Untertänigkeitsverhalten Re: Gewaltförmige Konflikte

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Ervin Peters

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Jan 27, 2008, 4:31:58 AM1/27/08
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Am Sun, 27 Jan 2008 07:26:34 +0100 schrieb Hanuman:

...das ist ja mal interessant zu den Gewaltandrohungen und taten, die wir
im Zusammenhang mit Radfahren in drf und dsv (oder war es dsrs?)
diskutierten.

...deshalb erlaube ich mir mal ein Fullquote,
Xpost in drf und dsv und bitte fup2 geeignet zu setzen.

ervin

Am Sun, 27 Jan 2008 07:26:34 +0100 schrieb Hanuman in de.sci.psychologie:

> In der Frankfurter Rundschau
> (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?
em_cnt=1277222)
> las ich vorgestern eine Darstellung der wirklichen Verlaufsstufen
> gewaltfoermiger Konflikte des
> University-of-Pensylvania-Soziologen/-Kriminolgen R. Collins. Offenbar
> haben nur 15-20% der Soldaten im I. Weltkrieg ihre Waffen wirklich
> benutzt, es braucht ganz besondere Bedingungen, das ein Mensch Gewalt
> ausuebt. Weiter: "Auch Gangs und Schlägertypen üben Gewalt meist nur
> dann erfolgreich aus, wenn ein solches ungleiches Kräfteverhältnis
> vorliegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Polizisten gewalttätig werden,
> ist am höchsten, wenn sie dem Verdächtigen zahlenmäßig weit überlegen
> sind. Im Krieg geschehen Massaker meist dann, wenn der Feind plötzlich
> passiv wird, wenn er etwa in einen Schockzustand gerät und zu einer
> Gegenwehr nicht mehr fähig ist. Bei dieser Gewaltform ist die
> psychologische Dominanz viel wichtiger als die physische. Die zweite
> Methode ist äußerst abstoßend, dennoch ist sie wahrscheinlich die am
> weitesten verbreitete Form der Gewalt. Im verkleinerten Maßstab kommt
> dieses Prinzip in den meisten Fällen von häuslicher Gewalt zur
> Anwendung." Collins impliziert für mich, dass, wer "Schwäche"
> signalisiert angegriffen wird. Ich erinnere mich an Befunde, dass
> häufigere Gewalt-Opfer, nachdem sie Selbstverteidigungskurse besuchten,
> nicht in die Verlegenheit kamen, die erlernten Techniken anzuwenden, da
> sie nicht mehr angegriffen wurden. Es scheint auch ein Buch von Collins
> zu geben ("Violence: A Microsociological Theory" /Princeton University
> Press, 2008).
>
> Was mich interessiert: Gibt es solche Untersuchungen/Befunde eigentlich
> auch in Deutschland? Besondere, empfehlenswert Fachbücher?
>
> Martin

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