ich bin drauf und dran ein faltrad zu kaufen. nach studium der versch.
seiten komme ich nicht weiter.
bin nicht schluessig zwischen faltrad birdy (blue oder black) und dem
faltrad von DAHON (speed pro).
faehrt jemand von euch eines dieser raeder und kann mir einen kurzen
erfahrungsbericht geben?
gruss
John
PS
warum sind heutzutage bloss die meisten raeder gefedert? (ich meine damit
nicht die mountain-bikes, wo ich den sinn sehe) ICH MOECHTE DAS NICHT! ist
das irgendein trend/modegag. die meisten fahren ja eh auf schonen glatten
strassen und da ist eine federung nur hinderlich (tempo. verschleiss.
gewicht etc.).
ich bin auf einer Messe in München mal mit dem birdy durch die Halle
geflitzt und der Aussteller hat mir die Klappfunktionalität vorgeführt.
Das Rad geht gut ab, ich war sehr angenehm überrascht. Das 55'er Kettenblatt
ermöglicht auch eine ordentliche Geschwindigkeit. Welche Gruppe verbaut
war, kann ich allerdings nicht mehr sagen. Jedenfalls machte das Rad vom
Fahrverhalten einen guten Eindruck auf mich, zumindest auf den paar hundert
Metern, die ich gefahren bin.
Das Zusammenfalten war in ein paar Sekunden erledigt.
Tom
> hallo zusammen
>
> ich bin drauf und dran ein faltrad zu kaufen. nach studium der versch.
> seiten komme ich nicht weiter.
>
> bin nicht schluessig zwischen faltrad birdy (blue oder black) und dem
> faltrad von DAHON (speed pro).
>
> faehrt jemand von euch eines dieser raeder und kann mir einen kurzen
> erfahrungsbericht geben?
Also ich habe seit fast drei Jahren das Birdy Blue und bin recht zufrieden
damit. Wirklich langstreckentauglich ist es nicht, weil mir nach ca.
40-50km der Körperteil, mit dem ich im Sattel sitze, doch arg schmerzt,
aber das läßt sich konstruktionsbedingt (lange Sattelstange, kleine Räder)
wohl nicht vermeiden. Die Schaltung ist die beste von allen Rädern, die
ich je hatte (wohl aber auch die teuerste - 3x7).
> warum sind heutzutage bloss die meisten raeder gefedert? (ich meine damit
> nicht die mountain-bikes, wo ich den sinn sehe) ICH MOECHTE DAS NICHT! ist
Für das Birdy weiß ich die Antwort: wegen der kleinen Räder braucht man
eine zusätzliche Federung. Die kleinen Räder federn viel schlechter als
große 28"-Räder am normalen Fahrrad.
Oliver
Das war schon in de sechzigern bekannt als Alex Moulton seine Fahrräder
mit kleinen Rädern (16 Zoll) bestückte. Und guck mal was daraus geworden
ist: http://www.alexmoulton.co.uk/frames.asp?id=bikes&range=am
--
Mfg,
Marten
>> Wirklich langstreckentauglich ist es nicht, weil mir nach ca.
>> 40-50km der Körperteil, mit dem ich im Sattel sitze, doch arg schmerzt,
>
> Ich würde eher vermuten, daß die Kombination Deiner Sitzfläche mit
> Deinem Sattel nicht langstreckentauglich ist :)
Möglich. Ich verwende den mitgelieferten Sattel.
>> aber das läßt sich konstruktionsbedingt (lange Sattelstange, kleine Räder)
>> wohl nicht vermeiden.
>
> *Den* Zusammenhang verstehe ich nun gar nicht! Das Birdy läuft trotz
> kleiner Räder und der steifen Alu-Konstruktion doch recht komfortabel
> eben *wegen* der leicht ansprechenden Vollfederung.
Die lange Sattelstange hat eine Resonanzfrequenz, die beim Fahren
erreicht werden kann. Kürzere Sattelstangen haben höhere Frequenzen - so
schnell fahre ich nicht. Bei mir ist sie auch bis zum "Stop"-Ring
ausgezogen ...
>> Die Schaltung ist die beste von allen Rädern, die
>> ich je hatte (wohl aber auch die teuerste - 3x7).
>
> Mir reichen die 9 Gänge des Birdy black allemal (die Entfaltung beträgt
> 2,42 - 7,04 m).
Mir würde das nicht reichen - ich bin froh über die große Entfaltung
von 9m-nochwas.
Oliver
> faehrt jemand von euch eines dieser raeder und kann mir einen kurzen
> erfahrungsbericht geben?
Auch wenn die zur Wahl stehenden Fahrräder sehr klein sind, ist es nicht
erforderlich, deshalb alles klein zu schreiben...
ch habe seit geraumer Zeit ein Birdy red, das ich allerdings in erster
Linie als Rad für Bahnfahrten nutze, d. h. wenn ich einerseits am
Zielort mobil sein möchte, andererseits aber nicht auf das *sehr*
eingeschränkte Angebot der Die Bahn AG mit Fahrradmitnahmemöglichkeit
angewiesen sein möchte. Deshalb hat es noch nicht gar so viele Kilometer
auf dem Buckel.
Das Falten geht mit nur wenig Übung sehr schnell, mit dem
darübergezogenen Verhüterli ist das Rad dann ohne Probleme
transportierbar. Zuweilen wünsche ich mir aber die Möglichkeit,
beispielsweise einen Schultergurt anzubringen.
Das Fahrgefühl war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil es durch
seine Geometrie deutlich nervöser fährt als ein "großes" Rad, aber nach
kurzer Zeit fällt das kaum mehr auf. Mit stramm aufgepumpten Reifen
läuft es sehr gut, wobei die Federung (die ich bei "richtigen Rädern"
ablehne) Fahrbahnunebenheiten recht gut schluckt, ohne daß das
Fahrgefühl schwammig wird. Der serienmäßige Übersetzungsumfang der
Kettenschaltung (7 Gänge) ist für meine Bedürfnisse ausreichend, ein
größerer und feiner gestufter Bereich wäre allerdings auch nicht übel.
Der als Zubehör erhältliche Gebäckträger ist nur mäßig stabil, eine
Reisetasche mit Gepäck für eine einwöchige Geschäftsreise (inkl. Rechner
etc.) schafft er nicht mehr :-/
Alles in allem ist das Birdy ein ordentlicher Kompromiß für ein
problemlos transportables, aber dennoch sinnvoll nutzbares Rad.
> warum sind heutzutage bloss die meisten raeder gefedert? (ich meine damit
> nicht die mountain-bikes, wo ich den sinn sehe)
Mode. Ich werde den Verdacht nicht los, daß das von langer Hand
vorbereitet wurde: Früher[tm] gab es richtig schöne Stahlrahmen mit
filigranen Stahlgabeln, die jede Menge Fahrkomfort boten. Vor reichlich
zehn Jahren kam die Unsitte der "Big Fork" auf, also Gabeln, die aus
Ofenrohren gebaut waren. Ich mußte glücklicherweise nur selten mit
solchen Folterinstrumenten fahren, ansonsten wäre ich Stammkunde beim
Orthopäden und Zahnarzt geworden - da schüttelt es Dir jede Plombe aus
dem Zahn. Nachdem man die Kundschaft lange genug mit diesem Unfug
gequält hat, kam dann die ultimative Lösung (die natürlich ein paar Mark
extra kostete): Die Federgabel. Weil die meisten wohl vergessen haben,
wie angenehm sich eine *gute* Starrgabel fährt, sind alle mit wehenden
Fahnen zu dieser Überflüssigkeit übergelaufen.
> ICH MOECHTE DAS NICHT!
Schrei doch nicht so! Nein, Federgabeln brauchst Du nicht, allerdings
ist es zugegebenermaßen nicht mehr einfach, Räder ohne diesen
Schnickschnack zu finden. Dein Händler sollte Dir dennoch einige gute
Angebote machen können, wenn nicht, suche Dir einen, der kompetent ist.
> ist das irgendein trend/modegag. die meisten fahren ja eh auf schonen
> glatten strassen und da ist eine federung nur hinderlich (tempo.
> verschleiss. gewicht etc.).
Eben, aber die Kundschaft wurde über lange Jahre so konditioniert, daß
das so sein muß - dabei sind die gerade bei billigen Rädern verbauten
Primitivfedergabeln eine saudämliche "Lösung": Kaum Federweg, dafür
schlecht verarbeitet, mit der Gefahr des Ausschlagens, unnötigem
Zusatzgewicht und fast keine Dämpfung. Sie kombinieren also die
Nachteile einer Starrgabel mit denen einer brauchbaren Federgabel.
Mathias
--
Reality is an illusion that occurs due to the lack of alcohol.
Und beim Anfahren muss man uUš darauf achten, dass das VR nicht
hochkommt.
š vorher RR, dann kurz mit dem Birdy einer Bekannten unterwegs
--
MfG/Best regards
helmut springer
> Sat, 27 Mar 2004 12:01:29 +0100, Oliver Bonten:
>
> Quark. Was hat die länge der Sattelstütze mit Deinem Hintern zu tun?
Resonanz ... Schuld mag aber auch die Federung sein. Allerdings habe ich
das härteste Plastikstück, das man bei R&M bekommt, so daß ich es
bislang auf das (sichtbare) Schwingen der Sattelstütze zurückgeführt
habe.
>> Die Schaltung ist die beste von allen Rädern, die
>>ich je hatte (wohl aber auch die teuerste - 3x7).
>
> Naja. Man sagt auch: die 3x7 kombiniert die Nachteile von
> Kettenschaltung und Getriebenabe, schwerer geht es auch kaum.
Sie schaltet nach drei Jahren ohne ernsthafte Wartungsarbeiten noch immer
absolut präzise.
Oliver