Ich hab bei einem Rad (normale 3-Gang Schaltung mit Rücktrittbremse)
den Mantel gewechselt, und als ich danach damit gefahren bin, habe ich
festgestellt, dass die Rücktrittbremse nun bereits bei wenig Bremsdruck
abrupt blockiert. Auch mit Gefühl kann man nicht mehr anständig
bremsen.
Hat jemand eine Ahnung was ich da falsch gemacht habe?
Gruß,
Matthias
wahrscheinlich ist der Bremsmantel in der Nabe soweit runter, das die
Bremse blockiert.
Abhilfe:
Neues Hinterrad
oder:
Nabe überholen (d.h. Reinigen und Verschleißteile ersetzen)
letzteres ist bei eigener Arbeit die günstigere Alternative
Gruß
Tom
Bremsmantelfett vergessen?
Peter
--
Peter Esselborn
Matthias Aigner <matthia...@stud-mail.uni-wuerzburg.de> wrote:
>
>Ich hab bei einem Rad (normale 3-Gang Schaltung mit Rücktrittbremse)
>den Mantel gewechselt,
Also nicht der Bremsmantel? Der sitzt in der Nabe.
> und als ich danach damit gefahren bin, habe ich
>festgestellt, dass die Rücktrittbremse nun bereits bei wenig Bremsdruck
>abrupt blockiert. Auch mit Gefühl kann man nicht mehr anständig
>bremsen.
>
>Hat jemand eine Ahnung was ich da falsch gemacht habe?
>
Ich kann mir da bestenfalls einen verkanteten Einbau vorstellen ... aber auch
das erscheint mir unglaubwuerdig. Besorge Dir von SRAM (http://www.sram.com)
die technischen Unterlagen (Haendlerhandbuecher) mit der Explosionzeichnung
von der T3-Nabe, dieser Nachfolger ist fast baugleich mit allem ab 1977. Bei
anderen Naben wissen andere besser bescheid. Damit solltest Du die Nabe
demontieren, neu abschmieren, zusammenbauen und korrekt einstellen koennen.
MfG
Uwe Borchert
> Also nicht der Bremsmantel? Der sitzt in der Nabe.
Nein, kein Bremsmantel, sondern der Mantel, wo der Schlauch drinnen ist.
> Ich kann mir da bestenfalls einen verkanteten Einbau vorstellen ... aber auch
> das erscheint mir unglaubwuerdig.
Dachte ich auch. Ich habs inzwischen 5 mal neu eingebaut, es ist nicht besser
geworden
> Besorge Dir von SRAM (http://www.sram.com)
> die technischen Unterlagen (Haendlerhandbuecher) mit der Explosionzeichnung
> von der T3-Nabe, dieser Nachfolger ist fast baugleich mit allem ab 1977. Bei
> anderen Naben wissen andere besser bescheid. Damit solltest Du die Nabe
> demontieren, neu abschmieren, zusammenbauen und korrekt einstellen koennen.
Hm, das klingt übel, hab ich noch nie gemacht. Was kostet sowas neu?
Danke für deine Antwort,
Gruß,
Matthias
Hallo Matthias,
hab vor zwei Tagen auch grad (auch zum ersten mal!) eine
Sachs-Dreigangnabe demontiert und wieder zusammengebaut, nach der
Broschüre auf der SRAM-Seite. War wirklich kein Problem, ist nur etwas
schmierig. Und ein Schraubstock ist nicht schlecht zur besseren
Handhabung. Aber technisch ist es kein Problem.
Eine Ursache für meinen Fehlers (blockierte plötzlich vollständig, ohne
Vorwarnung) fand ich aber nicht, aber nach Auseinanderbauen, reinigen,
neu Schmieren und wiederzusammenbauen funktioniert sie nun wieder.
Viele Grüße
Thoralf
Matthias Aigner <matthia...@stud-mail.uni-wuerzburg.de> wrote:
>
>> Also nicht der Bremsmantel? Der sitzt in der Nabe.
>
>Nein, kein Bremsmantel, sondern der Mantel, wo der Schlauch drinnen ist.
>
>> Ich kann mir da bestenfalls einen verkanteten Einbau vorstellen ... aber auch
>> das erscheint mir unglaubwuerdig.
>
>Dachte ich auch. Ich habs inzwischen 5 mal neu eingebaut, es ist nicht besser
>geworden
>
Dann wird es was anderes sein.
>> Besorge Dir von SRAM (http://www.sram.com)
>> die technischen Unterlagen (Haendlerhandbuecher) mit der Explosionzeichnung
>> von der T3-Nabe, dieser Nachfolger ist fast baugleich mit allem ab 1977. Bei
>> anderen Naben wissen andere besser bescheid. Damit solltest Du die Nabe
>> demontieren, neu abschmieren, zusammenbauen und korrekt einstellen koennen.
>
>Hm, das klingt übel, hab ich noch nie gemacht. Was kostet sowas neu?
>
Weit ueber 100 DM, aber das lohnt nicht. Siehe Thoralfs Posting. Ich habe
auch einige Naben von Sperrmuell so behandelt, fuer einen Bastler sollte
das kein Problem sein. Also nur Mut, alles wird wieder gut! Die 3-Gang
ist eine der am leichtesten zu wartenden Naben.
MfG
Uwe Borchert
Thoralf Winkler wrote:
> hab vor zwei Tagen auch grad (auch zum ersten mal!) eine
> Sachs-Dreigangnabe demontiert und wieder zusammengebaut, nach der
> Broschüre auf der SRAM-Seite. War wirklich kein Problem, ist nur etwas
> schmierig. Und ein Schraubstock ist nicht schlecht zur besseren
> Handhabung. Aber technisch ist es kein Problem.
Echt? Das Getriebe kriegt man auch wieder zusammen? Sind 5Gang-
Naben wesentlich komplizierter? Bisher habe ich nur getriebelose
Naben zerlegt und zusammengebaut, bei den alten Torpedo's konnte
ich das fast mit verbundenen Augen ;-)
> Eine Ursache für meinen Fehlers (blockierte plötzlich vollständig, ohne
> Vorwarnung) fand ich aber nicht, aber nach Auseinanderbauen, reinigen,
> neu Schmieren und wiederzusammenbauen funktioniert sie nun wieder.
Vor zig Jahren hatte ich mal eine einfache Rücktrittnabe, bei der waren
beim Bremsen, besser: Blockieren, schon Schleifgeräusche hörbar. Der
Bremsmantel war total trocken und entsprechend abgewetzt. Nochmal richtig
Fett drauf und er lief noch ein weilchen. Zu Ost-Zeiten haben wir solche
Experimente halt noch gemacht ...
CU Chr. Maercker.
Christoph Maercker <Christoph...@mrz.uni-magdeburg.de> wrote:
>
>Thoralf Winkler wrote:
>> hab vor zwei Tagen auch grad (auch zum ersten mal!) eine
>> Sachs-Dreigangnabe demontiert und wieder zusammengebaut, ...
...[...]...
>
>Vor zig Jahren hatte ich mal eine einfache Rücktrittnabe, bei der waren
>beim Bremsen, besser: Blockieren, schon Schleifgeräusche hörbar. Der
>Bremsmantel war total trocken und entsprechend abgewetzt. Nochmal richtig
>Fett drauf und er lief noch ein weilchen. Zu Ost-Zeiten haben wir solche
>Experimente halt noch gemacht ...
>
Ich, Light-Kulturwessie, habe sowas auch mit den 3Gang Naben H3111 von
F&S->Sachs->SRAM gemacht. Etwas mehr Ehrfurcht vor unseren ueberlegene
technischen Leistungen, Herr Ossie! ;-)=)
Ps: eine Mangelwirtschaft erzeugt Bastler. Daher sind die Ossies aus
den aelteren Generationen so begabte Schrauber. Es gab aber auch im
Westen Menschen die in einer Mangelwirtschaft aufwachsen mussten.
Allerdings sind das erstens weniger und zweitens wurden/werden die
bevorzugt aus der Gesellschaft West raus gedraengt. Die kamen also
nicht so wie im Osten auf der einen Seite in den Mangel, auf der
anderen aber an die Bildung ran. Aber das Modell lernen die Ossies
ja auch gerade kennen.
<*> Ueberall die selbe Scheisse, sie stinkt nur anders <*>
MfG
Uwe Borchert
Da müssen andere Auskunft geben. Aber die Dreigang hat ja nur ein
Planetenrad. Da gibt es nach dem Zusammenbau rein technisch keine andere
Möglichkeit als es richtig zusammenzubauen. Einzig den Kugellagerkäfig
setzte ich versehentlich falsch rum ein, aber nur aus Schussligkeit,
weils schnell gehe sollte. Hab's aber noch gemerkt.
> Fett drauf und er lief noch ein weilchen. Zu Ost-Zeiten haben wir solche
> Experimente halt noch gemacht ...
So kam ich mir auch vor (nichts mit "heutzutage wird doch nicht mehr
repariert"), und als es dann wieder lief, hätte ich mir gern auf die
Schulter geklopft, wenn die Hände nicht so fettbeschmiert gewesen wären.
;-)
Das Problem dabei ist ja nicht, daß man es nicht mehr zusammenbekommt
(irgendwann wird's schon), sondern daß man das Rad ja auch wieder
braucht. Und das am nächsten Tag früh.Ansonsten würd ich mir bei
Gelegenheit auch 'ne Fünfgang von innen ansehen.
Viele Grüße
Thoralf
> Thoralf Winkler wrote:
> > hab vor zwei Tagen auch grad (auch zum ersten mal!) eine
> > Sachs-Dreigangnabe demontiert und wieder zusammengebaut, nach der
> > Broschüre auf der SRAM-Seite. War wirklich kein Problem, ist nur etwas
> > schmierig. Und ein Schraubstock ist nicht schlecht zur besseren
> > Handhabung. Aber technisch ist es kein Problem.
>
> Echt? Das Getriebe kriegt man auch wieder zusammen?
Ja, nur besonders kreative Menschen schaffen es, die Nabe falsch
zusammenzubauen.
> Sind 5Gang-
> Naben wesentlich komplizierter?
Eigentlich nicht, auf die Einbaulage der Sonnenrädchen und die
Position der Planetenrädchen sollte man verschärft achten. Für
Letztere gibt es für ein paar Mark beim Fahrradhändler
(wahrscheinlich nur auf Bestellung) eine Montagehilfe, mit einem
bischen Augenmerk geht es auch ohne.
> Bisher habe ich nur getriebelose
> Naben zerlegt und zusammengebaut, bei den alten Torpedo's konnte
> ich das fast mit verbundenen Augen ;-)
Das ist schonmal eine gute Übung, ansonsten: An die Sperrklinken
nur einen Tropfen Öl.
--
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augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de
Mit verbundenen Augen wird es bei den Dreigangnaben schon schwierig.
Ciao,
Ste- "IMHO" -fan
Uwe Borchert wrote:
> Ich, Light-Kulturwessie, habe sowas auch mit den 3Gang Naben H3111 von
> F&S->Sachs->SRAM gemacht. Etwas mehr Ehrfurcht vor unseren ueberlegene
> technischen Leistungen, Herr Ossie! ;-)=)
Selbst da wollt Ihr W.s überlegen sein, Ts,ts,ts ...
> Ps: eine Mangelwirtschaft erzeugt Bastler. Daher sind die Ossies aus
> den aelteren Generationen so begabte Schrauber. Es gab aber auch im
> Westen Menschen die in einer Mangelwirtschaft aufwachsen mussten.
> Allerdings sind das erstens weniger und zweitens wurden/werden die
> bevorzugt aus der Gesellschaft West raus gedraengt. Die kamen also
> nicht so wie im Osten auf der einen Seite in den Mangel, auf der
> anderen aber an die Bildung ran. Aber das Modell lernen die Ossies
> ja auch gerade kennen.
Ich halte es allerdings genauso für ein Auslaufmodell wie jenes vor
11 Jahren untergegangene.
> <*> Ueberall die selbe Scheisse, sie stinkt nur anders <*>
Genau deswegen, soo verschieden waren beide Modelle nicht: in dem
einen wurde halt geschraubt, im anderen geklotzt und weggeschmissen.
Bzw. wir haben aus der Sch... Bonbons gemacht, Ihr habt einfach
mehr und effektivere Sch... produziert.
CU Chr. Maercker.