Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Fahrrad mit Rechtsdrall

170 views
Skip to first unread message

Axel C. Frinke

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

Hallo,

ich moechte ein altes Fahrrad wieder in Ordnung bringen.
Im Grossen und Ganzen komme ich klar, bis auf den Lenker:
Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach
rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.
Aber auch bei 'normaler' Benutzung ist es laestig, weil man immer mit
dem rechten Arm den Druck ausgleichen muss.
Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in welche
Richtung ich ausgleichen muss.
Hat vieleicht jemand Erfahrung damit?
Danke im voraus.

Bis dann,
Axel.

--- crude WWW homepage at http://www.rhrz.uni-bonn.de/~uzs180 ---

Monika Kreuz

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

In article <4m2ed9$d...@apoll.informatik.uni-bonn.de> fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) writes:

>Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach
>rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.

Hast Du vielleicht einen mechanischen Tacho dran?
So war es damals bei mir. Freihaendigfahren - ade.

Monika

--
http://www.hal.com/services/juggle/home/Monika...@mch.sni.de/

Jobst Brandt

unread,
Apr 29, 1996, 3:00:00 AM4/29/96
to

Axel Frinke schreibt:

> Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer
> nach rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.

> Aber auch bei 'normaler' Benutzung ist es laestig, weil man immer
> mit dem rechten Arm den Druck ausgleichen muss. Ich vermute die
> Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in welche
> Richtung ich ausgleichen muss.

Wenns 'ne kleine Gabelverschiebung ist, dann muessen die Gabelblaetter
einzeln zur gleichen seite gebogen werden nach der man den Koerper
lehnen muss um geradeaus zu fahren. Das macht man am besten, indem
das Rad auf die Seite gelegt wird, mit dem Fuss gegen das untere
Gabelblatt am Gabelkopf abstuetzend, das obere Blatt um etwa 10mm
aufwaerts biegt. Danach den Fuss, aussen am Gabelkopf, abstuetzen und
das ander Blatt biegen bis der Abstand der Ausfallenden wieder Stimmt.
Fahrtest durchfuehren und weiter justieren wenn noetig.

Jobst Brandt <jbr...@hpl.hp.com>

Heiko Jacobs

unread,
Apr 30, 1996, 3:00:00 AM4/30/96
to

mkr...@horus.mch.sni.de (Monika Kreuz) writes:
fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) writes:
>>Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach
>>rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.

Als meine Gabel vom alten Rad nach einem unngenehmen Kontakt mit einem
Falschparker verzogen war, gab's auch den Effekt. Mit dem neuen Rad
nach einiger Zeit musste ich mich erst wieder an normales Fahren
gewoehnen...:-)

>Hast Du vielleicht einen mechanischen Tacho dran?
>So war es damals bei mir. Freihaendigfahren - ade.

In solch einem Falle wirken Unterlegscheiben auf der Gegenseite ware
Wunder... Dann sitzt das Rad wieder mittig und man kann wieder
beidhaendig Zeitung lesen beim Radeln... :-)

--
+- MfG: --- Heiko Jacobs --- Z! ----------------+ 'b ___ %%%%%%
Inst. f. Photogrammetrie u. Fernerkundung, Uni |\ (___L______--/|/ %%%%
Karlsruhe, D-76128, Tel:0721/608-3676 Fax:694568| \ __/ +--+| |-\|(> @)%%
EMAIL: jac...@ipf.bau-verm.uni-karlsruhe.de | |_|ooo+--+|_| /_ %%
WWW: http://www-ipf.bau-verm.uni-karlsruhe.de/ | / `-------' L_; %%
http://cousin.stud.uni-karlsruhe.de/cousin/ (couleurstudent. infos) L___/
+ThisEmailDoesNotReflectTheViewOfTheKarlsruheUniv.--- L! Rhenania im CC ---

Guido Gabriel

unread,
Apr 30, 1996, 3:00:00 AM4/30/96
to

fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) wrote:

>ich moechte ein altes Fahrrad wieder in Ordnung bringen.
>Im Grossen und Ganzen komme ich klar, bis auf den Lenker:

>Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach
>rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.

>Aber auch bei 'normaler' Benutzung ist es laestig, weil man immer mit
>dem rechten Arm den Druck ausgleichen muss.
>Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in welche
>Richtung ich ausgleichen muss.

Die Vermutung ist richtig, ich weiß aber nicht, ob man das ausgleichen sollte
oder lieber die Gabel ersetzen sollte.

Guido


OLuening

unread,
Apr 30, 1996, 3:00:00 AM4/30/96
to

Im Artikel <4m2ed9$d...@apoll.informatik.uni-bonn.de>,
fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) schreibt:

>Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach
>rechts ausscheren.

Kann es sein, dass die Laufraeder neu zentriert werden muessen (so war es
bei mir)?

>Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in
welche
>>Richtung ich ausgleichen muss.

Du willst doch wohl nicht eigenhaendig an Deiner Gabel rumbiegen!!!!


Gruss Olli


bi...@distel.robin.de

unread,
Apr 30, 1996, 3:00:00 AM4/30/96
to

Hallo frinke, hallo LeserInnen!

In Bezug auf die Nachricht von fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de
vom 29.04.96
mit dem Betreff: Fahrrad mit Rechtsdrall
moechte ich folgendes los werden:


ACF> Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in
ACF> welche Richtung ich ausgleichen muss.

An verogenen Gabeln oder Lenkern *darm man nicht herumbiegen* Sie muessen
ersetztwerden!

Begruendung: Durch das hin-und herbiegen bekommt das Matreial feine Risse,
welch bei Schlagloechern, Bordsteinkanten o.ae. leicht zu Bruechen fuehren
koennen. Dabei kann man sich erhebliche Verletzungen zuziehen.

...und tschuess, Biker

e-mail: bi...@distel.robin.de

Markus Schreier

unread,
May 2, 1996, 3:00:00 AM5/2/96
to

fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) wrote:
>Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in welche
>Richtung ich ausgleichen muss.

Ich hatte das Problem auch nach einem kleinen Unfall. Ich glaube du musst
das linke Gabelrohr (in Fahrtrichtung) nach hinten und das rechte nach
vorn biegen (keine Garantie fuer den Tip, ist schon lange her, dass ich
das gemacht habe). Wenn Du aber kein Billigrad hast, wuerde ich Dir auch
eine neue Gabel empfehlen. (obwohl es bei mir ganz gut funktionierte)

Markus
--

Markus Schreier | schr...@physik.uni-augsburg.de


Andreas Burmester

unread,
May 3, 1996, 3:00:00 AM5/3/96
to

fri...@zeus.informatik.uni-bonn.de (Axel C. Frinke) writes:

>ich moechte ein altes Fahrrad wieder in Ordnung bringen.
>Im Grossen und Ganzen komme ich klar, bis auf den Lenker:

>Wenn man mit dem Rad freihaendig faehrt, will das Vorderrad immer nach

>rechts ausscheren. Nicht ich unbedingt freihaendig fahren will.
>Aber auch bei 'normaler' Benutzung ist es laestig, weil man immer mit
>dem rechten Arm den Druck ausgleichen muss.

>Ich vermute die Gabel ist verbogen, aber ich blicke noch nicht ganz in welche
>Richtung ich ausgleichen muss.

>Hat vieleicht jemand Erfahrung damit?

Ja. Vor Jahren demonstrierte ein fähiger Mechaniker dem beeindruckten
Publikum (mir) dies:

Laß' das Rad von jemand anderem halten und setze Dich davor. Schlag'
den Lenker (in Fahrtrichtung) nach links und fasse die rechte
Gabelscheide möglichst tief mit beiden Händen. (Das Vorderrad muß bei
dieser Aktion montiert bleiben.) Stütze Dich mit den Füssen links und
rechts vom Tretlagergehäuse auf den Kurbeln ab und ziehe dann die
Gabelscheide, erstmal vorsichtig und mit nicht zu viel Kraft, zu Dir
hin. Überprüfe, ob und wie sehr sich das Ziehen nach rechts geändert
hat und wiederhole die Prozedur mit größerer Kraft bis sich der
gewünschte Geradeauslauf eingestellt hat.

Und: Laß' Dir nicht erzählen, daß durch solch' minimales Verbiegen der
Gabelstahl ermüden oder gar Risse bekommen könnte und Du "unbedingt"
eine neue Gabel brauchst. So etwas erzählen Leute mit zuviel a)
Phantasie oder b) Umsatzinteresse.

cu
b.
--
* Andreas Burmester * bus...@isys.net * Phn & FAX: +49 40 6900337 *

Wolfgang Paul

unread,
May 5, 1996, 3:00:00 AM5/5/96
to

Andreas Burmester schrieb am 03.05.96 zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":

[... Gabel mit Gewalt wieder geradebiegen ...]

> Und: Laß' Dir nicht erzählen, daß durch solch' minimales Verbiegen der
> Gabelstahl ermüden oder gar Risse bekommen könnte und Du "unbedingt"
> eine neue Gabel brauchst. So etwas erzählen Leute mit zuviel a)
> Phantasie oder b) Umsatzinteresse.


Privat und für _Dich_ kannst Du das gern machen...


Jeder, der später nicht in einen Prozeß auf Schadensersatz und
Schmerzensgeld - schlimmstenfalls mit dem "Anwalt der Hinterbliebenen" o.ä.
verwickelt werden möchte, läßt die Finger davon, eine (gewaltsam) verbogene
Gabel für einen anderen zurückzubiegen.


-- _
MfG_ // Wolfgang "Wolfbert" Paul (Only My Personal Opinions)
\X/

Hans Fischer

unread,
May 5, 1996, 3:00:00 AM5/5/96
to

## Andreas Burmester (bus...@isys.net) in <Dquvt...@isys.net>

>Und: Laß Dir nicht erzählen, daß durch solch minimales Verbiegen der

>Gabelstahl ermüden würde oder gar Risse bekommen könnte und Du "unbedingt"
>eine neue Gabel brauchst.

Das glaube ich auch nicht. Es sollte aber gründlich geprüft werden, ob
ein Bruch nicht längst vorhanden und die Ursache für das seitliche Zie-
hen ist. Bei mir hat sich ein Bruch am Gabelkopf auf diese Weise sehr
langsam und heimlich eingeschlichen. Gut wäre es in diesem Fall natür-
lich, wenn die Gabel beim Biegen endgültig bricht.

Hans Fischer, Berlin

--
## We reply. Please send unanswered mail again.

Wolfgang Arnetzl

unread,
May 6, 1996, 3:00:00 AM5/6/96
to

bi...@distel.robin.de meinte am 30.04.96

zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":


b> An verogenen Gabeln oder Lenkern *darm man nicht herumbiegen* Sie muessen
b> ersetztwerden!
b>
b> Begruendung: Durch das hin-und herbiegen bekommt das Matreial feine Risse,
b> welch bei Schlagloechern, Bordsteinkanten o.ae. leicht zu Bruechen fuehren
b> koennen. Dabei kann man sich erhebliche Verletzungen zuziehen.

Wenn mich nicht alles taeuscht, dann werden die Rohre fuer die Rahmen und
Gabeln der Fahrraeder, egal ob Stahl oder Alu, bei der Herstellung kalt
gezogen. Auch der Bogen zum Ausfallenden der Gabel wird kalt angeformt.
Warum soll man dann seine Gabel nicht von Hand richten koennen? Risse
treten erst auf, wenn die Streckgrenze des Materials ueberschritten wird
oder halt bei Dauerschwingungen.

ciao, Wolfgang

OLuening

unread,
May 7, 1996, 3:00:00 AM5/7/96
to

Im Artikel <68LSJ...@ldb-wa.ldb.han.de>, W.AR...@LDB.han.de (Wolfgang
Arnetzl) schreibt:

>Wenn mich nicht alles taeuscht, dann werden die Rohre fuer die Rahmen und

>Gabeln der Fahrraeder, egal ob Stahl oder Alu, bei der Herstellung kalt
>gezogen.

Stimmt, aber eben in gerader Form.


>Auch der Bogen zum Ausfallenden der Gabel wird kalt angeformt.

Stimmt nicht immer, da es auch Hersteller gibt, die das ganze heiss machen
und hinterher haerten (Abkuehlen in mehreren Stufen).

>Warum soll man dann seine Gabel nicht von Hand richten koennen?

Weil durch das Hin- und Herbiegen das Material die schon oft erwaehnten
Risse bekommen kann oder zumindest weich wird.

Ciao Olli

Andreas Burmester

unread,
May 8, 1996, 3:00:00 AM5/8/96
to

W.P...@AUC.BerliNet.de ("Wolfgang Paul") writes:

>Andreas Burmester schrieb am 03.05.96 zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":

>[... Gabel mit Gewalt wieder geradebiegen ...]

>> Und: Laß' Dir nicht erzählen, daß durch solch' minimales Verbiegen der


>> Gabelstahl ermüden oder gar Risse bekommen könnte und Du "unbedingt"
>> eine neue Gabel brauchst. So etwas erzählen Leute mit zuviel a)
>> Phantasie oder b) Umsatzinteresse.

>Privat und für _Dich_ kannst Du das gern machen...
>Jeder, der später nicht in einen Prozeß auf Schadensersatz und
>Schmerzensgeld - schlimmstenfalls mit dem "Anwalt der Hinterbliebenen" o.ä.
>verwickelt werden möchte, läßt die Finger davon, eine (gewaltsam) verbogene
>Gabel für einen anderen zurückzubiegen.

Eben, das meinte ich mit "zuviel Phantasie". Erklär' mal, welche Gefahr
von einer so leicht lädierten Gabel ausgeht, daß sie lediglich zur
Seite zog und wieder geradegebogen werden konnte.

Wolfgang Arnetzl

unread,
May 9, 1996, 3:00:00 AM5/9/96
to

olue...@aol.com meinte am 07.05.96

zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":


o> >Auch der Bogen zum Ausfallenden der Gabel wird kalt angeformt.
o> Stimmt nicht immer, da es auch Hersteller gibt, die das ganze heiss machen
o> und hinterher haerten (Abkuehlen in mehreren Stufen).

Ich glaube nicht, dass es Hersteller gibt die Fahrradgabeln haerten, lasse
mich aber gerne eines Besseren belehren. Beim haerten verliert Stahl einen
Teil seiner Zaehigkeit zu gunsten der Haerte. Ich kann mir aber
vorstellen, dass die Rohre der Gabeln bei einigen Herstellern warm
verformt werden. Wenn anschliessend eine Waermebehandlung zur
Normalisierung des Gefueges folgt, dann ist das richtig. Mit Haerten der
Vergueten hat das aber nichts zu tun.

o> >Warum soll man dann seine Gabel nicht von Hand richten koennen?
o> Weil durch das Hin- und Herbiegen das Material die schon oft erwaehnten
o> Risse bekommen kann oder zumindest weich wird.

Es kommt natuerlich darauf an, wie stark die Gabel verzogen ist. Hier ging
es um eine Beeinflussung der Fahrstabilitaet, da kann die Gabel nicht
stark verbogen sein. Wenn eine Seite um 2 cm und staerker verzogen ist,
wuerde ich auch nichts mehr richten.

ciao, Wolfgang

Hans-Joachim Zierke

unread,
May 9, 1996, 3:00:00 AM5/9/96
to

OLuening schrieb am 07.05.96:


> Weil durch das Hin- und Herbiegen das Material die schon oft erwaehnten

> Risse bekommen kann oder zumindest weich wird.


Das Material wird _weich_ durch Hin- und Herbiegen? Da bekomme ich schnell
Lust, um ein bißchen Champagner zu wetten, daß Du dies nicht vormachen
kannst.


hajo


--
romantik. die zärtlichkeit und der mord. der wannsee hatte so was.
die raphaelitischen hände, zum hinhaltenden würgen wie geschaffen.

Florian Faber

unread,
May 9, 1996, 3:00:00 AM5/9/96
to

HZ> Das Material wird _weich_ durch Hin- und Herbiegen? Da bekomme ich
HZ> schnell Lust, um ein bißchen Champagner zu wetten, daß Du dies nicht
HZ> vormachen kannst.

Wenn es sich dabei entsprechend _erwärmt_, wird es doch weich.

Oder gilt das nicht? :)


Flo
--
NP: Bad Religion - 21st century boy


Hans-Joachim Zierke

unread,
May 10, 1996, 3:00:00 AM5/10/96
to

Florian Faber schrieb am 09.05.96:


> Wenn es sich dabei entsprechend _erwärmt_, wird es doch weich.
>
> Oder gilt das nicht? :)


Erst will ich sehen, wie Du mit Biegen mehrere hundert Grad erzielst...

Aber Hitze gilt natürlich nicht.

hajo

--
QUERDENKER. Ein MB-Brettspiel für Kinder ab 12 Jahren.

Wolfgang Paul

unread,
May 12, 1996, 3:00:00 AM5/12/96
to

Andreas Burmester schrieb am 08.05.96 zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":

> W.P...@AUC.BerliNet.de ("Wolfgang Paul") writes:

> >Andreas Burmester schrieb am 03.05.96 zum Thema "Re: Fahrrad mit Rechtsdrall":

> >[... Gabel mit Gewalt wieder geradebiegen ...]

> >> Und: Laß' Dir nicht erzählen, daß durch solch' minimales Verbiegen der
> >> Gabelstahl ermüden oder gar Risse bekommen könnte und Du "unbedingt"
> >> eine neue Gabel brauchst. So etwas erzählen Leute mit zuviel a)
> >> Phantasie oder b) Umsatzinteresse.

> >Privat und für _Dich_ kannst Du das gern machen...
> >Jeder, der später nicht in einen Prozeß auf Schadensersatz und
> >Schmerzensgeld - schlimmstenfalls mit dem "Anwalt der Hinterbliebenen" o.ä.
> >verwickelt werden möchte, läßt die Finger davon, eine (gewaltsam) verbogene
> >Gabel für einen anderen zurückzubiegen.

> Eben, das meinte ich mit "zuviel Phantasie".


Nee, nee, DU hast _zuwenig_ Phantasie oder auch praktische Erfahrung:

Ich bin seit 12 Jahren in einen Wirtschaftsbetrieb tätig, gegen dem schon
mit wesentlich weniger Grund Schadensersatzklagen angestrengt wurden
(anwaltliche Klagedrohung für beim Kunden naßgewordene Ledersättel z.B.).
Mit steigender Tendenz in den letzten Jahren...

> ...Erklär' mal, welche Gefahr


> von einer so leicht lädierten Gabel ausgeht, daß sie lediglich zur
> Seite zog und wieder geradegebogen werden konnte.

Eben die Gefahr, bei späterem Gabelbruch wegen eben dieser "Reparatur"
verklagt zu werden! Verstanden ?

Im übrigen machst Du mit den Begriffen "leicht lädierten" und "lediglich"
nachträglich deutliche Einschränkungen. Das ändert aber nichts an meiner
Aussage, zwischem "privatem Gefallen" und "gewerblicher Reparatur" zu
unterscheiden!

PR...@ROMEO.BERLINET.DE (Hans Fischer) schrieb dazu in <68IC7lacUGB@p009>:

> Es sollte aber gründlich geprüft werden, ob

^^^^^^^^^^^^^^^^^


> ein Bruch nicht längst vorhanden und die Ursache für das seitliche Zie-
> hen ist. Bei mir hat sich ein Bruch am Gabelkopf auf diese Weise sehr
> langsam und heimlich eingeschlichen.

"Erklär' mal,"... zu welchen Kosten Du Dir eine solche gründliche
Prüfung vorstellst, die einer späteren (gerichtlichen/gutachterlichen)
Prüfung auch noch nachweisbar standhalten können soll...

Hans Fischer

unread,
May 13, 1996, 3:00:00 AM5/13/96
to

## "Wolfgang Paul" (W.P...@AUC.BerliNet.de) in <zp6311aDnrlNZ1a5@w_paul.auc.berlinet.de>

>> Es sollte aber gründlich geprüft werden, ob

>>ein Bruch nicht längst vorhanden und die Ursache für das seitliche Zie-
>>hen ist. Bei mir hat sich ein Bruch am Gabelkopf auf diese Weise sehr
>>langsam und heimlich eingeschlichen.

>Erklär mal, zu welchen Kosten Du Dir eine solche gründliche
>Prüfung vorstellst,

Null (keine Kosten). Ich meinte kein Gutachten und auch nicht Reparatur
durch andere, sondern eigenes, kräftiges Handanlegen, Prüfung durch Be-
lastung und durch Augenschein, wie ich es auch anzudeuten versucht habe:

>> Gut wäre es in diesem Fall natür-
>>lich, wenn die Gabel beim Biegen endgültig bricht.

Diesen Satz hast Du ja leider nicht mitzitiert.

> die einer späteren (gerichtlichen/gutachterlichen)
>Prüfung auch noch nachweisbar standhalten können soll ...

Im allgemeinen halte ich Auseinandersetzungen vor dem Kadi für das letz-
te Mittel; an so etwas hatte ich nicht gedacht. Stattdessen mehr an
Selbstverantwortung.

Hans Fischer, Berlin

--
## We reply. Please send unconfirmed mail again.

0 new messages