler, da kommt man nicht mal
mit den Fingern dran, geschweige denn mit einem Schluessel.

Martin

Thilo Schmid

unread,
Sep 20, 2002, 3:57:16 AM9/20/02
to
"Martin Jangowski" <m.jan...@phoenix-ag.de> schrieb:

> Erstmal drankommen.

Ich meinte eigentlich: in den Boiler füllen und anschalten. So wie man das bei
der Kaffeemaschine auch macht.


Martin Jangowski

unread,
Sep 20, 2002, 4:04:53 AM9/20/02
to

>> Erstmal drankommen.

Moeglicherweise verstehen wir uns falsch: ich meine den Thermostat, der vorne
am Unterschrank sitzt, neben dem runden Thermometer. Der Boiler ist da noch
weit weg... natuerlich koennte ich mal den Boiler (alle 10l) mit Essigsaeure
oder Zitronensaeure fuellen, damit der auch was abkriegt, aber ich weiss
nicht... nee, nee, wenn man da direkt drankaeme, waere es schon besser.

Martin

Thilo Schmid

unread,
Sep 20, 2002, 4:24:23 AM9/20/02
to
"Martin Jangowski" <m.jan...@phoenix-ag.de> schrieb:

> > Ich meinte eigentlich: in den Boiler füllen und anschalten. So wie man das
bei
> > der Kaffeemaschine auch macht.
>
> Moeglicherweise verstehen wir uns falsch: ich meine den Thermostat, der
vorne
> am Unterschrank sitzt, neben dem runden Thermometer. Der Boiler ist da noch
> weit weg... natuerlich koennte ich mal den Boiler (alle 10l) mit Essigsaeure
> oder Zitronensaeure fuellen, damit der auch was abkriegt, aber ich weiss
> nicht... nee, nee, wenn man da direkt drankaeme, waere es schon besser.

Ich dachte tatsächlich, der Thermostat würde im Boiler sitzen. Wie sollte er
sonst dort die Temperatur regeln?


Andreas Bartels

unread,
Sep 20, 2002, 5:38:33 AM9/20/02
to
"Thilo Schmid" <tsc...@2pix.de> writes:

> Ich dachte tatsächlich, der Thermostat würde im Boiler sitzen.
> Wie sollte er sonst dort die Temperatur regeln?

Der macht eine echte Mischung aus dem Boiler-Warmwasser und Kaltwasser
"aus Wand".
m.E. ist das so aufgebaut, weil der Boiler viel zu klein für
Dauerbetrieb ist (sprich würdest Du den runterregeln und nicht die
"Nachtragsmischung" machen, hättest Du nicht genug Warmwasser für einige
Entwicklungsdurchläufe hintereinander, und genau dafür ist die
Basteltechnik aus Gummersbach ja mal gedacht gewesen, frecherweise ;-)

Gruß, Andreas.

Andreas Bartels

unread,
Sep 20, 2002, 5:45:56 AM9/20/02
to
Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de> writes:

> Leider ist bei meinem der Thermostat total verkalkt,
> und ich krieg das Teil nicht raus...

IMO kleben die Dinger eh gerne mal, muß nicht mal unbedingt was mit Kalk
zu tun haben (kann aber natürlich).
Ich habe den schon mal bei einem ATL komplett ausgebaut, gereinigt, usw.
Das ist aber verdammt lange her, grübel.
Ist bei Deinem auch direkt unter dem ganzen Warmwassergeraffel unten
links noch eine rel. große Klappe (die wie eine einfache Verkleidung
aussieht), aber eine winzige Schraube am oberen Ende hat?

Thilo Schmid

unread,
Sep 20, 2002, 5:51:38 AM9/20/02
to
"Andreas Bartels" <in...@bartelsfoto.com> schrieb:

> m.E. ist das so aufgebaut, weil der Boiler viel zu klein für
> Dauerbetrieb ist (sprich würdest Du den runterregeln und nicht die
> "Nachtragsmischung" machen, hättest Du nicht genug Warmwasser für einige
> Entwicklungsdurchläufe hintereinander, und genau dafür ist die
> Basteltechnik aus Gummersbach ja mal gedacht gewesen, frecherweise ;-)

Tatsächlich? Ich muß gestehen, daß ich mich mit dem Boiler noch nie befasst
habe. Ich habe mich statt dessen für die Lösung aus Porta Westfalica
entschieden. Frage mich allerdings, warum die "Bastler aus Gummersbach" diesen
Thermostat nicht in die Maschine gesetzt haben. Denn dann könnte man sie
einfach an das Heißwasser anschließen.


Martin Jangowski

unread,
Sep 20, 2002, 5:54:43 AM9/20/02
to
Andreas Bartels <in...@bartelsfoto.com> wrote:
> Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de> writes:

>> Leider ist bei meinem der Thermostat total verkalkt,
>> und ich krieg das Teil nicht raus...

> IMO kleben die Dinger eh gerne mal, muß nicht mal unbedingt was mit Kalk
> zu tun haben (kann aber natürlich).
> Ich habe den schon mal bei einem ATL komplett ausgebaut, gereinigt, usw.
> Das ist aber verdammt lange her, grübel.
> Ist bei Deinem auch direkt unter dem ganzen Warmwassergeraffel unten
> links noch eine rel. große Klappe (die wie eine einfache Verkleidung
> aussieht), aber eine winzige Schraube am oberen Ende hat?

Ja. Dahinter sitzen die Pumpen und der ganze Krams fuer die 15-l Kanister
in der grossen Schublade, die ich nicht benutze und vermutlich auch nie
benutzen werde ;-)

So wie ich das sehe ist der Thermostat von hinten an die Platte geschraubt und
mit drei Kupferrohren verbunden (fuer Warm-, Kalt- und Mischwasser). Die
muss man loesen, um das ganze nach vorne rausziehen zu koennen. Leider
ist da alles so eng, dass man an die ganzen Rohr-Verschraubungen
nicht rankommt, ohne den ganzen Krams zu zerlegen.

Martin

Patrick Lux

unread,
Sep 20, 2002, 8:05:18 AM9/20/02
to

> entschieden. Frage mich allerdings, warum die "Bastler aus Gummersbach"
diesen
> Thermostat nicht in die Maschine gesetzt haben. Denn dann könnte man sie
> einfach an das Heißwasser anschließen.
Ja, das ist irgendwie blöd. Mit dem Boiler kann sie auf einmal mischen,
aber ohne ist sie nicht in der Lage dazu und man muss seinen
Warmwasseranschluss irgendwie zu einer bestimmten Temperatur überreden.
Gruß
Patrick


Andreas Bartels

unread,
Sep 20, 2002, 11:56:05 AM9/20/02
to
"Thilo Schmid" <tsc...@2pix.de> writes:

> Tatsächlich? Ich muß gestehen, daß ich mich mit dem Boiler noch nie
> befasst habe. Ich habe mich statt dessen für die Lösung aus Porta
> Westfalica entschieden. Frage mich allerdings, warum die "Bastler aus
> Gummersbach" diesen Thermostat nicht in die Maschine gesetzt
> haben. Denn dann könnte man sie einfach an das Heißwasser anschließen.

Bei einem ATL mit Untertisch ist das doch innerhalb der Maschine ;-).

Ausserdem bin ich eher froh, das die Bastler den oberen Teil nicht noch
mehr überfrachtet haben, wenn man da mal die Haube runternimmt überkommt
einen eh schon das nackte Grauen...

Andreas Bartels

unread,
Sep 20, 2002, 11:51:21 AM9/20/02
to
Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de> writes:

>> Ist bei Deinem auch direkt unter dem ganzen Warmwassergeraffel unten
>> links noch eine rel. große Klappe (die wie eine einfache Verkleidung
>> aussieht), aber eine winzige Schraube am oberen Ende hat?

> Ja. Dahinter sitzen die Pumpen und der ganze Krams fuer die 15-l Kanister
> in der grossen Schublade, die ich nicht benutze und vermutlich auch nie
> benutzen werde ;-)
> So wie ich das sehe ist der Thermostat von hinten an die Platte
> geschraubt und mit drei Kupferrohren verbunden (fuer Warm-, Kalt- und
> Mischwasser). Die muss man loesen, um das ganze nach vorne rausziehen
> zu koennen. Leider ist da alles so eng, dass man an die ganzen
> Rohr-Verschraubungen nicht rankommt, ohne den ganzen Krams zu zerlegen.

Aha.
Also doch.
Ich meinte doch, das Dings von da unten zerlegt zu haben.
Also ran an die Bulette! (Hat bei mir damals [tm] so knapp einen
Vormittag gedauert...).

Alexander Selzer

unread,
Sep 20, 2002, 4:12:39 PM9/20/02
to
Am Fre, 20 Sep 2002 um 07:28 GMT,
schrieb Martin Jangowski <m.jan...@phoenix-ag.de>:
>
> Erstmal drankommen. Das Teil ist zwar von vorne zugaenglich (man
> kann den Temperaturknopf abschrauben und auch die drunterliegende
> Mutter oeffnen), danach ist aber Feierabend.

Ich hab ja nur die Schnittzeichnung von dem Teil, aber die
Dehnstoffbüchse müßtest Du da schon sehen. Sollte das Teil mit dem
größten Durchmesser sein. Allerdings sitzt dahinter der Schieber, mit
dem die Abmischung erfolgt. Und da lagert sich dann Kalk und anderer
Unrat an und schon geht's nicht mehr.
Eigentlich müßten Dir die meisten Innereien schon entgegenkommen, weil
die von einer großen Feder (hinter der Büchse) gegen die
Einstellschraube gedrückt werden. Leider ist der Scan der Zeichnung
ziemlich schlecht, so daß ich etwaige Gewinde nicht erkennen kann.

Ich hab zwar meine Grohe Thermostatbatterie letztes Jahr auch zerlegt,
aber ich könnte jetzt nicht mehr sagen, ob's wirklich notwendig war, die
der Stellschraube entgegebgesetzte Seite aufzumachen (das Teil ist
ähnlich aufgebaut, sind wohl alle). Ich glaub schon, weil da der
größere Durchmesser war.

Spritz doch mal in den offenen Mischer etwas (verdünnte) Essigsäure und
laß das einwirken. Vielleicht lösen sich die Ablagerungen. Der Schieber
(ein Zylinder) muß dort durch eine Passung durch und da wird's eben eng.
Kann auch sein, daß das einfach streng geht und man nur etwas ziehen
muß. Aber: keine Ahnung!

> Die Verschraubungen hinten sitzen
> tief drin ueber/hinter dem Boiler, da kommt man nicht mal
> mit den Fingern dran, geschweige denn mit einem Schluessel.

Und wenn Du den Boiler ausbaust? Den soll man, laut der Anleitung hier,
je nach Kalkgehalt eh spätestens alle 2 Jahre öffnen.

Michael W. Hilgert

unread,
Sep 21, 2002, 12:27:23 PM9/21/02
to
Hallo Martin und Alexander,

"Alexander Selzer" <alex_im...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:slrnaon09l.3ia....@idefix.aselzer.de...


> Spritz doch mal in den offenen Mischer etwas (verdünnte) Essigsäure und
> laß das einwirken. Vielleicht lösen sich die Ablagerungen.

Martin arbeitet doch bei einem grossen Chemieschieber, ich würde zum
Entkalken Amidosulfonsäure empfehlen, geht IMO besser als alles, was ich
bisher so verwendet habe. Und zwar *kalt*.

HTH,
Michael


0 new messages