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Videorekorder

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Doro Taft

unread,
Oct 19, 2007, 11:13:23 AM10/19/07
to
OK, viele denken jetzt, ich sei von gestern, aber ich habe so viele
VHS-Cassetten, die ich überspielen möchte, und suche deshalb nach einem
guten VHS-Rekorder, den ich an einen Festplatten-DVD-Rekorder anschließen
kann zum Brennen.
In den einschlägigen Großmärkten standen jeweils nur zwei Billigteile (ca.
50 euro) rum von Marken, die ich noch nie gehört hatte. Denen traue ich
nicht so wirklich.
Kann mir da jemand vielleicht eine Empfehlung geben?

--
Danke,
Doro
--------------------
Antwort nur in Newsgroup
answer only to group
contestación sólo al grupo


Volker Schauff

unread,
Oct 19, 2007, 1:41:20 PM10/19/07
to
Doro Taft schrieb:

> OK, viele denken jetzt, ich sei von gestern, aber ich habe so viele
> VHS-Cassetten, die ich überspielen möchte, und suche deshalb nach einem
> guten VHS-Rekorder, den ich an einen Festplatten-DVD-Rekorder anschließen
> kann zum Brennen.
> In den einschlägigen Großmärkten standen jeweils nur zwei Billigteile (ca.
> 50 euro) rum von Marken, die ich noch nie gehört hatte. Denen traue ich
> nicht so wirklich.

Es gibt noch einen guten Rekorder, der wird aber wohl kaum beim
Geiz-ist-blöd rumstehen, sondern wirst dich bei Internet-Händerln
umsehen müssen: Den JVC HR-S5970. Tip: Bildmodus auf Edit stellen, dann
ist das Bild gleich ungleich schärfer. Den Video Stabilizer aus lassen,
ich hab keine Ahnung, was der überhaupt bewirken soll (ein Timebase
Corrector ist das nicht, stabilisieren tut er auch sonst nix, ein
Bekannter meinte sogar Probleme mit der Funktion gehabt zu haben).

Bild- und Tonqualität sind top, die Verarbeitung des Laufwerkes ist
spartanisch, aber für heutige Verhältnisse übermäßig robust.

Ansonsten stimmt deine Beobachtung, der aktuelle Markt wird von Funai
dominiert. Funai-Rekorder selbst, baugleich sogar mit identischem
Gehäuse von AEG, SEG oder diversen Kaufhausmarken, Philips hat sich
wenigstens die Mühe gemacht, den Funai-Geräten eine neue Gehäusefront zu
verpassen, ansonsten auch identisch, und die VHS-Laufwerke in den von
Philips und Toshiba gebauten DVD/VHS Kombis (die elektronik- und
DVD-seitig auch von Philips oder Toshiba stammen) sind von Funai. Ob die
Bildqualität gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, die Verarbeitung ist
aber unter aller Kanone. Möglich, dass auch Orion noch irgendwas
selbst baut, aber die haben ihre Zeit als kommunistisch-ungarische
Vorzeige-Exportmarke mit super-robusten und qualitativ hochwertigen
Produkten in den 80ern auch schon lange hinter sich, heute ist das auch
nur noch Plastik aus Fernost, man vernimmt aber immer wieder, dass es
höherwertigeres Plastik sein soll. LG hat noch eigene Laufwerke, sollen
nicht schlecht sein, hab ich aber nie getestet, ansonsten wären noch die
beiden großen VHS-Pioniere JVC (der Erfinder von VHS, mit nur noch einem
S-VHS Gerät sowie ein paar VHS/DVD Kombis) und Panasonic (ein Mono VHS,
ein Stereo VHS und ein paar VHS/DVD Kombis, die aber qualitativ allesamt
nicht mehr an die große Zeit von Panasonic anknüpfen können) übrig.

Bliebe nur noch der Gebrauchtmarkt.

Der beste Allrounder, den ich kenne, ist der JVC HR-S9500. Timebase
Corrector zum Stabilisieren des Bildes (funktioniert sehr gut und ist zu
dem schon deshalb nicht unwichtig, da ein defekter Timebase Corrector
Chip von Panasonic schon in zwei DV-Wandlern sein Unwesen treibt und nur
dann korrekt funktioniert, wenn man ihm ein zeitkonstantes, also schon
Timebase-korrigiertes Bild liefert, und ich nicht weiß, in wie weit das
Ding auch in DVD-Rekordern mit TBC-Funktion verbaut wurde), digitale
Rauschunterdrückung, scharfer Edit-Bildmodus und noch ein paar weitere
Spielereien (Dynamic Drum für streifenfreien Suchlauf... wer's
braucht...) Der Schwachpunkt ist allerdings gerade die Dynamic Drum
Funktion, die Zahnräder brechen gerne und dann bleibt die Kopftrommel in
einem falschen Winkel stecken, daher sollte man Suchlauf und Standbild
nicht überstrapazieren. Ansonsten sehr robustes Gerät.

Die beste Bildqualität, die ich je gesehen habe, hatten der JVC HR-S4700
und seine baugleichen Brüder Telefunken C1250, Saba VR-6880 und
Nordmende V6400S. Sofern man von der Kiste mal je einen funktionierenden
auftreibt. Vier Geräte gekauft, vier Geräte mit Dropouts wo andere
Geräte keinen hatten. Drei sind wieder flott, bei einem weiß ich nach
Bandführung einstellen, Netzteil-Elkos erneuern und Kopftrommel-Elko
erneuern (bei den anderen hat eines davon geholfen) immer noch nicht, wo
die herkommen. Das Problem ist auch, dass viele Geräte, die bei Ebay
kursieren schon mal durch Die Hände eines Typen gingen, der sich als
ehemaliger JVC Servicetechniker ausgibt und diese Geräte
"generalüberholt" und weiterverkauft hat, die meisten funktionierten
danach schlechter als vorher (sein Account ist inzwischen auch
gesperrt). Das heißt, wenn es richtig blöd läuft, ist da noch irgendwas
elektrisch oder mechanisch verstellt, was man auf dem Oszilloskop auch
nicht sieht, und die üblichen Lötereien helfen keinen Deut. Hat man mal
einen funktionierenden Rekorder, bekommt man ein Bild, das an
Rauscharmut, Schärfe (im Modus Tape-Dub, so heißt der Edit-Modus dort,
Picture-Taste bei JVC oder Kontur-Taste bei Telefunken, Nordmende und
Saba auf der Fernbedienung drücken, bis Tape-Dub im Display steht) und
Farbgebung nicht mehr zu übertreffen ist, zumindest nicht in einer
solchen Ausgeglichenheit (der Panasonic NV-HS1000 ist noch minimal
schärfer, rauscht aber ungleich stärker). Technisch nahezu identisch zum
HR-S4700 (gleiche Qualitäten, gleiche Macken, aber ein paar Features
mehr) sind der HR-S5800 (Alias Telefunken A1250N, Nordmende V6400S und
Saba VR6780) und HR-S6800.

Wenn du noch weiter in der Zeit zurück reist, der JVC HR-S5000 und seine
baugleichen Brüder Telefunken A1200, Nordmende V5000S und Saba VR-6480
sind deutlich weniger fehleranfällig und haben sogar noch ein
zweimotoriges Laufwerk (Kenner wissen, was ich meine). Das Bild ist
ebenfalls exzellent (Picture- oder Kontur-Taste, je nach Hersteller, am
Gerät drücken, um Edit-Modus zu aktivieren), allerdings minimal
unschärfer als beim HR-S4700/5800/6800 und seinen baugleichen Brüdern
(die aber wie gesagt nur dann gut sind, wenn man das seltene Glück hat,
einen voll funktionierenden zu erwischen)

Gute Panasonics sind so alte Hunde wie der NV-FS100/FS200 und der
NV-HS1000 (und der nahezu baugleiche Profirekorder AG4700), oder auch
der NV-W1, der aber wegen seiner Normwandlerfunktion immer exorbitant
hohe Gebrauchtpreise erzielt, sprich alles mit links angeordnetem
Laufwerk. Von den neueren (mit mittig angeordnetem Laufwerk) taugen nur
noch der NV-HS900/HS950 etwas, alle neueren (im S-VHS Bereich z.B.
NV-HS930, NV-SV120/SV121 und alle VHS-Geräte mit mittigem Laufwerk)
haben mit Farbverfälschung (zu dunkel bei allen Geräten, Grünstich beim
HS930 und SV120/121), Unschärfe (alle Geräte) oder massivem Rauschen
(SV120/121) zu kämpfen. Tip beim HS1000/AG4700: Edit-Schalter auf
Passive, das ist der Edit-Bildmodus, der Rest des Edit-Schatlers bezieht
sich auf die Funktionen des Schnittcomputers. Den Timebase Corrector aus
lassen, der taugt bei dem Gerät rein garnichts (stabilisiert das Bild
zwar so gut, dass die Bildränder wieder schnurgerade sind, selbst bei
übelst oft kopierten Bändern, führt aber teilweise schon bei 1.
Generation TV-Aufnahmen oder Kaufvideos dazu, dass bei manchen
Aufnahmegeräten das Bild anfängt, nach links und rechts zu hüpfen). Der
VHS-Teil der VHS/DVD-Kombigeräte von Panasonic taugt übrigens auch nix,
auch, wenn das Laufwerk hier wieder links sitzt ;-)

Im VHS-Bereich kann man sich die älteren Geräte von Toshiba (mit "Pro3"
oder "Pro Drum" Technologie) und Akai (mit "Super-Intelligentes HQ")
noch ganz gut antun, wobei man bei Toshiba darauf achten sollte, dass
bei dunklem, unter Belastung in der Helligkeit pulsierendem Display
dringenstens die Kondensatoren auf der Sekundärseite des Netzteils
getauscht werden sollten, und das dürfte bei allen Geräten, die diese
Behandlung noch nicht erfahren haben so sein. Allerdings haben beide
Geräte keinen Edit-Kopiermodus und somit also Kopierverluste durch
altertümliche analoge "Bildverbesserer", die man lieber abschalten
sollte und entweder komplett auf Bildverbesserung verzichten oder auf
einen digitalen Denoiser z.B. des DVD-Rekorders, wenn der sowas
anbietet, oder eines High-End S-VHS Gerätes wie dem HR-S9500 ersetzen
sollte. Die großen Sony VHS mit "Reality Regenerator" sind auch noch
richtig was feines, allerdings ist der Reality Regenerator (könnte vom
Namen her auch ein Amt im Propagandaministerium von George W. Bush sein)
nur ein digitaler Schaltkreis, der die Verluste durch die analogen
VHS-Bildverbesserer nachträglich wieder kompensiert. Einen Edit-Modus
haben die Kisten nicht, und kosten zudem ähnlich viel, wie S-VHS Geräte,
die einen Edit-Modus haben, der diese analogen Bildverbesserer garnicht
mehr zum Zug kommen lässt.

--
Gruß... Volker Schauff (thunderb...@t-online.de, ICQ 22823502)
www.cavalry-command.de - Über Saber Rider und andere 80er Jahre Serien
foren.cavalry-command.de - Forum für Spät70er - Früh-90er TV-Nostalgiker
www.dark-realms.de - Für Fantasy/Mittelalter und alles mögliche Kreative

Doro Taft

unread,
Oct 22, 2007, 9:31:50 AM10/22/07
to
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!!!

--

Doro
--------------------
Antwort nur in Newsgroup
answer only to group
contestación sólo al grupo

"Volker Schauff" <thunderb...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ffaq7q$ruf$03$1...@news.t-online.com...

Steffen Huber

unread,
Oct 23, 2007, 11:28:57 AM10/23/07
to
Volker Schauff schrieb:
[...viel interessantes über VCRs...]

Du hast mehrfach ueber den "Edit-Modus" geschrieben. Kannst
Du mir genauer erklären, was die Hersteller darunter
genau verstehen? Ich habe noch einen alten Sony VHS bei mir
rumstehen (SLV-N80 oder so), und eines der letzten ungeloesten
Raetsel meines Lebens ist der dort vorhandene "Edit"-Schalter, dessen
Funktion ich auch nach ausführlichen Tests nicht ergruenden konnte
und der im Handbuch ausfuehrlichst beschrieben ist mit dem legendaeren
Satz:

"Schaltet die Edit-Funktion an oder aus"

Steffen

--
Steffen Huber
hubersn Software - http://www.hubersn-software.com/

Ka Prucha

unread,
Oct 23, 2007, 11:40:09 AM10/23/07
to
"Steffen Huber" schrieb

>
> Du hast mehrfach ueber den "Edit-Modus" geschrieben. Kannst
> Du mir genauer erklären, was die Hersteller darunter
> genau verstehen?

Servus

Vor allen Dingen werden Menüteile und Anzeigen wie Restbandlaufzeit
als diese Text-overlays nicht ausgegeben. Das sieht sonst in eine Kopie
etwas albern aus.

Manchmal werden aber salopp gesagt auch die "höheren" Frequenzen
etwas angehoben um Kopierverluste etwas auszugleichen.

mfg Ka Prucha

Volker Schauff

unread,
Oct 23, 2007, 12:08:17 PM10/23/07
to
Steffen Huber schrieb:

> Du hast mehrfach ueber den "Edit-Modus" geschrieben. Kannst
> Du mir genauer erklären, was die Hersteller darunter
> genau verstehen? Ich habe noch einen alten Sony VHS bei mir
> rumstehen (SLV-N80 oder so), und eines der letzten ungeloesten
> Raetsel meines Lebens ist der dort vorhandene "Edit"-Schalter, dessen
> Funktion ich auch nach ausführlichen Tests nicht ergruenden konnte
> und der im Handbuch ausfuehrlichst beschrieben ist mit dem legendaeren
> Satz:
>
> "Schaltet die Edit-Funktion an oder aus"

Tja, die Funktion des Edit-Schalters ist leider nicht genormt, die
Bezeichnung des Schalters, der, so denn vorhanden, den verlustfreien
Bandkopiemodus aktiviert, auch nicht.

Bei den meisten Geräten beschreibt sich die Funktion wie folgt:
- Normalerweise senkt ein Tiefpass die hohen Bildfrequenzen etwas ab und
reduziert so Rauschen, aber auch Bildschärfe und feine Details. Der
Edit-Modus unterbindet dies. Im Gegensatz zu Rekordern mit
Schärferegler, bei denen erst nach dem Tiefpass wieder über einen
weiteren Tiefpass (Regler Richtung Unschärfer) oder einen inversen
Tiefpass (Regler Richtung Schärfer, also die hohen Frequenzen wieder
anheben) bleiben die feinen Details so erhalten (beim Schärferegler,
egal, ob man den nun am Videorekorder oder an einem externen
Videoenhancer wie z.B. die Profiko Kopierverstärker mit
Cosinus-Entzerrer findet, kann man zwar die Kantenschärfe wieder
weitestgehend wiederherstellen, allerdings gehen feine Details durch die
vorherige Glättung verloren und das wieder-geschärfte Bild wirkt etwas
steril).
- Normalerweise sieht VHS HQ vor, dass ein sogenanntes Chroma Line
Averaging stattfindet. Dabei werden die Farbinformationen mehrerer
Zeilen miteinander gewichtet verrechnet (quasi wie ein zweidimensionaler
Tiefpass, die Faltung findet aber nicht nur innerhalb der Zeile sondern
auch in die zweite Dimension statt). Das macht sich insbesondere beim
Kopieren von VHS auf VHS bemerkbar, insbesondere einige Generationen
später (klassischer Fall in den 80ern: Videoband in Videothek
ausgeliehen und kopiert, einem Freund gegeben und der kopiert es sich
auch, der leiht seine Kopie wieder einem Freund der sie sich kopiert)...
Guckt man sich diese Kopien an, sihet man, dass zwar bei der Helligkeit
die Schärfe durchaus ein bischen leidet, richtig brutal wird es aber bei
der Farbe, die in alle möglichen Richtungen ausblutet. Stell dir Homer
Simpson vor blauem Himmel vor, ein paar Generationen VHS-Kopiert:
Entweder sein Kopf ist schon zur Hälfte himmelblau oder aber der Himmel
ist mehrere Zentimeter um ihn herum Simpson-Gelb. Und das nicht nur in
eine Richtung (der leichte Chroma Shift, der bei VHS eh immer, auch im
Edit-Modus auftritt), sondern rundherum, sodass man auch nichts mehr
shiften kann. Der Edit-Modus ist speziell für das Kopieren von Bändern
und unterbindet das Line Averaging, sodass auch nach mehreren
Generationen noch kein Farbausbluten entsteht.

Das Line Averaging war halt damals mal nötig, weil durch die Colour
Under Speicherung ziemlich üble Artefakte in der Farbe auftreten
konnten, die so reduziert wurden. Aber Köpfe und Elektronik sind
inzwischen ungleich besser, da kann man das auch aus lassen.

Da der Tiefpass außer Kraft gesetzt ist, ist auch ein eventuell
vorhandener Schärferegler außer Kraft gesetzt (Beispiel: Panasonic
NV-HS1000: CVC AI und Edit aus: Manuell eingestellte Schärfe zählt, CVC
schlägt Schärferegler: Die Schärfe, sprich wie weit der HQ-Schaltkreis
das Bild per Tiepfass unschärfer macht wird bei aktiviertem CVC
automatisch ermittelt, Edit schlägt alle: Ist der Edit-Modus an, findet
weder eine Schärfeabsenkung im HQ-Schaltkreis noch eine per
Schärferegler eingestellte manuelle oder per CVC automatisch ermittelte
Schärfeabsenkung oder Anhebung statt)

Der Modus heißt bei den meisten Geräten Edit und spielt damit auf das
lineare Schneiden von Videos durch Umkopieren aus mehreren Quellen an.
Ausnahmen: Beim Panasonic NV-HS930 gibt es keinen Edit-Bildmodus, der
Edit-Modus, den man dort aktiviert, bezieht sich nur auf das Verhalten
als Schnittrekorder mit Panasonic 5-Pin Edit Fernsteuerung, beim
Panasonic NV-HS1000 bedeuten die Edit-Schalterstellungen Player und
Recorder ebenfalls nur, wie sich der Rekorder als Schnittrekorder
verhalten soll, das Bild ist weiterhin "nromal", die Schalterstellung
Passive schaltet den Rekorder in den Edit-Bildmodus und deaktiviert
zudem OSD und Schnittcomputer. JVC nannte den Modus beim HR-S4700,
HR-S5800 und HR-S6800 kurzzeitig auch mal Tape-Dub (Bandkopie),
eingeschaltet wurde dieser über eine Taste namens Picture (JVC) oder
Kontur (Baugleiche Telefunken, Nordmende und Saba) an der Fernbedienung,
die aber auch andere Bildmodi (Soft Pix, Sharp Pix, Enhanced, Off)
durchschaltete. Beim Telefunken A1200, der zum JVC HR-S5000 baugleich
ist (noch eine Generation älter als die drei gerade genannten) gab es
neben einem Schärferegler auch eine Edit-Taste, die aber
ungünstigerweise Kontur genannt wurde. Bei neueren JVCs aktivert man den
Edit-Modus über das OSD, entweder steht er separat (HR-S9500, setzt bei
Edit auf On die Schärfeeinstellungen Soft, Sharp, Auto aus dem
Schärfe-Menüpunkt außer Kraft) oder als einer der Bildmodi (Soft, Sharp,
Auto, Edit).

Günter Hackel

unread,
Oct 24, 2007, 12:14:52 PM10/24/07
to
Doro Taft schrieb:

> OK, viele denken jetzt, ich sei von gestern, aber ich habe so viele
> VHS-Cassetten, die ich überspielen möchte, und suche deshalb nach einem
> guten VHS-Rekorder, den ich an einen Festplatten-DVD-Rekorder anschließen
> kann zum Brennen.
> In den einschlägigen Großmärkten standen jeweils nur zwei Billigteile (ca.
> 50 euro) rum von Marken, die ich noch nie gehört hatte. Denen traue ich
> nicht so wirklich.
> Kann mir da jemand vielleicht eine Empfehlung geben?

Hallo
VHS hat ein systemeigenes Problem das was mit senkrechten Kanten zu
tun hat und mit Farbe, die aus den Konturen läuft. Ich würde daher
darauf achten, dass der Recorder unbedingt über TBC (TimeBaseCorrection)
und vielleicht auch über DNR (DigitalNoisReduction) verfügt. Auch falls
Du keine S-VHS Aufnahmen haben solltest, die großen S-VHS Recorder sind
in der Regel besser in der Signalaufbereitung, liefern auch bei normalem
VHS bessere Qualität. Besonders gut läuft es mit Kopien, wenn man das
Signal durch einen Videolimiter laufen lässt. Dort wird das Bild
"hinter" dem Gerät besser weil vieles vom Signal gelöscht und völlig neu
aufgebaut wird (bis auf den Bildinhalt natürlich ;) ) Vielleicht
schaust Du Dir mal www.elroelectronic.de an. Geräte aus der Elro
VL-Serie bekommt man immer wieder auch bei Ebay, dort aber wegen der
Nachfrage leider überteuert.
gh

Volker Schauff

unread,
Oct 24, 2007, 1:02:20 PM10/24/07
to
Günter Hackel schrieb:

> Hallo
> VHS hat ein systemeigenes Problem das was mit senkrechten Kanten zu tun
> hat und mit Farbe, die aus den Konturen läuft. Ich würde daher darauf
> achten, dass der Recorder unbedingt über TBC (TimeBaseCorrection) und
> vielleicht auch über DNR (DigitalNoisReduction) verfügt. Auch falls Du

Da kann man im Prinzip nur zustimmen, wobei man einen TBC bei einer
guten Signalverarbeitung und Bändern erster Generation noch nicht so
zwangsweise braucht.

> keine S-VHS Aufnahmen haben solltest, die großen S-VHS Recorder sind in
> der Regel besser in der Signalaufbereitung, liefern auch bei normalem

So ist es. Wobei auch gute VHS-Geräte bei VHS durchaus auftrumpfen
können. VHS-Schnittrekorder sind oftmals mit der gleichen
Signalverarbeitung (Edit-Modus, hochwertigere Farbsignalkonvertierung
bei der Colour Under Speicherung und der anschließenden Rückumwandlung)
ausgestattet, wie S-VHS Geräte. Einziger Vorteil bei S-VHS wäre noch,
dass die großen neuen eben einen TBC haben (wobei das auch nichts nützt,
wenn man sich so einen Schrott wie die Panasonic NV-HS930 oder NV-SV121
anlacht) und die S-Video Buchse, durch die man bei preiswerteren
Videowandlern keine Probleme mehr mit Cross-Colour-Artefakten hat (gute
Wandler haben auch bei Composite keine Cross-Colour-Störungen, aber
nicht jeder kann oder will sich einen Snell&Wilcox leisten)

> VHS bessere Qualität. Besonders gut läuft es mit Kopien, wenn man das
> Signal durch einen Videolimiter laufen lässt. Dort wird das Bild
> "hinter" dem Gerät besser weil vieles vom Signal gelöscht und völlig neu
> aufgebaut wird (bis auf den Bildinhalt natürlich ;) ) Vielleicht

Komm, nimm deine Placebos und leg dich wieder schlafen.

Die Geräte machen am Videosignal rein garnichts. Im günstigsten Fall
verändert sich nichts. Wenn es nicht so gut läuft, wird das Bild etwas
unschärfer (wirkt dadurch zwar stabiler, aber es ist Summa Summarum ein
Verlust, eine digitale Filterung bekäme das besser hin) und im aller
ungünstigsten Fall wird durch das Löschen und Neugenerieren der
Synchronimpulse das Timing der Synchronsignale im Vergleich zum Timing
der Zeile verschoben, sodass das nicht mal mehr ein TBC wieder gerade
biegen kann.

Einziger Verwendungszweck: Im Gegensatz zu den in Videorekordern
integrierten TBCs, die natürlich die Sync-Impulse auch neu aufbauen
(nachdem die Zeilentimings korrekt angepasst wurden) haben die
Sync-Impulse der Videolimiter nachher "andere Eigenschaften". Das wirkt
sich aber nicht auf TV-Aufnahmen aus, sondern nur auf bestimmte
Kaufvideos größerer Labels und ist illegal, deshalb auch so ein
um-den-heißen-Brei-Gerede bei der Wirkung.

Als Alibi-Funktion gibt es noch eine Funktion zum Abdecken einzelner
Zeilen (ebenfalls einigermaßen bedenklich, da sich in einigen Zeilen
Informationen über mögliche Kopierschutzmechanismen finden können) oder
das Nachschärfen mitgeliefert. Nachschärfen kann aber der Profiko 2099
von Eicke&Bemmerer viel besser, außerdem bietet der Profiko einen Chroma
Delay (korrigiert den leichten Chroma Shift, der bei VHS auftritt, muss
natürlich von Hand eingestellt werden) und je nach Ausführung ist sogar
noch ein Hush Denoiser für den Ton mit drin, das das Tonrauschen sogar
richtig gut eliminiert (leider hat nicht jeder Profiko die Funktion, das
kann man bei den Gebrauchtgeräten nur auf dem Bild sehen, der eine hat
eine Taste YC/Comp, der andere macht die Y/C Composite Umschaltung
automatisch und hat stattdessen eine Taste Hush). Die Profikos sind bei
Ebay tatsächlich einigermaßen preiswert gebraucht zu haben, und zudem
legal (keine Manipulationen an den Synchronimpulsen).

> schaust Du Dir mal www.elroelectronic.de an. Geräte aus der Elro

Die Seite ist ein gutes Beispiel dafür, wie "seriös" Elro arbeitet. Man
schaue sich nur mal die Beschreibung vom VL220 an:

"Des Weiteren verhindert eine analoge Firewall die Übertragung von
Viren, Würmern oder Trojanern. Solche ungewollten Zusatzinformationen
können bei digitalen Geräten einigen Schaden verursachen, sie werden vom
VL 220 N zuverlässig aus dem Aufnahmeweg entfernt"

Großartig, ganz großes Kino. Hat euch die ARD auch schon den bösen
GEZ-Trojaner auf den Fernseher geschickt und euch so als Schwarzseher
entlarvt? Oder hat euch der böse RTL-Virus schon einmal das
Gesamtsortiment des RTL-Shops bestellt, nachdem er in einer Wer Wird
Millionär Ausstrahlung eingeschleust wurde? Hat der böse Premiere-Wurm
schon Premiere-Streams von eurer Festplatte gelöscht und sich
anschließend per E-Mail weiterverbreitet, um bei allen euren Freunden
MP3s, egal ob legal oder illegal, zu löschen?

> VL-Serie bekommt man immer wieder auch bei Ebay, dort aber wegen der
> Nachfrage leider überteuert.

Ach ja, die Geräte werden bei Ebay natürlich teurer verkauft, als bei
Elro selbst? Träum weiter. Wenn die Gebrauchtpreise bei Ebay schon
überteuert sind, was sind dann erst die Neupreise bei Elro?

Ka Prucha

unread,
Oct 24, 2007, 1:43:29 PM10/24/07
to
"Volker Schauff" schrieb
>
> So ist es. Wobei auch gute VHS-Geräte bei VHS durchaus auftrumpfen
> können. VHS-Schnittrekorder sind oftmals mit der gleichen
> Signalverarbeitung (Edit-Modus, hochwertigere Farbsignalkonvertierung
> bei der Colour Under Speicherung und der anschließenden Rückumwandlung)
> ausgestattet, wie S-VHS Geräte.

Servus

Wo würdest du eine Akai VS F1000 ansiedeln?
TBC hat er meines Wissens nicht, aber in Edit Modus sieht das Bild
durchaus akzeptabel aus.

mfg Ka Prucha

Volker Schauff

unread,
Oct 24, 2007, 2:11:49 PM10/24/07
to
Ka Prucha schrieb:

> Wo würdest du eine Akai VS F1000 ansiedeln?
> TBC hat er meines Wissens nicht, aber in Edit Modus sieht das Bild
> durchaus akzeptabel aus.

Akai ist nicht schlecht, ich hab selbst einen VS-G858 in meiner recht
großen Sammlung. Der hat aber leider keinen Edit-Modus, aber ansonsten
sieht das Bild durchaus ordentlich aus (gehobenes Mittelfeld würd ich
sagen). Allerdings gehört der auch zu den billigeren Akai-Modellen.

Ist der VS-F1000 nicht dieses Unikum wo das Display in der
Kassettenschachtklappe sitzt?

Es gibt eine Seite im Internet (man muss ein bischen googlen), die
behauptet, bei Akais "Super-Intelligentes HQ" (S-IHQ) würde sogar der
Chroma Shift korrigiert (ansonsten ist das eine Einmessung wie BEST bei
JVC, CVC bei Panasonic oder TriLogic/OPC bei Sony).

Diesen angeblichen Zusatznutzwert konnte ich jedoch bislang nicht
nachmessen, weder im Vergleich S-IHQ ein/aus, noch im Vergleich Akai
gegen irgendwas anderes. Allerdings referenziert die Seite auf einen
Bericht vom WDR, und ganz ehrlich, die Technik-Freaks der
Öffentlich-Rechtlichen (sieht man mal von den Herren Back und Rudolph
vom Computer Club ab) glänzen allenfalls mit sicherem Auftreten bei
völliger Ahnungslosigkeit.

Günter Hackel

unread,
Oct 24, 2007, 4:14:01 PM10/24/07
to
Volker Schauff schrieb:

>> VHS bessere Qualität. Besonders gut läuft es mit Kopien, wenn man das
>> Signal durch einen Videolimiter laufen lässt. Dort wird das Bild
>> "hinter" dem Gerät besser weil vieles vom Signal gelöscht und völlig neu
>> aufgebaut wird (bis auf den Bildinhalt natürlich ;) ) Vielleicht
>
> Komm, nimm deine Placebos und leg dich wieder schlafen.

Ok, unzählige Testberichte und Besprechungen in Fach- und "weniger
Fachzeitschriften", Messwerte, alles sind nur Irrtümer!

> Die Geräte machen am Videosignal rein garnichts. Im günstigsten Fall
> verändert sich nichts.

Ich behaupte einfach mal, dass Du in der Hinsicht nicht den Anflug einer
Ahnung hast, ich dagegen zumindest eine Geräteserie, die von Elro
nämlich sehr gut kenne. Sicher gibt, bzw. gab es genügend Geräte, die zu
90% Schrott waren und es gab auch illegale Nachbauten - die sind aber
alle weg vom Markt.

> Einziger Verwendungszweck: Im Gegensatz zu den in Videorekordern
> integrierten TBCs, die natürlich die Sync-Impulse auch neu aufbauen
> (nachdem die Zeilentimings korrekt angepasst wurden) haben die
> Sync-Impulse der Videolimiter nachher "andere Eigenschaften". Das wirkt
> sich aber nicht auf TV-Aufnahmen aus, sondern nur auf bestimmte
> Kaufvideos größerer Labels und ist illegal, deshalb auch so ein
> um-den-heißen-Brei-Gerede bei der Wirkung.

Auch das stimmt bei den o.g. Geräten nicht. Wäre es so, würden sie nach
dem Gesetz weder entwickelt noch hergestellt, noch gehandelt werden. Dem
ist aber nicht so. Würdest Du auch die mehrere Kiloeuro teuren
Schnittpulte als Blendwerk bezeichnen weil auch sie Macrovision als
Nebeneffekt beseitigen?

> Ach ja, die Geräte werden bei Ebay natürlich teurer verkauft, als bei
> Elro selbst? Träum weiter. Wenn die Gebrauchtpreise bei Ebay schon
> überteuert sind, was sind dann erst die Neupreise bei Elro?

Ich weiß nicht, was dein Geprolle bewirken soll. Wenn Du es nicht
glaubst, lass es eben. ich habe meinen ollen VL jedenfalls bei Ebay mit
Gewinn verkauft und benutze einen neueren, den praktisch ausschließlich
wegen der Bildverbesserung beim abspielen von Beta, VHS und
S-VHS-Bändern, aber auch als Umschalter weil mein AVR nicht für alle
Geräte genügend Eingänge hat.
Wie gesagt, meckere rum, wer sich nicht nur theoretisch "auskennt"
sondern Geräte in der Praxis anwendet oder zumindest ausprobiert, kann
sich selbst ein Urteil bilden.
gh

Volker Schauff

unread,
Oct 24, 2007, 4:44:51 PM10/24/07
to
Günter Hackel schrieb:

> Ok, unzählige Testberichte und Besprechungen in Fach- und "weniger
> Fachzeitschriften", Messwerte, alles sind nur Irrtümer!

Testergebnisse kann man kaufen.

Mein Lieblingsbeispiel sind die hervorragenden Testergebnisse der
Panasonic Videorekorder NV-HS930 und NV-SV121 bei "Video", das nicht so
tolle Abschneiden des NV-SV120 (bis auf den TBC identisch mit dem SV121)
bei Stiftung Warentest und das desaströse Abschneiden dieser Rekorder im
Real-Life.

Im Übrigen gibt es auch seriöse Fachzeitschriften (oder solche, die sich
dafür halten), die hörbare Klangunterschiede durch 900 Euro teure
Stromkabel oder schnellere Gleichrichterdioden im Netzteil (ja, das
gibts wirklich) festzustellen meinten. Sogar der CD-Entmagnetisierer und
der Schallplatten-Entmagnetisierer wurden von der Fachpresse erfolgreich
getestet und für gut befunden. Alles Voodoo-Zubehör ohne wirkliche Funktion.

Der DVD-Rewinder allerdings war schon immer ein Scherzartikel, wenn wir
schon mal gerade bei real existentem aber skurrilem Zubehör sind.

>> Die Geräte machen am Videosignal rein garnichts. Im günstigsten Fall
>> verändert sich nichts.
>
> Ich behaupte einfach mal, dass Du in der Hinsicht nicht den Anflug einer
> Ahnung hast, ich dagegen zumindest eine Geräteserie, die von Elro
> nämlich sehr gut kenne. Sicher gibt, bzw. gab es genügend Geräte, die zu
> 90% Schrott waren und es gab auch illegale Nachbauten - die sind aber
> alle weg vom Markt.

Tja, behaupten kann man viel, vor allem, wenn sachliche Argumente ausgehen.

Dann stell doch mal einen kleinen Splitscreen- oder Vollbild-Vergleich
mit und ohne Video Limiter online (und nicht pfuschen, nicht TBC und DNR
beim Ohne aus und beim Mit einschalten - wobei das ausfallen würde, ich
weiß ja aus anderen Postings, dass du irgendwelche Panasonics aus der
900er oder 950er Reihe hast, bei denen wird bei eingeschaltetem TBC
nämlich das Bild dunkler).

Aber statt Argumente oder Beweise liefern kannst du ja nur rumpöbeln und
jedem Ahnungslosigkeit unterstellen, der nicht deiner
Pinnacle-Elro-Religion folgt (es ist vermutlich leichter, einen Zeugen
Jehovas zum Buddhismus zu konvertieren, als dir sachliche Argumente,
warum dein viel beworbenes Elro denn so gut sein soll zu entlocken)

Klar ist die Bildschärfe-Funktion evtl. nicht schlecht, aber der zu
moderaten Gebrauchtpreisen erhätliche Profiko 2099 kann das genauso gut,
wenn nicht besser, und der korrigiert sogar noch den Chroma Shift (was
bei VHS viel mehr wert ist als eine Schärfeanhebung, insbesondere, wenn
man einen Rekorder mit Edit-Modus hat, wo es eh schon einigermaßen
scharf ist)

>> Einziger Verwendungszweck: Im Gegensatz zu den in Videorekordern
>> integrierten TBCs, die natürlich die Sync-Impulse auch neu aufbauen
>> (nachdem die Zeilentimings korrekt angepasst wurden) haben die
>> Sync-Impulse der Videolimiter nachher "andere Eigenschaften". Das
>> wirkt sich aber nicht auf TV-Aufnahmen aus, sondern nur auf bestimmte
>> Kaufvideos größerer Labels und ist illegal, deshalb auch so ein
>> um-den-heißen-Brei-Gerede bei der Wirkung.
>
> Auch das stimmt bei den o.g. Geräten nicht. Wäre es so, würden sie nach
> dem Gesetz weder entwickelt noch hergestellt, noch gehandelt werden. Dem
> ist aber nicht so. Würdest Du auch die mehrere Kiloeuro teuren
> Schnittpulte als Blendwerk bezeichnen weil auch sie Macrovision als
> Nebeneffekt beseitigen?

Da liegst du falsch. Die ersten Elro Video Limiter wurden nur zu dem
Zweck gebaut, Macrovision zu entfernen und auch so beworben. Da war auch
keine andere Funktion mehr mit an Bord. Limiter an oder aus, das wars.
Als das dann illegal wurde, wurd es einfach nicht mehr beworben (bzw.
Macrovision wurde zum "analogen Virus" und aus dem Kopierschutzdecoder
eine "analoge Firewall") und irgendwelche netten Neben-Features mussten
her. Das Abdecken von Zeilen ist auch eher zweifelhaft. Logo-Abdeckung?
Dann würde man ja zugleich auch Bildinhalt abdecken. Eher zielt das
ganze wohl in Richtung Zeile 23 (CGMS-A). Und wenn man keine bösen
Absichten unterstellen will vielleicht noch auf die Kopfumschaltstörung,
der man sich am PC aber auch anders, sogar gratis, entledigen kann (und
am DVD-Rekorder sähe man nicht, wieviel man von dieser Störung abdeckt,
weil es am TV im Overscan liegt).

>> Ach ja, die Geräte werden bei Ebay natürlich teurer verkauft, als bei
>> Elro selbst? Träum weiter. Wenn die Gebrauchtpreise bei Ebay schon
>> überteuert sind, was sind dann erst die Neupreise bei Elro?
>
> Ich weiß nicht, was dein Geprolle bewirken soll. Wenn Du es nicht
> glaubst, lass es eben. ich habe meinen ollen VL jedenfalls bei Ebay mit
> Gewinn verkauft und benutze einen neueren, den praktisch ausschließlich

Vielleicht hast du eine günstige Zeit erwischt. Kurz nach dem Verbot von
Kopierschutzdecodern waren ja auch die Video Limiter vom Aus bedroht und
die Leut klammerten sich an jeden nur erdenklichen Strohhalm.

Ich hab auch schon erlebt, dass eine DVD einer Anime-Serie, die es neu
bei Amazon für 16 Euro pro DVD (10 DVD für die Serie) zu kaufen gab, bei
Ebay 60-90 Euro für DVD 1, immerhin noch 30-60 Euro für DVDs 2-10
geboten wurden, da Gerüchte umgingen, die DVDs wären inzwischen Out of
Print (tatsächlich gab es zu dieser Zeit Lieferengpässe, da das recht
kleine Label gerade seinen Vertrieb auf einen neuen Partner umstellte).
Nachdem sich diese Gerüchte egalisierten, purzelten die Preise wieder in
den Bereich von 10-15 Euro für gebrauchte und 15-20 Euro für neue DVDs.

Was findet man heute? Ein VL220 ist für 61 Euro weg gegangen. Ein VL300
sollte bei 135 starten, für den Preis wollte ihn niemand haben. Das
liegt weit unter den Elro-Neupreisen.

Ka Prucha

unread,
Oct 24, 2007, 9:40:33 PM10/24/07
to
"Volker Schauff" schrieb
> Ka Prucha schrieb:

>
> Ist der VS-F1000 nicht dieses Unikum wo das Display in der
> Kassettenschachtklappe sitzt?

Genau!

> Es gibt eine Seite im Internet (man muss ein bischen googlen), die
> behauptet, bei Akais "Super-Intelligentes HQ" (S-IHQ) würde sogar der
> Chroma Shift korrigiert (ansonsten ist das eine Einmessung wie BEST bei
> JVC, CVC bei Panasonic oder TriLogic/OPC bei Sony).

Croma Shift Probleme habe ich nur beim Überspielen von Video8.
Mit avisynt kann ich sie aber halbwegs wieder rückgeängig machen.



> Diesen angeblichen Zusatznutzwert konnte ich jedoch bislang nicht
> nachmessen, weder im Vergleich S-IHQ ein/aus, noch im Vergleich Akai
> gegen irgendwas anderes.

Bei einmessen von Fuji S-VHS Pro Bändern ist eine minimale Verbesserung
bemerkbar. Bei einer Billigstkassette einer Bekannten war eine größere
Verbesserung (von mies zu brauchbar) feststellbar.

> Allerdings referenziert die Seite auf einen
> Bericht vom WDR, und ganz ehrlich, die Technik-Freaks der
> Öffentlich-Rechtlichen (sieht man mal von den Herren Back und Rudolph
> vom Computer Club ab) glänzen allenfalls mit sicherem Auftreten bei
> völliger Ahnungslosigkeit.

Dieses Phänomen kommt mir leider bekannt vor.

mfg Ka Prucha

Thorsten Neuhoff

unread,
Oct 25, 2007, 12:54:49 PM10/25/07
to
Am 24.10.2007, 19:43 Uhr, schrieb Ka Prucha <Ka.P...@gmx.at>:

> Wo würdest du eine Akai VS F1000 ansiedeln?
> TBC hat er meines Wissens nicht, aber in Edit Modus sieht das Bild
> durchaus akzeptabel aus.

Da kommen Erinnerungen hoch... das Teil hatte ich auch mal, war echt
genial von der Bildqualität.
Der 1000er hatte aber eine "Achillesverse", das Laufwerk. Das war von
geradezu pervers schlechter Qualität! Dass sowas damals auf die Käufer
losgelassen wurde, begreife ich bis heute nicht!
Erst fing er (nach wenigen Wochen/Monaten mit nur mäßiger Benutzung) im
LP-Modus an unvermittelt zu stoppen, später auch in SP. Mehrfach in der
Garantie repariert und ausgetauscht, hatte so ca. 3-4 Geräte des 1000ers
aus unterschiedlichen Serien... alle (!) zeigten den gleichen Fehler!

Interessant, dass es heute, nach wohl 16 Jahren anscheinend noch Geräte
davon gibt, die noch funktionieren. ;-)

--
Erstellt mit Operas revolutionärem E-Mail-Modul: http://www.opera.com/mail/

Ka Prucha

unread,
Oct 25, 2007, 11:58:19 PM10/25/07
to
"Thorsten Neuhoff" schrieb

> Der 1000er hatte aber eine "Achillesverse", das Laufwerk. Das war von
> geradezu pervers schlechter Qualität! Dass sowas damals auf die Käufer
> losgelassen wurde, begreife ich bis heute nicht!
> Erst fing er (nach wenigen Wochen/Monaten mit nur mäßiger Benutzung) im
> LP-Modus an unvermittelt zu stoppen, später auch in SP. Mehrfach in der
> Garantie repariert und ausgetauscht, hatte so ca. 3-4 Geräte des 1000ers
> aus unterschiedlichen Serien... alle (!) zeigten den gleichen Fehler!
>
> Interessant, dass es heute, nach wohl 16 Jahren anscheinend noch Geräte
> davon gibt, die noch funktionieren. ;-)

Servus

Meiner war einmal beim damals noch original AKAI-Service, danach waren
die VHS typischen Störstreifen bei schnellen Vorlauf fast weg.
Seither gab es nur einmal ein Problem bei einer alten Kassette, sonst fehlerfrei.

mfg Ka Prucha
--
Mein 49 Jahre alter Phillips Fernseher hat vorige Woche auch noch funktioniert,
jetzt gibt es bei uns nur noch DVB-T und damit kommt er nicht richtig klar;-)
War wohl das letztes Ausprobieren.

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