Hallo,
Am 14.03.2013 18:31, schrieb Karl-Josef Ziegler:
...[...]...
> Zudem muss Regen natürlich auch für die Kamera sichtbar sein, wenn er
> denn als Stilmittel dienen soll. Das ist starker Regen (oder auch Rauch,
> Nebel) sicherlich, aber 'sieht' man Nieselregen überhaupt bei einer
> Kameraaufnahme?
Möller: Allgemeine Meteorogie Band 1; S 211ff
BI-Hochschultaschenbücher Band 276; ISBN 3-411-00276-X
Tröpfchendurchmesser zwischen 0,08 mm und 0,3 mm
Empirische Formel: Regentropfen mit Radius r < 4 mm fallen mit einer
Geschwindigkeit von v = r · 2000/s im freien Fall. Damit hat man dann:
Fallgeschwindigkeiten zwischen 0,16 m/s und 0,6 m/s
Jetzt könnte man ausrechnen welche (Winkel-) Auflösung die Aufzeichnung
haben müsste um einen Tropfen in vorgegebener Entfernung noch auflösen
zu können. Bei einem leichten Weitwinkelobjektiv (KB Brennweite 35 mm)
hat man in einem Meter IIRC etwa ein Meter Bilddiagonale. Die Tropfen
wären max. 1/3000 der Diagonalen, also unter der Auflösungsgrenze. Dazu
bewegen diese sich pro Frame nicht unerheblich.
„Darstellen“ kann man den Niesel aber durch seine Wirkung auf Pfützen,
glatte Flächen und/oder in dem man Licht an den Tropfen reflektieren
lässt. Du musst da also „schummeln“. Zur weiteren Info: Richtig fette
Regentropfen haben etwa 5 mm. Sehr viel größere Durchmesser gehen aus
aerodynamischen Gründen nicht, die Tropfen zerlegen sich. Dabei fallen
diese mit knapp unter 9 m/s. Diese Tropfen haben dann also beim obigen
Beispiel etwa 1/200 der Bilddiagonale und sind damit (wegen der sehr
schnellen Bewegung als eine Spur durch das Bild) sichtbar.
MfG
Uwe Borchert