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Bonn: Fußgängerin tot nach Fahrradunfall

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Kai Borgolte

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Oct 7, 2016, 9:01:13 AM10/7/16
to
Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.

Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
-fußweg. Die Frau wurde von hinten umgefahren, nachdem sie einem
entgegenkommenden Fahrrad ausgewichen ist.

<http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/73-J%C3%A4hrige-von-Radfahrer-erfasst-und-schwer-verletzt-article3360456.html>
<http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/3449210>

Ich kenne solche Situationen vor allem von der Aennchenstraße ganz in
der Nähe. Du kannst anhalten und zugucken, wie der dir ausweichende
Fußgänger dem dir begegnenden Radfahrer in die Spur läuft. Verhindern
kann man das in dieser Perspektive kaum.
--
Kai Borgolte, Bonn

Bodo G. Meier

unread,
Oct 7, 2016, 9:39:38 AM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 15:02 schrieb Kai Borgolte:
> Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
> Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.

Scheisse! :-< Mein Beileid den Angehörigen.

> Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
> -fußweg.

Google hat da Street View. Dieser Weg ist die übliche Unverschämtheit.
Der Behörde, die die Benutzungspflicht angeordnet hat, kann man
vorsätzlichen Totschlag (gibt's diesen Tatbestand?) vorwerfen.
So ein Mist! :-<<<

Gruss,
Bodo

Joerg

unread,
Oct 7, 2016, 10:14:13 AM10/7/16
to
Kann man als Radfahrer schon: Langsamer fahren, wenn Fussgaenger
auftauchen. Notfalls auch mal anhalten.

Dieser Weg ist allerdings weit zu schmal als Kombination Rad/Fussweg
fuer beide Richtungen, wenn dort viele Fussgaenger unterwegs sind. Uebel
duerften auch aus Einfahrten kommende Autos sein. Viele Fahrer sehen
beim Rechtseinbiegen in die Strasse vermutlich instinktiv nur nach links.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Bernhard Kraft

unread,
Oct 7, 2016, 10:39:05 AM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 15:02 schrieb Kai Borgolte:
> Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
> Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.
>
> Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
> -fußweg. Die Frau wurde von hinten umgefahren, nachdem sie einem
> entgegenkommenden Fahrrad ausgewichen ist.
>

Ich benutze diesen Radweg grundsätzlich nur bergauf. Jetzt weiß ich
warum. Die Steigung schätze ich auf 3-4%. Da es sehr lange bergab geht,
kriegt man relativ leicht 50 km/h drauf. Grausig ...

Chr. Maercker

unread,
Oct 7, 2016, 10:50:59 AM10/7/16
to
Joerg wrote:
> Kann man als Radfahrer schon: Langsamer fahren, wenn Fussgaenger
> auftauchen. Notfalls auch mal anhalten.

Die allermeisten Radfahrer tun das offenbar. Anderfalls gäbe es ähnliche
Meldungen alle paar Wochen.

> Dieser Weg ist allerdings weit zu schmal als Kombination Rad/Fussweg
> fuer beide Richtungen, wenn dort viele Fussgaenger unterwegs sind. Uebel
> duerften auch aus Einfahrten kommende Autos sein. Viele Fahrer sehen
> beim Rechtseinbiegen in die Strasse vermutlich instinktiv nur nach links.

Eben, wenn weitere ungünstige Umstände hizukommen, passiert's dann halt.
--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Robert Bar

unread,
Oct 7, 2016, 11:07:57 AM10/7/16
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> On 2016-10-07 06:02, Kai Borgolte wrote:
> > Nach einem Unfall ...
> > Ich kenne solche Situationen vor allem von der Aennchenstraße ganz in
> > der Nähe. Du kannst anhalten und zugucken, wie der dir ausweichende
> > Fußgänger dem dir begegnenden Radfahrer in die Spur läuft. Verhindern
> > kann man das in dieser Perspektive kaum.
>
> Kann man als Radfahrer schon: Langsamer fahren, wenn Fussgaenger
> auftauchen. Notfalls auch mal anhalten.

Da fe lt noch 'was: den Fußgänger informieren, was da von hinten auf ihn
zukommt, am besten so laut, daß das der Radfahrer dahinter mitkriegt und
beide aus ihrem 'Tran' aka "ich bin ja hier alleine unterwegs ..."
aufwachen.

> Notfalls auch mal anhalten.

Not-falls: sowieso.

Bernhard Kraft

unread,
Oct 7, 2016, 11:43:00 AM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 16:14 schrieb Joerg:
>
> Dieser Weg ist allerdings weit zu schmal als Kombination Rad/Fussweg
> fuer beide Richtungen, wenn dort viele Fussgaenger unterwegs sind. Uebel
> duerften auch aus Einfahrten kommende Autos sein.

Was schlimmer ist, dass es für die Fußgängerin als Platz zum Ausweichen
sonst nur noch die Fahrbahn blieb. Auf der anderen Seite sind teilweise
Mauern.



HC Ahlmann

unread,
Oct 7, 2016, 11:48:54 AM10/7/16
to
Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:

> Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
> Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.
>
> Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
> -fußweg. Die Frau wurde von hinten umgefahren, nachdem sie einem
> entgegenkommenden Fahrrad ausgewichen ist.
>
>
<http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/73-J%C3%A4hrige-
von-Radfahrer-erfasst-und-schwer-verletzt-article3360456.html>
> <http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/3449210>

Kurzfassung: Sie wich talwärts gehend einem bergfahrenden Radfahrer aus
und lief dabei einem talfahrenden Radfahrer in die Spur.

> Ich kenne solche Situationen vor allem von der Aennchenstraße ganz in
> der Nähe. Du kannst anhalten und zugucken, wie der dir ausweichende
> Fußgänger dem dir begegnenden Radfahrer in die Spur läuft. Verhindern
> kann man das in dieser Perspektive kaum.

In beiden Artikeln ist von Gefälle die Rede. Wie groß ist es? Vielleicht
kann man die benutzungspflicht wenigstens für Talfahrer zu Fall bringen
(linksseitig, innerorts, Gefälle im Lichte der ERA 2010).

Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Martin Wohlauer

unread,
Oct 7, 2016, 12:27:02 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 17:48 schrieb HC Ahlmann:
> Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
> den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
> Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.

Mich nicht. Bin gestern auch wieder mit wem gefahren, der Radwege wider
besseren Wissens offenbar ganz gerne benutzt und auch gerne mal über den
Gehweg abkürzt. Da wird lieber geklingelt als gebremst. Ich sage ja,
Autofahrer und Radfahrer unterscheiden sich eigentlich in ihrem
Verhalten nur wenig. Allein die Möglichkeiten und der Nutzen einiger
Handlungen ist anders. Daher kommen dann die Unterschiede.

Grüßle,

Martin.

Kai Borgolte

unread,
Oct 7, 2016, 12:40:31 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 17:07 schrieb Robert Bar:

> Da fe lt noch 'was: den Fußgänger informieren, was da von hinten auf ihn
> zukommt, am besten so laut, daß das der Radfahrer dahinter mitkriegt und
> beide aus ihrem 'Tran' aka "ich bin ja hier alleine unterwegs ..."
> aufwachen.

Schwierig, bei Missverständnissen wird das schnell kontraproduktiv. Wenn
ich einen Arm frei hätte, könnte ich deuten ... lieber nicht.
--
Kai Borgolte, Bonn

Kai Borgolte

unread,
Oct 7, 2016, 1:08:47 PM10/7/16
to
Ich bin gerade mal bis zum Kloster hochgefahren. Entgegen meiner festen
Überzeugung ist da gar keine Benutzungspflicht und auch keine Freigabe
beschildert, nur Bodenmalerei und Wegweiser. Und das war auch 2009 schon so:

<https://goo.gl/maps/vGbnJTw6ZFM2> (Da ist im Hintergrund ein
abgedecktes Schild zu sehen)
<https://goo.gl/maps/5mkhEwvtaMm>
<https://goo.gl/maps/WY5ER5Z2vFq>

<https://goo.gl/maps/DveWnKEYxdw> Spätestens hier ist Gegenverkehr auch
ohne Fußgänger gruselig.

<https://goo.gl/maps/nXawke9bEFB2> An der Ausfahrt vom Minigolfplatz ist
dann dieses Blauschild (immer noch). Muss mal bei der Stadt nachfragen,
ob das alles ernst gemeint ist.
--
Kai Borgolte, Bonn

Robert Bar

unread,
Oct 7, 2016, 1:38:36 PM10/7/16
to
Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:

> Am 07.10.2016 um 17:07 schrieb Robert Bar:
>
> > Da fe lt noch 'was: den Fußgänger informieren, was da von hinten auf ihn
> > zukommt, am besten so laut, daß das der Radfahrer dahinter mitkriegt und
> > beide aus ihrem 'Tran' aka "ich bin ja hier alleine unterwegs ..."
> > aufwachen.
>
> Schwierig, bei Missverständnissen wird das schnell kontraproduktiv.

Die Logik ('dahinter') verstehe ich nicht.

Worüber reden wir/wollen wir reden?

Ich lese das erstmal als: es kann zu Mißverständnissen kommen.

Korrekt: das ist wahrscheinlich die häufigste Konfliktquelle.

Ich gehe in solche 'zweifelhaften' Situation immer wieder mit einer
'besser wäre eindeutig'-Präferenz, und lieber unternehme ich 'was, weil
es nützen könnte, als daß ich etwas unterlasse, weil es mißverständlich
interpretiert werden könnte.

Schon die Zeit, die ich dafür bräuchte, um - selbst ansatzweise -
alle Mißverständnisse 'durchzurechnen', lähmte alle anderen
Alternativen. Da versuch ich's doch eher mit: "Hallo, ihr seid nicht
allein auf der Welt; aufwachen bitte - und hinter *Dir* (Blickkontakt
o.ä.) kommt auch noch eine(r) ..."

Pragmatisch halt ...

Robert Bar

unread,
Oct 7, 2016, 2:01:30 PM10/7/16
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:

> Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:
>
> > ...
>
> Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
> den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
> Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.

Wahrscheinlich war der talwärts fahrende auch nur 'ausnahmsweise ...'
mit dem Rad unterwegs. Sonst hätte er sich mE eher 'professionell'
verhalten: wie du sagst

> und entsprechend seine Geschwindigkeit reduzieren

erstmal, damit so eine Begegnung 'sutsche' ablaufen kann.

'Rücksicht' halt, so wie das überall stattfindet, wo halbwegs
vernünftige Menschen (auch mit unterschiedlichen 'Zielen' ...)
aufeinandertreffen.

Bernhard Kraft

unread,
Oct 7, 2016, 2:19:30 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 19:08 schrieb Kai Borgolte:
>
> Ich bin gerade mal bis zum Kloster hochgefahren. Entgegen meiner festen
> Überzeugung ist da gar keine Benutzungspflicht und auch keine Freigabe
> beschildert, nur Bodenmalerei und Wegweiser. Und das war auch 2009 schon so:
>
Interessant. Benutzungspflicht gibt es anscheinend nur in Richtung
Meckenheim, obwohl alle Blauschlilder diese zwei zusätzlichen Pfeile
haben (hinter Kreuzung Brunnenallee und Abzweig am Stadtwald) . So sieht
man es auf Google. In Richtung Meckenheim bin ich auch immer schön brav
auf dem Radweg gefahren.

Bernhard Kraft

unread,
Oct 7, 2016, 2:30:43 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 16:14 schrieb Joerg:
> On 2016-10-07 06:02, Kai Borgolte wrote:
>> Ich kenne solche Situationen vor allem von der Aennchenstraße ganz in
>> der Nähe. Du kannst anhalten und zugucken, wie der dir ausweichende
>> Fußgänger dem dir begegnenden Radfahrer in die Spur läuft. Verhindern
>> kann man das in dieser Perspektive kaum.
>>
>
> Kann man als Radfahrer schon: Langsamer fahren, wenn Fussgaenger
> auftauchen. Notfalls auch mal anhalten.
>
Wie langsam fährst du an einem Fußgänger vorbei? Bei mir sind das auf
einem gemeinsamen Fuß/Radweg meist so 20km/h. Wenn der Fußgänger einen
schnellen Schritt zur Seite macht, habe ich da keine Chance eine
Kollision zu vermeiden.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 7, 2016, 3:01:21 PM10/7/16
to
Naja, der Witz ist doch: Auf der Fahrbahn hat man es einfach selten,
dass es zu dieser Art Unklarheit kommt. Praktisch jedem ist das
Rechtsfahrgebot bekannt, ganz selten, dass mal einer eklatant dagegen
verstößt (meistens sitzt derjenige auf einem Rad...). Da gibt es
allenfalls Missverständnisse, wer jetzt zuerst die beengte Straße
benutzen darf, aber dass da jemand seltsam irgendwohin ausweicht, das
passiert eher selten. Erstens, weil man es meistens nicht muss. Zwei
getrennte Fahrstreifen, auf denen auch keiner statistisch gesteuert rum
latscht, erschlagen da vieles. Und zweitens, selbst wenn, dann ist
üblicherweise völlig klar, dass man nicht links am Gegenverkehr vorbei
fährt, oder rechts überholt (again: Ausnahmen haben meistens ein Fahrrad
unter'm Hintern). Oder kurz gesagt: Es hilft auch enorm, sich so zu
verhalten, dass gar nicht erst Missverständnisse aufkommen. Wenn doch,
das alte Spiel: Tempo drosseln, Situation beobachten, ggf. ganz
anhalten. Bewirkt zwar manchmal ein gewisses ungläubiges Stutzen beim
Gegenüber, aber das ist mir noch lieber, als irgendwo rein zu rauschen,
nur weil gerade irgendwas unklares zurück gefeuert hat.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 7, 2016, 3:05:37 PM10/7/16
to
Das kannst du auch mit 10 km/h haben. Und mit Schrittgeschwindigkeit
kann ich eigentlich, wenn man vom Wortsinne ausgeht, kaum überholen. Es
ist einfach so, dass Fahr- und Fußgängerverkehr zusammengeschmissen
einerseits dazu führt, dass (für Fahrverkehr-Maßstäbe) viele
unvorhergesehene Situationen auftreten können, was zwangsläufig eine
massive Reduzierung des Tempos verlangt, mit teils so geringen (an der
Situation gemessen) zulässigen Geschwindigkeiten, dass ich auch gleich
laufen kann. Deswegen ist doch diese ganze
Fußgänger-und-Radfahrer-auf-2-m-pressen-Geschichte so das letzte. Weil
es für beide Seiten zu nicht zumutbaren Situationen führt. Die einen
müssen auf ein mal höllisch aufpassen, ob sie auch nur mal einen
20-cm-Schlenkerer machen, während die anderen praktisch gar nicht anders
können, als auf ein Tempo abzubremsen, das sich kein Autofahrer auch nur
5 Minuten zumuten lassen würde. Wenn wenigstens die Breiten solcher
Konstrukte das etwas entschärfen würden. Aber meistens sind sie ja genau
darauf zurück zu führen, dass die Breite keine getrennten Rad- und
Gehwege zulässt. »Da machen wir jetzt halt ein 240er hin, für ein 241er
oder gar getrennte Wege reicht der Platz nicht. Besser das, als gar
nichts.« Ergebnis, siehe OP.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 7, 2016, 3:07:03 PM10/7/16
to
Kommt natürlich auch darauf an, ob ein Benutzungsrecht gegeben ist. Die
Doppelpfeile sollen ja beide Richtungen darauf hinweisen, dass hier mit
Gegenverkehr auf der eigenen Spur zu rechnen ist (behämmert genug, wenn
man es sich mal durch den Kopf gehen lässt). Dazu muss mMn nicht
zwingend eine BP in beide Richtungen bestehen. Hierzustadt unterlässt
man das aber meistens so und so, egal ob freigegeben oder verpflichtend.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 7, 2016, 3:11:09 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 20:01 schrieb Robert Bar:
> HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:
>> Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
>> den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
>> Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.
>
> Wahrscheinlich war der talwärts fahrende auch nur 'ausnahmsweise ...'
> mit dem Rad unterwegs. Sonst hätte er sich mE eher 'professionell'
> verhalten: wie du sagst
>
>> und entsprechend seine Geschwindigkeit reduzieren
>
> erstmal, damit so eine Begegnung 'sutsche' ablaufen kann.

Denkste. Ich kenne Leute, die sind regelmäßig (und damit meine ich,
wenigstens ein mal pro Woche) mit dem Rad unterwegs, dürften sich also
im Wortsinne so die eine oder andere Erfahrung damit zugelegt haben,
worauf man achten sollte und was man besser unterlässt, rauschen aber
trotzdem regelmäßig an Stellen volle Kante durch, wo ich innerlich nur
die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. (»DA kommt nie einer!«,
kennst du sicherlich auch, diese Vorgehensweise.) Womit ich dann oft
wieder dabei bin: Hat man das so in der Fahrschule gelernt, oder setzt
auf dem Rad auf ein mal temporäre Amnesie ein? Oder ist es genau wie
immer: Man wird nur aus Schaden klug.

> 'Rücksicht' halt, so wie das überall stattfindet, wo halbwegs
> vernünftige Menschen (auch mit unterschiedlichen 'Zielen' ...)
> aufeinandertreffen.


Wenn ich so meine durchschnittlichen Erfahrungen mit der Menschheit
heranziehe, dann gibt es wohl nicht unbedingt überwiegend »vernünftige
Menschen«, bzw. die Vernunft ist offenbar nicht in allen Situationen an
der Entscheidungsfindung beteiligt...

Grüßle,

Martin.

Joerg

unread,
Oct 7, 2016, 3:11:25 PM10/7/16
to
Kommt auf die Breite des Weges an und ob ein Radfahrer entgegenkommt.
Wenn einer entgegenkommt, bremse ich auf fast null runter. Sonst rufe
ich "On your right" (wenn er vorschriftsgemaess links geht). Dann machen
Fussgaenger normalerweise einen ganz leichten Linksruck oder geben
Handzeichen und man kann voll vorbei. Bei Kindern, alten Leuten oder
Tieren mache ich das trotzdem niemals.

Ich fahre im Jahr um die 6000km, davon etwa 5000km auf Radwegen und
Buschpisten (Singletrack). Es hat nie eine kritische Situation mit
Fussgaengern, Reitern oder anderen Radfahrern gegeben. Mit illegal auf
Singletrack fahrenden Gelaendemoppeds schon, daher dort volles Licht und
seither Ruhe. Beinahezusammenstoesse hatten ich nur mit einem Rehbock,
Truthaehnen und so. Mit dem Fahrrad ueberfahren habe ich bis jetzt ein
Eichhoernchen und eine Klapperschlange.

Joerg

unread,
Oct 7, 2016, 3:15:59 PM10/7/16
to
Ist bei uns ueblich, man ruft "On your right", weil Fussgaenger aus
naheliegenden Gruenden links gehen sollen. Oder "On your left", wenn sie
es nicht tun. Nun gibt es aber die Typen mit Ohrstoepsel in beiden Ohren
und AC/DC in voller Droehnung.

Ich habe einen MP3 Player am Fahrrad, der auf Langstrecke immer laeuft.
Den hoeren die auch. Manche wollen wissen, wo die Musik her ist. Auch
ueberholte Radfahrer wie am Mittwoch, worauf wir dann noch so 10km
gemeinsam gefahren sind. Alles Erlebnisse, die Autofahrer verpassen.

[...]

Joerg

unread,
Oct 7, 2016, 3:23:37 PM10/7/16
to
Das gleiche hast Du bei Radfahrern auf Fahrbahnen. Der Autofahrer muss
von 80-100km/h auf 20-30km/h runterbremsen, bis er sicher ueberholen
kann. An steilen Bergen sogar auf 10km/h oder weniger. Das Ergebnis
sieht dann oft aehnlich aus, nur dass der Krankenwagen gar nicht mehr
kommen muss.

Andre Eiger

unread,
Oct 7, 2016, 6:05:25 PM10/7/16
to
Nein Jörg, das ist nicht das gleiche. Fußgänger können unvermittelt die
Richtung ändern oder stehenbleiben, und zwar so unvermittelt, wie es kein
normales Fahrrad kann. Fußgänger unter sich stoßen trotzdem so gut wie
nie zusammen, weil Geschwindigkeit, Wahrnehmung und Reaktionsvermögen
zusammenpassen. Wenn ich mit dem Rad an einem Fußgänger vorbeifahre, kann
ich mir einfach nicht sicher sein, dass er nicht unmittelbar vor mir die
Richtung ändert und habe schon ab Joggertempo keine Chance, eine
Kollision zu vermeiden (auch, wenn sie in der Regel glimpflich ausgeht).
Ich verstehe sehr gut, wenn sich Fußgänger durch Radfahrer gefährdet
sehen. Fußgänger laufen eben nicht konzentriert auf einer geraden Linie.
Eine spontane Idee, eine Pfütze, was auch immer, und man macht einen
Schritt zur Seite. Selbst beim Umdrehen, um zu sehen, was da hinter einem
klingelt, laufen die meisten einen Bogen.
Ein Radfahrer auf der Fahrbahn dagegen wird, bei Anwesenheit von
Autoverkehr, sehr bewusst darauf achten, seine Fahrlinie einzuhalten. Und
kein Autofahrer rechnet damit, dass ein Radfahrer vor ihm plötzlich über
seine Fahrlinie abbiegt oder auch nur einen größeren Schlenker in seine
Richtung macht.
Eine Analogie zwischen diesen beiden Situationen zu ziehen, mag zwar gut
in manche Ideologie passen, ist aber in meinen Augen sachlich nicht zu
begründen.

--

Joerg

unread,
Oct 7, 2016, 7:45:05 PM10/7/16
to
Im Prinzip hast Du natuerlich recht. In der Praxis sieht es jedoch so
aus, dass Autofahrer immer unaufmerksamer fahren. Dank gut dreistelliger
PS-Zahlen koennen sie den Pass volle Kamelle hochdonnern. Die Themen
"angepasste Geschwindigkeit" oder Sichtfahrgebot spielen fuer viele
keine Rolle. Bim-didel-dei ... hmm, wer mag da jetzt getextet haben? ...
GAAAAH .. ein Radfahrer .. direkt vor der Motorhaube! Und schon kann es
zu spaet sein.

Man hat in beiden Faellen Verkehrsteilnehmer mit bis zur einer
Groessenordnung unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Im Fall
Radfahrer-Fussgaenger sind es wie Du schriebst meist Fussgaenger, die
sich unberechenbar verhalten. Im Fall Autofahrer-Radfahrer sind es die
Autofahrer. Da gibt es fuer mich de facto viele Analogien und das sehen
mit Abstand die meisten meiner radfahrenden Bekannten ebenso.

Rasmus Richter

unread,
Oct 7, 2016, 11:19:39 PM10/7/16
to
Am 07.10.2016 um 15:39 schrieb Bodo G. Meier:

> Der Behörde, die die Benutzungspflicht angeordnet hat, kann man
> vorsätzlichen Totschlag (gibt's diesen Tatbestand?) vorwerfen.
> So ein Mist! :-<<<

Darüber habe ich auch schon mehrfach nachgedacht. Die Verkehrsbehörden
haben ja eine Verkehrssicherungspflicht. Darüber könnte man hier in die
sogenannten unechten Unterlassungsdelikte kommen.

Wenn beispielsweise in einem Betrieb bei gewissen
Sicherheitsvorschriften geschlampt wird und dann etwas passiert, geht es
auch in diese Richtung. Aber finde mal einen Staatsanwalt, der seinem
Kumpel aus dem Kegelclub, der zufällig Leiter der Straßenverkehrsbehörde
ist, wirklich an die Karre pisst. Das sind ja Behörden, die alle Nase
lang miteinander zu tun haben.

Als ich hier mal den Landesbetrieb für Behördenwillkür (fälschlicher
Weise gern als Ordnungsamt bezeichnet) mal als Totschlägertrupp
bezeichnet habe, hatte ich jedenfalls ganz schnell die Kavallerie von
der StA Münster auf der Matte. Erst das Landgericht hat die dann wieder
eingefangen.

Wenn hier unser geliebter Ordnungsführer Schulze-Werner pfeift,
galoppieren die los. Auf die Idee, dass im real existierenden
Fahrradparadies auf deutschem Boden etwas bei den entsprechenden
Behörden im Argen liegen könnte, kommt so ein Staatsanwalt gar nicht...

Grüße,

Rasmus


--
www.leezerize.de

HC Ahlmann

unread,
Oct 8, 2016, 6:45:56 AM10/8/16
to
"Nein, Jörg, das ist nicht das gleiche.", wurd Dir schon gesagt. Ein
unaufmerksamer Autofahrer, der einen Radfahrer aufgabelt, ist etwas
grundsätzlich anderes als ein unaufmerksamer Radfahrer oder Fußgänger,
der einem Autofahrer oder Radfahrer in die Spur läuft.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 8, 2016, 8:44:55 AM10/8/16
to
Am 08.10.2016 um 12:12 schrieb Martin Gerdes:
> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> schrieb:
>
> [Benutzungspflichtiger Zweirichtungsrad weg gemeinsam mit Fußweg]
>
>>>>> Da fe lt noch 'was: den Fußgänger informieren, was da von hinten auf ihn
>>>>> zukommt, am besten so laut, daß das der Radfahrer dahinter mitkriegt und
>>>>> beide aus ihrem 'Tran' aka "ich bin ja hier alleine unterwegs ..."
>>>>> aufwachen.
>
>>> Ich lese das erstmal als: es kann zu Mißverständnissen kommen.
>>> Korrekt: das ist wahrscheinlich die häufigste Konfliktquelle.
>
> Die Frau ging wohl auf der linken Seite, und wich dem entgegenkommenden
> Radfahrer durch einen raschen Schritt nach rechts aus, wodurch sie dem
> rechts fahrenden Radler direkt vors Vorderrad lief.
>
> Solche Situationen gibts hier alle Tage. Die helltönende Klingel ist für
> mich ein wichtiges Ausrüstungsteil an meinem Fahrrad.

Bei mir nicht. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich die das letzte mal
nicht nur zum Blödeln benutzt habe.

>> Praktisch jedem ist das Rechtsfahrgebot bekannt, ganz selten, dass mal
>> einer eklatant dagegen verstößt (meistens sitzt derjenige auf einem
>> Rad...).
>
> Nein, der kann auch in einer Dose sitzen; oft hat er ein auswärtiges
> Kennzeichen und glaubt, in einer Einbahnstraße im Recht zu sein.

Und die fahren dann auf ein mal links, wenn du kommst? So was habe ich
noch nie erlebt.

> Hierzustadt sind quasi alle Einbahnstraßen für Radfahrer in
> Gegenrichtung geöffnet.

Hier arbeitet man noch dran.

> Ich erinnere mich noch sehr wohl an die Zeit vorher, damals fuhren
> die Radfahrer genauso wie heute, aber die Autofahrer versuchten sie
> mittels Blech zum vermeintlich vorschriftsmäßigen Fahren zu erziehen.
> Heute tun das nur noch Auswärtige.

Wie gesagt, das kenne ich in der Form bzw. in dem Kontext gar nicht.
Zwei mal habe ich Oberlehrer erleben dürfen, die aber jedes mal vorher
erst überholt haben, um sich dann in den Weg zu stellen. Im Gegenverkehr
hat da noch keiner irgendwas versucht.

>> Und zweitens, selbst wenn, dann ist üblicherweise völlig klar, dass man
>> nicht links am Gegenverkehr vorbei fährt, oder rechts überholt
>> (again: Ausnahmen haben meistens ein Fahrrad unter'm Hintern).
>> Oder kurz gesagt: Es hilft auch enorm, sich so zu verhalten, dass gar
>> nicht erst Missverständnisse aufkommen. Wenn doch,
>> das alte Spiel: Tempo drosseln, Situation beobachten, ggf. ganz
>> anhalten.
>
> Oh! Du könntest problemlos bei der hiesigen Kreisjägerschaft anfangen.

Watt für'n Ding?

> Die sagen das auch immer so.

Aha.

> Wenn alle Verkehrsteilnehmer streng die Geschwindigkeitsbegrenzung 0
> km/h einhalten würden, wären die Unfallzahlen sicherlich deutlich
> geringer als heute.

Sagen wir mal so: In bestimmten Situationen ist das tatsächlich das
sinnvollste. Insbesondere wenn gerade wieder jemand was total
unkonventionelles macht. Das muss nicht mal unbedingt dämlich sein,
sondern kann aus Sicht des Gegenüber sogar völlig logisch sein. Oft ist
es aber einfach nur verpeiltes Handeln, z. B. beim Ausparken oder wo
rein fahren sich anzustellen, wie die sprichwörtliche Kuh zum Eierlegen.
Da hilft es manchmal wirklich, einfach stehen zu bleiben und zu kucken,
was der Schnarchzapfen da gerade tut.

> Wenn ein Auto Schlangenlinien fährt, dann fängt die Polizei es heraus
> und läßt den Fahrer blasen.

Und einen Alkoholtest muss er auch noch machen. SCNR. =)

> Wenn ein Fahrrad auf dem Rad weg Schlangenlinien fährt, ist das Kind
> oder die Oma meist zu langsam, so daß die Kreiselwirkung das Fahrrad
> nicht ausreichend stabilisiert.

Oder das Handy ist gerade total wichtig...

> Ich habe solche Kadetten sicherlich schon manchmal in möglichst
> großem Bogen rechts auf dem Gehweg überholt.
Muss ich nie. Da wo ich fahre, fährt keiner solchen Stuss zusammen und
wenn, dann gibt es eh nur einen gemeinsamen Bereich, z. B. freigegebene
Fußgängerzone.

> Wenn der breit ist (wie hier oft) und dazu menschenleer, halte ich das
> für eine pragmatische Lösung.

DA wäre evtl. mal das Klingeln angebracht. Warnhinweis, dass er gerade
dabei ist, andere zu gefährden, mit dem Tinnef. Muss aber nicht. Klar,
die pragmatische Lösung ist rechts vorbei. Aber siehe oben: In den
»Genuss« komme ich so selten.

> Dann bin ich (langsam, aber solchen Schwoiern gegenüber natürlich
> dennoch schnell) an ihnen vorbei und sie können hinter mir in aller
> Ruhe weiter auf dem Rad weg herumtaumeln.
Ja, solche Leute hat man viel lieber hinter sich. Aber auch nur so
lange, wie man nicht an der nächsten Ampel halten muss...

> Ohnehin kommt man als (pragmatischer) Rad weg benutzer ums Gehwegfahren
> nicht umhin, oder wie machst Du das, wenn ein Hochbord Rad weg einfach
> plötzlich aufhört?

Ich benutze ihn von vornherein schon mal nicht. =) Und in den wenigen
Fällen, in denen ich doch mal auf einem rum kurve, wird eben auf die
Fahrbahn ausgewichen. Beliebt ist ja immer noch der Transporter, der
fast alles zu macht.

> Zurückzukommen auf den o.a. Unfall: Fußgänger außerorts sind immer
> gefährlich, weil dort häufig gemeinsame Fuß-/Rad weg e sind. Dort ist
> bremsen (und klingeln) meist die sinnvolle Lösung (auch wenn das Bremsen
> ärgert, wenn man vorankommen will).

Oder gar nicht erst das Todeskonstrukt benutzen.

> Diesen Rad weg links bergab zu zischen, würde ich mich nicht trauen.

Das ist ja das was mich meistens erstaunt. »Ach, ich bin ja soo ein
armes ängstliches Radfahrerwürstchen, baut mir einen Weg! Sonst kann ich
nicht fahren!« Aber dann selbst Nummern abziehen, die ich zu keiner Zeit
durchgezogen hätte, nicht mal in meinen stürmischeren Jahren. Von wegen
»interested but concearned«. Rosinenpicker wie alle anderen...

> Eine Einfahrt mit Dose und ich mache einen Doppelsalto.

Mhm... Das ist ja das erstaunlichste dran. Dass dieselben Leute, die da
irgendwelchen Fasching mit dem Rad veranstalten, das auf ein mal ganz
genau so beschissen wie alle anderen Autofahrer finden, sobald sie
selbst so was mal wieder in der Windschutzscheibenperspektive serviert
bekommen.

Grüßle,

Martin.

Robert Bar

unread,
Oct 8, 2016, 9:22:16 AM10/8/16
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> [...] Womit ich dann oft wieder dabei bin: Hat man das so in der
> Fahrschule gelernt, oder setzt auf dem Rad auf ein mal temporäre Amnesie
> ein? Oder ist es genau wie ...

'In der Fahrschule' will/wird man nichts 'lernen':
man zahlt, man will einen 'Deckel', basta.

Daraus resultieren die restlichen Dilemmata.


Anton Ertl

unread,
Oct 8, 2016, 10:06:00 AM10/8/16
to
Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> writes:
>Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
>Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.
>
>Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
>-fußweg. Die Frau wurde von hinten umgefahren, nachdem sie einem
>entgegenkommenden Fahrrad ausgewichen ist.
>
><http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/73-J%C3%A4hrige-von-Radfahrer-erfasst-und-schwer-verletzt-article3360456.html>

Sowas aehnliches habe ich einmal als Beinaheunfall auf einem per Farbe
getrennten Geh- und Radweg erlebt: Zwei Fussgaenger (IIRC Frau mit
Kind) kommt mir auf dem Radweg-Teil entgegen, ich bleibe auf dem
Radweg, hinter ihr naehert sich ein Radfahrer auf dem Radweg, und
entschliesst sich dann, sie ueber den Gehsteig-Teil zu ueberholen;
kurz bevor er vorbei will, entschliesst sich die Frau, doch auf den
Gehsteigteil zu wechseln, um mir auszuweichen und der Radfahrer musste
in letzter Sekunde bremsen; ordentlicher Schreck auf beiden Seiten.

>Ich kenne solche Situationen vor allem von der Aennchenstraße ganz in
>der Nähe. Du kannst anhalten und zugucken, wie der dir ausweichende
>Fußgänger dem dir begegnenden Radfahrer in die Spur läuft. Verhindern
>kann man das in dieser Perspektive kaum.

Auf der Fahrbahn fahren.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben

Anton Ertl

unread,
Oct 8, 2016, 10:19:19 AM10/8/16
to
hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) writes:
>Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:
>Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
>den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
>Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.

Den Begegnungspunkt gab's vielleicht gar nicht. Die Frau kann zu
irgendeinem Zeitpunkt ausgewichen sein, bevor der Entgegenkommende sie
erreicht hat. Und es schaut so aus, als haette sie es frueher gemacht
als der von hinten Kommende dachte.

Die Schilderung mit Klingeln, Erschrecken, und nicht noch einmal
Ausweichen-Koennen ist allerdings verdaechtig; klingt doch so, als
waere da noch 1-2 Sekunden Zeit gewesen; da waere gleich Bremsen statt
Klingeln sicher die bessere Reaktion gewesen, aber vielleicht hat er
ja beides gemacht.

Joerg

unread,
Oct 8, 2016, 11:08:26 AM10/8/16
to
Der Effekt ist der gleiche. Im Fall Auto-Radfahrer sind die Konsequenzen
nur im Druchschnitt schlimmer.

Robert Bar

unread,
Oct 8, 2016, 12:25:56 PM10/8/16
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> On 2016-10-08 03:45, HC Ahlmann wrote:
> > Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:
> >
> >> [...]
> >> Man hat in beiden Faellen Verkehrsteilnehmer mit bis zur einer
> >> Groessenordnung unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Im Fall
> >> Radfahrer-Fussgaenger sind es wie Du schriebst meist Fussgaenger, die
> >> sich unberechenbar verhalten. Im Fall Autofahrer-Radfahrer sind es die
> >> Autofahrer. Da gibt es fuer mich de facto viele Analogien und das sehen
> >> mit Abstand die meisten meiner radfahrenden Bekannten ebenso.
> >
> > "Nein, Jörg, das ist nicht das gleiche.", wurd Dir schon gesagt. Ein
> > unaufmerksamer Autofahrer, der einen Radfahrer aufgabelt, ist etwas
> > grundsätzlich anderes als ein unaufmerksamer Radfahrer oder Fußgänger,
> > der einem Autofahrer oder Radfahrer in die Spur läuft.
> >
>
> Der Effekt ist der gleiche. ...

Stanislaw Lem, Robotermärchen, Die drei Elektritter ...

HC Ahlmann

unread,
Oct 8, 2016, 4:05:43 PM10/8/16
to
Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:

> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) writes:
> >Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:
> >Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
> >den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
> >Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.
>
> Den Begegnungspunkt gab's vielleicht gar nicht.

In der Rückschau war es tatsächlich ein Punkt, vor dem Unfall war es
eher Raum als Punkt, in dem es eng werden würde. Da fährt man nicht mit
unverminderter Geschwindigkeit hinein, solange man sich an die StVO
hält. Aber vorausschauendes Fahren ist nicht jedem gegeben.

> Die Frau kann zu irgendeinem Zeitpunkt ausgewichen sein, bevor der
> Entgegenkommende sie erreicht hat. Und es schaut so aus, als haette sie
> es frueher gemacht als der von hinten Kommende dachte.
>
> Die Schilderung mit Klingeln, Erschrecken, und nicht noch einmal
> Ausweichen-Koennen ist allerdings verdaechtig; klingt doch so, als
> waere da noch 1-2 Sekunden Zeit gewesen; da waere gleich Bremsen statt
> Klingeln sicher die bessere Reaktion gewesen, aber vielleicht hat er
> ja beides gemacht.

In der Rückschau, um den Satzanfang zu wiederholen, hat er zu spät oder
zu zögerlich gebremst, denn der Zusammenstoß fand statt. Daraus wird ihm
der Vorwurf unangepasste Geschwindigkeit, die zu einem Unfall mit
tötlichem Ausgang führte, gemacht werden (falsche Straßenbenutzung mag
dazukommen). Für die Zukunft bleibt daraus nur bekanntes abzuleiten:
Geschindigkeit anpassen, ggf. verringern und ungeeignete Straßenteile
meiden.

HC Ahlmann

unread,
Oct 8, 2016, 4:05:44 PM10/8/16
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> Der Effekt ist der gleiche.

Genau. Ein Fahrradunfall ist wie Krebs, am Ende ist man tot.

Bodo G. Meier

unread,
Oct 8, 2016, 5:50:19 PM10/8/16
to
Am 08.10.2016 um 05:19 schrieb Rasmus Richter:
> Am 07.10.2016 um 15:39 schrieb Bodo G. Meier:
>
>> Der Behörde, die die Benutzungspflicht angeordnet hat, kann man
>> vorsätzlichen Totschlag (gibt's diesen Tatbestand?) vorwerfen.
>> So ein Mist! :-<<<
>
> Darüber habe ich auch schon mehrfach nachgedacht. Die Verkehrsbehörden
> haben ja eine Verkehrssicherungspflicht. Darüber könnte man hier in die
> sogenannten unechten Unterlassungsdelikte kommen.

Wie sich aber nun in diesem thread durch Inaugenscheinnahme erwiesen
hat, handelt es sich gar nicht um einen benutzungspflichtigen Radweg.

Bergab würde ich dort auf jeden Fall auf der Fahrbahn fahren.

Gruss,
Bodo

Thomas Bliesener

unread,
Oct 8, 2016, 10:08:05 PM10/8/16
to
Bodo G. Meier schrieb:
> Bergab würde ich dort auf jeden Fall auf der Fahrbahn fahren.

Nur bergab? Das wäre inkonsequent. Bergab hast Du es in der Hand, Deine
Geschwindigkeit zu drosseln. Bergauf wärst Du hirnlosen Downhillern
ausgeliefert.
--
bli

Bodo G. Meier

unread,
Oct 9, 2016, 5:13:56 AM10/9/16
to
Bergab würde ich soviel Geschwindigkeit erreichen, dass ich problemlos
im Kfz-Verkehr /mitschwimmen/ könnte.

Bergauf käme drauf an, wie stark die Steigung ist.
Die Fahrbahn sieht recht schmal und unübersichtlich aus, so dass ich,
wenn ich da im Kriechgang hoch schleichen würde, die Gefahr von
riskanten Überholmanövern durch Dosisten sehe, trotz durchgezogener
Leitlinie im oberen Abschnitt.
Wenn ich aber sowieso langsam hoch fahre, kann ich auf dem merkwürdigen
"Sonderweg" Fussgängern problemlos ausweichen. Gegen auf diesem Weg
herunter ballernde Radfahrer hätte ich natürlich keine Chance, das ist wahr.
Wenn dieser "Sonderweg" allerdings tatsächlich nicht für Fahrräder
freigegeben und nur Fussgängern vorbehalten ist, würde ich bergauf auch
die Fahrbahn benutzen.

Hat die Strassenmalerei bei
https://www.google.de/maps/@50.6744048,7.1397659,3a,75y,263.07h,73.26t/data=!3m6!1e1!3m4!1sfPLwm9aDX4jFcaE_vqgaag!2e0!7i13312!8i6656
eine rechtliche Wirkung im Sinne der StVO?

Ja, ich bin opportunistisch. ;-)

Gruss,
Bodo



Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 6:03:51 AM10/9/16
to
Am 09.10.2016 um 11:13 schrieb Bodo G. Meier:
> Hat die Strassenmalerei bei
> https://www.google.de/maps/@50.6744048,7.1397659,3a,75y,263.07h,73.26t/data=!3m6!1e1!3m4!1sfPLwm9aDX4jFcaE_vqgaag!2e0!7i13312!8i6656
> eine rechtliche Wirkung im Sinne der StVO?

Ohne Gewähr: SO stelle ich mir den nicht benutzungspflichtigen, aka
anderen, 240er Weg vor.

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 6:15:50 AM10/9/16
to
Am 09.10.2016 um 11:31 schrieb Martin Gerdes:
> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> schrieb:
>
>>> Die Frau ging wohl auf der linken Seite, und wich dem entgegenkommenden
>>> Radfahrer durch einen raschen Schritt nach rechts aus, wodurch sie dem
>>> rechts fahrenden Radler direkt vors Vorderrad lief.
>
>>> Solche Situationen gibts hier alle Tage. Die helltönende Klingel ist für
>>> mich ein wichtiges Ausrüstungsteil an meinem Fahrrad.
>
>> Bei mir nicht. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich die das letzte mal
>> nicht nur zum Blödeln benutzt habe.
>
> Ich fahre hierzustadt häufig auf "Rad weg en", daher kommen mir
> tagtäglich Fußgänger in die Quere. Der durchschnittliche Fußgänger ist
> sich nicht bewußt, daß das gepflasterte Stück, auf dem er unterwegs ist,
> sowohl Gehweg, als auch Rad weg ist. Entsprechend bewegt er sich.
>
> Ich habe mir deswegen angewöhnt, häufig zu klingeln. Da werden dann
> schon öfter mal Fäuste in die Höhe gereckt, aber immerhin registrieren
> mich die Leute.

Naja, jeder wie er's mag.

>>>> Praktisch jedem ist das Rechtsfahrgebot bekannt, ganz selten, dass mal
>>>> einer eklatant dagegen verstößt (meistens sitzt derjenige auf einem
>>>> Rad...).
>
>>> Nein, der kann auch in einer Dose sitzen; oft hat er ein auswärtiges
>>> Kennzeichen und glaubt, in einer Einbahnstraße im Recht zu sein.
>
>> Und die fahren dann auf einmal links, wenn du kommst? So was habe ich
>> noch nie erlebt.
>
> Ja. Früher war das die Regel: Einbahnstraße, Radfahrer fährt gegen die
> Richtung, Autofahrer zieht bewußt nach links, mit der Absicht, den
> Radfahrer zum Anhalten oder Absteigen oder Ausweichen zu zwingen.

Das Spiel kann man auch rückwärts spielen... Einfach stehen bleiben, bis
der Hansel merkt, dass rechts von ihm genug Platz ist, um
Begegnungsverkehr zuzulassen. Der kommt da nämlich auch nicht durch,
wenn du dann stehen bleibst.

> Heute läuft das bei gleicher baulicher Situation entspannt. In aller
> Regel ist auf diesen Straßen genügend Platz, so daß sich ein Auto und
> ein Fahrrad begegnen können.

Das war damals auch schon so, nur wurde eben Fasching veranstaltet. Und
die Straßen, in denen das damals oder heute aus geometrischen Gründen
nicht geht, werden auch heute nicht freigegeben, weil sie eben gerade
keinen sicheren Begegnungsverkehr zulassen.

> Wenn beide die Spur halten, ist das unproblematisch.
Eben, es geht alles.

> Ein Blick auf das Nummernschild des entgegenkommenden Fahrzeugs ist aber
> Pflicht: Hiesige wissen, daß die Einbahnstraße in Gegenrichtung für
> Fahrräder freigegeben ist, Auswärtige wissen das oft nicht und
> praktizieren auch heute noch die oben geschilderte Fahrweise.

Siehe oben: Stehen bleiben und warten, bis der Trottel den Rückwärtsgang
benutzt. Recht muss dem Unrecht nicht weichen und wenn er die Bullen
ruft, wird's richtig lustig. =)

>>>> Und zweitens, selbst wenn, dann ist üblicherweise völlig klar, dass man
>>>> nicht links am Gegenverkehr vorbei fährt, oder rechts überholt
>>>> (again: Ausnahmen haben meistens ein Fahrrad unter'm Hintern).
>>>> Oder kurz gesagt: Es hilft auch enorm, sich so zu verhalten, dass gar
>>>> nicht erst Missverständnisse aufkommen. Wenn doch,
>>>> das alte Spiel: Tempo drosseln, Situation beobachten, ggf. ganz
>>>> anhalten.
>
>>> Oh! Du könntest problemlos bei der hiesigen Kreisjägerschaft anfangen.
>
>> Watt für'n Ding?
>
> Bei der hiesigen Kreisjägerschaft. Die fahren mit so komischen
> silber-blauen Autos herum mit einer Beule auf dem Dach. Wenn die einen
> anhalten, pflegen sie einem Vorträge zu halten, die man sinnvollerweise
> still über sich ergehen läßt.

Ist es eigentlich strafbar, bei dem Gesabbel die Finger in die Ohren zu
stecken und laut zu summen? =)

>>> Wenn alle Verkehrsteilnehmer streng die Geschwindigkeitsbegrenzung 0
>>> km/h einhalten würden, wären die Unfallzahlen sicherlich deutlich
>>> geringer als heute.
>
>> Sagen wir mal so: In bestimmten Situationen ist das tatsächlich das
>> sinnvollste. Insbesondere wenn gerade wieder jemand was total
>> unkonventionelles macht. Das muss nicht mal unbedingt dämlich sein,
>> sondern kann aus Sicht des Gegenüber sogar völlig logisch sein. Oft ist
>> es aber einfach nur verpeiltes Handeln, z. B. beim Ausparken oder wo
>> rein fahren sich anzustellen, wie die sprichwörtliche Kuh zum Eierlegen.
>> Da hilft es manchmal wirklich, einfach stehen zu bleiben und zu kucken,
>> was der Schnarchzapfen da gerade tut.
>
> Stehenbleiben ist aber halt kein Verkehr, und mit Stehenbleiben kommt
> man nicht von A nach B.

Wenn du so argumentierst, funktioniert Verkehr ja grundsätzlich nicht.
Jede Ampel oder Vorfahrtregelung zwingt zu Stehenbleiben. Man mag es
nicht glauben, aber Stehen bleiben ist elementarer Bestandteil von
Verkehr. Nicht unbedingt als Dauerzustand, aber eben als Notwendigkeit,
um Verkehr überhaupt zu ermöglichen.

>>> Ich habe solche Kadetten sicherlich schon manchmal in möglichst
>>> großem Bogen rechts auf dem Gehweg überholt.
>
>> Muss ich nie. Da wo ich fahre, fährt keiner solchen Stuss zusammen und
>> wenn, dann gibt es eh nur einen gemeinsamen Bereich, z. B. freigegebene
>> Fußgängerzone.
>
> Die Verkehrssituation dürfte in jeder Stadt unterschiedlich sein.
> Hierzustadt ist ein gewisser Bereich der Fußgängerzone zu jeder Zeit für
> Fahrradfahrer freigegeben: Genau dort sammeln sich die Fußgänger.
> Irgendwie zieht dieser Streifen sie magisch an. Man muß aufpassen wie
> ein Schießhund, wenn man dort fährt (und langsam fahren), damit einem
> keiner vor oder ins Rad läuft.

Fußgängerzone halt.

>>> Dann bin ich (langsam, aber solchen Schwoiern gegenüber natürlich
>>> dennoch schnell) an ihnen vorbei und sie können hinter mir in aller
>>> Ruhe weiter auf dem Rad weg herumtaumeln.
>
>> Ja, solche Leute hat man viel lieber hinter sich. Aber auch nur so
>> lange, wie man nicht an der nächsten Ampel halten muss ...
>
> Selbst wenn ich an einer Ampel halten muß und der Träumer aufholt, bin
> ich üblicherweise bei Grün wieder schnell weg.

Außer er war doch schnell genug und steht dir dann hinten drauf.

>>> Ohnehin kommt man als (pragmatischer) Rad weg benutzer ums Gehwegfahren
>>> nicht umhin, oder wie machst Du das, wenn ein Hochbord Rad weg einfach
>>> plötzlich aufhört?
>
>> Ich benutze ihn von vornherein schon mal nicht. =)
>
> Tja, das sollte man dann halt vorher wissen.

Oder es pauschal vermeiden. Genau wegen solcher Spielchen habe ich
keinen Bock mehr auf Sonderwege. Man wird alle paar Meter verarscht,
gegängelt, gefährdet und ausgebremst.

>> Und in den wenigen Fällen, in denen ich doch mal auf einem rumkurve, wird eben auf die
>> Fahrbahn ausgewichen.
>
> Wenn man dafür dann erst über 2 Meter Rasen muß (und sich eine Lücke
> zwischen den Parkplätzen suchen muß), dann ist das nicht überall so
> einfach.

Solche Stellen vermeide ich eben. Aber ich kenne dein Erlebnis natürlich
auch. Ich werde dann langsamer oder bleibe ganz stehen.

>> Beliebt ist ja immer noch der Transporter, der fast alles zu macht.
>
> Ja.
>
> Warum sollte ich als Fahrradfahrer eigentlich nicht auf dem Gehweg
> fahren dürfen? Jeder Lieferwagenfahrer tut das doch auch!

Mit der Begründung kann ich auch unliebsame Autofahrer abknallen, weil
jeder Mörder macht das doch auch. Nee, auf das Niveau sollte man sich
wirklich nicht begeben. Das war mit 10 vielleicht noch aktuell, aber
irgendwann darf man auch mal erwachsen werden und das »aber die anderen
machen es doch auch!« ablegen.

>>> Zurückzukommen auf den o.a. Unfall: Fußgänger außerorts sind immer
>>> gefährlich, weil dort häufig gemeinsame Fuß-/Rad weg e sind. Dort ist
>>> bremsen (und klingeln) meist die sinnvolle Lösung (auch wenn das Bremsen
>>> ärgert, wenn man vorankommen will).
>
>> Oder gar nicht erst das Todeskonstrukt benutzen.
>
> Auch das. Das kommt auf die Situation vor Ort und den aktuellen Verkehr
> an. Ich fahre gern auf der Straße (schon der glatten Oberfläche wegen),
> aber ich fürchte eben Oberlehrer im Auto, die mich aus pädagogischen
> Gründen ohne sachliche Notwendigkeit bedrängen. Und davon gibts
> hierzustadt eine ganze Menge. Also fahre ich so, wie es mir in der
> aktuellen Situation am günstigsten erscheint.

Vom Verdrängen lassen wird das auch nicht besser werden. Hier war es am
Anfang auch schwieriger aber inzwischen geht es meistens.

>>> Diesen Rad weg links bergab zu zischen, würde ich mich nicht trauen.
>
>> Das ist ja das was mich meistens erstaunt. »Ach, ich bin ja soo ein
>> armes ängstliches Radfahrerwürstchen, baut mir einen Weg! Sonst kann ich
>> nicht fahren!« Aber dann selbst Nummern abziehen, die ich zu keiner Zeit
>> durchgezogen hätte, nicht mal in meinen stürmischeren Jahren. Von wegen
>> »interested but concerned«. Rosinenpicker wie alle anderen...
>
> Jeder muß sehen, wo er bleibt. Im Verkehr bekommt man nichts geschenkt.

Ja, nur ist da ein Unterschied, sich das zu nehmen, was einem zusteht,
und einfach pauschal mal alles einzusacken, was geht. Z. B. eingebildete
Vorrechte von Autofahrern oder eingebildete Bagatell-Gründe für
saudummes Verhalten.

>>> Eine Einfahrt mit Dose und ich mache einen Doppelsalto.
>>
>> Mhm... Das ist ja das erstaunlichste dran. Dass dieselben Leute, die da
>> irgendwelchen Fasching mit dem Rad veranstalten, das auf ein mal ganz
>> genau so beschissen wie alle anderen Autofahrer finden, sobald sie
>> selbst so was mal wieder in der Windschutzscheibenperspektive serviert
>> bekommen.
>
> Das verstehe ich jetzt nicht.


Ich habe das so interpretiert, dass es dir auch gegen den Strich geht,
wenn die Leute um dich rum Blödsinn veranstalten, während du im Auto sitzt.

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Oct 9, 2016, 6:45:39 AM10/9/16
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

> Ein Blick auf das Nummernschild des entgegenkommenden Fahrzeugs ist aber
> Pflicht: Hiesige wissen, daß die Einbahnstraße in Gegenrichtung für
> Fahrräder freigegeben ist, Auswärtige wissen das oft nicht und
> praktizieren auch heute noch die oben geschilderte Fahrweise.

Das musste ich kürzlich hier auch wieder erfahren.
Lange Jahre Ruhe - und dann kommt einer mit OF Nummernschild, der meint
nicht nur nicht ausweichen sondenr auch noch in meine Richtung
beschleunigen zu müssen...

Ciao

dirk

Bodo G. Meier

unread,
Oct 9, 2016, 7:59:00 AM10/9/16
to
Wenn's dann knallt, hat der aber juristisch ganz schlechte Karten, oder?

Gruss,
Bodo

Dirk Wagner

unread,
Oct 9, 2016, 9:37:14 AM10/9/16
to
Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:

> Wenn's dann knallt, hat der aber juristisch ganz schlechte Karten, oder?

Ich weiß nicht, ob mir das dann noch was nutzt ;-(

Ciao

dirk

Dirk Wagner

unread,
Oct 9, 2016, 9:39:11 AM10/9/16
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Das war damals auch schon so, nur wurde eben Fasching veranstaltet. Und
> die Straßen, in denen das damals oder heute aus geometrischen Gründen
> nicht geht, werden auch heute nicht freigegeben, weil sie eben gerade
> keinen sicheren Begegnungsverkehr zulassen.

Hierzustadt ist (fast) jede Einbahnstraße in Tempo 30 Zonen freigegeben.
Und da gibt es einige, wo definitiv KEIN Platz ist und z.B. an
Einfahrten gewartet werden muss...

Ciao

dirk

HC Ahlmann

unread,
Oct 9, 2016, 11:11:04 AM10/9/16
to
Bodo G. Meier <bgm...@kabelmail.de> wrote:

> Hat die Strassenmalerei bei
>
<https://www.google.de/maps/@50.6744048,7.1397659,3a,75y,263.07h,73.26t/
data=!3m6!1e1!3m4!1sfPLwm9aDX4jFcaE_vqgaag!2e0!7i13312!8i6656>
> eine rechtliche Wirkung im Sinne der StVO?

Nein, sie hat nur hinweisenden Charakter auf ein fehlendes
Verkehrszeichen; siehe §39 Abs. 5 StVO, letzter Satz:
| Schriftzeichen und die Wiedergabe von Verkehrszeichen auf der Fahrbahn
| dienen dem Hinweis auf ein angebrachtes Verkehrszeichen.

Radweg? 404!

Bernhard Kraft

unread,
Oct 9, 2016, 11:33:54 AM10/9/16
to
Ist aber für die Gegend schon überdurchschnittlich gut.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 1:04:12 PM10/9/16
to
Warte mal, bis der erste Dosentreiber klagt...

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 1:06:03 PM10/9/16
to
Am 09.10.2016 um 18:21 schrieb Martin Gerdes:
> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> schrieb:
>
>>> Ja. Früher war das die Regel: Einbahnstraße, Radfahrer fährt gegen die
>>> Richtung, Autofahrer zieht bewußt nach links, mit der Absicht, den
>>> Radfahrer zum Anhalten oder Absteigen oder Ausweichen zu zwingen.
>
>> Das Spiel kann man auch rückwärts spielen... Einfach stehen bleiben, bis
>> der Hansel merkt, dass rechts von ihm genug Platz ist, um
>> Begegnungsverkehr zuzulassen. Der kommt da nämlich auch nicht durch,
>> wenn du dann stehen bleibst.
>
> Naja, jeder wie er's mag.
>
> Du dürftest in der Zwischenzeit gemerkt haben, daß ich Pragmatiker bin.
> Es schadet mir allenfalls selber, wenn ich mich über einen Autofahrer
> ärgere, der mich bewußt schikanieren will. Deswegen weiche ich im
> Zweifelsfall lieber aus.

Keine Sorge, wenn du da felsenfest stehen bleibst, ärgert der sich um
Größenordnungen mehr, als du. =)

>>> Heute läuft das bei gleicher baulicher Situation entspannt. In aller
>>> Regel ist auf diesen Straßen genügend Platz, so daß sich ein Auto und
>>> ein Fahrrad begegnen können.
>
>> Das war damals auch schon so, nur wurde eben Fasching veranstaltet.
>
> Was soll "Fasching" in diesem Zusammenhang heißen?

Unfug, Blödsinn. Nur dass der, mit zwei Tonnen Blech unter'm Hintern
nicht mehr lustig, sondern gefährlich ist.

>>> Warum sollte ich als Fahrradfahrer eigentlich nicht auf dem Gehweg
>>> fahren dürfen? Jeder Lieferwagenfahrer tut das doch auch!
>
>> Mit der Begründung kann ich auch unliebsame Autofahrer abknallen, weil
>> jeder Mörder macht das doch auch.
>
> An sich lege ich Wert auf eine zivilisierte Diskussion, die dort
> vorgebrachten Argumente sollten also nicht allzusehr an den Haaren
> herbeigezogen sein.

Look who's talking...

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Oct 9, 2016, 1:09:46 PM10/9/16
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Warte mal, bis der erste Dosentreiber klagt...

Das hätte dann eigentlich schon lange passieren müssen.
Auch im Westend, wo VIELE Anwälte tätig sind (und wo mal einer gegen das
Anwohner-Parken geklagt hatte - seit dem heißt es Bewohner-Parken und
ist in kleinere Bereiche eingeteilt), gibt es viele freigegebene
Einbahnstraßen, die teilweise recht eng sind.

Und nicht erst seit gestern sondern teilweise schon seit über 20
Jahren...

Ciao

dirk

Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 1:32:50 PM10/9/16
to
Am 09.10.2016 um 19:09 schrieb Dirk Wagner:
> Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:
>
>> Warte mal, bis der erste Dosentreiber klagt...
>
> Das hätte dann eigentlich schon lange passieren müssen.

Das haben sie sich bei den Benutzungspflichten auch so ausgerechnet...

> Auch im Westend, wo VIELE Anwälte tätig sind (und wo mal einer gegen das
> Anwohner-Parken geklagt hatte - seit dem heißt es Bewohner-Parken und
> ist in kleinere Bereiche eingeteilt), gibt es viele freigegebene
> Einbahnstraßen, die teilweise recht eng sind.
>
> Und nicht erst seit gestern sondern teilweise schon seit über 20
> Jahren...

Mag schon richtig sein. Spätestens wenn der erste Unfall deshalb
vorgekommen ist, wird sich die StVB allerdings höchstwahrscheinlich
gewisse Fragen gefallen lassen müssen.

Grüßle,

Martin.

Markus Luft

unread,
Oct 9, 2016, 5:11:34 PM10/9/16
to
Bei Streetview ist die Freigabe aufgehoben:
<https://goo.gl/maps/4QByG9ZvQ522>
Und das haben sie in der Gegend schon wieder rückgängig gemacht?
Jedenfalls scheint es eine Geschichte dazu zu geben.
Das Problem entsteht aber durch das rechtswidrige Legalisieren
des Falschparkens und durch echte Falschparker.


Thomas Bliesener

unread,
Oct 9, 2016, 6:08:06 PM10/9/16
to
Martin Wohlauer schrieb:
> Und die Straßen, in denen das damals oder heute aus geometrischen
> Gründen nicht geht, werden auch heute nicht freigegeben, weil sie eben
> gerade keinen sicheren Begegnungsverkehr zulassen.

Dann sind Straßen, in denen das Sichtfahrgebot aufgehoben ist?
--
bli

Martin Wohlauer

unread,
Oct 9, 2016, 6:10:45 PM10/9/16
to
OK, ich formuliere es mal etwas direkter: Wenn zwischen Parkern und
fahrendem KFZ kein Platz mehr für ein Rad ist, ohne dass Lack oder
Lenker nachgibt, macht die StVB etwas falsch, wenn sie die Gegenrichtung
freigibt.

Grüßle,

Martin.

Thomas Bliesener

unread,
Oct 9, 2016, 7:00:06 PM10/9/16
to
Bodo G. Meier schrieb:
> Wenn's dann knallt, hat der aber juristisch ganz schlechte Karten,
> oder?

Warum, war doch bloß'n Unfall? Er hat den Radfahrer halt übersehen,
bedauerlich, aber kommt vor. Eine eventuelle Geldstrafe hat der Autler
schneller abbezahlt, als Dirk aus dem Krankenhaus wieder raus ist.
--
bli

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 2:36:19 AM10/10/16
to
Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:


> Bei Streetview ist die Freigabe aufgehoben:
> <https://goo.gl/maps/4QByG9ZvQ522>
> Und das haben sie in der Gegend schon wieder rückgängig gemacht?
> Jedenfalls scheint es eine Geschichte dazu zu geben.

Das Bild bei Streetview entstand VOR der Freigabe.
D.h. die Straßenmalerei und die Schlider sind schon da, es war nur noch
nicht offiziell.
Die Bilder sind schon mehr als 6 Jahre alt.

Sachsenhausen Nord gehörte zu den eher spät freigegebenen Gegenden.

> Das Problem entsteht aber durch das rechtswidrige Legalisieren
> des Falschparkens und durch echte Falschparker.

Wie kommst Du darauf?

Die Falschparker in der Kurve stören die Radfahrer nicht - und hinter
dem Z267 auf der rechten Seite (also in Fahrtrichtung links) vor den
Häusern wird "nur" während des Museumsuferfests geparkt.
Dann gibt es aber in der Regel keinen Radverkehr...

ciao

dirk

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 2:36:19 AM10/10/16
to
Thomas Bliesener <usen...@melix.mx> wrote:

> Warum, war doch bloß'n Unfall? Er hat den Radfahrer halt übersehen,
> bedauerlich, aber kommt vor. Eine eventuelle Geldstrafe hat der Autler
> schneller abbezahlt, als Dirk aus dem Krankenhaus wieder raus ist.

Genau.
Wobei ich letzthin ein Gespräch "belauschen" durfte, wo sich zwei
Auswärtige über die Freigaben unterhalten haben und sich gegenseitig
darüber beschwert haben, wie unverschämt die Radfahrer doch seien, wenn
sie auf ihre Vorfahrt an Rechts vor Links-Kreuzungen bestehen würden und
dass sie einfach so in Straßen fahren würden und somit "plötzlich" vor
der Motorhaube auftauchen würden...

ciao

dirk

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 2:37:59 AM10/10/16
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> OK, ich formuliere es mal etwas direkter: Wenn zwischen Parkern und
> fahrendem KFZ kein Platz mehr für ein Rad ist, ohne dass Lack oder
> Lenker nachgibt, macht die StVB etwas falsch, wenn sie die Gegenrichtung
> freigibt.

Hier gibt es auch Straßen, die für den Autoverkehr in beide Richtungen
freigegeben sind, in denen keine 2 PKW aneinander vorbeikommen...

Ciao

dirk

Anton Ertl

unread,
Oct 10, 2016, 2:38:01 AM10/10/16
to
Es gibt genuegend Strassen, die keinen Begegnungsverkehr zulassen, und
die keine Einbahnen sind. Da muss man dann bei jedem Abschnitt vor
dem Einfahren schauen, ob schon wer in dem Abschnitt entgegen kommt,
und ggf. an der Ausweichstelle anhalten. Die
Strassenverkehrsbehoerden haben da keinen Fehler gemacht, das ist so
vorgesehen. Wenn das zwei Autos auf solchen Strassen koennen (in
Island sogar in Tunnels), warum sollten das Radfahrer und Autos nicht
koennen?

Und selbst wenn die das nicht koennen, dann ist der Fehler wohl eher,
dass das Parken in so einer Strasse erlaubt ist.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/
Radfahrer sollten vor oder hinter fahrenden Kfz fahren und nicht daneben

HC Ahlmann

unread,
Oct 10, 2016, 3:27:14 AM10/10/16
to
IBTD:
Wenn zwischen legal parkenden und fahrendem Kfz kein Platz mehr für ein
Rad ist, ohne dass Lack oder Lenker nachgibt, macht die StVB etwas
falsch, wenn sie die Gegenrichtung freigibt.
und
Wenn zwischen falsch parkenden und fahrendem Kfz kein Platz mehr für ein
Rad ist, ohne dass Lack oder Lenker nachgibt, macht die StVB etwas
falsch, weil sie Falschparken nicht unterbindet.

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 5:59:35 AM10/10/16
to
HC Ahlmann <hc.ah...@gmx.de> wrote:

> Wenn zwischen legal parkenden und fahrendem Kfz kein Platz mehr für ein
> Rad ist, ohne dass Lack oder Lenker nachgibt, macht die StVB etwas
> falsch, wenn sie die Gegenrichtung freigibt.

Das sehe ich nicht so - siehe die vielen Straßen, die keine
Einbahnstraßen sind aber trotzdem keinen Platz für 2 sich begegenende
PKW haben.

Ciao

dirk

Martin Wohlauer

unread,
Oct 10, 2016, 6:03:23 AM10/10/16
to
Du weißt, dass man bei Fahrrädern immer andere Maßstäbe anlegt, was das
»erlauben« angeht?

Grüßle,

Martin.

Martin Wohlauer

unread,
Oct 10, 2016, 6:04:31 AM10/10/16
to
Haste was dazu gesagt?

Grüßle,

Martin.

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 6:19:07 AM10/10/16
to
Martin Wohlauer <mwoh...@yahoo.de> wrote:

> Haste was dazu gesagt?

Nö, das Niveau des Gesprächst war unterirdisch...

Ciao

dirk

HC Ahlmann

unread,
Oct 10, 2016, 6:43:11 AM10/10/16
to
Solange es Ausweichmöglichkeiten in Sichtweite gibt, macht die StVB
keinen Fehler (Ausweichmöglichkeiten waren aber nicht vorausgesetzt).
Fehler machen dann die Fahrzeugführer, die gleichzeitig in die Engstelle
einfahren.

Markus Luft

unread,
Oct 10, 2016, 10:36:00 AM10/10/16
to
On Mon, 10 Oct 2016 08:36:18 +0200, Dirk Wagner wrote:

> Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:
>
>
>> Bei Streetview ist die Freigabe aufgehoben:
>> <https://goo.gl/maps/4QByG9ZvQ522>
>> Und das haben sie in der Gegend schon wieder rückgängig gemacht?
>> Jedenfalls scheint es eine Geschichte dazu zu geben.
>
> Das Bild bei Streetview entstand VOR der Freigabe.
> D.h. die Straßenmalerei und die Schlider sind schon da, es war nur noch
> nicht offiziell.
Ach so.

>
>> Das Problem entsteht aber durch das rechtswidrige Legalisieren
>> des Falschparkens und durch echte Falschparker.
>
> Wie kommst Du darauf?
>
Ganz einfach, wenn nicht KFZ rechtswidrig legalisiert oder
falschparkend auf, bzw. teilweise auf der Fahrbahn stünden, dann
wäre auch Platz für den Begegnungsverkehr KFZ/Fahrrad.
Es scheint auch noch nie in der Gegend gebrannt zu haben...


Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 10:50:09 AM10/10/16
to
Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:

> Ganz einfach, wenn nicht KFZ rechtswidrig legalisiert oder
> falschparkend auf, bzw. teilweise auf der Fahrbahn stünden, dann
> wäre auch Platz für den Begegnungsverkehr KFZ/Fahrrad.
> Es scheint auch noch nie in der Gegend gebrannt zu haben...

Wo wohnst Du, dass Dir das zu eng ist?
Das ist doch eine ganz normale Fahrbahn einer Seitenstraße. Die
Müllabfuhr kommt da problemlos durch - und auch der Container-LKW, der
alle Monat Vorräte fürs Chinesische Konsulat hier abliefert, hatte noch
keine Probleme...

Und wie kommst du auf "rechtswidrig legalisiert"?

Ciao

dirk

Markus Luft

unread,
Oct 10, 2016, 11:32:28 AM10/10/16
to
On Mon, 10 Oct 2016 16:50:07 +0200, Dirk Wagner wrote:

> Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:
>
>> Ganz einfach, wenn nicht KFZ rechtswidrig legalisiert oder
>> falschparkend auf, bzw. teilweise auf der Fahrbahn stünden, dann
>> wäre auch Platz für den Begegnungsverkehr KFZ/Fahrrad.
>> Es scheint auch noch nie in der Gegend gebrannt zu haben...
>
> Wo wohnst Du, dass Dir das zu eng ist?
> Das ist doch eine ganz normale Fahrbahn einer Seitenstraße. Die
> Müllabfuhr kommt da problemlos durch - und auch der Container-LKW, der
> alle Monat Vorräte fürs Chinesische Konsulat hier abliefert, hatte noch
> keine Probleme...
>
An Deiner Stelle würde ich mich ja mal entscheiden, ob es Dir zu eng ist
oder nicht.

> Und wie kommst du auf "rechtswidrig legalisiert"?
>
Aufgrund der Restgehwegbreite. Ist bei dem von mit gelinkten Streetview-
Auschnitt ja wohl überdeutlich zu sehen.

Dirk Wagner

unread,
Oct 10, 2016, 11:45:52 AM10/10/16
to
Markus Luft <01-...@news.marquee-moon.de> wrote:

> An Deiner Stelle würde ich mich ja mal entscheiden, ob es Dir zu eng ist
> oder nicht.

Die Verbindung zwischen meiner Schilderung und dem Bild bei Streetview
kommt von Dir.

An den gezeigten Stellen hatte ich noch nie Probleme - bis auf die mit
den Chinesen, die dort mit dem Auto gegen die Einbahnstraße fahren.

Und auch sonst hatte ich es jahrelang geschaft konfliktfrei diese
Straßen zu nutzen. Mit der einen geschilderten Ausnahme...

Also reicht es mir - und auch 99% der Autofahrer.

Ciao

dirk

Chr. Maercker

unread,
Oct 10, 2016, 11:46:16 AM10/10/16
to
Andre Eiger wrote:
> Nein Jörg, das ist nicht das gleiche. Fußgänger können unvermittelt die
> Richtung ändern oder stehenbleiben, und zwar so unvermittelt, wie es kein
> normales Fahrrad kann. Fußgänger unter sich stoßen trotzdem so gut wie
> nie zusammen, weil Geschwindigkeit, Wahrnehmung und Reaktionsvermögen
> zusammenpassen.

FULL ACK und das trotz einer Unaufmerksamkeit für ihre Umgebung, die
bisweilen jeder Beschreibung spottet.

> Ein Radfahrer auf der Fahrbahn dagegen wird, bei Anwesenheit von
> Autoverkehr, sehr bewusst darauf achten, seine Fahrlinie einzuhalten. Und
> kein Autofahrer rechnet damit, dass ein Radfahrer vor ihm plötzlich über
> seine Fahrlinie abbiegt oder auch nur einen größeren Schlenker in seine
> Richtung macht.

Oder sie meiden Fahrbahnen, weil sie genau davor eine Riesenangst haben,
wegen eines Schlenkers umgefahren zu werden. Obwohl diese Angst
statistisch unbegründet ist, halten sich Gerüchte, deswegen seien
diverse Unfälle passiert.

--


CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Gerald E:scher

unread,
Oct 10, 2016, 8:26:24 PM10/10/16
to
Am 10.10.16 um 08:37 schrieb Dirk Wagner:
Hier auch, weil unser grüner Verkehrsstadtrat illegales Parken per
Bodenmarkierung in manchen Straßen legalisieren ließ bzw. es geduldet
wird (Verstoß gegen § 24 Abs. 3 lit. c StVO).

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Johann Mayerwieser

unread,
Oct 11, 2016, 2:14:52 AM10/11/16
to
Am Tue, 11 Oct 2016 02:26:24 +0200 schrieb Gerald E:scher:

>> Hier gibt es auch Straßen, die für den Autoverkehr in beide Richtungen
>> freigegeben sind, in denen keine 2 PKW aneinander vorbeikommen...
>
> Hier auch, weil unser grüner Verkehrsstadtrat illegales Parken per
> Bodenmarkierung in manchen Straßen legalisieren ließ bzw. es geduldet
> wird (Verstoß gegen § 24 Abs. 3 lit. c StVO).

Kann nicht Wien sein, hier wurden ganze Straßen - bzw. der halbe Inhalt
davon abgeschleppt, wo bis dahin das beidseitige Parken geduldet wurde
obwohl nur eine Fahrspur frei blieb.

Gerald E:scher

unread,
Oct 11, 2016, 10:27:37 AM10/11/16
to
Am 11.10.16 um 08:14 schrieb Johann Mayerwieser:
> Am Tue, 11 Oct 2016 02:26:24 +0200 schrieb Gerald E:scher:
>
>>> Hier gibt es auch Straßen, die für den Autoverkehr in beide Richtungen
>>> freigegeben sind, in denen keine 2 PKW aneinander vorbeikommen...
>>
>> Hier auch, weil unser grüner Verkehrsstadtrat illegales Parken per
>> Bodenmarkierung in manchen Straßen legalisieren ließ bzw. es geduldet
>> wird (Verstoß gegen § 24 Abs. 3 lit. c StVO).
>
> Kann nicht Wien sein,

Nein, da gibt's eine grüne Verkehrsstadträtin, die ist aber auch nicht
besser.

> hier wurden ganze Straßen - bzw. der halbe Inhalt
> davon abgeschleppt, wo bis dahin das beidseitige Parken geduldet wurde
> obwohl nur eine Fahrspur frei blieb.

Das Geheule der armen, misshandelten Autofahrern hat es aber nicht bis
in die Medien geschafft?
Wien ist anders. Umgekehrt werden/wurden Einbahnstraßen zur Schaffung
von Parkraum eingerichtet und dem Fußgängerverkehr wird Platz
weggenommen, indem teilweises Parken am Gehsteig erlaubt wird. Habe mich
gestern erst wieder in Hütteldorf über die geringe Restbreite des
Gehsteigs geärgert.

Anton Ertl

unread,
Oct 11, 2016, 12:09:44 PM10/11/16
to
hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) writes:
>Anton Ertl <an...@mips.complang.tuwien.ac.at> wrote:
>
>> hc.ah...@gmx.de (HC Ahlmann) writes:
>> >Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:
>> >Mich wundert nach der Schilderung, dass der talfahrende Radfahrer nicht
>> >den Begegnungspunkt der dreien vorausgesehen hat und entsprechend seine
>> >Geschwindigkeit reduzierte, sondern klingelte.
>>
>> Den Begegnungspunkt gab's vielleicht gar nicht.
>
>In der Rückschau war es tatsächlich ein Punkt, vor dem Unfall war es
>eher Raum als Punkt, in dem es eng werden würde.

Es gab offensichtlich den Punkt, wo der von hinten kommende mit der
Frau kollidiert ist. Der von vorne kommende kann da aber noch weit
weg gewesen sein, die Frau kann ihm vorausschauend ausgewichen sein.

>In der Rückschau, um den Satzanfang zu wiederholen, hat er zu spät oder
>zu zögerlich gebremst, denn der Zusammenstoß fand statt. Daraus wird ihm
>der Vorwurf unangepasste Geschwindigkeit, die zu einem Unfall mit
>tötlichem Ausgang führte, gemacht werden

Die Frage ist, was in so einer Situation eine angepasste
Geschwindigkeit waere. Die einzige Moeglichkeit, bei Nutzung dieses
Weges so eine Kollision sicher zu verhindern, waere, im angemessenen
Abstand hinter der Fussgaengerin herzufahren und auf das Ueberholen zu
verzichten. Die Wahrscheinlichkeit und die Folgen der Kollision
waeren bei niedrigerem Tempo wohl niedriger, aber trotzdem vorhanden.
WIMRE wurden hier schon ein Unfall berichtet, wo ein Radfahrer nach
einer Kollision mit einem Fussgaenger auf die Fahrbahn stuerzte und
dort ueberfahren wurde. Von daher kann man nur von der Nutzung
solcher Wege abraten.

Joerg

unread,
Oct 11, 2016, 12:36:11 PM10/11/16
to
On 2016-10-10 08:46, Chr. Maercker wrote:
> Andre Eiger wrote:

[...]

>> Ein Radfahrer auf der Fahrbahn dagegen wird, bei Anwesenheit von
>> Autoverkehr, sehr bewusst darauf achten, seine Fahrlinie einzuhalten. Und
>> kein Autofahrer rechnet damit, dass ein Radfahrer vor ihm plötzlich über
>> seine Fahrlinie abbiegt oder auch nur einen größeren Schlenker in seine
>> Richtung macht.
>
> Oder sie meiden Fahrbahnen, weil sie genau davor eine Riesenangst haben,
> wegen eines Schlenkers umgefahren zu werden. Obwohl diese Angst
> statistisch unbegründet ist, halten sich Gerüchte, deswegen seien
> diverse Unfälle passiert.
>

Es sind Schlenker der Autofahrer und da ist nichts unbegruendet. Dabei
sterben u.a. Radfahrer:

http://www.startribune.com/man-who-was-making-a-bank-payment-on-his-phone-and-killed-a-biking-mom-speaks-out/305763401/

Falls der Link in Europa nicht funktioniert, das Video ist sehr
eindruecklich. Darin kommt der Unfallverursacher zu Wort.

https://www.youtube.com/watch?v=BiYCuZz60Pg&feature=youtu.be

Darueber den Kopf in den Sand zu stecken, bringt dieses Problem nicht
weg. Genausowenig wie es die vielen Unfaelle wegbuegelt, die durch
betrunkene oder zugekiffte Autofahrer auf aehnliche Art verursacht
werden. Allein dabei sind dieses Jahr in unserer Gegend wieder einige
Radfahrer ums Leben gekommen (ich hatte Links gebracht). Auf voll
separierten Radwegen passiert das nicht, wenn man als Radfahrer an
Ueberwegen und Kreuzungen aufpasst.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Bernhard Kraft

unread,
Oct 19, 2016, 10:00:04 AM10/19/16
to
Am Freitag, 7. Oktober 2016 15:01:13 UTC+2 schrieb Kai Borgolte:
> Nach einem Unfall vor drei Wochen in meiner Straße, die L 158 in Bad
> Godesberg Richtung Pech, ist das schwer verletzte Opfer jetzt gestorben.
>
> Es handelt sich um einen benutzungspflichtigen Zweirichtungsrad- und
> -fußweg. Die Frau wurde von hinten umgefahren, nachdem sie einem
> entgegenkommenden Fahrrad ausgewichen ist.
>
> <http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/73-J%C3%A4hrige-von-Radfahrer-erfasst-und-schwer-verletzt-article3360456.html>
> <http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/3449210>
>


Jetzt wird noch nach dem korrekten Radwegbenutzer gesucht und die bösen
Radfahrer werden mal wieder zurecht gewiesen. Geschenkt. Aber sie schreiben
nicht einmal, dass dort Geisterradeln mangels Blauschild *verboten* ist.

<http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Wie-viele-Personen-waren-in-den-tragischen-Unfall-verwickelt-article3384111.html>

Sabine Wittrock

unread,
Oct 19, 2016, 11:18:19 AM10/19/16
to
Am 19.10.2016 um 15:59 schrieb Bernhard Kraft:

> Jetzt wird noch nach dem korrekten Radwegbenutzer gesucht und die bösen
> Radfahrer werden mal wieder zurecht gewiesen. Geschenkt. Aber sie schreiben
> nicht einmal, dass dort Geisterradeln mangels Blauschild *verboten* ist.
>
> <http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Wie-viele-Personen-waren-in-den-tragischen-Unfall-verwickelt-article3384111.html>
>
Die ältere Radfahrerin auf dem Bild fährt auch links.
Sollte man das kommentieren?
Gruß
Sabine

Kai Borgolte

unread,
Oct 19, 2016, 12:36:29 PM10/19/16
to
Am 19.10.2016 um 15:59 schrieb Bernhard Kraft:

> Aber sie schreiben
> nicht einmal, dass dort Geisterradeln mangels Blauschild *verboten* ist.

Ist es auch nicht. Ich habe mit Anwohnern gesprochen, die Unfallstelle
entspricht dem Foto im heutigen Artikel. Das ist kurz unterhalb des
Blauschildes Höhe Minigolfplatz.

Ich habe vor einer guten Woche auch bei der Polizei angefragt wegen
Unfallstelle und Beschilderung bzw. korrektem Verhalten auf der L 158.
Bis jetzt kam nur eine Eingangsbestätigung zurück.
--
Kai Borgolte, Bonn



Bernhard Kraft

unread,
Oct 19, 2016, 1:28:34 PM10/19/16
to
Am 19.10.2016 um 18:36 schrieb Kai Borgolte:
> Am 19.10.2016 um 15:59 schrieb Bernhard Kraft:
>
>> Aber sie schreiben
>> nicht einmal, dass dort Geisterradeln mangels Blauschild *verboten* ist.
>
> Ist es auch nicht

Braucht man wirklich ein VZ 254 um Geisterradeln auf Radwegen zu
verbieten? Diese grauenhaften straßenbegleitenden Zweirichtungsradwege
bringen uns noch alle um.

Redoute

unread,
Oct 19, 2016, 4:15:43 PM10/19/16
to
Am 19.10.2016 um 19:28 schrieb Bernhard Kraft:

> Braucht man wirklich ein VZ 254 um Geisterradeln auf Radwegen zu
> verbieten?

Nein, aber knapp oberhalb der Unfallstelle wird Geisterradeln
ausdrücklich erlaubt bzw. vorgeschrieben:
<https://goo.gl/maps/nXawke9bEFB2>
--
Kai Borgolte, Bonn

Chr. Maercker

unread,
Oct 20, 2016, 6:55:56 AM10/20/16
to
Joerg wrote:
> Es sind Schlenker der Autofahrer und da ist nichts unbegruendet. Dabei
> sterben u.a. Radfahrer:

Ja, kommt vor. Schafft es nur nie in deutsche Unfallstatistiken.

> Darueber den Kopf in den Sand zu stecken, bringt dieses Problem nicht
> weg. Genausowenig wie es die vielen Unfaelle wegbuegelt, die durch
> betrunkene oder zugekiffte Autofahrer auf aehnliche Art verursacht
> werden. Allein dabei sind dieses Jahr in unserer Gegend wieder einige
> Radfahrer ums Leben gekommen (ich hatte Links gebracht). Auf voll
> separierten Radwegen passiert das nicht, wenn man als Radfahrer an
> Ueberwegen und Kreuzungen aufpasst.

Ganz so besoffen fahren sie hierzulande denn doch nicht. Und wenn, bin
ich sogar froh, wenn sie auf's Fahrrad wechseln, auch wenn das nicht gut
für die Unfallbilanz von Radfahrern ist.

Bodo G. Meier

unread,
Oct 20, 2016, 7:53:12 AM10/20/16
to
Sind diese Pfeile wirklich als Gebot aufzufassen?

Oder sind sie nur ein Hinweis, dass mit Radverkehr aus beiden Richtungen
zu rechnen ist?

Für ein Gebot müsste meiner Meinung nach je ein Z240 frontal sichtbar
zur Fahrtrichtung angebracht sein. Und auch an jeder Kreuzung/Einmündung
wiederholt werden.

Die nächste Einmündung ist "Am Stadtwald". Und auch dort wieder nur ein
Z240 mit Zusatzpfeilen und eine Strassenmalerei.
Wie soll ein aus Richtung Pech kommender Radfahrer erkennen, dass er ab
hier zum Geisterradeln aufgefordert werden soll?

https://www.google.de/maps/@50.6744048,7.1397659,3a,75y,7.19h,90.99t/data=!3m6!1e1!3m4!1sfPLwm9aDX4jFcaE_vqgaag!2e0!7i13312!8i6656

Gruss,
Bodo

Kai Borgolte

unread,
Nov 7, 2016, 9:06:29 AM11/7/16
to
Am 19.10.2016 um 18:36 schrieb Kai Borgolte:

> Ich habe vor einer guten Woche auch bei der Polizei angefragt wegen
> Unfallstelle und Beschilderung bzw. korrektem Verhalten auf der L 158.

Heute kam eine E-Mail vom Polizeipräsidium Bonn, Direktion Verkehr /
Führungsstelle, hier der unkommentierte Dialog:

>> 1. Wo genau (Hausnummer oder Koordinaten) ist der Unfall passiert?
>
> 1. Unfallörtlichkeit war die Marienforster Str. 20 in Bad
> Godesberg.
>
>> 2. Darf der Radweg an dieser Stelle bergab, also linksseitig,
>> benutzt werden, oder muss die Fahrbahn benutzt werden?
>> 3. Muss der Radweg an dieser Stelle bergab, also linksseitig,
>> benutzt werden, oder darf auch die Fahrbahn benutzt werden?
>
> 2. 400 Meter vor der Unfallstelle ist das Verkehrszeichen 240
> (gemeinsamer Geh-Radweg) an einem Lichtmast angebracht. Durch
> dieses Zeichen wird der Weg grundsätzlich benutzungspflichtig,
> d.h. die Fahrbahn darf NICHT benutzt werden. Somit erübrigt
> sich Frage 3.
>
>> Nach eigener Sichtung *darf* der Radweg im Abschnitt Gut Marienforst
>> bis zur Höhe Ausfahrt Minigolfplatz *nicht* linksseitig benutzt
>> werden, da (für mich überraschend) keine Schilder zu Freigabe oder
>> Benutzungspflicht vorhanden sind (§ 2 (4) Satz 4 StVO). Ab dieser
>> Stelle bis zur Kreuzung Brunnenallee *muss* der Radweg linksseitig
>> benutzt werden, da an dieser Stelle ein "Blauschild" mit
>> Richtungspfeilen angebracht ist.
>>
>> 4. Ist meine Beobachtung richtig?
>
> 4. Die Beschilderung mit Zeichen 240 ist sehr wohl vorhanden,
> z.B. auf der Fahrbahn zur Einmündung "Am Stadtwald", somit
> gilt auch in Ihrem beschriebenen Streckenverlauf ebenfalls
> die Benutzungspflicht.
>
>> 5. Ist diese Beschilderung richtig?
>>
> 5. Die Beschilderung erscheint richtig (originäre Zuständigkeit
> bei der Stadt Bonn) und wird
>
>> 6. Werden diese Regelungen durchgesetzt?
>
> 6. im Rahmen der Streife überwacht/sanktioniert.

--
Kai Borgolte, Bonn

Bodo G. Meier

unread,
Nov 7, 2016, 10:20:05 AM11/7/16
to
Erst mal vielen Dank für Deine Mühe!

Beim Lesen wird mir echt schlecht. *8-Q*
Da bekommen Pflastermalereien und ein längs zur Fahrtrichtung
angeschraubtes VZ 240 gesetzliche Wirkung zugesprochen. Als RadfahrerIn
und FussgängerIn muss man jetzt also ständig mit Blick auf den Boden und
zu den Seiten nach relevanten Gebotszeichen suchen?
Saubande! :-<

Wütend,
Bodo


Thomas Sçhlueter

unread,
Nov 7, 2016, 10:26:01 AM11/7/16
to
Am 07.11.2016 um 16:20 schrieb Bodo G. Meier:
> Am 07.11.2016 um 15:07 schrieb Kai Borgolte:

>> Heute kam eine E-Mail vom Polizeipräsidium Bonn, Direktion Verkehr /
>> Führungsstelle, hier der unkommentierte Dialog:
>> [...]
>
> Beim Lesen wird mir echt schlecht. *8-Q*
> Da bekommen Pflastermalereien und ein längs zur Fahrtrichtung
> angeschraubtes VZ 240 gesetzliche Wirkung zugesprochen. Als RadfahrerIn
> und FussgängerIn muss man jetzt also ständig mit Blick auf den Boden und
> zu den Seiten nach relevanten Gebotszeichen suchen?
> Saubande! :-<

Da hat jemand aus dem Bauch heraus geantwortet, ohne einen Blick in die
Straßenakten zu werfen (so es sie denn generell bzw. spezifische Angaben
zu Form und Inhalt der gewollten Radverkehrsführung darin denn überhaupt
gibt...).

Tom

Joerg

unread,
Nov 12, 2016, 5:25:24 PM11/12/16
to
On 2016-10-20 03:55, Chr. Maercker wrote:
> Joerg wrote:
>> Es sind Schlenker der Autofahrer und da ist nichts unbegruendet. Dabei
>> sterben u.a. Radfahrer:
>
> Ja, kommt vor. Schafft es nur nie in deutsche Unfallstatistiken.
>

Das hilft dem kleinen Jungen und dessen Eltern nicht, der in Aachen
unter den Zwillingsreifen eines LKW geriet und starb. In der Naehe des
HF-Instituts, wo ich damals arbeitete. Klassischer Laengsverkehrsunfall
mit Todesfolge, in Deutschland. Inzwischen gibt es dort einen
Radstreifen, damals leider nicht.


>> Darueber den Kopf in den Sand zu stecken, bringt dieses Problem nicht
>> weg. Genausowenig wie es die vielen Unfaelle wegbuegelt, die durch
>> betrunkene oder zugekiffte Autofahrer auf aehnliche Art verursacht
>> werden. Allein dabei sind dieses Jahr in unserer Gegend wieder einige
>> Radfahrer ums Leben gekommen (ich hatte Links gebracht). Auf voll
>> separierten Radwegen passiert das nicht, wenn man als Radfahrer an
>> Ueberwegen und Kreuzungen aufpasst.
>
> Ganz so besoffen fahren sie hierzulande denn doch nicht. Und wenn, bin
> ich sogar froh, wenn sie auf's Fahrrad wechseln, auch wenn das nicht gut
> für die Unfallbilanz von Radfahrern ist.
>

Hier haben die Waehler gerade Marijuana fuer ganz normalen Konsum
freigegeben. Da werde ich einige zusaetzliche Fahrbahnen demnaechst wohl
mit dem Auto fahren, denn das hat einen klassischen Rahmen, Airbags,
Gurte und wiegt fast zwei Tonnen.

Dirk Wagner

unread,
Nov 14, 2016, 3:31:33 AM11/14/16
to
Kai Borgolte <Kai.Bo...@gmx.de> wrote:

> >> 6. Werden diese Regelungen durchgesetzt?
> >
> > 6. im Rahmen der Streife überwacht/sanktioniert.

In Bonn kümmert sich das Polizeipräsidium (d.h. die dem Land
unterstehende Polizei) um Radfahrer, die den Radweg nicht bzw. in die
falsche Richtung benutzen?

Wirklich? Oder nur auf dem Papier? Oder während einmal jährlich
stattfinden "Schwerpunktkontrollen"?

ciao

dirk

Martin Wohlauer

unread,
Nov 14, 2016, 5:01:23 AM11/14/16
to
»im Rahmen der Streife überwacht« kannst du dir so vorstellen:
Streifenbulle – höchstwahrscheinlich im Auto unterwegs, weil zu
Fußgängerstreife ist nicht mehr »in« – sieht irgendwas und entscheidet
nach Lust und Laune, ob er jetzt einschreitet oder nicht. Und da
entscheidet man all zu oft schon mal auf »juckt mich gerade nicht/ich
hab was besseres zu tun«. Selbst bei Fahrbahnfahrerei sieht das so aus.

Grüßle,

Martin.

H0Iger SchuIz

unread,
Nov 14, 2016, 7:20:55 AM11/14/16
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> Hier haben die Waehler gerade Marijuana fuer ganz normalen Konsum
> freigegeben.

Pflicht ist's noch nicht? Na, da hat aber einer nochmal Glück gehabt.

Ansonsten hat man in den USA ja gute Erfahrungen mit dem Verbot von
Rauschmitteln. Warum haben die eigentlich damals die Alkohol-Prohibition
aufgehoben?

> Da werde ich einige zusaetzliche Fahrbahnen demnaechst wohl
> mit dem Auto fahren, denn das hat einen klassischen Rahmen, Airbags,
> Gurte und wiegt fast zwei Tonnen.

Ja, in Kiffer-Bundesstaaten muss man immer viel Masse dabei haben.
Klingt logisch.

hs

H0Iger SchuIz

unread,
Nov 14, 2016, 7:20:55 AM11/14/16
to
Joerg <ne...@analogconsultants.com> wrote:

> Der Effekt ist der gleiche. Im Fall Auto-Radfahrer sind die Konsequenzen
> nur im Druchschnitt schlimmer.

Das Gleiche, nur anders ...

Ja, danke.

hs

Thomas Sçhlueter

unread,
Nov 15, 2016, 5:37:20 AM11/15/16
to
Am 14.11.2016 um 13:20 schrieb H0Iger SchuIz:
>
> Ansonsten hat man in den USA ja gute Erfahrungen mit dem Verbot von
> Rauschmitteln.

Holland [tm] zeigt mal wieder, wie man Radverkehr richtig fördert:
<http://bobbeamon.890m.com/cannabis_vs_km_nl.jpg>

Tho"SCNR"mas
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