mein Rad ist nun ca. 18 Jahre alt (aber bezahlt). Heute würde man wohl
Treckingrad dazu sagen; das war ein Zusammenbau eines Bielefelder Ladens auf
Basis eines 62er Rahmens, Seitenzugbremsen, 12 Gänge "Suchsystem", natürlich
ungefedert, damals 600 DM.
Da ich begonnen habe, zur Arbeit regelmäßig 21 km durch den Kottenforst zu
radeln, merke ich die Unzulänglichkeiten meines alten Schätzchens mit jedem
Kilometer. Insebsondere die Schaltung (Klickerklacker Krach....) und das
Tretlager stören mich. Da kommt schon ein Bißchen Neid gegeüber den
Deorefahrern auf: Tick - un der Gang ist drin.
Aufrüsten oder in Ehren vergammeln lassen und neu kaufen? Und wenn
Aufrüsten, dann lieber selber oder teuer beim Fachmann?
Nach meiner Einschätzung geht ein enues Rad so bei 600 - 700 Euro richtig
los.
Eberhard
...
> Aufrüsten oder in Ehren vergammeln lassen und neu kaufen? Und wenn
> Aufrüsten, dann lieber selber oder teuer beim Fachmann?
Also wenn Du nicht sonderlich an dem Rad hängst, würd ich das Aufrüsten
bleiben lassen. Neben evtl. Kompatibilitätsproblemen wird das dann wohl ein
Flickenwerk bleiben und wirtschaftlich ist es ebenfalls nicht. Aber wenn es
noch halbwegs fährt, hast Du schon mal ein prima Bahnhofsrad und kannst Dein
Budget für eine Neuinvestition durchkalkulieren. Ab ca. 700,- ? solltest Du
schon ein vernünftiges Hardtail bekommen. Wobei es beim Händler um die Ecke
etwas teurer sein wird als ein vergleichbares Rad vom Versand. Allerdings
hast Du beim (guten) Händler dafür eine kompetente Beratung, meistens eine
oder zwei Inspektionen gratis und bekommst als Stammkunde auch den einen
oder anderen Rabatt.
Gruß,
Sascha
> Günstiger kommt es natürlich wenn du dir selbst was zusammenschraubst. Geh
> auf jeden Fall mal auf www.bikecomponents.de Da gibts alles zu sehr guten
> Preisen! Selber schrauben macht auch mehr Spaß!
Bist Du Dir da sicher? Wenn ich bei meinem Fahrrad anfange, die Einzelpreise
der Komponenten zusammenzurechnen, komme ich ziemlich schnell dem Preis des
ganzen Fahrrads nahe. Das ist ein zusaetzlicher Grund, warum sich
Aufruesten kaum lohnt.
Da die Fahrradhersteller die Komponenten in Massen beziehen, koennen sie
diese doch weitaus billiger einkaufen.
Andy
> Da ich begonnen habe, zur Arbeit regelmäßig 21 km durch den Kottenforst zu
> radeln, merke ich die Unzulänglichkeiten meines alten Schätzchens mit jedem
> Kilometer. Insebsondere die Schaltung (Klickerklacker Krach....) und das
> Tretlager stören mich. Da kommt schon ein Bißchen Neid gegeüber den
> Deorefahrern auf: Tick - un der Gang ist drin.
Schalten lernen?
Rainer "an zwei meiner Liegeraeder ist die Schaltung auch nicht indexiert"
Rauschenberg
> mein Rad ist nun ca. 18 Jahre alt (aber bezahlt). Heute würde man wohl
> Treckingrad dazu sagen; das war ein Zusammenbau eines Bielefelder Ladens auf
> Basis eines 62er Rahmens, Seitenzugbremsen, 12 Gänge "Suchsystem", natürlich
> ungefedert, damals 600 DM.
> Da ich begonnen habe, zur Arbeit regelmäßig 21 km durch den Kottenforst zu
> radeln, merke ich die Unzulänglichkeiten meines alten Schätzchens mit jedem
> Kilometer. Insebsondere die Schaltung (Klickerklacker Krach....) und das
> Tretlager stören mich. Da kommt schon ein Bißchen Neid gegeüber den
> Deorefahrern auf: Tick - un der Gang ist drin.
>
> Aufrüsten oder in Ehren vergammeln lassen und neu kaufen?
Nachdem ich gerade die postings der Alles-Wegschmeissen-Fraktion gelesen
habe nun doch ne Antwort:
Was muesstest Du tauschen, um zufrieden zu sein?
Antriebs-/Schaltungskomponenten gibt es z.B. in den
Sonderangebotsprospekten von Bicycles immer wieder zu erschwinglichen
Preisen.
> Und wenn Aufrüsten, dann lieber selber oder teuer beim Fachmann?
Selbst, wenn Du es Dir technisch zutraust. Es gibt leider zu viele
unfaehige Fahrradmechaniker (man braucht lange, bis man einen guten
findet).
Rainer "auch wegen der anderen Postings: lass Dir kein MTB aufschwatzen"
Rauschenberg
p.s.: Stahlrahmen? Denn Du wirst vermutlich den Hinterbau ein wenig
aufweiten muessen, wenn Du hinten auf siebenfach hochgehst.
Jaja, all dieser Fortschritt ist schon nervig ...
Natuerlich kann man auch ohne Index schalten, aber mit Index geht es
einfacher und schneller.
Andy
> Rainer H. Rauschenberg wrote:
> > Schalten lernen?
> >
> > Rainer "an zwei meiner Liegeraeder ist die Schaltung auch nicht indexiert"
> > Rauschenberg
>
> Jaja, all dieser Fortschritt ist schon nervig ...
>
> Natuerlich kann man auch ohne Index schalten, aber mit Index geht es
> einfacher und schneller.
Ist ja OK -- aber die Frage ist, ob man es wirklich sooo dringend braucht
bzw. ob eine Umruestung den Aufwand lohnt.
Rainer "mein Frauensleut (wollte nie viel Geld fuer Fahrradaufruestung
(vom 3-Gang-70er-Jahre-Sportrad zu einem brauchbaren Reiserad) ausgeben)
hat auch ohne Indexierung schalten gelernt, und sie hat sich dann uber die
Indexierung am neuen Rad gefreut, beim (weiterhin rege genutzten) alten
aber nicht darauf gedraengt, eine solche nachzuruesten" Rauschenberg
> Hallo, liebe Experten,
>
> mein Rad ist nun ca. 18 Jahre alt (aber bezahlt). Heute würde man wohl
> Treckingrad dazu sagen; das war ein Zusammenbau eines Bielefelder Ladens
> auf Basis eines 62er Rahmens, Seitenzugbremsen, 12 Gänge "Suchsystem",
> natürlich ungefedert, damals 600 DM.
In Tuebingen hab ich ein KTM "Formula" Leichtlaufrad, von Anfang der 80-er
Jahre. Das hatte Weinmann Mittelzugbremsen auf Stahlfelgen, eine Shimano
Positron mit Front-Freilauf (im Kurbelsatz integriert) und mit 42/28 einen
fuer meinen Geschmack viel zu langen ersten Gang. Vor 5 jahren (?) brach
die Hinterachse, auf das neue (gebrauchte) Hinterrad kam gleich ein neuer
Zahnkranz mit einem 32-er als groesstes Ritzel. Darauf rutschte die
verschlissene Kette durch, und die neue Kette rutschte auf dem
verschlissenen Kettenrad vorne durch. Ersatz gabs keinen mehr dafuer.
Das einzige, was gegen wegwerfen sprach: Der Rahmen passt mir unverschaemt
gut, ist recht leicht und sieht gut aus.
Zufaelligerweise hatte mein Kreuztaler Fahrradhaendler einen passenden
gebrauchten Laufradsatz fuer Schraubkranz - mit Alufelgen! Dazu ein neues
Innenlager (FAG-Patrone), eine billige Shimano Tourney Kurbel (48/38/28),
billiges Schaltwerk und Umwerfer und Daumenschalthebel. Hat insgesamt etwas
ueber 200,-DM gekostet und einige Stunden Arbeitszeit.
Erst vorletzten Sonntag hab ich eine nette Runde auf den Hohenzollern
gedreht und mich wieder gefreut, dass ich das Rad nicht weggeworfen hab.
Der Schaltkomfort ist trotz der billigen Komponenten erstaunlich gut, die
direkt hinter den Bremshebeln montierten Daumenschalter sind ohne
Griffveraenderung zu erreichen und schalten nicht schlechter als die
Rapidfire am Treckingrad. Trotzdem werde ich - nachdem sich das Rad
bewaehrt hat - die Billigkomponenten gelegentlich gegen hochwertigere Teile
tauschen. Vielleicht bekomme ich guenstig was gebrauchtes.
>
> Aufrüsten oder in Ehren vergammeln lassen und neu kaufen? Und wenn
> Aufrüsten, dann lieber selber oder teuer beim Fachmann?
Wie gut passt Dir der Rahmen? Im Gegensatz zum Rad aus obiger Story hab ich
mein wackliges "Rennsportrad" aus dem Supermarkt - trotz der Erinnerung an
viele schoene Fahrten - ohne jedes Mitleid weggeschmissen.
> Nach meiner Einschätzung geht ein enues Rad so bei 600 - 700 Euro richtig
> los.
>
Ja. Kann aber durchaus lohnend sein. Hast Du Moeglichkeiten zum
Probefahren? Dann laesst sich vielleicht besser abschaetzen, ob der
Unterschied zu Deinem Altrad mit Upgrade den Kostenunterschied lohnt.
Weitere Alternative: ein Gebrauchtes, ein paar Jaehrchen juenger.
Manfred
Gruß Volker
Also, das ich auch so ziehmlich das, was ich befürcht, da ich noch die Räder
meiner Kinder und meiner Frau reoutinemäßig in Stand setzten muss.
Nich das mir Basteln keinen Spaß macht, aber ich sitze lieber auf dem Rad
als davor :-)
Mir schleicht sich folgender Verdacht auf: Als ich mir 1987 einen XT mit 8
MHz zugelget habe, da dachte ich: hol dir gleich einen Rechner mit 640 K
Arbeitsspreicher, da hast Du was für die Zukunft ...
> Du investierst allene in deine Liebhaberei.
Das ist der springende Punkt.
Ich frage hier nicht, ob Ihr das Gudereit RC 45 (Plus), das Villiger
Leventina (Silvretta) oder das Diamant Montezuma empfiehlt (die ham meine
Händler hier vor Ort), das finde ich sicher in anderen Beiträgen :-)
Vielen Dank für Eure Tips.
Gruß Volker
> Die beiden anderen ist sächsische Wertarbeit
Fertigt Villiger in Sachsen? Einklich ist das ja ein schweizer Anbieter.
Meine Mutter fährt ein Rad von denen seit 14 Jahren, und noch immer ist
sie hochzufrieden und hat es nie bereut, daß sie dafür gut dreimal
soviel ausgegeben hat, wie sie eigentlich vorgesehen hatte...
> da machst du nichts falsch
Damit dürftest Du recht haben.
Mathias
--
"What is mind?" - "No matter..."
"So what is matter?" - "Never mind."
>Fertigt Villiger in Sachsen?
Ja. Wie Diamant gehört Villiger zu, äh, irgendeiner Holding, Namen habe
ich vergessen.
Merke: Ein Name ist ein Name ist ein Name.
Das Karussel in der Fahrradbranche dreht sich immer schneller, Namen
werden ver- und gekauft wie Unterhosen.
>Einklich ist das ja ein schweizer Anbieter.
Villiger(TM) stellt Zigarren her und hat sich von der Fahrradsparte
getrennt.
--
Dieses Dokument wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und gilt ohne
Unterschrift und Siegel. Alle Angaben ohne Gewähr. Wir stellen die Normalität
augenblicklich wieder her, sobald wir wissen was eigentlich normal ist.
florian...@gmx.de http://www.floimnetz.de
>Volker Fey <4all...@gmx.de> wrote:
>
>> Die beiden anderen ist sächsische Wertarbeit
>
>Fertigt Villiger in Sachsen? Einklich ist das ja ein schweizer Anbieter.
Villiger hatte IIRC Diamant von der Teuhand erworben und nach einer
erheblichen Personalreduktion, sowie dem Neubau einer modernen
Fertigungsstätte mit Subventionen aus dem "Aufbau Ost" in Hartmannsdorf
die Fertigung von Diamant- und Villiger-Fahrrädern betrieben. Das ganze
zu der Zeit noch parallel zur schweizer Fertigung in Buttisholz. Im
Dezember 2002 hat man sich dann, auch aufgrund von massiv anhaltenden
Verkaufsrückgängen (25 - 35%) in der BRD, zum Verkauf der Sparte Fahrrad
entschlossen und Trek (USA) hat die komplette Fahrradsparte übernommen.
Der schweizer Standort dürfte mittlerweile nicht mehr existieren, die
Auflösung war gerüchteweise zu Ende Mai 2003 beschlossen. Was aus den
Marken Arrow, Diadem und Tigra geworden ist weiß ich nicht.
Beste Grüße -Harald-
--
Die Wachstuben in den Wachstuben werden durch Kunststoffflaschen
ersetzt, die durch Ziehen an den Kunststofflaschen geoeffnet werden.
[©1994, Werner Icking +]
> Mathia...@t-online.de (Mathias Böwe) schrieb:
>
> >Fertigt Villiger in Sachsen?
>
> Ja. Wie Diamant gehört Villiger zu, äh, irgendeiner Holding, Namen habe
> ich vergessen.
Das habe ich dann offensichtlich verschlafen. Aber sowas geht ja auch
nicht unbedingt durch die hiesigen Lokalblätter :-}
> Merke: Ein Name ist ein Name ist ein Name.
Sowieso!
> Das Karussel in der Fahrradbranche dreht sich immer schneller, Namen
> werden ver- und gekauft wie Unterhosen.
Leider ja, weshalb man sich diesbezüglich auf wenig verlassen kann.
> >Einklich ist das ja ein schweizer Anbieter.
>
> Villiger(TM) stellt Zigarren her und hat sich von der Fahrradsparte
> getrennt.
Wer hatte eigentlich zu den Zeiten, als die Fahrradmarke Villiger
tatsächlich noch zu dem Tabakladen gehörte, produziert? Doch wohl kaum
irgendwelche kubanischen Zigarrenroller...
Mathias
--
Avoid Han(g)over
Stay Drunk
>Florian Ladwig <florian...@gmx.de> wrote:
>
>> Mathia...@t-online.de (Mathias Böwe) schrieb:
>>
>> >Fertigt Villiger in Sachsen?
>>
>> Ja. Wie Diamant gehört Villiger zu, äh, irgendeiner Holding, Namen habe
>> ich vergessen.
>
>Das habe ich dann offensichtlich verschlafen. Aber sowas geht ja auch
>nicht unbedingt durch die hiesigen Lokalblätter :-}
Darum gibt es drf. ;-)
>> Merke: Ein Name ist ein Name ist ein Name.
>
>Sowieso!
Also sollte man mit pauschalen Empfehlungen vorsichtig sein, wenn die
Erfahrungen ein paar Jahre alt sind.
>> Das Karussel in der Fahrradbranche dreht sich immer schneller, Namen
>> werden ver- und gekauft wie Unterhosen.
>
>Leider ja, weshalb man sich diesbezüglich auf wenig verlassen kann.
Eben.
>Wer hatte eigentlich zu den Zeiten, als die Fahrradmarke Villiger
>tatsächlich noch zu dem Tabakladen gehörte, produziert?
Äh, Villiger?
>Doch wohl kaum
>irgendwelche kubanischen Zigarrenroller...
Die werden schon ein eigenes Fahrradwerk gehabt haben.
> [aktuelle Geschichte von Villiger]
Danke für die Aufklärung! Da habe ich wieder etwas gelernt.
Mathias
--
Sehr hübsch ist auch immer wieder die Klage, man müsse sein System neu
aufsetzen, wobei es vielleicht manchmal geschickter sein kann, es in
stabiler Seitenlage zu belassen.
Astrid Paprotta in dcsms
Hallo EBM: Ein Realname wird hier gerne gesehen.
>> Aufrüsten oder in Ehren vergammeln lassen und neu kaufen?
> Denke einfach mal komerziell Wenn du die Komponenten erneuertst von
> denen du schreibst, bist du ca. 200,- bis 300,- los
Wie rechnest Du denn? Er will in erster Linie ein neues Tretlager
und einen indexierten Schalthebel. Tretlagerpatronen in brauchbarer
Qualität gibt's für etwa 15 Euro. Aber es gibt auch für traditionelle
Tretlager mit Lagerschalen noch alle Ersatzteile für wenig Geld.
Indexierte Schalthebel gibt es z.B. als 7-fach Daumenschalter von
Shimano sogar in der Fahrradabteilung eines Kaufhauses für ein paar
Euro. Ist zwar 100% Plaste und Elaste, funktioniert aber einwandfrei.
Falls das Schaltwerk nicht dazu passt, bräuchte er das auch noch,
aber das kostet auch nicht die Welt. 6-fach und 7-fach hatten IIRC
die gleichen Ritzelabstände.
Martin
Ja sorry, da habe ich mich als Greenhorn geoutet...
Also: Ich heiße Eberhard....
> > Denke einfach mal komerziell Wenn du die Komponenten erneuertst von
> > denen du schreibst, bist du ca. 200,- bis 300,- los
>
> Wie rechnest Du denn? Er will in erster Linie ein neues Tretlager
> und einen indexierten Schalthebel. Tretlagerpatronen in brauchbarer
> Qualität gibt's für etwa 15 Euro. Aber es gibt auch für traditionelle
> Tretlager mit Lagerschalen noch alle Ersatzteile für wenig Geld.
15 Euro klingt gut, 200 Euro? Schluck. Aber : "komerziell" gesehen sind aber
200 Euro Reparatur weniger als 1000 Euro für eine neues Rad.
Ich habe mich dazu entschlossen, erstmal den alten Drahtesel zu überholen,
ich habe Blut geleckt, macht doch irgendwie Spaß...
Neukauf ist dann später drann...
Nachdem ich mir eine neue Kette spendiert habe, kann ich auch besser
schalten: Aber: die Kette springt nun (!@?Gr#!). Für eine neues Ritzel
brauche ich wohl so etwas wie einen Schraubkranz (also nicht "Kassette");
gibt es das auch noch für 6fach mit wahlweisen Zähnen, oder muss ich sowas
auf dem Flohmarkt suchen? Ist 7fach zwangsläufig breiter als 6fach,oder
liegen die Ritzel bei 7fach enger zusammen?. Oben hieß es ja mal , ich müste
ggf. meinen Rahmen aufbiegen (*schauder*). Also ich wollte nicht anfangen,
am Rahmen zu schweißen, oder so...
Das, was bei mir eingebaut ist, läuft wohl unter BSA-Lager; rechts am
Kettenblatt ist der Rahmen "zu", d.h. da ist nur ein Loch für den Vierkant.
Links ist ein Gewind mit Kontermutter; kann ich da ohne Prpoblem eine
Patrone einsetzen? Und wenn ja, worauf muss ich beim Kauf achten?
Weiter: Ich habe vorne ein Doppelblatt, wobei ich den großen Kranz fast nie
nutze, ich hätte lieber einen zusätzlichen mit weniger Zähnen. Ist das an
der Kurbel fest dran (d.h. gleich: alles neue am Tretlager plus Kurbel plus
Bläter), oder einzelen austauschbar?
Kann mir im übrigen jemand eins der Bücher empfehlen?
Rob van der Plas: Die Fahrradwerkstatt. Reparatur und Wartung Schritt für
Schritt.
Christian Smolke, Stefan Etzel: Das neue Fahrrad Reparatur Buch. Anleitungen
und Tips mit Pfiff.
Richard Hallett: Fahrrad - Wartung Pflege Reparatur.
Gruß, Eberhard
>> Volker Fey wrote:
>>
>> Hallo EBM: Ein Realname wird hier gerne gesehen.
>
>Ja sorry, da habe ich mich als Greenhorn geoutet...
>Also: Ich heiße Eberhard....
Und wenn du das jetzt noch, mit einem Leerzeichen von deinem
Nachnamen getrennt dorthin schreibst, wo jetzt "EBM" steht,
dann wird alles gut. :-)
>Nachdem ich mir eine neue Kette spendiert habe, kann ich auch besser
>schalten: Aber: die Kette springt nun (!@?Gr#!). Für eine neues Ritzel
>brauche ich wohl so etwas wie einen Schraubkranz (also nicht "Kassette");
>gibt es das auch noch für 6fach mit wahlweisen Zähnen, oder muss ich sowas
>auf dem Flohmarkt suchen?
Es gibt sowas in verschiedenen, jedoch nicht wahlfreien
Abstufungen von Shimano mit 5, 6, 7 Zahnkränzen. Ein
williger Händler kann das problemlos bestellen. Ich habe
jedenfalls vor ein, zwei Monaten einen 5fach gekauft mit
14-17-19-21-24 Zähnen, wobei mir auch 14-28 angeboten wurde
"Ach das ist der letzte, da muß ich sowieso neue bestellen."
>Weiter: Ich habe vorne ein Doppelblatt, wobei ich den großen Kranz fast nie
>nutze, ich hätte lieber einen zusätzlichen mit weniger Zähnen. Ist das an
>der Kurbel fest dran (d.h. gleich: alles neue am Tretlager plus Kurbel plus
>Bläter), oder einzelen austauschbar?
Ob die Blätter einzeln zu tauschen sind, erkennt man an den
Schrauben, welche die Blätter halten - oder an ihrem
Nichtvorhandensein. ;-)
Allerdings gibt es da viele verschiedene Sorten, und
preisgünstige Kurbeln mit passendenden Kettenblättern sind
nicht unbedingt teurer als *ein* einzelnes Austauschblatt.
Ob es Austauschblätter mit weniger Zähnen geben (kann),
sieht man schon ungefähr am Abstand der Schrauben zu den
Zähnen, ansonsten durch Studieren eines Kataloges.
mfg, elke
--
Radwege bauen heißt Fallen stellen.
EBM <e.mu...@freenet.de> wrote:
[Ich schrieb:]
>> Hallo EBM: Ein Realname wird hier gerne gesehen.
> Ja sorry, da habe ich mich als Greenhorn geoutet...
> Also: Ich heiße Eberhard....
In de.comm.software.outlook-express kann man Dir sagen, wie Du ihn in's
From eintragen und OE Usenet-kompatibel machen kannst.
> Ich habe mich dazu entschlossen, erstmal den alten Drahtesel zu überholen,
> ich habe Blut geleckt, macht doch irgendwie Spaß...
Ja, und ist auch nicht so schwer. Ein paar Spezialwerkzeuge braucht man
jedoch. Kaufe aber nicht einen der gelegentlich angebotenen billigen
Werkzeugkoffer (für 50 EUR oder so), sondern nur das Werkzeug, das Du
wirklich brauchst und wähle dafür etwas bessere Qualität.
> Nachdem ich mir eine neue Kette spendiert habe, kann ich auch besser
> schalten: Aber: die Kette springt nun (!@?Gr#!).
Die Ritzel sind verschlissen. Das ist speziell bei Kettenschaltungen
normal und unausweichlich. Je länger Du mit ausgeleierter Kette fährst,
umso mehr verschleißen die Ritzel.
> Für eine neues Ritzel brauche ich wohl so etwas wie einen Schraubkranz
> (also nicht "Kassette"); gibt es das auch noch für 6fach mit wahlweisen
> Zähnen, oder muss ich sowas auf dem Flohmarkt suchen?
Wie Elke schon schrieb: Schraubkränze gibt es noch zu kaufen. Von
Shimano mit HG-Ritzeln (verbessern das Schaltverhalten, speziell unter
Last, verschleißen aber schneller) kenne ich nur welche mit minimal
zwei Zähnen Abstand. Einer der großen Versender (IIRC Brügelmann,
Katalog gibt es im Zeitschriftenhandel, ansonsten im web) bietet oder
bot Regina-Kränze an, die man IIRC mit beliebigen Zähnezahlen ordern
kann.
> Ist 7fach zwangsläufig breiter als 6fach,oder liegen die Ritzel bei
> 7fach enger zusammen?.
Meine Schraubkranzerfahrungen enden mit 6-fach, aber AFAIK liegen bei
Schraubkränzen alle Ritzel gleich weit auseinander.
> Oben hieß es ja mal , ich müste ggf. meinen Rahmen aufbiegen
> (*schauder*). Also ich wollte nicht anfangen, am Rahmen zu
> schweißen, oder so...
7-fach passt noch in einen Rahmen mit 126mm Hinterbau. Standard bei
Rennrahmen sind heute 130mm. Die paar mm kannst Du problemlos von Hand
aufbiegen. Vermutlich ist das aber gar nicht nötig.
> Das, was bei mir eingebaut ist, läuft wohl unter BSA-Lager; rechts am
> Kettenblatt ist der Rahmen "zu", d.h. da ist nur ein Loch für den Vierkant.
Die Tretlagermuffe ist normalerweise auf beiden Seiten offen und hat je
ein Gewinde für die Lagerschalen. Vermutlich schaust Du auf eine Schale.
> Links ist ein Gewind mit Kontermutter; kann ich da ohne Prpoblem eine
> Patrone einsetzen? Und wenn ja, worauf muss ich beim Kauf achten?
Das Gewinde muss stimmen, die Breite der Tretlagerwelle und die Steigung
des Vierkant. Wenn es ein BSA-Lager ist, ist rechts (in Fahrtrichtung
gesehen) ein Linksgewinde: also beide Lagerschalen nach vorne losdrehen.
Vorher musst Du aber den Konterring lösen. Dafür brauchst Du eventuell
Spezialwerkzeug, wenn das Lager aber ohnehin weggeworfen wird, kannst Du
auch eine Rohrzange nehmen.
Zum Einsetzen der Lagerpatrone brauchst Du ebenfalls Spezialwerkzeug.
Falls Du eine Shimano-Patrone nimmst, kostet der Abzieher nicht viel.
Der Schlüssel für FAG-Patronen ist ein büschen teurer.
Ansonsten kannst Du auch die verschlissenen Teile Deines vorhandenen
Lagers austauschen, also vermutlich die beiden Schalen, die Welle und
die Kugelringe. Das Einstellen und Kontern ist ein bißchen fummelig.
> Weiter: Ich habe vorne ein Doppelblatt, wobei ich den großen Kranz fast nie
> nutze, ich hätte lieber einen zusätzlichen mit weniger Zähnen. Ist das an
> der Kurbel fest dran (d.h. gleich: alles neue am Tretlager plus Kurbel plus
> Bläter), oder einzelen austauschbar?
Es gibt Beides. Bei billigen Kurbeln sind die Blätter aufgenietet. Die
Größe des kleinsten Kettenblatts hängt vom Lochkreisdurchmesser ab. Bei
gängigen 2-fach Rennradkurbeln sind das 38 oder 39 Zähne. Für kleinere
Blätter brauchst Du andere Kurbeln. Alte MTB- oder Touring-Kurbeln mit
5-Arm-Befestigung findet man an Schrotträdern zuhauf. Sie passen auch
ästhetisch meist ganz gut an rennradähnliche Alltagsräder und erlauben
minimal bis zu 24 Zähnen (IIRC).
> Kann mir im übrigen jemand eins der Bücher empfehlen?
> Rob van der Plas: Die Fahrradwerkstatt. Reparatur und Wartung Schritt für
> Schritt.
> Christian Smolke, Stefan Etzel: Das neue Fahrrad Reparatur Buch. Anleitungen
> und Tips mit Pfiff.
> Richard Hallett: Fahrrad - Wartung Pflege Reparatur.
Soll Smolke richtig Smolik heißen? Wenn ja: er ist so etwas wie der
deutsche Grandfather of bicycle-soul. Mit seinen Büchern macht man
selten was verkehrt.
Martin