Herbert Kleebauer <
kl...@unibwm.de>:
>On 27.03.2012 22:32, Wolfgang Strobl wrote:
>
>
>> Das Hauptproblem liegt übrigens ganz woanders: Staub und Fusseln. Man
>> muß sich davon verabschieden, Bilder zu bekommen, die staubfrei sind,
>> selbst wenn man alle paar Bilder die mitgelieferte Bürste zu benutzen,
>> um den Leuchttisch -. an den man von außen nicht herankommt - wieder zu
>> entfusseln.
>
>Je mehr man diese Bürste benutzt um so mehr lädt sich die Plastik-
>scheibe auf und um so mehr Staub zieht sie an.
Das kann ich so nicht bestätigen. Man braucht ein wenig
Fingerspitzengefühl dabei, die Bürste plan zu halten und kräftig, aber
nicht zu kräftig zu führen, kann sie aber recht gut im Vorschaubild
beobachen und den Dreck einzeln wegputzen. Gegen den ganz feinen Staub
hilft es nichts, es reicht aber i.d.R. für eine Füllung des Magazins.
Man muß da pragmatisch vorgehen: der Dreck fällt hauptsächlich bei
homogenen, hellen Flächen (Himmel, Hauswände, Gesichter) auf, weniger
bei unruhigen, körnigen Motivteilen. Ich putze, wenn's stört, sonst
nicht.
Wie glaube ich schon mal gesagt: ich will meinen ganzen Diabstand in
möglichst schnell in einer für die Beurteilung und Sortierung
ausreichenden Qualiät auf dem Rechner haben, da stören ein paar
übersehene Fussel nicht.
Wenn man alle paar Sekunden ein Bild erfassen kann, kann man nach ein
paar Wochen fertig sein. Ein Kasten hat hundert Dias, macht bei sechs
Sekunden pro Dia also 10 Minuten. Das hält man nicht wirklich lange
durch, aber zehn Kästen an einem Abend sind gelegentlich schon zu
schaffen. Bei den 10 Minuten pro Dia (!), die mein Flachbettscanner je
nach Einstellung brauchen kann, habe ich oft schon nach einem halben
Magazin wieder aufgegeben.
>Ich kann nur empfehlen,
>die Abdeckung zu entfernen (4 Schrauben am Boden)
Die sind bei meinem Gerät mit brauchbaren Gummifüssen abgedeckt, die ich
nicht unbedingt zerstören möchte, weil die Rutschfestigkeit beim
Rumhantieren hilfreich ist.
>und das Gerät offen
>zu betreiben. Dann hat man freien Zugang zur Reinigung der Flächen-LED.
Wenn ich mit dem Erfassen des Bestandes fertig bin, mache ich das.
>Bei mir war es allerdings schon zu spät, da ich aus lauter Frust härtere
>Reinigungsgeräte als die beigelegte Bürste benutzt habe und die Abdeckung
>zerkratzt ist (ist nur Plastik, kein Glas). Habe dann auch die Abdeck-
>scheibe entfernt, dann aber keine Lust mehr gehabt das Ding nochmals
>in Betrieb zu nehmen. Verstehe nicht, warum man die Beleuchtung unmittelbar
>unter dem Film und nicht einige Zentimeter entfernt davon plaziert.
Das habe ich allerdings auch nicht verstanden, es erscheint widersinnig.
Möglicherweise ein Problem mit der Größe der beleuchteten Fläche und
evtl. Vignettierung. Es ist halt ein Billiggerät, an dem gespart wurde.
>
>Abgesehen von dem Staubproblem (was aber ein absolutes ko-Kriterium ist)
>war die Qualität und die Geschwindigkeit ok.
Staub ist für Kontrollbilder zweitrangig. Für mich war die
Geschwindigkeit das K.O.-Kriterium, die Auflösung mehr als ausreichend,
die Farbwiedergabe ausreichend.
>Es muß zwar jedes Bild
>nachbearbeitet werden (Weißabgleich, Helligkeit) aber das geht mit
>DPP ganz gut und vor allem schnell (sogar der Staub läßt sich damit
>einigermaßen entfernen).
Ich würde inzwischen ja ausschließlich in Lightroom arbeiten, dessen
Retuschetool ist aber ein schlechter Scherz. Viel mehr als einzelne
runde Staubkörner wegstempeln kann man damit nicht. Das zuletzt für 5
EUR verramschte Jasc Paint Shop Pro konnte das schon erheblich besser.
Das Hauptproblem beim nachträglichen Glattziehen von Jpegs ist, daß
dabei weitere Quantisierungsfehler auftreten. Die mit dem Scanner
mitgelieferte Software ist aber diesbezüglich gar nicht so schlecht, als
daß sie einerseits eine Kalibirierung erlaubt und sich andererseits
offenbar an die Regel hält, daß wie beim Wetter das nächste Bild wohl so
ähnlich sein wird wie das vorherige. Allerdings neigt die langsam
arbeitende Autokorrektur - man kann dabei zuschauen - von Farbe und
Helligkeit etwas zum Überschwingen, wenn korrigiert werden muß. Mit der
Zeit hat man aber raus, zum richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser zu
drücken, dann geht's wie am Fließband.