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Taugt das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen was?

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Martin Wohlauer

unread,
Jun 5, 2013, 6:10:30 PM6/5/13
to
Heute war mal wieder ADFC-AGV und dort wurde u. A. als Referent jemand
mit dem Namen "Kaulen" für eine Veranstaltung im Rahmen der
"Fahrradstadt 2020" ins Auge gefasst. Ich schätze mal, es handelt sich
dabei um den Verein:

http://www.svk-kaulen.de

(Falls nicht, bin ich auch gerne für anders lautende Hinweise offen.)
Jetzt ist meine Frage: Taugen die für irgendwas, oder darf ich da
erwarten, dass auch die wieder Radwege über den Klee loben werden? Hat
hier schon jemand Erfahrungen mit denen gemacht?

Grüßle,

Martin.
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Nico Hoffmann

unread,
Jun 6, 2013, 2:33:17 AM6/6/13
to
Martin Wohlauer schreibt:

> Heute war mal wieder ADFC-AGV und dort wurde u. A. als Referent jemand
> mit dem Namen "Kaulen" fᅵr eine Veranstaltung im Rahmen der
> "Fahrradstadt 2020" ins Auge gefasst. Ich schᅵtze mal, es handelt sich
> dabei um den Verein:
>
> http://www.svk-kaulen.de
>
> (Falls nicht, bin ich auch gerne fᅵr anders lautende Hinweise offen.)
> Jetzt ist meine Frage: Taugen die fᅵr irgendwas, oder darf ich da
> erwarten, dass auch die wieder Radwege ᅵber den Klee loben werden? Hat
> hier schon jemand Erfahrungen mit denen gemacht?

Man kann Material von denen runterladen und durchblᅵttern.

Mein Eindruck ist, dass die ihr Geld damit verdienen, die
Vorstellungen der Separationsfetischisten in den ᅵmtern und Rathᅵusern
umzusetzen. Konkret scheinen die viel in Streifchen zu machen, weil
das wohl nachgefragt wird. Vielleicht irre ich mich, das ist mir nur
beim ᅵberfliegen der Pamphlete so aufgefallen.

Solche Lᅵden scheint es ᅵberall zu geben. Hier in Chemnitz war auch so
eine Bude (nicht Kaulen) am zusammenspinnen des "Radverkehrkonzepts"
beteiligt... Dasselbe in grᅵn.


Ich sehe nicht so ganz den Sinn, sich mit solchen Leuten
auseinanderzusetzen. Selbst wenn die wollten, kᅵnnten die nicht viel
machen. Wenn eine Stadt den Willen hat, die Radfahrer mᅵglichst billig
an den Rand oder ganz von der Fahrbahn zu drᅵngen, und damit so eine
Bude baeuftragt, werden die genau das umsetzen (und als wahnsinnig
toll verkaufen), denn dafᅵr werden sie bezahlt.

N.
--
[de] DE steht fuer Delirium Expressis. Ausgedrueckter Wahnsinn.
(o'h in <7Lq8m...@p0000013.willy-s.de>)

Martin Wohlauer

unread,
Jun 6, 2013, 4:23:44 AM6/6/13
to
Am 06.06.2013 08:33, schrieb Nico Hoffmann:
> Martin Wohlauer schreibt:
>> Heute war mal wieder ADFC-AGV und dort wurde u. A. als Referent jemand
>> mit dem Namen "Kaulen" fᅵr eine Veranstaltung im Rahmen der
>> "Fahrradstadt 2020" ins Auge gefasst. Ich schᅵtze mal, es handelt sich
>> dabei um den Verein:
>>
>> http://www.svk-kaulen.de
>>
>> (Falls nicht, bin ich auch gerne fᅵr anders lautende Hinweise offen.)
>> Jetzt ist meine Frage: Taugen die fᅵr irgendwas, oder darf ich da
>> erwarten, dass auch die wieder Radwege ᅵber den Klee loben werden? Hat
>> hier schon jemand Erfahrungen mit denen gemacht?
>
> Man kann Material von denen runterladen und durchblᅵttern.
>
> Mein Eindruck ist, dass die ihr Geld damit verdienen, die
> Vorstellungen der Separationsfetischisten in den ᅵmtern und Rathᅵusern
> umzusetzen. Konkret scheinen die viel in Streifchen zu machen, weil
> das wohl nachgefragt wird. Vielleicht irre ich mich, das ist mir nur
> beim ᅵberfliegen der Pamphlete so aufgefallen.
>
> Solche Lᅵden scheint es ᅵberall zu geben. Hier in Chemnitz war auch so
> eine Bude (nicht Kaulen) am zusammenspinnen des "Radverkehrkonzepts"
> beteiligt... Dasselbe in grᅵn.

Das ist nᅵmlich auch meine Befᅵrchtung. Wird dann allerdings bei der
entsprechenden Veranstaltung sicher witzig, dem Herren Referenten ein
paar unangenehme Fragen mit Verweisen auf bestehende Untersuchungen
unter die Nase zu reiben. =)

> Ich sehe nicht so ganz den Sinn, sich mit solchen Leuten
> auseinanderzusetzen. Selbst wenn die wollten, kᅵnnten die nicht viel
> machen. Wenn eine Stadt den Willen hat, die Radfahrer mᅵglichst
> billig an den Rand oder ganz von der Fahrbahn zu drᅵngen, und damit
> so eine Bude baeuftragt, werden die genau das umsetzen (und als
> wahnsinnig toll verkaufen), denn dafᅵr werden sie bezahlt.
Naja, der Hintergrund hier ist der folgende: Augsburg hat sich
vorgenommen[tm] bei Fahrradstadt 2020 mitzuspielen, also bewusst den
Radverkehrsanteil zu erhᅵhen. Momentan liegt der irgendwo bei 13 % [1],
wenn man einem Artikel der AZ glauben schenken darf. Man mᅵchte aber ca.
16 %, wenns nach Bundesebene geht. Also im Prinzip fᅵr Augsburger
Verhᅵltnisse kein Kraftakt. Schᅵn daran ist nur, dass man dafᅵr der
Stadt ein paar Kohlen aus den Rippen leiern konnte. Darunter sollen u.
A. auch Image-Kampagnen und ᅵffentliche Vortrᅵge fallen, wie man
Radverkehr richtig[tm] fᅵrdert. U. A. eine von drei solchen
Veranstaltungen soll irgendwann im Herbst stattfinden. Und genau da soll
besagter Referent auftreten. Nur fᅵrchte ich, dass mein damaliger
Hinweis in der AGV, dass ein Experte vielleicht mal die
Probleme/Eigenheiten von Radverkehrsfᅵhrung beleuchten sollte, in die
falsche Richtung gehen wird, wenn die da auftauchen und Separation mal
wieder als den heiligen Gral herausstellen versuchen. Aber wie gesagt,
gibt bestimmt schᅵne Diskussionen, wenn ich den Referenten von Kaulen
mit ein paar Fakten konfrontiere...

Grᅵᅵle,

Martin.

[1]
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Die-Stadt-will-mehr-fuer-Radler-tun-id21826606.html

Wilfried Fischer

unread,
Jun 7, 2013, 4:07:22 AM6/7/13
to
Hallo zusammen,

ich find Kaulen gut - urteilt selbst, siehe:
http://aachen.de/DE/stadt_buerger/verkehr_strasse/verkehrskonzepte/radverkehr/index.html

Bei all diesen Maßnahmen war Kaulen federführend.

Viele Grüße

Wilfried

H0Iger SchuIz

unread,
Jun 7, 2013, 4:14:15 AM6/7/13
to
Wilfried Fischer <w.fi...@foni.net> wrote:

> ich find Kaulen gut - urteilt selbst, siehe:
> http://aachen.de/DE/stadt_buerger[...]radverkehr/index.html

Gerne:

"[...] Radwegenetzes [...] Radverkehrsanlagen [...] Radwegen,
Radfahrstreifen [...] Radfahrstreifen/Radwegen" also Separation, aka
"Radler an den Rand". Und um zu unterstreichen, dass es nicht ums
Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel geht, noch eine "Radtourismusmesse".

Nein, ich finde die nicht gut.

hs

Wilfried Fischer

unread,
Jun 7, 2013, 4:14:42 AM6/7/13
to

Martin Wohlauer

unread,
Jun 7, 2013, 4:15:04 AM6/7/13
to
Am 07.06.2013 10:07, schrieb Wilfried Fischer:
> Hallo zusammen,
>
> ich find Kaulen gut - urteilt selbst, siehe:
> http://aachen.de/DE/stadt_buerger/verkehr_strasse/verkehrskonzepte/radverkehr/index.html
>
> Bei all diesen Maᅵnahmen war Kaulen federfᅵhrend.

Weiᅵ nicht so recht. Also es ist zumindest nicht wieder die platte
"Radweg"-Ideologie alleine, aber sie wird nach wie vor offenbar recht
wichtig gemacht. Also im Prinzip nicht optimal, aber noch besser als das
was die Herren und Damen in den Verwaltungen so verbrechen...

Grᅵᅵle,

Martin.

Wilfried Fischer

unread,
Jun 7, 2013, 4:23:04 AM6/7/13
to
Am 07.06.2013 10:15, schrieb Martin Wohlauer:
> Weiß nicht so recht. Also es ist zumindest nicht wieder die platte
> "Radweg"-Ideologie alleine, aber sie wird nach wie vor offenbar recht
> wichtig gemacht. Also im Prinzip nicht optimal, aber noch besser als das
> was die Herren und Damen in den Verwaltungen so verbrechen...

In Aachen wurde der letzte innerörtliche Radweg Mitte der 90er Jahre verbrochen (Vaalser Straße).
Fast alle übrigen Radwege wurden entschildert seitdem.
Ausnahme: Anbaufreie Ausfallstraßen und Straßen mit mehr als Tempo 50

Viele Grüße

Wilfried


Martin Wohlauer

unread,
Jun 7, 2013, 6:18:10 AM6/7/13
to
Am 07.06.2013 10:23, schrieb Wilfried Fischer:
> Am 07.06.2013 10:15, schrieb Martin Wohlauer:
>> Weiᅵ nicht so recht. Also es ist zumindest nicht wieder die platte
>> "Radweg"-Ideologie alleine, aber sie wird nach wie vor offenbar recht
>> wichtig gemacht. Also im Prinzip nicht optimal, aber noch besser als das
>> was die Herren und Damen in den Verwaltungen so verbrechen...
>
> In Aachen wurde der letzte innerᅵrtliche Radweg Mitte der 90er Jahre verbrochen (Vaalser Straᅵe).
> Fast alle ᅵbrigen Radwege wurden entschildert seitdem.
> Ausnahme: Anbaufreie Ausfallstraᅵen und Straᅵen mit mehr als Tempo 50

Und das haben wirklich die Jungs von Kaulen mit angezettelt, oder gabs
da evtl. andere Mechanismen dahinter?

Grᅵᅵle,

Martin.

Wilfried Fischer

unread,
Jun 7, 2013, 9:16:57 AM6/7/13
to
Am 07.06.2013 12:18, schrieb Martin Wohlauer:
> Und das haben wirklich die Jungs von Kaulen mit angezettelt, oder gabs
> da evtl. andere Mechanismen dahinter?

Mit angezettelt.

Ansonsten: bis auf 5 Jahre FDP/CDU zwischendurch
wurde Aachen von 1990 bis heute
unter GRÜNER Mehrheitsbeteiligung verändert.

Und die Verwaltung schafft halt nicht alles alleine...

bis heute: jetzt wird die Koalition gekündigt.... mal schaun, wie es weiter geht

Arno Welzel

unread,
Jun 7, 2013, 12:25:26 PM6/7/13
to
Wilfried Fischer, 2013-06-07 10:23:
Wobei Aachen nicht gerade vergleichbar ist mit Augsburg. Das ist ja eh'
schon fast Holland und bei den Hügeln, die es in Aachen gibt, würde man
über die paar sanften Anstiege in Augsburg eher lächeln ;-)


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Wolfgang Carius

unread,
Jun 7, 2013, 1:54:16 PM6/7/13
to
Am 07.06.2013 10:23, schrieb Wilfried Fischer:
Etliche der "Schutzstreifen", die in Aachen angelegt wurden, sind
dazu angetan, die Gefahr für Radfahrer zu erhöhen. Sie sind nämlich
zB auf der Oppenhoffallee und auf dem Templergraben direkt neben
die dort parkenden Autos gepinselt, in diesem Abstand fahre ich
dort nie lang. Zudem ist die Oppenhoffallee so eng gebaut, dass man
dort mit legalen Überholabständen nicht mehr überholt werden kann.
Fährt man auf dem "Schutzstreifen", wird man mit knappsten Abständen
trotzdem überholt.

Schön gemacht ist der Schutzstreifen auf der Trierer Strasse ab der
Adenauerallee stadteinwärts. Er hat genügend Abstand zu den auf dem
ehemalig benutzungspflichtigen aber unbenutzbaren Radweg parkenden
Fahrzeugen. Auch der "Schutzstreifen" auf der Erzberger Allee ist
da besser ausgeführt, mE aber vollkommen sinnlos, weil er nur einen
Bereich markiert, in dem ich als Radfahrer sowieso fahre.

Fies finde ich den moralischen Druck, der durch direkt neben parkenden
Autos aufgepinselte "Schutzstreifen" erzeugt wird. Mein Bruder ist
in seinen jungen Jahren von einer sich öffnenden Autotür erfasst
worden, seitdem (40 Jahre) halte ich genügend Abstand zu parkenden
KFZ. Meinen gewohnten Sicherheitsabstand kann ich aufgrund solcher
Pinseleien nur ausserhalb des mir zugewiesenen Reviers einhalten.

Jens Bolten

unread,
Jun 10, 2013, 11:24:14 AM6/10/13
to
On 7 Jun., 10:23, Wilfried Fischer <w.fisc...@foni.net> wrote:
> Fast alle übrigen Radwege wurden entschildert seitdem.

Die, die entschildert wurden wurden zu guten Teilen entschildert, weil
Radfahrerinnen und Radfahrer mit dem entsprechenden Nachdruck die
entscheidenden Fragen bzgl. der Benutzungspflicht der Wegelchen
gestellt und sich nicht mit irgendwelchen Ausreden haben abwimmeln
lassen. Mit irgendwelchen Planungsbüros hatten die abmontierten
Schilder eher selten zu tun, eher schon mit so netten Vokabeln wie
„Informationsfreiheitsgesetzt“ in netten eMails an die
Straßenverkehrsbehörde.

Und was die in den letzten Jahren neu angelegten sog. "Schutzstreifen"
entlang des Grabenrings stellen diese durchweg eine
Verschlimmbesserung des radverkehrsanlagenlosen Zustands zuvor dar.

Beispiel gefällig? Gerne. Die Kreuzung Kurhausstraße/ Peterstraße
konnte man jahrzehntelang fast ohne Konfliktsituationen mit dem
Fahrrad befahren, dank „Radverkehrsförderung“ auf öcher Art dürfte es
jetzt nur ein Frage der Zeit sein bis es dort zu einem tödlichen
Unfall kommt.

Ciao,

Jens

H0Iger SchuIz

unread,
Jun 10, 2013, 12:19:47 PM6/10/13
to
Wilfried Fischer <w.fi...@foni.net> wrote:

> In Aachen wurde der letzte innerörtliche Radweg Mitte der 90er Jahre
> verbrochen (Vaalser Straße).
> Fast alle übrigen Radwege wurden entschildert seitdem.

Nunja. Sie scheinen eine andere Form von Separation gefunden zu haben.
Streifchen reichen, um radler an den rand zu drängen. da werden dann
Radwege entbehrlich.

hs

Norbert Lack

unread,
Jun 10, 2013, 1:53:33 PM6/10/13
to
Wolfgang Carius schrieb:
> Etliche der "Schutzstreifen", die in Aachen angelegt wurden, sind
> dazu angetan, die Gefahr für Radfahrer zu erhöhen. Sie sind nämlich
> zB auf der Oppenhoffallee und auf dem Templergraben direkt neben
> die dort parkenden Autos gepinselt, in diesem Abstand fahre ich
> dort nie lang. Zudem ist die Oppenhoffallee so eng gebaut, dass man
> dort mit legalen Überholabständen nicht mehr überholt werden kann.
> Fährt man auf dem "Schutzstreifen", wird man mit knappsten Abständen
> trotzdem überholt.

Die Oppenhoffallee ist wirklich ein Beispiel für den Unterschied
zwischen "gut gemeint" (ich nehme mal an, dass die StreifCHEN gut
gemeint sind/waren) und "gut gemacht"). Aber um mehr Platz zu schaffen,
müsste je Richtung ein Parkstreifen beseitigt werden --- und das wird in
diesem Viertel am Widerstand der Bewohner und ihrem Einfluss auf die
Stadtführung scheitern. Wenn ich da mal fahre, halte ich lieber
angemessenen Abstand zu den (rechts) geparkten Fahrzeugen, also links
vom "Schutzstreifen".

> Schön gemacht ist der Schutzstreifen auf der Trierer Strasse ab der
> Adenauerallee stadteinwärts. Er hat genügend Abstand zu den auf dem
> ehemalig benutzungspflichtigen aber unbenutzbaren Radweg parkenden
> Fahrzeugen.

Da war die alte Regelung ja auch unter aller Sau. Von Brand bis zur
Adenauerallee fahre ich lieber westlich der Trierer Straße.

> Fies finde ich den moralischen Druck, der durch direkt neben parkenden
> Autos aufgepinselte "Schutzstreifen" erzeugt wird. Mein Bruder ist
> in seinen jungen Jahren von einer sich öffnenden Autotür erfasst
> worden, seitdem (40 Jahre) halte ich genügend Abstand zu parkenden
> KFZ. Meinen gewohnten Sicherheitsabstand kann ich aufgrund solcher
> Pinseleien nur ausserhalb des mir zugewiesenen Reviers einhalten.

Eben!

Die Rad-WEG!-Verseuchung in Nürnberg und Neuss/Meerbusch-Büderich ist
übrigens DEUTLICH schlimmer als in Aachen. Welchen Anteil SVK an der
besseren Situation in Aachen hat, weiß ich aber auch nicht.

Gruß
Norbert (hat vor Jahren einen linken Radweg zwischen Stolberg und
Eilendorf "weggefragt")

--
Radwegebenutzungspflichten ruhen auf der fundamentalen Annahme, dass
"Hirn einschalten" zumindest für Kraftfahrer offenbar vollkommen
unmöglich ist. (Thomas Schlueter am 10.05.2013 in de.rec.fahrrad)

Norbert Lack

unread,
Jun 10, 2013, 2:05:24 PM6/10/13
to
Jens Bolten schrieb:
> On 7 Jun., 10:23, Wilfried Fischer <w.fisc...@foni.net> wrote:
>> Fast alle übrigen Radwege wurden entschildert seitdem.
>
> Die, die entschildert wurden wurden zu guten Teilen entschildert,
> weil Radfahrerinnen und Radfahrer mit dem entsprechenden Nachdruck
> die entscheidenden Fragen bzgl. der Benutzungspflicht der Wegelchen
> gestellt und sich nicht mit irgendwelchen Ausreden haben abwimmeln
> lassen.

"Meine" Entschilderung zwischen Sebastianusstraße und (WIMRE) Nirmer
Straße war ganz einfach, die linksseitige Benutzungspflicht des
kombinierten Fuß-/Radweges war aber auch buchstäblich kriminell.

> Und was die in den letzten Jahren neu angelegten sog.
> "Schutzstreifen" entlang des Grabenrings stellen diese durchweg eine
> Verschlimmbesserung des radverkehrsanlagenlosen Zustands zuvor dar.
>
> Beispiel gefällig? Gerne. Die Kreuzung Kurhausstraße/ Peterstraße
> konnte man jahrzehntelang fast ohne Konfliktsituationen mit dem
> Fahrrad befahren, dank „Radverkehrsförderung“ auf öcher Art dürfte es
> jetzt nur ein Frage der Zeit sein bis es dort zu einem tödlichen
> Unfall kommt.

Ich habe es zwar überlebt, die Hüftprellung wegen eines Rechtsabbiegers
von der Peterstraße in die Kurhausstraße (der Fahrer hat nach seiner
Aussage nur auf den Bus geguckt, der noch rechts von mir auf der Busspur
wartete, weil seine Ampel auf "Halt!" stand) war auch nicht lustig
(ebenso wie die Schäden an meinem Fahrrad und Handy).

War das einzige Mal, dass ich da vom Hansemannplatz kommend bei
"Frischgrün" ankam und mich daher nicht (schräg) vor die Autos stellen
konnte.

Gruß
Norbert

Stephan Behrendt

unread,
Jun 10, 2013, 2:22:35 PM6/10/13
to
Am Donnerstag, 6. Juni 2013 00:23:46 UTC+2 schrieb Andreas Oehler:
> Thu, 06 Jun 2013 00:10:30 +0200, Martin Wohlauer:

> Ich schätze mal, es handelt sich dabei um den Verein:
> >http://www.svk-kaulen.de

Kaulen ist kein Verein, sondern ein zumindest in NRW bekanntes, anerkanntes
und inhabergeführtes Verkehrsplanungsbüro mit einem Schwerpunkt im Radverkehr.

> Sagt mir nix.

Das sagt gar nix. Du bist ja auch nicht aus NRW.

Stephan

Wilfried Fischer

unread,
Jun 11, 2013, 3:54:00 AM6/11/13
to
Am 07.06.2013 19:54, schrieb Wolfgang Carius:
> Etliche der "Schutzstreifen", die in Aachen angelegt wurden, sind
> dazu angetan, die Gefahr für Radfahrer zu erhöhen. Sie sind nämlich
> zB auf der Oppenhoffallee und auf dem Templergraben direkt neben
> die dort parkenden Autos gepinselt, in diesem Abstand fahre ich
> dort nie lang.

Zum Templergraben, wie es dazu kam, welche Abwägungen getroffen wurden:
http://ratsinfo.aachen.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=31685

Inzwischen gilt die Richtlinie "ERA 2010". Dort ist festgeschrieben, dass
Längsparkstände neben Schutzstreifen mindestens 2m breit sein müssen,
und diese durch einen 50cm breiten Sicherheitsraum vom Schutzstreifen getrennt sein müssen.

d.h. heute werden Schutzstreifen wie in Oppenhofallee oder Templergraben nicht mehr gemacht.
Besonders krass ist seit Jahren die Lombardenstraße (bei der STAWAG).

Da jedoch der Schutzstreifen keine Benutzungspflicht hat, kann er nicht "weggefragt" werden.
Es stimmt: der psychologische Druck ist fies. Man braucht das Standing, seinen eigenen Sicherheitsraum
zu den sich rechts ggf. öffnenden Fahrzeugtüren hin zu verteidigen und ggf. mitten auf der Straße zu fahren,
wenn die Sicherheit das erfordert.

Viele Grüße

Wilfried

H0Iger SchuIz

unread,
Jun 11, 2013, 2:44:49 PM6/11/13
to
Stephan Behrendt <stephan....@gmx.de> wrote:

> Am Donnerstag, 6. Juni 2013 00:23:46 UTC+2 schrieb Andreas Oehler:
> > Thu, 06 Jun 2013 00:10:30 +0200, Martin Wohlauer:
>
> > Ich schätze mal, es handelt sich dabei um den Verein:
> > >http://www.svk-kaulen.de
>
> Kaulen ist kein Verein, sondern ein zumindest in NRW bekanntes, anerkanntes
> und inhabergeführtes Verkehrsplanungsbüro mit einem Schwerpunkt im Radverkehr.

Womit sie sich auch immer diese "Anerkennung" erworben haben mögen ...

Der Rest mag ja formal zutreffen, liefert aber keine Antwort, auf die
Frage, die immer noch das Subject dieses Threads bildet. Ob deises Büro
etwas taugt, entscheidet sich nach dessen Leistungen. Nach den hier
angefüherten Beispielen handelt es sich wohl um Separationsbefürworter,
also Mitverantwortliche an der Gefährdung von Radfahrern und der
Beschränkung des Radverkehrsanteils.

So gesehen taugt der Laden nix.

hs

Martin Wohlauer

unread,
Jun 11, 2013, 4:46:01 PM6/11/13
to
Das Fazit drängt sich mir auch auf...

Grüßle,

Martin.

Stephan Behrendt

unread,
Jun 12, 2013, 6:19:55 AM6/12/13
to
Am Dienstag, 11. Juni 2013 20:44:49 UTC+2 schrieb H0Iger SchuIz:

> Ob deises Büro
> etwas taugt, entscheidet sich nach dessen Leistungen.

Hier
http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/suche/suchen.phtml?words=Kaulen
finden sich Infos zu Kaulens Arbeit.

> So gesehen taugt der Laden nix.

Diese deine persönliche Meinung ist dir natürlich unbenommen.

Stephan

Jens Bolten

unread,
Jun 12, 2013, 9:53:32 AM6/12/13
to
On 12 Jun., 12:19, Stephan Behrendt <stephan.behre...@gmx.de> wrote:
> Hierhttp://www.nationaler-radverkehrsplan.de/suche/suchen.phtml?words=Kaulen
> finden sich Infos zu Kaulens Arbeit.

Das sind im Wesentlichen warme Worte. Die Realität, die tatsächliche
planerische Leistung, findet sich unter anderem auf aachens Straßen
gepinselt.
Wer die tagtäglich buchstäblich erfährt wünscht sich mitunter, dass so
manche dieser "Leistungen" erst gar nicht erbracht worden wären. Zumal
dann, wenn es erst noch der eigenen Intervention bedurfte um zumindest
die offensichtlichsten Gefährdungsmomente ein klein wenig abzumildern.

Um es wieder konkret zu machen und gleich beim schon erwähnten
Beispiel der Kreuzung Kurhausstraße/Peterstraße zu bleiben: In der
ursprünglichen Realisierung endete der sog. "Schutzstreifen" der
Kurhausstraße exakt im toten Winkel der rechts daneben platzierten
rechtsabbiegenden Busse. Und die Ampelschaltung im Verlauf der
Kurhausstraße war sinnigerweise so abgestimmt, dass der Radverkehr
genau in dem Augenblick im Kreuzungsbereich ankam indem die Kreuzung
für den geradeausfahrenden und rechtsabbiegenden Verkehr freigegeben
wurde.

Wer immer da für Planung und Realisierung zuständig war gehört
eigentlich täglich ein paar Stunden mit dem Rad durch die
selbstverbrochenen Radfahrerfallen entlang des Grabenrings gescheucht.
Das würde mittelfristig zuverlässig sicherstellen, dass die dafür
Verantwortlichen solche Fehler nicht nochmal begehen --- egal ob nun
aus Einsicht oder weil sich die Risiken ihrer Arbeit an ihnen selbst
realisiert haben.

Ciao,

Jens

H0Iger SchuIz

unread,
Jun 12, 2013, 1:29:38 PM6/12/13
to
Stephan Behrendt <stephan....@gmx.de> wrote:

>
> Hier
> http://www.nationaler-radverkehrsplan.de/suche/suchen.phtml?words=Kaulen
> finden sich Infos zu Kaulens Arbeit.

Offenbar besteht diese im Wesentlichen daraus, irgendwelche Vorträge auf
irgendwelchen Kongressen, Seminaren etc. zu halten. Schön für ihn, wenn
ihm das Spaß macht. Ich sehe dabei nichts, was iregendwie für Radler
nutzbringend oder sinnvoll wäre. Insbesondere ist nicht zu erkennen,
dass die Einschätzung, es handele sich um einen Separationsbefürworter,
auch nur minimal falsch sein könnte.

Danke für den Hinweis.

hs

Stephan Behrendt

unread,
Jun 14, 2013, 5:06:25 AM6/14/13
to
Am Mittwoch, 12. Juni 2013 19:29:38 UTC+2 schrieb H0Iger SchuIz:

> Offenbar besteht diese im Wesentlichen daraus, irgendwelche Vorträge auf
> irgendwelchen Kongressen, Seminaren etc. zu halten.

Dazu wird man nur aufgefordert, wenn man einschlägige Leistungen erbracht hat.
Hier:
http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2012/760/pdf/dissertation_kaulen.pdf
kannst du Kaulens Dissertation lesen, die er bei Heiner Monheim geschrieben hat.

Stephan

H0Iger SchuIz

unread,
Jun 14, 2013, 3:16:58 PM6/14/13
to
Stephan Behrendt <stephan....@gmx.de> wrote:

> kannst du Kaulens Dissertation lesen, die er bei Heiner Monheim
> geschrieben hat.

Wozu? Werden dadurch seine radfahrerfeindlichen Planungen erträglicher?

hs

Jens Müller

unread,
Jun 14, 2013, 6:01:36 PM6/14/13
to
On 14.06.2013 11:06, Stephan Behrendt wrote:
> Am Mittwoch, 12. Juni 2013 19:29:38 UTC+2 schrieb H0Iger SchuIz:
>
>> >Offenbar besteht diese im Wesentlichen daraus, irgendwelche Vorträge auf
>> >irgendwelchen Kongressen, Seminaren etc. zu halten.
> Dazu wird man nur aufgefordert, wenn man einschlägige Leistungen erbracht hat.

Ja, eben. Das ist ja das Problem.
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