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Mindestbreite für Zweirichtungsradweg

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Juergen

unread,
Nov 30, 2015, 10:06:35 AM11/30/15
to
Servus.

Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.

Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.

Oder es stand falsch in der Zeitung und soll eigentlich ein kombinierter
Geh- und Radweg werden. Was bei einem Neubau auch komisch anmutet.

Die Brücke steht direkt am Maintalradweg wird von dessen Benutzern aber
nur gebraucht, um unsere Kleinstadt besuchen zu können. Ansonsten kann
man auch über die nächsten Brücke keine zwei Kilometer weiter (mit
kombinierten Geh-/Radweg samt bescheidener Anbindung) fahren.

Über die Brücke fahren täglich etwa 5000 Kfz, früher waren es mal mehr.

cu.
Juergen

--

\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\
\ Freie Bits für frei Buerger \
\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\

Martin Wohlauer

unread,
Nov 30, 2015, 11:09:28 AM11/30/15
to
Am 30.11.2015 um 16:06 schrieb Juergen:
> Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
> breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
> Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.

Was sie bloß immer mit ihren Radwegen über Brücken haben. Was soll der
Schmarrn eigentlich? Auch hierzustadt gibt es da einige Beispiele, wo
vor und nach der Brücke nichts ist, aber auf der Brücke ist ganz ganz
dringend die Notwendigkeit für Reserverate, sonst hätten sie ja wohl
keine gemacht... Und natürlich fast immer Hochbord, damit's nach der
Brücke für den ersten Rechtsabbieger gleich wieder lustig wird.

> Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
> benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.

Wenn das ein getrennter Geh- und Radweg werden soll, ist das der Lacher
des Monats. Die können dann ja mal zeigen, wie sie mit zwei
durchschnittlichen Lenkern aneinander vorbei kommen, ohne sich zu
behakeln. Hint: Meiner ist 60 cm breit und ganz und gar nicht das
auslandendste Modell... Selbst mit schmalen Fixis würde es da definitiv
zu eng werden, sodass illegales Ausweichen auf den Gehwegteil quasi
zwangsläufig würde. Damit könnten sie sich aber die BP gleich von
vornherein in den allerwertesten stecken.

> Oder es stand falsch in der Zeitung und soll eigentlich ein kombinierter
> Geh- und Radweg werden. Was bei einem Neubau auch komisch anmutet.

Würde aber dem entsprechen, was hier auch oft gemacht wurde. 240er auf
beiden Seiten, aber jeweils in Fahrtrichtung. Warum eure Helden da einen
Zweirichtungsweg draus machen wollen, ist mir aber auch nicht klar. Wie
sind denn die Anschlüsse gestaltet? Oder soll man dann bei Erreichen der
Brücke schnell mal die Straßenseite wechseln, um direkt danach wieder
nach rechts zu purzeln?

> Die Brücke steht direkt am Maintalradweg wird von dessen Benutzern aber
> nur gebraucht, um unsere Kleinstadt besuchen zu können. Ansonsten kann
> man auch über die nächsten Brücke keine zwei Kilometer weiter (mit
> kombinierten Geh-/Radweg samt bescheidener Anbindung) fahren.
>
> Über die Brücke fahren täglich etwa 5000 Kfz, früher waren es mal mehr.

Lacher.

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Nov 30, 2015, 11:34:45 AM11/30/15
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Was sie bloß immer mit ihren Radwegen über Brücken haben. Was soll der
> Schmarrn eigentlich? Auch hierzustadt gibt es da einige Beispiele, wo
> vor und nach der Brücke nichts ist, aber auf der Brücke ist ganz ganz
> dringend die Notwendigkeit für Reserverate, sonst hätten sie ja wohl
> keine gemacht... Und natürlich fast immer Hochbord, damit's nach der
> Brücke für den ersten Rechtsabbieger gleich wieder lustig wird.

Bei Brücken, die in der Mitte einen Buckel haben, dem Radfahrer also
eine Steigung abverlangen, könnte man es ja fast noch verstehen: Die
immer langsamer werdenen Radfahrer sollen halt die Autos nicht in ihrem
Vorwärtsdrang einschränken.

Kürzlich ist mir sowas aber bei einer Eisenbahnbrücke aufgefallen, bei
der die Bahn in einem Geländeeinschnitt fährt und die Straße über der
Brücke also keinerlei Steigung aufweist...

ciao

dirk

Martin Wohlauer

unread,
Nov 30, 2015, 11:52:26 AM11/30/15
to
Also ich weiß ja nicht, wie viel Höhenunterschied das so
durchschnittlich ist. Aber ich glaube irgendwie nicht, dass das der
Grund ist. Nehmen wir mal nen halben Meter Höhenunterschied her (was ich
schon eine Menge fände, wenn ich die hiesigen Brücken so ansehe) und ein
Anfangstempo von 20 km/h. Das ist jetzt nicht irre viel aber auch nicht
wenig. Dann dürfte, unter Vernachlässigung sonstiger Einflüsse, die
Geschwindigkeit am höchsten Punkt auch nur bis auf 16,5 km/h runter.
Diese popeligen 3,5 km/h werden es ja wohl (hoffentlich) nicht sein.
Eine Gegenwindböhe hat da schon mehr Effekt. Und das war jetzt alles
unter der Annahme, dass man bloß rollt bzw. gerade so die Luft- und
Rollreibwiderstände ausgleicht. Bei höheren Anfangsgeschwindigkeiten ist
dann zwar der Unterschied tendenziell immer größer. Aber die meisten
Leute, die ich kenne, versuchen instinktiv den Geschwindigkeitsverlust
zu kompensieren. Das Ende des motorisierten Abendlandes kann man damit
auf jeden Fall kaum herbei phantasieren.

Grüßle,

Martin.

[hr. Maer[ker

unread,
Nov 30, 2015, 12:09:28 PM11/30/15
to
Martin Wohlauer wrote:
> Was sie bloß immer mit ihren Radwegen über Brücken haben.

Dito hierzugegend, aber vor allem außerorts. Einzelne Landstraßen haben
seit Jahren kurze Radwegstücke über Brücken, nebst per Blauschild
erzwungen Seitenwexeln. Mind. einen tödlichen Unfall gab es deswegen schon.

> Wenn das ein getrennter Geh- und Radweg werden soll, ist das der Lacher
> des Monats. Die können dann ja mal zeigen, wie sie mit zwei
> durchschnittlichen Lenkern aneinander vorbei kommen, ohne sich zu
> behakeln. Hint: Meiner ist 60 cm breit und ganz und gar nicht das
> auslandendste Modell... Selbst mit schmalen Fixis würde es da definitiv
> zu eng werden, sodass illegales Ausweichen auf den Gehwegteil quasi
> zwangsläufig würde. Damit könnten sie sich aber die BP gleich von
> vornherein in den allerwertesten stecken.

Erst mal müssen sie nachweisen, dass auf der Brücke zig Fahrradunfälle
passiert sind, mit denen die geplanten, wirklich gefährlichen
Fahrbahnquerungen begründet werden könnten. Und das Fahrbahnverbot
überhaupt, versteht sich.

>> Oder es stand falsch in der Zeitung und soll eigentlich ein kombinierter
>> Geh- und Radweg werden. Was bei einem Neubau auch komisch anmutet.
>
> Würde aber dem entsprechen, was hier auch oft gemacht wurde. 240er auf
> beiden Seiten, aber jeweils in Fahrtrichtung. Warum eure Helden da einen
> Zweirichtungsweg draus machen wollen, ist mir aber auch nicht klar.

Das habe ich mich bei 2 m breiten Gehwegen auch gefragt. Starker
Fußgängerverkehr?

> sind denn die Anschlüsse gestaltet? Oder soll man dann bei Erreichen der
> Brücke schnell mal die Straßenseite wechseln, um direkt danach wieder
> nach rechts zu purzeln?

Vermutlich. Genau so'n Sch... wie die 500m Zwangsweg über die A14
zwischen Magdedorf und Wanzleben, wo der o.g. Unfall passiert ist.

>> Die Brücke steht direkt am Maintalradweg wird von dessen Benutzern aber
>> nur gebraucht, um unsere Kleinstadt besuchen zu können. Ansonsten kann
>> man auch über die nächsten Brücke keine zwei Kilometer weiter (mit
>> kombinierten Geh-/Radweg samt bescheidener Anbindung) fahren.

>> Über die Brücke fahren täglich etwa 5000 Kfz, früher waren es mal mehr.

Dem stehen selbst die mickrigen Werte der ERA entgegen. Ohne weitere,
sehr handfeste Kriterien ist das in keinster Weise "besondere Gefahrenlage".
--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Thomas Sçhlueter

unread,
Nov 30, 2015, 12:21:01 PM11/30/15
to
Am 30.11.2015 um 17:34 schrieb Dirk Wagner:
>
> Bei Brücken, die in der Mitte einen Buckel haben, dem Radfahrer also
> eine Steigung abverlangen, könnte man es ja fast noch verstehen: Die
> immer langsamer werdenen Radfahrer sollen halt die Autos nicht in ihrem
> Vorwärtsdrang einschränken.

Jede Steigung in der einen Richtung bedeutet ein identisches Gefälle in
der anderen Richtung. Für Gefällstrecken sehen die Baurichtlinien (EFA?)
definitiv ein maximales Gefälle von 3 % vor, wenn Rad- und Fußverkehr
gemeinsam geführt werden sollen (auch pseudo-"getrennte" Wege von 1 m
Breite ohne Trennstreifen _sind_ "gemeinsame" Führung...).

Wenn also "zu starke Steigung" das Argument für die Verbannung von der
Fahrbahn sein sollte, verbietet sich damit aber auch gleichzeitig wegen
der Abfahrt auf der anderen Seite der Brücke die Führung des Radverkehrs
im Seitenbereich.

Die einzig gangbare Alternative wäre demnach ein Hochbord, das für
Fußverkehr reserviert ist, und eine entsprechend verschwenkte Aufteilung
der Fahrbahn mit einem Schutz- oder Radfahrstreifen nur auf der
jeweiligen Steigungsseite. ;-)

Tom

Martin Wohlauer

unread,
Nov 30, 2015, 12:22:13 PM11/30/15
to
Am 30.11.2015 um 18:09 schrieb [hr. Maer[ker:
> Martin Wohlauer wrote:
>> Wenn das ein getrennter Geh- und Radweg werden soll, ist das der Lacher
>> des Monats. Die können dann ja mal zeigen, wie sie mit zwei
>> durchschnittlichen Lenkern aneinander vorbei kommen, ohne sich zu
>> behakeln. Hint: Meiner ist 60 cm breit und ganz und gar nicht das
>> auslandendste Modell... Selbst mit schmalen Fixis würde es da definitiv
>> zu eng werden, sodass illegales Ausweichen auf den Gehwegteil quasi
>> zwangsläufig würde. Damit könnten sie sich aber die BP gleich von
>> vornherein in den allerwertesten stecken.
>
> Erst mal müssen sie nachweisen, dass auf der Brücke zig Fahrradunfälle
> passiert sind, mit denen die geplanten, wirklich gefährlichen
> Fahrbahnquerungen begründet werden könnten. Und das Fahrbahnverbot
> überhaupt, versteht sich.

Ist letztlich auch egal: Es ist doch wurscht, ob da ein Benutzungsrecht
oder eine -pflicht hin gestellt wird. Es geht schlicht nicht sicher.
Eine Autobahn (und ich meine die gesamte) ist auch nicht nur 4 m breit.
Selbst wenn daneben eine Landstraße wäre, die man alternativ ja auch
benutzen könnte, würde keiner so etwas planen, geschweige dessen ein
Benutzungsverbot paralleler Straßen oder Wege dazu packen. Wenn sie
unbedingt wollen, dass ihnen das um die Ohren fliegt, können sie ja
einen 241er Weg nach der Malweise, wie im OP beschrieben, draus machen.
Freut sicherlich die Anwälte...

>>> Oder es stand falsch in der Zeitung und soll eigentlich ein kombinierter
>>> Geh- und Radweg werden. Was bei einem Neubau auch komisch anmutet.
>>
>> Würde aber dem entsprechen, was hier auch oft gemacht wurde. 240er auf
>> beiden Seiten, aber jeweils in Fahrtrichtung. Warum eure Helden da einen
>> Zweirichtungsweg draus machen wollen, ist mir aber auch nicht klar.
>
> Das habe ich mich bei 2 m breiten Gehwegen auch gefragt. Starker
> Fußgängerverkehr?

Dann ginge das ganze ja noch weniger. Die Belange des Fußgängerverkehrs
sind zu berücksichtigen... Radfahrer die auf's Hochbord geschickt
werden, obwohl es da zugeht, darf es eigentlich nicht geben, nicht mal
erlaubt, geschweige dessen verpflichtend. Zweirichtungsradverkehr auf
stark belaufenen Gehwegen mit 240er ist eben nicht erlaubt,
offensichtlich zu knappe 241er ebenfalls nicht.

>>> Die Brücke steht direkt am Maintalradweg wird von dessen Benutzern aber
>>> nur gebraucht, um unsere Kleinstadt besuchen zu können. Ansonsten kann
>>> man auch über die nächsten Brücke keine zwei Kilometer weiter (mit
>>> kombinierten Geh-/Radweg samt bescheidener Anbindung) fahren.
>
>>> Über die Brücke fahren täglich etwa 5000 Kfz, früher waren es mal mehr.
>
> Dem stehen selbst die mickrigen Werte der ERA entgegen. Ohne weitere,
> sehr handfeste Kriterien ist das in keinster Weise "besondere Gefahrenlage".

Und selbst diese sind laut Alrutz nie ausreichend. Sie markieren seiner
Aussage nach sozusagen eine Grundgefahr, die aber in keinster Weise als
»besondere örtliche Gefahrenlage« im Sinne von 45(9) gemeint oder
ausreichend wäre. Wenn also Richter das trotzdem annehmen, gehen sie von
etwas aus, was der Autor selbst nicht so verstanden wissen möchte.

Grüßle,

Martin.

Bernhard Kraft

unread,
Nov 30, 2015, 2:15:40 PM11/30/15
to
Am 30.11.2015 um 17:09 schrieb Martin Wohlauer:
> Am 30.11.2015 um 16:06 schrieb Juergen:
>> Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
>> breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
>> Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.
>
> Was sie bloß immer mit ihren Radwegen über Brücken haben. Was soll der
> Schmarrn eigentlich?

Fördergelder von Bund. Die Kommunen sind gar nicht mehr so auf Radweg
fixiert. Der Schmarrn kommt vom Bund.

Martin Wohlauer

unread,
Nov 30, 2015, 2:21:47 PM11/30/15
to
Wäre eine Frage, ob z. B. die hiesige Wertachbrücke genau in diese
Kategorie fällt, oder nicht. Wenn man da von der Wertachstraße kommend
Richtung Donauwörther Straße weiter fährt, hat man eigentlich nur wegen
dem Scheißweg (der noch nicht mal richtig aufgeleitet wird) irgendwelche
Streifen. Wegen nichts und wieder nichts.

Grüßle,

Martin.

Hans Wussel

unread,
Nov 30, 2015, 2:27:28 PM11/30/15
to
Ich glaube auch, dass der Bund den Motoristen™ auch mal ein wenig
Schwerelosigkeit™ nach dem Scheitelpunkt der Brücke gönnen will. Da kann
sich der übergewichtige Autler™ mal richtig leicht fühlen. Geht
natürlich nur wenn keine minderwertigen™ Verkehrsteilnehmer auf der
Fahrbahn zu erwarten sind.

Gruß Hans.

Juergen

unread,
Nov 30, 2015, 3:51:42 PM11/30/15
to
Am Mon, 30 Nov 2015 16:06:42 +0100 schrieb Juergen
<schrei...@web.de> zum Thema "Mindestbreite für
Zweirichtungsradweg":

>Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
>breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
>Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.

Hier mal der Ausschnitt bei Google Maps:

https://www.google.de/maps/@49.9592613,9.7614767,587m/data=!3m1!1e3

Der Radweg soll auf die Nordseite, weil man da die "Schokoladenseite"
der Stadt sieht. In die andere Richtung dagegen vor allem Campingplatz,
Schwimmbad und eine größere Zementfabrik.

Man sieht es kaum (und auch Google hat eine ganz andere Meinung zur
Redwegführung), auf der Westseite führt der Abzweig vom Maintalradweg
eine Rampe parallel zur Brücke rauf. Um auf die Brücke zu fahren müssen
die Radfahrer die Brückenstraße im Kurvenbereich queren. Viele machen
das allerdings nicht, sondern fahren über den Gehweg (auch auf der
Gegenseite, Zeichen 239 (Gehweg) und 1012-32 (Radfahrer absteigen) zum
trotz). Die Polizei drückt da alle Augen zu.

Wer sich auskennt, fährt allerdings die Fährgasse oder den Stich zur
Martellstraße hoch und dann ausschließlich rechtsabbiegend über die
Martellstraße auf die Brücke.

>Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
>benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.

Über die Breite der Wege habe ich nochmal nachgedacht. So wie ich die
Planer kenne, soll die Baubreite der Brücke 12 Meter sein. Abzüglich
Fahrbahn bleiben damit meiner Einschätzung nach dann keine 2 oder 3
Meter für Geh- und Radwege sondern weniger weil Boardsteine und
Brückengeländer abzuziehen sind. Und schon sind es nur noch 1,5 Meter
Gehweg.

Ich sehe auch erhebliche Probleme, den Radweg auf der Ostseite
weiterzuführen. Da geht der Gehweg schon jetzt an der historischen
Stadtmauer entlang, die mit Sicherheit unter Denkmalschutz steht. Und
die Fahrbahn soll nur 0,5 Meter schmäler werden. Damit werden da
(östlich der Brückenrampe) keine Autos mehr parken können, was nicht gut
ankommt.

Dessen ungeachtet gab es schon Überlegungen, wie Radfahrer auf dem
Radweg künftig zum Freibad kommen sollen. Vorschlag wie ich ihn gelesen
habe: Mit einem Umweg über die Kreuzung Brückenstraße/Laudenbacher Weg
und dann den Sändleinsweg hinunter. Bisher haben sie einfach den
Baggertsweg.

Der recht schmale Sändleinsweg (ehemalige) war mal als Einbahnstraße
ausgewiesen. Leider wurde das verwässert, es gibt nur noch Zeichen 267
nach dem Parkplatz des Restaurant Kegelstuben. Als Problem sehe ich das
vor allem im Sommer, wenn Kinder mit dem Auto zum Schwimmbad gebracht
oder von dort geholt werden müssen.

Zurück zur Brücke:

Bauherr ist hier übrigens nicht die Kommune sondern der Freistaat
Bayern, weil die Brücke zur einer Staatsstraße gehört. Der Radweg ist
allerdings Wunsch der Stadt, die dafür auch aufzahlen muss.

Martin Wohlauer

unread,
Nov 30, 2015, 4:26:58 PM11/30/15
to
Am 30.11.2015 um 21:51 schrieb Juergen:
> Am Mon, 30 Nov 2015 16:06:42 +0100 schrieb Juergen
> <schrei...@web.de> zum Thema "Mindestbreite für
> Zweirichtungsradweg":
>
>> Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
>> breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
>> Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.
>
> Hier mal der Ausschnitt bei Google Maps:
>
> https://www.google.de/maps/@49.9592613,9.7614767,587m/data=!3m1!1e3

Sieht aus wie eine schöne, schnurgerade Brücke. Wer da eine besondere
örtliche Gefahrenlage sieht, gibt implizit zu, dass er Autofahrer zu
blöde zum Autofahren hält.

> Der Radweg soll auf die Nordseite, weil man da die "Schokoladenseite"
> der Stadt sieht. In die andere Richtung dagegen vor allem Campingplatz,
> Schwimmbad und eine größere Zementfabrik.
>
> Man sieht es kaum (und auch Google hat eine ganz andere Meinung zur
> Redwegführung), auf der Westseite führt der Abzweig vom Maintalradweg
> eine Rampe parallel zur Brücke rauf. Um auf die Brücke zu fahren müssen
> die Radfahrer die Brückenstraße im Kurvenbereich queren.

Also jetzt schon Murks, wie fein.

> Viele machen das allerdings nicht, sondern fahren über den Gehweg
> (auch auf der Gegenseite, Zeichen 239 (Gehweg) und 1012-32 (Radfahrer
> absteigen) zum trotz). Die Polizei drückt da alle Augen zu.

Braucht man sich wundern. Aber ungefähr so schätze ich die Planungen zur
neuen Gestaltung auch ein.

>> Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
>> benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.
>
> Über die Breite der Wege habe ich nochmal nachgedacht. So wie ich die
> Planer kenne, soll die Baubreite der Brücke 12 Meter sein.

OK, sie soll also komplett neu gebaut werden? Dann sollen sie verdammt
noch mal das Geld in die Hand nehmen und es gleich anständig machen,
oder es gleich sein lassen. Pfuschwerk der beschriebenen Art ist dann
wirklich das allerhintervorderletzte. Man fragt sich halt manchmal echt,
wo die letzten 40 Jahre bei einigen eigentlich hin gegangen sind. Ins
Hirn offenbar mal nicht.

> Abzüglich Fahrbahn bleiben damit meiner Einschätzung nach dann keine
> 2 oder 3 Meter für Geh- und Radwege sondern weniger weil Boardsteine
> und Brückengeländer abzuziehen sind. Und schon sind es nur noch 1,5
> Meter Gehweg.
Heißt, da geht eigentlich eh nichts mehr. Du kannst die Planer ja mal
freundlich darauf hinweisen, dass die ERA2010 im Prinzip Mindestmaße
vorgibt, die im Idealfall überschritten werden sollen, und gerade nicht
Unterschritten. Und dass das was sie da jetzt vor haben, auch aus reiner
Betrachtung was Benutzungspflichten angeht, schon gar nicht mehr machbar
ist. Was sie sich da vorstellen, geht so schlicht nicht und schreit nach
Klage. Wenn sie das Geld nicht haben, es gescheit™ zu machen, sollen sie
es einfach lassen. Damit ist mehr geholfen, als Mist zu bauen (im
Wortsinne).

> Ich sehe auch erhebliche Probleme, den Radweg auf der Ostseite
> weiterzuführen. Da geht der Gehweg schon jetzt an der historischen
> Stadtmauer entlang, die mit Sicherheit unter Denkmalschutz steht. Und
> die Fahrbahn soll nur 0,5 Meter schmäler werden. Damit werden da
> (östlich der Brückenrampe) keine Autos mehr parken können, was nicht gut
> ankommt.

Wie gesagt, sollen sie es einfach lassen.

> Dessen ungeachtet gab es schon Überlegungen, wie Radfahrer auf dem
> Radweg künftig zum Freibad kommen sollen. Vorschlag wie ich ihn gelesen
> habe: Mit einem Umweg über die Kreuzung Brückenstraße/Laudenbacher Weg
> und dann den Sändleinsweg hinunter. Bisher haben sie einfach den
> Baggertsweg.

Der soll weg?

> Der recht schmale Sändleinsweg (ehemalige) war mal als Einbahnstraße
> ausgewiesen. Leider wurde das verwässert, es gibt nur noch Zeichen 267
> nach dem Parkplatz des Restaurant Kegelstuben. Als Problem sehe ich das
> vor allem im Sommer, wenn Kinder mit dem Auto zum Schwimmbad gebracht
> oder von dort geholt werden müssen.

Wo siehst du da das Problem?

> Zurück zur Brücke:
>
> Bauherr ist hier übrigens nicht die Kommune sondern der Freistaat
> Bayern, weil die Brücke zur einer Staatsstraße gehört. Der Radweg ist
> allerdings Wunsch der Stadt, die dafür auch aufzahlen muss.

Also doch keine fiskalkatalysierten 240er/241er...

Grüßle,

Martin.

[hr. Maer[ker

unread,
Dec 1, 2015, 6:57:14 AM12/1/15
to
Martin Wohlauer wrote:
> Ist letztlich auch egal: Es ist doch wurscht, ob da ein Benutzungsrecht
> oder eine -pflicht hin gestellt wird. Es geht schlicht nicht sicher.

Nicht ganz: wegen schlappen 500m *unbeschildertem* Radweg kreuzen nur
wenige Radfahrer eine Landstraße. *Mit* "Kennzeichnung" aka Blauschild
werden sie aber zu diesem gefährlichen Manöver *verpflichtet*.

>> Das habe ich mich bei 2 m breiten Gehwegen auch gefragt. Starker
>> Fußgängerverkehr?

> Und selbst diese sind laut Alrutz nie ausreichend. Sie markieren seiner
> Aussage nach sozusagen eine Grundgefahr, die aber in keinster Weise als
> »besondere örtliche Gefahrenlage« im Sinne von 45(9) gemeint oder
> ausreichend wäre. Wenn also Richter das trotzdem annehmen, gehen sie von
> etwas aus, was der Autor selbst nicht so verstanden wissen möchte.

Hast Du dafür eine Quelle? Weil ich Herrn A. bei seinem Vortrag
hierzustadt nicht ganz so verstanden habe.

[hr. Maer[ker

unread,
Dec 1, 2015, 7:00:44 AM12/1/15
to
Bernhard Kraft wrote:
> Der Schmarrn kommt vom Bund.

Radverkehrtplan?

[hr. Maer[ker

unread,
Dec 1, 2015, 7:28:47 AM12/1/15
to
Juergen wrote:
> https://www.google.de/maps/@49.9592613,9.7614767,587m/data=!3m1!1e3

Für alle, die G**gl nicht mögen:
http://www.openstreetmap.org/node/29276589#map=14/49.9629/9.7683
bzw.
http://www.openstreetmap.org/node/29276589#map=14/49.9593/9.7614

Alte Mainbrücke, Brückenstr., nehme ich an.

> Der Radweg soll auf die Nordseite, weil man da die "Schokoladenseite"
> der Stadt sieht. In die andere Richtung dagegen vor allem Campingplatz,
> Schwimmbad und eine größere Zementfabrik.

> Man sieht es kaum (und auch Google hat eine ganz andere Meinung zur
> Redwegführung), auf der Westseite führt der Abzweig vom Maintalradweg
> eine Rampe parallel zur Brücke rauf.

Dito OpenStreetMap. Die Rampe erscheint dort eher wie eine Treppe und
die Cycle Map ignoriert sie.

> Um auf die Brücke zu fahren müssen
> die Radfahrer die Brückenstraße im Kurvenbereich queren. Viele machen
> das allerdings nicht, sondern fahren über den Gehweg (auch auf der
> Gegenseite, Zeichen 239 (Gehweg) und 1012-32 (Radfahrer absteigen) zum
> trotz). Die Polizei drückt da alle Augen zu.

Und diese regelmäßigen Verstöße sollen jetzt legalisiert bzw. sogar
verpflichtend gemacht werden, richtig?

> Wer sich auskennt, fährt allerdings die Fährgasse oder den Stich zur
> Martellstraße hoch und dann ausschließlich rechtsabbiegend über die
> Martellstraße auf die Brücke.

ACK, sieht nicht wie ein riesiger Umweg aus. Was hindert die Stadt dran,
diese Strecke für Radfahrer auszuschildern?? Abgesehen davon, dass
selbst links Einbiegen in eine so schwach befahrene Straße nicht das
Problem sein dürfte, vorausgesetzt, die Kurve ist übersichtlich.

>> Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
>> benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.

Gegen *Verpflichtung* zum Falschfahren würde ich auf jeden Fall
Einspruch erheben. Es ist schlimm genug, wenn es *erlaubt* wird!

> Über die Breite der Wege habe ich nochmal nachgedacht. So wie ich die
> Planer kenne, soll die Baubreite der Brücke 12 Meter sein. Abzüglich
> Fahrbahn bleiben damit meiner Einschätzung nach dann keine 2 oder 3
> Meter für Geh- und Radwege sondern weniger weil Boardsteine und
> Brückengeländer abzuziehen sind. Und schon sind es nur noch 1,5 Meter
> Gehweg.

Über irknwelche Breiten würde ich in diesem Fall gar nicht diskutieren.
Der Behörde muss deutlich gemacht werden, wenn sie Radfahrer zum
Falschfahren verpflichtet, darf sie sich nicht wundern, wenn es
andernorts ebenfalls praktiziert wird, egal ob erlaubt oder nicht. Wenn
sie auf diese Weise zur Steigerung von Fahrradunfällen beitragen möchte,
OK, dann sollte das auch in den lokalen Medien nachzulesen sein.

> Ich sehe auch erhebliche Probleme, den Radweg auf der Ostseite
> weiterzuführen. Da geht der Gehweg schon jetzt an der historischen
> Stadtmauer entlang, die mit Sicherheit unter Denkmalschutz steht. Und
> die Fahrbahn soll nur 0,5 Meter schmäler werden. Damit werden da
> (östlich der Brückenrampe) keine Autos mehr parken können, was nicht gut
> ankommt.

Welche geniale Idee haben die Herrschaften für eine gefahrlose Querung
oder sollen die Radfahrer die gesamte Brückenstraße falschfahren?

> Dessen ungeachtet gab es schon Überlegungen, wie Radfahrer auf dem
> Radweg künftig zum Freibad kommen sollen. Vorschlag wie ich ihn gelesen
> habe: Mit einem Umweg über die Kreuzung Brückenstraße/Laudenbacher Weg
> und dann den Sändleinsweg hinunter. Bisher haben sie einfach den
> Baggertsweg.

Radfahrer von Westen/von der Brücke kommend, richtig? Warum können sie
den Baggertsweg später nicht mehr nutzen? Weil sie falschfahren müssen
und deswegen nicht mehr gefahrlos rechts abbiegen können?

> Bauherr ist hier übrigens nicht die Kommune sondern der Freistaat
> Bayern, weil die Brücke zur einer Staatsstraße gehört. Der Radweg ist
> allerdings Wunsch der Stadt, die dafür auch aufzahlen muss.

Fall für den zuständigen Rechnungshof.

Anton Ertl

unread,
Dec 1, 2015, 8:45:45 AM12/1/15
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> writes:
>> Kürzlich ist mir sowas aber bei einer Eisenbahnbrücke aufgefallen, bei
>> der die Bahn in einem Geländeeinschnitt fährt und die Straße über der
>> Brücke also keinerlei Steigung aufweist...
>
>Also ich weiß ja nicht, wie viel Höhenunterschied das so
>durchschnittlich ist. Aber ich glaube irgendwie nicht, dass das der
>Grund ist. Nehmen wir mal nen halben Meter Höhenunterschied her (was ich
>schon eine Menge fände, wenn ich die hiesigen Brücken so ansehe)

Bei typischen Donaubruecken in Wien duerften es so 10-15Hm sein, bei
Bruecken ueber den Donaukanal 0-4Hm, bei Bruecken ueber die Wien,
Liesing, und andere Baeche 0Hm (da muss ja auch kein Schiff drunten
durchfahren koennen).

> und ein
>Anfangstempo von 20 km/h. Das ist jetzt nicht irre viel aber auch nicht
>wenig. Dann dürfte, unter Vernachlässigung sonstiger Einflüsse, die
>Geschwindigkeit am höchsten Punkt auch nur bis auf 16,5 km/h runter.
>Diese popeligen 3,5 km/h werden es ja wohl (hoffentlich) nicht sein.
>Eine Gegenwindböhe hat da schon mehr Effekt. Und das war jetzt alles
>unter der Annahme, dass man bloß rollt bzw. gerade so die Luft- und
>Rollreibwiderstände ausgleicht. Bei höheren Anfangsgeschwindigkeiten ist
>dann zwar der Unterschied tendenziell immer größer.

Nein, immer kleiner, da die kinetische Energie quadratisch mit der
Geschwindigkeit zunimmt (und die Geschwindigkeitsdifferenz durch einen
gegebenen Energieunterschied daher proportional zu 1/v ist).

Am heftigsten betroffen sind von Steigungen Radfahrer, die wenig
Leistung aufbringen, einerseits durch die deutlich geringere
kinetische Energie, andererseits, weil bei einer Steigung die
Geschwindigkeit eher linear mit der Leistung steigt (bzw. sinkt),
waehrend in der Ebene die Geschwindigkeit deutlich langsamer zunimmt.
Ein 200W-Fahrer faehrt also eine 10%-Steigung ca. 4 mal schneller
hinauf als ein 50W-Fahrer (falls der nicht sowieso schiebt), in der
Ebene ist das vielleicht ein Faktor 2 Unterschied, wenn ueberhaupt.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Martin Wohlauer

unread,
Dec 1, 2015, 12:36:17 PM12/1/15
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Am 01.12.2015 um 14:34 schrieb Anton Ertl:
> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> writes:
>>> KÃŒrzlich ist mir sowas aber bei einer EisenbahnbrÃŒcke aufgefallen, bei
>>> der die Bahn in einem GelÀndeeinschnitt fÀhrt und die Straße Ìber der
>>> BrÃŒcke also keinerlei Steigung aufweist...
>>
>> Also ich weiß ja nicht, wie viel Höhenunterschied das so
>> durchschnittlich ist. Aber ich glaube irgendwie nicht, dass das der
>> Grund ist. Nehmen wir mal nen halben Meter Höhenunterschied her (was ich
>> schon eine Menge fÀnde, wenn ich die hiesigen BrÌcken so ansehe)
>
> Bei typischen Donaubruecken in Wien duerften es so 10-15Hm sein,

Verteilt auf welche Strecke? Eigentlich ist die Höhe alleine ja nur die
halbe Wahrheit. Wenn das dann 1% Steigung ist, merkt man das zwar, aber
merklich langsamer wird man davon nicht.


>> und ein
>> Anfangstempo von 20 km/h. Das ist jetzt nicht irre viel aber auch nicht
>> wenig. Dann dÌrfte, unter VernachlÀssigung sonstiger EinflÌsse, die
>> Geschwindigkeit am höchsten Punkt auch nur bis auf 16,5 km/h runter.
>> Diese popeligen 3,5 km/h werden es ja wohl (hoffentlich) nicht sein.
>> Eine Gegenwindböhe hat da schon mehr Effekt. Und das war jetzt alles
>> unter der Annahme, dass man bloß rollt bzw. gerade so die Luft- und
>> RollreibwiderstÀnde ausgleicht. Bei höheren Anfangsgeschwindigkeiten ist
>> dann zwar der Unterschied tendenziell immer größer.
>
> Nein, immer kleiner, da die kinetische Energie quadratisch mit der
> Geschwindigkeit zunimmt (und die Geschwindigkeitsdifferenz durch einen
> gegebenen Energieunterschied daher proportional zu 1/v ist).

Stimmt, falsch rum im Kopf. So war das... Heißt also, man beschwert sich
dann im Kern über die ohnehin schon langsamen, bei denen das
Langsamer-Werde-Potenzial auch schon sehr begrenzt ist.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Dec 1, 2015, 12:40:20 PM12/1/15
to
Am 01.12.2015 um 12:57 schrieb [hr. Maer[ker:
> Martin Wohlauer wrote:
>> Ist letztlich auch egal: Es ist doch wurscht, ob da ein Benutzungsrecht
>> oder eine -pflicht hin gestellt wird. Es geht schlicht nicht sicher.
>
> Nicht ganz: wegen schlappen 500m *unbeschildertem* Radweg kreuzen nur
> wenige Radfahrer eine Landstraße. *Mit* "Kennzeichnung" aka Blauschild
> werden sie aber zu diesem gefährlichen Manöver *verpflichtet*.

Gut, dass immer noch viel zu viele bereit sind, den täglichen Wahnsinn
mit zu machen, ist ein anderes Problem.

>>> Das habe ich mich bei 2 m breiten Gehwegen auch gefragt. Starker
>>> Fußgängerverkehr?
>
>> Und selbst diese sind laut Alrutz nie ausreichend. Sie markieren seiner
>> Aussage nach sozusagen eine Grundgefahr, die aber in keinster Weise als
>> »besondere örtliche Gefahrenlage« im Sinne von 45(9) gemeint oder
>> ausreichend wäre. Wenn also Richter das trotzdem annehmen, gehen sie von
>> etwas aus, was der Autor selbst nicht so verstanden wissen möchte.
>
> Hast Du dafür eine Quelle? Weil ich Herrn A. bei seinem Vortrag
> hierzustadt nicht ganz so verstanden habe.

War ein Webinar, bei dem er das explizit so gesagt hat. Ich zitiere:
»Mit dem Diagramm der ERA 2010 wird eine Grundgefährdung des Radverkehrs
beschrieben, jedoch keine besondere Gefahrenlage.« Ich kann dir die
Folien aus dem Vortrag schon zukommen lassen. Kommt gleich... Heißt
eben, mit dem Zeug, was daneben steht, dass sie sich erst mal genau
ansehen müssen, was da Sache ist. Bloß Verkehrsbelastung heißt eben erst
mal genau gar nichts.

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Dec 14, 2015, 10:25:15 AM12/14/15
to
Dirk Wagner <usenet...@diwasoft.de> wrote:

> Bei Brücken, die in der Mitte einen Buckel haben, dem Radfahrer also
> eine Steigung abverlangen, könnte man es ja fast noch verstehen: Die
> immer langsamer werdenen Radfahrer sollen halt die Autos nicht in ihrem
> Vorwärtsdrang einschränken.

Gestern ist mir so ein Teil begegnet: Eine echt spacige, relativ neue (2
Jahre?) Schrägseilbrücke über die Eisenbahn am Ortseingang von Raunheim.
<https://www.google.de/maps/@50.0182749,8.4662222,445m/data=!3m1!1e3>

Hier waren die Planer (oder die Straßenverkehrsbehörde) konsequent.
Diese Brücke ist sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer gesperrt.
Es gibt zwar ein "Hochboard" neben der Fahrbahn - das dient aber wohl
nur dazu, Platz für die Seile zu haben. Einen Weg sucht man dort
vergebens.

Die Gesamtlänge beträgt ca. 250m, die Höhe der Fahrbahn über dem
"normalen" Niveau wird ca.8m betragen. Da die Brücke im Bereich der Bahn
relativ eben ist, wird die Steigung auf der Rampe mehr als 10% haben.

Interessanterweise gibt es im weiteren Verlauf der Straße eine
Beschränkung auf 40 km/h UND gleichzeitig rechts und links relativ
breite Radwege (> 2.50m).
Aber da ist auch eine Schule in der Nähe und die Benutzungspflicht ist
sicher nur zum Wohle der Kinder da...

Gestern herschte da übrigens gar kein Verkehr.
Weder auf dem Weg zum noch auf dem Weg vom Handballspiel begegnete mir
ein anderes Auto...

ciao

dirk
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