früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
Jodie Foster - Panic Room
Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Entspannte Grüße
Roman
> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
Früher? Und was ist mit "Der letzte Tango in Paris"?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de
Über allen Waren ist Ruh', In den Regalen spürest Du Kaum einen Hauch.
Die Kassen schweigen im Aldi, Warte nur, baldi Ruhest Du auch.
> Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
> Jodie Foster - Panic Room
> Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
> Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
Patsy Kensit - 21
Andreas
--
ICQ:4133249 | http://www.filmfacts.de
--------------------------------------------| http://www.filmring.de
There's always a bigger fish | http://www.drfm.de
Die klassische Klo-Szene ist die in "Das Gespenst der Freiheit", wo
die Leute locker und ungezwungen gemeinschaftlich auf dem Klo
herumsitzen, während sie sich zum Essen verschämt zurückziehen.
Manfred
PS: Und dann war da noch Al Bundy - ich sag nur "Ferguson" ...
> Roman Schmidt (Sun, 29 Jul 2007 21:34:25 +0200):
>
>> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
>> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
>> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
>> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
>
> Früher? Und was ist mit "Der letzte Tango in Paris"?
Na, da hast Du ja *den* typischen Film seiner Epoche gefunden, wo *doch*
mal 'ne Kloszene zu sehen ist. Dieser Streifen besteht ja wohl zu großen
Teilen aus anstößigen Szenen und Tabubrüchen.
Ich meinte ja eher, dass beiläufig - also in ansonsten überwiegend
harmlosen Filmen - auch mal sichtbar aufs Klo gegangen wird.
--
Roman
>> Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
>> Jodie Foster - Panic Room
>> Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
>> Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
>
> Patsy Kensit - 21
John Travolta - Pulp Fiction
Ciao...
Markus
> Roman Schmidt (Sun, 29 Jul 2007 21:34:25 +0200):
>
>> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
>> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
>> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
>> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
>
> Früher? Und was ist mit "Der letzte Tango in Paris"?
Das war nach *früher*. ;-)
SCNR
Franz
[...]
Pat Garret jagt Billy the Kid (1973)
Außerdem gab es da mal einen Film, muß in den Sechzigern gewesen sein, wo
eine Soiree rund um einen Tisch auf Klosettschüsseln stattgefunden hat und
die Mahlzeiten auf dem *stillen Örtchen* eingenommen worden sind. Der Titel
des Films ist mir leider entfallen.
Franz
> Außerdem gab es da mal einen Film, muß in den Sechzigern gewesen sein, wo
> eine Soiree rund um einen Tisch auf Klosettschüsseln stattgefunden hat und
> die Mahlzeiten auf dem *stillen Örtchen* eingenommen worden sind.
Das zählt nicht. Das war französische Avantgarde.
> Der Titel
> des Films ist mir leider entfallen.
Wurde hier ja bereits genannt: "Das Gespenst der Freiheit"
(http://german.imdb.com/title/tt0071487/)
Gruß,
Ralf
> 29.07.2007 23:37, Franz Conradi:
>
>> Außerdem gab es da mal einen Film, muß in den Sechzigern gewesen sein, wo
>> eine Soiree rund um einen Tisch auf Klosettschüsseln stattgefunden hat
>> und die Mahlzeiten auf dem *stillen Örtchen* eingenommen worden sind.
>
> Das zählt nicht. Das war französische Avantgarde.
Ääääbääääh! <schluchz>
Franz
Das Boot
cu,
ada
>Pat Garret jagt Billy the Kid (1973)
Da fällt mir "The Missouri Breaks" von Arthur Penn ein, wo einer
in so einer freistehenden Plumpsklo-Kabine sein Geschäft ver-
richtet und dabei vom Kopfgeldjäger hinterrücks abgeknallt wird.
Manfred
Mir fällt da spontan:
Tschitti Tschitti Bäng Bäng
ein. :)
> Entspannte Grüße
>
> Roman
waves
Uwe
Hallo!
Einen hab ich auch noch:
Ben Stiller - Meet the parents (lol)
Schöne Grüße,
Harald
Einmal kommt er vom Klo (bevor er von Bruce W. umgenietet wird), das
andere Mal sieht man ihn imo vor dem Topf stehen (bevor er Uma/Mia mit
der Überdosis findet) - so zumindest meine Erinnerung.
lc#
--
> Am Sun, 29 Jul 2007 21:34:25 +0200 schrieb Roman Schmidt:
>
>
>>früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
>>Filmen (und Serien) nie aufs Klo.
>
>
> Weniger als Kinofilm, denn als Fernsehserie:
>
> bei Battlestar Galactica hat man im krassen Gegensatz zu einer gewissen
> anderen Serie auf den Schiffen Platz zum Schiffen.
Außerdem haben die dort Unisex-Klos. Ist das auf (US-)Kriegsschiffen
normal so?
lc#
--
Unixsex-Klos ist ein gutes Stichwort. Gefühlte 25% von Ally McBeal
spielte seinerzeit doch auch auf dem Unisex-Klo ;-).
Schöne Grüße,
Harald
[On Sun, 29 Jul 2007 21:34:25 +0200, Roman Schmidt wrote:]
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Verrückt nach Mary.
Gruß
Mawan
--
## ## # *** M A R T I N W A N K E ***
# # # # # mail: use...@mawan.de
# ## # ## # WWW: http://www.mawan.de/
# # # # # PGP: http://www.mawan.de/aboutme/PGP-Keys/
# ## ## ICQ: 262764967 / Skype: mwanke
** Und die Bedingungen dazu schliessen alle Gegenstände aus der Haftung **
** aus, die empfindlich sind, oder wie es ein Bekannter ausdrückte: Alles **
** was man nicht freiwillig vom Balkon werfen würde. **
** [Christian Praetorius über Fluggepäck, de.rec.reisen.misc, 12.08.2006] **
Er sitzt auch nach dem Frühstück aufm Restaurant-Klo und liest irgendwas.
--
Roman
> Einmal kommt er vom Klo (bevor er von Bruce W. umgenietet wird), das
> andere Mal sieht man ihn imo vor dem Topf stehen (bevor er Uma/Mia mit
> der Überdosis findet) - so zumindest meine Erinnerung.
Die Frühstücksszene am Ende: Draußen im Restaurant ist der Überfall,
während Vincent auf dem Klo liest.
Grüße, Till
--
"Manche sagen, Computer seien besser als Menschen
- aber viel Spass im Leben haben sie nicht."
- Peter Ustinov
> Ich hab mal von einer Magisterarbeit gehört, die sich mit dem Thema
> Toilettenbesuch im Film auseinandergesetzt hat. Vielleicht findest Du ja
> heraus, wer die geschrieben hat ;-)
Du?
--
Roman
>>
>> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
>
>
> Einen hab ich auch noch:
>
> Ben Stiller - Meet the parents (lol)
>
Und Arnold Schwarzenegger in "True Lies". ;)
Gruss
Stefan
Werner Beinhart? (Wie oft sieht man explosiven Durchfall am Klo?)
Da fällt mir "Zur Sache Schätzchen" ein, wo Martin auf dem Klo sitzt
und Wilhelm Busch rezitiert.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (b Berlin) www.bruhaha.de
Rita mag zwar gelegentlich einen etwas virilen Eindruck hinterlassen,
*sie* ist aber dennoch meist nicht so nett. Das gehört mit zu ihrem
Amt. (Rolf F. Katzenberger, de.talk.bizarre)
> bei Battlestar Galactica hat man im krassen Gegensatz zu einer gewissen
> anderen Serie auf den Schiffen Platz zum Schiffen.
Das gabs bei Babylon 5 schon lange vorher, mit UV-Licht zur Reinigung und
mit speziellen Abteilungen fuer besondere Aliens :)!
--
Werner Spahl (sp...@cup.uni-muenchen.de) Freedom for
"The meaning of my life is to make me crazy" Vorlonships
> Pat Garret jagt Billy the Kid (1973)
Apropos, "Mein Name ist Nobody", wo er den Lokfuehrer ablenkt :).
[Magisterarbeit mit dem Thema "Toilettenbesuch im Film"]
> Aber ich meine, davon mal auf Einslive gehört zu haben. Eventuell
> hilft das ja weiter...
Na ja, so intensiv wollte ich mich mit dem Thema dann doch nicht
beschäftigen.
--
Roman
Ja, offensichtlich. War dann wohl nur meine subjektive Wahrnehmung.
> Klar, es gibt schöneres im Film als Kloszenen zu zeigen. ;-)
Stimmt schon, sollte aber eben nicht tabu sein.
> Janet Leigh - Psycho
> Private Paula(?) - Full Metal Jacket
> Peter Sellers - Der Partyschreck
> Danny Glover - Lethal Weapon
> Samuel L. Jackson - Loaded Weapon
> Ein Hund - Bruce Allmächtig
> Christina Applegate - Super süss und super sexy
Nicht schlecht.
--
Roman
so wenig sinds gar nicht, spontan fällt mir ein:
pulp fiction
dreamcatcher
the hills have eyes 2
borat
clerks
und nahezu jeder zweite slasher/horrorfilm wartet mit einer
schädel-gegen-porzellan oder hand-von-unten szene auf. sogar in
tv-serien wird bei offener tür gewischerlt.
und wenn man noch die pissoir film-szenen mitrechnet, sinds gleich noch
ein paar mehr.
-christoph
2001
Weiß jemand, wo man ein Poster vom "Manual" für die Zero Gravity Toilet
bekommt?
Ich habe das bisher nur in viel zu klein oder als HTML-Seite gefunden,
was dann beim Ausdruck im wahrsten Sinne des Wortes beschissen aussieht.
Ralph
--
Der Osten ist das neue Bochum.
Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/
>> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
>> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
>> menschlichen Handlung war tabu.
>
>Sooo tabu war das doch eigentlich nie, oder?
Kommt darauf an, wann und wo. Solange in Hollywood der Production
Code rigoros durchgesetzt wurde, war es dort sehr wohl tabu. Schon
das Geräusch der Klospülung war ein no-no. Nachdem in den 50ern
das Studiosystem zusammenbrach, wurde auch der Code durchlässiger,
und couragierte Regisseure/Produzenten wie z.B. Preminger oder
Hitchcock konnten offen dagegen verstoßen (offiziell wurde der Code
erst 1967 abgeschafft).
In den meisten anderen Ländern bzw. Filmkulturen wurde das alles
weniger restriktiv gehandhabt.
>Janet Leigh - Psycho
Der wurde bezeichnenderweise ohne Zustimmung der Selbstzensur
veröffentlicht.
Manfred
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Dumm und Dümmer - Jeff Daniels
Gruß
Marc
> Hallo,
>
> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
>
> Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
> Jodie Foster - Panic Room
> Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
> Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
>
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
"Jackie Brown"
Christian
> Am Sun, 29 Jul 2007 21:34:25 +0200 schrieb Roman Schmidt:
>
>> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
>> Filmen (und Serien) nie aufs Klo.
>
> Weniger als Kinofilm, denn als Fernsehserie:
>
> bei Battlestar Galactica hat man im krassen Gegensatz zu einer gewissen
> anderen Serie auf den Schiffen Platz zum Schiffen.
Ich meine mich erinnern zu können, dass es in irgendeinem ST-Film eine
Anspielung gibt. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, etwa so:
Kirk und jemand anders sind in einer Gefängnis-Zelle der Enterprise
eingesperrt. Kirk muss sich setzen und fährt aus der Wand eine Art Sitz
hervor. Da sich die Protagonisten in einer Zelle befinden, ist es wohl ein
Klo. Glaube auch, irgendwie wird durch ein Schild daraufhingewiesen.
ST V?
Viele Grüße
Alex
> Hallo,
>
> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
>
> Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
> Jodie Foster - Panic Room
> Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
> Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
>
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Wenn es ein Außeririscher sein darf:
"Krieg der Eispiraten"
"Fight Club"
Andreas
--
Wer mir per Mail antworten möchte sollte 'erdbeere' im Betreff erwähnen,
sonst wird die Mail zusammen mit SPAM und Würmern ungelesen gelöscht.
Star Trek 8, der Erfinder des Warpantriebs mit dem unschreiblichen Namen
geht da mal schiffen.
LG Andy
>Ich meinte ja eher, dass beiläufig - also in ansonsten überwiegend
>harmlosen Filmen - auch mal sichtbar aufs Klo gegangen wird.
In den von Dir angeführten Filmen (ok - "Eyes WIde Shut" kenne ich
nicht, ich finde Kubrickl eher doof) gehen die Leute aber nur aufs
Klo, weil das für die Handlung wichtig ist
Grüße
woffi
Unixsex-Klos? Echt? Muß ich doch mal gucken, den Kram :-)
lc#
--
Ganz unschmuddelig, aber eine wunderbare Möglichkeit, beliebige
Peinlichkeiten bzgl. persönliche Gespräche mit Mithörer auf einem Klo
zuzulassen, ohne auf deren Geschlechter spezifische Rücksicht nehmen zu
müssen.
So long,
Thomas G. Liesner
http://imdb.com/title/tt0065528/trivia
This is the first American film to show an actor on the toilet - Martin
Balsam, playing opposite Anthony Perkins. Ten years earlier, the first
American film to show a toilet was Psycho (1960)... starring Martin
Balsam and Anthony Perkins.
lg
Jörg
Genau deswegen mag ich Unix-basierte Systeme. <g>
lc#
--
Dreamcatcher (ganz eklig)
> In den von Dir angeführten Filmen (ok - "Eyes WIde Shut" kenne ich
> nicht, ich finde Kubrickl eher doof) gehen die Leute aber nur aufs
> Klo, weil das für die Handlung wichtig ist
Gut, aber in den 50er/60er Jahren hätte Jodie Foster sich ein Glas Milch
geholt und Tom Hanks Magengeschwüre gehabt. Ewan McGregor ist wohl ein
Sonderfall, denn Trainspotting brach ja ohnehin einige Tabus. Nicole
Kidmans Kloszene war IMHO für die Handlung nicht von Bedeutung.
Ich finde Kubrick übrigens eher genial.
--
Roman
Korrekt. Wird auch in den Extras der ExtDVD erwähnt. Es wurde also als
kleiner Gag für die ST-Nerds eingefügt, die sich ständig beschwerten,
dass die Helden nie auf Toilette gehen.
Grüße,
Alfred
>Ich finde Kubrick übrigens eher genial.
Ja, ich weiß durchaus, dass ich da eine Minderheitenmeinung vertrete.
Ich kenne nicht viel von ihm, aber 2001 war für mich ein
schwachsinniger Film mit teilweise schönen Bildern, Clockwork Orange
war glaub ich der erste Film, wo ich vorzeitig das Kino verlassen
habe.
Ich habe in meinem Bekanntenkreis relativ viele Leute, die Tarantino
für völlig bescheuert halten - die verstehen ihn halt nicht. Mir
geht's mit Kubrick ähnlich ;)
Grüße
woffi
>Roman Schmidt schrieb:
>>
>> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
>
>Dreamcatcher (ganz eklig)
Oh ja ... wenn die sich eng ans Buch gehalten haben, muss das fies
sein. Ist der Film denn so mies, wie die Kritiker das damals sahen?
Das Buch mochte ich sehr.
Grüße
woffi
>Unixsex-Klos ist ein gutes Stichwort. Gefühlte 25% von Ally McBeal
>spielte seinerzeit doch auch auf dem Unisex-Klo ;-).
Oh, jetzt fällt mir wieder die erste Folge von "The IT-Crowd" ein. Da
kommen auch zwei Unisex-Klos vor.
Und in "The Pick of Destiny" sitzt Jack Black auf der Toilette.
by Carsten
--
It may be the warriors who get the glory, but it's the
engineers who build societies.
B'Elanna Torres in Voyager S7E10 "Flesh and Blood Part II"
> Unixsex-Klos ist ein gutes Stichwort. Gefühlte 25% von Ally McBeal
> spielte seinerzeit doch auch auf dem Unisex-Klo ;-).
Unixsex ist das hier:
who | grep -i blonde | talk; cd ~; wine; talk; touch; unzip;
touch; strip; gasp; finger; gasp; mount; fsck; more; yes;
gasp; umount; make clean; sleep
HTH,
Andreas
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Unforgiven.
> Entspannte Grüße
--
You boys better move away.
>>> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
>>Dreamcatcher (ganz eklig)
> Oh ja ... wenn die sich eng ans Buch gehalten haben, muss das fies
> sein. Ist der Film denn so mies, wie die Kritiker das damals sahen?
Schlimmer. Der reinste Dreck. Allein schon Morgan Freeman reizt dazu,
sich die Augen auszukratzen.
> Das Buch mochte ich sehr.
Das habe ich nicht gelesen. Nach dem Film habe ich aber auch keine Lust
dazu.
--
"Du kannst dich kleiden wie du möchtest. Aber wenn du dich als Orang-Utan
verkleidest und eine Banane in der Hand hältst, brauchst du nicht
'Rechtsstaat! Rechtsstaat' zu schreien, wenn man dich irrtümlich im Zoo
abliefert."
-- Klaus Henkel in de.soc.recht.misc
>> Roman Schmidt schrieb:
>> Dreamcatcher (ganz eklig)
Dann spar Dir den Film und eine Enttäuschung.
Gruß,
Andreas
Danke.
Viele Grüße
Alex
Joerg Sellmann schrieb:
> Catch 22
>
> http://imdb.com/title/tt0065528/trivia
> This is the first American film to show an actor on the toilet - Martin
> Balsam, playing opposite Anthony Perkins. Ten years earlier, the first
> American film to show a toilet was Psycho (1960)... starring Martin
> Balsam and Anthony Perkins.
Und für Hitchcock muß es ein innerer Vorbeimarsch gewesen sein. Wenn ich
mich recht erinnere, wollte er schon vor "Psycho" ein Klo zeigen und
scheiterte an der Zensur. Es ist für ihn schon so etwas wie eine fixe
Idee gewesen, endlich mal eine Toilette in seinen Filmen zu zeigen. Bei
Bedarf suche ich die betreffenden Stellen aus Spotos Hitch-Bio heraus.
Der zeigte auch seinen Besuchern begeistert sein Gästeklo mit
_lautloser_ Spülung, auf daß es keine Peinlichkeiten beim Übernachten gäbe.
Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Szene am Anfang, die die
Leigh in schwarzer Unterwäsche zeigt, ein Novum; genauso wie das
Vorführungsverfahren (in Amiland gingen die Leute vor "Psycho" ins Kino,
wann sie wollten - heißt, sie sahen sich erst das Ende und dann den
Anfang an. Bei "Psycho" wurde nach Beginn der Vorstellung erstmals
niemand mehr hereingelassen). Dann war da noch die Sache mit dem
einzigen Star des Filmes...
Mal so ganz nebenbei: Gleich die Sehgewohnheiten zu revolutionieren,
dabei ein paar absolute Novitäten einzuflechten und ganz nebenbei noch
einen perfekt inszenierten, bis in kleinste Einzelheiten ausgearbeiteten
Film zu präsentieren, der Standards setzte, das haben nach Hitch
wahrscheinlich nicht mehr viele Leute geschafft...
Und nicht viele DVD-Labels schaffen es so wie Universal, einen solchen
Meilenstein so absolut unwürdig (geschnitten; DVD-5 ohne jegliche
Extras) auf den Markt zu kippen.
Grüße
Hannes, der demnächst wohl wieder ein Hitch-Wochenende einlegen wird
--
When there's no more room in hell the dead will surf the web!
Truffaut: "Ein Filmemacher hat nichts zu sagen, er hat zu zeigen."
Hitchcock: "Genau."
>Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Szene am Anfang, die die
>Leigh in schwarzer Unterwäsche zeigt, ein Novum;
Ich hab leise Zweifel, ob das stimmt. Vor der Durchsetzung des
Production Code, also bis 1934, gab es in Hollywood-Filmen
unzählige Frauen in Unterwäsche zu sehen, in Schlafzimmern,
in Badezimmern und sonstwo. Es würde mich wundern, wenn
da keine einzige in schwarzer Unterwäsche dabeigewesen wäre.
Nur als ein Beispiel, was alles möglich war: In "Queen Kelly" ist
Seena Owen in einer Szene nur mit einer lebenden Katze bekleidet.
Übrigens ist mir eingefallen, dass in "Queen Kelly" auch ein Klo zu
sehen ist, wenn auch nicht von innen, sondern nur von außen.
Aber an der Tür steht deutlich sichtbar "Abort". Leider ist dieser
schöne unfertige Film erst mit erheblicher Verspätung zu sehen
gewesen, aber immer noch deutlich vor "Psycho". Auch in anderen
Stroheim-Filmen gab es ziemlich gewagte Szenen.
Manfred
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Bound:
in/an einem Klo werden allzu menschliche Handlungen gezeigt.
> Entspannte Grüße
--
Oh, come on, I didn't use one of the good towels.
Klar, da gibt es ja auch den "Heimscheißer", der dann im ersten Teil
Stiflers Mum abbekommt...
In "Spiel mir das Lied vom Tod" sieht man ganz am Anfang den
Bahnhofaufseher im Klohäuschen, das er dann aber nicht mehr lebend
verlässt (IIRC).
Hat hier eigentlich schon jemand Sylvester Stallone und "die drei
Muscheln" aus "Demolition Man" erwähnt?
Tschüss, Dirk
--
aber ich hab zu ihm gesagt es genügt wenn man lesen kann dann lernt man
was man noch nit gewuszt hat indes wenn man schreibet dann schreibt man
immer nur was man schon weisz - Umberto Eco, Baudolino
Dirk Jung schrieb:
> In "Spiel mir das Lied vom Tod" sieht man ganz am Anfang den
> Bahnhofaufseher im Klohäuschen, das er dann aber nicht mehr lebend
> verlässt (IIRC).
Deine Erinnerung trügt dich mächtig gewaltig. Der Bahnhofsaufseher
sitzt weder auf dem Klo, noch wird er umgebracht. Der wird nur
irgendwo eingesperrt.
Aber wenn wir schon bei Western sind: Marlon Brando als "Gentleman"-
Killer in "Duell am Missouri" erschießt einen der Pferdediebe auf
der Toilette.
Gruß
Joachim
Johannes Schwarz schrieb:
> Und für Hitchcock muß es ein innerer Vorbeimarsch gewesen sein. Wenn ich
> mich recht erinnere, wollte er schon vor "Psycho" ein Klo zeigen und
> scheiterte an der Zensur. Es ist für ihn schon so etwas wie eine fixe
> Idee gewesen, endlich mal eine Toilette in seinen Filmen zu zeigen. Bei
> Bedarf suche ich die betreffenden Stellen aus Spotos Hitch-Bio heraus.
> Der zeigte auch seinen Besuchern begeistert sein Gästeklo mit
> _lautloser_ Spülung, auf daß es keine Peinlichkeiten beim Übernachten gäbe.
Er war in der Tat ein seltsaamer Kauz.
> Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Szene am Anfang, die die
> Leigh in schwarzer Unterwäsche zeigt, ein Novum;
Wo ist eigentlich der Unterschied, ob das Mädel jetzt weiße oder
schwarze Wäsche trägt? (abgesehen von persönlichen Präferenzen
selbstverständlich)
> genauso wie das
> Vorführungsverfahren (in Amiland gingen die Leute vor "Psycho" ins Kino,
> wann sie wollten - heißt, sie sahen sich erst das Ende und dann den
> Anfang an. Bei "Psycho" wurde nach Beginn der Vorstellung erstmals
> niemand mehr hereingelassen).
Das war aber Amiland-spezifisch, oder? Oder war diese etwas gewöhnungsbedürftige
Art, Filme zu konsumieren, auch in "Old Europe" üblich?
> Dann war da noch die Sache mit dem
> einzigen Star des Filmes...
>
> Mal so ganz nebenbei: Gleich die Sehgewohnheiten zu revolutionieren,
Daß ein Film mit dem Anfang anfängt und mit dem Ende aufhört als
"revolutionär" zu bezeichnen, scheint mir übertrieben :-)
> dabei ein paar absolute Novitäten einzuflechten
Das Klo? Oder die Tatsache, daß die erste Hauptdarstellerin frühzeitig
ausgeduscht hat?
> und ganz nebenbei noch
> einen perfekt inszenierten, bis in kleinste Einzelheiten ausgearbeiteten
> Film zu präsentieren, der Standards setzte, das haben nach Hitch
> wahrscheinlich nicht mehr viele Leute geschafft...
Na ja, nachdem die Klos schon dran waren... Bidets wirken halt nicht
ganz so innovativ.
(irgendwie ist es entspannend, im Nörgelmodus zu posten ;-))
> Und nicht viele DVD-Labels schaffen es so wie Universal, einen solchen
> Meilenstein so absolut unwürdig (geschnitten; DVD-5 ohne jegliche
> Extras) auf den Markt zu kippen.
Tja. Das Leben ist hart. Aber du kennst dich doch aus: gibt es eigentlich
die Klassiker von Jacques Tourneur ("I walked with a zombie", "Cat People",
"Night of the Demon" etc.) in einer Art Box, möglichst billig (also 4 Filme
zum Preis von einem... Liter Milch, oder so)? Irgendwie schwirren mir die
in letzter Zeit ein wenig im Kopf herum.
Gruß
Joachim
>Tja. Das Leben ist hart. Aber du kennst dich doch aus:
Ich bin zwar nicht Johannes ...
>gibt es eigentlich
>die Klassiker von Jacques Tourneur ("I walked with a zombie", "Cat People",
>"Night of the Demon" etc.) in einer Art Box, möglichst billig (also 4 Filme
>zum Preis von einem... Liter Milch, oder so)?
Die ersten beiden sind auf der großen Val-Lewton-Box. Der letzte nicht,
denn als der gedreht wurde, war Lewton tot, RKO pleite und Tourneur
in England. Die Box ist zwar nicht so billig wie Milch, enthält aber 9
Filme und eine Doku.
http://www.amazon.com/Collection-Snatcher-Leopard-Seventh-Shadows/dp/B000A0GOEQ/ref=pd_bbs_sr_1/102-5560118-0935309?ie=UTF8&s=dvd&qid=1186052580&sr=1-1
Manfred
Hi!
Naja, den kann man ja noch dazu bestellen:
<http://www.dvdpacific.com/item.asp?ID=40620>
So wie der Dollar sich gerade zum Euro entwickelt und wenn man mal der
Panikmache bezüglich der Michpreise Glauben schenkt, kommt das mit dem
"billig wie Milch" in naher Zukunft dann vielleicht doch hin. So oder
so, wenn die Filme was taugen, ist der Spass schon verdammt günstigt...
Schöne Grüße,
Harald
Harald Gering schrieb:
>
> Manfred Polak schrieb:
>> [snip]
>[snip]
> So wie der Dollar sich gerade zum Euro entwickelt und wenn man mal der
> Panikmache bezüglich der Michpreise Glauben schenkt, kommt das mit dem
> "billig wie Milch" in naher Zukunft dann vielleicht doch hin. So oder
> so, wenn die Filme was taugen, ist der Spass schon verdammt günstigt...
Danke euch beiden. Allerdings ist das schon noch der Preis von
richtig guter Qualitätsmilch, handgezapft vom bauern, und von seiner
18jährigen Tochter persönlich kredenzt...
Gruß
Joachim
Hi!
Sag nicht, dass Du es darunter machst?
Aber im Ernst, eine DVD-Box mit 9 Filmen für 40 USD ist doch schon
verdammt günstig. (Bei DVDPacific ist die Box noch ein Stück günstiger
als bei amazon.). Das sind ja gerade mal 3,50 Euro pro Film. OK, Du hast
nach Tourneur und nicht nach Lewton gefragt, es könnte also sein, dass
die anderen Filme Dir nicht gefallen, aber wer weiß, vielleicht sind es
ja auch Perlen. Was die Tourneur-Filme betrifft, kannst Du da einen
besonders emfpehlen, quasi für einen Einsteiger? Oder kennst Du die auch
nur vom Hörensagen und wolltest es einfach mal ausprobieren.
Schöne Grüße,
Harald
Harald Gering schrieb:
>
> Joachim Parsch schrieb:
> > Danke euch beiden. Allerdings ist das schon noch der Preis von
> > richtig guter Qualitätsmilch, handgezapft vom bauern, und von seiner
> > 18jährigen Tochter persönlich kredenzt...
>
> Sag nicht, dass Du es darunter machst?
Bisweilen kaufe ich auch ein wenig im örtlichen Supermarkt,
aber die persönliche Bedienung ist natürlich vorzuziehen.
> Aber im Ernst, eine DVD-Box mit 9 Filmen für 40 USD ist doch schon
> verdammt günstig. (Bei DVDPacific ist die Box noch ein Stück günstiger
> als bei amazon.). Das sind ja gerade mal 3,50 Euro pro Film. OK, Du hast
> nach Tourneur und nicht nach Lewton gefragt, es könnte also sein, dass
> die anderen Filme Dir nicht gefallen, aber wer weiß, vielleicht sind es
> ja auch Perlen. Was die Tourneur-Filme betrifft, kannst Du da einen
> besonders emfpehlen, quasi für einen Einsteiger? Oder kennst Du die auch
> nur vom Hörensagen und wolltest es einfach mal ausprobieren.
"Cat People", "Out of the past" und "I walked with a zombie" habe ich
gesehen (obwohl die Erinnerung an Letzteren schon ein wenig blaß ist),
bei "Night of the Demon" bin ich mir nicht ganz sicher. Die Filme
haben jedenfalls eine tolle Atmosphäre (CP und Zombie als Horrorfilme,
OotP ist ein Klassiker der schwarzen Serie, IMHO besser als bspw.
der Malteser Falke).
Fang einfach mit dem an, der am leichtesten zugänglich ist, sehenswert
sind sie alle.
Gruß
Joachim
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
The Big Lebowski
> Entspannte Grüße
--
It's down there somewhere, let me take another look.
Joachim Parsch schrieb:
Gut, daß man hier noch ein paar "alte" Schreiber antrifft - auch wenn
die nur rumnörgeln ;).
[Hitchs seltsame Angewohnheiten]
> Er war in der Tat ein seltsaamer Kauz.
Das ist ziemlich untertrieben. Ich erinnere an die Vergewaltigungsszene
in "Marnie", die dramaturgisch wenig Sinn ergibt. Der Kerl wollte
einfach sehen, wie "seine" Tippi Hedren vergewaltigt wird. Eine andere
Anekdote betrifft eine Wette mit einem Mitarbeiter, der eine Nacht an
eine Kamera gefesselt alleine im Studio verbringen sollte. Es ist nicht
schön, wenn der Herausforderer Dir vorher noch ein Getränk mit dem
schlimmsten vorstellbaren Abführmittel anbietet, damit Dich am nächsten
Morgen die gesamte Crew vollgeschissen bewundern kann. Solche wirklich
bösen Sadismen ziehen sich durch die gesamte Biographie Hitchs. Ich habe
noch zwei Fotos mit unterschiedlichen Damen, in denen Hitch
demonstriert, daß es tatsächlich möglich wäre, eine Frau mit einer Hand
zu erwürgen...
>>Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Szene am Anfang, die die
>>Leigh in schwarzer Unterwäsche zeigt, ein Novum;
> Wo ist eigentlich der Unterschied, ob das Mädel jetzt weiße oder
> schwarze Wäsche trägt? (abgesehen von persönlichen Präferenzen
> selbstverständlich)
Die Unschuld trug halt weiß - schwarz war den verruchten
Persönlichkeiten vorenthalten. Das ist eines der Dinge, die heute schwer
nachvollziehbar sind; wie etwa die Ablichtung eines Klos in einem
Kinofilm. Die Europäer waren da wohl weniger eingeschränkt.
In "Psycho" trägt die Protagonistin so lange schwarze Unterwäsche
(Eingangssequenz: Sex vor der Ehe; Raub des Geldes), bis sie sich
entschließt, das unterschlagene Geld zurückzugeben. Die Unterwäsche wird
weiß; die Dame ist wieder unschuldig (oder zumindest ehrlich reumütig).
Wie wir wissen, ist dieses ganze Vorspiel überhaupt nichts wert: Wenn
der Wahnsinn in den Alltag bricht (und mag er noch so kriminell sein),
dann nützt der ganze Glauben an die Symbolik nix mehr. Die perfekten
Schnitte der Duschsequenz, die eben die Schnitte mit dem Phallussymbol
"Messer" nicht zeigen, räumen ziemlich nachhaltig mit der bisherigen
Funktionsweise typischer Genrefilme auf, um den Weg in die Moderne zu
Filmen wie eben "Henry" und natürlich Hitchs eigenem "Frenzy" zu zeigen.
>>genauso wie das
>>Vorführungsverfahren (in Amiland gingen die Leute vor "Psycho" ins Kino,
>>wann sie wollten - heißt, sie sahen sich erst das Ende und dann den
>>Anfang an. Bei "Psycho" wurde nach Beginn der Vorstellung erstmals
>>niemand mehr hereingelassen).
> Das war aber Amiland-spezifisch, oder? Oder war diese etwas gewöhnungsbedürftige
> Art, Filme zu konsumieren, auch in "Old Europe" üblich?
Dazu habe ich lange gesucht und leider nichts gefunden. Ich hoffe, das
war nur eine amieigene Art, Filme zu sehen.
>>Dann war da noch die Sache mit dem
>>einzigen Star des Filmes...
>>Mal so ganz nebenbei: Gleich die Sehgewohnheiten zu revolutionieren,
> Daß ein Film mit dem Anfang anfängt und mit dem Ende aufhört als
> "revolutionär" zu bezeichnen, scheint mir übertrieben :-)
Für den damaligen Kinogänger war's eben nicht ganz alltäglich, einen
Film von Anfang an zu sehen und den einzigen Star in der Mitte des Films
zu verlieren. Um mich noch ein wenig rauszureden: In welchem Film vorher
hat man mit dem "Bad Guy", der eigentlich genauso unsympathisch ist wie
alle anderen Figuren im Film, mitgefiebert, daß er das Auto der
ermordeten "Heldin" erfolgreich versenken kann (abgesehen natürlich von
Hitchs "Frenzy", als dieser die Finger einer Leiche auf einem fahrenden
Müllaster bricht, um seine Krawattennadel wiederzubekommen)?
>>dabei ein paar absolute Novitäten einzuflechten
> Das Klo? Oder die Tatsache, daß die erste Hauptdarstellerin frühzeitig
> ausgeduscht hat?
Beides ;). Heute dürfte nicht mehr ganz nachvollziehbar sein, welche
Schwierigkeiten ein Filmemacher in dieser Zeit hatte, solche Dinge in
seine Filme einzubauen. Hitchs Filme sind ja voll von solch kleinen
Novitäten, die vorher kein anderer Filmemacher jemals versucht hätte -
und die danach zum Standard avancierten (siehe den "Vertigo"-Effekt).
>>und ganz nebenbei noch
>>einen perfekt inszenierten, bis in kleinste Einzelheiten ausgearbeiteten
>>Film zu präsentieren, der Standards setzte, das haben nach Hitch
>>wahrscheinlich nicht mehr viele Leute geschafft...
> Na ja, nachdem die Klos schon dran waren... Bidets wirken halt nicht
> ganz so innovativ.
Wäh?
> (irgendwie ist es entspannend, im Nörgelmodus zu posten ;-))
So kennen wir Dich, so mag Dich keiner ;)!
>>Und nicht viele DVD-Labels schaffen es so wie Universal, einen solchen
>>Meilenstein so absolut unwürdig (geschnitten; DVD-5 ohne jegliche
>>Extras) auf den Markt zu kippen.
> Tja. Das Leben ist hart. Aber du kennst dich doch aus: gibt es eigentlich
> die Klassiker von Jacques Tourneur ("I walked with a zombie", "Cat People",
> "Night of the Demon" etc.) in einer Art Box, möglichst billig (also 4 Filme
> zum Preis von einem... Liter Milch, oder so)? Irgendwie schwirren mir die
> in letzter Zeit ein wenig im Kopf herum.
Ich kenne mich aus? Nicht so wirklich! Der beste Tourneur für mich
(google.groups irgendwann mal nach "Tourneur", meinem Namen und "Night
of the demon" - das sollte hoffentlich was ausreihern) ist "Night of the
demon". Der kommt von Columbia ohne jegliche Extras (wenn man mal von
der gekürzten Ami-Fassung absieht, die mit Sicherheit kein Mensch
braucht). Leider haben die Idioten von Columbia es sogar geschafft, die
Untertitel in strahlendem Gelb zu gestalten, was dem SW-Bild natürlich
nicht sonderlich weiterhilft (gut, man könnte aus dem TV die Farben
herausdrehen, aber mein Hirn arbeitet nun mal nicht so einfach).
Auch "Out of the past" (mit dem obercoolen Mitchum, bei dem heutige
k3wle Helden sich noch ein paar Scheibchen abschneiden können) ist einer
meiner Lieblinge und mit Sicherheit besser als "Verfolgt" von Walsh
(ebenfalls Mitchum), der eine ähnliche Story erzählt. Sollte er bereits
in Deutschland erschienen sein, so fehlt mit Sicherheit der
Audiokommentar, wie bei so vielen Scheiben der "Film-Noir"-Serie von
Warner. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Ding ein Teil der ersten
"Noir"-Warner-Box. Die solltest Du Dir dann auf jeden Fall zulegen, weil
(immer IIRC) da noch ein früher Wise- sowie Huston-Streifen (mit Marilyn
M.) und der absolute Überkracher "Gun Crazy (1949)" enthalten ist.
Gerade der letztgenannte Streifen sollte in keiner Sammlung fehlen. Der
lässt einem die Kinnlade offenstehen, so gut ist der. Und einen AK
habense alle!
A propos Mitchum: Der beste ist IIRC immer noch "Night of the Hunter
(1955)"; Charles Laughtons einzige Regiearbeit. Den solltest Du direkt
mitbestellen.
Grüße
Hannes
Manfred Polak schrieb:
>>Wenn ich mich recht erinnere, war auch die Szene am Anfang, die die
>>Leigh in schwarzer Unterwäsche zeigt, ein Novum;
> Ich hab leise Zweifel, ob das stimmt. Vor der Durchsetzung des
> Production Code, also bis 1934, gab es in Hollywood-Filmen
> unzählige Frauen in Unterwäsche zu sehen, in Schlafzimmern,
> in Badezimmern und sonstwo. Es würde mich wundern, wenn
> da keine einzige in schwarzer Unterwäsche dabeigewesen wäre.
Mir ist durchaus bewußt, daß es in und auch während der Zeit des
Production Codes einige bemerkenswerte Szenen gab (siehe "Maniac" -
einem "Vorläufer" der späteren Exploitation-Filme inklusive Nakedeis und
frühzeitlichem Splatter sowie Katzen-Verstümmelung oder in der
Stummfilmfassung von "Ben Hur", der nackte Busen und Männer-Ärsche
(später zensiert) präsentierte. Selbst im deutschen Kino Fritz Langs
gab's in "Mabuse - Der Spieler" ein paar Titten zu bewundern).
Einen Star allerdings in schwarzer Unterwäsche im Kino eines
Star-Regisseurs gab es meines Wissens nach nicht.
Davon abgesehen bin ich selbstverständlich der Meinung, daß es
dramaturgisch unverzichtbar ist, seine weiblichen Stars und Sternchen in
schwarzer Unterwäsche abzulichten. In nicht wenigen Fällen sollte sogar
auf jegliches Kleidungsstück verzichtet werden - natürlich aus rein
inszenatorischen Gründen!
Grüße
Hannes
Johannes Schwarz schrieb:
> Joachim Parsch schrieb:
>
> Gut, daß man hier noch ein paar "alte" Schreiber antrifft - auch wenn
> die nur rumnörgeln ;).
Dabei lebt das Usenet doch davon ;)
> > Wo ist eigentlich der Unterschied, ob das Mädel jetzt weiße oder
> > schwarze Wäsche trägt? (abgesehen von persönlichen Präferenzen
> > selbstverständlich)
>
> Die Unschuld trug halt weiß - schwarz war den verruchten
> Persönlichkeiten vorenthalten. Das ist eines der Dinge, die heute schwer
> nachvollziehbar sind; wie etwa die Ablichtung eines Klos in einem
> Kinofilm. Die Europäer waren da wohl weniger eingeschränkt.
> In "Psycho" trägt die Protagonistin so lange schwarze Unterwäsche
> (Eingangssequenz: Sex vor der Ehe; Raub des Geldes), bis sie sich
> entschließt, das unterschlagene Geld zurückzugeben. Die Unterwäsche wird
> weiß; die Dame ist wieder unschuldig (oder zumindest ehrlich reumütig).
> Wie wir wissen, ist dieses ganze Vorspiel überhaupt nichts wert: Wenn
> der Wahnsinn in den Alltag bricht (und mag er noch so kriminell sein),
> dann nützt der ganze Glauben an die Symbolik nix mehr. Die perfekten
> Schnitte der Duschsequenz, die eben die Schnitte mit dem Phallussymbol
> "Messer" nicht zeigen, räumen ziemlich nachhaltig mit der bisherigen
> Funktionsweise typischer Genrefilme auf, um den Weg in die Moderne zu
> Filmen wie eben "Henry" und natürlich Hitchs eigenem "Frenzy" zu zeigen.
Das stimmt. Die Duschsequenz ist wirklich großartig, diese eine
Minute Film gehört zu den immer wieder faszinierenden Szenen.
Wird auch in Filme zitiert, in denen man es wirklich nicht erwartet:
In "Twenty-Nine Palms" von Bruno Dumont bspw. - vor dem Film sei
allerdings gewarnt, denn es steht zu erwarten, daß die meisten
ihn als extrem langatmig empfinden werd. Wer Dumonts "L'Humanité" nicht
mindestens sehr gut fand, sollte mit 29 Palms gar nicht erst anfangen.
Wer auf derart "asketische" Filme steht, dem sei ein Kinobesuch
empfohlen. Ich fand ihn nicht schlecht, aber nicht überragend.
> >>genauso wie das
> >>Vorführungsverfahren (in Amiland gingen die Leute vor "Psycho" ins Kino,
> >>wann sie wollten - heißt, sie sahen sich erst das Ende und dann den
> >>Anfang an. Bei "Psycho" wurde nach Beginn der Vorstellung erstmals
> >>niemand mehr hereingelassen).
>
> > Das war aber Amiland-spezifisch, oder? Oder war diese etwas gewöhnungsbedürftige
> > Art, Filme zu konsumieren, auch in "Old Europe" üblich?
>
> Dazu habe ich lange gesucht und leider nichts gefunden. Ich hoffe, das
> war nur eine amieigene Art, Filme zu sehen.
Ich kann es mir auch nicht vorstellen, daß das hier üblich war.
Meine Eltern haben die Filme wohl immer "normal" gesehen. Und
wenn man Klemperer glaubt, war es auch in den 20ern schon üblich,
mit dem Anfang anzufangen.
> > Daß ein Film mit dem Anfang anfängt und mit dem Ende aufhört als
> > "revolutionär" zu bezeichnen, scheint mir übertrieben :-)
>
> Für den damaligen Kinogänger war's eben nicht ganz alltäglich, einen
> Film von Anfang an zu sehen und den einzigen Star in der Mitte des Films
> zu verlieren. Um mich noch ein wenig rauszureden: In welchem Film vorher
> hat man mit dem "Bad Guy", der eigentlich genauso unsympathisch ist wie
> alle anderen Figuren im Film, mitgefiebert, daß er das Auto der
> ermordeten "Heldin" erfolgreich versenken kann (abgesehen natürlich von
> Hitchs "Frenzy", als dieser die Finger einer Leiche auf einem fahrenden
> Müllaster bricht, um seine Krawattennadel wiederzubekommen)?
Filme, bei denen man mit dem Mörder "sympathisiert"? (Rational betrachtet
sollte man ja wirklich hoffen, daß das Auto nicht untergeht - allerdings
glaubt man in diesem Moment ja noch, daß Bates lediglich seine Mutter
schützen will, was in gewisser Weise Sympathie weckt)
"Besessenheit" von Visconti vielleicht (die erste Verfilmung des zweimal
klingelnden Postmanns). Da fiebert man schon mit dem jungen Liebespaar
mit, auch wenn es gerade den Ehemann der Frau um die Ecke gebracht hat.
Evtl. auch die klassischen Gangsterfilme aus Frankreich: "Rififi" z.B.,
oder dieser Film, bei dem die Gangster es nicht schaffen, nach einem
"perfekten" Casinoraub die Geldtasche aus dem Gefahrenbereich zu bringen
(Titel vergessen). Es endet damit, daß einer der Gangster die Tasche aus
Verzweiflung im Hotel-Swimmingpool versenkt, um sie zu verstecken - worauf
die Geldscheine einer nach dem anderen an der Pool-Oberfläche zum Vorschein
kommen. Da ist man als Zuschauer normalerweise auf Seiten der Verbrecher.
Wobei ich nicht sagen will, daß Psycho nicht innovativ war. Norman Bates
als geisteskranker Mörder hat sicher wenig Vorbilder und viele Nachfolger.
Und die Tatsache, daß die Diebstahlgeschichte im Prinzip völlig ungeklärt
im Sande verläuft ist sicher auch recht ungewöhnlich. Selbst heute noch,
da würde zum Schluß sicher noch eine Szene zur "Aufklärung" folgen.
> > Das Klo? Oder die Tatsache, daß die erste Hauptdarstellerin frühzeitig
> > ausgeduscht hat?
>
> Beides ;). Heute dürfte nicht mehr ganz nachvollziehbar sein, welche
> Schwierigkeiten ein Filmemacher in dieser Zeit hatte, solche Dinge in
> seine Filme einzubauen. Hitchs Filme sind ja voll von solch kleinen
> Novitäten, die vorher kein anderer Filmemacher jemals versucht hätte -
> und die danach zum Standard avancierten (siehe den "Vertigo"-Effekt).
Zweifellos. Wobei halt einiges auch Spielerei ist. Denn die Sache mit
der Toilette ist ja nun völlig uninteressant.
> > Na ja, nachdem die Klos schon dran waren... Bidets wirken halt nicht
> > ganz so innovativ.
>
> Wäh?
Nun, falls du mal einen innovativen Film machen willst, sind Klos
halt schon vergeben. Bidets allerdings auch, siehe "Crocodile Dundee".
Ich könnte dir noch Heizölkessel anbieten :-P
> > (irgendwie ist es entspannend, im Nörgelmodus zu posten ;-))
>
> So kennen wir Dich, so mag Dich keiner ;)!
Ja, ja.
> >>Und nicht viele DVD-Labels schaffen es so wie Universal, einen solchen
> >>Meilenstein so absolut unwürdig (geschnitten; DVD-5 ohne jegliche
> >>Extras) auf den Markt zu kippen.
>
> > Tja. Das Leben ist hart. Aber du kennst dich doch aus: gibt es eigentlich
> > die Klassiker von Jacques Tourneur ("I walked with a zombie", "Cat People",
> > "Night of the Demon" etc.) in einer Art Box, möglichst billig (also 4 Filme
> > zum Preis von einem... Liter Milch, oder so)? Irgendwie schwirren mir die
> > in letzter Zeit ein wenig im Kopf herum.
>
> Ich kenne mich aus? Nicht so wirklich! Der beste Tourneur für mich
> (google.groups irgendwann mal nach "Tourneur", meinem Namen und "Night
> of the demon" - das sollte hoffentlich was ausreihern) ist "Night of the
> demon".
Ja, ich kann mich an das Posting erinnern.
> Der kommt von Columbia ohne jegliche Extras (wenn man mal von
> der gekürzten Ami-Fassung absieht, die mit Sicherheit kein Mensch
> braucht). Leider haben die Idioten von Columbia es sogar geschafft, die
> Untertitel in strahlendem Gelb zu gestalten, was dem SW-Bild natürlich
> nicht sonderlich weiterhilft (gut, man könnte aus dem TV die Farben
> herausdrehen, aber mein Hirn arbeitet nun mal nicht so einfach).
:-)
> Auch "Out of the past" (mit dem obercoolen Mitchum, bei dem heutige
> k3wle Helden sich noch ein paar Scheibchen abschneiden können) ist einer
> meiner Lieblinge und mit Sicherheit besser als "Verfolgt" von Walsh
> (ebenfalls Mitchum), der eine ähnliche Story erzählt. Sollte er bereits
> in Deutschland erschienen sein, so fehlt mit Sicherheit der
> Audiokommentar, wie bei so vielen Scheiben der "Film-Noir"-Serie von
> Warner. Wenn ich mich recht erinnere, ist das Ding ein Teil der ersten
> "Noir"-Warner-Box. Die solltest Du Dir dann auf jeden Fall zulegen, weil
> (immer IIRC) da noch ein früher Wise- sowie Huston-Streifen (mit Marilyn
> M.) und der absolute Überkracher "Gun Crazy (1949)" enthalten ist.
> Gerade der letztgenannte Streifen sollte in keiner Sammlung fehlen. Der
> lässt einem die Kinnlade offenstehen, so gut ist der. Und einen AK
> habense alle!
Auf AKs lege ich eigentlich gar nicht viel Wert. Die Bergman-Edition
hat nichts dergleichen, dennoch bereue ich den Kauf der DVDs keineswegs.
Zu seinen Filme hat er ja in der Interview-Serie in "Bergman über Bergman"
schon sehr viel gesagt, und die Filme sprechen eh für sich. Nein, mein
Haupthinderungsgrund, DVDs zu kaufen, ist eher die Tatsache, daß das,
wofür ich mich interessiere, nicht im Laden zu haben ist. Und ich bin
eben der Typ, der die Geldausgabeschwelle eher spontan beim Stöbern
überwindet als bei der gezielten Internetbestellung :-)
Wobei diese Lewton-Box ja schon eine Art Schnäppchen darstellt...
> A propos Mitchum: Der beste ist IIRC immer noch "Night of the Hunter
> (1955)"; Charles Laughtons einzige Regiearbeit. Den solltest Du direkt
> mitbestellen.
Von dem habe ich eine VHS-Aufnahme, die reicht mir erstmal. Ein extrem
beklemmender Film, Mitchum ist in dieser Rolle (als das personifizierte
Böse) perfekt. Ob es wohl schon vor NotH Filme gab, die Filmkindern so
viel zugemutet haben?
Gruß
Joachim, der das Subject für diesen Palaver-Thread sehr passend hält ;-)
Um es mit Al Bundy zu sagen (auf die Frage, ob die Mädchen wirklich im
Bikini durch den Schuhladen hüpfen müssen):"Die Glaubwürdigkeit der Szene
verlangt das!"
mfg, Sebastian
--
np: Muse - Piano Thing
Don't let Krusty's death get you down, boy. People die all the time.
Just like that. Why, you could wake up dead tomorrow. Well, good night.
- Homer J. Simpson
>Johannes Schwarz schrieb:
>>
>> dann nützt der ganze Glauben an die Symbolik nix mehr. Die perfekten
>> Schnitte der Duschsequenz, die eben die Schnitte mit dem Phallussymbol
>> "Messer" nicht zeigen, räumen ziemlich nachhaltig mit der bisherigen
>> Funktionsweise typischer Genrefilme auf, um den Weg in die Moderne zu
>> Filmen wie eben "Henry" und natürlich Hitchs eigenem "Frenzy" zu zeigen.
Bei der Gelegenheit muss ich jetzt mal auf "Ménilmontant" (1926) [1]
von Dimitri Kirsanoff hinweisen. Der beginnt *völlig* unvermittelt mit
einem brutalen Doppelmord: Ein Ehepaar wird mit dem Hackebeil abge-
schlachtet, was extrem rasant geschnitten ist, mit kurzen Zwischen-
schnitten auf das Beil. Dieser virtuose Auftakt ist für mich der beste
Vorläufer der Dusch-Szene, den ich kenne.
Die Hintergründe des Gemetzels bleiben im Dunkeln, der Mörder
bleibt anonym, der Film beschäftigt sich im weiteren mit dem Schicksal
der beiden Töchter der Ermordeten (und das auch noch komplett
ohne Zwischentitel). Ein ziemlich moderner Film.
>Filme, bei denen man mit dem Mörder "sympathisiert"?
Besonders sympathisch ist z.B. der Mörder in "The Strange Affair of
Uncle Harry" (1945). Daneben z.B. noch "Double Indemnity". Ungefähr
gleichzeitig mit Norman B. hätten wir Delon in "Plein soleil" (1960)
und Allen Baron in "Blast of Silence" (1961), vielleicht der erste
Auftragskiller, mit dem man sympathisiert, und damit Vorläufer des
"eiskalten Engel".
>"Besessenheit" von Visconti vielleicht (die erste Verfilmung des zweimal
>klingelnden Postmanns).
Nö, die zweite! (Damit ich auch mal nörgeln darf.) Die erste war
"Le Dernier tournant" (1939).
>Evtl. auch die klassischen Gangsterfilme aus Frankreich: "Rififi" z.B.,
>oder dieser Film, bei dem die Gangster es nicht schaffen, nach einem
>"perfekten" Casinoraub die Geldtasche aus dem Gefahrenbereich zu bringen
>(Titel vergessen). Es endet damit, daß einer der Gangster die Tasche aus
>Verzweiflung im Hotel-Swimmingpool versenkt, um sie zu verstecken - worauf
>die Geldscheine einer nach dem anderen an der Pool-Oberfläche zum Vorschein
>kommen.
"Mélodie en sous-sol" (1963), auf Deutsch "Lautlos wie die Nacht".
>> Ich kenne mich aus? Nicht so wirklich! Der beste Tourneur für mich
>> (google.groups irgendwann mal nach "Tourneur", meinem Namen und "Night
>> of the demon" - das sollte hoffentlich was ausreihern) ist "Night of the
>> demon".
Ganz anders als seine bekanntesten Filme, aber auch interessant ist
"Berlin Express". Der hatte hierzulande ein ähnliches Schicksal wie
Hitchcocks "Notorious". Aus Altnazis, die im Nachkriegsdeutschland
im Untergrund ihr Unwesen trieben, wurde eine Bande von popligen
Kunsträubern. Inzwischen gibt es aber längst eine neue Synchro,
die gelegentlich im Fernsehen gezeigt wird.
>> Auch "Out of the past" (mit dem obercoolen Mitchum, bei dem heutige
>> k3wle Helden sich noch ein paar Scheibchen abschneiden können) ist einer
>> meiner Lieblinge und mit Sicherheit besser als "Verfolgt" von Walsh
>> (ebenfalls Mitchum), der eine ähnliche Story erzählt.
Mit Mitchum konnte sogar ein Western zum Film Noir werden (z.B.
"Blood on the Moon" von Robert Wise).
>Von dem habe ich eine VHS-Aufnahme, die reicht mir erstmal. Ein extrem
>beklemmender Film, Mitchum ist in dieser Rolle (als das personifizierte
>Böse) perfekt. Ob es wohl schon vor NotH Filme gab, die Filmkindern so
>viel zugemutet haben?
Z.B. "The Window" (1949) von Ted Tetzlaff.
Manfred
[1]
http://afilmcanon.blogspot.com/2007/05/kirsanoff-menilmontant-1926.html
http://grunes.wordpress.com/2007/06/09/menilmontant-dimitri-kirsanoff-1926/
http://findarticles.com/p/articles/mi_gx5212/is_2000/ai_n19127386
http://uu.cx/writings/menil/shit.html (man beachte den Namen der html-
Datei im Kontext dieses Threads :)
>Das stimmt. Die Duschsequenz ist wirklich großartig, diese eine
>Minute Film gehört zu den immer wieder faszinierenden Szenen.
Das Storyboard und damit die Schnittfolge stammte uebrigens nicht von
Hitch, ebenso die wohl beruehmteste "Hitch"-Szene aus North by
Northwest (Flugzeug), die der angeheuerte Drehbuchschreiber (nicht nur
die Szene, den ganzen Film) Schnitt fuer Schnitt schrieb.
>Wobei ich nicht sagen will, daß Psycho nicht innovativ war. Norman Bates
>als geisteskranker Mörder hat sicher wenig Vorbilder und viele Nachfolger.
>Und die Tatsache, daß die Diebstahlgeschichte im Prinzip völlig ungeklärt
>im Sande verläuft ist sicher auch recht ungewöhnlich. Selbst heute noch,
>da würde zum Schluß sicher noch eine Szene zur "Aufklärung" folgen.
Jo, wenigstens das Studio wuerde darauf draengen. Dass die ganze
Diebstahlsgeschichte (mal wieder) ein MacGuffin ist, waere egal. Was
wohl Frankenheimer mit den Ronin-Koffern hat durchmachen muessen?
Lutz
--
Sometimes you're a Louisville slugger, baby
Sometimes you're the ball...
>Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
>
Melanie Griffith (und ein sehr verlegener Jeff Daniels) in
"Gefaehrliche Freundin"
--
Gruß
Heiko
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Ronny Cox in Robocop.
Ein Scarecrow-Hiwi in "Batman Begins"
Benicio Del Toro in "Sin City"
Und der alte Mann auf Toshirô Mifunes U-Boot in "1941", der mit seinen
Stiefeln den Stuhlgang simulierte.
Gruß,
Andreas
lutz feustel schrieb:
[Psycho]
>>Das stimmt. Die Duschsequenz ist wirklich großartig, diese eine
>>Minute Film gehört zu den immer wieder faszinierenden Szenen.
> Das Storyboard und damit die Schnittfolge stammte uebrigens nicht von
> Hitch, ebenso die wohl beruehmteste "Hitch"-Szene aus North by
> Northwest (Flugzeug), die der angeheuerte Drehbuchschreiber (nicht nur
> die Szene, den ganzen Film) Schnitt fuer Schnitt schrieb.
Saul Bass, der Designer umwerfender Titelsequenzen und Regisseur von
"Phase IV", war's. Hitch ergänzte jedoch zwei Sequenzen (Schnitt in den
Unterleib sowie das ablaufende Blut).
"North by Northwest" schrieb Ernest Lehmann. Wie immer gab es etliche
Konferenzen vor und während des Schreibens. Hitch gab immer den Rahmen
und seine Ideen vor, nach denen sich der Schreiber zu richten hatte. Er
gilt nicht umsonst als "Auteur", auch wenn er nie als Drehbuchautor
genannt wurde. Die letzte Instanz war denn seine Frau Alma, mit der er
meist den endgültigen Entwurf ausarbeitete. Die "kreativen Differenzen"
mit Autoren (die bei Hitch dann meistens so endeten, daß er den
Schreiberling in Urlaub schickte und durch jemand anderen ersetzte und
nie wieder mit der Person zusammenarbeitete), sind ja schon fast legendär.
Wenn ich mich recht erinnere, existieren Notizen zu "The Birds", die
zeigen, wie penibel Hitch einzelne Szenen verfeinerte und perfekt
ausarbeitete. Claude Chabrol erwähnte in einem Interview, man hätte den
Autoren der Cahiers vorgeworfen, sie würden zu viel in die Werke
Hitchcocks hineininterpretieren. Diese Notizen bestätigten jedoch die
Ansichten der französischen Kritiker.
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
The Sixth Sense
> Entspannte Grüße
--
All the time. They're everywhere.
>Saul Bass, der Designer umwerfender Titelsequenzen und Regisseur von
>"Phase IV", war's. Hitch ergänzte jedoch zwei Sequenzen (Schnitt in den
>Unterleib sowie das ablaufende Blut).
Ja ok, ich haette auch Spotos Buch nehmen und gleich alles richtig
schreiben koennen, aber dazu war ich zu faul. :)
>Wenn ich mich recht erinnere, existieren Notizen zu "The Birds", die
>zeigen, wie penibel Hitch einzelne Szenen verfeinerte und perfekt
>ausarbeitete. Claude Chabrol erwähnte in einem Interview, man hätte den
Hitchcock ist einer der wenigen Regisseure, der lediglich Szenen
schaffen wollte, der komplette Film war eher eine Last. Letztendlich
sind es ja auch nur diese einzelnen Szenen, die den normalen
Zuschauern im Gedaechtnis bleiben. Die Handlung war oft trivial genug,
um sie zu vergessen. So penibel, wie er wichtige Szenen vorbereitete,
so desinteressiert war er an anderen Szenen, die noetig waren, um den
Film weiterzubringen.
Heutzutage waere er wohl ein begnadeter Werbespotregisseur
>Autoren der Cahiers vorgeworfen, sie würden zu viel in die Werke
>Hitchcocks hineininterpretieren. Diese Notizen bestätigten jedoch die
>Ansichten der französischen Kritiker.
Letztendlich kann man vieles Interpretierbare als pubertaere
Verklemmtheit zusammenfassen. Unterschwelliger Sex und Gewalt gegen
Frauen. Nicht Frauen, Goettinnen.
> Saul Bass, der Designer umwerfender Titelsequenzen und Regisseur von
> "Phase IV", war's.
Falls nicht Brian Bosworth mitspielt habe ich den Film
glaube ich schon mal im Fernsehen angeschaut.
Welche DVD-Ausgabe von Phase IV kann man empfehlen?
(bzw. HD DVD / Blu-ray)
> Hitch ergänzte jedoch zwei Sequenzen (Schnitt in den
> Unterleib sowie das ablaufende Blut).
Danke.
--
A hobby should pass the time, not fill it.
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Jarhead
> Entspannte Grüße
--
We are still in the desert.
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
All of me
> Entspannte Grüße
--
How dare you say penis to a dead person.
Roman Schmidt schrieb:
> früher, als ja eigentlich alles besser war, gingen die Protagonisten in
> Filmen (und Serien) nie aufs Klo. Die Darstellung dieser allzu
> menschlichen Handlung war tabu. Seit geraumer Zeit scheint sich das
> geändert zu haben. Spontan fallen mir da ein (Akteur - Film):
>
> Nicole Kidman - Eyes Wide Shut
> Jodie Foster - Panic Room
> Tom Hanks - The Green Mile [Autsch!]
> Ewan McGregor - Trainspotting [würg!]
>
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
Hab noch einen ganz aktuellen Film: "Postal" von Uwe Boll. Dort ist auch
eine Kloszene, die auch noch recht unappetitlich, aber humorvoll gemacht
wurde :)
Gruß
Gerhard Mayer
> Weniger als Kinofilm, denn als Fernsehserie:
>
> bei Battlestar Galactica hat man im krassen Gegensatz zu einer
> gewissen anderen Serie auf den Schiffen Platz zum Schiffen.
Ich als "krasser" B5 Fan muss hier natürlich Babylon 5
anführen, da gab es sogar einen Goof bei einer WC Szene.
--
ryl: G'Kar
Leben nach dem Tod in Bangkok (Ruang rak noi nid mahasan) (2003)
IMDB <http://german.imdb.com/title/tt0345549>
Zitat: "Morgen - Du viel scheißen!" ...und so kam es dann auch ;-)
Übrigens ein sehr schöner, ruhig inszenierter Film.
Grüße,
Alfred
> In "Spiel mir das Lied vom Tod" sieht man ganz am Anfang den
> Bahnhofaufseher im Klohäuschen, das er dann aber nicht mehr
> lebend verlässt (IIRC).
Das kann man so nicht sagen, Sir [tm]
> Hat hier eigentlich schon jemand Sylvester Stallone und
> "die drei Muscheln" aus "Demolition Man" erwähnt?
Da werden sie aber nur erwähnt, sehen tut man ihn mit den
2 Muscheln allerdings nicht (Wäre sicher eine nette Szene ;)
--
ryl: G'Kar
> Leben nach dem Tod in Bangkok (Ruang rak noi nid mahasan) (2003)
> IMDB <http://german.imdb.com/title/tt0345549>
Ja, lief gestern im Dritten (rbb).
> Zitat: "Morgen - Du viel scheißen!" ...und so kam es dann auch ;-)
> Übrigens ein sehr schöner, ruhig inszenierter Film.
Hat mir auch gut gefallen.
--
Roman
Joachim Parsch schrieb:
>>Gut, daß man hier noch ein paar "alte" Schreiber antrifft - auch wenn
>>die nur rumnörgeln ;).
> Dabei lebt das Usenet doch davon ;)
Laut "Roy Batty" (bis heute der einzige Unrealname, den ich im Usenet
mag) lebt das Usenet nicht mehr wirklich. Wenn ich mir nach langer
Abwesenheit den Zustand dieser Gruppe anschaue, bin ich geneigt, ihm
fast recht zu geben - aber ich bin ja wieder da...
[snipsnap]
> Filme, bei denen man mit dem Mörder "sympathisiert"? (Rational betrachtet
> sollte man ja wirklich hoffen, daß das Auto nicht untergeht - allerdings
> glaubt man in diesem Moment ja noch, daß Bates lediglich seine Mutter
> schützen will, was in gewisser Weise Sympathie weckt)
[nochmal snip]
Das Novum der Szene besteht meiner Meinung darin, daß ein Verbrechen
vertuscht wird, bei dem der Zuschauer hofft, daß es tatsächlich gelingt
- ohne daß er vorher besondere Sympathien für den Vertuscher entwickeln
konnte. In Gangsterfilmen werden ja oft die Protagonisten als
Identifikationsfiguren angeboten. In "Psycho" jedoch ist Bates mehr oder
weniger eine Randfigur (wie alle anderen Personen auch; der Regisseur
ist der eigentliche Star. Gibt es eigentlich einen anderen Regisseur
seiner Zeit, der größer auf dem Filmplakat angekündigt wurde als die
eigentlichen Stars?).
Richtig derb ausgearbeitet ist eine solche Szene in Hitchs "Frenzy", als
der Psychopath die Krawattennadel aus der leichenstarren Hand der Toten
entfernt. Eine ähnliche Szene gab es auch früher schon bei Hitch, als
"Der Fremde im Zug" das Feuerzeug aus dem Gulli grabbelt (nur nebenbei:
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme).
> Wobei ich nicht sagen will, daß Psycho nicht innovativ war. Norman Bates
> als geisteskranker Mörder hat sicher wenig Vorbilder und viele Nachfolger.
> Und die Tatsache, daß die Diebstahlgeschichte im Prinzip völlig ungeklärt
> im Sande verläuft ist sicher auch recht ungewöhnlich. Selbst heute noch,
> da würde zum Schluß sicher noch eine Szene zur "Aufklärung" folgen.
Schlimmer ist eigentlich das Ende der "Vögel". Hitch wollte ja
ursprünglich nicht mal die Einblendung "The End". Da wird gar nichts
geklärt, da werden Mechanismen des modernen Kinos einfach so aus dem
Boden gestampft. Schade, daß der dritte Teil der "M"-Trilogie so
verpuffte. "Marnie" war - bis auf die üblichen großartigen Szenen, die
man auch in den schlechtesten Filmen Hitchs findet - leider wirklich
enttäuschend.
[innovative Drehorte]
>>Wäh?
> Nun, falls du mal einen innovativen Film machen willst, sind Klos
> halt schon vergeben. Bidets allerdings auch, siehe "Crocodile Dundee".
> Ich könnte dir noch Heizölkessel anbieten :-P
Hat nicht Hitch in "Torn Curtain" eine Heizkesselmordszene zu bieten ;)?
>>>(irgendwie ist es entspannend, im Nörgelmodus zu posten ;-))
>>So kennen wir Dich, so mag Dich keiner ;)!
> Ja, ja.
Was? Heißt das nicht "Leck mich am Arsch"?
>>Ich kenne mich aus? Nicht so wirklich! Der beste Tourneur für mich
>>(google.groups irgendwann mal nach "Tourneur", meinem Namen und "Night
>>of the demon" - das sollte hoffentlich was ausreihern) ist "Night of the
>>demon".
> Ja, ich kann mich an das Posting erinnern.
Ui! Ich werde gelesen! Wo ist das Bier?
> Auf AKs lege ich eigentlich gar nicht viel Wert.
Für mich das wichtigste Extra in vielen Fällen (es sei denn "Easy
Rider". Hopper go sterben). Mehr Information gibt es meistens nicht zu
einem Film.
> Die Bergman-Edition
> hat nichts dergleichen, dennoch bereue ich den Kauf der DVDs keineswegs.
Ist das Kinowelt? Die hasse ich eh wie die Pest, wenn ich mir einige
außerirdische Veröffentlichungen wie "Die Verachtung" anschaue. Nicht
nur die Synchro, für die Kinowelt natürlich nichts kann, ist unter aller
Sau, sondern die Untertitel schlagen alles. Das geht ungefähr so (aus
dem Gedächtnis): "Kino taugt nichts. Es eignet sich nur für
Beerdigungen!" (gemeint ist nicht "Kino", sondern "Breitbild"! Gag
versaut, Verständnis versaut, "Simpsons"-Übersetzung. Erschiessen sollte
man den Übersezter - und zwar ganz langsam! Güterzügen, sag ich!). So
gut wie nichts von deren "guten" Lizensen kommt mit notwendigen Extras.
Die "Criterion" von "Verachtung" hat dagegen alles - Audiokommentar,
Begegnung Langs mit Godard (von dem Wilder behauptet, unter der
intellektuellen Oberfläche befände sich ein Dilletant; und ich bin
geneigt, ihm recht zu geben, aber das wäre eine neue Diskussion - oder
machen wir das auf dem Klo hier?) usw.
> Zu seinen Filme hat er ja in der Interview-Serie in "Bergman über Bergman"
> schon sehr viel gesagt, und die Filme sprechen eh für sich.
Aus historischer Sicht ist natürlich ein AK überflüssig, wenn es genug
gute - und belegte - Literatur gibt. Vergleiche ich allerdings die mir
bisher vorliegenden literarischen Quellen mit Hitchs Filmen bzw. deren
AKs, so finde ich auch in den guten AKs noch genügend neues Material. In
"Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?" wird einiges ja nur
überflogen; Godards Kritiken beispielsweise enthalten da einiges Mehr an
Denkanstößen sowie Aufzeigen von filmischen Inszeniervermögen. Mag sein,
daß Spoto in seinem Buch über die Filme da mehr zu bieten hat, aber
leider besitze ich das noch nicht.
> Nein, mein
> Haupthinderungsgrund, DVDs zu kaufen, ist eher die Tatsache, daß das,
> wofür ich mich interessiere, nicht im Laden zu haben ist. Und ich bin
> eben der Typ, der die Geldausgabeschwelle eher spontan beim Stöbern
> überwindet als bei der gezielten Internetbestellung :-)
Been there, done that. Allerdings mag ich es ganz gern, ohne feste
Vorstellung bzw. Wunschzettel in Läden oder auf Börsen zu gehen. Ist
immer überraschend, mit welchen Titeln man da nach Hause geht - von
"Noir"-Klassikern bis zu Trash ist da alles dabei, was ich schon immer
mal sehen wollte...
Davon ab: Ich bin kein sonderlicher Bergman-Fan. Mein "Schwerpunkt"
liegt eher bei Hitch (auch wenn sich das mit Sicherheit bisher kaum
bemerkbar machte), Chaplin, Bava und dem "New Hollywood". Wenn ich
aufzählen sollte, was in den letzten Jahren auf mich _richtig_ Eindruck
machte, so wären das gerade mal eine Handvoll Filme (Kurosawas "Kairo",
"Session 9 / Machinist", "Sympathy for Mr./Mrs. Vengeance / Oldboy",
"Visitor Q"; aus Hollywood vielleicht - mit Abstrichen zu den
Vorgenannten - "Departed" und "Man on Fire / Domino" sowie "Syriana" und
"Lord of War", wobei gerade die Scott-Filme mir gestalterisch sehr gut
gefallen - wenn schon schnell und wackelig geschnitten, dann bitte so).
Mag sein, daß ich da bisher was verpasst habe. Bin trotzdem immer noch
froh, daß ich im TV nur die kurze Version von "Fanny und Alexander"
erwischt habe.
>>A propos Mitchum: Der beste ist IIRC immer noch "Night of the Hunter
>>(1955)"; Charles Laughtons einzige Regiearbeit. Den solltest Du direkt
>>mitbestellen.
> Von dem habe ich eine VHS-Aufnahme, die reicht mir erstmal.
Gah! VHS! Hab nicht mal mehr ein Abspielgerät für sowas! Datt geht ja
gar nicht mehr! Bin mal kurz kotzen...
> Ein extrem
> beklemmender Film, Mitchum ist in dieser Rolle (als das personifizierte
> Böse) perfekt. Ob es wohl schon vor NotH Filme gab, die Filmkindern so
> viel zugemutet haben?
Keine Ahnung! Das Teil war auf jeden Fall so ein Ding, daß mich
praktisch mit offenem Mund auf den Bildschirm starren ließ. Ein
Bösewicht, der "Love" auf die einen Fingerknöchel und "Hate" auf die
anderen tätowiert hat, würde heute jeden Tarantino-Fan-Boy in
"Cool"-Taumel versetzen. Wie Mitch zuerst die Frau verstößt ("Geh mir
weg mit fleischlicher Lust!") und danach in religiöse Raserei bis zum
willkommenen Tod versetzt dürfte auch unerreicht sein. Das
Fernseh-Remake, das um Klassen schlechter ist (mit Richard Chamberlain
in der Priester-Rolle) entschärft sogar solche Szenen.
"Hunter" ist einer jener Filme, die heutigen Filmsehern zeigen, daß es
vieles in besserer Form bereits früher gab - siehe auch "All quiet on
the western front" (imho _der_ Antikriegsfilm, dem alle Nachfolger kaum
etwas hinzugefügt haben und bei mir mit "Johnnie got his gun",
"Apocalypse now" und "Die letzten Glühwürmchen" alles darstellt, was man
zum Thema (Anti-)Krieg gesehen haben muß. Schrei "Bedarf", wenn
Begründungsnot herrschen sollte), "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" (die
March-Version) oder auch "Wer Wind sät".
> Joachim, der das Subject für diesen Palaver-Thread sehr passend hält ;-)
Seitdem es Laptops gibt, haben auch Internetpornos eine Zukunft. Warum
sollte es mit dem Usenet nicht anders sein? Sonstige Klolektüre ist doch
auf Dauer langweilig.
Johannes Schwarz schrieb:
> Joachim Parsch schrieb:
> > Dabei lebt das Usenet doch davon ;)
>
> Laut "Roy Batty" (bis heute der einzige Unrealname, den ich im Usenet
> mag) lebt das Usenet nicht mehr wirklich. Wenn ich mir nach langer
> Abwesenheit den Zustand dieser Gruppe anschaue, bin ich geneigt, ihm
> fast recht zu geben - aber ich bin ja wieder da...
Und wo bleibt Thomas (oder wie der andere, mit dem ebenso skurrilen
Filmgeschmack hieß...;-))? Das Usenet schrumpft, wobei der Schrumpfungsprozeß
in drfm ein weniger radikaler ausfiel als in den anderen Gruppen, die
ich lese.
> [snipsnap]
>
> > Filme, bei denen man mit dem Mörder "sympathisiert"? (Rational betrachtet
> > sollte man ja wirklich hoffen, daß das Auto nicht untergeht - allerdings
> > glaubt man in diesem Moment ja noch, daß Bates lediglich seine Mutter
> > schützen will, was in gewisser Weise Sympathie weckt)
>
> [nochmal snip]
>
> Das Novum der Szene besteht meiner Meinung darin, daß ein Verbrechen
> vertuscht wird, bei dem der Zuschauer hofft, daß es tatsächlich gelingt
> - ohne daß er vorher besondere Sympathien für den Vertuscher entwickeln
> konnte. In Gangsterfilmen werden ja oft die Protagonisten als
> Identifikationsfiguren angeboten. In "Psycho" jedoch ist Bates mehr oder
> weniger eine Randfigur (wie alle anderen Personen auch; der Regisseur
> ist der eigentliche Star. Gibt es eigentlich einen anderen Regisseur
> seiner Zeit, der größer auf dem Filmplakat angekündigt wurde als die
> eigentlichen Stars?).
Das dürfte für einige der europäischen Starregisseure dieser Zeit
gegolten haben. Speziell Fellinis Filme wurden ja sicherheitshalber
gleich so betitelt, damit der Zuschauer wusste, was er anschauen soll
("Fellinis Satyricon", "Fellinis Roma").
> > Wobei ich nicht sagen will, daß Psycho nicht innovativ war. Norman Bates
> > als geisteskranker Mörder hat sicher wenig Vorbilder und viele Nachfolger.
> > Und die Tatsache, daß die Diebstahlgeschichte im Prinzip völlig ungeklärt
> > im Sande verläuft ist sicher auch recht ungewöhnlich. Selbst heute noch,
> > da würde zum Schluß sicher noch eine Szene zur "Aufklärung" folgen.
>
> Schlimmer ist eigentlich das Ende der "Vögel". Hitch wollte ja
> ursprünglich nicht mal die Einblendung "The End". Da wird gar nichts
> geklärt, da werden Mechanismen des modernen Kinos einfach so aus dem
> Boden gestampft. Schade, daß der dritte Teil der "M"-Trilogie so
> verpuffte.
"M"-Trilogie?
> "Marnie" war - bis auf die üblichen großartigen Szenen, die
> man auch in den schlechtesten Filmen Hitchs findet - leider wirklich
> enttäuschend.
In der Tat, ebenso wie "Topaz" und "Torn Curtain".
> [innovative Drehorte]
> > Nun, falls du mal einen innovativen Film machen willst, sind Klos
> > halt schon vergeben. Bidets allerdings auch, siehe "Crocodile Dundee".
> > Ich könnte dir noch Heizölkessel anbieten :-P
>
> Hat nicht Hitch in "Torn Curtain" eine Heizkesselmordszene zu bieten ;)?
Schon wieder Hitchcock. Aber Wäschetrockner, die gab's zu seinen
Zeiten doch nicht so häufig. Also auf geht's, Michelle Pfeiffer
verpflichten, und sie beim Stopfen der Wäsche in den Trockner von
hinten filmen. Die Story drumherum konstruieren wir später.
> > Ja, ja.
>
> Was? Heißt das nicht "Leck mich am Arsch"?
Nein, nein :-)
[Audiokommentare]
> > Die Bergman-Edition
> > hat nichts dergleichen, dennoch bereue ich den Kauf der DVDs keineswegs.
>
> Ist das Kinowelt?
Ich denke schon.
> Die hasse ich eh wie die Pest, wenn ich mir einige
> außerirdische Veröffentlichungen wie "Die Verachtung" anschaue. Nicht
> nur die Synchro, für die Kinowelt natürlich nichts kann, ist unter aller
> Sau, sondern die Untertitel schlagen alles. Das geht ungefähr so (aus
> dem Gedächtnis): "Kino taugt nichts. Es eignet sich nur für
> Beerdigungen!" (gemeint ist nicht "Kino", sondern "Breitbild"! Gag
> versaut, Verständnis versaut, "Simpsons"-Übersetzung. Erschiessen sollte
> man den Übersezter - und zwar ganz langsam! Güterzügen, sag ich!).
"Cinemascope is only good for snakes and funerals" war das Originalzitat
von Fritz Lang, der sich in diesem Film selbst spielt und zitiert, richtig?
Ich habe den Film (wieder mal) als VHS-Aufnahme gesehen (Original mit
UT, sowas gibt's manchmal auch im TV, kaum zu glauben), an die Untertitelung
kann ich mich nicht erinnern. Wahrscheinlich hätte ich da eh nicht
hingesehen, da mir das Zitat hinreichend bekannt ist.
> So
> gut wie nichts von deren "guten" Lizensen kommt mit notwendigen Extras.
> Die "Criterion" von "Verachtung" hat dagegen alles - Audiokommentar,
> Begegnung Langs mit Godard (von dem Wilder behauptet, unter der
> intellektuellen Oberfläche befände sich ein Dilletant; und ich bin
> geneigt, ihm recht zu geben, aber das wäre eine neue Diskussion - oder
> machen wir das auf dem Klo hier?) usw.
Wilder und Godard sind natürlich ziemlich inkompatibel, auch wenn man sich
nur die Filme ansieht, merkt man, daß die beiden künstlerisch völlig
unterschiedliche Vorstellungen haben. Godard ist auch nicht mein
Lieblingsregisseur (mit Bergman, Fellini, Kurosawa u.a. kann ich sehr viel
mehr anfangen), und ich kenne auch nicht so viel von ihm, aber als Dilettant
sehe ich ihn nicht. Dazu ist alleine "Weekend" zu genial.
> > Zu seinen Filme hat er ja in der Interview-Serie in "Bergman über Bergman"
> > schon sehr viel gesagt, und die Filme sprechen eh für sich.
>
> Aus historischer Sicht ist natürlich ein AK überflüssig, wenn es genug
> gute - und belegte - Literatur gibt.
Wenn der Meister selbst spricht, muß jeder AK zurückstehen ;-)
> Vergleiche ich allerdings die mir
> bisher vorliegenden literarischen Quellen mit Hitchs Filmen bzw. deren
> AKs, so finde ich auch in den guten AKs noch genügend neues Material.
Durchaus, v.a. der direkte Kommentar zu einzelnen Szenen ist zum Teil
sehr interessant, wobei da sehr viel vom Kommentator abhängt.
Von den wenigen AKs, die ich besitze, gefällt mir der zu "Once upon
a Time in the West" am besten - wenn nicht gerade Carpenter am Mikrofon
ist, der hat einfach nix zu sagen.
> > Nein, mein
> > Haupthinderungsgrund, DVDs zu kaufen, ist eher die Tatsache, daß das,
> > wofür ich mich interessiere, nicht im Laden zu haben ist. Und ich bin
> > eben der Typ, der die Geldausgabeschwelle eher spontan beim Stöbern
> > überwindet als bei der gezielten Internetbestellung :-)
>
> Been there, done that. Allerdings mag ich es ganz gern, ohne feste
> Vorstellung bzw. Wunschzettel in Läden oder auf Börsen zu gehen. Ist
> immer überraschend, mit welchen Titeln man da nach Hause geht - von
> "Noir"-Klassikern bis zu Trash ist da alles dabei, was ich schon immer
> mal sehen wollte...
Das ist richtig - aber irgendwie schaffe ich es nicht, mitzubekommen,
wann die in Nürnberg stattfinden. Gibt es da eine Internetseite mit
schönen Vorankündigungen?
Die letzte Börse, die ich mitgemacht habe (dmals noch ohne eigenen
DVD-Player, wobei mir schnell klar wurde, daß ich an dieser Technik
dann dodch nicht mehr vorbeikomme), hat mir VHS von "Aristocats"
(hat bei meinen Kindern voll eingeschlagen) und "Dawn of the Dead"
(britische Version) eingebracht. Letzterer ist übrigens ein
ziemlich langweiliger Film, kein Vergleich zu "Night of the living
dead".
> Davon ab: Ich bin kein sonderlicher Bergman-Fan.
Es kann ja auch nicht jeder ein Fan von Dramen über selbstzerstörende
Beziehungen sein :-)
> Mein "Schwerpunkt"
> liegt eher bei Hitch (auch wenn sich das mit Sicherheit bisher kaum
> bemerkbar machte), Chaplin, Bava und dem "New Hollywood".
Neben Bergman würde ich Fellini, Visconti und die Klassiker des
deutschen Stummfilms zu meinen Favoriten zählen (Murnau natürlich,
auch Wiene und Lang, aber auch Eintagsfliegen wie "Zur Chronik von
Grieshuus").
> Wenn ich
> aufzählen sollte, was in den letzten Jahren auf mich _richtig_ Eindruck
> machte, so wären das gerade mal eine Handvoll Filme (Kurosawas "Kairo",
> "Session 9 / Machinist", "Sympathy for Mr./Mrs. Vengeance / Oldboy",
> "Visitor Q"; aus Hollywood vielleicht - mit Abstrichen zu den
> Vorgenannten - "Departed" und "Man on Fire / Domino" sowie "Syriana" und
> "Lord of War", wobei gerade die Scott-Filme mir gestalterisch sehr gut
> gefallen - wenn schon schnell und wackelig geschnitten, dann bitte so).
Schwer zu sagen - was ist heutzutage schon mit Murnau und Bergman
vergleichbar? Aber richtig gut waren "Nobody knows","Auch Schildkröten
können fliegen", "Requiem", "Molly's Way", "Dolls", "Wolfsburg",
"Schultze gets the Blues", "The saddest music in the world", "Slumming".
> Mag sein, daß ich da bisher was verpasst habe. Bin trotzdem immer noch
> froh, daß ich im TV nur die kurze Version von "Fanny und Alexander"
> erwischt habe.
:-)
"Fanny und Alexander" ist gut, gehört aber nicht zu meinen Lieblingsfilmen
von ihm (als da wären "Abend der Gaukler", "Das siebente Siegel", "Licht
im Winter", "Das Schweigen", "Die Stunde des Wolfes").
> > Von dem habe ich eine VHS-Aufnahme, die reicht mir erstmal.
>
> Gah! VHS! Hab nicht mal mehr ein Abspielgerät für sowas! Datt geht ja
> gar nicht mehr! Bin mal kurz kotzen...
Und? War's schon verdaut oder noch frisch?
[Die Nacht des Jägers]
> "Hunter" ist einer jener Filme, die heutigen Filmsehern zeigen, daß es
> vieles in besserer Form bereits früher gab
Meine Rede.
> - siehe auch "All quiet on
> the western front" (imho _der_ Antikriegsfilm, dem alle Nachfolger kaum
> etwas hinzugefügt haben und bei mir mit "Johnnie got his gun",
> "Apocalypse now" und "Die letzten Glühwürmchen" alles darstellt, was man
> zum Thema (Anti-)Krieg gesehen haben muß. Schrei "Bedarf", wenn
> Begründungsnot herrschen sollte),
Gegen die Aufzählung habe ich nichts einzuwenden (auch wenn ich die
Glühwürmchen nicht gesehen habe). "Full Metal Jacket" ist nicht schlecht,
stellt aber zum Teil den Krieg auch als großes Männerspielzeug dar.
Über "Platoon", der den Krieg eher glorifiziert als daß er ein
Antikriegsfilm ist, muß man nichts weiter sagen. "Die Brücke" könnte
man noch hinzunehmen.
Probleme habe ich eher mit "Apocalypse now" - der Film mäandert etwas
unentschlossen zwischen Romanadaption und eigenständigem Vietnamfilm.
Als Romanadaption ist er schlecht, sehr schlecht. Conrads großartiges,
düsteres Meisterwerk vom Afrika des endenden 19. Jhdts. ins Vietnam
der Kriegszeit zu verlegen, geht voll in die Hose. Und als Vietnamfilm
stört die Tatsache, daß in dem Roman, der als Basis dient, gar kein
Krieg vorkommt. Wirkt unausgegoren finde ich - obwohl es natürlich jede
Menge beeindruckende Szenen gibt.
> "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" (die
> March-Version) oder auch "Wer Wind sät".
Das ist die Spencer-Tracy-bringt-Hinterwäldlern-Darwin-bei-Geschichte,
oder?
Gruß
Joachim
> Welche DVD-Ausgabe von Phase IV kann man empfehlen?
> (bzw. HD DVD / Blu-ray)
Leider gibt's den Film nur als mieses Video...
Ich warte schon ewig drauf, dass er endlich als DVD erscheint. Einer
der besten Tierhorror-Filme und wirklich faszinierend.
hans hass
sorry, wenn meine Schreibe verzögert ankommt, aber ich habe im
Augenblick 'ne ganze Menge zu tun!
Joachim Parsch schrieb:
[Filme, bei denen der Regisseurname größer als die Stars genannt wurde]
> Das dürfte für einige der europäischen Starregisseure dieser Zeit
> gegolten haben. Speziell Fellinis Filme wurden ja sicherheitshalber
> gleich so betitelt, damit der Zuschauer wusste, was er anschauen soll
> ("Fellinis Satyricon", "Fellinis Roma").
Solche Namensgebung habe ich nicht beachtet. Können wir uns darauf
einigen, daß kein Regisseur in Amiland solche Prominenz für sich vormals
verbuchen konnte (und da muß ich natürlich Chaplin ausnehmen, aber ob
die Leute seinerzeit überhaupt gerafft haben, daß da, wo Chaplin
draufsteht, ausschließlich Chaplin drin ist?)?
Interresant übrigens, daß es ausschließlich europäische Künstler waren,
die sich derart ausdrücklich in Amerika durchsetzten.
[Hitch]
> "M"-Trilogie?
Nach "Marion", "Melanie" und schließlich "Marnie" (der letzte aus den
beiden anderen Namen zusammengesetzt); alles Namen der Hauptpersonen.
Gerade "Psycho" weist in vielerlei Hinsicht auf "The Birds.
>>"Marnie" war - bis auf die üblichen großartigen Szenen, die
>>man auch in den schlechtesten Filmen Hitchs findet - leider wirklich
>>enttäuschend.
> In der Tat, ebenso wie "Topaz" und "Torn Curtain".
Da traue ich Spoto nicht so ganz, wenn er den Niedergang Hitchs mit den
Ereignissen um Tippi Hedren begründet. Andererseits kann es natürlich
nicht nur einen Künstler, sondern jeden Mann für eine Zeitlang brechen,
wenn er von seiner Traumfrau abgelehnt wird. "Frenzy" ist so ein spätes
Meisterwerk, bei dem Hitch zu seiner alten Klasse zurückkehrt. Den
Streifen danach ("Familiengrab") hätte er sich allerdings sparen können
(gleiches gilt für Bava. Dessen letzten Streifen mag ich genausowenig).
"Topaz" hat übrigens eine derart geniale Szene, daß mir beim Ansehen die
Kinnlade heruntergeklappt ist. Gemeint ist der Mord an der deutschen
Darstellerin; von oben gefilmt. Ihr Kleid breitet sich, als sie von
einer Kugel getroffen zusammenbricht, wie eine Blutlache aus.
An solchen Stellen wird klar, warum manche Filme in ihrer Zeit Kult
waren. Die Leute mußten, um genau einen solchen "Magic Moment"
mitzubekommen, ins Kino gehen und auf die betreffenden Stellen warten.
In Zeiten von Video- und vor allen Dingen DVD-Geräten mit entsprechenden
Wiedergabeautomaten mutet das selbstverständlich archaisch an. Ich bilde
da keine Ausnahme, denn diese Szene wurde auf der DVD immer und immer
wieder zurückgedreht.
>>>Ja, ja.
>>
>>Was? Heißt das nicht "Leck mich am Arsch"?
> Nein, nein :-)
Dann ist ja gut ;)!
[Wilder vs. Godard]
> Wilder und Godard sind natürlich ziemlich inkompatibel, auch wenn man sich
> nur die Filme ansieht, merkt man, daß die beiden künstlerisch völlig
> unterschiedliche Vorstellungen haben. Godard ist auch nicht mein
> Lieblingsregisseur (mit Bergman, Fellini, Kurosawa u.a. kann ich sehr viel
> mehr anfangen), und ich kenne auch nicht so viel von ihm, aber als Dilettant
> sehe ich ihn nicht. Dazu ist alleine "Weekend" zu genial.
Zwei Dinge (oder ein paar mehr):
Wilder ist keiner meiner Lieblingsregisseure. Sollte ich das, was ich an
Filmen mag, definieren, würde ich allerdings ein paar Zitate von Wilder
und Hitch zusammenwürfeln. Hitch wollte das "Pure Cinema"; ausgehend vom
Summfilm: Dialog da, wo es unumgänglich ist, ansonsten der Versuch, alle
Inhalte durch Bilder darzustellen (siehe Sig). Was Hitch (und ich)
hasste, war das "photographieren sprechender Leute". Eine Story sollte
bildhaft - mit so wenig Dialog wie möglich - inszeniert sein. Das ist
doch tatsächlich die eigentliche Kunst der bewegten Bilder. Wie
Hitchcock anmerkte: Der Stummfilm wurde viel zu früh aufgegeben. Will
ich Dialoge hören, gehe ich ins Theater.
Wilder sagte mal (ich glaube, zu Cameron Crowe), viele Filmemacher
nähmen sich eine unglaublich komplexe Geschichte, die viel aussagt, um
diese dann fürs Kino zu vereinfachen. Der umgekehrte Weg wäre gerade der
richtige: In eine einfache Geschichte so viel wie möglich reinzupacken.
Hitch, Chaplin, Bava und die ganzen anderen Helden meiner
Bewunderungsgeschichte haben genau das gemacht: Einfache Geschichten, in
die eine Menge hereingepackt wird, visuell auf den Punkt bringen. Genau
das will ich sehen. Der einzige relativ etablierte Hollywood-Regisseur,
der genau das macht, ist meiner Ansicht nach Fincher.
Was Wilder betrifft: Einen "Ace in the hole" hat bisher kein moderner
Film übertroffen. Costa-Gavras' (übrigens einer meiner Lieblinge)
indirekte Neuverfilmung "Mad City" ist zwar mehr als nur sehenswert;
viel Neues hat er aber dem Thema nicht hinzugefügt.
> Durchaus, v.a. der direkte Kommentar zu einzelnen Szenen ist zum Teil
> sehr interessant, wobei da sehr viel vom Kommentator abhängt.
> Von den wenigen AKs, die ich besitze, gefällt mir der zu "Once upon
> a Time in the West" am besten - wenn nicht gerade Carpenter am Mikrofon
> ist, der hat einfach nix zu sagen.
Der AK zu "West" ist neben dem von "Brazil" einer der besten, die ich je
erlebt habe. Noch interessanter ist allerdings der Vergleich Synchro vs.
Originalton. Gerade in der Duellszene, als Bronson auf Fonda trifft,
zeigt es doch genau, wie sehr man einen Film verändern und verfälschen
kann (aus dem Gedächtnis):
deutsch: (Fonda): "Bin zurückgekehrt, weil ich bin nur ein Mann!"
Bronson (ausspuckend; tiefe Verachtung): "Ja, nur ein Mann!"
Originalton (Fondas Zeile wie vorhergehend):
Bronson (nachdenklich; wehmütig; sich auf "Man" beziehend): "Man! An
ancient Race!"
Der gegenseitige Respekt geht in der deutschen Version völlig unter. Da
wird nicht einmal verständlich, warum Bronson Fonda für sich reserviert.
Im Handlungsverlauf wird ja Robards vom "modernen" Mann gekillt (nicht
von jemandem der "ancient race", die längst vergangen ist).
Leone könnte man vorwerfen, daß er in dieser Szene zu sehr auf den
Dialog gesetzt hat. Wäre die Beziehung der Männer rein bildhaft - und
nicht durch den Dialog - dargestellt worden, hätten es selbst die
deutschen Synchronitatoren nicht geschafft, diese Szene zu zerstören.
Aber aller Achtung: Mehr Blödheit bei der Übersetzung geht nicht! Dazu
gehört ne ganze Menge!
[Börsen]
> Das ist richtig - aber irgendwie schaffe ich es nicht, mitzubekommen,
> wann die in Nürnberg stattfinden. Gibt es da eine Internetseite mit
> schönen Vorankündigungen?
Ähem... Wie wär's mit "www.dvd-filmboersen.de" oder
"www.dvd-filboersen.com"? Füttere ich google mit solchen Infos, stelle
ich fest, daß am 28.07. die letzte Börse war....
Cinefacts.de kann da auch weiterhelfen.
[snibbeldisnabbel]
> [Die Nacht des Jägers]
>
>>"Hunter" ist einer jener Filme, die heutigen Filmsehern zeigen, daß es
>>vieles in besserer Form bereits früher gab
> Meine Rede.
Ich weiß.
>>- siehe auch "All quiet on
>>the western front" (imho _der_ Antikriegsfilm, dem alle Nachfolger kaum
>>etwas hinzugefügt haben und bei mir mit "Johnnie got his gun",
>>"Apocalypse now" und "Die letzten Glühwürmchen" alles darstellt, was man
>>zum Thema (Anti-)Krieg gesehen haben muß. Schrei "Bedarf", wenn
>>Begründungsnot herrschen sollte),
> Gegen die Aufzählung habe ich nichts einzuwenden (auch wenn ich die
> Glühwürmchen nicht gesehen habe). "Full Metal Jacket" ist nicht schlecht,
> stellt aber zum Teil den Krieg auch als großes Männerspielzeug dar.
> Über "Platoon", der den Krieg eher glorifiziert als daß er ein
> Antikriegsfilm ist, muß man nichts weiter sagen. "Die Brücke" könnte
> man noch hinzunehmen.
>
> Probleme habe ich eher mit "Apocalypse now" - der Film mäandert etwas
> unentschlossen zwischen Romanadaption und eigenständigem Vietnamfilm.
> Als Romanadaption ist er schlecht, sehr schlecht. Conrads großartiges,
> düsteres Meisterwerk vom Afrika des endenden 19. Jhdts. ins Vietnam
> der Kriegszeit zu verlegen, geht voll in die Hose. Und als Vietnamfilm
> stört die Tatsache, daß in dem Roman, der als Basis dient, gar kein
> Krieg vorkommt. Wirkt unausgegoren finde ich - obwohl es natürlich jede
> Menge beeindruckende Szenen gibt.
Gut, da muß ich erst mal Luft holen. Könnte länger werden ;). "All
quiet" nimmt natürlich alles das weg, was wir heute in einem
Anti-Kriegsfilm erleben. Er zeigt die Ausbildung; die Diskrepanz
zwischen den Vorstellungen vom Krieg (keine ehrenhafte
Auseinandersetzung, sondern simples Massensterben, das kaum besser
symbolisiert werden kann als durch den Stellungskrieg im ersten
Weltkrieg); die Wandlung des "Helden" vom idealisierten Jungen zum
gesellschaftlichen Außenseiter, der nur den Krieg kennt und sich genau
dort zuhause fühlt.
"AN" setzt im Grunde dort ein, wo "All quiet" endet. Der Kriegsmensch
aus "AQ" geht auf die Suche nach dem Sinn; findet selbstverständlich nur
den totalen Wahnsinn. Hintereinander betrachtet ergänzen sich beide
Filme wunderbar, wobei "Apocalypse" sogar noch sehr viel in
existentiellen Untiefen wildert. "AN" erscheint mir im Gegensatz zu
vielen anderen Streifen des gleichen Genres universal; der Handlungsort
mag Vietnam sein, dennoch ist es IMHO eine Reise in die Seele des Krieges.
Da ich das Buch nie gelesen habe, komme ich glücklicherweise um jede
Stellungsnahme herum. Vielleicht sollte man (nicht nur in diesem Fall)
Buch Buch und Film Film sein lassen. "AN" warb niemals als
Buchverfilmung; die meisten Rezensionen beziehen sich nicht auf das
Buch. Es ist eine Idee, die in einem anderem Zusammenhang umgesetzt wurde.
Da sind wir allerdings auch wieder bei Hitch, der nie ein Meisterwerk
verfilmen wollte. Ein Satz in einem meisterhaften Buch erforderte laut
Hitch auch eine ebensolche Umsetzung in ein Film - und zwar mit den
Mitteln der jeweiligen Kunst.
Was "AN" betrifft, ist es eh eine Frage, wessen Werk es eigentlich ist.
Das Originalscript stammt von John "Red Dawn" Milius, der durchaus ein
paar respektable Filme gemacht hat (siehe "The wind and the lion" und
natürlich "Conan the barbarian". Nach "Red Dawn" wird es natürlich
schwierig, Milius auch nur ansatzweise zu verteidigen). George Lucas
sollte die Regie übernehmen und war laut Biskind auch nicht sonderlich
erfreut darüber, daß FFC schließlich selbst das Heft übernahm. Die Doku
"Heart of Darkness" gibt schließlich einiges an Antwort über die
Entstehungsgeschichte des Films.
In meinem Quartett des Anti-Kriegsfilms nimmt "AN" eine Sonderstellung
ein, die mir durchaus bewußt ist. Allerdings ist "AN" in seiner
Abstraktheit durchaus wie bereits vorbemerkt universal, was vielen
anderen Anti-Kriegsfilmen durchaus abgeht.
Deine Anmerkung "beeindruckende Szenen" werte ich nicht in Hinsicht
"boah, sieht datt goil aus", sondern eher in Hinsicht der Aussagen, die
diese Szenen in Hinsicht auf den Krieg treffen (nur zur Erläuterung der
Mitleser. Sollte ich Dich flachs verstanden haben, verbessere mich ruhig).
Um zu meinem Quartett zurückzukommen: "All quiet" ist selbstverständlich
das großartige, leider nur gekürzt auf DVD erhältliche Standardwerk zum
Krieg. "AN" siehe oben. "Johnnie got his gun" deckt eine weitere Seite
auf, weil er zeigt, _wie_ das Individuum aus dem Krieg zurückkehren kann
(im Falle Johnnie der schlimmste Fall: Keine Augen, keine Ohren, kein
Geruchssinn - von Armen und Beinen ganz zu schweigen).
Der vielleicht wichtigste Film ist Dir tatsächlich unbekannt? Studio
Ghibli, jene Leute, die so wundervolle Zeichentrickfilme wie "Chihiro"
oder "Das wandelnde Schloß" gemacht haben, zeigten, wie Kinder in
Kriegszeiten eben nicht überleben können. Es gab mal eine Kritik zu
"Platoon" in der Cinema, die diesen Drecksfilm durchaus lobte, dennoch
darauf hinwies, daß der ultimative Anti-Kriegsfilm eventuell nur auf
Seiten der Zivilbevölkerung spielen könne. Die "Glühwürmchen" spielt
genau da - und tut vielleicht mehr weh, als jeder martialische oder
introvertierte Kriegsfilm es jemals könnte.
Es ist eine Sache, Soldaten - erwachsene Menschen - sterben zu sehen.
Einem Kind beim Verhungern zuzusehen ist viel schlimmer.
Ich habe den Fehler gemacht, die "Glühwürmchen" eines Jahres zu
Weihnachten ungesehen meinen Eltern vorzuführen. Die beiden alten
Leutchen hatten nach eigenen Aussagen eine unbequeme Nacht. Diesen
starken Eindruck hatte bisher kein Antikriegsfilm auf die Beiden gemacht
(und ich habe mich oftmals ehrlich entschuldigt).
>>"Dr. Jekyll and Mr. Hyde" (die
>>March-Version) oder auch "Wer Wind sät".
> Das ist die Spencer-Tracy-bringt-Hinterwäldlern-Darwin-bei-Geschichte,
> oder?
Das ist eher die aktuelle Religion-vs-Evolution-Geschichte, die derzeit
nicht nur in Amiland ausgefochten wird (siehe jene unselige
CSU-Abgeordnete, die in BRD eben Kreationismus als Alternative lehren
lassen wollte).
Ich habe leider nicht die Zeit, den Text oben auf eine besser lesbare
Größe einzuschrumpfen. Wenn es redundant oder schwer zu lesen ist, bitte
ich das zu mißachten.
Liebe Grüße
das trenne ich mal ab:
> Wilder und Godard sind natürlich ziemlich inkompatibel, auch wenn man sich
> nur die Filme ansieht, merkt man, daß die beiden künstlerisch völlig
> unterschiedliche Vorstellungen haben. Godard ist auch nicht mein
> Lieblingsregisseur (mit Bergman, Fellini, Kurosawa u.a. kann ich sehr viel
> mehr anfangen), und ich kenne auch nicht so viel von ihm, aber als Dilettant
> sehe ich ihn nicht. Dazu ist alleine "Weekend" zu genial.
"Weekend" ist für mich das, was ich allgemein als "leeren Film"
bezeichne. "Weekend" ist kein Film; es ist eine Geduldsprobe. Der eine
mag das Ding mit eigenen Interpretationen füllen, wie er möchte; der
andere starrt nur ungläubig (und gelangweilt) auf die Leinwand.
Genial? Beliebig, trifft es wohl eher. Es ist wie bei Kafka - jedoch mit
einem bedeutenden Unterschied: Während Kafka die Sprache beherrschte und
Menschen fesselte, obwohl Kafka lesen ungefähr gleichbedeutend ist wie
in einer leeren Badewanne zu fischen (es mag Spaß machen und man weiß,
es kommt nix dabei heraus - das ist nicht von mir, sondern von Camus),
so hat Kafka tatsächlich eine Story zu bieten, die zwar jeglich
interpretierbar, dennoch als Geschichte für sich stehen kann.
"Weekend" ist jedoch kein "Avalon". Szene um Szene wird da
aneinandergehängt, die mal jene, mal jene Bedeutung ergeben kann - leer
eben; nur gefüllt von der Interpretation des Zuschauers.
Zumindest ein Zuschauer war dermaßen angekotzt von dieser langweiligen,
nicht endenwollenden Aneinanderreihung von blödsinnigen Szenen, daß er
der filmischen Freundschaft, die er bisher mit Filmen wie dem genialen
"Alphaville" oder "Die Verachtung", auch "Bande a part" mit dem
Regisseur geschlossen hatte, sofort aufkündigen wollte! So ein Scheiß
geht gar nicht!
Erinnert mich an Buttgereit, der einem bestimmten Bielefelder mal
erzählt hat, daß er seine Filme _nach Gefühl_ drehe und schneide - die
Interpretation überlasse er dem Zuschauer. Das ist sinnlose
Schnittfolge; jedoch ohne die von Kafka bekannte unterhaltsame Linie.
Davon ab (betrifft wieder andere Bejubler des Streifens): Einen Film,
der Leute aus dem Kino drängt (siehe "Irreversible", der in diesem
Zusammenhang gern genannt wird), braucht kein Mensch. Mag ja für manche
Menschen eine sinnvolle Betrachtung sein, wenn die Kinoleinwand Dinge
projiziert, während kein Mensch davor sitzt, aber ob das der Sinn des
Kinos ist? Da gehe ich mit einem nett gemeinten "Danke, nicht für mich!"
vorbei!
> Die letzte Börse, die ich mitgemacht habe (dmals noch ohne eigenen
> DVD-Player, wobei mir schnell klar wurde, daß ich an dieser Technik
> dann dodch nicht mehr vorbeikomme), hat mir VHS von "Aristocats"
> (hat bei meinen Kindern voll eingeschlagen) und "Dawn of the Dead"
> (britische Version) eingebracht. Letzterer ist übrigens ein
> ziemlich langweiliger Film, kein Vergleich zu "Night of the living
> dead".
Mir ging's umgekehrt. Das recht kommerziell inszenierte "Dawn" hängt
meines Erachtens das B-Movie "Night" um Längen ab. Der Inhalt wurde um
einige unbequeme Dinge erweitert (Konsum). Aus dem kleinen
Underground-Horror-Film wurde eine greifbare Alptraumversion, die bis
heute ihresgleichen sucht.
"Night" mag der expressionistisch angehauchte Vorgriff gewesen sein,
aber erst "Dawn" zeigte tatsächlich den Zusammenbruch. Apokalypse pur
mit zynischen Betrachtungen gemischt. "Dawn" steht auf meiner Liste ganz
oben. Fragt sich, welche der drei Versionen Du jetzt gesehen hast (DC
für Cannes; DC für's amerikanische Publikum; Producers Cut für's
europäische Publikum)?
Der Cannes-Schnitt ist tatsächlich langatmig. Der Ami-DC setzt seine
Schwerpunkte eher auf Schauer, während der PC auf Action setzt. Nebenbei
gibt es noch diese unselige "Longest-Version-Ever" von Oliver
Krekel(um), die alle Teile (und noch mehr) in einer Schnittfassung
enthält, die niemals von den Produzenten beabsichtigt war. Wenn Du die
meinst, wundert mich tatsächlich nix mehr... (wobei ich annehme, daß Du
die Cannes-Version erwischt hast. Die mag ich auch nicht wirklich.
Argento - der den gesamten Mist produziert hat - war bei der
Euro-Version tatsächlich besser).
Beide Romero-Zombie-Filme sind aber eher ein Glücksgriff; um die
definierende Idee herum gruppiert. Daß Romero nicht viel (denken) kann,
hat er mit seinem "Bruiser" mehr als genügend bewiesen.
Sein letzter Streich war übrigens durchaus unterhaltend - leider auch
stockdoof und wenig innovativ.
Der erste Film, in dem man sogar das "Abwischen" sah, war AFAIR "Kopfüber in
die Nacht" mit Michelle Pfeiffer.
"Leolo" ist noch so ein Film, in dem die Toilette und Ausscheidungen eine
zentrale Rolle spielen, dann gibts da noch der Film "Salo", aber das lassen
wir mal lieber...
Gruß,
Markus
> dann gibts da noch der Film "Salo",
> aber das lassen wir mal lieber...
Tu nicht so scheinheilig, du wartest doch
darauf, dass wir danach fragen ;) Also?
--
ryl: G'Kar
> Da gibt's doch noch viel mehr, oder?
The Abyss
Wie schon bei The Big Lebowski sieht man zwar nicht
das eigentliche Geschäft, aber das offensive Klo
rechtfertigt die Nennung (Ehering-Szene).
> Entspannte Grüße
--
Bud, you know your hand is blue?