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Lebensdauer, Zuverlässigkeit, Verschleiß, Wartung, etc.: SRAM vs Shimano für Vielfahrer?

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Wolfgang Keller

unread,
Aug 3, 2003, 1:31:32 PM8/3/03
to
Hallo,

es steht wieder mal die Anschaffung eines komplett neuen (diesmal
Liege-)Rads ins Haus. Aufgrund gewisser Erfahrungen werde ich diesmal
_noch_ mehr auf die Haltbarkeit von Lagern, Antrieb etc. achten
_müssen_. Deshalb hier die Frage an andere Vielfahrer (es werden wohl
vsl. so an die 10 000 km pro Jahr werden):

Wie sehen die Erfahrungen mit SRAM-Antriebsteilen (Schaltwerke, Ritzel
etc.) im Vergleich zu solchen von Shimano aus bezüglich Lebensdauer,
Zuverlässigkeit, Wartungsaufwand (Einstellen etc.) usw...?

Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
linear/degressiv), werde ich zumindest ein zusätzliches Zwischengetriebe
brauchen um die Gänge "obenrum" in handliche Happen zu zerteilen, die
Frage Rohloff vs. Kettenschaltung interessiert also hier nicht.

Im selben Zusammenhang: Wie sieht es denn mit Lagern aus, was taugt denn
auf die Dauer etwas für die Verwendung für ein
Allwetter-Alltagsverkehrsmittel?

Danke im Voraus,

mfG,

Wolfgang

Arno Seitzinger

unread,
Aug 4, 2003, 12:54:41 AM8/4/03
to
Wolfgang Keller wrote:

> Wie sehen die Erfahrungen mit SRAM-Antriebsteilen (Schaltwerke, Ritzel
> etc.) im Vergleich zu solchen von Shimano aus bezüglich Lebensdauer,
> Zuverlässigkeit, Wartungsaufwand (Einstellen etc.) usw...?

Hatte nur ca. 4TKm auf meinem ersten Baron, die waren aber problemlos (SRAM
9.0 Naben). Musste nie was einstellen. (Habe das Rad dann verkauft).

Aber:

> Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
> Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
> linear/degressiv)

Hat sie nicht.

Ich hatte zuerst auch die Befürchtung, die Rohloff könnte für einen
Tieflieger im schnellen Bereich zu grob gestuft sein. Naja, ich hab's
probiert und bin nach kurzer Gewöhnung sehr zufrieden damit, v.a. auch im
schnellen Bereich.
Meine Liege wird nahezu täglich gefahren, so dass es mir vor allem auf
zuverlässige Funktion auch im Winter und bei Nässe ankam. Mit der Rohloff
werde ich das Problem eingerorener Schaltzüge bestimmt nicht so exzessiv
(wenn überhaupt) erleben wie mit der Tiagra-Schaltung, die der 'alte' dran
hatte.


> Im selben Zusammenhang: Wie sieht es denn mit Lagern aus, was taugt denn
> auf die Dauer etwas für die Verwendung für ein
> Allwetter-Alltagsverkehrsmittel?

Die Lager, die Du (bereits fertig zu einer Nabe zusammengefasst) als SON
Nabendynamo kaufen kannst.


>
> Danke im Voraus,
>

Gerne.

Wenn Du willst, kannst Du meine Liege ja mal probefahren, wenn Du lang genug
bist (ca. 1.90)

Arno

Holger Apfel

unread,
Aug 4, 2003, 3:16:17 AM8/4/03
to
On Sun, 3 Aug 2003 19:31:32 +0200, wolfgang.ke...@gmx.de
(Wolfgang Keller) wrote:


>Wie sehen die Erfahrungen mit SRAM-Antriebsteilen (Schaltwerke, Ritzel
>etc.) im Vergleich zu solchen von Shimano aus bezüglich Lebensdauer,
>Zuverlässigkeit, Wartungsaufwand (Einstellen etc.) usw...?
>

Hm, meine Erfahrungen sind zwar ca. 5-15 Jahre alt, aber bei beiden
kannst Du etwa 15' km rechnen bis Du neue Naben brauchst. Umwerfer
halten ein Jahr, Bowdenzüge mindestens 2x Jährlich wechseln und bei
der Kette und Ritzeln kannst Du dich auf Wechselintervalle von 2' bzw.
6' km einstellen. Vordere Kettenblätter halten ca. 1-2 Jahre (bei 15')
dann sind die Zähne nicht mehr auffindbar. Alternative: Du nimmst
einmal im Monat alles auseinande, fettest neu und stellst neu ein -
hast ja bestimmt sonst nix zu tun?!. Grund: beide gehören noch der
Glaubensrichtung 'gedeckt hält schon, dichten brauchts nicht' an.
Läuft ja im Leerlauf auch viiiieel leichter und wer fährt schon bei
Regen oder *Schneematsch* - iiihhh!

Sorry, falls ich mirt noch jemals wieder eine Kettenschaltung kaufen
sollte (z.Zt. SON + Rohloff!) dann eine Gruppe so an der Grenze
unteres / mittleres Drittel. Darüber wirds IMHO nur noch teuere ohne
das Du wirklichen Mehrwert kriegst - abgesehen von 50 g weniger,
Hochglanzpolitur und natürlich die entsprechenden Aufkleber.

>Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
>Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
>linear/degressiv), werde ich zumindest ein zusätzliches Zwischengetriebe
>brauchen um die Gänge "obenrum" in handliche Happen zu zerteilen, die
>Frage Rohloff vs. Kettenschaltung interessiert also hier nicht.

Dann ist mein Kommentar ja wohl nicht erwünscht. Bist Du schonmal ein
Rad mit Rohloff-Nabe probegefahren?


>
>Im selben Zusammenhang: Wie sieht es denn mit Lagern aus, was taugt denn
>auf die Dauer etwas für die Verwendung für ein
>Allwetter-Alltagsverkehrsmittel?

Standard-Kugellager aus dem Industriebereich. Die kannste wechseln und
dann is wieder gut. Aber auch hier gilt: *gedichtete* Lager nehmen,
keine gedeckten! Die gedeckten laufen zwar (im Fahrbetrieb unmessbar)
leichter, der Staub kriecht aber trotzdem rein und dann sind sie
zumindest schwergängiger als die ged., wenn nicht sogar hin.

>Danke im Voraus,

Gern geschehen
>
>mfG,
>
>Wolfgang

Holger Apfel

unread,
Aug 4, 2003, 3:25:04 AM8/4/03
to
Hab was vergessen...

>>Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
>>Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
>>linear/degressiv),

Richtig, aber eine feinere Abstufung kriegst Du nur im RR-Bereich. Dei
MTB-Schaltungen, also eigentlich alle nicht-RR-Schaltungen sind gröber
gestuft als die Rohloff, oder erfordern eine nicht unerhebliche
Geschicklichkeit und die Gänge auf die Reihe zu kriegen (z.B. vorne 1
hoch, hinten gleichzeitig 2 'runter, dann vorne 1 runter, hinten 3
hoch, dann vorne 1 runter, hinten 5 hoch = schräge Kettenlinie).

Willst Du im Flachland in einem kleinen Geschw.-Bereich eine möglichst
feine Abstufung, dann RR-Gruppe nehmen und kräftig putzen, putzen,
putzen..
Wenn Du eine größere Entfaltung suchst und wirklich pflegeleichte und
langlebige Komponenten haben willst, sorry, dann nur Rohloff und SON.

Jemand der Sh* DX, XT (Umwerfer und HR-Nabe), 105 (genausogut wie XT
für HR-Nabe und Umwerfer), Sachs Quartz 3x7 gefahren hat und
schliesslich bei SON und Rohloff hängengebleiben ist.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 5, 2003, 1:01:45 PM8/5/03
to
Holger Apfel <hap...@ph.tum.de> wrote:

> >Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
> >Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
> >linear/degressiv), werde ich zumindest ein zusätzliches Zwischengetriebe
> >brauchen um die Gänge "obenrum" in handliche Happen zu zerteilen, die
> >Frage Rohloff vs. Kettenschaltung interessiert also hier nicht.
>
> Dann ist mein Kommentar ja wohl nicht erwünscht.

Naja, wie gesagt, ein Zwischengetriebe ist leider auch mit Rohloff
fällig.

D.h. unabhängig von Rohloff oder nicht muß ich mich auf jeden Fall
zwischen SRAM und Shimano entscheiden.

> Bist Du schonmal ein Rad mit Rohloff-Nabe probegefahren?

Ja. Im Vergleich zum gleichen Rad mit Zwischengetriebe hat man eine
deutlich gröbere Abstufung. Rund 7% statt 14% bei der Entfaltung, rund
22% statt 48% bei der Leistung.

Am liebsten (abgesehen vom hypothetischen stufenlosen CVT-Getriebe :-) )
wäre mir eine Rohloff mit zusätzlichem Zwischengetriebe mit
22-23-24-...-34 oder so. Ergibt Abstufungen von rund 4,5% statt der 14%
der Rohloff alleine. Macht Leistungssprünge von 14% statt 48%. Und einen
verfügbaren Entfaltungsbereich von 1m bis 8m. Reicht bergauf mit Gepäck
ebenso wie bergab. Scheint nur leider nicht direkt handelsüblich zu sein
:-(. Aber vielleicht trotzdem nicht unmöglich :-).

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 5, 2003, 1:01:47 PM8/5/03
to
Arno Seitzinger <spam2...@lucienet.de> wrote:

> Wolfgang Keller wrote:

> > Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
> > Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
> > linear/degressiv)
>
> Hat sie nicht.

Hmm, die Abstufung der Rohloff erschien mir gefühlsmäßig in meinem
Reisegeschwindigkeitsbereich überland zu grob (schon ohne Gepäck) und
wie unbrauchbar progressive Abstufungen im allgemeinen für meine
Anforderungen sind, kenne ich von den üblichen
Kettenschaltungsabstufungen vom Normalrad nur zu gut.

Glücklicherweise kann man aber beim Lieger eben noch ein
Zwischengetriebe einbauen.



> > Im selben Zusammenhang: Wie sieht es denn mit Lagern aus, was taugt denn
> > auf die Dauer etwas für die Verwendung für ein
> > Allwetter-Alltagsverkehrsmittel?
>
> Die Lager, die Du (bereits fertig zu einer Nabe zusammengefasst) als SON
> Nabendynamo kaufen kannst.

Nabe, klar. Aber Tretlager, Steuersatz?



> Wenn Du willst, kannst Du meine Liege ja mal probefahren, wenn Du lang genug
> bist (ca. 1.90)

Ich bin 1,72 kurz. Und habe anscheinend auch noch kurze Beine für meine
Körperkürze.

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 5, 2003, 4:13:05 PM8/5/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Holger Apfel <hap...@ph.tum.de> wrote:
>
[Rohloff]


>>
>> Dann ist mein Kommentar ja wohl nicht erwünscht.
>
>Naja, wie gesagt, ein Zwischengetriebe ist leider auch mit Rohloff
>fällig.

Wozu ein Zwischengetriebe? Eine Kurbel mit zwei Kettenblättern mit
7 % Differenz (z.B. 48-45), um die 14 % Schaltsprünge der Rohloff zu
halbieren, reicht.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://drffaq.freezope.org |
| Für OE-Nutzer: http://www.wschmidhuber.de/oeprob/index.html |

Holger Apfel

unread,
Aug 6, 2003, 12:47:11 AM8/6/03
to
On 5 Aug 2003 20:13:05 GMT, "Gerald Eischer"
<Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>
>>Holger Apfel <hap...@ph.tum.de> wrote:
>>
>[Rohloff]
>>>
>>> Dann ist mein Kommentar ja wohl nicht erwünscht.
>>
>>Naja, wie gesagt, ein Zwischengetriebe ist leider auch mit Rohloff
>>fällig.
>
>Wozu ein Zwischengetriebe? Eine Kurbel mit zwei Kettenblättern mit
>7 % Differenz (z.B. 48-45), um die 14 % Schaltsprünge der Rohloff zu
>halbieren, reicht.

Ack, aber ich will nichts empfehlen wass ich nicht selber probiert hab
(seufz, wann kommt endlich das 39-er Ritzel).


Holger Apfel

unread,
Aug 6, 2003, 12:50:36 AM8/6/03
to
On Tue, 5 Aug 2003 19:01:45 +0200, wolfgang.ke...@gmx.de
(Wolfgang Keller) wrote:

<snip>


>
>Am liebsten (abgesehen vom hypothetischen stufenlosen CVT-Getriebe :-) )
>wäre mir eine Rohloff mit zusätzlichem Zwischengetriebe mit
>22-23-24-...-34 oder so. Ergibt Abstufungen von rund 4,5% statt der 14%
>der Rohloff alleine. Macht Leistungssprünge von 14% statt 48%. Und einen
>verfügbaren Entfaltungsbereich von 1m bis 8m. Reicht bergauf mit Gepäck
>ebenso wie bergab. Scheint nur leider nicht direkt handelsüblich zu sein
>:-(. Aber vielleicht trotzdem nicht unmöglich :-).
>
>MfG
>
>Wolfgang

Rohloff + 44/46/48 als Dreifachblatt vorne? Kein Zwischengetriebe, nur
R., Kettenspanner und vorderer Umwerfer?
2-fach probiere ich demnächst aus, kann ja dann mal posten. Hab
allerdings im Moment noch keine Ahnung wie ich den vorderen Umwerfer
bedienen soll.

Gerald Eischer

unread,
Aug 6, 2003, 3:29:49 AM8/6/03
to
Holger Apfel <hap...@ph.tum.de> schrieb:

Ich hab's probiert. 48-41 schaltet sich wie Butter. Selbstverständlich
ist der Kettenspanner nötig.

>(seufz, wann kommt endlich das 39-er Ritzel).

Wozu soll *das* gut sein?

Martin Heimes

unread,
Aug 6, 2003, 5:21:07 AM8/6/03
to
Emil Naepflein wrote:

> On 6 Aug 2003 07:29:49 GMT, "Gerald Eischer"


> <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>Ich hab's probiert. 48-41 schaltet sich wie Butter. Selbstverständlich
>>ist der Kettenspanner nötig.
>

> Das sind ja 17 %.
> Ist das Schalten dann nicht recht gewöhnungsbedürftig?

und wenn Du mal einfach statt der Rohloff eine 3-Gang-Nabe annimmst?

Gruss Martin
--
cheers, beers, no gears!

Gerald Eischer

unread,
Aug 6, 2003, 8:06:41 AM8/6/03
to
Emil Naepflein <Emil.Na...@philosys.de> schrieb:

>On 6 Aug 2003 07:29:49 GMT, "Gerald Eischer"


><Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Ich hab's probiert. 48-41 schaltet sich wie Butter. Selbstverständlich
>> ist der Kettenspanner nötig.
>

>Das sind ja 17 %.
>Ist das Schalten dann nicht recht gewöhnungsbedürftig?

Keine Ahnung, allzuviel bin ich damit nicht gefahren. Das Radnabel
gehört nicht mir.
Die Funktion jedenfalls war einwandfrei.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 7, 2003, 2:03:16 PM8/7/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>
> >Holger Apfel <hap...@ph.tum.de> wrote:
> >
> [Rohloff]
> >>
> >> Dann ist mein Kommentar ja wohl nicht erwünscht.
> >
> >Naja, wie gesagt, ein Zwischengetriebe ist leider auch mit Rohloff
> >fällig.
>
> Wozu ein Zwischengetriebe? Eine Kurbel mit zwei Kettenblättern mit
> 7 % Differenz (z.B. 48-45), um die 14 % Schaltsprünge der Rohloff zu
> halbieren, reicht.

Damit komme ich bei einer kürzesten Entfaltung von rund 1 m (brauch ich
einfach als "Rettungsritzel", wenn ich mit Gepäck und Flachlandschenkeln
mit >100km "intus" noch den letzten Berg zum Hotel hochkommen will) aber
nur auf eine längste von knapp über 5 m. Was mir bergab oder bei
Rückenwind zu kurz ist.

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 7, 2003, 2:28:49 PM8/7/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Damit komme ich bei einer kürzesten Entfaltung von rund 1 m (brauch ich
>einfach als "Rettungsritzel",

1 m Entfaltung? Möchtest du ins Guiness Buch der Rekorde mit der
kürzesten Entfaltung?
MTBs haben bei 22/34 ca. 1,3 m Entfaltung, mit Serienteilen geht noch
20/34.

>wenn ich mit Gepäck und Flachlandschenkeln
>mit >100km "intus" noch den letzten Berg zum Hotel hochkommen will)

Absteigen und schieben statt fast stehend in die Pedale hampeln.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 9, 2003, 2:20:18 PM8/9/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>
> >Damit komme ich bei einer kürzesten Entfaltung von rund 1 m (brauch ich
> >einfach als "Rettungsritzel",
>
> 1 m Entfaltung? Möchtest du ins Guiness Buch der Rekorde mit der
> kürzesten Entfaltung?

Nein, ich habe eine Probefahrt zum Vergleich gemacht und bin zu dem
Schluß gekommen, daß ich das brauche.

Aber darum ging es hier gar nicht.

Sondern darum, ob ich für das ohnehin notwendige Zwichengetriebe nun
SRAM oder Shimano nehme.

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 9, 2003, 6:35:02 PM8/9/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> 1 m Entfaltung? Möchtest du ins Guiness Buch der Rekorde mit der
>> kürzesten Entfaltung?
>
>Nein, ich habe eine Probefahrt zum Vergleich gemacht und bin zu dem
>Schluß gekommen, daß ich das brauche.

Alle Achtung, du musst ein hervorragendes Gleichgewichtsgefühl haben.
Zu 5,4 km/h bei einer Trittfrequenz von 90 U/min gehört schon
artistisches Können, um nicht vom Liegerad zu kippen.
Jeder andere würde absteigen und schieben.

>Aber darum ging es hier gar nicht.

Hier ist Usenet. Das heißt, dass du nicht unbedingt die Antworten
kriegst, die du haben möchtest, sondern erst einmal kritisch
nachgefragt wird und Alternativen aufgezeigt werden.
Ja und amen zu deinen Ideen sagen manche Händler sofern du gut
zahlst.

>Sondern darum, ob ich für das ohnehin notwendige Zwichengetriebe nun
>SRAM oder Shimano nehme.

Falls du eine Drehgriffschaltung möchtest, dann nimm SRAM. Den
Fingerschalthebel von SRAM kenne ich nur aus dem Prospekt, kann daher
nichts dazu sagen.
Der Zahnkranz muss aus Einzelritzel aufgebaut werden, daher Marchisio
oder Sh*m*n*. Für das Antriebsritzel des hinteren Kettenstranges aus
Verschleißgründen ein Sh*m*n* UG verwenden.

An welchen Rahmen mit Zwischengetriebe hast du gedacht?

Wolfgang Keller

unread,
Aug 12, 2003, 2:17:29 PM8/12/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Alle Achtung, du musst ein hervorragendes Gleichgewichtsgefühl haben.

Noch nicht. Aber das kommt schon noch.

> Zu 5,4 km/h bei einer Trittfrequenz von 90 U/min gehört schon
> artistisches Können, um nicht vom Liegerad zu kippen.
> Jeder andere würde absteigen und schieben.

Genau das will ich ja vermeiden.



> >Aber darum ging es hier gar nicht.
>
> Hier ist Usenet.

Dank, ich kenne das Usenet seit mittlerweile rund 10 Jahren. Und gerade
deshalb möchte ich abschweifen des Threads vermeiden.

> >Sondern darum, ob ich für das ohnehin notwendige Zwichengetriebe nun
> >SRAM oder Shimano nehme.
>
> Falls du eine Drehgriffschaltung möchtest, dann nimm SRAM.

Wenn ich hinten eine Rohloff nehme, bleibt sinnvollerweise nur ein
Drehgriff für das Zwischengetriebe.

> Der Zahnkranz muss aus Einzelritzel aufgebaut werden,

Äh, warum?

:-/

Wäre natürlich absurd teuer, aber hätte den Vorteil, daß ich die Ritzel
so groß wie nur irgend möglich wählen kann. Dadurch herrlich feine
Abstufung und weniger Verschleiß.

> daher Marchisio oder Sh*m*n*. Für das Antriebsritzel des hinteren
> Kettenstranges aus Verschleißgründen ein Sh*m*n* UG verwenden.

Ich hatte bisher grottenschlechte Erfahrungen mit dem
Verschleißverhalten von Shimano-Ritzeln, sind denn die von SRAM
tatsächlich noch schlechter?



> An welchen Rahmen mit Zwischengetriebe hast du gedacht?

Ein Adagio. Weil alles andere auf den grottenschlechten Straßen und
Wegen hier an Masochismus grenzt.

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 12, 2003, 5:01:55 PM8/12/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Alle Achtung, du musst ein hervorragendes Gleichgewichtsgefühl haben.
>
>Noch nicht. Aber das kommt schon noch.

Vorgestern habe ich versucht, mit einer Streetmachine (Entfaltung
ca. 2 m) entsprechend langsam zu fahren und das Ergebnis sind ein
Bluterguss am Hintern und Abschürfungen an der Hand. Ansonsten glaube
ich, dass ich mit dem Ding recht gut zurecht komme, jedenfalls kann
ich die Pedalriemen wärend der Fahrt festziehen.

>> Zu 5,4 km/h bei einer Trittfrequenz von 90 U/min gehört schon
>> artistisches Können, um nicht vom Liegerad zu kippen.
>> Jeder andere würde absteigen und schieben.
>
>Genau das will ich ja vermeiden.

Und stattdessen lieber umfallen riskieren? Verstehe ich nicht.



>> >Sondern darum, ob ich für das ohnehin notwendige Zwichengetriebe nun
>> >SRAM oder Shimano nehme.
>>
>> Falls du eine Drehgriffschaltung möchtest, dann nimm SRAM.
>
>Wenn ich hinten eine Rohloff nehme, bleibt sinnvollerweise nur ein
>Drehgriff für das Zwischengetriebe.

Wie ich gesehen habe, hat das Adagio einen Untenlenker. Da halte ich
Lenkerendschalter für weitaus ergonomischer als Drehgriffe. Keinerlei
Umgreifen nötig, geschaltet wird quasi durch Fingerschnippen.

>> Der Zahnkranz muss aus Einzelritzel aufgebaut werden,
>
>Äh, warum?

Weil zwischen den beiden Ketten Platz bleiben muss und die optimale
Zähnezahl für das Antriebsritzel kaum die Zähnezahl des größten
Ritzels einer serienmäßigen Kassette sein wird. Vom Verschleiß
eines modernen Ritzeln als Antriebsritzel einmal abgesehen.

>> daher Marchisio oder Sh*m*n*. Für das Antriebsritzel des hinteren
>> Kettenstranges aus Verschleißgründen ein Sh*m*n* UG verwenden.
>
>Ich hatte bisher grottenschlechte Erfahrungen mit dem
>Verschleißverhalten von Shimano-Ritzeln,

Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
noch zu bekommen.

>sind denn die von SRAM tatsächlich noch schlechter?

Schlechter als die UG auf jeden Fall, schlechter als die heutigen
HG glaube ich nicht.



>> An welchen Rahmen mit Zwischengetriebe hast du gedacht?
>
>Ein Adagio.

Ostrad wird doch eh fertige Lösungen für das Zwischengetriebe haben.
Hast du dir schon die Zähnezahlen überlegt? Müssten 6 oder 7 Ritzel
(etwa 13 bis 21 Z) einer RR-Kassette sein, daher sinnvollerweise
eine RR-Schaltung, die es von SRAM nicht gibt.

Abgesehen davon, dass es 1 m Entfaltung IMO nicht bringt, halte ich
eine Dreifachgarnitur mit 54-51-36 auf 15 für sinnvoller. 54-51 um
die Abstufung der Rohloff zu teilen, 36 für deine 1 m Entfaltung.

Eine Dreifachgarnitur ist viel verschleißfester als ein
Zwischengetriebe und vermeidet verknotete Hirnwindungen beim Schalten.

Rainer H. Rauschenberg

unread,
Aug 13, 2003, 6:11:33 AM8/13/03
to
On 12 Aug 2003, Gerald Eischer wrote:

> Wie ich gesehen habe, hat das Adagio einen Untenlenker. Da halte ich
> Lenkerendschalter für weitaus ergonomischer als Drehgriffe. Keinerlei
> Umgreifen nötig, geschaltet wird quasi durch Fingerschnippen.

Yep. Hab ich am Greenspeed, ist wirklich sehr angenehm.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 14, 2003, 5:23:52 PM8/14/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Vorgestern habe ich versucht, mit einer Streetmachine (Entfaltung
> ca. 2 m) entsprechend langsam zu fahren und das Ergebnis sind ein
> Bluterguss am Hintern und Abschürfungen an der Hand.

Tschuldigung, das war jetzt keine Absicht meinerseits... :-)

Ich bin ein Adagio mit der Standard-Zwischengetriebe-Abstufung
probegefahren, und ich hatte schon ohne Gepäck an so etlichen kurzen
Steigungen ein Problem.

Rechnen wir mal nach:

Laut Ostrad ist die Standardabstufung ein 32er oder 36er Blatt vorne,
13-34 (vermutlich eine 7x-Kassette 11-34 ohne das 11er Ritzel, wenn ich
mir http://www.sheldonbrown.com/k7.html ansehe) am Zwischengetriebe, 26
am Abtrieb und 13-25 hinten. Macht, wenn man mal annimmt, daß vorne ein
36er Blatt war, eine kürzeste Entfaltung von 1,66m (Radumfang 1,51m).

Das war mir _deutlich_ zu lang. Schon ohne Gepäck, wie gesagt. Und ich
hatte keine Probleme, das Gleichgewicht zu halten, obwohl es für mich
das erste Mal auf dem Liegerad Steigungen hochging. Ich werde aber
sicherheitshalber nochmal nachfragen, was denn auf dem Probe-Adagio
tatsächlich als Abstufung drauf war.

Als ich eine Steigung hochschieben mußte, wurde ich von einer
Mountainbike-Fahrerin "überholt", die mit bestimmt über 60/min kurbelte
und kaum schneller fuhr als ich ging (oder stieg). Also müßte das eine
Entfaltung von kaum wesentlich über 1m gewesen sein. Und sie hat mich
beim Überholen nicht direkt durch weitläufiges Mäandern gefährdet.

Und so eine Entfaltung wie die will ich jetzt halt auch. Denn das
nächste Mal will ich mit den selben Schenkeln an der selben Steigung
auch _mit_ Gepäck nicht mehr schieben müssen. Eitelkeit verpflichtet :-)

> Ansonsten glaube ich, dass ich mit dem Ding recht gut zurecht komme,
> jedenfalls kann ich die Pedalriemen wärend der Fahrt festziehen.

Schnürsenkel zurechtziehen werde ich mir vorläufig noch verkneifen.

Sichtbare Hautabschürfungen sind peinlich, wenn man ständig allen
vorschwärmt, wie toll Liegeräder sind.

> >> Zu 5,4 km/h bei einer Trittfrequenz von 90 U/min gehört schon
> >> artistisches Können, um nicht vom Liegerad zu kippen.
> >> Jeder andere würde absteigen und schieben.
> >
> >Genau das will ich ja vermeiden.
>
> Und stattdessen lieber umfallen riskieren? Verstehe ich nicht.

S.o.



> >> >Sondern darum, ob ich für das ohnehin notwendige Zwichengetriebe nun
> >> >SRAM oder Shimano nehme.
> >>
> >> Falls du eine Drehgriffschaltung möchtest, dann nimm SRAM.
> >
> >Wenn ich hinten eine Rohloff nehme, bleibt sinnvollerweise nur ein
> >Drehgriff für das Zwischengetriebe.
>
> Wie ich gesehen habe, hat das Adagio einen Untenlenker. Da halte ich
> Lenkerendschalter für weitaus ergonomischer als Drehgriffe.

Rohloff geht halt nur mit Drehgriff. Und dann ist es halt logisch, auch
am anderen Griff einen Drehgriff fürs Zwischengetriebe zu nehmen.

> Keinerlei Umgreifen nötig,

Du meinst, wenn man mehr als ein, zwei Gänge auf einmal schalten
möchte...? Das kann ich verkraften.

Viel unpraktischer ist für mich, daß ich mit Drehschaltern nicht
gleichzeitig schalten und trotzdem in Bremsbereitschaft bleiben kann.
X-(

> geschaltet wird quasi durch Fingerschnippen.

Schon klar. Dafür sind die Dinger empfindlich. Einmal auf den Hintern
gesetzt und schon ist ein neues Pärchen fällig. X-(



> >> Der Zahnkranz muss aus Einzelritzel aufgebaut werden,
> >
> >Äh, warum?

> Weil zwischen den beiden Ketten Platz bleiben muss und die optimale
> Zähnezahl für das Antriebsritzel kaum die Zähnezahl des größten
> Ritzels einer serienmäßigen Kassette sein wird.

Ostrad meint, sie nehmen für's Zwischengetriebe eine 7x-Kassette und
schmeißen ein Ritzel raus.

> >> daher Marchisio oder Sh*m*n*. Für das Antriebsritzel des hinteren
> >> Kettenstranges aus Verschleißgründen ein Sh*m*n* UG verwenden.
> >
> >Ich hatte bisher grottenschlechte Erfahrungen mit dem
> >Verschleißverhalten von Shimano-Ritzeln,
>
> Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
> von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
> noch zu bekommen.

Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(



> >sind denn die von SRAM tatsächlich noch schlechter?
>
> Schlechter als die UG auf jeden Fall, schlechter als die heutigen
> HG glaube ich nicht.

Aha, danke dafür. Also zumindest diesbezüglich ist die Wahl SRAM/Shimano
neutral.



> >> An welchen Rahmen mit Zwischengetriebe hast du gedacht?
> >
> >Ein Adagio.
>
> Ostrad wird doch eh fertige Lösungen für das Zwischengetriebe haben.

S.o.

> Hast du dir schon die Zähnezahlen überlegt?

Genau darüber verbiege ich mir ja gerade die Neuronen. :-)

Ragtime (meine Tabellenkalkulation) meint, daß ich mit der
Ostrad-Standardabstufung für die Zwischengetriebevariante auf
Entfaltungen von 1,48m - 7,43m (32 vorne) bzw. 1,66m - 8,63m (36 vorne)
bei einer Abstufung von 7,7% "obenrum" komme.

Mit einer optimierten Zwischengetriebe-Variante (32 vorne, 13-30 hinten,
ansonsten wie Standard) komme ich auf Entfaltungen von 1,23m - 7,43m bei
einer Abstufung von 7,7% "obenrum". Die einzigen Alternativen, die ich
sehen kann, wären mit 11-32 hinten (sch*** micro-Ritzelchen) 1,16m -
8,79m bei 9,1% oder mit 36 vorne, 14-34 hinten 1,22m - 7,77m bei 7,1%.

Oder gibt es noch andere Möglichkeiten für die Ritzel hinten als die auf
http://www.sheldonbrown.com/k7.html aufgelisteten? Denn mehr als 13-34
geht am Zwischengetriebe wohl nicht, und damit ist sowohl der gesamte
Entfaltungsbereich als auch die Abstufung durch die hinteren Ritzel
festgelegt. Theoretisch ideal wäre etwas à la 13-14-15-...-34 hinten,
damit gehen mit 36 vorne 1,22m - 8,36m bzw. mit 32 vorne 1,09m - 7,43m
bei 7,7%.

Mit einer Rohloff hinten, 36 vorne und 13-21 am Zwischengetriebe komme
ich auf 1,04m - 7,85m bei 7,7%.

Mit 54 vorne, 17 hinten und einer Kombination aus Einzelritzeln à la
22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe käme ich auf 1,02m - 8,32m bei
4,6%.

> Müssten 6 oder 7 Ritzel (etwa 13 bis 21 Z) einer RR-Kassette sein, daher
> sinnvollerweise eine RR-Schaltung, die es von SRAM nicht gibt.
>
> Abgesehen davon, dass es 1 m Entfaltung IMO nicht bringt, halte ich
> eine Dreifachgarnitur mit 54-51-36 auf 15 für sinnvoller.

Schaltet sich das genauso schnell und leicht wie ein Zwischengetriebe?
Denn wenn ich schon eine Kettenschaltung mit der der Rohloff kombinieren
muß, will ich etwas, das so schnell und leicht schaltet wie möglich.

> 54-51 um die Abstufung der Rohloff zu teilen, 36 für deine 1 m Entfaltung.

Ergibt 1,01m - 7,98m bei 5,9%. Nicht schlecht. Muß ich mir überlegen.

> Eine Dreifachgarnitur ist viel verschleißfester als ein
> Zwischengetriebe

Das ist klar.

> und vermeidet verknotete Hirnwindungen beim Schalten.

Das ist allerdings ein Problem. Aber Menschengehirne sind ja erstaunlich
lernfähig. :-)

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 14, 2003, 9:02:20 PM8/14/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Vorgestern habe ich versucht, mit einer Streetmachine (Entfaltung
>> ca. 2 m) entsprechend langsam zu fahren und das Ergebnis sind ein
>> Bluterguss am Hintern und Abschürfungen an der Hand.
>
>Tschuldigung, das war jetzt keine Absicht meinerseits... :-)

Jaja ;-)


>Laut Ostrad ist die Standardabstufung ein 32er oder 36er Blatt vorne,
>13-34 (vermutlich eine 7x-Kassette 11-34 ohne das 11er Ritzel, wenn ich
>mir http://www.sheldonbrown.com/k7.html ansehe) am Zwischengetriebe, 26
>am Abtrieb

Sicher? Auf http://www.ostrad.de/ostrad/picts/adagio620.jpg kann man
nicht so recht erkennen, womit die zweite Kette angetrieben wird.

>und 13-25 hinten. Macht, wenn man mal annimmt, daß vorne ein
>36er Blatt war, eine kürzeste Entfaltung von 1,66m (Radumfang 1,51m).
>
>Das war mir _deutlich_ zu lang.

Du solltest an deiner Kondition arbeiten ;-)

>Als ich eine Steigung hochschieben mußte, wurde ich von einer
>Mountainbike-Fahrerin "überholt", die mit bestimmt über 60/min kurbelte
>und kaum schneller fuhr als ich ging (oder stieg).

Sag ich ja. Mauntenbeiker habe ich bergauf schon zu Fuß überholt :-)

>Also müßte das eine
>Entfaltung von kaum wesentlich über 1m gewesen sein. Und sie hat mich
>beim Überholen nicht direkt durch weitläufiges Mäandern gefährdet.

Ein Aufrechtrad ist beim Langsamfahren deutlich unproblematischer.

>Sichtbare Hautabschürfungen sind peinlich, wenn man ständig allen
>vorschwärmt, wie toll Liegeräder sind.

Ich war zu faul, für die kurze Probefahrt die Handschuhe anzuziehen
:-\


>> Wie ich gesehen habe, hat das Adagio einen Untenlenker. Da halte ich
>> Lenkerendschalter für weitaus ergonomischer als Drehgriffe.
>
>Rohloff geht halt nur mit Drehgriff. Und dann ist es halt logisch, auch
>am anderen Griff einen Drehgriff fürs Zwischengetriebe zu nehmen.

Warum? Am anderen oder gleichen Griff könnte auch ein Lenkerendhebel
hin.

>> Keinerlei Umgreifen nötig,
>
>Du meinst, wenn man mehr als ein, zwei Gänge auf einmal schalten
>möchte...? Das kann ich verkraften.

Nein. Bei Untenlenker muss man ein Stück zurückgreifen, dass man den
Drehgriff zwischen Daumen und Zeigefinger zu fassen kriegt. Es sei
denn, man montiert ihn verkehrtherum am Lenkerende.

>Viel unpraktischer ist für mich, daß ich mit Drehschaltern nicht
>gleichzeitig schalten und trotzdem in Bremsbereitschaft bleiben kann.

Dazu empfehlen sich Rennrad-Bremsschalthebel.

>> geschaltet wird quasi durch Fingerschnippen.
>
>Schon klar. Dafür sind die Dinger empfindlich. Einmal auf den Hintern
>gesetzt und schon ist ein neues Pärchen fällig. X-(

Nein, die kriegen nur ein paar Kratzer ab. Sind ziemlich robust.



>Ostrad meint, sie nehmen für's Zwischengetriebe eine 7x-Kassette und
>schmeißen ein Ritzel raus.

Hm. Antriebsritzel und 7f-Kassette minus ein Ritzel sollten auf einen
8f-Freilaufkörper passen.

>> Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
>> von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
>> noch zu bekommen.
>
>Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(

Warum nicht als Antriebsritzel? Restbestände gibt es noch, es
verschleißt sehr wenig und lässt sich umdrehen. Falls du nach 50 Mm
oder so keinen Ersatz mehr kriegst, lässt sich immer noch ein
modernes aber schnell verschleißendes Ritzel montieren.

>Mit einer optimierten Zwischengetriebe-Variante (32 vorne, 13-30 hinten,
>ansonsten wie Standard) komme ich auf Entfaltungen von 1,23m - 7,43m bei
>einer Abstufung von 7,7% "obenrum". Die einzigen Alternativen, die ich
>sehen kann, wären mit 11-32 hinten (sch*** micro-Ritzelchen) 1,16m -
>8,79m bei 9,1% oder mit 36 vorne, 14-34 hinten 1,22m - 7,77m bei 7,1%.

14-34 musst du dir selber basteln. Mir gefällt bei der Lösung mit
Zwischengetriebe die große Überschneidung der Entfaltungen nicht.

>Oder gibt es noch andere Möglichkeiten für die Ritzel hinten als die auf
>http://www.sheldonbrown.com/k7.html aufgelisteten? Denn mehr als 13-34
>geht am Zwischengetriebe wohl nicht, und damit ist sowohl der gesamte
>Entfaltungsbereich als auch die Abstufung durch die hinteren Ritzel
>festgelegt. Theoretisch ideal wäre etwas à la 13-14-15-...-34 hinten,

13-34 kannst du aus einer RR- und einer MTB-Kassette ohne Spiderarm
basteln.

>damit gehen mit 36 vorne 1,22m - 8,36m bzw. mit 32 vorne 1,09m - 7,43m
>bei 7,7%.

13-14-15-17-20-23-26-30-34
Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.

>Mit einer Rohloff hinten, 36 vorne und 13-21 am Zwischengetriebe komme
>ich auf 1,04m - 7,85m bei 7,7%.

13-14-15-17-19-21
15-17 ist auch nicht gerade toll. Natürlich kannst du im Flachen nur
zwischen 13 und 14 wechseln und damit die Gänge der Rohloff splitten,
aber da werden diese kleinen Ritzel nicht lange mitspielen.

>Mit 54 vorne, 17 hinten

Was meinst du wie lange das 17er leben wird? Frage einmal einen
Mauntenbeiker, wie lange sein 22er hält, und der fährt nicht ständig
damit.

>und einer Kombination aus Einzelritzeln à la
>22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe

Ist sehr fraglich, ob bei so großen Ritzeln das Schaltwerk mitspielt,
zudem gibt es keine 22er Abschlussritzel. Marchisio Abschlussritzel
gibt es bis 18 Z.

>> Abgesehen davon, dass es 1 m Entfaltung IMO nicht bringt, halte ich
>> eine Dreifachgarnitur mit 54-51-36 auf 15 für sinnvoller.
>
>Schaltet sich das genauso schnell und leicht wie ein Zwischengetriebe?

54-51 flutsch wie von selbst, von 36 auf 51 wird sich unter Last nur
schlecht schalten lassen, aber wer schaltet schon unter Last?
Als Umwerfer scheinen mir Campa 3f am geeignetsten.
Sh*m*n* 3f RR-Umwerfer sind ungeeignet, da völlig auf 52-42-30
optimiert.
Laut http://www.campagnolo.com/groupsets.php?gid=4&cid=2
max. chainring 53. Naja, 54 wird er auch noch schaffen.

Das Adagio hat allerdings keine Befestigungsmöglichkeit für einen
Umwerfer. Es müsste aufs Tretlagergehäuse ein Stück 1 1/8"-Rohr
geschweißt werden.

>Denn wenn ich schon eine Kettenschaltung mit der der Rohloff kombinieren
>muß, will ich etwas, das so schnell und leicht schaltet wie möglich.

Ich habe einmal ein Radnabel mit Rohloff und 46-41 vorne aufgebaut.
Ließ sich mit einem Sachs RR-Umwerfer traumhaft schalten.


>> 54-51 um die Abstufung der Rohloff zu teilen, 36 für deine 1 m Entfaltung.
>
>Ergibt 1,01m - 7,98m

Auf diesen Entfaltungbereich hin habe ich schließlich die Kettenblätter
aus der Tabelle von Rohloff ausgesucht ;-)

>bei 5,9%. Nicht schlecht. Muß ich mir überlegen.

Falls du diese Möglichkeit wählst, wüsste ich einen einsamen und
verlassenen linken Lenkerendhebel für den Umwerfer.


>> und vermeidet verknotete Hirnwindungen beim Schalten.
>
>Das ist allerdings ein Problem. Aber Menschengehirne sind ja erstaunlich
>lernfähig. :-)

Auch welche Kombination bei zwei Ritzelpaketen geschaltet werden muss,
um die gewünschte Entfaltung zu erhalten?

Ulli Horlacher

unread,
Aug 15, 2003, 3:02:45 AM8/15/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

>>Rohloff geht halt nur mit Drehgriff. Und dann ist es halt logisch, auch
>>am anderen Griff einen Drehgriff fürs Zwischengetriebe zu nehmen.
>
> Warum? Am anderen oder gleichen Griff könnte auch ein Lenkerendhebel
> hin.

So hab ich's bzw genau andersrum:
Links ein Drehgriff fuer die DualDrive Nabe und rechts ein
Lenkerendschalthebel, wo beim Fahren meine Hand aufliegt. Schalten durch
leichten Druck nach vorne bzw Ziehen mit Zeigefinger, Bremsen aus gleicher
Position mit 3 Fingern. SEHR angenehm das.


--
+ Ulli Horlacher + fram...@moep.bb.bawue.de +
+ "We don't brake for SPAMmers - BO-FH 666" +

Martin Heimes

unread,
Aug 15, 2003, 4:01:55 AM8/15/03
to
Gerald Eischer wrote:

> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>>Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
>>>von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
>>>noch zu bekommen.
>>
>>Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(
>
> Warum nicht als Antriebsritzel? Restbestände gibt es noch, es
> verschleißt sehr wenig und lässt sich umdrehen. Falls du nach 50 Mm
> oder so keinen Ersatz mehr kriegst, lässt sich immer noch ein
> modernes aber schnell verschleißendes Ritzel montieren.

fuer das Antriebsritzel gaebe es eine moeglicherweise noch
verschleissfestere Loesung: Sh*m*n* hat ne BMX Freilaufnabe, die
Verzahnung ist AFAIK Sh*m*n*-kompatibel und die Ritzel gibts wohl von
14-18, guckst Du mal Sh*m*n* DX BMX Sprockets bei
http://sheldonbrown.com/harris/hubs.html#bmx

Anton Ertl

unread,
Aug 15, 2003, 5:35:58 AM8/15/03
to
"Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>Vorgestern habe ich versucht, mit einer Streetmachine (Entfaltung
>ca. 2 m) entsprechend langsam zu fahren und das Ergebnis sind ein
>Bluterguss am Hintern und Abschürfungen an der Hand.

Vielleicht solltest Du laenger (>1000km) damit fahren. Bei mir setzt
jedenfalls die Entfaltung von ca. 1.7m die Grenze beim bergauffahren
(ca. 4km/h bei ca. 40U/min) und nicht das Gleichgewicht. Bei einem
Langlieger ist das was anderes, aber bei einem Kurzlieger sind
Gleichgewichtsprobleme wirklich nur auf mangelnde Uebung
zurueckzufuehren. Und sogar mit dem Peer Gynt (Langlieger) konnte ich
mit 4.5km/h die Glocknerstrasse rauffahren.

- anton
--
M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed
an...@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen
http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html

S. Heinz

unread,
Aug 15, 2003, 3:27:31 AM8/15/03
to
Wolfgang Keller wrote:

> Als ich eine Steigung hochschieben mußte, wurde ich von einer
> Mountainbike-Fahrerin "überholt", die mit bestimmt über 60/min
> kurbelte
> und kaum schneller fuhr als ich ging (oder stieg). Also müßte das eine
> Entfaltung von kaum wesentlich über 1m gewesen sein. Und sie hat mich
> beim Überholen nicht direkt durch weitläufiges Mäandern gefährdet.
>
> Und so eine Entfaltung wie die will ich jetzt halt auch. Denn das
> nächste Mal will ich mit den selben Schenkeln an der selben Steigung
> auch _mit_ Gepäck nicht mehr schieben müssen. Eitelkeit verpflichtet


glaube nicht das das geht!
ich habe an meinem lieger die gleiche übersetzung wie beim mtb.
das problem ist das extreme langsamfahren...(mit dem mtb kann ich
stehenbleiben, ohne den fuß von den pedalen zu nehmen, beim
liegeradfahren wirds unter 5 kmh sehr problematisch)
der grund ist das du das liegeard nicht schnell genung ausbalancieren
kannst. der scherpunkt liegt einfach zu nah an der straße. niederiger
schwerpunkt = kurzes pendel = sehr schnelle pendelfrequenz.

WENN ich noch fahren kann, bin ich allerdings am berg ne idee schneller
als (ich!) mit dem mtb. mit dem liegerad ist aber irgentwann schluß.
irgentwann wird die straße zu schmal ;-) weil langsam = schlangenlinie
wird. bei autostraßenkenne ich hier evtl 2 strecken wo ich denke das das
nicht geht, gefahren bin ich dort noch nicht (zu viele mopeds und autos
die denken sie könnten autofahren und entsprechend rücksichtslos sind)


> Sichtbare Hautabschürfungen sind peinlich, wenn man ständig allen
> vorschwärmt, wie toll Liegeräder sind.

liegerad ist halt ein "spezialrad" sorry wenn ichs so verallgemeinert
sage. schleislich fährt auch keiner mit dem rennrad dort wo sich mtb
erst "wohhfühlen".

ich verwende das leigerad gezielt am mittleren strecken (ab ein paar
km), wenn ich flüssig fahren kann

steffen


S. Heinz

unread,
Aug 15, 2003, 11:47:08 AM8/15/03
to
Anton Ertl wrote:
> "Gerald Eischer" <Dein-H...@liebt-dich.info> writes:
>> Vorgestern habe ich versucht, mit einer Streetmachine (Entfaltung
>> ca. 2 m) entsprechend langsam zu fahren und das Ergebnis sind ein
>> Bluterguss am Hintern und Abschürfungen an der Hand.
>
> Vielleicht solltest Du laenger (>1000km) damit fahren. Bei mir setzt
> jedenfalls die Entfaltung von ca. 1.7m die Grenze beim bergauffahren
> (ca. 4km/h bei ca. 40U/min) und nicht das Gleichgewicht.

kannst du mit deinm rad stehenbleiben?

> Bei einem
> Langlieger ist das was anderes, aber bei einem Kurzlieger sind
> Gleichgewichtsprobleme wirklich nur auf mangelnde Uebung
> zurueckzufuehren.

begründe das doch mal bitte...

> Und sogar mit dem Peer Gynt (Langlieger) konnte ich
> mit 4.5km/h die Glocknerstrasse rauffahren.

kannst du auf ebener strecke noch langsamer fahren (schön geradeaus,
ohne schlangenlinien)?

steffen


Stefan Barnikow

unread,
Aug 15, 2003, 2:01:20 PM8/15/03
to
begin quoting S. Heinz <steffe...@cityweb.de>:
>Wolfgang Keller wrote:
[Mit 60 U/min Schrittfahren]

>> Und so eine Entfaltung wie die will ich jetzt halt auch. Denn das
>> nächste Mal will ich mit den selben Schenkeln an der selben Steigung
>> auch _mit_ Gepäck nicht mehr schieben müssen. Eitelkeit verpflichtet
>
>glaube nicht das das geht!
>ich habe an meinem lieger die gleiche übersetzung wie beim mtb.
>das problem ist das extreme langsamfahren...(mit dem mtb kann ich
>stehenbleiben, ohne den fuß von den pedalen zu nehmen, beim
>liegeradfahren wirds unter 5 kmh sehr problematisch)

Was für'n Typ Lieger denn? Mit der Hornet kann ich eben ganz gut 3km/h
fahren, muß dabei aber schon mehr als sonst auf die Balance achten.
Vorhin 12% bergauf bin ich öfter auf 5km/h abgesackt, ohne spürbar
mehr mit Lenken beschäftigt zu sein.

>der grund ist das du das liegeard nicht schnell genung ausbalancieren
>kannst. der scherpunkt liegt einfach zu nah an der straße. niederiger
>schwerpunkt = kurzes pendel = sehr schnelle pendelfrequenz.

Lies dazu mal bei http://www.kreuzotter.de nach. Du darfst nicht
vergessen, daß es auch noch ein Trägheitsmoment um den Schwerpunkt
gibt.
Was sein kann ist, daß man bei großem Abstand zwischen Schwerpunkt und
Vorderrad trotz großer Lenkeinschläge das VR nicht mehr schnell genug
zur Seite bewegen kann, wenn man sehr langsam fährt. Das müßte aber
Konstruktionen wie Long John oder Hase Pino genauso betreffen wie
Langlieger.


Ciao,
Stefan

Anton Ertl

unread,
Aug 16, 2003, 3:55:42 AM8/16/03
to
"S. Heinz" <steffe...@cityweb.de> writes:
>Anton Ertl wrote:
...

>kannst du mit deinm rad stehenbleiben?

Ja, natuerlich. Ohne den Fuss abzustellen? Nein, auch nicht mit dem
Upright.

> > Bei einem
>> Langlieger ist das was anderes, aber bei einem Kurzlieger sind
>> Gleichgewichtsprobleme wirklich nur auf mangelnde Uebung
>> zurueckzufuehren.
>
>begründe das doch mal bitte...

Bei einem Langlieger ist der Schwerpunkt naeher am Hinterrad als am
Vorderrad, und der Radstand ist sehr lang, daher muss das Vorderrad
relativ viel Weg zur Seite zuruecklegen, um die Aufstandslinie wieder
unter den Schwerpunkt zu bekommen. Das geht bei niedrigen
Geschwindigkeiten natuerlich schwer bis gar nicht.

Bei einem Kurzlieger ist der Schwerpunkt naeher am Vorderrad als am
Hinterrad (das hat er auch dem Upright voraus), und der Radstand ist
kuerzer, sodass das Vorderrad weniger Weg zuruecklegen muss, auch
weniger als am Upright.

>> Und sogar mit dem Peer Gynt (Langlieger) konnte ich
>> mit 4.5km/h die Glocknerstrasse rauffahren.
>
>kannst du auf ebener strecke noch langsamer fahren (schön geradeaus,
>ohne schlangenlinien)?

Ich kann mich nicht mehr so daran erinnern, wie's am Peer Gynt war.
Auf der Street Machine geht's noch um einiges langsamer, ohne dass die
Amplitude besonders gross wird (wie langsam, weiss ich nicht,
Avocet-Tachos versagen bei zu niedrigen Geschwindigkeiten, aber
vergleichbar mit dem langsamsten Tempo auf dem Upright). Ohne
Schlangenlinien geht Zweiradfahren nicht.

Anton Ertl

unread,
Aug 16, 2003, 4:09:08 AM8/16/03
to
ci...@web.de (Stefan Barnikow) writes:
> Was sein kann ist, daß man bei großem Abstand zwischen Schwerpunkt und
>Vorderrad trotz großer Lenkeinschläge das VR nicht mehr schnell genug
>zur Seite bewegen kann, wenn man sehr langsam fährt. >Das müßte aber
>Konstruktionen wie Long John oder Hase Pino genauso betreffen wie
>Langlieger.

Langlieger auf jeden Fall, die anderen Konstruktionen nur, wenn sie
ohne Last bzw. Stoker fahren.

S. Heinz

unread,
Aug 16, 2003, 9:13:02 AM8/16/03
to
Anton Ertl wrote:
>
> Bei einem Langlieger ist der Schwerpunkt naeher am Hinterrad als am
> Vorderrad, und der Radstand ist sehr lang, daher muss das Vorderrad
> relativ viel Weg zur Seite zuruecklegen, um die Aufstandslinie wieder
> unter den Schwerpunkt zu bekommen. Das geht bei niedrigen
> Geschwindigkeiten natuerlich schwer bis gar nicht.

nun, könnte stimmen
andereseits ist der schwerpunkt evtl so niedrig das du weder auf dem
langlieger noch auf dem kuzliege zeit hast zum reagieren. zumem bildest
du mit dem rad (im gegensatz zum buckelrad) eine einheit, du kannst also
nict mit dem körper ausgleichen. der schwerpunkt von körper und liegerad
sind identisch, beim buckelrad hat du eigentlich ein gekoppeltes pendel,
2 schwerpunkte mit denen du jonglieren kannst

>
> Ich kann mich nicht mehr so daran erinnern, wie's am Peer Gynt war.
> Auf der Street Machine geht's noch um einiges langsamer, ohne dass die
> Amplitude besonders gross wird (wie langsam, weiss ich nicht,
> Avocet-Tachos versagen bei zu niedrigen Geschwindigkeiten, aber
> vergleichbar mit dem langsamsten Tempo auf dem Upright). Ohne
> Schlangenlinien geht Zweiradfahren nicht.

ich ahbs mal heute ausprobiert, ich komme mit dem airbike (nun git, ist
noch was andreas) bis etwa 4 kmh (andererseits geht damit wieder das
freihändigfahren so gut das ich die meiste zeit so fahre)

steffen

Kurt Fischer

unread,
Aug 16, 2003, 12:37:42 PM8/16/03
to
S. Heinz <steffe...@cityweb.de> wrote:

> nun, könnte stimmen
> andereseits ist der schwerpunkt evtl so niedrig das du weder auf dem
> langlieger noch auf dem kuzliege zeit hast zum reagieren. zumem bildest
> du mit dem rad (im gegensatz zum buckelrad) eine einheit, du kannst also
> nict mit dem körper ausgleichen. der schwerpunkt von körper und liegerad
> sind identisch, beim buckelrad hat du eigentlich ein gekoppeltes pendel,
> 2 schwerpunkte mit denen du jonglieren kannst

Spielt nach meiner Erfahrung nur beim tatsächlichen Stillstehen eine
Rolle. Auf allen meinen Liegern konnte ich bisher sehr langsam und
deutlich unter Schrittgeschwindigkeit fahren, das Gefühl dabei
unterschied sich aber zum Teil sehr stark. Fahrpraxis und Ausbildung des
Balancegefühls helfen natürlich dabei, das ist auch ein Grund dafür,
warum Anfänger zu Beginn noch Probleme beim langsamen Anfahren und
bergauf haben, später gibt sich das meist. Außerdem habe ich
festgestellt, dass ich besonders auch bei langsamem Tempo die
Obenlenkung bevorzuge, da ich mir einbilde das Rad dabei besser im Griff
zu haben.



> > vergleichbar mit dem langsamsten Tempo auf dem Upright). Ohne
> > Schlangenlinien geht Zweiradfahren nicht.

Wobei ich bei Fahrten auf feuchter Fahrbahn oder im Schnee anhand der
Spuren immer wieder feststelle, dass die Spur meiner Räder deutlich
gerader verläuft als die anderer, das mag aber auch an meiner Fahrpraxis
liegen. Gestern habe ich ein Pärchen auf Treckingrädern überholt, wobei
die Frau derartig hin und herpendelte, dass ich ihr einen besorgten
Blick zuwarf, ob alles mit ihr okay sei. Da sie lachte und auch
ansonsten nichts erkennbar war, nahm ich dann an dass dies ihr üblicher
Fahrstil war.


> ich ahbs mal heute ausprobiert, ich komme mit dem airbike (nun git, ist
> noch was andreas) bis etwa 4 kmh (andererseits geht damit wieder das
> freihändigfahren so gut das ich die meiste zeit so fahre)

Ein Airbike fällt als Knicklenker wirklich in eine völlig andere Klasse.
Bei langsamer Geschwindigkeit wird das System ja instabil und bei einem
zweigeteilten Rahmen fällt das vermutlich um so stärker auf. Jemand hat
auf der Mailingliste mal geschrieben, dass er sich auf dem Flevo bergauf
fast überanstrengt hätte, weil er damit schneller fahren musste als ihm
eigentlich lieb war, um die Balance halten zu können.

Kurt

Wolfgang Keller

unread,
Aug 16, 2003, 2:58:08 PM8/16/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> >Laut Ostrad ist die Standardabstufung ein 32er oder 36er Blatt vorne,
> >13-34 (vermutlich eine 7x-Kassette 11-34 ohne das 11er Ritzel, wenn ich
> >mir http://www.sheldonbrown.com/k7.html ansehe) am Zwischengetriebe, 26
> >am Abtrieb
>
> Sicher?

Die Information stammt von Ostrad, per email.

> >und 13-25 hinten. Macht, wenn man mal annimmt, daß vorne ein
> >36er Blatt war, eine kürzeste Entfaltung von 1,66m (Radumfang 1,51m).
> >
> >Das war mir _deutlich_ zu lang.
>
> Du solltest an deiner Kondition arbeiten ;-)

Und Du an Deinem Gleichgewichtssinn. >:->

Nee, es handelte sich um extrem kurze Stücke, und mit der kürzesten
Adagio-Entfaltung brachte ich einfach die Kurbel nicht rum. Es war also
klar ein Kraft- bzw. eben Abstufungsproblem.

Nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit bei nicht unter 60/min muß drin
sein, damit ich so kurze Stücke hochkomme, ohne daß mir die Knie
platzen. Auch wenn die Schenkel in ein paar Monaten hoffentlich wieder
gut für eine hübsche Dauerleistung sein sollten... :-)



> >Rohloff geht halt nur mit Drehgriff. Und dann ist es halt logisch, auch
> >am anderen Griff einen Drehgriff fürs Zwischengetriebe zu nehmen.
>
> Warum? Am anderen oder gleichen Griff könnte auch ein Lenkerendhebel
> hin.

Stell ich mir von der Handhabung her wg. Unsymmetrie denkbar schlecht
vor.

> >> Keinerlei Umgreifen nötig,
> >
> >Du meinst, wenn man mehr als ein, zwei Gänge auf einmal schalten
> >möchte...? Das kann ich verkraften.
>
> Nein. Bei Untenlenker muss man ein Stück zurückgreifen, dass man den
> Drehgriff zwischen Daumen und Zeigefinger zu fassen kriegt. Es sei
> denn, man montiert ihn verkehrtherum am Lenkerende.

Eben nicht "verkehrt" herum. Sondern _richtig_ herum. Denn bei
Liegerädern mit Untenlenker ist das nunmal die einzig sinnvolle
Position.



> >Viel unpraktischer ist für mich, daß ich mit Drehschaltern nicht
> >gleichzeitig schalten und trotzdem in Bremsbereitschaft bleiben kann.
>
> Dazu empfehlen sich Rennrad-Bremsschalthebel.

Funktioniert schon gleich gar nicht mit Rohloff und ist mir auch sonst
zu empfindlich und teuer.



> >> geschaltet wird quasi durch Fingerschnippen.
> >
> >Schon klar. Dafür sind die Dinger empfindlich. Einmal auf den Hintern
> >gesetzt und schon ist ein neues Pärchen fällig. X-(
>
> Nein, die kriegen nur ein paar Kratzer ab. Sind ziemlich robust.

Ich hab's bei der Probefahrt leider getestet. Der Schalter hat zwar noch
funktioniert, aber die Mechanik lag offen und damit war das Teil für
mich (und den Besitzer des Rades) hinüber.



> >> Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
> >> von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
> >> noch zu bekommen.
> >
> >Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(
>
> Warum nicht als Antriebsritzel?

Kompatiblität mit Schaltwerken, Ketten, Rohloffnaben etc.?

> Restbestände gibt es noch, es
> verschleißt sehr wenig und lässt sich umdrehen. Falls du nach 50 Mm
> oder so keinen Ersatz mehr kriegst, lässt sich immer noch ein
> modernes aber schnell verschleißendes Ritzel montieren.

Ohne Kompletterneuerung des gesamten Antriebs? Vor solchen Sachen habe
ich einen Mega-Horror. Ein lächerliches Teil verschlissen bzw. defekt
und ein Riesen-Umbau ist fällig.



> Mir gefällt bei der Lösung mit Zwischengetriebe die große Überschneidung
> der Entfaltungen nicht.

Läßt sich aber kaum umgehen. Es sind ja auch nur doppelt so viele Kränze
wie beim Dreifachkettenblatt, da muß man sich dann halt ein
entsprechendes Schaltschema angewöhnen.



> >Oder gibt es noch andere Möglichkeiten für die Ritzel hinten als die auf
> >http://www.sheldonbrown.com/k7.html aufgelisteten? Denn mehr als 13-34
> >geht am Zwischengetriebe wohl nicht, und damit ist sowohl der gesamte
> >Entfaltungsbereich als auch die Abstufung durch die hinteren Ritzel
> >festgelegt. Theoretisch ideal wäre etwas à la 13-14-15-...-34 hinten,
>
> 13-34 kannst du aus einer RR- und einer MTB-Kassette ohne Spiderarm

> basteln. ^^^^^^^^^

Häh? Ich nixverstehn...



> >damit gehen mit 36 vorne 1,22m - 8,36m bzw. mit 32 vorne 1,09m - 7,43m
> >bei 7,7%.
>
> 13-14-15-17-20-23-26-30-34
> Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.

Wieso, schafft das das Schaltwerk nicht?

Den Übersetzungssprung (sind ja auch nur knapp 18%, wenn das "nicht
fahrbar" ist, dann ist die Rohloff allein wohl kaum so viel besser
fahrbar) kann man ja eben mit dem Zwischengetriebe zerschnipeln. Bzw.
im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da machen
größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15 und gleichzeitig mit
dem Zwischengetriebe hin- und hergeschaltet



> >Mit einer Rohloff hinten, 36 vorne und 13-21 am Zwischengetriebe komme
> >ich auf 1,04m - 7,85m bei 7,7%.
>
> 13-14-15-17-19-21
> 15-17 ist auch nicht gerade toll. Natürlich kannst du im Flachen nur
> zwischen 13 und 14 wechseln und damit die Gänge der Rohloff splitten,
> aber da werden diese kleinen Ritzel nicht lange mitspielen.

Klar, aber größer geht eben nur im komplett-Eigenbau. Ich habe nunmal
keinen Goldesel in der Garage.



> >Mit 54 vorne, 17 hinten
>
> Was meinst du wie lange das 17er leben wird?

Länger als das 15er, das Du vorschlägst. >:->

> >und einer Kombination aus Einzelritzeln à la
> >22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe
>
> Ist sehr fraglich, ob bei so großen Ritzeln das Schaltwerk mitspielt,

Wieso?

> zudem gibt es keine 22er Abschlussritzel. Marchisio Abschlussritzel
> gibt es bis 18 Z.

Dann halt 18-28 oder so. Also Einzelzusammenstellung. :-(



> >> Abgesehen davon, dass es 1 m Entfaltung IMO nicht bringt, halte ich
> >> eine Dreifachgarnitur mit 54-51-36 auf 15 für sinnvoller.
> >
> >Schaltet sich das genauso schnell und leicht wie ein Zwischengetriebe?
>
> 54-51 flutsch wie von selbst, von 36 auf 51 wird sich unter Last nur
> schlecht schalten lassen, aber wer schaltet schon unter Last?

51-36 werde ich sicher _immer_ unter Last schalten müssen (bergauf).

> Das Adagio hat allerdings keine Befestigungsmöglichkeit für einen
> Umwerfer. Es müsste aufs Tretlagergehäuse ein Stück 1 1/8"-Rohr
> geschweißt werden.

Also Bastelei. Rohloff mit Zwischengetriebe scheint aber bei Ostrad
schonmal realisiert worden zu sein, jedenfalls sieht das auf dem Photo
von dem Presto mit Parallelogrammgabel verdächtig danach aus.



> >Denn wenn ich schon eine Kettenschaltung mit der der Rohloff kombinieren
> >muß, will ich etwas, das so schnell und leicht schaltet wie möglich.
>
> Ich habe einmal ein Radnabel mit Rohloff und 46-41 vorne aufgebaut.
> Ließ sich mit einem Sachs RR-Umwerfer traumhaft schalten.

RR-Umwerfer - kompatibel mit Drehgriffen?



> >bei 5,9%. Nicht schlecht. Muß ich mir überlegen.
>
> Falls du diese Möglichkeit wählst, wüsste ich einen einsamen und
> verlassenen linken Lenkerendhebel für den Umwerfer.

Achso, deswegen... >:->


> >> und vermeidet verknotete Hirnwindungen beim Schalten.
> >
> >Das ist allerdings ein Problem. Aber Menschengehirne sind ja erstaunlich
> >lernfähig. :-)
>
> Auch welche Kombination bei zwei Ritzelpaketen geschaltet werden muss,
> um die gewünschte Entfaltung zu erhalten?

Man muß sich halt ein entsprechendes Schaltschema zurechtlegen und dann
angewöhnen.

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 16, 2003, 2:58:11 PM8/16/03
to
S. Heinz <steffe...@cityweb.de> wrote:

> liegerad ist halt ein "spezialrad"

Nö, für mich muß das Adagio mehrzwecktauglich sein für Alltag und Reise.

> sorry wenn ichs so verallgemeinert sage. schleislich fährt auch keiner mit
> dem rennrad dort wo sich mtb erst "wohhfühlen".

Eines der kurzen Stücke, wo ich mit der Standard-Abstufung keine Chance
hatte hochzukommen, war auf dem Weg von Reichenhall nach Berchtesgaden.
Alles andere als eine typische MTB-Strecke. Solche will ich auch gar
nicht fahren.

Sondern es geht mir drum, auch z.B. einen kurzen fiesen Anstieg auch mit
Gepäck noch zu schaffen, wenn ich am Abend leicht übersäuert und
dehydriert bin oder in einer langen Steigung nicht gleich ganz anhalten
zu müssen, wenn ich mich überschätzt habe.

MfG

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 16, 2003, 4:22:49 PM8/16/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Du solltest an deiner Kondition arbeiten ;-)
>
>Und Du an Deinem Gleichgewichtssinn. >:->

Danke für die Retourkutsche ;-)


>> Warum? Am anderen oder gleichen Griff könnte auch ein Lenkerendhebel
>> hin.
>
>Stell ich mir von der Handhabung her wg. Unsymmetrie denkbar schlecht
>vor.

Nein, das ist völlig egal. Rechts wird halt gedreht und links ein
Hebelchen bewegt.


>> Nein. Bei Untenlenker muss man ein Stück zurückgreifen, dass man den
>> Drehgriff zwischen Daumen und Zeigefinger zu fassen kriegt. Es sei
>> denn, man montiert ihn verkehrtherum am Lenkerende.
>
>Eben nicht "verkehrt" herum. Sondern _richtig_ herum. Denn bei
>Liegerädern mit Untenlenker ist das nunmal die einzig sinnvolle
>Position.

Am Ende des Lenkers mit dem dicken Teil nach vorne?



>> Dazu empfehlen sich Rennrad-Bremsschalthebel.
>
>Funktioniert schon gleich gar nicht mit Rohloff und ist mir auch sonst
>zu empfindlich und teuer.

Nein, empfindlich sind die weitaus weniger als sie aussehen. Bei Stürzen
boruttisieren sie rasch, aber damit kann man leben.



>> Nein, die kriegen nur ein paar Kratzer ab. Sind ziemlich robust.
>
>Ich hab's bei der Probefahrt leider getestet. Der Schalter hat zwar noch
>funktioniert, aber die Mechanik lag offen und damit war das Teil für
>mich (und den Besitzer des Rades) hinüber.

Aha, dann sind die am Adagio exponierter als an einer Streetmachine.
Dort überstehen sich auch Grobbehandlung durch probefahrendes
Messepublikum.


>> >> Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
>> >> von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
>> >> noch zu bekommen.
>> >
>> >Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(
>>
>> Warum nicht als Antriebsritzel?
>
>Kompatiblität mit Schaltwerken, Ketten, Rohloffnaben etc.?

Ich meine nur als Antriebsritzel. Von HG-Ritzeln unterscheidet sich das
im wesentlichen nur durch die höheren Zähne und fehlenden Schaltweichen.
Das Schaltwerk sieht das Ritzel gar nicht, käme aber mit einem Paket
UG-Ritzel auch zurecht, Kette und Rohloff ist es egal.
Ist zwar nicht gesagt, dass Ostrad an der Stelle ein HG-Ritzel einsetzt,
denkbar ist es allerdings.

>> Restbestände gibt es noch, es
>> verschleißt sehr wenig und lässt sich umdrehen. Falls du nach 50 Mm
>> oder so keinen Ersatz mehr kriegst, lässt sich immer noch ein
>> modernes aber schnell verschleißendes Ritzel montieren.
>
>Ohne Kompletterneuerung des gesamten Antriebs?

Aber nein. Ein Ritzel ist ein Ritzel. Willst du einen Scan von einem
HG- und einem UG-Ritzel zum Vergleich? Glaube es mir bitte einfach,
mit UG-Ritzel bin ich seit Jahren per du.


>> 13-34 kannst du aus einer RR- und einer MTB-Kassette ohne Spiderarm
>> basteln. ^^^^^^^^^
>
>Häh? Ich nixverstehn...

Bei teuren RR- und MTB-Kassetten sind die größten Ritzel auf einen
Spiderarm genannten Aluteil aufgenietet und daher nur bedingt zerlegbar.



>> >damit gehen mit 36 vorne 1,22m - 8,36m bzw. mit 32 vorne 1,09m - 7,43m
>> >bei 7,7%.
>>
>> 13-14-15-17-20-23-26-30-34
>> Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.
>
>Wieso, schafft das das Schaltwerk nicht?

Das Schaltwerk schon aber du nicht. Du möchtest doch eine feine
Abstufung? BTW, mir kaum heute 18-20 wie ein Loch vor.

>Den Übersetzungssprung (sind ja auch nur knapp 18%, wenn das "nicht
>fahrbar" ist, dann ist die Rohloff allein wohl kaum so viel besser
>fahrbar)

Zwischen 18 % und 13,x % liegen Welten.

>kann man ja eben mit dem Zwischengetriebe zerschnipeln.

Tätowiere dir eine Schalttabelle auf die Oberschenkel ;-)

>Bzw.
>im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da machen
>größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
>erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15

~~~~~~~~
Ich dachte, du möchtest auf geringen Verschleiß optimieren?

>> 13-14-15-17-19-21
>> 15-17 ist auch nicht gerade toll. Natürlich kannst du im Flachen nur
>> zwischen 13 und 14 wechseln und damit die Gänge der Rohloff splitten,
>> aber da werden diese kleinen Ritzel nicht lange mitspielen.
>
>Klar, aber größer geht eben nur im komplett-Eigenbau. Ich habe nunmal
>keinen Goldesel in der Garage.

Wenn Geld für eine Rohloff da ist, kommt es auf einen Marchisio-Kranz
auch nicht mehr an. Ist vermutlich billiger, als dauernd 13, 14, 15
austauschen zu müssen. Mit dem 15er der Rohloff darfst du die nicht
vergleichen. Das hat hohe Zähne und ist wendbar.



>> >Mit 54 vorne, 17 hinten
>>
>> Was meinst du wie lange das 17er leben wird?
>
>Länger als das 15er, das Du vorschlägst. >:->

Habe ich flacsh verstanden. Ich dachte beim 17er ans Abtriebsritzel
im Zwischengetriebe, aber das scheint fix 26 Z zu kriegen.

>> >und einer Kombination aus Einzelritzeln à la
>> >22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe
>>
>> Ist sehr fraglich, ob bei so großen Ritzeln das Schaltwerk mitspielt,
>
>Wieso?

Weil das Parallelogramm darauf optimiert ist, dass die Kassette mit
kleinen Ritzeln beginnt. Am allerwenigsten gehen hier die SRAM, denen
im oberen Gelenk die Feder fehlt.
Es könnte theoretisch gehen, wenn das Befestigungsauge etwa mehr Abstand
zur Achse als üblich hat.

>> zudem gibt es keine 22er Abschlussritzel. Marchisio Abschlussritzel
>> gibt es bis 18 Z.
>
>Dann halt 18-28 oder so. Also Einzelzusammenstellung. :-(

22-34 ist noch einzelner. Sechs Ritzel zu je 6 FRZ plus die
Zwischenringe werden doch noch im Budget drinnen sein?



>> >> Abgesehen davon, dass es 1 m Entfaltung IMO nicht bringt, halte ich
>> >> eine Dreifachgarnitur mit 54-51-36 auf 15 für sinnvoller.
>> >
>> >Schaltet sich das genauso schnell und leicht wie ein Zwischengetriebe?
>>
>> 54-51 flutsch wie von selbst, von 36 auf 51 wird sich unter Last nur
>> schlecht schalten lassen, aber wer schaltet schon unter Last?
>
>51-36 werde ich sicher _immer_ unter Last schalten müssen (bergauf).

Ich schrieb aber von 36-51. Auf kleinere Kettenblätter geht eigentlich
immer unter Last.

>> Das Adagio hat allerdings keine Befestigungsmöglichkeit für einen
>> Umwerfer. Es müsste aufs Tretlagergehäuse ein Stück 1 1/8"-Rohr
>> geschweißt werden.
>
>Also Bastelei.

Nein, Sonderbestellung sofern möglich. Wenn Ostrad halbwegs flexibel
ist, machen sie das.
Oder einen anderen Rahmen. Schon einmal das Radnabel angesehen?
Das lässt sich mit speziellen Ausfallenden für die Rohloff bestellen,
sodaß die Drehmomentenstütze nicht nötig ist. Leider hat er den
Anschlagsockel für den Umwerferschaltzug vergessen :-\ Da war dann
eine Schelle nötig.


>> Ich habe einmal ein Radnabel mit Rohloff und 46-41 vorne aufgebaut.
>> Ließ sich mit einem Sachs RR-Umwerfer traumhaft schalten.
>
>RR-Umwerfer - kompatibel mit Drehgriffen?

Der Drehgriff war einer mit Feinrasterung. Von Rasterung für den
Umwerfer halte ich nichts, schon gar nicht bei 2-fach-Bestückung.

>> Falls du diese Möglichkeit wählst, wüsste ich einen einsamen und
>> verlassenen linken Lenkerendhebel für den Umwerfer.
>
>Achso, deswegen... >:->

Nein, nicht deswegen. Der gehört eh nicht mir. Ein Bekannter hat den
linken nicht verwendet, weil ins Lenkerende der Spiegel musste.

>> Auch welche Kombination bei zwei Ritzelpaketen geschaltet werden muss,
>> um die gewünschte Entfaltung zu erhalten?
>
>Man muß sich halt ein entsprechendes Schaltschema zurechtlegen und dann
>angewöhnen.

Tätowierungen sind eh modern. Warum nicht zur Abwechslung ein Schaltschema
;-\

Stefan Barnikow

unread,
Aug 16, 2003, 3:07:29 PM8/16/03
to
begin quoting S. Heinz <steffe...@cityweb.de>:
>Anton Ertl wrote:
>>
>> Bei einem Langlieger ist der Schwerpunkt naeher am Hinterrad als am
>> Vorderrad, und der Radstand ist sehr lang, daher muss das Vorderrad
>> relativ viel Weg zur Seite zuruecklegen, um die Aufstandslinie wieder
>> unter den Schwerpunkt zu bekommen. Das geht bei niedrigen
>> Geschwindigkeiten natuerlich schwer bis gar nicht.
>
>nun, könnte stimmen
>andereseits ist der schwerpunkt evtl so niedrig das du weder auf dem
>langlieger noch auf dem kuzliege zeit hast zum reagieren.

Ein niedriger Schwerpunkt macht die Lenkung giftiger, weil der Hebel
zwischen Drehpunkt (Schwerpunkt) und Radaufstandspunkt kleiner ist
und daher ein geringerer Versatz des Vorderrades dieselbe Schräglage
bewirkt. Aber das hat nichts damit zu tun, wie schnell das Fahrzeug
unter Einfluß der Schwerkraft kippt, wenn es aus der Balance gerät.
Für die Reaktion auf das Kippen bleibt immer genug Zeit.

Schau Dir dazu bitte mal die Rechnung von Walter Zorn auf
http://www.kreuzotter.de an, die Näherung mit einem mathematischen
Pendel mit einer Punktmasse im Schwerpunkt des Fahrzeugs und der Höhe
des Schwerpunkts als Pendellänge reicht hier *nicht* aus.


Ciao,
Stefan

Wolfgang Keller

unread,
Aug 17, 2003, 12:33:20 PM8/17/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>
> >Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> >
> >> Du solltest an deiner Kondition arbeiten ;-)
> >
> >Und Du an Deinem Gleichgewichtssinn. >:->
>
> Danke für die Retourkutsche ;-)

Bitte bitte, gern geschehen... >:->

> >> Nein. Bei Untenlenker muss man ein Stück zurückgreifen, dass man den
> >> Drehgriff zwischen Daumen und Zeigefinger zu fassen kriegt. Es sei
> >> denn, man montiert ihn verkehrtherum am Lenkerende.
> >
> >Eben nicht "verkehrt" herum. Sondern _richtig_ herum. Denn bei
> >Liegerädern mit Untenlenker ist das nunmal die einzig sinnvolle
> >Position.
>
> Am Ende des Lenkers mit dem dicken Teil nach vorne?

Natürlich, wie denn sonst?!

Sag bloß, es ist bei einem Liegerad mit Untenlenker allen Ernstes schon
mal jemand auf die Idee gekommen, einen Drehschalter anders zu
montieren?



> >> >> Die UG-Ritzel haben normal hohe Zähne und nicht diese kastrierten
> >> >> von Hüpferglide & Co.. UG sind sehr verschleißfest, aber leider kaum
> >> >> noch zu bekommen.
> >> >
> >> >Also für ein Neurad wohl kaum zu empfehlen... X-(
> >>
> >> Warum nicht als Antriebsritzel?
> >
> >Kompatiblität mit Schaltwerken, Ketten, Rohloffnaben etc.?
>
> Ich meine nur als Antriebsritzel. Von HG-Ritzeln unterscheidet sich das
> im wesentlichen nur durch die höheren Zähne und fehlenden Schaltweichen.
> Das Schaltwerk sieht das Ritzel gar nicht, käme aber mit einem Paket
> UG-Ritzel auch zurecht,

Aha. Gut so.

> Kette und Rohloff ist es egal. Ist zwar nicht gesagt, dass Ostrad an der
> Stelle ein HG-Ritzel einsetzt, denkbar ist es allerdings.

Ein Punkt, der auf der Bestellung explizit zu notieren ist, ist es
allemal.



> >> Restbestände gibt es noch, es
> >> verschleißt sehr wenig und lässt sich umdrehen. Falls du nach 50 Mm
> >> oder so keinen Ersatz mehr kriegst, lässt sich immer noch ein
> >> modernes aber schnell verschleißendes Ritzel montieren.
> >
> >Ohne Kompletterneuerung des gesamten Antriebs?
>
> Aber nein. Ein Ritzel ist ein Ritzel. Willst du einen Scan von einem
> HG- und einem UG-Ritzel zum Vergleich? Glaube es mir bitte einfach,
> mit UG-Ritzel bin ich seit Jahren per du.

Ich frag' ja nur, nicht daß ich mir hinterher wieder wg. irgendwelcher
(angeblichen) Inkompatilitäten neben der neuen Ritzelkassette auch
gleich eine neue Nabe, ein neues Schaltwerk, neue Kette, neue
Kurbelgarnitur undweißGottwassonstnochalles aufschwatzen lassen muß.

Ich kenn die Brüder doch, wenn einer mit einem Rohloff/SON-Adagio
ankommt und noch nichtmal eine Ritzelkassettte selbst wechseln kann,
gilt er doch gleich als Geldsack und ist zum Ausnehmen freigegeben. :-(



> >> >damit gehen mit 36 vorne 1,22m - 8,36m bzw. mit 32 vorne 1,09m - 7,43m
> >> >bei 7,7%.
> >>
> >> 13-14-15-17-20-23-26-30-34
> >> Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.
> >
> >Wieso, schafft das das Schaltwerk nicht?
>
> Das Schaltwerk schon aber du nicht. Du möchtest doch eine feine
> Abstufung?

Ja, obenrum. Deshalb ja die 13-14-15. Aber irgendwie muß man ja von 15
auf 34 kommen mit den restlichen Ritzeln. Und die 13-34 brauch ich
nunmal sowohl hinten als auch am Zwischengetriebe zwangsläufig, um auf
die Gesamtentfaltung von rund 800% zu kommen.

> >kann man ja eben mit dem Zwischengetriebe zerschnipeln.
>
> Tätowiere dir eine Schalttabelle auf die Oberschenkel ;-)

Nö, die muß ich mir durch fleißiges üben ins Hirn einprogrammieren. Oder
noch besser gleich in irgendeinen Reflex im Rückenmark auf halbem Weg
zwischen Schenkeln und Händen. :-)



> >Bzw.
> >im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da machen
> >größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
> >erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15
> ~~~~~~~~
> Ich dachte, du möchtest auf geringen Verschleiß optimieren?

Ja, klar. Aber anders als mit 2x13-34 gehts bei der
Zwischengetriebe-Variante nunmal nicht, siehe oben. Oder kennst Du
Schaltwerke, die mit größeren Ritzeln als 34 umgehen können?



> >> 13-14-15-17-19-21
> >> 15-17 ist auch nicht gerade toll. Natürlich kannst du im Flachen nur
> >> zwischen 13 und 14 wechseln und damit die Gänge der Rohloff splitten,
> >> aber da werden diese kleinen Ritzel nicht lange mitspielen.
> >
> >Klar, aber größer geht eben nur im komplett-Eigenbau. Ich habe nunmal
> >keinen Goldesel in der Garage.
>
> Wenn Geld für eine Rohloff da ist, kommt es auf einen Marchisio-Kranz
> auch nicht mehr an.

Nochmal so viel wie für die Rohloff als Aufschlag ist aber nicht drin,
dann bleibt's eben beim Zwischengetriebe und basta.

Daß es die Rohloff für so viel Geld nur mit einer derart unpassenden
Abstufung gibt, ist für mich schon erstaunlich. Da investiert jemand ein
Schweinegeld in die Entwicklung macht dann sowas. X-(

> >> >und einer Kombination aus Einzelritzeln à la
> >> >22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe
> >>
> >> Ist sehr fraglich, ob bei so großen Ritzeln das Schaltwerk mitspielt,
> >
> >Wieso?
>
> Weil das Parallelogramm darauf optimiert ist, dass die Kassette mit
> kleinen Ritzeln beginnt. Am allerwenigsten gehen hier die SRAM, denen
> im oberen Gelenk die Feder fehlt.

Aber die Shimanos gingen nicht mit Drehschaltern, oder? Langsam wird's
kompliziert vor lauter Zwangsbedingungen.

Warum muß Rohloff seinr Nabe auch so eine sch*** progressive Abstufung
verpassen, wer kann denn damit ernsthaft etwas anfangen?

> >> zudem gibt es keine 22er Abschlussritzel. Marchisio Abschlussritzel
> >> gibt es bis 18 Z.
> >
> >Dann halt 18-28 oder so. Also Einzelzusammenstellung. :-(
>
> 22-34 ist noch einzelner. Sechs Ritzel zu je 6 FRZ plus die
> Zwischenringe werden doch noch im Budget drinnen sein?

Wie viel kostet sowas denn konkret. Nicht zur Selbstmontage im Bausatz,
versteht sich.



> >> Das Adagio hat allerdings keine Befestigungsmöglichkeit für einen
> >> Umwerfer. Es müsste aufs Tretlagergehäuse ein Stück 1 1/8"-Rohr
> >> geschweißt werden.
> >
> >Also Bastelei.
>
> Nein, Sonderbestellung sofern möglich. Wenn Ostrad halbwegs flexibel
> ist, machen sie das.
> Oder einen anderen Rahmen. Schon einmal das Radnabel angesehen?

Ja, gesehen schon. Nein, für meine Zwecke bei weitem weniger optimal als
Adagio, C4, Viper, oder Rainbow.

Das Adagio ist wg. Federungskomfort einfach unschlagbar bei den
abgrundtief grottenschlechten Wegen hierzulande. Das ungefederte
Radfahren habe ich mir völlig abgewöhnt, ich gehe seit Monaten zu Fuß,
nachdem ich nach einem Sonntagausflug von lächerlichen 70km drei Tage
lang im Büro Probleme mit dem Sitzen hatte.

> >> Auch welche Kombination bei zwei Ritzelpaketen geschaltet werden muss,
> >> um die gewünschte Entfaltung zu erhalten?
> >
> >Man muß sich halt ein entsprechendes Schaltschema zurechtlegen und dann
> >angewöhnen.
>
> Tätowierungen sind eh modern. Warum nicht zur Abwechslung ein Schaltschema
> ;-\

Ich verabscheue Selbstverstümmelung zum Zweck der Modetrendkonformität.
Und mein Hirn ist gottseidank noch aufnahmefähig. :-) Wird halt ein
bischen dauern mit dem Lernen. Das Blöde ist nur, daß die Anzeige
natürlich am Hebel unter dem Sitz ist, sonst wär's schonmal wesentlich
leichter. :-(

MfG

Wolfgang

n d y @dcs.ed.ac.uk Andy Koppe

unread,
Aug 18, 2003, 8:45:58 AM8/18/03
to
Wolfgang Keller wrote:

>> >Da die Rohloff leider die falsche Abstufung für ein
>> >Alltags-"Überland"rad hat (geometrisch progressiv statt
>> >linear/degressiv), werde ich zumindest ein zusätzliches Zwischengetriebe
>> >brauchen um die Gänge "obenrum" in handliche Happen zu zerteilen, die
>> >Frage Rohloff vs. Kettenschaltung interessiert also hier nicht.

>> Bist Du schonmal ein Rad mit Rohloff-Nabe probegefahren?

> Ja. Im Vergleich zum gleichen Rad mit Zwischengetriebe hat man eine
> deutlich gröbere Abstufung. Rund 7% statt 14% bei der Entfaltung, rund
> 22% statt 48% bei der Leistung.

Neugierig: Wie errechnet man die Leistungsabstufung? Haengt sie nicht von
den jeweiligen Verhaeltnissen ab, also vor allem Wind und Steigung?

Andy

Anton Ertl

unread,
Aug 18, 2003, 11:33:29 AM8/18/03
to
"S. Heinz" <steffe...@cityweb.de> writes:
>Anton Ertl wrote:
>>
>> Bei einem Langlieger ist der Schwerpunkt naeher am Hinterrad als am
>> Vorderrad, und der Radstand ist sehr lang, daher muss das Vorderrad
>> relativ viel Weg zur Seite zuruecklegen, um die Aufstandslinie wieder
>> unter den Schwerpunkt zu bekommen. Das geht bei niedrigen
>> Geschwindigkeiten natuerlich schwer bis gar nicht.
>
>nun, könnte stimmen
>andereseits ist der schwerpunkt evtl so niedrig das du weder auf dem
>langlieger noch auf dem kuzliege zeit hast zum reagieren.

Wenn die Reaktionszeit nicht ausreichen wuerde, waere das unabhaengig
von der Geschwindigkeit und man koennte zweiraedrige Liegeraeder
ueberhaupt nicht fahren.

> zumem bildest
>du mit dem rad (im gegensatz zum buckelrad) eine einheit, du kannst also
>nict mit dem körper ausgleichen. der schwerpunkt von körper und liegerad
>sind identisch, beim buckelrad hat du eigentlich ein gekoppeltes pendel,
>2 schwerpunkte mit denen du jonglieren kannst

Beim Upright hast Du auch nur einen Schwerpunkt, unter dem Du die
Aufstandslinie halten musst. Du kannst zwar mit Kippen die
Aufstandslinie etwas variieren, aber selbst bei 5 Grad Kippwinkel
ergibt sich dadurch nur eine Aenderung von 1.2mm bei 28mm-Reifen. Ob
das viel hilft?

Wie dem auch sei, auf meiner Street Machine kann ich mich auch
aufsetzen und so das Rad noch extra kippen. Ob ich das auch tue, wenn
ich besonders langsam fahre, weiss ich nicht.

Stefan Barnikow

unread,
Aug 17, 2003, 5:35:17 PM8/17/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
[UG]

>> Ich meine nur als Antriebsritzel. Von HG-Ritzeln unterscheidet sich das
>> im wesentlichen nur durch die höheren Zähne und fehlenden Schaltweichen.
>> Das Schaltwerk sieht das Ritzel gar nicht, käme aber mit einem Paket
>> UG-Ritzel auch zurecht,
>
>Aha. Gut so.

Und schlimmstenfalls ein Marchisio Plural, wenn es kein UG mehr gibt.


[...]


>Ja, klar. Aber anders als mit 2x13-34 gehts bei der
>Zwischengetriebe-Variante nunmal nicht, siehe oben.

Genaugenommen brauchst Du 11-34 und 13-34 oder 2x 12-34, um auf Deine
800% zu kommen. Aber selbst da ist mehr Spielraum drin als Du wohl
vermutest.


[...]


>Nochmal so viel wie für die Rohloff als Aufschlag ist aber nicht drin,
>dann bleibt's eben beim Zwischengetriebe und basta.

Sorry, wenn das schon diskutiert und verworfen wurde, aber was gibt's
denn für Ausstattungsoptionen? Wenn Rohloff + 3-fache Kurbelgarnitur
möglich ist, wäre ja auch sowas wie 53-50-32 an der Kurbel denkbar.
53-50 teilt die 13%-Sprünge der Nabe, und das 32er ist für bergauf.


>> >> >22-23-24-26-30-34 am Zwischengetriebe
>> >>
>> >> Ist sehr fraglich, ob bei so großen Ritzeln das Schaltwerk mitspielt,
>> >
>> >Wieso?
>>
>> Weil das Parallelogramm darauf optimiert ist, dass die Kassette mit
>> kleinen Ritzeln beginnt. Am allerwenigsten gehen hier die SRAM, denen
>> im oberen Gelenk die Feder fehlt.
>
>Aber die Shimanos gingen nicht mit Drehschaltern, oder?

Doch. Es gab/gibt sogar mehrere Hersteller solcher Griffe, ich habe
aber keinen Überblick mehr über die Qualität. Wichtig ist einfach nur,
daß sie shimano-kompatibel sind, und bei Dir am Untenlenker vermutlich
auch, daß die Züge 90° abgehen und nicht in der Richtung, in der am
Normalrad die Lenkermitte liegt.


[Schaltschema eintätowieren]


>Ich verabscheue Selbstverstümmelung zum Zweck der Modetrendkonformität.
>Und mein Hirn ist gottseidank noch aufnahmefähig. :-) Wird halt ein
>bischen dauern mit dem Lernen. Das Blöde ist nur, daß die Anzeige
>natürlich am Hebel unter dem Sitz ist, sonst wär's schonmal wesentlich
>leichter. :-(

Man könnte Rennrad- bzw. XTR-Ganganzeigen in die Züge setzen. Aber die
Züge laufen auch nicht durch's Gesichtsfeld, oder? Lenkerendschalter
sind in der Beziehung genial - Ablesen gratis beim Anfassen, und das
auch noch ganz ohne Hingucken.


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Aug 17, 2003, 5:03:22 PM8/17/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> >Laut Ostrad ist die Standardabstufung ein 32er oder 36er Blatt vorne,
>> >13-34 (vermutlich eine 7x-Kassette 11-34 ohne das 11er Ritzel, wenn ich
>> >mir http://www.sheldonbrown.com/k7.html ansehe) am Zwischengetriebe, 26
>> >am Abtrieb
>>
[...]

>> 13-14-15-17-20-23-26-30-34
>> Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.
>
>Wieso, schafft das das Schaltwerk nicht?

Das nicht. Bei den üblichen Touren- und Rennradabstufungen liegt das
aber im oft gefahrenen Bereich der Kassette, und da kann man besseres
als einen so großen Sprung gebrauchen. Wenn Deine längste Entfaltung
bei 8m liegt, wird das Loch bei Dir auch in diesem Bereich liegen.

Ich habe gerade mal versucht, für ein Rad mit Zwischengetriebe eine
sinnvolle Kombination für 800% auszuknobeln, aber ich stolpere immer
über ein Problem: Wohin mit den vielen Gängen? :-)

Eine stereotype Halfstep-Anordnung mit einfach zu merkendem Schema
(Ritzelabstand vorn ist außer beim größten immer der 1,5-fache
Abstand von hinten) wäre bei 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
ZG-Kassette: 13-16-20-25-30-34
HR-Kassette: 11-34 Standard
Der Sprung 17-20 ist an der üblichen Stelle mit drin, er ist nur wegen
Halfstep durch einen Gang vo einem Nachbarblatt umgehbar. Oben "fehlt"
ein Ritzel zwischen 32:13*26:11 und 32:13*26:13. Untenrum ist die
Halfstepperei IMHO Quatsch, schon weil sie für bergauf gar nicht
schnell genug schaltbar ist, sie vereinfacht aber das Schema.

Eine Adaption meiner derzeitigen 3x8-Übersetzung auf 4x9 wäre auch
noch denkbar, ebenfalls mit 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
ZG-Kassette 12-17-24-34,
hinten 11-12-13-14-15-22-26-30-34
(oder mit 16 statt 22, wenn eine Überlappung eher bei den fein
gestuften als bei den grob gestuften Gängen gewünscht ist)
Hier weiß ich echt nicht, wo sich weitere ZG-Ritzel am sinnvollsten
einstreuen lassen. Es gibt einige Gründe, die gegen diese Anordnung
sprechen, aber die Gefahr des Verschaltens 15->22 bzw. 16->26 gehört
bei mir dank Lenkerendschalter nicht dazu.


>Bzw. im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da
>machen größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
>erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15 und gleichzeitig
>mit dem Zwischengetriebe hin- und hergeschaltet

Achso, also doch eher Halfstep. Die leichtere Verfügbarkeit der Teile
(zumindest der hinteren Kassette) spricht auch dafür.


>> >Das ist allerdings ein Problem. Aber Menschengehirne sind ja erstaunlich
>> >lernfähig. :-)
>>
>> Auch welche Kombination bei zwei Ritzelpaketen geschaltet werden muss,
>> um die gewünschte Entfaltung zu erhalten?

Kriegt man irgendwann abgeschätzt. "Links eins runter ist 2,5 Ritzel
länger, dazu rechts ein rauf macht zusammen 1,5 Ritzel länger" ist bei
mir auf jeden Fall schneller gedacht als geschaltet. Gleichmäßige
Stufungen machen das Leben einfach.


Ciao,
Stefan

Gerald Eischer

unread,
Aug 18, 2003, 2:55:18 PM8/18/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Am Ende des Lenkers mit dem dicken Teil nach vorne?
>
>Natürlich, wie denn sonst?!
>
>Sag bloß, es ist bei einem Liegerad mit Untenlenker allen Ernstes schon
>mal jemand auf die Idee gekommen, einen Drehschalter anders zu
>montieren?

IIRC so auf einer Streetmachine gesehen. Auf der Website haben
die nun aber Lenkerendhebel.

>> Aber nein. Ein Ritzel ist ein Ritzel. Willst du einen Scan von einem
>> HG- und einem UG-Ritzel zum Vergleich? Glaube es mir bitte einfach,
>> mit UG-Ritzel bin ich seit Jahren per du.
>
>Ich frag' ja nur, nicht daß ich mir hinterher wieder wg. irgendwelcher
>(angeblichen) Inkompatilitäten neben der neuen Ritzelkassette

Ich meine auch nicht die gesamte Kassette aus UG-Ritzeln aufbauen,
sondern nur das Antriebsritzel. Möglich, dass Ostrad hierfür was
eigenes verwendet. Sollte halt nur kein heutzutage übliches
Ritzel mit niedrigen Zähnen sein.


>> >Bzw.
>> >im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da machen
>> >größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
>> >erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15
>> ~~~~~~~~
>> Ich dachte, du möchtest auf geringen Verschleiß optimieren?
>
>Ja, klar. Aber anders als mit 2x13-34 gehts bei der
>Zwischengetriebe-Variante nunmal nicht, siehe oben.

Geht, siehe unten.

>Oder kennst Du
>Schaltwerke, die mit größeren Ritzeln als 34 umgehen können?

Ich kenne keine Ritzeln größer als 34.

Das Zwischengetriebe gedanklich weggelassen kommst du mit 46 Z
Kettenblatt und 15 Z Ritzel von 1,29 - 6,79 m.
Mit Zwischengetriebe 26/34 bist du auf ca. 1 m, mit 26/22 auf
ca. 8 m. Keine Notwendigkeit für Winzigritzel.
z.B. 12-22-24-26-30-34 (das 12er nur als Verschluss für die Kassette)
Oder irgendwas mit 18-28 Z mit entsprechend kleinerem Kettenblatt
(38 Z, wenn ich mich in der Schnelle nicht verrechnet habe).
Mit einem 17er Ritzel auf der Rohloff ein 43er Kettenblatt.

Eventuell bessere Variante:
42/17 ohne Zwischengetriebe geht von 1,04 - 5,47 m.
Mit einer Kassette 17-26 Z kommst du auf 8,26 m.
19-21-23-26 gibt es durch Zerlegen einer Sh*m*n* 13-26 8f HG-Kassette.
Dazu noch ein einzelnes 18er (Sh*m*n* oder Marchisio) und ein 17er
Abschlussritzel (Marchisio).

>> Wenn Geld für eine Rohloff da ist, kommt es auf einen Marchisio-Kranz
>> auch nicht mehr an.
>
>Nochmal so viel wie für die Rohloff als Aufschlag ist aber nicht drin,
>dann bleibt's eben beim Zwischengetriebe und basta.

Um eine Rohloff kriegst du ca. 20 Marchisiokränze oder 5 sehr gute
3-fach-Kurbeln mit Sonderabstufung. Keine Rede von einer zweiten
Rohloff als Aufschlag.

>Daß es die Rohloff für so viel Geld nur mit einer derart unpassenden
>Abstufung gibt, ist für mich schon erstaunlich.

Wieso unpassend? Eine schöne geometrische Reihe.


>> Weil das Parallelogramm darauf optimiert ist, dass die Kassette mit
>> kleinen Ritzeln beginnt. Am allerwenigsten gehen hier die SRAM, denen
>> im oberen Gelenk die Feder fehlt.
>
>Aber die Shimanos gingen nicht mit Drehschaltern, oder? Langsam wird's
>kompliziert vor lauter Zwangsbedingungen.

Auch für Sh*m*n*s gibt es Drehschalter von SRAM. Falls Drehschalter
gewünscht, würde ich im Normalfall zu SRAM ESP greifen, aber anfangs
war ja noch keine Rede von 18-28 Kassetten. Auf sowas gehört eine
Rennradschaltung und die gibt es von SRAM nicht.

>Warum muß Rohloff seinr Nabe auch so eine sch*** progressive Abstufung
>verpassen, wer kann denn damit ernsthaft etwas anfangen?

Die Abstufung der Rohloff ist alles andere als progressiv.

>> >Dann halt 18-28 oder so. Also Einzelzusammenstellung. :-(
>>
>> 22-34 ist noch einzelner. Sechs Ritzel zu je 6 FRZ plus die
>> Zwischenringe werden doch noch im Budget drinnen sein?
>
>Wie viel kostet sowas denn konkret.

Knapp 50 FRZ. Siehe http://anysystem.de
Abgesehen vom 18er Abschlussritzel lassen sich aber auch Sh*m*n*
HG-Ritzel verwenden (siehe oben).

>Nicht zur Selbstmontage im Bausatz, versteht sich.

? 6 Ritzel und 4 Zwischenringe müssen halt einzeln auf die Kassette
gefädelt werden. Falls du es nicht kannst, dann druck die
Montageanleitung aus und drücke sie dem Mechaniker in die Hand,
falls der noch nie Marchisios gesehen hat.


>> Oder einen anderen Rahmen. Schon einmal das Radnabel angesehen?
>
>Ja, gesehen schon. Nein, für meine Zwecke bei weitem weniger optimal als
>Adagio, C4, Viper, oder Rainbow.
>
>Das Adagio ist wg. Federungskomfort einfach unschlagbar bei den
>abgrundtief grottenschlechten Wegen hierzulande.

Da kennst du das Radnabel nicht. Weicher gefedert geht kaum noch
sinnvoll. Der Federweg der Parallelogrammgabel scheint mir größer zu
sein, als der der geschobenen Schwinge am Adagio.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 18, 2003, 5:04:24 PM8/18/03
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
> >Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Und schlimmstenfalls ein Marchisio Plural, wenn es kein UG mehr gibt.

Dumme Frage eines Unwissenden: Wer oder was ist Marchisio? Italienische
Rennkomponentenmanufaktur?

> >Ja, klar. Aber anders als mit 2x13-34 gehts bei der
> >Zwischengetriebe-Variante nunmal nicht, siehe oben.
>
> Genaugenommen brauchst Du 11-34 und 13-34 oder 2x 12-34, um auf Deine
> 800% zu kommen. Aber selbst da ist mehr Spielraum drin als Du wohl
> vermutest.

Ja, die 800% sind nur so eine ungefähre Vorstellung. Will heißen, die
500 und ein paar Zerquetschte % der Rohloff alleine sind mir zu wenig.
*duck*



> >Nochmal so viel wie für die Rohloff als Aufschlag ist aber nicht drin,
> >dann bleibt's eben beim Zwischengetriebe und basta.
>
> Sorry, wenn das schon diskutiert und verworfen wurde, aber was gibt's
> denn für Ausstattungsoptionen?

- Zwischengetriebe (6x9)
- Rohloff mit Dreifachblatt (3x14)
- Rohloff mit Zwischengetriebe (6x14)

> Wenn Rohloff + 3-fache Kurbelgarnitur möglich ist, wäre ja auch sowas wie
> 53-50-32 an der Kurbel denkbar. 53-50 teilt die 13%-Sprünge der Nabe, und
> das 32er ist für bergauf.

Genau das hatten wir schon. :-)

Eine Idee, die ich mir überlegen muß.



> >Aber die Shimanos gingen nicht mit Drehschaltern, oder?
>
> Doch.

Aha. Ein Problem weniger, danke.

> Es gab/gibt sogar mehrere Hersteller solcher Griffe, ich habe
> aber keinen Überblick mehr über die Qualität. Wichtig ist einfach nur,
> daß sie shimano-kompatibel sind, und bei Dir am Untenlenker vermutlich
> auch, daß die Züge 90° abgehen und nicht in der Richtung, in der am
> Normalrad die Lenkermitte liegt.

Klar, die Zugführung muß sich bei ergonomisch richtiger Montage
vernünftig lösen lassen.



> [Schaltschema eintätowieren]
> >Ich verabscheue Selbstverstümmelung zum Zweck der Modetrendkonformität.
> >Und mein Hirn ist gottseidank noch aufnahmefähig. :-) Wird halt ein
> >bischen dauern mit dem Lernen. Das Blöde ist nur, daß die Anzeige
> >natürlich am Hebel unter dem Sitz ist, sonst wär's schonmal wesentlich
> >leichter. :-(
>
> Man könnte Rennrad- bzw. XTR-Ganganzeigen in die Züge setzen. Aber die
> Züge laufen auch nicht durch's Gesichtsfeld, oder?

Neeeeeiiiiin. Der Lenker ist unter dem Hintern. Falsches Ende, da habe
ich keine Augen. :-)

> Lenkerendschalter sind in der Beziehung genial - Ablesen gratis beim
> Anfassen, und das auch noch ganz ohne Hingucken.

Ja, eben, die Wahl ist schwer. :-(

MfG,

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 18, 2003, 5:04:29 PM8/18/03
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
> >Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> >

> >> 13-14-15-17-20-23-26-30-34
> >> Nix 7,7 %, die Kassette ist mit dem Loch bei 17-20 unfahrbar.
> >
> >Wieso, schafft das das Schaltwerk nicht?
>
> Das nicht. Bei den üblichen Touren- und Rennradabstufungen liegt das
> aber im oft gefahrenen Bereich der Kassette, und da kann man besseres
> als einen so großen Sprung gebrauchen. Wenn Deine längste Entfaltung
> bei 8m liegt, wird das Loch bei Dir auch in diesem Bereich liegen.

Aber ich kann es durch das Zwischengetriebe auffüllen, bzw. den Sprung
zerschnipseln.



> Ich habe gerade mal versucht, für ein Rad mit Zwischengetriebe eine
> sinnvolle Kombination für 800% auszuknobeln, aber ich stolpere immer
> über ein Problem: Wohin mit den vielen Gängen? :-)

Jau, untenrum viel zu viele, obenrum zu wenige. Das klassische Problem
des Alltags- und Reiseradlers. :-(

> Eine stereotype Halfstep-Anordnung

Äh, was ist das denn?

> mit einfach zu merkendem Schema (Ritzelabstand vorn ist außer beim größten
> immer der 1,5-fache Abstand von hinten)

Zwecks Zerstückelung der Sprünge?

> wäre bei 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
> ZG-Kassette: 13-16-20-25-30-34
> HR-Kassette: 11-34 Standard

11er Ritzel - *graus*. Wie lange hält sowas, da muß ich doch auf einer
längeren Tour schon eine Ersatzkassette mitnehmen, oder?

> Der Sprung 17-20 ist an der üblichen Stelle mit drin, er ist nur wegen
> Halfstep durch einen Gang vo einem Nachbarblatt umgehbar. Oben "fehlt"
> ein Ritzel zwischen 32:13*26:11 und 32:13*26:13.

Das wäre sowieso nur der Bergab-Gang zum locker mitkurbeln, also nicht
sooo schlimm.

> Untenrum ist die
> Halfstepperei IMHO Quatsch, schon weil sie für bergauf gar nicht
> schnell genug schaltbar ist,

Ja, das Zwischengetriebe braucht man ja bloß zum Spreizen des gesamten
Übersetzungsbereichs und für die Feinabstufung obenrum.

> Eine Adaption meiner derzeitigen 3x8-Übersetzung auf 4x9 wäre auch
> noch denkbar, ebenfalls mit 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
> ZG-Kassette 12-17-24-34,

Solche Sprünge (24-34) schaltet ein übliches Schaltwerk spontan auf
"Fingerschnipsen"? Bergauf unter Last?
MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 18, 2003, 5:04:36 PM8/18/03
to
Andy Koppe <a n d y @ d c s . e d . a c . u k> wrote:

> Neugierig: Wie errechnet man die Leistungsabstufung? Haengt sie nicht von
> den jeweiligen Verhaeltnissen ab, also vor allem Wind und Steigung?

Vereinfacht in nullter Näherung (Ebene, kein Wind) habe ich für
Reisegeschwindigkeit einfach mit P~v^3 gerechnet, nur um das Prinzip zu
veranschaulichen, warum "konstant 14%" für den Überlandradler absolut
tödlich sind.

MfG,

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 18, 2003, 5:46:43 PM8/18/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Dumme Frage eines Unwissenden: Wer oder was ist Marchisio? Italienische
>Rennkomponentenmanufaktur?

Ich kenne von denen nur Ritzel.

n d y @dcs.ed.ac.uk Andy Koppe

unread,
Aug 19, 2003, 6:21:32 AM8/19/03
to
Wolfgang Keller wrote:

Aber wieso?

Natuerlich muss man bei 92 RPM weitaus mehr leisten als bei 80 RPM im selben
Gang, aber die Mehrleistung muss man aufbringen, egal in welchem Gang man
ist.

Das Ziel einer Schaltung ist doch, dass man bei jeder Geschwindigkeit im
besten Drehzahlbereich bleibt, damit man die noetige Leistung moeglichst
effizient erbringen kann.

Legt man die Gaenge im Bereich der normalen Reisegeschwindigkeit enger
zusammen, dann muessen sie woanders weiter auseinander liegen. Das heisst,
dass man am Berg dann ploetzlich mit Drehzahlen weit ausserhalb des
Gewohnten fahren muss.

Andy

Christoph Specht

unread,
Aug 20, 2003, 6:59:24 AM8/20/03
to
Wolfgang Keller wrote:

> Ich kenn die Brüder doch, wenn einer mit einem Rohloff/SON-Adagio
> ankommt und noch nichtmal eine Ritzelkassettte selbst wechseln kann,
> gilt er doch gleich als Geldsack und ist zum Ausnehmen freigegeben. :-(

DER ist gut! (& lustig & wahr & traurig)

Gruß, Christoph

Stefan Barnikow

unread,
Aug 19, 2003, 3:10:05 PM8/19/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Andy Koppe <a n d y @ d c s . e d . a c . u k> wrote:
>
>> Neugierig: Wie errechnet man die Leistungsabstufung? Haengt sie nicht von
>> den jeweiligen Verhaeltnissen ab, also vor allem Wind und Steigung?
>
>Vereinfacht in nullter Näherung (Ebene, kein Wind)

...ist eine Schaltung mit 800% "ein wenig" übertrieben. :->

Da wäre ein "straight block" 16-17-18-19-20-21-22-23-24 IMHO besser,
weil er eine viel feinere Anpassung an Nuancen in Wind oder Steigung
ermöglicht.

Mir scheint, daß es in weniger ebenem Terrain drei Bereiche gibt:

1) Bergauf. Hier mag ich "spürbare" Sprünge wie 24-28-32. Ein wenig
zu groß schadet nicht, wenn dadurch der kürzeste Gang noch kürzer
wird, denn bergauf bleibe ich lieber im kleineren Gang und nehme mir
mehr Zeit, statt an der Leistungsgrenze zu fahren. Auf Touren die
mit Gepäck >40kg Fahrzeug eine Steigung hochzuschieben, die ich
mit 1,5m oder noch weniger Entfaltung nicht fahren kann, finde
ich *noch viel weniger* angenehm.
2) Der Bereich, wo ich "rolle". Gangwechsel dürfen ruhig auch mal
länger dauern, denn das Rad steht nicht gleich, wenn ich Druck aus
den Pedalen nehme. Der Bereich sollte fein und nach oben hin enger
gestuft sein. Warum, weiß ich nicht genau, jedenfalls fällt mir
ein großer Sprung (>10%) bei 35km/h viel unangenehmer auf als
bei 20km/h. Möglicherweise, weil ich nicht so schnell über
ihn hinwegbeschleunigen kann.
3) "bergab mittreten". Wo ich durch das Mittreten wirklich noch was
erreichen kann, ohne gleich außer Atem zu kommen, können die Gänge
gern noch eng gestuft sein. Wo es eher darum geht, in Bewegung zu
bleiben, sind 1-2, bei 6x9 oder ähnlich großem Angebot gern auch
mehr, deutlich abgesetzte "Overdrives" dafür ausreichend.

Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Aug 19, 2003, 2:29:47 PM8/19/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:
>
>> begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>> >Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
[...]

>Aber ich kann es durch das Zwischengetriebe auffüllen, bzw. den Sprung
>zerschnipseln.

"Kann" ganz sicher. Die Frage ist, wie oft Du das nutzt im Vergleich
zu dem "ganzen" Sprung und wie wichtig für Dich die Nachteile sind,
v.a. die Schaltbarkeit unter Last.


>> Ich habe gerade mal versucht, für ein Rad mit Zwischengetriebe eine
>> sinnvolle Kombination für 800% auszuknobeln, aber ich stolpere immer
>> über ein Problem: Wohin mit den vielen Gängen? :-)
>
>Jau, untenrum viel zu viele, obenrum zu wenige. Das klassische Problem
>des Alltags- und Reiseradlers. :-(

Naja, wenn der Schaltvorgang nicht schnell gehen muß, kann man von zu
vielen Gängen immer ein paar überspringen. Aber gerade untenrum ist
das nicht das Gelbe vom Ei. V.a. deshalb habe ich die 4x9-Variante
auch mal gepostet.


>> Eine stereotype Halfstep-Anordnung
>
>Äh, was ist das denn?

Halfstep heißt, das die Zahnzahlverhältnisse der Blätter n + 1/2 mal so
groß sind wie die der Ritzel, was nur bei logarithmisch (geometrisch?)
gestuften Kassetten geht. Ursprünglich genau 0,5 mal, aber wenn man
nicht nur enger liegende Gänge will, sondern auch einen erweiterten
Übersetzungsbereich, kann man auch gut 1,5 nehmen. Bei 2,5 wird die
Schaltarbeit für "halbe Gänge" dann schon recht groß. Sinn ist Dein
"Zerstückeln der Sprünge".

Ich zieh mal den Vorschlag hierher:

>> ZG-Kassette: 13-16-20-25-30-34
>> HR-Kassette: 11-34 Standard

Die Kassette im Zwischengetriebe hat hier bis auf 30-34 einfach 1,5 mal
so große Ritzelsprünge wie die hintere Kassette. Ein "großer" Gang ist
1x vorn geschaltet, ein "normaler" 1x hinten und ein "halber" 1x vorn
und 1x oder 2x hinten. Und das ist immer so, wenn nicht gerade eins
der Schaltwerke am Anschlag ist, also recht einfach zu merken.


>11er Ritzel - *graus*. Wie lange hält sowas, da muß ich doch auf einer
>längeren Tour schon eine Ersatzkassette mitnehmen, oder?

In dem Schema bist Du nur bei dem obersten und drittobersten Gang
wirklich auf das 11er angewiesen, alle weiteren Gänge gibt's auch
in anderen Kombinationen nochmal.


>> noch denkbar, ebenfalls mit 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
>> ZG-Kassette 12-17-24-34,
>
>Solche Sprünge (24-34) schaltet ein übliches Schaltwerk spontan auf
>"Fingerschnipsen"? Bergauf unter Last?

Huch, hab ich gar nicht drauf geachtet. Man könnte mal gucken, wie die
7-fachen Megarange-Kassetten aussehen, da sind ja auch zum Teil recht
grausige Sprünge drin. 15-22 schaltet sich bei mir mit UG-Ritzeln
nicht schwerer als andere Sprünge.
Was Dich hier auf jeden Fall stören sollte, ist die Einbindung der
kleinen Ritzel (11-12-13) auch in mittlere, also häufig gefahrene
Gänge. Die Abstufung ist im Gegensatz zur obigen ziemlich frei
von alternativen Kombinationen...


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Aug 19, 2003, 2:40:49 PM8/19/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:
[...]

>> Man könnte Rennrad- bzw. XTR-Ganganzeigen in die Züge setzen. Aber die
>> Züge laufen auch nicht durch's Gesichtsfeld, oder?
>
>Neeeeeiiiiin. Der Lenker ist unter dem Hintern. Falsches Ende, da habe
>ich keine Augen. :-)

Ich weiß ungefähr, wo beim adagio der Lenker ist. :-)
Da die Züge nach vorn weglaufen müssen, könnte es sein, daß Du die
Anzeigen neben den Oberschenkeln siehst, wenn Du seitlich nach unten
guckst. Ist wahrscheinlich trotzdem nicht gut ablesbar - zu klein für
die Entfernung von den Augen.


>> Lenkerendschalter sind in der Beziehung genial - Ablesen gratis beim
>> Anfassen, und das auch noch ganz ohne Hingucken.
>
>Ja, eben, die Wahl ist schwer. :-(

Nanu? Gerade deshalb hätte ich sie für einfach gehalten. :-}

Und wenn doch Drehgriffe, dann für mich bitte die Powergrip Wavey
mit dem unregelmäßig gezackten Rand. Da kann man mit Daumen und/oder
Finger die Form der Hubbeln und ihre Stellung gegenüber den Kanten am
Bowdenzugausgang erfühlen. Nicht so gut wie bei Lenkerendschaltern,
aber auch brauchbar.


Ciao,
Stefan

Wolfgang Keller

unread,
Aug 20, 2003, 4:40:11 PM8/20/03
to
> >> >Bzw.
> >> >im Normalfall werde ich 20-17 nur beim Beschleunigen schalten (da machen
> >> >größere Sprünge weniger), bei Reisegeschwindigkeit wird dann
> >> >erfahrungsgemäß hinten nur noch zwischen 13-14-15
> >> ~~~~~~~~
> >> Ich dachte, du möchtest auf geringen Verschleiß optimieren?
> >
> >Ja, klar. Aber anders als mit 2x13-34 gehts bei der
> >Zwischengetriebe-Variante nunmal nicht, siehe oben.
>
> Geht, siehe unten.

Äh, mit der Zwischengetriebe-Variante war hier nicht
Rohloff+Zwischengetriebe gemeint, sondern 2 Kettenschaltungen.


> z.B. 12-22-24-26-30-34 (das 12er nur als Verschluss für die Kassette)

Auch eine Möglichkeit, wenn es keine größeren Abschlußritzel als 18
gibt... Noch eine Idee, auf die ich nicht gekommen bin. Kann man den
Anschlag des Schaltwerks so weit reindrehen, daß die Kette zuverlässig
nie auf dem 12er landet?

Allerdings wäre mir 22-24 zu weit. :-) Ich würde da 22-23-24-.. nehmen.

> Oder irgendwas mit 18-28 Z mit entsprechend kleinerem Kettenblatt
> (38 Z, wenn ich mich in der Schnelle nicht verrechnet habe).

Oder eine 7x 13-30er nehmen, 13-15-17 wegwerfen und durch 18-19
ersetzen. Macht 18-19-20-23-26-30. Dazu ein 50er Blatt (gibt es das?).

> Eventuell bessere Variante:
> 42/17 ohne Zwischengetriebe geht von 1,04 - 5,47 m.
> Mit einer Kassette 17-26 Z kommst du auf 8,26 m.
> 19-21-23-26 gibt es durch Zerlegen einer Sh*m*n* 13-26 8f HG-Kassette.
> Dazu noch ein einzelnes 18er (Sh*m*n* oder Marchisio) und ein 17er
> Abschlussritzel (Marchisio).

Je simpler ich die Ritzelkombination bekommen kann, desto besser. :-)



> >> Wenn Geld für eine Rohloff da ist, kommt es auf einen Marchisio-Kranz
> >> auch nicht mehr an.
> >
> >Nochmal so viel wie für die Rohloff als Aufschlag ist aber nicht drin,
> >dann bleibt's eben beim Zwischengetriebe und basta.
>
> Um eine Rohloff kriegst du ca. 20 Marchisiokränze oder 5 sehr gute
> 3-fach-Kurbeln mit Sonderabstufung. Keine Rede von einer zweiten
> Rohloff als Aufschlag.

Gut so. :-)



> >Daß es die Rohloff für so viel Geld nur mit einer derart unpassenden
> >Abstufung gibt, ist für mich schon erstaunlich.
>
> Wieso unpassend? Eine schöne geometrische Reihe.

Eben, satt exponentiell, schön steil obenrum, damit man nach dem
Hochschalten ja das Gefühl bekommt, auf einmal gegen eine Wand zu
treten. Und über Land garantiert nie den richtigen Gang hat. :-(



> >> Weil das Parallelogramm darauf optimiert ist, dass die Kassette mit
> >> kleinen Ritzeln beginnt. Am allerwenigsten gehen hier die SRAM, denen
> >> im oberen Gelenk die Feder fehlt.
> >
> >Aber die Shimanos gingen nicht mit Drehschaltern, oder? Langsam wird's
> >kompliziert vor lauter Zwangsbedingungen.
>
> Auch für Sh*m*n*s gibt es Drehschalter von SRAM.

SRAM Drehschalter mit Shimano Schaltwerk?

Was gibt es denn überhaupt an Drehschaltern mit schön handlichem
Polygonprofi wie die von Rohloff?

> >Warum muß Rohloff seinr Nabe auch so eine sch*** progressive Abstufung
> >verpassen, wer kann denn damit ernsthaft etwas anfangen?
>
> Die Abstufung der Rohloff ist alles andere als progressiv.

Man trage auf der X-Achse die Gänge von 1-14 auf, auf der Y-Achse die
jeweilige Entfaltung. Es ergibt sich eine progressiv (exponentiell)
ansteigende Kurve. Keine Gerade (das wäre linear) und auch keine sich
abflachende Kurve (das wäre degressiv). Was ist das denn dann für eine
Abstufung, wenn nicht eine progressive?

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 20, 2003, 4:40:18 PM8/20/03
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
> >Andy Koppe <a n d y @ d c s . e d . a c . u k> wrote:
> >
> >> Neugierig: Wie errechnet man die Leistungsabstufung? Haengt sie nicht von
> >> den jeweiligen Verhaeltnissen ab, also vor allem Wind und Steigung?
> >
> >Vereinfacht in nullter Näherung (Ebene, kein Wind)
>
> ...ist eine Schaltung mit 800% "ein wenig" übertrieben. :->

Die 800% (oder so in der Größenordnung) brauch ich für die Ebene ja auch
gar nicht. Sondern für die Hügelchen. :-) In der Ebene brauch ich
dagegen eine möglichst feine Abstufung.

Und die Kombination aus beiden gibt es nicht von der Stange, leider. :-(



> Mir scheint, daß es in weniger ebenem Terrain drei Bereiche gibt:
>
> 1) Bergauf. Hier mag ich "spürbare" Sprünge wie 24-28-32. Ein wenig
> zu groß schadet nicht, wenn dadurch der kürzeste Gang noch kürzer
> wird, denn bergauf bleibe ich lieber im kleineren Gang und nehme mir
> mehr Zeit, statt an der Leistungsgrenze zu fahren.

Eben. Erst recht beim Liegerad, wo man nicht mal so eben für ein paar
hundert Meter in den Wiegetritt gehen kann, wenn man sich verschätzt
hat.

> Auf Touren die
> mit Gepäck >40kg Fahrzeug eine Steigung hochzuschieben, die ich
> mit 1,5m oder noch weniger Entfaltung nicht fahren kann, finde
> ich *noch viel weniger* angenehm.

Vor allem sooo erniedrigend. :-)

> 2) Der Bereich, wo ich "rolle". Gangwechsel dürfen ruhig auch mal
> länger dauern, denn das Rad steht nicht gleich, wenn ich Druck aus
> den Pedalen nehme. Der Bereich sollte fein und nach oben hin enger
> gestuft sein.

Genau, degressiv halt.

> Warum, weiß ich nicht genau, jedenfalls fällt mir
> ein großer Sprung (>10%) bei 35km/h viel unangenehmer auf als
> bei 20km/h. Möglicherweise, weil ich nicht so schnell über
> ihn hinwegbeschleunigen kann.

Wegen P~v^3 eben. Wenn Du im 10% höheren Gang bis auf gleiche
Trittfrequenz beschleunigen möchtest, mußt Du bei v>20 km/h 33% mehr
Leistung aufbringen. D.h. auch 33% mehr Drehmoment an der Kurbel!

> 3) "bergab mittreten". Wo ich durch das Mittreten wirklich noch was
> erreichen kann, ohne gleich außer Atem zu kommen, können die Gänge
> gern noch eng gestuft sein. Wo es eher darum geht, in Bewegung zu
> bleiben,

...um die Milchsäure vom vorangegangen Anstieg umzurühren... :-)

> sind 1-2, bei 6x9 oder ähnlich großem Angebot gern auch
> mehr, deutlich abgesetzte "Overdrives" dafür ausreichend.

MfG

Wolfgang

n d y @dcs.ed.ac.uk Andy Koppe

unread,
Aug 21, 2003, 5:00:38 AM8/21/03
to
Wolfgang Keller wrote:

> Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

>> 2) Der Bereich, wo ich "rolle". Gangwechsel dürfen ruhig auch mal
>> länger dauern, denn das Rad steht nicht gleich, wenn ich Druck aus
>> den Pedalen nehme. Der Bereich sollte fein und nach oben hin enger
>> gestuft sein.
>
> Genau, degressiv halt.
>
>> Warum, weiß ich nicht genau, jedenfalls fällt mir
>> ein großer Sprung (>10%) bei 35km/h viel unangenehmer auf als
>> bei 20km/h. Möglicherweise, weil ich nicht so schnell über
>> ihn hinwegbeschleunigen kann.

Das Zweck einer Schaltung ist aber nicht, dass man in moeglichst
gleichmaessigen Abstaenden schaltet, sondern dass man jederzeit im
effizientesten Drehzahlbereich fahren kann.


> Wegen P~v^3 eben. Wenn Du im 10% höheren Gang bis auf gleiche
> Trittfrequenz beschleunigen möchtest, mußt Du bei v>20 km/h 33% mehr
> Leistung aufbringen. D.h. auch 33% mehr Drehmoment an der Kurbel!

Der linear eingehende Rollwiderstand verschwindet auch ueber 20 km/h nicht
ploetzlich, den 33%-Spruengen naehert man sich daher erst bei signifikant
hoeheren Geschwindigkeiten.

Aber davon ganz unabhaengig, was genau soll eine engere Gangabstufung hier
bringen, das es wert waere, am Berg ploetzlich mit stark variierenden
Drehzahlen fahren zu muessen?

Die hoehere Leistung muss man auch dann aufbringen, wenn man zwischendurch
in einen zusaetzlichen Gang hochschaltet. Das noetige Drehmoment erhoeht
sich sogar.

Engere Gaenge machen natuerlich generell Sinn. Aber die Berggaenge weiter
auseinander zu legen, um die Flachgaenge enger zu gestalten, ist meiner
Meinung nach nur dann sinnvoll, wenn man nur selten Berge faehrt und/oder
dort nicht Wert auf optimale Uebersetzungen und Geschwindigkeit legt.

Gruss, Andy


Gerald Eischer

unread,
Aug 21, 2003, 8:15:44 AM8/21/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>> z.B. 12-22-24-26-30-34 (das 12er nur als Verschluss für die Kassette)
>
>Auch eine Möglichkeit, wenn es keine größeren Abschlußritzel als 18
>gibt... Noch eine Idee, auf die ich nicht gekommen bin.

Ich auch nicht. Ich habe das einmal bei jugendlichen Rennfahrern
gesehen, die haben ein Übersetzungsbeschränkung.

>Kann man den
>Anschlag des Schaltwerks so weit reindrehen, daß die Kette zuverlässig
>nie auf dem 12er landet?

Ja.

>Oder eine 7x 13-30er nehmen, 13-15-17 wegwerfen und durch 18-19
>ersetzen. Macht 18-19-20-23-26-30. Dazu ein 50er Blatt (gibt es das?).

Kettenblätter gibt es in fast jeder Zähnezahl.


>> >Daß es die Rohloff für so viel Geld nur mit einer derart unpassenden
>> >Abstufung gibt, ist für mich schon erstaunlich.
>>
>> Wieso unpassend? Eine schöne geometrische Reihe.
>
>Eben, satt exponentiell, schön steil obenrum, damit man nach dem
>Hochschalten ja das Gefühl bekommt, auf einmal gegen eine Wand zu
>treten. Und über Land garantiert nie den richtigen Gang hat. :-(

Was willst du denn? Bei den hohen Entfaltungen eine geringere
Stufung? Das ist eben nicht möglich, wenn die Übersetzung mit
drei Planetengetrieben gebildet wird.

Sieh dir einmal eine 11-34 Kassette an. Die ist noch viel besch*ss*ner
gestuft.


>> Auch für Sh*m*n*s gibt es Drehschalter von SRAM.
>
>SRAM Drehschalter mit Shimano Schaltwerk?

Damit ist SRAM groß geworden. Die eigenen Schaltwerke kamen erst
viel später.

>Was gibt es denn überhaupt an Drehschaltern mit schön handlichem
>Polygonprofi wie die von Rohloff?

Kenne ich nicht, ist IMO aber nicht nötig, da Kettenschaltungen
leichtgängiger zu betätigen sind. Sollten nur kein Drehgriffe für
Rennzwecke sein, die rasten bewusst schwergängig.


>> >Warum muß Rohloff seinr Nabe auch so eine sch*** progressive Abstufung
>> >verpassen, wer kann denn damit ernsthaft etwas anfangen?
>>
>> Die Abstufung der Rohloff ist alles andere als progressiv.
>
>Man trage auf der X-Achse die Gänge von 1-14 auf, auf der Y-Achse die
>jeweilige Entfaltung. Es ergibt sich eine progressiv (exponentiell)
>ansteigende Kurve.

Die Y-Achse sollte auch logarithmisch skaliert sein, dann ergibt sich
eine Gerade.

Wolfgang Keller

unread,
Aug 21, 2003, 2:25:05 PM8/21/03
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> >> Lenkerendschalter sind in der Beziehung genial - Ablesen gratis beim
> >> Anfassen, und das auch noch ganz ohne Hingucken.
> >
> >Ja, eben, die Wahl ist schwer. :-(
>
> Nanu? Gerade deshalb hätte ich sie für einfach gehalten. :-}

Lenkerendschalter gehen nunmal nicht mit Rohloff. Also nicht im Stand
schalten können, also nicht superschnell schalten können in der Stadt,
also Ritzelverschleiß...

Das meinte ich mit "schwerer Wahl".

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 21, 2003, 2:25:07 PM8/21/03
to
> >Aber ich kann es durch das Zwischengetriebe auffüllen, bzw. den Sprung
> >zerschnipseln.
>
> "Kann" ganz sicher. Die Frage ist, wie oft Du das nutzt im Vergleich
> zu dem "ganzen" Sprung

Bei Überlandfahrten im eher flachen Gelände nahezu permanent. Da gehts
mal ein bischen (<<5%) aufwärts, mal ein bischen abwärts, mal gibt es
ein bischen Gegenwind, dann wieder ein bischen Rückenwind...

Und ich möchte auf solchen Strecken natürlich möglichst ständig sowohl
mit maximaler Leistung als auch mit maximalem Wirkungsgrad (d.h. in
einem sehr engen Trittfrequenzbereich) fahren können, um möglichst
schnell vorwärtszukommen.

> >> noch denkbar, ebenfalls mit 32er Blatt und 26er ZG-Abtrieb:
> >> ZG-Kassette 12-17-24-34,
> >
> >Solche Sprünge (24-34) schaltet ein übliches Schaltwerk spontan auf
> >"Fingerschnipsen"? Bergauf unter Last?
>
> Huch, hab ich gar nicht drauf geachtet. Man könnte mal gucken, wie die
> 7-fachen Megarange-Kassetten aussehen, da sind ja auch zum Teil recht
> grausige Sprünge drin.

Laut http://www.sheldonbrown.com/k7.html ist die 7x Megarange
11-13-15-18-22-26-34 gestuft. Mega-Brutal, fast 20% obenrum.

Wer tut sich sowas an?

Wer baut sowas ein?

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 21, 2003, 2:25:09 PM8/21/03
to
Andy Koppe <a n d y @ d c s . e d . a c . u k> wrote:

> Das Zweck einer Schaltung ist aber nicht, dass man in moeglichst
> gleichmaessigen Abstaenden schaltet, sondern dass man jederzeit im
> effizientesten Drehzahlbereich fahren kann.

Mit dem besten Wirkungsgrad und gleichzeitig maximaler Leistung fahren
können. Denn dann kommt man am schnellsten vorwärts.

Wenn ich nur die Wahl habe, mit maximal möglicher Trittfrequenz, aber
weniger als der maximalen Leistung in einem zu kurzen Gang oder mit
maximaler Leistung, aber zu niedriger Trittfrequenz im nächsthöheren
Gang zu fahren, weil die Gänge zu weit gestuft sind, ist das Mist.

> Aber davon ganz unabhaengig, was genau soll eine engere Gangabstufung hier
> bringen, das es wert waere, am Berg ploetzlich mit stark variierenden
> Drehzahlen fahren zu muessen?

Weil am Berg der Luftwiderstand (bei mir :-) keine Rolle spielt und die
notwendige Leistung (bei konstanter Steigung etc.) deshalb nur linear
mit der Geschwindigkeit steigt.

MfG,

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 21, 2003, 2:25:10 PM8/21/03
to
Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:

> >> Eine stereotype Halfstep-Anordnung
> >
> >Äh, was ist das denn?
>
> Halfstep heißt, das die Zahnzahlverhältnisse der Blätter n + 1/2 mal so
> groß sind wie die der Ritzel,

Wenn ich das Prinzip auf die Rohloff übertragen möchte, dann müßten die
Zwischengetrieberitzel also mit 13,6 % x 1,5 ~= 20% gestuft sein,
richtig?

Also, ausgehend von 34 ergibt das 34-28-24-20-16-14

Das würde aber den Übersetzungsbereich nun wirklich unnötig
aufspreizen... :-)

Wie müßte denn der Faktor sein, damit man auf eine Drittelung der
Sprünge käme? 1,33?

Das ergäbe dann

34-29-24-21-18-15 Auch noch ein bischen arg breit gespreizt.

Oder 0,67?

Das ergäbe dann

34-31-28-26-24-22. Geht nicht.

Probieren wir es ausgehend von 18

18-20-21-23-26-28

Oder ein bischen um Rundungsfehler bereinigt 18-20-22-24-26-28.

Letzeres würde zum beabsichtigten Gesamtübersetzungsverhältnis passen.
Und es scheint tatsächlich eine beinahe schon absurd feine Abstufung zu
ergeben. Und nebenbei ist das Schema zum Rauf- und Runterschalten
tatsächlich simpel. Und ganz nebenbei kann man alle sechs Ritzel
gleichmäßig benutzen.

Ich glaube ich weiß jetzt, wie der Antrieb aussieht. :-)

Nur muß ich die Kassette natürlich aus Einzelritzeln zusammenstellen
(lassen). Na gut, hat den Vorteil, daß ich in Zukunft den Verschleiß
geldbeutelschonend ausgleichen kann, indem ich beim lokalen ADFC o.dgl.
Ritzelwechseln lerne. :-)

Danke nochmal an alle für die Ritzelrechnerei und die Tips.

MfG,

Wolfgang

Gerald Eischer

unread,
Aug 21, 2003, 7:04:33 PM8/21/03
to
wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:

>Probieren wir es ausgehend von 18
>
>18-20-21-23-26-28
>
>Oder ein bischen um Rundungsfehler bereinigt 18-20-22-24-26-28.
>
>Letzeres würde zum beabsichtigten Gesamtübersetzungsverhältnis passen.

Ja. Aber ich dachte, du willst die Abstufung der Rohloff splitten.
Mit den 11 % von 18-20 geht das nicht gerade gut.

Deshalb: 18-19-21-23-25-28

19 bis 25 gäbe es in Form der 12-25 8f.
Für gewöhnlich wird mit 18-19 die Rohloff gesplittet, der Rest ist
für bergauf.

Die 5,6 % von 18-19 passen aber nicht ganz gut in die Mitte der
Rohloff Abstufungen, 15-16 mit 6,7 % wären optimal, allerdings
geringere Lebensdauer. 16-17 (6,25 %) als Kompromiss?

16-17-19-21-23-26 -> 13-26 8f Kassette + 16er mit 0,5 mm Scheibe
von Marchisio.

Kettenblatt 42 Z, Ritzel 17 Z.

n d y @dcs.ed.ac.uk Andy Koppe

unread,
Aug 22, 2003, 5:10:06 AM8/22/03
to
Wolfgang Keller wrote:

> Andy Koppe <a n d y @ d c s . e d . a c . u k> wrote:
>
>> Das Zweck einer Schaltung ist aber nicht, dass man in moeglichst
>> gleichmaessigen Abstaenden schaltet, sondern dass man jederzeit im
>> effizientesten Drehzahlbereich fahren kann.
>
> Mit dem besten Wirkungsgrad und gleichzeitig maximaler Leistung fahren
> können.

Genau. Und deswegen will man jederzeit so nah wie moeglich an der optimalen
Drehzahl bleiben.


> Denn dann kommt man am schnellsten vorwärts.
>
> Wenn ich nur die Wahl habe, mit maximal möglicher Trittfrequenz, aber
> weniger als der maximalen Leistung in einem zu kurzen Gang oder mit
> maximaler Leistung, aber zu niedriger Trittfrequenz im nächsthöheren
> Gang zu fahren, weil die Gänge zu weit gestuft sind, ist das Mist.

Ist klar, engere Gaenge sind besser. Die Frage ist, ob es wert ist, die
Berggaenge weiter auseinander zu legen, um die Flachgaenge enger zu machen.


>> Aber davon ganz unabhaengig, was genau soll eine engere Gangabstufung
>> hier bringen, das es wert waere, am Berg ploetzlich mit stark
>> variierenden Drehzahlen fahren zu muessen?
>
> Weil am Berg der Luftwiderstand (bei mir :-) keine Rolle spielt und die
> notwendige Leistung (bei konstanter Steigung etc.) deshalb nur linear
> mit der Geschwindigkeit steigt.

Ausgehend von diesem Argument ist es am Berg sogar noch wichtiger, dass die
Gaenge eng beieinander liegen. Verliert man am Berg 10% Leistung wegen
ineffizienter Drehzahl, dann verliert man auch gleich 10% Geschwindigkeit.
Verliert man hingegen im Flachen 10% Leistung, gehen nur ca. 3% an
Geschwindigkeit verloren.

Die Leistungssprungmethode ermoeglicht schoen komplizierte Kalkulationen mit
vielen Parametern, aber sie hat ein Problem: die Annahme, von der sie
ausgeht, ist irrelevant. Der Vorteil von konstanten Leistungsspruengen
zwischen den Gaengen ist nicht plausibel, der Vorteil eines moeglichst
engen Drehzahlbereichs bei jeder Geschwindigkeit hingegen schon.

Andy

Stefan Barnikow

unread,
Aug 21, 2003, 4:30:51 PM8/21/03
to
begin quoting Andy Koppe <an...@dcs.ed.ac.uk>:

>Wolfgang Keller wrote:
>
>> Stefan Barnikow <ci...@web.de> wrote:
>>> Warum, weiß ich nicht genau, jedenfalls fällt mir
>>> ein großer Sprung (>10%) bei 35km/h viel unangenehmer auf als
>>> bei 20km/h. Möglicherweise, weil ich nicht so schnell über
>>> ihn hinwegbeschleunigen kann.
>
>Das Zweck einer Schaltung ist aber nicht, dass man in moeglichst
>gleichmaessigen Abstaenden schaltet, sondern dass man jederzeit im
>effizientesten Drehzahlbereich fahren kann.

Der Zweck *meiner* Schaltung ist, daß ich nirgendwo Gänge vermisse. Ob
das mit gleichmäßigen Abständen oder mit Effizienz zu tun hat, weiß ich
nichtmal genau. Eigentlich meinte ich oben nur, daß es länger dauert,
bis ich im neuen Gang wieder meinen Lieblingstakt habe, mit dem
Schaltvorgang selbst oder mit dem Abstand zum nächsten hat
das nichts zu tun.


>> Wegen P~v^3 eben. Wenn Du im 10% höheren Gang bis auf gleiche
>> Trittfrequenz beschleunigen möchtest, mußt Du bei v>20 km/h 33% mehr
>> Leistung aufbringen. D.h. auch 33% mehr Drehmoment an der Kurbel!
>
>Der linear eingehende Rollwiderstand verschwindet auch ueber 20 km/h nicht
>ploetzlich, den 33%-Spruengen naehert man sich daher erst bei signifikant
>hoeheren Geschwindigkeiten.

Vielleicht ist das der Grund dafür, daß ich untenrum mit weiter
gestuften Gängen zufrieden bin.


>Aber davon ganz unabhaengig, was genau soll eine engere Gangabstufung hier
>bringen, das es wert waere, am Berg ploetzlich mit stark variierenden
>Drehzahlen fahren zu muessen?

Die variieren nicht so stark, daß ich das lästig finde. Ein Sprung
52:14 -> 52:12 ist für mich ein Loch, über das ich mich fast nicht
drübertreten kann. Der Sprung 24:32 -> 24:26 bergauf dagegen fällt
zwar auf, stört mich aber nicht. Nur wenn ich schon ziemlich müde
und empfindlich gegen Drehzahlschwankungen bin, wird er lästig.


>Engere Gaenge machen natuerlich generell Sinn. Aber die Berggaenge weiter
>auseinander zu legen, um die Flachgaenge enger zu gestalten, ist meiner
>Meinung nach nur dann sinnvoll, wenn man nur selten Berge faehrt und/oder
>dort nicht Wert auf optimale Uebersetzungen und Geschwindigkeit legt.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin mit einer Hornet in Stuttgart
unterwegs, und sicherlich 30% der Strecken spielen sich bei Steigungen
und Gefällen >5% ab (wenn ich fahre, dann hauptsächlich den Talkessel
rauf und runter).
Gekauft habe ich das Rad mit 52-42-32 und 11-30 8-fach. Das habe ich
recht schnell geändert auf 52-42-26 und 11-28, dann 52-42-24, um die
Steigungen überhaupt zu schaffen. Toll fand ich das nicht, und nach
einer Weile hat Florian hier 52-36-24 mit 11-12-13-14-15-24-28-34
vorgeschlagen. Ich habe das auf ...-22-26-32 verkürzt, und ich sehe
keinen Grund für weitere Änderungen. Falls ich mal auf 9-fach gehe,
würde ich eher ein 16er dazupacken und auf -24-28-34 gehen als unten
auf -22-26-30-34 zu verdichten.


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Aug 22, 2003, 5:03:45 PM8/22/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>> >Solche Sprünge (24-34) schaltet ein übliches Schaltwerk spontan auf
>> >"Fingerschnipsen"? Bergauf unter Last?
>>
>> Huch, hab ich gar nicht drauf geachtet. Man könnte mal gucken, wie die
>> 7-fachen Megarange-Kassetten aussehen, da sind ja auch zum Teil recht
>> grausige Sprünge drin.
>
>Laut http://www.sheldonbrown.com/k7.html ist die 7x Megarange
>11-13-15-18-22-26-34 gestuft. Mega-Brutal, fast 20% obenrum.

Obenrum meinte ich jetzt weniger. Meine Spekulation war die:

>Wer tut sich sowas an?

Darunter erwarte ich viele Leute, die wenig Ahnung vom Schalten haben.
Die würgen wahrscheinlich öfter mal unter Last am Berg den Rettungsring
rein und würden ihren Händler endlos nerven, wenn das "nicht richtig
geht". Also müßten zumindest die Ritzelpaare aus den Megaranges
das irgendwie schaffen...


Ciao,
Stefan

Stefan Barnikow

unread,
Aug 22, 2003, 5:29:22 PM8/22/03
to
begin quoting Andy Koppe <an...@dcs.ed.ac.uk>:
>Wolfgang Keller wrote:
>> Weil am Berg der Luftwiderstand (bei mir :-) keine Rolle spielt und die
>> notwendige Leistung (bei konstanter Steigung etc.) deshalb nur linear
>> mit der Geschwindigkeit steigt.
>
>Ausgehend von diesem Argument ist es am Berg sogar noch wichtiger, dass die
>Gaenge eng beieinander liegen. Verliert man am Berg 10% Leistung wegen
>ineffizienter Drehzahl, dann verliert man auch gleich 10% Geschwindigkeit.
>Verliert man hingegen im Flachen 10% Leistung, gehen nur ca. 3% an
>Geschwindigkeit verloren.

Im Prinzip richtig, aber IMHO mit der falschen Ausgangszahl. IMHO ist
Wolfgangs Sichtweise richtiger:
Die Schaltung ändert die Drehzahl, nicht die Leistung. Um 10% Leistung
zu schalten, ist am Berg ein 10% großer Sprung ausreichend, während
es bei höheren Geschwindigkeiten (überwiegend Luftwiderstand) ein
3% kleiner Sprung sein müßte.


>[...] Der Vorteil von konstanten Leistungsspruengen zwischen den


>Gaengen ist nicht plausibel, der Vorteil eines moeglichst engen
>Drehzahlbereichs bei jeder Geschwindigkeit hingegen schon.

Wie würdest Du das begründen?


Ciao,
Stefan

Wolfgang Keller

unread,
Aug 23, 2003, 2:53:59 PM8/23/03
to
> >> >Daß es die Rohloff für so viel Geld nur mit einer derart unpassenden
> >> >Abstufung gibt, ist für mich schon erstaunlich.
> >>
> >> Wieso unpassend? Eine schöne geometrische Reihe.
> >
> >Eben, satt exponentiell, schön steil obenrum, damit man nach dem
> >Hochschalten ja das Gefühl bekommt, auf einmal gegen eine Wand zu
> >treten. Und über Land garantiert nie den richtigen Gang hat. :-(
>
> Was willst du denn? Bei den hohen Entfaltungen eine geringere
> Stufung? Das ist eben nicht möglich, wenn die Übersetzung mit
> drei Planetengetrieben gebildet wird.

Schön, daß es tribilogisch mit drei Planetensätzen nicht anders machbar
ist, lasse ich als Erklärung durchgehen.

Aber Rohloff stellt es in seiner Reklame so dar, als ob sie es
ausschließlich deshalb so gemacht hätten, weil es eben absolut optimal
wäre. Was für Alltagsvielradler eben definitiv _nicht_ der Fall ist.

> >> >Warum muß Rohloff seinr Nabe auch so eine sch*** progressive Abstufung
> >> >verpassen, wer kann denn damit ernsthaft etwas anfangen?
> >>
> >> Die Abstufung der Rohloff ist alles andere als progressiv.
> >
> >Man trage auf der X-Achse die Gänge von 1-14 auf, auf der Y-Achse die
> >jeweilige Entfaltung. Es ergibt sich eine progressiv (exponentiell)
> >ansteigende Kurve.
>
> Die Y-Achse sollte auch logarithmisch skaliert sein, dann ergibt sich
> eine Gerade.

Man kann natürlich alles mögliche als Skalierung für die Y-Achse wählen,
um eine beliebige Kurve geradezubiegen... >:-> Für mich bleibt die
Rohloff progressiv gestuft.

MfG

Wolfgang

Wolfgang Keller

unread,
Aug 23, 2003, 2:54:00 PM8/23/03
to
Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>
> >Probieren wir es ausgehend von 18
> >
> >18-20-21-23-26-28
> >
> >Oder ein bischen um Rundungsfehler bereinigt 18-20-22-24-26-28.
> >
> >Letzeres würde zum beabsichtigten Gesamtübersetzungsverhältnis passen.
>
> Ja. Aber ich dachte, du willst die Abstufung der Rohloff splitten.
> Mit den 11 % von 18-20 geht das nicht gerade gut.

Das ist ja gerade der Trick beim 1/x-step Verfahren, soweit ich das
verstanden habe (nochmal danke an Stefan für den Hinweis). Um einen
kleinen Schritt zu erreichen, schaltet man vorne und hinten
gleichzeitig.

Beispiel: 46er Blatt vorne, 26er Abtriebsritzel.

Ich fahre im 10. Gang der Rohloff und auf dem 24er Ritzel, ergibt 3,9m.
Wenn ich jetzt um einen möglichst kleinen Sprung hochschalten will, kann
ich entweder auf den 9. Gang zurück und aufs 20er Ritzel hochschalten
(ergibt 4,1m), oder in den 11. Gang hoch und auf das 26er runterschalten
(ergibt 4,1m).

Macht eine Abstufung von 4,9%. In vielen anderen Fällen sind die Sprünge
sogar noch kleiner.

Und mit diesem "Thirdstep"-Schema nutze ich eben _alle_ Ritzel, nicht
nur die drei kleinsten. Und das Schema zum Hoch- oder Runterschalten ist
immer gleich, ich brauche mir nicht zu merken, auf welchem Ritzel/in
welchem Gang ich gerade bin. Und wenn ich im Zwischengetriebe an den
Anschlag komme, dann gibt es trotzdem immer eine Fortsetzung mit
gleicher Abstufung, denn es gibt es jeder Position in der "Schaltmatrix"
zwei Wege.

MfG,

Wolfgang

Stefan Barnikow

unread,
Aug 24, 2003, 6:16:30 AM8/24/03
to
begin quoting Wolfgang Keller <wolfgang.ke...@gmx.de>:
>Gerald Eischer <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> wolfgang.ke...@gmx.de (Wolfgang Keller) schrieb:
>>
>> >Probieren wir es ausgehend von 18
>> >
>> >18-20-21-23-26-28
>> >
>> >Oder ein bischen um Rundungsfehler bereinigt 18-20-22-24-26-28.
>> >
>> >Letzeres würde zum beabsichtigten Gesamtübersetzungsverhältnis passen.
>>
>> Ja. Aber ich dachte, du willst die Abstufung der Rohloff splitten.
>> Mit den 11 % von 18-20 geht das nicht gerade gut.
>
>Das ist ja gerade der Trick beim 1/x-step Verfahren, soweit ich das
>verstanden habe (nochmal danke an Stefan für den Hinweis). Um einen
>kleinen Schritt zu erreichen, schaltet man vorne und hinten
>gleichzeitig.

Im Prinzip stimmt das. Aber ich kann mir gut vorstellen, daß Du nach
einer längeren Tour im Sitz hängst und Dir sagst "Sch**ße, wegen so'n
bißchen 3x schalten? Nö.." *klick* "Mist, jetzt tret ich ja voll ins
Leere!" *klick*, *klack*, *klapper* "Mannnnnooo, ist das ÄÄÄÄTZEND!"
Und dann stellst Du fest, daß Du durch die Schalterei langsamer
geworden bist, und gehst doch den vollen Gang runter.

Auf einem "Alltagsvielfahrrad" wirst Du den Punkt aber kaum erreichen,
da die "Touren" kürzer bleiben. Da kannst Du Dich stattdessen freuen,
daß jeder Dreh an der Rohloff einen spürbaren Sprung bringt. Ich wage
zwar zu bedreifeln, daß Du an so einem Fahrrad 5%-Sprünge nutzen wirst,
aber wenn Du nicht weißt, wohin mit den Gängen, dann sind solche
Experimente auf jeden Fall besser, als wenn Du sie ungenutzt
spazieren fährst.


Ciao,
Stefan

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