"Wohlfühl"-Filmvorschläge gesucht

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Mike Grantz

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May 29, 2021, 10:12:21 AMMay 29
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Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".
Besser kann ich das leider nicht beschreiben, da ich nicht für mich
suche. Darf schon düster und gemein sein, Hauptsache am Ende gibts
Endorphine. Glaub einige nennen das "upbeat ending".

Sprich es muss nicht unbedingt romantisch, lustig oder ein Happy End sein.

So was wie Alles ist erleuchtet oder Wie ein einziger Tag, aber auch
Zombieland, The Green Mile oder Die Verurteilten.

Andy Angerer

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May 29, 2021, 10:37:35 AMMay 29
to
Am 29.05.21 um 16:12 schrieb Mike Grantz:

> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".

- "Das alte Ladakh"
- "Der Himmel über Berlin"

Nach beiden Filmen kam ich einen halben
Meter über dem Boden gehend aus dem Kino raus.


--
**** Die andere Site ****
(mit den anderen Links)
www.angerer-bodenlos.de

Mike Grantz

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May 29, 2021, 10:41:59 AMMay 29
to
On 29.05.2021 16:37, Andy Angerer wrote:

> - "Das alte Ladakh"

Der aus den 80ern von Clemens Kuby?

> - "Der Himmel über Berlin"

> Nach beiden Filmen kam ich einen halben
> Meter über dem Boden gehend aus dem Kino raus.

Danke, ich werds weiterleiten.

Andy Angerer

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May 29, 2021, 11:34:04 AMMay 29
to
Am 29.05.21 um 16:41 schrieb Mike Grantz:
> On 29.05.2021 16:37, Andy Angerer wrote:
>
>> - "Das alte Ladakh"
>
> Der aus den 80ern

Ja; eine Doku.

> von Clemens Kuby?

Vermutlich.

>> - "Der Himmel über Berlin"
>
>> Nach beiden Filmen kam ich einen halben
>> Meter über dem Boden gehend aus dem Kino raus.
>
> Danke, ich werds weiterleiten.

Mancher mag sie 'langweilig' nennen.
Ich empfand sie als meditativ & hypnotisch.

Kay Martinen

unread,
May 29, 2021, 12:40:01 PMMay 29
to
Am 29.05.21 um 16:12 schrieb Mike Grantz:
> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".
> Besser kann ich das leider nicht beschreiben, da ich nicht für mich
> suche. Darf schon düster und gemein sein, Hauptsache am Ende gibts
> Endorphine. Glaub einige nennen das "upbeat ending".

Ich würd's da eher mal mit Musik versuchen. Da gibt's auch eher
Kategorien (vielleicht mal nach "mood" suchen") die vielleicht eher dem
Gewünschen Zweck dienen. Und die entsprechende "Konserve" ist ggf. auf
jedem Schlaufon verfügbar.



Kay

--
Posted via leafnode

Patrick Rudin

unread,
May 29, 2021, 2:30:14 PMMay 29
to
Mike Grantz wrote:
> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".


Midnight Run (Martin Brest, 1988)
"You don't look much like a criminal". "I'm a white-collar criminal".


L.A. Story (Mick Jackson, 1991)
"Why is it that we don't always recognize the moment when love begins
but we always know when it ends?"


Leap Of Faith (Richard Pearce, 1992)
"Got a question for you. Why did you make so many suckers?"


Forever Young (Steve Miner, 1992)
"Tell her everything. The sooner the better. Because...you might not get
another chance".


L'uomo delle stelle (Giuseppe Tornatore, 1995)
"Mi piacciono le pellicole dell'amore, dove tutti si baciano e alla fine
sono felici e contenti".


Meet Joe Black (Martin Brest, 1998)
"Death and Taxes".


Inception (Christopher Nolan, 2010)
"Your world is not real!"


Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
"Maybe right now, she's settling in for the long nap. By the light of
our new sun. In our new home".


Sind wenig überraschend auch alles Filme mit einem hervorragendem
Soundtrack. Eine Schande, dass man Leap of Faith, Forever Young und
L'uomo delle stelle nur auf DVD gucken kann, da wäre endlich mal eine
BD-Version fällig...


Gruss

Patrick

Andy Angerer

unread,
May 31, 2021, 11:45:12 AMMay 31
to
Am 30.05.21 um 17:14 schrieb David Haller:
> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>
> *BWAH* Bleib mir mit dem weg, den hab ich die Tage erst wieder
> geschaut, weil bei dem die Physik (halbwegs) richtig umgesetzt sein
> soll (und nur zum Teil ist). Und tolle Schauspieler hat. Aber die
> Story! "Grottitsch und föllitsch dämlitsch" *Uargs*

*Mein Bruder!*

> Speziell der Part um den ersten Planeten.

Meinst du diese Wasserwelt?
Die blieb mir besonders im Gedächtnis.
Von den Bildern und der Atmosphäre her super gemacht.
Aber physikalisch völlig verkehrt und inhaltlich extrem schwachsinnig.

> Ja, ich hab mich auf die Prämisse eingelassen,
> die Schauspieler haben mich weitgehend abgeholt usw. usf. kein
> schlechter Film, aber das war einfach zu doof.

Genau; und viiiiiiel zu lang.

Patrick Rudin

unread,
Jun 2, 2021, 3:48:17 PMJun 2
to
On 30.05.21 17:14, David Haller wrote:
> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:
>> Mike Grantz wrote:
>>> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".
> [..]
>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>
> *BWAH* Bleib mir mit dem weg, den hab ich die Tage erst wieder
> geschaut, weil bei dem die Physik (halbwegs) richtig umgesetzt sein
> soll (und nur zum Teil ist). Und tolle Schauspieler hat. Aber die
> Story! "Grottitsch und föllitsch dämlitsch" *Uargs*

Er hat dramaturgische Schwächen, aber ich wundere mich, weshalb sich
soviele Leute am Wasserplaneten hochziehen. Das mässig intelligente
Verhalten der Crew wird ja danach sogar im Film thematisiert.

Und trotz der düsteren Zukunftsprognose löst er ganz am Ende die Sache
relativ flockig auf. Deshalb habe ich ihn hier genannt.

> "Arrival" [2] (Denis Villeneuve, 2016, , m. Amy Adams, Jeremy Renner,
> Forest Whitaker)) <https://www.imdb.com/title/tt2543164/>

Der fing relativ gut (trotz aller Klischees) an, aber spätestens nach
der Bombe wurde es zum 0815-Film. Chance vertan, mich hat der Film geärgert.


Gruss

Patrick

Kay Martinen

unread,
Jun 2, 2021, 4:40:02 PMJun 2
to
Am 02.06.21 um 21:48 schrieb Patrick Rudin:
> On 30.05.21 17:14, David Haller wrote:
>> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:
>>> Mike Grantz wrote:
>>>> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".
>> [..]
>>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>>
>> *BWAH* Bleib mir mit dem weg, den hab ich die Tage erst wieder
>> geschaut, weil bei dem die Physik (halbwegs) richtig umgesetzt sein
>> soll (und nur zum Teil ist). Und tolle Schauspieler hat. Aber die
>> Story! "Grottitsch und föllitsch dämlitsch" *Uargs*
>
> Er hat dramaturgische Schwächen, aber ich wundere mich, weshalb sich
> soviele Leute am Wasserplaneten hochziehen. Das mässig intelligente
> Verhalten der Crew wird ja danach sogar im Film thematisiert.

Den unwirtlichen Steinhaufen später finde ich weit hochziehenswerter,
ebenso den Durchgeknallten Wissenschaftler dort. Aber dann...

> Und trotz der düsteren Zukunftsprognose löst er ganz am Ende die Sache
> relativ flockig auf. Deshalb habe ich ihn hier genannt.

... Durch Bruch kausaler Regeln und weil einer IN ein Schwarzes Loch
hinein fliegt und es überlebt... das nennst du Flockig? Ein
Unterirdischer Betonsilo aus dem eine Primitiv-rakete starten soll und
der später zugleich mit Technik X auf wundersame weise ins All gehievt
wird - und dadurch die Menschheit rettet OHNE das diese weit auswandern
muß... was den Grund für den Weiten Flug nachträglich obsolet machte.
Und als Erklärung "unbekannte" (und unbekannt bleibende)
Multidimensionale Wesenheiten herbeitheoretisieren. Abstruser gehts kaum.

Irgendwie negiert dieser Film für mich die Grundlage seiner eigenen
Erzählung.

Gerald Gruner

unread,
Jun 3, 2021, 8:41:57 AMJun 3
to
Kay Martinen schrieb am 2.06.21:

> Am 02.06.21 um 21:48 schrieb Patrick Rudin:
>> On 30.05.21 17:14, David Haller wrote:
>>> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:
>>>> Mike Grantz wrote:
>>>>> Ich suche Filme, egal welcher Art, wo man sich am Ende "wohl fühlt".
>>> [..]
>>>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>>>
>>> *BWAH* Bleib mir mit dem weg, den hab ich die Tage erst wieder
>>> geschaut, weil bei dem die Physik (halbwegs) richtig umgesetzt sein
>>> soll (und nur zum Teil ist). Und tolle Schauspieler hat. Aber die
>>> Story! "Grottitsch und föllitsch dämlitsch" *Uargs*
>>
>> Er hat dramaturgische Schwächen, aber ich wundere mich, weshalb sich
>> soviele Leute am Wasserplaneten hochziehen.

War das der mit der stark beschleunigten Zeit?
Sehr an den Haaren herbei gezogen, aber das habe ich unter SF verbucht.

Das mit der riesigen Welle, die plötzlich kam? Das hätte sie nicht so
überraschen sollen. So einen Mega-Krawentzmann hätte man schon bei der
ersten Umkreisung im Radar oder sogar mit dem bloßen Auge sehen küssen.

>> Das mässig intelligente
>> Verhalten der Crew wird ja danach sogar im Film thematisiert.

Wurde es? Mag sein, ist schon längerher...

> Den unwirtlichen Steinhaufen später finde ich weit hochziehenswerter,

Wieso?

> ebenso den Durchgeknallten Wissenschaftler dort. Aber dann...

Und nochmals: Wieso?
Wenn du x Jahre auf einem Planeten absolut alleine wärst, wärst du dir dann
ganz sicher, _nicht_ durchzudrehen und alles für deine Rückkehr zu tun?


>> Und trotz der düsteren Zukunftsprognose löst er ganz am Ende die Sache
>> relativ flockig auf. Deshalb habe ich ihn hier genannt.
>
> ... Durch Bruch kausaler Regeln und weil einer IN ein Schwarzes Loch
> hinein fliegt und es überlebt... das nennst du Flockig?

Das könntest du zu jeder SF-Story sagen, die irgendwie mit Zeitreisen zu
tun hat.

> Ein Unterirdischer Betonsilo aus dem eine Primitiv-rakete starten soll
> und der später zugleich mit Technik X auf wundersame weise ins All
> gehievt wird - und dadurch die Menschheit rettet OHNE das diese weit
> auswandern muß...

DAS hielt ich für SEHR harten Tobak, insbesondere auch noch unbemerkt von
der paranoiden Regierung und deren Überwachung.
Die Physik etwas zu biegen, gehört zur SF. Aber hier wurde die innere Logik
gebogen. Das sollten Autoren vermeiden.

> was den Grund für den Weiten Flug nachträglich obsolet machte.
> Und als Erklärung "unbekannte" (und unbekannt bleibende)
> Multidimensionale Wesenheiten herbeitheoretisieren. Abstruser gehts kaum.

Ähm, waren diese "Wesenheiten" nicht die (zukünftigen) Menschen selbst, die
per Zeitschleife die Grundlage für ihre eigenes Überleben gelegt haben.


> Irgendwie negiert dieser Film für mich die Grundlage seiner eigenen
> Erzählung.

Das ist die Eigenart von "Zeitschleifen" in der SF.

MfG
Gerald

--
"Jede dystopische Gesellschaft hat eine exzessive Überwachung, aber nun
müssen wir anschauen, wie auch westliche Demokratien wie die USA und
England diesen Weg gehen."
- Philip Zimmermann, Erfinder von PGP, über seine Ausreise aus den USA

Andy Angerer

unread,
Jun 3, 2021, 10:32:16 AMJun 3
to
Am 03.06.21 um 14:41 schrieb Gerald Gruner:
> Kay Martinen schrieb am 2.06.21:
>> Am 02.06.21 um 21:48 schrieb Patrick Rudin:
>>> On 30.05.21 17:14, David Haller wrote:
>>>> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>>>>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>>>>
>>>> *BWAH* Bleib mir mit dem weg, den hab ich die Tage erst wieder
>>>> geschaut, weil bei dem die Physik (halbwegs) richtig umgesetzt sein
>>>> soll (und nur zum Teil ist). Und tolle Schauspieler hat. Aber die
>>>> Story! "Grottitsch und föllitsch dämlitsch" *Uargs*
>>>
>>> Er hat dramaturgische Schwächen, aber ich wundere mich, weshalb sich
>>> soviele Leute am Wasserplaneten hochziehen.
>
> War das der mit der stark beschleunigten Zeit?
> Sehr an den Haaren herbei gezogen, aber das habe ich unter SF verbucht.
>
> Das mit der riesigen Welle, die plötzlich kam? Das hätte sie nicht so
> überraschen sollen. So einen Mega-Krawentzmann hätte man schon bei der
> ersten Umkreisung im Radar oder sogar mit dem bloßen Auge sehen küssen.

Natürlich; sie wussten ja auch Bescheid, wenn ich mich recht erinnere,
und hatten auch einen darauf abgestimmten Zeitplan. Durch extrem
hirnloses Rumspasteln wurde es dann spannend....

Patrick Rudin

unread,
Jun 5, 2021, 10:11:00 AMJun 5
to
Kay Martinen wrote:
[Interstellar]
> Den unwirtlichen Steinhaufen später finde ich weit hochziehenswerter,
> ebenso den Durchgeknallten Wissenschaftler dort.

Eine Mission aus Verzweiflung, alles auf Kante genäht, schlecht
vorbereitet. Und dann ein angeblicher Held, der von Anfang an von der
dreisten Lüge wusste. Ja, der Kampf war etwas melodramatisch, und Cooper
ist natürlich "Mr. Ich kann alles und bin der Gute". Da könnte man eher
zum Vorwurf kommen, dass Nolan sich zu sehr dem Mainstream zugeneigt hat.

> ... Durch Bruch kausaler Regeln und weil einer IN ein Schwarzes Loch
> hinein fliegt und es überlebt...

TARS: I don't know, but they constructed this three-dimensional space
inside of their five-dimensional reality to allow you to understand it.

Cooper: Well, it ain't working.

*g*

> das nennst du Flockig?

Damit meinte ich wirklich nur den Schluss, quasi die letzten 45
Sekunden. Emotional auf Biegen und Brechen, ja, aber das war ja hier im
Thread gefragt...

> ... was den Grund für den Weiten Flug nachträglich obsolet machte.

Ex post betrachtet? Ich vermute, Dir ist da was im Film entgangen.

> Irgendwie negiert dieser Film für mich die Grundlage seiner eigenen
> Erzählung.

Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht Apollo
13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?


Gruss

Patrick

Andy Angerer

unread,
Jun 5, 2021, 11:20:59 AMJun 5
to
Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:

> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht
> Apollo 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?

Dark Star.

Michael Ottenbruch

unread,
Jun 5, 2021, 11:48:23 AMJun 5
to
Am Sat, 5 Jun 2021 16:10:57 +0200, schrieb Patrick Rudin:

> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht Apollo
> 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?

Silent Running
--
...und tschuess!

Michael
E-mail: M.Otte...@sailor.ping.de

Patrick Rudin

unread,
Jun 5, 2021, 7:00:27 PMJun 5
to
Andy Angerer wrote:
> Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:
>
>> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht
>> Apollo 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?
>
> Dark Star.

Witzbold. Heute würde man einen Regisseur teeren und federn, wenn er auf
die Idee käme, einen tiefgefrorenen Captain als Problemlösungsvorschlag
etwas von Azimuth-Kupplung faseln zu lassen.

Zehn Jahre nach Strangelove war das Thema auch nicht sonderlich
originell. Immerhin war das WC-Papier-Problem aus heutiger Sicht
geradezu visionär. Aber das Potential des Alien-Themas hat man mehrere
Jahre vor Scott irgendwie nicht so richtig erkannt...


Gruss

Patrick

Kay Martinen

unread,
Jun 6, 2021, 6:00:02 AMJun 6
to
Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:
> Kay Martinen wrote:
> [Interstellar]

>
>> das nennst du Flockig?
>
> Damit meinte ich wirklich nur den Schluss, quasi die letzten 45
> Sekunden. Emotional auf Biegen und Brechen, ja, aber das war ja hier im
> Thread gefragt...
Ja, das ist natürlich völlig logisch argumentiert wenn man bei einem
Buch nur die letzten 10 Seiten (mit dem Showdown/Happy End) liest und
den Rest der Geschichte einfach ignoriert... ja dann kann JEDER
FILM/Buch ein Wohlfühl-Gefühl produzieren.

Das erinnert an Demolition-Man. Eine "Fortschrittliche" Kultur die
offensichtlich keine Filme mehr kennt sondern nur noch "Mini's". Die
aber schlichtweg alte Werbesongs waren und das auch noch abgekürzt.

Das die bei der Aufmerksamkeits-spanne dann auch Ekel empfingen bei der
Vorstellung "antiquierter" Sex-praktiken ist wohl klar. ;-)

Revolutionär. Laßt uns den ganzen Film einfach weg lassen, produzieren
wir einfach nur noch Happy-End Filme, also nur noch das Ende vom Film!
Ist bestimmt billiger, leichter Konsumierbar und eindeutig das hier
gefragte... Oder!? :-)

SCNR. Ist als wenn man ein Buch nach seinem Umschlag; oder Ende;
beurteilt. Und dazu hat dann auch wieder jeder eine andere Meinung. ;)

Andy Angerer

unread,
Jun 6, 2021, 7:08:10 AMJun 6
to
Am 06.06.21 um 01:00 schrieb Patrick Rudin:
> Andy Angerer wrote:
>> Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:
>>
>>> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht
>>> Apollo 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?
>>
>> Dark Star.
>
> Witzbold. Heute würde man einen Regisseur teeren und federn, wenn er auf
> die Idee käme, einen tiefgefrorenen Captain als Problemlösungsvorschlag
> etwas von Azimuth-Kupplung faseln zu lassen.

:-))

> Zehn Jahre nach Strangelove war das Thema auch nicht sonderlich
> originell. Immerhin war das WC-Papier-Problem aus heutiger Sicht
> geradezu visionär. Aber das Potential des Alien-Themas hat man mehrere
> Jahre vor Scott irgendwie nicht so richtig erkannt...

Dark Star war in mehrerer Hinsicht visionär.
Die Bombe zB war bei weitem nicht so fad wie die ST-Bordcomputer.

Andy Angerer

unread,
Jun 6, 2021, 7:24:16 AMJun 6
to
Am 02.06.21 um 21:48 schrieb Patrick Rudin:
>> On Sat, 29 May 2021 20:30:12, Patrick Rudin <tax...@gmx.ch> wrote:

>>> Interstellar (Christopher Nolan, 2014)
>
> Er hat dramaturgische Schwächen, aber ich wundere mich,
> weshalb sich soviele Leute am Wasserplaneten hochziehen.

Weil der besonders im Gedächtnis bleibt?
Das war ein Schwachsinnshöhepunkt in diverser Hinsicht.
Danach bin ich irgendwie mental ausgestiegen und hab bald darauf
auch ausgemacht. Aber diesen Kaugummifilm sollte man sich sowieso
nur etappenweise anschauen und keinesfalls am Stück.

Patrick Rudin

unread,
Jun 6, 2021, 1:28:15 PMJun 6
to
Kay Martinen wrote:
> Ja, das ist natürlich völlig logisch argumentiert wenn man bei einem
> Buch nur die letzten 10 Seiten (mit dem Showdown/Happy End) liest

Du verbeisst Dich da grad in etwas. Lies mal nach, wo ich den Begriff
flockig benutzt habe.

> und
> den Rest der Geschichte einfach ignoriert...

Keineswegs. Wenn Du emotional von Interstellar nicht abgeholt wurdest,
dann ist das halt so.

Ich fand im ersten Alien-Film auch lustig, als das Viech plötzlich Lift
fährt. Aber muss man sich in so eine Szene verbeissen?

> Das erinnert an Demolition-Man.

Ich hab das Gefühl, unsere Lieblingsfilme sind nicht so ganz identisch.

> Revolutionär. Laßt uns den ganzen Film einfach weg lassen,

Bei Forever Young kannst Du tatsächlich die ersten und letzten 15
Minuten gucken, ohne viel Wichtiges zu verpassen. Man kann das auch als
handwerklichen Vorteil sehen. Es gibt genug Filme, wo man nach 15
Minuten schon weiss, dass man nicht mehr weitergucken muss.

Beim Uomo delle stelle macht Tornatore auch ganz zum Schluss einen
Kunstgriff, um eine tragische Geschichte flockig(tm) zu beenden.
https://www.youtube.com/watch?v=c-3zuZz3oP0

Gruss

Patrick

Kay Martinen

unread,
Jun 6, 2021, 3:50:03 PMJun 6
to
Am 06.06.21 um 13:08 schrieb Andy Angerer:
> Am 06.06.21 um 01:00 schrieb Patrick Rudin:
>> Andy Angerer wrote:
>>> Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:
>>>
>>>> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht
>>>> Apollo 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?
>>>
>>> Dark Star.
>>
>> Witzbold. Heute würde man einen Regisseur teeren und federn, wenn er
>> auf die Idee käme, einen tiefgefrorenen Captain als
>> Problemlösungsvorschlag etwas von Azimuth-Kupplung faseln zu lassen.

Deine Meinung, nicht meine.

Ich finde das ja auch nicht abgehobener als z.B. (Star Wars) einen Jedi
der Lichtjahre entfernt das Ende eines ganzen Planetens "erspürt".

Oder (Stargate) einem Col. Jack O'neill der sich (wiederholt) das
übermächtige Antiker-wissen eintrichtert um ein Erdvernichtendes Problem
zu lösen - bevor es seinen Verstand zerstört. Zuletzt haben sie ihn dann
übrigens auch eingefroren. Aber nicht in Carbonit. :)

>> Zehn Jahre nach Strangelove war das Thema auch nicht sonderlich
>> originell.

M.A.D. und die Sache mit dem Doomsday-Device ist wohl immer für eine
Katastroika gut.

> Immerhin war das WC-Papier-Problem aus heutiger Sicht
>> geradezu visionär.

Naja, das kann man über manche Filmidee sagen. Ich möchte mal wissen wie
die 6 Monatsreise zum Mars endet wenn die zu wenig Klopapier an Bord
haben. Am Ziel gibt es jedenfalls keinen Aldi bei dem man kurz anhalten
kann.

> Aber das Potential des Alien-Themas hat man mehrere
>> Jahre vor Scott irgendwie nicht so richtig erkannt...

Bei einem Nervigem Wasserball der sich von einem Laser zum Platzen
bringt, wen wunderts. ;)

> Dark Star war in mehrerer Hinsicht visionär.
> Die Bombe zB war bei weitem nicht so fad wie die ST-Bordcomputer.

Das war eben eine "Smart Bomb" die Ihre Existenzberechtigung nun mal
darin sieht zu explodieren. Den Bordcomputer der Enterprise davon ab zu
halten das Schiff zu steuern ist vermutlich einfacher als einer
Detonationsfixierten Bomde das Zünden aus zu reden. ;-)

Kay Martinen

unread,
Jun 6, 2021, 5:00:03 PMJun 6
to
Am 05.06.21 um 17:48 schrieb Michael Ottenbruch:
> Am Sat, 5 Jun 2021 16:10:57 +0200, schrieb Patrick Rudin:
>
>> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht Apollo
>> 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?
>
> Silent Running
>

Deprimierender Film im Ganzen und auch am Ende. Aber guter Soundtrack.

Andy Angerer

unread,
Jun 7, 2021, 9:47:56 AMJun 7
to
Am 06.06.21 um 19:28 schrieb Patrick Rudin:

> Es gibt genug Filme, wo man nach 15
> Minuten schon weiss, dass man nicht mehr weitergucken muss.

Und einen einzigen, wo man sich dabei Irrt: Tokarev.

Andy Angerer

unread,
Jun 7, 2021, 10:06:21 AMJun 7
to
Am 07.06.21 um 15:47 schrieb Andy Angerer:
> Am 06.06.21 um 19:28 schrieb Patrick Rudin:
>
>> Es gibt genug Filme, wo man nach 15 Minuten schon weiss, dass man
>> nicht mehr weitergucken muss.
>
> Und einen einzigen, wo man sich dabei Irrt: Tokarev.
^
Siehst du jetzt, Kay, wie ansteckend das ist?

Patrick Rudin

unread,
Jun 9, 2021, 4:25:48 PMJun 9
to
Kay Martinen wrote:
> Am 06.06.21 um 13:08 schrieb Andy Angerer:
>> Am 06.06.21 um 01:00 schrieb Patrick Rudin:
>>> Andy Angerer wrote:
>>>> Am 05.06.21 um 16:10 schrieb Patrick Rudin:
>>>>
>>>>> Nur mal aus Neugierde: Welchen Weltraumfilm (ausser vielleicht
>>>>> Apollo 13) kannst Du gucken, ohne Schmerzmittel nehmen zu müssen?
>>>>
>>>> Dark Star.
>>>
>>> Witzbold. Heute würde man einen Regisseur teeren und federn, wenn er
>>> auf die Idee käme, einen tiefgefrorenen Captain als
>>> Problemlösungsvorschlag etwas von Azimuth-Kupplung faseln zu lassen.
>
> Deine Meinung, nicht meine.

Warum dann das allgemeine Geschrei bei Interstellar und Gravity, während
Azimuth-Kupplungen (weiss nicht mehr genau, was er im englischen
Original gesagt hat) grosszügig übersehen werden? Mich erstautn einfach
diese Selektivität.

Niemand hat bei Sigourney Waver aufgemuckt, als sie in hübscher
Unterwäsche in den Raumanzug geschlüft ist. Bei Sandra Bullock hingehen,
Jehova!

> Ich finde das ja auch nicht abgehobener als z.B. (Star Wars) einen Jedi
> der Lichtjahre entfernt das Ende eines ganzen Planetens "erspürt".

Ebent.

Oder wenn bei Silent Running ein paar hundert Meter vom Schiff entfernt
die abgetrennten Biotope nuklearisiert werden. Who cares.

Das war übrigens auch der, der sich zuerst über die als Elektrowägelchen
getarnten Bezin-Gokarts seiner Mitreisenden aufgeregt hat, und später
mit genau damit einen der Roboter rücksichtslos über den Haufen gefahren
hat.

Und dann dem Miniroboter, der nichtmal Bäumchen pflanzen kann, die ganze
Verantwortung für die letzten Bäume übertragen.

Ehrlich, da ziehe ich mir lieber gleich Spaceballs rein.

>> Aber das Potential des Alien-Themas hat man mehrere
>>> Jahre vor Scott irgendwie nicht so richtig erkannt...
>
> Bei einem Nervigem Wasserball der sich von einem Laser zum Platzen
> bringt, wen wunderts. ;)

Bei Dark Star fand ich die Musik irritierend: Carpenter-typisch riecht
es nach Spannung und Horror, aber die Sprüche kommen nicht mal richtig
satirisch rüber.


Gruss

Patrick
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