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F:Weltaflex

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Andreas Kranister

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
Hallo, Leute!
Nun darf auch ich mal in die Mittelformatfotografie reinschnuppern!
Ich habe mir auf einer Fotoboerse zwar keine Hasselblad oder Rollei
zugelegt, aber immerhin: Zum Probieren wirds reichen ;->
Da ich nicht viel Ahnung von solchen Antiquitaeten habe, habe ich auch
ein paar Fragen:
braune Bereitschaftstasche mit der Praegung "Welta" (IMHO deutsche
Firma)
Kamera heisst "Weltaflex" und ist eine zweiauegige 6x6 Spiegelreflex mit
Lichtschacht
Aufnahmeobjektiv: f75mm, 3.5...22 Lamellenblende mit 9 Lamellen, IMHO
2-Linser(?) Beschriftung: ROW Rathenow Germany, Rectan 1:3.5 f=75
Das Zeitenrad liegt hinter dem Aufnahmeobjektiv:
B,1,2,5,10,25,50,100,250, die Blende laesst sich am gleichen Rad
einstellen. Auf der anderen Seite liegt der Verschlussspannhebel. Das
Betrachtungsobjektiv ist genau dasselbe Objektiv.
Am Oberteil des Schlittens, der sich beim Fokussieren verstellt liegt
ein Drahtausloeseranschluss.
Auf der rechten Seite der Kamera liegt der Ausloeser und das
Filmtransportrad (ohne Bildzaehler), auf der linken Seite das
Fokussierungsrad mit Schaerfentiefeskala, Blitzanschluss und zwei
Knubbel, die sich herausziehen und arretieren lassen (Halterungen fuer
die beiden Filmrollen fuer den Rollfilm).
Auf der Rueckseite befindet sich ein "Hebel" zum Oeffnen der
Kamerarueckwand und einer zum Oeffnen eines rot eingefaerbten
Sichtfensters.
Auf der Unterseite liegt ein Stativanschluss, passen da heute gaengige
Stativgewinde drauf (Manfrotto-Kugelkopf Schnellspannplatte)?
Der Lichtschacht ist nach Entriegelung abzunehmen, sodass der Spiegel
sichtbar ist; darf ich den mit chemischen Mitteln reinigen?
Der Lichtschacht hat eine Einstellupe (funktioniert sogar prima zum
Scharfstellen!), ausserdem eine Suchereinrichtung mit
Parallaxenkorrektur fuer 2m.
Ach ja, das Fokussierrad laesst sich von Unendlich bis <1m verstellen.

Tja, ein paar Fragen waren schon dabei, hier noch einige:

Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet es
nicht panchromatische Filme? Man kann es zwar verschliessen, aber das
ist sehr wackelig und kann schnell mal unabsichtlich geoeffnet werden.

Das Filmtransportrad hat keinen Bildzaehler, wie weiss ich, wann ich das
Bild weit genug transportiert habe?

Verwackelt das Ablaufen der Verschlusszeit (ich vermute anhand des
Gerauesches mal irgendeine Zahnradkombination) das Bild nicht?

Gilt die Faustregel fuer Kleinbild auch fuer Mittelformat: 75mm, daher
1/100 als laengste von Hand zu fotografierende Verschlusszeit?

Ist das Objektiv irgendwie brauchbar? Auf welche Vergroesserung? Welche
sind die schlimmsten optischen Maengel?

Zur Reinigung moechte ich die Kamera so weit als moeglich zerlegen; ist
davon abzuraten (bin kein Experte aber geduldig und nicht ungeschickt).
Any tips?

Passt ein normaler Drahtausloeser drauf oder brauche ich einen Adapter?

Zu guter Letzt moechte ich noch nach dem Wert fragen. Ich habe zwar
etwas heruntergehandelt, bin mir aber fast sicher, dass der Haendler ein
gutes Geschaeft gemacht hat.
Zustand: die Kamera ist etwas verschmutzt (leider auch das
Objektiv-offenbar von innen :-<), eine Oese fuer den Trageriemen fehlt,
(daher natuerlich auch der Trageriemen himself), inkl. braune
Lederbereitschaftstasche habe ich 100 DM gegeben.

Selbst wenn sich herausstellt, dass das Objektiv grottenschlecht und der
Verschluss sehr ungenau ist, werde ich mich aber dennoch nicht
entmutigen lassen, die Kamera fleissig zu verwenden. Die offensichtliche
Einfachheit, das Format und die spuerbare Urspruenglichkeit begeistern
mich enorm!

Bevor ich es vergesse:
Mein Freund hat sich die Yashica 635 gekauft (hat sogar einen
Selbstausloeser, Verschluss bis 1/500); ihn wuerde der Preis einer
passenden Negativmaske dafuer interessieren. Any ideas? Wie ist das
Objektiv dieser Kamera?

Werde mir heute ein paar Rollfilme kaufen und mal einen durchziehen!
Danke fuer eure Antworten!
--
Andreas Kranister
mailto:andreas....@unforgettable.com

Andreas Kranister

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
Ach ja, die Frage nach dem ungefaehren Baujahr habe ich vergessen (sieht
mir irgendwie nach 50-er aus!?)

Danke

Alexander Schinner

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
In article <36625CC0...@unforgettable.com>,

Andreas Kranister <andreas....@unforgettable.com> writes:
> Hallo, Leute!
> Nun darf auch ich mal in die Mittelformatfotografie reinschnuppern!
> Ich habe mir auf einer Fotoboerse zwar keine Hasselblad oder Rollei
> zugelegt, aber immerhin: Zum Probieren wirds reichen ;->

Eine meiner Lieblingskameras... Baujahr so ab 1955

> Da ich nicht viel Ahnung von solchen Antiquitaeten habe, habe ich auch
> ein paar Fragen:
> braune Bereitschaftstasche mit der Praegung "Welta" (IMHO deutsche
> Firma)

Die Kamerafirma Welta kommt aus Freithal.

> Kamera heisst "Weltaflex" und ist eine zweiauegige 6x6 Spiegelreflex mit
> Lichtschacht

[...]


> Auf der Rueckseite befindet sich ein "Hebel" zum Oeffnen der
> Kamerarueckwand und einer zum Oeffnen eines rot eingefaerbten
> Sichtfensters.
> Auf der Unterseite liegt ein Stativanschluss, passen da heute gaengige
> Stativgewinde drauf (Manfrotto-Kugelkopf Schnellspannplatte)?

Passt

> Der Lichtschacht ist nach Entriegelung abzunehmen, sodass der Spiegel
> sichtbar ist; darf ich den mit chemischen Mitteln reinigen?

Um Gottes willen, nein. Wie gut sieht denn der Spielgel noch aus?

>[...]

> Tja, ein paar Fragen waren schon dabei, hier noch einige:
>
> Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet es
> nicht panchromatische Filme? Man kann es zwar verschliessen, aber das
> ist sehr wackelig und kann schnell mal unabsichtlich geoeffnet werden.
>
> Das Filmtransportrad hat keinen Bildzaehler, wie weiss ich, wann ich das
> Bild weit genug transportiert habe?

Das geht nur ueber diese Rote Fenster... Also vergiss den Farbfilm...
Ist aber so kein Problem.

> Verwackelt das Ablaufen der Verschlusszeit (ich vermute anhand des
> Gerauesches mal irgendeine Zahnradkombination) das Bild nicht?

Normalerweise nicht:
1. Zentralverschluss ist nicht so erschuetterungsintensiv
2. Die Handhaltung beim Fotographieren ist sehr stebil

>
> Gilt die Faustregel fuer Kleinbild auch fuer Mittelformat: 75mm, daher
> 1/100 als laengste von Hand zu fotografierende Verschlusszeit?
>

[...]


>
> Zur Reinigung moechte ich die Kamera so weit als moeglich zerlegen; ist
> davon abzuraten (bin kein Experte aber geduldig und nicht ungeschickt).
> Any tips?

Ist nicht superschwierig, aber ein Kinderspiel ist es auch nicht,
Aehm kommst Du zum grossen Treffen?
Wenn ja, und wenn es beim mir auch klappt, koennen wir ja oeffentlich
eine Kammera zerlegen und wieder zusammenbauen. Die Weltaflex habe ich schoen
einige Male zerlegt, muss muss wissen, wo die versteckten Schrauben sind...
Und wie man die Linse zerlegt..
Und den Verschluss aufbekommt...
Und dann noch die Belederung...
Und wo man Markierungen anbringen muss, zum Justieren...
Und dann noch, wo diese komischen Beilagscheiben rausgepoltert kommen...

>
> Passt ein normaler Drahtausloeser drauf oder brauche ich einen Adapter?

Da geht ein einfacher Drahtausloeser.

> Zu guter Letzt moechte ich noch nach dem Wert fragen. Ich habe zwar
> etwas heruntergehandelt, bin mir aber fast sicher, dass der Haendler ein
> gutes Geschaeft gemacht hat.
> Zustand: die Kamera ist etwas verschmutzt (leider auch das
> Objektiv-offenbar von innen :-<), eine Oese fuer den Trageriemen fehlt,
> (daher natuerlich auch der Trageriemen himself), inkl. braune
> Lederbereitschaftstasche habe ich 100 DM gegeben.
>

So eine Oese habe ich leider auch nicht uebrig...

Wie geht es dem Verschluss? Wie gut ist der Spiegel? Und der Linse?
Aber falls das einigermassen in Ordnung ist, sollte der Preis nicht
allzuuebertrriben sein, nein, wirklich nicht. Keine Sorgen, Du bist
nicht uebers Ohr gehauen worden (wenn die Mechanik stimmt)

>
> Selbst wenn sich herausstellt, dass das Objektiv grottenschlecht und der
> Verschluss sehr ungenau ist, werde ich mich aber dennoch nicht
> entmutigen lassen, die Kamera fleissig zu verwenden. Die offensichtliche
> Einfachheit, das Format und die spuerbare Urspruenglichkeit begeistern
> mich enorm!

Da spricht der wahre Photoheld..
Weltaflex ist Klasse!

Alex

p.s.: Und wenn Sie dir doch nicht gefaellt, kannst Du sie ja verkaufen...
(Haben will..)

--
Alexander Schinner
Otto-von-Guericke-Universitaet Magdeburg
Institut fuer Theoretische Physik / Computerorientierte Theor. Physik
e-mail: schi...@acm.org PGP-Public-Key available (o o)
-------------------------------------------------------ooO-(_)-Ooo----
The universe is simple -- it's the explanation that's complex.

Andreas Kranister

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
Alexander Schinner schrieb:

> > Der Lichtschacht ist nach Entriegelung abzunehmen, sodass der Spiegel
> > sichtbar ist; darf ich den mit chemischen Mitteln reinigen?
>
> Um Gottes willen, nein. Wie gut sieht denn der Spielgel noch aus?

Hab ich mirs doch gedacht. Leider sieht der Spiegel ziemlich mies aus:
Besonders am Rand gelblich verfaerbt, schwarze Tupfen und Striche, paar
feine Kratzer, wirkt "beschlagen". Wie also reinigen?



> > Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet
> > es nicht panchromatische Filme?

^^^^^^^^^^^^^^^

> > Das Filmtransportrad hat keinen Bildzaehler, wie weiss ich, wann ich
> > das Bild weit genug transportiert habe?
>
> Das geht nur ueber diese Rote Fenster... Also vergiss den Farbfilm...
> Ist aber so kein Problem.

Ich moechte sowieso vorwiegend SW fotografieren; aber panchromatischer
SW-Film ist doch auch rotempfindlich!?

> > Zur Reinigung moechte ich die Kamera so weit als moeglich zerlegen;
> > ist davon abzuraten (bin kein Experte aber geduldig und nicht
> > ungeschickt). Any tips?
>
> Ist nicht superschwierig, aber ein Kinderspiel ist es auch nicht,
> Aehm kommst Du zum grossen Treffen?

Ich bin Oesterreicher; der Anreiseweg waere wohl etwas weit. (Wo und
wann war das nochmal?)

> Wenn ja, und wenn es beim mir auch klappt, koennen wir ja oeffentlich
> eine Kammera zerlegen und wieder zusammenbauen.

Gibs zu: In Wirklichkeit moechtest du mich anlocken, mir eins
ueberbraten, mir die Weltaflex entreissen und nach Rio fliehen ;->

> Die Weltaflex habe ich schoen einige Male zerlegt, muss muss wissen,
> wo die versteckten Schrauben sind...

Wer suchet der findet?

> Und wie man die Linse zerlegt..

Is notwendig, offenbar ist dazwischen Dreck :-<

> Und den Verschluss aufbekommt...

Trau ich mich nicht

> Und wo man Markierungen anbringen muss, zum Justieren...

_Was_ justieren?

> Und dann noch, wo diese komischen Beilagscheiben rausgepoltert kommen...

LOL!
Nach Murphy dort, wo man sie wieder am schwierigsten hineinkriegt!

> So eine Oese habe ich leider auch nicht uebrig...

Vielleicht kann ich mir das von einem Bekannten stanzen lassen :->



> Wie geht es dem Verschluss?

Habe die Kamera erst gestern gekauft und den Verschluss folgendermassen
ueberprueft:
-Gegen das Licht gehalten um zu ueberpruefen, ob dicht ->o.k.
-Bulb o.k.
-1s (geschaetzt) o.k.
-1/10s deutlich langsamer als 1s o.k.
-1/100s deutlich langsamer als 1/10s o.k.

> Wie gut ist der Spiegel? Und der Linse?

Spiegel wie beschrieben ziemlich mies, aber vielleicht laesst er sich ja
einigermassen reinigen.
Linse habe ich von innen und aussen gereinigt; bei Durchsicht sieht man
allerdings deutlich Verschmutzung -> duerfte innen sein

> Aber falls das einigermassen in Ordnung ist, sollte der Preis nicht
> allzuuebertrriben sein, nein, wirklich nicht. Keine Sorgen, Du bist
> nicht uebers Ohr gehauen worden (wenn die Mechanik stimmt)

Stimmt mich noch besser :-)

> Da spricht der wahre Photoheld..

So was hat wirklich seinen ganz eigenen Charme, da brauchts gar keinen
Helden!

> Weltaflex ist Klasse!

Offensichtlich bist du schwer verliebt!
Wie bist du mit deinen Abzuegen zufrieden (bei welchem Format?)

> p.s.: Und wenn Sie dir doch nicht gefaellt, kannst Du sie ja verkaufen...
> (Haben will..)

Da hast du mit deiner Lobhudelei aber die falsche Taktik eingeschlagen!
;-)

Schoene Gruesse

Dr. Alexander Kluge

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
> > > Das Filmtransportrad hat keinen Bildzaehler, wie weiss ich, wann ich
> > > das Bild weit genug transportiert habe?
> >
> > Das geht nur ueber diese Rote Fenster... Also vergiss den Farbfilm...
> > Ist aber so kein Problem.
>
> Ich moechte sowieso vorwiegend SW fotografieren; aber panchromatischer
> SW-Film ist doch auch rotempfindlich!?

War das nicht der Mittelformatfilm, der auf der Rückseite mit Papier
kaschiert ist?
" " " " " " " " " solche Nummern
hat,
an denen man erkennt, ob der Film weit genug transportiert wurde?

Gruß
Alexander

Helmut FAUGEL

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
"Dr. Alexander Kluge" schrieb:

Ja, die Nummern fuer 4,5x6(1-16) 6x6(1-12) und 6x9(1-8) sind immer
noch aufgedruckt und Lichteinfall durchs 'Guckloch' fuer die Bild-
nummer ist kein Problem. Film rein und ausprobieren.


--
Helmut Faugel

Radbert Grimmig

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
Am Mon, 30 Nov 1998 09:52:16 +0100 schrieb Andreas Kranister
<andreas....@unforgettable.com>:

>Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet es

>nicht panchromatische Filme? Man kann es zwar verschliessen, aber das
>ist sehr wackelig und kann schnell mal unabsichtlich geoeffnet werden.

Mach doch Gaffa drauf.

Gruss, Radbert
--
GL 650 d2 / CB 250 RS / TRX 850 rrr#89 BWaM #6 h.c.
http://home.pages.de/~inge/
http://zebra.fh-weingarten.de/~rrr/drm.faq/ - die drm-FAQ
http://www.dejanews.com/ - alle alten Postings

Helmut FAUGEL

unread,
Nov 30, 1998, 3:00:00 AM11/30/98
to
Andreas Kranister schrieb:

>
> Aufnahmeobjektiv: f75mm, 3.5...22 Lamellenblende mit 9 Lamellen, IMHO
> 2-Linser(?) Beschriftung: ROW Rathenow Germany, Rectan 1:3.5 f=75

Mit der Lichtstaerke und Bildwinkel ist das mindestens ein Triplett
(drei Linsen in drei Gruppen) oder ein Tessartyp (vier Linsen in
drei Gruppen). Duerfte etwas abgeblendet eigentlich ganz gut sein.

> Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet es
> nicht panchromatische Filme? Man kann es zwar verschliessen, aber das
> ist sehr wackelig und kann schnell mal unabsichtlich geoeffnet werden.

Der normale Rollfilm (120) hat an der Rueckseite ein Lichtschutzpapier
worauf die Bildnummern fuer die Formate 4,5x6 6x6 und 6x9cm aufgedruckt
sind. Die Lage dieses Fensters ist genormt und so bekommst du bei 6x6
auch nur die Bildnummern fuer 6x6 zu sehen. Lichteinfall in das Fenster
stoert in der Regel nicht, das Papier schluckt das schon.

Noch ein Tip zum Filmkauf: Schau in einem 'Profiladen' vorbei. Ich
selbst bin mit den ersten Filmen tierisch auf die Schnauze gefallen,
rein preismaessig. Nach dem Flohmarkt hab ich einfach bei K*rstadt
vorbeigeschaut weils auf dem Heimweg lag und fuer einen Kodak Gold
200 (den Film gibts fuer alles 'exotische') hab ich rund 12 Mark be-
zahlt. Das war bislang der teuerste MF-Negativfilm den ich erwischt
hab, fuer die Agfa Professional Negativfilme zahle ich im gut
sotierten Laden rund 8 Mark und saemtliche Professional Diafilme
sind rund eine bis zwei Mark billiger als die 36er KB-Filme. Kodak
E100S kostet rund 11 Mark (10 Mark im 5er Pack), Fuji Astia ist
etwas teurer. Dias in 6x6 haben uebrigens einen extremen Sucht-
faktor ...

--
Helmut Faugel

Andreas Kranister

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Helmut FAUGEL schrieb:

> > Aufnahmeobjektiv: f75mm, 3.5...22 Lamellenblende mit 9 Lamellen, IMHO
> > 2-Linser(?) Beschriftung: ROW Rathenow Germany, Rectan 1:3.5 f=75
>
> Mit der Lichtstaerke und Bildwinkel ist das mindestens ein Triplett
> (drei Linsen in drei Gruppen) oder ein Tessartyp (vier Linsen in
> drei Gruppen). Duerfte etwas abgeblendet eigentlich ganz gut sein.

Freut mich zu hoe.. lesen!

> > Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet es
> > nicht panchromatische Filme? Man kann es zwar verschliessen, aber das
> > ist sehr wackelig und kann schnell mal unabsichtlich geoeffnet werden.
>
> Der normale Rollfilm (120) hat an der Rueckseite ein Lichtschutzpapier

> worauf die Bildnummern fuer die Formate 4,5x6 6x6 und 6x9cm ...

Danke, weiss ich mittlerweile!
Gestern, also nur einen Tag nach Erwerb der Kamera ;-> hab ich mir ein
paar Rollfilme, einen Drahtausloeser und eine Stativplatte gekauft und
los gings!
Bei der Gelegenheit hab ich gleich den Drahtausloeser ruiniert (habe
mich schon gewundert, wie fest man den druecken muss um auszuloesen,
ueberhaupt wenn man den Verschluss nicht gespannt hat ... :-<). Da es
schon 9h abend war hab ich hauptsaechlich mit Blitz gearbeitet
(Blitzsynchronisation mit 1/250 funktioniert tatsaechlich, hehe) und
nachdem ich Nr.12 hinter mir hatte, gings ans Entwickeln.
Ich habe mir eigentlich gedacht, ich wuerde nie Probleme mit dem
Film-auf-die -Spirale-spulen haben, aber das war halt bei Kleinbild...
Nach einer Viertelstunde hatte ich es irgendwie geschafft, die Spirale
zu beschicken, aber ploetzlich war ich mir nicht mehr sicher, ob ich
jetzt den Film oder das Papier oben hatte. War doch das richtige,
Gottseidank!
Wie macht ihr das am besten? Ich habe alles im Dunkeln gemacht: Papier
am Filmanfang abloesen, *Film*einfaedeln* (ein Horror im dunkeln) usw.
Kann man das einfacher machen?

> Noch ein Tip zum Filmkauf: Schau in einem 'Profiladen' vorbei.

Mach ich sowieso. Mein Laden hat eine gute Betreuung und wird viel von
Profis frequentiert. Die Preise liegen bei vielen Produkten auf
Me***markt-Niveau, manchmal auch drunter (hallo, Schorno!)


> Ich selbst bin mit den ersten Filmen tierisch auf die Schnauze gefallen,
> rein preismaessig. Nach dem Flohmarkt hab ich einfach bei K*rstadt
> vorbeigeschaut weils auf dem Heimweg lag und fuer einen Kodak Gold
> 200 (den Film gibts fuer alles 'exotische') hab ich rund 12 Mark be-
> zahlt.

Das war wirklich teuer. Ich habe fuer Hp5+ Fp4+ je DM5.5- bezahlt. Ist
glaub ich in Ordnung fuer Rollfilm 120. Ach ja, was genau bedeuten
eigentlich die Zahlen. Die Konfektion, ich weiss, aber in welchem
Zusammenhang (135,120,220)?

Tschuess!

Andreas Kranister

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to

Alexander Schinner

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
In article <3662B4D6...@unforgettable.com>,

Andreas Kranister <andreas....@unforgettable.com> writes:
> Alexander Schinner schrieb:
>
>> > Der Lichtschacht ist nach Entriegelung abzunehmen, sodass der Spiegel
>> > sichtbar ist; darf ich den mit chemischen Mitteln reinigen?
>>
>> Um Gottes willen, nein. Wie gut sieht denn der Spielgel noch aus?
>
> Hab ich mirs doch gedacht. Leider sieht der Spiegel ziemlich mies aus:
> Besonders am Rand gelblich verfaerbt, schwarze Tupfen und Striche, paar
> feine Kratzer, wirkt "beschlagen". Wie also reinigen?

Gar nicht, der ist Oberflächenverspiegelt, und die Verspiegelung hat den Geist
aufgegeben. Es gibt da eigentlich nur die Moeglichkeit, einen Spiegel
anfertigenm zu lassen. Es soll da Firmen geben, die alles verspiegel, was aus
Glas ist (Einfach einen Astronomiefan fragen, die haben angeblich derartige
Anzeigen in den Fachzeitschriften). Oder hast du Kontakt zur Uni? Verschiedene
Labore koennen auch alles Moegliche aufdampfen.

>> > Das roteingefaerbte Filmsichtfenster verstehe ich nicht: Belichtet
>> > es nicht panchromatische Filme?

> ^^^^^^^^^^^^^^^


>
>> > Das Filmtransportrad hat keinen Bildzaehler, wie weiss ich, wann ich
>> > das Bild weit genug transportiert habe?
>>
>> Das geht nur ueber diese Rote Fenster... Also vergiss den Farbfilm...
>> Ist aber so kein Problem.
>
> Ich moechte sowieso vorwiegend SW fotografieren; aber panchromatischer
> SW-Film ist doch auch rotempfindlich!?

Wenn man schnell genug ist, und nicht in die volle Sonne geht, reicht das
Schutzpapier zur Not auch. Hatte bisher nur ein Problem, als ich das Fenster
mehrere Tage offen liess, und selbst das gab nur einen Leichten "Abdruck"

>
>> > Zur Reinigung moechte ich die Kamera so weit als moeglich zerlegen;
>> > ist davon abzuraten (bin kein Experte aber geduldig und nicht
>> > ungeschickt). Any tips?
>>
>> Ist nicht superschwierig, aber ein Kinderspiel ist es auch nicht,
>> Aehm kommst Du zum grossen Treffen?
>
> Ich bin Oesterreicher; der Anreiseweg waere wohl etwas weit. (Wo und
> wann war das nochmal?)

Vielleicht bei einem lokalen Treffen in Bayern? Eigentlich bin ich ja Muenchner.

> Gibs zu: In Wirklichkeit moechtest du mich anlocken, mir eins
> ueberbraten, mir die Weltaflex entreissen und nach Rio fliehen ;->

Wie komme ich denn sonst zu meiner Sammlung? :-)

>> Die Weltaflex habe ich schoen einige Male zerlegt, muss muss wissen,
>

>> Und den Verschluss aufbekommt...

Ohne Teildeinstallation von Verschlussteilen kommst Du nicht
an die Innereien.

> _Was_ justieren?

z.B. Planlage der Frontplatte (dazu sind die Beilagscheiben, die haben naemlich
unterschiedliche Dicke). Gottlob hat derjenige, der meine Welta gebaut hat, an
den verschiedenen Stellen mit Bleistift (!) notiert, welche gesamtdicke (!!)
hinmuss!!!
Dann noch der Hebel zum Scharfstellen, die Linse fuer den Sucher...

Aber bei der zweiten zerlegten Welta ist dass dann viel einfacher ;-)

>> So eine Oese habe ich leider auch nicht uebrig...
>
> Vielleicht kann ich mir das von einem Bekannten stanzen lassen :->

Du kennst Jemanden, der Teile stanzen kann? Da werde ich doch gleich hellhoerig?

>
> Habe die Kamera erst gestern gekauft und den Verschluss folgendermassen
> ueberprueft:
> -Gegen das Licht gehalten um zu ueberpruefen, ob dicht ->o.k.
> -Bulb o.k.
> -1s (geschaetzt) o.k.
> -1/10s deutlich langsamer als 1s o.k.
> -1/100s deutlich langsamer als 1/10s o.k.

Dann ist der Verschluss in Ordnung...

>> Wie gut ist der Spiegel? Und der Linse?
>
> Spiegel wie beschrieben ziemlich mies, aber vielleicht laesst er sich ja
> einigermassen reinigen.
> Linse habe ich von innen und aussen gereinigt; bei Durchsicht sieht man
> allerdings deutlich Verschmutzung -> duerfte innen sein
>

> Offensichtlich bist du schwer verliebt!
> Wie bist du mit deinen Abzuegen zufrieden (bei welchem Format?)
>

Leider immer nur Kontaktabzuege, ich habe keinen Zugriff auf einen ordentlichen
Vergroesserer (kommt aber noch vor der Jahrtausendwende ...)

>> p.s.: Und wenn Sie dir doch nicht gefaellt, kannst Du sie ja verkaufen...
>> (Haben will..)
>
> Da hast du mit deiner Lobhudelei aber die falsche Taktik eingeschlagen!
> ;-)

Weltax is sich schlächtes Kamera, nix gutt, ist sich ostdeitsch damals, nixe
qualitet, du maeglichst schnell verkaufen, sonst niemand mehr zahlen wollen
Geld!

Alex

Dr.-Ing. A. Irmer

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Alexander Schinner wrote:
> >> Um Gottes willen, nein. Wie gut sieht denn der Spielgel noch aus?
> >
> > Hab ich mirs doch gedacht. Leider sieht der Spiegel ziemlich mies aus:
> > Besonders am Rand gelblich verfaerbt, schwarze Tupfen und Striche, paar
> > feine Kratzer, wirkt "beschlagen". Wie also reinigen?
>
> Gar nicht, der ist Oberflächenverspiegelt, und die Verspiegelung hat den Geist
> aufgegeben. Es gibt da eigentlich nur die Moeglichkeit, einen Spiegel
> anfertigenm zu lassen. Es soll da Firmen geben, die alles verspiegel, was aus
> Glas ist (Einfach einen Astronomiefan fragen, die haben angeblich derartige
> Anzeigen in den Fachzeitschriften). Oder hast du Kontakt zur Uni? Verschiedene
> Labore koennen auch alles Moegliche aufdampfen.

Klingt teuer!
Das Problem habe ich mit meiner Rolleiflex Standard auch:
frueher (in meinem Fall 1934) wurde fuer Oberflaechenspiegel
Silber verwendet.
Das wird gelb und ist nicht dauerhaft.
Heute verwendet man Aluminium.

Es gibt Oberflaechenspiegel zu kaufen, und selber zuschneiden kann
nicht so schwierig sein.
So duerfte der Fall mit 25 DM erledigt sein.
Bezugsquelle kann ich gerne per email zusenden.

Gruesse
A.Irmer

Andreas Kranister

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Dr.-Ing. A. Irmer schrieb:

> Es gibt Oberflaechenspiegel zu kaufen, und selber zuschneiden kann
> nicht so schwierig sein.
> So duerfte der Fall mit 25 DM erledigt sein.
> Bezugsquelle kann ich gerne per email zusenden.

Jau, bitte an:

Helmut FAUGEL

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Andreas Kranister schrieb:

>
> Dr.-Ing. A. Irmer schrieb:
>
> > Es gibt Oberflaechenspiegel zu kaufen, und selber zuschneiden kann
> > nicht so schwierig sein.
> > So duerfte der Fall mit 25 DM erledigt sein.
> > Bezugsquelle kann ich gerne per email zusenden.
>
> Jau, bitte an:

Ihr seid euch aber schon im Klaren das die Dicke des Spiegels
wichtig ist, oder? Ansonsten stellst du auf alles moegliche
scharf.


--
Helmut Faugel

Andreas Kranister

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Alexander Schinner schrieb:

> > Hab ich mirs doch gedacht. Leider sieht der Spiegel ziemlich mies aus:
> > Besonders am Rand gelblich verfaerbt, schwarze Tupfen und Striche, paar
> > feine Kratzer, wirkt "beschlagen". Wie also reinigen?
>
> Gar nicht, der ist Oberflächenverspiegelt,

Von wegen Doppelkonturen und so.
Naja, Pech gehabt. In einem anderen Posting bietet jemand eine
hilfreiche Adresse an. Mal schauen was sowas kostet; ich will den
Aufwand aber nicht zu hoch treiben.

> >> Die Weltaflex habe ich schoen einige Male zerlegt, muss muss wissen,

> >> Und den Verschluss aufbekommt...

> Ohne Teildeinstallation von Verschlussteilen kommst Du nicht
> an die Innereien.

Ich interessiere mich vorwiegend fuer die Reinigung des Objektives,
sonst nur grob; funktionieren tuts ja :->
Gestern hab ich schon einen Film durchgezogen und auch gleich entwicklet
(Katastrophenbericht s. Antwort an Helmut Faugel), schaut recht gut aus!

> > _Was_ justieren?
>
> z.B. Planlage der Frontplatte (dazu sind die Beilagscheiben, die haben naemlich
> unterschiedliche Dicke). Gottlob hat derjenige, der meine Welta gebaut hat, an
> den verschiedenen Stellen mit Bleistift (!) notiert, welche gesamtdicke (!!)
> hinmuss!!!

Um Gottes Willen!

> Dann noch der Hebel zum Scharfstellen, die Linse fuer den Sucher...
> Aber bei der zweiten zerlegten Welta ist dass dann viel einfacher ;-)

> > Vielleicht kann ich mir das von einem Bekannten stanzen lassen :->


>
> Du kennst Jemanden, der Teile stanzen kann? Da werde ich doch gleich hellhoerig?

Naja, in unserem Musterbau sind recht geschickte Leute; und in der
Mittagspause fuer ein Bier oder einen Kaffee ... vielleicht laesst sich
da was machen? Muesste ich allerdings mal nachfragen.
Eine zweite Moeglichkeit ist die Schule, die ich besucht habe: Die haben
da eine eigene Abteilung in der Werkstatt, die sich mit Blechbearbeitung
beschaeftigt (Stanzen, Biegen). Ich denke, die koennten das sicher.
Dummerweise habe ich meine Kontakte dahin ziemlich vernachlaessigt.

> > Wie bist du mit deinen Abzuegen zufrieden (bei welchem Format?)

> Leider immer nur Kontaktabzuege, ich habe keinen Zugriff auf einen
> ordentlichen Vergroesserer (kommt aber noch vor der Jahrtausendwende ...)

Geht mir auch so, ich mach aber nicht mal Kontaktabzuege. Warum laesst
du dir sie nicht im Fotogeschaeft vergroessern (wenigstens die besten)?

Tschuess!

Dr.-Ing. A. Irmer

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Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Helmut FAUGEL wrote:

> Ihr seid euch aber schon im Klaren das die Dicke des Spiegels
> wichtig ist, oder? Ansonsten stellst du auf alles moegliche
> scharf.

Kommt darauf an, was fuer eine Kamera man hat.
Bei der Rolleiflex kann das Sucherobjektiv getrennt so eingebaut
werden, dass die unterschiedliche Dicke ausgeglichen wird.

Aber ich denke, wir legen einfach Bleche unter ;-)

Gruesse
A. Irmer

AXX6182164

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Welta ist eine Firma aus Freital/ Dresden, sie produzierte seit den 30er
Jahren, teilweise hochwertige Kameras. Dein Produkt stammt aus DDR-Zeiten
(VEB), Produktionsdatum 1955.
Das Rotlichtfenster kann auch für heutige s/w Filme seine Dienste verrichten.
Hier liest man dann die Bildfolge ab (12 Bilder). Vorsicht beim Einspulen.:Kurz
nach dem Einlegen, schließen, und Film so weit drehen bis über einige Pfeile im
Fenster die No 1 sichtbar wird.
In der Tat sollte man unter 1/100 sec ein Stativ verwenden.
Objektiv ist guter Durchschnitt, leidet aber eventuell an tendenzieller
Blindheit, müsste vorsichtig auch von innen gereinigt werden.Objektiv ist
wahrscheinlich nicht farbkorrigiert. Wenn der Auslöser Geräusche macht, ist
das völlig normal. Falls er bockt, helfen mikroskopisch kleine Mengen von
Feuerzeugbenzin, das man in die Öffnung des Drahtauslöserstutzens füllt: aber
Vorsicht!! Jeder Drahtauslöser dürfte passen.
Kamera nie selbst auseindernehmen, nur die vorgesehenen beweglichen Teile. Der
Wert der Kamera ist nicht hoch. 100 DM ist ok, wenn sie geht. Wenn sie wirklich
funktioniert, ist es sogar ein gelungener Coup.
Gruß AJ

Oliver Jennrich

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
* "Andreas" == Andreas Kranister <andreas....@unforgettable.com> writes:

[..Erfahrungen mit Rollfilm..]


> beschicken, aber ploetzlich war ich mir nicht mehr sicher, ob ich
> jetzt den Film oder das Papier oben hatte. War doch das richtige,
> Gottseidank! Wie macht ihr das am besten? Ich habe alles im Dunkeln
> gemacht: Papier am Filmanfang abloesen, *Film*einfaedeln* (ein
> Horror im dunkeln) usw. Kann man das einfacher machen?

Alles Uebungssache. Ich mache fast ausschliesslich S/W im MF, eher
selten im KB. Dabei breche ich mir jedesmal fast die Finger, bis der
elend lange Streifen in der Spule ist :-)

Und der Unterschied Papier/Film ist doch ganz einfach: Was zum Schluss
den Klebestreifen hat, ist der Film. Der Streifen laesst sich naemlich
deutlich einfacher vom Papier ziehen, als vom Film :-)

OliverJ

--
Oliver Jennrich JILA, University of Colorado @ Boulder

Gravity. It's not just a good idea, it's the law!

Oliver Jennrich

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
* "-Ing" == -Ing A Irmer <dc...@risc1.irmer.ipf.de> writes:

> Helmut FAUGEL wrote:
>> Ihr seid euch aber schon im Klaren das die Dicke des Spiegels
>> wichtig ist, oder? Ansonsten stellst du auf alles moegliche scharf.
> Kommt darauf an, was fuer eine Kamera man hat. Bei der Rolleiflex
> kann das Sucherobjektiv getrennt so eingebaut werden, dass die
> unterschiedliche Dicke ausgeglichen wird.

??? Bei der Rollieflex liegt der Spiegel doch in Halteschienen, so weit
ich mich erinnere. Einfach irgendetwas drunterklemmen, so dass der
Spiegel gegen die 'obere' Schien gedrueckt wird.

Sind da nicht sogar Federn?

Dr.-Ing. A. Irmer

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
Oliver Jennrich wrote:
> ??? Bei der Rollieflex liegt der Spiegel doch in Halteschienen, so weit
> ich mich erinnere. Einfach irgendetwas drunterklemmen, so dass der
> Spiegel gegen die 'obere' Schien gedrueckt wird.
>
> Sind da nicht sogar Federn?
Ich rede von einer Rolleiflex (die 2aeugige), nicht von einer
"Rolleiflex" ;-)

Bei meiner liegt der Spiegel im Suchergehaeuse einfach auf und
wird mit einer Feder unten und Blechbuegeln oben fixiert.

Gruesse
A. Irmer

Alexander Schinner

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
In article <ywntu2zf...@jilau1.colorado.edu>,

Oliver Jennrich <oliver....@colorado.edu> writes:
> * "-Ing" == -Ing A Irmer <dc...@risc1.irmer.ipf.de> writes:
>
>> Helmut FAUGEL wrote:
>>> Ihr seid euch aber schon im Klaren das die Dicke des Spiegels
>>> wichtig ist, oder? Ansonsten stellst du auf alles moegliche scharf.
>> Kommt darauf an, was fuer eine Kamera man hat. Bei der Rolleiflex
>> kann das Sucherobjektiv getrennt so eingebaut werden, dass die
>> unterschiedliche Dicke ausgeglichen wird.

Genau so ist das bei der Weltaflex auch geloest, also kein Problem.

Alex

--
Alexander Schinner
Otto-von-Guericke-Universitaet Magdeburg
Institut fuer Theoretische Physik / Computerorientierte Theor. Physik
e-mail: schi...@acm.org PGP-Public-Key available (o o)
-------------------------------------------------------ooO-(_)-Ooo----

Due to budgetary contstraints... The light at the end of the tunnel will
be turned off until further notice.

Alexander Schinner

unread,
Dec 1, 1998, 3:00:00 AM12/1/98
to
In article <19981201100154...@ng-fa1.aol.com>,
axx61...@aol.com (AXX6182164) writes:
[...]

> Wenn der Auslöser Geräusche macht, ist
> das völlig normal. Falls er bockt, helfen mikroskopisch kleine Mengen von
> Feuerzeugbenzin, das man in die Öffnung des Drahtauslöserstutzens füllt: aber
> Vorsicht!! Jeder Drahtauslöser dürfte passen.

Ich kenne diese Kamera von innen. Was Du da vorschlaegst ist eine reine
Schrotschusstherapie, die hackenden Teile sind in der Seitenwand verborgen.
Ich habe daheim eine Reflekta II (Vorgaengermodell) bei der war fast nichts mehr
zu bewegen. Der Haendler meint:"Hier rein ein bisschen Kontakspray,
und dann bewegt sich dass wieder, habe ich bei der Kamera auch schon oefters
gemacht" Da ich die Kamera fuer einen sehr annehmbaren Preis bekam, habe ich sie
genommen und aufgemacht. Offensichtlich hat er wirklich Unmengen an Fluessigkeiten
in diese Kamera gepumpt, Da war derartig viel Verhartztes Zeugs drinnen...,
unglaublich. So eine richtige Mischung aus Oel, Fett, Kontaktspray und
wahrscheinlich auch noch Graphit, das war nur sehr schwer zu entfernen. Aber
jetzt ist das alles so leichtgaengig, ich bin zufrieden.

Gerade diese alten Kameras wurden ja noch per Hand zusammengebaut, da kann man
mit etwas Feingefuehl wenig falsch machen.

> 100 DM ist ok, wenn sie geht. Wenn sie wirklich
> funktioniert, ist es sogar ein gelungener Coup.
> Gruß AJ

Da stimme ich zu,

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