Free Guy (2021)

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Andreas M. Kirchwitz

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Oct 2, 2021, 9:41:02 PM10/2/21
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Hallo Filmfans!

"Free Guy" habe ich geschaut wegen der vielen bekannten Namen,
ohne mich vorher informiert zu haben, was mich überhaupt erwartet.
Vermutlich kann man den Film als den Popcorn-Hit des Jahres 2021
bezeichnen, im Guten wie im Schlechten.

Fängt großartig an, bunt und lustig zusammengewürfelt aus anderen
Filmen, Serien und Spielen, die Liste ist so lang, das würde die
maximale Länge eines Usenet-Artikels sprengen. Es ist gut gemacht.
"Free Guy" bekommt auch schnell eine Hintergrund-Geschichte.
Der Film hat ein solides Gerüst.

Doch ich fühle mich im Stich gelassen. Ab der Mitte geht dem Film
die Puste aus. Die Welt, in der alles spielt, wird einfach nicht
mehr genutzt, all die eingeführten Personen werden plötzlich total
unwichtig, anstatt den Spannungsbogen fortzuführen, ist eh absehbar,
wie der Film endet, als ob die Macher die Lust verloren haben.

Ja, gewiss, es bleibt trotzdem kurzweilig bis zum Schluss, aber
man vermisst all den Charme aus der ersten Hälfte des Films, so
als wolle man dem Zuschauer mit Gewalt einprügeln, dass dieser
Film eben doch nichts weiter als hohles Popcorn-Kino sein soll.

Ich sag's ganz ehrlich, ich habe mich betrogen gefühlt.

Nicht missverstehen, man hat einen soliden Filmabend, doch ich
störe mich daran, dass der Film mittendrin so abflacht, das hätte
nicht sein müssen. Wirklich schade.

Grüße, Andreas

Andy Angerer

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Oct 3, 2021, 10:06:02 AM10/3/21
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Am 03.10.21 um 03:41 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Nicht missverstehen, man hat einen soliden Filmabend, doch ich
> störe mich daran, dass der Film mittendrin so abflacht, das hätte
> nicht sein müssen. Wirklich schade.

Bereits vor langer Zeit fühlte ich mich durch seine extreme Häufigkeit
genötigt, für dieses Phänomen einen eigenen Namen zu finden.
Ich nenne es "Hälftenfilm":
Erste Hälfte geil; zweite Hälfte kacke.
Meistens geschieht das allerdings nicht einfach nur durch abflachen,
sondern dadurch, dass ab der Mitte die Handlung zunehmend
schwachsinnig wird.


--
Die Pandemie setzt den Individuen Masken auf,
der Gesellschaft reißt sie die ihre herunter.

www.angerer-bodenlos.de

Christian Weisgerber

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Oct 3, 2021, 2:30:07 PM10/3/21
to
On 2021-10-03, Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:

> Bereits vor langer Zeit fühlte ich mich durch seine extreme Häufigkeit
> genötigt, für dieses Phänomen einen eigenen Namen zu finden.
> Ich nenne es "Hälftenfilm":
> Erste Hälfte geil; zweite Hälfte kacke.

Extremes Beispiel: _Serenity_ (2019)
https://www.imdb.com/title/tt6476140/

Nach der Enthüllung Mitte des Films, was da eigentlich passiert,
ist bei mir jedes Interesse am Weitersehen geschwunden.

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Andy Angerer

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Oct 3, 2021, 2:55:14 PM10/3/21
to
Am 03.10.21 um 20:18 schrieb Christian Weisgerber:
Das ist bei mir, glaub ich, schon deutlich eher geschehen;
kann mich aber nur noch sehr dumpf erinnern.

Die Liste der Hälftenfilme ist aber nahezu unendlich lang.
Dabei sind auch Klassiker wie zB Alien, der bis zum Chestburster
genial ist, danach jedoch streng genommen für die Tonne.
Jack Reacher hat mich anfangs begeistert, aber ziemlich genau zur
Halbzeit kommt eine Szene, bei der ich mich ein wenig krümmte.
Das hätte ich verziehen, wenn nicht diese Sachen sich bis zu
einem wirklich abgrundtiefen Schluss zunehmend gehäuft hätten.

Der ultimative Hälftenfilm ist eine Folge "Marie Brand":
"Marie Brand und der schwarze Tag". Der ist wirklich klasse!
Bis zu einem Moment nach (wohl ziemlich exakt) 45 Minuten, wo
man plötzlich genau weiß, wie die Geschichte weitergehen wird
und dass der Rest schwachsinnig ist.

Christian Weisgerber

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Oct 4, 2021, 3:30:05 PM10/4/21
to
On 2021-10-03, Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:

> Die Liste der Hälftenfilme ist aber nahezu unendlich lang.
> Dabei sind auch Klassiker wie zB Alien, der bis zum Chestburster
> genial ist, danach jedoch streng genommen für die Tonne.

Das finde ich nicht, biete aber einen anderen Ridley-Scott-Film an:
_Blade Runner_
Die Optik und die aufgebaute Welt sind (oder waren) faszinierend,
aber so in der Mitte geht dem Film die Puste aus und dann... ist...
es... nur... noch... zäääääh.

Andy Angerer

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Oct 5, 2021, 6:19:08 AM10/5/21
to
Am 04.10.21 um 20:42 schrieb Christian Weisgerber:
> On 2021-10-03, Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de> wrote:
>
>> Die Liste der Hälftenfilme ist aber nahezu unendlich lang.
>> Dabei sind auch Klassiker wie zB Alien, der bis zum Chestburster
>> genial ist, danach jedoch streng genommen für die Tonne.
>
> Das finde ich nicht,

Allein schon die blödsinnige Stroboskop-Beleuchtung, mit der dem
Zuschauer über laaaaaaange Strecken hinweg auf die Augen gehauen
wird....

> biete aber einen anderen Ridley-Scott-Film an:
> _Blade Runner_
> Die Optik und die aufgebaute Welt sind (oder waren) faszinierend,
> aber so in der Mitte geht dem Film die Puste aus und dann... ist...
> es... nur... noch... zäääääh.

An den kann ich mich kaum mehr erinnern.
Nur einmal gesehen; ohne sonderliche Begeisterung.

Kay Martinen

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Oct 9, 2021, 12:30:02 PM10/9/21
to
Am 03.10.21 um 20:18 schrieb Christian Weisgerber:
Du meinst das mit dem PAX und den Reapers?
Das sehe ich ganz anders und nach meinem Gefühl war das schon fast zum
Ende hin.

Ich denke aber die Definition dessen was Gut und was Schlecht ist hängt
vom Film ab und dem der ihn sieht ist also Subjektiv und nicht wirklich
vergleichbar mit anderen - die anderer meinung sind.

Was mir allerdings schon öfter passierte ist, das man sich vom Anfang an
in den Film hinein ziehen lässt und quasi in eine Art
"Berieselungs-Modus" (hat hier IMHO jemand so genannt) gerät. Und dann
passiert etwas das wie ein Wecker wirkt weil es einem selbst wie ein
Störfaktor, Falsch oder eben unpassend, Unlogisch vor kommt. Dann ist es
schwer wieder in den Film ein zu tauchen weil man evtl. im Hinterkopf
immer den Störfaktor bedenkt.
Das würde ich einen "Hälftenfilm" nennen. Erste Hälfte stimmt alles
soweit man die Rahmen der Handlung und des Settings toleriert, aber dann
kickt es einen raus und man findet den Rest einfach nur kacke. Wegen
eines Einzelnen Umstandes dreht sich die Betrachtung des Films dann
schlicht um.

Gut, es kann natürlich auch passieren das die Handlung dann so
vorhersagbar wird das man nicht mehr weiter schauen mag.

Ist ein Grund warum ich seit langem keine Krimi's sehe. Von Ausnahmen
(Castle) abgesehen. Da mag ich aber auch die Hauptdarsteller und die
Wendungen sind mir hinreichend (un)vorhersehbar, auch
Episodenübergreifend. Weil das Initiale Setting (Krimi-Autor als Berater
der Polizei) schon unrealistisch genug ist. Ich finde die Serie nimmt
das gut auf und setzt es auch um.

Zu Free Guy. Ich hab nur Trailer sehen können da er zu neu ist und das
halte ich für die Art Film die ich mir schon gern mal ansehen würde. Was
auch an Ryan Reynolds liegt der oft Rollen spielt in denen er sich
selbst nicht so ernst nimmt. Z.b. Deadpool (mit veralberung seiner Green
Lantern Rolle) oder bei Blade (2 meine ich)

Das ganze in eine Virtuelle Welt zu versetzen macht natürlich erst
sachen möglich die im RL unmöglich oder zumindest maximal
unwarscheinlich sind. Wie eben auch in Inception, Ready Player One oder
teils bei Doctor Strange oder... Matrix.


Bye/
/Kay

--
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Andy Angerer

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Oct 10, 2021, 10:19:05 AM10/10/21
to
Am 09.10.21 um 18:29 schrieb Kay Martinen:

> Was mir allerdings schon öfter passierte ist, das man sich vom Anfang an
> in den Film hinein ziehen lässt und quasi in eine Art
> "Berieselungs-Modus" (hat hier IMHO jemand so genannt) gerät.

Das war ich.
Und ich meine damit jenen Modus, wo man eigentlich mental schon
ausgestiegen und ganz woanders ist und vom Film nicht mehr viel
mitkriegt, sondern sich eben bloß noch berieseln lässt.

Kay Martinen

unread,
Oct 10, 2021, 11:10:02 AM10/10/21
to
Am 10.10.21 um 16:19 schrieb Andy Angerer:
> Am 09.10.21 um 18:29 schrieb Kay Martinen:
>
>> Was mir allerdings schon öfter passierte ist, das man sich vom Anfang an
>> in den Film hinein ziehen lässt und quasi in eine Art
>> "Berieselungs-Modus" (hat hier IMHO jemand so genannt) gerät.
>
> Das war ich.
> Und ich meine damit jenen Modus, wo man eigentlich mental schon
> ausgestiegen und ganz woanders ist und vom Film nicht mehr viel
> mitkriegt, sondern sich eben bloß noch berieseln lässt.

Dann meinte ich einen anderen "Modus" wie du. Ich meine den wo man
unrealistisches als Teil des ebenso unrealistischen Settings im Film
einfach mal unhinterfragt hinnimmt. Bis, ja bis eben etwas dabei heraus
sticht wo man sich sagt "das passt absolut nicht zusammen". Aber gemeint
war eben der "im Film drin seien" Modus - aus dem man dann ggf.
aussteigt und nicht leicht wieder rein kommt. Kennt jemand einen
Besseren Begriff dafür?


Bye/
/Kay

--
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Andreas M. Kirchwitz

unread,
Oct 10, 2021, 5:09:02 PM10/10/21
to
Einen Begriff dafür habe ich nicht, aber ich habe beide Zustände
bereits oft genug erlebt, und am Ende ist es doch eigentlich egal,
was dazu geführt hat, denn in beiden Fällen ist man irgendwie im
Laufe des Films als Zuschauer verloren gegangen.

Ich glaube, es ist durchaus eine Kunst, den Zuschauer für 90 Minuten
oder mehr bei der Stange zu halten. Einerseits sinkt auf Dauer die
Aufmerksamkeitsfähigkeit, eine Sache muss dann schon sehr fesselnd
präsentiert werden, sonst driftet man ab.

Desweiteren bauen Filme indirekt ein eigenes Korsett auf, in das
jede darauffolgende Szene weiterhin perfekt passen muss, und das
Unterbewusstsein des Zuschauers verzeiht hier nur wenige Fehler.
Ich glaube, das wird manchmal ignoriert, wenn die Szenen später
zusammengeschnitten werden, ohne den Gesamtablauf im Auge zu
behalten.

Merkwürdigerweise habe ich bei Serien seltener das Gefühl, dass
die Macher den Faden verlieren. Sowohl die einzelnen Folgen als
auch die gesamten Staffeln oder kompletten Serien empfinde ich
oftmals als besser durchdacht. (Ich muss es nicht immer persönlich
mögen, wie sich die Handlung entwickelt, aber ich habe dort seltener
den Gefühl eines plötzlichen Bruchs. Ausnahmen gibt es natürlich
hier auch, mal schlecht, manchmal aber sogar gut.)

Grüße, Andreas

Kay Martinen

unread,
Oct 10, 2021, 6:40:01 PM10/10/21
to
Am 10.10.21 um 23:40 schrieb Cornell Binder:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> tat schreiben tun:
>> Am 10.10.21 um 16:19 schrieb Andy Angerer:
>>> Am 09.10.21 um 18:29 schrieb Kay Martinen:
>>>
>>>> Was mir allerdings schon öfter passierte ist, das man sich vom Anfang an
>>>> in den Film hinein ziehen lässt und quasi in eine Art
>>>> "Berieselungs-Modus" (hat hier IMHO jemand so genannt) gerät.
>>>
>>> Das war ich.
>>> Und ich meine damit jenen Modus, wo man eigentlich mental schon
>>> ausgestiegen und ganz woanders ist und vom Film nicht mehr viel
>>> mitkriegt, sondern sich eben bloß noch berieseln lässt.
>>
>> Dann meinte ich einen anderen "Modus" wie du. Ich meine den wo man
>> unrealistisches als Teil des ebenso unrealistischen Settings im Film
>> einfach mal unhinterfragt hinnimmt. [...]
>
> Suspension of disbelieve?

Das klingt mir zu sehr nach "Dummie-Mode" wie beim Bastard Sysop from
Hell aber auf die Zeit eines Films oder Serien-episode mag das
zutreffend sein.


Bye/
/Kay

--
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Andy Angerer

unread,
Oct 11, 2021, 9:49:45 AM10/11/21
to
Am 11.10.21 um 15:06 schrieb Cornell Binder:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> tat schreiben tun:
>> Am 10.10.21 um 23:40 schrieb Cornell Binder:
>>>>
>>>> Dann meinte ich einen anderen "Modus" wie du. Ich meine den wo man
>>>> unrealistisches als Teil des ebenso unrealistischen Settings im Film
>>>> einfach mal unhinterfragt hinnimmt. [...]
>>>
>>> Suspension of disbelieve?
>>
>> Das klingt mir zu sehr nach "Dummie-Mode" wie beim Bastard Sysop from
>> Hell aber auf die Zeit eines Films oder Serien-episode mag das
>> zutreffend sein.
>
> Ähm, das ist ein etabliertes Konzept in der Fiktion und
> wurde laut Wikipedia bereits im Jahre 1817 geprägt. Filme
> und Serien können wir da ausschließen :)
>
> https://en.wikipedia.org/wiki/Suspension_of_disbelief
>
> Für die deutsche Sprache findet sich da das Übersetzungs-
> ungetüm: "Willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit".

<https://de.wikipedia.org/wiki/Willentliche_Aussetzung_der_Ungl%C3%A4ubigkeit>


andy, freundlich ergänzend

Kay Martinen

unread,
Oct 11, 2021, 5:10:01 PM10/11/21
to
Am 11.10.21 um 15:49 schrieb Andy Angerer:
> Am 11.10.21 um 15:06 schrieb Cornell Binder:
>> Kay Martinen <use...@martinen.de> tat schreiben tun:
>>> Am 10.10.21 um 23:40 schrieb Cornell Binder:
>>>>>
>>>>> Dann meinte ich einen anderen "Modus" wie du. Ich meine den wo man
>>>>> unrealistisches als Teil des ebenso unrealistischen Settings im Film
>>>>> einfach mal unhinterfragt hinnimmt. [...]
>>>>
>>>> Suspension of disbelieve?
>>>
>>> Das klingt mir zu sehr nach "Dummie-Mode" wie beim Bastard Sysop from
>>> Hell aber auf die Zeit eines Films oder Serien-episode mag das
>>> zutreffend sein.
>>
>> Ähm, das ist ein etabliertes Konzept in der Fiktion und
>> wurde laut Wikipedia bereits im Jahre 1817 geprägt. Filme
>> und Serien können wir da ausschließen :)

Nicht Pauschal. Nur wenn sie Dokumentarisch wären. Oder wie meinen?

>> https://en.wikipedia.org/wiki/Suspension_of_disbelief
>>
>> Für die deutsche Sprache findet sich da das Übersetzungs-
>> ungetüm: "Willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit".

Das ist in der Tat ein Wort-ungetüm und sehr Sperrig.

[Den FeFe machend] "Scheiße Bernd, dann ist 'Dummie-Mode' doch
prägnanter" (Traurig guckend).
Freundlichsten Dank. Wird wohl an der Sperrigkeit des Begriffs liegen
das ich den nicht präsent habe.

Bye/
/Kay

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Kay Martinen

unread,
Oct 13, 2021, 4:20:01 PM10/13/21
to
Am 12.10.21 um 00:48 schrieb Cornell Binder:
> Kay Martinen <use...@martinen.de> tat schreiben tun:
>>>>
>>>> Ähm, das ist ein etabliertes Konzept in der Fiktion und
>>>> wurde laut Wikipedia bereits im Jahre 1817 geprägt. Filme
>>>> und Serien können wir da ausschließen :)
>>
>> Nicht Pauschal. Nur wenn sie Dokumentarisch wären. Oder wie meinen?
>
> 1817 gab's weder Film noch TV-Serien. :) Damals gings halt
> schnöde um Bücher.

Einspruch. Lt. Wikipedia hatte der erste Abendfüllende Spielfilm 1901
Premiere.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Filmgeschichte#Die_Stummfilmzeit_(1895_bis_1927)>

Und Georges Méliès hatte durchaus Phantastische Stoffe im Repertoire.

Es gibt sogar einen Film über diesen Filmemacher, mit Ben Kingsley in
der Hauptrolle. Und ich meine es gäbe noch einen, neben "Hugo Cabret"
der eher dokumentarisch ist.

Bye/
/Kay

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Manfred Polak

unread,
Oct 13, 2021, 6:09:58 PM10/13/21
to
Kay Martinen schrieb:

>Am 12.10.21 um 00:48 schrieb Cornell Binder:
>> 1817 gab's weder Film noch TV-Serien. :) Damals gings halt
>> schnöde um Bücher.
>
>Einspruch. Lt. Wikipedia hatte der erste Abendfüllende Spielfilm 1901
>Premiere.

Und 1901 war vor 1817?

><https://de.wikipedia.org/wiki/Filmgeschichte#Die_Stummfilmzeit_(1895_bis_1927)>

Du meinst offenbar "Soldiers of the Cross", aber der ist, anders als
uns Wikipedia hier weismachen will, keineswegs ein Spielfilm von über
zwei Stunden Länge. Sondern eine zweieinhalbstündige Multimediashow,
die aus einer Art Diashow, 13 Kurzfilmen und Livemusik bestand und
von einem erbaulichen Vortrag eines Kommandanten der Heilsarmee
namens Herbert Henry Howard Booth zusammengehalten wurde. Booth
hatte die Show auch zusammen mit einem Major (der Heilsarmee) Joseph
Henry Perry konzipiert.

Näheres dazu:

https://www.nfsa.gov.au/collection/curated/soldiers-cross
https://en.wikipedia.org/wiki/Soldiers_of_the_Cross_%28film%29

Ich weiß nicht, wann tatsächlich der erste erzählende Film in Spiel-
filmlänge gedreht wurde (mit solchen Zuschreibungen muss man immer
vorsichtig sein), aber allgemein üblich wurde das Format erst Mitte
der 1910er Jahre ("The Birth of a Nation", "Intolerance" etc.). 1903
galt Ferdinand Zeccas "La vie et la passion de Jésus Christ" mit 44
Minuten noch als extrem lang.


Manfred

Kay Martinen

unread,
Oct 13, 2021, 6:40:03 PM10/13/21
to
Am 14.10.21 um 00:09 schrieb Manfred Polak:
> Kay Martinen schrieb:
>
>> Am 12.10.21 um 00:48 schrieb Cornell Binder:
>>> 1817 gab's weder Film noch TV-Serien. :) Damals gings halt
>>> schnöde um Bücher.
>>
>> Einspruch. Lt. Wikipedia hatte der erste Abendfüllende Spielfilm 1901
>> Premiere.
>
> Und 1901 war vor 1817?

Ups, ich hab oben 1917 gelesen. Das kommt (nicht) von der Google-Freien
Zone hier. ;-)

Sorry.

Bye/
/Kay

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Andy Angerer

unread,
Oct 14, 2021, 8:50:42 AM10/14/21
to
Am 14.10.21 um 00:09 schrieb Manfred Polak:

> 1903 galt Ferdinand Zeccas "La vie et la passion de Jésus Christ"
> mit 44 Minuten noch als extrem lang.

Kam einem zumindest extrem lang vor, schätz ich.
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