Jurassic World Dominion

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Andreas M. Kirchwitz

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Jul 20, 2022, 6:50:25 AMJul 20
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Hallo Jurassic-Fans!

Der erste Film "Jurassic Park" war ein Meilenstein. Ein Meisterwerk
war der Film eigentlich nicht, aber er hat nun mal Maßstäbe gesetzt.
Die zwei Nachfolger waren... nun ja, unvermeidlich. Grottenschlecht
waren sie nicht, aber irgendwie war der Wow-Effekt halt weg.

"Jurassic World" hat das Thema nochmals aufgegriffen. Ich kann den
Riesenerfolg nicht nachvollziehen, dafür war die Handlung zu platt,
aber für einen netten Abend zu Hause war's okay. Den Nachfolger
fand ich ziemlich blöd.

Der dritte Teil trägt den Zusatz "Dominion", und natürlich bleibt
alles irgendwie hirnlos, aber viele der alten Schauspieler haben
sie zurückgeholt, und die haben die Selbstironie zurückgebracht,
welche bereits wesentlicher Bestandteil des allerersten Films
gewesen ist. Die anderen Filme haben sich immer zu ernst genommen.

Hoffentlich belassen sie es dabei, es wäre nämlich ein versöhnlicher
Abschluss. Nichts gegen Dinosaurier, aber bitte nicht so ideenlos.
Mit dem ersten Teil war eigentlich alles gesagt.

Dodgson, we've got Dodgson here ... Andreas

Andy Angerer

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Jul 20, 2022, 8:03:11 AMJul 20
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Am 20.07.22 um 12:50 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Der erste Film "Jurassic Park" war ein Meilenstein. Ein Meisterwerk
> war der Film eigentlich nicht, aber er hat nun mal Maßstäbe gesetzt.

Was genau fehlt ihm denn zum Meisterwerk?


--
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F. W.

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Jul 20, 2022, 8:21:03 AMJul 20
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Am 20.07.2022 um 12:50 schrieb Andreas M. Kirchwitz:

> Der erste Film "Jurassic Park" war ein Meilenstein. Ein Meisterwerk
> war der Film eigentlich nicht, aber er hat nun mal Maßstäbe gesetzt.

Der erste "Jurassic Park" war kein Filmchen mit Dinosauriern. Die extrem
gute Grafik sollte nicht über die vielschichtige Story hinwegtäuschen.
Das Meisterwerk besteht darin, dass jeder seine Schichten der Story
entdecken kann, wenn er will.

> Die zwei Nachfolger waren... nun ja, unvermeidlich. Grottenschlecht
> waren sie nicht, aber irgendwie war der Wow-Effekt halt weg.

Wenn von einem Meisterwerk nur ein zerfledderter Aufguss übrig bleibt,
dann hat man wirklich nur noch ein Filmchen mit Dinosauriern. Und das
waren sie dann auch.

> "Jurassic World" hat das Thema nochmals aufgegriffen. Ich kann den
> Riesenerfolg nicht nachvollziehen, dafür war die Handlung zu platt,
> aber für einen netten Abend zu Hause war's okay. Den Nachfolger fand
> ich ziemlich blöd.

Der erste Teil war eine Geschichte über

...Dinosaurier, die ausbrechen
...das Verhältnis von Enkeln zu ihrem Großvater
...den Charakter eines Chaosforschers
...die Manipulation der Natur
...das Anbaggern einer besetzten Frau
...wie ein Kinderwunsch eine Beziehung (zer)stören kann
...wie die Gier ein gutes Projekt kaputt macht
...wie man NICHT mit Kindern umgeht (Angst)
...warum Dinosaurier von Vögeln abstammen können
...wie abhängig Forschung von Geld ist
...das Versagen von Technik ("All-Terrain")
...die Unberechenbarkeit der Natur in Form eines Gewitters
...die gefährliche Abhängigkeit von (Computer)Technikern
...die Idiotie von Hackern und
...wie gefährlich Computerfreaks sind

Nebenbei wurde Unix noch als Uh-Nix verunglimpft, aber das war die
Unkenntnis der Synchro. Die bildliche Darstellung des Unix-Directories
fiel mir schon 1993 im Kino positiv auf.

Das war alles in einem einzigen Film. Ich kenne sehr wenige Filme, die
so ganz nebenbei auch noch den Massengeschmack treffen. Mir fiele noch
"Forrest Gump" ein.

> Der dritte Teil trägt den Zusatz "Dominion", und natürlich bleibt
> alles irgendwie hirnlos, aber viele der alten Schauspieler haben sie
> zurückgeholt, und die haben die Selbstironie zurückgebracht, welche
> bereits wesentlicher Bestandteil des allerersten Films gewesen ist.
> Die anderen Filme haben sich immer zu ernst genommen.

Schau'n mer mal. Ein Film kann z. B. ein hervorragender Agentenfilm
sein, aber gleichzeitig ein fürchterlicher Bond.

Ja, ich denke hier an Timothy Dalton. ;-)

FW

Andy Angerer

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Jul 20, 2022, 9:14:00 AMJul 20
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Am 20.07.22 um 14:21 schrieb F. W.:
> Am 20.07.2022 um 12:50 schrieb Andreas M. Kirchwitz:
>
>> Der erste Film "Jurassic Park" war ein Meilenstein. Ein Meisterwerk
>> war der Film eigentlich nicht, aber er hat nun mal Maßstäbe gesetzt.
>
> Der erste "Jurassic Park" war kein Filmchen mit Dinosauriern. Die extrem
> gute Grafik sollte nicht über die vielschichtige Story hinwegtäuschen.
> Das Meisterwerk besteht darin, dass jeder seine Schichten der Story
> entdecken kann, wenn er will.

Und darin, dass der Film seltsam perfekt war in Aspekten wie
zB Rhythmus und Dramaturgie. Heutzutage stehen "spannende" Filme
meist vom Anfang bis zum Schluss bis zum Anschlag auf dem Gaspedal
und der Zuschauer wird bis zur Bewusstlosigkeit zugeballert.

Stefan Froehlich

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Jul 20, 2022, 3:25:59 PMJul 20
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On Wed, 20 Jul 2022 14:21:01 F. W. wrote:
> Der erste "Jurassic Park" war kein Filmchen mit Dinosauriern. Die
> extrem gute Grafik sollte nicht über die vielschichtige Story
> hinwegtäuschen. Das Meisterwerk besteht darin, dass jeder seine
> Schichten der Story entdecken kann, wenn er will.

Hm. Vielleicht hätte ich mir den doch irgendwann einmal ansehen
sollen. Habe ich nie getan, weil ich zufällig wenige Monate davor
ein Buch mit dem Titel "Dino Park" in der Leihbücherei entlehnt
hatte. Das war, wie die meisten Sachen von Michael Crichton, gut
geschrieben, aber auch gut recherchiert. Offenbar hat der Film mehr
davon behalten, als ich befürchtet hatte.

> Die bildliche Darstellung des Unix-Directories fiel mir schon 1993
> im Kino positiv auf.

Gibt's im Buch auch, und zwar, so ich mich recht erinnere, sogar in
Festbreitenschrift :)

Servus,
Stefan

--
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Stefan - Für alte Gauner: Streben solange es verstrebt!
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Stephan Seitz

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Jul 20, 2022, 3:45:57 PMJul 20
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F. W. <m...@home.com> wrote:
> Der erste "Jurassic Park" war kein Filmchen mit Dinosauriern. Die extrem

Ich fand den Film gar nicht mal so schlecht, bis ich das Buch gelesen
habe. Dann habe ich wieder gemerkt, daß da ein unnötiger Haufen
Action-Zeugs drin war.

> ...das Versagen von Technik ("All-Terrain")
> ...die gefährliche Abhängigkeit von (Computer)Technikern

Das war im Buch praktisch gar nicht so drin. Das "Hackerprogramm"
wurde von einem anderen Admin erkannt und konnte gelöscht werden.

Die hätten noch nicht mal einen Stromausfall gehabt, wenn sie
rechtzeitig erkannt hätten, daß sie gerade auf Notstrom sind und
direkt am Computer wieder auf Hauptstrom hätten gehen können.

Das war da einfach menschliches Versagen, das am Ende die Saurier
rausläßt.

> Nebenbei wurde Unix noch als Uh-Nix verunglimpft, aber das war die

Hm, das war mit Sicherheit nur in der deutschen Synchro so.

> Unkenntnis der Synchro. Die bildliche Darstellung des Unix-Directories
> fiel mir schon 1993 im Kino positiv auf.

Naja, zu dem Zeitpunkt gabs bei uns nur X mit twm, später fvwm. Und
das waren teure Solaris-Systeme. Für jemanden, der nur Shells gewohnt
war, war diese bildliche Darstellung eher lächerlich. Zusammen mit der
Aussage eines Mädchens, es kenne sich damit aus.

Stephan

--
| Stephan Seitz E-Mail: stse+...@rootsland.net |
| If your life was a horse, you'd have to shoot it. |

Andy Angerer

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Jul 20, 2022, 9:28:50 PMJul 20
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Am 20.07.22 um 21:25 schrieb Stefan Froehlich:
> On Wed, 20 Jul 2022 14:21:01 F. W. wrote:

>> Der erste "Jurassic Park" war kein Filmchen mit Dinosauriern. Die
>> extrem gute Grafik sollte nicht über die vielschichtige Story
>> hinwegtäuschen. Das Meisterwerk besteht darin, dass jeder seine
>> Schichten der Story entdecken kann, wenn er will.
>
> Hm. Vielleicht hätte ich mir den doch irgendwann einmal ansehen
> sollen. Habe ich nie getan, weil ich zufällig wenige Monate davor
> ein Buch mit dem Titel "Dino Park" in der Leihbücherei entlehnt
> hatte. Das war, wie die meisten Sachen von Michael Crichton, gut
> geschrieben, aber auch gut recherchiert. Offenbar hat der Film mehr
> davon behalten, als ich befürchtet hatte.

Dennoch ist es bestimmt besser, _erst_ den
Film zu sehen und _dann_ das Buch zu lesen.
Wie immer.

F. W.

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Jul 21, 2022, 1:41:24 AMJul 21
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Am 20.07.2022 um 21:25 schrieb Stefan Froehlich:

> Hm. Vielleicht hätte ich mir den doch irgendwann einmal ansehen
> sollen. Habe ich nie getan, weil ich zufällig wenige Monate davor
> ein Buch mit dem Titel "Dino Park" in der Leihbücherei entlehnt
> hatte.

Der Film ist ein Konglomerat aus verschiedenen Teilen des Buchs. Die im
Buch als erstes aufgeführte Strand-Szene kommt filmisch erst am Anfang
des dritten Teils vor, glaube ich.

Spielberg (bzw. David Koepp) kann filmisch besser erzählen als das Buch.
Deshalb verstehe ich auch, warum der in ganz Hollywood gelobte Entwurf
des neuen "Indiana Jones" von David Koepp von Spielberg verworfen wurde.

Spielberg macht viel zu viel. Seine Arbeiten werden oberflächlicher.

FW
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