Am 30.11.2015 um 21:51 schrieb Juergen:
> Am Mon, 30 Nov 2015 16:06:42 +0100 schrieb Juergen
> <
schrei...@web.de> zum Thema "Mindestbreite für
> Zweirichtungsradweg":
>
>> Bei uns soll eine Brücke erneuert werden. Bisher hat sie eine 7,5 Meter
>> breite Fahrbahn und beidseits Gehwege. Künftig sind geplant: 7 Meter
>> Fahrbahn, beidseits 2 Meter Gehweg, einseitig zusätzlich 1 Meter Radweg.
>
> Hier mal der Ausschnitt bei Google Maps:
>
>
https://www.google.de/maps/@49.9592613,9.7614767,587m/data=!3m1!1e3
Sieht aus wie eine schöne, schnurgerade Brücke. Wer da eine besondere
örtliche Gefahrenlage sieht, gibt implizit zu, dass er Autofahrer zu
blöde zum Autofahren hält.
> Der Radweg soll auf die Nordseite, weil man da die "Schokoladenseite"
> der Stadt sieht. In die andere Richtung dagegen vor allem Campingplatz,
> Schwimmbad und eine größere Zementfabrik.
>
> Man sieht es kaum (und auch Google hat eine ganz andere Meinung zur
> Redwegführung), auf der Westseite führt der Abzweig vom Maintalradweg
> eine Rampe parallel zur Brücke rauf. Um auf die Brücke zu fahren müssen
> die Radfahrer die Brückenstraße im Kurvenbereich queren.
Also jetzt schon Murks, wie fein.
> Viele machen das allerdings nicht, sondern fahren über den Gehweg
> (auch auf der Gegenseite, Zeichen 239 (Gehweg) und 1012-32 (Radfahrer
> absteigen) zum trotz). Die Polizei drückt da alle Augen zu.
Braucht man sich wundern. Aber ungefähr so schätze ich die Planungen zur
neuen Gestaltung auch ein.
>> Der Radweg soll nach meinem Verständnis für beide Richtungen
>> benutzungspflichtig werden. Und dürfte dafür entschieden zu schmal sein.
>
> Über die Breite der Wege habe ich nochmal nachgedacht. So wie ich die
> Planer kenne, soll die Baubreite der Brücke 12 Meter sein.
OK, sie soll also komplett neu gebaut werden? Dann sollen sie verdammt
noch mal das Geld in die Hand nehmen und es gleich anständig machen,
oder es gleich sein lassen. Pfuschwerk der beschriebenen Art ist dann
wirklich das allerhintervorderletzte. Man fragt sich halt manchmal echt,
wo die letzten 40 Jahre bei einigen eigentlich hin gegangen sind. Ins
Hirn offenbar mal nicht.
> Abzüglich Fahrbahn bleiben damit meiner Einschätzung nach dann keine
> 2 oder 3 Meter für Geh- und Radwege sondern weniger weil Boardsteine
> und Brückengeländer abzuziehen sind. Und schon sind es nur noch 1,5
> Meter Gehweg.
Heißt, da geht eigentlich eh nichts mehr. Du kannst die Planer ja mal
freundlich darauf hinweisen, dass die ERA2010 im Prinzip Mindestmaße
vorgibt, die im Idealfall überschritten werden sollen, und gerade nicht
Unterschritten. Und dass das was sie da jetzt vor haben, auch aus reiner
Betrachtung was Benutzungspflichten angeht, schon gar nicht mehr machbar
ist. Was sie sich da vorstellen, geht so schlicht nicht und schreit nach
Klage. Wenn sie das Geld nicht haben, es gescheit™ zu machen, sollen sie
es einfach lassen. Damit ist mehr geholfen, als Mist zu bauen (im
Wortsinne).
> Ich sehe auch erhebliche Probleme, den Radweg auf der Ostseite
> weiterzuführen. Da geht der Gehweg schon jetzt an der historischen
> Stadtmauer entlang, die mit Sicherheit unter Denkmalschutz steht. Und
> die Fahrbahn soll nur 0,5 Meter schmäler werden. Damit werden da
> (östlich der Brückenrampe) keine Autos mehr parken können, was nicht gut
> ankommt.
Wie gesagt, sollen sie es einfach lassen.
> Dessen ungeachtet gab es schon Überlegungen, wie Radfahrer auf dem
> Radweg künftig zum Freibad kommen sollen. Vorschlag wie ich ihn gelesen
> habe: Mit einem Umweg über die Kreuzung Brückenstraße/Laudenbacher Weg
> und dann den Sändleinsweg hinunter. Bisher haben sie einfach den
> Baggertsweg.
Der soll weg?
> Der recht schmale Sändleinsweg (ehemalige) war mal als Einbahnstraße
> ausgewiesen. Leider wurde das verwässert, es gibt nur noch Zeichen 267
> nach dem Parkplatz des Restaurant Kegelstuben. Als Problem sehe ich das
> vor allem im Sommer, wenn Kinder mit dem Auto zum Schwimmbad gebracht
> oder von dort geholt werden müssen.
Wo siehst du da das Problem?
> Zurück zur Brücke:
>
> Bauherr ist hier übrigens nicht die Kommune sondern der Freistaat
> Bayern, weil die Brücke zur einer Staatsstraße gehört. Der Radweg ist
> allerdings Wunsch der Stadt, die dafür auch aufzahlen muss.
Also doch keine fiskalkatalysierten 240er/241er...
Grüßle,
Martin.