Fahrradmitnahme im ÖPNV contra 9 EUR-Tickets - Erfahrungen?

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Chr. Maercker

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Jun 29, 2022, 7:14:21 AMJun 29
to
Hallo,

wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
weitere Fahrräder reichte der Platz.
Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
Abhängigkeiten von
- Wochentag
- Tageszeit
- allg. Bedeutung der Fahrstrecke
- ...
beobachtet?
--


CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Ulf Kutzner

unread,
Jun 29, 2022, 10:26:48 AMJun 29
to
Moin,

Chr. Maercker schrieb am Mittwoch, 29. Juni 2022 um 13:14:21 UTC+2:

> wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
> 9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
> Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
> weitere Fahrräder reichte der Platz.

Verrätst Du denn bitte die Strecke und Regionalzuglinie?

> Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
> Abhängigkeiten von
> - Wochentag
> - Tageszeit
> - allg. Bedeutung der Fahrstrecke
> - ...
> beobachtet?

Allerdings. Aus der RB Mainz - Köln-Deutz wurden vergangenen Samstag die
Fahrräder vor Abfahrt wieder ausgestiegen.

Bedeutung des Zuges: Langläufer trotz RB-Status, Teil diversester Reiseketten, nicht
vor Remagen verstärkt. Es kamen, wie auch zu Fronleichnam, auch nicht alle Reisewilligen
ohne Fahrrad mit.

Auch sonst wurde ggf. der Fahrradzustieg verwehrt, sicher für RE Nürnberg-Würzburg
am 8. Juni, aber auch München - Nürnberg am gleichen Tage.

War jeweils am Vormittag.

Gruß, ULF

Reinhard Zwirner

unread,
Jun 29, 2022, 11:33:19 AMJun 29
to
Chr. Maercker schrieb:
> Hallo,
>
> wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
> 9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
> Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
> weitere Fahrräder reichte der Platz.
> Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
> Abhängigkeiten von
> - Wochentag
> - Tageszeit
> - allg. Bedeutung der Fahrstrecke
> - ...
> beobachtet?

Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...

SCNR

Reinhard

Stephan Gerlach

unread,
Jun 29, 2022, 7:16:03 PMJun 29
to
Chr. Maercker schrieb:
> Hallo,
>
> wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
> 9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
> Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
> weitere Fahrräder reichte der Platz.
> Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
> Abhängigkeiten von
> - Wochentag
> - Tageszeit
> - allg. Bedeutung der Fahrstrecke
> - ...
> beobachtet?

Auf meiner "Standard-Strecke" S4 zwischen Leipzig und Eilenburg:
Die Züge waren/sind durch die Bank weg alle voller als vor Einführung
des 9-EURO-Tickets, aber ich kam mit dem Fahrrad bisher trotzdem immer
rein bzw. wäre auch dann reingekommen, als ich vorsorglich extra ohne
Fahrrad mitgefahren bin.
Obwohl auf der Strecke seit geraumer Zeit nur Miniatur-Züge fahren.
Allerdings habe ich die besonders vollen Uhrzeiten wohl "verpaßt".


--
> Eigentlich sollte Brain 1.0 laufen.
gut, dann werde ich mir das morgen mal besorgen...
(...Dialog aus m.p.d.g.w.a.)

Chr. Maercker

unread,
Jun 30, 2022, 3:34:27 AMJun 30
to
Ulf Kutzner wrote:
> Verrätst Du denn bitte die Strecke und Regionalzuglinie?

Halle-Magdeburg. Stephen Gerlach berichtet von Leipzig-Eilenburg gerade
ähnliche Erfahrungen, scheint also die ganze Region zu betreffen.

> Allerdings. Aus der RB Mainz - Köln-Deutz wurden vergangenen Samstag die
> Fahrräder vor Abfahrt wieder ausgestiegen.

In der Gegend waren die Regionalzüge schon vorher spürbar voller als
hierzugegend. Meine letzte Fahrt (WIMRE Düsseldorf-Dortmund) liegt
allerdings mehr als zehn Jahre zurück. In dem Zug fühlte ich mich wie im
Orient. ;-)

> Bedeutung des Zuges: Langläufer trotz RB-Status, Teil diversester Reiseketten, nicht
> vor Remagen verstärkt.

Trifft für Halle-Magdeburg in etwa auch zu.

> Auch sonst wurde ggf. der Fahrradzustieg verwehrt, sicher für RE Nürnberg-Würzburg
> am 8. Juni, aber auch München - Nürnberg am gleichen Tage.
>
> War jeweils am Vormittag.

OK, danke. Früh morgends isses dann evtl. noch schlimmer?

Heinrich Pfeifer

unread,
Jun 30, 2022, 4:46:45 AMJun 30
to
Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>
> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...

Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.

--
Heinrich
mail: new<at>pfei.eu

Ulf Kutzner

unread,
Jun 30, 2022, 4:59:42 AMJun 30
to
Chr. Maercker schrieb am Donnerstag, 30. Juni 2022 um 09:34:27 UTC+2:
> Ulf Kutzner wrote:
> > Verrätst Du denn bitte die Strecke und Regionalzuglinie?

> Halle-Magdeburg. Stephen Gerlach berichtet von Leipzig-Eilenburg gerade
> ähnliche Erfahrungen, scheint also die ganze Region zu betreffen.

Steph*a*n könnte an Magdeburg - Halle durchaus interessiert sein...

> > Allerdings. Aus der RB Mainz - Köln-Deutz wurden vergangenen Samstag die
> > Fahrräder vor Abfahrt wieder ausgestiegen.

> In der Gegend waren die Regionalzüge schon vorher spürbar voller als
> hierzugegend. Meine letzte Fahrt (WIMRE Düsseldorf-Dortmund) liegt
> allerdings mehr als zehn Jahre zurück. In dem Zug fühlte ich mich wie im
> Orient.

Da war ich nie mit Zug oder Fahrrad unterwegs; selbst Jugoslawien
(und damit auch Griechenland*) hatte ich bei meinen Interrail-Touren
ausgespart, nachdem ich wüste Geschichten über Stehplatzreisende
in Liegeabteilen und über gelegentliche Vorplanabfahrten gehört hatte.

> > Bedeutung des Zuges: Langläufer trotz RB-Status, Teil diversester Reiseketten, nicht
> > vor Remagen verstärkt.
> Trifft für Halle-Magdeburg in etwa auch zu.
> > Auch sonst wurde ggf. der Fahrradzustieg verwehrt, sicher für RE Nürnberg-Würzburg
> > am 8. Juni, aber auch München - Nürnberg am gleichen Tage.
> >
> > War jeweils am Vormittag.

> OK, danke. Früh morgends isses dann evtl. noch schlimmer?

Samstags/sonntags wohl eher nicht. Hat jemand bis Ende August noch einen Feiertag?

Frühmorgens an Wochentagen sollte man versuchen, gegen den Strom
von Schülern/Berufspendlern zu schwimmen oder aber sehr, sehr früh fahren.

*) Ja, Seestrecke von Italien her wäre auch irgendwie gegen Aufzahlung gegangen.
Und zurück.

Bodo G. Meier

unread,
Jun 30, 2022, 7:15:21 AMJun 30
to
Am 30. Juni. 2022 um 10:46 schrieb Heinrich Pfeifer:
> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>
>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>
> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.

Wir sind hier in d.r.f. Du meinst also ein /Gebäckstück/.

SCNR
Bodo


Stephan Gerlach

unread,
Jun 30, 2022, 2:02:42 PMJun 30
to
Chr. Maercker schrieb:
> Ulf Kutzner wrote:
>> Verrätst Du denn bitte die Strecke und Regionalzuglinie?
>
> Halle-Magdeburg

Gut zu wissen.
Dann sollte ich am Sonntag in Magdeburg taktisch vorgehen und evtl.
gleich den Zug nach Halle ansteuern anstatt den (direkten) Zug nach
Leipzig. Obwohl dann in Halle nochmal umgestiegen werden muß, könnte
diese Taktik letztenendes erfolgreicher sein.

> Stephen Gerlach berichtet von Leipzig-Eilenburg gerade
> ähnliche Erfahrungen, scheint also die ganze Region zu betreffen.

Laut Fernseh-Berichten ist es auf Leipzig-Magdeburg deutlich voller.

Nico Hoffmann

unread,
Jun 30, 2022, 5:10:23 PMJun 30
to
Heinrich Pfeifer scheitert mit klassischen Definitionen:

> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>
>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>
> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.

So kann man das auch nicht sagen. Ein Gepäckstück ist es nur
zusammengefaltet.

Es ist offensichtlich ein Quantenobjekt, und der
Zusammenfaltungsoperator ist nicht kommutativ mit dem
Eisenbahn-Operator, woraus sich nach Heisenberg eine Unschärferelation
ergibt.

Das kann man physikalisch so deuten, dass das Objekt je nach
Sichtweise entweder als Fahrrad oder als Gepäckstück in Erscheinung
tritt.

HTH,

N.
--
God Save the Queen

Reinhard Zwirner

unread,
Jul 1, 2022, 5:09:58 PMJul 1
to
Heinrich Pfeifer schrieb:
> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>
>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>
> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.

Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!

Stellvertretenderweise höchst empört

Reinhard

Gerald Eіscher

unread,
Jul 1, 2022, 5:58:50 PMJul 1
to
Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
> Heinrich Pfeifer schrieb:
>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>
>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>
>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>
> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!

?
Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Thomas Bliesener

unread,
Jul 1, 2022, 11:00:05 PMJul 1
to
Reinhard Zwirner schrieb:
[Ein Brompton ist kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.]
>
> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!

Dann kann es Deinem Brompton passieren, daß es gebeten wird, wieder
auszusteigen.

> Stellvertretenderweise höchst empört

Steigst Du dann mit aus?
--
bli

Ulf Kutzner

unread,
Jul 2, 2022, 7:19:43 AMJul 2
to
Thomas Bliesener schrieb am Samstag, 2. Juli 2022 um 05:00:05 UTC+2:
> Reinhard Zwirner schrieb:

> [Ein Brompton ist kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.]
> >
> > Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
> > diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!

> Dann kann es Deinem Brompton passieren, daß es gebeten wird, wieder
> auszusteigen.

Und zu Fronleichnam stand die Bundespolizei hier sehr interessiert vor den
Außentüren, als die Reisendenlenker im Zug einschlägige Ansagen machten.
Sie brauchten insoweit aber nichts mehr zu tun, denn die Fahrräder wurden
von ihren Obleuten wieder ausgestiegen. Auch die Obleute blieben bei Zugabfahrt
zurück.

Gruß, ULF

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 3, 2022, 3:28:38 AMJul 3
to
Am Fri, 1 Jul 2022 23:58:49 +0200 schrieb Gerald E?scher
<Dein-H...@liebt-dich.info>:

>Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
>> Heinrich Pfeifer schrieb:
>>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>
>>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>>
>>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>>
>> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
>> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!
>
>?
>Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
>übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.

Das Rennrad einen meiner Söhne hatte auch kein Problem damit, im
Radkoffer im ICE/TGV als Gepäckstück von hier nach Frankreich
transportiert zu werden. Man kann allerdings der aktuellen
Fahrradzukunft entnehmen, dass dies pures Glück war - die DB verbietet
Gepäckstücke, in die ein Rennrad hineinpasst, ohne es komplett (d.h.
incl. Gabel) zu zerlegen. Die Koffer von ihm und seinem Kumpel erfordern
nur, die Laufräder rauszunehmen. Sie sind trotzdem nicht voluminöser,
als was andere Reisende an Gepäck mitschleppen. Aber wenn die Bahn nach
Gutsherrenart Radfahrer mit Gepäck aus den Zügen werfen kann, und das
tut sie gelegentlich, dann ist das nichts für mich.

--
Wir danken für die Beachtung aller Sicherheitsbestimmungen

Nico Hoffmann

unread,
Jul 3, 2022, 3:27:28 PMJul 3
to
Reinhard Zwirner reist unbehelligt:
Jftr: Der Alex heute nachmittag von Weiden nach Hof wollte keine
Fahrräder mitnehmen. Zumindest laut Anzeige am Bahnsteig. Als ich in
Weiden mit dem zusammengeklappten und sicherheitshalber verhüllten
Dahon[1] zustieg, fand ich im Mehrzweckabteil einen Herrn mit Rennrad
vor (einen einzigen). Es sind bisweilen offenbar Dinge möglich, die
nicht möglich sind.

Ansonsten war heute nachmittag die Relation Weiden - Chemnitz merklich
stärker ausgelastet als ich das von vor ein paar Jahren gewohnt war.

Die Hinfahrt[2] am Freitag nachmittag schien mir eher
unterdurchschnittlich belegt.



Wenn wir schon dabei sind: Falträder im Zusammenspiel mit dem
sog. multimodalen Verkehr werden m.E. stark unterschätzt, oder besser,
sie hätten weit mehr Potential als sie derzeit haben.
Das liegt nach meiner Vermutung zum einen am 70er-Jahre-Klapper-Image,
das in den Köpfen vieler Leute sitzt und zum anderen an den
angebotenen Rädern. Da ist nicht viel dabei, was ich für mich als
brauchbar bezeichnen würde, schon gar nicht zu zivilen Preisen.

Mein Dahon habe ich nach dem Gebrauchtkauf in vielen Dingen
umgebaut. Es ist immer noch ein Nischenfahrrad mit einigen Schwächen,
aber jetzt schon sehr weitgehend alltagstauglich.

Außer ein paar Enthusiasten scheinen Falträder auch keine Lobby zu
haben, die sie wenigstens mal ins Gespräch bringt. Wenn ich daran
denke, mit welchem medialen Aufwand dieser E-Lastenrad-Unfug
betrieben wird...

Ich finde das schade.

N., [3]

[1] http://lewonze.de/bilder/2022/dahon-mrb.jpg (nicht im Alex,
sondern im Zug nach Chemnitz, bevor die ganzen Leute zustiegen)
[2] http://lewonze.de/bilder/2022/dahon-opfbahn.jpg
[3] http://lewonze.de/bilder/2022/dahon-neunkirchen.jpg -
nur weils so schön ist

Bernhard Kraft

unread,
Jul 4, 2022, 5:48:16 AMJul 4
to
Am 01.07.2022 um 23:58 schrieb Gerald Eіscher:
> Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
>> Heinrich Pfeifer schrieb:
>>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>
>>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>>
>>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>>
>> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
>> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!
>
> ?
> Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
> übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.
>
Die Hülle ist ganz nett, aber ich benutze sie nicht mehr. Die Arbeit des
Verpackens spare ich mir. Das hat in der Bahn/Bus noch niemand gestört.
Hätte ich außerhalb Deutschlands Probleme damit?

Chr. Maercker

unread,
Jul 4, 2022, 6:38:44 AMJul 4
to
Stephan Gerlach wrote:
> Gut zu wissen.
> Dann sollte ich am Sonntag in Magdeburg taktisch vorgehen und evtl.
> gleich den Zug nach Halle ansteuern anstatt den (direkten) Zug nach
> Leipzig. Obwohl dann in Halle nochmal umgestiegen werden muß, könnte
> diese Taktik letztenendes erfolgreicher sein.

Hat's geklappt? Gestern Mittag sollen die Züge ziemlich voll gewesen
sein. Sonnabend morgen in Gegenrichtung war wenig los, abends am selben
Tag ging auch.

>> Stephen Gerlach berichtet von Leipzig-Eilenburg gerade
>> ähnliche Erfahrungen, scheint also die ganze Region zu betreffen.
>
> Laut Fernseh-Berichten ist es auf Leipzig-Magdeburg deutlich voller.

Die Verbindung via Dessau ist zwar durchgehend, aber nicht allzo flott
und das nicht nur, weil sie länger ist.
Via Halle ist evtl. sogar samt Umstieg schneller, abgeshen davon dass
die S-Bahn Leipzig-Halle ziemlich oft hält.

Ralph Angenendt

unread,
Jul 4, 2022, 6:54:04 AMJul 4
to
Well, Bernhard Kraft <bernha...@web.de> wrote:
> Die Hülle ist ganz nett, aber ich benutze sie nicht mehr. Die Arbeit des
> Verpackens spare ich mir. Das hat in der Bahn/Bus noch niemand gestört.
> Hätte ich außerhalb Deutschlands Probleme damit?

Darf man mittlerweile unverpackt nach Sylt? 2012 ging das noch nicht,
ich habe mir dann für den nächsten Kurs eine Mülltüte gekauft. Ich weiß
aber nicht mehr wer zu dem Zeitpunkt (Nah-)Verkehrsbetreiber dort war.

Ralph
--
Is your mother worried?
Would you like us to assign someone to worry your mother?

Stephan Gerlach

unread,
Jul 4, 2022, 2:14:06 PMJul 4
to
Chr. Maercker schrieb:
> Stephan Gerlach wrote:
>> Gut zu wissen.
>> Dann sollte ich am Sonntag in Magdeburg taktisch vorgehen und evtl.
>> gleich den Zug nach Halle ansteuern anstatt den (direkten) Zug nach
>> Leipzig. Obwohl dann in Halle nochmal umgestiegen werden muß, könnte
>> diese Taktik letztenendes erfolgreicher sein.
>
> Hat's geklappt?

Das Zug nach Halle ansteuern nicht, da ich direkt in den Zug nach
Leipzig reingekommen bin.
Die Abfahrtzeiten waren günstig:
13:13 Uhr Richtung Leipzig, und wenn ich den nicht benutzen hätte
können, 13:35 Uhr Richtung Halle.

> Gestern Mittag sollen die Züge ziemlich voll gewesen
> sein. Sonnabend morgen in Gegenrichtung war wenig los, abends am selben
> Tag ging auch.

Ich kann nur zum Sonntag was sagen (da ich am Sonnabend mit dem Fahrrad
statt Zug gefahren bin):
Der RE13 von Magdeburg war auch voll, bzw. wurde unterwegs voller (und
zum Teil auch wieder leerer(!)), aber es wären theoretisch noch
Stehplätze frei gewesen. Unterwegs ist sogar jemand mit einem
Mifa-Klapprad eingestiegen, ohne es zusammenklappen zu müssen.

>>> Stephen Gerlach berichtet von Leipzig-Eilenburg gerade
>>> ähnliche Erfahrungen, scheint also die ganze Region zu betreffen.
>> Laut Fernseh-Berichten ist es auf Leipzig-Magdeburg deutlich voller.
>
> Die Verbindung via Dessau ist zwar durchgehend, aber nicht allzo flott
> und das nicht nur, weil sie länger ist.
> Via Halle ist evtl. sogar samt Umstieg schneller, abgeshen davon dass
> die S-Bahn Leipzig-Halle ziemlich oft hält.

Durchaus möglich, daß die reine Fahrzeit kürzer ist. Allerdings hätte es
durch die längere Wartezeit/Umsteigezeit in Magdeburg doch länger gedauert.

Stephan Gerlach

unread,
Jul 4, 2022, 2:20:42 PMJul 4
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Am Fri, 1 Jul 2022 23:58:49 +0200 schrieb Gerald E?scher
> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>
>> Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
>>> Heinrich Pfeifer schrieb:
>>>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>>> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
>>> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!
>> ?
>> Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
>> übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.
>
> Das Rennrad einen meiner Söhne hatte auch kein Problem damit, im
> Radkoffer im ICE/TGV als Gepäckstück von hier nach Frankreich
> transportiert zu werden. Man kann allerdings der aktuellen
> Fahrradzukunft entnehmen, dass dies pures Glück war - die DB verbietet
> Gepäckstücke, in die ein Rennrad hineinpasst, ohne es komplett (d.h.
> incl. Gabel) zu zerlegen. Die Koffer von ihm und seinem Kumpel erfordern
> nur, die Laufräder rauszunehmen. Sie sind trotzdem nicht voluminöser,
> als was andere Reisende an Gepäck mitschleppen.

War der Radkoffer als Radkoffer ersichtlich?
Oder sah der wie ein "normaler" großer Koffer aus?

Und dürften die Bahn-Mitarbeiter Taschenkontrollen machen, um auf
verbotene Gegenstände wie z.B. Fahrräder zu kontrollieren?

> Aber wenn die Bahn nach
> Gutsherrenart Radfahrer mit Gepäck aus den Zügen werfen kann, und das
> tut sie gelegentlich, dann ist das nichts für mich.

Evtl. kann sich die Bahn einfach auf ihr Hausrecht(??) berufen und
bestimmte Fahrgäste aus irgendwelchen(?) Gründen von der Fahrt ausschließen.
Aber ich kenne die juristische Sachlage nicht.

Stephan Gerlach

unread,
Jul 4, 2022, 2:24:05 PMJul 4
to
Nico Hoffmann schrieb:
> Reinhard Zwirner reist unbehelligt:
>
>> Chr. Maercker schrieb:
>>> Hallo,
>>>
>>> wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
>>> 9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
>>> Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
>>> weitere Fahrräder reichte der Platz.
>>> Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
>>> Abhängigkeiten von
>>> - Wochentag
>>> - Tageszeit
>>> - allg. Bedeutung der Fahrstrecke
>>> - ...
>>> beobachtet?
>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>
> Jftr: Der Alex heute nachmittag von Weiden nach Hof wollte keine
> Fahrräder mitnehmen. Zumindest laut Anzeige am Bahnsteig.

Als ich im Leipzig aus Magdeburg ankam, stand an der Anzeige (die sich
bereits wieder auf die Rückfahrt nach Magdeburg bezog) am Bahnsteig
"voraussichtlich keine Fahrradmitnahme möglich".

War das auch die Anzeige für den Alex?

Aus Richtung Magdeburg kommend waren zumindest in meinem Zug-Abteil 3
Fahrräder.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 4, 2022, 3:36:01 PMJul 4
to
Am 04.07.22 um 11:48 schrieb Bernhard Kraft:
Laut Beförderungsbedingungen der ÖBB darf das Gebäck nichts
verschmutzen. Die Kette befindet sich zwar in der Mitte, aber es könnte
sich jemand am schmutzigen Hinterrad stören.
Die Hülle steckt in einem Sattelskrotum und ist schnell übergezogen.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 4, 2022, 4:08:29 PMJul 4
to
Am Mon, 04 Jul 2022 20:38:33 +0200 schrieb Stephan Gerlach
<mam9...@t-online.de>:

>Wolfgang Strobl schrieb:
>> Am Fri, 1 Jul 2022 23:58:49 +0200 schrieb Gerald E?scher
>> <Dein-H...@liebt-dich.info>:
>>
>>> Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>> Heinrich Pfeifer schrieb:
>>>>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>>>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>>>> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
>>>> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!
>>> ?
>>> Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
>>> übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.
>>
>> Das Rennrad einen meiner Söhne hatte auch kein Problem damit, im
>> Radkoffer im ICE/TGV als Gepäckstück von hier nach Frankreich
>> transportiert zu werden. Man kann allerdings der aktuellen
>> Fahrradzukunft entnehmen, dass dies pures Glück war - die DB verbietet
>> Gepäckstücke, in die ein Rennrad hineinpasst, ohne es komplett (d.h.
>> incl. Gabel) zu zerlegen. Die Koffer von ihm und seinem Kumpel erfordern
>> nur, die Laufräder rauszunehmen. Sie sind trotzdem nicht voluminöser,
>> als was andere Reisende an Gepäck mitschleppen.
>
>War der Radkoffer als Radkoffer ersichtlich?

Ja. Einer war ein Hartkoffer, der andere aus einer Art Lkwplane. Form
und Ausmasse verraten, was drin ist.

>Oder sah der wie ein "normaler" großer Koffer aus?

Nein. Ich habe Fotos gesehen, erinnere ich aber nicht mehr an die
Marken. Ungefähr so etwas

<https://www.testberichte.de/imgs/p_imgs_og/183506.jpg>

<https://www.bruegelmann.de/thule-round-trip-traveler-M354584.html>


>
>Und dürften die Bahn-Mitarbeiter Taschenkontrollen machen, um auf
>verbotene Gegenstände wie z.B. Fahrräder zu kontrollieren?

Das müssen die gar nicht, sie verweisen einfach darauf, dass die
zulässigen Maximallänge des Gepäckstücks überschritten sei. Dem Artikel
in der Fahrradzukunft entnehme ich, dass die DB keine verbindlichen
Vorgaben hat, auf die man verweisen könnte. Meine Lesart ist aber, dass
die Bahn alles, was nicht Kompaktklapprad ist, schlicht und einfach
ausgeschlossen hat.

Siehe aber <https://www.bahn.de/service/zug/gepaeck>

Folgende Standardabmessungen wurden bei der Dimensionierung der
Gepäckregale unterstellt und passen fast immer: 700 x 500 x 300 mm.

Der typischen Fahrradkoffer, in den gerade mal ein Rennradrahmen _ohne_
Laufräder hineinpasst, misst mindestens 120 cm in der Länge.


<https://www.bahn.de/service/individuelle-reise/bahn_und_fahrrad/rad-fernverkehr>
interpretiere ich i.W. so, dass die DB die Mitnahme auch von zerlegten
und sorgsam verpackten Rennrädern unverblümt ausgeschlossen hat - obwohl
die Koffer in die relevanten Gepäckregale durchaus hineinpassen und i.A.
jemand mit größeren und schwereren Gepäckstücken auch nicht belästigt
wird. Man darf sich halt nicht erwischen lassen bzw. auf kein Personal
stossen, das Radfahrer auf dem Kieker hat.


>
>> Aber wenn die Bahn nach
>> Gutsherrenart Radfahrer mit Gepäck aus den Zügen werfen kann, und das
>> tut sie gelegentlich, dann ist das nichts für mich.
>
>Evtl. kann sich die Bahn einfach auf ihr Hausrecht(??) berufen und
>bestimmte Fahrgäste aus irgendwelchen(?) Gründen von der Fahrt ausschließen.

Das eher nicht und das braucht sie in diesem Fall auch nicht.

>Aber ich kenne die juristische Sachlage nicht.

Ich auch nicht, aber ich sehe, was praktiziert wird.

Wenn die Bahn jemanden mit einer gültigen Fahrkarte wegen Verspätung
nicht befördert, ist sie ziemlich schnell zu einem mindestens
gleichwertigen Ersatz verpflichtet - oft dann einer höherwertigen
Verbindung - und kommt dem auch nach. Sie will halt grundsätzlich keine
normalen Fahrräder als Handgepäck transportieren, auch nicht zerlegt
verpackte, sondern nur mit Fahrradkarte auf gesonderten
Fahrradstellplätzen.

Damit konkurriert man dann plötzlich mit "Fahrrädern", die kleine
Motorräder sind und handelt sich ein Sortiment an zusätzlichen Problemen
ein, die man mit Handgepäck einfach nicht hat, jedenfalls dann nicht,
wenn man als junger Mensch mit einem Radkoffer so jonglieren kann wie
ich mit einer Aktentasche.

Reinhard Zwirner

unread,
Jul 4, 2022, 4:25:20 PMJul 4
to
Gerald Eіscher schrieb:
> Am 01.07.22 um 23:09 schrieb Reinhard Zwirner:
>> Heinrich Pfeifer schrieb:
>>> Am 29.06.2022 um 17:33 schrieb Reinhard Zwirner:
>>>>
>>>> Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...
>>>
>>> Das ist ja auch kein Fahrrad, sondern ein Gepäckstück.
>>
>> Mein Brompton hat mir aufgetragen, daß ich mich aufs Schärfste gegen
>> diese Kategorisierung verwahre, was ich hiermit tue!
>
> ?
> Mein Brompton hat kein Problem damit, dass es zusammengefaltet und mit
> übergezogener Hülle zum Gebäckstück wird.

Die Tatsache, daß mein Brompton in gefaltetem Zustand von gewissen
Institutionen als Gebäckstück _angesehen_ wird, ändert nichts an der
Tatsache, daß es ein Fahrrad _ist_!

Ich habe übrinx sogar eine Transporttasche dafür, verzichte aber
darauf, nachdem ich in mehreren Beförderungsbedingungen lesen konnte,
daß für die _Wertung_ als Gebäckstück die Nutzung einer
Transporthülle nicht notwendig ist.

Ciao

Reinhard

Bodo G. Meier

unread,
Jul 4, 2022, 5:11:31 PMJul 4
to
> [...]
> Wenn die Bahn jemanden mit einer gültigen Fahrkarte wegen Verspätung
> nicht befördert, ist sie ziemlich schnell zu einem mindestens
> gleichwertigen Ersatz verpflichtet - oft dann einer höherwertigen
> Verbindung - und kommt dem auch nach. Sie will halt grundsätzlich keine
> normalen Fahrräder als Handgepäck transportieren, auch nicht zerlegt
> verpackte, sondern nur mit Fahrradkarte auf gesonderten
> Fahrradstellplätzen.
>
> Damit konkurriert man dann plötzlich mit "Fahrrädern", die kleine
> Motorräder sind und handelt sich ein Sortiment an zusätzlichen Problemen
> ein, die man mit Handgepäck einfach nicht hat, jedenfalls dann nicht,
> wenn man als junger Mensch mit einem Radkoffer so jonglieren kann wie
> ich mit einer Aktentasche.

Letzteres ist allerdings sehr wahr. :-(

Leute, die schon länger in drf sind, können hier aufhören zu lesen. ;-)

Zwei /Alter-Mann-Döntjes/:
1981 bin ich mehrmals mit Fahrrad im IC Kiel - Bonn und zurück gereist,
weil meine Freundin für 1 Semester dort an der Uni war.
Dazu hatte ich mir einen Fahrradkarton besorgt und so gekürzt, umgebaut
und verstärkt, dass mein Fahrrad (RH 60 cm) _mit_ Schutzblechen, aber
ausgebauten Laufrädern, ganz eingeschobener Sattelstütze und Vorbau und
längs gestelltem Rennlenker genau hinein passte. Ich erinnere mich nicht
mehr genau, aber die Pedalen habe ich wohl auch abgeschraubt.
Ruckzuck rein in den Zug, rein in ein von außen erspähtes Abteil,
Laufräder ausgeklinkt und unter die Sitzbank geschoben, Fahrrad im
Karton auf die Gebäckablage gehievt und dort mit mehreren
Spanngummis/Gurten /bombensicher/ verzurrt.

Viele Leute haben zwar ungläubig geguckt, aber beschwert hat sich niemand.
Da war natürlich eine Menge Glück und jugendliches Umgestüm oder
Leichtsinn, je nach dem, dabei.

Ähnlich, nur ohne Kartons, sind wir im Sommer 1981 im "Nordpfeil" von
Flensburg nach Frederikshavn gereist. Und nicht nur wir, wie sich abends
auf dem Bahnsteig herausstellte. :-D
In Flensburg blähte sich der DB-Schaffner zwar noch diensteifrig auf,
aber mein Hinweis, dass sein Dienst hier zu Ende wäre und ich das mit
seinem DSB-Kollegen klären würde, lies ihn gleich wieder schrumpfen. ;->
Der arme DSB-Schaffner hat sich zwar den Kopf an einer Pedale gestoßen,
was mir heute noch leid tut, war aber friedlich. Möglicherweise hatte er
nach dem Besuch vieler anderer "Fahrrad-Abteile" bereits resigniert...?
Auf der Rückreise haben wir diesen Stunt nicht wiederholt, sondern
hatten dänische Züge mit Gepäckwagen und Fahrradkarten, aber mind. 1x
Umsteigen.

Gruß,
Bodo


Stephan Gerlach

unread,
Jul 4, 2022, 7:10:47 PMJul 4
to
Wolfgang Strobl schrieb:
Dann wäre es zweckmäßig, hier Behälter zu benutzen, die genau das
*nicht* tun:
Den Inhalt verraten.

Eine neue Marktlücke für Rose, Brügelmann etc...?

>> Oder sah der wie ein "normaler" großer Koffer aus?
>
> Nein. Ich habe Fotos gesehen, erinnere ich aber nicht mehr an die
> Marken. Ungefähr so etwas
>
> <https://www.testberichte.de/imgs/p_imgs_og/183506.jpg>
>
> <https://www.bruegelmann.de/thule-round-trip-traveler-M354584.html>

Wenn die große "Rundung" bei dem ersten nicht wäre, würde ich das nicht
unbedingt auf den ersten Blick als Fahrrad-Transport-"Behälter" erkennen.

Oder werden Schaffner evtl. gezielt darauf trainiert, solche
Gepäckstücke als "mit Fahrrad drin" auch ohne reinzugucken zu
identifizieren?

>> Und dürften die Bahn-Mitarbeiter Taschenkontrollen machen, um auf
>> verbotene Gegenstände wie z.B. Fahrräder zu kontrollieren?
>
> Das müssen die gar nicht, sie verweisen einfach darauf, dass die
> zulässigen Maximallänge des Gepäckstücks überschritten sei. Dem Artikel
> in der Fahrradzukunft entnehme ich, dass die DB keine verbindlichen
> Vorgaben hat, auf die man verweisen könnte. Meine Lesart ist aber, dass
> die Bahn alles, was nicht Kompaktklapprad ist, schlicht und einfach
> ausgeschlossen hat.

Es wäre ja denkbar, daß das Gepäckstück (mit "verstecktem" Fahrrad drin)
*nicht* die zulässige Maximallänge überschreitet und zudem von außen
nicht als Fahrrad-Transport-Behälter erkennbar ist.

Dann müßte schon ein Bahn-Mitarbeiter in die Tasche gucken, um ein
Nicht-Kompakt-Klapprad als solches zu identifizieren.

> Siehe aber <https://www.bahn.de/service/zug/gepaeck>
>
> Folgende Standardabmessungen wurden bei der Dimensionierung der
> Gepäckregale unterstellt und passen fast immer: 700 x 500 x 300 mm.

Das war mir neu bzw. habe ich nie drauf geachtet.
Demnach dürften viele Reisende auch andere Gepäckstücke, die mit
Fahrrädern gar nichts zu tun haben, *nicht* mitnehmen.
Z.B. besonders große Reisetaschen oder Hartschalenkoffer.

> Der typischen Fahrradkoffer, in den gerade mal ein Rennradrahmen _ohne_
> Laufräder hineinpasst, misst mindestens 120 cm in der Länge.

Dann wäre deren Mitnahme in der Tat nicht zulässig.
Wie gesagt aber genauso wie die Mitnahme anderer, ähnlich großer
Gepäckstücke; unabhängig von deren Inhalt.

> <https://www.bahn.de/service/individuelle-reise/bahn_und_fahrrad/rad-fernverkehr>
> interpretiere ich i.W. so, dass die DB die Mitnahme auch von zerlegten
> und sorgsam verpackten Rennrädern unverblümt ausgeschlossen hat - obwohl
> die Koffer in die relevanten Gepäckregale durchaus hineinpassen und i.A.
> jemand mit größeren und schwereren Gepäckstücken auch nicht belästigt
> wird. Man darf sich halt nicht erwischen lassen bzw. auf kein Personal
> stossen, das Radfahrer auf dem Kieker hat.

Ja. Und wie schon gesagt hängt das Erwischen-lassen davon ab, daß das
Personal überhaupt von einem Fahrrad im Gepäckstück *weiß*. Wenn das
Gepäckstück nicht direkt als Fahrrad-"Behälter" erkennbar ist, dann
müßte das Personal schon eine Taschenkontrolle machen.

[...]
> Wenn die Bahn jemanden mit einer gültigen Fahrkarte wegen Verspätung
> nicht befördert, ist sie ziemlich schnell zu einem mindestens
> gleichwertigen Ersatz verpflichtet - oft dann einer höherwertigen
> Verbindung - und kommt dem auch nach. Sie will halt grundsätzlich keine
> normalen Fahrräder als Handgepäck transportieren, auch nicht zerlegt
> verpackte, sondern nur mit Fahrradkarte auf gesonderten
> Fahrradstellplätzen.
>
> Damit konkurriert man dann plötzlich mit "Fahrrädern", die kleine
> Motorräder sind und handelt sich ein Sortiment an zusätzlichen Problemen
> ein, die man mit Handgepäck einfach nicht hat, jedenfalls dann nicht,
> wenn man als junger Mensch mit einem Radkoffer so jonglieren kann wie
> ich mit einer Aktentasche.

BTW, zu "kleine Motorräder":
Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich so
ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es von
der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war einfach
sehr kulant).
Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
Platz.

Im Prinzip ist es mir auch egal, was die anderen Fahrgäste für Zweiräder
im Zug transportieren. Meinetwegen können die auch eine Simson oder
Schwalbe in die Bahn stellen, solange genug Platz drin ist.

Nico Hoffmann

unread,
Jul 5, 2022, 12:55:40 AMJul 5
to
Stephan Gerlach schreibt:

> Nico Hoffmann schrieb:

>> Jftr: Der Alex heute nachmittag von Weiden nach Hof wollte keine
>> Fahrräder mitnehmen. Zumindest laut Anzeige am Bahnsteig.
>
> Als ich im Leipzig aus Magdeburg ankam, stand an der Anzeige (die sich
> bereits wieder auf die Rückfahrt nach Magdeburg bezog) am Bahnsteig
> "voraussichtlich keine Fahrradmitnahme möglich".
>
> War das auch die Anzeige für den Alex?

Ja, ich glaube.

N.

Ulf Kutzner

unread,
Jul 5, 2022, 4:28:07 AMJul 5
to
Da war so etwas doch geringfügig besser:
https://www.fernbahn.de/datenbank/suche/?zug_id=19950102184

Gruß, ULF

Bodo G. Meier

unread,
Jul 5, 2022, 5:19:58 AMJul 5
to
Von durchlaufenden Wagen mit Fahrradabteil nach/von Dänemark konnte man
1981 nur träumen.
Möglicherweise wurde der D-Zug Nordpfeil in Flensburg sogar seines
Packwagens beraubt, bevor er nach DK weiterfuhr...?

Gruß,
Bodo



Ulf Kutzner

unread,
Jul 5, 2022, 6:10:14 AMJul 5
to
Nico Hoffmann schrieb am Sonntag, 3. Juli 2022 um 21:27:28 UTC+2:
> Reinhard Zwirner reist unbehelligt:
> > Chr. Maercker schrieb:

> >> wie sind die bisherigen Erfahrungen mit Fahrradmitnahme unter
> >> 9EUR-Ticket-Bedingungen? Ich habe es bisher nur einmal versucht, der
> >> Zug war bei Hin- wie Rückfahrt voller als üblich, aber für mein + einige
> >> weitere Fahrräder reichte der Platz.
> >> Wie sieht das in anderen Gegenden aus? Wurden reproduzierbare
> >> Abhängigkeiten von
> >> - Wochentag
> >> - Tageszeit
> >> - allg. Bedeutung der Fahrstrecke
> >> - ...
> >> beobachtet?
> >
> > Mit meinem Brompton hatte ich bisher keine Probleme ...

> Jftr: Der Alex heute nachmittag von Weiden nach Hof wollte keine
> Fahrräder mitnehmen. Zumindest laut Anzeige am Bahnsteig. Als ich in
> Weiden mit dem zusammengeklappten und sicherheitshalber verhüllten
> Dahon[1] zustieg, fand ich im Mehrzweckabteil einen Herrn mit Rennrad
> vor (einen einzigen). Es sind bisweilen offenbar Dinge möglich, die
> nicht möglich sind.

Weißt Du, was in Schwandorf angezeigt wurde?

> Ansonsten war heute nachmittag die Relation Weiden - Chemnitz merklich
> stärker ausgelastet als ich das von vor ein paar Jahren gewohnt war.

Wenn Du jetzt für die Abschnitte bis und ab Hof differenzieren solltest,
könntest Du da über merkliche Unterschiede berichten?

> Die Hinfahrt[2] am Freitag nachmittag schien mir eher
> unterdurchschnittlich belegt.

Da warst Du wohl antizyklisch unterwegs. Die Zusatzzüge an Fr/So
finde ich auf
http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.exe/dn/KB855_Baykb_H_Taegl_F_Bay_ohne15_8_24_31_12__G25112021.pdf?filename=KB855_Baykb_H_Taegl_F_Bay_ohne15_8_24_31_12__G25112021.pdf&orig=sS
http://kursbuch.bahn.de/hafas/kbview.exe/dn/KB855_Baykb_R_Taegl_F_Bay_ohne15_8_24_31_12__G25112021.pdf?filename=KB855_Baykb_R_Taegl_F_Bay_ohne15_8_24_31_12__G25112021.pdf&orig=sS
gegenläufig.

Ralph Angenendt

unread,
Jul 5, 2022, 6:48:24 AMJul 5
to
Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Die Hülle steckt in einem Sattelskrotum und ist schnell übergezogen.

Einmal darfst du raten, was das einzige Teil am Brompton ist, das mir
schon mal geklaut wurde.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 5, 2022, 9:41:53 AMJul 5
to
Am 05.07.22 um 12:48 schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>> Die Hülle steckt in einem Sattelskrotum und ist schnell übergezogen.
>
> Einmal darfst du raten, was das einzige Teil am Brompton ist, das mir
> schon mal geklaut wurde.

Ich möchte aber drei Mal raten.
Die Hülle?
Das Skrotum?
Beides?

Im Skrotum ist übrigens noch Platz für eine Dose Pannenspray.

Ralph Angenendt

unread,
Jul 5, 2022, 11:24:58 AMJul 5
to
Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 05.07.22 um 12:48 schrieb Ralph Angenendt:
>> Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>> Die Hülle steckt in einem Sattelskrotum und ist schnell übergezogen.
>>
>> Einmal darfst du raten, was das einzige Teil am Brompton ist, das mir
>> schon mal geklaut wurde.
>
> Ich möchte aber drei Mal raten.

☆ Die Hülle?
☆ Das Skrotum?
★ Beides?

> Im Skrotum ist übrigens noch Platz für eine Dose Pannenspray.

Oder für ein kleines Multitool.

Bodo G. Meier

unread,
Jul 5, 2022, 11:32:27 AMJul 5
to
Es gibt Fotos vom D 330 Nordpfeil von 1981, die in der Tat bis zu 2
"Packwagen" (Expressgut-, Reisegepäck- oder Bahnpostwagen?) an der
Zugspitze vor Flensburg zeigen:

http://www.welt-der-modelleisenbahn.com/d-zug-nordpfeil-nordpilen.html

In der dort verlinkten Wagenreihungsaufstellung (PDF) findet sich für
den Sommerabschnitt 1981 ein Wagen der Bauart Dms ziemlich in Zugmitte,
der von Hamburg bis Frederikshavn mitlief. Dms waren/sind Gepäckwagen.
Offenbar war es aber nicht vorgesehen, darin auch Fahrräder auf
Fahrradkarte zu befördern, sonst hätte wir und die vielen anderen
Radfahrer ihre Fahrräder ja nicht in die Abteile gemogelt.
Oder?

Ich habe mal ein followup-to auf de.etc.bahn.historisch gesetzt.
Wenn das Thema uninteressant ist, lassen wir es einfach sterben.
Ich selber leide gerade an einem heftigen déjà-vu: in mir nagt der
Gedanke, dass dieses Thema vor nicht allzu langer Zeit schon mal
besprochen wurde. :-\

Gruß,
Bodo


Bodo G. Meier

unread,
Jul 5, 2022, 11:41:22 AMJul 5
to
Mist, wieder alles falsch gemacht. :-( Entschuldigung!
Ich probiere es nochmal...

Am 05. Juli. 2022 um 11:19 schrieb Bodo G. Meier:

Gerald Eіscher

unread,
Jul 5, 2022, 2:57:12 PMJul 5
to
Am 05.07.22 um 17:24 schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Im Skrotum ist übrigens noch Platz für eine Dose Pannenspray.
>
> Oder für ein kleines Multitool.

Mit 15er Gabelschlüssel? Ohne kann man das Hinterrad nicht demontieren,
deswegen das Pannenspray statt Ersatzschlauch.

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 6, 2022, 4:44:01 AMJul 6
to
Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
<mam9...@t-online.de>:


>BTW, zu "kleine Motorräder":
>Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich so
>ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
>Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
>zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
>Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es von
>der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war einfach
>sehr kulant).

>Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
>Platz.

Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.

<https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>

Unscharf, halt unter Stress geknipst, mit chemischem Sensor. Drei
Schichten, unten stehend und dicht an dicht gepackt, darüber eine
Schicht auf der Seite liegende Räder, sowie in paar leichte an die Decke
gehängt. Bei jedem Halt musste umständlich umgeschichtet werden, wenn
jemand aussteigen wollte.

(Aus
<https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/warum-wir-spaeter-nur-noch-selten-mit-der-bahn-verreist-sind.html>

Ich habe nicht den Eindruck, dass sich diesbezüglich viel geändert hat,
jedenfalls nicht zum Guten. Die Bahn versteht sich inzwischen nur etwas
besser auf Organisation, konkret, sich unerwünschte Kundschaft von Leibe
zuhalten. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich damals >70 Fahrräder
in dem nicht sonderlich grossen Gepäckabteil gezählt. Obwohl ich mich
immer noch darüber ärgere, damals als zahlender Kunde fast mit der
ganzen Familie aus dem Zug geflogen zu sein, immerhin _hat_ man damals
im Rahmen des vorhandenen Platzes so viele Fahrräder mitgenommen, wie
irgendwie machbar war.


>
>Im Prinzip ist es mir auch egal, was die anderen Fahrgäste für Zweiräder
>im Zug transportieren. Meinetwegen können die auch eine Simson oder
>Schwalbe in die Bahn stellen, solange genug Platz drin ist.

Aber genau an das fehlt es: genug Platz. Nun, genau dafür haben wir
unsere alte Familienkutsche noch. Die ist im Prinzip ein sparsames
Kompaktauto, welches als Kombi aufgeblasen (oder Break, bei franz.
Autos) aber einen riesigen Kofferraum hat. Geklappt passen da zwei
Rennräder und zwei große Rollkoffer rein, ohne die gute Sicht nach
hinten zu verdecken und es ist immer noch knapp die Hälfte frei für
sperrigen Krempel wie allergikertaugliche Bettwäsche, Kühltasche,
Werkzeugkoffer, etc. Kann man so ohne Umstände auf einem IBIS-Parkplatz
abstellen, wenn man die Strecke nicht in einem Rutsch durchfahren will.

Billig ist die Fahrt nicht, wobei nach Frankreich die Autobahnmaut
längst mehr kostet als der Sprit, der Zwischenaufenthalt sowieso. Und
Spass macht sie auch nicht. Aber sie ist planbar.

Ich habe gerade mal zum Spaß nach einer Fahrt Bonn ->
Marseille-St-Charles gesucht. Mit Handgepäck ist das vergleichsweise
einfach, wir sind die Strecke ein paar Jahre nach meinem Unfall mal
gefahren, ohne Fahrräder, hat uns viel Vergnügen bereitet. Aber mit
Stellplätzen für Fahrräder? Das würde spassig. An die tausend EUR,
dreimal Umsteigen, Bahnhofswechsel in Paris und fast zwei Tage
Reisezeit. Gewiss geht das besser, wenn man zeitlich flexibel, jung und
gut zu Fuß ist, mit leichtem Gepäck reist und ggfs. für die letzten 50
km ein Taxi mietet.

Rolf Mantel

unread,
Jul 6, 2022, 5:07:00 AMJul 6
to
Am 06.07.2022 um 10:08 schrieb Wolfgang Strobl:

> Billig ist die Fahrt nicht, wobei nach Frankreich die Autobahnmaut
> längst mehr kostet als der Sprit, der Zwischenaufenthalt sowieso. Und
> Spass macht sie auch nicht. Aber sie ist planbar.
>
> Ich habe gerade mal zum Spaß nach einer Fahrt Bonn ->
> Marseille-St-Charles gesucht. Mit Handgepäck ist das vergleichsweise
> einfach, wir sind die Strecke ein paar Jahre nach meinem Unfall mal
> gefahren, ohne Fahrräder, hat uns viel Vergnügen bereitet. Aber mit
> Stellplätzen für Fahrräder? Das würde spassig. An die tausend EUR,
> dreimal Umsteigen, Bahnhofswechsel in Paris und fast zwei Tage
> Reisezeit.

Deine Suche kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt genug Verbindungen,
bei denen du nicht in Paris umsteigen musst, Reisezeit knapp über 9
Stunden über Brüssel, 10 Stunden über Frankfurt.

Reisepreis bei Fahrt über Frankfurt wird mit ca. €150 pro Person
angegeben, du bist also mit 2 Personen ohne Rabattkarten bei €600 hin
und zurück.

Rolf

Ralph Angenendt

unread,
Jul 6, 2022, 6:08:46 AMJul 6
to
Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 05.07.22 um 17:24 schrieb Ralph Angenendt:
>> Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>
>>> Im Skrotum ist übrigens noch Platz für eine Dose Pannenspray.
>>
>> Oder für ein kleines Multitool.
>
> Mit 15er Gabelschlüssel?

Fummelig, aber ja:
https://www.amazon.de/Knog-Multitool-20-TOOL/dp/B002VPDFI6

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 6, 2022, 9:01:13 AMJul 6
to
Am Wed, 6 Jul 2022 11:06:57 +0200 schrieb Rolf Mantel
<ne...@hartig-mantel.de>:

>Am 06.07.2022 um 10:08 schrieb Wolfgang Strobl:
>
>> Billig ist die Fahrt nicht, wobei nach Frankreich die Autobahnmaut
>> längst mehr kostet als der Sprit, der Zwischenaufenthalt sowieso. Und
>> Spass macht sie auch nicht. Aber sie ist planbar.
>>
>> Ich habe gerade mal zum Spaß nach einer Fahrt Bonn ->
>> Marseille-St-Charles gesucht. Mit Handgepäck ist das vergleichsweise
>> einfach, wir sind die Strecke ein paar Jahre nach meinem Unfall mal
>> gefahren, ohne Fahrräder, hat uns viel Vergnügen bereitet. Aber mit
>> Stellplätzen für Fahrräder? Das würde spassig. An die tausend EUR,
>> dreimal Umsteigen, Bahnhofswechsel in Paris und fast zwei Tage
>> Reisezeit.
>
>Deine Suche kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt genug Verbindungen,
>bei denen du nicht in Paris umsteigen musst, Reisezeit knapp über 9
>Stunden über Brüssel, 10 Stunden über Frankfurt.

Zugegeben, seit ich nicht mehr Dienstreisen machen muss, ist meine
Fähigkeit, mich im Angebot der DB zurechtzufinden, ziemlich eingerostet.


>
>Reisepreis bei Fahrt über Frankfurt wird mit ca. €150 pro Person
>angegeben, du bist also mit 2 Personen ohne Rabattkarten bei €600 hin
>und zurück.

Ich hatte bei der Suche keine Zwischenstation festgelegt, sondern nur
die An- und Abreisetage und einfach reiseauskunft.bahn.de suchen lassen.

Jetzt habe ich es noch mal probiert, diemal Cavaillon(Avignon), weil das
näher an der Gegend liegt, die wir im Auge haben. Ab sechs Uhr, 2
Personen, 30.7., nur einfache Strecke.

Ergebnis:
09:14 – 11:22
+ 1Tag
|26h 08min
,
4 Umstiege

Bern, Genf, Lyon, Avignon

Flexibles Ticket 1. Klasse, beste Flexibilität ab 512 EUR, aber "Leider
können wir Ihnen für diesen Teil der Reise keine Fahrkarten anbieten.",
das sind die Preise bis Genf. Aber keine Fahrkarten und Preise für die
drei Abschnitte von Genf über Lyon und Avignon nach Cavaillon.


1. Klasse und mit Zugbindung wären 201 EUR (ebenfalls bis Genf und für
zwei Personen unseren Alters, einfache Strecke).

Also keine verwertbare Preisangabe.

Wenn ich Fahrradmitnahme weglasse, habe ich die Wahl zwischen


06:45 – 17:32
|10h 47min
,
5 Umstiege

und


06:45 – 18:23
|11h 38min
,
4 Umstiege


über Brüssel. Aber:

"Es tut uns leid, wir können die von Ihnen gewählte Verbindung online
nicht verkaufen."

Dito bei der nächsten Verbindung. Also gar keine Preisinfo.


Noch ein Versuch, diesmal nur nach Avignon (TGW).


06:45 – 15:19
|8h 34min
,
3 Umstiege


"Es tut uns leid, wir können die von Ihnen gewählte Verbindung online
nicht verkaufen.
Für Buchungsanfragen zu Ihrer Verbindung wenden Sie sich bitte an die
Servicenummer der DB ..."

Es nervt, jedesmal zwei Geburtsdaten neu eingeben zu müssen, nur um dann
abgewiesen zu werden. Ich geb's auf.

Bist du sicher, dass du mit Fahrradmitnahme gesucht hast?

Rolf Mantel

unread,
Jul 6, 2022, 11:37:28 AMJul 6
to
Am 06.07.2022 um 15:00 schrieb Wolfgang Strobl:
> Am Wed, 6 Jul 2022 11:06:57 +0200 schrieb Rolf Mantel
> <ne...@hartig-mantel.de>:
>
>> Am 06.07.2022 um 10:08 schrieb Wolfgang Strobl:
>>
>>> Billig ist die Fahrt nicht, wobei nach Frankreich die
>>> Autobahnmaut längst mehr kostet als der Sprit, der
>>> Zwischenaufenthalt sowieso. Und Spass macht sie auch nicht. Aber
>>> sie ist planbar.
>>> Ich habe gerade mal zum Spaß nach einer Fahrt Bonn ->
>>> Marseille-St-Charles gesucht. Mit Handgepäck ist das
>>> vergleichsweise einfach, wir sind die Strecke ein paar Jahre nach
>>> meinem Unfall mal gefahren, ohne Fahrräder, hat uns viel
>>> Vergnügen bereitet. Aber mit Stellplätzen für Fahrräder? Das
>>> würde spassig. An die tausend EUR, dreimal Umsteigen,
>>> Bahnhofswechsel in Paris und fast zwei Tage Reisezeit.
>>
>> Deine Suche kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt genug
>> Verbindungen, bei denen du nicht in Paris umsteigen musst,
>> Reisezeit knapp über 9 Stunden über Brüssel, 10 Stunden über
>> Frankfurt.
>
> Zugegeben, seit ich nicht mehr Dienstreisen machen muss, ist meine
> Fähigkeit, mich im Angebot der DB zurechtzufinden, ziemlich
> eingerostet.
>

> Bist du sicher, dass du mit Fahrradmitnahme gesucht hast?

International wird Fahrradverkehr leider sehr stiegmütterlich behandelt.

| An Bord von internationalen TGV INOUI-Zügen

| In den internationalen TGV-Zügen ist der Transport eines nicht
| zerlegten Fahrrads nicht möglich. Das Fahrrad muss zusammengeklappt /
| zerlegt und in einer Transporttasche aufbewahrt und in den
| Standard-Gepäckbereichen des Zuges abgestellt werden.

Also ist das Szenario mit verpackten Fahrrädern realistisch, mit
unverpackten leider nicht sinnvoll umsetzbar.

Rolf


Ulf Kutzner

unread,
Jul 6, 2022, 12:01:45 PMJul 6
to
Nein, auch das ist nicht richtig (In einer anderen Frage,
in der wir unterschiedlicher Meinung waren, habe ich die
von Dir gewünschten Belege eingereicht, und das hat Dir
wohl die Sprache verschlagen).

Außerdem steht vor dem Verpacken das Zerlegen.

Oder aber man quert die französische Grenze mit anderen
Zügen, was die Angelegenheit, beinah hätte ich gesagt,
durchgehend noch unbuchbarer macht als ohnehin.

SBB könnte man noch versuchen, die konnten zumindest mal
halbwegs brauchbar zusammenfassen.



ULF

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 6, 2022, 2:44:45 PMJul 6
to
Am Wed, 6 Jul 2022 17:37:25 +0200 schrieb Rolf Mantel
<ne...@hartig-mantel.de>:


>International wird Fahrradverkehr leider sehr stiegmütterlich behandelt.

Das ist das Problem, wenn man in Europa mit dem Fahrrad verreisen will.
Radreisen per Rad von Quartier zu Quartier schließe ich hierzulande
inzwischen aus, weil wir zu alt sind, um uns benutzungspflichtige
Radwege im hierzulande und generell in Staddtnähe üblichem Umfang noch
antun zu wollen. Der Bahntransport mit Gepäck und für ausgedehnte
Tagestouren tauglichen (Renn-)rädern direkt ins Zielgebiet scheitert
i.W. an der deutschen Bundesbahn, die ein als Handgepäck verpacktes
Rennrad bestenfalls nach Gutsherrenart toleriert, formal aber
ausschließt. Auch dafür sind wir zu alt, im Alter will man seine Reisen
planen können und sich nicht durchschummeln müssen.

>
>| An Bord von internationalen TGV INOUI-Zügen
>
>| In den internationalen TGV-Zügen ist der Transport eines nicht
>| zerlegten Fahrrads nicht möglich. Das Fahrrad muss zusammengeklappt /
>| zerlegt und in einer Transporttasche aufbewahrt und in den
>| Standard-Gepäckbereichen des Zuges abgestellt werden.


Aber: die SNCF erlaubt explizit als Handgepäck verpackte Fahrräder,
soweit sie verpackt die Ausmaße 120 x igendwas nicht überschreiten. Auch
das ist sportlich, aber es ist immerhin machbar.

>
>Also ist das Szenario mit verpackten Fahrrädern realistisch,

International nicht, es scheitert an Deutschland, sofern man sich nicht
auf ein Glücksspiel einlassen will.

>mit
>unverpackten leider nicht sinnvoll umsetzbar.

Richtig.

Zwar wäre es denkbar, mit Regionalzügen, Fahrradkarte und mehrfachem
Umsteigen bis zur Grenze zu fahren, um dort dann in den TGV zu wechseln.
Wie transportiert dann aber den Fahrradkoffer bzw. die für diesen Zweck
geeignete grosse Fahrradtasche bis dorthin? Wo lässt man sein
Reisegepäck?

Oder man nimmt einen Leihwagen, weil man sein altes Auto abgeschafft
hat. Das rechnete sich dann so:

Miete bei Avis, Bonn Avignon, einen Skoda Octavia Kombi, zwei Tage, 10
Uhr bis 10 Uhr, das wäre knapp bemessen, aber geeignet, um Gepäck und
Räder einzuladen, mit Zwischenhalt nach Frankreich zu fahren, dort am
Quartier alles auszuladen und das Fahrzeug rechtzeitig abzuliefern,
Verfügbarkeit von Taxis am Zielort vorausgesetzt.

Kosten; 1420 €., für zwei Tage 10 Uhr bis 10 Uhr. Und dann mutmaßlich
noch mal so viel für die Rückfahrt. Wenn wir das zwei Mal machen würden,
wäre das schon deutlich mehr Geld, als wir vor 17 Jahren für die ähnlich
große, gebraucht gekaufte Familienkutsche ausgegeben haben.

Fazit: es bleibt schwierig.

Ulf Kutzner

unread,
Jul 7, 2022, 2:33:11 AMJul 7
to
Wolfgang Strobl schrieb am Mittwoch, 6. Juli 2022 um 20:44:45 UTC+2:
> Am Wed, 6 Jul 2022 17:37:25 +0200 schrieb Rolf Mantel
> <ne...@hartig-mantel.de>:

> >International wird Fahrradverkehr leider sehr stiegmütterlich behandelt.

> Das ist das Problem, wenn man in Europa mit dem Fahrrad verreisen will.
> Radreisen per Rad von Quartier zu Quartier schließe ich hierzulande
> inzwischen aus, weil wir zu alt sind, um uns benutzungspflichtige
> Radwege im hierzulande und generell in Staddtnähe üblichem Umfang noch
> antun zu wollen. Der Bahntransport mit Gepäck und für ausgedehnte
> Tagestouren tauglichen (Renn-)rädern direkt ins Zielgebiet scheitert
> i.W. an der deutschen Bundesbahn, die ein als Handgepäck verpacktes
> Rennrad bestenfalls nach Gutsherrenart toleriert, formal aber
> ausschließt. Auch dafür sind wir zu alt, im Alter will man seine Reisen
> planen können und sich nicht durchschummeln müssen.

Die Bundesbahn haben sie mittlerweile umbenannt, und viele Fernzüge
haben (res-pflichtige) Plätze für unverpackte Fahrräder. Allerdings hat man
rund um Fernbahnhöfe vermehrt das oben beschriebene Randwegproblem.

Ralph Angenendt

unread,
Jul 7, 2022, 10:05:08 AMJul 7
to
Well, Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
> Pannenspray ist Pfusch. Kleine Pumpen gibt es mittlerweile in
> vergleichsweise brauchbar, Flickzeug wiegt nix und als Multitool für
> solche Zwecke ist das "Tern Tool" Mittel der Wahl:
>
> https://www.ternbicycles.com/de/accessories/472/tern-tool

Ah, das ist das zweite Multitool, das ich neben dem Knog kenne, das
einen 15er hat.

Oder halt gleich das von Brompton, wenn es mal wieder verfügbar ist und
das Portemonnaie wegen zuviel Geld nicht mehr schließt:

https://youtu.be/IW1oh5Tj9I8

Stephan Gerlach

unread,
Jul 7, 2022, 10:30:00 AMJul 7
to
Wolfgang Strobl schrieb:
> Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
> <mam9...@t-online.de>:
>
>
>> BTW, zu "kleine Motorräder":
>> Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich so
>> ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
>> Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
>> zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
>> Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es von
>> der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war einfach
>> sehr kulant).
>
>> Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
>> Platz.
>
> Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.
>
> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>

Was/wann war das? Sieht voll aus...

> Unscharf, halt unter Stress geknipst, mit chemischem Sensor. Drei
> Schichten, unten stehend und dicht an dicht gepackt, darüber eine
> Schicht auf der Seite liegende Räder, sowie in paar leichte an die Decke
> gehängt. Bei jedem Halt musste umständlich umgeschichtet werden, wenn
> jemand aussteigen wollte.
>
> (Aus
> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/warum-wir-spaeter-nur-noch-selten-mit-der-bahn-verreist-sind.html>

OK, muß schon länger her gewesen sein. Offenbar hat man immerhin den
vorhandenen Platz "irgendwie" genutzt.

Seid ihr unterwegs eingestiegen? Das könnte ein (zusätzliches) Problem
gewesen sein.

Ich hatte das Glück, bei meinen Umstiegen am Sonntag meistens vom
Startbahnhof bis zum Zielbahnhof zu fahren (außer beim Ausstieg in
Wittenberge).

> Ich habe nicht den Eindruck, dass sich diesbezüglich viel geändert hat,
> jedenfalls nicht zum Guten. Die Bahn versteht sich inzwischen nur etwas
> besser auf Organisation, konkret, sich unerwünschte Kundschaft von Leibe
> zuhalten. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich damals >70 Fahrräder
> in dem nicht sonderlich grossen Gepäckabteil gezählt.
[...]

Das ist allerdings auch außergewöhnlich viel bzw. dürfte ein relativ
großes Fahrrad/Passagier-Verhältnis bedeuten. War da irgendeine größere
Fahrrad(reise)gruppe im Zug drin?

Bodo G. Meier

unread,
Jul 7, 2022, 11:45:08 AMJul 7
to
Am 07. Juli. 2022 um 16:47 schrieb Stephan Gerlach:
> Wolfgang Strobl schrieb:
>> Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
>> <mam9...@t-online.de>:
>>
>>
>>> BTW, zu "kleine Motorräder":
>>> Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich so
>>> ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
>>> Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
>>> zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
>>> Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es von
>>> der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war einfach
>>> sehr kulant).
>>
>>> Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
>>> Platz.
>>
>> Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.
>>
>> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>
>
> Was/wann war das? Sieht voll aus...

Z.B. zu einem Ferienende in NRW.
Siehe mein posting weiter oben, Stichwort: Düsseldorf.

Stephan Gerlach

unread,
Jul 7, 2022, 12:46:22 PMJul 7
to
Bodo G. Meier schrieb:
> Am 07. Juli. 2022 um 16:47 schrieb Stephan Gerlach:
>> Wolfgang Strobl schrieb:
>>> Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
>>> <mam9...@t-online.de>:
>>>
>>>
>>>> BTW, zu "kleine Motorräder":
>>>> Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich
>>>> so ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
>>>> Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
>>>> zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
>>>> Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es
>>>> von der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war
>>>> einfach sehr kulant).
>>>
>>>> Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch
>>>> genug Platz.
>>>
>>> Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.
>>>
>>> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>
>>>
>>
>> Was/wann war das? Sieht voll aus...
>
> Z.B. zu einem Ferienende in NRW.
> Siehe mein posting weiter oben, Stichwort: Düsseldorf.

Im selben Faden "Re: Fahrradmitnahme im ÖPNV contra 9 EUR-Tickets -
Erfahrungen?"?

Da habe ich nichts gefunden; oder stattdessen nicht richtig gesucht...

Bodo G. Meier

unread,
Jul 7, 2022, 1:37:11 PMJul 7
to
Sei beruhigt: Du /hast/ richtig gesucht.
Aber wenn meine Fehlleistungen weiter so zunehmen, kann man mich bald
unterpflügen. :-\

Wegen der eisenbahnlastigen Fortsetzung hatte ich ein followup-to nach
de.etc.bahn.historisch gemacht. Dort nennt sich der thread jetzt
"Fahrradmitnahme im D 330/331 Nordpfeil 1981"

Um es kurz zu machen: das von Wolfgang verlinkte Foto deckt sich mit
meinen Erfahrungen mit einem großen Gepäckwagen der Bauart Dm oder Dms
eines D-Zuges, der zu Beginn der Sommerferien in NRW 1992 in Düsseldorf
Hbf Richtung Hamburg abfuhr.
Wegen des brechend vollen Gepäckwagens wurde dem Zug WIMRE in Duisburg
Hbf sogar noch ein Sitzwagen beigestellt, in dessen Abteile weitere
Fahrräder gestellt und gelegt wurden.

Gruß,
Bodo

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 7, 2022, 1:39:51 PMJul 7
to
Am Thu, 07 Jul 2022 16:47:53 +0200 schrieb Stephan Gerlach
<mam9...@t-online.de>:

>Wolfgang Strobl schrieb:
>> Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
>> <mam9...@t-online.de>:
>>
>>
>>> BTW, zu "kleine Motorräder":
>>> Am Sonntag war in der S1 von Wittenberge nach Magdeburg tatsächlich so
>>> ein monströses Gefährt. Auf den ersten Blick hätte ich es als
>>> Lasten-Moped bezeichnet: Optisch sehr stabiler Rahmen, hinten ein
>>> zusätzlicher fest verbauter Kindersitz, ein "Kofferraum", und ein
>>> Motorradständer. Offenbar hatte des Gefährt aber Pedale, so daß es von
>>> der Schaffnerin aufgrunddessen(?) akzeptiert wurde (oder sie war einfach
>>> sehr kulant).
>>
>>> Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
>>> Platz.
>>
>> Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.
>>
>> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>
>
>Was/wann war das? Sieht voll aus...

1992, in Erinnerung geblieben auch wegen der damaligen Ausschreitungen
in Rostock-Lichtenhagen.

>
>> Unscharf, halt unter Stress geknipst, mit chemischem Sensor. Drei
>> Schichten, unten stehend und dicht an dicht gepackt, darüber eine
>> Schicht auf der Seite liegende Räder, sowie in paar leichte an die Decke
>> gehängt. Bei jedem Halt musste umständlich umgeschichtet werden, wenn
>> jemand aussteigen wollte.
>>
>> (Aus
>> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/warum-wir-spaeter-nur-noch-selten-mit-der-bahn-verreist-sind.html>
>
>OK, muß schon länger her gewesen sein. Offenbar hat man immerhin den
>vorhandenen Platz "irgendwie" genutzt.

Ist lange her.

>
>Seid ihr unterwegs eingestiegen? Das könnte ein (zusätzliches) Problem
>gewesen sein.

Wir sind umgestiegen, wie geplant. Im Nachhinein wäre es vermutlich
klüger gewesen, bis nach Köln zu fahren und uns da von den
Schwiegereltern mit dem Auto abholen zu lassen, aber das wussten wir zu
dem Zeitpunkt nicht. Und, sagen wir mal so, wenn man immer jemand mit
einem Auto in der Hinterhand haben muss ...


>
>Ich hatte das Glück, bei meinen Umstiegen am Sonntag meistens vom
>Startbahnhof bis zum Zielbahnhof zu fahren (außer beim Ausstieg in
>Wittenberge).

Man lernt halt dazu und wenn man eine günstige Bahnverbindung hat, kann
man sich glücklich schätzen.


>
>> Ich habe nicht den Eindruck, dass sich diesbezüglich viel geändert hat,
>> jedenfalls nicht zum Guten. Die Bahn versteht sich inzwischen nur etwas
>> besser auf Organisation, konkret, sich unerwünschte Kundschaft von Leibe
>> zuhalten. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich damals >70 Fahrräder
>> in dem nicht sonderlich grossen Gepäckabteil gezählt.
>[...]
>
>Das ist allerdings auch außergewöhnlich viel bzw. dürfte ein relativ
>großes Fahrrad/Passagier-Verhältnis bedeuten. War da irgendeine größere
>Fahrrad(reise)gruppe im Zug drin?

Keine Ahnung, es war nicht genügend Zeit, groß ins Gespräch zu kommen.
Und wenn? Wir hatte die Reise und die Karten Monate zuvor gebucht und
noch nicht gelernt, dass das alles nach dem Windhundprinzip
funktionierte. Trotz dieses Erlebnisses haben wir ein Jahr später die
schon seit Beginn des Jahrzehnts kaum noch genutzte Familienkutsche
abgeschafft und das bis zum Ende des Jahrzehnts durchgehalten, spätere
Familienurlaube mit Kindern und Rädern haben wir per Reisebus nebst
Fahrradanhänger angesteuert.

Damals gab es einige engagierte Reiseunternehmen, die solche Reisen
organisierten und anboten, Frankreich, Italien und Polen haben wir
gemacht. Einmal organisierte Anreise per Zug, zweimal Reisebus mit
Spiel- und Schlaffläche für die Kinder, zwei Fahrer, so dass bei
mehrtägigen Fahrten durchgefahren werden konnte, einer davon auch
Organisator am Zielort. Nicht alles perfekt, manches interessierte uns
nicht (etwa die geführten Touren), weil wir es besser konnten, anderes
sehr erfreulich, etwa die Kinderbetreuung, in der die Kinder
Einradfahren, Jonglieren und Diabolo gelernt haben. Will heissen, die
Betreuer verstanden ihr Handwerk.

Eines der Unternehmen gibt es noch, aber keines dieser Angebote hat
überlebt, nicht mal annähernd. Für uns als zu der Zeit autolose Familie
stand der Transport ans Ziel im Vordergrund, der Rest war zwar sein Geld
wert, aber letztlich verzichtbare Beigabe.

Was jetzt angeboten wird, ist komplementär dazu: die Ziele sind generell
ähnlich geblieben (die Locations nicht), aber nun bekommt man für sein
Geld geführte, eher lächerliche Tagstouren (40 km pro Tag über einen
Treidelpfad entlang eines Wasserweges) von Quartier zu Quartier, mit
Gepäcktransport, ggfs. Leih-Ebike. Für das Anreise und Rückreise ist man
selber zuständig.

Ich beklage mich nicht: wir haben diese Angebote trotz der nicht
unerheblichen Kosten genutzt und nutzen können, als sie existierten und
die Kinder im passenden Alter waren, es hat allen enormen Spaß gemacht
und die Kinder nutzen öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder längst
mit einer Versiertheit, die uns fehlt. Die Grundlage dafür wurde damals
gelegt.

Gerald Eіscher

unread,
Jul 7, 2022, 2:43:26 PMJul 7
to
Am 07.07.22 um 16:05 schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Andreas Oehler <andreas...@gmx.de> wrote:
>> Pannenspray ist Pfusch.

Wenn ich mit dem Bromton unterwegs bin, habe ich zumeist nicht beliebig
Zeit, um einen Schlauch zu flicken.

>> Kleine Pumpen gibt es mittlerweile in
>> vergleichsweise brauchbar,

Bei meinem Brompton war sogar eine Mini-Pumpe von Zefal dabei, werde ich
aber nicht verwenden.

> Oder halt gleich das von Brompton, wenn es mal wieder verfügbar ist und
> das Portemonnaie wegen zuviel Geld nicht mehr schließt:

Das passiert mir andauernd und ist recht lästig, wenn die Geldbörse die
Trikotasche nach unten zieht und am Rücken drückt.

> https://youtu.be/IW1oh5Tj9I8

Die Unterbringung im Rahmenrohr ist eine hervorragende Idee, da müsste
sich auch ein in Luftblasenfolie gewickeltes Pannenspray hinein stopfen
lassen.

Ulf Kutzner

unread,
Jul 8, 2022, 3:07:58 AMJul 8
to
bgm...@kabelmail.de schrieb am Donnerstag, 7. Juli 2022 um 17:45:08 UTC+2:
> Am 07. Juli. 2022 um 16:47 schrieb Stephan Gerlach:
> > Wolfgang Strobl schrieb:
> >> Am Tue, 05 Jul 2022 01:28:38 +0200 schrieb Stephan Gerlach
> >> <mam9...@t-online.de>:

> >>> Platztechnisch war es kein Problem; im Mehrzweck-Abteil war noch genug
> >>> Platz.
> >>
> >> Glück gehabt. Gelegenheit, mal wieder dieses Bild zu zeigen.
> >>
> >> <https://www.mystrobl.de/Plone/radfahren/fahrten/urlaub/f-bilder-fremd-fahrrad/download>
> >
> > Was/wann war das? Sieht voll aus...

> Z.B. zu einem Ferienende in NRW.
> Siehe mein posting weiter oben, Stichwort: Düsseldorf.

Das bei Dir war nun, auch nach Deinen Ausführungen, Ferienbeginn,
aber zum -ende mag es in der Gegenrichtung ähnlich ausgesehen
haben.

Gruß, ULF

Andre Eiger

unread,
Jul 8, 2022, 6:55:48 AMJul 8
to
Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Am 05.07.22 um 17:24 schrieb Ralph Angenendt:
>> Well, Gerald Eіscher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>>
>>> Im Skrotum ist übrigens noch Platz für eine Dose Pannenspray.
>>
>> Oder für ein kleines Multitool.

> Mit 15er Gabelschlüssel?

Bei dem hier lassen sich die beiden Hälften zu einem längeren Hebel
umstecken:

https://www.walletking.de/cycle-on-30-in-1-fahrrad-multitool-mit-blockschlussel.html

15er Mutter lösen:
https://www.walletking.de/media/catalog/product/cache/62dc3f8965f76272088d40444f0f56f7/t/u/tu210-cycle-on-lifestyle-15.jpg

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