der Gehweg in unserer ruhigen Wohnstraße ist zwar der übliche
Abstellplatz für Fahrräder, aber doch recht eng (erst recht, wenn Autos
den Parkstreifen daneben nicht allzu genau treffen), und die Fußgänger
sind (nicht zu unrecht) von den Fahrrädern dort wenig begeistert.
Wenn ich nun mein Fahrrad auf den Parkstreifen stelle (durchaus
platzsparend quer und nicht besonders "provozierend"), dauert es nur
wenige Minuten und das Rad steht auf dem Gehweg (natürlich dann nicht am
Rand, sondern mitten drauf). Was die Fußgänger noch weniger erfreut (und
mich auch nicht).
Auch wenn es vielleicht "akademisch" sein mag, würde mich doch
interessieren:
* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad auf den Parkstreifen
abstellen (oder nicht)?
* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad nicht auf den Gehweg
abstellen (oder doch)?
* Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht einfach
so woandershin tragen (oder doch)?
Seit ich schon einmal lautstark von einem autofahrenden Nachbarn
"belehrt" wurde, dass ich auf dem Parkstreifen nicht den Fahrradschlauch
flicken dürfte, hätte ich gerne mal ein paar mehr Argumente. ;->
Und vielleicht noch etwas konstruktiver: Wie könnte man das Problem
geschickt lösen und einen Teil des Parkstreifens für Fahrräder
reservieren lassen? In Hamburg hatten wir ein wunderschönes und
behördlich genehmigtes und gefördertes Fahrradhäuschen, hier in
Hildesheim dürfte es so etwas wohl kaum geben ...
Danke, und schönen Gruß,
Robert. :)
--
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Robert Strötgen
mailto:rob...@stroetgen.de http://www.stroetgen.de/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
>* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad auf den Parkstreifen
>abstellen (oder nicht)?
Fahrzeuge sind im Allgemeinem am Fahrbandrand zu parken.
>* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad nicht auf den Gehweg
>abstellen (oder doch)?
Parken am Gehsteig ist im Allgemeinen verboten.
>* Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht einfach
>so woandershin tragen (oder doch)?
Besitzstörung. Zeige ihn an.
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
>* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad auf den Parkstreifen
>abstellen (oder nicht)?
§12 (4) StVO:
"Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang
der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu
ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand
heranzufahren."
>* Mit welcher Begründung darf ich mein Rad nicht auf den Gehweg
>abstellen (oder doch)?
§12 (4a) StVO:
"Ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt, so ist hierzu nur der rechte
Gehweg, in Einbahnstraßen der rechte oder linke Gehweg zu benutzen."
Gruß,
Stefan
>In .de gibt es die Sonderregelung, dass leicht zu
>entfernende Fahrzeuge wie Fahrräder, Motorräder und ihre
>Anhänger nachts nicht auf der Fahrbahn abgestellt sein
>dürfen.
>
>Wegen der Abstrusität habe ich mir nur das "dass" nicht das
>"wo steht es" gemerkt.
§17 (4) StVO:
"Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden
können, wie Krafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor, Fahrräder,
Krankenfahrstühle, einachsige Zugmaschinen, einachsige Anhänger,
Handfahrzeuge oder unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit dort
nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden."
Bleibt natürlich die Frage, wo ich mein Fahrrad bei Dunkelheit
abstellen darf.
Gruß,
Stefan
>
> * Mit welcher Begründung darf ich mein Rad auf den Parkstreifen
> abstellen (oder nicht)?
mit der beründung das du das parken willst
also keine beschränkung auf einen fahrzeugtype
> * Mit welcher Begründung darf ich mein Rad nicht auf den Gehweg
> abstellen (oder doch)?
darf solange du keinen behinderst und ausreichend platz läßt
>
> * Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht
> einfach so woandershin tragen (oder doch)?
mit keiner
8 hab allerdings sogar erlebt das 2 autofahrer eine motorrofller auf
seite gesezt haben...
>
> Seit ich schon einmal lautstark von einem autofahrenden Nachbarn
> "belehrt" wurde, dass ich auf dem Parkstreifen nicht den
> Fahrradschlauch flicken dürfte, hätte ich gerne mal ein paar mehr
> Argumente. ;->
gegen krakeler ist kein kraut gewachsen....
>
> Und vielleicht noch etwas konstruktiver: Wie könnte man das Problem
> geschickt lösen und einen Teil des Parkstreifens für Fahrräder
> reservieren lassen
entweder mechanisch duch anstellbügel
oder schild nur für radfahrer...
steffen
Hallo!
> §17 (4) StVO:
> "Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden
> können, wie Krafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor, Fahrräder,
> Krankenfahrstühle, einachsige Zugmaschinen, einachsige Anhänger,
> Handfahrzeuge oder unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit dort
> nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden."
>
> Bleibt natürlich die Frage, wo ich mein Fahrrad bei Dunkelheit
> abstellen darf.
Und die Frage was "entfernt werden" mit "unbeleuchtet" zu tun hat. Wieso
gibt es in der StVO eine solch komische (/dumme) Verknüpfung?
CU Stefan
On 01.06.2004 09:49, Steffen Heinz wrote:
>>Und vielleicht noch etwas konstruktiver: Wie könnte man das Problem
>>geschickt lösen und einen Teil des Parkstreifens für Fahrräder
>>reservieren lassen
> entweder mechanisch duch anstellbügel
> oder schild nur für radfahrer...
So etwas schwebte mir da auch vor. Hat jemand Erfahrungen damit, wie die
Chancen stehen, wenn man einen entsprechenden (wohl unvermeidbaren,
oder?) Antrag bei der Stadtverwaltung stellt?
Schönen Gruß,
> Wenn ich nun mein Fahrrad auf den Parkstreifen stelle (durchaus
> platzsparend quer und nicht besonders "provozierend"), dauert es nur
> wenige Minuten und das Rad steht auf dem Gehweg (natürlich dann nicht am
> Rand, sondern mitten drauf). Was die Fußgänger noch weniger erfreut (und
> mich auch nicht).
Mit TractionKing wäre Dir das nicht passiert!
Der Traction King erhöht nicht nur die Sicherheit beim Radfahren,
sondern ist auch ein ultrahochwirksamer Diebstahl- u. Wegtrageschutz!!!
Wir leben nun einmal in unsicheren Zeiten, lieber Robert, bestelle
deshalb noch heute Deinen persönlichen TK:
<http://myhome.iolfree.ie/~hardshell/bo/fish/tk.html>
Falls Dich aber die Kalifen von drf mit ihrer Hetztpropaganda
abgeschreckt haben und Du nicht den TK haben willst, das wäre sehr
traurig, dann bleibt Dir nur diese DIY-Lösung: Wenn der Parkplplatz
gepflastert ist, nimmst Du einen Pflasterstein heraus und setzt an
dieser Stelle einen Parkpoller rein, den Du zuvor von einer andereren
Stelle entfernt hast. Voilá! Fertig ist Dein persönlicher
Fahrradabstellplatz vor der Haustür!
Gruß,
Bo-En
--
Silizium zum Wohle aller Radfahrer - Traction King!
>Und die Frage was "entfernt werden" mit "unbeleuchtet" zu tun hat. Wieso
>gibt es in der StVO eine solch komische (/dumme) Verknüpfung?
Wieso eine? Davon gibt es mehr eine.
Gruß,
Stefan
Das ist ganz einfach:
1.) ein unbeleuchtetes Fahrzeug auf der Fahrbahn ist bei Dunkelheit
eine Behinderung (Gefährdung?) des Straßenverkehrs.
2.) Eine unnötige Behinderung des Strassenverkehrs ist zu vermeiden.
3.) Die Behinderung des Strassenverkehrs ist genau dann unnötig, wenn
das Fahrzeug leicht aus dem Strassenverkehr entfernt werden kann.
Rolf "an beleuchteter Strasse: nicht unbeleuchtet?" Mantel
> Hallo!
>
> On 01.06.2004 09:49, Steffen Heinz wrote:
>
> >>Und vielleicht noch etwas konstruktiver: Wie könnte man das Problem
> >>geschickt lösen und einen Teil des Parkstreifens für Fahrräder
> >>reservieren lassen
>
> > entweder mechanisch duch anstellbügel
> > oder schild nur für radfahrer...
>
> So etwas schwebte mir da auch vor. Hat jemand Erfahrungen damit, wie
> die Chancen stehen, wenn man einen entsprechenden (wohl
> unvermeidbaren, oder?) Antrag bei der Stadtverwaltung stellt?
In Heidelberg hatte der Besitzer des Fahrradladens "AltaVelo"
anscheinend kein Problem damit, einen Stellplatz vor seinem Laden
durch Anbringung von Anstellbügeln in eine Fahrradfläche umwidmen zu
lassen. Dort waren es aber Parkbuchten, mit abgesenktem Bordstein von
der Fahrbahn getrennt.
Stefan Legner schrieb:
>
> Bleibt natürlich die Frage, wo ich mein Fahrrad bei Dunkelheit
> abstellen darf.
>
Hallo,
nur da wo es keine Gefahr für den Verkehr darstellt.
Bye
>3.) Die Behinderung des Strassenverkehrs ist genau dann unnötig, wenn
> das Fahrzeug leicht aus dem Strassenverkehr entfernt werden kann.
Wobei noch zu klären ist, was "leicht von der Fahrbahn zu entfernen"
genau bedeutet. Geht es wirklich nur um das Entfernen von der
Fahrbahn, so ist praktisch jedes Fahrzeug leicht zu entfernen.
Unzählige Autofahrer beweisen es täglich, indem sie auf Fuß- oder
Radwegen parken. Aber das Entfernen von der Fahrbahn impliziert, dass
das Fahrrad irgendwo anders hin muss, sofern es sich nicht einfach in
Luft auflöst. Meist bleibt da nur der Gehweg, und üblicherweise wird
es auch geduldet, wenn Fahrräder auf dem Gehweg abgestellt werden .
Bei schmalen Gehwegen wird sich der Radfahrer aber eher unbeliebt
machen. berücksichtigt man, dass das Fahrrad abseits der Fahrbahn
abgestellt werden muss, so ist es IMHO meist nicht leicht von der
Fahrbahn zu entfernen.
Gruß,
Stefan
> Auch wenn es vielleicht "akademisch" sein mag, würde mich doch
> interessieren:
...
> * Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht einfach
> so woandershin tragen (oder doch)?
Das Problem liegt IMHO weniger im Juristischen.
Manche Leute betrachten Räder (und z.T. auch ihre Fahrer) als minderwertige
Gegenstände, für die die üblichen Regeln zwischenmenschlicher Interaktion
nur vermindert gelten.
Vor allem Respekt vor fremden Eigentum scheint bei Fahrrädern nicht nötig zu
sein.
Das Ignorieren eines versehentlich umgestoßenen Fahrrads ist da noch das
kleinste Übel.
Mich nerven regelmässig irgendwelche Passanten die nicht nur einfach
interessiert an meinem Tieflieger stehenbleiben und gucken (soweit ist das
ja ok) sondern lustig an den Lenkerendschaltern herumhantieren oder an den
Bremsscheiben herumfingern (boay ey - sooo dünn - das hält doch nicht -
kuckmal das kann man schon mit der Hand biegen).
Der Gipfel war neulich ein Kasper, der sich einfach draufgesetzt hat(1).
Auf die Frage, was er sich dabei denkt, und ob er sich auch einfach so zum
Ausprobieren in jedes herumstehende Cabrio springt meinte er nur, dass ein
Auto schließlich was Anderes als ein Fahrrad sei und ich solle das Teil
halt nicht so rumstehen lassen.
bye/b *AAAAhhhhhrrrrrrrrrggg* b
(1) Der nächste Mutant, den ich sitzend auf meinem Rad erwische ist fällig.
Da werde ich mal das Zivilisationsniveau um ein paar zehntausend Jahre
absenken.
> > * Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht
> > einfach so woandershin tragen (oder doch)?
>
> mit keiner
> 8 hab allerdings sogar erlebt das 2 autofahrer eine motorrofller auf
> seite gesezt haben...
Ich hab' schon mal erlebt wie ca. 10 Businsassen einen PKW
(Handbremse war angezogen) beiseite geschoben haben...
Stephan
>Der Gipfel war neulich ein Kasper, der sich einfach draufgesetzt hat(1)
Versuch es mal mit einem "Hell's Angels"-Aufkleber.
Aber Du hast recht: an Fahrrädern wird oft einfach herumgefummelt. Bei
meinem Motorrad passiert das weniger. Man weiß ja, was das für Typen
sind, die sowas fahren... :o)
Walter
--
Die dünnsten Bücher der Welt:
10. Fehlerlose Programme von Microsoft
Da gab's doch 'mal 'ne Fahrrad-Alarmanlage mit Kloeppelzue... aehhh
-kontakt .......
> (1) Der nächste Mutant, den ich sitzend auf meinem Rad erwische ist fällig.
> Da werde ich mal das Zivilisationsniveau um ein paar zehntausend Jahre
> absenken.
Och noeoeoeoe. Dann lieber besagte Alarmanlage ein paar Dutzend dB
*rauf* modifizieren ... >:->
MfG
J. Bern
Beleuchtet auf (d.h. am Rand der) Fahrbahn oder unbeleuchtet irgendwo
außerhalb der Fahrbahn.
HTH,
Ste- "so lese ich jedenfalls diesen Paragraphen" -fan
> Da gab's doch 'mal 'ne Fahrrad-Alarmanlage mit Kloeppelzue... aehhh
> -kontakt .......
Gaaaaanz schlechte Idee.
Ein Freund von mir hatte sowas kurze Zeit am Mopped.
Eines Tages ging die Tröte, genau als wir sowieso auf dem Weg zum Parkplatz
waren und aus der Ferne ein Kabinettstück echter Realsatiere beobachten
konnten:
Ein Teenie war ans Bike gerempelt und hatte den Alarm ausgelöst, darauf hat
das verschreckte Girlie mit allen Mitteln versucht den Lärm abzustellen.
Zuerst durch herumfummeln an allem was irgendwie nach Schalter oder Hebel
aussah dann durch draufhauen, am Schluss durch rütteln, bis der Bock vom
Ständer kippte und umfiel (was den Alarm natürlich nicht beeindruckt hat).
Alarmanlagen helfen nur wenig gegen Dreistigkeit und garnicht gegen
Dummheit.
bye/bb
--
Manchmal habe ich das Gefühl mein Leben ist ein Comic.
Könnte bitte mal jemand für mich umblättern?
> Manche Leute betrachten Räder (und z.T. auch ihre Fahrer) als
> minderwertige Gegenstände, für die die üblichen Regeln
> zwischenmenschlicher Interaktion nur vermindert gelten.
> Vor allem Respekt vor fremden Eigentum scheint bei Fahrrädern
> nicht nötig zu sein.
Fahrräder werden vor allem als Gebrauchsgegenstände betrachtet,
wowereit. Dies erweckt nur deshalb den Eindruck von Geringschätzung,
weil Autos und Motorräder als unberührbare Heiligtümer behandelt
werden.
Hans Crauel
> Der Gipfel war neulich ein Kasper, der sich einfach draufgesetzt hat(1).
Mal wieder ohne Wachhamster gefahren? Und nicht genug boruttisiert?
Tho"und da war kein suendhaft teures Anbauteil, dass der Kasper beim
draufsitzen sicherlich geschrottet hat?"mas
> §17 (4) StVO:
> "Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden
> können, wie Krafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor, Fahrräder,
> Krankenfahrstühle, einachsige Zugmaschinen, einachsige Anhänger,
> Handfahrzeuge oder unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit dort
> nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden."
Ein "unbespanntes Fuhrwerk" scheint mir nicht ohne Schwierigkeiten
von der Fahrbahn entfernbar zu sein. Bei einem Auto geht das
leichter (nämlich einfach reinsetzen und in ein Parkhaus oder eine
Tiefgarage fahren, da dürfen die o.g. `Fahrzeuge' nicht rein).
Davon ab, sind u.a. Anhänger m.W. einklich keine Fahrzeuge.
Hans Crauel
Nicht die Idee war schlecht, sondern die Ausfuehrung. Ich sagte
***LAUT***. Oder hatte die Dame mehr Haende als Ohren ... ? >;->
(Beziehungsweise, im Interesse der Batteriekapazitaet, nicht *ganz* so
laut und dafuer *scheusslich*. Crossover-Verzerrungen sollen da Wunder
wirken ...)
MfG
J. Bern
Oder 4 Mann, 4 Ecken den Trabi zur Seite gehoben. :-)
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
> * Mit welcher Begründung darf ich mein Rad nicht auf den Gehweg
> abstellen (oder doch)?
>
Doch, siehe in dem oben zitierten Paragraphen, bzw. dem Artikel.
> * Und mit welcher Begründung darf ein Autofahrer mein Rad nicht einfach
> so woandershin tragen (oder doch)?
>
Ich denke nein, aber IANAL
Viele Grüße
Michael, wenn man doch nur vor jeden _Geh_wegparker ein Fahrrad quer
auf der Fahrbahn abstellen könnte. Irgendwann müßte doch ein
Lernprozess einsetzen. (Träum...)
--
Zeige mir einen perfekten Radweg, und ich zeige Dir, welche
Mängel Du übersehen hast.
[Wolfgang Strobl in de.rec.fahrrad]
Argl, ja.
Als ich einem beleibten und beschlipsten ca. 50 Jahre alten Herrn mal
erklärt habe, daß er bitte nicht mit den Fingern, sondern nur mit den
Augen gucken soll, hat er etwas entrüstet geguckt und gemeint, daß das
doch nicht schlimm sei. Der Hinweis, daß er dieses Urteil bitteschön
mir überlassen soll, hat ihn fast explodieren lassen. Verstellt war
aber nichts, er hatte nur die Sitzauflage vom Klettstreifen gezogen
und schief wieder angedrückt.
Meine Idee für die nächsten Begegnungen dieser Art: Interessiert an
Jackenknöpfen, Taschen oder ähnlichem bei diesen Leuten herumfummeln.
Ciao,
Stefan
> Tho"und da war kein suendhaft teures Anbauteil, dass der Kasper beim
> draufsitzen sicherlich geschrottet hat?"mas
Nein - das Rad war, vom verdrehten Lenker abgesehen (der ist bei mir nunmal
nicht dazu gedacht sich abzustützen), unversehrt. Ein Rad das mich
aushälten soll muss sowieso mehr abkönnen.
Aber auch wenn nichts leidet ist solches Verhalten mindestens unhöflich.
Wenn Kinder ihre Neugier nicht zähmen können, sehe ich das noch ein. Aber
selbst die sind meist höflicher und gucken nur oder fingern sehr
vorsichtig. Wen man dann dazu kommt, wird erst erst gekichert (ooops -
erwischt) und dann gefragt was das ist oder ob man mal xyz darf.
Erwachsene Spackos überschreiten Grenzen ohne zu Fragen und fühlen sich auch
noch im Recht.
bye/bb
> Meine Idee für die nächsten Begegnungen dieser Art: Interessiert an
> Jackenknöpfen, Taschen oder ähnlichem bei diesen Leuten herumfummeln.
Jaahhhh - einfach höflich die Aktentasche wegnehmen und ein Bischen drin
rumkramen.
geile Idee.
thx/bb
> Tho"und da war kein suendhaft teures Anbauteil, dass der Kasper beim
> draufsitzen sicherlich geschrottet hat?"mas
Mir hat mal ein Arbeitskollege ein Digitalinstrument abgerissen, als er
mein Liegerad verschieben wollte und nicht wusste, wo anfassen.
"Ach das ist nicht der Griff? Naja, hier hast du ihn wieder, ist ja nicht
so schlimm, oder?"
PS: Ich schrecke nicht davor zurueck, Kollegen vor anderen runterzuputzen.
--
+ Ulli Horlacher + fram...@moep.bb.bawue.de +
+ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" +
> "Ach das ist nicht der Griff? Naja, hier hast du ihn wieder, ist ja nicht
> so schlimm, oder?"
Genau sowas wie dieses "...ist ja nicht so schlimm..." nervt mich.
Hast Du Deinen Kollegen mit bloßen Händen erwürgt und die Leiche auf dem
Parkplatz verscharrt oder warst Du cool genug Ihm die Rechnung inkl.
eigener Arbeitszeit in die Hand zu drücken?
bye/bb
> In Heidelberg hatte der Besitzer des Fahrradladens "AltaVelo"
> anscheinend kein Problem damit, einen Stellplatz vor seinem Laden
> durch Anbringung von Anstellbügeln in eine Fahrradfläche umwidmen zu
> lassen. Dort waren es aber Parkbuchten, mit abgesenktem Bordstein von
> der Fahrbahn getrennt.
So ähnlich ist das bei uns auch - ein abgesenkter Bordstein trennt den
Schotter-Parkstreifen von der Kopfsteinpflaster-Straße.
Demnächst kommt die "Kleine Verkehrskommission" der Stadtverwaltung zum
Ortstermin, ich bin gespannt ...
Schönen Gruß,
Robert. :)
--
~~~~~
Robert Strötgen
Informationswissenschaft
IFAS, Universität Hildesheim * Marienburger Platz 22 * 31141 Hildesheim
Tel.: +49 - 5121 - 883 847 * Fax: +49 - 5121 - 883 802
http://www.uni-hildesheim.de/~stroetge/
> Auf die Frage, was er sich dabei denkt, und ob er sich auch einfach so zum
> Ausprobieren in jedes herumstehende Cabrio springt meinte er nur, dass ein
> Auto schließlich was Anderes als ein Fahrrad sei und ich solle das Teil
> halt nicht so rumstehen lassen.
Es ist ja leider nichts Neues, dass man sich heute für sein Fehlverhalten
nicht mehr entschuldigt, sondern den, der zurecht darauf hinweist, am
besten ordentlich anmacht oder ihm mit plöden Bemerkungen kommt wie Du
sie beschreibst. Und das lässt sich beileibe nicht nur im Straßenverkehr
beobachten.
Gruß,
Thomas
>
>Bernhard Betancourt
>
>> Manche Leute betrachten Räder (und z.T. auch ihre Fahrer) als
>> minderwertige Gegenstände, für die die üblichen Regeln
>> zwischenmenschlicher Interaktion nur vermindert gelten.
>> Vor allem Respekt vor fremden Eigentum scheint bei Fahrrädern
>> nicht nötig zu sein.
>
>Fahrräder werden vor allem als Gebrauchsgegenstände betrachtet,
Da stimme ich Dir zu.
>wowereit.
Da auch.
> Dies erweckt nur deshalb den Eindruck von Geringschätzung,
>weil Autos und Motorräder als unberührbare Heiligtümer behandelt
>werden.
Ebenfalls.
Trotzdem hat mein Fahrrad niemand anzufassen oder wegzutragen. Es hat
auch z.B. niemand an meinem auf einem Bistrotisch liegenden Walkman
rumzufummeln. Wer das macht, bekommt günstigenfalls ein paar kräftige
Worte zu hören.
Walter
--
Fernsehquiz -
eine handvoll Klugscheißer,
die einem Oberklugscheißer dumme Fragen falsch beantworten.
Das gleiche gilt übrigens auch für "Schule".
>Thomas Voigt <tv_sp...@gmx.de> wrote:
>
>> Tho"und da war kein suendhaft teures Anbauteil, dass der Kasper beim
>> draufsitzen sicherlich geschrottet hat?"mas
>
>Mir hat mal ein Arbeitskollege ein Digitalinstrument abgerissen,
Das Innen- und Außenthermometer?
--
Gerald
| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |
Aber nich wundern, wenn er anschliessend sein Baclofen mit euch teilen
will. >:->
<http://www.charite.de/ch/neuro/klinik/patienten/ag_bewegungsstoerungen
/index/info/Tourette_Syndrom/Tourette_Syndrom.htm#7>
MfG
J. Bern
Sooo leicht ist doch der Trabi (601) gar nicht, oder?
AFAIK immerhin irgendwas um die 600 kg.
Was ich gesehen habe, war IIRC ein neueres Modell eines VW
Polo oder Golf (2002).
Stephan
> Hast Du Deinen Kollegen mit bloßen Händen erwürgt und die Leiche auf dem
> Parkplatz verscharrt oder warst Du cool genug Ihm die Rechnung inkl.
> eigener Arbeitszeit in die Hand zu drücken?
Ich bin bekannt fuer meine laute Stimme, jahrelang ausgebildet im
Autofahrer anschreien. In einem geschlossener Raum erreich ich locker die
Schmerzgrenze :-)
Er hat seither nie wieder mein Fahrrad angefasst. Es scheint also gewirkt
zu haben :-)
> >Mir hat mal ein Arbeitskollege ein Digitalinstrument abgerissen,
>
> Das Innen- und Außenthermometer?
Mit Chronometer, ja.
>Elke Bock schrieb:
>> Oder 4 Mann, 4 Ecken den Trabi zur Seite gehoben. :-)
>
>Sooo leicht ist doch der Trabi (601) gar nicht, oder?
>AFAIK immerhin irgendwas um die 600 kg.
Keine Ahnung, es ist mindestens 15 Jahre her, und ich habe
das auch nur aus dem Bus beobachtet (für den das Auto
weggeräumt wurde). Nicht anheben und tragen, sondern immer
wieder mit Schwung ein Stück zur Seite.
Das Mädel, das beim Rumfingern an meinem Dalli an den roten Knopf der
Air Zound gekommen ist, wird wohl auch nie wieder fremde, abgestellte
Räder anfassen @-)....
Gruß aus Münster,
Christoph
> Auf die Frage, was er sich dabei denkt, und ob er sich auch einfach so zum
> Ausprobieren in jedes herumstehende Cabrio springt meinte er nur, dass ein
> Auto schließlich was Anderes als ein Fahrrad sei und ich solle das Teil
> halt nicht so rumstehen lassen.
Was mich an der Stelle schon immer mal interessiert hätte, ist ob
Cabriofahrer, wenn sie im Sommer offen parken, auch das Problem haben,
daß sich nach ein paar Stunden Parkzeit zusammengeknüllte Papiertüten,
halbleere Getränkedosen und ähnlichen Unrat in ihrem Fahrzeug befindet?
Mir zumindest geht das recht häufig so, wenn ich den Korb am Fahrrad
lasse...
--
mfg, Sascha
C.R. MacNamara: Ten minutes early! That's a hell of a way to run an
airline! Planes are supposed to be late, not early!
[One, Two, Three (1961)]
> Bernhard Betancourt <fs...@gmx.de> wrote:
>
>> Auf die Frage, was er sich dabei denkt, und ob er sich auch einfach so zum
>> Ausprobieren in jedes herumstehende Cabrio springt meinte er nur, dass ein
>> Auto schließlich was Anderes als ein Fahrrad sei und ich solle das Teil
>> halt nicht so rumstehen lassen.
>
> Was mich an der Stelle schon immer mal interessiert hätte,
Bedeutet das, du moechstest wissen oder es haette dich interessieren wuerden
tun? (SCNR) :-)
> ist ob
> Cabriofahrer, wenn sie im Sommer offen parken, auch das Problem haben,
> daß sich nach ein paar Stunden Parkzeit zusammengeknüllte Papiertüten,
> halbleere Getränkedosen und ähnlichen Unrat in ihrem Fahrzeug befindet?
Ein ehemaliger Kollege von mir hatte mehrere Male das Problem mit
Zigarettenkippen aus LKWs.
Bei dem "aehnlichen Unrat" war er nie sicher, ob der nicht vom ihm selber
stammte.
> Mir zumindest geht das recht häufig so, wenn ich den Korb am Fahrrad
> lasse...
Moeglicherweise ist das eine UL, aber Smart-Fahrern soll es aehnlich gehen
wenn sie die Scheiben offen lassen.
Inzwischen weiss auch ich, dass Buntglascontainer keine Raeder haben.
Michael
--
!Wichtiger Hinweis
----------------------
Fuer den sicheren und angenehmen Umgang mit dem Geraet,
lesen Sie bitte das Handbuch fuer sicheres und angenehmes Arbeiten.
|> §17 (4) StVO:
|> "Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden
|> können, wie Krafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor, Fahrräder,
|> Krankenfahrstühle, einachsige Zugmaschinen, einachsige Anhänger,
|> Handfahrzeuge oder unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit dort
|> nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden."
|>
|> Bleibt natürlich die Frage, wo ich mein Fahrrad bei Dunkelheit
|> abstellen darf.
Na, auf der Fahrbahn natürlich - mit je einer batteriegespeisten
HighEfficiency LED vorn und hinten.
--
"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>
|> Die dünnsten Bücher der Welt:
|> 10. Fehlerlose Programme von Microsoft
AppleSoft Basic [TM] war so schlecht nicht.
>Stefan Legner wrote:
>
>|> §17 (4) StVO:
>|> "Fahrzeuge, die ohne Schwierigkeiten von der Fahrbahn entfernt werden
>|> können, wie Krafträder, Fahrräder mit Hilfsmotor, Fahrräder,
>|> Krankenfahrstühle, einachsige Zugmaschinen, einachsige Anhänger,
>|> Handfahrzeuge oder unbespannte Fuhrwerke dürfen bei Dunkelheit dort
>|> nicht unbeleuchtet stehen gelassen werden."
>|>
>|> Bleibt natürlich die Frage, wo ich mein Fahrrad bei Dunkelheit
>|> abstellen darf.
>
>Na, auf der Fahrbahn natürlich - mit je einer batteriegespeisten
>HighEfficiency LED vorn und hinten.
Wieso? Reicht doch, das Fahrrad unter eine Straßenlaterne abzustellen?
Die ist aber so unhandlich mitzunehmen.
SCNR,
Ste- "obwohl, quer auf dem Gepäckträger ist sie
auch gut gegen zu geringe Überholabstände" -fan
> daß sich nach ein paar Stunden Parkzeit zusammengeknüllte Papiertüten,
> halbleere Getränkedosen und ähnlichen Unrat in ihrem Fahrzeug befindet?
>
> Mir zumindest geht das recht häufig so, wenn ich den Korb am Fahrrad
> lasse...
Ich krieg' immer bloß Werbekram in den Korb.
Stephan
> Was mich an der Stelle schon immer mal interessiert hätte, ist ob
> Cabriofahrer, wenn sie im Sommer offen parken, auch das Problem haben,
> daß sich nach ein paar Stunden Parkzeit zusammengeknüllte Papiertüten,
> halbleere Getränkedosen und ähnlichen Unrat in ihrem Fahrzeug befindet?
Eine Freundin von mir lässt bei stabil schönem Wetter das Cabrio auch schon
mal über nacht offen stehen und hat keine Probleme mit Müll oder
Probesitzern.
bye/bb
> Volker Borchert <v_bor...@despammed.com> wrote:
>
>> Walter Janné wrote:
>>
>> |> Die dünnsten Bücher der Welt:
>> |> 10. Fehlerlose Programme von Microsoft
>>
>> AppleSoft Basic [TM] war so schlecht nicht.
>
> oder AMIGA Basic
> oder Atari Basic
gerade Letzteres war grottenschlecht und buggy.
bye/bb
Kann ich nicht beurteilen, ich war bei der RealMultitasking-Fraktion :)
Das AMIGA-Basic war nur etwas buggy ... aber nutzbar.
Heute aber habe ich einen praktisch µ$-freien Rechner :}
Wolfgang "Wolfbert" Paul
Ssed
--
only my personal opinion
nospam4me is valid but for mail please use Reply-To:
vielen Dank für die detaillierten Hinweise! :-)
> Der VCD Dortmund betreibt ein ähnliches Projekt. Vielleicht kann man Dir
> dort weiter helfen.
Guter Tipp! Sobald wir eine erste Rückmeldung der Stadtverwaltung haben,
mache ich mich dort mal schlauer ...
Inzwischen gesellen sich immer mehr Fahrräder aus der Nachbarschaft zu
meinem Rad auf dem Parkstreifen. Ein interessantes Experiment, ab wie
vielen Fahrrädern den Autofahrern das Wegtragen zu mühsam wird - drei
sind zu wenig, sieben reichen ziemlich zuverlässig. ;-)
Sonnige Grüße,
Robert. :)
--
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Robert Strötgen
mailto:rob...@stroetgen.de http://www.stroetgen.de/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
> Hallo,
>
> vielen Dank für die detaillierten Hinweise! :-)
>
>> Der VCD Dortmund betreibt ein ähnliches Projekt. Vielleicht kann man Dir
>> dort weiter helfen.
>
>
> Guter Tipp! Sobald wir eine erste Rückmeldung der Stadtverwaltung haben,
> mache ich mich dort mal schlauer ...
>
> Inzwischen gesellen sich immer mehr Fahrräder aus der Nachbarschaft zu
> meinem Rad auf dem Parkstreifen. Ein interessantes Experiment, ab wie
> vielen Fahrrädern den Autofahrern das Wegtragen zu mühsam wird - drei
> sind zu wenig, sieben reichen ziemlich zuverlässig. ;-)
Critical Mass sozusagen :-)
Tobias Berger
Mach mal ein Foto für die Stadtverwaltung; damit kannst du den Bedarf
dokumentieren.
Rolf Mantel
> Ein Apfel, mit einer etwas neueren Systemversion als bei mir? Jedenfalls
> sagt mir dein User-Agent-Eintrag das. Lobenswert!
Wenn Du nach Deinem Radkauf noch Geld übrig hast, gib es für 10.3.x aus.
Lohnt sich wirklich.
Ciao
Willi
Das Interesse scheint sich regional stark unterschiedlich zu äußern.
Leute mit Augen an den Fingern sind mir nicht mehr begegnet, seit ich
in Regensburg bin. Dafür schreit manchmal jemand "Halt!" und quatscht
mich zum Rad an. Das ist mir bei den Schwaben nie passiert, und ich
finde diesen Kommandoton nicht sehr höflich, aber es wird im Verlauf
des Gesprächs ein Interesse sicht- und nachvollziehbar.
Was ich bisher noch gar nicht kapiert habe, sind Leute, die sich nach
dem Preis erkundigen und mit der ersten Antwort weiterlaufen, egal wie
die genau lautete. Auch auf "Das kommt auf den Typ an." kommt keine
weitere Nachfrage. Was soll denn das? Eigenes Interesse an einem
Liegerad kann ich da ja kaum unterstellen. Muß ich damit rechnen,
daß mich demnächst jemand vom Rad haut und das Ding versilbert?
Ciao,
Stefan