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Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000

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Uwe Borchert

unread,
Mar 27, 2012, 1:04:37 PM3/27/12
to
Hallo liebe Gemeinde,

den Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000 gibt es ab dem 29.03.2012
für 29,99 aktuelle Währungseinheiten bei Feinkost Aldi Süd. Läuft das
Gerät unter Linux als normaler MSD (aka Massenspeicher)?

MfG

Uwe Borchert ... auf die überflüssige Qualitätsdiskussion wartend ...

Dieter Lefeling

unread,
Mar 27, 2012, 2:06:24 PM3/27/12
to
Uwe Borchert schrieb:

> den Tevion Film- und Dis-Scanner

Wow. Film *und* Dia!

"Oh, we got both kinds. We got Country *and* Western" 8-)

Dieter

Wolfgang Strobl

unread,
Mar 27, 2012, 4:32:49 PM3/27/12
to
Uwe Borchert <wetter...@yahoo.com>:

>Hallo liebe Gemeinde,
>
>den Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000 gibt es ab dem 29.03.2012
>für 29,99 aktuelle Währungseinheiten bei Feinkost Aldi Süd. Läuft das
>Gerät unter Linux als normaler MSD (aka Massenspeicher)?

Ich hab das Ding oder ein baugleiches mit einem - eher albernen -
Rolleinbranding Anfang des Jahres als Rollei DF-S 50 SE für 35 EUR bei
Amazon erworben und bin soweit recht zufrieden damit, es tut genau das,
was ich mir davon erwartete*). Wichtig ist, daß man eine
Zusammenstellung erwirbt, in der das auf dem Aldifoto rechts abgebildete
Diamagazin mit Schlitten und die Reinigungsbürste enthalten ist. Es gibt
Zusammenstellungen, in denen zumindest das Magazin fehlt. Der einfach
Filmstreifenhalter und der entsprechende Diahalter sind eher
unpraktisch - damit ist man dann auch nicht mehr schneller als mit dem
Flachbettscanner.

Ich benutze das allerdings ausschließlich unter Windows, und auch da ist
die mitgelieferte Software eher grottig. Daß man, beispielsweise,
ausgerechnet die Standard-Fileselektorbox benutzt, die es nicht erlaubt,
einen Pfadnamen als String reinzukopieren, sondern einen jedesmal
zwingt, sich von einem Standardverzeichnis aus im Baum zum
Zielverzeichnis durchzuklicken, läßt sich eigentlich nur durch Dummheit
und Ignoranz erklären.

Für schnelle Serienscans ist es jedenfalls gut zu gebrauchen: einen
Stapel Dias in den Schuber, auslösen, Schlitten betätigen, wieder
auslösen, usw, gelegentlich Dias nachfüllen und die schon gescannten
wieder einsortieren. So habe jetzt schon über die Hälfte meiner Dias
durchgezogen.

Ich kann es gerne mal an eine mit Linux betriebene Kiste anstecken und
schauen, was sich da tut.


>
>MfG
>
>Uwe Borchert ... auf die überflüssige Qualitätsdiskussion wartend ...

*) Bitte sehr, bitte gleich. :-) Natürlich hat die erzielbare Qualität
Grenzen. Die Farben sind bisweilen etwas merkwürdig und die
Belichtungssteuerung ist auch nur auf den üblichen Knipsbildfall
zugeschnitten. Man hat - unter Windows - die Möglichkeit, in mehreren
Stufen von den automatischen Werten für Farbtemperatur und Belichtung
abzuweichen, aber das kostet Zeit. Ich mache das nur ausnahmsweise, wenn
ein Bild zu sehr daneben liegt. Es geht mir - dafür habe ich das Gerät
gekauft - darum, überhaupt erst mal eine Grundlage für eine Beurteilung
zu bekommen, was sich richtig, also entweder mit dem Flachbettscanner zu
scannen oder dem "Diaduplikator" zu fotografieren lohnt. Und wenn es
nur darum geht, ein paar alte Bilder ohne viel Nacharbeit zum Anschauen
am Bildschirm zu produzieren, reicht das auch schon dicke.

Das Hauptproblem liegt übrigens ganz woanders: Staub und Fusseln. Man
muß sich davon verabschieden, Bilder zu bekommen, die staubfrei sind,
selbst wenn man alle paar Bilder die mitgelieferte Bürste zu benutzen,
um den Leuchttisch -. an den man von außen nicht herankommt - wieder zu
entfusseln. Die eingebaute Kamera hat offenbar eine recht hohe
Schärfentiefe, was sich in dem Fall recht nachteilig auswirkt: Fussel
auf dem Leuchttisch werden genau so scharf abgebildet wie das Dia
selber. Durch den mechanischen Transport wird Dreck praktisch wie mit
einem Fließband in das Gerät transportiert und bleibt da liegen, wenn
man ihn nicht wieder herauswischt. Besonders übel ist das bei alten
Papprähmchen von Kodak.


--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Uwe Borchert

unread,
Mar 27, 2012, 5:21:39 PM3/27/12
to
Hallo,

Am 27.03.2012 22:32, schrieb Wolfgang Strobl:
> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com>:

[Tevion Film- und Dia-Scanner FS 5000]

> Für schnelle Serienscans ist es jedenfalls gut zu gebrauchen: einen
> Stapel Dias in den Schuber, auslösen, Schlitten betätigen, wieder
> auslösen, usw, gelegentlich Dias nachfüllen und die schon gescannten
> wieder einsortieren. So habe jetzt schon über die Hälfte meiner Dias
> durchgezogen.

Wie holst Du die Bilder vom Scanner? Wird der wie ein ganz normales
USB-Stöckchen (MSD = mass storage device) erkannt? Oder braucht der
wirklich proprietäre SW?

> Ich kann es gerne mal an eine mit Linux betriebene Kiste anstecken und
> schauen, was sich da tut.

Wäre auch nicht schlecht. Der Scanner müsste als MSD erkannt werden.
Diese kann man dann mounten oder Gnome/KDE das machen lassen. Dann
müsste mit jedem Druck auf die Copy-Taste ein neues Bildchen auf dem
gemounteten Laufwerk rumliegen.

MfG

Uwe Borchert

Gregor Frowein

unread,
Mar 27, 2012, 5:49:56 PM3/27/12
to
Wolfgang Strobl schrieb:

>Uwe Borchert <wetter...@yahoo.com>:
>
>>Hallo liebe Gemeinde,
>>
>>den Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000 gibt es ab dem 29.03.2012
>>für 29,99 aktuelle Währungseinheiten bei Feinkost Aldi Süd. Läuft das
>>Gerät unter Linux als normaler MSD (aka Massenspeicher)?

>>Uwe Borchert ... auf die überflüssige Qualitätsdiskussion wartend ...

>Das Hauptproblem liegt übrigens ganz woanders: Staub und Fusseln. Man
>muß sich davon verabschieden, Bilder zu bekommen, die staubfrei sind,
>selbst wenn man alle paar Bilder die mitgelieferte Bürste zu benutzen,
>um den Leuchttisch -. an den man von außen nicht herankommt - wieder zu
>entfusseln. Die eingebaute Kamera hat offenbar eine recht hohe
>Schärfentiefe, was sich in dem Fall recht nachteilig auswirkt: Fussel
>auf dem Leuchttisch werden genau so scharf abgebildet wie das Dia
>selber. Durch den mechanischen Transport wird Dreck praktisch wie mit
>einem Fließband in das Gerät transportiert und bleibt da liegen, wenn
>man ihn nicht wieder herauswischt. Besonders übel ist das bei alten
>Papprähmchen von Kodak.

das lese ich gern, hatte ich doch schon gefürchtet, den 13-fachen
Preis unnötig bezahlt zu haben für einen Scanner, bei dem ich jedes
Dia einzeln weiterschieben muß.

Gruß
Gregor

Wolfgang Strobl

unread,
Mar 27, 2012, 6:44:01 PM3/27/12
to
Uwe Borchert <wetter...@yahoo.com>:

>Hallo,
>
>Am 27.03.2012 22:32, schrieb Wolfgang Strobl:
>> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com>:
>
>[Tevion Film- und Dia-Scanner FS 5000]
>
>> Für schnelle Serienscans ist es jedenfalls gut zu gebrauchen: einen
>> Stapel Dias in den Schuber, auslösen, Schlitten betätigen, wieder
>> auslösen, usw, gelegentlich Dias nachfüllen und die schon gescannten
>> wieder einsortieren. So habe jetzt schon über die Hälfte meiner Dias
>> durchgezogen.
>
>Wie holst Du die Bilder vom Scanner? Wird der wie ein ganz normales
>USB-Stöckchen (MSD = mass storage device) erkannt? Oder braucht der
>wirklich proprietäre SW?

Der Scanner hat m.E. keinen eigenen Storage und spricht PTP, wie eine
Kamera. Er hat einen eigenen Auslöser, aber sonst keine
Bedienungselemente. Die Einstellmöglichkeiten sind nur über die
mitgelieferte Software zugänglich, nicht über die etwas unterbelichteten
Windows-Bordmittel. Genaueres müsste ich erneut ausprobieren, ich hatte
nur kurz damit herumgespielt.

>
>> Ich kann es gerne mal an eine mit Linux betriebene Kiste anstecken und
>> schauen, was sich da tut.
>
>Wäre auch nicht schlecht. Der Scanner müsste als MSD erkannt werden.
>Diese kann man dann mounten oder Gnome/KDE das machen lassen. Dann
>müsste mit jedem Druck auf die Copy-Taste ein neues Bildchen auf dem
>gemounteten Laufwerk rumliegen.

Sorry, ich hatte Deine Frage nicht sorgfältig genug gelesen. Wie stellst
Du Dir denn die Einstellung von Belichtung und die Farbkorrektur vor?
Über die Storage-Emulation geht das kaum.

Helmut Faugel

unread,
Mar 28, 2012, 2:25:47 AM3/28/12
to
Rolling, rolling, rolling, ...

Rollfilm kann das Ding aber nicht, oder?


--
Helmut Faugel

Uwe Borchert

unread,
Mar 28, 2012, 5:54:26 AM3/28/12
to
Hallo,

Am 28.03.2012 00:44, schrieb Wolfgang Strobl:
> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com>:
>> Am 27.03.2012 22:32, schrieb Wolfgang Strobl:
>>> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com>:
>>
>> [Tevion Film- und Dia-Scanner FS 5000]
>>
>>> Für schnelle Serienscans ist es jedenfalls gut zu gebrauchen: einen
>>> Stapel Dias in den Schuber, auslösen, Schlitten betätigen, wieder
>>> auslösen, usw, gelegentlich Dias nachfüllen und die schon gescannten
>>> wieder einsortieren. So habe jetzt schon über die Hälfte meiner Dias
>>> durchgezogen.
>>
>> Wie holst Du die Bilder vom Scanner? Wird der wie ein ganz normales
>> USB-Stöckchen (MSD = mass storage device) erkannt? Oder braucht der
>> wirklich proprietäre SW?
>
> Der Scanner hat m.E. keinen eigenen Storage und spricht PTP, wie eine
> Kamera.

Dann braucht er aber internen Speicher. PTP kann erst mal nur abgelegte
Daten auf internen Speicher hin- und herschieben.

> Er hat einen eigenen Auslöser, aber sonst keine Bedienungselemente.

Klar. Das ist eine Automatik-Knipse mit FixFokus und Festbrennweite. Da
kann man alles auch einmessen lassen. Oder die Daten einfach ganz roh
belassen und dann über PTP rüberschieben.

> Die Einstellmöglichkeiten sind nur über die
> mitgelieferte Software zugänglich, nicht über die etwas unterbelichteten
> Windows-Bordmittel. Genaueres müsste ich erneut ausprobieren, ich hatte
> nur kurz damit herumgespielt.
>
>>
>>> Ich kann es gerne mal an eine mit Linux betriebene Kiste anstecken und
>>> schauen, was sich da tut.
>>
>> Wäre auch nicht schlecht. Der Scanner müsste als MSD erkannt werden.
>> Diese kann man dann mounten oder Gnome/KDE das machen lassen. Dann
>> müsste mit jedem Druck auf die Copy-Taste ein neues Bildchen auf dem
>> gemounteten Laufwerk rumliegen.
>
> Sorry, ich hatte Deine Frage nicht sorgfältig genug gelesen. Wie stellst
> Du Dir denn die Einstellung von Belichtung und die Farbkorrektur vor?

Gar nicht. Blankes TIFF oder RAW raus und dann alles am Rechner machen
oder aber Automatik wie bei einer Knipse, was das Teil ja auch ist. Alles
andere ist technisch gesehen sogar schwachsinnig und voll Windows.

> Über die Storage-Emulation geht das kaum.

Ja. PTP kann aber auch Steuerbefehle austauschen?

MfG

Uwe Borchert

Herbert Kleebauer

unread,
Mar 28, 2012, 6:05:37 AM3/28/12
to
On 27.03.2012 22:32, Wolfgang Strobl wrote:


> Das Hauptproblem liegt übrigens ganz woanders: Staub und Fusseln. Man
> muß sich davon verabschieden, Bilder zu bekommen, die staubfrei sind,
> selbst wenn man alle paar Bilder die mitgelieferte Bürste zu benutzen,
> um den Leuchttisch -. an den man von außen nicht herankommt - wieder zu
> entfusseln.

Je mehr man diese Bürste benutzt um so mehr lädt sich die Plastik-
scheibe auf und um so mehr Staub zieht sie an. Ich kann nur empfehlen,
die Abdeckung zu entfernen (4 Schrauben am Boden) und das Gerät offen
zu betreiben. Dann hat man freien Zugang zur Reinigung der Flächen-LED.
Bei mir war es allerdings schon zu spät, da ich aus lauter Frust härtere
Reinigungsgeräte als die beigelegte Bürste benutzt habe und die Abdeckung
zerkratzt ist (ist nur Plastik, kein Glas). Habe dann auch die Abdeck-
scheibe entfernt, dann aber keine Lust mehr gehabt das Ding nochmals
in Betrieb zu nehmen. Verstehe nicht, warum man die Beleuchtung unmittelbar
unter dem Film und nicht einige Zentimeter entfernt davon plaziert.

Abgesehen von dem Staubproblem (was aber ein absolutes ko-Kriterium ist)
war die Qualität und die Geschwindigkeit ok. Es muß zwar jedes Bild
nachbearbeitet werden (Weißabgleich, Helligkeit) aber das geht mit
DPP ganz gut und vor allem schnell (sogar der Staub läßt sich damit
einigermaßen entfernen).

Message has been deleted

Uwe Borchert

unread,
Mar 28, 2012, 1:44:46 PM3/28/12
to
Hallo,

Am 28.03.2012 18:28, schrieb Karl Davis:
> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com> wrote:
>> Wäre auch nicht schlecht. Der Scanner müsste als MSD erkannt werden.
>> Diese kann man dann mounten oder Gnome/KDE das machen lassen. Dann
>> müsste mit jedem Druck auf die Copy-Taste ein neues Bildchen auf dem
>> gemounteten Laufwerk rumliegen.
>
> Totaler Unfug, so funktioniert auch unter Linux kein Scanner. Guck
> unter sane-project.org nach, ob er unterstützt wird.

Totale Unwissenheit! Diese Scanner sind Reprokameras mit CCD oder
CMOS-Sensor und keine Scanner mit Zeilenkamera. Damit sind diese
Scanner auch nix mit dem sich SANE befassen könnte/wollte/sollte.
Stand-Alone-Geräte (de facto Reprokameras) funktionieren genau nach
dem von mir angegebenen Muster. Diese Geräte habe aber idR einen
SD-Slot und mehrere Knöpfe jenseits des Copy-Knopfes. Damit kann
man diese von anderen Scanner nach diesem Prinzip unterscheiden,
welche eben von einem Rechner aus gesteuert werden, aber sonst
fast identisch aufgebaut sind.

MfG

Uwe Borchert

Hergen Lehmann

unread,
Mar 28, 2012, 2:41:01 PM3/28/12
to
On 28.03.2012 19:44, Uwe Borchert wrote:

> Totale Unwissenheit! Diese Scanner sind Reprokameras mit CCD oder
> CMOS-Sensor und keine Scanner mit Zeilenkamera. Damit sind diese
> Scanner auch nix mit dem sich SANE befassen könnte/wollte/sollte.

Darüber kann man sich streiten. SANE bringt immerhin eine Menge
Bedienfunktionen mit, die auch bei einer Reprokamera sinnvoll wären, und
die bei klassischen Bildbearbeitungsprogrammen nur auf Umwegen bereitstehen.

> Stand-Alone-Geräte (de facto Reprokameras) funktionieren genau nach
> dem von mir angegebenen Muster.

Nein, das tun sich nicht, denn auf ein gemountetes Mass Storage Device
kann immer nur ein Gerät zugreifen. Eine Kamera, die einmal per
MSD-Protokoll mit einem PC verbunden wurde, ist so lange nicht mehr
bedienbar, bis du die USB-Verbindung durch Bedienhandlungen am PC (oder
Steckerziehen) wieder trennst - für einen Scanner kaum praxisgerecht.

Für den Geizgeil-Markt bestimmte Geräte fahren daher oft ein
proprietäres USB-Protokoll und liefern passende (Windows-)Software mit,
für Linux bleibt nur Hoffen auf PTP oder SANE. Etwas bessere Geräte
fahren ein ebenfalls proprietäres Protokoll über Ethernet. Profigeräte
können oft auch Scans über Dateifreigaben (SMB/CIFS) austauschen, das
kommt deinem MSD zwar vom Look&Feel her nahe, funktioniert technisch
aber vollkommen anders.

Hergen

Uwe Borchert

unread,
Mar 28, 2012, 6:55:32 PM3/28/12
to
Hallo,

Am 28.03.2012 20:41, schrieb Hergen Lehmann:
> On 28.03.2012 19:44, Uwe Borchert wrote:
>
>> Totale Unwissenheit! Diese Scanner sind Reprokameras mit CCD oder
>> CMOS-Sensor und keine Scanner mit Zeilenkamera. Damit sind diese
>> Scanner auch nix mit dem sich SANE befassen könnte/wollte/sollte.
>
> Darüber kann man sich streiten. SANE bringt immerhin eine Menge
> Bedienfunktionen mit, die auch bei einer Reprokamera sinnvoll wären, und
> die bei klassischen Bildbearbeitungsprogrammen nur auf Umwegen
> bereitstehen.

Das ist eine andere Sache. Aber da wäre SANE nicht sinnvoll, da es
auf Scanner mit Zeilenkameras ausgelegt ist.

>> Stand-Alone-Geräte (de facto Reprokameras) funktionieren genau nach
>> dem von mir angegebenen Muster.
>
> Nein, das tun sich nicht, denn auf ein gemountetes Mass Storage Device
> kann immer nur ein Gerät zugreifen. Eine Kamera, die einmal per
> MSD-Protokoll mit einem PC verbunden wurde, ist so lange nicht mehr
> bedienbar, bis du die USB-Verbindung durch Bedienhandlungen am PC (oder
> Steckerziehen) wieder trennst - für einen Scanner kaum praxisgerecht.

Nein. Das ist Sache des Betriebssystems. Auf der unteren Ebene
geht das IIRC durchaus, wird aber in normalen OS nicht gemacht.
Aber notfalls könnte man mit PTP darauf zugreifen.

> Für den Geizgeil-Markt bestimmte Geräte fahren daher oft ein
> proprietäres USB-Protokoll und liefern passende (Windows-)Software mit,

Was laut Bedienungsanleitung, die ich mir ergoogelt haben, so
zu sein scheint. Damit fällt das Gerät für MacOS und Linux-User
erst mal flach.

> für Linux bleibt nur Hoffen auf PTP oder SANE.

Hat das Gerät nicht. Das haben alle diese Geräte mit nur einem
Copy-Knopf, wenn ich das richtig verstanden haben. Es gibt aber
eine weitere Reihe von Geräten, echte Stand-Alone-Geräte mit
SD-Schacht und mehreren Knöpfen, welche durchaus auf diese Weise
mit dem Rechner kommunizieren können oder aber über die SD-Karte
die Daten austauschen können.

> Etwas bessere Geräte
> fahren ein ebenfalls proprietäres Protokoll über Ethernet. Profigeräte
> können oft auch Scans über Dateifreigaben (SMB/CIFS) austauschen, das
> kommt deinem MSD zwar vom Look&Feel her nahe, funktioniert technisch
> aber vollkommen anders.

Das sind ganz andere Preisklassen und Geräte. In diesen Scannern
steckt noch ein kleiner Server drinnen. Es geht hier wirklich nur
um die typischen Stand-Alone-Geräte. Beispiel: Rollei DF-S 110 SE
http://www.rcp-technik.com/typo3/index.php?id=rollei-scanner
http://www.rcp-technik.com/typo3/fileadmin/downloads/_DFS/ROLLEI_SCANNER_DF-S110/SE/datasheet/de/Dblatt_Rollei_DF-S110SE_DE.pdf

SD-Slot, auch für MacOS geeignet ... sind die Stichworte. Ich
habe gerade meine Powershot A470 kurz mal rangezogen um zu testen.
Der SUpermakromodus bei der A470 fokusiert bis auf wenige cm. Die
improvisierte Lichtquelle ist leider noch zu ungleichmässig und
der Helligkeitabgleich auch etwas daneben. Aber das Prinzip ist
klar und nachvollziehbar. Das Problem ist aber die Automatik ...
manuell könnte man da leicht „scannen“.

MfG

Uwe Borchert

Hergen Lehmann

unread,
Mar 28, 2012, 8:37:28 PM3/28/12
to
On 29.03.2012 00:55, Uwe Borchert wrote:

>> kann immer nur ein Gerät zugreifen. Eine Kamera, die einmal per
>> MSD-Protokoll mit einem PC verbunden wurde, ist so lange nicht mehr
>> bedienbar, bis du die USB-Verbindung durch Bedienhandlungen am PC (oder
>> Steckerziehen) wieder trennst - für einen Scanner kaum praxisgerecht.
>
> Nein. Das ist Sache des Betriebssystems. Auf der unteren Ebene
> geht das IIRC durchaus, wird aber in normalen OS nicht gemacht.

Da muss ich dir leider widersprechen. USB-MSD arbeitet auf Ebene eines
Blockdevice, und bei den in der PC-Welt üblichen Filesystemen können
niemals zwei unabhängige Filesystem-Treiber gleichzeitig auf dem selben
Blockdevice operieren.
Sie müssten sich irgendwie einigen, wer wann auf das Speichermedium
zugreifen darf, und wer wann welche im RAM zwischengespeicherten
Datenblöcke zu verwerfen hat. Eine solche Arbitration gibt es im
USB-MSD-Protokoll aber nicht - hier ist per Definition immer der
USB-Host alleiniger Herr und das USB-Device muss so lange schweigen, bis
der Host wieder abgestöpselt ist.

> Aber notfalls könnte man mit PTP darauf zugreifen.

Ja, PTP ist da wesentlich flexibler, denn es arbeitet oberhalb des
Filesystems. Nicht umsonst hat sich bei Kameras PTP durchgesetzt und MSD
weitgehend verdrängt.

Leider scheint PTP bei Scannern aber weniger üblich zu sein.

>> Für den Geizgeil-Markt bestimmte Geräte fahren daher oft ein
>> proprietäres USB-Protokoll und liefern passende (Windows-)Software mit,
>
> Was laut Bedienungsanleitung, die ich mir ergoogelt haben, so
> zu sein scheint. Damit fällt das Gerät für MacOS und Linux-User
> erst mal flach.

Nicht zwingend. Manchmal sind solche Aktionsangebote baugleich zu
bereits in der Linux-Welt bekannten Geräten, und funktionieren auf
wundersame Weise "out of the box", ohne daß man überhaupt noch was
installieren muß. Manchmal finden sich im Netz auch Treiber, sobald man
erst einmal VID und PID kennt, und danach googelt.

Leider kann man solche Details aber nicht vorab der Bedienungsanleitung
entnehmen. Da bleibt nur kaufen, ausprobieren und ggf. wieder zurückbringen.

> um die typischen Stand-Alone-Geräte. Beispiel: Rollei DF-S 110 SE
> http://www.rcp-technik.com/typo3/index.php?id=rollei-scanner
> http://www.rcp-technik.com/typo3/fileadmin/downloads/_DFS/ROLLEI_SCANNER_DF-S110/SE/datasheet/de/Dblatt_Rollei_DF-S110SE_DE.pdf
>
> SD-Slot, auch für MacOS geeignet ... sind die Stichworte.

MacOS ist aber leider auch kein Linux, sondern ein sehr stark
modifiziertes BSD-Derivat.
Immerhin hätte man bei diesem Gerät noch den Notanker, das Gerät offline
zu betreiben und die Daten anschließend per SD-Karte auf den PC zu
übertragen.

Hergen

Uwe Borchert

unread,
Mar 29, 2012, 5:05:48 AM3/29/12
to
Hallo,

Am 29.03.2012 02:37, schrieb Hergen Lehmann:
> On 29.03.2012 00:55, Uwe Borchert wrote:
>
>>> kann immer nur ein Gerät zugreifen. Eine Kamera, die einmal per
>>> MSD-Protokoll mit einem PC verbunden wurde, ist so lange nicht mehr
>>> bedienbar, bis du die USB-Verbindung durch Bedienhandlungen am PC (oder
>>> Steckerziehen) wieder trennst - für einen Scanner kaum praxisgerecht.
>>
>> Nein. Das ist Sache des Betriebssystems. Auf der unteren Ebene
>> geht das IIRC durchaus, wird aber in normalen OS nicht gemacht.
>
> Da muss ich dir leider widersprechen. USB-MSD arbeitet auf Ebene eines
> Blockdevice, und bei den in der PC-Welt üblichen Filesystemen können
> niemals zwei unabhängige Filesystem-Treiber gleichzeitig auf dem selben
> Blockdevice operieren.

Ja. Aber bei diesen Verfahren greift nur ein Treiber auf die
Blockdevice zu. Das geht IIRC schon, ein Freund hat einen
Prototype für solche Spielchen mal gebaut, das Projekt wurde
aber fallen gelassen.

> Sie müssten sich irgendwie einigen, wer wann auf das Speichermedium
> zugreifen darf, und wer wann welche im RAM zwischengespeicherten
> Datenblöcke zu verwerfen hat. Eine solche Arbitration gibt es im
> USB-MSD-Protokoll aber nicht - hier ist per Definition immer der
> USB-Host alleiniger Herr und das USB-Device muss so lange schweigen, bis
> der Host wieder abgestöpselt ist.

Das ging IIRC über Interprozesskommunikation ... Das war/ist
kein unlösbares Problem, aber es wurde dann nie in der Praxis
verwendet.

>> Aber notfalls könnte man mit PTP darauf zugreifen.
>
> Ja, PTP ist da wesentlich flexibler, denn es arbeitet oberhalb des
> Filesystems. Nicht umsonst hat sich bei Kameras PTP durchgesetzt und MSD
> weitgehend verdrängt.
>
> Leider scheint PTP bei Scannern aber weniger üblich zu sein.

Es bräuchte zuviel Intelligenz im Scanner und Updates wären
dann aufwändiger, da diese in die Hardware müssten. Aber bei
den Reprokameras als Scanner wäre PTP definitiv eine sehr
gute Wahl.

>>> Für den Geizgeil-Markt bestimmte Geräte fahren daher oft ein
>>> proprietäres USB-Protokoll und liefern passende (Windows-)Software mit,
>>
>> Was laut Bedienungsanleitung, die ich mir ergoogelt haben, so
>> zu sein scheint. Damit fällt das Gerät für MacOS und Linux-User
>> erst mal flach.
>
> Nicht zwingend. Manchmal sind solche Aktionsangebote baugleich zu
> bereits in der Linux-Welt bekannten Geräten, und funktionieren auf
> wundersame Weise "out of the box", ohne daß man überhaupt noch was
> installieren muß. Manchmal finden sich im Netz auch Treiber, sobald man
> erst einmal VID und PID kennt, und danach googelt.

Ok, aber das kann ich nicht garantieren und nach der Anleitung
sieht das erst mal nicht so aus. Nach den Daten dieses und der
anderen Systeme scheint es sich um sowas wie ein Host-gesteuertes
System (ähnlich GDI-Drucker und WinModem) zu handeln.

> Leider kann man solche Details aber nicht vorab der Bedienungsanleitung
> entnehmen. Da bleibt nur kaufen, ausprobieren und ggf. wieder
> zurückbringen.
>
>> um die typischen Stand-Alone-Geräte. Beispiel: Rollei DF-S 110 SE
>> http://www.rcp-technik.com/typo3/index.php?id=rollei-scanner
>> http://www.rcp-technik.com/typo3/fileadmin/downloads/_DFS/ROLLEI_SCANNER_DF-S110/SE/datasheet/de/Dblatt_Rollei_DF-S110SE_DE.pdf
>>
>>
>> SD-Slot, auch für MacOS geeignet ... sind die Stichworte.
>
> MacOS ist aber leider auch kein Linux, sondern ein sehr stark
> modifiziertes BSD-Derivat.

Ja. Aber Linux und MacOS sind beides Unixe. Nach einiger Suche von
Erfahrungsberichten gibt es da miese Kritiken. Hauptproblem ist da
der schlecht rausgerechnete Orangestich bei Negativen der dann
einen Blaustich in den Bildern ergibt. Ein kurzer Versuch mit einer
Canon Powershot A470 (sowie einer A1200) und einer improvisierten
Beleuchtung ergaben genau das gleiche Problem. Ich kann es jetzt
also nachvollziehen. Es war/ist ein Problem mit dem Weißabgleich.
Ein anderes Problem ist die Benutzung der Hardwareinterpolation für
3600 spi, was natürlich zu miesen Ergebnissen führt, das ist IMHO
ein krasser Bedienungsfehler. Der Scanner kann nun mal nur 1800 spi
(entspricht rund 4 MPixel) und der Versuch das auszutricksen geht
in die Hose.

> Immerhin hätte man bei diesem Gerät noch den Notanker, das Gerät offline
> zu betreiben und die Daten anschließend per SD-Karte auf den PC zu
> übertragen.

Ja. Nach einigen Suchen im WWW findet man bei dieser Gruppe von
Scannern häufiger den Hinweis: „Geht mit Linux Out-Off-the-Box“.
Leider wird bei diesen Scannern der Hinweis auf PTP noch in den
Anleitungen vergessen. Das ist ein generelles Problem von
Bedienungsanleitungen: Wichtige Informationen für den emanzipierten
Nutzer fehlen. So findet man bei Kameras fast nie sinnvolle Hinweise
auf den kameraseitigen USB-Anschluß. Da steht eine Ersatzteilnummer
drinnen, aber ob das ein Norm-Teil ist oder proprietär wird nie
erwähnt. Kodak war das mustergültig (Mikro-USB-B) und Canon hat
das seit den Vorankündigungen für 2012 (Mini-USB-B-5pol) auch in
der Dokumentation. Aber das war es dann auch.

MfG

Uwe Borchert - Der auch schon gute Produkte wegen einer schlechten
Dokumentation abgelehnt hat.
Message has been deleted

Uwe Borchert

unread,
Mar 29, 2012, 10:26:21 AM3/29/12
to
Hallo,

Am 29.03.2012 01:51, schrieb Karl Davis:
> Uwe Borchert<wetter...@yahoo.com> wrote:
>> Totale Unwissenheit! Diese Scanner sind Reprokameras mit CCD oder
>
> Sieh es wie Du willst, mit Dir kann man nicht diskutieren.

Doch, man kann mit mir auf einem sinnvollen Niveau sehr gut diskutieren.

> Mir ist auch egal, was Du denkst, ich bin nicht mit einem
> Missionarsgedanken angetreten.

Du bist ohne den Gedanken an die Unterschiede zwischen Zeilenkamera
(SANE) und Reprokamera (eher PTP oder MSD) an das Problem ran gegangen.
Das ist der Fehler. Du hast Apfelsaft im Tetrapak mit Birnenmus im Glas
vergleichen. So was geht meistens schief. Mach mal ein Schorle und Du
wirst sehen was ich meine.

MfG

Uwe Borchert

Gerrit Brodmann

unread,
Mar 29, 2012, 11:09:03 AM3/29/12
to
Uwe Borchert <wetter...@yahoo.com> wrote:

>
>Doch, man kann mit mir auf einem sinnvollen Niveau sehr gut diskutieren.

Seit wann? Maximal, wenn man Deiner wirren Meinung ist...

Wolfgang Strobl

unread,
Mar 29, 2012, 2:52:59 PM3/29/12
to
Uwe Borchert <wetter...@yahoo.com>:

(ich mutmaßte)
>> Der Scanner hat m.E. keinen eigenen Storage und spricht PTP, wie eine
>> Kamera.

Ich habe das Ding gestern abend spät mal ein ein Win7 ohne Extratreiber,
ein virtualisiertes OpenSuse 12.1 sowie ein echtes 11.4 drangehängt. Es
ist ein Webcam (WIndows sagt "Z-Star 338 Camera"), mit der man ohne die
Treiber offenbar nichts machen kann. Das ältere OpenSuse meckert über
"kann die USB id nicht auslesen", das neuere erzählt ein bißchen was
mehr. Ohne jetzt weiter probiert zu haben, würde ich annehmen, daß das
Teil unter Linux unbrauchbar ist.

Wolfgang Strobl

unread,
Mar 29, 2012, 3:27:29 PM3/29/12
to
Herbert Kleebauer <kl...@unibwm.de>:

>On 27.03.2012 22:32, Wolfgang Strobl wrote:
>
>
>> Das Hauptproblem liegt übrigens ganz woanders: Staub und Fusseln. Man
>> muß sich davon verabschieden, Bilder zu bekommen, die staubfrei sind,
>> selbst wenn man alle paar Bilder die mitgelieferte Bürste zu benutzen,
>> um den Leuchttisch -. an den man von außen nicht herankommt - wieder zu
>> entfusseln.
>
>Je mehr man diese Bürste benutzt um so mehr lädt sich die Plastik-
>scheibe auf und um so mehr Staub zieht sie an.

Das kann ich so nicht bestätigen. Man braucht ein wenig
Fingerspitzengefühl dabei, die Bürste plan zu halten und kräftig, aber
nicht zu kräftig zu führen, kann sie aber recht gut im Vorschaubild
beobachen und den Dreck einzeln wegputzen. Gegen den ganz feinen Staub
hilft es nichts, es reicht aber i.d.R. für eine Füllung des Magazins.
Man muß da pragmatisch vorgehen: der Dreck fällt hauptsächlich bei
homogenen, hellen Flächen (Himmel, Hauswände, Gesichter) auf, weniger
bei unruhigen, körnigen Motivteilen. Ich putze, wenn's stört, sonst
nicht.

Wie glaube ich schon mal gesagt: ich will meinen ganzen Diabstand in
möglichst schnell in einer für die Beurteilung und Sortierung
ausreichenden Qualiät auf dem Rechner haben, da stören ein paar
übersehene Fussel nicht.

Wenn man alle paar Sekunden ein Bild erfassen kann, kann man nach ein
paar Wochen fertig sein. Ein Kasten hat hundert Dias, macht bei sechs
Sekunden pro Dia also 10 Minuten. Das hält man nicht wirklich lange
durch, aber zehn Kästen an einem Abend sind gelegentlich schon zu
schaffen. Bei den 10 Minuten pro Dia (!), die mein Flachbettscanner je
nach Einstellung brauchen kann, habe ich oft schon nach einem halben
Magazin wieder aufgegeben.


>Ich kann nur empfehlen,
>die Abdeckung zu entfernen (4 Schrauben am Boden)

Die sind bei meinem Gerät mit brauchbaren Gummifüssen abgedeckt, die ich
nicht unbedingt zerstören möchte, weil die Rutschfestigkeit beim
Rumhantieren hilfreich ist.

>und das Gerät offen
>zu betreiben. Dann hat man freien Zugang zur Reinigung der Flächen-LED.

Wenn ich mit dem Erfassen des Bestandes fertig bin, mache ich das.


>Bei mir war es allerdings schon zu spät, da ich aus lauter Frust härtere
>Reinigungsgeräte als die beigelegte Bürste benutzt habe und die Abdeckung
>zerkratzt ist (ist nur Plastik, kein Glas). Habe dann auch die Abdeck-
>scheibe entfernt, dann aber keine Lust mehr gehabt das Ding nochmals
>in Betrieb zu nehmen. Verstehe nicht, warum man die Beleuchtung unmittelbar
>unter dem Film und nicht einige Zentimeter entfernt davon plaziert.

Das habe ich allerdings auch nicht verstanden, es erscheint widersinnig.
Möglicherweise ein Problem mit der Größe der beleuchteten Fläche und
evtl. Vignettierung. Es ist halt ein Billiggerät, an dem gespart wurde.

>
>Abgesehen von dem Staubproblem (was aber ein absolutes ko-Kriterium ist)
>war die Qualität und die Geschwindigkeit ok.

Staub ist für Kontrollbilder zweitrangig. Für mich war die
Geschwindigkeit das K.O.-Kriterium, die Auflösung mehr als ausreichend,
die Farbwiedergabe ausreichend.

>Es muß zwar jedes Bild
>nachbearbeitet werden (Weißabgleich, Helligkeit) aber das geht mit
>DPP ganz gut und vor allem schnell (sogar der Staub läßt sich damit
>einigermaßen entfernen).

Ich würde inzwischen ja ausschließlich in Lightroom arbeiten, dessen
Retuschetool ist aber ein schlechter Scherz. Viel mehr als einzelne
runde Staubkörner wegstempeln kann man damit nicht. Das zuletzt für 5
EUR verramschte Jasc Paint Shop Pro konnte das schon erheblich besser.

Das Hauptproblem beim nachträglichen Glattziehen von Jpegs ist, daß
dabei weitere Quantisierungsfehler auftreten. Die mit dem Scanner
mitgelieferte Software ist aber diesbezüglich gar nicht so schlecht, als
daß sie einerseits eine Kalibirierung erlaubt und sich andererseits
offenbar an die Regel hält, daß wie beim Wetter das nächste Bild wohl so
ähnlich sein wird wie das vorherige. Allerdings neigt die langsam
arbeitende Autokorrektur - man kann dabei zuschauen - von Farbe und
Helligkeit etwas zum Überschwingen, wenn korrigiert werden muß. Mit der
Zeit hat man aber raus, zum richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser zu
drücken, dann geht's wie am Fließband.

Steve Moeckel

unread,
Mar 29, 2012, 4:27:31 PM3/29/12
to
* Wolfgang Strobl:

> mehr. Ohne jetzt weiter probiert zu haben, würde ich annehmen, daß das
> Teil unter Linux unbrauchbar ist.

1 Minute googeln:
Hi, I have bought the the same "scanner" today, and I found out that it
is in fact not a scanner but a webcam, hence Simple Scan or xane won't
work. I got it running with Cheese. You can scan your dias by shooting
photos with Cheese. My Ubuntu 10.04LTS detects the webcam without any
additional driver installation. In the Cheese preferences I have
selected the device "338 Camera" and I can also change the resolution
there. I hope this info helps!

Viele Gruesse
Steve

Wolfgang Strobl

unread,
Mar 29, 2012, 6:31:50 PM3/29/12
to
Steve Moeckel <news0...@moeckel.org>:
Ja klar, wenn jemand anders sich die Mühe gemacht hat, die magische
Zeichenkette "338 Camera" herauszufinden. :-)

Christoph Sternberg

unread,
Apr 1, 2012, 1:40:48 PM4/1/12
to

Wolfgang Strobl meinte:

>Und wenn es
>nur darum geht, ein paar alte Bilder ohne viel Nacharbeit zum Anschauen
>am Bildschirm zu produzieren, reicht das auch schon dicke.

Nope, das kann ich garnicht bestätigen. Ich hab mir das Teil jetzt aufgrund
dieses Berichtes auch mal gekauft und muss sagen: Das Ding wandert gleich
wieder in den Müll.

Ich hatte gedacht, für Webseitenbilder wird's schon reichen, aber die
Qualität ist IMHO derart grottenschlecht, mit den Ergebnissen kann ich aber
auch rein garnichts anfangen. Selbst bei nicht so starken Kontrasten habe
ich so gut wie auf allen "Scans" ausgefressene Bereiche und wenn die
Bildkontraste mal /etwas/ stärker sind, sieht's ganz übel aus.

Also mein Rat an alle, die daran denken, am Montag nochmal zum Aldi zu
gehen: Lasst es besser, das Ding ist einfach nur Sondermüll.

Christoph Sternberg */\

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 1, 2012, 3:24:32 PM4/1/12
to
Christoph Sternberg <cster...@nurfuerspam.de>:
>
>Wolfgang Strobl meinte:
>
>>Und wenn es
>>nur darum geht, ein paar alte Bilder ohne viel Nacharbeit zum Anschauen
>>am Bildschirm zu produzieren, reicht das auch schon dicke.
>
>Nope, das kann ich garnicht bestätigen. Ich hab mir das Teil jetzt aufgrund
>dieses Berichtes auch mal gekauft und muss sagen: Das Ding wandert gleich
>wieder in den Müll.
>
>Ich hatte gedacht, für Webseitenbilder wird's schon reichen,

Und ich dachte, ich hätte mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und
hinreichend ausführlich erläutert, zu welchem Zweck ich dieses bzw. ein
mutmaßlich baugleiches Gerät benutze, und wozu nicht.


>aber die
>Qualität ist IMHO derart grottenschlecht, mit den Ergebnissen kann ich aber
>auch rein garnichts anfangen. Selbst bei nicht so starken Kontrasten habe
>ich so gut wie auf allen "Scans" ausgefressene Bereiche und wenn die
>Bildkontraste mal /etwas/ stärker sind, sieht's ganz übel aus.

Sieht mir nach einem Bedienerfehler aus. Und vielleicht nach einer
Leseschwäche. Oder beides zusammen.

>
>Also mein Rat an alle, die daran denken, am Montag nochmal zum Aldi zu
>gehen: Lasst es besser, das Ding ist einfach nur Sondermüll.

Was für eine Software wird denn mit dem Aldi-Scanner geliefert? Mein
Erfahrungsbericht galt dem Rollei DF-S 50 SE, der mit Arcsoft Media
Impression 2 kommt.

Christoph Sternberg

unread,
Apr 2, 2012, 2:17:46 AM4/2/12
to

Wolfgang Strobl meinte:

>Und ich dachte, ich hätte mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und
>hinreichend ausführlich erläutert, zu welchem Zweck ich dieses bzw. ein
>mutmaßlich baugleiches Gerät benutze, und wozu nicht.

Deine Worte:

|Es geht mir - dafür habe ich das Gerät
|gekauft - darum, überhaupt erst mal eine Grundlage für eine Beurteilung
|zu bekommen, was sich richtig, also entweder mit dem Flachbettscanner zu
|scannen oder dem "Diaduplikator" zu fotografieren lohnt.

Auch dazu taugt es IMHO nicht.

>Sieht mir nach einem Bedienerfehler aus. Und vielleicht nach einer
>Leseschwäche. Oder beides zusammen.

Wieso "Leseschwäche"? Und bei den wenigen Einstellmöglichkeiten wüßte ich
nicht, was ich da fehlbedienen sollte. Manuelles Einstellen und Schieben an
den paar Reglern bringt die ausgefressenen Stellen auch nicht wieder hervor.
Der Dynamikumfang ist einfach /viel/ zu gering, um das Ausgangsdia auch nur
ansatzweise beurteilen zu können.

>Was für eine Software wird denn mit dem Aldi-Scanner geliefert?

"NimoFilm" heißt die.

>Mein
>Erfahrungsbericht galt dem Rollei DF-S 50 SE, der mit Arcsoft Media
>Impression 2 kommt.

.. als Antwort auf "Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000" mit der Vermutung,
dass die Geräte baugleich sind.

Christoph Sternberg */\

Wolfgang Strobl

unread,
Apr 2, 2012, 1:55:09 PM4/2/12
to
Christoph Sternberg <cster...@nurfuerspam.de>:

>Wolfgang Strobl meinte:
>
>>Und ich dachte, ich hätte mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und
>>hinreichend ausführlich erläutert, zu welchem Zweck ich dieses bzw. ein
>>mutmaßlich baugleiches Gerät benutze, und wozu nicht.
>
>Deine Worte:
>
>|Es geht mir - dafür habe ich das Gerät
>|gekauft - darum, überhaupt erst mal eine Grundlage für eine Beurteilung
>|zu bekommen, was sich richtig, also entweder mit dem Flachbettscanner zu
>|scannen oder dem "Diaduplikator" zu fotografieren lohnt.
>
>Auch dazu taugt es IMHO nicht.

Doch, dazu taugt das besprochene Gerät ganz ausgezeichnet. Ich verwende
es genau dafür!

>
>>Sieht mir nach einem Bedienerfehler aus. Und vielleicht nach einer
>>Leseschwäche. Oder beides zusammen.
>
>Wieso "Leseschwäche"? Und bei den wenigen Einstellmöglichkeiten wüßte ich
>nicht, was ich da fehlbedienen sollte.

Leseschwäche, weil ich deutlich gemacht habe, auf welches Produkt sich
meine Beschreibung bezog, aus welchen Gründen ich es trotz seiner
geschilderten Schwächen benutze und worauf sich diese Benutzung
beschränkt.

>Manuelles Einstellen und Schieben an
>den paar Reglern bringt die ausgefressenen Stellen auch nicht wieder hervor.
>Der Dynamikumfang ist einfach /viel/ zu gering, um das Ausgangsdia auch nur
>ansatzweise beurteilen zu können.

Tja, wir werden es wohl nicht mehr herausfinden. Ich bin mit dem
zufrieden, was ich habe, Uwe interessiert sich aus ideologischen Gründen
nicht für Windows-Software und Du hast Dein Gerät schon in den Müll
geworfen.

>
>>Was für eine Software wird denn mit dem Aldi-Scanner geliefert?
>
>"NimoFilm" heißt die.

Oha. Da hat jemand offenbar Lizenzgebühren sparen wollen. Nun ja, wer
braucht schon noch ein weiteres Bildbearbeitungsprogramm. Die
interessante Frage wäre gewesen, ob bei der Sparmaßnahme auch relevante
Schritte der Verarbeitungskette eingespart wurden, die man normalerweise
auf Treiberlevel ansiedeln würde.

>
>>Mein
>>Erfahrungsbericht galt dem Rollei DF-S 50 SE, der mit Arcsoft Media
>>Impression 2 kommt.
>
>.. als Antwort auf "Tevion Film- und Dis-Scanner FS 5000" mit der Vermutung,
>dass die Geräte baugleich sind.

Welchen Teil von "Vermutung" und von "baugleich" war denn so schwer zu
verstehen?
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