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Star Trek - Into Darknessschade, gründlich daneben

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Bernd Rakel

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May 18, 2013, 12:08:58 PM5/18/13
to
Ich bin ja nicht gerade der Hyperfan oder Trekkie, schaue aber immer
wieder gern in diesem Universum vorbei.

Nachdem mich der erste Neufilm der Jünglinge noch irgendwie ansprechen
konnte, hat der zweite Teil völlig versagt. Den Schurken aus einer Folge
der alten Serie und dem 2. Kinofilm der alten Crew um Kirk auszugraben und
so zu verschandeln ist schon peinlich.

Die Story ist kaum etwas, dem man gern folgt, es ist einfach nur
langweilig, vor allem wenn man den Khan schon von früher kennt.
Die im ersten Teil noch ansprechende Dynamik der einzelnen Charaktere wird
jetzt ohne Neues weiter geführt, was ebenfalls nur langweilig war.

Die Unmöglichkeit einiger Ereignisse entgegen dem, was durch die später
spielende Serie um Kirk angeht, hegt den Verdacht, dass entweder die
Macher nicht wissen wohin sie wenigstens ungefähr steuern müssten oder sie
wollen es einfach nicht wissen und produzieren durch Ignoranz Unmögliches.
Wenn das die Geschichte der frühen Jahre der Enterprise Crew um Kirk sein
soll, dann müsste sich auch der Bogen spannen lassen zu den Inhalten der
Serie mit Kirk.

Das Ende als umgekehrtes Szenario des zweiten Kinofilms der Kirk-Crew ist
geradezu lächerlich gestaltet worden.

Insgesamt ist es ein wild durcheinander gewürfeltes, flaches und tumbes CGI
Spektakel, das selbst in den Effekten kaum überzeugen kann. Schade um das
verschwendete Kinogeld und die Zeit.

--
Die Länge eines Films sollte in einem direkten Verhältnis zum
Fassungsvermögen der menschlichen Blase stehen.
(Alfred Hitchcock (1899-1980), brit.-amerik. Filmregisseur u. Autor)
Grüße aus dem Löwenhaus http://loewenhaus.net

Maik Koenig

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May 18, 2013, 2:51:13 PM5/18/13
to
Am 18.05.2013 18:08, schrieb Bernd Rakel:

> Die Unmöglichkeit einiger Ereignisse entgegen dem, was durch die später
> spielende Serie um Kirk angeht, hegt den Verdacht, dass entweder die
> Macher nicht wissen wohin sie wenigstens ungefähr steuern müssten oder sie
> wollen es einfach nicht wissen und produzieren durch Ignoranz Unmögliches.
> Wenn das die Geschichte der frühen Jahre der Enterprise Crew um Kirk sein
> soll, dann müsste sich auch der Bogen spannen lassen zu den Inhalten der
> Serie mit Kirk.

Äh... nein. Der erste "neue" Film macht eine Verknüpfung zur Serie
unmöglich. Vulkan gibts bekanntlich nicht mehr, entgegen den
Vorkommnissen der Serie.

Die Autoren der "neuen" Kinofilme wollen auch gar keine Verbindung zu
den alten Serien. Sie spielen nur mit dem Thema. "Sektion 31" ist ein
perfektes Beispiel dafür, gleiches gilt für diese Pelzbälle.

Nimm die aktuellen Star Trek-Filme einfach als Neustart des Themas.

Greetz,
MK
--
filter.maikkoenig.de
Wikipedia - Die neue Religion der Unwissenden.
Wikipedia sagt 1+1=3, also muss es stimmen!
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Bernd Rakel

unread,
May 19, 2013, 5:08:55 AM5/19/13
to
Am Sat, 18 May 2013 22:24:39 +0200 schrieb Michael 'Mithi' Cordes:

> Bernd Rakel füllte insgesamt 33 Zeilen u.a. mit:
>
>>Die Unmöglichkeit einiger Ereignisse entgegen dem, was durch die später
>>spielende Serie um Kirk angeht, hegt den Verdacht, dass entweder die
>>Macher nicht wissen wohin sie wenigstens ungefähr steuern müssten ...
>
> oder das der Rezipient nicht verstanden hat das Star Trek 11 einen
> Reboot darstellte und ST 12 diesen fortführt.

Dann ist mir das leider entgangen, wurde das irgendwo zum nachlesen so
vorgegeben?

Bernd Rakel

unread,
May 19, 2013, 5:13:50 AM5/19/13
to
Am Sat, 18 May 2013 20:51:13 +0200 schrieb Maik Koenig:

> Am 18.05.2013 18:08, schrieb Bernd Rakel:
>
>> Die Unmöglichkeit einiger Ereignisse entgegen dem, was durch die später
>> spielende Serie um Kirk angeht, hegt den Verdacht, dass entweder die
>> Macher nicht wissen wohin sie wenigstens ungefähr steuern müssten oder
>> sie wollen es einfach nicht wissen und produzieren durch Ignoranz
>> Unmögliches. Wenn das die Geschichte der frühen Jahre der Enterprise
>> Crew um Kirk sein soll, dann müsste sich auch der Bogen spannen lassen
>> zu den Inhalten der Serie mit Kirk.
>
> Äh... nein. Der erste "neue" Film macht eine Verknüpfung zur Serie
> unmöglich. Vulkan gibts bekanntlich nicht mehr, entgegen den
> Vorkommnissen der Serie.

Stimmt, das hatte ich völlig vergessen.

> Die Autoren der "neuen" Kinofilme wollen auch gar keine Verbindung zu
> den alten Serien. Sie spielen nur mit dem Thema. "Sektion 31" ist ein
> perfektes Beispiel dafür, gleiches gilt für diese Pelzbälle.

Irgendwie erinnere ich mich an eine »Sektion ?« in einer Serie, kann aber
nicht mehr sagen, welcher Ableger es war.
Und die Tribbles kamen definitiv in der Serie der Kirk-Crew vor, die
wurden am Ende wohl den Klingonen angedreht. Aber das war dann ja lange
nach dieser Handlung im neuen Kinofilm.

> Nimm die aktuellen Star Trek-Filme einfach als Neustart des Themas.

War das von Beginn an so geplant? Wenn ja, wo kann man das nachlesen?

Maik Koenig

unread,
May 19, 2013, 7:37:23 AM5/19/13
to
Am 19.05.2013 11:13, schrieb Bernd Rakel:

>> Die Autoren der "neuen" Kinofilme wollen auch gar keine Verbindung zu
>> den alten Serien. Sie spielen nur mit dem Thema. "Sektion 31" ist ein
>> perfektes Beispiel dafür, gleiches gilt für diese Pelzbälle.
>
> Irgendwie erinnere ich mich an eine »Sektion ?« in einer Serie, kann aber
> nicht mehr sagen, welcher Ableger es war.

DS9, da ist Sektion 31 eine geheime, offiziell geleugnete Abteilung der
Föderation, welche sich mit allen legalen und illegalen Mitteln um den
Schutz der derselben kümmert.

>> Nimm die aktuellen Star Trek-Filme einfach als Neustart des Themas.
>
> War das von Beginn an so geplant?

Ja.

> Wenn ja, wo kann man das nachlesen?

In den Drehbüchern? Lesen brauchste aber gar nicht, die beiden neueren
Filme machen das mehr als offensichtlich. Ansonsten: Wikipedia.
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Bernd Rakel

unread,
May 19, 2013, 1:20:30 PM5/19/13
to
Am Sun, 19 May 2013 13:45:53 +0000 schrieb Cornell Binder:

> Bernd Rakel <bernd...@freenet.de> tat schreiben tun:
>> Am Sat, 18 May 2013 22:24:39 +0200 schrieb Michael 'Mithi' Cordes:
>>
>>> Bernd Rakel füllte insgesamt 33 Zeilen u.a. mit:
>>>
>>>>Die Unmöglichkeit einiger Ereignisse entgegen dem, was durch die
>>>>später spielende Serie um Kirk angeht, hegt den Verdacht, dass
>>>>entweder die Macher nicht wissen wohin sie wenigstens ungefähr steuern
>>>>müssten ...
>>>
>>> oder das der Rezipient nicht verstanden hat das Star Trek 11 einen
>>> Reboot darstellte und ST 12 diesen fortführt.
>>
>> Dann ist mir das leider entgangen, wurde das irgendwo zum nachlesen so
>> vorgegeben?
>
> Ehrliche Frage: was genau wußtest Du vor den Filmbesuchen?

Ehrliche Antwort, ich wusste dass da etwas Neues in die Kinos kommt.

> Hast Du irgendwelche Infos gelesen, irgendwelche Trailer gesehen? Oder
> hast Du nur mitbekommen, das es einen neuen Star Trek Film gibt, und
> bist ohne weitere Informationen reingegangen?

Ja, so kann man das beschreiben.
Da ich, wie ich schon schrieb, kein Hyperfan oder Trekkie bin, sondern nur
gern mal in dieses Universum schaue und Science Fiction mein
Lieblingsgenre ist, ging ich ohne jede vorherige Info an diese Filme
heran. Den ersten »Reboot« hatte ich auch erst als DVD gesehen, den Neuen
jetzt auch im Kino, weil ich mir von der ersten zumindest mich
ansprechenden Geschichte einiges in der Fortsetzung versprach.

Zusammenfassend zu den anderen Antworten danke ich für die erhellenden
Erkenntnisse.

Stephan Seitz

unread,
May 20, 2013, 7:07:04 AM5/20/13
to
Michael 'Mithi' Cordes <mithr...@news-2013-03.dvd-welt.de> wrote:
> Cornell Binder füllte insgesamt 22 Zeilen u.a. mit:
>>Ich verstehe die ganze Ablehnung auch nicht.
> Ja, manche SF-Fans stehen Neuem überraschend ablehnend entgegen.

Definiere Neuem. Es geht hier darum, daß die Rechteinhaber zu
doof/faul waren, Gehirnschmalz zu investieren und eine Geschichte in
das bestehende Universum einzuordnen. Mit entsprechender Mühe geht das
auch mittendrin oder davor. Sie fanden es aber zu anstrengend und
haben lieber das Bestehende weggeworfen.

In der Hinsicht sind die bei mir genauso unten durch wie die Idioten
aus der Bond-Welt.

>
>>Und mit
>>Classic wird man auch nicht plötzlich NG-Storylines basteln.
> Wäre theoretisch möglich, aber praktisch würde man sich dabei natürlich
> in einem Canon-Sumpf wiederfinden der einen viel zu sehr behindert. Der

Stimmt, man müßte dann ja mal wirklich denken. Das kostet zu viel.

Shade and sweet water!

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: st...@fsing.rootsland.net |
| Public Keys: http://fsing.rootsland.net/~stse/keys.html |
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Bernd Rakel

unread,
May 20, 2013, 7:54:28 AM5/20/13
to
Am Sun, 19 May 2013 13:44:42 +0000 schrieb Cornell Binder:

> Ich verstehe die ganze Ablehnung auch nicht. Wer einen NG-Film sehen
> will, sollte doch stutzig werden, wenn nur "Classic"-Figuren in den
> Trailern auftauchen. Und mit Classic wird man auch nicht plötzlich
> NG-Storylines basteln.

Irgendwie verstehe ich da gerade etwas nicht richtig. Meine Ablehnung
gründete ja nicht auf erwarteter NG Story. Dass diese neuen Filme die
junge Kirk-Crew zeigen war selbst mir vorher bekannt. Den ersten Streifen
fand ich sogar recht ansprechend, wenn ich ihn als Prequel betrachte. Dass
das leider nicht zutreffen kann, haben wir ja schon geklärt.

Wie ich jetzt hier lernte, ist das nun eine völlig neue Zeitlinie. Auch
das kann ich erst mal akzeptieren, führt ja kein Weg daran vorbei.

Aber dann bleibt ein recht merkwürdiger, lauer Aufguss einer bereits
bekannten Geschichte übrig, was mich nun wirklich nicht mehr vom Hocker
reißen kann. Das erinnert an dieses neue Machwerk Total Recall, wo auch
nur sinnlos Schnippel aus dem Alten zwischen übermächtige CGI-Effekte
geworfen werden und damit eine ehemals recht interessante Story zu einem
Sammelsurium verunstaltet wird, das kaum noch Sinn ergibt.

Genauso kommt es mir bei dem neuen Film Star Trek - Into Darkness vor. Ein
bekannter Bösewicht nur anders verpackt, ein bekanntes Ende schnell mal
umgeschrieben und notdürftig mit einem Happy End verstümmelt, eine
wichtige Person stirbt, eine wichtige Person ist jetzt doppelt vorhanden,
ein wichtiges Volk ohne Planet und fast ausgerottet, ... man fragt sich,
was noch alles verändert und wer noch alles schnell sterben muss, damit
die Macher dieses Reboot ihre Geschichten wenigstens irgendwie
rechtfertigen können?

Die Macher wollen, dass ihr Werk von den Zuschauern gekauft wird. Da kann
man ruhig etwas erwarten, was man noch nicht gesehen hatte.
Für mich entwickelt sich das aber schon jetzt zu der einfachen Erkenntnis,
dass meine Generation, die mehr von den alten Geschichten kennt, wohl kaum
noch als Zielgruppe ernst genommen wird.

Für jüngere Generationen, die die alten Geschichten noch nicht kennen, mag
das ja alles ein heranführen an dieses Universum Star Trek sein. Aber für
etwas ältere Menschen wie mich wirken solche Machwerke wie lieblos
hingeschustert, um möglichst einfach viel Geld aus den Menschen heraus zu
ziehen.

Meine diesbezüglichen Highlights von Neuverfilmungen in dieser Richtung
sind z. B. Der Manchurian Kandidat, Total Recall, Der Tag, an dem die Erde
stillstand usw., es gibt Dinge, von denen man einfach die Finger lassen
sollte.

Bernd Rakel

unread,
May 20, 2013, 8:28:23 AM5/20/13
to
Am Mon, 20 May 2013 11:39:59 +0000 schrieb Cornell Binder:

> Die Vorstellung, das der gemeine Trekker denken (und nicht nur
> referenzieren) will, finde ich durchaus amüsant. Gerade im Hinblick auf
> die Original-Serie. Oder wenn man da erst auf die Bücher schaut. (Das in
> sollte man vermeiden. >:)

Es ist schon erstaunlich, wie du Millionen Dir fremde Menschen so pauschal
verurteilst! Allein schon die Menge an technischen Zusatzmaterialien zu
dieser Serie widerspricht dem sehr deutlich.
Gerade die Originalserie war bahnbrechend in ihrer Bedeutung für die
Kultur des Amerika der 60er Jahre.

Stephan Seitz

unread,
May 20, 2013, 1:54:05 PM5/20/13
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:
> Du willst also wirklich einem Story-Universum, das
> Zeitreisen und Realitätsmanipulationen kennt, vorwerfen das
> es mal wieder eine Zeitreise mit Realitätsmanipulation gab?

Ich habe nie behauptet, daß die Drehbuchschreiber früher intelligenter
mit dem Universum umgegangen sind.

> Du wirfst einer Industrie die auf Massengeschmack optimiert
> ist, das sie lieber auf Nummer Sicher geht, statt experimentell
> zu sein?

Nein, ich habe versucht, das Unverständnis zu erklären, warum SF-Fans
nicht immer mit Begeisterung auf Neues springen, wie ihnen in in diesem
Thread vorgeworfen wurde.

Es gibt übrigens keine Verpflichtung, jedem Schwein zu folgen, daß die
Industrie durchs Dorf treibt.

> Klar würde ich auch gern mit was *völlig* Neuem im Star Trek
> überrascht werden, aber umgekehrt bin ich auch realistisch
> genug, das dem Franchise nicht vorzuwerfen, wenn es ausbleibt.

Zum einen muß es nicht immer etwas völlig Neues im ST-Universum sein
(sofern es nicht völlig ausgelutscht ist), zum anderen habe ich auch
keine Probleme damit, das ST-Universum mal als abgeschlossen zu
betrachten und was komplett Neues zu eröffnen.

> Aber diese neue Umsetzung der Original-Serie hat mir
> gefallen, da eben nicht nur Namen und Settings genommen
> wurden, sondern daraus etwas geschaffen wurde, was zur
> aktuellen Zeit paßt, aber trotzdem seinen Wurzeln treu ist.

Das hätten sie mit komplett neuen Charakteren auch gekonnt (wie auch
bei James Bond). Aber leider gibt es genug Idioten, die sich melken
lassen wollen und mit jedem Scheiß zufrieden sind, sofern es den
Unversumsstempel hat.

Thomas Koller

unread,
May 21, 2013, 4:46:05 AM5/21/13
to
Michael 'Mithi' Cordes <mithr...@news-2013-03.dvd-welt.de> wrote:
> Cornell Binder f�llte insgesamt 22 Zeilen u.a. mit:
>
>>Ich verstehe die ganze Ablehnung auch nicht.
>
> Ja, manche SF-Fans stehen Neuem �berraschend ablehnend entgegen.

Wenns wenigstens was Neues gegeben h�tte. Im Film wurde doch lediglich
konventionelles Action-Kino mit dem Star Trek M�ntelchen umh�llt.
Daran ist nix neu oder aufregend.

Ok, ich bezieh mich nur auf den 1. "Neuen", da ich den 2. noch nicht
gesehen habe. Aber was ich so an Kritiken gelesen hab, is es eher noch
beliebiger und unsinniger geworden. (Wobei die Unsinnigkeit leider den
Charme und die Ironie der Originalserie vermissen l�sst, und dadurch
nur langweilig r�berkommt)

Ich halte es auch f�r ein Ger�cht das SF-Fans Neuem ablehnend
gegen�berstehen. Sowas wie District 9, Monsters, Melancholia fand ich
beispielsweise erfrischend neu. Aber Star Trek war doch nur ein
0815 Action Blockbuster.

>>Und mit
>>Classic wird man auch nicht pl�tzlich NG-Storylines basteln.
>
> W�re theoretisch m�glich, aber praktisch w�rde man sich dabei nat�rlich
> in einem Canon-Sumpf wiederfinden der einen viel zu sehr behindert. Der
> Reboot war da eigentlich der einzige Ausweg f�r ein Kino-Format.
>
> In einer Serie k�nnte man evtl. nochtmal x. Jahre nach TNG/DSN/VOY
> ankn�pfen, aber da w�re dann die Balance zu finden zwische
> "beliebige-sf" und "ST mit all seinem Ballast"

Ja, die Beliebigkeit der neuen Filme ist imho ihre Schw�che.

Tom

Werner Schütz

unread,
May 22, 2013, 6:37:39 AM5/22/13
to
ACK!
>...
> Meine diesbezüglichen Highlights von Neuverfilmungen in dieser Richtung
> sind z. B. Der Manchurian Kandidat, Total Recall, Der Tag, an dem die Erde
> stillstand usw., es gibt Dinge, von denen man einfach die Finger lassen
> sollte.

Werner

Wolfgang P u f f e

unread,
Jun 20, 2013, 5:40:21 AM6/20/13
to
"Bernd Rakel" schrieb...

> Und die Tribbles kamen definitiv in der Serie der Kirk-Crew vor, die
> wurden am Ende wohl den Klingonen angedreht.

Unvergessen der Kultspruch an Ende dieses Teiles:
Nur ungern nimmt der Klingonenmann, statt barer Müntze Tribbles an.

W.

Wolfgang P u f f e

unread,
Jun 20, 2013, 5:42:36 AM6/20/13
to
"Bernd Rakel" schrieb...

> Und die Tribbles kamen definitiv in der Serie der Kirk-Crew vor, die
> wurden am Ende wohl den Klingonen angedreht.

Unvergessen der Kultspruch an Ende dieses Teiles:
Nur ungern nimmt der Klingonenmann, statt barer Münze Tribbles an.

W.

Sven Bötcher

unread,
Sep 17, 2013, 5:24:15 AM9/17/13
to
Am 20.05.2013 13:54, schrieb Bernd Rakel:

> Für jüngere Generationen, die die alten Geschichten noch nicht kennen, mag
> das ja alles ein heranführen an dieses Universum Star Trek sein. Aber für
> etwas ältere Menschen wie mich wirken solche Machwerke wie lieblos
> hingeschustert, um möglichst einfach viel Geld aus den Menschen heraus zu
> ziehen.

Ich habe den Film gestern erst auf BD gesehen. Zu schlecht waren mir die
Kritiken, um in einen Kinobesuch zu investieren. Erster Eindruck: (noch)
viel schlechter als ST11. Tumbes Actionkino, das ganz genau weiß, dass
es auf eigenen Beinen nicht stehen kann und sich deshalb immer wieder
beim Original bedient, gleichzeitig dieses aber verleugnet. Optik
teilweise von Star Wars geklaut. Man beachte nur die
Föderationsuniformen. Als Kahn die Klingonen nieder metzelte, dachte ich
unwillkürlich an Clone Wars.

Bye
Sven

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Karl-Josef Ziegler

unread,
Sep 17, 2013, 1:44:56 PM9/17/13
to
Am 17.09.2013 16:21, schrieb Cornell Binder:

> Mal ganz abgesehen davon, das "TOS" selber nur 'ne tumbe
> Serie war, aber woran machst Du fest, das es *verleugnet*
> wird?

Ich hatte auch eher den Eindruck, dass man durch die (eher
unmotivierten) Auftritte von L. Nimoy und dem Tribble krampfhaft
versuchte, an die alte Serie anzukn�pfen.



Sebastian Will

unread,
Sep 17, 2013, 5:05:28 PM9/17/13
to
Am 17.09.2013 11:24, schrieb Sven Bötcher:

> Ich habe den Film gestern erst auf BD gesehen. Zu schlecht waren mir die
> Kritiken, um in einen Kinobesuch zu investieren.

Die Kritiken waren doch gar nicht so schlecht, oder habe ich die
schlechten nur verpasst?

> Erster Eindruck: (noch)
> viel schlechter als ST11. Tumbes Actionkino, das ganz genau weiß, dass
> es auf eigenen Beinen nicht stehen kann und sich deshalb immer wieder
> beim Original bedient, gleichzeitig dieses aber verleugnet. Optik
> teilweise von Star Wars geklaut. Man beachte nur die
> Föderationsuniformen. Als Kahn die Klingonen nieder metzelte, dachte ich
> unwillkürlich an Clone Wars.

Mich hat der Film gut unterhalten. Buntes, lautes Popcorn-Kino, nicht
mehr und nicht weniger. Und Chris Pine und Zachary Quinto sind nun
wirklich ein formidables Kirk/Spock-Duo. Um ehrlich zu sein, einen
Star-Trek-Film nach alter Machart, brauche ich nicht mehr.

Was allerdings genauso schlecht war, wie schon im ersten Film, waren die
weiblichen Rollen. Uhura durfte ja immerhin zum Schluss Spock noch mal
raushauen. Aber was sollte der Unterwäsche-Auftritt der blonden Technikerin?


--
Gruß,
Sebastian

Werner Tann

unread,
Sep 18, 2013, 4:16:02 AM9/18/13
to
Sebastian Will <herr...@ist-einmalig.de> schrieb:

>Mich hat der Film gut unterhalten. Buntes, lautes Popcorn-Kino, nicht
>mehr und nicht weniger.

Das ist eben der Knackpunkt. Man soll endlich wieder gescheite
Drehb�cher schreiben, hinter denen eine *Idee* steckt. Ein weinender
Spock ist da zuwenig. Meine Vermutung ist, da� die Technik heute so
viel kostet, da� f�r wirklich kreative Storyschreiber kein Geld da
ist. Ist eigentlich noch keiner auf die Idee gekommen, einmal einen
SF-Autor ein Drehbuch schreiben zu lassen? Ich meine nicht, da� man
dessen Buch "verfilmt", sondern da� ein Autor extra und nur f�r den
Film ein Drehbuch schreibt.

>Und Chris Pine und Zachary Quinto sind nun
>wirklich ein formidables Kirk/Spock-Duo. Um ehrlich zu sein, einen
>Star-Trek-Film nach alter Machart, brauche ich nicht mehr.

Darum geht's nicht. Nicht die alte Machart soll aufgew�rmt werden,
sondern das langweilige Action-Theater h�ngt einem schon zum Hals
heraus. Die Mehrheit aller, nennen wir sie mal vorsichtig so,
"Abenteuerfilme" besteht heutzutage �berwiegend aus optisch
eindrucksvollem Krachbumm. Da wundern sich dann Leute, warum ein Film
wie "Avatar - Aufbruch nach Pandora" so ein Erfolg wird. Weil da eine
Geschichte erz�hlt wird, die einen packt. Das Handwerk eine Ebene
darunter war auch perfekt und teilweise neu - aber das hat den Erfolg
IMO nicht zu 100% gemacht.

Heute denkt man, alte Figuren (Kirk und Co.) und moderne
Computertechnik verb�rgen einen neuen guten Film. Story: Nebensache.
M�glichst verworren, damit man die Plattheit dahinter nicht gleich
erkennt.
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Message has been deleted

Werner Tann

unread,
Sep 18, 2013, 1:43:27 PM9/18/13
to
Beate Goebel <blaba...@usenet.arcornews.de> schrieb:

>Sprichst Du jetzt von Star Trek? Kennst Du die alten Filme?

Ja, ich habe mir in den letzten Monaten alle wieder angesehen, d.h.
alle Raumschiff-Enterprise-TV-Folgen und alle Filme mit der "alten"
Crew (also nicht Piccard usw.)

>Und die Serie war zur damaligen Zeit neu und deshalb aufregend. Die
>Stories waren aber einfach vorhersagbar und mit den diversen
>Vorurteilen gespickt.

Das ist bei heutigen Fernsehserien nicht anders. Heute regieren das
Gutmenschen-Fernsehen, die Frauen-Power, die Integrations-Illusion und
der �ko-Kitsch. Allerdings gibt es etliche Folgen der alten
Enterprise-TV-Serie, die wirklich Tiefgang haben. Vor allem, was Spock
so erz�hlt, k�nnte man ohne weiteres in ein heutiges Drehbuch
schreiben. �berhaupt ist er IMO der interessanteste und
faszinierendste Charakter der Serie. Nimoy ist nicht der
Spitzohr-Kasperl, f�r den ihn manche halten.

Sebastian Will

unread,
Sep 18, 2013, 2:12:40 PM9/18/13
to
Am 18.09.2013 10:16, schrieb Werner Tann:

> Das ist eben der Knackpunkt. Man soll endlich wieder gescheite
> Drehb�cher schreiben, hinter denen eine *Idee* steckt. Ein weinender
> Spock ist da zuwenig. Meine Vermutung ist, da� die Technik heute so
> viel kostet, da� f�r wirklich kreative Storyschreiber kein Geld da
> ist.

Ich denke, es liegt vielmehr daran, dass man mit einem Film, der 200+
Mio. Dollar kostet, ein m�glichst gro�es Publikum ansprechen muss, um
die Kohle wieder reinzuholen. Da gehen manche dann eben auf Nummer
Sicher und setzen auf Bew�hrtes.

> Ist eigentlich noch keiner auf die Idee gekommen, einmal einen
> SF-Autor ein Drehbuch schreiben zu lassen? Ich meine nicht, da� man
> dessen Buch "verfilmt", sondern da� ein Autor extra und nur f�r den
> Film ein Drehbuch schreibt.

Gute Roman-Autoren sind nicht automatisch auch gute Drehbuch-Autoren
(und umgekehrt). Ein Film funktioniert nun mal v�llig anders, als ein Roman.


--
Gru�,
Sebastian
Message has been deleted

Werner Tann

unread,
Sep 18, 2013, 4:27:48 PM9/18/13
to
Sebastian Will <herr...@ist-einmalig.de> schrieb:

>Gute Roman-Autoren sind nicht automatisch auch gute Drehbuch-Autoren
>(und umgekehrt). Ein Film funktioniert nun mal völlig anders, als ein Roman.

Das ist schon klar. Aber die heutigen Drehbuchautoren scheinen sich zu
sehr im Medium Film verloren zu haben. Sie denken sich die Story als
Filmhintergrund aus. Wichtiger ist alles andere als die Story. Wichtig
sind die Inszenierung, das Setting, die Pyrotechnik, die
Computertricks. Ein bißchen die Charaktere. Wenn das Publikum Glück
hat, machen Regisseur und Schauspieler eine Film-Figur lebendig, aber
wohl kaum das Drehbuch.

Ein Romanautor schafft alleine eine ganze Welt, er ist
"Drehbuch"-Autor, Regisseur, Kamerateam und Schauspieler/Roman-Figur
in einem. Kein Wunder, daß er da ständig seine Phantasie mehr
trainiert als die 0815-Drehbuchschreiber.

Ein guter Romanautor könnte den Plot entwickeln, Charaktere und
Schauplätze definieren, kurz: originelle Ideen haben. Ein
Drehbuchautor könnte daraus das Drehbuch schreiben.

Das Ganze hat übrigens nicht unbedingt mit Anspruch oder "hoher"
Literatur zu tun. Auch Avatar ist keine Stanislaw-Lem-SF.

Sven Bötcher

unread,
Sep 18, 2013, 5:45:15 PM9/18/13
to
Am 18.09.2013 19:43, schrieb Werner Tann:
> Beate Goebel <blaba...@usenet.arcornews.de> schrieb:
>
>> Sprichst Du jetzt von Star Trek? Kennst Du die alten Filme?
>
> Ja, ich habe mir in den letzten Monaten alle wieder angesehen, d.h.
> alle Raumschiff-Enterprise-TV-Folgen und alle Filme mit der "alten"
> Crew (also nicht Piccard usw.)

Auch die relativ neuen "Enterprise"-Folgen um Capt. Archer? Ganz neu,
ganz anders und trotzdem den Bogen zum Original gespannt. Das ist es,
was ich am Reboot vermisse. Ja, jetzt wird gleich wieder gebrüllt
werden: "Sollte ja gar nicht sein" - schon klar. Hätte man aber machen
können.

Bye
Sven

Message has been deleted

Werner Tann

unread,
Sep 19, 2013, 2:51:44 AM9/19/13
to
Sven Bötcher <svenwan...@yahoo.de> schrieb:

>Auch die relativ neuen "Enterprise"-Folgen um Capt. Archer? Ganz neu,
>ganz anders und trotzdem den Bogen zum Original gespannt. Das ist es,
>was ich am Reboot vermisse. Ja, jetzt wird gleich wieder gebrüllt
>werden: "Sollte ja gar nicht sein" - schon klar. Hätte man aber machen
>können.

Natürlich kenne ich die neuen Folgen. Der Film hätte so ähnlich sein
können oder auch ganz anders. Es steht schließlich nirgends in Stein
gemeißelt, daß ein neuer Star-Trek-Film diese oder jene Erwartungen zu
erfüllen habe. Man denke daran, daß auch die neuen Batman-Filme
plötzlich "alles" umgedreht haben, was man bisher von der menschlichen
Fledermaus animiert gesehen hat.

Werner Tann

unread,
Sep 19, 2013, 2:51:44 AM9/19/13
to
Ralf Döblitz <doeb...@doeblitz.net> schrieb:

>Es gibt Drehbuchautoren, die auch SF oder Fantasy (die Grenze ist ja eh
>verwaschen und/oder Auslegungssache) schreiben - man darf ruhig für eine
>(angebliche) SF-Reihe einen davon auswählen und nicht unbedingt jemanden
>nehmen, der unter "Hard SF" Geballer mit Laserkanonen versteht.

Ja ... wobei ich mir im Zusammenhang mit Star Trek eine
Hard-SF-Variante zuallerletzt wünsche. 8-)

Karl-Josef Ziegler

unread,
Sep 19, 2013, 7:55:31 AM9/19/13
to
Am 18.09.2013 22:27, schrieb Werner Tann:

> Das Ganze hat übrigens nicht unbedingt mit Anspruch oder "hoher"
> Literatur zu tun. Auch Avatar ist keine Stanislaw-Lem-SF.

Wobei hier ja auch nur Altbewährtes (aus dem 17. Jh.!) aufgegriffen
wurde, nämlich das Pocahontas-Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pocahontas

Insofern auch absolut nichts Neues unter der Sonne.

Viele Grüße,

- Karl-Josef



Werner Tann

unread,
Sep 19, 2013, 10:11:23 AM9/19/13
to
Karl-Josef Ziegler <PLPRXO...@spammotel.com> schrieb:

>Wobei hier ja auch nur Altbewährtes (aus dem 17. Jh.!) aufgegriffen
>wurde, nämlich das Pocahontas-Thema:
>
>http://de.wikipedia.org/wiki/Pocahontas
>
>Insofern auch absolut nichts Neues unter der Sonne.

Ja, klar, und Perry Rhodan ist auch nix anderes als Homers Odyssee.
Schiefe Vergleiche werden durch Wiederholung nicht wahrer. Man kann
alle möglichen Motive finden, die irgendwann schon einmal vorkamen.
Das schmälert nicht die neue Kombinationsleistung. Auch ist es
Quatsch, Avatar auf das Pocahontas-Motiv zu reduzieren. Avatar ist
mehr, als daß eine "Häuptlingstochter" dem "weißen Mann" das Leben
rettet.

Christian Weisgerber

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Sep 19, 2013, 12:35:16 PM9/19/13
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

> Ja, klar, und Perry Rhodan ist auch nix anderes als Homers Odyssee.

"How fucking original. The gods send us out on a quest. This was
getting old before Odysseus was born."
--S. Andrew Swann, _God's Dice_ (1997)

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de
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Christian Weisgerber

unread,
Sep 20, 2013, 5:53:36 PM9/20/13
to
Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:

> > Man denke daran, daß auch die neuen Batman-Filme
> > plötzlich "alles" umgedreht haben, was man bisher von der menschlichen
> > Fledermaus animiert gesehen hat.
>
> Vielleicht mal die Comics lesen und nicht nur die Serien
> schauen. >:)

Ich musste mich an der Kinokasse auch schwer zusammenreißen, nicht
"The Knight Returns" zu sagen.

Werner Tann

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Sep 21, 2013, 4:39:37 AM9/21/13
to
na...@mips.inka.de (Christian Weisgerber) schrieb:

>> > Man denke daran, daß auch die neuen Batman-Filme
>> > plötzlich "alles" umgedreht haben, was man bisher von der menschlichen
>> > Fledermaus animiert gesehen hat.
>>
>> Vielleicht mal die Comics lesen und nicht nur die Serien
>> schauen. >:)
>
>Ich musste mich an der Kinokasse auch schwer zusammenreißen, nicht
>"The Knight Returns" zu sagen.

Ich kenne die alte Fledermaus im Comic. Bei den neuen Comics brauche
ich nur aufs Cover zu schauen, um zu vermuten, daß sich im Comic
derselbe Wandel vollzogen hat wie im Film.
Message has been deleted

Marco Grau

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Sep 22, 2013, 11:04:48 AM9/22/13
to
On Thu, 19 Sep 2013 16:11:23 +0200, Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

>Ja, klar, und Perry Rhodan ist auch nix anderes als Homers Odyssee.
>Schiefe Vergleiche werden durch Wiederholung nicht wahrer. Man kann
>alle m�glichen Motive finden, die irgendwann schon einmal vorkamen.
>Das schm�lert nicht die neue Kombinationsleistung. Auch ist es
>Quatsch, Avatar auf das Pocahontas-Motiv zu reduzieren. Avatar ist
>mehr, als da� eine "H�uptlingstochter" dem "wei�en Mann" das Leben
>rettet.

Avatar weicht nur im DC von der reinen Pocahontas Story ab, da kommt
dann noch ein Hauch von Antikriegsfilm aus Vietnamzeiten dazu ;-)

Es gr��t Marco
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