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Wie viele Sekunden sind ein Bar

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Stephan Zitzmann

unread,
Dec 28, 2009, 7:02:13 AM12/28/09
to
Hallo,

ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.

Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.

Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

GS
--
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch_abfrage.php?menuid=18
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD_abfrage.php?menuid=19
http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de/
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/2007/09/27/velotraum-erfahrungsbericht/

Arno Welzel

unread,
Dec 28, 2009, 8:08:27 AM12/28/09
to
Stephan Zitzmann schrieb:

> ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
> steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
> Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.

Die Idee dabei ist, da� bei geringerem Luftdruck die Spikes, die ja da
eher seitlich sitzen auch Bodenkontakt bekommen, weil der Reifen stark
genug plattgedr�ckt wird beim fahren.

> Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
> versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.
>
> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Das h�ngt stark davon ab, welche Art von Ventil Du benutzt und wie weit
Du den Ventilstift reindr�ckst, als da� man daf�r auch nur ansatzweise
einen Wert angeben k�nnte.

Es gibt von Schwalbe auch kleine Luftdruckpr�fer mit Digitalanzeige und
Adapter f�r verschiedene Ventilarten, die bequem in die Hosentasche
passen und f�r solche Aktionen allemal genau genug sind, wie z.B. hier:

<http://www.bike24.net/p16078.html>
<http://www.bikestore.cc/product_info.php/products_id/9051.html>

Die Batterie h�lt recht lange - bei mir schon gut zwei Jahre, obwohl ich
das Teil mindestens 1x im Monat benutze, um zu entscheiden, ob sich der
Gang in den Keller zur Standluftpumpe lohnt.


--
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Juergen

unread,
Dec 28, 2009, 11:09:53 AM12/28/09
to
Am Mon, 28 Dec 2009 14:08:27 +0100 schrieb Arno Welzel

>Es gibt von Schwalbe auch kleine Luftdruckprüfer mit Digitalanzeige

Funktioniert das Teil bei Dir perfekt? Ich messe damit an Schläuchen mit
Autoventilen vor allem beim ersten Versuch gerne mal viel zu niedrige
Drücke.


cu.
Juergen

--
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für freie Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Matthias Frank

unread,
Dec 28, 2009, 1:16:08 PM12/28/09
to
Stephan Zitzmann schrieb:

> Hallo,
>
> ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
> steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
> Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.
>
> Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
> versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.
>
> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Selbst ist das Mann, einfach mal ne Versuchsreihe machen und
ausprobieren.

Ansonsten w�rde ich einfach probieren, also bisschen ablassen, fahren,
ablassen, fahren usw. wobei 3 bar noch relativ "hart" ist.
Wenn man das 2-3 mal ausprobiert hat d�rfte man eigentlich
auch ein Gef�hl daf�r haben.

MfG
Matthias

Robert Bar

unread,
Dec 28, 2009, 1:30:18 PM12/28/09
to
Stephan Zitzmann schrieb:
> [...]
> Also in der Art eine Sekunde entspricht ungefähr einem Bar.
^^^^
örks ...: schreib das nächstens bitte 'klein' ...
--
regards

Heinz Blüml

unread,
Dec 28, 2009, 1:32:37 PM12/28/09
to
On Mon, 28 Dec 2009 13:02:13 +0100, Stephan Zitzmann
<zs.h...@gmx.de> wrote:

>Hallo,
>
>ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
>steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
>Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.
>

Ich fahre, mit einem Kampfgewicht im (doppel) Zentnerbreich immer nur
mit 2,5 bar.
Das reicht völlig aus.
Und auch da würden die seitlicheren Spikes noch nicht wirklich zum
Einsatz kommen.
Messen halte ich für überflüssig, ein Daumendruck sollte soweit
"geeicht" werden, um den günstigen (Minder)Druk zu erspüren.
Man kann sich auch auf den Sattel lehnen und den Reifeneindruck
beobachten.
Bei Eis gibts ohnedies keine hohen Geschwindigkeiten und (vermutlich)
auch keine scharfen Bordsteinkanten, also keine besondere
Snake-Bite-Gefahr.

h

Ulli Horlacher

unread,
Dec 28, 2009, 3:35:41 PM12/28/09
to
Stephan Zitzmann <zs.h...@gmx.de> wrote:

> ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
> steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
> Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.

Noch zu viel. Das hilft nicht. Ich gehe auf 2 bar vorne und 2.5 bar hinten.


> Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
> versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.

Mach ich oefters.


> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Das haengt vom Ventil ab. Aber eine Hausfrau hat das im Gefuehl :-)

Ich lass so viel Luft ab, dass der Reifen unter Last gut einfedert.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@tandem-fahren.de + http://tandem-fahren.de/ +

Stephan Gerlach

unread,
Dec 28, 2009, 3:49:14 PM12/28/09
to
[Vorsicht, Crosspost!]

Stephan Zitzmann schrieb:

> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Auch ohne das genau zu durchdenken:
0) Du suchst also gewisserma�en den zeitlichen Verlauf des Druckes p im
Reifen bei konstantem Au�endruck p_0.
1) Es ist vermutlich die Ausstr�m-Geschwinditkeit p'(t) *nicht*
konstant. Damit besteht aber auch *kein* linearer Zusammenhang zwischen
p selbst und t der Art
"innerhalb 1 Sekunde nimmt der Druck um c bar ab".
1) Der Druck p = p(t) h�ngt vom Au�en-Luftdruck p_0 sowie der
Ausstr�m-Querschnittsfl�che A ab.

Ich mach' mal ein Cosspost nach de.sci.physik.
In erster N�herung sollte man annehmen, da� sich alles wie ideales Gas
verh�lt und weiterhin, da� der ganze Vorgang isotherm(?) abl�uft. Auf
die Schnelle f�llt mir aber nicht ein, wie hier die Zeit t
unterzubringen ist. L�uft vermutlich auf eine DGL f�r p(t) hinaus.

--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Vogel

unread,
Dec 29, 2009, 2:48:26 AM12/29/09
to
Stephan Gerlach <mam9...@studserv.uni-leipzig.de> wrote in news:hhb5cn$peo
$02$1...@news.t-online.com:

> [Vorsicht, Crosspost!]
>
> Stephan Zitzmann schrieb:
>
>> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
>> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
>> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.
>

Woher sollte man das, ohne einen Grund daf�r zu haben, wissen?
Manometer bezutzen! ;-)
>
Versuchen wir doch mal die Abh�ngigkeiten offen zu legen.
Wir betrachten in der Berechnung nur die Verh�ltnisse im Austr�mr�hrchen.
Man hat also einen Luftstrom mit einen Druck p im Einstr�mqurschnitt und
einen Druck p0 im Ausstr�mquerschnitt "A".
p0 = p_aussen + hydrodynamischer Druck.
Den hydrodynamischen Druck vernachl�ssigen wir vorerst.
Dann ist p0 der atmosph�rische Luftdruck.
>
Im Einstr�mqurschnitt des Luftstromes wirkt eine Kraft:
>
F = A * (p-p0) = A * dp
>
Die Kraft muss die Menge der Luft beschleunigen die im Luftstrom ist.
Wir machen eine Betrachtung nur erster Zeitordnung dt. Wir betrachten also
eine konstante Geschwindigkeit im Austr�mr�hrchen. Das ist kein grosser
Fehler da das Austr�mr�hrchen kurz ist.
Wir gehen davon aus, dass der Druck entlang des Luftstromes konstant ist.
Dann ist auch die Masse und die Massendichte im Lufstrom konstant verteilt.
Wollte man eine Betrachtung in zweiter Zeitordnung dt^2 machen, so muss man
die Beschleunigung im Luftstrom ber�cksichtigen.
>
rho = konst
>
In der Realit�t ist es etwas komplizierter. Da weitet sich der Luftstrom
nach dem Ausstr�mquerschnitt auf und ist der Luftreibung unterworfen. Unter
Vernachl�ssigung der Reibung hat man also einen adiabatischen
Ausdehnprozess. Wegen der Aufweitung wird also der Druck entlang des
Luftstromes sinken und da der Prozess adiabatisch verl�uft, wegen der K�rze
der Zeit, wird die Temperatur entlang des Luftstromes und aussenherum
sinken. Die im Ausstr�mquerschnitt ebene Isobarfl�che wird sich also
entlang des Luftstromes immer mehr kr�mmen und im Umfang vergr�ssern.
Die Fl�chen konstanter Geschwindigkeit haben dann so eine Art
Gl�hbirnenform. Wegen der Reibung wird sich der Strom da verwirbeln wo die
Geschwindigkeit einen kritischen Wert unterschreitet.
Aus diesem Prozess resultiert der hydrodynamische Druck welcher zus�tzlich
zum statischen Luftdruck im Ausstr�mquerschnitt wirkt.
Eine sch�ne Aufgabe f�r eine Computersimulation.
>
Wir haben dann einen wirkenden Impuls:
dI/dt = F = m * dv/dt
>
pro Zeiteinheit haben wir:
m = rho * A * dx = rho * A * v*dt
F = rho * A * v * dv = A * dp
rho * v * dv = dp
>
Entlang des gesamten Luftstromes haben wir dann:
v^2 = (p - p0)/rho
>
Da wir im Reifen ein Ideales Gas in einem isothermen Prozess haben:
>
p*V = k = const
p*V ist also eine Konstante des adiabatischen Prozesses
>
dp * V + p * dV = 0
dp/p = - dV/V
dp/p^2 = -dV/k
dV = v * A * dt
dp/p^2 = - v*A/k * dt
v^2 = (p - p0)/rho
dp/p^2/sqrt((p - p0)/rho) = - A/k * dt (1)
>
dp/dt = - A/V * p * sqrt((p - p0)/rho)
dp/dt = - A/k * p^2 * sqrt((p - p0)/rho)
>
Das (1) muss man nun integrieren.
Nach zweimaliger einfacher Substitution erhalten wir:
>
Integral[dp/p^2/sqrt((p - p0)/rho)] = arctan(u)/sqrt(p0/rho) - u
u = sqrt(p/p0-1)/rho
>
Wie man aber bereits vor der Integration sieht, ist die Druckabnahme nicht
linear in der Zeit.
Deine Annahme stimmt also nicht.
>
Es best�tigt sich also die praktische Erfahrung, dass der Druck am Anfang
rapide abf�llt um dann etwas langsamer zu sinken.
>
Entscheiden h�ngt aber der Vorgang vom Verh�ltnis
Ausstr�mquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.
>

--
Selber denken macht klug.

Heinz Blüml

unread,
Dec 29, 2009, 5:17:32 AM12/29/09
to
On 29 Dec 2009 07:48:26 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:


>>
>Entscheiden hängt aber der Vorgang vom Verhältnis
>Ausströmquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.
>>

Das eigentliche Problem dabei ist, das der"Ausströmquerschnitt"
(=Ventil) - und die dabei nicht unbeträchltichen Widerstände - einer
mathematischen Beschreibung unzugänglich sind.
Ausprobieren (im Trockentraining) wäre eine Möglichkeit.

h

Andreas Viehrig

unread,
Dec 29, 2009, 5:18:08 AM12/29/09
to
Stephan Zitzmann schrieb:

> ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
> steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
> Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.

> Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
> versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.

> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Das h�ngt vom Anfangsdruck, dem Ventiltyp, -durchmesser und der
�ffnungsweite des Ventils ab und ist keine lineare Funktion. Wenn man mal
annimmt, da� es �berhaupt zu schaffen w�re, eine jeweils gleichgro�e
Austritts�ffnung zu garantieren, das Ventil also immer exakt gleich weit zu
�ffnen, so bliebe dennoch die Abh�ngigkeit der Durchflu�menge vom Druck.
Mehr Druck erzeugt (bei gleichem Querschnitt) einen gr��eren Durchflu� als
ein kleinerer Druck, wobei der Zusammenhang exponentiell ist. Du br�uchtest
also zumindest einen definierten Ausgangsdruck, etwa per geeichter
Standpumpe mit Manometer erzeugt. Dann br�uchtest Du labortaugliche Ventile
mit geeichter �ffnung. Hernach k�nntest Du ein paar Me�reihen fahren. Dabei
wird sich dann vermutlich herausstellen, da� f�r eine hinreichend
brauchbare Abbildung des Druckverlaufs auf die Zeitachse auch noch eine an
Braunschweig angekoppelte Zeitnahme n�tig w�re.

Das /loriotet/ ziemlich und eine Hausfrau kann sich dann vielleicht gleich
auf das _Gef�hl_, wann so'n Ei weich ist, berufen.

Oder man(n) geht gleich zum H. d. g. M., ersteht eine Standpunpe mit
Manometer (ab 30 Euronzen) und testet einfach mal das Fahrgef�hl mit
verschiedenen Dr�cken durch.

Man kann nat�rlich auch gleich einen Spike-Reifen nehmen, bei dem die
Wirkung der Spikes gleichbleibend und nicht derartig vom Reifendruck
abh�ngig ist, also etwa einen Nokian Hakka W106 oder W240, bei denen man
dann au�erdem auch noch richtige[tm] Spikes aus Wolframkarbid bekommt.

Andi

--
"Wir hatten den Flughafen eingeladen - er ist nicht gekommen."

ZDF-Extremdurchblicker Michael Opoczynski ist wirklich ehrlich entr�stet
dar�ber, da� ein Flughafen dort bleibt, wo er sowieso nicht hingeh�rt...

Ulrich Lange

unread,
Dec 29, 2009, 6:57:22 AM12/29/09
to
Stephan Gerlach schrieb:

> [Vorsicht, Crosspost!]
>
> Stephan Zitzmann schrieb:
>
>> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
>> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
>> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.
>
> Auch ohne das genau zu durchdenken:
> 0) Du suchst also gewisserma�en den zeitlichen Verlauf des Druckes p im
> Reifen bei konstantem Au�endruck p_0.
> 1) Es ist vermutlich die Ausstr�m-Geschwinditkeit p'(t) *nicht*
> konstant. Damit besteht aber auch *kein* linearer Zusammenhang zwischen
> p selbst und t der Art
> "innerhalb 1 Sekunde nimmt der Druck um c bar ab".
> 1) Der Druck p = p(t) h�ngt vom Au�en-Luftdruck p_0 sowie der
> Ausstr�m-Querschnittsfl�che A ab.
>
> Ich mach' mal ein Cosspost nach de.sci.physik.
> In erster N�herung sollte man annehmen, da� sich alles wie ideales Gas
> verh�lt und weiterhin, da� der ganze Vorgang isotherm(?) abl�uft. Auf
> die Schnelle f�llt mir aber nicht ein, wie hier die Zeit t
> unterzubringen ist. L�uft vermutlich auf eine DGL f�r p(t) hinaus.

Normalerweise nimmt man an, da� solche Ausstr�mvorg�nge isentrop (nicht
isotherm) ablaufen. Das f�hrt dann auf die Ausflu�formel von
Saint-Venant und Wantzel, die vielleicht als die gew�nschte "Faustregel"
dienen k�nnte:

Nach St.V/W ist die Austr�mgeschwindigkeit v2 eines Gases mit Dichte
rho1 aus einem Beh�lter mit Innendruck p1 und Aussendruck p2 gegeben durch:

v2 = sqrt[ 2*k/(k-1)*p1/rho1*(1-(p2/p1)^((k-1)/k))]

dabei ist k der Isentropenexponent.

Beispiel:

rho1= 2.4 kg/m^3 (Dichte Luft bei 2 bar Druck und 293K)
p1 = 2e5 Pa (=2 bar) (Druck im Reifen)
p2 = 1e5 Pa (=1 bar) (Gegendruck Umgebung)
k = 1.4 (Isentropenexponent)

ergibt ca. v2=320 m/s Ausstr�mgeschwindigkeit. Bei einem
Ventil-Innendurchmesser von ca. 2 mm (hab ich mal gesch�tzt, keine
Ahnung, ob das realistisch ist) ergibt sich damit ein
Ausstr�m-Volumenstrom von ca.

Vdot = v2*pi*d^2/4 = 1e-3 m^3/s = 1 liter/s

Beachte da� dies der Volumenstrom beim Umgebungsdruck p2 (Luftdichte
1.2 kg/m^3!) ist. Nach einer Sekunde Ventilaufdrehen ist also 1.2 g
weniger Luft im Reifen. Um wieviel dadurch der Druck im Reifen sinkt,
h�ngt von der Reifengr��e ab und wie stark der Reifen durch die
Druck�nderung seine Form �ndert.

Das Volumen eines 47-622 Reifens habe ich z.B. mal mit 3 Litern
abgesch�tzt (entspricht bei 2 bar 7.2 g Luft). Wenn wir 1.2 g Luft
ablassen, ist also 16 Prozent weniger Luft im Reifen. Unter der Annahme,
da� der Reifen sein VOlumen nicht wesentlich verringert hat, ist also
auch der Druck um 16 Prozent (=0.33 bar) gefallen.

In der Realit�t wird es etwas weniger sein, da man ja die R�ckwirkung
des Druckabfalls auf die Ausstr�mgeschwindigkeit ber�cksichtigen mu�
(Der Druck p1 in der Saint-Venant-Formel ist w�hrend der Sekunde
Ausstr�mzeit ja nicht konstant). Das f�hrt dann auf die von Stefan
angesprochene Differentialgleichung f�r p1(t). N�herungsweise kann man
aber auch einfach Saint-Venant "st�ckweise" f�r kleine Zeitintervalle
anwenden (entspricht dem sog. Euler-Verfahren f�r die DGL).

--
Gru�, Ulrich Lange

(ulrich punkt lange bindestrich mainz at t-online punkt de)

Hans Holbein

unread,
Dec 29, 2009, 7:17:06 AM12/29/09
to
Stephan Zitzmann schrieb:

> Hallo,
>
> ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
> steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
> Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.
>
> Jetzt hatte ich die Situation, dass ich mich puncto Eisgl�tte total
> versch�tzt habe und gerne auf freiem Feld die Luft abgelassen h�tte.

Na h�ttest du halt.
War die Lufdruckpolizei in der N�he?


>
> Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
> es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
> Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.

Die Zeit die es braucht um ein Bar Lufdruck durch das Ventil abzulassen
ist abh�ngig von der Reifendimension und von der Ventilart.
Die von Arno beschriebenen Druckpr�fer sind hinreichend zuverl�ssig,
aber man muss sie, wenn es so wichtig ist, an einem Kompressor eichen.
Die Anzeige divergiert je St�ck bis zu ein Bar.
>
Die Luftdruckabsenkung die das Pannenrisiko deutlich erh�ht sp�rst du am
Fahrverhalten.
Dann kann man immer noch einen Hauch vorsichtiger und vorausschauender
fahren und pannenfrei heimkommen.

Man kann auch, wenn man eh wieder zu Hause ist und vor dem Schirm sitzt,
seinen Kompressor hervorholen und sich empirisch heranarbeiten, falls
man wirklich der Ansicht ist, da� es so wichtig ist.
Das Ergebnis kann man dann hier posten.

Ich mach es so:
Pft-Pft-Pfffft.
Weiterfahren und ausprobieren.
Nennt man "Gef�hl"
Hat man oder nicht.

Hans Holbein

unread,
Dec 29, 2009, 7:18:09 AM12/29/09
to
Juergen schrieb:

> Am Mon, 28 Dec 2009 14:08:27 +0100 schrieb Arno Welzel
>
>>Es gibt von Schwalbe auch kleine Luftdruckprüfer mit Digitalanzeige
>
> Funktioniert das Teil bei Dir perfekt? Ich messe damit an Schläuchen mit
> Autoventilen vor allem beim ersten Versuch gerne mal viel zu niedrige
> Drücke.
>
Dann macht man das Ding gängig und rechnet später um.

Ewald Pfau

unread,
Dec 29, 2009, 8:57:33 AM12/29/09
to
In de.rec.fahrrad, Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote:

> rho1= 2.4 kg/m^3 (Dichte Luft bei 2 bar Druck und 293K)
> p1 = 2e5 Pa (=2 bar) (Druck im Reifen)
> p2 = 1e5 Pa (=1 bar) (Gegendruck Umgebung)
> k = 1.4 (Isentropenexponent)

<jöh!>

Den geschätzten Nachbarn sei für die akkurate Einsortierung
zivilisatorischer Alltagskultur leise zugeraunt, dass der Druck in
Fahrradreifen typischerweise ein gutes Stück höher ist als in den
Gummiwalzen der Blechtonnage - breitere Alltagsreifen etwa 3 bis 6 bar,
schmalere Reifen gut 5 bis über 10 bar. Bei geringerem Druck muss man sich
ständig sorgen, dass bei einer überfahreren Kante die Felge aufsitzt und der
Schlauch eingeklemmt wird, oder der Andruck des Reifens an die Felge nicht
kräftig genug ist, sodass sich beim federnden Walken kleine Steine
einarbeiten. Die Chance, schieben zu müssen, steigt damit deutlich. Wenn man
sich um passenden Reifendruck kümmert, sollte man hingegen kaum Probleme mit
platten Reifen haben ... zu einem Haushalt mit Fahrrad gehört ergo auch eine
brauchbare Pumpe mit Manometer (und der Maximaldruck ist zumeist an der
Reifenflanke vermerkt).

Für den Alltagsgebrauch kann ich nach einiger Flickerei nachreichen, dass
bei in Summe etwa 120 bis 140 rollenden kg mit weniger als 3 bar zuviel
Ungewissheit mitfährt, mit den gängigen Reifenbreiten 35 bis 42 mm. Also
aufpumpen auf Maximum, z.B. knapp über 6 bar (etwas weniger bei billigeren
Reifen), und nachpumpen, wenn der Druck unter 4 bar fällt - was sich bei
passablen Schläuchen und Ventilen dann eher nur nach Monaten rechnet.

Ulrich Lange

unread,
Dec 29, 2009, 9:33:38 AM12/29/09
to
Ewald Pfau schrieb:

> In de.rec.fahrrad, Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote:
>
>> rho1= 2.4 kg/m^3 (Dichte Luft bei 2 bar Druck und 293K)
>> p1 = 2e5 Pa (=2 bar) (Druck im Reifen)
>> p2 = 1e5 Pa (=1 bar) (Gegendruck Umgebung)
>> k = 1.4 (Isentropenexponent)

Vor obigen Zitat stand das (in diesem Zusammenhang nicht ganz
unwichtige) Wort "Beispiel".

> <jöh!>
>
> Den geschätzten Nachbarn sei für die akkurate Einsortierung
> zivilisatorischer Alltagskultur leise zugeraunt, dass der Druck in
> Fahrradreifen typischerweise ein gutes Stück höher ist als in den
> Gummiwalzen der Blechtonnage - breitere Alltagsreifen etwa 3 bis 6 bar,

> schmalere Reifen gut 5 bis über 10 bar [...].

Sicher. Es gibt ja auch einen guten physikalischen Grund dafür, daß der
Druck in schmalen Reifen höher ist als in breiten ;-)

Abgesehen davon besteht kein Anlaß zur Sorge: die Formel von
Saint-Venant/Wantzel gilt auch für höhere Innendrücke. Passende
Zahlenwerte selbständig in eine Formel einsetzen zu können, gehört IMHO
auch zur zivilisatorischen Alltagskultur ...

--
Gruß, Ulrich Lange

Stefan Sprungk

unread,
Dec 29, 2009, 9:35:30 AM12/29/09
to
Ulrich Lange schrieb:

>
> In der Realit�t wird es etwas weniger sein, da man ja die R�ckwirkung
> des Druckabfalls auf die Ausstr�mgeschwindigkeit ber�cksichtigen mu�
> (Der Druck p1 in der Saint-Venant-Formel ist w�hrend der Sekunde
> Ausstr�mzeit ja nicht konstant). Das f�hrt dann auf die von Stefan
> angesprochene Differentialgleichung f�r p1(t). N�herungsweise kann man
> aber auch einfach Saint-Venant "st�ckweise" f�r kleine Zeitintervalle
> anwenden (entspricht dem sog. Euler-Verfahren f�r die DGL).
>

Fertige Formeln zu verwenden ist doch langweilig. Zumal die Angegebene
nur f�r einen kurzen Zeitmoment gilt und nur die
Ausstr�mgeschwindigkeit, aber nicht den Druckverlauf beschreibt. Was
haltet Ihr von dem folgenden Ansatz.

Vorraussetzungen f�r das Modell:
Es befindet sich die Masse m0 eines Gases in einem Beh�lter mit dem
Volumen V und der Temperatur T. Es herrscht Anfangs der Innendruck pi0.
Zum Zeitpunkt t=0 wird ein Ventil mit dem Str�mungswiederstand W
ge�ffnet. Gesucht wird die Funktion dp(t)/dt. Der Gasabfluss soll so
langsam erfolgen, das die Gastemperatur im Beh�lter konstant bleibt.

j(t): Massenstrom aus dem Ventil [kg/sec]
p(t): Innendruck
m(t): Masse des Gases im Beh�lter
W=const: Str�mungswiederstand des Auslassventils
T=const: Temperatur des Gases im Beh�lter
pa=const; Au�endruck
pi0: Innendurck zum Zeitpunkt t=0
m0: Anfangsmasse
V=const; Volumen des Beh�lters

j(t)=dm(t)/dt
-dm(t)/dt*W=p(t)-pa

Es sind nun m und p sinnvoll zu verkn�fen. Hierzu wird die Gleichung f�r
ideale Gase verwendet.

p(t)*V=m(t)*R*T
dp(t)/dt*V=dm(t)/dt*R*T
dm(t)/dt=dp(t)/dt*V/(R*T)

In die obige Differentialgleichung eingesetzt.

-dp(t)/dt*W*V/(R*T)=p(t)-pa
dp/dt - p*R*T/(W*V) = pa*R*T/(W*V)

k=R*T/(W*V)

-dp/dt - p*k = -pa*k

L�sung Homogen:
dp/dt - p*k = 0
p=p0*e^(l*t)
dp/dt=l*po*e^(l*t)
-l - k = 0 => l=-k
p(t)_h=p0*e^(-k*t)

L�sung Partikl�r:
p(t)_p = a*t + b
p(0)_p = b => a=0 und b=pa

L�sunge Inhomogen:
p(t)=p(t)_h + p(t)_p = p0*e^(-k*t) + pa

Es bleibt noch p0 zu bestimmen.

p(0) = p0 + pa = pi0 => p0 = pi0 - pa

Somit als abschlie�ende L�sung:
p(t)= p0i*e^(-k*t) - pa*e^(-k*t) + pa

Probe:
p(0)=p0i
p(unendlich)=pa


�nderunge des Innendurcks mit der Zeit 0<=t<=unendlich:
dp(t)/dt=-k*p0i*e^(-k*t) + k*pa*e^(-k*t)
k=R*T/(W*V)
W l�sst sich bei einem kreisrunden, schlauchf�rmigen Gasablass durch das
allgemein bekannte Hagen Poiseuillesche Gesetz bestimmen.

Res�mee. Der Beh�lter verliert zun�chst sehr viel Druck pro Zeiteinheit
und danach zusehends weniger.

MFG Stefan


Florian Gross

unread,
Dec 29, 2009, 11:53:57 AM12/29/09
to
Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:

> On Mon, 28 Dec 2009 13:02:13 +0100, Stephan Zitzmann
>>
>>ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
>>steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
>>Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.
>>
> Ich fahre, mit einem Kampfgewicht im (doppel) Zentnerbreich immer nur
> mit 2,5 bar.
> Das reicht v�llig aus.

Ich fahre in der selben Gewichtsklasse, allerdings meist mit
5bar und bei Eis mit 3bar.

> Messen halte ich f�r �berfl�ssig, ein Daumendruck sollte soweit
> "geeicht" werden, um den g�nstigen (Minder)Druk zu ersp�ren.

Ich hab mir jetzt eine kleine Luftpumpe mit Manometer zugelegt.
L�ngere Strecken mit sehr niedrigem Druck fahren stelle ich mir
nicht besonders gesund f�r die Reifenflanken vor.

> Bei Eis gibts ohnedies keine hohen Geschwindigkeiten und (vermutlich)
> auch keine scharfen Bordsteinkanten, also keine besondere
> Snake-Bite-Gefahr.

Du meinst, bei gr��eren gefrorenen Pf�tzen ver�ndert die
Bordsteinkante daneben ihre Form?

flo
--
Gibt es eigentlich so was wie die Signatur des jahrhunderts? wenn
ja, von wem stammt sie denn? Nur mal so aus Neugier. [WoKo in dag�]

Ulrich Lange

unread,
Dec 29, 2009, 12:10:33 PM12/29/09
to
Stefan Sprungk schrieb:

> Ulrich Lange schrieb:
>
>> In der Realit�t wird es etwas weniger sein, da man ja die R�ckwirkung
>> des Druckabfalls auf die Ausstr�mgeschwindigkeit ber�cksichtigen mu�
>> (Der Druck p1 in der Saint-Venant-Formel ist w�hrend der Sekunde
>> Ausstr�mzeit ja nicht konstant). Das f�hrt dann auf die von Stefan
>> angesprochene Differentialgleichung f�r p1(t). N�herungsweise kann man
>> aber auch einfach Saint-Venant "st�ckweise" f�r kleine Zeitintervalle
>> anwenden (entspricht dem sog. Euler-Verfahren f�r die DGL).
>>
>
> Fertige Formeln zu verwenden ist doch langweilig.

Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fu�" aus der
Bernoulli-Gleichung herleiten. Ich habe nur das Endergebnis angegeben.
Schlie�lich crossposten wir ja nach de.rec.fahrrad, da mu� es schneller
als "zu Fu�" gehen. ;-)

> Zumal die Angegebene nur f�r einen kurzen Zeitmoment gilt und nur die
> Ausstr�mgeschwindigkeit, aber nicht den Druckverlauf beschreibt.

???
Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL f�r den
Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert).

> Was haltet Ihr von dem folgenden Ansatz.
>
> Vorraussetzungen f�r das Modell:
> Es befindet sich die Masse m0 eines Gases in einem Beh�lter mit dem
> Volumen V und der Temperatur T. Es herrscht Anfangs der Innendruck pi0.
> Zum Zeitpunkt t=0 wird ein Ventil mit dem Str�mungswiederstand W
> ge�ffnet. Gesucht wird die Funktion dp(t)/dt. Der Gasabfluss soll so
> langsam erfolgen, das die Gastemperatur im Beh�lter konstant bleibt.

> [...]

Dein Ansatz ist f�r langsame Ausstr�mgeschwindigkeiten sicher brauchbar.
Allerdings habe ich zwei Einw�nde:

1. Beim Fahradventil geht das Ausstr�men IMHO so schnell, da� die
Isothermie-Annahme falsch wird (Richtiger ist, da� der Proze� isentrop
verl�uft).

> W l�sst sich bei einem kreisrunden, schlauchf�rmigen Gasablass durch das
> allgemein bekannte Hagen Poiseuillesche Gesetz bestimmen.

2. Beim schnellen Ausstr�men ist der wesentliche Grund f�r den
Druckabfall �ber das Ventil nicht der viskose Str�mungswiderstand,
sondern die Tatsache, da� das Gas /beschleunigt/ werden mu�: Aus
potentieller Energie im Beh�lter (hoher Druck) wird kinetische Energie
im Ventil (Hohe Austr�mgeschwindigkeit). Dieser Tr�gheitseffekt
(Bernoulli!) ist in Deinem Modell unber�cksichtigt. Auch deshalb ist es
f�r hohe Ausstr�mgeschwindigkeiten ungeeignet.

P.S.: Einem Str�mungsmechaniker wird es *nie* langweilig, von
Saint-Venant formulierte Gleichungen zu verwenden (insbesondere gilt das
f�r diejenigen Gleichungen, die *nicht* nach ihm hei�en ;-) ).

Heinz Blüml

unread,
Dec 29, 2009, 12:39:12 PM12/29/09
to
On Tue, 29 Dec 2009 17:53:57 +0100, Florian Gross
<usenet-spam-g...@grossing.de> wrote:

>Heinz Blüml glaubte zu wissen:

>> Ich fahre, mit einem Kampfgewicht im (doppel) Zentnerbreich immer nur
>> mit 2,5 bar.

>> Das reicht völlig aus.


>
>Ich fahre in der selben Gewichtsklasse, allerdings meist mit
>5bar und bei Eis mit 3bar.
>

Das sei dir unbenommen.
Willst du daraus ein gesetzliche Verpflichtung ableiten?

>> Messen halte ich für überflüssig, ein Daumendruck sollte soweit
>> "geeicht" werden, um den günstigen (Minder)Druk zu erspüren.


>
>Ich hab mir jetzt eine kleine Luftpumpe mit Manometer zugelegt.

>Längere Strecken mit sehr niedrigem Druck fahren stelle ich mir
>nicht besonders gesund für die Reifenflanken vor.
>
Schau, für deine Alpträume bist du selber zuständig.
Wenn du keine anderen Probleme hast seien dir diese vom Herzen
vergönnt.

>> Bei Eis gibts ohnedies keine hohen Geschwindigkeiten und (vermutlich)
>> auch keine scharfen Bordsteinkanten, also keine besondere
>> Snake-Bite-Gefahr.
>

>Du meinst, bei größeren gefrorenen Pfützen verändert die
>Bordsteinkante daneben ihre Form?
>
Wer für gefrorene Pfützen Spikes aufzieht, den würde ich wirklich
nicht ernst nehmen.
Und
man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.
Aber
wer Hirn hat, fährt immer besser.

h


Manfred Albat

unread,
Dec 29, 2009, 12:56:24 PM12/29/09
to
Heinz Blüml schrieb:

> Wer für gefrorene Pfützen Spikes aufzieht, den würde ich wirklich
> nicht ernst nehmen.
> Und
> man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.
> Aber
> wer Hirn hat, fährt immer besser.

Und wer nimmt Schluchtenscheißer ernst, die sogar mit
dem Forte Agent Postings erzeugen, die man sonst nur
von OjE her kennt? Von Hirn zeugt derlei nicht...

--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt!

Florian Gross

unread,
Dec 29, 2009, 1:05:26 PM12/29/09
to
Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:
> On 29 Dec 2009 07:48:26 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:
>>Entscheiden h�ngt aber der Vorgang vom Verh�ltnis
>>Ausstr�mquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.
>
> Das eigentliche Problem dabei ist, das der"Ausstr�mquerschnitt"
> (=Ventil) - und die dabei nicht unbetr�chltichen Widerst�nde - einer
> mathematischen Beschreibung unzug�nglich sind.
> Ausprobieren (im Trockentraining) w�re eine M�glichkeit.

Spielt da auch die Temperatur (0�C, -10�C) eine Rolle?

flo
--
bist du woko? ist das dein erstkontakt mit mir?
wie hast du mich gefunden?
ist meine OjE-versions-nr. hoeher als deine?
ist windows kaputt? ist woko kaputt? [Manfred Zimmermann in dag�]

Florian Gross

unread,
Dec 29, 2009, 1:21:38 PM12/29/09
to
Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:
> On Tue, 29 Dec 2009 17:53:57 +0100, Florian Gross
>>Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:

>
>>> Ich fahre, mit einem Kampfgewicht im (doppel) Zentnerbreich immer nur
>>> mit 2,5 bar.
>>> Das reicht v�llig aus.

>>
>>Ich fahre in der selben Gewichtsklasse, allerdings meist mit
>>5bar und bei Eis mit 3bar.
>>
> Das sei dir unbenommen.
> Willst du daraus ein gesetzliche Verpflichtung ableiten?

Hab ich das irgendwo geschrieben? Willst du aus deinen 2,5 bar
eine gesetzliche Verpflichtung ableiten?

Ich hab mit den 3 bar gut 40km bei gefrierendem Nieselregen (bis zu 2cm
dickes Eis auf den Wegen) mit Anh�nger (ca. 45kg) bei Steigungen bis
12% und Gef�llen bis 18% zur�ckgelegt. Und ich hatte nur bei den 18%
Probleme, weil der Weg zur Seite h�ngt und der Anh�nger ausbrechen
wollte. Da bin ich halt im Schotter neben dem Weg gefahren.

F�r mich sind die 3 bar brauchbar.

Wegen mir darfst du auch mit 0,5 bar fahren, wenn es dir Spa� macht.

>>> Messen halte ich f�r �berfl�ssig, ein Daumendruck sollte soweit
>>> "geeicht" werden, um den g�nstigen (Minder)Druk zu ersp�ren.
>>

>>Ich hab mir jetzt eine kleine Luftpumpe mit Manometer zugelegt.

>>L�ngere Strecken mit sehr niedrigem Druck fahren stelle ich mir
>>nicht besonders gesund f�r die Reifenflanken vor.
>>

> Schau, f�r deine Alptr�ume bist du selber zust�ndig.

Das reicht auch v�llig, glaub mir.

> Wenn du keine anderen Probleme hast seien dir diese vom Herzen

> verg�nnt.

Die Vorstellung eines platzenden Reifen bei einer schnellen
Abfahrt sind IMO schon ein Problem, welches ich gerne etwas
vermindere. Vielleicht liege ich auch flacsh und den Reifen
juckt das nicht. Ich fange da keine Versuchsreihe an.

Ist eigentlich nur deine Meinung zul�ssig?

>>> Bei Eis gibts ohnedies keine hohen Geschwindigkeiten und (vermutlich)
>>> auch keine scharfen Bordsteinkanten, also keine besondere
>>> Snake-Bite-Gefahr.
>>

>>Du meinst, bei gr��eren gefrorenen Pf�tzen ver�ndert die
>>Bordsteinkante daneben ihre Form?
>>
> Wer f�r gefrorene Pf�tzen Spikes aufzieht, den w�rde ich wirklich
> nicht ernst nehmen.

Ich ziehe die Spikes /auch/ wegen gefrorener Pf�tzen auf.
In Kurven k�nnen die durchaus unangenehm werden.

> Und
> man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.

Stimmt. Geschlossene Eisdecke auf der Fahrbahn gibt es leider viel
zu selten. ;-)

> Aber
> wer Hirn hat, f�hrt immer besser.

Ich fahre durch Benutzung des Hirns besser.

flo
--
Ah, endlich mal kein Gruppenkasper, sondern ein Usenet-Depp, wie ich schon
lange keinen mehr gelesen habe. [Dieter Bruegmann zu 'kovacevic' in dag�]

Heinz Blüml

unread,
Dec 29, 2009, 3:22:56 PM12/29/09
to
On Tue, 29 Dec 2009 19:21:38 +0100, Florian Gross
<usenet-spam-g...@grossing.de> wrote:

>Heinz Blüml glaubte zu wissen:

>> Willst du daraus ein gesetzliche Verpflichtung ableiten?


>
>Hab ich das irgendwo geschrieben? Willst du aus deinen 2,5 bar
>eine gesetzliche Verpflichtung ableiten?
>
>Ich hab mit den 3 bar gut 40km bei gefrierendem Nieselregen (bis zu 2cm

>dickes Eis auf den Wegen) mit Anhänger (ca. 45kg) bei Steigungen bis
>12% und Gefällen bis 18% zurückgelegt. Und ich hatte nur bei den 18%
>Probleme, weil der Weg zur Seite hängt und der Anhänger ausbrechen


>wollte. Da bin ich halt im Schotter neben dem Weg gefahren.
>

Dafür hast du, unbeschadet sonstiger Differenzen, meinen vollen
Respekt.

>Für mich sind die 3 bar brauchbar.
>
>Wegen mir darfst du auch mit 0,5 bar fahren, wenn es dir Spaß macht.
>
Oh, bin ich dir dafür was schuldig;)?

>>>> Messen halte ich für überflüssig, ein Daumendruck sollte soweit
>>>> "geeicht" werden, um den günstigen (Minder)Druk zu erspüren.


>>>
>>>Ich hab mir jetzt eine kleine Luftpumpe mit Manometer zugelegt.

>>>Längere Strecken mit sehr niedrigem Druck fahren stelle ich mir
>>>nicht besonders gesund für die Reifenflanken vor.
>>>
>> Schau, für deine Alpträume bist du selber zuständig.
>

>Das reicht auch völlig, glaub mir.
>
Ja, so sehe ich das auch.

>> Wenn du keine anderen Probleme hast seien dir diese vom Herzen

>> vergönnt.


>
>Die Vorstellung eines platzenden Reifen bei einer schnellen
>Abfahrt sind IMO schon ein Problem, welches ich gerne etwas
>vermindere. Vielleicht liege ich auch flacsh und den Reifen
>juckt das nicht. Ich fange da keine Versuchsreihe an.
>

Sehr vernünftig.

>Ist eigentlich nur deine Meinung zulässig?
>
Es geht nicht ums Nur, sondern ums Auch.

>> Wer für gefrorene Pfützen Spikes aufzieht, den würde ich wirklich
>> nicht ernst nehmen.
>
>Ich ziehe die Spikes /auch/ wegen gefrorener Pfützen auf.
>In Kurven können die durchaus unangenehm werden.
>
Dann mach ich bei dir einen Ausnahme;)

>> Und
>> man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.
>
>Stimmt. Geschlossene Eisdecke auf der Fahrbahn gibt es leider viel
>zu selten. ;-)
>

Naja, ein See oder ein Teich;)

>> Aber
>> wer Hirn hat, fährt immer besser.


>
>Ich fahre durch Benutzung des Hirns besser.
>

Glaube kann Berge versetzen;)

h

Heinz Blüml

unread,
Dec 29, 2009, 3:24:26 PM12/29/09
to
On Tue, 29 Dec 2009 19:05:26 +0100, Florian Gross
<usenet-spam-g...@grossing.de> wrote:

>Heinz Blüml glaubte zu wissen:


>> On 29 Dec 2009 07:48:26 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:

>>>Entscheiden hängt aber der Vorgang vom Verhältnis
>>>Ausströmquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.
>>
>> Das eigentliche Problem dabei ist, das der"Ausströmquerschnitt"
>> (=Ventil) - und die dabei nicht unbeträchltichen Widerstände - einer
>> mathematischen Beschreibung unzugänglich sind.
>> Ausprobieren (im Trockentraining) wäre eine Möglichkeit.
>

>Spielt da auch die Temperatur (0°C, -10°C) eine Rolle?
>

Vernachlässigbar.
Hirn einschalten genügt.

h

Ewald Pfau

unread,
Dec 29, 2009, 4:45:26 PM12/29/09
to
In de.rec.fahrrad, Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote:
> Ewald Pfau schrieb:

> Vor obigen Zitat stand das (in diesem Zusammenhang nicht ganz
> unwichtige) Wort "Beispiel".

schon ...

> Abgesehen davon besteht kein Anlaß zur Sorge: die Formel von
> Saint-Venant/Wantzel gilt auch für höhere Innendrücke.

aber, zugegeben, ich hatte mich eher deshalb kurz eingeklinkt, weil ich in
Sorge war, gar könnte es zu häufig Anlass geben, dass Räder geschoben werden
müssen, wenn '2 bar' womöglich als eine Art Pi-mal-Daumen-Konstante mit
Eigendynamik herumgeistern, wogegen die Vorbeugung dann eher einfach ist,
wenn sozusagen geheime Faktizitäten ihr Unwesen zu treiben drohen.

> Passende Zahlenwerte selbständig in eine Formel einsetzen zu können,
> gehört IMHO auch zur zivilisatorischen Alltagskultur ...

Nun ja, exakte Bestandsexegese war soeben, wunderbar.

Nicht dass es nicht funktionierte, aber
hinterher nurmehr am Rädchen drehen, da fehlt dann etwas.

Als Zaungast hätte ich aus Plaisir für den Zusammenhang von Zeitmessung und
luftdurchströmten Kanälen gesucht, ob sich der alte Helmholtz irgendwo
auftreiben lässt.

Vogel

unread,
Dec 30, 2009, 4:34:20 AM12/30/09
to
Heinz Bl�ml <k.h.b...@chello.at> wrote in
news:ajljj5lob4oa05f2v...@4ax.com:

> On 29 Dec 2009 07:48:26 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:
>

>>Entscheidend h�ngt aber der Vorgang vom Verh�ltnis
>>Ausstr�mquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.

>
> Das eigentliche Problem dabei ist, das der"Ausstr�mquerschnitt"
> (=Ventil) - und die dabei nicht unbetr�chltichen Widerst�nde - einer
> mathematischen Beschreibung unzug�nglich sind. Ausprobieren (im
> Trockentraining) w�re eine M�glichkeit.
>

Wie kommst du auf diesen schmalen Trichter?
Du hast dich mit der Materie intensiv befasst?
>
In der Tat macht man das, klassisch, bei der technischen Auslegung mit
Hilfe von getesteten Formparametern, aber nur weil dieser praktische Weg
einfacher und billiger ist.
Heutzutage kann man das allerdings mit Grossrechnern bis aufs Detail
simulieren.

Vogel

unread,
Dec 30, 2009, 4:43:44 AM12/30/09
to
Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
news:hhdd63$vf9$01$1...@news.t-online.com:

> Stefan Sprungk schrieb:

>>
>> Fertige Formeln zu verwenden ist doch langweilig.
>
> Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fu�" aus der
> Bernoulli-Gleichung herleiten.
>

Na ja, e bisserl mehr wird's schon brauchen.
Das w�re aber bestimmt mal intersant, wenn du uns das hier vorf�hren
k�nntest, denn das war ja gerde das Anliegen des OP, zu sehen welches die
Zusammenh�nge sind.


>
>> Zumal die Angegebene nur f�r einen kurzen Zeitmoment gilt und nur die
>> Ausstr�mgeschwindigkeit, aber nicht den Druckverlauf beschreibt.
>
> ??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL
> f�r den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert).
>

Diese DGL muss wohl beim Versenden deines Beirages verloren gegangen sein.
K�nntest du uns das nochmals posten, oder zumindest sagen wo das steht?

Heinz Blüml

unread,
Dec 30, 2009, 5:42:51 AM12/30/09
to
On 30 Dec 2009 09:34:20 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:

>Heinz Blüml <k.h.b...@chello.at> wrote in


>news:ajljj5lob4oa05f2v...@4ax.com:
>
>> On 29 Dec 2009 07:48:26 GMT, Vogel <vo...@hotmail.com> wrote:
>>

>>>Entscheidend hängt aber der Vorgang vom Verhältnis
>>>Ausströmquerschnitt/Volumen "A/V" und von der Dichte des Mediums ab.

>>
>> Das eigentliche Problem dabei ist, das der"Ausströmquerschnitt"
>> (=Ventil) - und die dabei nicht unbeträchltichen Widerstände - einer
>> mathematischen Beschreibung unzugänglich sind. Ausprobieren (im
>> Trockentraining) wäre eine Möglichkeit.
>>

>Wie kommst du auf diesen schmalen Trichter?
>Du hast dich mit der Materie intensiv befasst?
>>

Ausreichend, um die obigen Aussagen machen zu können.
Hast du jemals ein Fahrradventil gesehen?

>In der Tat macht man das, klassisch, bei der technischen Auslegung mit
>Hilfe von getesteten Formparametern, aber nur weil dieser praktische Weg
>einfacher und billiger ist.

Es ist der einzig (in der praqktischen Anwendung) sinnvolle, wenn man
nicht nur Eiertänze machen will.

>Heutzutage kann man das allerdings mit Grossrechnern bis aufs Detail
>simulieren.
>>

Das glaub ich dir, allerdings sind die Paramter, die man dabei
ansetzt, die (große?) Unbekannte.

h

Ulrich Lange

unread,
Dec 30, 2009, 6:13:33 AM12/30/09
to
Vogel schrieb:

> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
> news:hhdd63$vf9$01$1...@news.t-online.com:
>
>> Stefan Sprungk schrieb:
>>> Fertige Formeln zu verwenden ist doch langweilig.
>> Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fuᅵ" aus der
>> Bernoulli-Gleichung herleiten.
>>
> Na ja, e bisserl mehr wird's schon brauchen.

Jo. Die Gleichungen fᅵr isentrope Zustandsᅵnderung idealer Gase und fᅵr
die Massenerhaltung.

> Das wᅵre aber bestimmt mal intersant, wenn du uns das hier vorfᅵhren
> kᅵnntest,

Sonst noch Wᅵnsche? Das wird in jedem besseren Lehrbuch fᅵr
Strᅵmungsmechanik ausfᅵhrlich hergeleitet. Bei google-books online
verfᅵgbar ist z.B. Zierep, Grundzᅵge der Strᅵmungslehre (Kapitel 3.1
Stromfadentheorie, Seite 60ff). Selber lesen macht klug.

> denn das war ja gerde das Anliegen des OP, zu sehen welches die

> Zusammenhᅵnge sind.

Nein. Der OP suchte vielmehr "eine Art Faustformel".

>> ??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL

>> fᅵr den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert).

>>
> Diese DGL muss wohl beim Versenden deines Beirages verloren gegangen sein.

> Kᅵnntest du uns das nochmals posten, oder zumindest sagen wo das steht?

Ich hatte es skizziert, nicht explizit hingeschrieben. Also nochmal: Die
Druckᅵnderung ist eine Funktion des Massenstroms mdot(t) aus dem Behᅵlter:

dp/dt = f(mdot(t))

Wie f konkret aussieht, steht z.B. im Beitrag von Stefan Sprungk. Fᅵr
mdot(t) setzt Du nun den von mir aus Saint-Venant/Wantzel hergeleiteten
Zusammenhang mdot(t) = g(p(t)) ein. Fertig.

Ob die Verwendung dieses quasistationᅵren(!) Zusammenhangs in der DGL
tatsᅵchlich gerechtfertigt ist, kᅵnnte man vielleicht nochmal
diskutieren, aber sicher nicht mit Dir. (Saint-Venant war nᅵmlich schon
an der Ecole des Ponts et Chaussees Nachfolger von Coriolis. Das reicht)

--
Gruᅵ, Ulrich Lange

Vogel

unread,
Dec 30, 2009, 8:01:02 AM12/30/09
to
Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
news:hhfcki$bke$02$1...@news.t-online.com:

> Vogel schrieb:
>> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
>> news:hhdd63$vf9$01$1...@news.t-online.com:
>>
>>> Stefan Sprungk schrieb:
>>>> Fertige Formeln zu verwenden ist doch langweilig.

>>> Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fu�" aus


>>> der Bernoulli-Gleichung herleiten.
>>>
>> Na ja, e bisserl mehr wird's schon brauchen.
>

> Jo. Die Gleichungen f�r isentrope Zustands�nderung idealer Gase und
> f�r die Massenerhaltung.
>
>> Das w�re aber bestimmt mal intersant, wenn du uns das hier vorf�hren
>> k�nntest,
>
> Sonst noch W�nsche?
>
Ja. Dass du SaintVenant/Wantzel-Formel verstanden h�ttest.
>
> Das wird in jedem besseren Lehrbuch f�r
> Str�mungsmechanik ausf�hrlich hergeleitet. Bei google-books online
> verf�gbar ist z.B. Zierep, Grundz�ge der Str�mungslehre (Kapitel 3.1


> Stromfadentheorie, Seite 60ff). Selber lesen macht klug.
>

Selber denken um zu verstehen was man liest, macht noch kl�ger.


>
>> denn das war ja gerde das Anliegen des OP, zu sehen welches die

>> Zusammenh�nge sind.


>
> Nein. Der OP suchte vielmehr "eine Art Faustformel".
>

Zitat:


"In erster N�herung sollte man annehmen, da� sich alles wie ideales Gas
verh�lt und weiterhin, da� der ganze Vorgang isotherm(?) abl�uft. Auf
die Schnelle f�llt mir aber nicht ein, wie hier die Zeit t
unterzubringen ist."
>

>>> ??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL

>>> f�r den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert).

>>>
>> Diese DGL muss wohl beim Versenden deines Beirages verloren gegangen

>> sein. K�nntest du uns das nochmals posten, oder zumindest sagen wo


>> das steht?
>
> Ich hatte es skizziert, nicht explizit hingeschrieben. Also nochmal:

> Die Druck�nderung ist eine Funktion des Massenstroms mdot(t) aus dem
> Beh�lter:
>
Siehst du, wenn du die SaintVenant/Wantzel-Formel nicht nur gelesen,
sondern verstanden h�ttest, w�sstest du, dass die Druck�nderung auch eine
Funktion der Temperatur ist.
>
> dp/dt = f(mdot(t))
>
Das geht aus der SaintVenant/Wantzel-Formel wie hervor?


>
> Wie f konkret aussieht, steht z.B. im Beitrag von Stefan Sprungk.
>

Da schon, aber nicht bei dir, weil die SaintVenant/Wantzel-Formel das
n�mlich nicht leisten kann. Um letzteres geht es, nicht um was du
geschrieben hast.
>
> F�r mdot(t) setzt Du nun den von mir aus Saint-Venant/Wantzel


> hergeleiteten Zusammenhang mdot(t) = g(p(t)) ein. Fertig.
>

Na ja, Weihnachten ist ja nun vor�ber. Fromme W�nsche gehen daher nicht
mehr in Erf�llung.
�brigens ich habe mir alle deine Beitr�ge angesehen, ohne eine Herleitung
zu finden. Muss bestimmt beim Versenden verloren gegangen sein.
>
> Ob die Verwendung dieses quasistation�ren(!) Zusammenhangs in der DGL
> tats�chlich gerechtfertigt ist, k�nnte man vielleicht nochmal


> diskutieren, aber sicher nicht mit Dir.
>

Wohl eher nicht mit dir, da du die SaintVenant/Wantzel-Formel einfach
abkopiert hast ohne sie zu verstehen.
>
Wir haben zwei Zust�nde der Luft im Reifen:
>
(p1,V1,T1) und (p2,V2,T2)
>
Unter der Annhame, dass die Str�mungsgeschwindigkeit im Reifen gleich Null
ist, setzt man die Entalpie�nderung der Luft im Reifen gleich der
kinetischen Energie der austr�menden Luft, also der verrichteten Arbeit.
Man ber�cksichtigt dabei auch die Masseerhaltung.
>
delta_m1 = delta_m2
>
daher:
v2 = sqrt[2 * delta_h]
delta_h = cp * T1 * (1 - p2/p1)^(k-1)/k
cp = R * k/(k-1)
R*T1 = p1/rho1
>
So gelangt man zu der von dir zitierten Formel, um mal hier die
Zusammenh�nge zu schildern.
>
"p2" ist also nicht der von dir angegebene Umgebungsdruck, sondern der
Druck im Endzustand im Reifen. "p2" ist lediglich bei komplettem
Druckausgleich indentisch mit dem Umgebungsdruck.
>
"v2" ist also die *mittlere* Geschwindigkeit im Zeitinterval der
Austr�mung, vom Druck p1 zum Druck p2.
Sie zeigt also insbesondere nicht die in dieser Zeit erfolgte Abh�ngigkeit
>
dp/dt
>
Andererseits hast du bei 2bar eine Geschwindigkeit von 320m/s errechnet.
Im Fahrradreifen sind aber bis zu 10bar. Nach deiner Rechnung w�rde also
dann die austr�mende Luft die Schallgeschwindigkeit �bersteigen. Das ist
aber praktisch nicht m�glich. Das ist eben ein Defizit der
SaintVenant/Wantzel-Formel.
>
> (Saint-Venant war n�mlich


> schon an der Ecole des Ponts et Chaussees Nachfolger von Coriolis. Das
> reicht)
>

Schade nur, dass du nicht auch da warst.
Aber das Abschreiben beherrscht du schon.
Mit dem Verst�ndnis happert es noch.

Florian Gross

unread,
Dec 30, 2009, 8:33:35 AM12/30/09
to
Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:
> On Tue, 29 Dec 2009 19:21:38 +0100, Florian Gross
>>Heinz Bl�ml glaubte zu wissen:

>>Ich hab mit den 3 bar gut 40km bei gefrierendem Nieselregen (bis zu 2cm


>>dickes Eis auf den Wegen) mit Anh�nger (ca. 45kg) bei Steigungen bis
>>12% und Gef�llen bis 18% zur�ckgelegt. Und ich hatte nur bei den 18%

>>Probleme, weil der Weg zur Seite h�ngt und der Anh�nger ausbrechen


>>wollte. Da bin ich halt im Schotter neben dem Weg gefahren.
>>

> Daf�r hast du, unbeschadet sonstiger Differenzen, meinen vollen
> Respekt.

Danke. Bei vorausschauendem Fahren (langsam um Kurven fahren, ganz
langsam hoch oder runter fahren) geht das gut. Und auf ebener Strecke
sind auch mal 20km/h drin. Das geht sogar so gut, da� man gar nicht
merkt, wie glatt es ist, bis man dann Pause machen will und absteigt...
Daf�r sollte man dann ins Gras neben der Wiese fahren.

>>F�r mich sind die 3 bar brauchbar.
>>
>>Wegen mir darfst du auch mit 0,5 bar fahren, wenn es dir Spa� macht.
>>
> Oh, bin ich dir daf�r was schuldig;)?

Weiter Fahrrad fahren. ;-)

>>Ist eigentlich nur deine Meinung zul�ssig?


>>
> Es geht nicht ums Nur, sondern ums Auch.

Also k�nnen wir uns darauf verst�ndigen, da� jeder seinen Senf
dazu gibt und der OP dann die Qual der Wahl hat?

>>> Wer f�r gefrorene Pf�tzen Spikes aufzieht, den w�rde ich wirklich
>>> nicht ernst nehmen.
>>


>>Ich ziehe die Spikes /auch/ wegen gefrorener Pf�tzen auf.

>>In Kurven k�nnen die durchaus unangenehm werden.


>>
> Dann mach ich bei dir einen Ausnahme;)

Oh, sehr sch�n.

Ich fahr einfach den ganzen Winter �ber mit Spikes, da mu� ich mir
nicht gro�artig Gedanken dr�ber machen, ob da jetzt irgendwo Eis
lauern k�nnte oder nicht.

In den letzten zwei Wochen war das auch kein Fehler.

>>> Und
>>> man kann halt nicht alles gleichzeitig haben.
>>
>>Stimmt. Geschlossene Eisdecke auf der Fahrbahn gibt es leider viel
>>zu selten. ;-)
>>
> Naja, ein See oder ein Teich;)

Daf�r ist es dann meist wieder nicht kalt genug. Leider.

flo
--
was ist eigentlich Rekursi$#*�%NO CARRIER [Hajo Pflueger in dag�]

Heinz Blüml

unread,
Dec 30, 2009, 10:15:52 AM12/30/09
to
On Wed, 30 Dec 2009 14:33:35 +0100, Florian Gross
<usenet-spam-g...@grossing.de> wrote:

>Heinz Blüml glaubte zu wissen:

>>>Ist eigentlich nur deine Meinung zulässig?


>>>
>> Es geht nicht ums Nur, sondern ums Auch.
>

>Also können wir uns darauf verständigen, daß jeder seinen Senf


>dazu gibt und der OP dann die Qual der Wahl hat?
>

Bei dem mit dem Senf stimme ich überein.
Obs für irgendwen (ausser für uns) einen Sinn hat, bezweifle ich.
Aber, so ist das Leben.
Manchmal ungerecht.

h

Ulrich Lange

unread,
Dec 30, 2009, 12:13:12 PM12/30/09
to
Vogel schrieb:
> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote
>
>>> denn das war ja gerde das Anliegen des OP, zu sehen welches die
>>> Zusammenhᅵnge sind.

>> Nein. Der OP suchte vielmehr "eine Art Faustformel".
>>
> Zitat:
> "In erster Nᅵherung sollte man annehmen, daᅵ sich alles wie ideales Gas
> verhᅵlt und weiterhin, daᅵ der ganze Vorgang isotherm(?) ablᅵuft. Auf
> die Schnelle fᅵllt mir aber nicht ein, wie hier die Zeit t
> unterzubringen ist."

Dies ist aber kein Zitat vom OP (Stefan Zitzmann), sondern aus dem
Folgepost von Stefan Gerlach. Du solltest an Deinem Leseverstᅵndnis
arbeiten.

>>>> ??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL

>>>> fᅵr den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert).

>>>>
>>> Diese DGL muss wohl beim Versenden deines Beirages verloren gegangen

>>> sein. Kᅵnntest du uns das nochmals posten, oder zumindest sagen wo


>>> das steht?
>> Ich hatte es skizziert, nicht explizit hingeschrieben. Also nochmal:

>> Die Druckᅵnderung ist eine Funktion des Massenstroms mdot(t) aus dem
>> Behᅵlter:

>>
> Siehst du, wenn du die SaintVenant/Wantzel-Formel nicht nur gelesen,

> sondern verstanden hᅵttest, wᅵsstest du, dass die Druckᅵnderung auch eine
> Funktion der Temperatur ist.

So so. Das habe ich also nicht verstanden? Wieso reite ich denn Deiner
Meinung nach sonst hier stᅵndig auf "Isentropie statt Isothermie" herum?

>> dp/dt = f(mdot(t))
>>
> Das geht aus der SaintVenant/Wantzel-Formel wie hervor?

Gar nicht. Habe ich behauptet, daᅵ das aus Saint-Venant/Wantzel
hervorgeht?. Du solltest an Deinem Leseverstᅵndnis arbeiten.

>> Wie f konkret aussieht, steht z.B. im Beitrag von Stefan Sprungk.
>>
> Da schon, aber nicht bei dir, weil die SaintVenant/Wantzel-Formel das

> nᅵmlich nicht leisten kann. Um letzteres geht es, nicht um was du
> geschrieben hast.

Ich habe ehrlich gesagt auch den Eindruck, daᅵ es nicht um das geht, was
ich geschrieben habe... :-(

EOD.

Vogel

unread,
Dec 30, 2009, 2:19:31 PM12/30/09
to
Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
news:hhg1mr$4v1$03$1...@news.t-online.com:

> Vogel schrieb:
>> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote
>

> So so. Das habe ich also nicht verstanden? Wieso reite ich denn Deiner

> Meinung nach sonst hier st�ndig auf "Isentropie statt Isothermie"
> herum?
>
Weil du mit Kanonen auf Spatzen schiesst.
Wenn man mit Kanonen auf Spatzen schiesst, sollte man zumindest die Kanone
bedienen k�nnen.
Auch deswegen:


""Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fu�" aus der
Bernoulli-Gleichung herleiten."
>

>> Zumal die Angegebene nur f�r einen kurzen Zeitmoment gilt und nur die
>> Ausstr�mgeschwindigkeit, aber nicht den Druckverlauf beschreibt.
>

>>> dp/dt = f(mdot(t))
>>>
>> Das geht aus der SaintVenant/Wantzel-Formel wie hervor?
>

> Gar nicht. Habe ich behauptet, da� das aus Saint-Venant/Wantzel
> hervorgeht?. Du solltest an Deinem Leseverst�ndnis arbeiten.
>
Du solltest dir deine Behauptungen merken. Mein Leseverst�ndnis ist ok.
Das stammt doch von dir:


"??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL

f�r den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert)."
>
> Ich habe ehrlich gesagt auch den Eindruck, da� es nicht um das geht,


> was ich geschrieben habe... :-(
>

Dir schon. Mir geht es nur um die Sache.

Ulrich Lange

unread,
Dec 30, 2009, 3:46:18 PM12/30/09
to
Vogel schrieb:
> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
> news:hhg1mr$4v1$03$1...@news.t-online.com:
>
>> Vogel schrieb:
>>> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote
>> So so. Das habe ich also nicht verstanden? Wieso reite ich denn Deiner
>> Meinung nach sonst hier stᅵndig auf "Isentropie statt Isothermie"

>> herum?
>>
> Weil du mit Kanonen auf Spatzen schiesst. Wenn man mit Kanonen auf
> Spatzen schiesst, sollte man zumindest die Kanone bedienen kᅵnnen.

Oha. Das interessiert mich jetzt aber doch: Was ist denn Deiner Meinung
nach hier die "Kanone"?

> Auch deswegen:


> ""Wenn einem langweilig ist, kann man Saint-Venant auch "zu Fuᅵ" aus der
> Bernoulli-Gleichung herleiten."

Und? Was gefᅵllt Dir an dem Satz nicht? Ist die Grundlage der Herleitung
von Saint-Venant Deiner Meinung nach nicht die Bernoulli-Gleichung fᅵr
kompressible Medien (Gleichung 3.12b bei Zierep)? Natᅵrlich braucht man
zusᅵtzlich noch die Isentropengleichung, um den Term \int dp/\rho in der
Bernoulli-Gleichung zu konkretisieren.

>>> Zumal die Angegebene nur fᅵr einen kurzen Zeitmoment gilt und nur die
>>> Ausstrᅵmgeschwindigkeit, aber nicht den Druckverlauf beschreibt.

>>>> dp/dt = f(mdot(t))
>>>>
>>> Das geht aus der SaintVenant/Wantzel-Formel wie hervor?

>> Gar nicht. Habe ich behauptet, daᅵ das aus Saint-Venant/Wantzel
>> hervorgeht?. Du solltest an Deinem Leseverstᅵndnis arbeiten.
>>
> Du solltest dir deine Behauptungen merken. Mein Leseverstᅵndnis ist ok.


> Das stammt doch von dir:
> "??? Ich hatte doch skizziert, wie man von Saint-Venant zu einer DGL

> fᅵr den Druckverlauf kommt (ist oben sogar noch teilweise zitiert)."

Auch das heiᅵt nicht, daᅵ man neben Saint-Venant noch andere Zutaten
(wie eben die Massenerhaltung) fᅵr die DGL braucht. Deine Interpretation
(nᅵmlich daᅵ das angeblich heiᅵt, daᅵ die DGL ausschlieᅵlich aus
Saint-Venant folgt) ist entweder bewuᅵt bᅵswillig oder sie zeugt von
mangelndem Leseverstᅵndnis.

>> Ich habe ehrlich gesagt auch den Eindruck, daᅵ es nicht um das geht,


>> was ich geschrieben habe... :-(
>>
> Dir schon. Mir geht es nur um die Sache.

Wenn es Dir um die Sache geht, dann gewᅵhn Dir mal einen sachgemᅵᅵen Ton
an. Warum endet hier jede Diskussion, an der Du beteiligt bist, in einem
Hahnenkampf? Daᅵ hier alle auᅵer Dir ahnungslose Idioten sind, ist ein
Trugschluᅵ. Du redest mit einem promovierten Strᅵmungsmechaniker mit
knapp 20 Jahren Berufserfahrung in der Forschung. Da ich im Gegensatz zu
Dir nicht anonym poste, kannst Du gerne nach meinen Verᅵffentlichungen
googlen (und dann vielleicht die Plausibilitᅵt Deiner Behauptung, ich
hᅵtte Saint-Venant/Wantzel nicht verstanden, noch mal ᅵberdenken).

Vogel

unread,
Dec 31, 2009, 1:17:07 AM12/31/09
to
Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
news:hhge6j$u0g$03$1...@news.t-online.com:

> Vogel schrieb:
>> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
>> news:hhg1mr$4v1$03$1...@news.t-online.com:
>>

>> Weil du mit Kanonen auf Spatzen schiesst. Wenn man mit Kanonen auf

>> Spatzen schiesst, sollte man zumindest die Kanone bedienen k�nnen.


>
> Oha. Das interessiert mich jetzt aber doch: Was ist denn Deiner
> Meinung nach hier die "Kanone"?
>

Isentropie ist die Kanone.
Isothermie reicht aus.

Ulrich Lange

unread,
Dec 31, 2009, 2:19:43 AM12/31/09
to
Vogel schrieb:
> Ulrich Lange <ulrich...@invalid.invalid> wrote in
> news:hhge6j$u0g$03$1...@news.t-online.com:
>
>> Vogel schrieb:

>>> Weil du mit Kanonen auf Spatzen schiesst. Wenn man mit Kanonen auf

>>> Spatzen schiesst, sollte man zumindest die Kanone bedienen kᅵnnen.


>> Oha. Das interessiert mich jetzt aber doch: Was ist denn Deiner
>> Meinung nach hier die "Kanone"?
>>
> Isentropie ist die Kanone.
> Isothermie reicht aus.

So so. Erst bin ich also ein Idiot, weil ich angeblich nicht weiᅵ, daᅵ
der Druck im Behᅵlter bei nicht-isothermen Prozessen auch
temperaturabhᅵngig ist, und jetzt bin ich ein Idiot, weil "Isothermie
ausreicht"? Kannst Du Dich mal entscheiden?

Abgesehen davon habe ich immer noch nicht verstanden, was denn an der
harmlosen (und in diesem Zusammenhang vᅵllig ᅵblichen) Annahme
"isentrope Zustandsᅵnderung" so kanonenhaft sein soll.

Und folgende Frage aus meinem letzten Posting solltest Du ruhig auch
mal beantworten:

>> Warum endet hier jede Diskussion, an der Du beteiligt bist, in einem
>> Hahnenkampf? Daᅵ hier alle auᅵer Dir ahnungslose Idioten sind, ist
>> ein Trugschluᅵ.

P.S. Ich denke die Radfahrer sind genervt genug darᅵber, was aus ihrer
Frage geworden ist. Deshalb F`up to d.s.p.

Hermino Katzenstein

unread,
Jan 1, 2010, 5:18:04 PM1/1/10
to
Robert Bar schrieb:
> Stephan Zitzmann schrieb:
>> [...] Also in der Art eine Sekunde entspricht ungefähr einem Bar.
> ^^^^
> örks ...: schreib das nächstens bitte 'klein' ...

:-)

Stephan Zitzmann

unread,
Jan 16, 2010, 11:41:57 AM1/16/10
to
Stephan Zitzmann <zs.h...@gmx.de> schrieb:

>Hallo,


>
>ich habe mal die Snow Studs von Marathon ausprobiert. In der Anleitung
>steht, dass man, damit die Spikes ihre Wirkung entfalten, den
>Luftdruck von vier auf drei Bar ablassen soll.

>Da zu wenig Luft auch Pannen erzeugen kann, habe ich mich gefragt, ob
>es eine Art Faustregel gibt zum Luft ablassen? Also in der Art eine
>Sekunde entspricht ungef�hr einem Bar.
>
Heute habe ich mal die Luft abgelassen. Ich hatte 4,5 Bar. Ich dr�ckte
auf das Ventil und z�hlte 21, 22, 23. Als ich mit dem SKS
Rennkompressor aufpumpen wollte, zeigte der mir 3 Bar an.

Es handelte sich um Snow Stud 559-50. Das Ventil war ein
Sclaverand-Ventil.

GS
--
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/buch_abfrage.php?menuid=18
http://www.musiklehrer-fuer-musiklehrer.de/CD_abfrage.php?menuid=19
http://www.blog.gitarrenunterricht-frankfurt.de/
http://www.radreisen.stephan-zitzmann.de/2007/09/27/velotraum-erfahrungsbericht/

Arno Welzel

unread,
Jan 17, 2010, 11:30:07 AM1/17/10
to
Juergen schrieb:

> Am Mon, 28 Dec 2009 14:08:27 +0100 schrieb Arno Welzel
>
>> Es gibt von Schwalbe auch kleine Luftdruckprüfer mit Digitalanzeige
>
> Funktioniert das Teil bei Dir perfekt? Ich messe damit an Schläuchen mit
> Autoventilen vor allem beim ersten Versuch gerne mal viel zu niedrige
> Drücke.

Ich habe damit bisher keine Probleme. Bei den ersten 1-2 Versuchen war
es allerdings Gewöhnungssache, das Ding richtig an das Ventil
anzusetzen. Seit dem stelle ich aber keine nennenswerten Abweichungen
zwischen dem Druckanzeiger meiner Standluftpumpe und diesem Druckmesser
fest.


--
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

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