Im Film Cube enthalten Räume eine tödliche Falle, sofern eine ihrer
dreistelligen Raumnummern die Potenz einer Primzahl ist. Um dies
herauszufinden, spuckt dort ein Autist die Anzahl der unterschiedlichen
Primfaktoren heraus. Wenn es nur einen Primfaktor gibt, muss es eine Potenz
einer Primzahl sein und der Raum ist damit nicht sicher. So habe ich es
zumindest verstanden.
Um die Sache zu ergründen, habe ich ein Programm zur Primfaktorzerlegung
geschrieben und überprüft, was der Autist da so von sich gibt. Tja, und wie
sich herausstellt, enthält der Film da so einige Fehler.
Zahl Primfaktoren Anzahl_laut_Autist
567 3, 7 2 und hat recht
898 2, 449 2 und hat recht
545 5, 109 2 und hat recht
656 2, 41 2 und hat recht
779 9, 41 2 und hat recht
462 2, 3, 7, 11 3 ist falsch!
Es sind 4 Faktoren.
563 563 2 ist falsch!
Es ist nur 1 Faktor, damit ist der Raum (laut Zahl) eine Falle. Sie
spazieren aber ungestört durch.
Ab hier plappert der Autist nur noch Ergebnisse aus, während irgendwelche
Zahlen ins Bild eingeblendet werden. Ich hoffe mal, nur als visuelle
Untermalung, denn hierbei will eigentlich gar nichts mehr zusammenpassen:
So wird z.B.
384 2, 3 1 Falsch!
fälschlicherweise als Falle gedeutet, während eine (laut Zahlen) echte Falle
911 911 3 Falsch!
nicht erkannt wird.
Offensichtlich hat man sich nur zu Beginn mit der Korrektheit Mühe gegeben
und ist davon ausgegangen, dass Mathe sowieso keinen interessiert. Da die
Zahlen aber zentrales Element des Films sind, wurde von den Filmemachern
möglicherweise erwartet, daß ihr Werk niemand interessiert.
Gruß
Thomas
Um ehrlich zu sein - mich z.B. interessiert es tatsächlich nicht. Trotzdem
fand' ich den Film recht gelungen.
> Zahlen aber zentrales Element des Films sind, wurde von den Filmemachern
> möglicherweise erwartet, daß ihr Werk niemand interessiert.
Möglicherweise haben die Filmemacher auch einfach nur erwartet, dass keiner
mit Taschenrechner ins Kino geht...;)...
SCNR...
Gruß...
- Karsten
? IIRC nehmen die Joonz das anfangs irrtümlicherweise an, dabei sind
die Zahlen der Schlüssel zu den Koordinaten der einzelnen Cubes und
ihrer Bewegung.
Gruß,
Marko
> Offensichtlich hat man sich nur zu Beginn mit der Korrektheit Mühe
> gegeben und ist davon ausgegangen, dass Mathe sowieso keinen
> interessiert.
Starrt das Maedel nicht an einer Stelle eine *gerade* Zahl sekundenlang
an um dann konzentriert zu verkuenden, dass sie nicht prim ist?
> Da die Zahlen aber zentrales Element des Films sind,
> wurde von den Filmemachern möglicherweise erwartet, daß ihr Werk
> niemand interessiert.
Ich finde den Film absolut gelungen und solche Fehlerchen stoeren mich
da ueberhaupt nicht. Ich halte die Zahlen auch nicht fuer so fundamental
wichtig, da IMO die Beziehungen zwischen den Charakteren im Vordergrund
stehen.
Ausserdem wird doch im Kommentar auf der DVD gesagt, dass sie das selbst
nicht verstanden haben, sondern ein befreundeter Mathematiker das
ausgerechnet haette (oder sowas in der Art). Wenn sie also ein System
vorgegeben bekommen haben, das sie aufgrund mangelnden verstaendnisses
nicht vollkommen korrekt angewendet haben - who cares?
--
Ich wuensch' mir was!
Oliver
Today's Teaser:
"Pet luck!", said the goldfish and drowned...
> Die Anzahl der Primfaktoren muß selbst prim sein. Es ist
> also nicht nur 1 sondern auch jede andere nicht prime Anzahl
> ein Verweis auf eine Falle.
Die Anzahl muß prim sein für sicher? Wo wird das erwähnt? Und warum ist dann
an drei Stellen die nicht prime 4 sicher?
Cornell Binder wrote:
>
> Thomas Frisch <t_fr...@gmx.de> tat schreiben tun:
> > Im Film Cube enthalten Räume eine tödliche Falle, sofern eine ihrer
> > dreistelligen Raumnummern die Potenz einer Primzahl ist. Um dies
> > herauszufinden, spuckt dort ein Autist die Anzahl der unterschiedlichen
> > Primfaktoren heraus. Wenn es nur einen Primfaktor gibt, muss es eine Potenz
> > einer Primzahl sein und der Raum ist damit nicht sicher. So habe ich es
> > zumindest verstanden.
>
> Die Anzahl der Primfaktoren muß selbst prim sein. Es ist
> also nicht nur 1 sondern auch jede andere nicht prime Anzahl
> ein Verweis auf eine Falle.
Ich habe das so verstanden wie Thomas: Räume müssen, um sicher
zu sein, in allen 3 Zahlen mindestens zwei Primfaktoren haben.
Unsicher sind also Räume mit Primzahl oder Potenz einer
Primzahl (IIRC hatte der Raum, der die erste Hypothese
"Keine Primzahl = sicher" widerlegt hat, eine 125).
Diese Hypothese wurde auf der Webseite zur Cube-Mathematik
auch bestätigt. Den Link habe ich leider verlegt.
Schöne Größe
Joachim
[Nach gerechnetes...]
> Offensichtlich hat man sich nur zu Beginn mit der Korrektheit Mühe gegeben
> und ist davon ausgegangen, dass Mathe sowieso keinen interessiert.
Auf jeden Fall hat mich Dein Posting mehr interessiert als der Film.
> Da die Zahlen aber zentrales Element des Films sind, wurde von den Filmemachern
> möglicherweise erwartet, daß ihr Werk niemand interessiert.
Zumindest bei mir hätten sie damit richtig gelegen. ;)
Gruss,
Frank
Gruss, Martin
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
> Ich finde den Film absolut gelungen und solche Fehlerchen stoeren mich
> da ueberhaupt nicht. Ich halte die Zahlen auch nicht fuer so fundamental
Bis kurz vor dem Ende stimme ich dir zu, aber wenn die Filmemacher noch
schnell ein schlechteres Ende zaubern muessen, indem sie Jemanden leise
und unbemerkt durch eine irre laute Tuere kommen lassen, indem sie die
Filmmusik hochdrehen, dann halte ich das fuer einen ganz ueblen Fehler!
--
Werner Spahl (sp...@cup.uni-muenchen.de) Freedom for
"The meaning of my life is to make me crazy" Vorlonships
[CUBE]
>> Ich finde den Film absolut gelungen und solche Fehlerchen stoeren
>> mich da ueberhaupt nicht. Ich halte die Zahlen auch nicht fuer so
>> fundamental
> Bis kurz vor dem Ende stimme ich dir zu, aber wenn die Filmemacher
> noch schnell ein schlechteres Ende zaubern muessen, indem sie
> Jemanden leise und unbemerkt durch eine irre laute Tuere kommen
> lassen, indem sie die Filmmusik hochdrehen, dann halte ich das fuer
> einen ganz ueblen Fehler!
Da ist was dran - kann man natuerlich so erklaeren, dass die beiden so
fertig und vom Licht dermassen geblendet waren, dass sie ueberhaupt
nichts anderes mehr wahrgenommen haben.
Aber im Kommentar wird ja gesagt, dass das selbst den Machern nicht
sonderlich gefaellt - das ist keine Entschuldigung, aber macht es doch
sympathischer ;-)
--
Ich wuensch' mir was!
Oliver
Today's Teaser:
"Whom are you?" said he, for he had been to night school.
versuch mal, in vertretbarer Zeit mit einem einfachen Taschenrechner eine
nichttriviale Primfaktorzerlegung zu machen...
Wenn ich mich nicht sehr irre, beruht so ziemlich die ganze Kryptologie
darauf...
mfG, Robert
Wie ich schon erwähnte - Mathematik interessiert mich kein bißchen und das
sollte den Machern genauso gehen: ich will einen guten Film und keine
Doktorarbeit in Primfaktorzerlegung...;)...
Gruß...
- Karsten
> Werner Spahl schrieb...
>
> [CUBE]
> > Bis kurz vor dem Ende stimme ich dir zu, aber wenn die Filmemacher
> > noch schnell ein schlechteres Ende zaubern muessen, indem sie
> > Jemanden leise und unbemerkt durch eine irre laute Tuere kommen
> > lassen, indem sie die Filmmusik hochdrehen, dann halte ich das fuer
> > einen ganz ueblen Fehler!
>
> Da ist was dran - kann man natuerlich so erklaeren, dass die beiden so
> fertig und vom Licht dermassen geblendet waren, dass sie ueberhaupt
> nichts anderes mehr wahrgenommen haben.
Bei dem Krach den die Tueren machen? Keine Chance!
> Aber im Kommentar wird ja gesagt, dass das selbst den Machern nicht
> sonderlich gefaellt - das ist keine Entschuldigung, aber macht es doch
> sympathischer ;-)
Warum machen sie es dann? Damit im Endeffekt doch mehr Menschen gestorben
sind? Haben die Toten nicht gereicht? Das erinnert mich an die genauso
verkrampften Anti-Happy-Ends, die die Japaner so gerne machen, siehe Tiger
und Dragon oder Final Fantasy...
> Wie ich schon erwähnte - Mathematik interessiert mich kein bißchen und das
> sollte den Machern genauso gehen: ich will einen guten Film und keine
> Doktorarbeit in Primfaktorzerlegung...;)...
Aber hätte es dem Film geschadet, wäre die Mathematik korrekt gewesen?
Wäre er dadurch eine einzige Mark teurer geworden? Oder
unverständlicher? Oder weniger spannend?
Nein! Ich finde, das ist schon ein Grund, verärgert darüber zu sein, daß
man einen wieder mal für dämlich hält.
Just my 0,02 €.
Gruß,
Thomas
--
Haushaltstip: Wenn man kurz vor Beginn des Werbeblocks den Fernseher
behutsam mit der Bildröhre zur Wand dreht, sind die Werbeblöcke auch
nicht mehr sichtbar. Dreht man den Fernseher NICHT behutsam, so
erledigen sich auch die Filmstückchen zwischen der Werbung.
> Warum machen sie es dann? Damit im Endeffekt doch mehr Menschen
> gestorben sind? Haben die Toten nicht gereicht? Das erinnert mich an
> die genauso verkrampften Anti-Happy-Ends, die die Japaner so gerne
> machen,
"Happy End" ist wohl doch eher kulturabhängig.
> siehe Tiger und Dragon
Erstaunlich, wie gut Chinesisch alle die Japaner gesprochen haben.
Gegenfrage - ist der Film schlecht, weil irgendwo Primzahlen falsch sind?
Das klingt für mich genauso, als wenn man mit Hilfe der Pause-Taste
nachzählt, ob Dustin Hoffman in "Rainman" wirklich auf die Schnelle 276
Streichhölzer erkennen konnte. Ich habe auch keine Ahnung, ob U-Boote tiefer
als 500 Meter tauchen können, deswegen beginne ich keine Recherchen um
triumphierend Logik-Fehler in "Das Boot" vorweisen zu können. Man kann sich
auch auf umständliche Art um den eigenen Spaß betrügen...
Gruß...
- Karsten
> Erstaunlich, wie gut Chinesisch alle die Japaner gesprochen haben.
Oops, ich haette wohl besser Asiaten schreiben sollen... ;)
> Bei dem Krach den die Tueren machen? Keine Chance!
Die Türen kann man auch leise aufmachen, sonst hätte die Gruppe in dem
Raum mit der "Geräusch-Falle" ja keine Chance gehabt.
--
Ciao, Sebastian
* Email: toy...@sauerland.de
* HP: http://www.sauerland.de/~toyland/ PGP-Key available
Sebastian Kaps <toy...@sauerland.de> schrieb:
> Die Türen kann man auch leise aufmachen, sonst hätte die Gruppe
> in dem Raum mit der "Geräusch-Falle" ja keine Chance gehabt.
Nein. :-) Das Sicherheitssystem (die Falle) "kennt" das Türgeräusch
und reagiert nicht darauf.
Grüße
Enrico
Schöne Grüße,
Andreas
--
This is your life and it's ending one minute at a time.
++ http://www.s-line.de/homepages/my_world/ ++
Auch Du mein Sohn...?...(...der hieß' doch Brutus, oder? Leute mit
Geschichte-LK: interessiert mich auch nicht wirklich...;)...)
Gruß...
- Karsten
> Nein. :-) Das Sicherheitssystem (die Falle) "kennt" das Türgeräusch
> und reagiert nicht darauf.
Ach ja, ihr habt recht #-)
Wird Zeit, daß ich mir den Film nochmal anschaue.
> Bitte? Das Ende von "Final Fantasy" war ja wohl happy wie
> noch was. Also schlecht :-)
Du meinst, weil die Menschheit immerhin ueberhaupt ueberlebt hat? Und was
ist mit unserem Helden Paar ;)? Wenn schon alle anderen Gehilfen sterben
muessen, dann haetten die doch neue Kinder in eine hoffnungsvolle Welt
setzen sollen! Ausserdem war das Ganze denkbar unlogisch: Die Welle wird
vom Schild ausgesandt und schon wird alles ueber ihm blau. Dann kommt ein
Schuss von der Kanone und ploetzlich ist der Spirit der gesammten Erde
k.o. und alles wieder rot? Warum denn eigentlich?
> Diese Hypothese wurde auf der Webseite zur Cube-Mathematik
> auch bestätigt. Den Link habe ich leider verlegt.
Falls jemand nochmal nachlesen möchte, vielleicht war es diese Seite:
http://www.math.ecu.edu/~pravica/cube/cube_pra2.html
Wohl vom "Erfinder" der Cube-Mathematik selbst. Dort gibt's detaillierte
Erklärungen ("English" -> "MATH vs. PLOT"). Einige Seiten fehlen aber noch
(und wohl für immer), so z.B. ein geplanter Ausflug in die Gruppentheorie,
der die Raumbewegungen untermauern sollte.
Dort sollten die meisten Fragen beantwortet werden.
Marek
> Dann kommt ein
> Schuss von der Kanone und ploetzlich ist der Spirit der gesammten Erde
> k.o. und alles wieder rot? Warum denn eigentlich?
>
Am Ende war doch alles wieder blau, und es gab atomaren Fallout. Oder
Fallup %-)
> Wie ich schon erwähnte - Mathematik interessiert mich kein bißchen und das
> sollte den Machern genauso gehen: ich will einen guten Film und keine
> Doktorarbeit in Primfaktorzerlegung...;)
Hallo,
ich auch nicht wirklich. Dennoch bin ich der Meinung, daß man über das
grundlegende Thema eines Films - als Macher - ausreichend Recherche
anstellen sollte. Da es in Cube nun einmal primär um Zahlen geht muß ich
sagen, die Macher haben hier offensichtlich ihre Hausaufgaben
vernachlässigt. Tstststs. Schändlich; so etwas sollte ernsthaft engagierten
Filmemachern nicht passieren. Das Beispiel ist natürlich auf andere
Filmgenre übertragbar.
Gruß
Matthias
> Wie ich schon erwähnte - Mathematik interessiert mich kein bißchen und
das
> sollte den Machern genauso gehen: ich will einen guten Film und keine